Eine russische Drohne hat vergangenes Jahr die Schutzkonstruktion im zerstört Atomkraftwerk Tschernobyl beschädigt.
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Eine russische Drohne hat vergangenes Jahr die Schutzkonstruktion im zerstört Atomkraftwerk Tschernobyl beschädigt.
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Eine russische Drohne hat vergangenes Jahr die Schutzkonstruktion im zerstört Atomkraftwerk Tschernobyl beschädigt.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 17 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 17 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 20. bis 26. April im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

22.33 Uhr: Kiew meldet zahlreiche russische Attacken in der Ostukraine

Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt. Der Generalstab in Kiew teilte mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstöße von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demnach bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden. 

Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben nach russische Truppen 24 Mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbass habe es 15 Gefechte gegeben, teilte die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

19.19 Uhr: Iranischer Außenminister in Moskau erwartet

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird am Montag zu Gesprächen in Moskau erwartet. Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte im Gespräch mit den russischen Staatsagenturen, dass sich Präsident Wladimir Putin mit dem iranischen Außenamtschef treffen wolle. Weitere Details nannte er nicht. Kurz zuvor hatte auch das Außenministerium in Moskau den bevorstehenden Besuch Araghtschis gemeldet.

18.08 Uhr: Trump – Führe gute Gespräche mit Putin und Selenskyj

US-Präsident Donald Trump führt nach eigenen Angaben gute Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Er arbeite an einer Lösung des Konflikts in der Ukraine und sei zuversichtlich, diese zu finden, sagt Trump dem Sender Fox News. Wann er zuletzt mit den beiden Politikern gesprochen hat, lässt Trump offen. Der Hass zwischen Putin und Selenskyj sei verrückt und stehe einer Einigung im Weg, fügt er hinzu.

11.34 Uhr: Russland - Schäden an Düngemittelfabrik durch Drohnenangriff

Russland hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff Schäden an einer großen Düngemittelfabrik in der Region Wologda gemeldet. In der Stadt Tscherepowez wurde eine Hochdruckleitung für Schwefelsäure getroffen, erklärte Regionalgouverneur Georgi Filimonow. Das Leck sei unter Kontrolle, es seien keine gefährlichen Chemikalien ausgetreten. Die Anlage gehöre der Firma Apatit. Laut der Muttergesellschaft PhosAgro ist die Firma Apatit Europas größter Produzent von Phosphatdünger sowie von Phosphor- und Schwefelsäure. PhosAgro ist einer der weltweit größten Hersteller von Phosphatdünger. Regionalgouverneur Filimonow sagte, bei dem schweren Angriff seien fünf Menschen verletzt worden.

10.43 Uhr: Selenskyj wirft Russland "nuklearen Terrorismus" vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland am 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges "nuklearen Terrorismus" vorgeworfen. Mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine bringe Russland "die Welt erneut an den Rand einer menschengemachten Katastrophe" gebracht, erklärte Selenskyj auf der Plattform X. Drohnen würden immer wieder über Tschernobyl hinwegfliegen, eine habe im vergangenen Jahr die Schutzhülle getroffen. "Die Welt darf diesen nuklearen Terrorismus nicht weiter zulassen", betonte Selenskyj: "Der beste Weg ist, Russland zu zwingen, seine rücksichtslosen Angriffe zu beenden."

Im Audio: 40 Jahre Tschernobyl-Katastrophe - Russlands Krieg sorgt für nukleare Gefahr

Archivbild (14.02.2025): Ein Sicherheitsbehälter, der die Überreste des Reaktors Nummer vier im ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl schützt.
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Archivbild (14.02.2025): Ein Sicherheitsbehälter, der die Überreste des Reaktors Nummer vier im ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl schützt.

09.04 Uhr: Gouverneur - Einer der schwersten Attacken überhaupt

Bei den ukrainischen Drohnenangriffen auf die von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind laut Behörden in der Stadt Sewastopol mindestens ein Mensch getötet und vier weitere verletzt worden. Zunächst war von drei Verletzten die Rede. Der von den russischen Behörden eingesetzte Gouverneur Michail Raswoshajew, sprach von einer der schwersten Attacken überhaupt und Schäden an 34 Wohnblöcken in verschiedenen Stadtteilen. Die in Sewastopol stationierte russische Schwarzmeerflotte, aber auch die Flugabwehr und mobile Gruppen hätten 71 Flugobjekte abgeschossen, sagte er. Auch Einfamilienhäuser und Autos seien beschädigt worden, so Raswoschajew. Durch Trümmer abgeschossener Drohnen sei es vereinzelt zu Bränden gekommen. Die Oberleitung einer Bahnstrecke wurde demnach beschädigt. Der Gouverneur kündigte mögliche Verspätungen bei Nahverkehrszügen an.

06.45 Uhr: Ukraine - Zwei Menschen durch russischen Drohnenangriff getötet

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Ukraine sind nach Militärangaben zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff in der Gemeinde Bilopillia in der Region Sumy seien nicht einmal fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt zwei Männer im Alter von 48 und 72 Jahren gestorben, erklärte Oleh Grigorow von der regionalen Militärverwaltung.

06.35 Uhr: Ein Toter und Verletzte durch ukrainische Drohnen auf Halbinsel Krim

In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Behördenangaben einen Mann getötet und drei weitere Menschen verletzt. Insgesamt wurden 43 Drohnen abgeschossen, wie der von den russischen Behörden eingesetzte Gouverneur Michail Raswoshajew im Onlinedienst Telegram erklärte. Bei dem Todesopfer handle es sich um einen Mann, der sich in einem Fahrzeug befunden habe. Dem Gouverneur zufolge wurden bei dem Drohnenangriff in verschiedenen Vierteln der Hafenstadt mehrere Wohnhäuser sowie eine Tanzschule beschädigt.

Sonntag, 26. April 2026

20.41 Uhr: Genaue Opferzahl nach Angriffen auf Dnipro

Bei stundenlangen russischen Angriffen auf die ostukrainische Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Die Bomben- und Drohnenangriffe begannen in der Nacht zum Samstag und dauerten rund 20 Stunden lang bis in den späten Nachmittag, wie Bürgermeister Borys Filatow berichtete. Beschossen wurden Wohnhäuser, Unternehmen und Energieinfrastruktur.

Mindestens 49 Menschen wurden laut Filatow verletzt, darunter zwei Kinder. Auch sein Stellvertreter sei schwer verletzt worden, berichtete der Bürgermeister. Weitere zehn Menschen wurden in der Region Dnipropetrowsk verletzt. Stundenlang durchsuchten Rettungskräfte die Trümmer auf der Suche nach Opfern und Überlebenden. Ein Wohnhaus wurde den Angaben zufolge zweimal in zeitlichem Abstand bombardiert.

Im Video: Angriffe auf die Ukraine

Rettungskräfte an einem zerstörten Haus in Dnipro nach massiven Angriffen Russlands auf die Ukraine (Archivbild, 25.04.2026).
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Rettungskräfte an einem zerstörten Haus in Dnipro nach massiven Angriffen Russlands auf die Ukraine (Archivbild, 25.04.2026).

16.20 Uhr: Russland meldet drei Tote in Luhansk

Bei einem ukrainischen Angriff in der von Russland besetzten Region Luhansk in der Ostukraine sind drei Menschen getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter der von Russland eingesetzten Behörden.

14.50 Uhr: Ukraine und Aserbaidschan verstärken militärische Kooperation

Die Ukraine und Aserbaidschan haben eine engere militärtechnische Zusammenarbeit vereinbart. Bei einem Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Baku Sechs Dokumente seien unterzeichnet worden, teilte Selenskyj nach einem Treffen mit dem aserbaidschanischen Staatschef Ilham Aliyev auf X mit: "Der Schlüssel liegt im Rüstungskomplex – wir werden unsere Zusammenarbeit ausbauen und vertiefen". Details wurden nicht bekannt.

10.12 Uhr: Ukraine - Mindestens fünf Menschen bei russischen Luftangriffen getötet

Bei den russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Das teilte das ukrainische Außenministerium am Morgen mit. Allein in Dnipro gab es nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens drei Tote und 21 Verletzte. Außerdem werde in den Trümmern eines Wohnblocks noch nach Vermissten gesucht. Zunächst war in Dnipro von mindestens 18 Verletzten die Rede.

09.02 Uhr: Ukraine - Mit über 600 russischen Drohnen angegriffen

Russland hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew in der Nacht mit 619 Drohnen und 47 Raketen angegriffen. Wie die Luftwaffe auf dem Nachrichtenportal Telegram mitteilt, konnte sie 580 Drohnen und 30 Raketen abschießen oder anderweitig unschädlich machen. Bei dem Angriff seien mehrere Regionen getroffen worden. Besonders im Visier sei die Stadt Dnipro gewesen. Das russische Verteidigungsministerium teilte indes mit, es habe in der Nacht zum Samstag 127 ukrainische Drohnen abgefangen.

07.37 Uhr: Rumänien meldet Sachschäden durch Drohnentrümmer

Nach russischen Luftangriffen auf die Ukraine meldet das benachbarte Nato-Land Rumänien erstmals Sachschäden durch Drohnentrümmer. Das Verteidigungsministerium in Bukarest teilte mit, dass in der südöstlich gelegenen Stadt Galati ein Strommast und ein Gebäude beschädigt wurden. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Das Ministerium verurteilte Russlands Vorgehen als unverantwortlich: "Solche Vorfälle belegen den mangelnden Respekt der Russischen Föderation vor dem Völkerrecht und gefährden nicht nur die Sicherheit der rumänischen Bürger, sondern auch die kollektive Sicherheit der Nato." Rumänien teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine

07.28 Uhr: Neue Angriffswelle gegen Ukraine

Russland hat in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen ukrainische Städte gestartet. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet. Auch die Hauptstadt Kiew und eine Reihe anderer Städte wurden angegriffen. Allein in Dnipro seien mindestens 18 Zivilisten verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha mit.

Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer Marschflugkörper abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.

07.23 Uhr: Russland - Lawrow wirft USA Streben nach Vorherrschaft auf Energiemärkten vor

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den USA vor, anerkannte diplomatische Konventionen aufzugeben, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Washington gehe es vor allem um die Vorherrschaft auf den Energiemärkten, sagte Lawrow in einem vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die USA seien bereit, ihren Wohlstand mit allen Mitteln zu verteidigen, einschließlich Putschen, Entführungen oder Attentaten auf ausländische Staatschefs. Lawrow spielt damit auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei an.

Zudem hätten die USA Europa von Russland "abgeschnitten", indem sie europäische Staaten zur Aufgabe der Nord-Stream-Pipeline gedrängt und sich gegen russische Gaslieferungen an Ungarn und die Slowakei gestellt hätten. Auch bei der Suche nach einer Lösung für den Krieg in der Ukraine stünden für die USA wirtschaftliche Chancen im Vordergrund, so Lawrow.

Samstag, 25. April 2026

21.39 Uhr: Frontsoldaten ohne Essen und Trinken - Ukraine feuert Kommandeur

Die ukrainische Armee hat einen Kommandeur gefeuert, dessen Soldaten in einer Frontstellung im Osten des Landes offenbar monatelang ohne ausreichende Versorgung mit Wasser oder Lebensmitteln ausharren mussten. Die Armeeführung warf dem Befehlshaber der Brigade am Freitag in Online-Netzwerken vor, die "tatsächliche Situation verschleiert" zu haben. "Einige Stellungen sind verloren gegangen und bei der Versorgung der Soldaten kam es zu einer Reihe von Fehlern", hieß es. Ein weiterer Kommandeur wurde degradiert.

20.04 Uhr: Besuch in Saudi-Arabien - Selenskyj spricht mit Kronprinz über Verteidigungskooperation

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Besuch in Saudi-Arabien nach eigenen Angaben mit Kronprinz Mohammed bin Salman über eine verstärkte Zusammenarbeit beider Länder unter anderem im Verteidigungsbereich gesprochen. Selenskyj bezeichnete das Treffen am Freitag in Onlinenetzwerken als "sehr produktiv".

18.36 Uhr: Ukraine - Tote nach russischem Angriff im Gebiet Cherson

Im südukrainischen Gebiet Cherson sind nach Behördenangaben zwei Menschen durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden. Der Mann und die Frau seien in der Gebietshauptstadt Cherson auf einem Moped unterwegs gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets bei Telegram mit. Mindestens neun weitere Zivilisten seien durch vergleichbare Drohnenangriffe in der Frontstadt und an anderen Orten der Region verletzt worden. Zudem erlitten drei Menschen Verletzungen bei einem Artilleriebeschuss des Dorfes Komyschany. Es seien Ermittlungen wegen möglicher Kriegsverbrechen eingeleitet worden, teilte die Behörde mit.

11.30 Uhr: FSB - Anschlag verhindert und Verdächtigen getötet

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen angeblich geplanten Terroranschlag auf die Führung der russischen Telekommunikationsaufsichtsbehörde Roskomnadsor verhindert. Ein Verdächtiger aus Moskau sei bei seiner Festnahme getötet worden, hieß es. Die Behörde wirft ihm und weiteren mutmaßlich Beteiligten vor, die Sprengung eines Autos vorbereitet zu haben. Sie sollen über den Messenger Telegram von ukrainischen Geheimdiensten angeworben worden sein. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

07.39 Uhr: Zwei Tote bei russischen Angriffen in Odessa

Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben in der Nacht zum Freitag mindestens zwei Menschen getötet worden. Es handele sich um ein Ehepaar, beide seien 75 Jahre alt gewesen, schrieb Militärverwaltungschef Serhij Lyssak bei Telegram. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden. Acht von ihnen befinden sich demnach in medizinischen Einrichtungen. Bei dem Angriff seien Wohngebäude und zivile Infrastruktur ins Visier genommen worden. Ein dreistöckiges Wohnhaus wurde demnach getroffen. Ein weiteres Gebäude sei zerstört worden. 

06.14 Uhr: Kiew will mit EU-Kredit Abwehrraketen bauen

Die Ukraine will mit dem nun freigegebenen 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU Luftabwehrraketen bauen. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte, außerdem solle die zerstörte Energieversorgung wieder fit für den Winter gemacht werden. Beim Treffen mit den Staats- und Regierungschefs auf Zypern drängte er noch einmal auf einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union. EU-Ratspräsident Costa sagte dazu, es sei nun an der Zeit, den nächsten Schritt vorzubereiten und die ersten Verhandlungskapitel zu eröffnen.

04.00 Uhr: Zypern-Gipfel: Kanzler Merz begrüßt Ukraine-Darlehen

Bundeskanzler Merz hat den Beschluss für das 90 Milliarden Euro schwere EU-Unterstützungsdarlehen für die Ukraine begrüßt. Er sei dankbar, dass das Darlehen endgültig freigegeben worden sei, sagte Merz beim informellen EU-Gipfel in Zypern. Jetzt kann die Auszahlung der ersten Beträge an die Ukraine geplant werden. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen stellte eine erste Überweisung noch in diesem Quartal in Aussicht. Das Darlehen der EU soll der Ukraine ermöglichen, ihren Abwehrkampfes gegen die russischen Invasionstruppen fortzusetzen und Kiew vor einer Staatspleite bewahren.

03.45 Uhr: Brand in russischem Ölterminal Tuapse unter Kontrolle

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff haben Feuerwehrleute den Brand im russischen Schwarzmeer-Ölterminal Tuapse unter Kontrolle gebracht. Offene Flammen seien gelöscht, die Arbeiten zur vollständigen Brandbekämpfung dauerten jedoch an, teilten die Behörden der Region Krasnodar mit. Die Anlage brennt bereits seit vier Tagen. Der Betrieb der Raffinerie, die hauptsächlich für den Export produziert, ruht derzeit Insidern zufolge. Unterdessen brach nach einem weiteren Drohnenangriff ein Feuer in einer Öl-Pumpstation in der Region Nischni Nowgorod aus, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen berichteten.

02.00 Uhr: Russische Diplomaten verurteilen neues EU-Sanktionspaket

Russische Diplomaten verurteilen Agenturberichten zufolge das jüngste Sanktionspaket der Europäischen Union (EU). Die Maßnahmen seien ohne einen Beschluss des UN-Sicherheitsrates bedeutungslos und verstießen gegen das Völkerrecht, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass aus einer Erklärung der russischen EU-Vertretung. Zudem werfen die Diplomaten der EU laut der Nachrichtenagentur RIA wirtschaftliche Erpressung vor, da sie den Export bestimmter Güter in Drittländer einschränke. Die EU verabschiedete ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland, nachdem die Slowakei und Ungarn ihren Widerstand aufgegeben hatten.

Freitag, 24. April 2026

19.00 Uhr: Selenskyj will Aufbau eines europäischen Luftabwehrsystems

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits als wichtigen Schritt. Mit einem Teil des Geldes werde man die zerstörte Energieversorgung fit für den Winter machen, sagt Selenskyj vor Beginn des EU-Gipfels auf Zypern. Das Geld werde zudem gebraucht, um eine eigene Produktion von Abwehrraketen gegen ballistische Raketen aufzubauen. Die USA produzierten bei weitem nicht genug. Er fordert zugleich, dass auch die Europäer zusammen ein von den USA unabhängiges, starkes Luftabwehrsystem entwickeln und aufbauen. Selenskyj bekräftigt den Wunsch eines schnellen EU-Beitritts und fordert die Eröffnung von Verhandlungskapiteln.

15.50 Uhr: Putin - Internet-Ausfälle dienen der Sicherheit

Der russische Präsident Wladimir Putin begründet die Ausfälle von Internetdiensten in seinem Land mit Sicherheitsbedenken. Die Sicherheit der Menschen habe Priorität, sagt Putin. Die Funktionsfähigkeit wichtiger Internetdienste müsse allerdings gewährleistet bleiben. Die russischen Behörden schalten das mobile Internet in Moskau und anderen Regionen regelmäßig ab. Dies sei nötig, um ukrainische Drohnenangriffe zu erschweren.

14.10 Uhr: EU-Unterstützungspaket für Ukraine gebilligt

Die EU hat neue Russland-Sanktionen beschlossen und den Weg für ein 90 Milliarden schweres Unterstützungsdarlehen für die Ukraine freigemacht. Einen Tag nach dem Ende der Blockade des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban gab die zyprische EU-Ratspräsidentschaft den erfolgreichen Abschluss der formellen Entscheidungsverfahren für die beiden Projekte bekannt. Damit können die neuen Sanktionen in Kraft gesetzt und die Auszahlung der ersten Darlehensbeträge an die Ukraine geplant werden.

14.00 Uhr: Litauen baut Militärübungsplatz nahe der Suwalki-Lücke

In Litauen hat das Parlament die Errichtung eines neuen Militärübungsplatzes im Gebiet der sogenannten Suwalki-Lücke beschlossen. Die Volksvertretung des baltischen EU- und Nato-Landes billigte ein vom Verteidigungsministerium vorgelegtes Gesetz, das den Bau eines militärischen Trainingsgeländes mit einer Fläche von mehr als 14.000 Hektar in Kapciamiestis vorsieht. Dort sollen dann von 2028 an Übungen mit bis zu rund 4.000 Soldatinnen und Soldaten möglich sein. Das Grenzgebiet zwischen Polen und Litauen gilt als potenzieller Brennpunkt für den Fall einer Konfrontation zwischen Russland und der Nato.

11.39 Uhr: Medienbericht - Prinz Harry in Kiew eingetroffen

Der britische Prinz Harry ist Berichten zufolge zu einem Überraschungsbesuch in Kiew eingetroffen. Auf der Webseite der britischen Boulevardzeitung "The Sun" waren Bilder und ein Video von der Ankunft des 41-jährigen Royals am Bahnhof der ukrainischen Hauptstadt zu sehen. Es ist bereits der dritte Besuch seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022.

Harry nimmt demnach an der Konferenz Kiewer Sicherheitsforum teil und trifft unter anderem Teilnehmer des von ihm gegründeten Sportwettbewerbs Invictus Games für kriegsversehrte Veteranen. Auch ein Besuch bei Mitarbeitern der Minenräumorganisation Halo Trust soll auf dem Programm stehen.

11.25 Uhr: Mehrere Tote bei russischen und ukrainischen Angriffen

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. In der ostukrainischen Stadt Dnipro seien in der Nacht drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden, erklärte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Bei einem russischen Drohnenangriff in der Region Schytomyr wurde Behördenangaben zufolge eine Frau getötet. Bei ukrainischen Gegenangriffen auf Russland wurden derweil laut russischen Behörden zwei Menschen getötet. Zuvor hieß es, es wurden insgesamt mindestens drei Menschen bei gegenseitigen Angriffen getötet.

11.08 Uhr: Libyen - Russisches Gastankschiff "komplett außer Kontrolle"

Im Mittelmeer ist ein erneuter Einsatz zum Abschleppen des manövrierunfähigen Flüssigerdgastankers "Arctic Metagaz" gescheitert. Beim versuchten Abschleppen sei am Mittwoch ein Kabel wegen schlechter Wetterbedingungen gerissen, teilte die libysche Hafen- und Seefahrtsbehörde der Regierung mit. Das russische Gastankschiff sei "komplett außer Kontrolle" und treibe nördlich der Küstenstadt Bengasi auf offener See. Weil der Tanker Flüssiggas und Diesel geladen hat, könnte bei einem Leck oder größerem Schaden eine Umweltkatastrophe im Mittelmeer drohen.

Die "Arctic Metagaz" war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew hat den Vorfall offiziell nicht kommentiert. Die 30 Mann starke Besatzung wurde gerettet. Das Schiff ist seitdem führerlos.

08.23 Uhr: Slowakei bezieht wieder Öl über Druschba-Pipeline

Die Slowakei bezieht nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wieder Rohöl über die Druschba-Pipeline. Der Ölfluss war um zwei Uhr in der Nacht wieder aufgenommen worden, teilte das Ministerium in Bratislava mit. Er war seit Januar unterbrochen. Nach ukrainischen Angaben war die Pipeline damals bei einem russischen Angriff getroffen worden.

07.41 Uhr: Russland - Eine Person durch ukrainische Drohnenattacke getötet

In der russischen Region Samara ist ein Mensch bei einer ukrainischen Drohnenattacke getötet worden. Das teilte der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Fedorischtschew, am Donnerstag mit. Ein Mensch sei zudem durch herabfallende Trümmerteile verletzt worden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau fing Russland in der Nacht insgesamt 154 ukrainische Drohnen ab.

07.01 Uhr: Ukraine - Mindestens zwei Tote bei russischem Angriff

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Mehrere Menschen wurden zudem verletzt, erklärte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. Ein Mensch werde noch vermisst. Unter den Verletzten befanden sich laut Hanscha zwei Kinder im Alter von neun und 14 Jahren, die ins Krankenhaus gebracht wurden. Bei dem Angriff wurden ein Wohngebäude, ein Geschäft und ein Auto getroffen.

Donnerstag, 23. April 2026

16.20 Uhr: Wadephul begrüßt Ende der Blockade von Ukraine-Hilfe

Außenminister Johann Wadephul hat das Ende der ungarischen Blockade des milliardenschweren EU-Unterstützungspakets für die Ukraine begrüßt. "Ungarn ist zurück in der europäischen Familie und wir können ein klares Zeichen der Unterstützung der Ukraine geben. Die Ukraine, die ja unsere Freiheit, unsere Sicherheit verteidigt", sagte der CDU-Politiker in Berlin vor seinem Abflug nach Irland.

Zugleich könne nun mit dem nunmehr 20. Sanktionspaket der Druck auf Russland erhöht werden. Russland müsse die Zeichen der Zeit erkennen. Wadephul sagte: "Wenn Russland seine Möglichkeiten abwägt und feststellt, welche Kosten dieser Krieg auch für das Land selbst hat, dann ist es eine kluge Entscheidung, jetzt sich verhandlungsbereit zu zeigen."

Archivbild (15.04.2026): Johann Wadephul (CDU), Außenminister
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16.13 Uhr: Ukraine - Lage an der Front so gut wie seit einem Jahr nicht mehr

Die Ukraine steht nach eigenen Angaben in der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg so gut da wie seit einem Jahr nicht mehr. "Wir haben die russische Überlegenheit in der Truppenstärke durch den Einsatz von Drohnen minimiert", sagte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in einer Erklärung vor Journalisten. Die jetzige Situation der Ukraine auf dem Schlachtfeld sei auch dank der verstärkten Luftabwehr "tatsächlich die stärkste, oder die solideste" seit einem Jahr.

Laut Sybiha ist die Ukraine inzwischen in der Lage, "bis zu 90 Prozent" der Angriffe auf ukrainische Städte abzuwehren. Auch nach einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP von Daten der ukrainischen Luftwaffe konnten die Streitkräfte in den vergangenen Monaten regelmäßig 80 bis 90 Prozent der russischen Drohnen und Raketen abfangen. 

14.51 Uhr: Bundesregierung sucht für Rohöl-Ersatz offenbar Gespräch mit Polen

Angesichts des von Russland angedrohten Transitstopps für kasachisches Rohöl zur PCK-Raffinerie Schwedt in Brandenburg sucht die Bundesregierung das Gespräch mit Polen, um womöglich die Öllieferungen über den Hafen in Danzig zu erhöhen. Dies habe die Parlamentarische Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Gitta Connemann (CDU), am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Bundestages angekündigt, sagte ein Teilnehmer der Sitzung der Nachrichtenagentur Reuters. Wirtschafts-Staatssekretär Frank Wetzel werde für das Gespräch womöglich selbst nach Polen reisen. Das Ministerium war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

13.07 Uhr: Ungarn gibt Blockade von Ukraine-Hilfe und Sanktionen auf

Ungarn hat seine monatelange Blockade des geplanten milliardenschweren EU-Unterstützungspakets für die Ukraine aufgegeben. Die Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Viktor Orban trug in Brüssel eine Entscheidung mit, die ein Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro ermöglichen soll, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur sagten. Zudem konnte auch ein neues Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg gebracht werden. Die formellen Beschlüsse müssen in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das an diesem Donnerstag abgeschlossen sein soll.

Im Video: Milliardenkredit für die Ukraine

ARD-Korrespondentin Susanne Petersohn ist im BR24 TV bei Moderatorin Ursula Heller im Interview - zugeschaltet aus Kiew.
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ARD-Korrespondentin Susanne Petersohn ist im BR24 TV bei Moderatorin Ursula Heller im Interview - zugeschaltet aus Kiew.

12.17 Uhr: Rosneft Deutschland - Russland will ab Mai kein kasachisches Öl mehr nach Deutschland leiten

Russland will ab Mai kein Öl aus Kasachstan mehr über die sogenannte Druschba-Pipeline zur PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt leiten. Die unter staatlicher Treuhandverwaltung stehende deutsche Tochter des russischen Rosneft-Konzern habe darüber die Bundesnetzagentur informiert, erklärte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Das Ministerium sieht die Versorgungssicherheit in Deutschland aber nicht bedroht.

Die Entscheidung geht den Angaben zufolge auf das russische Energieministerium zurück, welches ab dem 1. Mai die Durchleitung von kasachischem Öl für die PCK Schwedt über russisches Staatsgebiet verbietet. "Die Russische Föderation hat das bisher nicht gegenüber der Bundesregierung bestätigt", ergänzte die Sprecherin. "Rosneft Deutschland prüft derzeit die Auswirkungen und wird sich einer etwaigen neuen Lage anpassen", erklärte sie weiter. Die PCK ist für die Versorgung Berlins und des Nordostens Deutschlands mit Diesel, Benzin, Kerosin und Heizöl wichtig.

12.02 Uhr: Ukraine - Russland riskiere mit Raketen nahe Tschernobyl Nuklearunfall

Russland hat nach ukrainischen Angaben bei seinen Angriffen wiederholt Drohnen und Raketen auf Flugbahnen nahe dem stillgelegten Atomkraftwerk Tschernobyl eingesetzt. Damit riskiere Russland einen schweren Nuklearunfall, wie der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko der Nachrichtenagentur Reuters schriftlich mitteilte. Tschernobyl und das noch aktive Kernkraftwerk Chmelnyzkyj im Westen der Ukraine seien etliche Male von russischen Hyperschallraketen und Drohnen knapp passiert worden. Im vergangenen Jahr war die Strahlenschutzhülle des havarierten Reaktors von Tschernobyl bereits von einem Flugobjekt beschädigt worden.

11.21 Uhr: Vier Tote bei gegenseitigen Drohnenangriffen in der Ukraine und Russland

In der Nacht zum Mittwoch haben Russland und die Ukraine erneut Raketen und Drohnen eingesetzt. In der Ukraine wurden nach Behördenangaben zwei Menschen in den Regionen Charkiw und Saporischschja getötet. 189 von 215 russischen Drohnen wurden abgefangen.

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Sysran kamen zwei Menschen ums Leben – eine Frau und ein Kind, wie der Regionalgouverneur mitteilte. Fotos der russischen Behörden zeigten ein teilweise eingestürztes Wohnhaus.

10.33 Uhr: Ukraine startet in Kürze Druschba-Pipeline

Laut ukrainischen Angaben soll die Druschba-Pipeline ihren Betrieb gegen 13.00 Uhr (MESZ) wieder aufnehmen, möglicherweise auch schon früher. Die Ukraine hatte zuvor angekündigt, die im Januar durch einen russischen Angriff beschädigte Pipeline repariert zu haben und wartete auf einen Antrag aus Ungarn zur Wiederaufnahme der Lieferungen. Laut ukrainischen Quellen stellte der ungarische Energiekonzern MOL nun eine Anfrage für etwa 100.000 Tonnen Öl zur Belieferung von Ungarn und der Slowakei.

10.19 Uhr: Russland - Tote und Verletzte nach ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Sysran an der Wolga sind laut russischen Behördenangaben eine Frau und ein Kind getötet worden. Sie seien aus den Trümmern eines eingestürzten Wohnblocks geborgen worden, teilte der Gouverneur von Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, mit. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Die Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Gegenangriffe, dort gibt es eine Ölraffinerie. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Nacht 155 ukrainische Drohnen abgewehrt – auch über dem Gebiet Samara.

09.44 Uhr: Ukraine bittet Türkei um Ausrichtung eines Selenskyj-Putin-Gipfels

Die Ukraine hat die Türkei gebeten, ein Gipfeltreffen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin auszurichten. Ziel sei es, die stockenden Friedensgespräche wiederzubeleben, so der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Die Ukraine sei bereit, jeden Ort außer Belarus oder Russland für das Treffen zu akzeptieren. Selenskyj strebe das Treffen an, um den seit über vier Jahren andauernden Krieg voranzutreiben. Wie die Türkei auf den Vorschlag reagierte, teilte Sybiha nicht mit. Die Türkei hat bereits mehrere Verhandlungsrunden zwischen Russland und der Ukraine ausgerichtet, ein Gipfeltreffen fand jedoch noch nicht statt.

09.42 Uhr: Ukraine meldet Wiederaufnahme der Öllieferung durch Druschba-Pipeline

Die Ukraine hat die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei wieder aufgenommen. Der ungarische Ölkonzern MOL teilte am Mittwoch mit, dass der ukrainische Betreiber Ukrtransnafta die Reparaturarbeiten abgeschlossen und den Zustand höherer Gewalt ("Force Majeure") aufgehoben habe. Die Lieferungen waren seit Ende Januar unterbrochen, nachdem ein russischer Drohnenangriff die Pipeline in der Westukraine beschädigt hatte. Laut Brancheninsidern sollen die Lieferungen noch heute starten.

07.56 Uhr: Elf Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf russische Stadt Sysran

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Sysran ist ein Wohnhaus teilweise eingestürzt, wobei elf Menschen verletzt wurden. Vier Personen, darunter ein Kind, konnten gerettet werden, wie der Gouverneur der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischew, mitteilte. Die Rettungsarbeiten dauern weiterhin an. In der an die Ukraine grenzenden Region Kursk stürzte zudem eine Drohne in den Hof eines Hauses, wobei glücklicherweise niemand verletzt wurde, so die Regionalregierung.

07.02 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf Odessa und Saporischschja – ein Todesopfer

Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Schwarzmeerhafen Odessa wurden nach ukrainischen Angaben in der Nacht Liegeplätze, Lagerhallen und Bahnanlagen beschädigt. Auch Einrichtungen von Hafenbetreibern wurden getroffen, wie der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mitteilte. Ein weiterer Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der südlichen Region Saporischschja forderte zudem ein Todesopfer: Ein Bahnmitarbeiter kam dabei ums Leben.

03.30 Uhr: "Wegwerfagenten" - Putins verdeckter Krieg in Deutschland

Vor dem Oberlandesgericht müssen sich aktuell drei Ukrainer verantworten. Die Männer sollen als sogenannte „Wegwerfagenten“ für einen russischen Nachrichtendienst einen Anschlag geplant haben. Konkret sollen sie es auf einen ukrainischen Paketdienstleister abgesehen haben, der Filialen in Deutschland betreibt. Recherchen des BR-Funkstreifzug zeigen, dass Spuren nach Bayern führen.

00.12 Uhr: EU könnte heute 90 Milliarden Euro Kredit für Ukraine freigeben

Die Europäische Union steht kurz davor, den Weg für einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit an die Ukraine zu ebnen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas rechnet mit einer positiven Entscheidung über die dringend benötigten Finanzhilfen, die bereits im Dezember von allen Mitgliedsstaaten grundsätzlich vereinbart wurden. Die jüngste Wahlniederlage des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, der als schärfster EU-Kritiker der Ukraine galt, dürfte die bisherige Blockade überwinden. Das von Russland angegriffene Land benötigt die Mittel dringend, um den Krieg zu finanzieren.

Mittwoch, 22. April 2026

20.28 Uhr: Selenskyj dankt Merz für Deutschlands "starke Unterstützung" für die Ukraine

Vor einer EU-Abstimmung über ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Unterstützung gedankt. Im Onlinedienst X erklärte Selenskyj am Dienstagabend, in einem Gespräch mit Merz habe er dessen "so starke Unterstützung der Ukraine" gelobt. Sie hätten über Themen der bilateralen und multilateralen Beziehungen gesprochen sowie über "die Schritte, die notwendig sind, um den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union voranzutreiben".

Thema des Gesprächs waren laut Selenskyj auch "Treffen und Verhandlungen diese Woche". "Danke, Friedrich, für die Unterstützung und die Bereitschaft, bei allem zu helfen!", schloss der ukrainische Präsident seine Erklärung.

18.53 Uhr: EU dringt nach Druschba-Reparatur auf schnelle Freigabe der Ukraine-Hilfen

Angesichts der von der Ukraine verkündeten Reparatur der Druschba-Pipeline für russisches Öl nach Europa dringt die EU auf eine schnelle Freigabe der von Ungarn blockierten Ukraine-Hilfen. "Ich erwarte eine positive Entscheidung zum 90-Milliarden-Euro-Darlehen in den nächsten 24 Stunden", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte Ungarn auf, die "ungebührlichen Blockaden" gegen die Ukraine-Unterstützung "schnellstmöglich" zu beenden.

17.55 Uhr: Nato fängt über der Ostsee Gruppe russischer Kampfflugzeuge ab

Die Nato hat über der Ostsee eine Gruppe russischer Kampfflugzeuge abgefangen. Bei den russischen Maschinen habe es sich um zwei Überschallflugzeuge des Typs Tu-22M3 sowie etwa zehn Kampfjets der Typen SU-30 und SU-35 gehandelt, die sich bei der Eskorte abgewechselt hätten, teilte eine französische Nato-Einheit auf dem litauischen Luftwaffenstützpunkt Siauliai mit. Flugzeuge aus Frankreich, Schweden, Finnland, Polen, Dänemark und Rumänien seien aufgestiegen und hätten die russischen Maschinen überwacht.

Ein Journalist der Nachrichtenagentur AP beobachtete die Reaktion der französischen Einheit am Montag. Nach Angaben des litauischen Verteidigungsministeriums wurden zwischen dem 13. und 19. April viermal Nato-Flugzeuge eingesetzt, um russische Maschinen abzufangen, die gegen Flugregeln verstoßen hatten.

Das russische Verteidigungsministerium verlautbarte, seine Luftstreitkräfte hielten sich strikt an internationale Regeln. Der Flug im neutralen Luftraum am Montag habe gut vier Stunden gedauert und sei in bestimmten Abschnitten "von Kampfflugzeugen ausländischer Staaten begleitet" worden. Das Nato-Luftkommando wollte sich am Dienstag zunächst nicht äußern.

17.05 Uhr: Selenskyj - Reparatur von Druschba-Pipeline nach Europa abgeschlossen

Die von den EU-Ländern Ungarn und Slowakei geforderten russischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline können nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wieder aufgenommen werden. Die Ukraine habe die Reparaturarbeiten an der durch russischen Beschuss beschädigten Pipeline abgeschlossen, so dass sie wieder in Betrieb genommen werden könne, erklärte Selenskyj am Dienstag in Onlinenetzwerken.

Ungarn hatte mit Verweis auf die ausbleibenden Druschba-Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch das neue Sanktionspaket gegen Russland blockiert.

13.43 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst meldet Angriff auf russische Ölpumpstation

Die Ukraine greift nach Angaben des Geheimdienstes SBU in der Nacht eine Ölpumpstation in der russischen Region Samara mit Drohnen an. In der Anlage, die zur Druschba-Pipeline gehört, sei ein Feuer ausgebrochen, teilt ein SBU-Vertreter mit. Ersten Erkenntnissen zufolge seien fünf Rohöltanks beschädigt worden. Der Gouverneur von Samara bestätigt einen den Drohnenangriff auf eine Industrieanlage, nennt aber keine Details. Über die Druschba-Pipeline beziehenunter anderem Ungarn und die Slowakei russisches Öl.

10.47 Uhr: Wadephul - EU-Kredit für Ukraine jetzt freigeben

Bundesaußenminister Johann Wadephul drängt auf eine schnelle Freigabe des EU-Kredits von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. "Die Blockaden gegen diese dringend notwendige Unterstützung müssen umgehend aufgehoben werden", sagte Wadephul vor einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg.

Er bezog sich dabei auf die Blockade des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban, der die Auszahlung des Geldes verhinderte. "Die Freigabe des Kredits darf nicht auf den Regierungswechsel warten, sondern muss schnell erfolgen", betonte Wadephul mit Blick auf Budapest. "Für die Ukraine geht es um alles."

10.33 Uhr: Schwedischer Militärgeheimdienst - Russland manipulierte seine Wirtschaftsdaten

Der schwedische Militärgeheimdienst (Must) geht davon aus, dass Russland seine wirtschaftlichen Daten manipuliert. Laut einer Erklärung vom Dienstag könnte das Land mit einer höheren Inflation und einem größeren Haushaltsdefizit kämpfen, als offiziell dargestellt. Wirtschaftsdaten würden offenbar gefälscht, um stabiler zu wirken. Trotz der schwachen Konjunktur bleibe Moskaus Entschlossenheit, den Krieg in der Ukraine fortzusetzen und "hybride" Aktivitäten in EU- und NATO-Ländern durchzuführen, unbeeinträchtigt, erklärte Geheimdienstchef Thomas Nilsson.

10.22 Uhr: Kallas erwartet "positive Entscheidungen" bei Ukraine-Kredit

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Darlehens an die Ukraine. "Wir erwarten morgen einige positive Entscheidungen", sagte Kallas. Es sei in diesem Moment "von größter Bedeutung", dass die Ukraine den Kredit erhalte, betonte sie.

Die Auszahlung des im Dezember beschlossenen Kredits für Kiew wird derzeit von Ungarn blockiert. Die zyprische EU-Ratspräsidentschaft hat jedoch für Mittwoch eine Abstimmung der EU-Länder zu diesem Thema angesetzt, was in Brüssel die Hoffnung aufkommen lässt, dass Budapest seine Blockade aufgeben wird.

09.46 Uhr: 25 Verletzte bei russischen Luftangriffen auf mehrere ukrainische Städte

Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind in verschiedenen Regionen des Landes mindestens 25 Menschen verletzt worden. In der nordöstlichen Stadt Sumy wurden 15 Personen durch Drohnenangriffe verletzt, mehrere Wohnhäuser und medizinische Einrichtungen wurden dabei beschädigt, so der örtliche Regionalgouverneur Oleh Grigorow am Dienstag. Weitere Luftangriffe auf die östliche Region Charkiw und die Stadt Slowjansk führten zu je drei Verletzten, während in der Region Dnipropetrowsk vier Menschen verletzt wurden.

Die nächtlichen Angriffe umfassten den Abschuss von zwei Raketen und 143 Drohnen, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. Eine Rakete sowie 116 Drohnen konnten abgefangen werden. Bilder aus Sumy, die von Rettungsdiensten veröffentlicht wurden, zeigen brennende Autos und zerstörte Gebäude.

07.18 Uhr: Russland - Bislang dieses Jahr 1.700 Quadratkilometer eingenommen

Laut Generalstabschef Waleri Gerassimow haben russische Truppen in diesem Jahr bisher 1.700 Quadratkilometer ukrainisches Territorium erobert. Die Streitkräfte seien in alle Richtungen vorgestoßen, erklärte der General im Staatsfernsehen.

05.01 Uhr: Außenminister beraten über Lage in Nahost und Ukraine-Krieg

Die Außenminister der EU-Staaten werden heute in Luxemburg zu einem Treffen zusammenkommen, um die aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten zu besprechen. Hauptthema wird sein, wie die Europäische Union zur Deeskalation der Spannungen beitragen kann. Ein zentrales Anliegen ist die Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg sowie die Aufrechterhaltung der Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon. Zu Beginn ist ein informeller Austausch mit dem libanesischen Ministerpräsidenten Nawaf Salam vorgesehen. Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens wird die Situation im Ukraine-Krieg sein.

Dienstag, 21. April 2026

23.39 Uhr: Selenskyj wirft US-Vermittlern Respektlosigkeit vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner fehlenden Respekt vor der Ukraine vorgeworfen. "Es ist respektlos, nach Moskau zu reisen und nicht nach Kiew zu kommen", sagte der Staatschef in einem Interview für das staatliche Nachrichtenprogramm. Er verstehe zwar die Schwierigkeiten bei der Anreise in das Kriegsland, doch würden auch andere nach Kiew reisen. Mit Blick auf einen solchen Besuch vor Ort sagte Selenskyj: "Das brauchen nicht wir, sondern sie." Zugleich hob er hervor, dass für ihn das Resultat und nicht der Ort der Gespräche entscheidend sei. 

19.37 Uhr: EU-Länder stimmen Mittwoch über Freigabe des Ukraine-Kredits ab

Die EU-Länder wollen am Mittwoch die letzte Hürde für die Auszahlung des im Dezember beschlossenen 90-Milliarden-Kredits für die Ukraine nehmen. Die zyprische Präsidentschaft habe den Punkt auf die Tagesordnung für das Treffen der EU-Botschafter gesetzt, erklärte eine Sprecherin am Montag. Die Ankündigung lässt vermuten, dass Ungarn seine bisherige Blockade für die Freigabe der Gelder aufgeben wird. 

Außenminister beraten über Lage in Nahost und Ukraine-Krieg

16.27 Uhr: Berlin bestellt russischen Botschafter ein

Das Auswärtige Amt hat angesichts Moskauer Drohungen gegen in Deutschland ansässige Rüstungsfirmen den russischen Botschafter Sergej Netschajew einbestellt. "Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland sind vollkommen inakzeptabel", schrieb das Außenministerium in Berlin auf X. Direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland seien "ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen". 

Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert. Das russische Verteidigungsministerium hatte vergangene Woche mit der Veröffentlichung der Adressen von in Deutschland ansässigen Rüstungsfirmen auf die Ankündigung neuer Drohnenlieferungen an die Ukraine reagiert.

15.52 Uhr: Ermittler entdecken 45 verschleppte ukrainische Kinder

Internationale Ermittler haben gemeinsam mit Europol 45 mutmaßlich entführte ukrainische Kinder identifiziert und aufgespürt. Die Kinder seien vermutlich gewaltsam in die besetzten Gebiete der Ukraine, nach Russland oder Belarus verschleppt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Die Informationen seien den ukrainischen Behörden übergeben worden. Zwei Tage lang hatten Sonderermittler aus 18 Ländern sich in Den Haag an der Suche beteiligt. An der Europol-Aktion war auch der Internationale Strafgerichtshof beteiligt. Die Ergebnisse können nach Informationen von Europol zum Aufenthaltsort der deportierten Kinder führen. 

12.26 Uhr: Ranghoher ukrainischer Militär bei Drohnenangriff verletzt

In der Ukraine hat ein wichtiger Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach eigenen Angaben einen russischen Drohnenangriff nur knapp überlebt. Der Drohneneinschlag habe sein Haus zerstört, teilte Serhij Beskrestnow mit. "Mich hat es getroffen, aber das Wichtigste: Wie durch ein Wunder bin ich am Leben", schrieb er. Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich aus dem Krankenhaus. Der 51-jährige Beskrestnow gilt als Spezialist für militärische Funktechnologien.

09.32 Uhr: Deutsche in Russland mit Bombe im Rucksack festgenommen

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat eine deutsche Staatsbürgerin unter Terrorverdacht festgenommen. Die 1969 geborene Frau soll laut FSB versucht haben, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste einen Terroranschlag in der Stadt Pjatigorsk in der Region Stawropol im Nordkaukasus durchzuführen. Ihr Ziel sei eine Einrichtung der russischen Strafverfolgungsbehörden gewesen, teilte der FSB mit, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete. Bei der Festnahme wurde im Rucksack der Verdächtigen eine Bombe gefunden, die später entschärft wurde. Weitere Details zu dem Vorfall wurden von den russischen Behörden nicht bekannt gegeben. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte sich nicht zu Details äußern.

08.22 Uhr: Ukraine attackiert zwei russische Landungsschiffe vor der Krim

Laut Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR wurde bei einem Angriff ein Treffer auf zwei große russische Landungsschiffe vor der von Russland besetzten Halbinsel Krim erzielt. Die Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte befanden sich während des nächtlichen Angriffs in der Bucht von Sewastopol, teilte GUR mit.

05.41 Uhr: Russland meldet einen Toten bei ukrainischem Angriff auf Hafen Tuapse

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse wurde laut Behördenangaben ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Der Gouverneur der Region, Weniamin Kondratjew, berichtete, dass der Hafen in Flammen steht. Zudem hätten Trümmerteile der Drohnen mehrere Gebäude beschädigt, darunter einen Kindergarten und ein Wohnhaus. Das Portal "Kyiv Independent" berichtete unter Berufung auf Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens.

05.00 Uhr: Chef der Patrouillenpolizei in Ukraine reicht Rücktritt ein

Nach dem Fluchtversuch zweier Polizisten während einer Schießerei hat der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, die Verantwortung übernommen. Bei einer Pressekonferenz in Kiew erklärte der Polizeigeneral, dass er beschlossen habe, von seinem Amt zurückzutreten. Die beiden Streifenpolizisten hätten seiner Ansicht nach "unprofessionell und würdelos" gehandelt. Es handele sich um einen "sehr beschämenden Vorfall". Am Tag zuvor hatte ein Mann in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sechs Menschen erschossen und mehr als ein Dutzend weitere verletzt.

Montag, 20. April 2026

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