Heidi Levine, eine amerikanische Fotojournalistin für die "Washington Post" und internationale Solidaritätsaktivistin, wird in einem Krankenhaus medizinisch behandelt, nachdem sie im Dorf Turmusayya – nordöstlich der Stadt Ramallah im Westjordanland – von der israelischen Armee angegriffen wurde.
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Heidi Levine, eine amerikanische Fotojournalistin für die "Washington Post", wird in einem Krankenhaus medizinisch behandelt.
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Heidi Levine, eine amerikanische Fotojournalistin für die "Washington Post", wird in einem Krankenhaus medizinisch behandelt.

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Nahost-Ticker: Mutmaßlicher Siedlerangriff auf US-Fotografin

Nahost-Ticker: Mutmaßlicher Siedlerangriff auf US-Fotografin

Israelische Oppositionspolitiker haben einen mutmaßlichen Siedlerangriff auf die US-Fotografin Heidi Levine im Westjordanland scharf verurteilt. Die USA fordern von Israel ein stärkeres Vorgehen gegen Angriffe von Siedlern. Die News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 17.10.2026 im Überblick:

  • Trump stellt sich demonstrativ hinter Netanjahu (20.02 Uhr)
  • Mutmaßlicher Siedlerangriff auf US-Fotografin (15.02 Uhr)
  • Neuer iranischer Verteidigungsminister droht den USA (14.17 Uhr)
  • USA fordern Israel zu Vorgehen gegen Siedlergewalt auf (01.48 Uhr)
  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.02 Uhr: Trump stellt sich demonstrativ hinter Netanjahu

US-Präsident Donald Trump hat sich gut eine Woche vor der Parlamentswahl in Israel demonstrativ hinter Regierungschef Benjamin Netanjahu gestellt. "Dieses Schreiben soll meine uneingeschränkte und vollständige Unterstützung für Bibi Netanjahu bei seinem bevorstehenden Wahlkampf um die Wiederwahl zum israelischen Premierminister zum Ausdruck bringen", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Netanjahu "wird Euch niemals im Stich lassen".

17.15 Uhr: Trump unterstützt Netanjahu bei Wiederwahl

US-Präsident Donald Trump hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu seine Unterstützung für dessen Wiederwahl ausgesprochen. Netanjahu sei ein "großartiger, kämpferischer Ministerpräsident" und ein noch besserer "Partner für den Frieden" im Kampf gegen die Islamische Republik Iran, schrieb Trump am Sonntag in den sozialen Medien.

In Israel wird am 27. Oktober erstmals seit dem Terrorangriff der Hamas im Jahr 2023 ein neues Parlament gewählt. Trumps Unterstützung gilt wegen seiner Beliebtheit in Israel als wichtig für Netanjahu. Der US-Präsident hatte eine Wahlempfehlung monatelang zurückgehalten, während beide in der Nahostpolitik unterschiedliche Wege verfolgten. Für Netanjahu und dessen Likud-Partei war das ein Rückschlag: Der Regierungschef stellt seine engen Beziehungen zu Trump als Argument für seinen Verbleib im Amt heraus.

16.24 Uhr: Ägypten sagt Saudi-Arabien Hilfe bei Verteidigung zu

Ägypten will den regionalen Nachbarn Saudi-Arabien bei der Verteidigung gegen die Huthi-Miliz im Jemen unterstützen und könnte dafür womöglich auch eigene Soldaten in dem Golfstaat stationieren. Ägypten werde Saudi-Arabien "alle notwendige und mögliche Unterstützung geben, um dessen Sicherheit und Stabilität zu verteidigen", teilte der Nationale Verteidigungsrat mit, in dem Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Vorsitz hat. Details oder konkrete Pläne nannte er nicht.

Das ägyptische Parlament kam am Sonntag zu einer Sitzung zusammen, um zu beraten. Eine weitere Sitzung ist für Montag geplant. Es wäre eine Zweidrittelmehrheit nötig, um Truppen ins Ausland zu entsenden.

Saudi-Arabien gerät im Zuge der erneuten Eskalation im benachbarten Jemen zunehmend unter Druck. Bei mehreren Huthi-Angriffen gab es Tote und Verletzte im Land, unter anderem am internationalen Flughafen Riad. Das Königreich bemüht sich um mehr militärische Hilfe bei der Abwehr, darunter von der Türkei und Pakistan und laut Berichten auch von den USA.

15.02 Uhr: Mutmaßlicher Siedlerangriff auf US-Fotografin

Führende israelische Oppositionspolitiker haben einen mutmaßlichen Siedlerangriff auf die 65-jährige US-Fotografin Heidi Levine im besetzten Westjordanland scharf verurteilt. Der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten, Jair Golan, schrieb bei X, Heidi Levine von der "Washington Post" habe ihm bei einem Besuch von den "Momenten des Schreckens" berichtet. "Von der furchtbaren Angst, möglicherweise nicht lebend davonzukommen. Von den Schlägen, dem Blut und davon, wie die Angreifer sie verletzt am Boden zurückließen."

Nach Angaben der "Washington Post" griffen Dutzende maskierte israelische Siedler am Freitag palästinensische Dorfbewohner an, die Oliven geerntet hätten. Sie hätten nahe der Ortschaft Abu Falah Olivenhaine in Brand gesetzt und Steine geworfen.

Levine trug nach Angaben der Zeitung eine Schutzweste, auf deren Vorder- und Rückseite deutlich "PRESS" zu lesen war. Sie sei von den Tätern zu Boden gestoßen und wiederholt getreten worden. Levine habe Schnittwunden am ganzen Körper erlitten. Eine Rippe und vier Wirbel seien gebrochen. Ein Finger sei so aufgerissen worden, dass der Knochen freigelegen habe.

14.17 Uhr: Neuer iranischer Verteidigungsminister droht USA

Der neue iranische Verteidigungsminister Mehrdad Achlaghi hat die USA vor neuen Angriffen auf sein Land gewarnt. Die US-Armee "wird es sehr wahrscheinlich nicht wagen, uns erneut anzugreifen", sagte Achlaghi am Sonntag nach seiner Bestätigung durch das Parlament. "Sollte sie es doch tun, muss sie mit erheblichen Schäden rechnen – genauso wie die ganze Region", fügte er hinzu.

Der 68 Jahre alte Achlaghi erhielt nach Angaben der Regierung 237 Ja-Stimmen im Parlament. Insgesamt wurden demnach 277 Stimmzettel abgegeben. Er tritt die Nachfolge von General Asis Nasirsadeh an, der Ende Februar am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels getötet worden war. Seither war das Amt vakant. Achlaghi hatte 42 Jahre lang für das Ministerium gearbeitet, bekleidet aber keinen militärischen Rang. Seit 2013 stand er an der Spitze eines Verbands der iranischen Rüstungsindustrie. Seit 2007 unterliegt er UN-Sanktionen, die damals wegen des iranischen Atom- und Raketenprogramms verhängt worden waren.

12.47 Uhr: EU verurteilt Angriffe von Siedlern im Westjordanland

Die Europäische Union hat Angriffe gewalttätiger israelischer Siedler im Westjordanland auf Palästinenser und europäische Diplomaten scharf verurteilt. Die EU nehme entsprechende Kritik durch israelische Vertreter zwar positiv zur Kenntnis, erwarte jedoch eine vollständige Aufklärung sowie wirksame Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Gewalt, teilt die EU mit. Dies gelte auch für die laufende Olivenernte und den Schutz von Journalisten.

Der belgische Außenminister Maxime Prevot hatte am Samstag erklärt, Siedler hätten im besetzten Westjordanland palästinensische Zivilisten, europäische Diplomaten und einen französischen Bürgermeister angegriffen.

12.41 Uhr: Iran – Angebot zur Öffnung der Straße von Hormus steht

Der Iran hat sein Angebot an die USA zur Wiederöffnung der Straße von Hormus untermauert. Die Öffnung der Meerenge könne innerhalb von sieben Tagen stattfinden, sagt Außenminister Abbas Aragtschi am Rande eines Treffens der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Bagdad. Die Führung in Teheran prüfe derzeit eine Antwort aus Washington. Zu den iranischen Bedingungen gehören unter anderem ein Ende der US-Blockade iranischer Häfen sowie der Sanktionen gegen Ölexporte des Landes. Die USA fordern im Gegenzug eine deutliche Reduzierung der iranischen Uran-Anreicherung, um den seit acht Monaten andauernden Krieg zu beenden. Durch die strategisch wichtige Meerenge lief vor dem Konflikt etwa ein Fünftel des weltweiten Handels mit Öl und Flüssigerdgas (LNG).

10.22 Uhr: Irans Parlament bestätigt neuen Verteidigungsminister

Das iranische Parlament hat die Ernennung des Raumfahrtexperten Mehrdad Achlaki Ketabtschi zum neuen Verteidigungsminister gebilligt. Damit endet eine monatelange Übergangsphase an der Spitze des Ministeriums. Ketabtschi, der ehemalige Chef der staatlichen Organisation für Luft- und Raumfahrtindustrie, leitet künftig den Rüstungs- und Beschaffungsapparat des Landes.

02.50 Uhr: Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab

Das Militär in Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben einen Angriff mit zwei ballistischen Raketen der Huthi-Miliz aus dem Jemen abgewehrt. Sie seien auf die Großstadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zugeflogen, hieß es. Im Bereich der Hauptstadt Riad wurden zudem zwei Drohnen abgefangen und zerstört und eine weitere im Osten des Landes, wie der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi, Turki al-Maliki, in der Nacht auf der Plattform X erklärte.

Die Huthi-Miliz teilte mit, sie habe in Nadschran im Süden Saudi-Arabiens einen saudischen Kampfhubschrauber abgeschossen. Dieser habe Ziele der Miliz im Grenzgebiet zum Jemen angegriffen.

Das saudische Militärbündnis teilte dagegen mit, dort sei ein Hubschrauber wegen eines technischen Defekts abgestürzt, wobei die zwei Crewmitglieder ums Leben gekommen seien. Die Angaben ließen sich zunächst allesamt nicht unabhängig überprüfen. Die Koalition veröffentlichte auch das Foto mehrerer Apache-Hubschrauber und teilte mit, diese würden "bald auf das Schlachtfeld kommen".

01.48 Uhr: USA fordern Israel zu Vorgehen gegen Siedlergewalt auf

Die USA fordern von Israel ein stärkeres Vorgehen gegen Angriffe von Siedlern im Westjordanland. "Wir sind sehr beunruhigt über diese Bilder", sagt US-Außenminister Marco Rubio. Die US-Regierung habe Israel aufgefordert, gegen solche Vorfälle vorzugehen. Hintergrund ist ein Video, das einen Angriff von Siedlern auf eine US-Fotojournalistin zeigt.

Sonntag, 18. Oktober 2026

20.00 Uhr: Ägyptens Präsident will Saudi-Arabien im Kampf gegen die Huthis unterstützen

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi will Saudi-Arabien im Kampf gegen die pro-iranische Huthi-Miliz unterstützen - das ägyptische Parlament wird darüber am Sonntag beraten. Das Repräsentantenhaus werde "morgen als Reaktion auf einen Aufruf von Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine Sondersitzung abhalten", berichtete die staatliche Zeitung Al-Ahram. 

19.06 Uhr: Siedler attackieren EU-Diplomaten im Westjordanland

Eine Gruppe israelischer Siedler hat nach Angaben des israelischen Armeeradios Fahrzeuge europäischer Diplomaten im Westjordanland angegriffen. Wie der Militärkorrespondent Doron Kadosh auf X mitteilte, umstellten nach Angaben von Augenzeugen sieben maskierte Männer mit ihren Geländewagen ein Diplomatenfahrzeug, verlangten Ausweise und zertrümmerten eine Fensterscheibe. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein Diplomat am Boden liegt. Der Vorfall ereignete sich während der Olivenernte nahe der Ortschaft Taibe. 

Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach dagegen von einem "mutmaßlichen Angriff auf europäische Diplomaten". Schwere Vorwürfe erforderten überzeugende Beweise. Die Bilder allein reichten nicht aus, um den vollständigen Ablauf der Ereignisse oder die individuelle Verantwortung zu klären. Diese Umstände würden weiterhin untersucht.

Dagegen verurteilte Israels Außenminister Gideon Saar "die schweren Gewalttaten israelischer Randalierer" aufs Schärfste. Eine polizeiliche Untersuchung sei eingeleitet worden, erklärte er auf X. Die Strafverfolgungsbehörden arbeiteten daran, die Angreifer zu identifizieren und vor Gericht zu stellen. Saar nannte es bedauerlich, dass der Besuch nicht im Voraus mit der Armee abgestimmt worden sei. 

10.31 Uhr: Behörden melden Attacken auf Tankschiffe im Persischen Golf

Im Persischen Golf sind Hunderte Kilometer von der Straße von Hormus entfernt Attacken auf Tankschiffe gemeldet worden. In zwei separaten Meldungen berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) über Vorfälle unweit der Küste Saudi-Arabiens. Ein Schiff sei von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Tanker sei evakuiert und die Besatzung befinde sich in Sicherheit. Berichte über Umweltschäden lägen nicht vor.

In einer später veröffentlichten Mitteilung hieß es, ein weiterer Tanker sei von einem kleinen Schiff mit einem Raketenwerfer angegriffen worden. Dabei sei das Heck auf der Backbordseite beschädigt worden. Die Besatzung sei auch in diesem Fall in Sicherheit. Das genaue Ausmaß der Schäden und mögliche Umweltschäden seien noch unklar.

06.28 Uhr: Supertanker fährt in Straße von Hormus auf Seemine

In der Straße von Hormus ist ein Supertanker nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarden auf eine Seemine aufgefahren. Es habe eine Explosion und einen Brand an Bord gegeben. Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Elite-Einheit des Militärs weiter, der Tanker habe mehr als zwei Millionen Barrel (Fässer je 159 Liter) Rohöl geladen. Das Schiff habe versucht, die Meerenge unerlaubt mit Täuschungsmanövern und der Unterstützung des US-Militärs zu passieren. Die Straße von Hormus sei geschlossen, betonten die Revolutionsgarden demnach. 

Die iranischen Angaben zu dem Vorfall ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Auch das Ausmaß des Brandes an Bord des Tankers blieb zunächst unklar, genauso wie Verbleib und Wohlergehen der Besatzungsmitglieder. Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) und die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) machten in der Nacht zunächst keine Angaben zu dem vom Iran berichteten Vorfall.

02.52 Uhr: Saudischer Zivilschutz gibt Entwarnung für die Grenzregion

Der saudische Zivilschutz hat nach einer Warnung vor Angriffen in der Stadt Abha nahe der jemenitischen Grenze wieder Entwarnung gegeben. Zuvor hatte der Zivilschutz vor Angriffen in der Region Dschasan und der südwestlichen Stadt Chamis Muschait gewarnt. In der Grenzregion häufen sich die Warnmeldungen, seit die Kämpfe im vergangenen Monat wieder aufgeflammt sind. Huthi-nahe Medien berichteten zudem von Angriffen östlich der Stadt Saada im Nordwesten des Jemen. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition teilte mit, sie habe in dem Gebiet zwei Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.

02.25 Uhr: Raketen treffen Flughafen Aden - Angriff auf Saudi-Ölstadt abgewehrt

Auf dem internationalen Flughafen von Aden im Süden des Jemen sind zwei Raketen eingeschlagen. Gleichzeitig hat eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition nach eigenen Angaben eine ballistische Rakete auf die saudische Öl-Metropole Yanbu am Roten Meer abgefangen. Die Sicherheitsbehörden in Aden machen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen für den Angriff auf den Flughafen verantwortlich. Opfer gibt es nicht, obwohl sich zum Zeitpunkt des Einschlags ein Passagierflugzeug auf den Start nach Kairo vorbereitet hatte. Die Militärkoalition zerstörte zudem zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer sowie drei Drohnen in Saudi-Arabien, nannte jedoch keine Verantwortlichen. Über Yanbu wickelt das Königreich Ölexporte ab, um die strategisch wichtige Straße von Hormus zu umgehen.

Samstag, 17. Oktober 2026

22.47 Uhr: Trump - Saudi-Arabien dürfte Israels Hilfe gegen Huthi annehmen

US-Präsident Donald Trump hält es für wahrscheinlich, dass Saudi-Arabien Hilfe von Israel im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz annehmen wird. Das sagte Trump vor dem Weißen Haus, bevor er zu einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Georgia abflog.

22.45 Uhr: Jemen – Geschosse treffen Flughafen von Aden

Der Flughafen der jemenitischen Hafenstadt Aden ist am Abend Ziel eines Angriffs geworden. Zwei Raketen seien eingeschlagen, teilte die Polizei mit. Sie machte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz für den zweiten Angriff dieser Art innerhalb von weniger als einer Woche verantwortlich. Opfer wurden laut der Polizei nicht gemeldet.

18.19 Uhr: Saudi-Arabien - Militärkoalition meldet abgewehrte Angriffe der Huthis

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben abermals Angriffe der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf das Königreich abgewehrt. "Wir haben drei Drohnen im Süden und über Riad zerstört", erklärte ein Sprecher der Koalition im Onlinedienst X. Zudem seien zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer und eine ballistische Rakete über der für den Öltransport wichtigen Hafenstadt Janbu abgefangen worden. 

17.07 Uhr: Fotografin der "Washington Post" von Siedlern überfallen

Radikale israelische Siedler haben im Westjordanland eine US-Fotografin überfallen, als sie für die Zeitung "Washington Post" Aufnahmen von Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern machen wollte. "Mehr als 50" mit Stöcken bewaffnete maskierte Siedler hätten sie plötzlich angegriffen, sagte Heidi Levine vor Journalisten im Krankenhaus in Ramallah, wohin sie nach dem Überfall zur Behandlung gebracht worden war. Laut der "Washington Post" wies die Schutzweste Levine mit dem Aufdruck "Press" auf Brust und Rücken eindeutig als Journalistin aus.

Laut der "Foreign Press Association", die internationale Medien in Israel vertritt, stahlen die Siedler Levines Pass, ihr Telefon, ihre Geldbörse und ihre Ausrüstung. Der Vorfall reihe sich ein in viele andere gewalttätige Übergriffe auf Journalisten und andere Zivilisten im Westjordanland.

17.01 Uhr: UKMTO meldet mehr Angriffe in Straße von Hormus  

In der Straße von Hormus ist es nach Angaben der britischen Seehandelsaufsicht (UKMTO) in den vergangenen Wochen zu besonders vielen Angriffe auf Schiffe gekommen. Im Oktober habe man bereits zur Monatsmitte so viele Attacken registriert wie seit März zu Beginn des Iran-Krieges nicht mehr, teilte die Behörde mit. Allerdings falle es zunehmend schwer, die tatsächliche Zahl der Angriffe präzise zu erfassen, da die meisten Schiffe inzwischen darauf verzichteten, diese zu melden. Dennoch meldete die UKMTO für die Woche bis Freitag zehn Angriffe in der Meerenge. Ein Schiff sank.

16.39 Uhr: Saudi-Arabien plant weiter Asien-Cup

Trotz der jüngsten Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien beharren die Organisatoren auf ihrem Zeitplan für den Asien-Cup der Fußballer Anfang 2027. Die Vorbereitungen für das Turnier vom 7. Januar bis zum 5. Februar liefen weiter nach Plan, teilte das saudische Organisationskomitee mit. Der Fokus liege darauf, den Teams und Fans ein erstklassiges Turniererlebnis zu bieten, hieß es weiter. Man beobachte die Lage weiter und werde darauf reagieren.

14.55 Uhr: Huthi-Miliz fordert Aufgabe belagerter Stadt Tais im Jemen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat die Regierungstruppen aufgefordert, den Widerstand in der Stadt Tais aufzugeben und ihre Waffen niederzulegen, um einen Häuserkampf zu verhindern. Die Rebellen haben die Belagerung der Großstadt mit mehreren Hunderttausend Einwohnern zuletzt weiter verschärft. Nachdem sie auch die letzte westliche Zufahrtsstraße abgeschnitten haben, droht der Bevölkerung eine humanitäre Katastrophe.

14.53 Uhr: Wadephul: "Europa ist im Fadenkreuz Irans"

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) warnt vor hybriden Angriffen des Iran in Europa. "Europa ist im Fadenkreuz Irans", sagte er bei einer Pressekonferenz mit seinem portugiesischen Amtskollegen Paulo Rangel in Berlin. Wadephul verwies auf einen mutmaßlich vom Iran geplanten Anschlag auf einen britischen Militärstützpunkt in Fairfield. Deutschland werde feindselige Aktivitäten Teherans nicht hinnehmen, die sich gegen Jüdinnen und Juden sowie die offene Gesellschaft richteten, betonte der Minister.

12.54 Uhr: Fünf Tote bei Angriff auf Regierungspalast im Südjemen

Bei Angriffen nahe dem Maaschik-Palast in der jemenitischen Hafenstadt Aden sind nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere seien verletzt worden, teilte Gesundheitsminister Kassem Buhaibeh mit. Unter den Opfern seien Sicherheitskräfte und Angestellte. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen erklärten, sie hätten ein Militärhauptquartier mit Verbindungen zu den saudi-arabischen Streitkräften angegriffen. Saudi-Arabien und weitere Golfstaaten unterstützen die international anerkannte Regierung im jemenitischen Bürgerkrieg.

11.48 Uhr: Verletzte bei Angriff israelischer Siedler im Westjordanland

Israelische Siedler haben nach Augenzeugenberichten im Westjordanland Palästinenser angegriffen und Olivenbäume in Brand gesetzt. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt, darunter eine Fotojournalistin der "Washington Post", teilten palästinensische Sanitäter mit. Nach Angaben von Reuters warfen beide Seiten Steine. Israelische Soldaten setzten Tränengas ein, zudem waren Schüsse zu hören. Das israelische Militär und die "Washington Post" äußerten sich zunächst nicht.

07.47 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe

Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung der Mitglieds-Länder ist von rücksichtlosen Attacken auf zivile Flughäfen und andere Einrichtungen die Rede. Das saudische Königreich habe das Recht auf Selbstverteidigung, heißt es weiter. Die Huthis rücken inzwischen im Süden des Jemen immer weiter vor und haben am Abend Raketen auf den Regierungssitz in Aden abgefeuert. Dabei kamen nach jemenitischen Angaben vier Menschen ums Leben.

Freitag, 16. Oktober 2026

23.03 Uhr: Netanjahu spricht mit Syriens Übergangspräsident über Gewalt gegen Drusen

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eigenen Angaben zufolge mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa über Gewalt gegen Drusen in Syrien gesprochen. "Ich habe al-Scharaa angerufen. Es war ein sehr kurzes, sehr ehrliches Gespräch, und das Gemetzel hörte auf", sagte Netanjahu laut Aufnahmen, die vom israelischen öffentlich-rechtlichen Sender KAN ausgestrahlt wurden.

Damit bestätigte der israelische Regierungschef erstmals einen direkten Kontakt zu al-Scharaa. Wann genau das Telefonat stattgefunden hat, sagte Netanjahu nicht. Seine Worte deuten jedoch darauf hin, dass es während der gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen, Drusen und Beduinen in Suweida im Süden Syriens im Juni 2025 gewesen war. Aktivisten zufolge wurden bei den Kämpfen 2.000 Menschen getötet, darunter 789 drusische Zivilisten. 

14.16 Uhr: Laut Saudi-Arabien Marschflugkörper über Medina abgefangen

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben einen Angriff auf die für Muslime heilige Stadt Medina vereitelt. Ein Marschflugkörper sei am Donnerstag über der Provinz Medina abgefangen und zerstört worden, teilte das Bündnis mit. Zudem sei ein weiterer Angriff im Osten des Königreichs verhindert worden.

Die Koalition machte zunächst keine Angaben dazu, wer für die Angriffe verantwortlich sein soll. Ein Sprecher der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen wies eine Beteiligung zurück. Die Huthi hatten zuvor erklärt, sie griffen Flughäfen in den heiligen Städten Mekka und Medina nicht an.

12.34 Uhr: EU und Golfstaaten verschieben Gipfeltreffen in Riad

Die Europäische Union hat das für den 24. Oktober geplante Gipfeltreffen mit den Golfstaaten in Saudi-Arabien verschoben. Einen Grund dafür nannte die EU nicht, sie erklärte lediglich, dass ein neuer Termin zu gegebener Zeit bekanntgegeben werde. Hintergrund der Entscheidung dürften allerdings zunehmende Sicherheitsbedenken wegen der Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sein. Am vergangenen Wochenende waren bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen der Hauptstadt Riad 13 Menschen getötet und Hunderte weitere Menschen verletzt worden. Der Flughafen, auf dem die Delegationen landen sollten, ist seitdem geschlossen. Die Verschiebung des Treffens in Riad ist ein Rückschlag für die Bemühungen Saudi-Arabiens, sich trotz des eskalierenden Konflikts mit den Huthis als Gastgeber internationaler Großereignisse zu präsentieren. Die EU wollte mit dem Treffen ihre Solidarität mit den Golfstaaten demonstrieren. Trotz der Absage betonte die EU die große strategische Bedeutung der Beziehungen zu der Region. Sie bleibe entschlossen, die Partnerschaft weiter zu vertiefen, hieß es.

11.38 Uhr: Peseschkian zur Krise im Iran: Innere Spaltung große Gefahr

Irans Präsident Massud Peseschkian hat angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise an den Zusammenhalt der Bevölkerung appelliert. Dem Land fehlten Treibstoff, Strom, Gas und Wohnraum, sagte er. Vor dem Winter müsse die Gasversorgung zum Heizen gesichert werden. Um die Industrieproduktion aufrechtzuerhalten, solle im Zweifel lieber der Strom in Regierungsgebäuden abgeschaltet werden als in Fabriken. Als weiteres Problem nannte Peseschkian die Überbesetzung des öffentlichen Dienstes. Seinen Angaben zufolge beschäftigt der Staat vier Millionen Menschen, obwohl eine Million ausreichen würde. Zugleich betonte der Präsident, der Iran lasse sich nicht durch Bomben und Raketen zur Kapitulation zwingen. Die größte Gefahr für das Land gehe von innerer Uneinigkeit und Spaltung aus.

07.33 Uhr: US-Militär erwägt laut CNN Einsatz der "Mutter aller Bomben" gegen Iran

Das US-Militär hat laut CNN Angriffspläne für den Fall neuer Kämpfe im Iran-Krieg ausgearbeitet. Diese sehen auch mögliche Attacken auf Energie- und Atomanlagen mit der schwersten konventionellen Bombe der USA vor. Der Sender beruft sich auf mit den Plänen vertraute US‑Vertreter. Sollte Präsident Donald Trump den Einsatz anordnen, könnte die GBU-43/B, bekannt als "Mutter aller Bomben", zum Einsatz kommen. Ein solcher Angriff würde den Konflikt erheblich verschärfen. Militärkreise bezweifeln laut CNN allerdings, dass sich damit die strategischen Ziele erreichen lassen. Die rund zehn Tonnen schwere Bombe wurde 2003 erstmals getestet. Im April 2017 setzten die US-Streitkräfte sie erstmals im Kampf ein, um ein Tunnelsystem der IS-Miliz in Afghanistan anzugreifen.

02.25 Uhr: Trump macht Scherze über ausgeschaltete iranische Führungsspitze

US-Präsident Donald Trump hat im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg offenbar scherzhaft eingeräumt, zu viele Mitglieder der iranischen Führung getötet zu haben. Bei einer Veranstaltung in Arizona fragte er das Publikum spöttisch, ob jemand die Führung der Islamischen Republik übernehmen wolle. Bei den gemeinsamen US-israelischen Angriffen zu Kriegsbeginn waren Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei und große Teile der Führungsspitze getötet worden. "Also bin ich wahrscheinlich ein bisschen zu weit gegangen. Das tut mir leid, denn ich weiß nicht mehr, mit wem zum Teufel wir es überhaupt noch zu tun haben. Aber das wird sehr bald ein Ende haben", sagte Trump.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

23.30 Uhr: Urteil wegen mutmaßlicher iranischer Anschlagspläne in Hamburg erwartet

In einem Prozess um mutmaßliche Vorbereitungen für iranische Anschläge auf deutsch-jüdische Vertreter wird am Donnerstag vor dem Hamburger Oberlandesgericht das Urteil erwartet. Angeklagt sind ein mutmaßlicher iranischer Geheimagent und ein mutmaßlich von ihm angeworbener Komplize. Sie waren laut Anklage auf den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, den Grünen-Politiker Volker Beck, angesetzt.

21.20 Uhr: UN-Blauhelmchef warnt vor Folgen von Abzug aus dem Libanon

Der Leiter der Abteilung für Friedenssicherungseinsätze der Vereinten Nationen, Jean-Pierre Lacroix, hat vor den Folgen eines Abzugs von UN-Blauhelmen aus dem Libanon gewarnt. Die Soldaten der dort seit mehr als 48 Jahren aktiven Friedensmission Unifil würden dazu beitragen, unbeabsichtigte Eskalationen zwischen libanesischen und israelischen Soldaten zu verhindern.

Das Unifil-Mandat läuft mit Jahresende aus; so hat es der UN-Sicherheitsrat auf Drängen der Vereinigten Staaten und Israels beschlossen. Damit wäre im Südlibanon nur noch die seit Jahrzehnten bestehende Beobachtermission UNTSO stationiert - die Frage sei, ob diese ohne militärischen Schutz der Unifil-Blauhelme agieren könne, so Lacroix. Auch der libanesische Präsident Joseph Aoun bekräftigte seine Forderung nach einer Verlängerung des Unifil-Mandats.

20.22 Uhr: Netanjahu - kein neuer Angriff auf Iran vor der Wahl am 27. Oktober

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen erneuten Angriff auf den Iran vor der Parlamentswahl im eigenen Land am 27. Oktober ab. Damit wies er auch Vorwürfe politischer Gegner zurück, er suche vor der Wahl eine militärische Konfrontation. Allerdings wiederholte Netanjahu seine Warnung an den Iran, Israel werde im Falle eines Angriffs mit aller Härte reagieren. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte zudem die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz vor einem Angriff.

17.00 Uhr: Iran meldet Untergang von Containerschiff in Straße von Hormus

Nach einer Reihe von Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus (siehe Meldung von 1.42 Uhr) ist nach iranischen und britischen Angaben ein Containerschiff gesunken. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten am Nachmittag, ein Frachter sei nach der Explosion einer Mine in Brand geraten und untergegangen. Die britische Sicherheitsfirma Vanguard meldete den Untergang eines Containerschiffs nach einem Angriff am Dienstag. Noch ist nicht ganz klar, ob beide Angaben dasselbe Schiff betreffen.

Die Revolutionsgarden erklärten, das mit mehr als 2500 Containern beladene Schiff habe versucht, die Meerenge auf einer nicht genehmigten und gefährlichen Route zu durchqueren. Dabei sei es auf eine Mine gefahren. Von den Revolutionsgarden veröffentlichte Aufnahmen zeigten schwarzen Rauch über einem Schiff und zahlreiche im Wasser treibende Container.

Vanguard berichtete insgesamt von vier angegriffenen Schiffen. Das unter der Flagge Singapurs fahrende Containerschiff "GFS Pride" sei nach einem Geschosstreffer gesunken. Der Verbleib des Tankers "Alfonso" sei unklar.

16.19 Uhr: Siedler setzen Moschee im Westjordanland in Brand

Im besetzten Westjordanland sollen israelische Siedler Berichten zufolge eine Moschee in Brand gesetzt haben. In palästinensischen und israelischen Medien veröffentlichte Aufnahmen zeigten Schäden am Eingang des Gotteshauses im Ort Michmas nördlich von Jerusalem. Das israelische Militär erklärte, die Angelegenheit werde geprüft.

Unter anderem die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, dass auch ein angezündetes Auto vollständig niedergebrannt sei. Demnach waren in der Nacht Dutzende Siedler in das palästinensische Dorf Michmas eingedrungen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

12.26 Uhr: Saudi-Arabien: Angriffe zu filmen ist strafbar

Saudi-Arabien erinnert angesichts der Angriffe durch die jemenitische Huthi-Miliz an die Vorschriften für Fotos und Videos bei solchen Attacken. "Sehen Sie zum Schutz der nationalen Sicherheit davon ab, die Abwehr von Raketen und Drohnen oder die Orte, an denen sie landen, zu filmen oder zu veröffentlichen", teilte das Innenministerium in Riad am Dienstagabend mit. Wer solche Aufnahmen veröffentliche, mache sich strafbar. 

Für US-Bürger hatten diese Vorschriften bereits Konsequenzen. Wie die US-Botschaft in Riad am Montag mitteilte, waren US-Amerikaner festgenommen worden, weil sie Fotos der jüngsten Ereignisse machten.

11.12 Uhr: Huthi melden zwei Tote in jemenitischer Provinz Hudaida

Bei einem Luftangriff in der jemenitischen Provinz Hudaida sind nach Angaben der Huthi-Miliz zwei Menschen getötet worden. Das Gesundheitsministerium der vom Iran unterstützten Miliz erklärte am Mittwoch, der Angriff habe sich am Dienstag im Bereich des Hafenterminals Ras Issa ereignet. Für den Angriff machte es Saudi-Arabien verantwortlich.

10.48 Uhr: Wegen Iran-Krieg: Diesel-Knappheit bis weit ins Jahr 2027

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einer anhaltenden Dieselknappheit bis weit ins kommende Jahr. In ihrem Monatsbericht bezeichnet sie die Lage an den Märkten als äußerst angespannt. Gründe seien stark gesunkene Lagerbestände vor dem Winter und eine weiterhin eingeschränkte Produktion. Die Gewinnspannen der Raffinerien für Diesel erreichten im September mit fast 95 Dollar pro Barrel einen Rekordwert. Ursache der Engpässe sind laut IEA Produktionsausfälle infolge von Angriffen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Allein im September gingen die Dieselausfuhren aus dem Nahen Osten und Russland zusammen um 1,3 Millionen Barrel pro Tag zurück.

10.47 Uhr: Saudi-Arabien: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete im Anflug auf Riad

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben eine auf Riad gerichtete Rakete der pro-iranischen Huthi-Miliz abgefangen. Ein Sprecher teilte dies am Mittwoch auf X mit. Zuvor hatten AFP-Reporter von Warnungen vor einer Luftbedrohung und mehreren Explosionen in der Hauptstadt berichtet. Die Huthi-Miliz hat ihre Angriffe auf Riad zuletzt verstärkt und dabei auch den internationalen Flughafen ins Visier genommen. Bei den Attacken wurden nach bisherigen Angaben 18 Menschen getötet. Allein bei einem Angriff am Samstag starben 13 Menschen, mehr als 300 weitere wurden verletzt.

10.03 Uhr: Einwohner berichten von neuen Explosionen in Riad

In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad sind am Mittwoch erneut Explosionen zu hören gewesen. Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur AP unter Wahrung ihrer Anonymität von den Detonationen. Die Ursache war zunächst unklar. Der Zivilschutz löste Luftalarm in Riad und der südöstlich gelegenen Provinz Chardsch aus. Dort befinden sich unter anderem Einrichtungen des staatlichen Rüstungskonzerns Military Industries Corporation sowie der Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan.

09.32 Uhr: Berichte - Siedler setzen Moschee im Westjordanland in Brand

Im besetzten Westjordanland sollen israelische Siedler eine Moschee in Brand gesetzt haben. Aufnahmen aus dem Ort Michmas nördlich von Jerusalem zeigten Schäden am Eingang des Gotteshauses. Das israelische Militär teilte mit, den Vorfall zu untersuchen. Laut der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa brannte zudem ein Auto vollständig aus. Demnach waren Dutzende Siedler in der Nacht in das Dorf eingedrungen. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

08.30 Uhr: Iraner im Zusammenhang mit Krieg hingerichtet

Der Iran hat erneut ein Todesurteil im Zusammenhang mit dem Krieg vollstreckt. Ali Sina Mostafawi sei am Morgen gehängt worden, berichtete die justiznahe Nachrichtenagentur Misan. Ihm wurde vorgeworfen, sich bewaffneten Kräften angeschlossen und an "terroristischen Operationen" in der Stadt Kerman beteiligt zu haben. Zudem soll er während der Massenproteste im Januar Bild- und Videomaterial an aus iranischer Sicht feindliche Sender übermittelt haben.

02.45 Uhr: Iran ändert offenbar Hormus-Taktik vor US-Wahlen

Der Iran hat Insidern zufolge seine Taktik in der Straße von Hormus geändert, um die Ölpreise hochzuhalten und Einfluss auf die US-Zwischenwahlen im November zu nehmen. Das neue Vorgehen sei auf höchster Ebene beschlossen worden, berichteten hochrangige iranische Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Seit etwa zehn Tagen setze Teheran verstärkt offensive Methoden gegen Schiffe ein, die aus iranischer Sicht gegen geltende Beschränkungen verstoßen. Dadurch hätten die Angriffe auf Schiffe zugenommen.

02.14 Uhr: Saudi-Arabien - Feuer in Aramco-Gebäude und vier Verletzte durch Huthi-Angriffe

Bei einem Angriff in Saudi-Arabien ist ein Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Dhahran in Brand geraten. Das Energieministerium bestätigte, dass das Gebäude im Osten des Landes am Dienstagabend getroffen wurde. Verletzte oder Tote gab es demnach nicht.

In der Hauptstadt Riad wurden unterdessen vier Menschen verletzt, als zwei Marschflugkörper der jemenitischen Huthi-Miliz abgefangen wurden. Herabfallende Trümmer beschädigten zudem 15 Häuser. Zuvor hatten die Behörden die Bevölkerung per Mobiltelefon vor einer möglichen Bedrohung aus der Luft gewarnt. Am Dienstagabend war in Riad eine heftige Explosion zu hören gewesen.

01.42 Uhr: Britische Behörde - Zwei Schiffe in Straße von Hormus von Geschossen getroffen

In der Straße von Hormus sind nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO erneut zwei Schiffe angegriffen worden. Ein Tanker und ein Containerschiff seien am Dienstagabend von "unbekannten Geschossen" getroffen worden. Angaben zu möglichen Opfern oder Schäden lagen zunächst nicht vor. Die Behörde leitete eine Untersuchung ein.

Mittwoch, 14. Oktober 2026

20.49 Uhr: Institut - Iran greift kleinere Öltransporter um Straße von Hormus an

Der Iran nimmt nach Ansicht von Experten zunehmend Schiffe ins Visier, die in und nahe der Straße von Hormus Öl von einem Tanker auf einen anderen umladen. Damit wolle die Führung in Teheran die Möglichkeiten einschränken, auf diese Weise Öl durch die Meerenge zu transportieren, erklärte die in Washington beheimatete Denkfabrik Institute for the Study of War im Kurznachrichtendienst X.

Der Militärberater der iranischen Führung, Mohsen Resaei, hatte am Wochenende im Staatsfernsehen erklärt, die iranischen Streitkräfte griffen jede Nacht im Durchschnitt fünf Schmugglerschiffe an. Damit spielte er offenbar auf Versuche der USA an, Öllieferungen durch die Meerenge zu geleiten und das Öl dann auf größere Tanker umzuladen, die im Golf von Oman warten.

20.11 Uhr: US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland

Sechs US-Senatoren aus den Reihen der Republikaner um Donald Trump fordern gemeinsam mit sechs Demokraten von dem US-Präsidenten ein Ende des Diesel-Abkommens mit Russland. Der Vorstoß markiert eine Abkehr von der bislang fast uneingeschränkten Unterstützung der Republikaner für Trumps außenpolitische Entscheidungen. In einem Brief der zwölf Politiker heißt es, das Diesel-Abkommen verschaffe Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und bringe US-Bürgern keine Vorteile. "Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk, das sich weiterhin gegen den mörderischen, illegalen Krieg von Wladimir Putin verteidigt", hieß es. Das Abkommen sei ein Geschenk an einen Gegner und ein Verrat an Verbündeten. Es müsse rückgängig gemacht werden.

Trump, der das Abkommen jüngst nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verkündet hatte, wich am Dienstag der Frage aus, ob Russland die Einnahmen aus dem Geschäft für den Kauf weiterer Bomben verwenden könnte.

19.36 Uhr: Trump warnt Huthi-Miliz: "Ich werde niemals vergessen"

US-Präsident Donald Trump hat die Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen auf das benachbarte Saudi-Arabien verurteilt und zugleich eine Warnung ausgesprochen. "Die Huthi benehmen sich äußerst schlecht", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Ich dachte, sie hätten vor einem Jahr ihre Lektion gelernt, als wir sie in Grund und Boden bombardiert und auf ihre Bitte hin damit aufgehört haben." Nun seien sie wahrscheinlich auf Geheiß des Irans wieder aktiv und würden Saudi-Arabien angreifen. Dabei versuchten sie gezielt, die Ölpreise in die Höhe zu treiben, "wahrscheinlich vor den US-Wahlen – NICHT NETT", kritisierte Trump.

Mit Blick auf die in drei Wochen stattfindenden wichtigen Zwischenwahlen sagte der US-Präsident, jemand sollte der Huthi-Miliz erklären, dass er selbst nicht bei den Wahlen antrete – und schob dann eine Warnung nach: "Aber ich werde nach den Wahlen da sein und ich werde niemals vergessen!"

17.19 Uhr: Huthi-Miliz droht mit Angriffen auf saudische Ölanlagen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat mit weiteren Angriffen auf den Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad und auf Ölanlagen des Königreichs gedroht. Der Flughafen wie auch das Hauptquartier des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Dammam im Osten und eine seiner Raffinerien würden angegriffen, wenn Saudi-Arabien Ziele in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa angreifen sollte.

Sämtliche Arbeiter, Ingenieure und andere Angestellte wurden aufgefordert, die saudischen Anlagen zum eigenen Schutz zu meiden. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari veröffentlichte die Koordinaten der genannten Ziele in Saudi-Arabien – offenbar als Warnung eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs.

16.58 Uhr: WHO besorgt über Cholera-Ausbrüche im Jemen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einem großen Cholera-Ausbruch im Jemen. Die Zahl der Neuinfektionen in dem kriegsversehrten Land habe sich zuletzt innerhalb weniger Wochen auf mindestens 647 verdreifacht, teilte die WHO am Dienstag mit. Bislang seien mehr als 8.000 Fälle in diesem Jahr gemeldet worden, mindestens 27 Menschen seien an der Durchfallerkrankung gestorben.

Zuletzt hatte die Gewalteskalation zwischen den jemenitischen Huthi-Milizen und Saudi-Arabien eine größere Fluchtwelle ausgelöst. Seit August hätten rund 200.000 Menschen deswegen ihre Heimat verlassen müssen. Die Geflüchteten hätten kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser, wodurch sich die bakterielle Erkrankung schneller verbreiten könne. "Familien, die vor dem bewaffneten Konflikt fliehen, stehen nun vor einer anderen Gefahr – durch Krankheiten, die verhindert und behandelt werden könnten", erklärte WHO-Regionaldirektorin Annette Heinzelmann.

Die Fluchtbewegung sorge gleichzeitig dafür, dass sich die Krankheit weiter ausbreite, auch über die Landesgrenzen. So seien in der Hafenstadt Obok in Dschibuti, vom Jemen durch das Rote Meer und den Golf von Aden getrennt, bereits 44 Fälle in einem Flüchtlingscamp nachgewiesen worden.

16.06 Uhr: Hisbollah kündigt Hilfsprogramm für Vertriebene im Libanon an

Die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon hat ein Hilfsprogramm für Menschen angekündigt, die im Krieg mit Israel ihre Häuser verloren haben. Bewohner der libanesischen Hauptstadt Beirut und ihrer südlichen Vororte sollten Hilfen in Höhe von 14.000 Dollar (12.500 Euro) pro Haushalt erhalten, Bewohner anderer Regionen 12.000 Dollar, teilte der Leiter des Exekutivrats der Hisbollah, Ali Daamutsch, bei einer Pressekonferenz am Dienstag mit.

Die Unterstützung soll an Vertriebene gehen, deren Häuser zerstört oder unbewohnbar geworden sind, sowie an Bewohner von Gebieten im Süden, die von Israel besetzt sind, wie Daamutsch erklärte. Die Begünstigten dürfen demnach jedoch kein zweites Haus besitzen. Die Hisbollah werde die Hilfe im Laufe eines Jahres in vier Raten auszahlen. Daamutsch gab nicht bekannt, woher die Mittel für das Hilfsprogramm stammten oder wie viele Begünstigte es geben werde. Die Ankündigung erfolgte trotz libanesischer und US-Sanktionen gegen die Miliz sowie US-Sanktionen gegen den Iran, der die Hisbollah mit Waffen und Geldern unterstützt.

14.54 Uhr: Von Riad angeführte Militärkoalition ruft zu Evakuierung von Ölanlage in Sanaa auf

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die pro-iranische Huthi-Miliz hat die Anwohner einer Ölanlage in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa zur Evakuierung aufgerufen. Die Militärkoalition fordere "die Zivilbevölkerung auf, das Gelände der Jemenitischen Ölgesellschaft – die zentrale Station al-Sabaha in Sanaa – zu räumen", teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki am Dienstag im Onlinedienst X mit. Er kündigte zudem eine baldige "Spezialoperation" der Militärkoalition in Sanaa an.

Die Huthis warnten Riad davor, Sanaa anzugreifen. Jeder Angriff auf die jemenitische Hauptstadt werde "mit einer harten und schmerzhaften Antwort in der feindlichen Hauptstadt Riad beantwortet" werden, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree im Onlinedienst X. Später riefen die Huthis ihrerseits die Anwohner saudiarabischer Ölanlagen auf, sich von diesen zu entfernen.

11.36 Uhr: Rotes Kreuz ruft zu Deeskalation in Nahost auf

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnt vor einer weiteren Eskalation der Gewalt im Nahen Osten. Diese hätte für zig Millionen Menschen katastrophale Folgen, erklärte IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric. Sie rief dazu auf, die Spannungen dringend abzubauen und die Zivilbevölkerung vor weiteren Schäden zu schützen.

11.15 Uhr: Huthi-Miliz und Saudi-Arabien melden weitere Angriffe

Die gegenseitigen Angriffe zwischen der Huthi-Miliz im Jemen und Saudi-Arabien dauern an. Der Huthi-Sender Al-Masirah berichtete von mindestens drei saudischen Luftangriffen auf die Provinz Saada, eine Hochburg der Miliz. Auch im Norden und Westen des Bürgerkriegslandes habe es in der Nacht Angriffe gegeben.

Die Huthi-Miliz griff nach eigenen Angaben erneut Saudi-Arabien an. Dabei sei unter anderem der Flughafen King Chalid in Riad mit einer Rakete beschossen worden, erklärte Militärsprecher Jahja Sari. Reisende und Geschäftsleute wurden erneut aufgefordert, saudische Flughäfen zu meiden.

08.12 Uhr: Anwalt im Iran inhaftiert im Zusammenhang mit Hinrichtung

Im Iran ist ein Anwalt im Zusammenhang mit einer Hinrichtung festgenommen worden. Amirsalar Dawudi soll laut Justiz über Instagram Falschinformationen verbreitet haben. Dabei ging es um die angebliche Hochzeit eines jungen Paares im Gefängnis.

Seit den Massenprotesten im Januar wurden im Iran mehr als 30 Männer hingerichtet. Die jüngsten Hinrichtungen am Montag lösten im Internet Empörung aus. Besonders betroffen zeigte sich die Öffentlichkeit vom Schicksal Aliresa Sepahis, der seine inhaftierte Freundin einen Tag vor seiner Hinrichtung geheiratet haben soll. Die Justiz dementierte die Eheschließung.

06.28 Uhr: Trump spricht nach Angriffen in Riad mit saudischem Kronprinzen

US-Präsident Donald Trump hat nach einem Angriff auf die saudische Hauptstadt Riad mit Kronprinz Mohammed bin Salman telefoniert. Einzelheiten des Gesprächs nannte er zunächst nicht. Eine von Saudi-Arabien geführte Koalition machte die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im benachbarten Jemen für den Angriff verantwortlich. Trump kritisierte das Verhalten der Huthi, ließ jedoch offen, ob die USA auf den Vorfall reagieren werden.

03.00 Uhr: Mehrere Fluggesellschaften streichen Flüge nach Saudi-Arabien

Angesichts zunehmender Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien haben mehrere Golf-Airlines ihre Flüge in das Land ausgesetzt. Qatar Airways stellte vorübergehend die Verbindungen nach Riad und Dammam ein. Etihad Airways strich wegen regionaler Störungen Flüge von Abu Dhabi nach Riad, Dschidda und Dammam. Die Verbindungen zwischen Abu Dhabi und Riad bleiben nach Angaben der Fluggesellschaft bis zum 19. Oktober ausgesetzt.

Dienstag, 13. Oktober 2026

21.51 Uhr: Flughafen in Riad nach Huthi-Angriffen gesamte Woche geschlossen

Nach anhaltenden Angriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen bleibt der internationale Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad länger geschlossen. Die Luftfahrtbehörde verlängert die Sperrung des King Khalid International Airport bis Samstag, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Die Behörde begründet den Schritt mit Sicherheitsüberprüfungen.

Der Flughafen ist seit einem schweren Angriff vor wenigen Tagen geschlossen. Dabei wurden den Behörden zufolge 13 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

19.39 Uhr: Teenager in Israel bei Schulausflug durch Blindgänger getötet

Ein Jugendlicher ist bei einer Explosion im Norden Israels ums Leben gekommen. Das israelische Militär teilte am Montag mit, nach vorläufigen Erkenntnissen sei ein Blindgänger explodiert. Es habe sich wohl um Streumunition der Hisbollah-Milz aus dem Libanon gehandelt. Der Rettungsdienst Magen David Adom erklärte, 24 Menschen seien verletzt worden, zwei davon schwer.

Nach Angaben örtlicher Behörden war der Teenager gemeinsam mit Klassenkameraden auf einem jährlichen Schulausflug, als es zu der Detonation kam.

19.18 Uhr: Vorfall in Fairford - USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran

Nach dem Zwischenfall auf einem britischen Luftwaffenstützpunkt Ende September haben die USA und ihre Verbündeten, darunter auch Deutschland, "auf das Schärfste Irans Einsatz gewaltsamer Angriffe" verurteilt. Dabei gehe es um "Taten tödlicher Anschlagsplanung, Brandstiftung, Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Aktivitäten gegen uns und unsere Partner", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Montag vom US-Außenministerium veröffentlicht wurde.

"Jeder Versuch des Iran, Menschen in unseren Hoheitsgebieten durch Stellvertreter oder auf irgendeine andere Weise zu bedrohen, zum Schweigen zu bringen, einzuschüchtern, zu belästigen, zu verletzen oder zu erpressen, ist inakzeptabel", hieß es weiter. Zu den 29 Unterzeichnern gehören auch Großbritannien, Australien, Kanada und Frankreich.

17.29 Uhr: Burnham sieht Iran hinter Vorfall an Luftwaffenbasis

Der Sicherheitszwischenfall nahe einem von den USA genutzten Militärstützpunkt in Großbritannien ist nach Angaben von Premierminister Andy Burnham höchstwahrscheinlich vom Iran gelenkt worden. Die iranische Revolutionsgarde habe den Vorfall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gesteuert, sagte Burnham. Zuvor hatte er von starken Hinweisen darauf gesprochen, dass der Iran mit einem Plan in Verbindung stehe, einen Anschlag auf den Stützpunkt Fairford zu verüben.

Die britische Polizei hatte Ende September drei verdächtige Fahrzeugen gestoppt, die offenbar auf dem Weg in Richtung des Luftwaffenstützpunkts rund 160 Kilometer westlich von London waren. In den Fahrzeugen entdeckten Ermittler Brandbeschleuniger, aber keinen Sprengstoff. Die US-Luftwaffe hat ihre in Fairford stationierten Bomber, die von dort aus auch zu Einsätzen im Iran-Krieg gestartet waren, mittlerweile zurück in die USA verlegt.

16.30 Uhr: EU beschließt Libanon-Einsatz

Die Außenminister der EU-Staaten haben einen Einsatz zur Beratung und Ausbildung der Sicherheitskräfte im Libanon beschlossen. Wie EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas nach der Entscheidung mitteilte, soll die neue Unterstützungsmission einen Beitrag dazu leisten, dass die Sicherheitskräfte künftig die Kontrolle über das gesamte libanesische Staatsgebiet ausüben können. Ziel ist es, so für mehr Stabilität im Land zu sorgen. Nach Angaben von EU-Diplomaten will sich auch Deutschland an dem Einsatz beteiligen. Der genaue Beitrag ist allerdings noch nicht bekannt.

16.21 Uhr: Iran reklamiert Angriff auf Supertanker für sich

Irans Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge zum dritten Mal innerhalb von zwei Tagen einen Öltanker attackiert. Der Angriff sei in der Straße von Hormus erfolgt, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung. Der Supertanker habe sein Navigationssystem abgeschaltet und Warnungen der Marine missachtet, hieß es weiter.

Bereits am Sonntag hatten iranische Medien ein Video verbreitet, das eine Explosion an einem Supertanker zeigen soll. Den Angaben nach fuhr das Schiff auf eine Seemine in der Meerenge am Persischen Golf. Dem Vernehmen nach werden Minen mit Raketen direkt vor die Tanker gefeuert.

15.11 Uhr: Israel verweigert "taz"-Korrespondentin Arbeitsvisum

srael hat der Korrespondentin der «tageszeitung» («taz»), Serena Bilanceri, ein Arbeitsvisum verweigert. Die israelische Regierung habe Bilanceri auch die Einreise versagt, teilte die «taz» auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Wir werten dies als erheblichen Eingriff in die Pressefreiheit. Die Regierung (des Ministerpräsidenten Benjamin) Netanjahu verlässt damit den Boden der demokratischen Rechtsstaatlichkeit." Eine Begründung für die Entscheidung sei zunächst nicht genannt worden.

Mehrere israelische Medien berichteten über den Fall. Demnach soll es um Berichte und Kommentare der Journalistin über Siedlergewalt im Westjordanland und die Lage im Gazastreifen gehen, in denen sie Israel "Apartheid" vorgeworfen und Maßnahmen gegen das Land gefordert habe. 

14.45 Uhr: EU ruft Ausbildungsmission für libanesische Armee ins Leben

Die EU hat eine Mission zur Ausbildung der libanesischen Armee ins Leben gerufen. Die Mission werde "die libanesischen Streitkräfte und die Sicherheitskräfte beraten und unterstützen, um die territoriale Kontrolle, die Grenzsicherheit und die innere Sicherheit zu stärken", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Luxemburg. Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte den Libanon im März mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen. Israel reagierte mit Luftangriffen und einer Bodenoffensive. 

12.16 Uhr: Iran prüft weiterhin US-Antwort zu Hormus

Im Ringen um eine Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gastransport enorm wichtigen Straße von Hormus zeichnen sich weiterhin keine greifbaren Fortschritte ab. Nach Angaben eines Sprechers des iranischen Außenministeriums ist der Iran nach wie vor dabei, die Reaktion der USA auf einen Vorschlag der Islamischen Republik zu prüfen. Erst danach werde man über Mittelsleute Washington eine Antwort zukommen lassen. Der Iran hatte den USA Mitte September einen Vorschlag zur Wiederöffnung der im Zuge des Kriegs zwischen den beiden Ländern blockierten Meerenge vorgelegt. Wenig später bestätigte das Land den Eingang einer Antwort der USA.

11.40 Uhr: Mindestens ein Toter bei Angriffen auf Jemen

Bei Luftangriffen auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa ist nach Angaben des von den islamistischen Huthi kontrollierten Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch getötet worden. Zwölf weitere seien verletzt worden, teilte Ministeriumssprecher Anis al-Asbahi am Montag mit.

Bei einem Angriff auf eine Salzfabrik im Bezirk Hamadan sei ein Mann ums Leben gekommen, acht Menschen seien verletzt worden. Bei einem weiteren Angriff auf ein Wohnhaus seien eine Frau und drei Kinder verletzt worden.

10.01 Uhr: Gaza-Behörden melden zwei Tote bei neuem israelischen Angriff

Bei israelischen Angriffen im südlichen Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Zwei starben laut Gesundheitsbehörden bei einem Angriff, drei weitere nach Angaben von Sanitätern bei einem Luftangriff auf ein Zelt nahe Chan Junis. Das israelische Militär erklärte, in beiden Fällen militante Kämpfer ins Visier genommen zu haben.

Israel hat seine Angriffe zuletzt ausgeweitet und wirft der Hamas vor, sich entgegen der geltenden Waffenruhe wieder zu bewaffnen und Attacken zu verüben. Die Organisation weist dies zurück. Seit Inkrafttreten der Feuerpause vor einem Jahr wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Gaza mindestens 1.400 Palästinenser durch israelischen Beschuss getötet. Israel meldet für denselben Zeitraum vier getötete Soldaten im Gazastreifen.

09.45 Uhr: Nach Angriffen erneut zahlreiche Flüge in Riad gestrichen

Die Angriffe und Drohungen der jemenitischen Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien beeinträchtigen weiterhin den Flugverkehr in Riad. Laut dem Analyseunternehmen Cirium dürften am Montag rund 60 Prozent der geplanten Flüge am King-Chalid-Flughafen ausfallen. Am Sonntag waren es 99,7 Prozent. Bei zwei Angriffen auf den Flughafen am Wochenende wurden 14 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

08.02 Uhr: Iran rät Saudi-Arabien zu Diplomatie

Der Iran hat Saudi-Arabien angesichts der Eskalation im Konflikt mit der Huthi-Miliz zu diplomatischen Bemühungen aufgerufen. Ein Festhalten an militärischen Mitteln und das Ausbleiben einer politischen Lösung würden die Lage weiter verschärfen, sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi laut einer Mitteilung in einem Telefonat mit seinem saudischen Amtskollegen Faisal bin Farhan. Teheran sei bereit, Gespräche zu unterstützen und zu einer politischen Lösung beizutragen, hieß es aus dem iranischen Außenministerium.

07.33 Uhr: R4-Staaten fordern Ende der Huthi-Angriffe auf Riad

Die Türkei, Pakistan, Ägypten und Saudi-Arabien verurteilen die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf den Flughafen in Riad. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichnet die Staatengruppe R4 die Attacken als gefährliche Eskalation und sichert Saudi-Arabien ihre Solidarität zu. Die Huthi-Miliz trage die volle Verantwortung für die Folgen der Angriffe, die den regionalen und internationalen Frieden gefährdeten. Die Gruppe fordert ein sofortiges und bedingungsloses Ende der Attacken.

06.59 Uhr: Saudi-Arabien meldet Angriffe auf Flughäfen in Riad und Damman

Saudi-Arabien hat einen Angriff auf den King-Fahd-Flughafen in Dammam gemeldet. Nähere Angaben machten die Behörden zunächst nicht. Laut dem Flugdatendienst Flightradar24 wurde mindestens ein Flug umgeleitet. Erst wenige Stunden zuvor war der internationale Flughafen King Khalid in der Hauptstadt Riad erneut angegriffen worden.

05.55 Uhr: Huthis greifen saudi-arabische Flughäfen erneut an

Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Nach Angaben der von Riad geführten Militärkoalition traf am Sonntag ein unbekanntes Projektil Terminal 4 des Flughafens in Riad und löste ein Feuer aus. Ein Mensch wurde getötet, elf weitere wurden verletzt. Damit stieg die Zahl der Todesopfer innerhalb einer Woche auf 18. Am frühen Montagmorgen wurde in der südlichen Stadt Abha Luftalarm ausgelöst. Die Luftabwehr fing eine ballistische Rakete ab, die auf Chamis Muschait abgefeuert worden war.

Angesichts der Lage gaben Großbritannien und die USA Reisewarnungen heraus. Die britische Botschaft riet von nicht zwingend notwendigen Reisen zu fast allen saudi-arabischen Flughäfen ab. Der Flughafen Riad bleibt vorerst geschlossen. Wegen der Sperrung des Flughafens sitzt zudem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche in der Hauptstadt Saudi-Arabiens fest.

03.45 Uhr: USA warnen US-Fluggesellschaften vor Flügen nach Saudi-Arabien

Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt amerikanische Fluggesellschaften vor Sicherheitsrisiken bei Flügen nach und über Saudi-Arabien. Hintergrund seien anhaltende militärische Aktivitäten und Störungen von Navigationssystemen. Die bis zum 10. Dezember geltende Warnung folgt auf jüngste Angriffe auf den internationalen Flughafen in Riad. Laut FAA könnten die Bedrohungen Flugzeuge in allen Flughöhen gefährden. Die US-Fluggesellschaft Delta AirLines wollte eigentlich ab dem 23. Oktober Direktflüge nach Riad anbieten. Delta-Chef Ed Bastian hatte jedoch kürzlich erklärt, dass die Sicherheit über die Aufnahme der Flüge entscheiden werde.

02.16 Uhr: Saudi-Arabien und Iran beraten über Abbau von Spannungen

Saudi-Arabiens Außenminister Prinz Faisal bin Farhan und Irans Außenminister Abbas Araghtschi beraten einem Bericht der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur zufolge über die jüngste Eskalation des regionalen Konflikts und Möglichkeiten zur Deeskalation. Es ist der erste öffentlich bekannte Kontakt seit der Intensivierung der Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf Saudi-Arabien. Teheran sei bereit, einen Dialog zwischen Saudi-Arabien und dem Jemen zu unterstützen, teilt Araghtschi auf Telegram mit.

Montag, 12. Oktober 2026