Feuer in Kiew nach russischen Raketenangriffen
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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 24 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 24 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 8. bis 14. Juni im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.33 Uhr: Britische Armee stoppt Schattenflotte-Tanker

Das britische Militär hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten russischen Schattenflotte gestoppt, der den Ärmelkanal passieren wollte. Er habe die Streitkräfte am frühen Morgen angewiesen, das Schiff abzufangen, teilte der Regierungschef auf der Plattform X mit.

Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen zu umgehen. Nach britischen Angaben handelt es sich um mehr als 700 Schiffe.

Video: Britische Armee stoppt Schattenflotte-Tanker

Großbritannien hat laut Premierminister Starmer einen Öltanker der Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren.
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Großbritannien hat laut Premierminister Starmer einen Öltanker der Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren.

18.45 Uhr: Selenskyj und Trump beraten über Friedensverhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump haben in einem Telefonat über den Krieg, Diplomatie und Friedensverhandlungen beraten. Selenskyj habe das etwa halbstündige Gespräch auch genutzt, um Trump zu dessen 80. Geburtstag zu gratulieren, teilt der ukrainische Präsidialberater Dmytro Lytwyn mit.

Selenskyj will am Rande des G7-Treffens im französischen Evian mit US-Präsident Donald Trump über die russische Invasion und die Bemühungen um eine Ende des Krieges sprechen.

18.16 Uhr: Putin gratuliert Trump zum 80. Geburtstag

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem US-amerikanischen Kollegen Donald Trump in einem Telefonat zum 80. Geburtstag gratuliert. Trump sei dabei erneut für eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Ukraine eingetreten, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Juri Uschakow. In dem Gespräch seien zudem der Iran-Krieg und die bilateralen Beziehungen besprochen worden.

16.03 Uhr: Russische Drohne tötet 73-Jährige nahe Saporischschja

In der Südostukraine ist eine 73-jährige Frau durch eine ferngesteuerte russische Drohne getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Auto beim Dorf Bilenke verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Alle Insassen waren demnach über 70 Jahre. Bilenke liegt unweit des Westufers des Flusses Dnipro, der in dieser Region ukrainische und russische Truppen voneinander trennt.

12.55 Uhr: Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in Orjol, im Südwesten Russlands ist nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Der Gouverneur der Region Orjol, Andrej Klytschkow, teilte am Sonntag mit, neun weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Wohngebäude in der gleichnamigen Regionalhauptstadt verletzt worden.

09.30 Uhr: Russland meldet Drohnenangriff nördlich von Moskau

Der Gouverneur der nördlich von Moskau gelegenen russischen Region Jaroslawl meldet einen massiven ukrainischen Drohnenangriff. Ein Treibstofflager sei getroffen worden. Das habe einen Brand ausgelöst. Es gebe keine Opfer, teilt Gouverneur Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Einsatzkräfte seien vor Ort, um das Feuer zu löschen.

06.45 Uhr: Letzte Vorbereitungen für den G7-Gipfel in Evian

Die Gästeliste ist lang, das Programm umfangreich, doch aus Rücksicht auf US-Präsident Donald Trump hat es einige thematische Lücken - etwa den Klimawandel. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hofft als Gastgeber des am Montag in Evian beginnenden Treffens darauf, dass die Vertreter der sieben G7-Staaten und der fünf Gaststaaten zumindest gemeinsame Abschlusserklärungen zustande bringen. Wichtigste Punkte: der Irankrieg und der Ukrainekrieg.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommt gestärkt nach Evian: Die Ukraine hat zuletzt mehr Gebiete zurückerobert als verloren und greift mit ihren Drohnen immer tiefer im russischen Landesinneren an. Bei einer Arbeitssitzung der G7 am Dienstag werden sich Trump und Selenskyj persönlich treffen - das bestätigte am Samstag die US-Seite. Beim G7-Treffen in Kanada 2025 war ein Treffen wegen Trumps vorzeitiger Abreise gescheitert. Der ukrainische Präsident dürfte versuchen, zusätzliche Luftabwehr und Unterstützung bei der Reparatur der Energie-Infrastruktur zu organisieren. Die Europäer werden Trump voraussichtlich nahelegen, die Verhandlungen mit Russland voranzutreiben.

Archivbild: Akw Saporischschja
Bildrechte: picture alliance / AA | Ercin Erturk
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Akw Saporischschja wieder am Netz

Sonntag, 14. Juni 2026

22.18 Uhr: Selenskyj kündigt Reisen zu Gipfeln von G7, EU und Nato an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die kommenden Wochen intensive Gespräche mit den Partnerstaaten auf mehreren Gipfeltreffen angekündigt. Es gehe um neue Sanktionen gegen den Kriegsgegner Russland, mehr Unterstützung für die Ukraine und dabei besonders Flugabwehr und weitreichende Waffen, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew hofft zudem auf Fortschritte beim Abschluss von Abkommen, die Investitionen in die ukrainische Drohnenproduktion gegen die Lieferung fertiger Drohnen vorsehen.

Ausdrücklich nannte er dabei das Treffen der wirtschaftsstarken G7-Staaten in Frankreich zu Beginn der Woche und im Anschluss den EU-Gipfel in Brüssel. Zudem führte Selenskyj den Nato-Gipfel in der zweiten Juliwoche in der Türkei an.

19.30 Uhr: Akw Saporischschja wieder am Netz

Fast drei Tage nach einem Verlust der externen Stromversorgung durch einen Angriff ist das russisch kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine wieder ans Netz gegangen. Der Strom sei nach Reparaturen an einer Notstromleitung während einer lokalen Feuerpause wiederhergestellt worden, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien am Samstag im Onlinedienst X.

Der mittlerweile 19. Verlust der externen Stromversorgung des Kraftwerks seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 war am Mittwoch durch einen Angriff auf ein Umspannwerk ausgelöst worden. Während des Ausfalls der externen Stromversorgung musste das Akw der IAEA zufolge auf Notstromdieselgeneratoren zurückgreifen, um die Kühlung seiner Reaktoren aufrechtzuerhalten.

"Mit einer Dauer von fast drei Tagen war dies einer der längsten derartigen Stromausfälle an der Anlage und unterstreicht die extreme Fragilität des Stromnetzes", erklärte die IAEA. Es sei kein Austritt von Radioaktivität festgestellt worden und die Strahlungswerte seien normal geblieben.

17.28 Uhr: Trump plant Arbeitssitzung mit Selenskyj bei G7-Gipfel

US-Präsident Donald Trump nimmt beim G7-Gipfel in Frankreich an einer Arbeitssitzung mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teil. Ein bilaterales Treffen der beiden ist nach Angaben von hochrangigen Vertretern der US-Regierung zwar nicht geplant, sie könnten jedoch am Rande des Gipfels zusammenkommen. Zudem trifft sich Trump den Angaben zufolge separat mit den Staats- und Regierungschefs von Ägypten, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Indien.

16.14 Uhr: BSW-Europaabgeordnete zu Gast in Russland

Die für das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in das Europaparlament gewählten Abgeordneten Ruth Firmenich und Michael von der Schulenburg haben nach eigenen Angaben eine mehrtägige Moskaureise unternommen. "Wir hatten in Moskau die Gelegenheit, hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kultur zu treffen", erklärten sie am Samstag. Demnach sprachen sie unter anderem mit Präsidentenberatern, Regierungsvertretern und Journalisten.

Namentlich nennen die beiden Abgeordneten etwa die Berater von Russlands Präsident Wladimir Putin, Anton Kobiakow und Sergej Karaganow. Auch Andrej Klimow, Mitglied der russischen Föderation und Vertreter der Regierungspartei Einiges Russland, hätten sie getroffen. Karaganow und Klimow stehen im Kontext des russischen Angriffes auf die Ukraine auf Sanktionslisten der EU.

"Ziel unserer Reise war, uns einen Eindruck zu verschaffen, ob und inwieweit es möglich sein könnte, neue Gesprächsformate zwischen Deutschland und Russland zu eröffnen", führten Firmenich und von der Schulenburg aus. Zuletzt hatten Russlandreisen von AfD-Bundestagsabgeordneten für Kritik gesorgt.

15.29 Uhr: Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland

Im Süden Russlands ist bei Drohnenbeschuss aus der Ukraine nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. "Ukrainische Drohnen haben den Bezirk Temrjuk angegriffen", erklärte der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, am Samstag in Onlinedienst Telegram. Die russische Armee schoss nach eigenen Angaben in der Nacht zum Samstag 177 ukrainische Drohnen ab. In der Ukraine wiederum wurden der UNO zufolge im Mai so viele Zivilisten getötet und verletzt wie zuletzt im April 2022.

12.25 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf Ölanlage in Russland

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Ölverarbeitungs- und Pumpanlage in der Nähe des Orts Kotowo in der russischen Region Wolgograd angegriffen. Dadurch sei ein Feuer ausgebrochen, teilt der ukrainische Generalstab auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

11.36 Uhr: Schwedische Armee fängt zwei russische Kampfjets über der Ostsee ab

Die schwedische Armee hat eigenen Angaben zufolge an zwei Orten jeweils zwei Kampfflugzeuge vom Typ JAS 39 Gripen aufsteigen lassen, um zwei russische Kampfjets abzufangen, die über der Ostsee in die Nähe des schwedischen Luftraums geflogen waren. Die beiden Vorfälle ereigneten sich am Freitag im südlichen und nördlichen Teil der Ostsee, wie die Armee am Samstag bekannt gab.

Auch Kampfflugzeuge der Nato seien gestartet, "um die Sicherheit im gemeinsamen Luftraum zu gewährleisten", hieß es weiter.

Der schwedische Luftraum wurde nach den Angaben der Armee durch die russischen Jets nicht verletzt. "Die russischen Vorfälle sind ernst und stellen ein wiederkehrendes Verhaltensmuster dar, das sowohl unsere territoriale Integrität als auch unsere Sicherheit bedroht", hieß es weiter.

08.55 Uhr: Russland - Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Hafenanlage

Im südrussischen Temrjuk ist nach Angaben der Regionalregierung ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hafenterminal getötet worden. Zudem sei in der Anlage in der Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen, teilt Gouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram mit. Auch die Behörden der Region Wolgograd melden einen Angriff: In einem Industriegebiet im Bezirk Kotowo sei deswegen ein Brand ausgebrochen.

02.20 Uhr: Russland meldet Abschuss von 185 ukrainischen Drohnen - ein Toter

Russland ist am Freitag Ziel eines massiven ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 185 unbemannten Fluggeräten innerhalb von zwölf Stunden. Diese seien über rund einem Dutzend Regionen abgefangen worden, vor allem in Zentralrussland. In der Region Brjansk kam nach Angaben des dortigen Gouverneurs in einem grenznahen Dorf ein Mensch ums Leben. Eine weitere Person sei verletzt worden, teilte Jegor Kowaltschuk mit. Dem regionalen Einsatzstab zufolge wurden allein in der Region Brjansk 62 Drohnen zerstört.

Auch die Hauptstadt Moskau wurde offenbar angegriffen. Mehrere auf die Metropole zusteuernde Drohnen seien abgewehrt worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Kurznachrichtendienst Telegram. Fachleute untersuchten die Trümmerteile an den Absturzstellen. Nach einer Auswertung russischer Nachrichtenagenturen wurden in Moskau 27 Drohnen zerstört.

Samstag, 13. Juni 2026

22.57 Uhr: EU-Botschafter machen Weg für Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau frei

Die Europäische Union treibt die Aufnahme der Ukraine und Moldaus voran. Die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten einigten sich am Freitag in Brüssel darauf, die nächste Phase der Beitrittsgespräche mit beiden Ländern einzuleiten. Die erste Verhandlungsrunde soll am Montag beginnen. Für die Ukraine ist die EU-Mitgliedschaft ein zentrales strategisches Ziel, um das Land trotz der anhaltenden russischen Invasion in der politischen Mitte Europas zu verankern.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte der EU auf Telegram für einen "starken Schritt für Europa" und gratulierte dem Nachbarland Moldau. "Die Ukraine tut, was nötig ist, und es ist wichtig, dass auch die EU ihr Wort hält", erklärte er. Die Eröffnung des ersten Verhandlungskapitels sei eine bedeutende politische und moralische Unterstützung für sein Land. Moldaus Präsidentin Maia Sandu sagte dem heimischen Fernsehen zufolge in einem Gespräch mit EU-Ratschef Antonio Costa, ihr Land habe die notwendige Arbeit geleistet und werde die Reformen weiter umsetzen.

Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem großen Schritt nach vorn. Auf der ersten Regierungskonferenz am Montag werde der Themenblock zu den Grundrechten eröffnet, der das Rückgrat des Beitrittsprozesses bilde. Die Entscheidung sei eine Anerkennung für die Entschlossenheit und großen Anstrengungen beider Länder bei der Umsetzung von Reformen trotz immenser Herausforderungen.

22.43 Uhr: IWF bereit für weitere millionenschwere Hilfskredite für Ukraine

Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist bereit, der Ukraine im Rahmen seines Hilfsprogramms eine weitere Tranche in Höhe von 690 Millionen Dollar (umgerechnet 596 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen. Die Zahlung könne aber erst nach einer formellen Genehmigung des IWF-Vorstands fließen, gab der Währungsfonds am Freitag bekannt. Der Mitteilung zufolge werden sich die seit Jahresbeginn an die Ukraine gezahlten Hilfen damit auf 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) erhöhen. Das Programm des in Washington ansässigen IWF ist auf vier Jahre angelegt. 

Als Gegenleistung für die Kredite hatte der IWF Strukturreformen mit der Ukraine vereinbart. Diese seien jedoch nicht fristgerecht umgesetzt worden. Vertreter des IWF hätten sich mit den ukrainischen Behörden deshalb auf einen überarbeiteten Zeitplan geeinigt. Die "jüngsten Korruptionsfälle" zeigten die Notwendigkeit von Reformen "öffentlicher Unternehmen und Banken", hieß es weiter. Die wirtschaftliche Lage der Ukraine beurteilte der IWF dagegen düster. Demnach "bleiben die Aussichten ungewiss, da der Krieg weiterhin eine große Belastung ist", erklärte der IWF.

22.15 Uhr: UN - So viele Zivilopfer wie noch nie

In der Ukraine hat es seit Beginn des Krieges im April 2022 innerhalb eines Monats noch nie so viele getötete Zivilisten gegeben. Das haben die Vereinten Nationen festgestellt. Im Mai seien mindestens 274 Menschen getötet und weitere 1.763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.

Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen. Noch nie seit Kriegsbeginn seien damit so viele Menschen in einem Monat getötet (64) und verletzt (539) worden wie im Mai.

21.45 Uhr: Kiew beendet Schutzstatus für russische Sprache

Die russische Sprache verliert qua Gesetz ihren bisherigen Schutzstatus. "Die Sprache eines Aggressorstaates kann nicht von Schutzinstrumenten profitieren, die indigenen Völkern oder nationalen Minderheiten helfen sollen", erklärte der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk im Onlinedienst Facebook. Der Schritt sei "eine wichtige Entscheidung, um den ukrainischen Sprachraum zu schützen", fügte er hinzu. 

Mit der Neuregelung dürfen die Menschen in der Ukraine weiter russisch sprechen, allerdings müssen die Behörden jetzt nicht mehr Informationen oder Dienstleistungen auch auf Russisch anbieten. Außerdem kann der Russisch-Unterricht an Schulen eingeschränkt werden. Vor Beginn des Krieges gab fast ein Drittel der Ukrainer Russisch als Muttersprache an. Umfragen zufolge ist mit dem Krieg der Anteil Russisch sprechender Ukrainer zurückgegangen.

19.35 Uhr: EU-Beitritt - Startschuss für Verhandlungen mit Ukraine und Moldau

Die EU wird am Montag die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau beginnen. Wie die derzeitige zyprische Ratspräsidentschaft mitteilte, haben die Mitgliedstaaten nach dem Ende der ungarischen Blockade einen gemeinsamen Standpunkt zum ersten Verhandlungsabschnitt vereinbart und damit die notwendigen Vorbereitungen abgeschlossen.

18.23 Uhr: EU-Vertreter - China hat russische Soldaten vor Einsatz in der Ukraine ausgebildet

Ein EU-Vertreter hat Medienberichte bestätigt, wonach China russische Soldaten vor ihrem Einsatz im Ukraine-Krieg ausgebildet hat. "Die Ausbildung russischer Soldaten durch die Chinesen ist von unseren Diensten bestätigt worden", teilte der EU-Vertreter, der anonym bleiben wollte, mit. An den Ausbildungsprogrammen an mehreren Orten in China hätten "hunderte" russische Soldaten teilgenommen, von denen "einige" anschließend in der Ukraine eingesetzt worden seien.

Im Mai hatte die "Welt" berichtet, China bilde verdeckt russisches Personal für den Krieg in der Ukraine aus. Ende 2025 habe die Volksbefreiungsarmee Ausbildungsprogramme für mehrere hundert russische Soldaten an Standorten in China angeboten, so die Zeitung unter Berufung auf europäische Nachrichtendienste. Die Programme hätten sich auf "den Einsatz von unbemannten Systemen, elektronische Gegenmaßnahmen gegen Drohnen sowie moderne Gefechtssimulationen" konzentriert.

18.14 Uhr: Putin - Mehr als 700.000 Soldaten im Ukraine-Einsatz

Die russische Armee hat nach Angaben von Kremlchef Wladimir Putin mehr als 700.000 Soldaten im Einsatz in der Ukraine. Das sagte er bei einem Gespräch mit Soldaten im Kreml anlässlich des Nationalfeiertags. Putin gab sich weiter siegesgewiss, "Schritt für Schritt, nicht so schnell wie wir gern würden, aber wir schreiten trotzdem voran, wir schreiten jeden Tag voran", sagte er. 

Die Soldaten sprachen wiederholt über Probleme durch Drohnen, die das ukrainische Militär einsetze und dafür auch das Satellitenkommunikationsnetz Starlink nutze. Putin räumte ein, dass die Ukraine den Einsatz von Drohnen verstärkt habe, um die russische Gesellschaft zu spalten und wirtschaftlichen Schaden zuzufügen. Doch das gelinge nicht. Russland entwickle derzeit Drohnen mit künstlicher Intelligenz und ein eigenes Satellitennetz in niedriger Umlaufbahn.

16.50 Uhr: Ukrainisches Verteidigungsministerium kündigt Solderhöhungen an

Vor dem Hintergrund eines Soldatenmangels hat nach Präsident Wolodymyr Selenskyj auch das ukrainische Verteidigungsministerium deutliche Solderhöhungen für Armeeangehörige angekündigt. "Die ukrainischen Infanteristen werden zu den bestbezahlten Militärspezialisten in der Welt", kündigte das Ministerium in einem Video an. Im Schnitt sollen ukrainische Fußsoldaten umgerechnet rund 5.800 Euro erhalten. Der Höchstsatz für Fronteinsätze soll auf fast 8.900 Euro monatlich angehoben werden. Der Einstiegssold für alle Soldaten soll um 50 Prozent auf knapp 580 Euro steigen. 

Selenskyj hatte bereits Anfang Mai eine Armeereform mit erheblichen Soldanhebungen versprochen. Nun bekräftigte er diese Absicht: "Die Ressourcen sind für eine Erhöhung der Zahlungen in der Armee vorhanden." Das Ministerium will den Militärdienst zudem mit befristeten Verträgen von höchstens zwei Jahren und einer anschließenden Rückstellung von mindestens sechs Monaten attraktiver machen. Fahnenflüchtige sollen per Strafbefreiung zurückgeholt werden.

15.42 Uhr: Schwedische Abgeordnete warnen vor russischem Angriff auf ihr Land

Verteidigungspolitiker in Schweden warnen vor russischen Militärangriffen auf das skandinavische Land oder andere Nato-Staaten schon in der näheren Zukunft. "Ein bewaffneter Angriff auf Schweden oder andere Verbündete kann nicht ausgeschlossen werden", konstatiert der Verteidigungsausschuss des schwedischen Parlaments in einem jetzt veröffentlichten Bericht. 

Solche "militärischen Vorstöße" könne Moskau etwa ausführen, um den Zusammenhalt der Nato und die "Glaubwürdigkeit" der Beistandsverpflichtung gemäß Artikel 5 zu testen, hieß es. Die Verteidigungspolitiker warnten, dass russische Angriffe bereits "in der relativ nahen Zukunft stattfinden könnten, wenn die politische Lage vom Kreml als günstig eingeschätzt wird". In Artikel 5 des Nato-Vertrags wird der sogenannte Bündnisfall definiert: Demnach ist ein Angriff auf eines der Mitgliedsländer als Angriff auf die Allianz zu betrachten.

14.26 Uhr: Insider - Ukraine will weitere 20 Milliarden Dollar an Militärhilfe

Die Ukraine strebt einem Insider zufolge weitere 20 Milliarden Dollar Militärhilfe von ihren Verbündeten an. Die Anfrage solle am kommenden Donnerstag bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im sogenannten Ramstein-Format gestellt werden, sagte der ukrainische Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Mit dem Geld wolle Kiew seinen derzeitigen Vorteil auf dem Schlachtfeld festigen.

Die russischen Vorstöße sind im vergangenen Monat praktisch zum Erliegen gekommen. Grund dafür sind ukrainische Drohnenangriffe. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, sagte, Ziel sei es, Russland mit Drohnenangriffen auf Versorgungslinien zum Rückzug zu zwingen. Kiew benötige dafür jedoch die finanziellen Mittel. Präsident Selenskyj hatte im vergangenen Monat erklärt, er wolle die verbesserte Lage nutzen, um noch vor dem Winter Friedensgespräche aufzunehmen. Wladimir Putin sagte jedoch, seine Streitkräfte rückten weiter vor, er sehe keine Notwendigkeit für Gespräche.

13.35 Uhr: Berlin sieht im Ukraine-Krieg ein "Fenster für Diplomatie"

Vor dem Gipfel sieben großer Industriestaaten (G7) hat die Bundesregierung die Hoffnung geäußert, dass der Verhandlungsprozess für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg wieder in Gang kommen könnte. "Hier kann sich erstmals langsam ein Fenster für Diplomatie öffnen", sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter in Berlin. Er äußere dies allerdings "mit gebotener Vorsicht", weil eine Reihe von Faktoren eine Rolle spielten. An dem G7-Gipfeltreffen ab Montag im französischen Evian sollen auch US-Präsident Trump und der ukrainische Präsident Selenskyj teilnehmen.

Der deutsche Regierungsvertreter verwies darauf, dass sich die Dynamik des Konflikts "in den letzten Wochen verändert" habe. "Die Ukraine ist heute in einer neuen Position der Stärke", sagte er und sah dies auch als Folge der deutschen und europäischen Unterstützung: "Russland kann militärisch nicht siegen. Seine Wirtschaft ist angeschlagen." Daraus könnten sich neue Möglichkeiten für Verhandlungen ergeben.

13.04 Uhr: Ukraine fliegt Angriffe in russischer Region Tatarstan - offenbar vier Verletzte

Die Ukraine hat Ziele in der weit von ihren Grenzen entfernt liegenden russischen Region Tatarstan mit Drohnen angegriffen. Dabei sei in der Industriestadt Nischnekamsk ein Wohngebäude getroffen worden, teilte der Bürgermeister Radmir Beljajew auf Telegram mit. Demnach wurden bei dem Beschuss vier Menschen verletzt. Tatarstan liegt mehr als 1.500 Kilometer von der Ukraine entfernt.

Die geplanten öffentlichen Veranstaltungen zum Nationalfeiertag "Tag Russlands" wurden in Nischnekamsk laut Beljajew "aus Sicherheitsgründen" abgesagt. Die ukrainische Armee teilte mit, sie habe eine Ölraffinerie in Tatarstan angegriffen sowie eine Fabrik zur Herstellung von synthetischem Gummi, das für ballistische Raketen verwendet wird. 

12.40 Uhr: Ukrainische Luftwaffe warnt vor russischem Oreschnik-Einsatz

Die ukrainische Luftwaffe hat die Bevölkerung vor einem erneuten Einsatz der russischen ballistischen Mittelstreckenrakete Oreschnik gewarnt. Innerhalb von 24 Stunden gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit für den Start einer solchen Rakete vom Testgelände Kapustin Jar im russischen Gebiet Astrachan, teilte die Luftwaffe in sozialen Netzwerken mit, Luftalarme sollten ernst genommen werden. Am Donnerstag hatte das ukrainische Militär bereits für knapp 14 Minuten landesweiten ballistischen Raketenalarm ausgerufen, ein Angriff blieb jedoch aus.

Russland hat die experimentelle Rakete nach übereinstimmenden Berichten seit 2024 bereits dreimal gegen die Ukraine eingesetzt. Bei den Einsätzen auf Ziele in Dnipro, im Gebiet Lwiw und in Bila Zerkwa bei Kiew habe die Rakete aber keine scharfen Gefechtsköpfe getragen. Mit einer geschätzten Reichweite bis zu 6.000 Kilometern kann die atomwaffenfähige Oreschnik mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit selbst Ziele in Westeuropa innerhalb von Minuten erreichen. Kiew verfügt über kein Mittel zur Abwehr.

12.18 Uhr: Pistorius - Deutschland kann von Leistungsfähigkeit der Ukraine lernen

Deutschland kann nach Auffassung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) von der Leistungsfähigkeit der Ukraine im Krieg gegen Russland lernen. "Die Erfahrungen der Ukraine auf dem Gefechtsfeld sind für uns von allerhöchstem Wert", sagte Pistorius bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA). Als Beispiele nannte er Einsatz und Abwehr von Drohnen sowie elektronische Kriegsführung, Deutschland könne davon lernen, sagte Pistorius. Innerhalb weniger Wochen seien "technologische Sprünge" sichtbar, "mit denen wir umgehen müssen und auf die wir uns einstellen müssen". 

Bei seinem jüngsten Besuch vor Ort habe er gesehen, wie die ukrainischen Streitkräfte mit Drohnen umgingen, "wir orientieren uns daran". Der diesbezügliche Datenaustausch werde intensiviert, "um ganz konkret aus dem zu lernen, was dort passiert".  Pistorius kündigte an, dass "bereits sehr erfolgreiche Joint-Venture-Bemühungen" verstärkt werden sollen. Die Kooperation mit der ukrainischen Rüstungsindustrie werde dazu führen, "dass das westliche Geld in der Ukraine eingesetzt wird für eine deutlich steigende Produktion". 

11.00 Uhr: Ukraine setzt Luftangriffe auf Krim fort

Die ukrainische Armee hat mit ihren Drohnen mehrere Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Danach wurde am Kraftwerk von Simferopol ein großer Brand beobachtet, wie der proukrainische Telegramkanal "Krymskij Weter" berichtete. Am russischen Luftwaffenstützpunkt Saki gab es demnach Flugabwehrfeuer. Explosionen seien auch in anderen Teilen der Halbinsel zu hören gewesen.

Taktik der ukrainischen Armee war es in den vergangenen Wochen, die Krim zu isolieren und den russischen Nachschub zu stören. In der ablaufenden Woche seien alle drei Straßenverbindungen von der Südukraine auf die Halbinsel gestört worden, schrieb das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW). Für die Bewohner der Krim ist Treibstoff mittlerweile auch mit Bezugsscheinen kaum noch zu bekommen. Da von der Krim viele zum Tanken über die Kertsch-Brücke ins anliegende russische Gebiet Krasnodar fahren, kam es auch dort Medienberichten zufolge bereits zu Engpässen bei der Kraftstoffversorgung.

07.03 Uhr: USA wollen Jets und Kriegsschiffe für Nato-Einsätze reduzieren

Die USA planen einem Zeitungsbericht zufolge, die Zahl der Flugzeuge und Kriegsschiffe, die sie für Nato-Einsätze in Europa zur Verfügung stellen, um ein Drittel zu reduzieren. Dies berichtet die "New York Times" unter Berufung auf zwei hochrangige europäische Insider. Die Nato und das US-Verteidigungsministerium reagieren zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

Der US-Plan sieht dem Bericht zufolge vor, die Zahl der F-16- und F-15E-Kampfflugzeuge von rund 150 auf 100 zu reduzieren, die Zahl der Seeaufklärungsflugzeuge von 26 auf 15 zu senken und alle acht Luftbetankungsflugzeuge abzuziehen, die Europa bisher zur Verfügung standen. Damit würde die Fähigkeit der Nato für Angriffe auf weiter entfernte Ziele und Überwachungsaufgaben eingeschränkt.

04.03 Uhr: Mehr Verletzte in russischer Grenzregion Brjansk – Tote nach Angriff auf Sumy

Bei ukrainischen Angriffen auf die russische Grenzregion Brjansk ist die Zahl der Verletzten nach Angaben der örtlichen Behörden auf zehn gestiegen. Unter den Verletzten sei auch ein fünfjähriger Junge, teilte der amtierende Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit. Zwei Menschen waren bei dem Angriff ums Leben gekommen.

Auch in der Ukraine gibt es Opfer durch russische Drohnenangriffe: In der nordöstlichen Oblast Sumy wurde eine 44-jährige Frau getötet und eine 33-Jährige schwer verletzt, wie der dortige Gouverneur Oleh Hryhorow mitteilte. In der südukrainischen Stadt Mykolajiw wurden den örtlichen Behörden zufolge drei weitere Menschen verletzt.

01.20 Uhr: Russland – Zwei Tote bei Beschuss der Grenzregion Brjansk

Bei einem Beschuss der an die Ukraine grenzenden russischen Region Brjansk wurden nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet. Zwei weitere Personen seien verletzt worden, teilte der amtierende Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Freitag, 12. Juni 2026

20.36 Uhr: Behörden: Drei Tote in Russland nach ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Angriffen sind nach russischen Behördenangaben drei Menschen in Grenzgebieten getötet worden. Im Dorf Wosnessenowka nahe der Grenze sei eine ukrainische Drohne in einen Bus eingeschlagen, teilte der Krisenstab des Gebiets Belgorod mit. Dabei sei eine Frau getötet und elf weitere Personen verletzt worden.

In der Region Brjansk seien bei einem ukrainischen Angriff in der an der Grenze liegenden Siedlung Belaja Berjoska zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der kommissarische Gebietsgouverneur, Jegor Kowaltschuk, laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass mit.

19.43 Uhr: Luftangriffe – Ukrainer sollen besetzte Gebiete verlassen

Die Ukraine verstärkt ihre Luftangriffe in den von Russland besetzten Teilen des Landes. Vor diesem Hintergrund hat der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebietes Saporischschja seine Landsleute im russisch besetzten Teil der Region zur Flucht aufgerufen. Die Risiken für Zivilisten stiegen, sagte Iwan Fedorow in einer Ansprache auf Telegram. Dafür nannte er zwei Gründe: Die ukrainischen Streitkräfte griffen in den Regionen Saporischschja und Cherson gezielt die militärische Infrastruktur der Besatzer und Versorgungswege der russischen Armee an. Die russische Armee setze mehr Kräfte ein, um die eigenen Objekte zu schützen.

"Ebendeswegen rufe ich alle dazu auf, die Entscheidung zur Ausreise nicht zu verschieben", sagte der Gouverneur. Er veröffentlichte Kontakte von Hilfsorganisationen und staatlichen Stellen, die Ukrainern bei der Ausreise aus den besetzten Gebieten helfen können.

Die Ukraine hat den Besatzern zuletzt einige empfindliche Schläge zugefügt – die von Russland eingesetzten Behörden mussten Treffer auf wichtige Brücken zur Schwarzmeer-Halbinsel Krim einräumen. An Tankstellen wurde der Sprit knapp.

15.05 Uhr: Forscher – Moskaus Reserven weitgehend aufgebraucht

Vier Jahre nach Beginn des russischen Kriegs in der Ukraine ist Russlands Wirtschaft Experten zufolge stark geschwächt. "Die Hinweise darauf, dass sich die russische Wirtschaft im Endstadium befindet, verdichten sich", erklärte das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag in Berufung auf einen Bericht mit dem Stockholm Institute of Transition Economics. Das eröffne die Möglichkeit für ein entschlossenes Handeln der westlichen Länder.

Dem Bericht zufolge sind die liquiden Vermögenswerte des russischen Staatsfonds von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu Beginn des Krieges auf nur noch 1,8 Prozent im April 2026 geschrumpft. Das Defizit des Bundeshaushalts habe zugleich bereits in der Zeit von Januar bis März 2026 das für das gesamte Jahr angestrebte Regierungsziel überschritten. Unterdessen brachen die Öl- und Gaseinnahmen im ersten Quartal des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent ein.

14.15 Uhr: Moskau wirft Berlin, Paris und London "destruktive Politik" im Ukraine-Krieg vor

Der stellvertretende russische Außenminister Michail Galusin hat den Botschaftern Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens eine "destruktive Politik" im Ukraine-Krieg vorgeworfen. Galusin empfing die drei Diplomaten am Donnerstag in Moskau, wie das russische Außenministerium mitteilte. Die Regierungen in Berlin, Paris und London ermutigten die Kiewer Führung, den Krieg gegen Russland mit direkter Unterstützung einer westlichen Koalition fortzusetzen. Der französische Botschafter Nicolas de Riviere sprach nach dem Treffen vor Journalisten jedoch von einem "guten Gespräch". Eine Erklärung der drei westlichen Staaten (E3) wurde für einen späteren Zeitpunkt angekündigt.

11.20 Uhr: Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im russischen Außenministerium

Die Botschafter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens treffen zu einem Gespräch im russischen Außenministerium ein. Dies teilt das Ministerium in Moskau mit, ohne jedoch einen Grund oder weitere Einzelheiten zu nennen. Das Außenministerium veröffentlicht zudem ein Video, das die Ankunft der drei Diplomaten am Gebäude im Zentrum der russischen Hauptstadt zeigt.

10.36 Uhr: Lage für ukrainische Truppen bei Kostjantyniwka kritisch

Die Lage für ukrainische Truppen in der Stadt Kostjantyniwka im Osten des Landes hat sich weiter verschlechtert. "Kostjantyniwka selbst befindet sich in einer Halbeinkreisung, da der Gegner im Bereich von Tschassiw Jar und Berestok vorgestoßen ist", sagte Serhij Jaryj, Kommandeur eines Drohnenbataillons der 28. mechanisierten Brigade, dem Nachrichtenportal Hromadske. Die russische Armee versuche, die zwei Hauptnachschubwege in die Stadt zu kontrollieren. "Dadurch ist die Logistik in einer sehr angespannten Lage: Evakuierungen, Versorgung und das Nachführen von Infanterie nach Kostjantyniwka sind sehr erschwert".

Die Führung in Kiew sprach zuletzt vor allem international davon, den russischen Vormarsch aufgehalten und Gebiete zurückerobert zu haben. Doch selbst ukrainische Karten zeigen ein Vorrücken russischer Truppen, wenn auch langsamer als noch in den Wintermonaten.

09.49 Uhr: Merz sichert Ukraine weitere Unterstützung zu

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der Ukraine vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs die weitere Unterstützung der Bundesregierung zugesichert. Das Ziel bleibe ein gerechter und dauerhafter Frieden, "der auch unsere Sicherheitsinteressen berücksichtigt", sagte er in einer Regierungserklärung im Bundestag. Dafür unterstütze man die Ukraine. "Wir haben das gestern getan, wir tun das heute und wir tun das morgen, solange wie es notwendig ist." Gegen Russlands "offenkundige Bereitschaft zur Eskalation" stärke man die Ostflanke der Nato und unterstütze zugleich die Bemühungen für eine Verhandlungslösung. "Ein tragfähiger Frieden wird nur in Verhandlungen mit Beteiligung der Ukraine, mit Russland, den USA und Europa erreicht werden können, anders wird es nicht möglich sein."

05.00 Uhr: Studie – Russische Kriegswirtschaft stößt an ihre Grenzen

Gut vier Jahre nach dem Überfall auf die Ukraine zeigt die russische Wirtschaft einer Studie zufolge deutliche Anzeichen struktureller Erschöpfung. Die liquiden Vermögenswerte des russischen Staatsfonds seien von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu Kriegsbeginn auf aktuell 1,8 Prozent gesunken, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) und des Stockholm Institute of Transition Economics.

Gleichzeitig habe das Defizit des Bundeshaushalts bereits in den ersten drei Monaten das für das gesamte Jahr angestrebte Ziel der Regierung überschritten. Die Öl- und Gaseinnahmen seien wiederum im ersten Quartal um 45 Prozent zum Vorjahreszeitraum eingebrochen.

01.10 Uhr: Russland – Feuer in Afipsky-Raffinerie nach Drohnenangriff in Region Krasnodar

Die südrussische Region Krasnodar ist örtlichen Behörden zufolge Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Die Behörden teilten mit, dass infolge des Angriffs in der Afipsky-Raffinerie ein Feuer ausgebrochen ist. Zudem sei in der Gegend um Afipsky eine Gaspipeline beschädigt worden.

Donnerstag, 11. Juni 2026

22.50 Uhr: Viele Verletzte nach russischem Angriff in Ostukraine

In der ostukrainischen Industriestadt Pawlohrad sind bei einem russischen Angriff mindestens zwölf Menschen verletzt worden. Ein mehrstöckiges Wohngebäude sei beschädigt worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Ein Brand sei ausgebrochen. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen Drohnenangriff.

22.05 Uhr: Macron - Selenskyj nimmt an Sitzung beim G7-Gipfel teil

dDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird nach französischen Angaben nächste Woche an einer Sitzung beim G7-Gipfel im französischen Evian teilnehmen. "Das ist für uns sehr wichtig, da wir innerhalb der G7 einen Konsens zur Unterstützung der Ukraine wiederherstellen müssen" - einschließlich "der Notwendigkeit von Verhandlungen", erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch. Er ist Gastgeber des Gipfels.

Die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Kanada, den USA, Frankreich, Italien, Japan und dem Vereinigten Königreich kommen von Montagabend bis Mittwoch in dem Kurort Evian am Genfer See zusammen.

17.02 Uhr: Ukraine: Zusagen für zusätzliche Luftverteidigungssysteme

Die Ukraine hat nach Angaben des Außenministeriums in Kiew Zusagen für zusätzliche Waffensysteme zur Verteidigung ihres Luftraums erhalten. Auch Munition sei der Ukraine nach Besuchen von Präsident Wolodymyr Selenskyj in London und Tallinn versprochen worden, sagte Außenamtssprecher Heorhij Tychyj am Mittwoch, ohne die Länder zu nennen, die diese Systeme zugesagt haben. Die Ukraine führe zudem Gespräche über den Erwerb von Abfangraketen, deren Lebensdauer sich dem Ende zuneige, und argumentierte, diese könnten der Ukraine noch zur Verfügung gestellt werden, anstatt entsorgt zu werden.

13.44 Uhr: Zahl Geflüchteter aus der Ukraine in der EU stieg im April leicht

Die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg in der EU Schutz suchen, ist im April leicht gestiegen. Wie das in Luxemburg ansässige EU-Statistikamt Eurostat mitteilte, hielten sich im April rund 4,37 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer mit temporärem Schutzstatus in der EU auf und damit ein Prozent mehr als im März 2026. Am meisten Geflüchtete aus der Ukraine beherbergt nach wie vor Deutschland. 

In der Bundesrepublik befanden sich im April demnach rund 1,28 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer, in Polen 971.255 und in Tschechien 384.435. Eurostat zufolge kamen im April rund 4.700 neue ukrainische Flüchtlinge nach Deutschland. Die EU hatte den temporären Schutzstatus für Ukrainer zuletzt bis März 2027 verlängert. Dieser ermöglicht es den Betroffenen, sich legal in EU-Ländern aufzuhalten und zu arbeiten, ohne ein Asylverfahren zu durchlaufen. In den vergangenen Monaten hatten einige Aufnahmeländer allerdings begonnen, die Leistungen für ukrainische Geflüchtete einzuschränken.

12.14 Uhr: Bulgarien will Ukraine keine Waffen mehr aus seinen Beständen liefern

Die Regierung des pro-russischen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew will der Ukraine keine Waffen mehr aus ihren Beständen zur Verfügung stellen. "Wir haben schon genug gegeben", sagte Radew vor einer Kabinettssitzung. Er sprach von einem "Schlusspunkt" bei der Waffenlieferung an die Ukraine. Der Ministerpräsident des Nato- und EU-Mitglieds verwies auf "sozio-ökonomische Schäden", die sein Land infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erlitten habe.

Radew sagte weiter, er sei überzeugt, dass eine Lösung des Ukraine-Krieges "nicht mit militärischen Mitteln" erreicht würde. Er rief zu einem "umfassenden und realistischen Ansatz" und "zur Suche nach einer diplomatischen Lösung" auf. Bei Munition allerdings dürfte Bulgarien einer der wichtigsten Lieferanten für Kiew bleiben. Rüstungskonzerne im Land profitieren von den Lieferungen, die indirekt über andere EU-Länder erfolgen. 

11.54 Uhr: Ukraine verabschiedet Rekord-Wehretat nach Freigabe von EU-Milliarden

Nach der Freigabe von EU-Milliardenhilfen hat das ukrainische Parlament den Weg für Rekordausgaben im Verteidigungsbereich geebnet. Die Abgeordneten stimmten einer Aufstockung des Haushalts um zusätzlich 1,56 Billionen Hrywnja (etwa 30 Milliarden Euro) für Verteidigung und Sicherheit zu. Damit steigt der gesamte Wehretat für das laufende Jahr auf die Rekordsumme von 4,37 Billionen Hrywnja. Das Gesetz wurde mit 242 Stimmen angenommen, für eine Mehrheit waren 226 Stimmen nötig.

Möglich wurde die Aufstockung durch die Freigabe eines 90 Milliarden Euro schweren Darlehens der Europäischen Union, das durch eingefrorene russische Vermögenswerte besichert ist. Eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro wird noch für diesen Monat erwartet. Kiew ist jedoch weiterhin auf andere internationale Hilfen angewiesen, um seinen Haushalt zu finanzieren.

11.16 Uhr: Litauen kauft Militärfahrzeuge aus Deutschland

Die litauische Armee will ihren Fuhrpark mit Militärfahrzeugen aus Deutschland aufrüsten. Zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit möchten die Streitkräfte des baltischen EU- und Nato-Landes Speziallastwagen und Geländewagen von Mercedes Benz im Auftragswert von rund einer Milliarde Euro beziehen, eine entsprechende Vereinbarung wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius mit dem lokalen Vertreter des Autokonzerns unterzeichnet. 

Die Auslieferung der Fahrzeuge der G-Klasse sowie der Militärlaster-Modelle Zetros, Arocs und Unimog soll zwischen 2026 und 2032 erfolgen. Finanziert werden soll die Beschaffung teils mit Hilfe eines Rüstungskredits aus dem sogenannten Safe-Programm der EU, hieß es in der Mitteilung. Nach Ministeriumsangaben handelt es sich bei der Anschaffung um "eine der größten Investitionen in die Logistik der litauischen Streitkräfte".

11.06 Uhr: Bericht - 2025 mehr Tote durch Explosivwaffen in der Ukraine

Im vergangenen Jahr sind laut einer Studie weltweit mindestens 22.600 Zivilistinnen und Zivilisten durch Explosivwaffen getötet worden. Dies sei ein Rückgang im Vergleich zu 2024 (28.600 Tote), vor allem aufgrund der Waffenruhen in Gaza und Libanon, teilte die Hilfsorganisation Handicap International (HI) in München mit. Zu den Explosivwaffen gehören etwa Fliegerbomben, Mörsergranaten, Raketen, Drohnen, Artilleriegranaten ebenso wie Sprengfallen, Landminen und Streumunition.

In der Ukraine, im Jemen und in Syrien stieg die Zahl der Opfer 2025 jedoch an, hieß es weiter. Allein in der Ukraine habe sich die Zahl getöteter Zivilisten um 45 Prozent erhöht, heißt es im Explosivwaffen-Monitor 2025, den HI und ihre Partnerorganisationen des Internationalen Netzwerks INEW veröffentlichten. Luftgestützte Waffen, zunehmend Drohnen, waren den Angaben zufolge für 67 Prozent aller Vorfälle verantwortlich, bei denen Zivilisten zu Schaden kamen.

10.08 Uhr: Ukraine - Haben Hafen von Mariupol angegriffen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere Einrichtungen im russisch besetzten Hafen von Mariupol angegriffen. Der Hafen sei nach Angriffen auf die Energie-, Reparatur- und Verwaltungsinfrastruktur ohne Strom,teilten die Drohnenstreitkräfte Kiews mit. Die Nutzung des Standorts als militärischer Logistikknotenpunkt sei dadurch "erheblich eingeschränkt".

09.25 Uhr: Ukrainische Luftangriffe bis tief hinein nach Russland

Die ukrainische Armee hat nachts Ziele bis tief hinein nach Russland mit Drohnen und Raketen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 326 feindliche Drohnen seien abgefangen worden. Getroffen wurde unter anderem die Raffinerie von Samara an der Wolga, wie russische Telegramkanäle berichteten. Im Gebiet Wladimir östlich von Moskau wurden nach Behördenangaben zwei Infrastrukturobjekte beschädigt. Auch dabei handelt es sich nach Berichten auf Telegram um Anlagen der Ölindustrie. 

In Tscheboksary an der Wolga sprachen die Behörden von drei Verletzten nach einem Raketenangriff. Dort könnte ein Rüstungsunternehmen das Ziel gewesen sein. Drohnenalarm wurde auch in der sibirischen Stadt Omsk ausgelöst, die 2.800 Kilometer von Kiew entfernt liegt. Omsk ist Standort der größten russischen Ölraffinerie. In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim schlug eine Drohne in ein Geschichtsmuseum ein.

08.21 Uhr: Medienbericht – Mercedes verbündet sich mit Start-up für Drohnenabwehr

Der Autobauer Mercedes-Benz steigt einem Medienbericht zufolge in die Drohnenabwehr ein und verbündet sich dazu mit dem Münchner Start-up Tytan Technologies. Beide Unternehmen wollten am Mittwoch eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mercedes liefere dabei die Fahrzeuge für ein mobiles System zur Abwehr von Drohnen. Als Chassis für das "Drone Defender" genannte Waffensystem sollten der Kleintransporter Sprinter sowie eine Militärversion des Geländewagens G-Klasse dienen. Diese würden mit Sensoren und Abschussvorrichtungen für Abfangdrohnen von Tytan ausgestattet.

07.56 Uhr: Ukrainische Drohnenangriffe auf Russland – Historisches Krim-Museum getroffen

Bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland ist auf der annektierten Halbinsel Krim ein historisches Museum in Sewastopol getroffen worden. Das Dach des Museums, das an den Krimkrieg von 1853 bis 1856 erinnert, geriet in Brand, wie die örtlichen Behörden am Mittwoch mitteilten. Angaben über Opfer gab es zunächst nicht. Wegen der zunehmenden Luftangriffe schränkten die Behörden den nächtlichen Zugverkehr auf der Krim ein. Zuvor war in dieser Woche bei einem Drohnenangriff ein Bahnarbeiter getötet und ein Lokführer verletzt worden.

07.55 Uhr: Deutsche Panzerbrigade übt erstmals Gefecht in Litauen

Die neue deutsche Panzerbrigade in Litauen hat mit "Freedom Shield 2026" in dem baltischen Nato-Staat erstmals eine Gefechtsübung begonnen. Die Bundeswehr setzt dabei mehr als 300 Drohnen ein. Die Panzerbrigade wurde im vergangenen Jahr formal in Dienst gestellt. Der Kommandeur, Brigadegeneral Christoph Huber, sieht darin einen wesentlichen Schritt zur Kriegstüchtigkeit, wie er der Deutschen Presse-Agentur auf dem Truppenübungsplatz Pabrade sagte. "Dabei lernen wir natürlich von dem, was wir sehen in der Ukraine."

Huber sagte: "Für uns als Panzerbrigade 45 Litauen, als Teil der 10. Panzerdivision, ist es ganz, ganz wichtig, dass wir uns auf mögliche Konfliktszenarien, Gefechtsszenarien der Zukunft vorbereiten, nicht auf den Krieg der Vergangenheit."

04.26 Uhr: Drohnenangriff auf russische Stadt mit Ölraffinerie

Die russische Stadt Nowokuibyschewsk in der Region Samara wird nach Angaben des Regionalgouverneurs Wjatscheslaw Fedorischew von Drohnen angegriffen. Der staatliche Ölkonzern Rosneft betreibt in dem Gebiet die Ölraffinerie Nowokuibyschewsk. Der Luftraum über Samara sei gesperrt worden, schreibt Fedorischew auf Telegram, ohne weitere Details zu nennen.

Mittwoch, 10. Juni 2026

20.30 Uhr: Autobombe bei Moskau – Offenbar General getötet

Nahe der russischen Hauptstadt Moskau ist in einem fahrenden BMW eine Autobombe explodiert – nach Angaben des Staatlichen Ermittlungskomitees gegen 5.30 Uhr Ortszeit (4.30 Uhr MESZ). Dabei sei ein Mann ums Leben gekommen, von dem ukrainische und russische Blogger annehmen, dass er ein Oberst oder gar General der russischen Raketentruppen sei. Die mutmaßliche Adresse des 57-Jährigen in Balaschicha stand dabei bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren Feindliste der Ukraine.

20.10 Uhr: Explosionen an Gaspipline in Dagestan

In der russischen Kaukasus-Republik Dagestan hat es an einer Gaspipeline Explosionen in der Stadt Kisiljurt gegeben. Die Nachrichtenagentur TASS berichtet von drei Explosionen an einer Gasfernleitung mit einem Durchmesser von 1,20 Metern und beruft sich auf das Katastrophenschutzministerium.

Informationen über Opfer oder Schäden liegen zunächst nicht vor, die Einzelheiten müssten noch geklärt werden. In der Industriezone der Stadt brennt es, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Bürgermeisteramt berichtet. Das Feuer habe demnach offenbar eine Gasverteilerstation erfasst.

19.55 Uhr: Tusk – Polen muss Teil der Ukraine-Gespräche sein

Ministerpräsident Donald Tusk kritisiert den Ausschluss Polens aus den Ukraine-Gesprächen im E3-Format mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Dies habe er auch Bundeskanzler Friedrich Merz in einem Telefonat zu verstehen gegeben, sagte Tusk in Warschau, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete. 

"Ich habe gesagt, dass aus polnischer Sicht Vereinbarungen, an denen Polen nicht beteiligt ist, von uns nicht respektiert werden", sagte Tusk demnach. "Polen ist ein absolut unverzichtbares Bindeglied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und der Region zu sprechen."

18.10 Uhr: Bulgarien will Ukraine keine Waffen mehr liefern

Bulgarien will keine Waffen mehr an die Ukraine liefern und fordert Verhandlungen zwischen den Regierungen in Kiew und Moskau. Das kündigt der neue Verteidigungsminister Dimitar Stojanow an, wie die Nachrichtenagentur BTA berichtet. "Es ist nicht geplant, dass die bulgarische Seite der ukrainischen Armee weitere Waffen liefert", sagt er. Es sei an der Zeit, einen gerechten Frieden zu suchen, der von beiden Kriegsparteien bestimmt werde.

Das Nato- und EU-Mitglied lieferte der Ukraine 2024 und 2025 unter anderem Panzerabwehrraketen, gepanzerte Fahrzeuge und Haubitzen. Noch 2022 und 2023 hatte Bulgarien offiziell keine Waffen und Munition in die Ukraine geliefert, sondern hauptsächlich an europäische Zwischenhändler. Die neue Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Rumen Radew wurde im vergangenen Monat vereidigt. Radew war als pro-russisch bekannt, sicherte nach seiner Vereidigung aber zu, eine pro-europäische Politik zu verfolgen.

17.30 Uhr: "So schnell wie möglich" - Acht nordische und baltische Staaten für EU-Beitritt der Ukraine

Die Regierungschefs von acht nordischen und baltischen Staaten haben sich für einen EU-Beitritt der Ukraine "so schnell wie möglich" ausgesprochen. Angesichts der von der Ukraine erzielten "Fortschritte" sollten alle Kapitel der Beitrittsverhandlungen mit Kiew bereits "im Juni/Juli 2026" eröffnet werden, erklärten die Regierungschefs am Dienstag bei einem Gipfeltreffen in der estnischen Hauptstadt Tallinn, an dem auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnahm.

16.00 Uhr: Brand in Öllager im russischen Krasnodar gelöscht

Ein durch einen ukrainischen Angriff ausgelöster Brand in einem Öldepot in der russischen Oblast Krasnodar ist gelöscht worden. Dies teilen die örtlichen Rettungsdienste mit. Die Behörden hatten das Feuer in der Stadt Ust-Labinsk am Samstag auf einen ukrainischen Drohnenangriff zurückgeführt.

13.38 Uhr: EU will mit neuen Sanktionen ehemalige russische Kämpfer an Einreise hindern

Die EU-Kommission will alle Personen, die seit Beginn des Krieges in den russischen Streitkräften gedient haben, daran hindern, in die EU einzureisen. Die Maßnahme ist Teil eines weiteren Sanktionspakets gegen Russland, das auch die russischen Öl-Einnahmen begrenzen soll. So schlägt die Kommission vor, die automatische Anpassung des Ölpreisdeckels bis Januar 2027 auszusetzen.

Der dynamische Ölpreisdeckel war eingerichtet worden, um den Höchstpreis für russisches Öl auch bei Preisschwankungen unter dem Weltmarktpreis zu halten. Weitere Sanktionen richten sich gegen das russische Bankensystem, den Kryptosektor des Landes sowie eine Reihe von Exportgütern, darunter Fisch. So sollen 31 weitere russische Banken der Sanktionsliste zugefügt werden sowie 20 weitere Banken, Krypto-Plattformen und Öl-Händler in Drittstaaten. Die Maßnahmen müssen nun noch von den 27 Mitgliedstaaten beschlossen werden.

Im Audio: Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland - Einreiseverbot für russische Kämpfer

15.09.2023, Ukraine, ---: Dieses von der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik via AP veröffentlichte Foto zeigt Dmitri Medwedew (2. v.r), stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und Chef der Partei «Einiges Russland», wie er russische Soldaten während seines Besuchs auf einem Truppenübungsplatz auszeichnet.  (zu dpa: «EU plant Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer») Foto: Uncredited/Pool Sputnik/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Audiobeitrag

Neues EU-Sanktionspaket gegen Russland - Einreiseverbot für russische Kämpfer

12.30 Uhr: Russland - EU wohl noch lange nicht bereit zu Vermittlung

Die Europäische Union ist nach Einschätzung Russlands wahrscheinlich noch lange nicht bereit, als Vermittler eines Friedens mit der Ukraine zu fungieren. Die EU scheine sich eher darauf zu konzentrieren, den Krieg zu verlängern, sagt der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow, vor der Presse. Er antwortet auf die Frage, ob die EU als Vermittler eingreifen könnte, da die von den USA geführten Verhandlungen auf Eis lägen. "Zunächst einmal ist es wahrscheinlich unlogisch und falsch, Vermittlungsbemühungen damit zu beginnen, Russland bestimmte Bedingungen zu stellen", erklärt Peskow. "Und das ist für uns natürlich inakzeptabel."

11.57 Uhr: Selenskyj zu Treffen nordischer Staaten in Estland eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen der Regierungschefs der nordischen und baltischen Staaten in Estland eingetroffen. Der ukrainische Staatschef wurde von seiner Ehefrau Olena Selenska begleitet. Das estnische Außenministerium veröffentlichte dazu am Dienstag einen Beitrag auf der Plattform X. Estland hat derzeit den rotierenden Vorsitz der NB8 inne, eines regionalen Zusammenschlusses von fünf nordischen Ländern und der drei baltischen Staaten.

11.46 Uhr: Ukraine zielt auf Straßenverbindung zur Krim

Die ukrainische Armee attackiert weiter eine wichtige Straßenverbindung auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim. Die Brücke von Tschonhar sei die zweite Nacht in Folge durch Drohnenangriffe beschädigt worden, teilte der Chef der russischen Besatzungsverwaltung im Gebiet Cherson, Wladimir Saldo, auf Telegram mit. Die Brücke sei für den Verkehr gesperrt.

Saldo riet Autofahrern, auf die längere Straße über Perekop auszuweichen. Die Angriffe auf die Brücke zählen zu einer seit Mai laufenden Operation der Ukrainer, die für Russland militärisch bedeutende Krim abzuriegeln. Die russische Armee nutzt die Halbinsel für Luftangriffe auf ukrainisches Gebiet und zur Versorgung ihrer Einheiten in der Südukraine.

10.56 Uhr: Institut schlägt Strafzoll auf Russland-Handel vor - Geld soll an Ukraine gehen

Wirtschaftsforscher schlagen einen Strafzoll auf den verbliebenen Handel zwischen der EU und Russland vor. Mit den Einnahmen daraus solle die Ukraine unterstützt und der Druck auf die Regierung in Moskau erhöht werden, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Dienstag mitteilte. Ein solcher "Ukraine-Unterstützungszoll" könne jährlich zwischen elf und 16 Milliarden Euro einbringen.

"Die zentrale Idee ist ganz einfach: Solange Handel mit Russland stattfindet, sollte Europa ihn zur Unterstützung der Ukraine nutzen", sagte der Leiter der Forschungsgruppe Handelspolitik am IfW, Julian Hinz. Vorgeschlagen wird, diesen Handel mit Zollsätzen von 30 bis 50 Prozent zu belasten.

10.07 Uhr: Gouverneur – Drei Menschen bei russischen Angriffen in der Ukraine getötet. Zahl wurde von den Behörden korrigiert.

Bei russischen Angriffen im Nordosten der Ukraine sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Russland habe unter anderem die Stadt Tschuhujiw angegriffen, erklärte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synehubow, am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Dabei seien eine Frau und zwei Männer getötet worden. Der Gouverneur hatte zunächst von vier Toten gesprochen, seine Angaben später aber korrigiert.

05.41 Uhr: Zahl der Toten nach russischen Angriffen auf Region Charkiw steigt auf vier

Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die ukrainische Region Charkiw wurden nach Behördenangaben vier Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Alle vier kamen nach Angaben des regionalen Gouverneurs Oleh Synjehubow in der Stadt Tschuhujiw ums Leben. Sechs weitere seien dort verletzt worden, teilt die Bürgermeisterin der Stadt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei einem nächtlichen Drohnenangriff auf die Regionalhauptstadt Charkiw hätten zudem 15 Menschen medizinische Hilfe benötigt. Unterdessen meldet die von Russland annektierte Halbinsel Krim die Abwehr von Drohnenangriffen.

01.51 Uhr: Russland und Belarus notfalls zu Atomwaffeneinsatz bereit

Russland und Belarus sind zur Gewährleistung ihrer Sicherheit nach russischen Angaben jederzeit bereit, alle verfügbaren Mittel einschließlich Atomwaffen einzusetzen. Dies sagt der russische Vize-Außenminister Michail Galusin der Zeitung "Iswestija". Russland unterhalte eine militärische Präsenz in Belarus und beide Länder nähmen regelmäßig gemeinsame Bereitschaftsprüfungen vor, erklärt er weiter. Man bleibe in ständiger Bereitschaft, um die Sicherheit des aus beiden Ländern bestehenden Unionsstaates zu gewährleisten.

01.03 Uhr: Drei Tote bei russischem Angriff auf Region Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Tschuhujiw in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs drei Menschen getötet. Rettungskräfte seien im Einsatz, um ein Feuer zu löschen, teilt Oleh Synjehubow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

00.23 Uhr: Selenskyj telefoniert vor G7-Gipfel mit Trump-Gesandten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben am Montag mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner telefoniert. Das Gespräch fand eine Woche vor dem G7-Gipfel in Frankreich statt, zu dem US-Präsident Donald Trump reisen wird. Es wird erwartet, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine dort auf der Tagesordnung steht. Obwohl die Ukraine kein Mitglied der G7 ist, wurde Selenskyj zum Gipfel in der kommenden Woche eingeladen.

In seinem Beitrag auf X deutete Selenskyj an, dass der Krieg in der Ukraine angesichts von Trumps Bemühungen um eine Lösung des seit drei Monaten andauernden Konflikts mit dem Iran etwas in den Hintergrund geraten könnte.

Dienstag, 9. Juni 2026

23.08 Uhr: Selenskyj - Positives Gespräch mit US-Gesandten Witkoff und Kushner

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein positives Gespräch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über eine Beilegung des Ukraine-Kriegs geführt. Er sei dankbar für die Bereitschaft, in den kommenden Wochen aktiv an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten, schreibt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.

Die von den USA vermittelten Verhandlungen stocken derzeit, da sich die Regierung in Washington auf den Iran-Konflikt konzentriert. Selenskyj betont jedoch, das gemeinsame Ziel eines Friedens in Europa bleibe auf der Tagesordnung. Zudem habe man über die Aussichten auf Gespräche beim kommenden G7-Gipfel im französischen Evian gesprochen.

19.52 Uhr: Russland - Luftangriffe stören Treibstoffversorgung im Süden

Eine Zunahme von Luftangriffen auf russische Energie- und Treibstoffanlagen beeinträchtigt die Treibstoffversorgung in mehreren südlichen Regionen des Landes. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Energieministerium.

17.45 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriffen

Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens vier Zivilisten getötet worden. Bei einem Drohnenangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen ums Leben gekommen, teilte Militärgouverneur Iwan Fedorow bei Telegram mit. Weitere 18 Menschen wurden demnach verletzt, darunter vier Kinder. Im nordostukrainischen Gebiet Sumy starb ein Mann bei einem russischen Angriff mit Mörsern und Drohnen.

In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk wurde eine 49-jährige Frau getötet, wie der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, erklärte. Vier weitere Menschen seien bei dem Angriff auf die Stadt Nikopol verletzt worden. Ein Wohnhaus, eine Bank und ein Geschäft seien angegriffen worden. 

In der Ostukraine sind Behördenangaben nach zudem mindestens sieben Menschen verletzt worden. Auf die Stadt Slowjansk seien drei Bomben abgeworfen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, mit. Es habe Schäden an Verwaltungsgebäuden, einer medizinischen Einrichtung und mehreren Wohnhäusern gegeben. Drei weitere Menschen wurden in der Region Odessa im Süden verletzt. 

16.44 Uhr: EU-Sanktionen kosten Russland bis zu 1,5 Billionen Dollar

Westliche Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs haben Russland nach Angaben der EU-Außenbeauftragten schätzungsweise bereits 1,2 bis 1,5 Billionen Dollar (1,0 bis 1,3 Billionen Euro) gekostet. "Die Zahlen sprechen Bände", sagte Kaja Kallas in einer Pressekonferenz zum EU-Verteidigungsministertreffen in Nikosia. Stein für Stein bringe man das Fundament von Russlands Kriegswirtschaft zum Einsturz. 

15.00 Uhr: Moskau lässt Europäer und Ukraine abblitzen

Die russische Führung hat ablehnend auf die neue Initiative der Ukraine und führender europäischer Staaten für Friedensverhandlungen reagiert. Kremlsprecher Peskow sagte, Präsident Putin habe seine Haltung zu neuen Verhandlungen bereits letzte Woche klargemacht. Demnach begehe die Ukraine derzeit terroristische Verbrechen, was es schwer mache, sich eine Vereinbarung mit ihr vorzustellen.

13.30 Uhr: EU überweist weitere Milliardenhilfe an die Ukraine

Die EU hat der Ukraine weitere Finanzhilfen in Höhe von knapp 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt. "Das Tempo und das Engagement der Ukraine bei der Umsetzung bedeutender Reformen haben diese Zahlung gerechtfertigt", teilte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos mit. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko erklärte, die Gelder sollten für die Finanzierung der wichtigsten Staatsausgaben verwendet werden – darunter für den sozialen und humanitären Bedarf.

Bei der Auszahlung handelt es sich nach Angaben der EU-Kommission um die mittlerweile siebte aus der sogenannten Ukraine-Fazilität. Über dieses Finanzierungsinstrument sollen bis Ende 2027 bis zu 50 Milliarden Euro an das von Russland angegriffene Land gehen können.

13.15 Uhr: Drohne in Moldau nahe der Grenze zur Ukraine explodiert

In der an die Ukraine angrenzenden Republik Moldau ist eine Drohne über einem Feld niedergegangen und explodiert. Bei dem Vorfall nahe dem Dorf Lopatna im Osten des Landes wurde nach Behördenangaben vom Montag niemand verletzt. Der Regierung in Chisinau zufolge handelte es sich wahrscheinlich um eine Drohne ukrainischer Herkunft. In den vergangenen zwei Wochen waren auch im benachbarten Rumänien, das ebenfalls an die Ukraine angrenzt, bei zwei Vorfällen Drohnen explodiert.

12.55 Uhr: Französische Rafale-Kampfjets schießen Drohne über Lettland ab

Französische Nato-Kampfjets haben über Lettland eine Drohne abgeschossen. Die lettische Außenministerin Baiba Braze bedankte sich am Montag im Onlinedienst X bei den "französischen Verbündeten, dass sie die Drohne abgeschossen haben, die in den lettischen Luftraum eingedrungen ist". Die lettische Armee bestätigte ihrerseits das Eindringen eines "ausländischen, unbemannten Luftfahrzeugs in den lettischen Luftraum in Folge der russischen elektronischen Kriegsführung". Sie äußerten sich nicht näher zur Herkunft der Drohne. Die französische Armee bestätigte den Einsatz von zwei Rafale-Kampfjets. 

11.26 Uhr: Ukraine meldet Angriffe auf russische Ölanlagen

Das ukrainische Militär greift nach eigenen Angaben das Öldepot Gruschowa an. Dieses gehöre zum russischen Ölterminal Schescharis in der Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk, teilt der ukrainische Generalstab mit. Zudem meldet er einen Angriff auf eine Pumpstation für Pipelines in der Region Wolgograd. An beiden Anlagen seien Brände ausgebrochen.

10.55 Uhr: EU debattiert über Ukraine-Waffenfonds in Höhe von 6,6 Milliarden Euro

Die EU diskutiert über die Verwendung von Geldern aus einem lange von Ungarn blockierten Fonds, die eigentlich für die Entschädigung für Waffenlieferungen an die Ukraine vorgesehen sind. Es stelle sich die Frage, "ob der Schwerpunkt eher darauf liegen sollte, weitere Hilfe für die Ukraine zu leisten, oder auf Rückerstattungen" für bereits erbrachte Militärhilfen, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Rande eines Treffens der EU-Verteidigungsminister im zyprischen Nikosia am Montag.

Der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat angekündigt, eine jahrelange Blockade der Europäischen Friedensfazilität (EFF) durch seinen rechtspopulistischen Vorgänger Viktor Orban beenden zu wollen.

10.39 Uhr: Drohnentrümmer in Moldau nahe ukrainischer Grenze entdeckt

In der Republik Moldau werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums Trümmer einer Drohne auf einem Feld unweit der ukrainischen Grenze gefunden. Überwachungssysteme hätten das Eindringen des Fluggeräts in der Nacht registriert. Die Herkunft der Trümmer werde noch untersucht, erklärt das Ministerium, verweist jedoch auf einen nächtlichen russischen Angriff in der benachbarten Ukraine. Präsidentin Maia Sandu fordert angesichts wiederholter Luftraumverletzungen die Anschaffung von Abfangdrohnen.

09.50 Uhr: Nato-Kampfjets schießen Drohne über Lettland ab

Kampfjets des westlichen Militärbündnisses Nato haben über Lettland eine abgeschossen. Das teilte die lettische Armee mit. Mindestens eine Drohne sei aus Russland in den lettischen Luftraum eingedrungen, sagt ein Armeesprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Ein zwischenzeitlich ausgerufener Luftalarm wurde inzwischen wieder aufgehoben. Davor waren Einwohner der an Russland und Belarus grenzenden östlichen Regionen aufgefordert worden, in den Gebäuden zu bleiben.

Verirrte Militärdrohnen schüren in den baltischen Staaten und Finnland zunehmend die Sorge vor einem Übergreifen des Ukraine-Krieges auf die nördlichen Nato-Grenzen. Hintergrund sind verstärkte ukrainische Angriffe auf russische Ölhäfen an der Ostsee, bei denen Drohnen wiederholt ihre Ziele verfehlen.

08.58 Uhr: Ukraine greift Passagierzug auf Krim an – Verkehr gestoppt

Bei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf einen Passagierzug auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben ein Lokführerassistent getötet worden. Der Lokführer selbst wurde verletzt, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter auf der Krim, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit. Der Personenzug sei auf der Strecke Moskau–Simferopol getroffen worden. "Fahrgäste blieben unverletzt", teilte Aksjonow mit. Der Zugverkehr wurde in der touristischen Hochsaison vorübergehend eingestellt. Bereits vorige Woche gab es nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Nahverkehrszug laut Behörden einen Toten und zwei Verletzte.

06.42 Uhr: E3-Staaten und Ukraine legen Bedingungen für direkte Gespräche mit Russland vor

Die E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien und die Ukraine haben schriftliche Bedingungen vorgelegt, unter denen sie zu direkten Gesprächen mit Russland bereit sind. In der Erklärung wird zuvor ein sofortiger Waffenstillstand Russlands gefordert. "Die derzeitige Kontaktlinie sollte als Ausgangspunkt für Verhandlungen dienen", heißt es weiter. In deutlicher Abgrenzung von den gescheiterten Vermittlungsversuchen der US-Regierung wird betont, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften und die Ukraine das souveräne Recht habe, ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen und Bündnisse zu wählen.

Die in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte würden erst wieder freigegeben, wenn Russland seinen Angriffskrieg beendet und die Ukraine für die durch den Krieg verursachten Schäden entschädigt habe, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der vier Regierungen.

Im Video: Ukraine-Gipfel - Forderungen nach sofortiger Waffenruhe

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben Russland zu einer sofortigen Waffenruhe aufgefordert.
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Videobeitrag

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben Russland zu einer sofortigen Waffenruhe aufgefordert.

06.30 Uhr: Ukraine - Fünf Tote bei russischen Angriffen in Region Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die südostukrainische Region Saporischschja sind nach Angaben der örtlichen Behörden fünf Menschen getötet worden. Zudem seien 14 Personen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Russland habe das Gebiet mit Luftangriffen und Artillerie beschossen. Dabei seien Infrastruktur, Wohngebäude und Autos beschädigt worden.

01.55 Uhr: Selenskyj bittet Großbritannien um weitere Luftabwehrraketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den britischen Premierminister Keir Starmer über den Bedarf an zusätzlichen Raketen für die Luftabwehr seines Landes informiert. Bei einem Gespräch am Sonntag hätten die beiden Politiker zudem ihre Positionen vor den anstehenden Gipfeln der G7 und der Nato sowie vor Treffen der sogenannten Koalition der Willigen abgestimmt, teilte Selenskyj auf der Plattform X mit. Ein weiteres Thema sei der Schutz der ukrainischen Energieinfrastruktur und die Vorbereitung auf den kommenden Winter gewesen.

01.48 Uhr: Starmer, Merz und Macron unterstützen Vorschlag Selenskyjs für "direkten Dialog" mit Moskau

Der britische Premierminister Keir Starmer, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich hinter einen Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für direkte Waffenruhe-Gespräche zwischen Moskau und Kiew gestellt. Die Staatenlenker "unterstützen den Vorschlag für einen direkten Dialog zwischen der Ukraine und Russland - unter aktiver Beteiligung der USA und Europas -, um eine Waffenruhe zu erreichen und weitere Verhandlungen zu fördern", erklärten Starmer, Merz und Macron nach Gesprächen mit Selenskyj am Sonntag in London.

00.05 Uhr: Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Ausgangspunkt dafür soll die derzeitige Frontlinie in der Ukraine sein. Die USA sowie Europa sollten "aktiv" an den Gesprächen beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen in London veröffentlichten. 

Montag, 8. Juni 2026

Audio: Merz, Starmer und Macron trafen Selenskyj zu Ukraine-Gesprächen in London

Bundeskanzler Merz, der britische Premierminister Starmer, der ukrainische Präsident Selenskyj und der französische Präsident Emmanuel Macron am 8. Dezember 2025 bei einem Treffen in London
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Audiobeitrag

Merz, Starmer und Macron treffen Selenskyj

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