In einer Schultoilette fällt die benutzte Handtuchrolle vom Handtuchspender auf den Boden.
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Augsburgs OB Freund kündigt schnelle Schultoiletten-Sanierung an

Augsburgs OB Freund kündigt schnelle Schultoiletten-Sanierung an

Der neue Augsburger Oberbürgermeister sagt maroden Schultoiletten den Kampf an und will schnell Abhilfe schaffen. Er ist überzeugt: Am Geld ist die Sanierung bisher nicht gescheitert.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Augsburgs neuer Oberbürgermeister Florian Freund (SPD) sieht die Stadtverwaltung vor einem der größten Umbrüche seit den 1970er-Jahren. Im Interview mit dem BR sagte er, man sei dabei, "viel umzubauen" und "Steine umzudrehen". Eines der ersten Projekte, die er umsetzen wolle, sei die Sanierung von alten Schultoiletten.

Erste Baumaßnahmen in den Sommerferien

Bereits in den Sommerferien sollen an ersten Schulen Baumaßnahmen an den Toiletten beginnen. Freund spricht sich neben Generalsanierungen auch für kleinere Schönheitsreparaturen aus: etwa neue Böden, WC-Schüsseln oder gestrichene Kabinenwände. "Dinge, die einfach auch dafür sorgen, dass es wieder angenehmer wird auf diese Toiletten zu gehen", erklärt Freund.

Kritik an fehlenden Finanzmitteln für Schultoiletten weist der OB mit Verweis auf vorhandene, aber nicht genutzte Gelder zurück. Der Stadtrat habe bereits vor zwei Jahren Geld für die Sanierung von Schultoiletten bereitgestellt, aber nur einen kleinen Teil genutzt. Das zeige, so Freund, dass es weniger am Geld als an der "Steuerung" der Verwaltung gelegen habe.

ÖPNV im Fünf-Minuten-Takt und Fuggerpromenade

Auch städtebaulich will das Stadtoberhaupt Weichen stellen: Gemeinsam mit dem Kämmerer habe er früh Gespräche aufgenommen, um den aus seiner Sicht bestehenden "städtebaulichen Missstand" zwischen Königsplatz und Staatstheater zu beseitigen.

Beim ÖPNV setzt Freund auf einen Ausbau des Angebots. Er will den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und mehr Fahrgäste gewinnen. Im Wahlkampf hatte er einen Fünf-Minuten-Takt angekündigt. Nun soll eine Arbeitsgruppe mit verschiedenen Fraktionen prüfen, wie der Nahverkehr in Augsburg so weiterentwickelt werden kann, dass wieder mehr Personen auf Bus und Tram umsteigen und der rückläufige Trend der vergangenen Jahre gestoppt wird.

Rechtsstreit um Personal: OB unbeeindruckt

Der Umbau der Verwaltung vollzieht sich nicht geräuschlos. Ein ehemaliger Referent der Stadt klagt vor dem Landesgericht gegen die Neubesetzung seiner Stelle. Freund sieht das gelassen: Es sei das demokratische Recht des Stadtrats und einzelner Fraktionen, die Personalentscheidungen rechtlich prüfen zu lassen. "Wir haben keinen Grund, uns zu verstecken", so der OB. Ärgerlich sei allerdings, dass etwa die Besetzung des Bildungs- und Kulturreferats dadurch gebremst werde. "Das ist meines Erachtens unnötig, aber auch da werden wir sehen, was die Gerichte sagen", fügte der OB hinzu.

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Augsburgs Oberbürgermeister Florian Freund von der SPD im Bayern1-Interview.

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