Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, wird von Heiko Thoms, deutscher Botschafter in der Ukraine, auf dem Hauptbahnhof in Kiew begrüßt. Auf dem Programm stehen politische Gespräche.
Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, wird von Heiko Thoms, deutscher Botschafter in der Ukraine, auf dem Hauptbahnhof in Kiew begrüßt. Auf dem Programm stehen politische Gespräche.
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Verteidigungsminister Pistorius ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen.
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Verteidigungsminister Pistorius ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 19 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 19 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 4. bis 10. Mai im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.09 Uhr: Trump dankt Lukaschenko nach Gefangenen-Freilassung

Russland und Belarus haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Gefangene freigelassen. "Wir haben soeben die Freilassung von drei polnischen und zwei moldauischen Gefangenen aus belarussischer und russischer Haft erwirkt", schreibt Trump auf seiner Plattform "Truth Social". "Mein Freund, der polnische Präsident Karol Nawrocki, hat sich im vergangenen September mit mir getroffen und mich gebeten, dabei zu helfen, Andrzej Poczobut aus einem belarussischen Gefängnis freizubekommen." Dieser sei nun frei. "Die USA liefern Ergebnisse für unsere Verbündeten und Freunde. Ich danke Präsident Alexander Lukaschenko für seine Kooperation und Freundschaft. Sehr schön!" Wer die anderen Freigelassenen sind und welche Umstände zu der Freilassung führten, teilt Trump nicht mit.

18.35 Uhr: Lettlands Verteidigungsminister zurückgetreten

Lettlands Verteidigungsminister Andris Spruds hat nach den jüngsten Drohnenvorfällen im Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes seinen Rücktritt bekannt gegeben. Damit wolle er die lettische Armee vor einer Instrumentalisierung für politische Zwecke schützen, sagte Spruds auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Riga. 

Regierungschefin Evika Silina hatte kurz zuvor den Minister zum Rücktritt aufgefordert. Spruds habe ihr Vertrauen und das der Öffentlichkeit verloren, schrieb sie auf der Plattform X. Weiter teilte sie mit, dass sie dem Militäroberst Raivis Melnis angeboten habe, das Amt des Verteidigungsministers zu übernehmen, und dieser zugestimmt habe. 

In Lettland waren in der Nacht zum Donnerstag zwei Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen waren. Eine Drohne stürzte in Rēzekne auf ein Öllager ab. Die Tanks waren leer, es gab keine Verletzten oder Toten. 

Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha hatte auf der Plattform X geschrieben, die Drohnen seien ukrainisch gewesen. Sie seien nach Lettland geflogen, weil die russische elektronische Kriegsführung sie von ihren eigentlichen Zielen in Russland abgelenkt habe.

"Der Drohnenvorfall dieser Woche hat deutlich gezeigt, dass die politische Führung des Verteidigungssektors ihr Versprechen eines sicheren Luftraums über unserem Land nicht eingelöst hat", schrieb Silina. Spruds stand bereits nach zwei vorangegangenen Drohnenvorfällen in dem an Russland und Belarus grenzenden Lettland unter Kritik.

18.12 Uhr: Söder – Russlands Schwäche für Gespräche nutzen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder äußert sich zurückhaltend zum Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder im Ukraine-Krieg vermitteln könnte. "Mein Eindruck ist, dass Russland im Moment schwächer ist, als wir es alle glauben", sagt der CSU-Chef in der ARD. "Und deswegen sollte man die Chancen nutzen für Gespräche. Ob Gerhard Schröder jetzt der Richtige ist, das mögen andere beurteilen."

17.31 Uhr: EU will Druck wegen Deportation ukrainischer Kinder erhöhen

Die Außenministerinnen und Außenminister der EU-Staaten wollen an diesem Montag bei einem Treffen in Brüssel (9.45 Uhr) weitere Sanktionen gegen russische Verantwortliche für die Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder verhängen. Betroffen sein sollen mehr als zwanzig Personen und Organisationen. Die Sanktionsbeschlüsse werden unter anderem zur Folge haben, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot.

11.51 Uhr: Russland wirft Ukraine Verletzung der Waffenruhe vor

Das russische Verteidigungsministerium hat laut der Nachrichtenagentur Interfax mitgeteilt, die Ukraine habe russische Truppen mit Drohnen und Artillerie angegriffen. In den vergangenen 24 Stunden seien 57 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Russland halte die Waffenruhe zwar ein, habe aber auf die ukrainischen Angriffe reagiert. Dabei seien Mehrfachraketenwerfer und Mörser zum Einsatz gekommen.

11.08 Uhr: Bundesregierung weist Putins Schröder-Vorschlag als "Scheinangebot" zurück

Die Bundesregierung hat einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin für eine Vermittlerrolle von Altkanzler Gerhard Schröder im Ukraine-Krieg zurückgewiesen. Das Angebot reihe sich in eine Serie von Scheinangeboten ein und sei Teil der bekannten hybriden Strategie Russlands, verlautete am Sonntag aus Regierungskreisen in Berlin. Deutschland und Europa ließen sich dadurch nicht spalten. Die Verhandlungsoption sei nicht glaubwürdig, da Russland seine Bedingungen nicht geändert habe. Ein erster Test für die Glaubwürdigkeit wäre demnach eine Verlängerung der Waffenruhe durch Russland.

Im Audio: Schröder als Vermittler - Gemischtes Echo auf Putin-Vorschlag

ARCHIV - 14.03.2024, Niedersachsen, Hannover: Gerhard Schröder (SPD), Bundeskanzler von 1998 bis 2005, aufgenommen in seiner Kanzlei. (zu dpa: «Putin bringt Altkanzler Schröder als Vermittler ins Gespräch») Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder

11.01 Uhr: Ukraine meldet russische Angriffe und Gefechte trotz Feuerpause

Aus der Ukraine wird trotz einer von den USA vermittelten Feuerpause von neuen russischen Angriffen berichtet. In den vergangenen 24 Stunden habe es 147 Gefechte an der Front gegeben, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntag mit. Zudem berichteten regionale Behörden von Toten und Verletzten unter der Zivilbevölkerung durch russische Drohnen- und Artillerieangriffe. In der südöstlichen Region Saporischschja seien ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow.

In den Regionen Charkiw, Cherson und Dnipropetrowsk gab es den örtlichen Behörden zufolge insgesamt 16 Verletzte, darunter vier Kinder, sowie Schäden an der Infrastruktur. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht mit 27 Langstreckendrohnen angegriffen. Dies sei eine geringere Zahl als üblich. Die Luftabwehr habe alle Drohnen abgefangen.

Sonntag, 10 Mai 2026

20.35 Uhr: Putin - "Konflikt" wird zum Ende kommen, Gerhard Schröder soll vermitteln

Kreml-Chef Wladimir Putin hat sich über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs geäußert. "Ich denke, er neigt sich dem Ende zu, aber es ist nach wie vor eine ernste Angelegenheit", sagte er am Samstag zu Journalisten. Ihm sei gesagt worden, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem persönlichen Treffen bereit sei. Man könne sich in einem Drittland treffen, sagt Putin. Voraussetzung sei aber, dass vorher eine belastbare Friedensvereinbarung erzielt worden sei. Die "Financial Times" hatte am Donnerstag berichtet, die Staats- und Regierungschefs der EU würden sich auf mögliche Gespräche vorbereiten.

Putin sagt weiter, für Vermittlungsgespräche zwischen Russland und der EU sehe er den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als geeignete Person. Ob sich die EU auf einen Vermittler Gerhard Schröder einigen könnte und ob Putins Vorgehen mit Schröder abgestimmt ist, blieb zunächst offen. In Deutschland stand Schröder wegen seiner Nähe zu Putin und zu russischen Konzernen wiederholt in der Kritik.

Wladimir Putin empfängt Gerhard Schröder 2018 zu seiner abermaligen Amtseinführung als russischer Präsident im Kreml.
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Wladimir Putin empfängt Gerhard Schröder 2018 zu seiner (abermaligen) Amtseinführung als russischer Präsident im Kreml.

19.10 Uhr: Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig Bruch der Waffenruhe vor

[Fortschreibung der Meldung von 14.10 Uhr] Die Ukraine und Russland haben sich gegenseitig Verstöße gegen die seit Samstag geltende Waffenruhe vorgeworfen. Seit Beginn des Tages seien 51 russische Angriffe verzeichnet worden, teilte der ukrainische Generalstab mit. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, ukrainische Kräfte hätten russische Stellungen mit Drohnen und Artillerie angegriffen.

Die dreitägige Feuerpause war am Freitagabend von US-Präsident Donald Trump verkündet worden. Kiew und Moskau bestätigten die Waffenruhe. Beide Seiten vereinbarten laut Trump zudem den Austausch von jeweils tausend Kriegsgefangenen.

18.40 Uhr: Feuerwehr kämpft weiter gegen Brand in Tschernobyl-Sperrzone

Hunderte Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen einen Waldbrand in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine an. Das nach ukrainischen Angaben durch zwei russische Drohnen am Donnerstag ausgelöste Feuer hat inzwischen mehr als 1.200 Hektar erfasst, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt waren 374 Personen an den Löscharbeiten beteiligt. Die Agentur Ukrinform berichtete unterdessen, dass von dem Brand keine radioaktive Gefahr ausgehe.

17.43 Uhr: Truppenverlegungen während Feuerpause auf beiden Seiten

Sowohl die russischen als auch die ukrainischen Streitkräfte nutzen nach Angaben aus Kiew die aktuelle Feuerpause zum Heranführen von Verstärkungen sowie zur Rotation ihrer Truppen. Daneben würden auch neue Waffen und Munition an die Frontlinien herangebracht, sagte der ukrainische Armee-Pressesprecher Viktor Trehubow im Fernsehen. "Sie (die Russen) nehmen heute tatsächlich eine Pause und nutzen diese zum Heranfahren von Verstärkungen, zur Rotation sowie zur Wiederherstellung ihrer Offensivmöglichkeiten." Ähnliches geschehe auch auf ukrainischer Seite.

15.30 Uhr: EU-Ratspräsident für Gespräche mit Russland

EU-Ratspräsident António Costa hat am Europatag die grundsätzliche Offenheit der EU für Gespräche mit Russland bekräftigt. Man sei bereit, sich an Friedensverhandlungen zu beteiligen, um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu erreichen, sagte er in Brüssel. Im richtigen Moment werde man natürlich Gespräche mit Russland führen müssen, um gemeinsame Sicherheitsfragen zu besprechen. Zugleich machte Costa deutlich, dass es keine Alleingänge der EU geben soll. Man wolle die Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump nicht stören, betonte er. Kurz vor dem Auftritt in Brüssel hatte Costa am Vormittag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert.

14.24 Uhr: Putin will die Slowakei weiter mit russischer Energie versorgen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat der Slowakei zugesichert, den Energiebedarf des Landes weiterhin zu decken. Man werde alles tun, um die Nachfrage nach Energie zu befriedigen, sagte Putin bei einem Treffen mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico in Moskau im russischen Staatsfernsehen. Fico hält sich zu den Feierlichkeiten anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland in der russischen Hauptstadt auf, nimmt jedoch nicht an der Militärparade auf dem Roten Platz teil. Das EU-Land Slowakei ist eines der wenigen Länder in Europa, das weiterhin russisches Öl und Gas bezieht.

14.10 Uhr: Berichte über Bruch der Feuerpause zwischen Russland und der Ukraine

Das russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine Verstöße gegen die von US-Präsident Donald Trump vermittelte Waffenruhe vorgeworfen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten ungeachtet der Vereinbarung mit Drohnen und Artillerie russische Positionen und auch zivile Objekte angegriffen, teilte das Ministerium der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Betroffen gewesen seien unter anderem die Gebiete Kaluga, Tula, Smolensk, Kursk, Brjansk und Belgorod sowie im Süden die Teilrepublik Tschetschenien und die Regionen Stawropol und Krasnodar.

Eine Bestätigung dafür von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht. Allerdings beklagte auch der ukrainische Generalstab nach Beginn der Waffenruhe Angriffe von russischer Seite vor allem in den umkämpften Regionen im Donbass. Die Rede war von 45 Attacken bis zum frühen Morgen.

14.07 Uhr Moskau bestätigt ruhigen Verlauf der Militärparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Kremlsprecher Dmitri Peskow hat mitgeteilt, dass die Waffenruhe für Moskau zur Militärparade gehalten habe. Es gab demnach – anders als befürchtet – keine Versuche von ukrainischer Seite, die Feiern zum 9. Mai - dem Tag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland - zu stören. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Freitag nach US-Vermittlung angekündigt, die Militärparade auf dem Roten Platz nicht anzugreifen.

Militärparade in Moskau
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Militärparade in Moskau

13.21 Uhr: Putin empfängt slowakischen Ministerpräsidenten Fico im Kreml

Vor der Militärparade auf dem Roten Platz hat der russische Präsident Wladimir Putin den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico im Kreml empfangen. "Ich weiß, dass es einige Schwierigkeiten mit Ihrer Reise nach Moskau gab. Aber das Wichtige ist, dass Sie hier sind", sagte Putin bei dem Treffen. "Ihre konstante Haltung gegenüber der Bewahrung der historischen Wahrheit verlangt Respekt", sagte Putin und hob "die souveräne Außenpolitik" hervor, um die sich die slowakische Regierung bemühe.

Fico war der einzige Regierungschef eines EU-Staates, der zum Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland vor 81 Jahren nach Moskau reiste. Fico hatte am Freitag an der Mauer des Kreml an einer Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten teilgenommen. 

13.19 Uhr: Russland - Frieden in der Ukraine noch in weiter Ferne

Ein Friedensabkommen mit der Ukraine ist nach Angaben der russischen Führung noch in weiter Ferne. Die Details seien zu komplex, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im Staatsfernsehen. Auch wenn es verständlich sei, dass die USA es eilig hätten. Russland und die Ukraine hatten sich auf eine von den USA vermittelte dreitägige Feuerpause von Samstag bis Montag geeinigt. US-Präsident Donald Trump hatte Hoffnungen auf eine Verlängerung der Waffenruhe geäußert. Kreml-Berater Juri Uschakow stellte jedoch klar, dass die Feuerpause auf drei Tage angelegt sei und nicht länger dauern solle.

10.25 Uhr: Putin preist Ukraine-Einsatz bei Siegesparade

In einer Rede zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland hat der russische Präsident Wladimir Putin den Einsatz seiner Truppen in der Ukraine gepriesen. "Der Sieg war schon immer und wird auch künftig unser sein", erklärte Putin auf dem Roten Platz in Moskau, wo er eine Militärparade mit Tausenden Soldaten abnahm. Die russischen Truppen stünden "einer aggressiven Macht gegenüber, die vom gesamten Nato-Bündnis bewaffnet und unterstützt wird", erklärte Putin.

Der russische Präsident nutzte den Tag des Sieges, Russlands wichtigsten säkularen Feiertag, um die militärische Stärke des Landes zu demonstrieren und Unterstützung für sein militärisches Vorgehen in der Ukraine zu mobilisieren. In diesem Jahr wurden bei der Parade erstmals seit fast zwei Jahrzehnten keine Panzer, Raketen und andere schwere Waffen gezeigt. Ein traditioneller Überflug von Kampfflugzeugen fand jedoch statt.

01.05 Uhr: Trump erwägt Verlegung von US-Truppen aus Deutschland nach Polen

US-Präsident Donald Trump stellt in Aussicht, US-Truppen, die aus Deutschland abgezogen werden, nach Polen zu verlegen. Zudem spricht er sich für eine Verlängerung der dreitägigen Feuerpause im Krieg zwischen Russland und der Ukraine aus. "Ich würde mir eine deutliche Verlängerung der Waffenruhe wünschen", sagte Trump. Zuvor hatte er eine Feuerpause vom 9. bis zum 11. Mai anlässlich der russischen Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs angekündigt.

Samstag, 9. Mai 2026

21.08 Uhr: Kreml stimmt Trumps Waffenruhe zu

Der Kreml stimmt dem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für eine dreitägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg ab Samstag und einen Gefangenenaustausch zu. Das sagte der außenpolitische Berater von Staatschef Wladimir Putin, Juri Uschakow, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Am Samstag wird in Russland an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg erinnert; dazu gibt es eine Militärparade auf dem Roten Platz.

"Als wichtigstes wurde festgelegt, eine Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai einzuhalten, einschließlich des Austausches von 1.000 Personen von jeder Seite", sagte Uschakow. Die Vereinbarung sei in den jüngsten Telefonkontakten mit der US-Führung zustande gekommen. "Die US-Vertreter hatten ihrerseits Kontakt nach Kiew."

21.06 Uhr: Selenskyj "erlaubt" Militärparade auf Rotem Platz in Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj "erlaubt" per Dekret die russische Militärparade zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland in Moskau. Zudem sichert er zu, dass keine Waffen auf den Roten Platz gerichtet werden. "Ich ordne hiermit an: die Abhaltung einer Parade in der Stadt Moskau am 9. Mai 2026 zu gestatten", heißt es in dem Erlass. Der Rote Platz werde vom geplanten Einsatz ukrainischer Waffen ausgenommen.

20.11 Uhr: Trump kündigt dreitägige Feuerpause in der Ukraine an

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Russland und die Ukraine von einer ab morgen geltenden dreitägigen Waffenruhe überzeugt. Diese werde die Aussetzung aller Kampfhandlungen sowie den Austausch von 1.000 Gefangenen jeder Seite umfassen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Eine Bestätigung aus Moskau oder Kiew gab es zunächst nicht.

Im Audio: Drei Tage Waffenruhe im Krieg gegen Ukraine

Symbolbild: Ukrainische Flagge weht über einem zerstörten Gebäude
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Vom 9. bis zum 11. Mai soll Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine gelten.

19.15 Uhr: Ukraine greift Flugsicherungszentrum an

Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Ukraine einen Angriff auf ein Flugsicherungszentrum im südrussischen Rostow am Don vor. Dies hätte die Sicherheit der zivilen Luftfahrt beeinträchtigen können, warnt er. Es sei jedoch zu keinen Zwischenfällen gekommen, fügt Putin hinzu.

16.53 Uhr: Wadephul kündigt europäische Verhandlungsinitiative an

Bundesaußenminister Johann Wadephul kündigt eine Verhandlungsinitiative Europas im Ukraine-Krieg an. "Wir sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen und sind darüber mit den USA und der Ukraine im Gespräch", sagt er der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Im E3-Format mit Frankreich und Großbritannien unternehmen wir einen neuen Anlauf, wieder in Verhandlungen hineinzukommen – mit einer größeren Rolle Europas in den nächsten Wochen und Monaten."

15.59 Uhr: Ukraine meldet niedrigen Bestand von Flugabwehrraketen

Der Ukraine gehen nach eigenen Angaben wegen der russischen Angriffe im Winter die Flugabwehrraketen aus. Die Abschussanlagen einiger Einheiten seien gelinde gesagt halbleer, zitiert die Nachrichtenagentur Ukrinform den Sprecher der Luftwaffe, Jurij Ihnat. Wegen Lieferproblemen müsse Kiew seine Verbündeten teils um lediglich fünf bis zehn Raketen für Systeme wie NASAMS und IRIS-T bitten, sagt er. Die Ukraine ist bei der Raketenabwehr stark auf ausländische Systeme angewiesen, die derzeit jedoch auch im Iran-Krieg in großem Umfang eingesetzt werden.

13.59 Uhr: Ukraine meldet erneuten Angriff auf russische Raffinerie

Der ukrainische Geheimdienst SBU meldet den zweiten Tag in Folge einen Angriff auf eine Raffinerie des russischen Konzerns Lukoil in der Stadt Perm. Dies sei der dritte derartige Schlag innerhalb von neun Tagen. Der nächtliche Angriff habe ein Feuer in einer wichtigen Anlage zur primären Erdölverarbeitung ausgelöst. Dem SBU zufolge handelt es sich um eine der größten Raffinerien in Russland. Sie liegt etwa 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt. Zudem trifft der SBU nach eigenen Angaben erneut eine Ölpumpstation in der Region.

12.44 Uhr: Ukraine erwartet US-Gesandte zu Sommerbeginn in Kiew

Die Ukraine erwartet nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Sommerbeginn den Besuch von US-Gesandten in Kiew. Die beiden Regierungen stimmen den Termin für den Besuch ab, erklärt Selenskyj auf der Plattform X. "Wir hoffen, dass wir dieses Mal das Geplante umsetzen und die Diplomatie neu beleben können." Es habe tiefgehende Gespräche mit den USA gegeben. Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow hält sich derzeit zu Verhandlungen mit Steve Witkoff und Jared Kushner in Miami auf.

12.27 Uhr: Kreml - Putin zu Verhandlungen mit Europäern bereit

Der russische Präsident Wladimir Putin ist nach Angaben des Kremls zu Verhandlungen mit jedem bereit, auch mit den Europäern. Putin habe wiederholt seine Bereitschaft dazu betont, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Russland sei offen für einen Dialog mit Europa, werde diesen aber nicht von sich aus anstoßen. Die Zeitung "Financial Times" hat berichtet, dass sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf etwaige Gespräche vorbereiten.

12.05 Uhr: Großer Waldbrand in Tschernobyl-Sperrzone nach Drohnenabsturz

In der Sperrzone um das einstige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist nach einem Drohnenabsturz ein großer Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer wütet aktuell auf einer Fläche von rund 1100 Hektar, wie die örtlichen Behörden erklärten. Der Wind erschwere die Löscharbeiten. Die radioaktiven Strahlungswerte lägen "innerhalb der normalen Grenzen". Der staatliche Rettungsdienst veröffentlichte ein Bild, das eine große weiße Rauchsäule zeigt.

Zur Herkunft der Drohne wurden keine Angaben gemacht. Sie war den Behörden zufolge am Donnerstag in der Nähe des stillgelegten Atomkraftwerks abgestürzt.

10.45 Uhr: Ex-Nato-Chef Rasmussen fordert europäisches Verteidigungsbündnis mit Ukraine

Der ehemalige Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat ein neues Verteidigungsbündnis europäischer Staaten gefordert. "Was wir gerade erleben, ist der Zerfall der Nato", sagt Rasmussen in einem Interview der "Welt". Europa müsse daraus Konsequenzen ziehen. "Wir müssen auf eigenen Füßen stehen und unseren Kontinent selbst verteidigen können." Europa brauche neue Verteidigungspläne und neue militärische Fähigkeiten. In die neue Sicherheitsarchitektur solle auch die Ukraine als festes Mitglied eingebunden werden. Man sehe, "wie schnell die Ukraine neue Waffen und Munition entwickelt", sagt Rasmussen. "Wir brauchen sie als Bollwerk gegen Russland."

09.47 Uhr: Luftalarm in ukrainischer Hauptstadt Kiew

Wenige Stunden nach Inkrafttreten der von Russland ausgerufenen einseitigen Waffenruhe ist in der ukrainischen Hauptstadt Luftalarm ausgelöst worden. Die Sirenen ertönten für mehrere Minuten, wie AFP-Reporter berichteten. Nach Behördenangaben war der Alarm wegen eines drohenden Raketenangriffs ausgelöst worden.

07.49 Uhr: Russland - 264 ukrainische Drohnen seit Waffenruhe

Seit Inkrafttreten der von Moskau ausgerufenen einseitigen Waffenruhe hat Russland nach eigenen Angaben 264 Drohnen abgefangen. Die unbemannten Fluggeräte seien zwischen Mitternacht und 07.00 Uhr Moskauer Zeit "abgefangen und zerstört worden", teilte das Verteidigungsministerium am Freitag mit. Die Luftabwehr habe die Drohnen in mehreren Regionen abgeschossen, unter anderem in der Region um die Hauptstadt Moskau.

07.44 Uhr: Selenskyj - Russische Angriffe trotz Waffenruhe

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ihre Angriffe in der Nacht fortgesetzt. Dies zeige, dass Russland nicht einmal einen symbolischen Versuch unternommen habe, das Feuer an der Front einzustellen, erklärt Selenskyj.

Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Donnerstag eine Feuerpause vom 8. Mai um Mitternacht bis zum 10. Mai angekündigt. Ursprünglich war dies für den 8. und 9. Mai anberaumt. An diesen Tagen feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland mit einer Militärparade in Moskau. Selenskyj hatte in dieser Woche seinerseits eine unbefristete Waffenruhe ab dem 6. Mai vorgeschlagen. Diese habe Russland verletzt, erklärt er.

06.12 Uhr: Russland fängt mehr als 50 Drohnen vor Moskau ab

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mehr als 50 Drohnen im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen. Die Abschüsse erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa 15 Stunden bis in die Nacht, teilt Sobjanin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Rettungskräfte untersuchen demnach Trümmerteile am Boden.

Das Verteidigungsministerium in Moskau meldet zudem den Abschuss von 95 ukrainischen Drohnen über zentralen und südlichen Regionen des Landes. Gleichzeitig gilt eine vom Ministerium angekündigte dreitägige Waffenruhe anlässlich der Feierlichkeiten zum "Tag des Sieges" der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg.

02.20 Uhr: Trotz einseitiger Waffenruhe - Moskau meldet ukrainische Drohnen

Der Bürgermeister von Moskau hat nach dem Inkrafttreten der von Russland ausgerufenen einseitigen Waffenruhe das Abfangen von 20 ukrainischen Drohnen gemeldet. Die Drohnen hätten auf die russische Hauptstadt zugesteuert, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin in dem vom russischen Staat unterstützten Onlinedienst Max. Die Waffenruhe war um 00.00 Uhr (Ortszeit, Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) in Kraft getreten und soll bis Samstag gelten.

00.00 Uhr: Zeit von Moskauer ausgerufener Waffenruhe läuft

Kurz vor dem traditionellen Tag des Sieges in Russland läuft die Zeit der einseitig von Moskau im Ukraine-Krieg ausgerufenen Waffenruhe. Das russische Verteidigungsministerium hatte die Feuerpause zuvor bekräftigt. Sie gelte von Freitag, 00.00 Uhr Ortszeit bis zum 10. Mai, teilte das Ministerium mit.

Freitag, 8. Mai 2026

21.04 Uhr: Moskau lädt ausländische Journalisten von Militärparade aus

Kurz vor dem Tag des Sieges und vor dem Hintergrund einer besonders wegen ukrainischer Drohnenangriffe angespannten Lage in Moskau hat Russland ausländische Journalisten von der traditionellen Militärparade auf dem Roten Platz ausgeladen. Nur noch einige russische Medien erhielten Zugang zum Roten Platz, teilte der Kreml der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Zuvor hatte die Präsidialverwaltung noch die Akkreditierung westlicher Journalisten bestätigt und einen schriftlichen Ablaufplan geschickt. Verwiesen wurde auf die Sicherheitslage in der Hauptstadt. Noch im vergangenen Jahr zum 80. Jahrestag war die Weltpresse zugelassen.

20.23 Uhr: Blatt - EU bereitet sich auf mögliche Gespräche mit Putin vor

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bereiten sich einem Zeitungsbericht zufolge auf mögliche Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor. EU-Ratspräsident António Costa sehe "Potenzial" für Verhandlungen mit Putin, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten. Die EU habe dafür die Rückendeckung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, heißt es in dem Bericht weiter.

19.08 Uhr: Selenskyj kritisiert russische Feuerpause als unangebracht

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die von Russland verkündete befristete Feuerpause zu den Gedenkfeiern des Zweiten Weltkriegs als Beweis für die seltsame und unangebrachte Logik der russischen Führung bezeichnet. In seiner abendlichen Videobotschaft erklärte er zudem, die USA könnten den Frieden in Europa am besten wahren, wenn sie wie im Zweiten Weltkrieg eine "gerechte und starke Haltung gegenüber dem Aggressor" zeigten.

18.20 Uhr: Kiew warnt ausländische Politiker vor Teilnahme an Moskauer Weltkriegsparade

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vertreter mit Russland verbündeter Staaten davor gewarnt, am Samstag an der Weltkriegsparade in Moskau teilzunehmen. "Wir haben auch Meldungen aus einigen an Russland angrenzenden Staaten erhalten, wonach deren Vertreter vorhaben, nach Moskau zu reisen", sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner allabendlichen Videoansprache und fügte an: "Ein seltsamer Wunsch, gerade in diesen Tagen. Wir raten davon ab."

18.11 Uhr: Angriffsdrohung am 9. Mai - Russland ruft Bewohner Kiews zu Verlassen der Stadt auf

Russland hat angesichts eines möglichen Vergeltungsangriffs auf Kiew die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt und ausländische Diplomaten erneut dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen. "Wir erinnern die Zivilbevölkerung von Kiew und die Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen erneut daran, dass sie die Stadt rechtzeitig verlassen müssen", erklärte das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Im Falle eines ukrainischen Angriffs werde Moskau "mit gleicher Münze zurückzahlen".

17.51 Uhr: Tass - Russland kündigt Feuerpause vom 8. bis 10. Mai an

Das russische Verteidigungsministerium kündigt der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge eine Feuerpause vom 8. bis zum 10. Mai an. Ursprünglich war dies für den 8. Und 9. Mai anberaumt. An diesen Tagen feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland mit einer Militärparade in Moskau. Die Ukraine wirft der Regierung in Moskau vor, die Waffenruhe diene lediglich dem Schutz der Parade vor ukrainischen Drohnenangriffen. Kiew bot stattdessen eine unbefristete Feuerpause ab dem 6. Mai an, was Russland bislang ignoriert.

17.00 Uhr: Ukraine - Russischer Raketenkreuzer beschossen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen. Getroffen worden sei eine Korvette der Karakurt-Klasse, die auch Marschflugkörper vom Typ Kalibr abschießen könne, teilte der Generalstab in Kiew auf Facebook mit. 

Das Ausmaß der Beschädigungen sei noch unklar. Dazu stellte das Militär eine Wärmebildaufnahme des Schiffs, das wohl von der angreifenden Drohne stammt. Standort der Korvette war demnach die Großstadt Kaspijsk in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden.

16.45 Uhr: Kiew - Ukrainische und US-Vertreter werden in Florida Gespräche über Kriegsende führen

Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow wird nach Angaben aus Kiew am Donnerstag in Florida mit US-Gesandten über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine sprechen. "Der Sekretär des  Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine wird heute mehrere Treffen mit Gesandten des US-Präsidenten abhalten", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag im Onlinedienst X unter Verweis auf Umerow. 

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Krieges liegen derzeit auf Eis. Die USA, die in den Gesprächen vermittelt hatten, konzentrieren sich derzeit auf den Konflikt mit dem Iran.

16.21 Uhr: Russland meldet ukrainischen Großangriff mit Drohnen

Die Ukraine hat Russland nach Angaben aus Moskau mit einem großangelegten Drohnenangriff überzogen. Die Flugabwehr habe in der Nacht über 20 Regionen des Landes 347 ukrainische Drohnen abgeschossen, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Zu den Zielen habe die Hauptstadtregion Moskau gehört. Den Angaben zufolge handelte es sich um den zweitgrößten ukrainischen Drohnenangriff während des Krieges. Im März vergangenen Jahres waren 389 Drohnen abgefangen worden.

Im Laufe des Tages starteten dem Ministerium zufolge Dutzende weitere Drohnen, einige davon in Richtung Moskau. Der Nachrichtenagentur Moskwa zufolge wurden auf den dortigen Hauptflughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo bis zum Mittag knapp 100 Flüge abgesagt oder waren verspätet.

14.05 Uhr: Russland verstärkt Schutz für Putin vor Feierlichkeiten zum 9. Mai

Russland hat die Sicherheitsvorkehrungen für Präsident Wladimir Putin vor den Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am Samstag verschärft. Grund sei eine terroristische Bedrohung durch die Ukraine, teilte das Präsidialamt in Moskau am Donnerstag mit. Vor wichtigen Feiertagen würden stets zusätzliche Maßnahmen ergriffen, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Auf die Frage, ob dies auch für Putins persönliche Sicherheit gelte, antwortete er: "Natürlich."

11.14 Uhr: Russischer Rosneft-Konzern klagt erneut gegen Bund - Wirtschaftsministerium gelassen

Der russische Rosneft-Konzern hat erneut Klage gegen die von der Bundesregierung verhängte Treuhandverwaltung seiner Tochterfirma Rosneft Deutschland eingereicht. Die Regierung hatte die deutschen Rosneft-Töchter kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine unter Treuhandverwaltung des Wirtschaftsministeriums gestellt und damit unter anderem die Kontrolle über die Raffinerie PCK Schwedt übernommen, die für die Versorgungssicherheit Nordostdeuschlands mit Treibstoff wichtig ist. Eine Klage von Rosneft dagegen entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugunsten des Bundes.

Ende Februar änderte das Bundeswirtschaftsministerium die gesetzliche Grundlage der Treuhandverwaltung, um zu verhindern, dass die deutschen Rosneft-Töchter unter EU-Sanktionen fallen. Seitdem muss die Treuhandverwaltung nicht mehr regelmäßig verlängert werden, sie ist nach Angaben des Ministeriums nun an die Dauer der Sanktionen gebunden. Gegen dieses neue Gesetz hat Rosneft nun Klage eingereicht. Das Bundeswirtschaftsministerium zeigte sich gelassen und verwies auf die vergangene Entscheidung des Bundesverwaltungsgericht zu seinen Gunsten.

10.26 Uhr: Armeeangaben - Zwei Drohnen aus Russland in Lettland abgestürzt

Zwei aus Russland kommende Drohnen sind nach Armeeangaben in der vergangenen Nacht in Lettland abgestürzt. Eine von ihnen habe einen Brand in einem Öllager in Rezekne im Osten des Landes ausgelöst, erklärte die lettische Armee. Die Feuerwehr habe die Flammen rasch unter Kontrolle gebracht. Insgesamt seien in der Nacht "mehrere unbemannte Fluggeräte" in den Luftraum des EU- und Nato-Mitgliedslandes Lettland eingedrungen.

"Solange die russische Aggression gegen die Ukraine anhält, ist es möglich, dass sich solche Vorfälle wiederholen werden", erklärte die lettische Armee mit Blick auf Drohnen, die sich dem Luftraum des Landes näherten oder in ihn eindrängen.

08.16 Uhr: Moskau meldet Abschuss von rund 350 ukrainischen Drohnen

Die russische Armee hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht mehr als 300 ukrainische Drohnen abgefangen. 347 Drohnen seien von Mittwochabend bis zum frühen Donnerstagmorgen "zerstört" worden, erklärte das Ministerium. Diese Zahl ist vergleichsweise hoch.

In der westrussischen Grenzstadt Brjansk wurden nach Behördenangaben bei einem ukrainischen Angriff 13 Menschen verletzt. Unter den Verletzten befinde sich ein Kind, teilte der Regionalgouverneur Alexander Bogomas im Onlinedienst Telegram mit. Bei dem nächtlichen Angriff seien zwei Wohngebäude, mehr als 20 Wohnungen und rund 40 Fahrzeuge beschädigt worden.

07.54 Uhr: Drohnen in Lettland abgestürzt - Minister vermutet Start in Ukraine

In Lettland sind am Morgen nach Angaben der Armee zwei Drohnen abgestürzt. Bei ihnen handele es sich wahrscheinlich um ukrainische Drohnen, die gegen Ziele in Russland eingesetzt werden sollten, sagte der lettische Verteidigungsminister Andris Spruds dem Sender LSM. Die Nato habe Kampfjets in das Gebiet um die Absturzstelle entsandt. Polizei und Feuerwehr teilten mit, in der rund 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernten Stadt Rezekne seien vier leere Öltanks auf einer Lagerfläche beschädigt worden. Dort seien mögliche Trümmer einer abgestürzten Drohne gefunden und ein Schwelbrand gelöscht worden.

06.46 Uhr: Regionalgouverneur - 13 Verletzte bei ukrainischem Angriff in Brjansk

Bei einem ukrainischen Angriff auf Wohngebäude in der westrussischen Grenzstadt Brjansk sind nach russischen Angaben 13 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten befinde sich auch ein Kind, teilte der Regionalgouverneur Alexander Bogomas am Donnerstag im Onlinedienst Telegram mit. Bei dem nächtlichen Angriff seien zwei Wohngebäude, mehr als 20 Wohnungen und rund 40 Fahrzeuge beschädigt worden.

Der Angriff erfolgte kurz vor einer von Moskau einseitig ausgerufenen Waffenruhe mit der Ukraine am 8. und 9. Mai. Am 9. Mai wird in Russland feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg erinnert. Kiew hatte seinerseits eine Waffenruhe für den 6. Mai vorgeschlagen, die Moskau ignorierte.

05.36 Uhr: Lettland - Russische Drohnen abgestürzt - Öllager in Grenzstadt getroffen

In Lettland sind nach Angaben der Armee des Landes zwei aus Russland kommende Drohnen abgestürzt. Eine der Drohnen sei in ein Öllager in einer Stadt nahe der russischen Grenze gestürzt, meldet der nationale Rundfunk LSM unter Berufung auf die Polizei und den Rettungsdienst. Einheiten der Streitkräfte, der Polizei sowie des Rettungsdienstes seien am Absturzort, teilt die Armee mit.

00.33 Uhr: Ukraine - Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen auf Sumy

Die Behörden der nordostukrainischen Region Sumy melden vier Tote bei russischen Drohnenangriffen. Unter den Opfern seien zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens. Kinder hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen wurde. Ein Mann sei durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen wurde.

Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja seien bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, dies zeige, dass Russland den Frieden ablehne. "Putin geht es nur um Militärparaden, nicht um Menschenleben."

Donnerstag, 7. Mai 2026

23.26 Uhr: Witkoff und Umjerow treffen sich noch diese Woche in Miami

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen. Umjerow solle dafür nach Miami reisen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus. Über die geplanten Gesprächsinhalte sowie den Zeitpunkt des Treffens wurde nichts bekannt. Aus der Ukraine gab es zunächst nur den Hinweis, dass Umjerow nicht an einem Untersuchungsausschuss vor dem Parlament in Kiew teilnehmen könne, da er auf Auslandsreise sei.

23.03 Uhr: Selenskyj beklagt Verstöße, gibt Feuerpause zweite Chance

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt. Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen", sagte er. Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

Zugleich machte er deutlich, dass die Ukraine kein Interesse an der von Russland verkündeten Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai habe. Wenn es nur darum gehe, dass Kremlchef Wladimir Putin ungestört seine Militärparade abhalte, werde das noch gültige Angebot für eine Waffenruhe nicht aufrechterhalten, sagte er.

21.43 Uhr: Russland droht erneut und fordert Diplomaten zum Verlassen Kiews auf

Russland bekräftigt seine Drohung mit einem massiven Luftangriff auf Kiew, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai zu stören. Das Außenministerium in Moskau fordert Diplomaten auf, die ukrainische Hauptstadt rasch zu verlassen, sollte die Parade in Anwesenheit von Präsident Wladimir Putin angegriffen werden. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wirft Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vor, "aggressive und drohende Erklärungen" abzugeben. Selenskyj hatte mit Blick auf die geplante Parade erklärt, Moskau fürchte sich offenbar vor Drohnen über dem Roten Platz.

19.32 Uhr: Iran-Krieg beschert Russland Milliardenplus

Russland hat im April nach Angaben des Finanzministeriums auch dank des Iran-Kriegs 917 Milliarden Rubel (gut zehn Milliarden Euro) an Steuern für die Rohstoffförderung eingenommen. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch im März mit 443 Milliarden Rubel (4,9 Milliarden Euro), wie aus der vom Ministerium veröffentlichten Statistik hervorgeht. Der Großteil (umgerechnet etwa 8,5 Milliarden Euro) davon entfiel auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Allerdings schlugen zugleich die ukrainischen Angriffe auf die Ölindustrie zu Buche.

19.04 Uhr: Ukraine - Ungarn gibt beschlagnahmtes Geld und Gold zurück

Ungarn hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Bargeld und Gold der ukrainischen Oschadbank zurückgegeben. Die Vermögenswerte im Wert von rund 82 Millionen Dollar waren im März unter dem inzwischen abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orban wegen des Verdachts auf Geldwäsche beschlagnahmt worden. Selenskyj bezeichnet das Vorgehen als konstruktiven und zivilisierten Schritt. Außenminister Andrij Sybiha erklärt auf der Plattform X, die Rückgabe ziehe einen klaren Schlussstrich unter die Gesetzlosigkeit der Orban-Regierung. Sie zeige den pragmatischen Kurs der neuen Führung unter Peter Magyar, der am Samstag sein Amt antreten soll.

16.08 Uhr: Selenskyj - Russland zieht Luftabwehr für Parade in Moskau zusammen

Russland verlegt nach ukrainischen Angaben Luftabwehrsysteme aus verschiedenen Regionen in die Umgebung von Moskau, um die dortige Militärparade am 9. Mai abzusichern. Dies zeige, dass sich die russische Führung entgegen zahlreicher anderslautender Äußerungen nicht auf eine Waffenruhe vorbereite, sondern der Parade mehr Bedeutung beimesse als dem übrigen Land, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. Der Abzug der Systeme eröffne der Ukraine zugleich zusätzliche Möglichkeiten für Angriffe mit großer Reichweite. Man werde nun entsprechende Prioritäten setzen, fügt er hinzu.

12.55 Uhr: Selenskyj - Entscheiden nach russischen Angriffen über weiteres Vorgehen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt nach anhaltenden russischen Angriffen während einer von ihm selbst initiierten Feuerpause eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an. Bis 10.00 Uhr Ortszeit (09.00 MESZ) hätten russische Truppen den um Mitternacht in Kraft getretenen Waffenstillstand 1820 Mal gebrochen, erklärt Selenskyj. Dazu zählten Artilleriebeschuss, versuchte Sturmangriffe, Luftschläge und der Einsatz von Drohnen. "Auf der Grundlage der abendlichen Berichte unseres Militärs und unserer Geheimdienste werden wir über unser weiteres Vorgehen entscheiden", schreibt er auf der Kurznachrichtenplattform X. Selenskyj hatte eine zeitlich unbegrenzte Waffenruhe vorgeschlagen und Russland aufgefordert, sich ihr anzuschließen. Zugleich hatte er betont, die Ukraine werde ab Beginn der Feuerpause "symmetrisch" handeln.

09.29 Uhr: Kiew - Moskau ignoriert Selenskyjs Waffenruhe-Vorstoß

Nach dem einseitig von der Ukraine angekündigten Beginn einer Waffenruhe hat Kiew Moskau vorgeworfen, seine Angriffe fortgesetzt zu haben. Moskau habe einmal mehr einen realistischen und fairen Aufruf, die Feindseligkeiten zu beenden, ignoriert, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Russische Angriffe mit 108 Drohnen und drei Raketen dauerten ihm zufolge die ganze Nacht an. Russland habe die von der Ukraine initiierte Waffenruhe verletzt.

Das zeige, dass Russland Frieden ablehne, argumentierte Sybiha. Er sprach von einem vorgetäuschten Aufruf Russlands zu einer Feuerpause am 9. Mai, die nichts mit Diplomatie zu tun habe. Kremlchef Wladimir Putin interessiere sich nur für Militärparaden, nicht für Menschenleben, schrieb Sybiha. Er forderte mehr Druck auf Russland.

Im Video: Ukraine-Krieg - Einseitige Waffenruhe gebrochen

Ukraine-Krieg: Einseitige Waffenruhe gebrochen
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Ukraine-Krieg: Einseitige Waffenruhe gebrochen

08.13 Uhr: Russischer Angriff auf Ukraine kurz nach Beginn einer einseitigen Waffenruhe

Nach Beginn einer einseitig von Präsident Wolodymyr Selenskyj ausgerufenen Waffenruhe in der Ukraine hat Russland erneut den Süden des Landes angegriffen. Am frühen Mittwochmorgen sei in der südlichen Region Saporischschja "eine Industrieanlage angegriffen" worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow. Verletzte seien nicht gemeldet worden. Die von Kiew verkündete einseitige Feuerpause war um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft getreten.

07.51 Uhr: Weniger Angriffe nach Beginn von Selenskyjs Waffenruhe

Im Ukraine-Krieg hat die erste Nacht der einseitig von Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordneten Waffenruhe eine Verringerung der Angriffe gebracht. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte russischen Agenturen zufolge mit, dass in der Nacht 53 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim abgewehrt worden seien - deutlich weniger als zuletzt. Selenskyj hatte den Beginn der Waffenruhe auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Auch die Intensität der russischen Luftangriffe auf die Ukraine ließ nach ersten Informationen etwas nach. Am Morgen teilte sie mit, dass Russland seit Dienstag 18.00 Uhr (17.00 Uhr MESZ) mit drei Raketen und 108 Drohnen angegriffen habe.

Von russischer Seite hat Kremlchef Wladimir Putin eine Waffenruhe nur für Freitag und Samstag angeordnet, wenn in Russland an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg erinnert wird. Für den 9. Mai ist in Moskau die traditionelle Militärparade auf dem Roten Platz geplant.

01.48 Uhr: Rubio und Lawrow sprechen über Kriege in der Ukraine und im Iran

US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben nach Angaben aus Washington in einem Telefonat über die Kriege in der Ukraine und im Iran gesprochen. Außerdem seien die "Beziehungen zwischen den USA und Russland" Thema gewesen, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Dienstag (Ortszeit). Das Telefonat habe auf Wunsch Lawrows hin stattgefunden.

Mittwoch, 6. Mai 2026

23.55 Uhr: Russland – Fünf Tote bei Drohnenangriff auf der Krim

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Dschankoj auf der Halbinsel Krim werden nach russischen Angaben fünf Zivilisten getötet. Dies melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den von Russland eingesetzten Verwaltungschef Sergej Aksjonow. "Leider gibt es infolge eines Angriffs feindlicher Drohnen in Dschankoj Opfer unter der Zivilbevölkerung", wird Aksjonow zitiert.

23.14 Uhr: Zeit von Selenskyjs Waffenruhe läuft

Im Ukraine-Krieg läuft die Zeit einer von Präsident Wolodymyr Selenskyj einseitig ausgerufenen Waffenruhe. Der ukrainische Staatschef hatte den Beginn auf 0.00 Uhr Ortszeit am Mittwoch (Dienstag 23.00 Uhr MESZ) festgesetzt. Dabei war nicht sofort klar, ob Luftangriffe und Kämpfe am Boden tatsächlich eingestellt werden konnten. Russische Luftangriffe bedrohten nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe nur einige frontnahe Landkreise. In den meisten Landesteilen herrschte um Mitternacht kein Luftalarm. 

19.49 Uhr: Mindestens 22 Tote bei russischen Angriffen auf Kramatorsk und Saporischschja

Wenige Stunden vor dem anvisierten Beginn einer von der Ukraine vorgeschlagenen Waffenruhe hat die Regierung in Kiew mindestens 22 Tote durch russische Angriffe gemeldet. Allein in der Stadt Saporischschja seien zwölf Menschen ums Leben gekommen, teilten die Rettungsdienste mit. In der Frontstadt Kramatorsk starben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Menschen. Fünf weitere Tote gab es ukrainischen Behörden zufolge bei einem nächtlichen russischen Angriff auf Gasförderanlagen in der Region Poltawa. Auch auf russischer Seite wurden Opfer gemeldet: In der Region Tschuwaschien wurden staatlichen Medien zufolge zwei Menschen durch einen ukrainischen Drohnenangriff getötet.

16.20 Uhr: Russische Ölraffinerie Kirischi stoppt Betrieb nach Drohnenangriff

Die russische Ölraffinerie Kirischi stellt Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff den Betrieb ein. Bei der Attacke seien drei der vier Rohöldestillationsanlagen beschädigt worden und ein Feuer ausgebrochen, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Dauer der Reparaturarbeiten sei schwer abzuschätzen. Die vom Konzern Surgutneftegas kontrollierte Anlage ist für etwa sieben Prozent der gesamten russischen Ölverarbeitung verantwortlich. Eine Stellungnahme des Unternehmens liegt zunächst nicht vor.

16.14 Uhr: Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Tschuwaschien werden nach Behördenangaben zwei Menschen getötet. Weitere 32 seien verletzt, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Gouverneur der Region. Diese liegt rund 600 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt Moskau.

13.19 Uhr: Ukraine bestätigt Angriff auf russische Raffinerie

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die russische Ölraffinerie in Kirischi in der Ostsee-Region Leningrad angegriffen. Bei dem Angriff seien drei zentrale Anlagen der Raffinerie getroffen und ein Feuer ausgelöst worden, teilt der ukrainische Geheimdienst mit. Zudem sei ein Ölreservoir auf dem Gelände einer Pumpstation beschädigt worden. Die russischen Behörden hatten zuvor einen Drohnenangriff auf die Raffinerie gemeldet. In dessen Folge sei ein Feuer ausgebrochen. Die Anlage ist eine der größten Raffinerien in Russland und wurde wiederholt von der Ukraine attackiert. Die Ukraine hat zuletzt ihre Angriffe auf die russische Ölindustrie verstärkt, um die Einnahmequellen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.

12.22 Uhr: Selenskyj - Rüstungsfabrik tief in Russland attackiert

Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Ziele in Russland mit weitreichenden Raketen angegriffen. Darunter sei auch eine Rüstungsfabrik in der rund 1500 Kilometer entfernten Stadt Tscheboksary gewesen, die mit dem ukrainischen Marschflugkörper "Flamingo" getroffen worden sei, teilte Selenskyj auf X mit.

Die Fabrik stelle Navigationskomponenten für die russische Marine, die Raketenindustrie, die Luftwaffe und Panzerfahrzeuge her. Angriffe auf weiter entfernte Ziele seien weiterhin eine "vollkommen gerechte Antwort" auf die russischen Angriffe. Eine Stellungnahme aus Russland lag zunächst nicht vor.

10.37 Uhr: Selenskyj meldet verstärkt Angriffe auf weiter entfernte Ziele

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj im April doppelt so viele Angriffe auf Russland in einer Entfernung von mehr als 20 Kilometern ausgeführt wie im März. Im Vergleich zum Februar seien es sogar viermal so viele gewesen, erklärte Selenskyj auf der Plattform X. Zugleich kündigte er an, die Zahl der Angriffe auf weiter entfernte Ziele künftig noch zu erhöhen.

09.48 Uhr: Selenskyj wirft Russland "blanken Zynismus" vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland scharf kritisiert, weil es zunächst eine Feuerpause vorgeschlagen und die Ukraine anschließend erneut mit Raketen und Drohnen angegriffen habe. Damit habe Russland "blanken Zynismus" gezeigt. "Russland könnte den Beschuss jederzeit einstellen und würde damit den Krieg und unsere Reaktionen beenden", erklärte Selenskyj auf X. Um Frieden zu erreichen, seien konkrete Schritte erforderlich. "Die Ukraine wird entsprechend handeln."

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte eine Waffenruhe am 8. und 9. Mai anlässlich der Feierlichkeiten zum Sieg über Nazi-Deutschland ausgerufen. Selenskyj schlug daraufhin eine Kampfpause vor, die bereits früher beginnen solle, nämlich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Zur Dauer machte er keine Angaben.

09.00 Uhr: Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen in Ukraine

Kurz vor einer von Moskau und Kiew mit unterschiedlichem Beginn angekündigten Waffenruhe sind bei russischen Angriffen in der Ukraine mehrere Menschen getötet worden. Im zentralukrainischen Gebiet Poltawa seien vier Menschen ums Leben gekommen, schrieb Gouverneur Witali Djakiwnytsch auf Telegram. Weitere 31 Personen seien verletzt worden.

Demnach habe es Einschläge an zwei Orten im Kreis Poltawa gegeben. Ein Industriebetrieb sowie Eisenbahninfrastruktur seien beschädigt worden. Russland habe die Region mit Raketen und Drohnen angegriffen.

03.30 Uhr: Drohne beschädigt Messgeräte an AKW Saporischschja

Eine Drohne hat nach Angaben der Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) meteorologische Messgeräte am russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine beschädigt. Die UN-Atomaufsichtsbehörde teilte mit, ein Expertenteam habe Schäden an mehreren Geräten des externen Strahlungskontrolllabors festgestellt. Die Geräte seien nicht mehr betriebsbereit.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief erneut zu größter militärischer Zurückhaltung in der Nähe aller Nuklearanlagen auf, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden.

Das Atomkraftwerk Saporischschja ist das größte in Europa und wurde in den ersten Wochen der russischen Invasion im Februar 2022 von russischen Truppen besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig gegenseitig militärische Aktionen vor, die die Sicherheit der Anlage gefährden könnten.

00.41 Uhr: Sieben Tote und 30 Verletzte nach Raketenangriff auf Charkiw

Die Zahl der Toten und Verletzten nach einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Merefa am Montagvormittag ist deutlich gestiegen. Nach ukrainischen Angaben wurden bei dem Angriff auf die Stadt in der Region Charkiw sieben Menschen getötet.

Mehr als 30 Menschen seien verletzt worden, darunter ein zweijähriger Junge, teilte der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf Telegram mit. "Der Einschlag war von großer Wucht, im Zentrum der Stadt, praktisch mitten auf den Straßen", schrieb Synjehubow.

Mindestens zehn Häuser, ein Verwaltungsgebäude, vier Geschäfte und eine Autowerkstatt seien beschädigt worden.

Dienstag, 5. Mai 2026

21.25 Uhr: Selenskyj zu Waffenruhe – werden "symmetrisch handeln"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt eine Feuerpause in der Nacht zum 6. Mai ab Mitternacht an. Russland habe auf die Forderungen nach einer Waffenruhe nicht reagiert, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Ukraine gehe diesen Schritt, da ein Menschenleben unvergleichlich wertvoller sei als die Feier eines Jahrestages. Einen Zeitrahmen für die Waffenruhe nennt er nicht. Die Ukraine werde ab dem genannten Zeitpunkt "symmetrisch handeln". Russland hat eine Feuerpause anlässlich der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs für den 8. und 9. Mai angekündigt.

21.00 Uhr: Selenskyj kündigt Waffenruhe ab Mittwoch an

Kurz nach einer russischen Erklärung hat die Ukraine ebenfalls eine Waffenruhe angekündigt. "Wir verkünden eine Waffenruhe, beginnend ab 0.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ) in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai", teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit.

19.35 Uhr: Putin kündigt einseitige Waffenruhe für 8. und 9. Mai an

Der russische Präsident Wladimir Putin ordnet anlässlich der Feierlichkeiten zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine zweitägige Waffenruhe an. Die Feuerpause gelte für den 8. und 9. Mai, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Ministerium droht zudem mit einem massiven Raketenangriff auf das Zentrum von Kiew, falls die Ukraine versuchen sollte, die Gedenkfeiern zu stören.

14.55 Uhr: Russland verstärkt offenbar massiv Drohnenangriffe auf Häfen

Laut ukrainischen Angaben hat Russland seine Angriffe auf die Hafeninfrastruktur in diesem Jahr erheblich ausgeweitet. In den ersten vier Monaten 2026 seien mehr als 800 Drohnen eingesetzt worden – mehr als zehnmal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, teilte die Regierung in Kiew am Montag mit. Trotz fast täglicher Angriffe auf die südliche Region Odessa am Schwarzen Meer wurden seit Jahresbeginn über 30 Millionen Tonnen Fracht in den ukrainischen Häfen umgeschlagen, erklärte Infrastrukturminister Oleksij Kuleba.

14.43 Uhr: Viele Tote durch russische Angriffe in Ukraine

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Sechs Personen starben bei einem Raketenangriff auf die Stadt Merefa im Osten des Landes, 24 weitere wurden verletzt, wie der Militärgouverneur der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, mitteilte. Unter den Opfern seien Männer und Frauen im Alter von 41 bis 74 Jahren. Mehrere Gebäude, darunter Wohnhäuser und Läden, wurden beschädigt. Auch die Siedlung Besljudiwka wurde mit einer Drohne angegriffen.

Im südukrainischen Gebiet Cherson kamen bei weiteren Angriffen zwei Männer ums Leben. Ein 72-Jähriger wurde durch Artilleriebeschuss im Dorf Schyroka Balka getötet, ein 71-Jähriger bei einem Angriff im Dorf Komyschany.

14.31 Uhr: Mindestens vier Tote durch russischen Angriff im ukrainischen Merefa

Bei einem russischen Raketenangriff im Osten der Ukraine sind mindestens vier Zivilisten in der Stadt Merefa getötet worden. 16 weitere Personen wurden verletzt, drei davon schwer, teilte der Gouverneur von Charkiw, Oleg Synegubow, mit. Die Opfer seien zwei Frauen (41 und 52 Jahre) und zwei Männer (50 und 63 Jahre). Zuvor war in Moskau ein Hochhaus von einer ukrainischen Drohne getroffen worden.

13.50 Uhr. Wadephul - Nato-Abschreckung trotz US-Truppenabzugs gesichert

Bundesaußenminister Johann Wadephul zeigt sich zuversichtlich, dass der angekündigte US-Truppenabzug aus Deutschland die NATO-Abschreckung in Europa nicht schwächen wird. Bei einer Pressekonferenz in Athen betonte er, dies sei ein Appell, die eigenen Fähigkeiten schneller auszubauen. Deutschland müsse zudem den Dialog mit den USA suchen, um zu klären, welche Entscheidungen bereits getroffen wurden.

13.38 Uhr: Selenskyj - Ukrainische Drohnen über Moskauer Siegesparade?

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht den Angreifer Russland nach mehr als vier Jahren Krieg deutlich geschwächt, während sein eigenes Land stärker werde. Es könne sogar passieren, dass ukrainische Drohnen über der Moskauer Parade zum Tag des Sieges am 9. Mai flögen, sagte Selenskyj bei dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Armeniens Hauptstadt Eriwan.

11.45 Uhr: Selenskyj setzt auf rasche Auszahlung der EU-Milliarden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf eine rasche Auszahlung des Kredites über 90 Milliarden Euro von der Europäischen Union. "Es ist nötig, dass das Geld so schnell wie möglich eintrifft und die Ukraine ihr Programm zur Widerstandsfähigkeit in Vorbereitung auf den Winter umsetzen kann", schrieb er auf der Onlineplattform X. 

11.12 Uhr: Österreich weist wegen Abhör-Verdachts drei russische Diplomaten aus

Österreich hat wegen mutmaßlicher Abhör-Spionage drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Wien ausgewiesen. Das Außenministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht des Senders ORF über einen sogenannten Antennenwald auf den Dächern der diplomatischen Vertretung. "Spionage ist ein Sicherheitsproblem für Österreich", erklärte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Die Regierung habe einen Kurswechsel vollzogen und gehe konsequent dagegen vor. Es sei inakzeptabel, dass diplomatische Immunität genutzt werde, um Spionage zu betreiben. Dies sei der russischen Seite unmissverständlich mitgeteilt worden.

10.05 Uhr: Drei Tote bei russischem Raketenangriff auf Region Charkiw

Bei einem russischen Raketenangriff auf die nordostukrainische Region Charkiw sind nach Angaben der örtlichen Behörden drei Menschen getötet worden. Acht weitere wurden verletzt, wie Regionalgouverneur Oleh Synjehubow mitteilte. Der Angriff habe die Stadt Merefa getroffen. Mehrere Wohnhäuser und Geschäfte seien beschädigt worden.

09.34 Uhr: London will sich an Ukraine-Kredit der EU beteiligen

Großbritannien will sich an dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU für die Ukraine beteiligen. Der "EU-Kredit, an dem wir eine Beteiligung diskutieren", verschaffe der Ukraine die Fähigkeiten, "die sie im fünften Jahr dieses Konflikts dringend benötigt", sagte Premierminister Keir Starmer bei seiner Ankunft beim Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Eriwan der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die Europäische Union hatte den Weg für den Kredit über 90 Milliarden Euro im April freigemacht.

09.15 Uhr: Europäer beraten in Armenien über Kriege in der Ukraine und im Iran

In der armenischen Hauptstadt Eriwan hat das achte Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) begonnen. Bei ihrer Zusammenkunft wollen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs unter anderem über die Kriege in der Ukraine und im Iran beraten.

04.21 Uhr: Ukrainische Drohne schlägt in Wohnhaus nahe dem Zentrum Moskaus

Wenige Tage vor der traditionellen Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau ist eine ukrainische Drohne nahe dem Zentrum der russischen Hauptstadt in ein Wohnhaus eingeschlagen. Das schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am frühen Morgen laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass auf der Plattform Telegram. Es habe keine Verletzten gegeben. Das beschädigte Gebäude - laut "Kyiv Independent" ein luxuriöses Hochhaus - liegt in einem Wohngebiet im Westen der Hauptstadt, in dem sich auch Botschaften befinden. Zwei weitere ukrainische Drohnen wurden Sobjanin zufolge von der Luftabwehr abgeschossen.

Das russische Verteidigungsministerium hatte bereits Ende April mitgeteilt, aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen finde die Militärparade am Samstag in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945.

00.58 Uhr: Polens Verteidigungsminister - Keine Hinweise auf verzögerte Patriot-Lieferungen an Polen

Polen hat nach Angaben seines Verteidigungsministers Wladyslaw Kosiniak-Kamysz keine Hinweise auf mögliche Verzögerungen bei der Lieferung von US-Flugabwehrsystemen des Typs Patriot. Bei anderen Ausrüstungsgegenständen könne es zwar zu Lieferengpässen kommen, diese wären jedoch nicht in einem Ausmaß, das "Unruhe auslösen" würde.

Die Zeitung "Financial Times" hatte am Freitag unter Berufung auf Insider berichtet, die Regierung in Washington habe europäische Verbündete wie Großbritannien, Polen, Litauen und Estland vor langen Verzögerungen bei US-Waffenlieferungen gewarnt. Grund dafür sei der Krieg gegen den Iran, der die Bestände aufzehre.

Montag, 4. Mai 2026

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