Krankenkassen unterstützen Pläne für Patientensteuerung über Hausarztpraxen

Berlin: Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland hat sich hinter die Pläne von Union und SPD für eine Patientensteuerung über Hausarztpraxen gestellt. Es wäre gut, wenn hausärztliche Praxen die vollständige Koordination der medizinischen Versorgung der Versicherten übernehmen würden, so die stellvertretende Verbandschefin Stoff-Ahnis im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Viele Menschen wüssten zudem gar nicht, welcher Facharzt für sie genau die richtige Ansprechperson sei. In ihren Koalitionsverhandlungen hatten sich die Unterhändler von Union und SPD angesichts voller Arztpraxen für ein sogenanntes "verbindliches Primärarztsystem" ausgesprochen. Dabei soll der Hausarzt die erste Anlaufstelle für Erkrankte sein und diese nur im Bedarfsfall an Fachmediziner weiterleiten. Um für zusätzliche Entlastung zu sorgen, plädierte Stoff-Ahnis darüber hinaus für die Nutzung von Jahresrezepten für chronisch Kranke. Dann müssten Betroffene nicht mehr alle drei Monate für ein Rezept zum Arzt laufen.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 03.04.2025 03:00 Uhr

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