Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.11 Uhr: EU-Außenminister beraten in Brüssel über Krieg in Ukraine
Die Außenministerinnen und Außenminister der EU beraten am Montag in Brüssel über die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Dabei wird es auch um das 20. Sanktionspaket gegen Russland und das Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine gehen, dessen Auszahlung derzeit von Ungarn blockiert wird.
Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich auf ihrem Gipfel im Dezember auf den Kredit für Kiew geeinigt. Budapest verweigert nun aber seine für die technische Umsetzung notwendige Zustimmung. Hintergrund ist ein Streit mit Kiew um die Druschba-Ölpipeline, die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei liefert.
16.48 Uhr: "Keine ukrainische Kolonie": Orban wirbt mit "Friedensmarsch" um Stimmen
In Budapest sind im Vorfeld der Parlamentswahl am 12. April Tausende Anhänger und Gegner der Regierung Orban auf die Straße gegangen. Beim "Friedensmarsch" der Orban-Anhänger spielte der Ukraine-Krieg eine prominente Rolle. "Wir werden keine ukrainische Kolonie sein" und "Stoppt den Krieg" war auf Plakaten der Orban-Unterstützer zu lesen, darauf die Gesichter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie von Oppositionsführer Peter Magyar.
In den vergangenen Wochen verbreitete Orban das Narrativ, nur ein Sieg seiner Fidesz-Partei könne verhindern, dass Ungarn in den Krieg im Nachbarland hineingezogen werde. Mit der Wahl wolle er den "Anti-Kriegs-Pakt" mit seinen Wählern verlängern, betonte er am Sonntag.
16.05 Uhr: Selenskyj warnt vor Material-Knappheit bei Flugabwehr durch Iran-Krieg
Im Gespräch mit Journalisten hat der ukrainische Präsident Selenskyj davor gewarnt, dass der Iran-Krieg die Flugabwehrbestände erschöpfen könnte, auf die die Ukraine angewiesen ist, um russischen Raketenangriffen entgegenzuwirken. Der Präsident sagte, er habe keinen klaren Überblick über die verfügbaren Bestände und habe am Freitag in Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron darüber gesprochen, ob SAMP/T-Systeme als Alternative zu den in den USA hergestellten Patriot-Batterien zum Abfangen ballistischer Raketen dienen könnten. Er erklärte, die Ukraine werde jede praktikable Alternative testen.
15.08 Uhr: Feuer in Ölanlage im russischen Krasnodar gelöscht
Ein durch ukrainische Drohnenangriffe in der Nacht hervorgerufene Brand in einem Öllager im Süden Russlands ist gelöscht worden. Die Löscharbeiten dauerten rund einen halben Tag, wie der Krisenstab der Region Krasnodar mitteilte. Das Depot nahe der Stadt Tichorezk war in der Nacht in Flammen aufgegangen. Es war bereits der zweite Angriff auf das Lager innerhalb weniger Tage. Bei der Attacke wurden offiziellen Angaben zufolge auch zwei Hochstromleitungen beschädigt. Tichorezk liegt Hunderte Kilometer von der Front entfernt.
Russland führt seit mehr als vier Jahren Krieg gegen die Ukraine und beschießt dabei systematisch das Hinterland des Nachbarn. Im Visier der russischen Streitkräfte sind vor allem Energieanlagen. Im Gegenzug zielt Kiew in seinem Abwehrkampf neben militärischen Anlagen auch auf Objekte der russischen Öl- und Gasindustrie. Dies soll einerseits die Treibstoffversorgung des russischen Militärs, andererseits die Finanzierung des Kriegs für Moskau insgesamt erschweren.
12.14 Uhr: Russisches Öllager steht nach Drohnenangriff in Flammen
In der russischen Oblast Krasnodar ist nach einem Drohnenangriff in einer Ölanlage ein Brand ausgebrochen. Grund seien herabgestürzte Trümmer einer abgeschossenen Drohne, teilten die örtlichen Behörden mit. Ersten Berichten zufolge wurde niemand verletzt. Die beschädigte Ölanlage befindet sich in der Nähe von Tichorezk, wo ukrainische Drohnen am Donnerstag eine Ölpumpstation getroffen hatten. Das dort ausgebrochene Feuer war am Freitag gelöscht worden. Die Behörden haben nicht angegeben, ob es sich um dieselbe Einrichtung handelt.
Tichorezk ist einer der größten Ölumschlagplätze in Südrussland und die einzige Versorgungsroute für Erdölprodukte zum wichtigen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Die ukrainischen Streitkräfte greifen immer wieder die Energie- und Hafeninfrastruktur in dem russischen Gebiet an.
11.44 Uhr: Selenskyj - Umgehung von Sanktionen hält Russland angriffsfähig
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts schwerer russischer Angriffe auf sein Land und des Krieges im Nahen Osten zur stärkeren Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau gemahnt. Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1.770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf X: "Jede dieser Raketen beinhaltet mindestens 60 ausländische Bauteile, die Russland unter Umgehung der Sanktionen erhält." Das Schema der Sanktionsumgehung sei bekannt und müsse beendet werden, forderte er.
Selenskyj erinnerte in dem Zusammenhang auch an den Krieg im Nahen Osten, in dem der Iran die Angriffe der USA und Israels unter anderem mit Drohnenattacken gegen eine Reihe von Ländern im Nahen Osten beantwortet. Da die Welt nicht genügend Ressourcen habe, um eine Flugabwehr für Europa und den Nahen Osten auf die Beine zu stellen, sei es umso wichtiger, den Russen die Möglichkeit zu nehmen, Raketen in ihren Fabriken herzustellen, schrieb er
08.50 Uhr: Ukraine will im Gegenzug für Hilfe für Nahost-Staaten Geld und Technologie
Die Ukraine will Geld und Technologie im Gegenzug für ihre Hilfe bei der Verteidigung der Staaten im Nahen Osten gegen iranische Kamikaze-Drohnen. Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge sind bereits Spezialisten in vier Länder der Region entsandt worden. Jedes Team bestehe aus Dutzenden Personen. Sie könnten demonstrieren, wie Drohnenabwehrsysteme funktionieren sollten, sagt Selenskyj in einer für diesen Sonntag freigegebenen Erklärung vor der Presse. Die Ukraine hat viel Erfahrung mit der Abwehr iranischer Schahed-Drohnen, die seit langem von den russischen Streitkräften im Krieg eingesetzt werden.
08.35 Uhr: Selenskyj bereit für weitere Friedensgespräche mit Russland und USA
Die Ukraine ist nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit für die nächste Runde der Friedensgespräche mit Russland und den USA. Washington und Moskau müssten sich auf Ort und Zeitpunkt des Treffens verständigen, erklärte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen. Die USA hätten vorgeschlagen, das nächste Treffen zwischen den amerikanischen, ukrainischen und russischen Verhandlungsteams auszurichten, doch Moskau habe sich geweigert, eine Delegation zu entsenden. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei nötig, unterstrich Selenskyj.
02.53 Uhr: Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland
US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland infolge des Iran-Kriegs gerechtfertigt. "Ich will Öl für die Welt haben", sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.
Er warf zudem dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in dem NBC-Interview erneut vor, ein größeres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. "Ich bin überrascht, dass Selenskyj kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskyj, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit", sagte Trump in dem NBC-Interview. "Mit Selenskyj ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen."
Sonntag, 15. März 2026
20.44 Uhr: Ukraine boykottiert auch Abschlussfeier der Paralympics
Die Ukraine wird auch die Abschlussfeier der Paralympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo boykottieren. Das bestätigte der Präsident des Nationalen Paralympischen Komitees der Ukraine, Valeriy Sushkevych, der Deutschen Presse-Agentur. "Nein, niemals. Da wird die Flagge eines Staatsmörders gehisst", sagte Sushkevych auf die Frage nach einer Teilnahme an der Schlusszeremonie an diesem Sonntag (20.30 Uhr).
"Diese Paralympischen Spiele sind die schlimmsten in der Geschichte", sagte der 71-Jährige. Das russische Paralympische Komitee stehe gemeinsam mit der Armee. "Die russischen Goldmedaillengewinner haben ihre Medaillen Putin gewidmet - nicht dem Land oder dem russischen Volk. Das zeigt, dass die Sportler nicht nur ihr Land vertreten, sondern auch Terrorismus, Krieg und militärische Angriffe. Das ist schrecklich", sagte Sushkevych.
20.35 Uhr: Viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja
Bei einem Bombenangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und weitere 18 verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Minderjährige, teilte Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, unter den Trümmern der Wohnhäuser wird nach weiteren Menschen gesucht. Nach Angaben Fedorows wurden zwölf größere Wohnblocks und weitere zwölf private Wohnhäuser getroffen. Saporischschja liegt nur einige Dutzend Kilometer von der Front entfernt.
18.07 Uhr: Bürgermeister - 32 Drohnen mit Ziel Moskau abgefangen
Die russische Flugabwehr hat dem Moskauer Bürgermeister zufolge im Tagesverlauf 32 ukrainische Drohnenabgefangen, die auf die Hauptstadt zusteuerten. Die Drohnen seien im Zeitraum von mittags bis abends abgeschossen worden, schrieb Sergej Sobjanin auf Telegram. Einsatzkräfte untersuchten die Trümmerteile.
17.20 Uhr: Fünf Tote bei massiven russischen Angriffen
Bei massiven russischen Luftangriffen sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Hauptziel der Angriffe sei die Energieinfrastruktur in der Region Kiew gewesen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Online-Plattform X. Es seien jedoch auch Wohngebäude, Schulen und Unternehmen beschädigt worden. Selenskyj zufolge richtete sich der Angriff mit rund 430 Drohnen und 68 Raketen auch gegen die Regionen Sumy, Charkiw, Dnipro und Mykolajiw. Die meisten Geschosse seien von der Flugabwehr abgefangen worden.
16.48 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst - Russische Kriegsschiffe getroffen
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat eigenen Angaben nach zwei vom russischen Militär genutzte Schiffe angegriffen und beschädigt. Die Eisenbahnfähre "Slawjanin" sei außer Betrieb gesetzt, die "Avantgarde" beschädigt worden, teilte HUR bei Telegram mit. Beide Schiffe seien vorrangig im Pendelverkehr zwischen dem russischen Festland und der bereits seit 2014 von Moskau annektierten Halbinsel Krim eingesetzt worden und Teil der Militärlogistik gewesen, heißt es. Nach Angaben des HUR wurden mit den Schiffen Waffen, Militärtechnik und Munition transportiert.
Demnach wurden die Schiffe im Rahmen eines Angriffs gegen den Schwarzmeerhafen Port Kawkas beschossen. Auch die Infrastruktur des Hafens selbst sei bei der Aktion beschädigt worden. Die vom HUR veröffentlichten Bilder deuten auf einen Drohnenangriff hin. Tatsächlich hatten am Morgen russische Behörden Schäden am Hafen und an einem Schiff eingeräumt, ohne Details zu nennen. Bei der Attacke wurden drei Personen verletzt.
16.45 Uhr: EU einigt sich bei Russland-Sanktionen
Die EU-Staaten haben sich nach wochenlangen schwierigen Diskussionen doch noch rechtzeitig auf eine Verlängerung von Sanktionen gegen Russland geeinigt. Ein Kompromiss sieht vor, dass die zwei prominenten Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman entgegen Forderungen der Slowakei und Ungarns vorerst mit Strafmaßnahmen belegt bleiben. Die Sanktionen gegen die beiden und insgesamt rund 2.600 weitere Personen und Organisationen werden allerdings nur um sechs Monate und nicht wie ursprünglich geplant um zwölf Monate verlängert.
Zudem werden die Sanktionen gegen zwei Personen nicht verlängert, bei denen es nur sehr schwache Hinweise auf eine Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt, wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte. Die Namen wurden zunächst aber nicht bekanntgegeben.
Die Sanktionen der EU umfassen in der Regel Reisebeschränkungen, das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot der Bereitstellung von Geldern oder anderen wirtschaftlichen Ressourcen.
13.20 Uhr: Russischer Tanker treibt auf Malta zu
Wegen eines beschädigten Flüssiggas-Tankers aus Russland, der im Mittelmeer treibt, hat Malta einen Notfallplan in Kraft gesetzt. Der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" werde möglicherweise am Sonntagabend oder Montag maltesische Gewässer vor der Westküste der Insel erreichen, hieß es von dortigen Behörden. Beteiligt sind neben den Schifffahrtsbehörden auch das Außenministerium des EU-Landes sowie der Zivilschutz.
Der Tanker war am Dienstag vergangener Woche vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. Die Besatzung aus 30 Mann sei gerettet worden. Die libysche Küstenwache hatte zunächst berichtet, das Schiff sei untergegangen. Dann tauchten aber Fotos auf, die die "Arctic Metagaz" mit erheblicher Schlagseite zeigen.
09.09 Uhr: Ölraffinerie und Hafen in russischem Krasnodar von Drohnen getroffen
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach russischen Angaben in der Nacht zum Samstag eine Ölraffinerie und einen Hafen in der südrussischen Oblast Krasnodar mit Drohnen angegriffen. Beim Beschuss des Hafens Kawkas seien drei Menschen verletzt worden, teilen die Behörden in Krasnodar auf Telegram mit. Ein Serviceschiff und die Pieranlage seien beschädigt worden. Der Hafen wird für den Umschlag von Getreide und Flüssiggas genutzt und liegt an der Straße von Kertsch gegenüber der bereits 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim.
Zudem sei in der Afipski-Ölraffinerie nach einem Drohnentreffer ein Feuer ausgebrochen, heißt es in einer separaten Mitteilung der Behörden. Das russische Verteidigungsministerium teilt zudem mit, es habe in der Nacht 87 ukrainische Drohnen abgeschossen, davon 31 über dem Asowschen Meer und 16 über der Oblast Krasnodar. Das Asowsche Meer ist durch die Straße von Kertsch mit dem Schwarzen Meer verbunden.
08.03 Uhr: Tote bei russischen Angriffen bei Kiew
Im Umland von Kiew sind bei russischen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Anzahl der Verletzten belaufe sich auf 15. Drei davon seien schwer verletzt, schrieb der Gouverneur der Region, Mykola Kalaschnyk, bei Telegram. Am schwersten getroffen wurden demnach die Landkreise um die Städte Browary und Obuchiw.
Insgesamt wurden laut Kalaschnyk etwa 30 Objekte getroffen und beschädigt, darunter private Wohnhäuser, größere Wohnblocks, Schulen, ein Kindergarten, Infrastrukturanlagen und Fahrzeuge. Auch die Hauptstadt Kiew selbst ist nach Medienberichten von den Folgen der Attacke betroffen. Wegen Stromausfällen fahren Straßenbahn und Omnibusse in mehreren Stadtbezirken nicht.
Russische Behörden berichten wiederum von Angriffen auf den Hafen Port Kawkas im Gebiet Krasnodar. Drei Menschen seien durch Drohnentrümmer verletzt, darüber hinaus die Infrastruktur des Hafens und ein Schiff beschädigt worden, teilte der Krisenstab der Region mit. Port Kawkas wird für die Versorgung der russischen Truppen in dem seit vier Jahren laufenden Krieg gegen die Ukraine genutzt.
Tote bei russischen Angriffen bei Kiew
06.01 Uhr: Merz fordert Einreiseverbot für russische Ukraine-Soldaten
Aus Gründen der inneren Sicherheit haben Bundeskanzler Friedrich Merz und sieben andere Staats- und Regierungschef der EU gefordert, dass die Europäische Union ein Einreiseverbot für russische Soldaten, die am Krieg in der Ukraine beteiligt sind oder es waren, prüfen sollte.
Die mögliche Einreise von Kämpfern in den Schengen-Raum stelle ein schwerwiegendes Risiko für die innere Sicherheit dar, heißt es in einem Brief der Politiker an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa. Die Personen könnten demnach etwa Gewaltdelikte verüben, in kriminellen Netzwerken oder extremistischen Bewegungen tätig werden oder feindliche Aktivitäten Russlands unterstützen.
Als besonders riskant gelten diese Soldaten auch, weil sich unter ihnen mehr als 180.000 verurteilte Straftäter befinden, die aus russischen Gefängnissen rekrutiert und an die Front in die Ukraine geschickt wurden.
Samstag, 14. März 2026
23.01 Uhr: Ukraine - USA verschieben Dreiergespräche mit Russland
Die USA wollen nach ukrainischen Angaben die nächste Runde der Dreiergespräche zum Konflikt verschieben. Die US-Vertreter dürften wegen der Lage im Nahen Osten derzeit nicht reisen, zitieren ukrainische Medien Präsident Wolodymyr Selenskyj zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs. Die Suche nach einem Verhandlungsort gleiche einer Seifenoper, sagte Selenskyj demnach. Die Ukraine sei zu Treffen in Miami, Washington, der Schweiz, der Türkei oder den Emiraten bereit. Russland lehne jedoch die USA als Ort ab und bevorzuge die Türkei oder die Schweiz - was Washington wiederum zurückweise. Die Entscheidung liege nun bei den USA. Seit Jahresbeginn fanden bereits zwei von den USA vermittelte Gesprächsrunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Genf statt. Hauptstreitpunkt bleiben die Gebietsansprüche im Donbass.
18.20 Uhr: Tauziehen im Weißen Haus um Kriegsende im Iran
Laut Insidern gibt es in Sachen Irankrieg ein Tauziehen zwischen drei verschiedenen Gruppen im Weißen Haus. So plädieren Wirtschaftsberater und politische Strategen für ein schnelles Kriegsende, da steigende Benzinpreise den Rückhalt für den Krieg in der Bevölkerung schnell untergraben könnten. Trumps populistische Basis um Akteure wie Steve Bannon, sind ebenfalls gegen einen weiteren langwierigen Konflikt im Nahen Osten. Dagegen wollen den Insidern zufolge die sogenannten "Falken" den militärischen Druck aufrechterhalten, um den Iran daran zu hindern, Atomwaffen weiter zu entwickeln. Die drei Gruppen versuchen laut den Insidern, Trump für ihre Positionen zu gewinnen. Das Weiße Haus weist Berichte über interne Zerwürfnisse zurück.
18.10 Uhr: Experte - Putin profitiert vom Nahostkrieg
Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Klemens Fischer profitiert Russland vom Irankrieg und den steigenden Benzinpreisen. Im Interview mit BR24 im BR Fernsehen sagte der Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik an der Universität zu Köln, Russland könne aufgrund der Lockerung der Saktionen nun für mindestens 30 Tage wieder Öl verkaufen. Gleichzeitig leide die Ukraine, da sie "derzeit keine Waffenlieferungen bekommt, weder im Artilleriebereich noch in der Luftabwehr". Die Ukraine falle hinten über, was für ihren Kampf gegen Russland "sehr, sehr schlecht" sei.
Dass Bundeskanzler Friedrich Merz die USA für die Lockerung so deutlich kritisiert habe, bewertet Fischer als deutliche Kursänderung. Die US-Regierung habe sich mit dem Iran-Krieg "völlig verkalkuliert". Man sei von einem begrenzten Schlag gegen den Iran ausgegangen.
Im Video: Öl und Gas - So profitiert Putin vom Iran-Krieg
Öl und Gas - So profitiert Putin vom Iran-Krieg
16.46 Uhr: Nach Angriff mit Marschflugkörpern: Moskau bestellt Botschafter ein
Nach einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Brjansk mit französisch-britischen Marschflugkörpern vom Typ Storm Shadow hat das Außenministerium in Moskau nach eigenen Angaben die Botschafter Frankreichs und Großbritanniens einbestellt. Mit dem Schritt solle der "scharfe Protest" gegen den Angriff vom Dienstag zum Ausdruck gebracht werden, teilte das Ministerium mit.
Ohne die Beteiligung französischer und britischer "Spezialisten" und die Übermittlung von Geheimdienstinformationen wäre der Angriff "nicht möglich gewesen", erklärte das Außenministerium weiter. "Sollte die Komplizenschaft Londons und Paris' an den Kriegsverbrechen" der ukrainischen Regierung andauern, "werden genau diese europäischen Hauptstädte die Verantwortung für die zerstörerischen Folgen des bewaffneten Konflikts und für die Eskalation der Spannungen tragen", warnte Moskau. Paris und London müssten den Angriff auf Brjansk "nachdrücklich und unmissverständlich" verurteilen.
Im Audio: Bundeskanzler Merz in Norwegen
Bundeskanzler Merz in Norwegen
16.20 Uhr: Finnland will "in Friedenszeiten" keine Atomwaffen auf Staatsgebiet erlauben
Angesichts der Kritik aus Russland an einer geplanten Aufhebung der Beschränkungen für Atomwaffen in Finnland hat der finnische Präsident Alexander Stubb versichert, dass sein Land "in Friedenszeiten" keine Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet erlauben werde. Niemand habe vorgeschlagen, "dass Finnland in Friedenszeiten Atomwaffen auf sein Staatsgebiet" bringe, sagte Stubb in Helsinki: "Das ist das Grundprinzip, dem wir sicherlich treu bleiben werden."
Anfang März hatte die finnische Regierung eine Gesetzesänderung angekündigt, die es ermöglichen sollte, Atomwaffen ins Land zu bringen, wenn dies "mit der militärischen Verteidigung Finnlands in Verbindung steht". Der Kreml stufte dies als Bedrohung ein und drohte mit Konsequenzen. Präsident Stubb sagte nun, die Reform orientiere sich an der Abschreckungspolitik der Nato, die darauf abziele, dass Atomwaffen "niemals eingesetzt werden müssen".
15.53 Uhr: Macron - Russland verteidigt nirgendwo den Frieden
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Friedensabsichten Russlands infrage gestellt. Es sei seltsam zu sehen, wie Russland zu einer Feuerpause im Nahen Osten aufrufe, während es seit mehr als einem Jahr hartnäckig jede vorgeschlagene Waffenruhe für die Ukraine ablehne, sagte Macron bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Paris. Er sagte über Russland: "Es verteidigt den Frieden nicht, nirgendwo."
Russland glaube vielleicht, dass der Iran-Krieg ihm eine Verschnaufpause geben werde, doch da täusche es sich. Er wolle auch daran erinnern, dass Russland ein strategischer Partner des Irans sei. Auf russischem Boden würden Drohnen iranischer Herkunft hergestellt. "Alle wissen, dass der ukrainische Himmel leider ein Testfeld für die iranischen Drohnen war, die heute im Golf und auf einige unserer Verbündeten fallen."
15.37 Uhr: Russischer Tanker treibt weiter im Mittelmeer - Beratungen in Rom
Der im Mittelmeer treibende beschädigte Flüssiggas-Tanker aus Russland driftet italienischen Medienberichten zufolge derzeit wieder auf Malta zu. Die Nachrichtenagentur Ansa meldete, der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" mit seiner Ladung von Tausenden Tonnen Gas habe sich einige Seemeilen von der italienischen Insel Linosa entfernt und werde in Richtung Malta getrieben. Die maltesischen Schifffahrtsbehörden warnten, der Gastanker könne zur Gefahr für andere Schiffe werden. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beraumte kurzfristig eine Sitzung zu dem Thema an.
Der russische Tanker war am Dienstag vergangener Woche vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. Die Besatzung aus 30 Mann sei gerettet worden.
14.43 Uhr: Selenskyj - Lockerung von Sanktionen durch die USA stärkt Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Lockern der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA vor dem Hintergrund des Iran-Krieges scharf kritisiert. "Dies wird auf jeden Fall zu einer Stärkung der Position Russlands führen", sagte Selenskyj nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Macron in Paris. "Das hilft auf keinem Fall dem Frieden", fügte er hinzu. Die Lockerung könne Russland bis zu zehn Milliarden Dollar einbringen, wofür Moskau weitere Waffen kaufen könne.
Macron zeigte sich verhalten kritisch und nannte die US-Entscheidung eine "zeitlich begrenzte Ausnahme", welche die Sanktionen nicht dauerhaft infrage stelle. In seinen Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump habe dieser seine Haltung dazu nicht geändert. Der französische Präsident verwies auf die gemeinsame Position der G7-Staaten, nach der "der Anstieg der Ölpreise auf keinen Fall zu einer Änderung der Sanktionspolitik führen" dürfe. Darauf hätten sich die Vertreter der G7-Staaten am Mittwoch geeinigt, so Macron. "Die gemeinsame Haltung der G7 besteht im Festhalten an den Sanktionen", erklärte Macron. "Die Lage rechtfertigt nicht, sie aufzuheben", fügte er hinzu.
13.54 Uhr: London - Kiews Verbündete sollten Druck auf Russland beibehalten
Die britische Regierung hat sich von der vorübergehenden Lockerung der US-Sanktionen gegen Russland aufgrund der gestiegenen Ölpreise distanziert. "Alle Partner sollten den Druck auf Russland und seine Kriegskasse aufrechterhalten", sagte der Sprecher des britischen Regierungschefs Keir Starmer in London.
"Unsere Unterstützung für die Ukraine schwächt Russlands Fähigkeit, in der ganzen Welt Krieg zu führen, sowohl militärisch als auch finanziell", fügte der Sprecher hinzu. Der beste Weg, "Russland an der Unterstützung feindlicher Akteure in der Welt zu hindern", sei, "unseren gemeinschaftlichen Druck beizubehalten".
13.14 Uhr: EU-Ratspräsident kritisiert Sanktions-Lockerung durch die USA
EU-Ratspräsident António Costa hat die Lockerung von Sanktionen gegen Russland durch die USA als "sehr besorgniserregend" bezeichnet. Auf X erklärte Costa, dass die Entscheidung, Sanktionen gegen russische Ölexporte aufzuheben, die "europäische Sicherheit" gefährde. Costa argumentierte, eine Lockerung der Sanktionen erhöhe "die russischen Mittel, um den Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzuführen". Der wirtschaftliche Druck sei aber "entscheidend" dafür, dass Moskau "ernsthafte Verhandlungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden akzeptiert", fügte er hinzu. Die EU arbeitet derzeit an ihrem 20. Sanktionspaket, das erneut auf die russischen Öleinnahmen abzielt.
12.49 Uhr: Frankreich bekräftigt Solidarität mit der Ukraine vor Selenskyj-Besuch
Kurz vor dem Paris-Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt Frankreich seine ungebrochene Solidarität mit der Ukraine. Ein Vertreter des Präsidialamtes erklärte, der Hauptzweck des Besuchs sei, zu zeigen, dass keine Krise, einschließlich des Iran-Kriegs und der Ölkrise, die Aufmerksamkeit von der Ukraine ablenken werde. "Die Ukraine bleibt ein zentrales Sicherheitsthema für uns", so der Sprecher: "Unsere Unterstützung für die Ukraine wankt nicht."
12.36 Uhr: Grünen-Fraktionschefin Dröge zu Freigabe von russischem Öl: "Fatale Entscheidung"
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat die Entscheidung der US-Regierung zur Freigabe von russischem Öl scharf kritisiert. Dies sei eine "fatale Entscheidung" und "ein Schlag ins Gesicht für alle, die von Russland bedroht und angegriffen werden", sagte Dröge am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Wer "Sanktionen gegen den Aggressoren" aufweiche, fülle direkt die Kriegskassen von Kreml-Chef Wladimir Putin "und finanziert damit den völkerrechtswidrigen und mörderischen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit".
12.21 Uhr: DIW - Lockerung der Russland-Sanktionen "energiepolitischer Kurzschluss"
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält die temporäre Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland für energie- und geopolitisch falsch. DIW-Energieexpertin Claudia Kemfert erklärt, dass Sanktionen den finanziellen Spielraum für Kriegsführung begrenzen sollten. Eine kurzfristige Aufweichung stärke die fossilen Machtstrukturen, die Konflikte erst ermöglichen. Die Lockerung sei ein energiepolitischer Kurzschluss, da das Marktproblem mit der Energiequelle beantwortet werde, die das Problem verursacht hat.
12.04 Uhr: Drei Tote bei russischem Angriff in Region Kupjansk
Bei einem russischen Raketenangriff in der nordostukrainischen Region Kupjansk sind laut ukrainischen Behörden drei Menschen getötet worden. Ein Bus wurde getroffen, wobei der Fahrer und zwei Fahrgäste ums Leben kamen. Vier weitere Personen wurden verletzt, und mehrere Wohnhäuser wurden beschädigt.
12.01 Uhr: Kremlgesandter zufrieden mit gelockerten Sanktionen
Nach der befristeten Lockerung von US-Sanktionen auf russisches Öl zeigt sich Moskau zufrieden. Der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew schrieb auf Telegram, dass die USA "faktisch das Offensichtliche" anerkennen: Ohne russisches Öl kann der Energiemarkt nicht stabil bleiben. Dmitrijew sprach von rund 100 Millionen Barrel Öl im Transit und deutete an, dass weitere Lockerungen der Beschränkungen aufgrund der Energiekrise immer wahrscheinlicher werden, trotz Widerstands aus Brüssel. Dmitrijew ist der Sonderbeauftragte von Kremlchef Wladimir und spielt auch bei den Verhandlungen über die Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine wichtige Rolle. Für Moskau sind Einnahmen aus dem Energiegeschäft wichtig für die Kriegskasse.
11.30 Uhr: Merz kritisiert Lockerung von US-Sanktionen gegen Russland
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Lockern von Sanktionen gegen Russland deutlich kritisiert. "Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte Merz im norwegischen Andöya. Russland zeige im Ukraine-Krieg weiterhin keine Verhandlungsbereitschaft, der Druck auf Moskau müsse daher weiter erhöht werden. "Unsere Unterstützung für die Ukraine werden wir fortführen. Wir werden uns davon nicht durch den Iran-Krieg abbringen oder ablenken lassen", betonte der Kanzler.
Im Audio: Trump lockert Russland Sanktionen - wie reagiert Deutschland?
Trump lockert Russland Sanktionen - wie reagiert Deutschland?
09.19 Uhr: Kiesewetter - Die Ukraine muss unsere erste Priorität bleiben
Der CDU-Außenexperte Roderich Kiesewetter mahnt, im laufenden Iran-Krieg die Ukraine nicht aus dem Blick zu verlieren. Er sagte am Freitagmorgen im rbb24 Inforadio, die USA hätten die Seiten gewechselt und setzten die Ukraine immer mehr unter Druck. Deshalb brauche sie mehr Hilfe von Deutschland.
"Erstens, die Ausbildung an Taurus-Marschflugkörpern und diese dann auch zu liefern. Mit diesen Systemen können Lagerstätten und Fabriken zerstört werden, die Drohnen herstellen. Zweitens, die russische Schattenflotte aufhalten und drittens könnten wir mithelfen, für die Westukraine eine Flugverbotszone zu organisieren." So könnten unbemannte Flugkörper abgeschossen werden. Ganz wichtig sei es, so Kiesewetter, zu zeigen, "dass wir in der Rüstungsindustrie mehr tun, als nur Luftabwehrraketen zu liefern."
08.28 Uhr: Selenskyj zu Beratungen mit Macron über Ukraine-Krieg in Paris eingetroffen
Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ist am Freitag zu Ukraine-Gesprächen mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron in Paris eingetroffen. "Der Präsident ist bereits in Paris", sagte Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow zu Journalisten in der französischen Hauptstadt. Die beiden Staatschefs wollen nach Angaben des französischen Präsidialamts darüber beraten, wie der Druck auf Russland erhöht werden kann, und unter anderem über die Bekämpfung der sogenannten russischen "Schattenflotte" sprechen. Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen Russland die internationalen Sanktionen umgeht.
Zudem solle die weitere Unterstützung der Ukraine besprochen werden, erklärte der Elysée-Palast. Selenskyj und Macron wollen nach ihrem Gespräch gemeinsam vor die Presse treten.
08.05 Uhr: Russische Drohnen greifen Hafenanlagen in Region Odessa an
Russische Drohnen haben ukrainischen Angaben zufolge Hafenanlagen in der südukrainischen Region Odessa angegriffen. Dabei wurde ein Lebensmittellager beschädigt, wie Gouverneur Oleh Kiper auf Telegram mitteilt.
01.31 Uhr: Ukraine und Rumänien wollen gemeinsam Drohnen produzieren
Die Ukraine und Rumänien wollen laut dem rumänischen Präsidenten Nicusor Dan künftig gemeinsam ukrainische Verteidigungssysteme wie Drohnen in Rumänien herstellen. "Wir haben über unsere militärische Zusammenarbeit gesprochen, und eines der von uns unterzeichneten Dokumente umfasst auch die Zusammenarbeit bei der Drohnenproduktion", teilte Nicusor Dan nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit. Selenskyj sagte, die besondere Expertise seines Landes liege in der Integration von Drohnen-Software in das umfassendere Verteidigungssystem eines Landes. EU- und Nato-Mitglied Rumänien hat eine 650 Kilometer lange Grenze zur Ukraine. Russische Drohnen sind mehrmals in rumänischen Luftraum eingedrungen.
00.38 Uhr: Ukraine gibt Verbündeten Zugang zu Schlachtfelddaten für KI
Die Ukraine öffnet ihren Verbündeten den Zugang zu ihren Schlachtfelddaten, um die Entwicklung von Software für Künstliche Intelligenz (KI) bei Drohnen zu trainieren. Dies teilt Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf Telegram mit. "Die Ukraine besitzt eine einzigartige Sammlung von Schlachtfelddaten, die nirgendwo sonst auf der Welt ihresgleichen hat", schreibt Fedorow. Dazu gehörten Millionen von kommentierten Bildern, die bei Zehntausenden von Kampfeinsätzen gesammelt worden seien. Die Ukraine habe eine Plattform geschaffen, um KI-Modelle sicher zu trainieren, ohne sensible Daten preiszugeben. Die Datensätze würden ständig aktualisiert.
Die Ukraine erhoffe sich davon eine beschleunigte Entwicklung von KI-Modellen, die sie dann in ihrem seit vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russland einsetzen könne.
Freitag, 13. März 2026
18.47 Uhr: Moskau warnt Russen vor Reisen nach Deutschland
Moskau hat der Regierung in Berlin Diskriminierung von Russen vorgeworfen und eine Reisewarnung für Deutschland ausgesprochen. Das Außenministerium rate weiterhin von "nicht absolut notwendigen" Reisen nach Deutschland ab, sagte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Die deutsche Obrigkeit verdächtigt weiterhin bewusst praktisch jeden russischen Bürger auf deutschem Gebiet, darunter auch dauerhaft und befristet lebende, schürt eine vergiftete Atmosphäre des Misstrauens um alle Russen, hetzt gegen Russen und Russischsprachige, behandelt sie ungerecht und willkürlich", sagte sie.
Die Diskriminierung von Russen erfolge auf unterschiedliche Art und Weise. So beschlagnahme der Zoll am Flughafen ihre persönlichen Sachen und Bargeld und verhänge anschließend hohe Geldstrafen wegen angeblicher Umgehung der Sanktionen. Die Banken schränkten Finanzdienstleistungen für Russen ein, die auch noch mit ständigen Kontrollen gegängelt würden, klagte sie.
17.50 Uhr: Russischer Gastanker treibt nach angeblichem Drohnenangriff im Mittelmeer
Im Mittelmeer treibt ein beschädigter Flüssiggas-Tanker aus Russland nach offiziellen Angaben ohne Besatzung auf die italienische Insel Lampedusa zu. Die Schifffahrtsbehörden des EU-Mitgliedslandes Malta warnten davor, dass der 277 Meter lange Tanker "Arctic Metagaz" mit seiner Ladung von Tausenden Tonnen Gas zur Gefahr für andere Schiffe werden könnte. Maltas Ministerpräsident Robert Abela zufolge ist in Malta ein Notfallplan in Vorbereitung. Das Schiff befindet sich nach Angaben der dortigen Behörden aktuell etwa 110 Kilometer entfernt von Maltas Küste in internationalen Gewässern.
Der russische Tanker war am Dienstag vergangener Woche vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit einem unbemannten Drohnenboot angegriffen zu haben. Die Besatzung aus 30 Mann sei gerettet worden. Präsident Wladimir Putin sprach von einem "Terroranschlag".
17.20 Uhr: Ukraine und Rumänien starten gemeinsam Drohnenproduktion
Die Nachbarländer Rumänien und die Ukraine wollen gemeinsam militärische Drohnen produzieren. Dazu unterzeichneten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein rumänischer Amtskollege Nicusor Dan in Bukarest ein Abkommen. Die Drohnen sollen mit ukrainischem Know-How im EU- und Nato-Land Rumänien hergestellt werden, unterstützt durch den EU-Rüstungsfonds SAFE. Dan betonte, dass das "historische Misstrauen" zwischen beiden Ländern seit Beginn des russischen Angriffskriegs verflogen sei.
Die beiden Präsidenten schlossen zudem ein Energie-Abkommen. Es sieht den Ausbau der Stromleitungen zwischen den beiden Ländern vor. Selenskyj und Dan berieten auch über eine Zusammenarbeit bei der Öl- und Gasförderung aus dem Schwarzen Meer. Selenskyj sicherte zudem mehr Schutz für die rumänische Minderheit in seinem Land zu, nachdem Rumänien seit Jahren Missstände in diesem Bereich beklagt hatte.
15.45 Uhr: Ungarns Regierung kündigt Belege für Finanzierung der Opposition durch Kiew an
Die ungarische Regierung hat die Veröffentlichung von Belegen für die Vorwürfe von Ministerpräsident Viktor Orban angekündigt, Oppositionsführer Peter Magyar werde von der Ukraine finanziert. Der Freigabeprozess für entsprechendes Geheimdienstmaterial sei im Gang, sagte Orbans Stabschef Gergely Gulyas. Der Bericht werde in "absehbarer Zeit" veröffentlicht. Magyars Partei Tisza äußerte sich zunächst nicht.
Orban liegt gut vier Wochen vor den Parlamentswahlen in den meisten Umfragen hinter Magyar und dessen Tisza-Partei. Er wirft der Ukraine, der EU und Tisza vor, sie betrieben eine Verschwörung zu seinem Sturz. An seine Stelle solle eine Regierung treten, die für die Ukraine günstigere Entscheidungen treffe. Vergangene Woche sagte Orban, die Ukraine habe Tisza erhebliche Summen zur Verfügung gestellt, um Wähler zu mobilisieren. Das seien "keine Vermutungen, sondern Fakten", die er in einem Sicherheitsbericht gelesen habe. Beweise blieb Orban bisher schuldig.
15.01 Uhr: Noch kein Ja Kiews zu Pipeline-Inspektion durch EU
Im Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um die Druschba-Ölpipeline hat die EU-Kommission die Entsendung einer eigenen Untersuchungsdelegation vorgeschlagen - aber noch keine Zustimmung aus Kiew bekommen. Die Kommission warte "auf eine Antwort" der ukrainischen Regierung, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Es gebe "intensive Gespräche" zu dem Thema mit der Ukraine sowie mit Ungarn und der Slowakei.
Die Druschba-Pipeline transportiert normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei werfen Kiew jedoch vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern und die mutmaßlichen Schäden als Vorwand für eine Stilllegung zu nutzen.
13.30 Uhr: EU will Druschba-Pipeline in der Ukraine inspizieren
Die Europäische Union plant, die Öl-Pipeline Druschba in der Ukraine zu inspizieren. Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte, dass man derzeit auf eine Antwort der ukrainischen Regierung warte. Seit Ende Januar ruhen die russischen Öllieferungen über die Pipeline nach Ungarn und die Slowakei. Die Ukraine führt die Schäden an der Pipeline auf einen russischen Angriff zurück, während Slowakei und Ungarn dies in Frage stellen und die Ukraine für den anhaltenden Ausfall der Öllieferungen verantwortlich machen.
12.07 Uhr: Russland wirft Ukraine Angriffe auf Gas-Pipeline TurkStream vor
Russland beschuldigt die Ukraine, eine Gas-Verdichterstation des Konzerns Gazprom angegriffen zu haben. Die betroffene Anlage ist Teil der Pipeline TurkStream, die Gas nach Europa liefert. Die Moskauer Regierung bezeichnete den Angriff als rücksichtslos, berichtete jedoch, dass keine Schäden entstanden seien. Gazprom bestätigte in einer Erklärung nächtliche Luftangriffe auf seine Verdichterstationen Russkaja und Beregowaja. Laut dem Unternehmen konnten die Attacken erfolgreich abgewehrt werden.
12.04 Uhr: Ukraine wartet auf US-Zustimmung zu Drohnenabkommen
Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj wartet die Ukraine weiterhin auf die Zustimmung des Weißen Hauses zu einem Abkommen zur Drohnenproduktion, das Kiew bereits im vergangenen Jahr vorgeschlagen hatte. Am Donnerstag erklärte Selenskyj, dass die Ukraine bislang nicht die Gelegenheit hatte, das Abkommen zu unterzeichnen. Hintergrund ist die Modernisierung der Luftverteidigungssysteme vieler Länder nach Ausbruch des Iran-Kriegs.
Das geplante Abkommen zwischen den USA und der Ukraine würde mehrere Drohnentypen sowie Luftverteidigungssysteme umfassen, die gemeinsam operieren sollen, um Schutz vor Schwärmen von Hunderten oder sogar Tausenden iranischer Shahed-Drohnen sowie vor Raketenangriffen zu bieten. Dies teilte Selenskyj in den sozialen Medien mit.
11.41 Uhr. Großbrand in russischer Öl-Pumpstation nach Drohnen-Angriff
Drohnen haben laut ukrainischem Geheimdienst SBU die Öl-Pumpstation Tichorezk in der russischen Region Krasnodar getroffen. Nach einem Einschlag sei ein Großbrand ausgebrochen. Tichorezk zählt zu den größten Öl-Umschlagplätzen im Süden Russlands und verfügt über ein großes Öl-Depot.
11.28 Uhr: Russlands Einnahmen aus Ölexporten fallen auf Tiefststand
Im Februar sind die russischen Ölexporte und die daraus erzielten Einnahmen auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 gesunken. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) fielen die Ausfuhren von Rohöl im Vergleich zum Januar um 410.000 Barrel pro Tag auf 4,2 Millionen Barrel. Dies sei auf reduzierte Lieferungen nach Indien aufgrund des Drucks der USA sowie auf eine Unterbrechung der Druschba-Pipeline zurückzuführen. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar seien die Preise und Einnahmen jedoch wieder gestiegen.
11.13 Uhr: UN-Ermittler - Russische Kindesentführungen in Ukraine sind Verbrechen
Bei den gewaltsamen Deportationen ukrainischer Kinder nach Russland handelt es sich laut einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen um Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Deportationen der russischen Besatzer seien weitverbreitet und systematisch, erklärte der Vorsitzende der UN-Untersuchungskommission zur Ukraine, Erik Møse, am Donnerstag in Genf.
Die Kommission habe die Deportation von 1.205 Kindern bestätigt und Kenntnis von vielen weiteren Fällen, sagte er vor dem UN-Menschenrechtsrat. In den meisten untersuchten Fällen hätten die russischen Behörden die Eltern oder Erziehungsberechtigten nicht über Schicksal und Verbleib der deportierten Kinder informiert. Dies habe zu langwierigen Trennungen, Leiden und Qualen geführt.
09.18 Uhr: Macron empfängt Selenskyj am Freitag in Paris
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am Freitag den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg in Paris. Bei dem Treffen solle erörtert werden, wie der Druck auf Russland erhöht werden könne, teilte das französische Präsidialamt am Donnerstag mit. Dabei gehe es insbesondere um den Kampf gegen die russische "Schattenflotte". Macron und Selenskyj wollen auch die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs erörtern, wie der Elysée hinzufügte.
Die USA haben für kommende Woche eine neue Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland vorgeschlagen, die nach Angaben Selenskyjs in der Schweiz oder in der Türkei stattfinden könnte. Ein ursprünglich für vergangene Woche geplantes Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten war vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs verschoben worden.
08.08 Uhr: 15-Jährige bei russischem Angriff im Norden der Ukraine getötet
Bei einem russischen Angriff im Norden der Ukraine ist nach Behördenangaben eine 15-Jährige getötet worden. Bei der Attacke auf eine Ortschaft in der Nähe der Stadt Tschernihiw seien zwei Wohnhäuser beschädigt worden, teilten die örtlichen Behörden am Donnerstag mit. Die Jugendliche sei dabei getötet und ihre Eltern verletzt worden.
06.31 Uhr: Brand in Öldepot nach ukrainischem Drohnenangriff
Ein ukrainischer Drohnenangriff hat in der südrussischen Region Krasnodar Behördenangaben zufolge ein Feuer in einem Öldepot ausgelöst. Verletzt wurde niemand, so der regionale Krisenstab. Das russische Verteidigungsministerium meldet zudem, die Luftabwehr habe in der Nacht 80 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört.
03.42 Uhr: Russland und USA treffen sich in Florida
Eine russische Delegation unter Leitung des Putin-Sondergesandten Kirill Dmitriew trifft sich mit einer US-Delegation in Florida. Die Teams diskutieren eine "Vielzahl von Themen" und vereinbaren weitere Kontakte, teilt US-Sondergesandter Steve Witkoff mit. Dmitriev dankt auf der Plattform X den Gastgebern Witkoff, Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, und dem Berater im Weißen Haus, Josh Gruenbaum, für ein "produktives" Treffen.
02.47 Uhr: Russland verurteilt ukrainischen Angriff in Westrussland als "Terrorakt"
Das russische Außenministerium verurteilt einen tödlichen ukrainischen Angriff auf die westrussische Stadt Brjansk als "Terrorakt". Bei dem Angriff seien britische Raketen eingesetzt worden, teilt das Ministerium mit. Großbritannien überschreite damit internationale Rechtsnormen. Der Angriff ziele darauf ab, Friedensbemühungen zu verhindern und den Konflikt zu eskalieren. Die Zahl der Todesopfer steigt nach Angaben des Regionalgouverneurs Alexander Bogomas auf sieben, 42 Menschen seien verletzt worden. Die Ukraine erklärt, sie habe eine wichtige Fabrik für Raketenkomponenten getroffen. Moskau wirft der Ukraine vor, gezielt Zivilisten angegriffen zu haben.
Donnerstag, 12. März 2026
21.03 Uhr: Putins Gesandter trifft Trump-Vertraute in Florida
Der Sondergesandte des Kremls Kirill Dmitrijew ist in Florida nach Medienangaben zu Gesprächen mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump zusammengetroffen. Das berichtet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dmitrijew ist der Sonderbeauftragte von Kremlchef Wladimir Putin für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland und spielt auch bei den Verhandlungen über die Beendigung des Ukraine-Kriegs eine wichtige Rolle.
21.01 Uhr: Selenskyj hofft auf Plan B für weitere Hilfen aus Europa
Um die von Ungarn blockierten milliardenschweren EU-Hilfen an die Ukraine freizugeben, braucht es nach Angaben aus Kiew neue Ideen. "Wir und Europa, wir brauchen alle einen Plan B", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview von Politico und Welt. Das sei nötig, um weitere Erpressungsversuche von Ungarns Regierungschef Viktor Orban abzuschmettern. Der lange schwelende Streit zwischen Kiew und Budapest hat sich zuletzt – auch wegen des ungarischen Wahlkampfs – stark verschärft. Ungarn verlangt von der Ukraine eine schnelle Reparatur der durch russische Angriffe beschädigten Ölpipeline "Druschba", über die es günstiges russisches Öl bezieht. Da Budapest Kiews Hinweis auf eine langwierige Reparatur nicht glaubt, blockiert es einen 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine.
20.59 Uhr: Selenskyj - Hoffe, dass die USA uns helfen werden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert von US-Präsident Donald Trump mehr Druck auf Russland. "Ich hoffe, dass sie (die USA) uns helfen werden. Aber wir brauchen mehr Druck auf Russland — nicht auf mich", sagte er den Medien "Politico" und "Welt". Die Ukraine werde alles tun, um den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. "Aber nicht alles hängt von uns ab", sagte Selenskyj. Es hänge vom Willen Russlands ab. "Sie sind aggressiv, sie sind groß und zeigen keinerlei Willen, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden.
17.40 Uhr: G7 gegen Lockerung der Russland-Sanktionen
Trotz der stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Krieges haben die G7-Staaten nach den Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland wegen dessen Angriffskrieges in der Ukraine ausgeschlossen. Diese Situation rechtfertige "keinesfalls eine Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen", erklärte Macron am Mittwoch. Macron äußerte sich nach einer Videoschalte mit anderen Staats- und Regierungschefs der Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7).
US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag angesichts der gestiegenen Ölpreise im Iran-Krieg angekündigt, einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Trump äußerte sich nicht dazu, welches Land oder welche Länder von dem Schritt profitieren könnten - der US-Präsident machte seine Aussagen aber nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die USA hatten im Oktober Sanktionen gegen die russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängt.
Frankreichs Präsident Macron (l.) bei der G7-Schalte
16.40 Uhr: Selenskyj warnt vor Lockerung von Russland-Sanktionen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich vor dem Hintergrund des Iran-Krieges gegen eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. "Wenn die Sanktionen gelockert werden, dann wird diese Aggression anerkannt", sagte der Staatschef auf einer Pressekonferenz mit Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) in Kiew. Das wäre "absolut ungerecht". Er sei überzeugt, dass dies auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) so sehe. Klöckner sagte wiederum, sie habe darüber als Bundestagspräsidentin nicht zu entscheiden. Sie persönlich finde es allerdings wichtig, "dass wir Russland nicht belohnen für das, was es tut".
15.10 Uhr: Über 25.000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet
Gut 25.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten sind seit Oktober 2022 in Deutschland ausgebildet worden, um ihr Land gegen Russland zu verteidigen. An knapp 50 Ausbildungsstandorten habe es über 100 Trainingsmissionen gegeben, sagte ein Bundeswehrsprecher der anerkannten Mission für die Ausbildung der ukrainischen Soldatinnen und Soldaten in Deutschland, EUMAM. Aktuell bildet die Bundeswehr auf einem Truppenübungsplatz in Sachsen-Anhalt Ukrainer am Kampfpanzer Leopard 1A5 und dem Brückenlegepanzer Biber aus.
13.50 Uhr: Experten aus Ungarn und Slowakei prüfen Druschba-Pipeline
Ungarn und die Slowakei entsenden eine Gruppe von Experten in die Ukraine, um den Ausfall der Druschba-Pipeline zu untersuchen. Ziel sei es, den Zustand der Leitung zu bewerten und die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der Ölflüsse zu schaffen, teilte der stellvertretende ungarische Energieminister Gabor Czepek mit. Über die Leitung versorgt Russland seit den 1960er Jahren Ungarn und die Slowakei mit Öl. Der Transport ist seit dem 27. Januar allerdings unterbrochen, die Ukraine verweist auf Kriegsschäden. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zu Ungarns Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte.
11.49 Uhr: Russland - Nächste Friedensgespräche könnten in Istanbul stattfinden
Laut russischen Angaben könnte die nächste Runde der trilateralen Gespräche über die Ukraine in Istanbul stattfinden. Konkrete Details liegen jedoch noch nicht vor, es sei lediglich vereinbart worden, den Friedensprozess fortzusetzen, sagte Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidialamts. Im vergangenen Jahr hatten Russland und die Ukraine bereits drei Gesprächsrunden in der türkischen Stadt abgehalten. In diesem Jahr fanden die Verhandlungen unter Vermittlung der USA in Abu Dhabi und Genf statt.
11.00 Uhr: Bundestagspräsidentin Klöckner stärkt Ukraine den Rücken
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) bekräftigte bei ihrem Besuch in Kiew die unverminderte Unterstützung Deutschlands für die Ukraine. "Kein Land darf durch Krieg und Teilung zerstört werden. Keine Demokratie sollte akzeptieren, dass ein Nachbarstaat ihr Existenzrecht infrage stellt", sagte Klöckner am Mittwoch im ukrainischen Parlament, der Rada, laut ihrem Redemanuskript. Aus diesem Grund unterstütze Deutschland die Ukraine politisch, finanziell, humanitär und militärisch und verstärke diese Hilfe derzeit mit weiteren 200 Millionen Euro.
09.22 Uhr: Mindestens zwei Tote und sieben Verletzte durch russische Angriffe auf Charkiw
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind Behördenangaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Dies gab der örtliche Gouverneur, Oleh Synegubow, am Mittwoch im Onlinedienst Telegram bekannt. Infolge des Angriffs sei zudem in einem zivilen Unternehmen ein Brand ausgebrochen.
08.31 Uhr: Klöckner - Rede vor ukrainischem Parlament geplant
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ist am Mittwoch zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Wie die Pressestelle des Bundestags weiter mitteilte, wird Klöckner als erste Vertreterin Deutschlands eine Rede vor dem ukrainischen Parlament halten. Der Besuch erfolgt auf Einladung des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk.
Geplant ist in Kiew den Angaben zufolge auch eine Begegnung Klöckners mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Zudem wolle die Bundestagspräsidentin mit Oppositionsabgeordneten sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche sollen demnach die fortlaufende Unterstützung Deutschlands für die Ukraine, die geopolitische Lage sowie "die Widerstandsfähigkeit des Parlamentarismus in Kriegszeiten" stehen.
07.29 Uhr: Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Charkiw
Bei einem russischen Drohnenangriff auf Charkiw sind nach Angaben des Bürgermeisters zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine russische Drohne habe ein ziviles Unternehmen in der zweitgrößten Stadt der Ukraine getroffen, teilt Ihor Terechow auf Telegram mit. "Leider gibt es vorläufige Informationen über zwei Tote." Vier weitere Personen seien verletzt worden.
07.18 Uhr: Bundestagspräsidentin Klöckner zu erstem Besuch in Kiew
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist zu ihrem ersten Besuch in Kiew eingetroffen. Die CDU-Politikerin möchte dem ukrainischen Parlament die Solidarität Deutschlands im fünften Jahr des russischen Angriffskriegs übermitteln sowie sich über Herausforderungen der Energieversorgung und der Drohnenabwehr informieren.
01.43 Uhr: Sechs Tote bei Angriff auf russische Raketenfabrik
Die Ukraine greift nach eigenen Angaben mit britischen Storm-Shadow-Raketen die Fabrik Kremnij El in der russischen Grenzregion Brjansk an. Das Werk produziere wichtige Elektronikkomponenten für russische Raketen, teilt das ukrainische Militär mit und veröffentlicht ein Video, das Explosionen und Brände zeigt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt in seiner Abendansprache, seine Streitkräfte hätten "eine der wichtigen russischen Militärfabriken" getroffen - die Fabrik stelle Teile für Raketen her, mit denen Russland ukrainische Städte und Zivilisten angreife.
Der Gouverneur von Brjansk, Alexander Bogomasch, meldet sechs getötete und 37 verletzte Zivilisten bei einem "terroristischen Raketenangriff". Die Fabrik erwähnt er nicht.
Mittwoch, 11. März 2026
19.59 Uhr: Sechs Tote nach Angriff auf Stadt im Westen Russlands
Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die westrussische Stadt Brjansk sind nach russischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Mindestens 37 weitere Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Alexander Bogomas im Onlinedienst Telegram.
17.51 Uhr: Russland und die Ukraine wollen kommende Woche erneut verhandeln
Die nächste Runde der von den USA vermittelten Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf kommende Woche verschoben worden. Themen sollen ein Gefangenenaustausch sowie ein mögliches Gipfeltreffen der Staatschefs sein, teilt Selenskyj Reportern über den Kurznachrichtendienst WhatsApp mit.
17.45 Uhr: Ukraine greift Rüstungsbetrieb in Russland an
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine russische Raketenfabrik in Brjansk angegriffen. Der Betrieb stelle Kontrollsysteme für alle von Russland eingesetzten Raketentypen her, teilt Selenskyj Reportern über den Kurznachrichtendienst WhatsApp mit. Der Gouverneur der Region, Alexander Bogomas, bestätigt einen Raketenangriff auf die Stadt im Südwesten Russlands. Dabei habe es Tote und Verletzte gegeben.
17.40 Uhr: Brüssel warnt Washington vor Lockerung der Öl-Sanktionen
Die EU warnt US-Präsident Donald Trump vor einer Lockerung von Sanktionen gegen Russlands Ölexporte. "Aus Sicht der Europäischen Union ist die Lage sehr klar. Wir müssen weiterhin maximalen Druck auf Russland ausüben", sagte EU-Kommissar Valdis Dombrovskis nach einem EU-Finanzministertreffen in Brüssel.
Eine Lockerung von Sanktionen wäre nach den Worten von Dombrovskis "selbstschädigend". Sie würde Russlands Fähigkeit stärken, Krieg zu führen, die Ukraine schwächen und auch die Ziele beeinträchtigen, die die USA und Israel gegenüber dem Iran zu erreichen versuchten, sagte er. Schließlich unterstütze Russland den Iran in dem Krieg. Trump hatte zuvor am Montag kurz nach einem Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin erklärt, die USA setzten "bestimmte ölbezogene Sanktionen aus, um die Preise zu senken". Dies werde er tun, bis sich die Lage beruhigt habe.
17.33 Uhr: UN werfen Russland Kriegsverbrechen vor
Die Verschleppung ukrainischer Kinder nach Russland und Belarus stellt einer UN-Kommission zufolge ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar. Die Taten seien weitverbreitet, systematisch und von höchsten russischen Regierungskreisen koordiniert, heißt es in dem Bericht der Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission zur Ukraine. Von 1205 untersuchten Fällen seien 80 Prozent der Kinder noch nicht zurückgekehrt. Teilweise würden sie militärisch ausgebildet und zum Kampf gegen die eigenen Truppen gezwungen.
Eine russische Stellungnahme dazu liegt zunächst nicht vor. Die Regierung in Moskau hatte zuvor bestritten, Kinder gegen ihren Willen mitzunehmen. Vielmehr habe es sich um freiwillige Evakuierungen gehandelt, um Menschen aus einem Kriegsgebiet zu bringen.
17.10 Uhr: Kiew meldet erfolgreiche Offensive in Dnipropetrowsk
Die Ukraine hat eigene Erfolge an der Front vermeldet. Die Streitkräfte hätten in einer Gegenoffensive fast das gesamte Gebiet der südöstlichen Industrieregion Dnipropetrowsk zurückerobert und die russischen Truppen aus einem Gebiet von mehr als 400 Quadratkilometern vertrieben, sagte Generalmajor Oleksandr Komarenko der Nachrichtenagentur RBK-Ukraine. Die Gesamtsituation an der Frontlinie sei schwierig, aber unter Kontrolle. Die schwersten Kämpfe tobten in der Nähe von Pokrowsk in der Ostukraine und Oleksandriwka im Süden.
Diese Angaben ließen sich nicht prüfen. Die in Washington ansässige Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) teilte mit, die jüngsten ukrainischen Gegenangriffe könnten "taktische, operative und strategische Auswirkungen haben, die Russlands Offensivplan für Frühjahr/Sommer 2026 stören könnten".
16.58 Uhr: Selenskyj - Türkei will nächste Runde von Friedensgesprächen angehen
Die Türkei ist nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit, die nächste Runde der Friedensgespräche zwischen der Ukraine, Russland und den USA auszurichten. Dies habe ihm der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in einem Telefonat gesagt, schreibt Selenskyj auf Facebook. "Wir schätzen diese Initiative und hoffen, dass sie Ergebnisse bringen kann."
16.20 Uhr: Putin sieht russische Invasionstruppen im Donbass auf dem Vormarsch
Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen Invasionstruppen Erfolge bei der Eroberung des Donbass bescheinigt. Vor einem halben Jahr habe die Ukraine noch ein Viertel des industriell geprägten Gebietes kontrolliert, jetzt seien es nur noch 15 bis 17 Prozent, sagte Putin bei einem Treffen mit dem von Russland in der Region Donezk installierten Verwaltungschef Denis Puschilin. Diese Zahlen ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, Putin habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat am Montag gesagt, die russischen Streitkräfte kämen in der Ukraine "recht erfolgreich voran". Dies solle Kiew "anspornen, sich auf eine Verhandlungslösung des Konflikts zuzubewegen".
15.55 Uhr: Vier Tote bei russischen Angriffen auf Slowjansk
Bei russischen Angriffen auf die umkämpfte ostukrainische Stadt Slowjansk in der Region Donezk sind nach Angaben der regionalen Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. 16 weitere Menschen seien verletzt worden, unter ihnen ein 14-jähriges Mädchen, teilten die Behörden am Dienstag mit.
Von den Behörden veröffentlichte Bilder zeigten ausgebrannte Fahrzeuge und ein beschädigtes Wohngebäude. Die russische Seite äußerte sich zunächst nicht zu dem Geschehen. Die Region Donezk befindet sich zum größten Teil unter Kontrolle der russischen Streitkräfte.
14.52 Uhr: Slowakei und EU einig über Öl-Transit durch Druschba-Pipeline
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico ist sich eigenen Angaben zufolge mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einig, dass der Öl-Transit durch die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen werden sollte. Er begrüße zudem die Bereitschaft der EU, technische und finanzielle Hilfe für die nötigen Reparaturen bereitzustellen, sagt Fico nach einem Treffen mit von der Leyen. Über die Leitung versorgt Russland seit den 1960er Jahren Ungarn und die Slowakei mit Öl.
Der Transport ist seit dem 27. Januar allerdings unterbrochen. An dem Lieferstopp hat sich ein Streit entzündet, der zu Ungarns Blockade von EU-Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland führte. Selenskyj hat sich mehrfach gegen Kritik aus Ungarn sowie der Slowakei verwahrt und auf die anhaltenden russischen Angriffe auf den Energiesektor seines Landes verwiesen.
10.38 Uhr: EU-Ratspräsident - Russland ist einziger Gewinner des Nahost-Kriegs
Russland ist nach Ansicht von EU-Ratspräsident Antonio Costa bislang der einzige Gewinner des Kriegs im Nahen Osten. "Es erhält neue Ressourcen zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine, da die Energiepreise steigen", sagt Costa in einer Rede vor EU-Botschaftern in Brüssel. Zudem rücke der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt und verringere die Aufmerksamkeit für die ukrainische Front. Costa mahnt zur Deeskalation und zur Rückkehr an den Verhandlungstisch.
10.29 Uhr: Bericht - Pistorius besorgt 30 Patriot-Raketen für Ukraine
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat nach einem "Spiegel"-Bericht von Partnern 30 zusätzliche Patriot-Flugabwehrraketen für die Ukraine organisiert. Zusammen mit fünf weiteren der weltweit knappen High-Tech-Raketen vom Typ PAC-3 aus Bundeswehrbeständen sollen damit nun 35 der Abfangraketen in die Ukraine geliefert werden.
- Zum Artikel: Pistorius schnürt neues Patriot-Paket für Ukraine
09.31 Uhr: Hoher Ölpreis beschert Russland Mehreinnahmen für die Kriegskasse
Je länger der Krieg im Nahen Osten dauert, desto weiter steigt der Ölpreis und mit ihm die Einnahmen Russlands. Vor Kurzem meldeten Moskaus Finanzbehörden ein Rekorddefizit im Haushalt. Nun werden in Moskau Milliarden-Mehreinnahmen durch einen Ölpreis von zeitweise über 100 US-Dollar je Fass (159 Liter) erwartet. Die Rohstoffmacht finanziert so auch ihren Krieg gegen die Ukraine.
Wegen der Lage im Nahen Osten erwägen die USA auch Sanktionslockerungen. Damit könnte Russland wieder deutlich mehr Energie absetzen – zu deutlich höheren Preisen. Dabei wollte die EU mit ihren Sanktionen gegen russisches Öl und Gas der Energiegroßmacht den Geldhahn für den Krieg gegen die Ukraine zudrehen. Das war einmal auch US-Präsident Donald Trumps Ziel. Aber jetzt droht Russlands Präsident Wladimir Putin sogar damit, dem von der EU beschlossenen Totalembargo gegen russisches Gas zuvorzukommen – und seine Rohstoffe auf andere, "verlässlichere Märkte" umzuleiten. Damit droht ein neuer Preisanstieg.
08.36 Uhr: Mindestens 14 Verletzte in der Ukraine durch Drohnen
Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens 14 Menschen verletzt worden. Zehn Verletzte meldet der Gouverneur für die Großstadt Dnipro im Süden der Landes. In der Großstadt Charkiw im Osten der Ukraine wurden nach neueren Angaben des Bürgermeisters vier Menschen verletzt.
Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 137 angreifende Drohnen aus Russland. 122 von ihnen seien abgefangen worden. An zehn Orten habe es aber Einschläge gegeben. Das russische Militär in Moskau wiederum teilte mit, in der Nacht seien 17 ukrainische Drohnen abgefangen worden.
00.30 Uhr: Russische Drohne verletzt sechs Menschen in Charkiw
Eine russische Drohne traf in der ukrainischen Großstadt Charkiw ein Gebiet nahe einem Hochhaus. Sechs Menschen werden verletzt, darunter ein Kleinkind, teilt Bürgermeister Ihor Terechow mit. Bei einem anderen russischen Beschuss der südöstlichen Stadt Dnipro wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha sieben Menschen verletzt.
Dienstag, 10. März 2026
21.28 Uhr: Putin - Russland will Öllieferungen an "zuverlässige Partner" erhöhen
Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit Blick auf die aktuellen Turbulenzen am Ölmarkt die Verlässlichkeit seines Landes als Energielieferant unterstrichen. Moskau werde weiterhin Öl und Gas an "Länder liefern, die selbst zuverlässige Partner sind", wie beispielsweise Länder im asiatisch-pazifischen Raum oder die Slowakei und Ungarn, sagte Putin am Montag nach Angaben des Kremls bei einer Regierungssitzung zur Lage am Energiemarkt. Darüber hinaus werde Russland die Lieferungen an seine zuverlässigen Partner erhöhen.
Putin bekräftigte, dass Russland erwäge, Gaslieferungen aus der Europäischen Union, wo ein vollständiges Verbot von russischem Gas ab 2027 vereinbart wurde, auf andere Märkte umzuleiten, fügte jedoch hinzu, dass Moskau bereit sei, mit den europäischen Abnehmern zusammenzuarbeiten, sollten diese ihre Meinung ändern.
20.42 Uhr: Kreml - Putin und Trump haben telefoniert
Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinem US-Amtskollegen Donald Trump nach russischen Angaben in einem Telefonat Vorschläge für eine rasche Beilegung des Iran-Kriegs unterbreitet. Dies teilt der russische Außenberater Juri Uschakow mit. Trump habe sich in dem rund einstündigen Gespräch zudem erneut für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs ausgesprochen. Angesichts des schnellen russischen Vormarsches müsse Kiew Verhandlungen zustimmen, hieß es. Die Ukraine hatte dagegen Anfang März Geländegewinne für sich reklamiert.
20.38 Uhr: Trump erwägt Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Der Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gibt der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.
14.40 Uhr: Ukraine erhält Anfragen wegen Hilfe bei Drohnenabwehr
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj von elf Staaten Anfragen für ihre Technologie zur Drohnenabwehr erhalten. Die Gesuche für Drohnen-Abfangjäger, Systeme zur elektronischen Kriegsführung und Ausbildung kämen von Nachbarländern des Irans, europäischen Staaten und den USA, sagt Selenskyj. "Wir haben die Anfragen der Staaten nach Sicherheitsunterstützung von unserer Seite bei der Abwehr von 'Schahed'-Drohnen und anderen ähnlichen Herausforderungen im Detail geprüft", teilt Selenskyj nach einem Treffen mit Militär- und Regierungsvertretern über die App Telegram mit. Einigen Anfragen sei bereits mit konkreten Entscheidungen und spezifischer Unterstützung entsprochen worden. Das ukrainische Militär hat viel Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs "Schahed", die Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine einsetzt.
13.58 Uhr: Wiedereinführung der Wehrpflicht in Kroatien: Erste Einberufene treten Militärdienst an
In Kroatien sind nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht die ersten Rekruten seit fast zwei Jahrzehnten zum Dienst in der Kaserne angetreten. Rund 800 junge Menschen - die Mehrheit davon Freiwillige - begannen ihre militärische Grundausbildung. Sobald die Rekruten ihre Ausbildung abgeschlossen haben, werden sie Teil der Reserve der kroatischen Streitkräfte. Die Einberufung soll schrittweise ausgeweitet werden, schließlich sollen jährlich 19.000 junge Menschen ihre militärische Grundausbildung durchlaufen.
Das kroatische Parlament hatte im vergangenen Oktober vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs die Wiedereinführung des Wehrdienstes besiegelt. Kroatien ist der erste frühere Teilstaat Jugoslawiens, der verpflichtenden Militärdienst wiedereinführt. Das benachbarte Serbien plant dies jedoch ebenfalls. Der Balkanstaat hatte die Wehrpflicht 2008 abgeschafft und stattdessen auf eine reine Berufsarmee gesetzt. 2009 trat das Land mit 3,8 Millionen Einwohnern der Nato bei, seit 2013 ist es in der EU.
07.40 Uhr: Europa verdreifacht Waffenimporte - meiste Waffen gehen in die Ukraine
Europäische Staaten haben ihre Waffenimporte laut dem Sipri-Institut mehr als verdreifacht und sind damit die weltweit größte Empfängerregion geworden. Das Gesamtvolumen der Importe von 2021 bis 2025 liege 210 Prozent über dem Wert der Jahre von 2016 bis 2020, teilten die Friedensforscher in Stockholm mit. Die europäischen Staaten importierten demnach in den vergangenen fünf Jahren 33 Prozent der weltweit gehandelten schweren Waffen.
Hinter der Ukraine waren laut Sipri in den vergangenen fünf Jahren Polen und Großbritannien die größten Waffenimporteure in Europa. Fast die Hälfte der an europäische Staaten gelieferten Waffen stammte laut Sipri aus den USA (48 Prozent), gefolgt von Deutschland (7,1 Prozent). Den Anstieg der Nachfrage in Europa begründen die Forscher mit der Bedrohung durch Russland. Rund ein Viertel der deutschen Waffenlieferungen, 24 Prozent, gingen in die Ukraine, 17 Prozent in andere europäische Staaten. 9,7 Prozent aller Waffentransfers weltweit gingen in den vergangenen fünf Jahren in das von Russland angegriffene Land.
05.17 Uhr: Selenskyj - Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien
Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
Montag, 9. März 2026
Video: Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen
Tote bei russischen Angriffen auf Charkiw
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