ARCHIV: Eine russische Drohne greift ein Gebäude während eines massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffs in Kiew an.
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Russland hat nach ukrainischen Drohnenattacken mit Gegenangriffen geantwortet.
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Russland hat nach ukrainischen Drohnenattacken mit Gegenangriffen geantwortet.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 21 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 21 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 11. bis 17. Mai im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.55 Uhr: Litauen - Haben Trümmer einer mutmaßlich ukrainischen Drohne gefunden

In Litauen sind die Trümmer einer mutmaßlich ukrainischen Militärdrohne aufgefunden worden. Das teilte das Nationale Krisenmanagementzentrum der litauischen Regierung mit. Die Drohne sei beim Eindringen in litauisches Hoheitsgebiet nicht entdeckt worden und habe keine Sprengstoffe an Bordgehabt, erklärte der Leiter des Zentrums, Vilmantas Vitkauskas, vor der Presse.

13.56 Uhr: Selenskyj rechtfertigt ukrainische Angriffe auf Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gegenschläge mit Drohnen gegen Moskau und die Hauptstadtregion als "völlig gerechtfertigt" bezeichnet. Es handele sich um die Reaktion des Landes auf den andauernden russischen Angriffskrieg, teilte der Staatschef bei Telegram mit. Er veröffentlichte auch ein Video mit einer großen Rauchwolke in der Ferne – als angeblichen Beweis für die folgenreichen Angriffe nahe Moskau.

"Die Konzentration der russischen Luftabwehr in der Region Moskau ist am größten. Aber wir überwinden sie", erklärte Selenskyj. Die ukrainischen weitreichenden Drohnen hätten Ziele in 500 Kilometer Entfernung von der Staatsgrenze der Ukraine erreicht. "Wir sagen den Russen ganz klar: Ihr Staat muss diesen Krieg beenden", sagte er weiter. "Die ukrainischen Hersteller von Drohnen und Raketen setzen ihre Arbeit fort."

08.41 Uhr: Drohnenalarm in Lettland - Flugobjekt durchquert Luftraum

Im Baltikum haben die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds Lettland Anwohner über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Das Flugobjekt sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe diesen dann wieder verlassen, teilten die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, hieß es, ohne nähere Angaben. In der Vergangenheit kam es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet.

07.22 Uhr: Russland will 556 ukrainische Drohnen abgewehrt haben

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums im ganzen Land insgesamt 556 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das berichtete Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass. Sollten die russischen Angaben zur Zahl der abgeschossenen Drohnen zutreffen, würden sie auf einen großen Angriff der Ukraine hindeuten.

06.00 Uhr: Russland-Experte erwartet keinen raschen Angriff gegen Nato

Der Historiker Mattias Uhl hält die Warnungen von Bundespolitikern und Sicherheitsexperten vor einem baldigen Angriff Russlands auf Deutschland oder ein anderes Nato-Land für überzogen. "Es wäre unklug, jenen Experten Beachtung zu schenken, die zu Dramatisierungen neigen, ohne das Potenzial Russlands wirklich zu kennen", sagt der Experte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Moskau.

In seinem Buch "Wie stark ist Russland wirklich? Die Wahrheit über Putins Militärmacht" (Herder) warnt er vor einem für den Westen "fatalen Rüstungswettlauf". Er plädiert für eine Abschreckung mit Augenmaß sowie für Dialog der EU mit Russland. Der Experte beklagt, dass zahlreiche deutsche Experten in Militär- und Sicherheitsfragen der russischen Propaganda von der "zweitstärksten Armee" der Welt erlegen seien.

05.38 Uhr: Krim und Moskau Ziel ukrainischer Angriffe - vier Tote

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region der russischen Hauptstadt Moskau sind Behördenangaben zufolge mindestens drei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden. Das erklärte der örtliche Gouverneur Andrej Worobjow im Onlinedienst Telegram. Dabei sei in der Ortschaft Chimki nordwestlich der Hauptstadt eine Frau getötet worden, während zwei Männer in einem Dorf nordöstlich von Moskau ums Leben kamen. Auch die russische Hauptstadt selbst wurde zum Ziel von Angriffen: Nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden in der Nacht mindestens 74 Drohnen, die auf Moskau abzielten, von der Luftabwehr abgefangen.

In Belgorod nahe der ukrainischen Grenze traf eine Drohne nach Angaben der örtlichen Behörden einen Lastkraftwagen. Dabei kam ein Mensch ums Leben.

Die Ukraine griff in der Nacht auch die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim an und beschädigte nach Behördenangaben mehrere Wohnblocks und Häuser. Zudem hätten Trümmer einer abgeschossenen Drohne eine Hochspannungsleitung getroffen, wodurch Stromausfälle verursacht worden seien, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram.

Sonntag, 17. Mai 2026

23.07 Uhr: USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen

Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlichte die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme. 

22.25 Uhr: Selenskyj - Moskau bekommt immer noch westliche Elektronik

Nach schweren russischen Raketenangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Einhaltung der Techniksanktionen gegen Moskau gefordert. "Bei dem Angriff auf Kiew in dieser Woche haben die Russen Raketen eingesetzt, die in diesem Jahr hergestellt wurden", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Ohne Komponenten von Unternehmen aus Europa, Japan und den Vereinigten Staaten hätten die Russen diese Raketen einfach nicht herstellen können." Gleiches gelte für andere Waffen der russischen Armee bei ihren Angriffen auf ukrainische Städte.

14.20 Uhr: Putin erleichtert Einbürgerung für Menschen aus Transnistrien

Moskau erleichtert Einwohnern der abtrünnigen moldauischen Region Transnistrien die Annahme der russischen Staatsbürgerschaft. Wer dauerhaft in Transnistrien lebe und mindestens 18 Jahre alt sei, könne die Staatsbürgerschaft erhalten, ohne Kenntnisse der russischen Sprache, Geschichte und Gesetzgebung nachweisen zu müssen, berichteten russische Staatsmedien unter Berufung auf ein neues, von Präsident Wladimir Putin unterzeichnetes Dekret. Sie müssen auch nicht mehr nachweisen, dass sie vor der Antragstellung fünf Jahre lang in Russland gelebt haben.

13.11 Uhr: Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in russischer Grenzregion

In der russischen Grenzregion Belgorod ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff nach Angaben der Behörden am Samstag ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff sei ein Fahrzeug in der Stadt Krasnaja Jaruga getroffen und ein "Zivilist" getötet worden, teilten die Regionalbehörden mit. 

Nach einer dreitägigen Waffenruhe rund um den Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland hatten Russland und die Ukraine wieder mit gegenseitigen Angriffen begonnen. Die Waffenruhe war in der Nacht zum Dienstag ausgelaufen. 

12.34 Uhr: Russland - Zwei Dörfer in Ostukraine eingenommen

Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Dörfer in der ukrainischen Region Charkiw unter ihre Kontrolle gebracht. Es handele sich um die Ortschaften Borowa und Kutkiwka, meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Ministerium. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Die Region Charkiw liegt im Nordosten der Ukraine.

11.55 Uhr: Kiew erhält mehr als 500 Soldatenleichen zurück

Die Ukraine hat nach Angaben aus Kiew erneut Hunderte Soldatenleichen von Russland zurückerhalten. Die sterblichen Überreste von 528 Gefallenen, bei denen es sich nach Angaben der russischen Seite um ukrainische Soldaten handeln könnte, seien Kiew übergeben worden, teilte der ukrainische Stab für Kriegsgefangenenbelange mit. Vermittelt habe das Internationale Komitee vom Roten Kreuz.

08.36 Uhr: Kreml - Putin reist zu zweitägigem Besuch nach China

Russlands Präsident Wladimir Putin reist am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch nach China. Der russische Staatschef werde mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping erörtern, wie die "umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit" zwischen Moskau und Peking "weiter gestärkt" werden könne, erklärte der Kreml am Samstag. Putins Reise erfolgt wenige Tage nach einem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China.

07.01 Uhr: Russisches Gericht fordert 200 Milliarden Euro von Euroclear

Ein Gericht in Moskau hat der milliardenschweren Schadenersatzklage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear laut Medienberichten stattgegeben. Euroclear müsse 18,17 Billionen Rubel (umgerechnet etwa 200 Milliarden Euro) zahlen, urteilte nun ein Moskauer Gericht in erster Instanz laut dem Wirtschaftsportal RBK. Euroclear verwaltet den Großteil des in der EU nach Moskaus Invasion in die Ukraine festgesetzten russischen Vermögens.

Demnach setzt sich die festgelegte Schadenssumme aus den etwas mehr als 180 Milliarden Euro zusammen, die auf den Euroclear-Konten blockiert sind, und knapp 20 Milliarden an entgangenem Gewinn für die russische Zentralbank. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger bezeichneten den Prozess hinter verschlossenen Türen als unfair und haben Berufung angekündigt.

Das Urteil war allgemein erwartet worden. Experten gehen davon aus, dass damit der Weg freigemacht werden soll zu möglichen Gegenmaßnahmen gegen noch vorhandenes europäisches Kapital in Russland.

(Symbolbild) Ein Smartphone mit dem Logo "Bank of Russia", im Hintergrund ist groß das Logo von Euroclear zu sehen.
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(Symbolbild) Russisches Gericht fordert 200 Milliarden Euro von Euroclear

Samstag, 16. Mai 2026

21.51 Uhr: Neun Verletzte in Belgorod nach ukrainischem Drohnenangriff

Neun Menschen sind im westrussischen Belgorod nach Behördenangaben durch den Einschlag einer ukrainischen Drohne in einem Wohnhaus verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein dreijähriges Mädchen, teilte der Krisenstab der Region bei Telegram mit. Den vom Stab veröffentlichten Bildern zufolge wurde ein zehnstöckiger Wohnblock getroffen, die Fassade und etliche Balkons beschädigt.

19.55 Uhr: Selenskyj erwartet Angriff aus Belarus auf Ukraine oder Nato-Staat

Die Ukraine befürchtet, dass Russland von Belarus aus einen Angriff auf die Ukraine oder ein Nato-Land plant. Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb im Messengerdienst Telegram, dass die Ukraine von Gesprächen mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko wisse, die ihn zur Teilnahme an neuen russischen Offensiven bewegen sollen. Stellungnahmen aus Moskau oder Minsk lagen zunächst nicht vor. Selenskyj weist die Streitkräfte an, einen Reaktionsplan auszuarbeiten und die Verteidigung im Norden der Ukraine zu stärken.

19.50 Uhr: Russische Wirtschaft um 0,2 Prozent rückläufig

Die russische Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres um 0,2 Prozent geschrumpft. Das teilte die russische Statistikbehörde Rosstat am Freitag mit. Der erste Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in einem Quartal seit drei Jahren erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Ukraine-Krieg und der Sanktionen gegen Moskau. Im ersten Quartal 2025 war das BIP laut Rosstat um 1,4 Prozent gestiegen.

18.50 Uhr: USA sagen 4.000 Soldaten für Polen ab

Überraschend stoppen die Vereinigten Staaten die Verlegung von 4.000 Soldaten nach Polen. Das bestätigte Generalstabschef der US-Armee, Christopher LaNeve, am Freitag vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses. Ohne die Entscheidung zu begründen, sagte er lediglich: "Es war am sinnvollsten, dass diese Brigade nicht im Einsatzgebiet stationiert wurde." Ranghohe Demokraten und Republikaner kritisierten den Schritt und äußerten sich verärgert darüber, dass der Kongress anders als vorgeschrieben weder informiert noch konsultiert worden sei. Anfang Mai hatte das US-Verteidigungsministerium den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt.

17.02 Uhr: USA sehen Friedensbemühungen im Ukrainekrieg gefährdet

Nach dem tödlichen russischen Angriff auf ein Kiewer Wohnhaus sieht der amerikanische Präsident die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg als gefährdet an. Bei dem Angriff auf das Wohnhaus kamen nach ukrainischen Angaben 24 Menschen ums Leben, unter ihnen drei Kinder. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert unterdessen eine Bestrafung Moskaus für den Angriff.

Im Video: Nach russischen Angriffen - zahlreiche Tote in Kiew

Ukraine-Krieg: Zahlreiche Tote in Kiew
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Ukraine-Krieg: Zahlreiche Tote in Kiew

16.34 Uhr: Slowakei erwägt direkten Kauf von russischem Öl

Die Slowakei prüft eigenen Angaben zufolge Möglichkeiten, russisches Öl künftig direkt zu beziehen. Derzeit wickelt der ungarische Energiekonzern Mol die Käufe ab, wie Ministerpräsident Robert Fico erklärt. "Ich denke, es ist keine schlechte Idee, wenn die Slowakische Republik Vertragspartner der Russischen Föderation wird", sagt Fico. Die Slowakei und Ungarn sind von den EU-Beschränkungen für russische Ölimporte ausgenommen. Von Mol lag zunächst keine Stellungnahme vor.

15.40 Uhr: Kreml - Putin reist in Kürze nach China

Nach dem jüngsten China-Besuch des US-Präsidenten reist demnächst der russische Präsident Wladimir Putin nach Peking. Dort hoffe er auf Gespräche mit Präsident Xi Jinping, was dieser mit den USA besprochen habe, teilt der Kreml mit. Im Mittelpunkt der russisch-chinesischen Begegnung sollen die bilateralen Beziehungen stehen.

12.00 Uhr: Wachsende Unterstützung für Ukraine-Sondertribunal

Wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine unterstützen immer mehr Länder einen möglichen Sondergerichtshof für russische Führungspersonen. Bei einem Außenministertreffen in der moldauischen Hauptstadt Chisinau befürworteten 36 der 46 Europarats-Mitgliedstaaten die Einrichtung eines Sondertribunals für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine. Sie kündigten nach Angaben des Europarates ihren Beitritt zu einem neuen, erweiterten Teilabkommen an. Zu diesen Staaten zählt etwa auch die Schweiz.

10.40 Uhr: Moskau und Kiew tauschen Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben nach übereinstimmenden Angaben jeweils 205 Kriegsgefangene ausgetauscht. Es sei der erste Schritt eines größeren Austauschs von 1.000 Gefangenen jeder Seite, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit. Die heimkehrenden russischen Soldaten seien auf dem Gebiet von Belarus, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Es dankte den Vereinigten Arabischen Emiraten für Vermittlung bei der Aktion.

Der Austausch von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen war Teil der Vereinbarung über eine dreitägige Waffenruhe vom 9. bis 11. Mai, vermittelt von US-Präsident Donald Trump. Die Feuerpause schützte vor allem die Militärparade zum russischen Weltkriegsgedenken am 9. Mai.

10.20 Uhr: Ukraine bestätigt Drohnenangriffe auf russische Ziele

Drohnen haben nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Drohnenstreitkräfte eine Ölraffinerie in der zentralrussischen Stadt Rjasan getroffen. Die Stadt liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Zudem hätten seine Truppen in der Nacht 23 militärische Ziele und Einrichtungen in Russland sowie in den besetzten ukrainischen Gebieten getroffen, erklärt Kommandeur Robert Browdi.

09.27 Uhr: Abschluss der Bergungsaktion in Kiew - 24 Tote

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind bei der jüngsten russischen Angriffswelle 24 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der nationale Rettungsdienst nach Abschluss der 28-stündigen Bergungsaktion aus den Trümmern eines Wohnhauses mit. Unter den Toten seien drei Minderjährige. 48 Menschen wurden den Angaben zufolge verletzt.

Zerstörtes Gebäude nach russischem Angriff auf Kiew mit 24 Toten am 15.5.26
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Zerstörtes Gebäude nach russischem Angriff auf Kiew mit 24 Toten am 15.5.26

08.20 Uhr: Russland fängt Hunderte ukrainische Drohnen ab

Russland hat nach eigenen Angaben einen Großangriff mit ukrainischen Drohnen abgewehrt. In der Nacht zum Freitag habe die Luftabwehr 355 unbemannte Flugobjekte "abgefangen und zerstört", erklärte das russische Verteidigungsministerium. Der Angriff habe sich gegen die an die Ukraine angrenzenden Regionen Belgorod, Brjansk und Kursk gerichtet.

07.30 Uhr: Drohnenalarm in Finnland

In Finnlands Hauptstadtregion ist vorübergehend Alarm wegen Drohnen unbekannter Herkunft ausgerufen worden. "Die Gefahr ist vorüber. Die Menschen können sicher zur Arbeit und zur Schule gehen", erklärte Innenministerin Mari Rantanen Freitagmorgen auf X. Der Flugverkehr am Flughafen Helsinki wird nach einer dreistündigen Unterbrechung wieder aufgenommen, teilte der Betreiber auf seiner Website mit. Zuvor ließen die Streitkräfte einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Yle zufolge Kampfjets aufsteigen. Ministerpräsident Petteri Orpo erklärte auf X, die Streitkräfte hätten ihre Kontrollen intensiviert.

06.05 Uhr: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Zentralrussland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Stadt Rjasan sind drei Menschen getötet worden. "Zu unserem großen Bedauern wurden drei Menschen getötet und zwölf verletzt, darunter auch Kinder", schreibt der Gouverneur der Region, Pawel Malkow, auf Telegram. Demnach wurden bei dem Angriff Hochhäuser und ein Industrieunternehmen beschädigt.

06.00 Uhr: Zahl der Toten nach Angriff auf Kiew steigt weiter

Nach der russischen Angriffswelle auf Kiew ist die Zahl der Todesopfer auf 21 gestiegen. 17 Menschen gelten außerdem noch als vermisst. Sie sind laut der Rettungskräfte unter den Trümmern eines zerstörten Wohnblocks verschüttet worden. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erklärte den heutigen Freitag zu einem Trauertag.

Freitag, 15. Mai 2026

20.50 Uhr: Zahl der Toten in Kiew steigt auf zwölf

Nach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten hat Präsident Wolodymyr Selenskyj schmerzhaftere Sanktionen für Russland gefordert. In ein Gebäude in Kiew sei ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 eingeschlagen, der im zweiten Quartal dieses Jahres hergestellt worden sei, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf vorläufige Angaben. Das bedeute, dass Russland die dafür nötigen Komponenten weiterhin beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe.

In Kiew stieg die Zahl der Toten nach dem Angriff auf mindestens zwölf Menschen an, wie der Zivilschutz mitteilte. Darunter seien zwei Minderjährige. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach außerdem von mehr als 50 Verletzten. Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb auf X: "Die schwersten russischen Angriffe auf die Ukraine seit Langem zeigen: Moskau setzt auf Eskalation statt Verhandlung. Wir stehen weiter an der Seite der Ukraine."

16.50 Uhr: Acht Tote in Kiew nach russischen Angriffen

Nach den nächtlichen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind nach Angaben von Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Präsident Selenskyj schrieb auf Telegram, dass ein Wohnblock praktisch zerstört worden sei. Das Schicksal von fast 20 Menschen, die womöglich in dem Gebäude waren, sei unbekannt. Rund 40 Menschen in der ukrainischen Hauptstadt wurden verletzt.

Landesweit habe das russische Militär 180 Objekte beschädigt, davon seien 50 ganz gewöhnliche Wohnhäuser. Schwer getroffen wurden laut Selenskyj auch das Umland der Hauptstadt mit sieben Verletzten, Charkiw mit 28 Verletzten und das Gebiet Odessa mit zwei Verletzten.

14.05 Uhr: Merz: Europa entscheidet selbst über seinen Vermittler

Nach dem Vorschlag von Russlands Präsident Putin, Ex-Kanzler Schröder solle im Ukraine-Krieg vermitteln, hat sich Bundeskanzler Merz eine Einmischung von außen in dieser Frage verbeten. "Wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht. Niemand anders", sagte er in seiner Rede bei der Verleihung des Internationalen Karlspreises in Aachen. Er zweifelte dabei daran, dass es auf russischer Seite tatsächlich Verhandlungsbereitschaft gebe.

12.34 Uhr: Ukraine: Russland greift UN-Fahrzeug mit Drohnen an

Russische Truppen haben nach ukrainischen Angaben ein Fahrzeug der Vereinten Nationen in der südukrainischen Stadt Cherson zweimal mit Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Plattform X, den russischen Streitkräften müsse klar gewesen sein, welches Fahrzeug sie ins Visier genommen hätten.

In dem Wagen des UN-Nothilfebüros OCHA hätten sich der Büroleiter sowie acht weitere Mitarbeiter befunden. Verletzt worden sei niemand, das Personal sei in Sicherheit gebracht worden. Eine Stellungnahme aus Russland lag zunächst nicht vor.

12.29 Uhr: Merz - Angriffe der Nacht sprechen nicht für Friedenswillen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat in Aachen betont, Deutschland wolle dazu beitragen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. "Die Angriffe der letzten Nacht sprechen eine andere Sprache", sagte Merz. Für eine Lösung brauche es Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten, erklärte der Kanzler, ohne Russland ausdrücklich zu nennen.Die Bundesregierung werde die Ukraine weiterhin in ihrem "Freiheitskampf" unterstützen, sagte Merz weiter.

12.09 Uhr: Slowakei verurteilt russische Luftangriffe auf die Ukraine

Die Slowakei hat die jüngsten russischen Luftangriffe auf die Ukraine verurteilt. Außenminister Juraj Blanar kritisierte in einer Mitteilung insbesondere die massiven Attacken auf die grenznahe Region Transkarpatien und die Stadt Uschhorod, in der eine große slowakische Minderheit lebt.

Die deutlichen Worte gelten als bemerkenswert, da die Regierung in Bratislava ansonsten enge Beziehungen zu Moskau pflegt. Das EU-Land bezieht weiterhin russisches Öl und Gas. Ministerpräsident Robert Fico hatte erst im April ein Ende der entsprechenden EU-Sanktionen gefordert.

09.03 Uhr: Ukrainischer Ex-Präsidialamtschef Jermak in Untersuchungshaft

In der Ukraine hat das Oberste Anti-Korruptions-Gericht Untersuchungshaft gegen den früheren Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, angeordnet. Wie der zuständige Richter am Morgen mitteilte, gilt die Haft zunächst für 60 Tage. Jermak habe jedoch die Möglichkeit, gegen Kaution freizukommen.

07.53 Uhr: Ukraine berichtet von russischen Angriffen auf Häfen in der Region Odessa

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der ukrainischen Regierung zivile Infrastruktur in der südukrainischen Region Odessa angegriffen. Ziel der Attacken seien unter anderem Häfen und Eisenbahnanlagen gewesen, teilte Vize-Ministerpräsident Olexij Kuleba mit.

07.45 Uhr: Ukraine gibt Zahlen zu nächtlichem russischen Angriff bekannt

Die russischen Streitkräfte haben die Ukraine nach Angaben aus Kiew in der Nacht zum Donnerstag mit 675 Drohnen und 56 Raketen angegriffen. Wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte, wurden 652 Drohnen sowie 41 Raketen abgefangen.

An 24 Orten im Land seien insgesamt 38 Einschläge registriert worden. An weiteren 18 Standorten habe es Schäden durch herabfallende Trümmer abgefangener Geschosse gegeben.

Im Video: Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut massiv angegriffen

Stark beschädigtes Wohngebäude nach einem russischen Angriff
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Russland hat die Ukraine in der Nacht heftig angegriffen.

06.06 Uhr: Ukraine - Russische Angriffe auf Kiew und weitere Städte

Bei einem schweren russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet worden. Mindestens 16 weitere Menschen seien verletzt worden, schrieb der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, am Donnerstag im Onlinedienst Telegram.

Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten am frühen Morgen von mehreren Explosionen in Kiew. Zudem sei der Einsatz der Flugabwehr zu hören gewesen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte im Onlinedienst Telegram, Russland greife die Hauptstadt mit Drohnen und ballistischen Raketen an. Er rief die Bevölkerung dazu auf, Schutzräume aufzusuchen.

Donnerstag, 14. Mai 2026

21.01 Uhr: Putin wechselt Gouverneure der Grenzregionen Brjansk und Belgorod aus

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Gouverneure der beiden stark von ukrainischen Vergeltungsangriffen betroffenen Grenzregionen Brjansk und Belgorod ausgewechselt. Die beiden Gouverneure Alexander Bogomas und Wjatscheslaw Gladkow seien ersetzt worden, teilte der Kreml mit. Als Nachfolger setzte der russische Staatschef den Angaben zufolge einen Armeegeneral ein, der in der Ukraine gekämpft hat, sowie einen Beamten, der zuvor für die russischen Besatzungsbehörden in der Ostukraine tätig war.

Gladkow, der seit 2021 Gouverneur der am stärksten von ukrainischen Angriffen getroffenen russischen Region Belgorod war, hatte die Angriffe täglich dokumentiert und war Medienberichten zufolge bei der Bevölkerung sehr beliebt.

Putin ernannte am Mittwoch den General Alexander Schuwajew, der seit 2022 für die russische Armee in der Ukraine im Einsatz war, zum Interimsgouverneur von Belgorod. Berichten zufolge war er zuvor auch im Nordkaukasus, in Georgien und in Syrien im Einsatz. Schuwajew ist gebürtig aus Belgorod.

Zum Interimsgouverneur von Brjansk und Nachfolger von Bogomas ernannte Putin Jegor Kowaltschuk, der kurzzeitig die russischen Besatzungsbehörden in Luhansk geleitet hatte.

19.15 Uhr: Ungarn bestellt nach Angriff auf Ukraine russischen Botschafter ein

Ungarn bestellt nach dem russischen Drohnenangriff auf die Westukraine den Botschafter Moskaus ein. Außenministerin Anita Orban werde die Attacke bei dem Gespräch verurteilen und den Gesandten fragen, wann Russland den mehr als vier Jahre andauernden Krieg beenden wolle, sagt der neue Ministerpräsident Peter Magyar.

19.05 Uhr: Drohnen-Vorfall stürzt lettische Regierung in die Krise

Die lettische Ministerpräsidentin Evika Silina hat ihre parlamentarische Mehrheit verloren. Die linke Progressive Partei entzog ihr die Unterstützung, nachdem Verteidigungsminister Andris Spruds am Wochenende entlassen worden war. Hintergrund war sein Umgang mit verirrten ukrainischen Drohnen, die aus Russland eingeflogen waren, ein Öllager in Lettland getroffen und Sachschäden verursacht hatten. Silina hatte ihm vorgeworfen, die Anti-Drohnen-Systeme des Landes seien nicht schnell genug eingesetzt worden.

17.17 Uhr: Tote bei russischem Drohnenangriff auf die Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Ukraine sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Die bei Tageslicht geflogenen Angriffe zielten auf kritische Infrastruktur im Westen des Landes und veranlassten das Nachbarland Polen, vorsorglich Kampfjets aufsteigen zu lassen, wie die polnische Armee mitteilte. Der Luftraum des Nato-Mitglieds sei jedoch nicht verletzt worden. Die Slowakei teilte mit, aus Sicherheitsgründen ihre Grenze zum Westen der Ukraine zu schließen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach zu Beginn der Welle von mehr als 100 russischen Drohnen im Luftraum und später von mehr als 800. Russland setze seine Angriffe rücksichtslos fort und nehme dabei gezielt die Eisenbahninfrastruktur sowie zivile Einrichtungen ins Visier.

Einem Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums zufolge zeigt das Vorgehen, wie Moskau seine Taktik anpasst. Diesmal sei eine große Zahl von Drohnen in einer Entfernung von fünf bis zehn Kilometern entlang der Grenze zu Belarus geflogen, um die Luftverteidigung zu umgehen und in die westlichen Regionen vorzudringen.

16.45 Uhr: Drei Tote und mehrere Verletzte bei russischen Angriffen

Bei einem russischen Drohnenangriff im Westen der Ukraine am helllichten Tag sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens drei Menschen getötet worden - landesweit gab es bei Angriffen am Mittwoch den Behörden zufolge zudem mehrere Verletzte. Bei dem Angriff in der westlichen Region Riwne seien drei Menschen getötet und mehrere weitere Menschen verletzt worden, teilte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Kowal, auf Telegram mit.

16.00 Uhr: Staaten der Nato-Ostflanke fordern stärkere Luftabwehr

Die Staaten an der Nato-Ostflanke fordern angesichts wiederholter russischer Luftraumverletzungen eine rasche Stärkung der Flugabwehr des Bündnisses. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen die Staats- und Regierungschefs von 14 Alliierten nach einem Treffen in Bukarest zudem russische Sabotageakte und hybride Angriffe. An dem Treffen nehmen unter anderem Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teil.

15.09 Uhr: Russlands Militär darf künftig Inhaftierte im Ausland befreien

Die russischen Streitkräfte dürfen künftig mit Erlaubnis von Kremlchef Wladimir Putin auch im Ausland inhaftierte Staatsbürger des Landes befreien. Das russische Parlament verabschiedete eine bereits im März angekündigte Gesetzesänderung, wie Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin sagte. «Die westliche "Justiz" hat sich zu einer Repressionsmaschine entwickelt, die gegen diejenigen vorgeht, die mit den von EU-Beamten aufgezwungenen Entscheidungen nicht einverstanden sind", begründete er die Initiative. "Unter diesen Umständen ist es wichtig, alles zu tun, damit unsere Bürger im Ausland geschützt sind." Voraussetzung für einen solchen Militäreinsatz zur Befreiung eines Bürgers wäre ein Befehl Putins. Er muss die Gesetzesänderungen noch absegnen. Das gilt als Formalie.

Der russische Präsident ist wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen in der Ukraine vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zur Fahndung ausgeschrieben. Sollten Putin oder andere Bürger des Landes aus Sicht des Moskauer Machtapparats zu Unrecht verurteilt und inhaftiert werden, ist künftig ein russischer Armeeeinsatz zu ihrer Befreiung möglich.

14.08 Uhr: Ukrainische Angriffe auf Gas-Einrichtungen

Ukrainische Drohnenangriffe haben mehrere Brände in Russland ausgelöst. Die Ukraine habe eine gasverarbeitende Fabrik in Astrachan am Kaspischen Meer attackiert, teilte der Gouverneur der Region, Igor Babuschkin, bei Telegram mit. Herabstürzende Trümmer verursachten demnach ein Feuer. Verletzte gebe es nicht. Auch in der südrussischen Region Krasnodar kam es nach Angaben des Zivilschutzstabs zu einem Brand auf dem Gelände einer Fabrik in der Siedlung Wolna im Kreis Temrjuk. Ein Mensch sei verletzt worden. Einen weiteren Verletzten sowie Schäden an mehreren Orten gab es demnach in Taman, ebenfalls durch Drohnentrümmer. Der Hafen von Taman wird zum Umschlag von Öl und Flüssiggas genutzt. In der Stadt Jaroslawl nordöstlich von Moskau seien Drohnentrümmer auf ein Industrieobjekt gestürzt, teilte Gouverneur Michail Jewrajew mit; er nannte aber keine Details. Die Raffinerie der Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe.

13.06 Uhr: Selenskyj meldet Drohnenangriffe auf ukrainische Wohngebiete

Russland hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew mit mehr als 100 Drohnen attackiert. Die Angriffe hätten Wohngebiete und Eisenbahnanlagen in den Regionen Charkiw und Dnipro getroffen und außerdem Schäden an Häfen in der Region Odessa und Energie-Infrastruktur in der Region Poltawa angerichtet, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj.

An der rund 1.250 Kilometer langen Frontlinie hat sich der Vormarsch der größeren und besser ausgerüsteten russischen Armee nach Angaben der in Washington beheimateten Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) seit Oktober Monat für Monat verlangsamt. Im April hätten die russischen Streitkräfte zum ersten Mal seit 2024 einen Nettoverlust an Territorium verzeichnet, hieß es.

11.06 Uhr: Spende aus Bayern hilft Krankenhaus in der Ukraine

Die vom Landkreis Haßberge und dem Verein "Haßfurt hilft" am Freitag in die ukrainische Partnerstadt Mostyska geschickten Solaranlagen für das dortige Krankenhaus sind gut angekommen. Das sagte der ehemalige Geschäftsführer der "Haßberg-Kliniken", Stephan Kolck, auf Anfrage.

Die insgesamt 96 Solarmodule und zwei Batteriespeicher sollen nun von einem Expertenteam auf das Dach des Krankenhauses montiert werden. Damit soll neben Notstromaggregaten bei Stromabschaltungen die Stromversorgung in dem Krankenhaus mit rund 200 Betten sichergestellt werden. Mostyska liegt ganz im Westen der Ukraine nahe der Grenze zu Polen. In der Nähe sind auch die Partnerstädte von Schweinfurt und Würzburg, Luzk und Lwiw.

Das Bundesentwicklungshilfeministerium hat die rund 90.000 Euro teure Photovoltaikanlage mit Pufferspeicher finanziert. Der Landkreis Haßberge und der Verein "Haßfurt hilft" hat mit Spenden den rund 7.500 Euro teuren Transport bezahlt.

10.22 Uhr: Selenskyj warnt vor weiteren russischen Drohnenangriffen im Tagesverlauf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor weiteren Wellen russischer Drohnenangriffe im Tagesverlauf gewarnt. Es befänden sich mehr als 100 Drohnen im ukrainischen Luftraum, teilte er auf der Online-Plattform X mit. Russland habe seine Taktik geändert und greife zunehmend bei Tageslicht an. "Russland setzt seine Angriffe fort und tut dies dreist – es zielt absichtlich auf unsere Eisenbahninfrastruktur und zivile Einrichtungen in unseren Städten ab", schreibt Selenskyj. Seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren hat Russland große Drohnen- und Raketenangriffe zumeist nachts verübt. In den vergangenen Wochen griffen die russischen Streitkräfte jedoch wiederholt auch tagsüber mit Hunderten Drohnen und auch mit Raketen an. Die Regierung in Moskau bestreitet, absichtlich Zivilisten ins Visier zu nehmen.

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Die russischen Flüssigerdgas-Importe (LNG) in die EU haben laut einer Studie im ersten Quartal einen neuen Höchststand erreicht.

09.37 Uhr: Studie - Importe von russischem LNG in die EU erreicht Höchststand

Die Einfuhren von russischem Flüssigerdgas (LNG) in die EU haben seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor vier Jahren im ersten Quartal einen Höchststand erreicht. Die Empfänger der meisten Importe sind Frankreich, Spanien und Belgien, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der US-Energiedenkfabrik IEEFA hervorgeht. Angetrieben von diesen Ländern stiegen die EU-Importe von russischem LNG im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 6,9 Milliarden Kubikmeter - der höchste Stand seit 2022. 

09.11 Uhr: Trümmer ukrainischer Drohnen lösen Feuer in russischer Gasanlage aus

Trümmer ukrainischer Drohnen haben nach russischen Angaben ein Feuer in einer Gasaufbereitungsanlage in der südlichen Region Astrachan ausgelöst. "Alle feindlichen Fluggeräte wurden entweder abgeschossen oder durch Systeme der elektronischen Kriegsführung neutralisiert", teilte der örtliche Gouverneur Igor Babuschkin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Herabfallende Trümmer hätten den Brand verursacht. Es gebe keine Opfer, und das Feuer dürfte in wenigen Stunden gelöscht sein. Die Anlage befindet sich in der Nähe des Kaspischen Meeres, rund 1675 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

08.12 Uhr: Lawrow zeigt sich ernüchtert über Beziehungen zu den USA

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht trotz positiver Äußerungen keinen Fortschritt in den Beziehungen zu den USA. Es werde zwar viel über das enorme Potenzial der amerikanisch-russischen Beziehungen gesprochen, in der Realität passiere jedoch nichts, sagt Lawrow in einem Interview mit dem Sender RT India.

07.42 Uhr: Russland meldet mehr als 280 ukrainische Drohnen

Russland meldet wieder einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht wurden dem Verteidigungsministerium zufolge 286 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen und zerstört. In der südlichen Region Krasnodar seien dabei Trümmerteile auf das Gelände einer Industrieanlage gestürzt und hätten ein Feuer ausgelöst, teilten die örtlichen Behörden mit. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten verstärkt Ziele weit in Russland und dabei vor allem auch Öl-und Gas-Anlagen ins Visier genommen, um die russische Kriegswirtschaft zu schwächen.

07.02 Uhr: Selenskyjs früherer Vertrauter weist Geldwäschevorwürfe zurück

Der frühere ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak hat gegen ihn erhobene Vorwürfe der Geldwäsche zurückgewiesen. Der Verdacht sei "unbegründet", schrieb Jermak nach einer Anhörung vor Gericht im Onlinedienst Telegram. Als Jurist habe er sich "stets vom Gesetz leiten lassen", erklärte er. "Und jetzt werde ich in gleicher Weise meine Rechte, meinen Namen und meinen Ruf verteidigen", fügte Jermak hinzu.

 Das Nationale Antikorruptionsbüro (Nabu) hatte am Montag mitgeteilt, es habe eine "organisierte Gruppe" enttarnt, die umgerechnet 8,9 Millionen Euro "über ein Luxusbauprojekt in der Nähe von Kiew gewaschen" habe. Bei einem der Verdächtigen handele es sich um einen "ehemaligen Leiter des Büros des Präsidenten der Ukraine". Jermak war von 2020 bis 2025 als Leiter des Präsidialamts der wichtigste Berater von Staatschef Wolodymyr Selenskyj. 

01.25 Uhr: Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff in der Ukraine

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann. 

Mittwoch, 13. Mai 2026

19.06 Uhr: Russland testet lange angekündigte Sarmat-Interkontinentalrakete

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen erfolgreichen Test der seit Jahren angekündigten Interkontinentalrakete vom Typ Sarmat bekanntgegeben. Es handle sich um das "mächtigste Raketensystem der Welt", sagte Putin nach dem Test. Eine Sarmat-Rakete könne mehr als viermal so schwere Sprengköpfe tragen wie jegliches westliche System und habe eine Reichweite von 35.000 Kilometern. "Bis Jahresende" werde die Sarmat einsatzbereit sein, fügte der Kreml-Chef an.

Sarmat-Raketen können mit mehreren Atomsprengköpfen bewaffnet werden. Putin gab den erfolgreichen Test des Systems wenige Monate nach dem Auslaufen des New-Start-Abkommens bekannt, dem letzten Vertragswerk zwischen Russland und den USA zur Begrenzung ihrer Atomwaffen-Arsenale.

Die Interkontinentalrakete vom Typ Sarmat ist im Westen auch unter dem Namen "Satan II" bekannt. Es handelt sich um das erste nach dem Kalten Krieg entwickelte russische Raketensystem, das als "superschwer" klassifiziert wird. Russland hatte die Einsatzbereitschaft der Sarmat vor Jahren bereits für 2022 angekündigt.

18.27 Uhr: Russischer Zerstörer vor Fehmarn unterwegs

Ein russischer Zerstörer liegt derzeit vor der Insel Fehmarn. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Man gehe davon aus, dass Russland mit seinen Kriegsschiffen die eigenen Schiffe der "Schattenflotte" überwachen wolle, so der Sprecher. Über diese versucht Moskau seit Jahren, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Zudem steht die Schattenflotte in Verdacht, für Sabotageaktionen gegen Unterwasserinfrastruktur genutzt zu werden.

Ein Nato-Sprecher sagte, die Bündnispartner beobachteten die Bewegungen russischer Kriegsschiffe. Demnach sind Schiffe des ständigen Nato-Marineverbandes 1 (SNMG1) in der Ostsee unterwegs, um die Routen der Russen zu verfolgen. Flaggschiff des Nato-Verbandes ist die deutsche Fregatte "Sachsen". Einem Medienbericht zufolge stieß aus Frankreich auch die Fregatte "Auvergne" dazu, die bei Fehmarn den russischen Zerstörer "Severomorsk" aus der Nähe beschatte.

18.25 Uhr: Selenskyj – Ukraine greift Gasanlagen tief in Russland an

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Gasanlagen in der russischen Region Orenburg angegriffen. Die getroffenen Ziele lägen mehr als 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Zudem arbeite Kiew mit europäischen Verbündeten an Technologien zur Abwehr ballistischer Raketen. An entsprechenden Gesprächen hätten sich 13 Länder sowie Vertreter der Nato beteiligt.

18.20 Uhr: Hegseth – Ukraine-Hilfen sollen wie geplant fließen

Hilfen im Wert von 400 Millionen US-Dollar (fast 340 Mio. Euro) sollen nach den Worten von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wie geplant der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zufließen. Einen konkreten Zeitplan legte er allerdings nicht vor. Das Pentagon wolle mit dem für Europa zuständigen Regionalkommando (Eucom) zusammenarbeiten, um die Mittel "entsprechend und ordnungsgemäß auszugeben", sagte der Republikaner lediglich vor einem Senatsausschuss. Senator Chris Coons zufolge hat das Pentagon bislang keinen einzigen Groschen aus diesem Paket für Waffen für die Ukraine ausgegeben. Auf die Nachfrage des Demokraten nach einem konkreten Ausgabenplan wich Hegseth aus.

18.14 Uhr: Kallas sieht nach Putins Äußerungen "Gelegenheit" für Kriegsende

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sieht in Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem möglichen Kriegsende ein Anzeichen für eine Schwächung Moskaus. Putins Äußerung zeige, "dass er sich nicht in einer starken Position befindet", sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. "Ich glaube, dass es eine Gelegenheit gibt, diesen Krieg zu beenden", fügte sie hinzu. Putin hatte bei einer Pressekonferenz am Rande der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg am Samstag gesagt, der Krieg mit der Ukraine neige sich "dem Ende" zu. Gleichzeitig schlug er Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) als Vermittler vor. 

16.53 Uhr: EU-Botschafter in Moskau verurteilt Krieg

Der EU-Botschafter in Russland, Roland Galharague, hat bei einer Europatag-Feier den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilt. Brüssel werde weiter Druck auf Moskau ausüben für eine bedingungslose Waffenruhe als ersten Schritt hin zu einem dauerhaften Frieden. Zu der Veranstaltung in Moskau kamen viele Diplomaten, aber auch Vertreter der russischen Zivilgesellschaft. In seiner Rede sagte Galharague auf Russisch: "Dass wir gegen den Krieg sind, heißt nicht, dass wir gegen das russische Volk sind." Ein paar antiwestliche und linke Aktivisten schrien vor dem Hotel Metropol "Schande!" und "Russisches Blut ist an Ihren Händen". Das Moskauer Staatsfernsehen filmte die Proteste. Auf einem Banner hieß es: "EU-Politiker – die Erben der SS".

15.30 Uhr: Pistorius sieht russische "Phase der Schwäche"

Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht Anzeichen für eine Kehrtwende im schwierigen Abwehrkampf der Ukraine gegen russische Angreifer. Zugleich machte er nach einem Besuch ukrainischer Gefechtsstände im Osten des Landes deutlich, dass er aus den Erfahrungen der Ukraine beim Kampfeinsatz unbemannter Waffensysteme weitere Schlüsse für die Bundeswehr ziehen will.

"Ich glaube, dass die Ukrainer tatsächlich ein Momentum haben. Russland hat eine Phase der Schwäche, sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch, als auch auf dem Gefechtsfeld", sagte Pistorius, der am Dienstag in den Gebieten von Saporischschja und Dnipro unterwegs war. Und: "Die Ukrainer machen riesige Fortschritte. Die Schläge gegen russische Militärinfrastruktur im Hinterland werden empfindlicher und hinterlassen Wirkung."

Zum Audio: Verteidigungsminister Pistorius zu Gesprächen in Kiew

Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, gibt am Rande seiner Reise in die Ukraine ein Pressestatement.
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Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, gibt am Rande seiner Reise in die Ukraine ein Pressestatement.

14.40 Uhr: Keine Korruptionsermittlungen gegen Selenskyj

Gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj laufen derzeit keine Ermittlungen von Anti-Korruptionsbehörden. Dies erklärte der Leiter des Nationalen Anti-Korruptionsbüros der Ukraine, Semen Krywonos, bei einer Pressekonferenz in Kiew. Die Äußerung erfolgte einen Tag, nachdem die Behörden mitgeteilt hatten, gegen Selenskyjs ehemaligen Stabschef Andrij Jermak zu ermitteln.

12.50 Uhr: Selenskyj kritisiert Moskaus Rückkehr zum Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für das Wiederaufflammen der Kämpfe nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe verantwortlich gemacht. "Russland hat sich dafür entschieden, die teilweise Stille zu beenden, die mehrere Tage geherrscht hat", schrieb Selenskyj auf dem Portal X. "Über Nacht sind mehr als 200 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet worden." 

Die Ukraine habe angekündigt, dies mit Gleichem zu vergelten. "Russland muss diesen Krieg beenden, und es ist Russland, das Schritte zu einem dauerhaften Waffenstillstand machen muss", schrieb Selenskyj. Die ukrainische Armee startete in den frühen Morgenstunden ebenfalls Drohnenangriffe auf den russischen Rückraum. Von Samstag bis Montag hatte eine dreitägige Waffenruhe gegolten, die von den USA vermittelt worden war.

12.45 Uhr: Ukraine setzt auf KI von Palantir

Die Ukraine setzt bei dem Wettrüsten in der Nutzung Künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld auf Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Palantir. Die Zusammenarbeit mit dem Datenanalyse-Spezialisten solle ausgebaut werden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit Palantir-Chef Alex Karp mit. "Palantir ist ein renommiertes globales Unternehmen mit großem Potenzial", schrieb er auf der Online-Plattform X. Es gebe sicherlich Bereiche, in denen man sich gegenseitig nützlich sein und die Verteidigung der Ukraine, der USA und der Partner stärken könne.

Die Regierung in Kiew hat mit Palantir das Projekt "Brave1 Dataroom" ins Leben gerufen. Dabei soll auf Grundlage von Kampfdaten, die seit der russischen Invasion im Jahr 2022 gesammelt wurden, eine KI zur Abwehr von Drohnen entwickelt werden. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärte nach seinem Treffen mit Karp auf dem Kurznachrichtendienst Telegram, Technologie, Datenanalyse und Berechnungen der Kriegsführung hätten direkte Auswirkungen auf das Geschehen auf dem Schlachtfeld. Nach seinen Angaben trainieren bereits über 100 Unternehmen mit mehr als 80 Modellen zur Erkennung und zum Abfangen von Luftzielen.

12.18 Uhr: Kreml - Offensive nach Feuerpause wieder aufgenommen

Die russischen Streitkräfte haben ihre Offensive in der Ukraine nach Ablauf einer dreitägigen Feuerpause nach Angaben aus Moskau wieder aufgenommen. "Die humanitäre Waffenruhe ist beendet. Die militärische Spezialoperation wird fortgesetzt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Er verwendete dabei die russische Bezeichnung für Moskaus seit mehr als vier Jahren andauernde Offensive in der Ukraine. Die zuvor von US-Präsident Donald Trump verkündete Feuerpause hatte am Samstag begonnen.

Peskow äußerte sich auch zu einem Kommentar des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom Samstag nach der traditionellen Militärparade in Moskau zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland, wonach sich der Ukraine-Konflikt "dem Ende" zuneige. "Die im Rahmen des Friedensprozesses geleistete Vorarbeit lässt uns sagen, dass das Ende naht", sagte der Kreml-Sprecher. "In diesem Zusammenhang ist es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht möglich, über Einzelheiten zu sprechen."

11.48 Uhr: Europarat prangert abnehmende Hilfsbereitschaft für Ukrainer an

Der Europarat hat eine nachlassende Aufnahmebereitschaft für Ukraine-Flüchtlinge angeprangert. "Der allmähliche Abbau des Schutzstatus führt dazu, dass besonders Schutzbedürftige auf der Strecke bleiben", warnte der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O'Flaherty. Mehrere Aufnahmeländer hätten begonnen, den Schutz für geflüchtete Ukrainer schrittweise einzuschränken, indem sie etwa Wohnhilfen oder andere Sozialleistungen reduzieren. Dies könne "einen unangemessenen Druck zu einer verfrühten Rückkehr" ausüben, warnte O’Flaherty.

Die EU hatte den Schutzstatus für Ukrainer zuletzt bis März 2027 verlängert. Dieser ermöglicht es den Betroffenen, sich legal in EU-Ländern aufzuhalten, zu arbeiten, zur Schule zu gehen und medizinische Versorgung und Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.

05.26 Uhr: Deutschland finanziert Militärausbildung in Ukraine

Deutschland beteiligt sich mit mehr als zehn Millionen Euro an einer EU-Initiative zum Aufbau militärischer Ausbildungszentren in der Ukraine. Mit dem Beitrag finanziert die Bundesrepublik die Infrastruktur für eine komplette Ausbildungseinrichtung, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Rande seines Besuchs in Kiew sagte. Diese Ausbildungseinrichtungen in der Ukraine sollen demnach dafür sorgen, dass die Einsatzfähigkeit der ukrainischen Armee hoch bleibt – auch nach einem möglichen Friedensschluss mit Russland. Pistorius sagte weiter, dies sei eine von mehreren Maßnahmen zur künftigen Abschreckung. Bislang seien fast 27.000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet worden.

04.27 Uhr: Ukraine meldet russische Drohnenangriffe

Russland hat die Ukraine nach Angaben aus Kiew erneut massiv angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldete in der Nacht Angriffe mit zahlreichen Drohnen auf die Hauptstadt Kiew und weitere Städte wie Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson. Auch die Gebiete Sumy im Norden und Mykolajiw im Süden waren demnach betroffen. Die seit Samstag geltende Waffenruhe war in der Nacht ausgelaufen. 

03.35 Uhr: Waffenruhe ausgelaufen, Luftangriff auf Kiew

Nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe haben die Behörden in der ukrainischen Hauptstadt am frühen Dienstagmorgen einen russischen Luftangriff gemeldet. "Derzeit befinden sich feindliche Drohnen über Kiew", schrieb der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Er rief die Bewohner auf, bis auf Weiteres Schutz zu suchen. Es war der erste Luftalarm in Kiew seit Freitag. 

Dienstag, 12. Mai 2026

23.01 Uhr: Russland kappt Wachstumsprognose

Russland kappt seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr. Der Zuwachs werde nur noch 0,4 Prozent betragen, nach bislang vorhergesagten 1,3 Prozent, zitiert die Agentur Interfax den stellvertretenden Ministerpräsidenten Alexander Nowak.

20.35 Uhr: Ukraine erwartet neue russische Angriffe

Vor dem offiziellen Auslaufen der Waffenruhe zwischen Moskau und Kiew stellt sich die Ukraine auf neue Angriffe ein. "Wir sehen, dass Russland nicht die Absicht hat, diesen Krieg zu beenden", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft. "Wir bereiten uns auf neue Angriffe vor, leider."

20.35 Uhr: Selenskyj - erste Auszahlungen des EU-Kredits im Juni

Selenskyj zufolge erwartet die Ukraine die Auszahlung erster Tranchen des EU-Kredits über 90 Milliarden Euro im Juni. Dafür werde intensiv mit der EU-Kommission zusammengearbeitet, damit sich die Auszahlung nicht weiter verzögere. Die Europäische Union hatte den Weg für den Kredit im April freigemacht.

18.10 Uhr: EU sieht Anzeichen für Verschiebung der Kräfteverhältnisse

Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Ukraine und Russland hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas von einer sich verändernden "Dynamik des Krieges" gesprochen. Die Ukraine sei in einer "viel besseren Position als vor einem Jahr", der russische Präsident Wladimir Putin hingegen befinde sich in einer "schwächeren Position als je zuvor", sagte Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Die "rekordverdächtigen" Verluste Moskaus auf dem Schlachtfeld, die weitreichenden Angriffe der Ukraine auf Russland und die "immer kleiner werdende Militärparade in Moskau" zeigten, "dass sich die Dynamik des Krieges verändert".

Zum Video: Wie profitiert Deutschland vom Drohnenbau mit der Ukraine?

Prof. Klemens Fischer, Politikwissenschaftler an der Uni Köln
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Prof. Klemens Fischer, Politikwissenschaftler an der Uni Köln.

17.10 Uhr: Selenskyj - Militärprojekte mit Deutschland "nur der Anfang"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf weitere Gemeinschaftsprojekte mit Deutschland bei der Rüstungsproduktion. Derzeit gebe es sechs Projekte, aber das sei "nur der Anfang", sagte Selenskyj in Kiew bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Er dankte Deutschland auch für weitere Hilfe bei der Luftverteidigung der Ukraine gegen russische Angriffe, sagte aber, er wolle dazu keine Details nennen: "Lasst das für die Russen eine Überraschung sein."

Pistorius betonte ebenfalls die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Ukraine, mit der jüngst eine strategische Partnerschaft sowie eine vertiefte Zusammenarbeit bei Militär und Rüstung vereinbart worden war. Er sagte an Selenskyj gerichtet über die Ukraine: "Sie sind nicht länger nur ein Konsument von Sicherheit, sondern sie stellen Sicherheit bereit."

16.56 Uhr: Kämpfe und Angriffe trotz Waffenruhe

Ungeachtet der von den USA vermittelten Waffenruhe haben Russland und die Ukraine am Montag Kämpfe entlang der Frontlinie gemeldet. Beide Seiten warfen sich gegenseitig vor, Drohnen- und Artillerieangriffe verübt zu haben. Der ukrainische Generalstab verzeichnete in den vergangenen 24 Stunden 180 Gefechte. Am Nachmittag hieß es, russische Truppen hätten 38 neue Angriffe auf ukrainische Stellungen unternommen und der Artilleriebeschuss von Grenzgebieten dauere an. Regionalgouverneure meldeten zudem, dass in den Regionen Saporischschja und Cherson mindestens drei Menschen getötet worden seien. Das russische Verteidigungsministerium erklärte staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge, es habe seit Beginn der Feuerpause 23.802 Verstöße der Ukraine registriert.

15.21 Uhr: Ukrainischer Botschafter lehnt Vermittlungsmission durch Schröder ab

Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev hat den Vorschlag Russlands zurückgewiesen, Altkanzler Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt einzusetzen. Schröder habe über Jahre russische Interessen in Deutschland vertreten und verfüge daher weder über die moralische noch die politische Legitimation, heute als Vermittler aufzutreten, sagte Makeiev dem "Spiegel".

15.18 Uhr: Grünen-Chef - Putin nicht auf den Leim gehen

Die Grünen halten es für falsch, Altkanzler Schröder in Friedensverhandlungen über den Ukraine-Krieg einzubeziehen. Parteichef Felix Banaszak bezeichnete Putins Vorschlag als durchschaubares Manöver und betonte, dass derzeit keine echte Verhandlungsbereitschaft von russischer Seite bestehe.

14.33 Uhr: EU-Sanktionen gegen Russland wegen Deportationen

Die Außenminister der EU-Staaten haben weitere Sanktionen gegen Verantwortliche für Russlands Programm zur Deportation und Zwangsadoption ukrainischer Kinder beschlossen. Betroffen sind 16 Personen und 7 Einrichtungen und Organisationen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten mitteilte. Die Sanktionsbeschlüsse haben unter anderem zur Folge, dass in der EU Vermögenswerte eingefroren werden müssen. Für Personen gilt zusätzlich ein EU-Einreiseverbot und Durchreiseverbot. Sanktioniert wurden unter anderem die Leiterin eines Lagers, in dem ukrainische Minderjährige untergebracht sind, und Einrichtungen, die für die ideologische Indoktrination, "Russifizierung" und militarisierte Erziehung von Kindern zuständig sind.

Mit den neuen Sanktionen will die EU das Zeichen setzen, dass sie entschlossen ist, Russland für seine grausamen Taten zur Rechenschaft zu ziehen. Seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 wurden nach Angaben der EU-Kommission schätzungsweise fast 20.500 ukrainische Kinder nach Russland oder in besetzte Gebiete verschleppt. Viele mussten Identität und Staatsbürgerschaft wechseln und wurden zur Adoption freigegeben. Trotz internationaler Bemühungen konnten nach Angaben ukrainischer Behörden bislang nur etwa 2.100 Kinder zurückgebracht werden.

13.40 Uhr: Ukraine meldet zwei Tote trotz Waffenruhe

Die Ukraine hat Russland weitere Verstöße gegen eine dreitägige Waffenruhe vorgeworfen. Durch russische Drohnen, Bomben und Artilleriegeschosse seien in Charkiw im Nordosten und in Cherson im Süden mindestens zwei Menschen getötet und sieben verletzt worden, teilten ukrainische Behörden mit. Am Sonntag hatte auch das russische Verteidigungsministerium der Ukraine mehr als 1.000 Verstöße gegen die von US-Präsident Donald Trump vermittelte Feuerpause vorgeworfen, die heute auslaufen soll.

13.38 Uhr: Ukraine und Deutschland wollen gemeinsam Drohnen entwickeln

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die gemeinsame deutsch-ukrainische Entwicklung und Produktion von Drohnen mit Reichweiten von bis zu 1.500 Kilometern angekündigt. Deutschland setze im Bereich unbemannter Systeme auf Joint Ventures zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen, sagte Pistorius bei seinem Besuch in Kiew. Dies gelte "ganz besonders für die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Drohnen mit unterschiedlichen Reichweiten von unter 100 Kilometern bis zu 1.500 Kilometern".

13.36 Uhr: EU gegen Altkanzler Schröder als Ukraine-Vermittler

Die von Russlands Präsident Putin vorgeschlagene Einbindung von Altkanzler Schröder in Ukraine-Friedensverhandlungen stößt in der EU und in der Ukraine auf klare Ablehnung. "Wenn wir Russland das Recht geben würden, in unserem Namen einen Verhandlungsführer zu benennen, wäre das nicht sehr klug", sagte die EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas am Rande eines Außenministertreffens in Brüssel. Schröder sei hochrangiger Lobbyist für russische Staatsunternehmen gewesen. Daher sei klar, warum Putin ihn haben wolle: "Dann säße er gewissermaßen auf beiden Seiten des Tisches", sagte Kallas.

Der als Gast zu dem EU-Treffen gereiste ukrainische Außenminister Andrij Sybiha sagte zu einem möglichen Vermittlereinsatz von Schröder: "Wir unterstützen das nicht. Es gebe "viele andere würdige Führungspersönlichkeiten", die für die EU verhandeln könnten.

12.13 Uhr: Pistorius - Putins Reden von Kriegsende nur Täuschungsmanöver

Bundesverteidigungsminister Pistorius hat die jüngsten Äußerungen des russischen Präsidenten Putin über ein angeblich nahendes Ende des Ukraine-Krieges als mögliches Täuschungsmanöver bezeichnet. "Wenn er denn das Ende dieses Krieges aufziehen sieht, dann könnte er diesen Krieg ja auch einfach beenden", sagte der SPD-Politiker bei seinem Besuch in Kiew. Putin könne dies tun, indem er seine Truppen abziehe oder zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen einlade. Stattdessen stelle er jedoch wie immer Bedingungen. "Ich hoffe, dass ich mich irre, dass es wieder mal ein weiteres Täuschungsmanöver ist, aber ausgeschlossen ist das eben nicht", erklärte Pistorius. Er vermute, dass Putin mit seinem Vorgehen von eigener Schwäche ablenken wolle, da seine Armee derzeit kaum Geländegewinne vorweisen könne.

07.05 Uhr: Pistorius strebt Bau neuer Hightech-Waffen mit Ukraine an

Verteidigungsminister Pistorius setzt auf den Bau von neuen Waffensystemen zusammen mit der Ukraine. Dazu solle die Zusammenarbeit beider Staaten weiter ausgebaut werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Kiew. Diese Kooperation als Teil einer strategischen Partnerschaft zu stärken, sei das Hauptziel seiner Reise. 

06.59 Uhr: Pistorius zu Gesprächen in der Ukraine eingetroffen

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist zu Gesprächen über einen Ausbau der Rüstungskooperation mit der Ukraine in der Hauptstadt Kiew eingetroffen. Bei neuen Projekten stehe die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten im Fokus, sagte er der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt der Reise, die aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt worden war.

06.18 Uhr: EU-Außenminister beraten über engere Zusammenarbeit mit ukrainischer Rüstungsindustrie

Die EU-Außenminister beraten heute in Brüssel unter anderem über die militärische Unterstützung der Ukraine sowie eine engere Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie. Am Nachmittag steht ein Treffen der internationalen Koalition zur Rückkehr ukrainischer Kinder an. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird nicht an dem Treffen teilnehmen, er wird von Staatsminister Gunther Krichbaum vertreten.

Montag, 11. Mai 2026

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