Donald Trump an Bord der Air Force One
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Donald Trump mit Journalisten an Bord der Air Force One

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 11 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 11 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 10. bis 16. März im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Sonntag, 16. März 2025

23.17 Uhr: Russland - Verhandlungsforderung wird auch Neutralität der Ukraine sein

Russland will in Friedensgesprächen Garantien fordern, dass die Nato-Länder eine Mitgliedschaft der Ukraine ausschließen. "Wir werden verlangen, dass eiserne Sicherheitsgarantien Teil des Abkommens werden", sagt der stellvertretede Außenminister Alexander Gruschko in einem Interview. "Ein Teil dieser Garantien sollte der neutrale Status der Ukraine sein, die Weigerung der Nato-Länder, sie in die Allianz aufzunehmen."

22.05 Uhr: Litauen für Verdoppelung der EU-Ukraine-Militärhilfen

Litauen unterstützt einen EU-Vorschlag, die Militärhilfe für die Ukraine in diesem Jahr auf bis zu 40 Milliarden Euro zu verdoppeln. Ein ähnlicher Betrag werde auch in den kommenden Jahren benötigt, um einen erneuten russischen Angriff entgegenzuwirken, sagte Außenminister Kestutis Budrys der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn wir diesen Betrag (...) über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten können, wäre das der Betrag, der es den Ukrainern erlauben würde, ihre Streitkräfte in der derzeitigen Stärke zu halten", sagte Budrys.

21.19 Uhr: Selenskyj setzt weiter auf Diplomatie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die russische Verzögerungstaktik bei den Gesprächen über einen möglichen Waffenstillstand kritisiert. Nach den Verhandlungen der ukrainischen Delegation mit Vertretern der USA in Saudi-Arabien habe Russland "fast eine weitere Woche gestohlen, eine Woche Krieg, die nur Russland braucht", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. 

Kiew werde demnach nun alles tun, um die Diplomatie zu verstärken und wirksam zu machen. "Aber jeden Tag geht es jetzt darum, unsere Unabhängigkeit, unseren Staat und unser Volk zu verteidigen", sagte Selenskyj.

19.21 Uhr: Russischer Ex-Präsident Medwedew kritisiert Pläne für Friedenstruppen scharf

Der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew hat die britisch-französischen Pläne zu einer möglichen Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine scharf kritisiert und mit Krieg gegen die Nato gedroht. Der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer "stellten sich dumm", schrieb Medwedew auf der Plattform X. Obwohl ihnen wiederholt gesagt worden sei, dass Friedenstruppen aus Nicht-Nato-Staaten kommen sollten, hielten die beiden an ihren Plänen fest, warf ihnen der Vize-Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats Russlands vor.

17.16 Uhr: Personaländerungen in ukrainischer Armeeführung

Nach einer Serie militärischer Rückschläge hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Personaländerung an der Spitze der Streitkräfte angeordnet. Neuer Generalstabschef ist mit sofortiger Wirkung der bisherige Stellvertreter, General Andrij Hnatow, wie die Militärführung in Kiew auf Telegram mitteilte. Hnatow solle die Führungsstruktur der Streitkräfte auf allen Ebenen erneuern und verbessern. Der bisherige Generalstabschef Anatolij Barhylewytsch wird neuer Generalinspekteur im Verteidigungsministerium

15.35 Uhr: Türkei - Erdogan und Trump haben telefoniert

Der türkische Präsident Tayyip Erdogan hat nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dabei hätten beide über die Bemühungen zur Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und zur Wiederherstellung der Stabilität in Syrien gesprochen, teilte Erdogans Büro mit.

14.55 Uhr: Sondergesandter - Telefonat von Trump und Putin diese Woche

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff geht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin in dieser Woche wieder miteinander telefonieren werden. Das sagte Witkoff im Nachrichtensender CNN. Er hatte sich vor wenigen Tagen mit Putin in Moskau getroffen. 

14.50 Uhr: US-Sondergesandter Witkoff sieht Fortschritte

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sieht Fortschritte in den Gesprächen mit Russland und der Ukraine zur Beendigung des Kriegs. Er habe ein positives Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehabt, die Differenzen zwischen den Regierungen in Moskau und Kiew würden geringer, sagte Witkoff dem US-Sender CNN. Die Gespräche sollten diese Woche fortgesetzt werden.

13.24 Uhr: Selenskyj - Moskau will kein Kriegsende

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland angesichts Hunderter Luftschläge gegen Städte des Landes vorgeworfen, kein Interesse an einem Ende des Kriegs zu haben. "Wer den Krieg so schnell wie möglich beenden will, agiert nicht in dieser Weise", teilte Selenskyj auf der Plattform X mit - nach Moskaus behaupteter Bereitschaft, die Kampfhandlungen zu beenden. Binnen einer Woche habe es Angriffe mit mehr als 1.000 Drohnen und mehr als 1.300 Gleitbomben gegeben, sagte er. Hinzu kämen Schläge mit Raketen und Marschflugkörpern.

12.39 Uhr: Finnlands Präsident - Putin "will keinen Frieden"

Finnlands Präsident Alexander Stubb sieht nur verschwindend geringe Chancen für Verhandlungen des russischen Staatschefs Wladimir Putin über eine Waffenruhe in der Ukraine. "Putin will keinen Frieden", sagte Stubb im Interview der BBC. Putins ursprüngliches Ziel sei es gewesen, die Existenz der Ukraine auszulöschen. "Er hat sein Ziel nicht geändert", sagte Stubb. Deshalb müsse der Druck auf den russischen Präsidenten maximiert werden, sagte Stubb auch mit Bezug auf die Videokonferenz von rund 25 Staats- und Regierungschefs am Samstag zur Lage im Ukraine-Krieg. Das bedeute mehr Sanktionen, die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte und "die Ukraine bis an die Zähne zu bewaffnen".

12.38 Uhr: Russland - Mehr als 370 Zivilisten aus zurückeroberten Gebieten in Kursk evakuiert

Russland hat nach eigenen Angaben mehr als 370 Zivilisten aus zurückeroberten Gebieten in der Grenzregion Kursk evakuiert. "Insgesamt wurden seit dem 12. März 371 Menschen aus befreiten bewohnten Gebieten gebracht, darunter 14 Kinder", teilte der Gouverneur der Region Kursk, Alexander Chinschtein, am Sonntag mit. 220 dieser Zivilisten seien in Notunterkünften in Kursk untergebracht worden, der Rest sei bei Verwandten untergekommen. Die russischen Behörden machten keine genauen Angaben zur Zahl der Zivilisten, die hinter der Frontlinie festsaßen. Besorgte Angehörige forderten die Einrichtung humanitärer Korridore, um die Menschen zu evakuieren. Bei einigen Familien löste die Untätigkeit der Behörden zunehmend Wut aus.

10.14 Uhr: Ukraine meldet Toten und Verletzte nach Drohnenangriffen - Verletzte auch in Russland

Bei neuen russischen Drohnenangriffen sind in der Stadt Isjum im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine mindestens ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Jugendliche, teilte der Zivilschutz mit. Es habe Einschläge in einem Haus gegeben, hieß es.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete, dass in der Nacht 31 ukrainische Drohnen zerstört worden seien. Im Gebiet Belgorod sprach Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow vom Einschlag einer Drohne in einem Wohnhaus in der Stadt Gubkin. Eine Frau und ein sieben Jahre altes Kind seien verletzt worden. In dem Dorf Dolgoje sei eine Frau verletzt worden, als eine Drohne einen Sprengsatz auf ihr Haus habe fallenlassen.

10.03 Uhr: Ukraine meldet Abschuss von 47 Drohnen

Ukrainische Luftabwehreinheiten haben nach Angaben der Luftwaffe in der Nacht 47 von 90 russischen Drohnen abgeschossen. 33 Drohnen seien durch den Einsatz von elektronischer Kriegsführung durch das ukrainische Militär umgeleitet worden, heißt es weiter. Schäden wurden den Angaben zufolge in vier Regionen im Norden, im Zentrum und im Süden des Landes gemeldet, ohne dass weitere Einzelheiten genannt wurden.

04.52 Uhr: Luftangriffe gehen weiter - Waffenruhe ungewiss

Russland und die Ukraine haben sich nach Angaben von Behörden in der Nacht gegenseitig wieder mit Luftangriffen überzogen. Dabei habe es Verletzte und Schäden gegeben. Eine vorgeschlagene Waffenruhe in dem seit drei Jahren andauernden Krieg bleibt weiter ungewiss. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag erklärt, er unterstütze grundsätzlich den Vorschlag Washingtons für eine 30-tägige Waffenruhe mit der Ukraine. Seine Streitkräfte würden jedoch so lange weiterkämpfen, bis mehrere entscheidende Bedingungen erfüllt seien. Seitdem ist es auf beiden Seiten wieder zu schweren Luftangriffen gekommen.

04.52 Uhr: Verletzte nach Angriffen in der Ukraine und in Russland

Wie der Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf dem Nachrichtendienst Telegram mitteilt, seien in der Nacht bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod drei Menschen verletzt worden, darunter ein siebenjähriges Kind. Alexander Gusew, Gouverneur der südwestrussischen Region Woronesch, erklärt auf Telegram, Luftabwehreinheiten hätten mehr als 15 ukrainische Drohnen über der Region zerstört. Ukrainische Medien berichten über eine Reihe von Explosionen in der Region um die Hauptstadt Kiew, nachdem die ukrainische Luftwaffe vor der Gefahr von Drohnenangriffen auf Kiew und eine Reihe anderer zentralukrainischer Regionen gewarnt hatte.

02.34 Uhr: Ukraine-Gespräche - Rubio und Lawrow beraten über weiteres Vorgehen

Die Außenminister der USA und Russlands haben nach Angaben aus Washington am Samstag in einem Telefonat über das weitere Vorgehen bei den Ukraine-Gesprächen beraten. US-Chefdiplomat Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergej Lawrow hätten über die "nächsten Schritte" im Anschluss an die Beratungen beider Länder in Saudi-Arabien gesprochen, teilte das US-Außenministerium mit. Demnach vereinbarten die beiden Außenminister, "weiter an der Wiederherstellung der Kommunikation zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zu arbeiten". In der Mitteilung wurden keine Angaben dazu gemacht, wann die nächste Runde der Gespräche zwischen den USA und Russland stattfinden wird.

Samstag, 15. März 2025

21.22 Uhr: Trump entzieht Kellogg Rolle des Sondergesandten für Russland

US-Präsident Donald Trump entzieht seinem Vertrauten Keith Kellogg die Rolle des US-Sondergesandten für Russland. Kelloggs Rolle werde von der des Sondergesandten für die Ukraine und Russland auf die des Sondergesandten für die Ukraine eingegrenzt, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Vertreter Russlands hatten Insidern zufolge der US-Seite mitgeteilt, dass sie Kellogg nicht an hochrangigen Gesprächen zur Beendigung des Ukraine-Krieges beteiligen wollten. Einige hochrangige ehemalige russische Vertreter hatten erklärt, Kellogg sympathisiere aus ihrer Sicht zu sehr mit der Ukraine.

Trump kommt bei seinem Vorhaben, den Ukraine-Krieg sehr schnell zu beenden, nicht wie angekündigt voran. Das liegt auch daran, dass sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Trumps Vorstellungen nicht vorbehaltlos fügt.

20.31 Uhr: Selenskyj - Raketen-Eigenbau Neptun erfolgreich eingesetzt

Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj die weiterentwickelte Anti-Schiffsrakete Neptun erfolgreich eingesetzt. "Es ist eine neue ukrainische Rakete, ein präziser Schlag. Die Reichweite beträgt eintausend Kilometer", schrieb der Präsident auf seinem Telegramkanal. Nähere Angaben machte er nicht. 

Bei dem erwähnten Schlag könnte es sich um den Treffer auf die russische Raffinerie in Tuapse am Schwarzen Meer vom Freitagmorgen gehandelt haben. Das berichtete das Nachrichtenportal "Ukrajiinska Prawda" in Kiew unter Berufung auf eigene Quellen. In der Raffinerie brannte es nach Angaben der regionalen russischen Behörden auch am Samstag noch.

Mit der selbst entwickelten Anti-Schiffsrakete R360 Neptun hatte die Ukraine kurz nach Beginn des Krieges im April 2022 den russischen Kreuzer "Moskwa" versenkt. Seitdem ist die Waffe weiterentwickelt worden und hat mehr Reichweite bekommen. Selenskyj sprach vom "Langen Neptun". Nach Tests läuft die Serienfertigung Militärangaben zufolge seit November 2024.

Das von Russland angegriffene Land ist auf Eigenbauten angewiesen, weil es westliche Waffen mit höherer Reichweite nur in geringer Stückzahl bekommt. Das russische Arsenal an Raketen und Marschflugkörpern ist ungleich größer.

16.43 Uhr: Selenskyj macht Jermak zum Chefunterhändler für Friedensgespräche

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Leiter seines Präsidentenbüros, Andrij Jermak, offiziell zum Chefunterhändler für mögliche Friedensgespräche ernannt. Weiter gehören Außenminister Andrij Sybiha, Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Jermaks Stellvertreter Pawlo Palisso zur Delegation. Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte die entsprechende Verfügung Selenskyjs.

Jermak und Sybiha könnten weitere Experten hinzuziehen, hieß es. Jermak gilt als die einflussreichste Kraft in der ukrainischen Politik nach seinem Chef, dem Präsidenten.

15.56 Uhr: Starmer: "Koalition der Willigen" will Ukraine stärker unterstützen

Nach Angaben des britischen Premierministers Keir Starmer sind westliche Partnerländer zu einer stärkeren Unterstützung der Ukraine bereit. Damit solle der russische Präsident Wladimir Putin zu Verhandlungen über eine Feuerpause bewegt werden, sagte Starmer nach einer Schaltkonferenz mit Vertretern von rund 25 Staaten wie Deutschland, Frankreich, Italien, Kanada und Australien. An der Konferenz nahmen auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Nato-Generalsekretär Mark Rutte teil.

"Wir haben uns darauf geeinigt, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen, die Militärhilfe für die Ukraine aufrechtzuerhalten und die Beschränkungen für die russische Wirtschaft weiter zu verschärfen", sagte Starmer. Die "Koalition der Willigen" habe ihr Bekenntnis zur Sicherheit der Ukraine bekräftigt. Selenskyj erklärte, er habe von den Partnern "eine klare Position zu Sicherheitsgarantien" verlangt.

Starmer sagte, Spitzenvertreter der Verteidigungsressorts sollten in der kommenden Woche Details ausarbeiten. Bei einem Treffen am Donnerstag in Großbritannien sollten "starke und robuste Pläne" erstellt werden, um die künftige Sicherheit der Ukraine zu garantieren, kündigte Starmer an.

15.31 Uhr: Koalition der Willigen - Starmer kündigt Beratungen über Ukraine-Friedenstruppe an

Die Unterstützer der Ukraine haben bei einer Videokonferenz unter der Leitung des britischen Premierministers Keir Starmer vereinbart, sich konkreter auf die Absicherung einer möglichen Waffenruhe mit Russland vorzubereiten. "Früher oder später" werde Kreml-Chef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch kommen müssen, sagte Starmer. Um auf eine Waffenruhe vorbereitet zu sein, sollen die Militärchefs seiner sogenannten Koalition der Willigen nun am Donnerstag in London über Einzelheiten einer möglichen Friedenstruppe beraten.

"Wir haben vereinbart, unsere praktische Arbeit zu beschleunigen" und "in eine operative Phase einzutreten", sagte Starmer nach den Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und etwa 20 weiteren Staats- und Regierungschefs sowie den Spitzen von Nato und EU. Die Koalition der Willigen sei bereit, "zur Sicherheit der Ukraine an Land, zu Wasser und in der Luft beizutragen" und werde "praktische Pläne" für den Schutz der Ukraine ausarbeiten.

Die Unterstützer der Ukraine seien sich bei der Konferenz einig gewesen, "dass der Ball nun in Russlands Feld liegt", so Starmer. "Wenn Putin wirklich Frieden will, ist es ganz einfach: Er muss seine barbarischen Angriffe auf die Ukraine einstellen und eine Waffenruhe akzeptieren", forderte der Premier.

15.23 Uhr: Selenskyj: Russland will vor Verhandlungen "stärkere Position" erreichen

Im Ringen um eine Waffenruhe für die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Seite vorgeworfen, sie wolle vor möglichen Verhandlungen eine "stärkere Position" auf dem Schlachtfeld erreichen. "Sie wollen die Lage für sich auf dem Schlachtfeld verbessern", sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Kiew mit Blick auf Russland. Dies sei der Grund für die Verzögerungen beim Gesprächsprozess.

Selenskyj legte auch die Zusammensetzung der ukrainischen Verhandlungsdelegation für mögliche Gespräche über einen "gerechten Frieden" mit Russland fest, wie es in einem veröffentlichten Dekret hieß. Demnach sollen Präsidialamtschef Andrij Jermak, Außenminister Andrij Sybiha, Verteidigungsminister Rustem Umerow und der Vize-Chef des Präsidentenbüros, Pawlo Palisa, der ukrainischen Verhandlungsdelegation angehören. Die vier waren bereits an den Gesprächen mit den USA in Saudi-Arabien vor wenigen Tagen beteiligt.

15.04 Uhr: Scholz ruft Russland zu "gerechtem Frieden" für die Ukraine auf

Angesichts der Bemühungen um eine Waffenruhe für die Ukraine hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Führung in Russland zum Einlenken aufgerufen. "Es ist nun an Russland, seine täglichen Angriffe auf ukrainische Städte und zivile Infrastruktur zu beenden und endlich den Pfad zu einem dauerhaften und gerechten Frieden zu beschreiten", erklärte Scholz nach Angaben eines Sprechers bei einem virtuellen Treffen von Staats- und Regierungschefs zur Unterstützung der Ukraine in Großbritannien. 

Scholz begrüßte dabei die Bereitschaft der Ukraine zu einer 30-tägigen Waffenruhe, wie sie die USA vorgeschlagen hatten. Der Bundeskanzler betonte die "Führungsrolle" von US-Präsident Donald Trump auch mit Blick darauf, "einen möglichen Waffenstillstand und dauerhaften Frieden für die Ukraine zu erreichen".  Zugleich bekräftigte er, dass Deutschland weiterhin "unverbrüchlich" an der Seite der Ukraine stehe. Scholz habe versichert, "dass Deutschland die Ukraine in enger Abstimmung mit europäischen und internationalen Partnern weiter und so lange unterstützen werde, bis ein gerechter, umfassender und dauerhafter Frieden erreicht ist", erklärte sein Sprecher.

14.06 Uhr: Britischer Premier fordert umgehende Waffenruhe von Putin

Der britische Premierminister Keir Starmer hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, umgehend eine Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine einzugehen. Wenn es Putin mit dem Frieden ernst meine, müsse er so handeln, sagte Starmer am Ende eines virtuellen Treffens der sogenannten Koalition der Willigen. Das Zaudern und Zögern des Kremls und Russlands fortgesetzte Angriffe auf die Ukraine stünden im Widerspruch zu Putins erklärtem Wunsch nach Frieden.

"Für den Fall einer Waffenruhe betonten wir die Notwendigkeit einer strengen Überwachung, um sicherzustellen, dass Verstöße gegen die Vereinbarung erkannt und gemeldet werden", sagte Starmer. Er forderte Staats- und Regierungschefs auf, den Druck auf Putin aufrechtzuerhalten.

"Ich habe das Gefühl, dass er früher oder später an den Verhandlungstisch kommen und sich auf eine ernsthafte Diskussion einlassen muss, aber - und das ist ein großes Aber für uns heute Morgen in unserem Treffen - wir können uns nicht einfach zurücklehnen und darauf warten", sagte Starmer den Staats- und Regierungschefs, während er vor einem Bildschirm in einem Büro in der Downing Street 10 saß. Das bedeute, dass die Ukraine gestärkt werden müsse, damit sie sich selbst verteidigen könne.

14.00 Uhr: Selenskyj: "Es gibt keine Einkreisung unserer Truppen"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Aussagen über die Einkesselung von Streitkräften im russischen Gebiet Kursk zurückgewiesen. "Es gibt keine Einkreisung unserer Truppen", schrieb er auf der Plattform X. Der Kiewer Generalstab hatte das bereits am Freitag dementiert.

US-Präsident Donald Trump hatte Kremlchef Wladimir Putin um Milde für angeblich eingekesselte ukrainische Soldaten in der Region Kursk gebeten. Putin willigte ein, verlangte aber, dass Kiew den Soldaten im Gebiet Kursk befehlen solle, die Waffen niederzulegen und sich in Gefangenschaft zu begeben. Die Angaben zur Lage in Kursk lassen sich nicht unabhängig prüfen.

In der russischen Region Kursk geht Selenskyj zufolge die Operation in bestimmten Gebieten weiter. Die Truppen erfüllen demnach die Aufgaben genau so, wie es nötig sei. Dank der Soldaten in Kursk sei eine erhebliche Zahl russischer Streitkräfte aus anderen Gebieten zurückgezogen worden, schrieb er. 

12.40 Uhr: Kiews Generalstab bestätigt Truppenrückzug aus Sudscha

Der Kiewer Generalstab hat mit einer Karte den Rückzug ukrainischer Truppen aus der Stadt Sudscha im russischen Gebiet Kursk bestätigt. Die mit dem heutigen Lagebericht veröffentlichte Grafik zeigt im Vergleich mit der am Vortag veröffentlichten Karte, dass sich ukrainische Truppen in Richtung ukrainischer Grenze zurückziehen. 

Im Bericht hieß es lediglich, dass es im Gebiet Kursk am Freitag 20 Gefechte gegeben habe. Russland habe 19 Luftangriffe durchgeführt, 28 Bomben abgeworfen und 232 Artilleriegeschosse abgefeuert. Die Angaben der Kriegsparteien lassen sich nicht unabhängig prüfen.

12.31 Uhr: Starmer fordert Verbündete zu konkreten Ukraine-Zusagen auf

Der britische Premierminister Starmer hat andere westliche Nationen aufgefordert, konkrete Zusagen zur Unterstützung der Ukraine zu machen und damit den Druck auf Putin zu erhöhen. Bei der Videokonferenz mit europäischen Staats- und Regierungschefs und anderen Verbündeten sagte Starmer, er hoffe auf konkrete Hilfszusagen der sogenannten "Koalition der Willigen" - zu der europäische Länder, Australien, Kanada und Neuseeland gehören, nicht aber die USA. Wenn es Putin mit dem Frieden ernst sei, müsse er die Angriffe auf die Ukraine einstellen und einem Waffenstillstand zustimmen. "Mein Gefühl ist, dass er früher oder später an den Verhandlungstisch kommen und ernsthafte Gespräche führen muss", sagte Starmer.

12.11 Uhr: Britischer Premier - Druck auf Putin aufrechterhalten

Der britische Premier Starmer hat die internationalen Verbündeten dazu aufgerufen, den Druck auf den russischen Präsidenten Putin für Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine aufrechtzuerhalten. "Und ich denke, wir haben gemeinsam eine Reihe von Möglichkeiten, dies zu tun", sagte Starmer zum Auftakt der Videokonferenz, an der europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen der Nato und der EU teilnahmen. Mit dabei war auch der ukrainische Präsident Selenskyj. 

12.00 Uhr: Starmer eröffnet Videokonferenz zur Ukraine

Zu Beginn der Videokonferenz zur Ukraine hat der britische Premier Starmer betont, es gehe darum, einen möglichen Frieden in der Ukraine abzusichern. Dies solle eine Koalition der Willigen ermöglichen. Die Staaten könnten nicht einfach abwarten, es gehe darum voranzugehen. An der Videokonferenz nehmen rund 25 Staats- und Regierungschefs und Vertreter von Nato und EU teil. Das sind vor allem Vertreter von Ländern, die bereit sind, Soldaten für eine Friedenstruppe zu stellen, sollte es zu einem Waffenstillstand kommen.

10.38 Uhr: Russland - Haben zwei Ortschaften in Region Kursk zurückerobert

Russland hat nach eigenen Angaben die Dörfer Rubanschtschina und Saoleschenka im Westen der umkämpften Region Kursk zurückerobert. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Russland hat seine Bemühungen verstärkt, die ukrainische Armee aus der russischen Region Kursk zu vertreiben, wo sie im vergangenen August bei einem überraschenden Angriff etwa 100 Siedlungen eingenommen hatte.

10.14 Uhr: Moskau - 126 ukrainische Drohnen über grenznahen Regionen abgewehrt

Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Samstag 126 ukrainische Drohnen abgewehrt. 64 der Drohnen wurden über den westrussischen Regionen Wolgograd und Woronesch abgewehrt, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die übrigen Drohnen seien in weiteren grenznahen Regionen abgeschossen worden. 

09.59 Uhr: Energieanlagen bei Odessa und Dnipropetrowsk getroffen

Russische Luftangriffe haben nach Angaben des Stromversorgers DTEK in der Nacht Energieanlagen in den Regionen Dnipropetrowsk und Odessa beschädigt. DTEK teilte mit, die Schäden an seinen Anlagen seien erheblich und einige Verbraucher in den Regionen seien ohne Strom.

09.43 Uhr: Peskow - Kiew steht in Kursk unter Zeitdruck

Nach Moskaus Zusage von Milde für ukrainische Soldaten im russischen Gebiet Kursk hat Kremlsprecher Peskow Zeitdruck hervorgehoben. Noch bestehe das Angebot an ukrainische Verbände, sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Aber: Die Zeit laufe ab.

US-Präsident Trump hatte Kremlchef Putin gebeten, das Leben angeblich eingekesselter ukrainischer Soldaten zu schonen. Putin, der den Angriffskrieg gegen die Ukraine im Februar 2022 befohlen hatte, willigte aus "humanitären Gründen" ein. Die Führung in Kiew solle den ukrainischen Soldaten im Gebiet Kursk befehlen, die Waffen niederzulegen und sich in Gefangenschaft zu begeben, verlangte er. Der ukrainische Präsident Selenskyj gestand indirekt ein, dass die Armee sich aus der Region zurückziehen muss. "Die Situation ist sehr schwer. Ich kann nur unseren Kämpfern für diese Operation danken, die ihre Aufgabe erfüllt hat", sagte der Staatschef zu Journalisten. 

08.41 Uhr: Ukraine - 130 russische Drohnen abgeschossen

Die ukrainische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht 130 von 178 russischen Drohnen zerstört. Weitere 38 Drohnen seien "verlorengegangen" - damit ist typischerweise gemeint, dass deren Steuerung elektronisch gestört wurde. Russland habe auch zwei ballistische Raketen abgefeuert.

06.23 Uhr: Ukraine-Unterstützer beraten sich

Der britische Premierminister Starmer hat die Verbündeten der Ukraine heute zu einem weiteren, virtuellen Treffen eingeladen. Bei der Video-Konferenz soll es nach Angaben seines Büros um die Unterstützung einer möglichen Waffenruhe gehen. Das Treffen von Staats- und Regierungschefs soll demnach auf der Anfang März in London abgehaltenen Ukraine-Konferenz aufbauen. Wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilte, wird auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) an dem virtuellen Gipfel teilnehmen.

05.26 Uhr: Kämpfe im Gebiet Kursk dauern an

Russlands Streitkräfte kämpfen nach Gebietsgewinnen in der russischen Region Kursk weiter um eine Rückeroberung aller von ukrainischen Truppen kontrollierten Flächen. In den wieder eingenommenen Gebieten habe man damit begonnen, Minen und Blindgänger unschädlich zu machen, teilte der geschäftsführende Gouverneur des Gebiets Kursk über Telegram mit. Der ukrainische Generalstab hatte zuvor Behauptungen zurückgewiesen, in Kursk seien Tausende Soldaten eingekesselt - so hatte es neben der russischen Seite auch US-Präsident Trump zuletzt dargestellt.

Während das russische Verteidigungsministerium von einer Rückeroberung der Stadt Sudscha berichtete, gab es dafür von ukrainischer Seite keine Bestätigung. Der ukrainische Generalstab meldete vielmehr zahlreiche Gefechte in der Region Kursk.

Freitag, 14. März 2025

23.35 Uhr: Britischer Premier: Putin spielt Spiele mit Waffenruhe-Vorschlag

Der britische Premierminister Keir Starmer ruft die internationalen Verbündeten dazu auf, Russland mit wirtschaftlichem Druck in Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine zu zwingen. Sie könnten nicht erlauben, dass der russische Präsident Wladimir Putin "Spiele spielt" mit dem Vorschlag der US-Regierung von Präsident Donald Trump, sagte Starmer vor einer digitalen Konferenz mit mehreren Staats- und Regierungschefs.

Die bisherige Ablehnung einer Waffenruhe zeige nur, dass Putin es mit Frieden nicht ernst meine, sagte Starmer. Der russische Präsident versuche nur, Zeit zu gewinnen. Doch die Welt brauche Taten, keine "leeren Worte" oder "sinnlosen Bedingungen".

20.58 Uhr: Macron - Russland muss 30-tägige Waffenruhe annehmen

Der französische Präsident Emmanuel Macron dringt darauf, dass Russland die von der Ukraine und den USA vorgeschlagene Waffenruhe von 30 Tagen annimmt. Er habe über die Lage mit dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beraten, teilt Macron mit.

Selenskyj erklärt in seiner abendlichen Videobotschaft, er und Macron hätten den "Stand der Diplomatie, die bestehenden Möglichkeiten und die (...) technischen Aspekte der Überwachung einer Waffenruhe" besprochen. Die Ukraine habe in all diesen Belangen die "klare Unterstützung Frankreich".

20.46 Uhr: Offenbar vier Verletzte bei russischem Angriff auf Krywyj Rih

In der Stadt Krywyj Rih im Zentrum der Ukraine sind bei einem russischen Angriff nach Angaben des Gouverneurs vier Menschen verletzt worden. Eine Rakete habe ein Wohngebiet getroffen, teilt Serhij Lyssak auf Telegram mit. Er veröffentlicht ein Foto, das Schäden an einem Gebäude zeigt, in dem offenbar mehrere Geschäfte untergebracht waren.

Olexander Wilkul, der Chef der Militärverwaltung der Stadt, fordert die Menschen auf, in den Schutzräumen zu bleiben. Es bestehe die Gefahr eines erneuten Angriffs auf den Ort, wie dies häufig russisches Vorgehen sei.

Krywyj Rih ist die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und wurde in dem seit mehr als drei Jahren andauernden Krieg gegen Russland wiederholt Ziel von Angriffen. Bei einem russischen Raketenangriff am Mittwoch wurde ein Mensch getötet, eine Infrastruktureinrichtung, Hochhäuser und Verwaltungsgebäude wurden beschädigt.

20.18 Uhr: Selenskyj setzt bei Friedensvermittlungen auf Hilfe des Vatikans

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zählt in Sachen Friedensvermittlung weiter auf die Unterstützung des Vatikans. In einem Beitrag auf der Online-Plattform X berichtete er am Freitag über ein Gespräch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin: "Der Heilige Stuhl hat eine Liste der in russischen Gefängnissen und Lagern festgehaltenen Ukrainer erhalten. Wir zählen auf die Unterstützung für ihre Freilassung", schrieb der Präsident.

Ein Gefangenenaustausch sowie eine bedingungslose 30-tägige Waffenruhe seien die ersten Schritte, die zu einem gerechten und dauerhaften Frieden zwischen der Ukraine und Russland führen könnten: "Die Ukraine ist bereit, diese Schritte zu unternehmen", betonte der Präsident.

18.23 Uhr: Putin - Ukrainische Truppen in Kursk werden bei Kapitulation geschont

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die ukrainischen Soldaten in Kursk zur Kapitulation aufgefordert. Putin sagte in einer Fernsehansprache, Moskau stehe der Forderung von US-Präsident Donald Trump, die ukrainischen Soldaten am Leben zu lassen, "wohlwollend" gegenüber. "Wenn sie ihre Waffen niederlegen und sich ergeben, wird ihnen das Leben und eine würdige Behandlung entsprechend des Völkerrechts und der Gesetze der Russischen Föderation garantiert", fügte der Kreml-Chef hinzu. 

Putin rief die ukrainische Regierung dazu auf, ihren Streitkräften die Kapitulation zu befehlen. Er warf den ukrainischen Soldaten in Kursk zudem "zahlreiche Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung" vor.

18.09 Uhr: Rubio "vorsichtig optimistisch" für Frieden

US-Außenminister Marco Rubio hat sich nach der Einigung mit westlichen Außenministern auf eine gemeinsame Haltung zur Ukraine hoffnungsvoll für eine Deeskalation gezeigt. Es gebe Grund für "vorsichtigen Optimismus", einen baldigen Frieden erreichen zu können, sagte Rubio im kanadischen Charlevoix nach dem Ende des Außenministertreffens der wirtschaftsstarken Demokratien der G7-Runde. 

Die Minister hatten sich zuvor bei zentralen Themen wie der stark umstrittenen Ukraine-Politik geschlossen gezeigt - trotz der von US-Präsident Donald Trump ausgelösten diplomatischen Turbulenzen.

In der Abschlusserklärung hatte sich auch die USA zur territorialen Integrität der Ukraine bekannt und Russland aufgefordert, den ukrainisch-amerikanischen Vorschlag für eine Waffenruhe anzunehmen. Für einen dauerhaften Frieden müsse es allerdings auch Sicherheitsgarantien für die Ukraine geben - eine wichtige Forderung Kiews, die Trump bisher abgelehnt hatte. 

18.02 Uhr: UN-Bericht: Russland hat in der Ukraine Verbrechen gegen Menschlichkeit begangen

Russland hat im Ukraine-Krieg nach UN-Angaben die Verbrechen gegen die Menschlichkeit des Verschwindenlassens und der Folter begangen. Die Verbrechen seien im Zuge "eines großangelegten und systematischen Angriffs auf die Zivilbevölkerung" in der Ukraine verübt worden, heißt es in dem in dieser Woche veröffentlichten Bericht der Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats zum Ukraine-Krieg.

Die Verbrechen der Folter und des Verschwindenlassens seien "im Rahmen einer vom Staat koordinierten Politik (...) in allen Provinzen der Ukraine verübt worden, wo Gebiete unter russische Kontrolle gebracht wurden", heißt es in dem Bericht weiter. Die russischen Behörden hätten mit diesen Verbrechen gezielt Menschen ins Visier genommen, die sie als Bedrohung empfanden oder die sich weigerten, mit ihnen zu kooperieren.

Dem UN-Bericht zufolge wurden viele Zivilisten in den jetzt unter russischer Kontrolle stehenden Gebieten festgenommen und dort oder in Russland in Haftanstalten gebracht. Während der Inhaftierung seien weitere Verbrechen begangen worden. "Viele Opfer werden seit Monaten und Jahren vermisst, und einige sind in Gefangenschaft gestorben", heißt es in dem Bericht.

17.50 Uhr: Selenskyj - Waffenruhe könnte mit US-Hilfe per Satellit überwacht werden

Eine Waffenruhe mit Russland könnte nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Hilfe der USA via Satellit und durch Geheimdienste überwacht werden.

Die Lage in der russischen Oblast Kursk, in die im August ukrainische Soldaten eingerückt waren, nennt Selenskyj "sehr schwierig". Der Einsatz habe aber seine Ziele erreicht. Die Regierung in Kiew erklärte seinerzeit, das Vorrücken auf russisches Territorium sei ein Versuch, sich ein Druckmittel für künftige Verhandlungen zu sichern.

Zudem sollte Russland gezwungen werden, seine Truppen aus der Ostukraine abzuziehen. Dort habe sich die Lage an der Front bei Pokrowsk stabilisiert, fügt Selenskyj hinzu.

17.15 Uhr: Britischer Premier lädt zu virtuellem Treffen ein

Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Verbündeten der Ukraine für Samstag zu einem weiteren, virtuellen Treffen eingeladen. Bei der Video-Konferenz soll es nach Angaben seines Büros um die Unterstützung einer möglichen Waffenruhe gehen. Das Treffen von Staats- und Regierungschefs soll demnach auf der Anfang März in London abgehaltenen Ukraine-Konferenz aufbauen.

16.45 Uhr: Ukraine widerspricht Darstellung über Einkesselung ihrer Truppen in Kursk

Der ukrainische Generalstab weist Darstellungen als falsch zurück, seine Truppen in der russischen Oblast Kursk seien eingekesselt. Eine solche Gefahr bestehe nicht, da die Einheiten in "günstigere" Verteidigungspositionen zurückgezogen worden seien. Auf wen er sich bezieht, lässt der Generalstab offen.

US-Präsident Donald Trump hat ohne nähere Angaben erklärt, Tausende ukrainische Soldaten seien "vollständig von russischem Militär umzingelt". Am Donnerstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin gesagt, die ukrainischen Streitkräfte in Kursk seien komplett isoliert. Sie waren im August überraschend dort eingerückt und hatten nach eigenen Angaben ein Gebiet von mindestens 1.300 Quadratkilometern unter ihre Kontrolle gebracht. Russland startete eine Gegenoffensive und eroberte mit Unterstützung von Soldaten aus Nordkorea verlorenes Gelände zurück.

16.15 Uhr: Selenskyj - USA und Verbündete müssen Druck auf Russland ausüben

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die USA und andere Verbündete auf, Druck auf Russland auszuüben und die Führung in Moskau zu einer Waffenruhe zu bewegen. Die Stärke der USA allein reiche aus, um den Krieg in der Ukraine zu einem Ende zu bringen, sagt Selenskyj. Er wirft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, die Verbündeten in endlose Diskussionen über eine Waffenruhe verwickeln zu wollen. Die Ukraine dagegen wolle mit der Beendigung des Krieges keine Spielchen treiben. "Wir hätten jetzt eine gute Chance, diesen Krieg zu beenden." Die USA und die Ukraine haben eine Waffenruhe über 30 Tage vorgeschlagen. Putin bezeichnete dies grundsätzlich als gute Idee. Allerdings seien zahlreiche Details offen, die mit den USA geklärt werden müssten.

15.49 Uhr: Auch USA bekräftigen territoriale Integrität der Ukraine

Trotz US-Präsident Donald Trumps Kurswechsel mit Blick auf den Ukraine-Krieg hat sein Außenminister Marco Rubio sich beim G7-Treffen in Kanada in einer gemeinsamen Erklärung zur territorialen Integrität der Ukraine bekannt. "Die G7-Mitglieder bekräftigten ihre unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine bei der Verteidigung ihrer territorialen Integrität und ihres Existenzrechts sowie ihrer Freiheit, Souveränität und Unabhängigkeit", steht im Abschlussdokument der Konferenz der Außenminister der wirtschaftsstarken Demokratien, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

15.33 Uhr: Trump bittet Putin um Milde für ukrainische Soldaten

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Kremlchef Wladimir Putin um Milde für angeblich eingekesselte ukrainische Soldaten im russischen Gebiet Kursk gebeten. "Genau in diesem Moment sind Tausende ukrainische Soldaten durch das russische Militär eingekreist und sind in einer sehr schlechten und verletzlichen Lage", schrieb Trump auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Um ein Massaker zu verhindern, habe er Putin gebeten, ihr Leben zu schonen.

15.15 Uhr: G7-Staaten versichern "unerschütterliche Unterstützung"

Die Außenminister der G7-Staaten haben ihre "unerschütterliche Unterstützung" für die "territoriale Integrität" der Ukraine zugesichert. Das geht aus der gemeinsamen Abschlusserklärung nach deren Treffen in Charlevoix in Kanada hervor. Der Erklärung zufolge werden Russland auch neue Sanktionen angedroht, falls es eine Waffenruhe nicht unterstützen

14.19 Uhr: Estland fordert EU-Stimmrechtsentzug für Ungarn

Nachdem Ungarn die Aufhebung von EU-Sanktionen gegen mehrere Russen erzwungen hat, dringt Estland auf eine Aussetzung des Stimmrechts des Landes in der EU. "Ungarn arbeitet systematisch gegen die gemeinsamen Sicherheitsinteressen Europas, und deshalb müssen wir rasch konkrete Schritte unternehmen", sagte Außenminister Margus Tsahkna in Tallinn. Demnach sollte nach estnischen Vorstellungen ein Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrags eingeleitet werden. Dieses sieht die Möglichkeit der Suspendierung der Stimmrechte von Mitgliedstaaten vor, sollten diese schwerwiegend und anhaltend gegen EU-Werte verstoßen.

Druckmittel Ungarns war die bis zu diesem Samstag notwendige Verlängerung von Russland-Sanktionen, die insgesamt mehr als 2.200 Personen und Organisationen betreffen. Die Entscheidung dafür erforderte einen einstimmigen Beschluss der 27 EU-Mitgliedstaaten. Aus "politischen Gründen" habe Ungarn die Verlängerung der Sanktionen davon abhängig gemacht, dass drei russische Geschäftsleute von der Liste genommen werden, sagte Tsahkna. Die Budapester Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder Entscheidungen für Russland-Sanktionen verzögert.

14.15 Uhr: G7 steht hinter US-Vorschlag für Ukraine-Waffenstillstand

Die G7-Runde wirtschaftsstarker westlicher Demokratien hat sich nach langen Verhandlungen auf eine gemeinsame Haltung zum US-Kurs in den Gesprächen für eine Waffenruhe in der Ukraine geeinigt. "Alle sieben Außenminister stimmen dem US-Vorschlag für einen Waffenstillstand zu, der von den Ukrainern unterstützt wird", sagte die kanadische Außenministerin Mélanie Joly am Rande des Treffens der G7-Außenminister in Kanada.

Man werde die russische Reaktion auf den US-Vorstoß prüfen. Die Runde habe eine starke Einigkeit in einer Reihe von Fragen erreichen können. Zuvor war in einem von hochrangigen Diplomaten gebilligten Entwurf für die Abschlusserklärung die Notwendigkeit robuster "Sicherheitsvereinbarungen" betont worden.

14.01 Uhr: Merz - Weg für zusätzliche Ukraine-Hilfe frei

CDU-Chef Friedrich Merz sieht keine Barriere mehr für die Freigabe der zusätzlichen drei Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine. Er sehe kein Problem mehr, wenn der Bundesrat kommenden Freitag dem milliardenschweren Finanzpaket zugestimmt habe, sagt er.

14.01 Uhr: G7 fordern Waffenruhe in der Ukraine

Die G7-Staaten fordern von Russland eine Zustimmung zu einem Waffenstillstand in der Ukraine. In einem Entwurf für die Abschlusserklärung des Außenministertreffens in Kanada wird zugleich die Notwendigkeit robuster "Sicherheitsvereinbarungen" betont, um einen Waffenstillstand zwischen der Ukraine und Russland zu gewährleisten.

Russland wird aufgefordert, sich ebenso wie die Ukraine zu einer Waffenruhe bereitzuerklären. Andernfalls drohten weitere Sanktionen. Zur G7 gehören die USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan. Der von hochrangigen Diplomaten gebilligte Entwurf muss noch von den Ministern abgesegnet werden.

13.43 Uhr: Forscher - Russland manipuliert westliche Chatbots

Für seine weltweiten Desinformationskampagnen manipuliert Russland nach den Erkenntnissen von Wissenschaftlern auch westliche Chatbots. Mehr als ein Drittel der Antworten von KI-Dialog-Assistenten wie ChatGPT enthielten pro-russische Fake News, wie eine Studie der Organisation NewsGuard ergab. Dahinter steckt den Forschern zufolge das Prawda-Netzwerk in Moskau, das weltweit kremlfreundliche Propaganda verbreitet.

"Eine riesige Menge russischer Propaganda – 3.600.000 Artikel im Jahr 2024 – sind nun in den Ergebnissen westlicher KI-Systeme enthalten und infizieren deren Antworten mit falschen Behauptungen und Propaganda", schreiben die NewsGuard-Forscherinnen McKenzie Sadeghi und Isis Blachez in einem Bericht. Für die Studie untersuchte NewsGuard zehn der wichtigsten Anwendungen für Künstliche Intelligenz, darunter ChatGPT-4, Smart Assistant, Grok, Copilot, Meta AI, Google Gemini und Perplexity. Sie alle gaben die von Prawda verbreiteten Falschinformationen wider. Sieben Chatbots zitierten sogar bestimmte Artikel von Prawda als Quellen.

13.40 Uhr: Kreml stellt Putin-Trump-Telefonat über Waffenruhe in Aussicht

Nach einem Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Gesandten Steve Witkoff über eine Waffenruhe für die Ukraine könnte ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump folgen. Sobald Witkoff die Standpunkte Moskaus an das Weiße Haus übermittelt habe, könnte ein Telefongespräch zwischen Trump und Putin arrangiert werden, um noch offene Fragen zu klären, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Beide Seiten sind sich einig, dass ein solcher Aufruf notwendig ist", fügte er hinzu.

13.37 Uhr: Kiew - Ukraine greift Raketenlager und Gas-Anlage an

Die Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes SBU in der Nacht Energieanlagen und ein Raketenlager in Russland angegriffen. Bei den Drohnenangriffen seien zwei Gasverdichtungsanlagen in den westrussischen Regionen Tambow und Saratow getroffen worden, teilte der SBU mit. Zudem hätten die ukrainischen Drohnen ein "Raketenlager für die Systeme S-300/S-400" in der russichen Grenzregion Belgorod getroffen.

Durch die teilweise mehrere hunderte Kilometer hinter der Grenze erfolgten Angriffe habe Russland schwere finanzielle Schäden erlitten und sei somit in seiner "Fähigkeit zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine" beschädigt worden, erklärte der SBU weiter.

12.45 Uhr: Russe in Finnland wegen Verbrechen in der Ukraine verurteilt

Ein russischer Rechtsextremist ist in Finnland wegen in der Ukraine begangener Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht der finnischen Hauptstadt Helsinki sah es als erwiesen an, dass der Mann als Mitglied der Nationalistenmiliz Rusitsch bei Kämpfen in der Ostukraine im Jahr 2014 an vier verschiedenen Kriegsverbrechen gegen ukrainische Soldaten beteiligt gewesen war. Ein fünfter Anklagepunkt wurde fallengelassen.

Der Mann war bereits im Sommer 2023 in Finnland, das auf einer Länge von 1.340 Kilometern an Russland grenzt, festgenommen worden. In dem Fall geht es um einen bewaffneten Angriff auf Soldaten eines ukrainischen Bataillons in der Region Luhansk. Nach Angaben des Gerichts war der verurteilte Woislaw T., der früher Jan P. hieß, unter anderem an der Tötung eines Soldaten beteiligt. Er machte dabei den Angaben zufolge außerdem erniedrigende Bilder des Toten, die er später auch weiterverbreitete.

Wie der finnische Rundfunksender Yle berichtete, stritt der heute 38 Jahre alte Angeklagte die Verbrechen vor Gericht ab. Sein Anwalt kündigte demnach an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen. Nach Senderangaben handelt es sich um den ersten Fall, in dem ein finnisches Gericht jemanden für Kriegsverbrechen in der Ukraine verurteilt hat.

12.11 Uhr: Auswärtiges Amt wirft Putin "Verzögerungstaktik" vor

Nach der zurückhaltenden Reaktion aus Moskau auf den US-Vorschlag für eine Waffenruhe in der Ukraine hat die Bundesregierung dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine "Verzögerungstaktik" vorgeworfen. "Man kann bestenfalls von einer Verzögerungstaktik in Bezug auf einen Waffenstillstand sprechen, wenn man ein entsprechendes Angebot mit derartigen Konditionen und Kautelen hinterlegt", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin.

11.42 Uhr: EU verlängert Russland-Sanktionen

Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen tausende russische Staatsbürger um weitere sechs Monate verlängert. Das teilte der polnische Vorsitz im Rat der 27 Mitgliedstaaten mit, nachdem Ungarn die anstehende Verlängerung zunächst blockiert hatte. Nach zähen Verhandlungen einigten sich die EU-Länder nach Diplomatenangaben darauf, im Gegenzug die Sanktionen gegen vier Russen aufzuheben.

Das betrifft den Angaben zufolge den russischen Unternehmer Wladimir Raschewski, den Oligarchen Wjatscheslaw Kantor, die Schwester des Oligarchen Alischer Usmanow, Gulbakhor Ismailowa, und den russischen Sportminister Michail Degtjarew. Die Sanktionsliste zählt weiter mehr als 2.400 Personen und Organisationen.

11.34 Uhr: Kreml nach Waffenruhe-Gespräch zwischen Putin und Witkoff "vorsichtig optimistisch"

Nach einem Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff über den US-Vorschlag für eine Waffenruhe in der Ukraine hat sich der Kreml "vorsichtig optimistisch" geäußert. Witkoff werde nun eine Botschaft Putins an US-Präsident Trump übermitteln, sagte Kremlsprecher Peskow. Dann werde über einen Zeitpunkt für ein Gespräch zwischen Trump und Putin entschieden.

Die USA schlagen im Ukraine-Konflikt eine 30-tägige Waffenruhe vor. Kiew hat dem Vorschlag bereits zugestimmt. Der US-Sondergesandte Witkoff war nach Moskau gereist, um den Plan der russischen Seite vorzustellen. Kremlchef Putin hatte eine Waffenruhe in der Ukraine zwar grundsätzlich befürwortet, zuvor müssten jedoch "ernste Fragen" geklärt werden, sagte er. Eine Waffenruhe müsste "zu einem dauerhaften Frieden führen und die tieferliegenden Ursachen dieser Krise angehen".

08.31 Uhr: US-Sondergesandter Witkoff verlässt Moskau

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist nach russischen Medienberichten in der Nacht wieder aus Moskau abgereist. Zu einem Treffen des Amerikaners mit Präsident Putin, das für gestern Abend angekündigt war, gab es keine Angaben.

Das Geschäftsflugzeug, das Witkoff angeblich nutzt, sei nachts in Moskau gestartet und nach Baku geflogen. Der Vertraute von US-Präsident Donald Trump war nach Angaben des Weißen Hauses nach Moskau geschickt worden, um dort den US-Vorschlag einer 30-tägigen Feuerpause im Ukraine-Krieg vorzustellen.

06.40 Uhr: Russland - Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt

Russland hat nach eigenen Angaben vier Drohnen beim Anflug auf Moskau abgefangen. Durch die Trümmer der zerstörten Fluggeräte sei nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt worden, so teilt Bürgermeister Sergej Sobjanin. Drei Drohnen wurden den Behörden zufolge von der Luftabwehr bereits über der umliegenden Hauptstadtregion abgeschossen. Eine weitere sei auf das Dach eines mehrstöckigen Wohnhauses im westlichen Teil von Moskau gestürzt, auch ein Privathaus am Stadtrand soll getroffen worden sein.

05.47 Uhr: Russland - Ukraine hat Raffinerie am Schwarzen Meer angegriffen

Der Gouverneur der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer hat mitgeteilt, dass ukrainische Streitkräfte eine Raffinerie in Tuapse angegriffen haben. Bis zu 121 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen, um die Flammen zu löschen. Die Anlage in Tuapse produziert Rohbenzin, Heizöl, Vakuumgasöl und Diesel mit hohem Schwefelgehalt und beliefert hauptsächlich China, Malaysia, Singapur und die Türkei.

03.45 Uhr: Selenskyj - Putin-Reaktion auf US-Vorschlag ist Manipulation

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die von Kremlchef Putin genannten Bedingungen für eine Zustimmung zu einer Waffenruhe als Manipulation bezeichnet. Putin traue sich nicht, US-Präsident Trump offen zu sagen, dass er den Krieg fortsetzen wolle, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Auch andere Experten bewerteten Putins Reaktion skeptisch. Dagegen zeigte sich Trump mit ersten Gesprächen einer US-Delegation in Moskau zum Ukraine-Krieg zufrieden. Über ein am Abend geplantes und mit Spannung erwartetes Gespräch des US-Sondergesandten Witkoff mit Putin gab es bis zum Morgen zunächst keine Informationen. 

03.25 Uhr: Vance - Trump würde keine Atomwaffen in Osteuropa stationieren

US-Vizepräsident J.D. Vance sagt in einem Interview beim US-TV-Sender Fox News, dass er nicht glaube, dass US-Präsident Trump Atomwaffen in Osteuropa stationieren würde. "Ich habe mit dem Präsidenten nicht über dieses Thema gesprochen, aber ich wäre schockiert, wenn er eine Ausweitung von Atomwaffen nach Europa befürworten würde", sagte er in einem Interview in der Fox News-Sendung "The Ingraham Angle". Vance reagierte damit auf eine Frage des polnischen Präsidenten, der die USA aufforderte, Atomwaffen auf sein Territorium zu verlegen, um eine künftige russische Aggression abzuwehren.

02.05 Uhr: Insider - Russland will Kellogg von Gesprächen ausschließen

Russland hat den USA offenbar mitgeteilt, dass der amerikanische Gesandte Kellogg bei den Gesprächen zur Beendigung des Ukraine-Krieges nicht mehr teilnehmen soll. Dies sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person aus US-Regierungskreisen. Kellogg war zuletzt bei einigen Gesprächen nicht persönlich anwesend, so auch bei einem Treffen zwischen dem nationalen Sicherheitsberater der USA, Waltz, und Außenminister Rubio mit einer ukrainischen Delegation am Dienstag in Saudi-Arabien. Auch an einem hochrangigen Treffen mit Russen in Saudi-Arabien im Februar nahm er nicht teil. Die russische Botschaft in Washington reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

01.30 Uhr: Saudischer Kronprinz bietet Putin erneut Hilfe bei Friedensgesprächen an

Der saudische Kronprinz bin Salman hat dem russischen Präsidenten Putin in einem Telefongespräch erneut die Hilfe seines Landes zur Förderung des Dialogs und die Unterstützung einer politischen Lösung im Ukraine-Krieg angeboten. Dies berichtete die staatliche saudische Nachrichtenagentur. Saudi-Arabien war vor kurzem Gastgeber getrennter Treffen zwischen amerikanischen und russischen Beamten sowie zwischen amerikanischen und ukrainischen Beamten.

00.01 Uhr: US-Regierung verhängt weitere Sanktionen gegen Russland

Die US-Regierung verhängt einem Bericht des Fernsehsenders CBS zufolge weitere Sanktionen gegen Russland. Betroffen sind demnach die Öl-, Gas- und Bankenbranchen, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf mehrere Insider. Demnach soll der Zugang Russlands zum US-Zahlungssystem eingeschränkt werden.

Donnerstag, 13. März 2025

21.46 Uhr: Behörden - Sieben Verletzte nach Drohnenangriff auf Charkiw

Bei einem Drohnenangriff auf die Großstadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen verletzt worden. Unter den Opfern seien auch vier Kinder, teilte Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram mit. Einschläge habe es in mehreren Stadtbezirken gegeben. Die Drohnen lösten demnach mehrere Brände aus.

20.52 Uhr: Selenskyj - Putin will keine Waffenruhe

Russlands Präsident Wladimir Putin will nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj keine Waffenruhe, wie dies die USA vorgeschlagen haben. Putin bereite die Ablehnung des Vorstoßes vor, traue sich aber nicht, das US-Präsident Donald Trump direkt zu sagen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Russland stelle Bedingungen für eine Waffenruhe und versuche so, sie zu verzögern oder gar zu verhindern.

19.55 Uhr: Trump sieht "gute Signale" bei Gesprächen in Moskau

US-Präsident Donald Trump hat sich mit ersten Gesprächen einer amerikanischen Delegation in Moskau zum Ukraine-Krieg zufrieden geäußert. "Wir hören, dass es okay läuft in Russland", sagte Trump zu den Verhandlungen über eine Waffenruhe. Das bedeute aber noch nichts, solange kein endgültiges Ergebnis vorliege, ergänzte Trump bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sei in Moskau und führe ernsthafte Gespräche, erklärte Trump. "Wir bekommen gute Signale", sagte er weiter. 

Kremlchef Wladimir Putin hat die Zustimmung zu einer von den USA vorgeschlagenen Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine an Bedingungen geknüpft. Bei einer mit Spannung erwarteten Pressekonferenz forderte er eine dauerhafte friedliche Lösung des Konflikts - rückte aber nicht von bereits geäußerten Maximalforderungen ab.

19.51 Uhr: Putin - Ukrainische Soldaten in Kursk müssen "sich ergeben oder sterben"

Russlands Präsident Wladimir Putin stellt die ukrainischen Soldaten in der westrussischen Oblast Kursk vor die Wahl Kapitulation oder Tod. Die Lage in Kursk sei "vollständig unter unserer Kontrolle, und die Gruppe, die in unser Gebiet eingedrungen ist, ist isoliert", sagt Putin in Moskau.

Die ukrainischen Soldaten seien innerhalb der Invasionszone abgeschnitten. "Und wenn es in den kommenden Tagen zu einer physischen Blockade kommt, wird niemand mehr in der Lage sein, das Gebiet zu verlassen. Es gibt dann nur noch zwei Möglichkeiten: sich zu ergeben oder zu sterben."

Die ukrainische Militärführung bestreitet, dass ihre Soldaten eingekesselt sind. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden fünf russische Angriffe abgewehrt, an vier Orten gingen die Gefechte weiter.

Auch die Lage in Kursk ist Putin zufolge eine offene Frage hinsichtlich einer Waffenruhe. "Was bedeutet es, wenn wir die Kämpfe 30 Tage lang einstellen? Dass alle, die dort sind, kampflos abziehen? Sollen wir sie dort rauslassen, nachdem sie so viele Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen haben? Oder wird uns die ukrainische Führung den Befehl geben, die Waffen niederzulegen? Das ist unklar."

19.38 Uhr: Kiew - Ukraine will einem eingefrorenen Konflikt nicht zustimmen

Die Ukraine wird der Führung in Kiew zufolge einem eingefrorenen Konflikt mit Russland nicht zustimmen. Die Ukraine habe mit den USA vereinbart, dass sich Vertreter Europas auf jeden Fall am Friedensprozess beteiligen würden, sagt Andrij Jermak, der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, im Fernsehen. Die Ukraine hat dem Vorschlag der USA zugestimmt, eine Waffenruhe über 30 Tage mit Russland zu vereinbaren.

18.50 Uhr: Ukraine ordnet Evakuierung von Ortschaften nahe russischer Region Kursk an

Angesichts des Vorrückens der russischen Truppen in Kursk hat die Ukraine die Evakuierung von Ortschaften an der Grenze zu der westrussischen Region angeordnet. Die Anordnung gelte für Bewohner von acht Siedlungen, teilte die Militärverwaltung in der ukrainischen Region Sumy mit. Die Entscheidung sei aufgrund der "Verschärfung der operativen Situation" in der Region und des "ständigen Beschusses durch Russland" getroffen worden. 

Am Mittwoch hatte der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj einen Teilrückzug seiner Truppen in Kursk angedeutet. Er erklärte, die ukrainischen Truppen würden sich "in günstigere Positionen" begeben. Diese Formulierung wird typischerweise verwendet, um einen Rückzug zu verkünden.

Die ukrainische Armee hatte im vergangenen Sommer überraschend eine Offensive in der Grenzregion Kursk begonnen und dort zunächst mehrere hundert Quadratkilometer unter ihre Kontrolle gebracht. Russland gelang es nach eigenen Angaben inzwischen aber, große Teile der anfangs von Kiew besetzten Gebiete zurückzuerobern.

18.32 Uhr: Trump - Ablehnung einer Waffenruhe durch Putin wäre "sehr enttäuschend"

US-Präsident Donald Trump hat die Erklärung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer möglichen Waffenruhe im Ukraine-Krieg als "vielversprechend", aber "nicht vollständig" bezeichnet. Sollte Putin dem Vorschlag nicht zustimmen, wäre das eine Enttäuschung, sagte Trump in Washington.

"Viele Details eines endgültigen Abkommens sind bereits besprochen worden. Jetzt werden wir sehen, ob Russland dabei ist. Falls nicht, wird das ein sehr enttäuschender Moment für die Welt sein", sagte Trump.

17.02 Uhr: Putin lobt Trump für Friedensinitiative

Kremlchef Wladimir Putin hat US-Präsident Donald Trump für die Initiative zur Beendigung des Krieges in der Ukraine gedankt. Auch Russland sei einverstanden mit einer Einstellung der Kampfhandlungen, allerdings müsse es um einen dauerhaften Frieden gehen, sagte Putin bei einer Pressekonferenz.

Zu dem US-Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe sagte er, die Frage der ukrainischen Truppen im Gebiet Kursk müsse dafür geklärt werden. Auch Russland sei daran interessiert, den Konflikt mit friedlichen Mitteln zu beenden. Es blieben aber Fragen zur Kontrolle über die Waffenruhe offen. Eine solche Waffenruhe müsse "zu einem dauerhaften Frieden führen und die tieferliegenden Ursachen dieser Krise angehen", so Putin.

Russland hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine vor mehr als drei Jahren gestartet. Bislang bleibt Moskau bei seinen Maximalforderungen zur Beilegung des Konflikts.

16.33 Uhr: Putin trifft laut Kreml US-Gesandten Witkoff am Abend

Der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow, hat ein Treffen des russischen Präsidenten mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff am Abend angekündigt. Es werde eine Unterredung hinter verschlossenen Türen geben, meldete die kremlnahe Zeitung "Iswestja" unter Berufung auf Uschakow. Der Putin-Berater hatte das zuvor nicht ausgeschlossen.

Uschakow hatte auch erklärt, dass bei einer möglichen 30-tägigen Waffenruhe in der Ukraine die russischen Interessen berücksichtigt werden müssten. Bisher berücksichtige der US-Vorschlag nur die ukrainische Herangehensweise, sagte er.

Die USA hatten den Vorschlag einer Feuerpause bei Gesprächen mit der Ukraine in Saudi-Arabien gemacht und zumindest das angegriffene Land dafür gewonnen. Putin hat sich dazu noch nicht geäußert, könnte dies aber heute tun.

14.26 Uhr: Trumps Sondergesandter Witkoff zu Ukraine-Gesprächen in Moskau eingetroffen

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist nach Angaben aus Washington zu Ukraine-Gesprächen in Moskau eingetroffen. Dort soll er einen Plan für eine 30-tägige Waffenruhe in der Ukraine vorstellen, wie ein US-Vertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Nach Angaben eines Kreml-Beraters könnte Witkoff den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.

14.14 Uhr: Selenskyj - Russland zögert Frieden hinaus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kriegsgegner und Angreifer Russland vorgeworfen, einen Friedensschluss herauszuzögern. "Leider hat die Welt schon einen Tag keine inhaltsreiche Antwort Russlands zum Vorschlag (einer Feuerpause) gehört", schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. Zuvor habe er sich von der heimgekehrten ukrainischen Verhandlungsdelegation "detailliert" über die Gespräche mit US-Vertretern in Saudi-Arabien unterrichten lassen. 

"Und das bestätigt erneut, dass eben Russland eine Fortsetzung des Krieges anstrebt und versucht das Eintreten, des Friedens maximal hinauszuzögern", unterstrich der Staatschef. Er hoffe darauf, dass der Druck der USA ausreiche, um Russland zur Beendigung des Krieges zu zwingen.

Bei Verhandlungen mit einer US-Delegation in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda hatte Kiew trotz einer ablehnenden Position im Vorfeld einer auf 30 Tage befristeten Waffenruhe zugestimmt. Vertreter Moskaus haben sich bisher skeptisch dazu geäußert.

13.21 Uhr: Kiew wirft Moskau Hinrichtung gefangener Soldaten vor

Die Ukraine hat der russischen Seite vorgeworfen, fünf gefangen genommene ukrainische Soldaten hingerichtet zu haben. Der für Menschenrechtsfragen zuständige Ombudsmann Dmytro Lubinez verwies auf ein in Online-Netzwerken kursierendes Video, auf dem "mindestens fünf Kriegsgefangene" zu sehen seien - "wahrscheinlich getötet".

Lubinez erklärte im Online-Dienst Telegram: "Ein weiteres Mal stellen wir die zynische Verachtung gegenüber dem internationalen humanitären Recht durch die russische Armee fest." Er wandte sich nach eigenen Angaben in einem Brief an die UNO und das Rote Kreuz und forderte sie auf, "Kriegsverbrechen" zu registrieren.

12.28 Uhr: Putin-Berater - Waffenruhe-Vorschlag hilft der Ukraine

Der russische Regierungsberater Juri Uschakow erklärt, eine von den USA vorgeschlagene Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland würde den ukrainischen Streitkräften lediglich eine Atempause verschaffen. Er sagt weiter, niemand brauche Maßnahmen, die friedliche Handlungen nur vortäuschten. Russland brauche langfristige Vereinbarungen, die seine Interessen und Vorbehalte berücksichtigten.

"Unser Ziel ist eher eine langfristige Friedensregelung, darauf zielen wir ab, eine Friedensregelung, die unsere legitimen Interessen berücksichtigt", sagte Uschakow. Putin werde sich nach einem Treffen mit dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko noch heute umfassend zur Ukraine äußern, kündigte der Berater an.

Die USA hatten den Vorschlag einer Feuerpause bei Gesprächen mit der Ukraine in Saudi-Arabien gemacht und zumindest das angegriffene Land dafür gewonnen. In Moskau wurde der US-Sondergesandte Steve Witkoff erwartet, um die Idee auch mit der russischen Seite zu besprechen.

11.26 Uhr: Russland zu Gesprächen mit USA noch am Donnerstag bereit

Russland ist nach Angaben des Außenministeriums in Moskau zu Gesprächen mit den USA über eine Friedensinitiative bereit. Solche Beratungen könnte es noch am Donnerstag geben, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa. Grundlage dafür wäre die Vereinbarung zwischen der Ukraine und den USA, wonach es eine 30-tägige Waffenruhe geben würde. "Wir sind bereit, die dort dargelegten Initiativen in künftigen Kontakten mit den Vereinigten Staaten zu erörtern", sagte Sacharowa.

Die russische Nachrichtenagentur Tass meldete unter Berufung auf Flugdaten, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff in Moskau eingetroffen sei.

11.15 Uhr: Russland warnt EU vor "direktem bewaffneten Konflikt"

Russland lehnt die Stationierung ausländischer Truppen in der Ukraine weiterhin kategorisch ab. Dies komme unabhängig von der Flagge einer solchen Truppe für Russland nicht infrage, erklärt das Außenministerium in Moskau. Die Stationierung von Truppen käme einer direkten Konfrontation mit Russland gleich. Russland würde darauf entsprechend mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln reagieren.

10.49 Uhr: Moskau – Stadt Sudscha im Gebiet Kursk befreit

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben die von ukrainischen Truppen besetzte Kleinstadt Sudscha im westrussischen Gebiet Kursk befreit. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Befreit wurden demnach auch die Orte Melowoi und Podol.

Schon seit Tagen melden die russischen Truppen Fortschritte bei der Befreiung der seit August 2024 von ukrainischen Streitkräften belagerten Flächen im Raum Kursk. Sudscha galt als wichtigste Eroberung der Ukraine in Russland.

Von der ukrainischen Seite gibt es bislang keine Bestätigung. Ein Verlust des Gebiets gilt als schwerer Rückschlag, weil die Ukraine die von ihr kontrollierten Flächen als Faustpfand bei möglichen Verhandlungen mit Russland nutzen wollte.

10.27 Uhr: Kreml – US-Unterhändler unterwegs nach Moskau

Nach Kremlangaben sind US-Unterhändler auf dem Weg nach Moskau. Die Ukraine hatte angekündigt, einer von den USA vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenruhe zuzustimmen, wenn das auch Russland mache. Es sei verfrüht, die Verhandlungsposition Moskaus öffentlich zu machen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Bisher hatte Russland stets eine vorübergehende Waffenruhe in der Ukraine abgelehnt und darauf gedrungen, den Konflikt ganzheitlich zu lösen. 

Peskow kündigte ein "internationales Telefonat" Putins an, ohne Einzelheiten preiszugeben. Erwartet wird ein weiteres Gespräch mit US-Präsident Donald Trump. Angekündigt ist zudem eine Pressekonferenz Putins noch für diesen Donnerstag – ohne Uhrzeit.

08.43 Uhr: Russland – Haben Anschläge gegen Staatsbedienstete verhindert

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat eigenen Angaben zufolge mehrere Anschläge auf Militärs und Staatsbedienstete verhindert. Das vermeldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax. Nach Angaben des FSB hätten "ukrainische Spezialdienste" geplant, Sprengsätze in Paketen per Post zu versenden.

08.41 Uhr: Studie – Europa kann US-Hilfe für Ukraine größtenteils ersetzen

Die europäischen Staaten können einer Studie zufolge die vollständige Einstellung der US-Hilfen für die Ukraine in vielen Bereichen ersetzen. Mit einem vergleichsweise geringen Mehraufwand sei dies im finanziellen Bereich möglich, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Schwieriger ist demnach der Ersatz der amerikanischen Waffen- und Munitionshilfen. Aber auch dort könne Europa liefern, während es derzeit keinen ausreichenden Ersatz für die US-Militäraufklärung gebe.

08.29 Uhr: Russischer Generalstab – Kiew wollte Kursk als Tauschobjekt

Die letzten ukrainischen Truppen im Gebiet Kursk seien eingekreist, sagte der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow. Die Kiewer Führung habe das Gebiet als Tauschobjekt für mögliche Verhandlungen mit Russland besetzt. Außerdem habe der Vorstoß russische Kräfte binden sollen. "Doch diese Absichten des Gegners sind vollständig gescheitert."

Die unerwartet schnelle Eroberung der Kreisstadt Sudscha in der Oblast Kurs war nach Moskauer Darstellung durch eine List gelungen: Russische Soldaten krochen über Kilometer durch eine stillliegende Gaspipeline in den Rücken der Ukrainer. Andere Militärbeobachter vermuten, dass der ukrainische Rückzug aus Sudscha bereits Teil der Absprachen zu einer Feuerpause sein könnte.

06.58 Uhr: Polnischer Präsident fordert von USA Stationierung von Atomwaffen

Der polnische Präsident Andrzej Duda fordert von den USA die Stationierung von Atomwaffen in Polen. Diesen Vorschlag habe er kürzlich mit Keith Kellogg, dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine und Russland, besprochen, sagte er der "Financial Times". "Die Grenzen der Nato wurden 1999 nach Osten verschoben, also sollte es 26 Jahre später auch zu einer Verlagerung der Nato-Infrastruktur nach Osten kommen. Für mich ist das offensichtlich." Es wäre sicherer, wenn diese Waffen bereits im Land wären.

06.42 Uhr: Peskow – Rückeroberung russischer Region Kursk fast abgeschlossen

Russland hat nach eigenen Angaben die von ukrainischen Truppen besetzte Region Kursk im Süden des Landes fast vollständig zurückerobert. Der Einsatz zur Vertreibung ukrainischer Streitkräfte sei in die Endphase eingetreten, erklärt Regierungssprecher Dmitri Peskow nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Tass.

06.38 Uhr: Ukraine dementiert vollständigen Abzug aus russischem Gebiet

Trotz der Rückschläge für die ukrainischen Truppen im Gebiet Kursk dementierte Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj einen vollständigen Abzug. "Trotz des verstärkten Drucks der russisch-nordkoreanischen Armee werden wir die Verteidigung in der Region Kursk so lange aufrechterhalten, wie es angemessen und notwendig ist", schrieb er auf Facebook.

Den Karten ukrainischer Militärbeobachter zufolge sind nur noch wenige Quadratkilometer in der Hand Kiewer Truppen.

06.30 Uhr: Moskau meldet Drohnenangriffe

Moskau meldete auch in der Nacht ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Gebiet. 77 ukrainische Drohnen seien abgefangen worden, berichtete das russische Verteidigungsministerium. 30 davon seien etwa über der Region Brjansk, 25 über der Region Kaluga und sechs über dem Gebiet Kursk abgefangen worden.

06.20 Uhr: Putin an der Front bei Kursk – Ukrainer nahezu vertrieben

Der ukrainische Vorstoß auf das Gebiet des Angreifers Russland bei Kursk steht nach sieben Monaten vor dem Ende. Nach der Rückeroberung der Kreisstadt Sudscha durch russische Truppen besuchte Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch erstmals eine Stabsstelle an diesem Teil der Front.

Gekleidet in Tarnuniform ordnete er an, die letzten ukrainischen Truppen so schnell wie möglich aus dem Grenzgebiet Kursk zu vertreiben. Zu dem Vorschlag der USA und der Ukraine für eine 30-tägige Waffenruhe äußerte sich Putin bei dem demonstrativen Auftritt mit seiner Militärführung nicht.

05.58 Uhr: Russland stellt Putin-Reaktion auf US-Vorschlag in Aussicht

Zwei Tage nach dem US-Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe im Ukraine-Krieg stellt Russland Antworten von Kremlchef Wladimir Putin dazu in Aussicht. Putin werde sich heute nach Gesprächen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko der Presse stellen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. "Alles wird davon abhängen, was die Reporter fragen werden", sagte er auf die Frage, ob sich die Präsidenten zu Themen äußern würden, die über die bilateralen Beziehungen hinausgehen – wie der Ukraine nach den jüngsten Erklärungen der USA.

05.40 Uhr: Russland legt USA wohl Bedingungen für Kriegsende vor

Russland hat Insidern zufolge den USA eine Liste mit Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges vorgelegt. Der genaue Inhalt ist allerdings nicht bekannt, wie die beiden mit den Vorgängen vertraute Personen sagen.

Die Forderungen seien eher breit angelegt und den bereits früher geäußerten ähnlich. Dazu gehört, dass die Ukraine kein Nato-Mitglied wird, in der Ukraine keine ausländischen Truppen stationiert werden und die Ukraine territoriale Zugeständnisse an Russland macht. Von der russischen Botschaft in Washington und vom US-Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Mittwoch, 12. März 2025

23.11 Uhr: Finnland - Werden Koalition der Willigen angehören

Finnland wird nach den Worten seiner Außenministerin Elina Valtonen einer Koalition der Willigen angehören, die zur Sicherheit der Ukraine beitragen könnte. "Wir sind definitiv Teil der Koalition der Willigen und prüfen das Paket an Fähigkeiten, das wir auf den Tisch legen müssen, um der Ukraine bei der Selbstverteidigung zu helfen", sagte Valtonen dem britischen Sender Times Radio.

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte unlängst erklärt, Großbritannien, Frankreich und einige andere Staaten würden eine Koalition der Willigen bilden, um Pläne auszuarbeiten, wie der Ukraine im Falle eines Friedensabkommens Unterstützung angeboten werden könne.

21.52 Uhr: Selenskyj - Westen soll Moskau weiter Druck machen

Die Ukraine ist zwar zu einer Feuerpause im Krieg mit Russland bereit, verlangt aber weiteren Druck vom Westen auf Moskau. "Wir müssen uns in Richtung Frieden bewegen. Wir müssen Sicherheitsgarantien schaffen. Wir müssen unsere Leute freibekommen", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

"Das Wichtigste ist die Fähigkeit unserer Partner dafür zu sorgen, dass Russland bereit ist, nicht zu täuschen, sondern den Krieg tatsächlich zu beenden", sagte er in Kiew. 

20.56 Uhr: Ukrainische Armee deutet Rückzug aus Region Kursk an

In der russischen Grenzregion Kursk steht offenbar ein Rückzug der ukrainischen Armee an. Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj schreibt nach Gebietsverlusten auf Facebook: "In der schwierigsten Situation war und ist es meine Priorität, das Leben der ukrainischen Soldaten zu retten." Die Einheiten würden sich "wenn nötig, in günstigere Positionen" begeben.

20.37 Uhr: Russland - 430 ukrainische Soldaten gefangengenommen

In der Region Kursk hat die russische Armee eigenen Angaben zufolge 430 ukrainische Soldaten gefangengenommen. Sie hätten sich ergeben, so Generalstabschef Waleri Gerassimow.  Präsident Putin kündigte an, dass die Kämpfer wie Terroristen behandelt würden und somit zu jahrzehntelangen Haftstrafen verurteilt werden könnten.

20.22 Uhr: Healey - Koalition der Willigen für Ukraine kommt voran

Der britische Verteidigungsminister John Healey konstatiert, dass die Koalition der Willigen für die Sicherheit der Ukraine vorankommt. "Wir arbeiten eng mit Partnerländern zusammen und versuchen, eine Koalition der Willigen aus Europa und darüber hinaus aufzubauen", sagte Healey in Paris nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Deutschland, Italien und Polen. "Ab heute beschleunigen wir diese Arbeit."

19.36 Uhr: Pistorius fordert gemeinsame Militär-Beschaffung für Europa

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) fordert für Europa einen einheitlichen Ansatz bei der Beschaffung militärischer Ausrüstung. Dabei dürfe man keine Zeit mit unnötiger Bürokratie verschwenden.

19.24 Uhr: 15 Staaten wünschen sich Debatte über neue Sicherheitsarchitektur für Ukraine

Laut dem französischen Verteidigungsministers Sebastien Lecornu sind bislang 15 Staaten daran interessiert, dass es eine Debatte über eine neue Sicherheitsarchitektur für die Ukraine gibt. Lecornu äußert sich nach einem Treffen der Verteidigungsminister aus Großbritannien, Deutschland, Italien und Polen in Paris.

18.28 Uhr: US-Unterhändler wohl auf dem Weg nach Russland

Nach der Einigung zwischen Washington und Kiew auf eine Waffenruhe in der Ukraine sind laut US-Präsident Donald Trump Unterhändler aus den USA bereits auf dem Weg nach Russland für Gespräche. Dies gab Trump am Mittwoch vor Journalisten im Weißen Haus bei einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin bekannt. Er "hoffe", dass der russische Präsident Wladimir Putin einer Waffenruhe zustimme.

17.54 Uhr: Trump - "Wir können Druck auf Russland ausüben"

US-Präsident Donald Trump hat eine leise Drohung in Richtung Russland ausgesprochen für den Fall, dass Putin den Vorschlag einer Waffenruhe mit der Ukraine nicht annehme. "Wir können Druck ausüben, aber wir hoffen, dass es nicht notwendig ist." Es gebe Dinge, die man in finanzieller Hinsicht tun könne, die sehr schlecht für Russland wären. Er hoffe, dass Russland zu einer Waffenruhe bereit sei, so Trump.

16.12 Uhr: Europaparlament fordert freien Einsatz westlicher Waffen gegen Russland

Im Europaparlament ist eine Mehrheit der Abgeordneten dafür, dass die Urkaine die vom Westen gelieferten Waffen ohne Beschränkungen gegen Russland einsetzen darf - auch auf russischem Territorium. Diese Forderung ist rechtlich allerdings nicht bindend. Entscheidungen können nur die nationalen Regierungen fällen.

In dem von den Abgeordneten beschlossenem Text heißt es, dass "Europa heute der schwersten militärischen Bedrohung seiner territorialen Integrität seit dem Ende des Kalten Krieges ausgesetzt ist". 

16.11 Uhr: Scholz begrüßt Vorstoß zu Waffenruhe

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die geplante 30-tägige Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland begrüßt. Außerdem würdigte Scholz, dass die USA nun doch wieder Waffen an die Ukraine liefern. Im Mittelpunkt der weiteren Friedensbemühungen müsse nun stehen, dass die Ukraine eine demokratische, souveräne Nation bleibe und über eine eigene starke Armee verfüge.

16.06 Uhr: Baerbock - Putin kann man nicht trauen

Laut Außenministerin Annalena Baerbock könnte eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg ein Wendepunkt sein. "Klar ist jetzt: Putin ist am Zug. Ebenso klar ist: Putin kann man nicht über den Weg trauen", sagte die Grünen-Politikerin in Berlin. Derzeit gehe der Krieg aber unvermindert weiter. Ein Frieden sei nur möglich, wenn die Ukraine stark sei. Deshalb begrüßte Baerbock, dass die USA die Waffenlieferungen an die Ukraine wieder aufgenommen haben.

15.25 Uhr: Scholz - Entmilitarisierung der Ukraine keine Option

Bundeskanzler Olaf Scholz hat einer Entmilitarisierung der Ukraine, wie Russland sie anstrebe, eine Absage erteilt. Eine starke Armee sei die wichtigste Sicherheitsgarantie für die Ukraine.

14.40 Uhr: Baerbock fordert vom Westen Geschlossenheit

Außenministerin Annalena Baerbock verlangt angesichts des massiven US-Drucks auf die Ukraine ein geschlossenes Auftreten des Westens gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Der Weg zu Frieden führt über Stärke und Geschlossenheit – eine Sprache, die Putin versteh"», erklärte die Grünen-Politikerin vor der Abreise zu einem Treffen der Außenminister der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien in Kanada.

Die Europäer seien dabei starke und verlässliche Partner, sagte Baerbock, die versicherte: "Wir werden in Zukunft mehr für unsere Sicherheit und Verteidigung in Europa tun." Es sei eine "neue Zeit der Ruchlosigkeit angebrochen", in der jene, die keinen Frieden wollten und nur an das Recht des Stärkeren glaubten, "sehr genau beobachten, ob wir unsere Geschlossenheit und regelbasierte Ordnung erhalten können".

14.15 Uhr: Selenskyj - Waffenruhe könnte Weg zu Frieden ebnen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßt den US-Vorstoß für eine 30-tägige Waffenruhe mit Russland als Möglichkeit für eine Beendigung des Krieges. Sollte Russland einer solchen Waffenruhe zustimmen, könnte sie dazu genutzt werden, eine umfassendere Friedensvereinbarung auszuhandeln, sagt Selenskyj in Kiew. Die Beratungen darüber zwischen einer ukrainischen und einer US-Delegation in Saudi-Arabien seien konstruktiv gewesen.

Selenskyj betont, die Ukraine unterstütze die Bemühungen der USA, die seit drei Jahren andauernde russische Invasion so schnell wie möglich zu beenden. Zudem sei die Wiederaufnahme der Militärhilfe und der Weitergabe von Geheimdienstinformationen aus den USA sehr positiv.

13.32 Uhr: Rheinmetall mit Rekordgewinn und vollen Auftragsbüchern

Angetrieben von wachsenden Verteidigungsausgaben infolge des Ukraine-Kriegs hat der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall im vergangenen Jahr sehr gute Geschäfte gemacht. Der Umsatz stieg kräftig, der Gewinn auf einen neuen Rekordwert und stieg 2024 um 36 Prozent auf rund 9,75 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das operative Ergebnis schnellte demnach um 61 Prozent nach oben und erreichte mit rund 1,48 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.

13.02 Uhr: US-Außenministerium nimmt heute Kontakt zu Russland auf

Die USA werden Außenminister Marco Rubio zufolge heute Kontakt zu Russland aufnehmen. Es sei unklar, wie die Regierung in Moskau auf den amerikanisch-ukrainischen Vorstoß zu einer Feuerpause reagieren werde, sagte Rubio. Er fordere Russland mit Nachdruck zu einer Einstellung aller Kämpfe auf, der Konflikt könne militärisch nicht gelöst werden. Die Ukraine benötige ausreichende Sicherheitsgarantien.

Er würde allerdings das geplante Rohstoffabkommen nicht als eine derartige Garantie sehen. Zu Europa sagte Rubio, die EU-Sanktionen würden bei Verhandlungen auf den Tisch kommen. In diesem Zusammenhang müssten die Europäer an den Gesprächen beteiligt werden.

12.36 Uhr: Attentatspläne? Rheinmetall-Chef fühlt sich gut geschützt

Der wegen möglicher russischer Mordpläne unter Polizeischutz stehende Rheinmetall-Chef Armin Papperger fühlt sich nach eigenem Bekunden sicher. "Die Bundesrepublik Deutschland sorgt dafür, dass ich gut geschützt bin, und ich fühle mich auch wohl", sagte der Vorstandsvorsitzende bei der Jahrespressekonferenz seines Unternehmens in Düsseldorf.

Im vergangenen Sommer hatte CNN über angebliche russische Attentatspläne auf den Manager berichtet. Der Kreml dementierte das, Personenschützer bekam Papperger trotzdem zur Seite gestellt. Rheinmetall liefert umfangreich Waffen an die von Russland angegriffene Ukraine und baut dort auch Werke auf.

12.35 Uhr: Lieferung von US-Militärhilfe für die Ukraine über Polen wieder aufgenommen

Polnischen Angaben zufolge ist die Lieferung von US-Militärhilfen für die Ukraine über Polen polnischen Angaben zufolge wieder aufgenommen worden. "Ich bestätige, dass die Waffenlieferungen über (das Logistikzentrum) Jasionka wieder ihr vorheriges Niveau erreicht haben", sagte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski am Mittwoch bei einem Besuch seines ukrainischen Amtskollegen Andrij Sybiha in Warschau. Sybiha sagte, die Entscheidung Washingtons sei für die Verteidigung der Ukraine "sehr wichtig, gerade jetzt". 

12.18 Uhr: Ukraine meldet Tote bei Angriff auf Odessa

Bei einem russischen Raketenangriff auf die südukrainische Hafenstadt Odessa sind Behördenangaben zufolge vier Menschen getötet und ein Frachtschiff beschädigt worden. Bei den Toten handele es sich um syrische Staatsbürger, das jüngste Opfer sei 18 Jahre alt, erklärte der ukrainische Vize-Regierungschef Oleksij Kuleba am Mittwoch in Onlinemedien. Das zivile Schiff sei mit einer Weizenlieferung auf dem Weg nach Algerien gewesen.

Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass Russland in der Nacht insgesamt mit drei Raketen und 133 Drohnen angegriffen habe. 98 Drohnen seien abgeschossen worden. In der Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Krywyji Rih, wurde laut dem Regionalgouverneur eine 47-jährige Frau getötet.

12.10 Uhr: Kreml wartet auf Informationen aus den USA über Waffenruhe-Vorschlag

Der Kreml wartet nach eigenen Angaben darauf, von den USA über die Einigung mit der Ukraine auf eine 30-tägige Waffenruhe informiert zu werden. "Wir haben in den kommenden Tagen geplant, Kontakt mit dem Amerikanern zu haben, wobei wir damit rechnen, alle Informationen zu erhalten", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. 

Peskow schloss zudem ein Telefonat auf einem "hohen Level", also zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump, nicht aus. Dies sei innerhalb einer "kurzen Frist" möglich, sagte er.

12.09 Uhr: Gouverneur von Kursk - Vier Tote bei ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Angriff auf eine Futtermühle in der russischen Region Kursk sind nach Angaben des Gouverneurs vier Zivilisten getötet und zwei weitere verletzt worden. Drei Männer und eine Frau, Mitarbeiter der Mühle in Kosyrewka, seien ums Leben gekommen, schrieb Alexander Chinstein auf Telegram. Einer der Verletzten sei ins Krankenhaus eingeliefert worden.

10.52 Uhr: Putin-Sprecher – Werden Vorschlag zu Waffenruhe sorgfältig prüfen

Das russische Präsidialamt äußert sich zurückhaltend zu dem Vorstoß einer 30-tägigen Waffenruhe. Man werde die Erklärung nach den US-ukrainischen Gesprächen sorgfältig prüfen, sagt der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow. US-Außenminister Marco Rubio und Sicherheitsberater Michael Waltz sollten der russischen Regierung aber weitere Details erklären. Auch ein Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump könne schnell organisiert werden. Erst danach könne man sagen, wie sich Russland zu dem Vorschlag verhalten werde.

10.40 Uhr: US-Vorschlag zu Waffenruhe drückt russischen Rubel

Der russische Rubel ist von einem mehr als sechsmonatigen Hoch gegenüber dem Dollar zurückgefallen. Die russische Währung notierte im außerbörslichen Handel um 0,9 Prozent schwächer bei 86,40 zum Dollar. In der vorangegangenen Sitzung hatte der Rubel mit 85,1205 den höchsten Stand seit dem 7. August 2024 erreicht. Hintergrund für die Veränderung ist der von der ukrainischen Regierung im Grundsatz unterstützte US-Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe. Der Rubel hat in diesem Jahr vor allem dank der erhofften Verbesserung in den Beziehungen zwischen Russland und den USA zugelegt.

10.34 Uhr: Bericht – Russische Flagge über Stadtzentrum von Sudscha

Russische Truppen befinden sich einem Medienbericht und Militärbloggern zufolge im Zentrum der Kleinstadt Sudscha im westrussischen Gebiet Kursk. Sie hätten die russische Flagge über dem Gebäude der Stadtverwaltung gehisst, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti unter Berufung auf einen Kommandeur.

Sudscha ist die wichtigste Ortschaft, die die Ukrainer bei ihrem überraschenden Vorstoß auf russisches Gebiet im Sommer 2024 erobern konnten. Von ukrainischer Seite gab es bislang noch keinen Kommentar zum Vorrücken der russischen Truppen bei Sudscha.

10.02 Uhr: China hofft auf "nachhaltigen Frieden"

Die Ukraine hat einem US-Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe mit Russland zugestimmt. China äußerte dazu die Hoffnung, dass "alle Konfliktparteien mit Hilfe von Dialog und Verhandlungen einen nachhaltigen und anhaltenden Friedensplan finden werden, der die jeweiligen Bedenken berücksichtigt". Dies sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, vor Journalisten.

09.57 Uhr: Trump will bald mit Putin sprechen

US-Präsident Donald Trump will nach der Bereitschaft der Ukraine zu einer Waffenruhe nun schnell mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin reden - vielleicht noch diese Woche. Das sagte Trump am Dienstag vor dem Weißen Haus. Er hoffe, dass Putin auch einer Feuerpause zustimmen werde – und dies sei dann 75 Prozent des Weges.

09.25 Uhr: Scholz – Mögliche Waffenruhe "wichtiger und richtiger Schritt"

Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßt die Aussicht auf eine 30-tägige Waffenruhe im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Die Idee einer 30-tägigen Waffenruhe ist ein wichtiger und richtiger Schritt hin zu einem gerechten Frieden für die Ukraine", schreibt Scholz auf der Plattform X. "Wir stehen an der Seite der Ukraine und der USA und begrüßen die Vorschläge von Dschidda." Nun liegt es an Russlands Präsident Wladimir Putin, betont Scholz.

09.24 Uhr: Insider – Russland skeptisch zu US-Vorschlag für Waffenruhe

Der von Kiew unterstützte US-Vorschlag für eine 30-tägige Waffenruhe in der Ukraine stößt in Russland auf Zurückhaltung. "Es ist für Putin in der jetzigen Form schwierig, dem zuzustimmen", sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe eine starke Position, weil Russland vorrücke. Ohne Garantien neben einem Waffenstillstand könne Russlands Position schnell schwächer werden. Dann könne der Westen dem Kreml die Schuld dafür geben, den Krieg nicht zu beenden. Ein weiterer Insider erklärt, der Vorschlag sehe aus Moskauer Sicht wie eine Falle aus. Putin werde es schwerfallen, den Krieg ohne konkrete Garantien oder Zusagen zu stoppen.

09.21 Uhr: Tote und Verletzte in der Ukraine nach russischen Raketenangriffen

Bei russischen Raketenangriffen auf die Städte Odessa und Krywyj Rih sind nach ukrainischen Angaben fünf Menschen getötet worden. Bei einem Angriff auf den Hafen in Odessa seien vier syrische Staatsbürger auf einem Schiff getötet worden, schrieb Gouverneur Oleh Kiper am Morgen bei Telegram. Ein Ukrainer und ein Syrer seien zudem verletzt worden. Das getroffene Schiff sei ein ziviles Schiff gewesen, das gerade mit Weizen für den Export nach Algerien beladen worden sei.

Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Krywyj Rih im Südosten der Ukraine wurde eine Frau getötet, schrieb der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, bei Telegram. Neun Menschen seien bei dem Angriff auf Selenskyjs Geburtsstadt verletzt worden und es gebe Schäden an der Infrastruktur. Ein weiterer Mann sei in der Stadt Dnipro verletzt worden. Schäden nach Drohnenangriffen gab es dem Zivilschutz zufolge auch in der Region Kiew.

09.19 Uhr: Ukraine – Mit Raketen vom Typ Iskander-M angegriffen

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte griff Russland in der Nacht zum Mittwoch mit drei Raketen vom Typ Iskander-M die Städte Krywyj Rih und Odessa an. Zudem habe Russland die Ukraine mit 133 Drohnen attackiert. Davon wurden den Angaben zufolge 98 abgeschossen. Von 20 weiteren sei die Ortung verloren gegangen. Das ist zumeist auf elektronische Abwehrmittel zurückzuführen.

08.41 Uhr: Gouverneur – Frau bei russischem Angriff auf Krywyj Rih getötet

Bei einem russischen Raketenangriff auf Krywyj Rih im Zentrum der Ukraine sind nach offiziellen Angaben eine Frau getötet und mindestens fünf Menschen verletzt worden. Zudem sei eine Infrastruktureinrichtung getroffen worden, schreibt der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.

Derweil teilt das russische Verteidigungsministerium mit, dass die heimische Luftabwehr in der Nacht insgesamt 21 ukrainische Drohnen zerstört habe. Zwölf davon seien über dem Gebiet der an die Ukraine grenzenden Region Brjansk abgeschossen worden, die übrigen Geschosse seien über den Gebieten der Regionen Kursk und Kaluga sowie über der Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer zerstört worden.

08.09 Uhr: Agentur – Putins Geheimdienstchef telefoniert mit CIA-Direktor

Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes hat Berichten zufolge mit seinem US-Kollegen telefoniert. Sergei Naryshkin und John Ratcliffe hätten über die Zusammenarbeit der jeweiligen Geheimdienste und das Krisenmanagement gesprochen, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtet, sei bei dem Telefonat "regelmäßiger Kontakt" vereinbart worden, um Spannungen zwischen beiden Staaten abzubauen. Das Telefonat war der erste seiner Art seit 2022.

07.12 Uhr: Russisches Außenministerium hält sich zu Feuerpausen-Vorschlag bedeckt

Russland lässt seine Antwort auf den Vorschlag für eine befristete Feuerpause zunächst offen. Die russische Regierung werde ihre eigenen Entscheidungen über den Konflikt in der Ukraine treffen, erklärt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharova, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. "Die Festlegung der Haltung der Russischen Föderation findet nicht im Ausland aufgrund einiger Vereinbarungen oder Bemühungen einiger Parteien statt. Die Festlegung der Haltung der Russischen Föderation findet innerhalb der Russischen Föderation statt", erklärt Sacharowa.

05.30 Uhr: Ukrainischer Außenminister – Friedensverhandlungen nur mit Europa

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat laut eigenen Angaben seine europäischen Amtskollegen über die Zustimmung seiner Regierung zu einer 30-tägigen Waffenruhe mit Russland informiert. Zudem betonte er die Wichtigkeit der Teilnahme der europäischen Partner an Friedensverhandlungen. "Wir halten an der Position fest: Keine Entscheidungen über die langfristige Sicherheit Europas ohne Europa", schreibt Sybiha in einem Social-Media-Post nach dem Treffen mit den USA in Saudi-Arabien. Laut des polnischen Außenministeriums wird Sybiha noch am Mittwoch zu Gesprächen mit dem polnischen Außenminster Radoslaw Sikorski in Warschau erwartet.

05.20 Uhr: Baerbock – Kommt jetzt auf Russland an

Außenministerin Annalena Baerbock begrüßt die Aussicht auf eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg. "Es liegt nun an Russland, seinen Angriffskrieg zu beenden", schreibt Baerbock auf X. Das Ergebnis der Gespräche zwischen der Ukraine und den USA in Saudi-Arabien könnten ein wichtiger Wendepunkt auf dem Weg der Ukraine zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit werden. Die Ukraine hat sich zu einer 30-tägigen Waffenruhe bereiterklärt. Eine Reaktion Russlands steht noch aus.

05.15 Uhr: Ukraine – USA stellen wieder Geheimdienstinformationen zur Verfügung

Die USA geben ukrainischen Angaben zufolge auch wieder Geheimdienstinformationen weiter. Das sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Die Informationen sind für die Ukraine von Bedeutung, da die Ukraine damit unter anderem Militärbewegungen überwachen und entsprechende darauf reagieren kann. Zuvor hatten die USA bereits ihre Militärhilfe wieder aufgenommen. "Die Vereinbarung wird umgesetzt", schrieb ein Mitarbeiter des ukrainischen Präsidialamtes auf Facebook.

00.10 Uhr: Klitschko - Russland startet Luftangriff auf Kiew

Russland startet Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge einen Luftangriff auf die Hauptstadt. Die Luftabwehrkräfte seien dabei, die Angriffe abzuwehren.

Dienstag, 11. März 2025

22.01 Uhr: Ukraine bestätigt Wiederaufnahme der US-Militärhilfen

Die USA haben nach Angaben der Ukraine wie zugesagt ihre Militärhilfe wieder aufgenommen. "Die Vereinbarung wird umgesetzt", schreibt ein Mitarbeiter des Präsidialamts auf Facebook.

21.48 Uhr: Starmer fordert Russland zu einem "Ende der Kämpfe" auf

Der britische Premierminister Keir Starmer fordert Russland zur Zustimmung zu einer Feuerpause und einem "Ende der Kämpfe" in der Ukraine auf. "Wie sowohl die amerikanische als auch die ukrainische Delegation gesagt haben, liegt der Ball nun im russischen Feld", sagte Starmer zum Ergebnis von Verhandlungen der Ukraine und der US-Regierung in Saudi-Arabien. 

21.33 Uhr: Trump will vielleicht noch diese Woche mit Putin reden

US-Präsident Donald Trump will nach der Bereitschaft der Ukraine zu einer Waffenruhe nun schnell mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin reden – vielleicht noch diese Woche. Das sagte Trump vor dem Weißen Haus. Er hatte erst allgemein über Gespräche mit Putin gesprochen, auf die Frage einer Journalistin, ob noch in dieser Woche, sagte Trump: "Ich denke so, ja." Er hoffe, dass Putin auch einer Feuerpause zustimmen werde – und dies sei dann 75 Prozent des Weges.

20.57 Uhr: Trump ist zu Gespräch mit Putin bereit

US-Präsident Donald Trump ist laut eigener Aussage zu einem direkten Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bereit. Dazu gehörten allerdings zwei, sagte Trump am Dienstag. Er hoffe aber, dass eine Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine in den nächsten Tagen festgezurrt werden könne. "Ich weiß, dass wir morgen ein großes Treffen mit Russland haben, und hoffentlich werden einige großartige Gespräche folgen", sagte Trump.

20.56 Uhr: Medienbericht - Russland schließt Kontakt mit USA nicht aus

Russland schließt einem Medienbericht zufolge Kontakt zu den USA in den kommenden Tagen nicht aus. Eine entsprechende Erklärung des Außenministeriums in Moskau wird von der staatlichen Nachrichtenagentur RIA verbreitet. Zuvor sagte US-Präsident Donald Trump, es werde ein Treffen mit russischen Vertretern noch im Laufe des Dienstags oder am Mittwoch geben.

20.52 Uhr: Spitzenvertreter der EU begrüßen US-Ankündigungen für Ukraine

Spitzenvertreter der EU haben sich erfreut über das Ergebnis der Beratungen zwischen den USA und der Ukraine geäußert. "Wir begrüßen die heutigen Nachrichten aus Dschidda zu den Gesprächen zwischen den USA und der Ukraine, darunter den Vorschlag für eine Waffenruhevereinbarung und die Wiederaufnahme des Austauschs geheimdienstlicher Informationen und der Sicherheitsunterstützung durch die USA", teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa am Abend mit. 

20.44 Uhr: Macron fordert Plan für Ukraine-Sicherheitsgarantien

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach einem Treffen mit Armeechefs aus 30 Ländern in Paris einen konkreten Plan für Sicherheitsgarantien für die Ukraine gefordert. "Angesichts der Beschleunigung der Friedensverhandlungen", habe Macron "deutlich gemacht", dass die Verbündeten von einem Konzept zu einem "Plan für die Definition glaubwürdiger Sicherheitsgarantien" übergehen müssten, "damit ein solider und dauerhafter Frieden in der Ukraine möglich wird", teilte das Büro des Präsidenten am Dienstag mit.

19.52 Uhr: Euro legt nach Ankündigung zur Feuerpause zum Dollar zu

Die ukrainische Zusage zu dem US-Vorschlag einer 30-tägigen Feuerpause kommt an den Finanz- und Aktienmärkten gut an. Der Euro steigt zum Dollar zunächst auf ein Tageshoch von 1,0947 Dollar, ein Plus von mehr als einem Prozent. An der Wall Street grenzen der S&P-500- und Dow-Jones-Index im Verlauf ihre Verluste ein, die Nasdaq baut ihre Gewinne aus.

19.35 Uhr: Selenskyj - Vorschlag der Feuerpause umfasst auch Front

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj selbst sagt, der Vorschlag zu einer 30-tägigen Feuerpause betreffe auch die Front, nicht nur Kämpfe in der Luft und zur See. Selenskyj bedankt sich für konstruktive Gespräche in Saudi-Arabien.

19.33 Uhr: Selenskyj-Berater - Vorschlag zur Feuerpause wird Russlands Absichten zeigen

Einem Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge wird der Vorschlag einer Feuerpause zeigen, ob Russland es mit dem Frieden ernst meine oder nicht. Mit den USA seien verschiedene Möglichkeiten für Sicherheitsgarantien diskutiert worden.

19.29 Uhr: Ukraine - Sechs Tote bei russischen Angriffen in Region Donezk

Bei russischen Angriffen in der Ostukraine sind nach ukrainischen Angaben am Dienstag sechs Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. Wie der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, in Online-Netzwerken mitteilte, handelt es sich um zwei Brüder im Alter von elf und 13 Jahren. Es habe noch vier weitere Tote und sieben Verletzte gegeben.

19.28 Uhr: US-Sicherheitsberater - Ukraine hat konkrete Vorschläge vorgelegt

Dem Nationalen Sicherheitsberater der USA, Mike Waltz, zufolge hat die Ukraine konkrete Vorschläge vorgelegt. Es sei über handfeste Einzelheiten gesprochen worden, wie der Krieg zu Ende gebracht werde. Auch seien Sicherheitsgarantien für die Ukraine Thema gewesen. Er werde in den kommenden Tagen mit russischen Vertretern sprechen, sagt Waltz weiter. US-Außenminister Marco Rubio werde seinerseits mit seinen Kollegen aus den G7-Staaten reden.

19.23 Uhr: US-Außenminister Rubio hofft auf Zustimmung Russlands

US-Außenminister Marco Rubio zufolge ist nun Russland am Zug. Die Ukraine habe einen positiven Schritt unternommen, sagt er nach dem Abschluss von Gesprächen in Saudi-Arabien. Zwar gebe es keine Frist für das Angebot. Man hoffe jedoch, es sobald wie möglich vollziehen zu können. Die beste Geste des guten Willens von Seiten Russlands wäre nun, wenn sie Ja sagen würden, sagt Rubio weiter. Eine Stellungnahme der Regierung in Moskau liegt zunächst nicht vor.

19.19 Uhr: Ukraine bereit zur 30-tägigen Feuerpause

Die Ukraine ist einer gemeinsamen Erklärung mit den USA zufolge zu einer 30-tägigen Feuerpause bereit. Zudem solle sobald wie möglich eine umfangreiche Vereinbarung zur Erschließung ukrainischer Bodenschätze abgeschlossen werden. Die Erklärung wird nach mehrstündigen Beratungen zwischen Vertretern beider Länder in Saudi-Arabien veröffentlicht.

19.16 Uhr: USA heben Aussetzung von Ukraine-Militärhilfen mit "sofortiger" Wirkung auf

Die USA heben die Aussetzung der Ukraine-Militärhilfen mit "sofortiger" Wirkung wieder auf. Auch Geheimdienstinformationen sollten wieder an das von Russland angegriffene Land weitergegeben werden, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung der USA und der Ukraine nach Gesprächen in Saudi-Arabien.

18.27 Uhr: Armeechefs beraten über Friedenstruppen für Ukraine

Zu Beratungen über Friedenstruppen für die Ukraine sind in Paris die Armeechefs von 36 Ländern zusammengekommen. Unter Leitung der Generalstabschefs von Frankreich und Großbritannien sollte bei dem Treffen die britisch-französische Initiative zur Bereitstellung robuster Sicherheitsgarantien für die Ukraine durch das Entsenden von Soldaten konkretisiert werden, teilte der Generalstab des französischen Heeres mit. Deutschland ist durch den Generalinspektor der Bundeswehr, Carsten Breuer, vertreten. 

17.24 Uhr: Russland macht größere Geländegewinne im Gebiet Kursk

Die russische Armee hat erhebliche Gebietsgewinne im Kursker Grenzgebiet zur Ukraine gemeldet. Die ukrainischen Truppen seien aus einem Dutzend Ortschaften und mehr als 100 Quadratkilometer Fläche verdrängt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau bei Telegram mit. 

Aufnahmen zeigten russische Soldaten bereits am östlichen Rand von Sudscha. Die Kleinstadt ist das Zentrum der von Kiew eroberten Landstriche in Kursk. Ukrainische Militärbeobachter bestätigten das vergleichsweise schnelle russische Vordringen. Offizielle Stellen in Kiew kommentierten die Vorgänge nicht.

17.22 Uhr: Abstimmung über Ukraine - Pistorius trifft Verteidigungsminister-Kollegen in Paris

Zur Abstimmung der Unterstützung für die Ukraine kommt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch mit seinen Kollegen aus Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien in Paris zusammen. Angesichts der Aussetzung der US-Militärhilfen für die Ukraine wollen die Minister über die Koordination ihrer Maßnahmen zur Unterstützung Kiews sprechen. Zudem soll es um die Aufrüstung Europas gehen. Für 18.30 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant.

15.23 Uhr: Ungarn - Öllieferungen über Druschba-Pipeline nach Drohnenangriff ausgesetzt

Der Transport russischen Öls über die Druschba-Pipeline nach Ungarn ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Mess-Station ausgesetzt worden. Er habe mit der russischen Seite gesprochen, teilt der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf Facebook mit. Demnach seien aufgrund des Angriffs derzeit keine Lieferungen möglich. Die Arbeiten seien jedoch im Gange, und wenn nichts Außergewöhnliches passiere, könnten die Rohöllieferungen nach Ungarn am späten Nachmittag oder frühen Abend wieder aufgenommen werden. Ungarn importiert den größten Teil seines Rohöls über die Druschba-Pipeline, die russisches Rohöl über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und auch in die Slowakei transportiert.

13.50 Uhr: Ukrainische Drohnen treffen Ölanlagen in Oblasten Moskau und Orjol

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben bei seinem großangelegten Drohnenangriff in den russischen Oblasten Moskau und Orjol mehrere Ölanlagen getroffen. Details dazu werden zunächst nicht bekanntgegeben.

13.36 Uhr: Polen will bis 2027 pro Jahr 100.000 freiwillige Soldaten ausbilden

Polen will bis 2027 pro Jahr 100.000 freiwillige Soldaten ausbilden. Dazu solle ab dem kommenden Jahr ein neues Ausbildungsprogramm aufgelegt werden, teilt Ministerpräsident Donald Tusk mit. Abgesehen von der Berufsarmee und über die Territorialverteidigungsstreitkräfte hinaus müsse Polen de facto eine Reservistenarmee aufbauen. Diesem Ziel dienten die Maßnahmen, sagt Tusk. Um sich auf die Bedrohung durch Russland vorzubereiten, hat die Regierung vergangene Woche einer militärischen Ausbildung aller erwachsenen Männer zugestimmt.

13.05 Uhr: "Du bist ein Verräter": Musk beleidigt US-Senator Mark Kelly nach Ukraine-Besuch

US-Techmilliardär Elon Musk hat einen demokratischen Senator nach dessen Ukraine-Besuch und der Forderung nach einer weiteren Unterstützung für das Land als "Verräter" bezeichnet. "Du bist ein Verräter", schrieb Musk am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X unter einen Beitrag von Mark Kelly, in dem dieser seine Eindrücke und Erlebnisse von vor Ort schilderte. Der ehemalige Nasa-Astronaut und Pilot der US Navy war am Wochenende in die Ukraine gereist. "Ich habe die Ukraine gerade verlassen. Was ich gesehen habe, hat mir gezeigt, dass wir das ukrainische Volk nicht aufgeben dürfen", schrieb Kelly auf X.

13.05 Uhr: Russland - Ukraine will mit Drohnenangriff Kampffähigkeit zeigen

Die Ukraine will nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums mit ihrem großangelegten Drohnenangriff zeigen, dass sie weiterhin kampffähig ist. Insgesamt hätten die russischen Streitkräfte 343 ukrainische Drohnen abgefangen, darunter sechs in der Nähe des Atomkraftwerks Kursk, teilt das Ministerium mit. Die eigenen Streitkräfte hätten eine weitere Ortschaft im Osten der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. Es handele sich um Horkoho in der Region Donezk.

12.33 Uhr: Zahl der Todesopfer in Moskau steigt auf drei

In der Nacht hatte die Ukraine die russische Hauptstadt Moskau und die Grenzregion Kursk mit hunderten Drohnen angegriffen. Inzwischen hat sich die Zahl der Todesopfer auf drei erhöht. Der Kreml verurteilte den Angriff und warf der Ukraine vor, Wohnhäuser attackiert zu haben. Kiew meldet seinerseits fast täglich russische Angriffe auf Wohngebiete und zivile Einrichtungen in der Ukraine.

11.32 Uhr: Selenskyj-Berater - Gesprächsauftakt mit den USA "sehr konstruktiv"

Ein Vertreter der Ukraine hat den Auftakt der Gespräche mit US-Vertretern in Saudi-Arabien als positiv bezeichnet. Der Beginn der Beratungen über eine Teil-Waffenruhe in der Ukraine sei "sehr konstruktiv" verlaufen, schrieb der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak am Dienstag im Onlinedienst Telegram. "Wir sind bereit alles zu tun, um einen Frieden zu erreichen." Jermak ist Teil des ukrainischen Verhandlungsteams bei dem Treffen in Dschidda. 

11.30 Uhr: Russischer Raketenangriff- Treibstofflager in Odessa in Flammen

Russland hat die ukrainische Hafenstadt Odessa nach Angaben der Ukraine mit einer Rakete und mehr als 100 Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Treibstofflager getroffen und in Brand gesetzt worden. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden.

11.26 Uhr: Ukraine und Saudi-Arabien wollen enger zusammenarbeiten

Der saudiarabische Kronprinz Mohammed bin Salman und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben über die Bemühungen um einen "nachhaltigen, fairen und umfassenden" Frieden in der Ukraine gesprochen. Die gemeinsame Erklärung veröffentlicht die staatliche saudiarabische Nachrichtenagentur (SPA). Kronprinz Mohammed und Selenskyj erklärten demnach bei ihrem Treffen, sie würden die Investitionsbeziehungen zwischen ihren beiden Ländern in Bereichen wie Energie, Lebensmittelindustrie und Infrastruktur stärken. "Beide Seiten sagten, sie freuen sich darauf, gemeinsame Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Öl, Gas, deren Derivate und Petrochemie zu erkunden", heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

11.12 Uhr: Frankreich - Werden Entmilitarisierung der Ukraine verweigern

Die ukrainischen Streitkräfte bleiben nach Ansicht Frankreichs die größte Sicherheitsgarantie für das Land im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. Frankreich werde eine Entmilitarisierung der ukrainischen Armee daher verweigern, sagt Verteidigungsminister Sebastien Lecornu zum Auftakt des Verteidigungs- und Strategieforums in Paris.

11.10 Uhr: Russland - Zwölf Siedlungen in Oblast Kursk zurückerobert

Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwölf Siedlungen in der russischen Oblast Kursk zurückerobert. Mehr als hundert Quadratkilometer seien nun wieder unter russischer Kontrolle. Im August nahmen ukrainische Truppen mindestens 1.300 Quadratkilometer der Oblast Kursk ein. Die Regierung in Kiew erklärte, dies sei ein Versuch gewesen, sich ein Druckmittel für künftige Verhandlungen zu sichern und Russland zu zwingen, seine Truppen aus der Ostukraine abzuziehen. Bis Mitte Februar hatte Russland dort mindestens 800 Quadratkilometer Territorium zurückerobert. In den vergangenen Tagen startete Russland eine große Fallschirmjägeroffensive aus mehreren Richtungen, die die Versorgungslinien der Ukraine und mögliche Rückzugsrouten abzuschneiden droht.

10.46 Uhr: Russland - Ukraine verliert auf dem Schlachtfeld

Der ukrainische Drohnenangriff auf die Oblast Moskau ist dem russischen Außenministerium zufolge ein Zeichen dafür, dass die russischen Truppen auf dem Schlachtfeld siegreich sein werden. Ihr Machtlosigkeit auf dem Schlachtfeld habe die ukrainischen Armee dazu veranlasst, Angriffe gegen die Zivilbevölkerung zu starten, sagt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

10.32 Uhr: Kreml - Flugabwehr hat bei Drohnenangriff sehr gut gearbeitet

Die russische Flugabwehr hat bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf die Oblast Moskau nach den Worten von Kremlsprecher Dmitri Peskow "sehr gut" funktioniert. Präsident Wladimir Putin sei über den Angriff informiert worden. Die Ukraine habe Wohnhäuser angegriffen.

10.22 Uhr: Regierung in Kiew - Delegationen von Ukraine und USA beginnen Beratung

Die Delegationen der Ukraine und der USA nehmen dem Außenministerium in Kiew zufolge ihre Beratungen in Dschidda in Saudi-Arabien auf. Ein Video, das das Ministerium postet, zeigt, wie die Vertreter der Ukraine zu dem Treffen gehen. Bei den Gesprächen geht es um das weitere Vorgehen auf dem Weg zu einer Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine.

Die Ukraine möchte nach Angaben aus Regierungskreisen eine begrenzte Waffenruhe für das Schwarze Meer und ein Aussetzen von Angriffen mit Raketen mit größerer Reichweite sowie die Freilassung von Gefangenen anbieten. Auch zur Unterzeichnung eines Rohstoffabkommens mit den USA sei die ukrainische Seite bereit.

10.13 Uhr: Russland meldet Rückeroberung von mehr als hundert Quadratkilometern in Kursk

Bei einer Gegenoffensive gegen ukrainische Truppen in der westrussischen Region Kursk hat Russland eigenen Angaben zufolge "mehr als hundert Quadratkilometer" zurückerobert. Zwölf Ortschaften seien "befreit" worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Moskau in Kursk Fortschritte gemeldet, während die Ukraine ankündigte, ihre Streitkräfte in der Region zu "verstärken".

10.09 Uhr: Alle Flughäfen in Oblast Moskau wieder in Betrieb

Alle Flughäfen in Moskau, Jaroslawl und Nischny Nowgorod sind nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf die Oblast Moskau wieder in Betrieb. Das teilt die russische Luftfahrtaufsicht mit.

09.58 Uhr: Russlands Generalstabschef bei Truppen in Kursk

Der Chef des russischen Generalstabs, Waleri Gerassimow, besucht die Truppen in der russischen Oblast Kursk, die dort gegen ukrainische Soldaten kämpfen. Er habe Orden verliehen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Gerassimow habe den Erfolg Russlands bei der Vernichtung ukrainischer Truppen in Kursk zur Kenntnis genommen. Er habe sich die Berichte über die Lage vor Ort angehört und den Befehl zu weiteren Aktionen dort gegeben.

09.57 Uhr: Kiew will mit Drohnenangriffen auf Moskau Putin zu Luftraum-Waffenruhe bewegen

Die massiven ukrainischen Drohnenangriffe auf die Region Moskau sollen Russland nach Angaben Kiews dazu bewegen, einer Waffenruhe in der Luft zuzustimmen. Mit diesem "Signal" solle Kreml-Chef Wladimir Putin von der Notwendigkeit einer solchen Teil-Waffenruhe überzeugt werden, erklärte der Sprecher des Zentrums für die Bekämpfung von Falschinformationen beim ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrat, Andrij Kowalenko, am Dienstag. Er sprach vom "größten Drohnenangriff der Geschichte" auf die russische Hauptstadtregion. Bei den Drohnenangriffen in der Nacht zum Dienstag war nach Angaben russischer Behörden ein Mensch getötet worden, neun weitere Menschen wurden demnach verletzt.

09.54 Uhr: Von der Leyen fordert deutlich höhere Verteidigungsausgaben

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Mitgliedsländer erneut zu deutlich höheren Verteidigungsausgaben aufgerufen. "Die Zeit der Illusionen ist vorbei", sagte sie am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. "Wir müssen die europäischen Verteidigungsanstrengungen deutlich steigern, und zwar jetzt", fügte sie hinzu. EU-Ratspräsident António Costa forderte "glaubwürdige" Schritte der Europäer. Es sei dringend notwendig, "die Lücken in der militärischen Versorgung der Ukraine zu schließen und der Ukraine solide Sicherheitsgarantien zu geben", sagte von der Leyen zur Begründung.

09.39 Uhr: Russland – Kontakte mit USA derzeit recht intensiv

Die Kontakte zwischen Russland und den USA sind der Regierung in Moskau zufolge derzeit recht intensiv. Das meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sie reagiert damit auf Medienberichte, denen zufolge der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, diese Woche nach Moskau reisen will, um dort Präsident Wladimir Putin zu treffen.

09.23 Uhr: Kreml – Viele sehen US-Aktionen durch eine rosa-rote Brille

Nach Einschätzung von Kremlsprecher Dmitri Peskow sehen viele Menschen die jüngsten US-Aktionen in der Ukraine durch eine "rosarote Brille". Er warnt aber, dass Russland stets bereit sein müsse, seine eigenen Interessen zu verteidigen. Von russischen Nachrichtenagenturen wird Peskow zudem mit dem Vorwurf zitiert, der Westen führe einen Stellvertreterkrieg gegen Russland. Die Waffenbestände in der Ukraine seien so groß, dass es selbst bei einem Stopp der Lieferungen noch viele Monate dauern würde, bis Kiew keine Waffen mehr hätte.

09.00 Uhr: Moskauer Flughafen Scheremetjewo nimmt Betrieb wieder auf

Der Moskauer Flughafen Scheremetjewo nimmt nach dem schweren ukrainischen Drohnenangriff auf die Oblast Moskau den Betrieb wieder auf. Das teilt die Luftfahrtaufsicht Rosawiazia mit. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte erklärt, die russische Flugabwehr habe den größten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt.

08.55 Uhr: Gouverneur von Moskau - Zweiter Toter bei ukrainischem Angriff

Bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Oblast Moskau ist Gouverneur Andrej Worobjow zufolge eine zweite Person ums Leben gekommen. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge hat die Flugabwehr in der Nacht zu Dienstag 337 ukrainische Drohnen abgefangen. Allein 91 von ihnen seien über der Oblast Moskau zerstört worden.

07.30 Uhr: Großer Drohnenangriff auf Moskau

Es war offenbar der größte Drohnenangriff auf Moskau seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine. Nach russischen Angaben starb dabei mindestens ein Mensch. Der Angriff habe um 4.00 Uhr morgens (02.00 Uhr MEZ) begonnen, wie der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, auf Telegram schreibt.

Der Angriff habe mehrere Brände ausgelöst. Die russische Luftfahrtbehörde teilte mit, der Flugverkehr auf allen vier Moskauer Flughäfen sei ausgesetzt worden. Zudem wurden zwei weitere Flughäfen in den Regionen Jaroslawl und Nischni Nowgorod gesperrt. Auch der Zugverkehr im Bahnhof Domodedowo wurde kurzzeitig eingestellt, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Die Gouverneure der Region Rjasan südöstlich der Region Moskau und der Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine berichteten ebenfalls von Drohnenangriffen. In mehreren Siedlungen in der Region Belgorod sei die Stromversorgung ausgefallen, teilte der Gouverneur der Region mit.

06.58 Uhr: Moskau meldet 337 abgeschossene ukrainische Drohnen

Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge den größten Drohnenangriff auf Russland in diesem Jahr gestartet. In der Nacht seien 337 ukrainische Drohnen über russischen Regionen abgeschossen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium laut Nachrichtenagentur Tass mit. Darunter seien 91 in der Region Moskau gewesen. Damit sei es der größte Angriff im Jahr 2025.

Laut Verteidigungsministerium wurden 126 Drohnen über dem Gebiet der Region Kursk abgefangen und zerstört und weitere 38 über der Region Brjansk. Weitere betroffene Regionen waren Belgorod und Woronesch an der Grenze zur Ukraine sowie tiefer in Russland gelegene Regionen wie Kaluga, Lipezk, Nischni Nowgorod, Orjol und Rjasan. Örtliche Behörden meldeten auch Drohnenabschüsse aus Wladimir und Tula.

06.30 Uhr: Friedensgespräche in Saudi-Arabien

In der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda wollen heute Vertreter der USA und der Ukraine über Möglichkeiten zur Beendigung des Kriegs sprechen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskyj wird eigenen Angaben nach nicht persönlich teilnehmen. Die ukrainische Delegation besteht unter anderem aus seinem Kanzleichef Andrij Jermak und Außenminister Andrij Sybiha. Die US-Delegation wird von Außenminister Marco Rubio geleitet.

06.11 Uhr: Russland – Ein Toter in Moskau nach Drohnenangriff

Bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau ist russischen Angaben zufolge mindestens ein Mensch getötet worden. Drei weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, über Telegram mit. Im Bezirk Ramenskoje seien mindestens sieben Wohnungen durch herabstürzende Drohnentrümmer beschädigt worden. Zwölf Menschen, darunter drei Kinder, seien evakuiert worden. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

06.09 Uhr: Russland – Auf Moskauer Flughäfen Starts und Landungen vorübergehend ausgesetzt

Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin wurden 65 Drohnen abgeschossen - so viele wie nie zuvor. Auf den Hauptstadtflughäfen Domodedowo, Scheremetjewo, Wnukowo und Schukowski wurden Starts und Landungen vorübergehend ausgesetzt – zur Sicherheit des Flugverkehrs, wie die russische Luftfahrtbehörde laut russischer Nachrichtenagentur Tass mitteilte. Die zeitweiligen Einschränkungen galten demnach auch für den Flughafen der mehr als 400 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Stadt Nischni Nowgorod.

Zu Einschränkungen dieser Art kommt es auf russischen Flughäfen immer wieder im Zuge von Drohnenangriffen aus der Ukraine. Durch den Einsatz der russischen Flugabwehr sind dann bisweilen keine Starts und Landungen mehr möglich. 

05.50 Uhr: Gouverneur von Moskau – Ein Toter und drei Verletzte bei Drohnenangriff

Nach Angaben des Gouverneurs der Region Moskau, Andrei Worobyow ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt ein Mensch getötet worden. Drei Menschen seien verletzt worden. Mehrere Wohnungen wurden demnach beschädigt. Die Bewohner von sieben Wohnungen hätten zudem evakuiert werden müssen, teilt Worobyow auf Telegram mit.

04.52 Uhr: Russische Behörden – Großer Drohnenangriff der Ukraine auf Moskau

Die Ukraine greift die russische Hauptstadt Moskau mit Drohnen an. Dies berichten russische Behörden und Medien. Demnach soll es sich um den bisher größten Drohnenangriff auf Moskau und Umgebung handeln. Vier Flughäfen in Moskau und zwei weiteren Regionen seien geschlossen worden. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teilt auf Telegram mit, die Luftabwehr habe mindestens 60 Drohnen beim Anflug auf die Stadt zerstört. Das Dach eines Gebäudes in Moskau sei leicht beschädigt worden. Baza, ein Nachrichten-Telegram-Kanal, der den russischen Sicherheitsdiensten nahe steht, und andere russische Telegram-Kanäle zeigen Videos von mehreren brennenden Wohnungen rund um Moskau. Diese Berichte konnten nicht unabhängig überprüft werden.

04.30 Uhr: US-Sondergesandter will Putin treffen

Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, will einem Insider zufolge schon diese Woche nach Moskau reisen, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Witkoff, der offiziell Trumps Gesandter für den Nahen Osten ist, spielt eine immer wichtigere Rolle bei den Bemühungen um ein Ende des dreijährigen Ukraine-Krieges. Der Sondergesandte traf Putin im vergangenen Monat in Moskau. US-Präsident Donald Trump hat seit seinem Einzug ins Weiße Haus im Januar mehrmals erwähnt, dass er Putin persönlich treffen wolle.

03.01 Uhr: Moskaus Bürgermeister meldet Drohnenabschuss

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Bürgermeisters von Moskau sechs ukrainische Drohnen im Anflug auf die russische Hauptstadt zerstört. Es habe keine Schäden oder Verletzungen gegeben.

00.50 Uhr: Selenskyj – "Hoffen auf praktische Ergebnisse"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verspricht eine "konstruktive" Einstellung der Ukraine bei den bevorstehenden Gesprächen von Regierungsvertretern der Ukraine und der USA in Saudi-Arabien. "Wir hoffen auf praktische Ergebnisse", teilt Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Sicherheitsgarantien für die Ukraine hätten einen "bedeutenden Teil" seines Gesprächs mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman in Dschidda ausgemacht.

00.25 Uhr: Selenskyj in Saudi-Arabien - Kronprinz unterstreicht Friedensbemühungen

Bei einem Gespräch zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman in der saudischen Stadt Dschidda unterstreicht der Kronprinz die Unterstützung Saudi-Arabiens für die internationalen Bemühungen zur Lösung der Krise in der Ukraine und zur Erreichung des Friedens. Dies berichtet die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA.

Saudi-Arabien hat seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine eine Vermittlerrolle gespielt und unter anderem den Austausch von Gefangenen vermittelt. Zudem hatte Saudi-Arabien die Gespräche zwischen Moskau und Washington im vergangenen Monat ausgerichtet. Heute sollen in Saudi-Arabien Regierungsvertreter der USA und der Ukraine zu Gesprächen zusammentreffen. Es ist das erste Treffen seit dem Eklat zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Selenskyj wird nach eigenen Angaben nicht an den Gesprächen teilnehmen.

Montag, 10. März 2025

23.45 Uhr: Trump-Gesandter Witkoff plant Moskau-Besuch für Treffen mit Putin

Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, plant einem Insider zufolge einen Besuch in Moskau, um den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen. Das sagt eine mit den Plänen vertraute Person. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Witkoff, der offiziell Trumps Gesandter für den Nahen Osten ist, spielt eine immer wichtigere Rolle bei den Bemühungen um ein Ende des seit drei Jahren andauernden Ukraine-Krieges. Witkoff traf Putin im vergangenen Monat in Moskau und brachte den amerikanischen Lehrer Marc Fogel zurück, der zu 14 Jahren Haft in einem russischen Gefängnis verurteilt worden war. Fogel war wegen des Besitzes von medizinisch verschriebenem Marihuana inhaftiert worden.

23.15 Uhr: US-Außenminister Rubio will russlandfeindliche Sprache bei G7-Treffen unterbinden

Die USA wollen laut US-Außenminister Marco Rubio die Verwendung von "feindlicher" Sprache gegenüber Russland beim kommenden Treffen der G7-Außenminister unterbinden. "Wir denken, dass feindliche Sprache es manchmal schwieriger macht, Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu holen", sagte Rubio zu Journalisten. Am Mittwoch wird in Kanada ein Treffen der Außenminister der G7-Staaten stattfinden.

22.42 Uhr: Ukraine – Russland startet Luftangriff auf Kiew

Russland startet ukrainischen Angaben zufolge einen Luftangriff auf die Hauptstadt Kiew. Das teilt das Militär mit. In Kiew und in der umliegenden Gegend sind nach Angaben von Reuters-Augenzeugen Explosionen zu hören. Das Luftabwehrsystem sei in Betrieb, um russische Drohnen abzufangen, teilt die Militärverwaltung der Hauptstadt mit.

20.20 Uhr: Militärökonom Keupp in BR24 – Die Ukraine im Stich zu lassen, wäre für Trump ein schlechter Deal

Der deutsche Militärökonom Marcus Keupp hat im BR24-Interview betont, dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij ein treffendes Argument auf seiner Seite hat: "Angenommen, die USA würden die Ukraine im Stich lassen und Russland eignet sich die gesamten Ressourcen der Ukraine an, dann hat Amerika gar nichts und das wäre doch der schlechteste aller Deals", so der Dozent an der ETH Zürich. So könne man mit Donald Trump reden. Denn nach der Analyse des Militärokonomen agiert der US-Präsident auf der internationalen Bühne wie auf einer Art Markt. Trump glaube offenbar, dass er so verhandeln, Leute unter Druck setzen und Deals schließen könne.

Keupp hatte vergangene Woche in einem Interview im SRF (Schweizer Rundfunk und Fernsehen) Trump als nützlichsten Idioten Russlands bezeichnet. Was er über Trumps als US-Präsident denkt, machte er auch im BR24-Interview deutlich: "Ich sage immer, 50 Prozent von dem, was er sagt, sind direkt gelogen und die restlichen 50 Prozent zumindest zweifelhaft. Ich weiß nicht, ob er überhaupt eine Strategie verfolgt. Vielleicht ist das alles erst mal ein vorsichtiges Abtasten, wie weit er gehen kann."

Ohne die militärische Unterstützung der USA würde die Ukraine den Krieg gegen den Angreifer Russland nach Keupps Einschätzung nicht von heute auf morgen verlieren, könnte ihn aber nicht mehr in der jetzigen Form führen. Deshalb sieht der Militärokonom Europa in der Pflicht: Auf kurze Frist komme es darauf an, dass die Ukraine überhaupt diesen Krieg weiter durchhalten kann. "Und wenn die USA vermehrt auf Abstand gehen, dann muss Europa das kompensieren. Und zwar nicht morgen, sondern heute", sagte Keupp in BR24.

21.14 Uhr: Russische Behörden sprechen von zivilen Toten bei Kursk

Im umkämpften russischen Gebiet Kursk sind nach Behördenangaben drei Zivilisten durch Beschuss, der ein Einkaufszentrum traf, getötet worden. Außerdem seien in dem Ort Belaja nach vorläufigen Angaben neun Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur von Kursk, Alexander Chinschtejn, mit. Er machte die Ukraine für den Beschuss verantwortlich. 

18.14 Uhr: Ausgesetzte US-Militärhilfe – Rubio hofft auf "Lösung"

US-Außenminister Marco Rubio hat die Hoffnung geäußert, dass bei den diplomatischen Gesprächen zwischen den USA und der Ukraine am Dienstag in Saudi-Arabien eine Lösung hinsichtlich der Aussetzung der US-Militärhilfe für Kiew erzielt werden kann. Diese sagte der US-Außenminister vor Journalisten im Flugzeug auf den Weg zum Verhandlungsort Dschidda. "Was morgen passiert, wird dafür eindeutig entscheidend sein." Positiv wertete Rubio, dass die Ukraine bei den Gesprächen eine teilweise Waffenruhe mit Russland in der Luft und zur See vorschlagen will.

17.30 Uhr: Armeechefs beraten am Dienstag über Friedenstruppen für Ukraine

Die Generalstabschefs von Unterstützerländern der Ukraine beraten am Dienstag in Paris über eine Entsendung von Truppen zur Absicherung eines möglichen Friedensabkommens. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron organisiert das Treffen, bei dem Deutschland durch den Generalinspektor der Bundeswehr, Carsten Breuer, vertreten ist. Auch Großbritannien und Polen sollen bei den Beratungen dabei sein. Eine vollständige Teilnehmerliste wurde vorab nicht bekannt.

Grundlage der Beratungen sind die von Frankreich und Großbritannien seit Wochen vorangetriebenen Pläne für europäische Friedenstruppen, die Teil möglicher Sicherheitsgarantien für die Ukraine sein könnten.

17.19 Uhr: Ukraine will Truppen in russischer Region Kursk "verstärken"

Die Ukraine will ihr Truppenkontingent in der russischen Region Kursk "verstärken", in der die russische Armee in den vergangenen Tagen bedeutende Geländegewinne für sich reklamiert hat. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrsky erklärte auf Facebook, er habe die Entscheidung getroffen, die Kräfte in Kursk "mit den notwendigen Soldaten und  Mitteln zu verstärken". Dazu gehörten auch elektronische Kriegsführung und Drohnen.

16.23 Uhr: Selenskyj in Saudi-Arabien eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Gesprächen über eine mögliche Friedenslösung in seinem Land in Saudi-Arabien eingetroffen. Während des eintägigen Besuchs ist ein Treffen mit dem Kronprinzen und faktischen Herrscher des Landes, Mohammed bin Salman, geplant.

An den für Dienstag geplanten Unterredungen zwischen Vertretern der USA und der Ukraine nimmt Selenskyj eigenen Angaben nach nicht teil. Für die Gespräche mit einer US-Delegation unter Führung von Außenminister Marco Rubio wird eine Gruppe ukrainischer Unterhändler um Selenskyjs Kanzleichef Andrij Jermak, Außenminister Andrij Sybiha und Verteidigungsminister Rustem Umjerow länger in dem Golfstaat bleiben.

16.13 Uhr: Ukrainischer Armee-Chef – Keine Gefahr von Einkesselung in Kursk

Ukrainische Truppen laufen Armeechef Oleksandr Syrskyj zufolge trotz der jüngsten Gegenoffensive Russlands keine Gefahr, in der russischen Region Kursk eingekesselt zu werden. Die Lage sei unter Kontrolle, teilt der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine in sozialen Medien mit. Syrskyj war zu einem Arbeitsbesuch an der dortigen Front.

15.52 Uhr: Britischer Premier kündigt für Samstag weiteres Treffen der Ukraine-Unterstützer an

Der britische Premierminister Keir Starmer lädt für kommenden Samstag zu einem weiteren Treffen der Verbündeten der Ukraine ein. Bei der per Videoschalte abgehaltenen Konferenz werde es um die Unterstützung einer Feuerpause gehen, erklärte Starmers Büro. Das Treffen werde auf der ersten, Anfang März in London abgehaltenen Ukraine-Konferenz aufbauen. 

Nach britischen Angaben zählen rund 20 Staaten zu einer sogenannten "Koalition der Willigen", die zur weiteren Unterstützung Kiews gegen den russischen Angriffskrieg bereit sind.

15.50 Uhr: USA erwarten Fortschritte bei Ukraine-Gesprächen

Die US-Regierung erwartet bei den anstehenden Gesprächen mit der Ukraine diese Woche Fortschritte. Das sagt US-Präsident Donald Trumps Nahost-Gesandter Steve Witkoff dem Sender Fox News kurz vor seiner Abreise zu Gesprächen im Nahen Osten. Die USA hofften zudem, dass ein Rohstoffabkommen unterzeichnet werden könne. Bei den Gesprächen werde auch der Austausch von Geheimdienstinformationen erörtert. Die USA hätten die Weitergabe von Erkenntnissen für die Verteidigung der Ukraine jedoch nie eingestellt, wenn diese benötigt würden, sagt Witkoff. Die Gespräche sollen am Dienstag in Saudi-Arabien beginnen.

15.45 Uhr: Mehr als 30 Länder sollen an Planung für Ukraine-Truppe teilnehmen

Militärvertreter aus mehr als 30 Ländern werden an Gesprächen in Paris über eine internationale Sicherheitstruppe für die Ukraine teilnehmen. Auf der Teilnehmerliste für die Planungen stünden auch Staaten aus Asien und Ozeanien, sagte ein französischer Militärvertreter der Nachrichtenagentur AP. Sie würden per Videolink zugeschaltet. Ziel sei eine Koalition aus Staaten, die "fähig und willens" seien, sich an den Bemühungen um den Schutz der Ukraine im Falle eines Waffenstillstands zu beteiligen.

15.21 Uhr: Nobelpreisträger – Eingefrorene russische Gelder für Ukraine

Mehr als 130 Nobelpreisträgerinnen und -träger fordern die Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für die Ukraine. Diese Gelder sollten nach einem Friedensabkommen so schnell wie möglich in den Wiederaufbau des Landes und die Entschädigung der Kriegsopfer fließen, heißt es in dem Appell, den prominente Laureaten wie die Friedensnobelpreisträger Shirin Ebadi oder Lech Wałęsa unterzeichnet haben. Aufgrund der Sanktionen sei derzeit Kapital der russischen Zentralbank in Höhe von geschätzt 300 Milliarden Euro eingefroren, so die Unterzeichner. Dieses Geld generiere weiterhin zusätzliche Milliarden durch Zinsen, die aber alleine nicht für eine Wiedergutmachung ausreichten.

14.18 Uhr: Russische Armee rückt im Kursker Gebiet weiter vor

Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Grenzgebiet Kursk drei weitere von ukrainischen Truppen besetzte Orte zurückerobert. Dabei handele es sich um die Dörfer Kossiza, Malaja Loknja und Tscherkasskoje Poretschnoje, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau. Zudem seien drei ukrainische Gegenangriffe abgewehrt worden.

Beobachter gehen von einem baldigen kompletten Verlust der im August vorigen Jahres überraschend durch die ukrainische Armee besetzten Gebiete aus. Ukrainischen Militärbeobachtern zufolge sollen von ursprünglich etwa 1.200 Quadratkilometern nur noch weniger als 300 unter Kontrolle Kiews stehen.

13.58 Uhr: Starmer – Neues virtuelles Treffen der "Willigen" am Samstag

Der britische Premierminister Keir Starmer plant seinem Büro zufolge für Samstag ein neues virtuelles Treffen von Staats- und Regierungschefs zum Ukraine-Krieg. Dieses werde auf das erste aufbauen, hieß es. Am 2. März hielt Starmer nach der Konfrontation zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj den ersten Gipfel ab. Anschließend rief die Regierung in London eine "Koalition der Willigen" mit rund 20 Staaten aus. Sie soll einen Friedensplan für die Ukraine ausarbeiten, der dann den USA vorgelegt werden soll.

12.41 Uhr: Kiew - Ukraine will Waffenruhe zur See und in der Luft vorschlagen

Die Ukraine will im Krieg mit Russland nach Angaben aus Kiewer Regierungskreisen bei den anstehenden Gesprächen mit US-Vertretern in Saudi-Arabien eine Waffenruhe in der Luft und zur See vorschlagen. Diese Arten der Waffenruhe seien "einfach umzusetzen und zu überwachen" und daher ein guter Anfang, sagte ein ukrainischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP in Kiew. Zur Aussetzung der Weitergabe von US-Geheimdienstinformationen an die Ukraine sagte der Regierungsvertreter, dies sei für die Ukraine von erheblichem Nachteil. Es sei nun deutlich schwieriger, Ziele in Russland zu treffen. Zudem schwäche der Informationsstopp die Fähigkeit, die Gegenoffensive der russischen Armee in Kursk zurückzuschlagen.

Delegation aus Kiew und Washington wollen am Dienstag im saudi-arabischen Dschidda verhandeln. Nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff steht dabei der Austausch über "Rahmenbedingungen für ein Friedensabkommen und eine erste Waffenruhe" im Mittelpunkt. Der ukrainische Präsident Selenskyj brach am Montag zu einer Reise nach Saudi-Arabien auf, um dort den saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu treffen. Ob Selenskyj persönlich an den Gesprächen am Dienstag teilnehmen wird, war zunächst unklar.

12.38 Uhr: Ukraine greift Ölraffinerie in Russland an

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht nach ukrainischen Angaben eine russische Ölraffinerie in Samara an der Wolga angegriffen. Der Leiter des staatlichen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation in Kiew, Andrij Kowalenko, bestätigte den Angriff auf die Anlage in der Stadt Nowokuibyschewsk. Die Raffinerie sei für die russische Armee von strategischer Bedeutung, weil sie deren stabile Versorgung mit Treibstoff sicherstelle, schrieb Kowalenko bei Telegram. 

Zuvor war in russischen Telegram-Kanälen die Rede von Explosionen und einem Brand in der Raffinerie gewesen. Die Nachrichtenagentur Tass berichtete von einem Brand einer Lagerhalle in der Stadt. Der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, schrieb bei dem russischen Netzwerk VK von einem erfolglosen Angriff. Es gebe keine Brände und Schäden. In Kommentaren kritisierten Nutzer diesen Beitrag. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht neun ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgeschossen – drei davon über der Region Samara.

12.15 Uhr: Moskau - Weg zu normalen Beziehungen mit USA ist "lang und schwierig"

Die Normalisierung der Beziehungen zu den USA wird nach russischer Darstellung langwierig und schwierig. "Wir stehen am Anfang des Weges zur Wiederherstellung unserer bilateralen Beziehungen", sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. "Der vor uns liegende Weg ist lang und schwierig, aber zumindest haben die beiden Präsidenten ihren politischen Willen in diese Richtung bekundet", erklärte er unter Verweis auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump und des russischen Staatschefs Wladimir Putin. Eine Stellungnahme der US-Regierung liegt zunächst nicht vor.

12.08 Uhr: Selenskyj - Ukraine will "seit allererster Sekunde" Frieden

Vor Gesprächen mit Vertretern der USA in Saudi-Arabien hat der ukrainische Präsident Selenskyj den grundsätzlichen Willen seines Lands zu einem Friedensschluss bekräftigt. "Die Ukraine bemüht sich seit der allerersten Sekunde des Krieges um Frieden", schrieb Selenskyj auf Telegram. Kiew habe "stets erklärt", dass der Krieg "ausschließlich (...) auf Russlands Betreiben weitergeht". Selenskyj wollte im Laufe des Tages in Saudi-Arabien eintreffen, angekündigt ist ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Am Dienstag stehen dann Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine und der USA in Dschidda an.

Nach US-Angaben wollen die Delegationen beider Länder über eine Waffenruhe mit Russland beraten, laut dem US-Sondergesandten Steve Witkoff steht der Austausch über "Rahmenbedingungen für ein Friedensabkommen und eine erste Waffenruhe" im Mittelpunkt. Ob Selenskyj persönlich an den Gesprächen teilnehmen wird, ist unklar. Es ist das erste Treffen ukrainischer und US-Vertreter seit dem Eklat beim Besuch Selenskyjs im Weißen Haus am 28. Februar.

11.37 Uhr: London weist russische Spionagevorwürfe zurück

Nach der Ausweisung zweier britischer Diplomaten durch Russland wegen angeblicher Spionage hat die Regierung in London die Vorwürfe zurückgewiesen. "Es ist nicht das erste Mal, dass Russland bösartige und grundlose Beschuldigungen gegen unsere Mitarbeiter erhoben hat", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Betroffen sind nach russischen Angaben der zweite Sekretär der Botschaft und der Ehemann der ersten Sekretärin der politischen Abteilung. Ein Vertreter der britischen Botschaft wurde demnach ins Außenministerium einbestellt.

Die beiden Briten sollen laut FSB falsche Angaben im Antrag für ihre Einreiseerlaubnis gemacht haben. Gleichzeitig seien Anzeichen für nachrichtendienstliche und umstürzlerische Tätigkeiten dieser Diplomaten festgestellt worden, die die Sicherheit Russlands bedrohten. Deswegen habe das Außenministerium ihnen die Akkreditierungen entzogen und sie zur Ausreise aufgefordert. Sie müssen das Land innerhalb von zwei Wochen verlassen. 

11.17 Uhr: "Niemals Arroganz": Tusk ermahnt USA zu Respekt für Partner

Nach Äußerungen aus den USA an Polen im Zusammenhang mit dem Satelliten-Dienst Starlink hat Ministerpräsident Donald Tusk den Nato-Partner zur Mäßigung aufgerufen. "Niemals Arroganz. Liebe Freunde, denkt darüber nach", schrieb Tusk auf Englisch auf X: "Wahre Führung bedeutet Respekt für Partner und Verbündete. Selbst für die kleineren und schwächeren." Er nahm damit Bezug auf Äußerungen von Elon Musk, den Starlink-Chef. Musk hatte am Sonntag auf X an den polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski geschrieben: "Sei still kleiner Mann."

Sikorski hatte zuvor erklärt, die Ukraine könnte eine Alternative zu Starlink brauchen, wenn der Dienst unzuverlässig werde. US-Außenminister Marco Rubio hatte dazu erklärt, niemand habe gedroht, die Ukraine von Starlink abzuschneiden. "Und sagen Sie danke, denn ohne Starlink hätte die Ukraine diesen Krieg schon längst verloren und die Russen stünden jetzt an der Grenze zu Polen." Der Streit hatte sich am Sonntag hochgeschaukelt, nachdem Musk zunächst auf X geschrieben hatte, die Frontlinie der Ukraine würde zusammenbrechen, "wenn ich sie (Starlink) abschalten würde". Später schrieb Musk, er werde das nicht tun.

10.15 Uhr: Russland weist zwei britische Diplomaten aus

Russland hat wegen angeblicher Spionagevorwürfe erneut zwei britische Diplomaten ausgewiesen. Das russische Außenministerium teilte mit, der Inlandsgeheimdienst FSB habe im Zuge der Spionageabwehr eine nicht angemeldete Geheimdienstpräsenz Großbritanniens unter dem Deckmantel der Botschaft in Moskau festgestellt. Betroffen sind demnach der zweite Sekretär der Botschaft und der Ehemann der ersten Sekretärin der politischen Abteilung. Ein Vertreter der britischen Botschaft wurde ins Außenministerium einbestellt, die Betroffenen müssen das Land innerhalb von zwei Wochen verlassen. Aus London gab es dazu zunächst keine Reaktion.

Moskau und London streiten seit Monaten über Diplomaten und angebliche Spionage. Anfang Februar erreichte der Streit mit der Eröffnung eines Strafverfahrens eine neue Eskalationsstufe. Ein mutmaßlich britischer Diplomat soll eine Frau gestoßen haben, deswegen werde wegen Körperverletzung ermittelt, hieß es damals. In einem spektakulären Fall der Spionage für Russland waren zudem vergangene Woche in London zwei Frauen und ein Mann aus Bulgarien schuldig gesprochen worden. Sie handelten mutmaßlich im Auftrag von Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek.

10.08 Uhr: Ukraine - Russische Truppen wollen in Region Sumy vorstoßen

Russische Truppen versuchen nach ukrainischen Angaben von der russischen Region Kursk aus in die nordostukrainische Region Sumy vorzudringen. Es handele sich vorerst um kleinere Angriffsgruppen, teilte ein Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes im Fernsehen mit. Sie versuchten, von Kursk in ukrainisches Gebiet einzudringen, sich dort zu sammeln und später weiter vorzustoßen, wahrscheinlich um Nachschubwege abzuschneiden. Die Armee versuche, die Angriffe mit Artillerie und anderen Mitteln abzuwehren. In der Region Kursk hatten die russischen Truppen nach eigenen Angaben zuletzt ukrainische Streitkräfte, die dort im August bei einer Gegenoffensive überraschend eingedrungen waren, immer weiter zurückgedrängt.

09.48 Uhr: Tass - Diese Woche keine Verhandlungen zwischen USA und Russland

In dieser Woche wird es laut der russischen Nachrichtenagentur Tass keine direkten Gespräche zwischen Russland und den USA über Wege zur Beendigung des Ukraine-Krieges geben. Tass bezog sich in seiner Meldung auf die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa. Dagegen hatte der US-Sender CNN am Sonntag berichtet, US-Vertreter würden bei Gesprächen mit der Ukraine in Saudi-Arabien in dieser Woche auch mit russischen Unterhändlern reden.

08.07 Uhr: Ukraine - Russland griff in der Nacht mit 176 Drohnen an

Das ukrainische Militär hat auf Telegram berichtet, Russland habe in der Nacht 176 Drohnen in Richtung der Ukraine eingesetzt. 130 davon seien abgeschossen worden, 42 hätten ihr Ziel nicht erreicht, wahrscheinlich aufgrund von Gegenmaßnahmen der elektronischen Kriegsführung. Was mit den übrigen vier Drohnen geschehen ist, wurde nicht mitgeteilt.

08.05 Uhr: Lagerhaus in Südrussland nach Drohnenangriff in Flammen

In der südrussischen Region Samara ist nach Angaben der Behörden ein Lagerhaus nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Flammen aufgegangen. Es gebe keine Verletzten, teilte das russische Katastrophenschutzministerium auf Telegram mit. Das Verteidigungsministerium erklärte, die russische Luftabwehr habe drei Drohnen über der Region Samara zerstört.

07.30 Uhr: Blogger - Russen treiben Einkesselung ukrainischer Truppen bei Kursk voran

Russische Soldaten rücken laut pro-russischen Militärbloggern im Rahmen einer großen Umzingelungsoperation in der Region Kursk weiter vor. Ziel sei, tausende ukrainische Soldaten im Westen Russlands zur Flucht oder zur Kapitulation zu zwingen, schreibt der Kriegsblogger Two Majors. Die russischen Streitkräfte rückten aus mindestens sieben Richtungen auf den so genannten "Kessel" in Kursk vor. Der Blogger Juri Podoljaka schreibt, er habe Schwierigkeiten, mit den Ereignissen Schritt zu halten, da der russische Vormarsch so schnell verlaufe und die ukrainischen Einheiten in mehreren Taschen in Kursk gefangen seien.

Russische Streitkräfte hatten am Sonntag drei weitere Siedlungen in Kursk zurückerobert, nachdem sich Spezialeinheiten in einem Überraschungsangriff auf die ukrainischen Streitkräfte kilometerweit durch eine Gaspipeline in der Nähe der Stadt Sudscha geschlichen hatten.

05.10 Uhr: Rubio zu neuen Ukraine-Gesprächen nach Saudi-Arabien aufgebrochen

US-Außenminister Marco Rubio ist zu neuen Ukraine-Gesprächen nach Saudi-Arabien aufgebrochen. Bei den dreitägigen Gesprächen in Dschidda wird Rubio nach Angaben seiner Sprecherin ausloten, wie "man das Ziel des Präsidenten, den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu beenden, voranbringen kann". Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte bereits mitgeteilt, ebenfalls in Saudi-Arabien zu sein. Für Montag kündigte er ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen und De-Facto-Herrscher Mohammed bin Salman an. Danach werde sein Team vor Ort bleiben, um mit der US-Delegation zusammenzukommen, hieß es aus Kiew. Ob Selenskyj an den Gesprächen mit den USA teilnehmen wird, blieb unklar.

Die Delegationen aus den USA und der Ukraine wollen nach US-Angaben über eine Waffenruhe mit Russland beraten. Bei dem Treffen solle "über Rahmenbedingungen für ein Friedensabkommen und eine erste Waffenruhe" gesprochenen werden, sagte der US-Gesandte Steve Witkoff, der ebenfalls an dem Treffen teilnimmt.

04.14 Uhr: USA wollen Kompromissbereitschaft der Ukraine ausloten

Die USA wollen beim Treffen mit einer ukrainischen Delegation am Dienstag in Saudi-Arabien feststellen, zu welchen Zugeständnissen die Ukraine bereit ist. "Man kann nicht sagen: 'Ich will Frieden' und gleichzeitig: 'Ich weigere mich, Kompromisse einzugehen'", sagte ein US-Beamter zu den bevorstehenden Gesprächen. "Wenn sie nur an den Grenzen von 2014 oder 2022 interessiert sind, sagt uns das etwas", sagte der Washington-Insider, der anonym bleiben will, weiter. US-Außenminister Marco Rubio wird am Sonntag zu dem Treffen mit ukrainischen Vertretern nach Dschidda fliegen. Auch der nationale Sicherheitsberater Mike Waltz und Trumps Nahost-Beauftragter Steve Witkoff werden erwartet.

03.02 Uhr: Trump - USA liefern bald wieder Geheimdienstinformationen

Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland darauf hoffen, künftig wieder Geheimdienstinformationen der USA zu bekommen. Auf die Frage eines Reporters, ob er erwäge, den Ukrainern nach dem vorübergehenden Stopp wieder Geheimdienstdaten bereitzustellen, antwortete US-Präsident Donald Trump an Bord der Regierungsmaschine Air Force One, man sei kurz davor, die Aussetzung des Informationsaustauschs sei "so gut wie" beendet. Details nannte er jedoch nicht - so dass offen blieb, ab wann wieder Aufklärungsdaten der US-Geheimdienste an die Ukrainer gehen könnten. Auch dazu, wie es mit den ausgesetzten Militärhilfen für die Ukraine weitergehen könnte, sagte Trump nichts. 

Trump äußerte sich zuversichtlich mit Blick auf die anstehenden Gespräche zwischen Vertretern der USA und der Ukraine in Saudi-Arabien. "Ich denke, wir werden diese Woche große Fortschritte machen", sagte der Republikaner mit Blick auf das Treffen der Unterhändler in Dschidda diese Woche. Er rechne mit einem "guten Ergebnis", betonte Trump: "Ich glaube, dass diese Woche einige sehr große Dinge passieren könnten. Ich hoffe es." In den vergangenen Tagen habe es wieder viele Kriegstote gegeben: "Wir müssen das beenden."

02.20 Uhr: Trump rechnet mit Unterzeichnung des Abkommens über Bodenschätze

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass die Ukraine ein Abkommen über Bodenschätze unterzeichnen wird. "Sie werden das Mineralienabkommen unterzeichnen, aber ich möchte, dass sie Frieden wollen... Das haben sie bisher nicht in dem Maße gezeigt, wie sie es sollten", sagte er. Die Ukraine fordert Sicherheitsgarantien als Teil des Abkommens. US-Präsident Donald Trump will die Bodenschätze im Ausgleich für Hilfen, die die Ukraine von den USA unter dem vorherigen US-Präsidenten Joe Biden erhalten hat.

00.14 Uhr: Sipri-Bericht - Ukraine ist weltweit größter Waffenimporteur

Die Ukraine ist laut Daten des Friedensforschungsinstituts Sipri zum weltweit größten Importeur von Waffen geworden. Zwischen 2020 und 2024 gingen 8,8 Prozent der weltweiten Waffenlieferungen in die Ukraine - überwiegend als Militärhilfe in Reaktion auf den russischen Angriffskrieg, den seit Februar 2022 geführt wird, wie aus dem Sipri-Bericht zum globalen Waffenhandel hervorgeht. Im vergangenen Jahr lag die Ukraine noch auf Platz vier der Liste. Zu den größten Empfängern von Waffenlieferungen zählen des Weiteren Indien, Katar, Saudi-Arabien und Pakistan.

Für die Ukraine waren die USA zuletzt der mit Abstand wichtigste Waffenlieferant. So lag der Anteil der Vereinigten Staaten an den Einfuhren des von Russland angegriffenen Landes laut Sipri im Berichtszeitraum bei 45 Prozent, gefolgt von Deutschland (12 Prozent) und Polen (11 Prozent). Mindestens 35 Staaten hätten nach der russischen Invasion Waffen in die Ukraine geliefert, heißt es in der Analyse.

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Montag, 10. März 2025