In der ukrainischen Stadt Kramatorsk brennt ein Auto nach einem russischen Angriff.
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Am Tag nach dem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew gehen die gegenseitigen Attacken mit Drohnen und Raketen weiter.
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Am Tag nach dem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew gehen die gegenseitigen Attacken mit Drohnen und Raketen weiter.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 21 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 21 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 18. bis 24. Mai im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

18.52 Uhr: Ukraine beantragt sofortige Sitzung im UN-Sicherheitsrat

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer "starken Antwort an den Aggressor" aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Sybiha warf Russland vor, mit der "barbarischen Raketenattacke" in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

Allein in Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten stieg laut Bürgermeister Vitali Klitschko bis zum frühen Abend auf 81. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte in den sozialen Netzwerken mit, es seien etwa 100 Menschen bei den Angriffen im Land verletzt und mindestens vier getötet worden.

18.18 Uhr: Russland meldet Toten nach ukrainischem Drohnenangriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Russland ist nach Angaben örtlicher Behörden ein Zivilist getötet worden. Der Angriff traf demnach am Sonntagmorgen die Stadt Graiworon in der Region Belgorod an der Grenze zur Ukraine.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht zum Sonntag seien 33 ukrainische Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört worden. Betroffen gewesen seien unter anderem die Region Moskau, Gebiete im Westen und Südwesten Russlands sowie die von Russland besetzte ukrainische Halbinsel Krim.

17.30 Uhr: Macron warnt Lukaschenko vor Kriegsbeteiligung

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko nach französischen Angaben in einem Telefonat vor den Folgen einer Beteiligung am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gewarnt. In dem Gespräch habe Macron "die Risiken" hervorgehoben, die für Belarus darin bestünden, "in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hineingezogen zu werden", verlautete am Sonntag aus dem Umfeld Macrons.

Ferner habe Macron den belarussischen Staatschef gedrängt, "die notwendigen Schritte zu ergreifen, um die Beziehungen zwischen Belarus und Europa zu verbessern", hieß es weiter. Es war das erste offiziell bestätigte Telefonat zwischen Macron und Lukaschenko seit Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

17.04 Uhr: Selenskyj - Nicht alle Raketen bei Angriff auf Kiew abgefangen

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei dem russischen Großangriff im Raum Kiew nicht alle ballistischen Raketen abfangen können. Die meisten Einschläge hätten die Hauptstadt getroffen, das Hauptziel des Angriffs, sagte Selenskyj.

Die offenbar gescheiterten Abfangversuche verdeutlichen den anhaltenden Mangel der Ukraine an Luftabwehrraketen, die ballistische Flugkörper abschießen können. Kiew ist dabei stark auf US-Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot angewiesen. Die dafür nötigen Abfangraketen bleiben jedoch knapp und gehören zu den dringendsten Forderungen der Ukraine an ihre westlichen Partner.

15.50 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf russische Pumpstation

Der ukrainische Geheimdienst SBU greift nach eigenen Angaben mit Drohnen eine Öl-Pumpstation in der russischen Region Wladimir an. Die Anlage sei ein wichtiger Knotenpunkt für die Weiterleitung von Ölprodukten nach Moskau und in die Umgebung, teilt der SBU in den sozialen Medien mit. Sie versorge große Öllager rund um die Hauptstadt sowie die Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo mit Treibstoff. Nach dem Angriff sei ein Feuer auf einer Fläche von 800 Quadratmetern registriert worden.

15.40 Uhr: Minsk - Telefonat zwischen Macron und Lukaschenko

Zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Krieges haben der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko und der französische Präsident Emmanuel Macron offiziell miteinander telefoniert. Das meldet das Büro von Lukaschenko. Es sei um "regionale Themen" gegangen sowie um die Beziehungen zwischen Belarus und der EU. Frankreich habe die Initiative dazu ergriffen.

12.55 Uhr: Merz und Macron verurteilen russischen Angriff

Die Bundesregierung hat den Einsatz von atomwaffenfähigen Oreschnik-Raketen durch Russland im Ukraine-Krieg scharf kritisiert. "Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf", schrieb Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntag im Onlinedienst X. "Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine."

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron äußert sich auf X und verurteilt den Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und den Einsatz der Hyperschall-Rakete. Dies bedeute eine Eskalation und zeige die Sackgasse des russischen Angriffskrieges auf. Er bekräftigt zudem die Unterstützung Frankreichs für die Ukraine.

ARCHIV - 19.05.2026, Berlin: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt im Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz mit dem Bundespräsidenten der Schweiz. (zu dpa: «Bundesregierung verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete in der Ukraine») Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Bundeskanzler Friedrich Merz

12.10 Uhr: Kallas bezichtigt Putin des "nuklearen Säbelrasselns"

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wirft Russland wegen der jüngsten Raketenangriffe auf die Ukraine "nukleares Säbelrasseln" vor. Der mutmaßliche Einsatz von Mittelstreckenraketen des Typs Oreschnik, die für atomare Sprengköpfe ausgelegt sind, sei eine politische Einschüchterungstaktik, schreibt Kallas auf X.

Russland terrorisiere die Ukraine mit gezielten Angriffen auf Stadtzentren, weil das Land auf dem Schlachtfeld in einer Sackgasse stecke. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt den Einsatz von vier verschiedenen Raketentypen, darunter die Hyperschallrakete Oreschnik.

11.12 Uhr: ARD-Studio durch Druckwelle stark beschädigt

Bei dem jüngsten russischen Angriff auf Kiew ist auch das zentral gelegene Studio der ARD massiv beschädigt und in Teilen zerstört worden. Es ist davon auszugehen, dass eine Druckwelle Fenster zerborsten, Räume verwüstet und Wände zum Einsturz gebracht hat. Mitarbeitende befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Studio. Trotz der Schäden will das ARD-Studio weiter aus Kiew und der Ukraine berichten.

Studio-Leiter Vassili Golod zeigte sich in einer ersten Stellungnahme schockiert: "Die russischen Luftangriffe sind seit Jahren massiv, rücksichtslos und Teil der brutalen Lebensrealität in der Ukraine. Die Folge sind Tausende getötete Zivilisten, zerstörte Krankenhäuser, Schulen und eben auch Redaktionsräume."

10.55 Uhr: Russland - Haben Oreschnik-Rakete eingesetzt

Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt. Es handle sich um eine Antwort auf die "terroristischen Angriffe" der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.

Laut der ukrainischen Luftabwehr hat Russland beim jüngsten Angriff außerdem 600 Drohnen und 90 Raketen und Marschflugkörper verwendet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedauerte, dass nicht alle ballistischen Raketen abgeschossen werden konnten. Drei russische Raketen seien gegen eine Wasserversorgungsanlage gerichtet gewesen, "ein Markt wurde niedergebrannt, Dutzende Wohnhäuser und mehrere normale Schulen wurden beschädigt".

09.58 Uhr: Selenskyj – Russland setzte Oreschnik-Rakete ein

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt – erstmals nahe der Hauptstadt Kiew. Kremlchef Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj in einer am Morgen in Kiew veröffentlichten Videobotschaft. Die Großstadt liegt etwa 50 Kilometer südlich von Kiew. 

Im Audio: Luftangriffe auf Kiew

dpatopbilder - 24.05.2026, Ukraine, Kiew: Ein Mann trägt eine Kiste aus einem brennenden Handelszentrum nach einem russischen Angriff auf Kiew. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Ukraine-Krieg - Kiew

09.38 Uhr: Massive russische Angriffe: Zahl der Toten in Kiew und Umgebung auf vier gestiegen

Nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew ist die Zahl der Toten in der ukrainischen Hauptstadt und der umliegenden Region auf vier gestiegen. Wie Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Sonntag mitteilte, wurden in der Hauptstadt zwei Tote und 56 Verletzte verzeichnet. In der umliegenden Region Kiew gab es nach Angaben von Verwaltungschef Mykola Kalaschnyk zwei Tote und neun Verletzte.

09.07 Uhr: Tote und Dutzende Verletzte in Kiew nach Moskaus Angriffen

Bei den massiven russischen Angriffen mit Kampfdrohnen und Raketen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew laut Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Es gab auch mindestens 56 Verletzte – 30 von ihnen, darunter zwei Kinder, werden in Krankenhäusern behandelt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen bei Telegram mitteilte. Einsatzkräfte seien dabei, die Trümmer getroffener Wohnhäuser und Schäden zu beseitigen. 

04.11 Uhr: Angriffe auf Kiew - 1 Toter, 20 Verletzte

Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach von insgesamt 40 beschädigten Gebäuden durch die Angriffe aus Russland. Es gebe mindestens einen Toten und rund 20 Verletzte zu beklagen, schrieb er auf Telegram. 

Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete ebenfalls von zahlreichen betroffenen Gebäuden, darunter auch Hochhäuser und mindestens eine Schule. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben. 

Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht auf der Plattform Telegram zudem ausdrücklich vor einem möglichen russischen Angriff mit der besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik.

4.00 Uhr: Ukraine: Toter bei russischem Raketenangriff auf Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew wird nach vorläufigen Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens ein Mensch getötet. Eine Rakete habe ein Wohnhaus getroffen, teilt er mit.

03.19 Uhr: Polen sichert Luftraum nach Angriffen auf die Ukraine

Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine ist die polnische Luftwaffe im eigenen Luftraum im Einsatz. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, teilt die Armee mit.

02.03 Uhr: Ukraine: Drei Verletzte bei massivem Angriff auf Kiew

Bei einem massiven Angriff mit Raketen und Drohnen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew werden mindestens drei Menschen verletzt. Mehrere Wohngebäude seien beschädigt worden, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Dem Angriff ging eine Warnung der Luftwaffe vor dem möglichen Einsatz der russischen Hyperschallrakete Oreschnik voraus. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

00.19 Uhr: Angriff mit ballistischen Raketen: Heftige Explosionen während Luftalarm in Kiew

Kurz nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem schweren russischen Luftangriff ist die Hauptstadt Kiew von heftigen Explosionen erschüttert worden. Wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, ereigneten sich die Detonationen in der Nacht zu Sonntag nach der Ausrufung eines Luftalarms durch die Behörden. Die ukrainische Hauptstadt sei "das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen", erklärte der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram.

Sonntag, 24. Mai 2026

23.22 Uhr: Nach Kiews Drohnenangriff auf Wohnheim 21 Tote geborgen

Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk ist die Zahl der Toten laut Behörden auf 21 gestiegen. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Die Bergungsarbeiten seien abgeschlossen. Die Behörden hatten die Zahl der Toten nach dem Angriff am Freitag immer wieder erhöht. Es gab demnach nach letzten Angaben auch 42 Verletzte. 

19.08: Selenskyj warnt vor Schlag mit russischer Oreschnik-Rakete

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele einen Vergeltungsschlag Moskaus mit der besonders gefürchteten neuen Oreschnik-Mittelstreckenrakete. "Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet", teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Hauptstadt Kiew ist demnach auch in Gefahr.

Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine.

Selenskyj warnte vor einem möglichen kombinierten russischen Angriff mit verschiedenen Waffentypen. "Es ist wichtig, ab heute Abend verantwortungsvoll auf Luftalarme zu reagieren", appellierte er an seine Landsleute. "Der russische Wahnsinn kennt wirklich keine Grenzen, schützen Sie daher Ihr Leben – nutzen Sie Schutzbunker."

15.36 Uhr: Selenskyj pocht in Brief an EU auf volle Mitgliedschaft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach dem Vorschlag von Kanzler Friedrich Merz zu einem Sonderstatus für Kiew in der EU seine Forderung nach einer vollen Mitgliedschaft bekräftigt. "Es wäre ungerecht für die Ukraine in der Europäischen Union präsent zu sein, aber ohne Stimme zu bleiben", schrieb Selenskyj an die EU-Spitzen in einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

15.17 Uhr: Nach Selenskyj-Kritik: Deutschland hält an EU-Fahrplan für Ukraine fest

Deutschland beharrt auf dem vorgestellten Fahrplan für einen EU-Beitritt der Ukraine. "Unser Vorschlag dient dazu, die notwendige Debatte zu eröffnen", hieß es in Regierungskreisen. Jetzt sei eine ehrliche Auseinandersetzung nötig. "In der Substanz geht es jetzt vor allem darum, die Verhandlungskapitel zu eröffnen. Insofern besteht eine hohe Übereinstimmung mit den Vorstellungen des ukrainischen Präsidenten." Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen deutschen Vorschlag für eine "assoziierte" EU-Mitgliedschaft als ungerecht abgelehnt.

14.35 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf russisches Öl-Terminal am Schwarzen Meer

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben das russische Öl-Terminal Schescharis - eines der größten am Schwarzen Meer - sowie das nahegelegene Öllager Gruschowa angegriffen. Der nächtliche Angriff habe ein Feuer in dem Terminal ausgelöst, teilt der ukrainische Generalstab über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem sei der Tanker "Chrysalis" im Schwarzen Meer getroffen worden.

14.33 Uhr: Mindestens zwölf Tote in Luhansk

Nachdem bei einem mutmaßlichen ukrainischen Drohnenangriff ein Hochschulgebäude in Luhansk getroffen worden war, ist die Anzahl der Toten gestiegen auf mindestens zwölf, 38 weitere Menschen seien verletzt worden, während neun Menschen weiterhin vermisst würden, erklärte das russische Katastrophenschutzministerium. Dabei stürzte russischen Behördenangaben zufolge ein fünfstöckiges Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk ein. Ein von den Behörden veröffentlichtes Video zeigte Dutzende Rettungskräfte, die in den Trümmern des Gebäudes nach Überlebenden suchten.

12.57 Uhr: Erneut Drohne in Lettland abgestürzt

Im Südosten des EU- und Nato-Mitglieds Lettland ist eine Drohne nahe der Grenze zu Belarus abgestürzt. Das unbemannte Fluggerät sei auf dem Dridza-See in der Gemeinde Kraslava niedergegangen und beim Aufprall auf die Wasseroberfläche explodiert, teilte die lettische Polizei mit. Niemand sei verletzt worden.

Zu Herkunft und Art des Flugkörpers wurde zunächst keine Angaben gemacht. Der Einflug der Drohne in den lettischen Luftraum war nach Angaben der Armee von den Radarsystemen nicht registriert worden, teilten die Streitkräfte lettischen Medienberichten zufolge mit.

Lettland grenzt im Osten an Russland und Belarus. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in dem Baltenstaat gegeben.

12.15 Uhr: Ein Toter nach russischem Drohnenangriff auf Sumy

Eine russische Drohne hat einen Trauerzug am Rande der nordostukrainischen Stadt Sumy getroffen. Dabei werden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Ihor Kaltschenko ein Mensch getötet und weitere neun schwer verletzt. Lokalen Medienberichten zufolge traf eine gelenkte Angriffsdrohne die Straße in der Nähe eines Busses. Sumy liegt rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

12.13 Uhr: Ukraine nimmt erneut russische Rüstungsindustrie ins Visier

Die ukrainische Armee greift nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine große Chemiefabrik in der russischen Region Perm an. Die Produktion bei Metafrax Chemical in der rund 1.700 Kilometer von der Grenze entfernten Region sei nach dem Angriff eingestellt worden. Das Werk liefere wichtige Komponenten für die russische Rüstungsindustrie, darunter für Drohnen, Raketentriebwerke und Sprengstoffe.

11.18 Uhr: Kraftstoffversorgung auf der Krim eingeschränkt

In der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim wird der Treibstoff für Autos rationiert. Die Abgabe ist bis auf Weiteres auf 20 Liter pro Fahrzeug begrenzt, teilt der örtliche Gouverneur Michail Raswoshajew mit. Er begründet den Schritt mit nicht näher genannten "logistischen Herausforderungen". In Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert. Am Mittwoch meldete die Nachrichtenagentur Reuters, dass fast alle wichtigen Ölraffinerien in Zentralrussland nach ukrainischen Drohnenangriffen ihre Produktion stoppen oder drosseln mussten.

10.23 Uhr: Ukraine gegen EU-Sonderstatus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt einen deutschen Vorschlag für eine "assoziierte" EU-Mitgliedschaft seines Landes ab. Dies sei ungerecht, da die Ukraine damit kein Stimmrecht in der Europäischen Union erhielte, schreibt Selenskyj in einem Brief an die EU-Spitze, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. "Wir verteidigen Europa – und zwar vollständig, nicht nur teilweise und nicht mit halben Sachen." Die Ukraine verdiene daher eine faire Behandlung und gleiche Rechte, heißt es weiter.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vorgeschlagen, der Ukraine als Zwischenschritt eine Teilnahme an EU-Treffen ohne Stimmrecht zu erlauben. Dies solle ein Abkommen zur Beendigung des Krieges erleichtern.

09.19 Uhr: Weitere Tote nach Drohnenangriff auf Wohnheim in Moskau

Nach dem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Wohnheim einer Berufsschule im russisch besetzten Gebiet Luhansk ist die Zahl der Toten laut Behörden auf zehn gestiegen. Es seien weitere Leichen aus den Trümmern des Gebäudes in der Stadt Starobilsk gezogen worden, teilte das russische Zivilschutzministerium mit. Insgesamt gebe es 48 Verletzte. Laut den örtlichen Behörden werden noch elf Studentinnen und Studenten vermisst. Die Suche nach ihnen in den Trümmern dauert demnach an.

07.18 Uhr: Mehrere Brände an russischem Hafen

In einem Öldepot am russischen Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer sind Behördenangaben zufolge mehrere Feuer ausgebrochen. Das erklärte der örtliche Bürgermeister, Andrej Krawtschenko, am Samstag im Onlinedienst Telegram. Die Brände in verschiedenen Hafengebäuden seien durch herabfallende Trümmerteile von Drohnen entfacht worden. Dabei seien mindestens zwei Menschen verletzt worden. Einige Drohnenteile seien zudem auf das Gelände des Kraftstoffterminals gestürzt.

Am Hafen der Stadt Noworossijsk in der südrussischen Region Krasnodar wird rund ein Fünftel der Rohöllieferungen des Landes abgewickelt. Es handelt sich um den größten Exportknotenpunkt Russlands am Schwarzen Meer.

01.35 Uhr: Brand in russischem Ölterminal nach Drohnentrümmer-Einschlag

Herabstürzende Drohnentrümmer haben nach offiziellen Angaben einen Brand in einem Ölterminal im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk ausgelöst. Dabei wurden Menschen verletzt, wie der Einsatzstab der südrussischen Region Krasnodar Telegram mitteilte. Mehrere Gebäude sowie das Tanklager der Anlage seien getroffen worden. Rettungskräfte seien im Einsatz. In der weiter nördlich gelegenen Hafenstadt Anapa beschädigten Drohnen dem Einsatzstab zufolge auch Wohnhäuser.

Samstag, 23. Mai 2026

21.33 Uhr: Ukraine meldet Abwehr von 115 russischen Drohnen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht 115 von 124 russischen Drohnen abgeschossen oder elektronisch gestört. Das teilte die ukrainische Luftwaffe am Freitag mit.

Russland hat die Angriffe auf zivile Gebiete des Nachbarlandes in den vergangenen Monaten intensiviert. Die Zahl der von den Vereinten Nationen bestätigten zivilen Opfer in der Ukraine stieg in den ersten vier Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent. Demnach wurden 815 Zivilisten getötet und 4.174 verletzt.

Auf dem Schlachtfeld konnten ukrainische Gegenangriffe westlichen Analysten zufolge die russische Armee seit Ende vergangenen Jahres aus mehr als 400 Quadratkilometern im Süden der Ukraine zurückdrängen. Diese Erfolge werden unter anderem der zunehmend in der Ukraine entwickelten Drohnen- und Raketentechnologie zugeschrieben.

21.00 Uhr: Selenskyj meldet weiteren Angriff auf russische Ölraffinerie

Zum vierten Mal im Mai hat die Ukraine die etwa 700 Kilometer von der Grenze entfernte russische Ölraffinerie Jaroslawl angegriffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Freitag, es habe sich um einen nächtlichen Einsatz gehandelt. Mit Angriffen auf russische Ölanlagen will Kiew dem Nachbarland eine wichtige Finanzgrundlage für den Angriffskrieg gegen die Ukraine entziehen.

18.47 Uhr: Selenskyj - Verbündete sehen Ukraine im Krieg gestärkt

Deutschland, Großbritannien und Frankreich sehen die Ukraine nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele in einer deutlichen stärkeren Position. Das teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken nach einer Videoschalte mit Kanzler Friedrich Merz (CDU), dem britischen Premier Keir Starmer und mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit. Es sei um die Frage gegangen, wie die Friedensdiplomatie neuen Schwung bekomme und Europa daran beteiligt werden könne, sagte Selenskyj.

"Alle Partner stellen fest, dass die Position der Ukraine deutlich gestärkt ist – sowohl auf dem Schlachtfeld als auch bei unseren Langstrecken-Operationen." Damit meint er vor allem die Schläge mit Langstrecken-Drohnen, die Ziele tief im russischen Hinterland treffen, darunter Anlagen der russischen Ölindustrie, die für Moskaus Kriegsfinanzierung wichtig sind.

18.02 Uhr: Ukraine weist russische Angaben zu Wohnheim-Angriff zurück

Das ukrainische Militär weist russische Vorwürfe zurück, es habe ein Studentenwohnheim im besetzten Starobilsk angegriffen. Die russische Darstellung sei eine "Manipulation", schreibt der Generalstab auf Facebook. Vielmehr habe die Ukraine eine russische Drohnen-Eliteeinheit in dem Gebiet ins Visier genommen. In der Nacht sei eines der Hauptquartiere der Einheit "Rubicon" in der Nähe der Stadt getroffen worden. Zudem halte sich die Ukraine an das humanitäre Völkerrecht.

17.53 Uhr: Putin wirft Ukraine "Terrorakt" im Gebiet Luhansk vor

Kremlchef Wladimir Putin hat nach einem mutmaßlich ukrainischen Angriff auf ein Studentenwohnheim in dem von Russland besetzten Gebiet Luhansk von einem "Terrorakt" mit vielen Toten gesprochen. Es gebe bisher mindestens 6 Tote, 39 Verletzte und 15 Vermisste, sagte Putin in Moskau zum Auftakt eines Treffens mit Absolventen des staatlichen Ausbildungsprogramms "Zeit der Helden". Das Gebäude einer Berufsschule in Starobilsk war in der Nacht nach russischen Angaben von einer ukrainischen Drohne getroffen worden.

Das Land wolle mit solchen "Verbrechen" ablenken von den Verhältnissen im Land und an der Front, erklärte Putin.

16.40 Uhr: Hunderte protestieren gegen Gesetz zu Vermissten

In Kiew gab es einen Protest gegen ein Gesetzesvorhaben zum Status vermisster Soldaten. Teilnehmer der Veranstaltung erklärten, einige Bestimmungen der Vorlage könnten zur Folge haben, dass Gerichte vermisste ukrainische Militärangehörige rechtlich für tot erklären, bevor dafür eine zweifelsfreie Bestätigung vorliegt. Nach Angaben des ukrainischen Beauftragten für vermisste Personen, Artur Dobrossierdow, sind mehr als 90.000 Menschen im einheitlichen Register der Ukraine für unter besonderen Umständen verschwundene Personen aufgeführt. Das Register umfasst Menschen, die bei Kampfhandlungen, infolge bewaffneter Aggression oder in von Russland besetzten Gebieten verschwunden sind.

16.05 Uhr: UNHCR verurteilt tödlichen russischen Angriff auf Hilfsgüter-Lagerhaus scharf

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat den russischen Raketenangriff auf eines seiner Lagerhäuser in der Ukraine scharf verurteilt. Bei der Attacke am Mittwoch in der Stadt Dnipro seien mindestens zwei Menschen getötet und weitere verletzt worden, so die UNHCR-Repräsentantin in der Ukraine, Bernadette Castel-Hollingworth. Der Angriff auf das Lagerhaus sei im Zuge einer allgemeinen Eskalation der russischen Angriffe in der ganzen Ukraine erfolgt. Die Vertreibungen und Evakuierungen aus den Frontgebieten hielten unvermindert an.

15.30 Uhr: US-Außenminister Rubio - Nato muss auch für USA von Wert sein

Die Nato muss nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio auch für die Vereinigten Staaten von Wert sein. Ziel sei eine stärkere Nato, sagt Rubio. Die USA hätten weltweite Verpflichtungen und überprüften ständig ihre Truppenpräsenz. Veränderungen bei der Stationierung von Soldaten würden in Abstimmung mit den Verbündeten vorgenommen und seien keine politische Entscheidung. Die Ukraine erhalte mehr Unterstützung als je zuvor, fügt der Minister hinzu.

15.49 Uhr: Wadephul - Nato-Länder sollen 90 Milliarden für Ukraine aufbringen

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat den Nato-Partnern vorgeschlagen, die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland mit mindestens 90 Milliarden Euro zu unterstützen. Der CDU-Politiker sagte, sie sollten zu dem bereits bestehenden EU-Darlehen in dieser Höhe für Kiew "noch einmal bilateral auch mindestens dieselbe Summe" dazugeben. Es werde entscheidend für die Friedensverhandlungen sein, wenn Moskau wie auch Kiew jetzt ein klares Signal der Nato bekomme. Die EU hatte im Dezember beschlossen, der Ukraine für die Jahre 2026 und 2027 ein Darlehen in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Die Auszahlung soll Mitte Juni beginnen. Kiew soll das Geld zurückzahlen müssen, wenn Russland Reparationsleistungen für seinen Angriffskrieg zahlt. Der EU-Kredit deckt Schätzungen zufolge rund zwei Drittel des ukrainischen Finanzbedarfs für zwei Jahre.

Im Video: Wadephul appelliert an Europa und Kanada

Im schwedischen Helsingborg kommt Johann Wadephul (CDU), Außenminister, zur Arbeitssitzung des Nato-Außenministertreffens. Er geht vor bereitgestellten Stühlen entlang.
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Bundesaußenminister Wadephul verlangt von den europäischen und kanadischen Nato-Partnern ein Signal der dauerhaften Unterstützung der Ukraine.

14.44 Uhr: Rutte - Selenskyj wird zum Nato-Gipfel in Ankara kommen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird am Nato-Gipfeltreffen Anfang Juli in Ankara teilnehmen. Das hat der Generalsekretär des Verteidigungsbündnisses, Mark Rutte, am Rand des Nato-Außenministertreffens in Helsingborg in Schweden mitgeteilt.

14.28 Uhr: Sybiha - Europäer sollen Friedensgespräche beleben

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha meint, eine stärkere Beteiligung Europas oder ein Treffen auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs könnten die von den USA vermittelten Friedensgespräche mit Russland weiterbringen. Bisher komme man nicht voran. Wörtlich sagte Sybiha: "Mein Eindruck ist, dass dieses Format allmählich einen Punkt erreicht, an dem die auf dieser Ebene möglichen Diskussionen erschöpft sind".

13.51 Uhr: UNHCR - Russland beschießt Einrichtung der Vereinten Nationen

Eine russische Rakete hat nach Angaben der Vereinten Nationen eine Lagerhalle des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR getroffen. Dabei tötete sie zwei Menschen, teilte die Vertreterin des UN-Flüchtlingshilfswerks in Kiew, Bernadette Castel-Hollingworth, mit. Außerdem seien Hilfsgüter im Wert von einer Million US-Dollar zerstört worden. Die vernichtete Notausrüstung – darunter Schlafmatten und Hygieneartikel – sei für Vertriebene in den Frontgebieten bestimmt gewesen. Der Vorfall habe sich am Mittwoch in Dnipro ereignet. Es sei das erste Mal, dass eine UNHCR-Einrichtung angegriffen worden sei. Das Hilfswerk sieht die Attacke als Teil eines breiteren Trends von Angriffen auf Hilfstransporte. Bereits in der vergangenen Woche seien zwei deutlich gekennzeichnete UN-Konvois in den Regionen Dnipropetrowsk und Cherson mit Drohnen angegriffen worden.

13.00 Uhr: Wadephul appelliert an Europa und Kanada

Außenminister Johann Wadephul hat von den Nato-Partnern ein klares Signal für weitere Unterstützung der Ukraine verlangt, auch unabhängig von den USA. "Es geht darum, dass wir die konkreten weiteren Unterstützungsbedarfe der Ukraine stets durch die europäischen Nato-Partner und Kanada bedienen", sagte der CDU-Politiker beim Treffen mit seinen Nato-Kolleginnen und -Kollegen in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Die Botschaft an Russland, in dem der Krieg immer tiefere Risse verursache, müsse klar sein: "Wir werden in unserer Unterstützung nicht nachlassen. Die Ukraine hat immer den längeren Atem. Sie kann immer auf unsere Unterstützung zählen."

10.25 Uhr: Wadephul plädiert für engere Rüstungskooperation mit der Ukraine

Bundesaußenminister Johann Wadephul will die Verteidigungszusammenarbeit mit der Ukraine deutlich ausbauen. Vor einem Nato-Treffen im schwedischen Helsingborg schlug er vor, die Rüstungsindustrien Europas und der Ukraine enger zu verzahnen, um die Produktion zu beschleunigen. Der künftige Bedarf der Ukraine solle kontinuierlich durch europäische Nato-Partner und Kanada finanziert werden.

09.32 Uhr: Russische Rettungsdienste: Drohnenangriff auf Studentenwohnheim

Bei einem nächtlichen Angriff auf die ostukrainische Region Luhansk wurden nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA ein Mensch getötet und 35 weitere verletzt. Örtlichen Rettungsdiensten zufolge stürzte ein Wohnheim mit 86 Studenten der Pädagogischen Universität in Luhansk nach einem massiven Drohnenangriff ein. Bislang seien drei Menschen aus den Trümmern geborgen worden.

08.45 Uhr: Nato-Chef begrüßt Ankündigung zusätzlicher US-Truppen

Nato-Generalsekretär Mark Rutte begrüßt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, 5.000 zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Unabhängig davon gehe der Trend jedoch weiterhin zu einem stärkeren Europa, das bei seiner Verteidigung weniger abhängig von den USA sei, sagte Rutte vor einem Nato-Treffen im schwedischen Helsingborg. "Um es klar zu sagen: Der Kurs, auf dem wir uns befinden – nämlich ein stärkeres Europa und eine stärkere Nato, die sicherstellen, dass wir im Laufe der Zeit Schritt für Schritt weniger abhängig von nur einem einzigen Verbündeten sein werden –, wird fortgesetzt."

08.16 Uhr: Polens Präsident dankt Trump für zusätzliche US-Soldaten

Der polnische Präsident Karol Nawrocki dankte US-Präsident Donald Trump für dessen Ankündigung, 5.000 zusätzliche Soldaten in das Land zu entsenden. "Gute Allianzen basieren auf Zusammenarbeit, gegenseitigem Respekt und einem Bekenntnis zur gemeinsamen Sicherheit", schrieb Nawrocki auf der Plattform X. Er danke Trump für dessen Freundschaft gegenüber Polen. Trump hat die Truppenaufstockung mit seiner guten Beziehung zu dem nationalkonservativen Politiker begründet.

04.46 Uhr: Selenskyj berät mit Partnern über stockenden Friedensprozess

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will heute mit den Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien über den stockenden Friedensprozess beraten. "Ich habe ein Gespräch mit den Partnern der E3 (Europa 3) geplant", sagte er in einer Videobotschaft, die in der Stadt Slawutytsch nördlich von Kiew aufgezeichnet wurde. 

"Wir werden darüber sprechen, wie unser gemeinsamer Druck und unsere gemeinsame diplomatische Arbeit die Lage real beeinflussen können", sagte Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Angaben zum Format des Gesprächs machte er nicht. Weil er in der Ukraine ist, dürfte es auf eine Videoschalte mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron und Premierminister Keir Starmer hinauslaufen.

04.04 Uhr: NATO-Außenminister beraten über Unterstützung der Ukraine

Vor dem Hintergrund einer voraussichtlich reduzierten US-Präsenz in Europa setzen die Nato-Außenminister am Vormittag ihre Beratungen fort. Dabei geht es vor allem um die Vorbereitung des Nato-Gipfels Anfang Juli in Ankara. Auf der Agenda stehen auch die Unterstützung der Ukraine sowie der Ausbau der Rüstungskapazitäten.

Freitag, 22. Mai 2026

22.45 Uhr: Trump - Werde weitere 5.000 Soldaten nach Polen entsenden

Die USA wollen offenbar weitere 5.000 Soldaten nach Polen entsenden. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb US-Präsident Donald Trump, Grund für die Entscheidung sei seine Beziehung zu Polens konservativ-nationalistischem Präsidenten Karol Nawrocki. Vor zwei Tagen hatte US-Vizepräsident JD Vance noch gesagt, die Entsendung von US-Truppen nach Polen verzögere sich.

18.37 Uhr: Gleitbombenangriff - Tote und Verletzte in Ostukraine

Durch russische Gleitbomben- und Drohnenangriffe sind im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk vier Zivilisten getötet und weitere fünf verletzt worden. In der frontnahen Kleinstadt Druschkiwka seien zunächst drei Männer durch den Abwurf der Gleitbomben ums Leben gekommen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft auf Telegram mit. Eine Stunde später habe eine Drohne einen Pkw getroffen, ein Insasse sei getötet worden.

Druschkiwka liegt südlich von Kramatorsk und nur etwa 20 Kilometer von den vordersten russischen Linien entfernt. Russische Kampfjets klinken die Bomben im sicheren eigenen Luftraum aus, die dann über Dutzende Kilometer gelenkt ins Ziel gleiten. Die Ukraine hat bislang kaum ein Gegenmittel gegen diese Waffe. Sie hat aber nach Angaben von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in Medienberichten eine eigene ukrainische Gleitbombe mit 250 Kilogramm Sprengstoff entwickelt, die bald zum Einsatz kommen solle.

18.04 Uhr: Drohnen-Vorfälle - Baltenstaaten fordern mehr Nato-Unterstützung

Estland, Lettland und Litauen wollen nach den jüngsten Drohnenvorfällen im Baltikum bei den Nato-Verbündeten auf mehr Hilfe bei der Luftverteidigung dringen. Die drei EU- und Nato-Staaten wollen zudem in koordinierter Form auf unbelegte Behauptungen aus Moskau reagieren, wonach sie ihr Territorium und ihren Luftraum für ukrainische Angriffe gegen Russland zur Verfügung stellen. Dies teilte die litauische Präsidialkanzlei nach einem Telefonat der Präsidenten der drei Staaten mit.

In einer gemeinsamen Erklärung der drei baltischen Staaten betonten die Staatschefs die Notwendigkeit, die Luftverteidigungskapazitäten der Nato in der Region weiter zu stärken. Dazu gehörten die Stationierung zusätzlicher Drohnenabwehrsysteme und der Übergang von einer reinen Luftraumüberwachung zu einer umfassenden Luftverteidigung.

17.24 Uhr: Russland unterstreicht Rolle als Atommacht - Übungen mit Belarus

Angesichts zunehmender Spannungen mit der Nato und des auf russisches Gebiet übergreifenden Ukraine-Kriegs hat Russland erneut seine Rolle als Atommacht unterstrichen. Präsident Wladimir Putin und sein belarussischer Amtskollege Alexander Lukaschenko beaufsichtigte am Donnerstag den Abschluss eines dreitägigen Manövers der russischen Nuklearstreitkräfte mit dem belarussischen Militär.

Der Einsatz von Atomwaffen sei das letzte Mittel, erklärte Putin nach Angaben des belarussischen Verteidigungsministeriums. Derartige Waffen garantierten die Souveränität beider Staaten Lukaschenko sagte der Nachrichtenagentur Belta zufolge, sein Land werde sich nicht in den Ukraine-Krieg hineinziehen lassen. Im Falle eines Angriffs würden sich Russland und Belarus jedoch gemeinsam verteidigen. An den am Dienstag begonnenen großangelegten Übungen in Russland und Belarus nahmen rund 64.000 Soldaten teil. Daran waren die Strategischen Raketentruppen, die Nord- und die Pazifikflotte sowie die Fernfliegerkräfte beteiligt.

15.30 Uhr: Wadephul vor Nato-Treffen: Deutschland zu mehr Verantwortung bereit

Bundesaußenminister Johann Wadephul wirbt vor einem Treffen der Nato-Außenminister in Helsingborg für eine stärkere Rolle Europas im Bündnis. Deutschland wolle zu einer "stärkeren Nato" beitragen, die Abschreckung ausbauen und die Rüstungskooperation vertiefen, erklärt Wadephul in Berlin vor seinem Abflug nach Schweden. Zugleich bekräftigt er den Anspruch Deutschlands auf mehr Verantwortung im Bündnis sowie eine Anpassung der Lastenverteilung an die gewachsenen europäischen Fähigkeiten.

14.25 Uhr: Rutte – Viele Nato-Länder geben nicht genug für die Ukraine aus

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die ungleiche Verteilung bei den Ukraine-Hilfen innerhalb der Allianz kritisiert. Viele Länder unter den 32 Nato-Staaten gäben "nicht genug für die Unterstützung der Ukraine aus", sagte Rutte bei einem Besuch auf dem Truppenübungsplatz Revinge im Süden Schwedens am Donnerstag. Es gebe nur "eine begrenzte Anzahl von Ländern", die in dieser Hinsicht "wirklich über sich hinauswachsen", betonte er.

Als positive Beispiele nannte der Nato-Generalsekretär unter anderem Deutschland, die Niederlande und Schweden.

13.50 Uhr: Ukraine verstärkt Grenzschutz zum Nachbarland Belarus

Die Ukraine hat aus Furcht vor einem neuen Angriff aus dem Nachbarland und Russland-Verbündeten Belarus seine Grenzschutzmaßnahmen in den nördlichen Gebieten verstärkt. Soldaten der ukrainischen Armee und Geheimdienstmitarbeiter würden "verstärkte Sicherheitsmaßnahmen" entlang der Grenze zum nördlichen Nachbarland vornehmen, darunter Personenkontrollen, erklärte der ukrainische Geheimdienst SBU am Donnerstag. Der verschärfte Grenzschutz solle als "wirksames Abschreckungsmittel gegen jegliche aggressiven Handlungen oder Einsätze des Feindes und seines Verbündeten" dienen.

11.32 Uhr: Lettland meldet weiteren Drohnenzwischenfall

Lettlands Militär hat einen weiteren Drohnenzwischenfall gemeldet. Mindestens eine Drohne sei im Luftraum des Landes unterwegs, teilten die Streitkräfte auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten weitreichende Drohnenangriffe auf Russland verstärkt. Dabei gerieten mehrere der unbemannten Fluggeräte auch in den Luftraum der Nato-Staaten Lettland, Estland, Litauen und Finnland. In Lettland löste der Umgang mit solchen Eintritten einen politischen Streit aus, der zum Rücktritt der Regierung führte. Gespräche zur Ernennung eines neuen Kabinetts laufen noch.

08.52 Uhr: Russland meldet zwei Tote und Verletzte nach ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach russischen Behördenangaben zwei Menschen in der Stadt Sysran an der Wolga getötet worden. Es gebe auch Verletzte, schrieb der Gouverneur des Gebiets Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram, nannte aber keine Zahlen. Weder zu Schäden noch zu genauen Orten machte er Angaben. Die Stadt war schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnenangriffe, dort gibt es eine Ölraffinerie.

08.51 Uhr: Zwei Tote und Verletzte in der Ukraine nach russischem Angriff

In der Ukraine meldeten die Rettungsdienste zwei Tote sowie mehrere Verletzte nach russischen Angriffen auf die Regionen Tschernihiw und Dnipropetrowsk.

07.59 Uhr: Russland übt bei Manöver Einsatz von Atomwaffen in Belarus

Russland hat nach eigenen Angaben im Rahmen eines großangelegten Manövers seiner Nuklearstreitkräfte einen Einsatz von Atomwaffen in Belarus geübt. Im Zuge der Übung seien nukleare Sprengköpfe in die Feldlager einer Raketenbrigade in Belarus geliefert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die dortige Raketeneinheit übe die Übernahme von Spezialmunition für das mobile taktische Raketensystem Iskander-M. Dazu gehöre das Verladen der Munition auf Trägerfahrzeuge sowie die geheime Verlegung in ein vorgesehenes Gebiet zur Vorbereitung eines Starts. Russland hat nach einer Vereinbarung mit Belarus im Jahr 2023 taktische Atomwaffen in dem Nachbarland stationiert.

Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands und grenzt sowohl an die Ukraine als auch an die Nato-Staaten Polen, Litauen und Lettland. Das Kurzstreckenraketensystem Iskander-M kann sowohl mit konventionellen als auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden und hat eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern.

06.13 Uhr: Merz schlägt EU-Sonderstatus für Ukraine vor

Bundeskanzler Friedrich Merz will der Ukraine als Antwort auf ihre Forderung nach einem schnellen EU-Beitritt einen neuen Sonderstatus als "assoziiertes Mitglied" der Europäischen Union anbieten. In einem Brief an die EU-Spitzen schlägt der CDU-Politiker vor, Russlands Nachbarland sofort enger in die Institutionen einzubinden. Volle Mitgliedschafts- und Stimmrechte soll es zunächst aber nicht bekommen.

Merz begründet den Vorstoß mit der besonderen Lage der Ukraine als Land im Krieg und erheblichen Fortschritten in den Beitrittsverhandlungen. Demnach soll der Vorschlag auch die von US-Präsident Donald Trump initiierten Friedensgespräche erleichtern - unter anderem durch eine politische Zusage der Mitgliedstaaten, die EU-Beistandsklausel auch auf die Ukraine anzuwenden

05.48 Uhr: Verletzte bei erneuten Angriffen in Russland und der Ukraine

Bei ukrainischen Drohnenangriffen werden in der russischen Stadt Schebekino und in der russischen Grenzregion Belgorod nach Angaben örtlicher Behörden mindestens drei Menschen verletzt. Die Ukraine meldet ihrerseits einen Verletzten in der südöstlichen Stadt Dnipro.

Donnerstag, 21. Mai 2026

23.00: Am Donnerstag - Nato-Außenminister treffen sich in Schweden

Die Außenminister der 32 Nato-Staaten kommen morgen im schwedischen Helsingborg zu zweitägigen Beratungen zusammen. Im Zentrum des Treffens stehen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, eine gerechtere Lastenverteilung innerhalb des transatlantischen Bündnisses sowie eine Verstärkung der Rüstungskooperation. Die Minister bereiten dazu den am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt Ankara geplanten Nato-Gipfel vor.

20.05 Uhr: London - Russische Kampfjets fingen britisches Aufklärungsflugzeug "gefährlich" ab

Zwei russische Kampfjets haben britischen Angaben zufolge im vergangenen Monat über dem Schwarzen Meer ein britisches Aufklärungsflugzeug "mehrfach und gefährlich" abgefangen. "Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das gefährliche und inakzeptable Verhalten russischer Piloten gegenüber einem unbewaffneten Flugzeug, das im internationalen Luftraum operiert", sagte der britische Verteidigungsminister John Healey laut einer Erklärung seines Ministeriums am Mittwoch.

Die russischen Jets vom Typ Su-35 und Su-27 hatten den Angaben zufolge im vergangenen Monat ein Flugzeug vom Typ Rivet Joint der Royal Air Force abgefangen. Dabei sei eine Su-27 zeitweise bis auf sechs Meter an die Nase des britischen Flugzeugs herangekommen, erklärte das Verteidigungsministerium weiter. In dem britischen Flugzeug wurde dabei das Notfallsystem ausgelöst.

17.10 Uhr: Ukraine will Truppen Richtung Belarus verstärken

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Verstärkung der Streitkräfte in der Richtung Tschernihiw-Kiew im Norden des Landes angekündigt. Erkenntnisse der Geheimdienste über Russlands Pläne für Offensivoperationen dort seien analysiert worden, schrieb er in sozialen Medien nach einem Stabstreffen. Die Ukraine bereite Reaktionen auf jedes mögliche Szenario von Aktionen Russlands vor. Er habe auch das Außenministerium beauftragt, zusätzlichen diplomatischen Einfluss auf Belarus vorzubereiten.

Belarus gilt als Russlands engster Verbündeter. Bei ihrem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 stieß die russische Armee auch von belarussischem Gebiet in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew vor. 

14.45 Uhr: Großbritannien lockert Öl-Sanktionen gegen Russland

Unter dem durch den Iran-Krieg entstandenen Energiepreisdruck lockert Großbritannien die Sanktionen auf russisches Öl. Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde. Die Maßnahme soll Regierungsangaben zufolge stetig überprüft werden.Premierminister Keir Starmer sagte am Mittag im Parlament, die Maßnahme sei Teil eines "starken, neuen Sanktionspaketes" – und deshalb in seinen Augen keine Lockerung.

14.00 Uhr: Von der Leyen – Russische Drohungen gegen Baltikum inakzeptabel

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilt die russischen Drohungen gegen die baltischen Staaten. "Die öffentlichen Drohungen Russlands gegen unsere baltischen Staaten sind völlig inakzeptabel", erklärt sie auf X. Eine Bedrohung gegen einen Mitgliedsstaat sei eine Bedrohung für die gesamte Europäische Union. Russland und Belarus tragen von der Leyen zufolge die direkte Verantwortung für Drohnen, die das Leben und die Sicherheit der Menschen an der Ostflanke der EU gefährden.

13.30 Uhr: Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff

Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Gegenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert. Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: "Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht", teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.

Der Kiewer Generalstab bestätigte in sozialen Medien einen Angriff auf die Raffinerie und sprach auch von weiteren Attacken. Die Raffinerie sei getroffen worden, und es sei zu einem Brand gekommen, hieß es.

07.52 Uhr: Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei den Angriffen auf die Stadt Dnipro im Osten des Landes seien zudem mindestens sechs Menschen verletzt worden, teilte der Chef der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, im Onlinedienst Telegram mit. Russische Angriffe wurden auch aus anderen Regionen der Ukraine gemeldet, darunter aus dem Nordosten und dem Süden. 

Die Behörden in der nordöstlichen Region Sumy meldeten mindestens sechs Verletzte bei "massiven Drohnenangriffen des Feindes". Moskau habe "Wohngebiete" in den Ortschaften Konotop und Schostka angegriffen, erklärte Verwaltungschef Oleh Grygorow.

Der Chef der Militärverwaltung der Region Charkiw, Oleh Synegubow, meldete einen russischen Drohnenangriff im Bezirk Nowobawarsky. In der südukrainischen Hafenstadt Odessa beschädigten russische Angriffe laut ukrainischem Katastrophenschutz Wohngebiete, Lagerhallen und eine wichtige Infrastruktur-Einrichtung.

06.30 Uhr: Bericht – EU erwägt Merkel oder Draghi für Gespräche mit Putin

In der Europäischen Union laufen laut einem Bericht der "Financial Times" auf Regierungsebene Gespräche, ob die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel oder der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die Staatengemeinschaft in möglichen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertreten könnten. Die Zeitung beruft sich auf Insider. Demnach wollen die EU-Außenminister in der kommenden Woche bei einem Treffen auf Zypern besprechen, wer sich für solche Gespräche empfehlen würde.

05.20 Uhr: Putin in China eingetroffen

Wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Peking empfangen. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen Gespräche über die Beziehungen zwischen China und Russland sowie internationale und regionale Fragen. Zu den internationalen Themen dürften auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie der Iran-Krieg gehören.

Bundeskanzler Merz sagte, die Bundesregierung erwarte keinen grundlegenden Wechsel in den Beziehungen zwischen China und Russland. Er hoffe aber, dass Xi auf Putin einwirkt, den Krieg in der Ukraine zu beenden.

Im Audio: China - Putin wird von Xi empfangen

Willkommenszeremonie für Putin in China
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Putin in China eingetroffen

02.10 Uhr: Pentagon bestätigt Verzögerung bei Truppenverlegung nach Polen

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte die von Vizepräsident JD Vance angekündigte Verzögerung bei der Truppenverlegung nach Polen. Grund sei eine Reduzierung der in Europa stationierten Kampfbrigaden von vier auf drei, teilte Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X mit. Dies sei das Ergebnis einer umfassenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz. Über die endgültige Stationierung werde auf Grundlage weiterer Analysen sowie der Fähigkeit der Verbündeten entschieden, eigene Truppen zur Verteidigung Europas beizusteuern. Verteidigungsminister Pete Hegseth stehe dazu im Austausch mit dem polnischen Vize-Ministerpräsidenten Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Die USA würden eine starke militärische Präsenz in Polen aufrechterhalten, erklärte der Sprecher.

01.05 Uhr: Russland - Drohnenangriff auf Industriegebiet in Region Stawropol

Industriegebiete rund um die Stadt Newinnomyssk in der südrussischen Region Stawropol werden nach Angaben des dortigen Gouverneurs von Drohnen angegriffen. Weitere Details nannte Wladimir Wladimirow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram zunächst nicht. In der Gegend befindet sich ein großes Chemiewerk, das bereits in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe war. Unterdessen wurden bei einem russischen Angriff auf die südostukrainische Stadt Dnipro nach Angaben des regionalen Gouverneurs Oleksandr Hanscha fünf Menschen verletzt.

Mittwoch, 20. Mai 2026

21.48 Uhr: Vance – US-Truppenverlegung nach Polen verzögert sich

Eine geplante Verlegung von 4000 US-Soldaten nach Polen verzögert sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance. Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Truppenabbau in Europa, sagt Vance im Weißen Haus. Die USA wollten lediglich Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA maximiert werde. "Ich glaube nicht, dass das für Europa schlecht ist", sagt er. Zugleich fordert Vance die Europäer auf, mehr Verantwortung für die gemeinsame Verteidigung zu übernehmen. Berichte über die geänderten Pläne sind bei US-Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass Präsident Donald Trump Verbündete im Stich lassen könnte.

19.41 Uhr: Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion genehmigt. Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow hatten ihm demnach Bericht erstattet. Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagte Selenskyj. Als besonders bedeutend beschrieb er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden, sagte Selenskyj.

18.13 Uhr: Insider – Russische Raffinerie nach Drohnenangriff außer Betrieb

Die russische Ölraffinerie Rjasan hat zwei Insidern zufolge nach einem ukrainischen Drohnenangriff am Freitag den Betrieb eingestellt. Der Betreiber Rosneft äußert sich zunächst nicht. Die Anlage steht für fast fünf Prozent der gesamten russischen Raffineriekapazität. Bei der Attacke auf die Stadt südöstlich von Moskau wurden nach Angaben der örtlichen Behörden vier Menschen getötet. Zudem seien Wohngebäude und ein Industriebetrieb getroffen worden.

18.05 Uhr: Russland droht baltischen Staaten wegen angeblicher ukrainischer Drohnenpläne

Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja wirft der Ukraine vor, militärische Drohnen von Lettland und anderen baltischen Staaten aus starten zu wollen. Eine Nato-Mitgliedschaft werde diese Länder nicht vor Vergeltung schützen, warnt er vor dem UN-Sicherheitsrat. Kiew habe bereits Drohneneinheiten nach Lettland entsandt. Die lettische UN-Gesandte Sanita Pavluta-Deslandes weist die Äußerungen umgehend als frei erfunden zurück. Die stellvertretende US-Botschafterin Tammy Bruce erklärt, die UN seien kein Forum für Drohungen gegen ein Ratsmitglied. Die USA würden all ihren Nato-Verpflichtungen nachkommen. Lettland ist gegenwärtig ein nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat.

17.23 Uhr: Nato-Militärchef – US-Truppenabzug aus Europa hat "keinen Einfluss" auf Nato-Pläne

Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich, hat sich wenig besorgt über den angekündigten US-Truppenabzug aus Europa geäußert. "Ich möchte betonen, dass diese Entscheidung keinen Einfluss auf die Umsetzbarkeit unserer regionalen Pläne hat", sagte Grynkewich in Brüssel. "Ich bin sehr zufrieden mit dem, wo wir stehen", fügte er hinzu.

14.50 Uhr: Drohne über Estland abgeschossen

Nato-Kampfjets haben über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur handelt es sich um den ersten Abschuss dieser Art. Rumänische F-16-Jets hätten die Drohne über dem Võrtsjärv-See im Süden des Landes vom Himmel geholt. Sie stürzte demnach in einem sumpfigen Gebiet ab, die Suche dauere noch an. Die estnische Sicherheitspolizei leite die Ermittlungen.

Pevkur zufolge handle es sich vermutlich um ein ukrainisches Flugobjekt, das mutmaßlich auf russische Ziele gerichtet war. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Nach Angaben des estnischen Brigadegenerals Riivo Valge sei die Drohne vor dem Abschuss visuell gesichtet und mit der ersten Rakete getroffen worden.

13.45 Uhr: Kriegsende – Merz setzt auf Chinas Einfluss

Bundeskanzler Friedrich Merz hofft darauf, dass Chinas Präsident Xi Jinping auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei dessen Besuch in China einwirkt, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Er erwarte "nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China", so Merz, aber er hoffe, dass Xi Putin überzeuge, dass er diesen Krieg nicht gewinnen könne, zumal er für Russland jeden Tag "hohe Verluste an Menschenleben" bedeute.

Im Audio: Putin besucht Xi in Peking

ARCHIV - 01.09.2025, China, Tianjin: Der russische Präsident Wladimir Putin (l) spricht mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping während eines Familienfotos auf dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ). (zu dpa: «Kreml kündigt Putin-Reise nach China an») Foto: Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Putin besucht Xi in Peking

13.10 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf russische Ölraffinerie

Die Ukraine hat nach Angaben ihres Generalstabs eine russische Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der Region Nischni Nowgorod angegriffen. Weiteres Ziel sei eine Ölpumpstation in der Region Jaroslawl gewesen. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt, teilt das Militär über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

12.50 Uhr: Russland führt Atomwaffen-Übung durch

Die russische Armee hat am Dienstag eine dreitägige Atomwaffenübung mit zehntausenden Soldaten begonnen. Die bis Donnerstag laufende Übung führten die Streitkräfte "zur Vorbereitung und zum Einsatz ihrer Atomwaffen für den Fall einer drohenden Aggression" aus, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

11.15 Uhr: Zwei Tote bei russischem Raketenangriff auf Nordukraine

Bei einem russischen Raketenangriff auf das Zentrum der Stadt Pryluky in der nordukrainischen Region Tschernihiw wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet. Mindestens 17 weitere seien verletzt worden, darunter ein Teenager, teilte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew sei ein Unternehmen getroffen worden. Zudem seien ein nahegelegenes Einkaufszentrum und ein Supermarkt beschädigt worden.

09.02 Uhr: Russland hält Großmanöver von Atomstreitkräften ab

Das russische Militär hält nach Angaben des Verteidigungsministeriums von heute an bis Donnerstag ein Manöver seiner Atomstreitkräfte ab. Die Personalstärke werde mehr als 64.000 betragen. Unter anderem soll den Angaben zufolge auf russischem Gebiet der Einsatz von ballistische Raketen und Marschflugkörpern geübt werden.

08.05 Uhr: Wadephul - Deutschland kann von "Know-How" der Ukraine lernen

Außenminister Johann Wadephul sieht das Krisenmanagement in der Ukraine angesichts russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur als Vorbild. "Erfolglos versucht Russland die Ukraine seit über vier Jahren in den Blackout zu treiben. Das Gegenteil ist seither eingetreten", sagte der CDU-Politiker vor einer internationalen Konferenz zur Energiesicherheit in Berlin laut gemeinsamer Mitteilung von Auswärtigem Amt und Bundeswirtschaftsministerium. Die Ukraine habe unter Druck eine beeindruckende Anpassungs- und Innovationsfähigkeit unter Beweis gestellt, sagte Wadephul. Deutschland könne vom Know-how und der Resilienz der Ukraine lernen, um die eigene kritische Energieinfrastruktur zu stärken.

08.03 Uhr: Ukraine und Russland melden wechselseitige umfangreiche Luftangriffe

Russland hat in der Nacht den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei wurden nach Angaben örtlicher Behörden Hafenanlagen beschädigt. Fast alle Flugkörper seien abgeschossen worden, es gebe keine Opfer. In der nordöstlichen Stadt Charkiw wurden zwei Menschen unter den Trümmern eines durch einen Drohnenangriff zerstörten Gebäudes vermutet. Zwei weitere Menschen seien gerettet worden, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Zudem wurden aus den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw und Saporischschja Angriffe gemeldet.

Auch die Ukraine startete mehrere Angriffe. In der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau, wo sich Anlagen zur Erdölverarbeitung befinden, brach Gouverneur Michail Jewrajew zufolge ein Feuer in einer Industrieanlage aus. Russische Behörden meldeten weitere Angriffe auf Moskau, die Ukraine grenzenden Region Kursk mit einem Todesopfer, Rostow und andere zentralrussische Gebiete.

06.22 Uhr: Putin zu Besuch in China erwartet

Der russische Staatschef Wladimir Putin wird heute zu einem zweitägigen Besuch in China erwartet. Bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping will sich Putin nach Kreml-Angaben über "wichtige internationale und regionale Fragen" austauschen. Nach Angaben Moskaus plant Putin auch ein Treffen mit Chinas Regierungschef Li Qiang, bei dem die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit im Fokus stehen soll. Putin besucht die Volksrepublik wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump, der am Donnerstag und Freitag zu einem Gipfeltreffen mit Xi in Peking zusammengekommen war.

06.19 Uhr: Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf mehrere Regionen

Mehrere russische Regionen sind in der Nacht nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. In der nordöstlich von Moskau gelegenen Region Jaroslawl warnte Gouverneur Michail Jewrajew Autofahrer über den Kurznachrichtendienst Telegram davor, in Richtung der Hauptstadt zu fahren. Sie sollten stattdessen alternative Routen nutzen. Auch die Region Rostow am Don wurde dem dortigen Gouverneur zufolge mit Drohnen angegriffen.

05.00 Uhr: Botschafter - Ukraine bekommt aus Deutschland "mehr Militärhilfe als je zuvor"

Die Ukraine bekommt aus Deutschland nach den Worten des ukrainischen Botschafters Oleksii Makeiev "mehr Militärhilfe als je zuvor". Zwar würden die Details der deutschen Unterstützung für die Ukraine nicht mehr öffentlich kommuniziert, doch habe die neue Bundesregierung diese "quantitativ wie qualitativ erhöht", sagte Makeiev dem "Tagesspiegel".

02.30 Uhr: Russland meldet Drohne mit Ziel Moskau

Russland hat nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin eine Drohne auf dem Weg in die Hauptstadt abgefangen. Rettungskräfte seien in dem Gebiet im Einsatz, in dem das Fluggerät abgestürzt sei, teilte Sobjanin über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Dienstag, 19. Mai 2026

Zum Video: Ukraine und Russland melden gegenseitige Angriffe

Der weißrussische Präsident Lukaschenko und der russische Präsident Putin kommen zur Militärparade zum Tag des Sieges.
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Der weißrussische Präsident Lukaschenko und der russische Präsident Putin kommen zur Militärparade zum Tag des Sieges.

22.53 Uhr: Rosatom-Chef – Lage an AKW Saporischschja droht unumkehrbar zu werden

Die Lage am russisch besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja nähert sich nach den Worten des Chefs der russischen Atombehörde Rosatom einem "Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt". Wegen zunehmender ukrainischer Angriffe rücke dieser Moment immer näher, zitieren russische Medien Alexej Lichatschow. Ganz Europa müsse sich nun um eine Deeskalation bemühen, da dies ein Spiel mit dem Feuer und vor allem für osteuropäische Länder eine Gefahr sei. Die von Russland eingesetzte Leitung des größten europäischen Kernkraftwerks teilt mit, ukrainische Streitkräfte hätten die Anlage den dritten Tag in Folge unter Beschuss genommen. Bei dem jüngsten Drohnenangriff seien jedoch keine Schäden entstanden, der Betrieb laufe normal weiter.

22.00 Uhr: USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Die USA lockern ihre Sanktionen auf russisches Öl für weitere 30 Tage. US-Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, die Verlängerung werde den Rohölmarkt stabilisieren und sicherstellen, dass das Öl die Länder erreiche, die mit Blick auf Energie am stärksten gefährdet seien. Konkret bezieht sich die befristete Ausnahmeregelung auf russisches Öl, das sich aktuell bereits auf Tankern auf Meeren befindet. 

Damit lockern die USA angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise ein weiteres Mal für einige Wochen Sanktionen auf russisches Öl – es ist inzwischen das dritte Mal. Zunächst hatten die USA am Wochenende eine entsprechende Ausnahmeregelung noch auslaufen lassen. Kritiker hatten bemängelt, Russland werde dadurch finanziell gestärkt.

17.00 Uhr: Ukraine kritisiert Atomwaffenübung in Belarus

Die Ukraine übt scharfe Kritik an den Atomwaffenübungen in ihrem Nachbarland Belarus, das mit Russland verbündet ist. Die Stationierung taktischer Atomwaffen in dem Land sei eine "beispiellose Herausforderung" für die globale Sicherheit, erklärt das Außenministerium in Kiew. "Indem der Kreml Belarus zu seinem nuklearen Aufmarschgebiet an den Grenzen der Nato macht, legitimiert er de facto die weltweite Verbreitung von Atomwaffen und schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für andere autoritäre Regime." Die Regierung in Kiew fordert ihre westlichen Verbündeten zudem auf, die Sanktionen gegen Moskau und Minsk zu verschärfen. Solche Handlungen müssten von allen Staaten, die das Regime zur Nichtverbreitung von Atomwaffen respektieren, unmissverständlich und entschlossen verurteilt werden.

14.40 Uhr: Russland will laut Selenskyj mit Hilfe von US-Firmen Krim-Getreide exportieren

Die Ukraine hat Russland vorgeworfen, unter Beteiligung von US-Unternehmen Getreide von der besetzten Halbinsel Krim exportieren zu wollen. Man habe Versuche registriert, den Export von Getreide von der Krim zu organisieren, "und bedauerlicherweise auch andere Formen der wirtschaftlichen Ausbeutung der Halbinsel, an denen US-Unternehmen beteiligt sind", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X.

Zudem versuche die russische Regierung nach ukrainischen Angaben, Investitionen aus "demokratischen Ländern" für russische Öl- und Gasprojekte in der Arktis zu gewinnen.

12.02 Uhr: Russische Drohnen treffen laut Ukraine drei Frachter im Schwarzen Meer

Bei russischen Angriffen in der Schwarzmeerregion Odessa sind nach ukrainischen Angaben drei Frachtschiffe getroffen worden. Darunter befinde sich auch ein Schiff in chinesischem Besitz, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag auf der Plattform X. Die ukrainische Marine teilte mit, die "KSL Deyang" sei im Schwarzen Meer von einer russischen Drohne getroffen worden. Das Schiff werde von einer chinesischen Besatzung betrieben und fahre unter der Flagge der Marshallinseln. Einem Insider zufolge gab es keine Verletzten.

Nach Angaben der mit dem Vorfall vertrauten Person wurde das Schiff nicht schwer beschädigt. Die Besatzung habe den durch den Einschlag ausgelösten Brand selbst gelöscht. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe der Frachter keine Ladung an Bord gehabt. Das Schiff sei auf dem Weg in einen ukrainischen Hafen gewesen, um dort Eisenerzkonzentrat aufzunehmen.

Auch die beiden anderen getroffenen Schiffe waren den ukrainischen Angaben zufolge auf dem Weg zu Schwarzmeerhäfen in der Region Odessa. Einer der Frachter fuhr unter der Flagge von Guinea-Bissau, ein weiterer unter panamaischer Flagge. Letzterer habe Kurs auf den Hafen Tschornomorsk genommen, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Das Schiff sei beschädigt worden und in Brand geraten. Die Besatzung habe das Feuer jedoch löschen können, verletzt worden sei niemand. Der Frachter habe seine Fahrt anschließend fortgesetzt.

10.45 Uhr: Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Belgorod

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Region Belgorod sind am Montag nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden. Die an die Ukraine grenzende Region gerät seit Beginn des russischen Angriffskriegs immer wieder unter ukrainischen Beschuss.

10.07 Uhr: Mehr als 30 Verletzte nach nächtlichen russischen Angriffen

Bei den massiven nächtlichen russischen Angriffen sind in der Ukraine nach Behördenangaben mehr als 30 Menschen verletzt worden. Der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha sprach am Montag von 26 Menschen Verletzten in der Industriestadt Dnipro. Die russischen Streitkräfte griffen ihm zufolge sechs Bezirke der Region "mit Raketen, Drohnen, Artillerie und Fliegerbomben" an. Fünf weitere Verletzte wurden aus den Städten Odessa, Cherson und Saporischschja gemeldet.

Der Bürgermeister von Dnipro veröffentlichte in den Onlinenetzwerken Bilder, die zersplitterte Fensterscheiben von Wohnhäusern zeigten. Die ukrainische Luftwaffe konnte nach eigenen Angaben die meisten der 546 gestarteten Drohnen, aber nur vier von 22 abgefeuerten Raketen mittlerer Reichweite abfangen. 

09.50 Uhr: Belarus - Militärübung mit russischen Atomwaffen

Belarus trainiert nach eigenen Angaben den Einsatz der auf seinem Staatsgebiet stationierten russischen Atomwaffen. Ziel der Übung sei es, den Ausbildungsstand des Personals zu verbessern und die Einsatzbereitschaft der Luftlandetruppen zu testen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Das Training richte sich nicht gegen andere Staaten und stelle keine Sicherheitsbedrohung für die Region dar. Geprobt werden solle auch die Organisation von Kampfeinsätzen aus nicht im Voraus geplanten Gebieten, heißt es weiter. Mehr Details werden zunächst nicht bekannt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass die Regierung in Moskau die Kontrolle über die in Belarus stationierten Atomwaffen behält.

08.43 Uhr: Russische Drohne trifft chinesischen Frachter vor Odessa

Eine russische Drohne hat einem Insider zufolge vor der Schwarzmeerküste der Ukraine ein chinesisches Frachtschiff getroffen. Bei dem Angriff auf die unter der Flagge der Marshallinseln fahrende "KSL Deyang" habe es keine Verletzten gegeben, sagt die mit dem Vorfall vertraute Person. Das Schiff sei nicht nennenswert beschädigt worden. Die Besatzung habe das durch den Einschlag ausgelöste Feuer selbst gelöscht. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe der Frachter keine Ladung an Bord gehabt. Er sei auf dem Weg in den ukrainischen Hafen Piwdenne in der Region Odessa gewesen, um dort Eisenerzkonzentrat zu laden.

03.35 Uhr: Mehrere Verletzte bei russischen Angriffen auf Odessa und Dnipro

Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die ukrainischen Städte Odessa und Dnipro wurden nach Behördenangaben mehrere Menschen verletzt. In der Hafenstadt Odessa trafen Drohnen Wohngebäude, eine Schule und einen Kindergarten, wie der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram mitteilt. Dabei wurden ein elfjähriger Junge und ein 59-jähriger Mann verletzt. In der südöstlichen Stadt Dnipro wurden durch Raketenangriffe drei Menschen verletzt, erklärt der dortige Gouverneur Oleksandr Hanscha.

01.45 Uhr: Russland meldet Abschuss von über 3.000 ukrainischen Drohnen in einer Woche

Russland meldet einem Agenturbericht zufolge die Zerstörung von mindestens 3124 ukrainischen Drohnen innerhalb der vergangenen Woche. Die staatliche Nachrichtenagentur RIA beruft sich dabei auf Daten des Verteidigungsministeriums. Die meisten Drohnen seien am 13. und 17. Mai mit 572 beziehungsweise 1054 Einheiten abgeschossen worden, vor allem über dem europäischen Teil Russlands. Bei dem größten ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt seit mehr als einem Jahr kamen örtlichen Behörden zufolge mindestens vier Menschen ums Leben, drei davon in der Region Moskau.

01.20 Uhr: Wohngebäude in Odessa bei Drohnenangriff getroffen

Bei einem Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wohngebäude getroffen. Informationen über mögliche Opfer und Schäden lägen zunächst nicht vor, teilt Gouverneur Oleh Kiper über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Montag, 18. Mai 2026

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