Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) war am Donnerstag beim Fassanstich vor Ort. Seit seiner Kindheit komme er schon auf die Erlanger Bergkirchweih, da habe er "bloß noch kein Bier gesoffen", sagte er dem BR mit einem Lachen. Er freue sich drauf, auch mit der Familie über den Berg zu schlendern und mit den Enkeln Karussell zu fahren.
Zwölf Tage, zwölf Festwirte und rund neunzig Schausteller
Zwölf Tage lang geht das Volksfest. Für viele eine Gelegenheit, Freunde aus der Heimat wiederzusehen. Bei strahlendem Sonnenschein wird auf den Kellern gefeiert, zwölf Festwirte gibt es in diesem Jahr. Die vielen Bierkeller sind für viele das Besondere am Berg. Dazu kommen rund neunzig Schausteller. Am Pfingstwochenende werden immer die meisten Gäste erwartet.
Neues Highlight in 55 Metern Höhe
Für Groß und Klein gibt es ein buntes Angebot, ob Karussell, Geisterbahn, Riesenkettenflieger oder Freefalltower. Und: In diesem Jahr dreht sich ein neues Riesenrad über dem Festgelände. Der 55 Meter hohe "Eye Catcher" verspricht mit seinen 42 Kabinen mehr Komfort als seine Vorgänger.
Was bleibt: Das Riesenrad ist das optische Wahrzeichen der Kirchweih und schon von Weitem zu sehen. Ebenfalls gleich bleiben soll in diesem Jahr der Bierpreis, heißt es von Wirten und Organisatoren – im vergangenen Jahr hatte die Maß je nach Keller im Schnitt 14 Euro gekostet.
Umfassendes Sicherheitskonzept
Der Erlanger Berg sei ein "schönes, familiäres" und "vor allem friedliches Fest", findet Erlangens Oberbürgermeister Jörg Volleth (CSU). Dafür sorgt nicht nur die Blaulichtfamilie. Auf dem Berg sind die Polizei, das Bayerische Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. sowie Sicherheitsdienste präsent. Dazu gibt es einen "Safe Space" vom Frauennotruf Erlangen für die Sicherheit von Frauen und Mädchen, der sich außerhalb des Berggeländes befindet. Außerdem laufen Mitarbeitende des Frauennotrufs regelmäßig über das Gelände und sind bei Problemen ansprechbar.
Festwirte werben um mehr auswärtiges Publikum
In diesem Jahr hofft man auf Gäste nicht nur aus nächster Nähe, sondern auch aus dem weiter entfernten Umland, beispielsweise aus Fürth und Nürnberg. Dafür haben sich die Wirte zu einer Werbegemeinschaft zusammengeschlossen. Durch Plakatwerbung und Jingles im Radio sollen etwa auch ältere Menschen angesprochen werden.
Ziel ist es, nicht nur am sowieso beliebten Pfingstwochenende, sondern auch am zweiten Wochenende viele Gäste zu haben. Bis zum 1. Juni geht die Kirchweih, die als ältestes Bierfest der Welt gilt.
Im Video: Erlangen - Bergkirchweih eröffnet
Erlangen - Bergkirchweih eröffnet
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