Feuer und Rauch nach Drohnenangriffen auf eine russische Ölanlage im Schwarzmeerhafen Tuapse. Das Bild wurde aus einem Social-Media-Video entnommen, das am 20. April 2026 veröffentlicht wurde und aus Tuapse, Krasnodar Krai, Russland stammt.
Feuer und Rauch nach Drohnenangriffen auf eine russische Ölanlage im Schwarzmeerhafen Tuapse. Das Bild wurde aus einem Social-Media-Video entnommen, das am 20. April 2026 veröffentlicht wurde und aus Tuapse, Krasnodar Krai, Russland stammt.
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Feuer und Rauch nach Drohnenangriffen auf eine russische Ölanlage im Schwarzmeerhafen Tuapse (20.4.2026).
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Feuer und Rauch nach Drohnenangriffen auf eine russische Ölanlage im Schwarzmeerhafen Tuapse (20.4.2026).

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 17 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 17 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 13. bis 19. April im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.40 Uhr: Ukraine dringt auf europäisches Raketenabwehrsystem

Europa muss nach Meinung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein eigenes Abwehrsystem gegen ballistische Raketen aufbauen. Die Ukraine führe bereits Gespräche mit mehreren Staaten über dessen Entwicklung, sagte Selenskyj am Sonntag im Fernsehen. Dies sei eine extrem schwierige, jedoch realistische Aufgabe. Er habe das Vorhaben bereits mit wichtigen europäischen Ländern besprochen, ohne diese namentlich zu nennen.

19.06 Uhr: Russland meldet Abschuss von über 270 Drohnen

Das russische Militär hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zahlreiche ukrainische Drohnen abgeschossen. In der Nacht zum Sonntag seien 274 Drohnen, gelenkte Bomben und ein Marschflugkörper des Typs Neptune abgefangen worden, teilte das Ministerium am Sonntag mit. Wie viele Ziele getroffen wurden, ließ das Ministerium offen.

16.44 Uhr: Chef der Patrouillenpolizei reicht Rücktritt ein

Nach dem Davonlaufen zweier Polizisten bei einer Schießerei hat der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, die Verantwortung übernommen. "Als kampferfahrener Offizier habe ich beschlossen, meinen Rücktritt von meinem derzeitigen Amt einzureichen. Ich halte das für richtig", sagte der Polizeigeneral bei einer Pressekonferenz in Kiew. Die beiden Streifenpolizisten haben ihm zufolge "unprofessionell und unwürdig" gehandelt. Es sei ein "sehr beschämender Vorfall". 

Am Samstag hatte ein Mann in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sechs Menschen erschossen und mehr als ein Dutzend verletzt. Zwei herbeigerufene Polizisten ließen nach Schüssen unbewaffnete Zivilisten im Stich: gegen sie wird dienstlich ermittelt. Eine Antiterroreinheit erschoss den Täter. Die Behörden stufen die Tat als Terroranschlag ein.

15.49 Uhr: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen sollen in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden sein, darunter ein Jugendlicher. Dmytro Bryschynskyj, der Leiter der Militärverwaltung in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw, berichtete bei Telegram von einem schweren Drohnenangriff in der Nacht zum Sonntag, bei dem ein 16-jähriger Junge getötet worden sei und mindestens vier Menschen verletzt worden seien, drei Frauen und ein Mann.

Auch aus der südlichen Stadt Cherson wurde ein russischer Drohnenangriff gemeldet. Gouverneur Olexander Prokudin erklärte, ein Mann sei seinen Verletzungen erlegen, nachdem sein Auto bei einer Fahrt durch das Stadtzentrum von einer Drohne getroffen worden sei. Ein weiterer Mann wurde nach Behördenangaben mit Explosionsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht 236 Drohnen gegen ukrainisches Gebiet eingesetzt. Davon seien 203 abgeschossen worden. 32 Drohnen hätten Ziele an 18 verschiedenen Orten getroffen.

14.45 Uhr: Brand auf russischem Ölverladehafen gelöscht

Drei Tage nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Ölverladehafen Tuapse am Schwarzen Meer ist der Brand nach russischen Angaben beendet. Das Feuer sei gelöscht, teilen örtliche Behörden mit. Bei der am Donnerstag gemeldeten Attacke auf den wichtigen Portknotenpunkt im Süden Russlands waren den örtlichen Behörden zufolge zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden. Zudem war ein unter liberianischer Flagge fahrender Öltanker getroffen worden. Die Ukraine hatte den Angriff auf die Hafeninfrastruktur für sich reklamiert.

10.53 Uhr: Schüsse in Kiew - Verhalten der Polizei wirft Fragen auf

Einen Tag nach tödlichen Schüssen in Kiew laufen die Ermittlungen nicht nur zu den Hintergründen der Tat, sondern auch zum Verhalten der Polizei. Innenminister Ihor Klymenko kündigte die Einleitung eines Dienstaufsichtsverfahrens an. "Dienen und schützen ist nicht nur eine Losung", schrieb er auf Telegram. Dies müsse mit Professionalität einhergehen – gerade in kritischen Situationen, wenn das Leben von Menschen auf dem Spiel stehe. Hintergrund der Kritik ist offenbar ein Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert. Zu sehen sind zwei Polizisten, die bei einem kleinen Jungen stehen, bei den ersten Schüssen aber einfach weglaufen und das Kind allein lassen. Der Junge flieht kurz darauf auch und kann entkommen. Allerdings trifft es in dem von Augenzeugen aufgenommenen Video einen Mann, der unmittelbar neben dem Jungen vor den Schüssen davonläuft.

Die Hintergründe des Verbrechens waren zunächst unklar. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft erklärte jedoch, dass sie möglichen terroristischen Motiven des Täters nachgehe.

10.41 Uhr: Selenskyj verurteilt verlängerte Lockerung von US-Sanktionen für russisches Öl

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidung, die Lockerung der US-Sanktionen für russisches Erdöl zu verlängern, scharf verurteilt. "Jeder Dollar, der für russisches Öl bezahlt wird, finanziert den Krieg gegen die Ukraine", schrieb Selenskyj am Sonntag auf sozialen Medien. Er erklärte, dass durch die anhaltende Lockerung der Sanktionen weiterhin russisches Rohöl und Erdölprodukte verkauft werden könnten, die sich bereits auf Schiffen befinden. "Das bedeutet zehn Milliarden Dollar – Mittel, die direkt in neue Angriffe gegen die Ukraine fließen", so der Präsident.

10.30 Uhr: Lukaschenko zu Trump-Treffen bereit - wenn "großer Deal" steht

Belarus' Präsident Alexander Lukaschenko erklärte, er sei bereit, sich mit US-Präsident Donald Trump zu treffen, sobald ein „großer Deal“ zwischen den USA und Belarus ausgearbeitet sei. Laut Lukaschenko, der in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender RT zitiert wurde, müsste dieses Abkommen die Interessen beider Länder berücksichtigen und über eine bloße Lockerung der westlichen Sanktionen hinausgehen. "Es gibt viel mehr Probleme zu lösen", so Lukaschenko, ohne ins Detail zu gehen. Sobald diese Fragen auf unterer Ebene geklärt seien, wäre er bereit, den „großen Deal“ zu unterzeichnen und sich mit Trump zu treffen. Lukaschenko, ein enger Verbündeter von Wladimir Putin, könnte laut Trumps Gesandtem John Coale bald die USA besuchen.

10.03 Uhr: Schwere Drohnenangriffe auf Ukraine

Bei schweren Drohnenangriffen des Moskauer Militärs sind in der Ukraine erneut Zivilisten zu Schaden gekommen. In der Region Tschernihiw nördlich von Kiew sei ein 16-Jähriger durch Drohnenbeschuss getötet worden, teilte Gouverneur Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. "Vier Personen wurden verletzt, drei Frauen und ein Mann", schrieb er weiter. Seinen Angaben nach wurden sieben private Wohnhäuser beschädigt - drei davon brannten völlig aus. Zudem traf es ein Verwaltungs- und ein Schulgebäude sowie zwei Autos. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr hat das russische Militär bei den nächtlichen Angriffen insgesamt 236 Drohnen eingesetzt. Obwohl die Mehrzahl der Flugobjekte abgefangen werden konnte, gab es Einschläge an 18 Orten.

08.59 Uhr: Ukrainisches Militär zerstört Drohnen-Fabrik in Russland

Das ukrainische Militär hat gemeldet, in der Nacht eine Drohnen-Fabrik in Russland zerstört zu haben. Dies verringere die Produktionskapazitäten des Feindes und schwäche die Fähigkeit Russlands, zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen, teilte das Militär über Telegram mit. Die Fabrik befand sich in der Stadt Taganrog in der Region Rostow.

07.57 Uhr: 16-Jähriger bei Angriff auf ukrainische Stadt Tschernihiw getötet

Bei einem nächtlichen Angriff auf die nordukrainische Stadt Tschernihiw wurde ein 16-Jähriger getötet, teilten die örtlichen Behörden mit. Drei Frauen und ein Mann erlitten Verletzungen, so die Militärverwaltung am Sonntag. Der Angriff beschädigte sieben Häuser, ein Verwaltungsgebäude und eine Bildungseinrichtung.

Sonntag, 19. April 2026

17.32 Uhr: Mehrere Tote in Kiew - Attentäter erschossen

Bei einem Schusswaffenangriff in Kiew hat es mindestens fünf Tote gegeben, so Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Polizei habe den mutmaßlichen Täter in einen Supermarkt verfolgt, heißt es weiter. Anschließend tötete die Polizei den Angreifer. Wie der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko mitteilte, hatte der Mann mehrere Geiseln genommen und auf Polizisten geschossen, als diese ihn festnehmen wollten. Er sei dann bei dem Festnahmeversuch getötet worden. 

14.03 Uhr: Russland - Ukrainische Angriffe auf russische Industriegebiete

Ukrainische Drohnen haben offenbar in der russischen Region Samara Industriebgebiete zweier Städte angegriffen. Betroffen waren die Städte Nowokuibyschewsk und Sysran, wie der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fedorischtschew, meldet. In beiden Städten gibt es große Ölraffinerien.

Russische Angriffe haben unterdessen in der Ukraine mehr als zwei Dutzend Menschen verletzt und mindestens eine Person getötet, wie der ukrainische Militärverwalter in der Region Donezk, Wadym Filaschkin, mitteilt.

09.45 Uhr: Angriff auf russischen Ölexport-Hafen an Ostsee gemeldet

Die Ukraine hat nach russischen Angaben zwei Industriestädte an der Wolga sowie einen Ostsee-Hafen nahe St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. In der an Finnland grenzenden Region Leningrad wurde ein Feuer im Hafen von Wyssozk gelöscht, wie Gouverneur Alexander Drosdenko mitteilt. Dort betreibt der Konzern Lukoil ein Terminal für den Export von Ölprodukten.

04.40 Uhr: Ukrainische Drohnenangriffe auf Krim-Stadt Sewastopol

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht ein Öldepot in Brand geraten. Das Feuer in einem Tank mit Kraftstoffresten sei durch abgeschossene Drohnen ausgelöst worden, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Der Brand habe keine Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung von Sewastopol.

Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Kampfdrohne (Symbolbild)
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Ukraine-Ticker: Drohnenangriffe auf Krim-Stadt Sewastopol

01.28 Uhr: Ölterminal im südrussischen Krasnodar in Flammen

Behörden in der südrussischen Region Krasnodar melden einen Großbrand in einem Ölterminal. 224 Feuerwehrleute und 56 Fahrzeuge seien im Einsatz, um den Brand in dem Terminal in Tichorezk zu bekämpfen, teilt der regionale Krisenstab auf Telegram mit. Verletzte wurden nicht gemeldet. Zur Brandursache gibt es keine Angaben.

Samstag, 18. April 2026

20.06 Uhr: Ukraine - Russland will Belarus offenbar in Krieg hineinziehen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, dass Russland seinen Verbündeten Belarus erneut in den vierjährigen Krieg hineinziehen will. Geheimdienstinformationen zufolge gebe es im belarussischen Grenzgebiet Straßenbauarbeiten in Richtung Ukraine sowie den Aufbau von Artilleriestellungen, schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram unter Berufung auf den ukrainischen Oberbefehlshaber. Selenskyj habe demnach Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. 

17.02 Uhr: Region Petersburg wirbt um Reservisten

Die Region rund um Russlands Millionenmetropole St. Petersburg wirbt um Einwohner mit militärischer Erfahrung zur Verstärkung der Flugabwehr. In der Region liegen unter anderem die wichtigen Ölhäfen Primorsk und Ust-Luga sowie eine Großraffinerie Kirischi, die wie andere Einrichtungen der russischen Ölindustrie wichtig für die Finanzierung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind. Diese hat die Häfen mehrfach angegriffen, ebenso wie den Petersburger Flughafen.

Der Gouverneur der Region Leningrad, Drosdenko, schrieb im Nachrichtendienst Telegram, es würden zusätzliche mobile Feuertrupps auf dem Gelände von Unternehmen und von kritischer Infrastruktur stationiert. Angeboten werden Dreijahresverträge mit einem nur wenige Monate dauernden Aufenthalt in Kasernen. Im vergangenen Oktober hatte die russische Tageszeitung "Kommersant" vom Einsatz einer ersten Reservisten-Einheit zur Abwehr ukrainischer Drohnen im Gebiet Leningrad berichtet. Zugleich verabschiedete das russische Parlament im Eilverfahren ein Gesetz, um dieses neue Modell zum Schutz strategisch wichtiger Objekte durch Reservisten zu legalisieren.

10.31 Uhr: Hafenanlagen im südrussischen Tuapse brennen noch immer

Im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse dauern die Löscharbeiten nach dem ukrainischen Drohnenangriff vom Donnerstag an. 177 Einsatzkräfte seien mit der Brandbekämpfung beschäftigt, teilen die örtlichen Behörden mit. Bei dem Angriff wurden nach russischen Angaben zwei Menschen getötet, darunter ein 14-jähriges Mädchen. Sieben Menschen seien verletzt worden. Das ukrainische Militär hat den Angriff auf die Hafenanlagen in Tuapse bestätigt.

Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. Zudem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört.

09.41 Uhr: Russland greift wieder ukrainischen Donau-Hafen Ismajil an

Die russischen Streitkräfte haben erneut den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil unter Beschuss genommen. Der Angriff in der Nacht habe Brände ausgelöst, teilte das Ministerium für Infrastrukturentwicklung am Freitag in Kiew mit. Rettungskräfte hätten das Feuer aber rasch unter Kontrolle bringen können. Verletzte habe es nicht gegeben. Allerdings seien Verwaltungs- und Produktionsgebäude sowie die Eisenbahninfrastruktur beschädigt worden. Eine Drohne sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Rumänien gehört der Nato und der Europäischen Union an und teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine.

08.35 Uhr: Angriff auf Odessa - Schäden an Wohnhäusern und Hafenanlagen

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa sind in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt worden. Der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass an mehreren Orten Brände ausgebrochen seien. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.

05.30 Uhr: Ukrainische Ministerpräsidentin nach US-Besuch zuversichtlich

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zeigt sich nach Gesprächen mit der US-Regierung in Washington zuversichtlich über die weitere Unterstützung für ihr Land. US-Finanzminister Scott Bessent stehe an der Seite der Ukraine, sagt Swyrydenko der Nachrichtenagentur Reuters. Sie habe bei dem Treffen deutlich gemacht, dass die Sanktionen gegen Russland nicht abgeschwächt oder ausgesetzt werden dürften. Zudem hoffe sie, dass der Regierungswechsel in Ungarn den Weg für ein blockiertes EU-Hilfspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro sowie neue Sanktionen freimache.

03.29 Uhr: Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an

Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.

02.18 Uhr: EU stellt Ukraine nach Reformen weitere Milliardenhilfen in Aussicht

Die Europäische Union (EU) will nach Fortschritten bei Reformen in der Ukraine in Kürze weitere Milliardenhilfen an das Land auszahlen. Es gehe um 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro, teilte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Donnerstagabend (Ortszeit) am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington mit. Das ukrainische Parlament habe in der vergangenen Woche die dafür notwendigen Gesetze verabschiedet. "Es gibt einen Ukraine-Plan, in dem 173 Reformen aufgeführt sind, die sie umsetzen müssen und wenn sie diese erfüllen, können wir ihnen das Geld geben", sagte Kos nach der Veranstaltung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Sie begrüßte auch die jüngsten Wahlergebnisse in Ungarn, das den weitaus größeren EU-Kredit an die Ukraine blockiert hatte. Die EU werde nun definitiv den separat zugesagten Kredit über 90 Milliarden Euro gewähren, dies sei nach der Abwahl von Viktor Orban zu "100 Prozent" sicher, sagte Kos. Die EU-Spitze stehe bereits in Kontakt mit dem voraussichtlichen neuen ungarischen Regierungschef Peter Magyar.

Freitag, 17. April 2026

21.58 Uhr: Großbrand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse hat einen Großbrand der dortigen Ölanlagen verursacht. Rettungskräfte der Region Krasnodar berichteten am Nachmittag, dass Löscharbeiten im Gang seien, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Bis zum Abend fehlte die sonst übliche Meldung, dass der Brand eingedämmt oder gelöscht sei.

Fotos in sozialen Netzwerken zeigten eine kilometerhohe schwarze Rauchsäule über dem Hafen von Tuapse. Das Kommando der ukrainischen Armee-Spezialeinheiten teilte mit, es seien die Ölverladeanlagen wie Objekte der örtlichen Raffinerie beschädigt worden. Der Komplex gehört dem größten russischen Ölkonzern Rosneft.

19.26 Uhr: Slowakei droht mit Veto gegen neue EU-Russland-Sanktionen

Nach der Abwahl des ungarischen Regierungschefs Victor Orban hatte sich die Hoffnung auf weniger Blockade-Politik in der EU eingestellt. Doch nun will die Slowakei das geplante 20. EU-Sanktionspaket gegen Russland blockieren, bis die Druschba-Ölpipeline wieder in Betrieb ist. "Wenn die Druschba-Ölpipeline nicht in Betrieb ist und die Verabschiedung des 20. Pakets auf dem Tisch liegt, werden wir es nicht billigen", zitiert die Nachrichtenagentur TASR den slowakischen Außenminister Juraj Blanar aus einer Parlamentssitzung. Sein Land habe keine anderen Druckmittel, um die Ukraine und die EU-Kommission zur Wiederinbetriebnahme der Leitung zu zwingen, erklärt Blanar weiter.

Hintergrund ist ein Streit um unterbrochene russische Öllieferungen durch die Pipeline, die nach ukrainischen Angaben Ende Januar durch einen russischen Angriff beschädigt wurde.

18.48 Uhr: Tschechien protestiert gegen Drohungen aus Moskau

Tschechiens Außenminister Petr Macinka hat den russischen Botschafter einbestellt, um eine Erklärung zu den Drohungen aus Moskau gegen europäische Rüstungshersteller zu fordern. Laut einem Sprecher richteten sich die Äußerungen des russischen Verteidigungsministeriums und von Ex-Präsident Dmitri Medwedew gegen mehrere tschechische Firmen, die als mögliche Ziele russischer Angriffe genannt wurden. Betroffen sind unter anderem ein Hersteller von Turbinentriebwerken für Drohnen und unbemannte Flugzeuge sowie ein Produzent von Kamikaze-Drohnen.

18.10 Uhr: Mindestens 17 Tote bei russischen Angriffswellen

Bei mehreren russischen Angriffswellen mit Drohnen und Raketen sind in der Ukraine mindestens 17 Menschen getötet worden. Mehr als 100 wurden verletzt, teilten Behörden mit. In Kiew kamen mindestens vier Menschen ums Leben, darunter ein 12-jähriges Kind. In Odessa starben neun Menschen, in Dnipro drei und in Saporischschja ein weiteres Opfer. Laut ukrainischen Angaben setzte Russland fast 700 Drohnen sowie Dutzende Raketen ein, die hauptsächlich Zivilisten trafen.

14.21 Uhr: Kiewer Religionsrat - Russland tötet absichtlich Zivilisten

Religionsführer in der Ukraine werfen Russland absichtliche Tötung von Zivilisten im Krieg gegen das Land vor. Bei russischen Angriffen in der Nacht zum Donnerstag seien mindestens 14 Menschen in Kiew, Dnipro, Charkiw und Odessa getötet und mehr als 80 verletzt worden, erklärte der Gesamtukrainische Rat der Kirchen und Religionsgemeinschaften. "Gottes gerechtes Urteil und seine Strafe für das vergossene unschuldige Blut" werde "unweigerlich über die russischen Täter und ihre Unterstützer kommen", so das Gremium. Der Religionsrat sprach von einem "russischen Terrorstaat", der in der für Christen heiligen Osterzeit ganz bewusst Wohnhäuser zerstöre und Kinder umbringe. Man bete für die Opfer und danke den ukrainischen Verteidigern und Rettungskräften.

13.51 Uhr: EU fliegt mehr als 5.000 Patienten zur Behandlung aus der Ukraine aus

Mehr als .Patienten sind nach Angaben der EU-Kommission seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor über vier Jahren aus der Ukraine zur Behandlung in europäische Krankenhäuser gebracht worden. Die Kommission habe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens "die sichere Verlegung von mehr 5.000 Patientinnen und Patienten aus der Ukraine in Krankenhäuser in 22 Ländern in ganz Europa für spezialisierte medizinische Behandlungen ermöglicht", hieß es in einer Mitteilung in Brüssel. Zuletzt wurden demnach gesterm Patienten nach Deutschland, Finnland, Norwegen und in die Niederlanden ausgeflogen.

13.46 Uhr: Selenskyj nennt Putin eine globale Bedrohung

Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete Russlands Präsidenten Wladimir Putin als globale Bedrohung und appellierte an die internationale Gemeinschaft, die Unterstützung für die Ukraine fortzusetzen. In seiner Dankesrede zur Verleihung des Preises der Vier Freiheiten betonte Selenskyj, dass die Freiheit, ohne Furcht zu leben, nicht selbstverständlich sei. „Diese Freiheit fehlt uns immer noch – die Freiheit von Ruinen, die Freiheit vor denen, die alles zerstören wollen“, sagte er und forderte weiterhin militärische, politische und juristische Hilfe für die Ukraine.

13.37 Uhr: Russland - Ukrainische Drohnen haben liberianischen Öltanker getroffen

Russland wirft der Ukraine vor, einen Öltanker unter liberianischer Flagge im Schwarzen Meer mit Drohnen getroffen zu haben. Der türkische Kapitän sei mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilen die russischen Ermittlungsbehörden mit.

12.16 Uhr: Gouverneur von Odessa - Russische Drohne trifft zivilen Frachter

Eine russische Drohne hat nach ukrainischen Angaben ein ziviles Frachtschiff vor der Küste Odessas im Süden der Ukraine getroffen. Der Angriff habe einen Brand in einem der Container ausgelöst, teilte Oleh Kiper, der Gouverneur der Region Odessa, auf Telegram mit. Die Besatzung habe das Feuer jedoch gelöscht. Niemand sei verletzt worden. Das unter der Flagge von Nauru fahrende Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können.

11.57 Uhr: Russland: Haben Ukraine massiv angegriffen

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ukraine massiv angegriffen. Es sei auf Energieanlagen gezielt worden, die vom ukrainischen Militär genutzt worden seien, teilt das Ministerium den staatlichen Nachrichtenagenturen Tass, Interfax und RIA zufolge mit. Die russischen Streitkräfte hätten zudem Industrieanlagen beschossen, die für die Produktion von Drohnen und Marschflugkörpern genutzt worden seien. Alle vorher festgelegten Ziele seien getroffen worden.

09.32 Uhr: Selenskyj appelliert an Verbündete

Nach den jüngsten russischen Angriffen appelliert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an die Verbündeten, den Druck auf den Kriegsgegner aufrechtzuerhalten und seinem Land die zugesagte Hilfe umgehend zukommen zu lassen. "Der Druck auf Russland muss wirken", erklärte er auf der Online-Plattform X. "Eine weitere Nacht hat bewiesen, dass Russland weder eine Lockerung der globalen Politik noch eine Aufhebung der Sanktionen verdient."

06.47 Uhr: Sechs Tote bei russischem Angriff auf Odessa

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Odessa sind nach Angaben der Behörden in der Nacht sechs Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Bei dem Angriff mit Raketen und Drohnen seien Infrastruktureinrichtungen sowie ein Wohnhaus beschädigt worden, teilte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lysak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

04.36 Uhr: Drei Kinder nach Behördenangaben bei Angriffen in Ukraine und Russland getötet

Bei russischen Angriffen in der Ukraine und ukrainischen Gegenangriffen sind nach Behördenangaben insgesamt fünf Menschen getötet worden, unter ihnen drei Kinder. In Kiew wurden ein Zwölfjähriger und eine 35 Jahre alte Frau getötet, wie Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mitteilte. Mindestens zehn Menschen seien zudem verletzt worden. 

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurden in der südrussischen Region Krasnodar nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet. Die russische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurde nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha ein Mensch getötet. Zudem gebe es mehrere Verletzte. Auch aus Charkiw und Odessa wurden Verletzte gemeldet. 

00.27 Uhr: Ukraine - haben massiven russischen Luftangriff abgewehrt

Nach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte binnen 13 Stunden 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 349 Drohnen und 20 Raketen seien abgeschossen oder abgefangen worden. Es seien zwölf Drohneneinschläge und ein Raketeneinschlag sowie zwölf Fälle von herabfallenden Trümmern registriert worden. "Allein in den vergangenen 24 Stunden gab es brutale Angriffe auf Dnipro, Tscherkassy, Charkiw, Krywyj Rih, Tschernihiw, die Region Donezk und Saporischschja.

Wir brauchen jeden einzelnen Tag Raketen zur Luftverteidigung – jeden Tag, an dem die Russen ihre Angriffe auf unsere Städte fortsetzen", erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu auf der Plattform X.

Donnerstag, 16. April 2026

22.00 Uhr: Ukraine - Neue Kampftaktik mit Drohnen bringt Geländegewinne

Die Ukraine führt nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine neue Kampftaktik ein, die Drohnen und Infanterie kombiniert. Sogenannte Drohnen-Sturmeinheiten verzahnten unbemannte Systeme in der Luft und am Boden mit Fußsoldaten, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Dieser Ansatz zeige im Süden des Landes bereits Erfolge, wo seit Februar ein großes Gebiet befreit worden sei. Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj erklärt, die ukrainischen Streitkräfte hätten im März fast 50 Quadratkilometer von Russland zurückerobert.

21.53 Uhr Odessa - Toter und Verletzte nach Drohnenattacke auf Wohnhaus

Beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock in der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist am Abend mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handle es sich um einen knapp 60-jährigen Mann, schrieb Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram. Insgesamt seien sechs Personen im Alter zwischen 20 und 67 Jahren zu Schaden gekommen. Drei der Verletzten seien im Krankenhaus, die anderen ambulant behandelt worden.

19.30 Uhr: Moskau droht europäischen Rüstungsfirmen

Das russische Verteidigungsministerium reagiert wütend auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen der Verbündeten an die Ukraine - mit Kritik an Europa und Drohungen gegen seine Rüstungsindustrie. "Wir werten diesen Beschluss als bewussten Schritt, der zu einer scharfen Eskalation der militärisch-politischen Lage auf dem ganzen europäischen Kontinent und der schleichenden Verwandlung dieser Länder in das strategische Hinterland der Ukraine führt", heißt es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Die Länder, die Drohnen für die Ukraine produzierten, würden in den Krieg mit Russland hineingezogen.

Zugleich veröffentlichte Moskau die Adressen von Rüstungsfirmen. Wegen Sabotagegefahr werden die Standorte der Betriebe in Deutschland geheim gehalten. Genannt werden unter anderem zwei Adressen in München und eine in Hanau, wo angeblich Drohnen für die Ukraine produziert werden. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch großen Einfluss hat, bezeichnete auf der Plattform X die aufgeführten Unternehmen als "Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte".

18.20 Uhr: Pistorius – In der Ukraine-Hilfe nicht nachlassen

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat nach dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe dazu aufgefordert, in der Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes nicht nachzulassen. Diese sei nötig, auch wenn die Augen der Welt auf den Nahen Osten sowie die Bemühungen um ein Ende der Blockade in der Straße von Hormus gerichtet seien, sagte der SPD-Politiker in Berlin.

Sein britischer Kollege John Healey kündigte die Lieferung von mehr als 120.000 Drohnen an. Sie seien Teil eines militärischen Hilfspakets im Umfang von insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro für dieses Jahr. Nato-Generalsekretär Mark Rutte versicherte bei dem Treffen, dass die US-Hilfe für die Ukraine trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg weiterfließe. Es gebe auf beiden Seiten des Atlantiks ein breites Einvernehmen darüber, die Ukraine zu unterstützen, sagte er.

17.05 Uhr: Ukrainischer Oberbefehlshaber meldet Geländegewinne

Die ukrainischen Truppen haben ihrem Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj zufolge im März im Abwehrkampf gegen Russland Geländegewinne erzielt. Fast 50 Quadratkilometer Staatsgebiet hätten sie von der russischen Armee zurückerobert, teilte Syrskyj mit. Ebenfalls im März seien bei ukrainischen Angriffen tief im russischen Landesinneren 76 Ziele getroffen worden, darunter 15 Ölraffinerien.

16.30 Uhr: Putin fordert von seiner Regierung Maßnahmen gegen Konjunkturflaute

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Regierung angesichts schwächelnder Konjunktur zu neuen Maßnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft aufgefordert. "Ich erwarte Vorschläge für zusätzliche Schritte, um das Wachstum der Binnenwirtschaft wiederzubeleben, Unternehmensinitiativen zu unterstützen und die Beschäftigungsstruktur zugunsten von Sektoren mit produktiveren Arbeitsplätzen und hoher Wertschöpfung zu verbessern", sagte Putin. Die Regierung müsse zudem erklären, warum die jüngsten Wirtschaftsdaten hinter den Prognosen zurückgeblieben seien. Nach Putins Worten schrumpfte die russische Wirtschaft zwei Monate in Folge.

13.10 Uhr: Selenskyj wirbt um Unterstützung für Luftabwehr

Die Ukraine will nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj im Kampf gegen die russischen Angriffstruppen ihre Luftabwehr stärken. Oberste diplomatische Priorität habe es für Kiew, die Unterstützung von Verbündeten zu bekommen, um mehr Luftabwehrsysteme zu kaufen und zu bauen, sagte Selenskyj am Mittwoch vor dem Hintergrund seines offiziellen Kurztrips durch Europa. "Jeden Tag brauchen wir Luftabwehrraketen - jeden Tag setzt Russland seine Angriffe fort", erklärte Selenskyj in einem Post bei Telegram.

11.47 Uhr: Ukrainische Drohnen attackieren Chemiewerk tief in Russland

Über eine Entfernung von 1.300 Kilometer hinweg hat die ukrainische Armee eine Chemiefabrik in der russischen Stadt Sterlitamak mit Kampfdrohnen angegriffen. Das Oberhaupt der Teilrepublik Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte den Angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Er hielt sich an die übliche Darstellung, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf eine Industrieanlage gestürzt seien. Der entstandene Brand werde gelöscht. Von direkten Treffern ist in offiziellen russischen Mitteilungen selten die Rede. Videos aus sozialen Netzwerken legten nahe, dass der Angriff dem petrochemischen Kombinat in Sterlitamak galt. Es produziert unter anderem Flugbenzin.

10.37 Uhr: London schickt Kiew 120.000 Drohnen für Abwehrkrieg

Die britische Regierung stellt der Ukraine für ihren Abwehrkrieg gegen Russland weitere 120.000 Drohnen zur Verfügung. Das wolle der britische Verteidigungsminister John Healey beim Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin heute verkünden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungsangaben. Beim bislang größten britische Drohnenpaket handle es sich um weitreichende Angriffsdrohnen, Aufklärungsdrohnen, Logistikdrohnen und solche mit maritimen Fähigkeiten, hieß es weiter.

Viele davon werden demnach in Großbritannien produziert. "Dieser große Schwung an kampferprobten Drohnen wird den ukrainischen Streitkräften die Fähigkeiten verleihen, die sie brauchen, um ihr Volk zu verteidigen und die russische Aggression abzuwehren", sagte Healey PA zufolge.

10.04 Uhr: Ukraine meldet Angriffe aus Russland mit hunderten Drohnen

Die Ukraine ist auch in der Nacht zu Mittwoch von Russland massiv aus der Luft angegriffen worden. Insgesamt habe das russische Militär seit Dienstagabend 324 Drohnen und drei Raketen eingesetzt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Die Flugabwehr habe 309 Drohnen abschießen oder unschädlich machen können. Die Raketen und die übrigen Drohnen hätten jedoch neun Ortschaften erreicht.

Eine 74-jährige Kioskverkäuferin wurde nach Behördenangaben getötet, mindestens sieben Menschen erlitten Verletzungen. Aus mehreren Landesteilen wurden Schäden gemeldet, darunter an Wohnhäusern. In der Region Odessa am Schwarzen Meer sei Hafeninfrastruktur angegriffen worden, Verwaltungsgebäude und Lagerhallen seien beschädigt worden.

06.40 Uhr: EU-Erweiterungskommissarin - Orbans Niederlage ist Schub für EU-Beitritt der Ukraine

Die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos sieht in der Wahlniederlage des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban einen "neuen Schub" für einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine. "Ich persönlich erwarte, dass sich das positiv auf den Beitrittsprozess auswirken wird", sagte Kos am Dienstag (Ortszeit) am Rande der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Das Ergebnis der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag bezeichnete sie als "großen Sieg für Europa".

Kos erklärte außerdem, Orbans Abwahl werde die Freigabe des beschlossenen EU-Darlehens in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine ermöglichen. Gegen dieses hatte Orban sein Veto eingelegt und damit eine Auszahlung bislang verhindert. "Mit den 90 Milliarden können wir den Finanzbedarf der Ukraine in den Jahren 2026 und 2027 decken", sagte Kos.

Mittwoch, 15. April 2026

21.12 Uhr: Behörden melden sieben Tote durch russische Angriffe in der Ukraine

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Behördenangaben am Dienstag sieben Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind. Allein in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk gab es fünf Tote und 27 Verletzte, wie der Gouverneur Oleksandr Hanscha mitteilte. "Der Feind hat vier Bezirke der Region mehr als 30 Mal mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen", erklärte Hanscha nach der morgendlichen Angriffswelle. Die Industrieregion Dnipropetrowsk ist mehr als 100 Kilometer von der Frontlinie im Osten der Ukraine entfernt. Die russische Armee hat jedoch kleine Teile der Region erobert. 

Am Nachmittag tötete eine russische Drohne in der frontnahen Stadt Cherson im Süden der Ukraine eine ältere Frau, am Abend traf eine weitere Drohne in der zentralukrainischen Region Tscherkassy einen achtjährigen Jungen. Neun weitere Menschen wurden verletzt.

20.50 Uhr: Selenskyj: US-Verhandler haben wegen Iran-Kriegs "keine Zeit für die Ukraine"

Die USA haben nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angesichts des Iran-Kriegs immer weniger Zeit für die Ukraine. Er sagte am Dienstag in einem ZDF-Interview mit Moderatorin Maybrit Illner mit Blick auf die beiden US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff: "Sie sind ständig in Kontakt mit Iran und haben keine Zeit für die Ukraine." Selenskyj klagte auch über Engpässe beim Patriot-Luftabwehrsystem.

18.05 Uhr: Heidelberger Druck steigt in Drohnenabwehr ein

Der Druckmaschinenhersteller Heidelberg steigt in das Geschäft mit Drohnenabwehrsystemen ein und will den Schutz kritischer Infrastruktur stärken. Das Unternehmen nahm gemeinsam mit einem amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter in Brandenburg an der Havel den Betrieb auf. Dort hat der Druckmaschinen-Spezialist Heidelberg seit 1991 eine Produktionsstätte mit 380 Beschäftigten. 

Mit der Technik sollen Drohnen, die etwa zu Spionage- oder Sabotagezwecken aufsteigen, abgefangen werden. "Die Systeme sind auf höchste Anforderungen der nationalen Sicherheit, des Grenzschutzes sowie militärischer, ziviler und industrieller Anwendungen ausgelegt", hieß es. Sie werden laut Unternehmen zuerst in Deutschland und der Ukraine vermarktet. Nach Angaben der Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine zugenommen.

17.32 Uhr: Verteidigungsminister beraten morgen über Ukraine-Hilfen

Gemeinsam mit seinem britischen Kollegen John Healy empfängt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am morgigen Mittwoch den ukrainischen Kollegen Mychailo Fedorow sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin. Anlässlich des von Deutschland und Großbritannien geleiteten 34. Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe werden weitere Vertreter von Unterstützerstaaten des von Russland angegriffenen Landes digital an dem Treffen teilnehmen. Das Treffen erfolgt kurz nachdem Deutschland und die Ukraine weitreichende Kooperationsvereinbarungen beschlossen haben (siehe unten).

15.30 Uhr: Merz und Selenskyj vereinbaren "strategische Partnerschaft"

Infolge des Rückzugs der USA aus der Ukraine-Hilfe hat die Bundesregierung Deutschland zum wichtigsten Unterstützer des von Russland attackierten Landes erklärt. Kanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Selenskyj vereinbarten eine "strategischen Partnerschaft". Diese Vereinbarung soll künftig weit über die militärische und finanzielle Hilfe Deutschlands für das von Russland angegriffene Land hinausreichen. "Unsere Freundschaft und die Verbindungen zwischen unseren Gesellschaften sind tiefer als je zuvor", heißt es in einer 15-seitigen gemeinsamen Erklärung, die bei dem Treffen verabschiedet wurde.

13.50 Uhr: Ukraine versorgt sich weitgehend selbst mit Waffen

Vor dem Hintergrund neuer Rüstungskooperationen mit Deutschland hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Stärke der eigenen Rüstungsindustrie betont. "Der Großteil der Waffen, den die Ukraine für verschiedene Operationen nutzt - von Schlägen gegen das Hinterland über die Kämpfe an der Front bis hin zur Flugabwehr - wird heute in der Ukraine produziert", sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin.

"Uns fehlt einfach das Geld, doch zum Teil haben wir heute darüber gesprochen", sagte Selenskyj. Er verwies auf den immer noch blockierten EU-Kredit von 90 Milliarden Euro, der unter anderem für Investitionen gebraucht werde. Mit der Freigabe könne die Menge der auf dem Schlachtfeld eingesetzten ukrainischen Rüstungsgüter weiter steigen. 

13.43 Uhr: Deutschland finanziert hunderte Patriot-Raketen für Ukraine

Deutschland wird einen Vertrag der Ukraine mit dem Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen finanzieren. Darüber hinaus sei mit dem deutschen Unternehmen Diehl Defence die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin nach Regierungskonsultationen mit der Ukraine mit. Zusätzlich haben Deutschland und die Ukraine demnach die Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite vereinbart. Darüber hinaus wird Deutschland die Ukraine bei der Finanzierung sogenannter Deep Strike Fähigkeiten unterstützen - dabei geht es um weitreichende Präzisionswaffen.

13.37 Uhr: Deutschland und Europa müssen mit am Ukraine-Verhandlungstisch sitzen

Deutschland und Europa müssen nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz mit am Ukraine-Verhandlungstisch sitzen. "Die amerikanische Regierung weiß: Wenn sie die Unterschrift Europas unter welchem Abkommen auch immer haben will ... dann muss Europa mit dabei sein", sagt der Kanzler. Eine Beteiligung der Europäer "und ich will gerne hinzufügen, eine Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland als dem mit Abstand größten Unterstützer der Ukraine, ... ist für mich unverzichtbar". Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pocht darauf. Bisher habe Russland dies verhindert.

13.00 Uhr: Selenskyj lehnt untergeordnete Mitgliedschaften in Nato und EU ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt eine untergeordnete Mitgliedschaft seines Landes in der Nato und der Europäischen Union ab. Sein Land brauche weder eine "EU-Light" noch eine "Nato-Light", sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin. Dies würde niemandem nutzen.

12.58 Uhr: Ukraine - Ausländische Frachter von russischen Drohnen getroffen

Bei russischen Drohnenangriffen in der südwestukrainischen Region Odessa sind Behördenangaben zufolge zwei ausländische Frachtschiffe getroffen worden. Im Donau-Hafen der Stadt Ismajil sei ein unter der Flagge Panamas fahrendes Schiff beschädigt worden, teilte der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Olexij Kuleba am Dienstag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien Hafenanlagen getroffen worden.

Ein weiterer Frachter unter liberianischer Flagge wurde auf dem Weg in den Schwarzmeer-Hafen Tschornomorsk zur Ladung von Getreide von einer Drohne getroffen, wie die Behörden erklärten. Ein Feuer sei ausgebrochen, das die Besatzung aber rasch gelöscht habe. Das Schiff habe seine Fahrt fortsetzen können.

12.39 Uhr: Kiew und Berlin beschließen Kooperationen bei Verteidigung und Wiederaufbau

Mehr Zusammenarbeit bei der Verteidigung und Hilfen für den Wiederaufbau: Deutschland und die Ukraine haben anlässlich der Regierungskonsultationen beider Länder am Dienstag in Berlin mehrere Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein ukrainischer Kollege Mychailo Fedorow unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung. Zur Förderung des Wiederaufbaus und der Widerstandsfähigkeit der Industrie in dem kriegsversehrten Land unterzeichneten derweil Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) und der ukrainische Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksi Sobolew, ein gemeinsames Papier.

12.35 Uhr: Merz - EU-Beitritt der Ukraine strategisch wichtig

Deutschland unterstützt das Ziel der Ukraine, der Europäischen Union beizutreten. Das betont Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin. Kurzfristig werde dies zwar nicht umzusetzen sein, ein Beitritt der Ukraine zur EU wäre aber ein strategisch wichtiger Schritt für Europa.

Der Bundeskanzler kündigte außerdem weitere Schritte gegen die russische Schattenflotte an. Russland werde diesen Krieg nicht gewinnen, betonte Merz.

11.37 Uhr: Erste deutsch-ukrainische Regierungskonsultationen seit 20 Jahren

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist heute von Bundeskanzler Friedrich Merz zu den ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit vielen Jahren in Berlin empfangen worden. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen vorher nicht angekündigt worden.

Der ukrainische Staatschef wird von mehreren Ministern seines Kabinetts begleitet. Neben der finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine wird es um den Wiederaufbau und die Rückkehr von Flüchtlingen gehen.

08.39 Uhr: Merz empfängt Selenskyj im Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz wird heute den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Kanzleramt empfangen. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Das Treffen findet demnach im Rahmen von deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen statt.

Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Kanzleramt.
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Bundeskanzler Friedrich Merz empfängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Kanzleramt.

07.28 Uhr: Russland greift ukrainische Häfen an

Bei einem russischen Drohnenangriff auf den ukrainischen Donau-Hafen Ismajil in der Nacht wurde ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff beschädigt, teilten die Behörden mit. Im Hafengebiet der südlichen Region Odessa kam es zu mehreren Einschlägen, bei denen auch Infrastruktur und Ausrüstung getroffen wurden, so der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Olexij Kuleba. Ein durch einen Einschlag ausgelöstes Feuer konnte schnell gelöscht werden. Der Hafen Ismajil ist für die Ukraine eine wichtige Ausweichroute für den Getreideexport, nachdem Russland das Abkommen zur sicheren Verschiffung über das Schwarze Meer aufgekündigt hat.

05.00 Uhr: Ukrainische Armee gibt Grenzdorf bei Sumy auf

Die ukrainische Armee hat den Weiler Myropilske im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Das 14. Armeekorps gab bekannt, dass sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückzogen, um Verluste zu minimieren. Russische Truppen haben an mehreren Punkten die Grenze überschritten und Gebietsgewinne erzielt. Obwohl die eroberte Fläche derzeit noch gering ist, stellen die Kämpfe einen weiteren russischen Vorstoß dar.

05.02 Uhr: Grüne für mehr Ukraine-Unterstützung

Vor den anstehenden deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen haben die Grünen erneut mehr militärische Unterstützung von der Bundesregierung gefordert. Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger bezeichnete die Lieferung des deutschen Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine als „längst überfällig“. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP kritisierte sie CDU-Chef Friedrich Merz scharf und verglich ihn mit dem früheren SPD-Kanzler Olaf Scholz, der Taurus-Lieferungen vehement abgelehnt hatte.

Dienstag, 14. April 2026

21.07 Uhr: Ukrainische Armee gibt Grenzdorf bei Sumy auf

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben ein grenznahes Dorf im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Dabei handele es sich um den Weiler Myropilske, teilte das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen.

17.40 Uhr: Ukraine greift Chemiefabrik in Russland an

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine russische Chemiefabrik in der Olblast Wologda angegriffen. Das Werk liege in der Stadt Tscherepowez, teilt der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte Robert Browdi auf Telegram mit. Es stelle Chemikalien her, die als Rohstoffe für TNT, Hexogen und Munitionskomponenten dienten.

16.22 Uhr: Magyar – Wollen pragmatische Beziehungen zu Russland

Der ungarische Wahlsieger Magyar strebt nach eigenen Worten pragmatische Beziehungen zur Regierung in Moskau an. Sein Land sei im Energiebereich von Russland abhängig, sagt Magyar. Er werde alle Verträge überprüfen und bei Bedarf neu verhandeln oder kündigen. Ein Anruf beim russischen Präsidenten Wladimir Putin sei nicht geplant. Sollten sie dennoch miteinander sprechen, würde er ihn auffordern, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Er hoffe, dass Putin bald dazu gezwungen werde.16.22 Uhr: Magyar – Wollen pragmatische Beziehungen zu Russland

13.06 Uhr: Bundesregierung erwartet zügige Auszahlung des EU-Kredits an Ukraine

Nach der Ungarn-Wahl erwartet die Bundesregierung eine zügige Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU an die Ukraine. "Natürlich erwarten wir jetzt ein politisches Signal von ungarischer Seite", sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Katrin Deschauer.

Zur Freigabe des Kredits, der vom abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orban blockiert wurde, reiche eine Abstimmung im EU-Rat oder über die ständigen Vertreter in Brüssel. Denn im Dezember habe der EU-Gipfel der 27 Staats- und Regierungschefs bereits einen positiven Beschluss über die Gewährung des mit eingefrorenem russischem Staatsvermögen abgesicherten Kredits gefasst.

Bundeskanzler Friedrich Merz habe bereits am Sonntagabend mit dem Wahlsieger und designierten neuen Ministerpräsidenten Peter Magyar telefoniert, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Er erwarte ein sehr konstruktives Verhältnis. Bisher ist unklar, ob der 90-Milliarden-Euro-Kredit erst nach dem Regierungsantritt von Magyar freigegeben werden kann, der sich bis Mitte Mai hinziehen könnte.

12.20 Uhr: Russland will "pragmatische Beziehungen" mit Ungarn fortsetzen

Russland hat mit Zurückhaltung auf die Wahlniederlage des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban reagiert, der trotz des Ukraine-Kriegs eine enge Beziehung zur Führung in Moskau gepflegt hatte. Man hoffe auf die Fortsetzung der "pragmatischen Beziehungen" mit der neuen Regierung, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Russland respektiere die Wahlentscheidung des ungarischen Volkes. Zudem sei man an guten Beziehungen zu Ungarn und dem übrigen Europa interessiert. Die Wahl habe nichts mit dem russisch-ukrainischen Konflikt zu tun.

Zugleich warnte Peskow, alle Schritte zur Unterstützung der ukrainischen Ambitionen seien für einen Frieden nicht hilfreich.

10.06 Uhr: Ukraine hebt Reisewarnung für Ungarn nach Wahlsieg von Peter Magyar auf

Nach dem Wahlsieg des Oppositionsführers Peter Magyar bei der Parlamentswahl in Ungarn hat die Ukraine ihre Reisewarnung für das Nachbarland aufgehoben. Außenminister Andrij Sybiha teilte am Montag mit, dass die Empfehlung, von Reisen nach Ungarn abzusehen, nun aufgehoben sei. Er betonte, dass der Wahlausgang das Scheitern der politischen Erpressung und der anti-ukrainischen Propaganda der Regierung Orban belege und hoffte auf eine "Normalisierung der Beziehungen" zwischen den beiden Ländern.

09.50 Uhr: Neue Angriffe nach abgelaufener Osterwaffenruhe

Nach dem Ende einer brüchigen Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest haben Russland und die Ukraine in der Nacht zum Montag erneut Drohnenangriffe durchgeführt. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland 98 Drohnen ein, von denen 87 abgefangen wurden. Eine Infrastruktureinrichtung in der Region Dnipropetrowsk wurde getroffen, Angaben zu Opfern werden noch überprüft. Das russische Verteidigungsministerium berichtete, dass die Luftabwehr 33 ukrainische Drohnen zerstört habe.

05.00 Uhr: Osterwaffenruhe in der Ukraine abgelaufen

Die von Moskau angeordnete Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest ist um Mitternacht (23 Uhr MESZ) abgelaufen. Wie bei früheren Feiertags-Waffenruhen werfen sich beide Kriegsparteien gegenseitig Verstöße vor. Russland und die Ukraine berichteten von Angriffen, allerdings in geringerem Ausmaß als üblich. Laut dem Kiewer Generalstab gab es keine Angriffe mit russischen Raketen oder Gleitbomben, was zu weniger Opfern und Zerstörung führte. Russland meldete wiederum keine ukrainischen Angriffe auf die für die Kriegswirtschaft wichtige Ölindustrie.

Audio: Osterwaffenruhe in der Ukraine hielt nur teilweise

Feierlichkeiten zum orthodoxen Osterfest in Donezk
Bildrechte: Reuters
Audiobeitrag

Osterwaffenruhe in der Ukraine hält nur teilweise

Montag, 13. April 2026

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