Jugendgewalt löst neue Debatte über Strafmündigkeitsalter aus

Berlin: Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Mäurer, hat sich gegen eine Senkung des Alters für Strafmündigkeit ausgesprochen. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte der Bremer Innensenator, die zunehmende Gewalt unter Kindern und Jugendlichen könne man mit polizeilichen Maßnahmen kaum effektiv angehen. Wenn die Analyse des BKA richtig sei, dass es sich um Spätfolgen der Corona-Zeit handele, dann müsse man mit pädagogischen Maßnahmen darauf reagieren, sagte Mäurer. Zuletzt hatte sich CDU-Generalsekretär Linnemann dafür ausgesprochen, dass Jugendliche bereits ab zwölf strafmündig sein sollen. Laut der jüngsten Kriminalstatistik haben Gewaltdelikte, an denen Kinder und Jugendliche beteiligt waren, im vergangenen Jahr zugenommen. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Münch, sprach von psychische Belastungen, die womöglich als Spätfolgen der Pandemie zu werten seien.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 03.04.2025 07:00 Uhr

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