EU erwägt Gegenmaßnahmen als Reaktion auf weitere US-Zölle

Brüssel: Angesichts der angekündigten zusätzlichen US-Zölle prüft die EU weitere Schritte. Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach von einem schweren Schlag für die Weltwirtschaft. Daher bereite man Gegenmaßnahmen vor, um die eigenen Interessen und Unternehmen zu schützen. Noch sei es aber nicht zu spät für Verhandlungen, betonte sie. EU-Ratspräsident Costa rief dazu auf, die Handelsbeziehungen zu anderen Ländern auszubauen. Es sei nun an der Zeit, die geplanten Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur und mit Mexiko zu ratifizieren, sagte er. Verhandlungen etwa mit Indien sollten entscheidend vorangetrieben werden. - US-Präsident Trump hatte gestern weitere zusätzliche Zölle für Länder weltweit erlassen. So sind für Einfuhren aus der EU 20 Prozent vorgesehen, für Produkte aus China 34 Prozent. Trump will damit nach eigenen Angaben die Produktion in den USA stärken.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 03.04.2025 09:00 Uhr

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