Tausende protestieren gegen Verbot von Pride-Parade in Budapest

Budapest: In Ungarn haben mehrere tausend Menschen gegen das Verbot der jährlichen Pride-Parade protestiert. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP kamen in der Hauptstadt mehr als 10.000 Demonstranten zusammen. Viele von ihnen hielten Schilder mit Aufschriften hoch, die sich gegen die Regierung von Ministerpräsident Orban richten. Hintergrund ist eine Gesetzesentscheidung des ungarischen Parlaments vom März, wonach Versammlungen verboten sind, die laut der Regierung das "Bewerben und Darstellen" von Homosexualität und Geschlechtsänderung zum Ziel haben. Durch das Gesetz können Organisatoren und Teilnehmer mit Geldstrafen von bis zu 500 Euro belegt werden. Die LGBTQ-Gemeinschaft in Ungarn hat angekündigt, trotz des Verbots im Juni die Pride-Parade wie geplant durchzuführen.

Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 02.04.2025 06:00 Uhr

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