Explosion nach einem ukrainischen Angriff auf ein Öldepot in der Stadt Kerch auf der Krim (21.06.2026)
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Explosion nach einem ukrainischen Angriff auf ein Öldepot in der Stadt Kerch auf der Krim (21.06.2026)
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Explosion nach einem ukrainischen Angriff auf ein Öldepot in der Stadt Kerch auf der Krim (21.06.2026)

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 25 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 25 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 15. bis 21. Juni im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

21.22 Uhr: Selenskyj erwartet Deeskalation von Minsk

Der ukrainische Präsident schickt erneut Warnungen an den belarussischen Präsidenten. Dieser sollte endlich konkrete Schritte zur Entspannung ergreifen. "Lukaschenko muss über Worte hinaus Deeskalation demonstrieren", sagte Wolodymyr Selenskyj in einem Interview ukrainischer Medien. Eine bloße Entschuldigung des engen Verbündeten Moskaus genüge nicht: "Sein ´Ich entschuldige mich` soll er für sich behalten, das funktioniert seit dem ersten Tag des Kriegs nicht mehr." Belarus gilt als engster Verbündeter Russlands.

09.59 Uhr: Selenskyj - Ölanlagen auf Krim und in Krasnodar getroffen

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das ukrainische Militär in der Nacht Ziele auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim sowie in Russland angegriffen.

Getroffen worden sei ein Öllager in der Stadt Kertsch auf der Krim, erklärte Selenskyj. Zudem sei eine Anlage für den Transport von Öl in der russischen Region Krasnodar attackiert worden.

09.11 Uhr: Krim stoppt Kraftstoffverkauf an Privatleute und Firmen

Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim ist der Verkauf von Treibstoff an Privatpersonen und Unternehmen nach Behördenangaben vorübergehend eingestellt worden.

Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow erklärte im Kurznachrichtendienst Telegram, die Maßnahme sei am Sonntag um 9 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Kraftstoff werde demnach nur noch an staatliche Stellen ausgegeben, die für den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel zuständig seien.

08.50 Uhr: Behörden - Tote bei ukrainischen Angriffen auf Krim und Krasnodar

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die von Russland kontrollierte Halbinsel Krim und die südrussische Region Krasnodar sind nach russischen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Auf der Krim wurden nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs vier Menschen getötet. Zudem seien 28 weitere Personen verletzt worden. In der Region Krasnodar starb den örtlichen Behörden zufolge ein Mensch auf einer Passagierfähre.

Der Fährverkehr über die Straße von Kertsch wurde vorübergehend eingestellt. Die Meerenge verbindet die Region Krasnodar mit der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim. Darüber hinaus geriet nach Behördenangaben durch die Drohnenangriffe ein Ölterminal in der Region Krasnodar in Brand.

Sonntag, 21. Juni 2026

20.01 Uhr: Selenskyj warnt vor massiven russischen Angriffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Landsleute vor neuen massiven Angriffen der russischen Streitkräfte gewarnt. Angesichts der bereits registrierten Angriffe auf die Städte Dnipro und Saporischschja bereite sich Russland auf neue Attacken in der Nacht vor, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Bitte passt gut auf euch auf."

Das Angebot Kiews an Putin, für ein direktes und ehrliches Gespräch - im Format Ukraine–Russland - mit Unterstützung der Partner der Ukraine, bleibe weiterhin gültig.

Selenskyj warnte zugleich Russlands Verbündeten Belarus vor einer weiteren Beteiligung an Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine. In Belarus seien entlang der Grenze mindestens vier Relaisstationen aufgebaut worden, mit denen Russland seine Drohnenangriffe gegen die Ukraine leite. "Belarus hat Zeit, diese Ausrüstung zu demontieren."

15.30 Uhr: AKW Saporischschja wieder unter Notstrom

Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist laut Internationaler Atomenergie-Organisation (IAEA) zum 20. Mal seit Kriegsbeginn ohne externen Strom. Grund sei ein Problem mit den internen Stromleitungen des Kraftwerks, so die Internationale Atomenergiebehörde auf X. Daher seien Notstrom-Dieselgeneratoren angelaufen, etwa um den Reaktor zu kühlen.

13.50 Uhr: Russland - Angriff auf Ölraffinerie in Sibirien abgewehrt

Ein ukrainischer Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie in der westsibirischen Oblast Tjumen ist laut den russischen Streitkräften abgewehrt worden. Wie der örtliche Gouverneur Alexander Moor auf Telegram schreibt, sind Rettungskräfte am Absturzort der Trümmer im Einsatz. Die Raffinerie sei soweit bekannt nicht beschädigt worden. Alle Mitarbeiter habe man in Sicherheit gebracht.

Tjumen liegt mehr als 2.500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze und ist eine der wichtigsten Öl- und Gasförderregionen Russlands. Die dortige Raffinerie gilt als eine der modernsten des Landes und hat Branchenschätzungen zufolge eine Kapazität von rund acht Millionen Tonnen pro Jahr.

10.52 Uhr: Toter und Verletzte nach russischem Angriff auf Charkiw

In der ostukrainischen Stadt Charkiw ist bei einem russischen Angriff mindestens ein Mensch getötet worden. Die Leiche werde aus den Trümmern geborgen, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Zuvor schrieb er von neun Verletzten infolge eines Gleitbombenangriffs. Ein zweistöckiges Wohnhaus sei beschädigt worden.

09.34 Uhr: Kiewer Präsidialamtschef verzichtet auf polnische Ehrung

Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine will auch der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow eine staatliche Auszeichnung Polens zurückgeben. Er verzichte auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, mit dem er im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sei, schrieb er bei Telegram.

Hintergrund ist die Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in einem Streit um Geschichte den "Orden des Weißen Adlers" abzuerkennen. Budanow sprach in seinem Post von einer unfreundlichen Geste Nawrockis gegenüber dem ukrainischen Volk und einem Geschenk an den Aggressor Russland. Auch der ukrainische Außenminister Sybiha hatte die Rückgabe einer Auszeichnung angekündigt.

08.00 Uhr: Polen fordert Platz am Verhandlungstisch zur Ukraine

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski kritisiert die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg. "Zwischen dem Schwarzen Meer, der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Wir sind Nachbarn sowohl von Russland als auch der Ukraine, Sie sind das in Deutschland nicht", sagte er der Zeitung. Polen befinde sich an vorderster Front, führte er aus und verwies auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch.

03.35 Uhr: Ein Toter nach Drohnenangriff auf Schiff im Schwarzen Meer

Bei einem Drohnenangriff auf ein Schiff unter panamaischer Flagge im Schwarzen Meer sind ein Besatzungsmitglied getötet und zwei weitere verletzt worden. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet, teilt die panamaische Schifffahrtsbehörde AMP mit und erklärt: "Wir haben die vorgesehenen Verfahren eingeleitet, um offizielle Informationen über den Vorfall einzuholen, und stehen mit den beteiligten Stellen in Kontakt." Der Zustand eines der verletzten Seeleute sei ernst. Das Schiff habe jedoch seine Fahrt fortsetzen können.

03.30 Uhr: Grünen-Chefin – Mehr Druck auf Putins Schattenflotte

Um den Druck auf Russland spürbar zu erhöhen, sollte Deutschland aus Sicht der Grünen Schiffe der sogenannten Schattenflotte in deutschen Hoheitsgewässern grundsätzlich kontrollieren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse endlich konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen, forderte die Parteivorsitzende, Franziska Brantner. Die Grünen-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Jedes Schiff der Schattenflotte muss bei der Durchfahrt auf die Einhaltung aller geltenden Standards und Vorschriften kontrolliert werden, gesetzliche Lücken müssen schnell geschlossen werden."

00.37 Uhr: Tusk mahnt im Streit zwischen Polen und der Ukraine zur Ruhe

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hat im Streit zwischen Polen und der Ukraine über die Aberkennung eines Ordens zur Besonnenheit aufgerufen. Es sei die Aufgabe des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des polnischen Staatsoberhaupts Karol Nawrocki, die Gemüter zu beruhigen statt Spannungen zu schüren, sagt Tusk. Nawrocki hatte Selenskyj den höchsten Orden Polens entzogen, nachdem dieser eine ukrainische Armeeeinheit nach der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) benannt hatte. Dies sorgt in Polen für Empörung, da UPA-Nationalisten im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen verübten.

Samstag, 20. Juni 2026

21.12 Uhr: Tote nach russischen Angriffen im Kreis Nikopol

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha mit. Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen. 

20.28 Uhr: Polens Präsident Nawrocki entzieht Selenskyj wichtigste Auszeichnung des Landes

Nach einem Streit um die Weltkriegs-Vergangenheit entzieht der polnische Präsident Karol Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj die höchste Ehrung des Landes. Nawrocki verkündete die Aberkennung des Weißer-Adler-Ordens am Freitagabend in einer Videobotschaft. Die ukrainische Regierung verurteilte den Schritt umgehend als "strategischen Fehler" und "respektlos". Polen gehört bislang zu den wichtigsten militärischen und humanitären Unterstützern der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland.

Mit der Benennung einer ukrainischen Armeeeinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) hatte Selenskyj Ende Mai einen diplomatischen Eklat mit Polen ausgelöst. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich. Bei den von 1943 bis 1945 begangenen Massakern töteten UPA-Mitglieder bis zu 100.000 ethnische Polen in der Region Wolhynien.

Die Region gehörte bis 1939 zu Polen und wurde durch den Hitler-Stalin-Pakt der ukrainischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Heute liegt sie im Nordwesten der Ukraine. In ihrem Kampf für die ukrainische Unabhängigkeit von der Sowjetunion kollaborierten OUN und UPA im Zweiten Weltkrieg zeitweise mit Hitler-Deutschland.

19.48 Uhr: Selenskyj fordert Abzug russischer Militärtechnik aus Belarus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko auf, russische Militärtechnik innerhalb einer Woche aus seinem Land zu entfernen. Andernfalls droht Selenskyj mit militärischen Schritten der Ukraine. Es gehe um Signalrelaisstationen in zwei belarussischen Grenzregionen zur Ukraine, die russische Truppen zur Steuerung von Angriffen auf ukrainische Zivilisten nutzen, sagt Selenskyj auf einer Pressekonferenz in Kiew. "Wenn er es nicht tut, werden wir es tun", fügte er hinzu, ohne weitere Details zu nennen. Belarus gilt als Russlands engster Verbündeter.

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EU-Ratspräsident António Costa

16.48 Uhr: Merz mahnt in Streit um EU-Gespräche mit Russland zur Geduld: "Costa wird Rolle spielen"

Nach der Debatte über die Russland-Kontakte von EU-Ratspräsident Antonio Costa hat Kanzler Friedrich Merz zur Geduld gemahnt. "Wer für die Europäische Union spricht, müssen wir heute nicht entscheiden", sagte Merz in Brüssel nach Ende des EU-Gipfels. "Das werden wir entscheiden, wenn es zu Gesprächen kommt", fügte er mit Hinweis auf die fehlende Bereitschaft Russlands hinzu, über ein Ende des Krieges mit der Ukraine überhaupt zu verhandeln. Selbstverständlich sei klar, dass Costa "hier eine wichtige Rolle zu spielen hat", betonte Merz, er vertrete die EU.

Der Kanzler sagte, dass die Ukraine selbst entscheiden müsse, wer für sie und mit ihr mit Russland verhandeln solle. Er verwies darauf, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj mit den E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereits Eckpunkte für mögliche Gespräche mit Moskau festgelegt habe.

16.33 Uhr: Ukraine greift Eisenbahnbrücken auf russisch besetzter Krim an

Das ukrainische Militär greift Angaben des Generalstabs zufolge Eisenbahnbrücken auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim an. Die Brücken in den Gebieten Rosdolne und Wladyslawiwka würden von den russischen Truppen für Militärtransporte und Nachschub genutzt, teilte der Generalstab auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Ukraine verstärkte in jüngerer Zeit ihre Angriffe in den russisch besetzten Gebieten im Süden und auf der Krim, um die Logistik Moskaus zu stören.

15.36 Uhr: Selenskyj - Ukraine hat faktisch "zweitstärkste Armee der Nato"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Streitkräfte als die faktisch "zweitstärkste Armee der Nato" bezeichnet. "Und daher braucht uns die Nato auch de-jure", sagte er Journalisten, wie das Internetportal Hromadske berichtete. Das sei bereits eine Tatsache, die von allen Staatsführern anerkannt werde. Das ukrainische Militär stehe der als zweitstärksten Armee der Welt geltenden russischen in nichts nach, fügte er an.

Selenskyj sagte, der russische Präsident Wladimir Putin werde bis zu seinem Tod im Kreml sitzen mit dem Ziel, die 1991 untergegangene Sowjetunion wiederherzustellen. "Ohne die Ukraine ist das unmöglich und daher ist es für uns so schwer, liebe Ukrainer", sagte er.

14.36 Uhr: Drei Tote bei russischen Drohnenangriffen

Nach den bislang schwersten ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau hat Russland seinerseits die Ukraine erneut mit Drohnen attackiert und dabei mindestens drei Menschen getötet, darunter ein achtjähriges Mädchen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, Russland werde damit "fortfahren", die Ukraine anzugreifen. Die ukrainische Armee hatte am Donnerstag eine wichtige Ölraffinerie in Moskau und weitere Ziele getroffen. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, teilte mit, dass dabei ein ebenfalls acht Jahre altes Mädchen getötet worden sei.   

Russland griff die Ukraine in der Nacht zum Freitag nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit insgesamt 90 Drohnen an. In der Stadt Pawlohrad im Osten des Landes wurden dabei nach Angaben des Gouverneurs der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Ganscha, das achtjährige Mädchen getötet sowie eine 49 Jahre alte Frau verwundet. 

13.20 Uhr: Russische Zentralbank senkt Leitzins nicht so kräftig wie gedacht

Russlands Zentralbank hat den Leitzins leicht gesenkt. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um einen Viertelpunkt auf 14,25 Prozent zurückgenommen, wie die Währungshüter mitteilten. Experten hatten mit einem größeren Schritt nach unten auf 14,00 Prozent gerechnet. Die Notenbank verwies unter anderem auf steigende Inflationsrisiken, die sich aus einem Rückgang der Kraftstoffproduktion ergäben.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund verstärkter Angriffe ukrainischer Drohnen auf russische Raffinerien sowie auf die Energie- und Transportinfrastruktur des Ölförderlandes. Diese Angriffe haben zu einem Anstieg der Benzinpreise geführt und die Kraftstoffversorgung in einigen Regionen beeinträchtigt. Die jüngste geldpolitische Lockerung gilt als weiterer Versuch, die abgekühlte Konjunktur mehr als vier Jahre nach der russischen Invasion in der Ukraine zu beleben. Die Wirtschaftsleistung war im Zeitraum von Januar bis März um 0,2 Prozent geschrumpft.

13.02 Uhr: Russland - Achtjährige bei ukrainischem Angriff auf Moskau getötet

Bei dem massiven Drohnenangriff der Ukraine auf die Region Moskau am Donnerstag ist nach russischen Angaben ein achtjähriges Mädchen ums Leben gekommen. Das Kind sei bei einem Brand in der Stadt Schukowski gestorben, der durch den Angriff ausgelöst worden sei, teilte der Gouverneur der Hauptstadt-Region, Andrei Worobjow, mit. Bei dem Angriff wurden dem Gouverneur zufolge zudem mindestens 16 Menschen verletzt. Insgesamt seien 18 Wohnblöcke in der Region Moskau beschädigt worden.

Die Ukraine hatte die russische Hauptstadt und das Umland mit zahlreichen Drohnen attackiert. Nach Angaben der Behörden wurden dort rund 180 Drohnen abgefangen. Der Ukraine zufolge war der Angriff eine Reaktion auf einen russischen Großangriff am Montag, bei dem landesweit zehn Menschen getötet wurden und das weltberühmte Höhlenkloster in Kiew schwer beschädigt wurde.

12.55 Uhr: Costa bekommt Unterstützung für Russland-Initiative

EU-Ratspräsident António Costa hat beim EU-Gipfel von mehreren Regierungschefs Unterstützung für die Kontaktaufnahme seines Teams zu Russland bekommen. Die Eröffnung eines Gesprächskanals ist aus unserer Sicht kein Fehler – und ich vertraue António Costa", sagte Irlands Regierungschef Micheál Martin. "Natürlich würde er im Rahmen unserer europäischen Zuständigkeiten im Falle der Aufnahme von Verhandlungen die Union vertreten", erklärte er.

Auch der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs und der österreichische Kanzler Christian Stocker stellten sich ebenfalls hinter den Ratspräsidenten. "Es hat keine Kritik an Costa gegeben, weil es darum geht, dass wir Kanäle haben und dass wir uns vorbereiten auf eine Situation, wenn Verhandlungen eintreten", sagte Stocker. Costas Büro hatte am Donnerstag bestätigt, dass es Kontakt mit Russland aufgenommen habe, um diplomatische Kanäle zu öffnen - ohne inhaltlichen Austausch. Danach gab es aus mehreren EU-Staaten Kritik.

11.55 Uhr: Kreml - Offen für Dialog mit Europa - Akzeptieren keine Ultimaten

Russland hat betont, dass man bereit zum Dialog mit europäischen Ländern sei. Man werde keine Ultimaten akzeptieren, sagt Präsidialsamtssprecher Dmitri Peskow. Die Europäer seien entweder dumm oder inkompetent, wenn sie glaubten, sie könnten aus einer Position der Stärke heraus mit Russland verhandeln. Russland werde seine Luftangriffe auf die Ukraine fortsetzen. Die Politik der Ukraine sei nicht auf Verhandlungen ausgerichtet.

10.09 Uhr: Rumäne in Russland wegen Spionage für Ukraine verurteilt

Ein wegen Spionage für die Ukraine in Russland festgenommener Rumäne ist nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Der 2002 geborene Mann habe im Auftrag der Ukraine Standorte der russischen Flugabwehr im Schwarzmeerkurort Sotschi erkundet, hieß es in einer Pressemitteilung des FSB. Das vor einem Gericht in der südrussischen Region Krasnodar gefällte Urteil trat in Kraft, wie der FSB mitteilte.

07.50 Uhr: Ein Toter bei russischem Angriff auf Schiffe im Schwarzen Meer

Bei einem russischen Drohnenangriff im Schwarzen Meer ist nach ukrainischen Angaben ein Besatzungsmitglied eines unter der Flagge Panamas fahrenden Schiffes getötet worden. Zwei weitere Menschen an Bord seien verletzt worden, teilt der ukrainische Vize-Ministerpräsident Oleksij Kuleba über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem sei ein weiteres Schiff unter der Flagge von St. Kitts und Nevis getroffen worden. Dabei seien drei Seeleute leicht verletzt worden.

04.02 Uhr: Lawrow sieht in EU keinen geeigneten Verhandlungspartner

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht in der Europäischen Union keinen geeigneten Verhandlungspartner, um ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. Das eigentliche Ziel der europäischen Politiker sei nicht, mit Russland zu verhandeln, sondern die Regierung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu retten und das Nachbarland als Ausgangspunkt für eine fortgesetzte Konfrontation mit Russland zu erhalten, schrieb Lawrow in einem vom russischen Außenministerium im Internet veröffentlichten Artikel.

Zuvor hatte ein EU-Beamter bestätigt, dass das Büro von EU-Ratspräsident António Costa Kontakt mit Russland aufgenommen habe für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges.

01.23 Uhr: Ärger bei EU-Gipfel um Russland-Initiative Costas

EU-Ratspräsident Antonio Costa hat beim EU-Gipfel mit seiner Kontaktaufnahme mit Russland für Verärgerung gesorgt. Aus deutschen Regierungskreisen war nach den Beratungen zum Ukraine-Krieg von einem "Affront" die Rede. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe in der Sitzung klargestellt, dass Costa der Repräsentant der Europäischen Union sei, aber nicht der Vermittler. Costas Büro hatte zuvor bestätigt, dass es kurze Kontakte mit Russland gab, um diplomatische Kanäle zu öffnen - ohne inhaltlichen Austausch und ohne Verhandlungen. Es soll um zwei Telefonate von Mitarbeitern des EU-Ratspräsidenten gegangen sein. 

Costa verteidigte die Kontaktaufnahme nach Angaben aus seinem Umfeld beim Gipfel. "Das Ziel war es, bereit zu sein, wenn der richtige Moment gekommen ist, um die Interessen der EU zu verteidigen", argumentierte er nach Angaben einer EU-Beamtin im Gespräch mit den Staats- und Regierungschefs. 

01.04 Uhr: EU-Staaten wollen Russland-Sanktionen erstmals um zwölf Monate verlängern

Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich darauf verständigt, bestehende Sanktionen gegen Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine erstmals um ein Jahr zu verlängern. Dies hätten 27 Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfeltreffen am Donnerstagabend in Brüssel beschlossen, sagte eine Sprecherin von EU-Ratspräsident António Costa. In der Vergangenheit waren die Maßnahmen stets um lediglich sechs Monate verlängert worden.

00.28 Uhr: EU beansprucht künftig "Schlüsselrolle" bei Ukraine-Lösung

Die EU beansprucht bei künftigen Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine eine Schlüsselrolle. Der EU-Gipfel unterstrich am Donnerstagabend in Brüssel, dass man die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs unterstütze. "Europa kommt bei einer künftigen Lösung eine Schlüsselrolle zu und ist bereit, seine Interessen zu verteidigen", wird in der Gipfel-Erklärung betont. Russland habe seine Angriffe auf die Ukraine verstärkt, da die Regierung in Moskau erkannt habe, dass sie die militärischen und strategischen Ziele in der Ukraine nicht erreichen könne. Der EU-Gipfel forderte Russland nachdrücklich auf, echte Bereitschaft zum Frieden zu zeigen. Ziel müsse ein "vollständiger, bedingungsloser und sofortiger Waffenstillstand" sein

Freitag, 19. Juni 2026

23.51 Uhr: Selenskyj will beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut eine schnelle EU-Vollmitgliedschaft gefordert. "Die Zukunft Europas – frei, vereint und in Frieden – entscheidet sich in unserer Verteidigung. Das zeigt, wie einzigartig unsere Situation ist", sagte Selenskyj in Auszügen der Rede auf dem EU-Gipfel, die auf der Plattform X veröffentlicht wurden. "Der wichtigste Schritt in dieser Hinsicht könnte ein beschleunigter Weg für den Beitritt der Ukraine zur EU sein." Die EU hat gerade das erste Verhandlungskapitel mit der Ukraine und der Republik Moldau beschlossen. Die Bundesregierung plädierte für eine assoziierte Mitgliedschaft als Zwischenschritt.

23.34 Uhr: Selenskyj - Kenne keine Details der Costa-Initiative

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Kontaktaufnahme des Teams von EU-Ratspräsident Antonio Costa mit Russland noch nicht beurteilen. "Ich kenne nicht allzu viele Details darüber", sagte Selenskyj der Deutschen Presse-Agentur beim Verlassen des EU-Gipfels in Brüssel auf die Frage, wie er die Initiative findet. Costas Büro hatte zuvor bestätigt, Kontakt mit Russland für mögliche Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Krieges aufgenommen zu haben. "In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu eröffnen", bestätigte ein EU-Beamter. Es seien jedoch keine inhaltlichen Gespräche geführt worden.

23.32 Uhr: EU-Regierungen verlängern Russland-Sanktionen weitere zwölf Monate

Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs haben die bisherigen Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs um zwölf Monate verlängert. Das teilte der Sprecher von EU-Ratspräsident Antonio Costa nach Beratungen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit. Bisher wurden die Sanktionen jeweils für sechs Monate verlängert.s

20.20 Uhr: Russischer Nationalist fordert Atomwaffeneinsatz gegen die Ukraine

Nach einem Großangriff Hunderter ukrainischer Drohnen hat der russische Nationalist Konstantin Malofejew den Einsatz von Kernwaffen verlangt. Das russische Militär kämpfe "gentlemanlike mit halber Kraft", kritisierte Malofejew am Donnerstag auf Telegram. «Krieg bedeutet Sieg um jeden Preis», schrieb Malofejew und schlug den Einsatz "der Atomwaffen vor, die unsere Vorfahren entwickelt und gehortet haben, während sie die gesamte Kraft des Landes genau zu diesem Zweck mobilisierten – um zu gewinnen".

Der russische Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin drohte, Russland werde seine Angriffe auf die Ukraine verstärken. "Ihr Vorgehen wird zu Gegenmaßnahmen unsererseits führen und dazu, dass wir härtere Schläge mit noch mächtigeren Waffen austeilen werden", sagte er im Fernsehen.

19.41 Uhr: Ukraine erhält Milliardenzusage für Militärhilfe

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben umfangreiche neue Zusagen für Militärhilfe in Milliardenhöhe für ihren Abwehrkampf gegen Russland bekommen. Bei einem von Deutschland und Großbritannien geleiteten Treffen im Nato-Hauptquartier in Brüssel wurden rund eine Milliarde Dollar (900 Mio. Euro) für die Finanzierung von US-Rüstungsgütern zugunsten der Ukraine zugesagt, wie Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer anschließenden Pressekonferenz sagte.

Zudem sei Unterstützung für weitreichende Artilleriesysteme sowie für die Produktion von Drohnen und Raketen angekündigt worden, sagte er. Allein die Niederlande hätten Unterstützung für mehr als 700 Marschflugkörper versprochen.

19.00 Uhr: EU-Regierungen warnen vor zu schnellen Kontakten mit Moskau

Mehrere EU-Spitzenpolitiker warnen vor dem EU-Gipfel davor, voreilig Verhandlungen mit Russland über die Ukraine aufzunehmen. "Zunächst einmal muss es auf der anderen Seite jemanden geben, der zum Frieden bereit ist", sagt der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs. "Es ist viel besser, einzugreifen, wenn wir positive Signale aus Russland sehen, die zeigen, dass das Land zur Aufnahme von Friedensverhandlungen oder zu einem Waffenstillstand bereit ist", sagt Litauens Präsident Gitanas Nauseda. Sie reagieren auf eine Meldung, dass das Büro des EU-Ratspräsidenten Antonio Costa in den vergangenen Wochen "kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene" mit dem Kreml geknüpft hatte. Andere drängen jedoch auf einen Dialog mit Moskau. Die EU solle die "Dynamik" rund um die Friedensgespräche in der Ukraine nutzen, um die Bemühungen zur Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin voranzutreiben, sagt der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker der "Financial Times".

18.42 Uhr: Polnische Polizei nimmt nach Schüssen auf Kreml-Kritiker mutmaßlichen Todesschützen fest

Vier Tage nach tödlichen Schüssen auf einen exilierten russischen Künstler und Regierungskritiker hat die polnische Polizei nach eigener Einschätzung den Täter gefasst. Es werde noch ermittelt, ob jemand dem Verdächtigen bei der Planung der Tat oder bei der Flucht geholfen habe, sagte der Polizeisprecher der Woiwodschaft (Regierungsbezirk) Lublin. "Doch derzeit deutet alles darauf hin, dass der Mann eher allein gehandelt hat, um diesen Anschlag zu verüben", sagte Sprecher Andrzej Fijolek.

Am Montag war in der ostpolnischen Kleinstadt Biala Podlaska ein russischer Aktionskünstler und Karikaturist mit dem Pseudonym Semjon Skrepezki auf der Straße mit fünf Schüssen getötet worden. Ministerpräsident Donald Tusk sprach schon am Mittwoch davon, dass vieles auf einen politischen Mord hindeute, selbst wenn man noch auf nähere Beweise warten müsse. Sollte Russland seine Hand im Spiel haben, wäre dies ein Fall von Staatsterrorismus, sagte Tusk.

17.16 Uhr: Österreichs Kanzler fordert EU zu Gesprächen mit Putin auf

Der österreichische Bundeskanzler Christian Stocker hat die Europäische Union aufgefordert, die Dynamik auf dem Schlachtfeld in der Ukraine für Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu nutzen. "Kriege enden nicht mit Waffen, sondern mit erfolgreicher Diplomatie", sagte Stocker in einem Interview der Zeitung "Financial Times". Damit Diplomatie erfolgreich sein könne, brauche es Gespräche und Verhandlungen. Diese Kanäle müssten zuerst geöffnet werden.

17.02 Uhr: Litauen - EU solle im Juli alle Verhandlungskapitel mit Ukraine eröffnen

Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat sich dafür ausgesprochen, dass die EU noch im Juli alle Verhandlungskapitel mit den Beitrittskandidaten Ukraine und der Republik Moldau eröffnet. Er bezeichnet die ukrainischen Angriffe auf Ölanlagen in Moskau vor dem EU-Gipfel in Brüssel zudem als einen "gamechanger" im Krieg.

16.55 Uhr: Deutscher Flottenbefehlshaber sieht zunehmende Aggressivität in der Ostsee

Der Befehlshaber der Flotte, Vizeadmiral Axel Deertz, hat erklärt, dass die Präsenz russischer Kriegsschiffe und die Sicherheit im Ostseeraum im besonderen Fokus der Deutschen Marine stünden. Die Ostsee sei "eine Gegend, wo sich die sicherheitspolitische Lage spürbar verdichtet hat, wo ein potenzieller Gegner ziemlich potent unterwegs ist und zunehmend aggressiver auftritt", sagte Deertz am Rande einer Konferenz in Kiel.

Graduell nehme die Aggressivität zu, sagte Deertz. "Wir haben aus dem Kalten Krieg Regeln, die wir von beiden Seiten nach wie vor beherzigen", erklärte er. Ziel sei es, Missverständnisse zu vermeiden. Es sei aber unredlich zu sagen, dass das Risiko eines militärischen Zwischenfalls bei null liege. "Es muss sich jetzt keiner Sorgen machen, dass er morgen angegriffen wird", so Deertz, "aber wir müssen die Augen eben aufhalten". In den vergangenen Tagen hatten rund 6.000 Soldaten aus 15 Nationen auf 20 Schiffen beim Nato-Manöver Baltops in der Ostsee trainiert.

16.40 Uhr: Russland droht Ukraine mit "massiven" Angriffen

Nach dem ukrainischen Großangriff auf Ziele in Moskau hat Russland mit Vergeltung gedroht. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte zu Journalisten in Moskau, Kreml-Chef Wladimir Putin habe bereits angekündigt, dass Russland weitere "massive Angriffe" gegen die Ukraine ausführen werde. Die russische Armee setzte "dies um und wird das auch weiterhin tun".

Die Ukraine hatte zuvor den größten Angriff auf die russische Hauptstadt seit Jahren ausgeführt und dabei auch eine wichtige Ölraffinerie getroffen. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin wurden von der Luftabwehr in Moskau 180 ukrainischen Drohnen abgewehrt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht seien landesweit mehr als 500 Drohnen zerstört worden. 

16.27 Uhr: EU-Quellen - Brüssel bemüht sich in aller Stille um Kontakt zu Moskau

Die EU hat nach Angaben von Diplomaten versucht, Gesprächskanäle nach Moskau zu öffnen. "In den vergangenen Wochen gab es kurze Kontakte auf diplomatischer Ebene, um Kommunikationskanäle zu öffnen", sagte ein EU-Vertreter. Es sei aber nichts Substanzielles besprochen worden. Ein zweiter EU-Vertreter bestätigte die Initiative. Die EU wolle erreichen, dass sie bei möglichen Gesprächen zur Beendigung des Ukraine-Krieges nicht außen vor bleibt, sagten beide.

Die EU-Vertreter erklärten, EU-Ratspräsident António Costa habe sich "eng mit den europäischen Staats- und Regierungschefs über ein mögliches Engagement gegenüber Russland" und die Themen , die erörtert werden sollen, abgestimmt. Die EU müsse in jedem Szenario spezifische Interessen verteidigen. Daher sei es "wichtig, etablierte diplomatische Kanäle mit Russland zu haben". Die EU sei aber "kein Vermittler. Sie unterstützt die Ukraine in ihren Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden".

16.09 Uhr: Ukraine und Deutschland vereinbaren Kooperation bei Raketenabwehr

Die Ukraine und Deutschland unterzeichnen eine Vereinbarung über Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen. Dies teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Er rief andere westliche Verbündete auf, sich der Initiative anzuschließen, um bis zum Winter Ergebnisse zu erzielen. Bei einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe betonte Selenskyj zudem, sein Land benötige dringend weitreichende Artillerie und unbemannte Fahrzeuge. Zudem forderte er die Entwicklung zusätzlicher Finanzinstrumente zur langfristigen Unterstützung der ukrainischen Armee.

15.38 Uhr: London - Liefern Ukraine bis Ende des Jahres 150.000 Drohnen

Großbritannien will der Ukraine bis Ende des Jahres 150.000 Drohnen liefern. Hinzu kommen 350 Luftabwehrraketen und Radarsysteme. Das kündigte der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis bei einem Treffen der Nato-Außenminister und Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel an. Finanziert wird das gut 750 Millionen Pfund (rund 865 Millionen Euro) schwere Paket durch einen Kredit, der mit den Erlösen aus eingefrorenem russischen Vermögen gegenfinanziert wird. 

"Dieses Paket von Drohnen, Luftabwehrraketen und Radar-Systemen wird dabei helfen, unschuldige Menschen in der Ukraine vor Putins Sperrfeuer aus Drohnen und Raketen zu schützen", sagte Jarvis einer Mitteilung zufolge.

14.29 Uhr: Selenskyj - Wenn Ukraine brennt, wird Moskau brennen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht mit massiven Angriffen auf Moskau, sollte Russland seinen Krieg fortsetzen. "Wir wollen diesen Krieg nicht, wir haben ihn nie gewollt, und jeder weiß das", erklärte er in einer an Journalisten verschickten WhatsApp-Sprachnachricht. Wenn Putin diesen Krieg nicht beenden und ihn fortsetzen wolle, werden man aber "nicht still dasitzen – wir werden reagieren". Wenn die Ukraine brenne, werde auch Moskau brennen, fuhr Selenskyj fort.

Moskau war in der Nacht erneut mit zahlreichen Drohnen angegriffen worden. Zum zweiten Mal in dieser Woche wurde dabei eine Ölraffinerie der Millionenmetropole getroffen. Selenskyj zufolge handelte es sich um Vergeltungsschläge für schwere russische Angriffe am Montag, bei denen mindestens zehn Menschen im ganzen Land getötet und das 1000 Jahre alte Höhlenkloster in Kiew beschädigt wurden.

14.06 Uhr: Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen sollen in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden sein. Russland habe die Stadt Sumy im Nordosten des Landes mit zwei schweren Gleitbomben angegriffen, teilte Oleh Hryhorow, der Chef der regionalen Militärverwaltung, mit. Dabei sei ein 64-jähriger Mann ums Leben gekommen, der an einem Fluss geangelt habe.

In der zentral gelegenen Stadt Dnipro wurde nach Angaben von Olexander Hanscha, dem Chef der Militärverwaltung in der Region Dnipropetrowsk, ein weiterer Mann bei einem russischen Angriff getötet. Neun Menschen seien verletzt worden.

13.14 Uhr: Russland - Europäer beeinflussten Trump bei G7 mit "schädlichen Ideen"

Russland wirft den europäischen Staats- und Regierungschefs vor, US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel mit "schädlichen Ideen" zum Ukraine-Krieg beeinflusst zu haben. Sie hätten versucht, ihn in eine "wenig hilfreiche Richtung" zu drängen, sagte der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow, im russischen Staatsfernsehen. Die Darstellung der Europäer, dass sich die militärische Lage der Ukraine verbessert habe, sei falsch. Trump sei jedoch ein starker Politiker, der an seinen eigenen Ansichten festhalte. Russland erwarte einen Besuch der Trump-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Ein Termin dafür stehe noch nicht fest.

13.01 Uhr: Laschet plädiert für diplomatischen Dialog mit Russland

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat die EU-Staats- und Regierungschefs vor ihrem Gipfel in Brüssel aufgefordert, Russland einen diplomatischen Dialog anzubieten. Die Europäer sollten Moskau ihre Forderungen sowie ein Konzept vorlegen und klar machen: "Wir sind bereit, in den Dialog einzutreten", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag dem Fernsehsender Phoenix. "Möglicherweise kommen wir da heute auf dem Gipfel in Brüssel einen Schritt weiter".

Die Aufnahme eines Dialogs mit Russland wäre "ein großer Schritt", sagte Laschet. Dabei sei es wichtig, dass auch Länder wie die baltischen Staaten oder Polen dafür Rückendeckung geben würden. Es müssten "alle 27 sagen: 'Ja, jetzt ist der Zeitpunkt da'".

12.21 Uhr: Selenskyj will mit Nato-Verbündeten über Luftabwehr-Lieferung beraten

Bei dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im sogenannten Ramstein-Format am heutigen Donnerstag soll die Lieferung von Luftabwehrsystemen besprochen werden. Dabei gehe es um eine Lieferung über das sogenannte Purl-Programm (Partnership for Ukraine Resilience Liaison) der Nato, bei dem Verbündete den Kauf von US-Waffen für die Ukraine finanzieren, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Bei den Gesprächen solle es zudem um den Aufbau eines Systems zur Abwehr ballistischer Raketen durch die Ukraine und ihre Partner gehen.

11.51 Uhr: Russland und Ukraine tauschen Leichen gefallener Soldaten aus

Russland und die Ukraine haben erneut Leichen von im Krieg gefallenen Soldaten ausgetauscht. Die Ukraine habe Russland 33 Leichen übergeben, im Gegenzug habe die Ukraine von Russland 522 Leichen erhalten, berichtet das russische Medienportal RBC unter Berufung auf einen russischen Abgeordneten.

11.36 Uhr: Pistorius kündigt weitere 400 Millionen Dollar für Waffen für Ukraine an

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat der Ukraine weitere Unterstützung für ihren Verteidigungskampf gegen Russland zugesagt. Deutschland werde sich über den Purl-Mechanismus mit 200 Millionen Dollar (rund 174 Millionen Euro) an einem neuen US-Waffenpaket für Kiew beteiligen, sagte Pistorius am Rande eines Treffens mit Nato-Kollegen in Brüssel. Zusätzlich werde Berlin 200 Millionen Dollar zur Beschaffung von speziellen Lenkflugkörpern für die Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot beisteuern. 

Pistorius sagte, Deutschland gehe mit den neuen Militärhilfen voran. "Wir wollen auf diesem Weg weitere Unterstützer im Kreis der Ukraine Defense Contact Group ermutigen, sich ebenfalls an der Finanzierung für PAC-3-Lenkflugkörper zu beteiligen", betonte er. Die sogenannte Ukraine-Kontaktgruppe (UDCG) unter Leitung Großbritanniens und Deutschlands wollte am Nachmittag zusammenkommen. Zu dem Treffen wurde auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet. 

11.23 Uhr: Selenskyj - Angriff auf Moskau soll Putin an Verhandlungstisch zwingen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Großangriff auf Moskau als Druckmittel für Verhandlungen über ein Kriegsende dargestellt. Der umfassende Drohneneinsatz gegen die russische Hauptstadt sei Teil der Bemühungen, Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu zwingen, erklärte er. Die Zeit für ein Ende des Krieges sei gekommen. Russland müsse die notwendigen diplomatischen Schritte ergreifen.

10.55 Uhr: Selenskyj bestätigt Attacke auf russische Ölraffinerie

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte in sozialen Netzwerken die Attacke auf die russische Ölraffinerie. Er bezeichnete den Angriff als Teil der ukrainischen "Langstrecken-Sanktionen" gegen die russische Ölindustrie. Das sei die gerechte Antwort auf die ständigen russischen Schläge gegen ukrainische Städte und Gemeinden, schrieb er. Er dankte den ukrainischen Geheimdiensten für den Angriff. Die Anlage sei ein für die russische Kriegsmaschinerie wichtiges Objekt gewesen, schrieb er. 

Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin zufolge ist die Attacke eine der schwersten ukrainischen Drohnenangriffe auf Moskau seit Kriegsbeginn. Nach letztem Stand hat die Flugabwehr mehr als 190 Drohnen abgeschossen. Offiziell ist bislang nichts über das Ausmaß der Schäden in der Ölverarbeitungsanlage bekannt. Das unabhängige Internetportal "Astra" hat nach der Auswertung von Videoaufnahmen mindestens fünf Brandherde in der Raffinerie ausgemacht. Offiziellen Angaben zufolge wurde auch ein Wohnhaus in Moskau getroffen.

Im Audio: Rauchwolken über Moskau nach Drohnenattacken

Rauch steigt über einer Ölraffinierie in Moskau auf
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Drohnenangriff auf Ölraffinerie in Moskau

08.46 Uhr: Flugbetrieb an Moskauer Flughäfen nach Drohnenangriff ausgesetzt

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist der Flugbetrieb an allen großen Moskauer Flughäfen aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt worden. Dies teilte die russische Luftfahrtbehörde mit. Behörden haben den Abschuss von 180 ukrainischen Drohnen über der Hauptstadt gemeldet.

07.40 Uhr: Russland - 555 ukrainische Drohnen abgefangen

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben der Regierung in der Nacht 555 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen abgefangen und zerstört. Etwa 180 Drohnen im Anflug auf Moskau seien abgeschossen worden, erklärte der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. Nach Berichten über Drohnenangriffe wurde der Verkehr auf der Moskauer Ringstraße nahe einer Ölraffinerie gestoppt, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Innenministerium.

05.46 Uhr: Rauch über Ölraffinerie von Moskau - Bürgermeister meldet Drohnenangriff

Nach Angaben eines Augenzeugens der Nachrichtenagentur Reuters sind Flammen und dicke Rauchwolken im südöstlichen Moskauer Stadtteil Kapotnja zu sehen. Dort befindet sich die Ölraffinerie der russischen Hauptstadt. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte auf Telegram mit, die russische Luftabwehr habe über 40 anfliegende Drohnen abgeschossen. Mehrere Drohnen hätten die Ölraffinerie erreicht. In einem Moskauer Außenbezirk sei ein Einkaufszentrum durch herabfallende Drohnentrümmer leicht beschädigt worden. Verletzte habe es nicht gegeben.

02.40 Uhr: Ukraine meldet russische Raketenangriffe auf Kiew

Das russische Militär hat mehrere Raketen auf Ziele in der Ukraine abgefeuert. "Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an", teilte der Militärgouverneur der Hauptstadt Kiew, Tymur Tkatschenko, bei Telegram mit. In der Innenstadt waren mehrere Explosionen zu hören, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge flogen mindestens zwei Raketen in Richtung der Dreimillionenstadt, eine war auf das zentralukrainische Gebiet Poltawa gerichtet.

01.01 Uhr: Selenskyj - wichtiges Gespräch mit Trump und Macron

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte auf Telegram mit, er habe zum Abschluss des G7-Gipfels in Evian mit US-Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gesprochen. "Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, das viel verändern könnte." In einem weiteren Beitrag erklärte Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Ergebnisse des G7-Gipfels gesprochen. "Die Hauptsache ist, an der Stärkung unserer Verteidigung zu arbeiten und US Lizenzen für die Produktion von Luftabwehrsystemen zu erhalten", schrieb Selenskyj.

Donnerstag, 18. Juni 2026

21.42 Uhr: Trump erwägt Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland

US-Präsident Donald Trump schließt eine Wiedereinführung von Sanktionen gegen Russland nicht aus. Er habe sicherstellen wollen, dass der Ölpreis so niedrig wie möglich bleibe, sagt Trump. "Ich werde sie vielleicht wieder einführen", erklärt er mit Blick auf die Strafmaßnahmen.

Das US-Finanzministerium veröffentlichte keine Verlängerung für die Ausnahmegenehmigung von Sanktionen auf russisches Öl, das über den Seeweg transportiert wird. Die Regelung ist um Mitternacht (Ortszeit) abgelaufen.

19.06 Uhr: Macron sieht Einigkeit bei Ukraine-Hilfe

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat die Einigkeit der G7-Staaten bei der Unterstützung der Ukraine unterstrichen. Macron sagte, das Gipfeltreffen in Évian habe eine beispiellose Übereinstimmung unter den angereisten Staats- und Regierungschefs hervorgebracht. Macron hatte als Gastgeber auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeladen.

Alle seien sich einig gewesen, die Luftverteidigungskapazitäten der Ukraine zu verstärken, erklärte Macron auf einer Pressekonferenz. US-Präsident Donald Trump habe die Mobilisierung der amerikanischen Rüstungsindustrie und deren Fähigkeit zur Lieferung solcher Rüstungsgüter hervorgehoben. Zudem würdigte Macron die Einigung der Staats- und Regierungschefs, den Druck auf Russland unter anderem durch schärfere Sanktionen zu erhöhen, als äußerst bedeutsam.

Im Video: Selenskyj begrüßt G7-Zusagen

Vieraugengespräch zwischen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Wolodymyr Selenskyj in Evian.
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Selenskyj begrüßt G7-Zusagen

17.48 Uhr: Bulgarien will neue EU-Sanktionen gegen Russland nur zum Teil mittragen

Bulgarien will einen Teil möglicher neuer EU-Sanktionen gegen Russland nicht mittragen. Außenministerin Welislawa Petrowa sagte am Mittwoch im Parlament in Sofia zu Journalisten, ihre Regierung sei gegen Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill und gegen Maßnahmen, die "direkt" den Erdölriesen Lukoil und seine Tochterunternehmen treffen würden.

"Die Position Bulgariens ist sehr klar", sagte die Ministerin. "Wir unterstützen Sanktionen, die wirtschaftliche Auswirkungen haben, die die Mitgliedstaaten nicht mehr bestrafen als das Land, das den Krieg führt, und die nicht nur symbolischen Charakter haben."

So wolle die bulgarische Regierung die "Energiesicherheit des Landes" bewahren, sagte Petrowa. Diese Haltung werde von anderen EU-Staaten geteilt. Die Ministerin warnte zudem, Sanktionen gegen den russischen Patriarchen Kirill würden Nährboden für "anti-europäische Propaganda" bieten, weil der Eindruck entstehen würde, Europa mische sich in Kirchenangelegenheiten ein. Kirills Vermögen in bestimmten Banken einzufrieren würde die Aktivitäten des Patriarchen nicht einschränken, deswegen wäre ein solcher Schritt eher "symbolisch", argumentierte Petrowa.

17.27 Uhr: EU-Beamter - EU hat diplomatische "Kontakte" mit dem Kreml aufgenommen

Das Büro von EU-Ratspräsident António Costa hat in den vergangenen Wochen diplomatischen Kontakt mit dem Kreml aufgenommen. Es seien "kurze Kontakte" auf diplomatischer Ebene geknüpft worden, um "Kommunikationskanäle zu öffnen" teilte ein EU-Beamter am Mittwoch mit. Dabei sei nichts Inhaltliches besprochen worden, fügte er hinzu.

17.25 Uhr: Verteidigungsminister - Ukrainische Drohnen sollen Krim in Insel verwandeln

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat eine Isolation der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim mittels Drohnenangriffen angekündigt. "Es sieht so aus, als ob sich die Krim in Kürze in eine Insel verwandelt", sagte der Minister in einem Interview. Für die Ukraine öffne sich mit den Angriffen auf die russischen Nachschublinien ein "Fenster der Möglichkeiten". "Für die Russen beginnt eine Hölle, die sie nur schwerlich meistern werden", kündigte Fedorow an. Das betreffe nicht nur die Krim, sondern auch die Ostukraine. 

13.51 Uhr: Drohne schlägt in Reisebus mit Kindern ein

Beim Einschlag einer Drohne in den Bus einer Schülermannschaft in der westrussischen Region Brjansk ist nach offiziellen Angaben eine Frau getötet worden. Sieben Personen, darunter fünf Kinder, seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte das russische Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sollen in dem Reisebus 44 Personen gesessen haben, darunter 28 Kinder einer Fußballmannschaft aus dem belarussischen Gomel. Der Bus war demnach zum Badeort Gelendschik an der russischen Schwarzmeerküste unterwegs.

Die Region Brjansk liegt an der Grenze zur Ukraine. Das ukrainische Militär beschießt Fahrzeuge in der Region intensiv mit Drohnen. Ziel ist es, den Nachschub russischer Invasionstruppen in der Ukraine zu behindern. Allerdings haben ukrainische Drohnen dabei auch schon mehrfach zivile Opfer gefordert.

Das Außenministerium in Minsk verurteilte den Angriff als "terroristischen Akt gegen die Zivilbevölkerung" und forderte eine Erklärung für den Vorfall. Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach ebenfalls von einem Terrorangriff und warf der ukrainischen Führung vor, "Jagd auf friedliche Bürger und insbesondere Kinder zu machen".

Die ukrainische Armee wies die Anschuldigung als "falsch" zurück. Sie habe zu dem Zeitpunkt keine Angriffe in Brjansk ausgeführt, erklärte sie.

13.29 Uhr: Merz erwartet neue Russland-Sanktionen

Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet neue Sanktionen gegen Russland sowohl von der EU als auch den USA. "Alle G7-Partner werden den Druck auf Moskau erhöhen, auch durch Sanktionen. Das setzt einen neuen Ton, auch in der transatlantischen Einigkeit und Entschlossenheit", sagte Merz am Mittwoch am Rande des G7-Gipfels in Evian, den er als Erfolg bezeichnete. Erstmals seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump sei es gelungen, wieder eine gemeinsame Stellungnahme der wichtigsten westlichen Industriestaaten zu verabschieden.

Zugleich sprach Merz von einer nötigen deutlichen Erhöhung der Rüstungsproduktion in Europa. Mit Blick auf die in der G7-Erklärung erwähnte Kooperation der Rüstung für die Ukraine sagte er: "Da geht es in der Tat um umfassende Lizenzerteilungen auch von amerikanischen Unternehmen an europäische Hersteller."

13.15 Uhr: Ukraine – Tanker der russischen Schattenflotte attackiert

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer angegriffen. Bei dem Schiff handele es sich um den Tanker "FINA A", teilt der ukrainische Generalstab auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Das Ziel sei erfolgreich getroffen worden, das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Zudem seien zwei Straßenbrücken in von Russland besetzten Gebieten attackiert worden. Dabei handele es sich um eine Straßenbrücke über den Nord-Krim-Kanal nahe der Siedlung Stawky sowie eine weitere Brücke nahe Wojinka im besetzten Teil der südlichen Region Cherson. Mit der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die westlichen Sanktionen zu umgehen und sein Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dabei kommen oft veraltete Tanker mit unklaren Besitzverhältnissen zum Einsatz, die auch eine Gefahr für die Umwelt darstellen können.

12.57 Uhr: Selenskyj begrüßt G7-Zusagen

Beim G7-Gipfel in Frankreich hat die Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj wichtige Zusagen für weitere Unterstützung in ihrem Abwehrkampf gegen Russland erhalten. Die Spitzenpolitiker der führenden Industrienationen versprachen, die ukrainische Luftverteidigung zu stärken, die Energieversorgung des Landes zu sichern und den internationalen wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu erhöhen.

"Der G7-Gipfel in Frankreich hat wichtige Ergebnisse für die Ukraine gebracht", schrieb Selenskyj am Mittwoch auf der Plattform X. Vor allem sei eine weitere Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung vereinbart worden. "Unsere Partner werden unsere Verteidigung und unsere Widerstandsfähigkeit im Energiebereich unterstützen." Selenskyj erklärte zudem, dass neue Sanktionen gegen Moskau verhängt würden.

12.45 Uhr: Russische Ölförderung wegen ukrainischer Angriffe gesunken

Die russische Ölförderung ist im vergangenen Monat wegen verstärkter ukrainischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Sie belief sich auf 8,7 Millionen Barrel pro Tag und lag damit zehn Prozent unter der Zielvorgabe für Mai, wie die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch mitteilte. Die Ukraine greife mit Langstreckendrohnen inzwischen auch weiter im russischen Landesinneren gelegene Fördergebiete an, hieß es am Mittwoch im Monatsbericht der in Paris ansässigen Agentur, die Industriestaaten in Energiefragen berät. Wegen der Angriffe senkte die IEA ihre Prognose für die russische Rohölförderung in diesem Jahr um 200.000 Barrel auf täglich 8,95 Millionen Barrel.

12.10 Uhr: Bundesregierung – Russland kann Krieg nicht gewinnen

Die schwindenden militärischen Aussichten Russlands im Ukraine-Krieg machen nach Einschätzung der Bundesregierung Friedensverhandlungen wahrscheinlicher. "Russland kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Das wird immer deutlicher", sagt ein Regierungssprecher in Berlin. Die Bundesregierung wolle gemeinsam mit den G7-Partnern diese Dynamik nutzen, um einen neuen Anlauf für ernsthafte Friedensgespräche zu nehmen. Russland zeige bisher jedoch keine Verhandlungsbereitschaft.

11.37 Uhr: Papst nach Vereinbarung zu Iran-Krieg mit Appell für Ukraine

Papst Leo XIV. hat die für Freitag avisierte Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Iran und den USA für ein Ende des Krieges begrüßt. Zugleich erinnerte Leo XIV. an den im Februar 2022 begonnenen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, von wo es "schmerzliche Nachrichten" gebe: "So viele unschuldige Opfer, ermordet, Kirchen und kulturelle Stätten von Flammen verwüstet, so viele Menschen weinen um ihre getöteten Lieben", so der Papst. "Ich rufe dazu auf, alles zu tun, dass dieser Krieg endet", so der Papst. "Ich bete zum Herrn, dass es zu einem gerechten und dauerhaften Frieden kommen kann."

11.11 Uhr: Lockerung von US-Öl-Sanktionen gegen Russland ausgelaufen

Die Gültigkeit einer Ausnahmeregelung zu gelockerten US-Sanktionen gegen russisches Öl ist abgelaufen. In der Nacht zu Mittwoch (US-Ortszeit) endete die im entsprechenden Dokument des US-Finanzministeriums festgelegte Periode, innerhalb der Sanktionen auf Eis gelegt waren. Es blieb unklar, ob die USA eine weitere Verlängerung der Ausnahme planen.

US-Präsident Donald Trump hatte auf dem G7-Gipfel am Genfersee in Aussicht gestellt, dass die USA zu Öl-Sanktionen gegen Russland, die auf Eis gelegt worden waren, zurückkehren. Er begründete es damit, dass Öl wieder fließe. Er legte sich aber nicht auf einen möglichen Zeitpunkt fest. 

10.06 Uhr: Kanadas Premier sieht in Trumps Auftritt bei G7-Gipfel möglichen "Wendepunkt"

Kanadas Premierminister Mark Carney sieht im Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel einen möglichen Wendepunkt. Das Treffen eröffne die Möglichkeit eines "Game-Changers" mit Blick auf die Kriege in der Ukraine, aber auch im Libanon, sagte Carney am Mittwoch im französischen Evian. Es habe in den Gipfel-Diskussionen "einen veränderten Ton" gegeben.

Bei der Ukraine hätten sich die Gipfel-Teilnehmer auf eine "realistischere Einschätzung des weiteren Verlaufs dieses Krieges" sowie die Haltung gegenüber Russland und die Verschärfung der Sanktionen einigen können, sagte Carney.

09.12 Uhr: Laschet – EU-Beitritt der Ukraine wird "sehr, sehr langer Prozess"

Armin Laschet rechnet mit einem jahrzehntelangen Weg der Ukraine in die EU. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag sagte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk: "Ich glaub, dass das in der Tat ein sehr, sehr langer Beitrittsprozess werden wird." Man könne sich vorstellen, "was da alles an Details zu verhandeln ist". 

Zugleich müsse sich die EU strukturell verändern. "Außerdem muss sich die Europäische Union selbst beitrittsfähig machen, also mit den bisherigen Verfahren und der Einstimmigkeit wird das nicht mehr funktionieren", sagte Laschet. 

01.51 Uhr: Vier Tote bei russischen Angriffen in der Ost- und Südostukraine

Bei russischen Angriffen auf Städte im Osten und Südosten der Ukraine sind nach offiziellen Angaben vier Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt Slowjansk in der Region Donezk starben der Staatsanwaltschaft zufolge drei Menschen bei zwei Bombenangriffen, fünf weitere wurden verletzt. Slowjansk gehört zum schwer befestigten ukrainischen "Festungsgürtel", der als Schlüssel zur Eindämmung der langsam vorrückenden russischen Offensive in der Region gilt. In Saporischschja wurde nach Polizeiangaben bei einem Drohnenangriff ein Mann in seinem Auto getötet, sieben weitere Menschen verletzt. Zudem gerieten dort ein Wohnhaus und ein Einkaufszentrum in Brand, wie Gebietsgouverneur Iwan Fedorow mitteilte.

01.22 Uhr: G7-Staaten kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten.

Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Zudem wird von einem «richtigen Zeitpunkt» nach dem US-Deal mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus gesprochen.

Mittwoch, 17. JUni 2026

22.05 Uhr: Zwei Tote bei Absturz eines ukrainischen Militärjets

Beim Absturz eines ukrainischen Bombers im Westen der Ukraine kommen die beiden Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Flugzeug vom Typ Su-24M sei in der Region Chmelnyzkyj während eines Einsatzes abgestürzt, wie die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mitteilt. Am Boden gibt es demnach keine Verletzten. Rettungskräfte seien an der Absturzstelle im Einsatz, die Unfallursache werde untersucht.

20.55 Uhr: Mindestens acht Tote bei russischen Luftangriffen

Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind den ukrainischen Behörden zufolge am Dienstag mindestens acht Menschen getötet worden. Bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der Region Dnipropetrowsk habe es drei Todesopfer gegeben, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha. Die russische Armee habe mit Drohnen Zivilisten angegriffen, die "auf einer Straße unterwegs waren".

Beim Beschuss von Wohngebieten in der Stadt Slowjansk in der Region Donezk kamen drei weitere Menschen ums Leben, wie der dortige Bürgermeister Vadym Liach mitteilte. Zwei weitere Tote gab es laut Behördenangaben durch Drohenbeschuss in der südlichen Region Cherson. Hier wurden demnach weitere 16 Menschen verletzt. Bei massiven russischen Angriffen waren erst in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Ukraine mindestens elf Menschen getötet worden.

20.40 Uhr: Russland bestätigt Warnschüsse gegen britische Yacht im Ärmelkanal

Russland hat Warnschüsse eines seiner Kriegsschiffe gegen eine Yacht im Ärmelkanal bestätigt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, eine unter britischer Flagge fahrende Segelyacht habe sich der Fregatte "Admiral Grigorowitsch" gefährlich genähert. Die russische Besatzung habe zunächst Signalraketen abgefeuert und akustische Signale abgegeben, "um die Aufmerksamkeit der Yacht-Besatzung zu erlangen".

"Trotz dieser Maßnahmen, hat das Schiff seine gefährliche Annäherung fortgesetzt", erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau weiter. Der Kommandeur der russischen Fregatte habe deswegen entschieden, mit Waffen kleinen Kalibers "in Richtung des Schiffs zu schießen". Daraufhin habe die Yacht mit dem Namen "Bright Future" ihren Kurs geändert und sich vom russischen Kriegsschiff entfernt.

19:05 Uhr: Merz nach Gespräch mit Trump zuversichtlich

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich nach Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump und den übrigen G7-Staats- und Regierungschefs zuversichtlich mit Blick auf ein gemeinsames Vorgehen im Ukraine-Krieg. Er empfinde einen "gewissen Grad des Optimismus, dass wir als Europäer und Amerikaner gemeinsam den Krieg beenden", sagte er am Dienstag am Rand des G7-Gipfels im französischen Evian. Er habe Trump "aufmerksam und kooperativ" zuhören sehen.

Alle G7-Partner seien sich einig, den "Druck auf Moskau zu erhöhen, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen", erklärte Merz. "Wir sind bereit zu Friedensgesprächen." Die Gespräche müssten jedoch an einem bestimmten Punkt ansetzen, sagte der Kanzler. Dazu zähle etwa, dass Russland die Forderung aufgebe, dass die Ukraine den freien Teil des Donbass aufgeben müsse.

15.44 Uhr: Höhlenkloster-Restaurierung in Kiew könnte zwei Jahre dauern

Die Reparaturen an der bei russischen Angriffen beschädigten weltberühmten Höhlenkloster-Anlage in Kiew sind nach Angaben ihres Direktors womöglich langwierig. "Nach Einschätzung unserer Experten könnten die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten etwa zwei Jahre dauern - sofern alles reibungslos verläuft", sagte Maksym Ostapenko am Dienstag Journalisten vor Ort. Der Schaden an der Anlage beläuft sich ihm zufolge auf umgerechnet rund 9,6 Millionen Euro.

14.57 Uhr: Trump will Öl-Sanktionen gegen Russland "bald" wieder in Kraft setzen

US-Präsident Donald Trump hat die Wiedereinführung zwischenzeitlich gelockerter Sanktionen auf russisches Öl in Aussicht gestellt, allerdings erst, wenn der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder anlaufe. "Bald werden wir dazu in der Lage sein, denn das Öl fließt jetzt", sagte Trump am Dienstag beim G7-Gipfel auf eine entsprechende Frage. "Wir sind in der Lage, dies bald zu tun."

14.25 Uhr: Großbritannien und Kanada verhängen neue Russland-Sanktionen

Großbritannien und Kanada erhöhen den Druck auf Russland. Wie die Regierungschefs der beiden Länder beim G7-Gipfel im französischen Évian ankündigten, sollen unter anderem Russlands Schattenflotte und Rüstungsindustrie mit neuen Sanktionen ins Visier genommen werden.

12.56 Uhr: Diplomatenkreise - G7 wollen Druck auf Russland mit neuen Energie-Sanktionen erhöhen

Die G7-Staaten haben sich nach Angaben aus Diplomatenkreisen bei ihrem Gipfel in Frankreich auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt. Die Staats- und Regierungschefs der sieben Industrienationen hätten entschieden, "den Druck auf Russland zu erhöhen, insbesondere durch Sanktionen auf Öl und Gas", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus französischen Diplomatenkreisen im Anschluss an eine G7-Sitzung zur Ukraine, an der auch US-Präsident Donald Trump teilgenommen hatte. Die G7-Staaten wollen demnach die Ukraine auch weiter bei ihrer Luftabwehr unterstützen.

12.12 Uhr: Trump - Russland sollte mit Ukraine "ein Abkommen schließen"

US-Präsident Donald Trump hat Russland zu einer Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs aufgefordert. "Russland sollte ein Abkommen schließen", sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Dienstag im französischen Evian. Er bestätigte, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Evian bereits getroffen habe und ein weiteres Gespräch mit ihm geplant sei.

11.51 Uhr: Merz und Selenskyj führen Gespräche auf G7-Gipfel

Nach seinen vorsichtig optimistischen Äußerungen über ein "Fenster für die Diplomatie" im Ukraine-Konflikt ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Rande des G7-Gipfels am Dienstag im französischen Evian mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammengetroffen. Das bilaterale Gespräch der beiden bestätigte ein Sprecher der Bundesregierung. Selenskyj hatte zuvor an einer ersten Arbeitssitzung der G7-Staats- und Regierungschefs teilgenommen, bei der es um die Lage in seinem Land amgesichts des russischen Angriffskriegs gehen sollte.

11.37 Uhr: London verhängt neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte

Großbritannien hat neue Sanktionen gegen die sogenannte russische Schattenflotte angekündigt. Unter anderem würden Schiffe sanktioniert, die Russland kürzlich gekauft habe, um Flüssigerdgas aus seinem sanktionierten Projekt WArctic LNG 2" zu transportieren, teilte die Regierung in London am Dienstag mit. Betroffen seien auch Finanznetzwerke, die Russland nutze, um westliche Sanktionen wegen des Ukraine-Krieges zu umgehen.

10.55 Uhr: Moskauer Ölraffinerie bei ukrainischem Drohnenangriff in Brand geraten

Eine Ölraffinerie am Stadtrand von Moskau ist nach Angaben der örtlichen Behörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigt worden und in Brand geraten. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden, schrieb der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, am Dienstag im Onlinedienst Max. Die vom Staatskonzern Gazprom betriebene Raffinerie liegt im Verwaltungsbezirk Kapotnja im Südosten Moskaus.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass Kiew für den Angriff verantwortlich sei. Die Region Moskau habe die Reichweite der ukrainischen Langstreckenwaffen zu spüren bekommen, schrieb er in Onlinediensten: "Eine Ölraffinerie wurde aus einer Entfernung von 500 Kilometern getroffen."

09.30 Uhr: Ukrainischer Präsident Selenskyj beim G7-Gipfel eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist beim G7-Gipfel im französischen Evian eingetroffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing Selenskyj am Dienstagmorgen vor der ersten Arbeitssitzung der Gipfelteilnehmer zur Ukraine. Im Zentrum dürften Gespräche über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts mit Russland stehen. 

07.53 Uhr: Bürgermeister von Moskau – Schäden an Raffinerie nach Drohnenangriff

Russlands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen. Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr.

04.30 Uhr: G7 wollen Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang bringen

Die G7-Staaten wollen nach der Einigung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs auch die stockenden Ukraine-Verhandlungen wieder in Gang bringen. An den Beratungen beim Gipfel der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) im französischen Évian will auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen. G7-Mitglieder sind neben Deutschland und Frankreich auch Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, die USA und die EU. Frankreich hat in diesem Jahr den Vorsitz. 

03.11 Uhr: Drohnentrümmer lösen in russischer Region Krasnodar Brand in Öllager aus

Herabstürzende Trümmerteile einer Drohne haben Behördenangaben zufolge einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Es gebe keine Opfer, teilen die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim.

02.45 Uhr: Lukaschenko – Russland und Ukraine müssen Kompromisse schließen

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft auf, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagt der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Zwar rückten die russischen Truppen weiter vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten.

Lukaschenko erklärt weiter, dass die Ukraine von seinem Land nichts zu befürchten habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarussischem Gebiet aus erfolgen könnten.

01.00 Uhr: Großbritannien plant neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte

Großbritannien hat neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke angekündigt. Die genauen Details stellt Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vor, teilt die Regierung in London mit. Die Maßnahmen richten sich demnach direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren, sind betroffen.

Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.

Dienstag, 16. Juni 2026

19.45 Uhr: EU beginnt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine

Die EU hat die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen. Vertreter beider Seiten starteten am Abend in Luxemburg offiziell die Gespräche zum ersten Themenblock, wie ein Sprecher des Rates der Mitgliedstaaten der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Mit dem ersten Verhandlungsabschnitt werden Gespräche über Themen wie das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit begonnen. Kandidatenländer müssen dabei unter anderem nachweisen, dass ihre Rechtssysteme, der Grenzschutz und die Polizei den EU-Standards entsprechen.

16.41 Uhr: Macron will Trump zu Ukraine-Hilfe drängen

Der französische Präsident Emmanuel Macron will US-Präsident Donald Trump dazu bewegen, die Ukraine weiterhin zu unterstützen und den Druck auf Russland zu erhöhen. Macron sagte dem französischen Sender TF1, er wolle, dass die USA signalisieren: "Wir stehen an eurer Seite, wir werden die Ukraine weiterhin unterstützen und wir werden den Druck auf Russland erhöhen, um zu ernsthaften Verhandlungen zu gelangen."

16.08 Uhr: Russischer Kapitän wegen Kabelsabotage angeklagt

Wegen der Beschädigung von Unterseekabeln sind in Finnland der russische Kapitän und ein weiteres Besatzungsmitglied eines Frachters angeklagt worden. Die finnische Staatsanwaltschaft wirft dem Kapitän der "Fitburg" und dem aserbaidschanischen Bootsmann schwere Sachbeschädigung und schwere Störung der Telekommunikation vor, wie die Anklagebehörde am Montag mitteilte.

15.50 Uhr: Merz sieht Fenster für Diplomatie im Ukraine-Krieg

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine neue Chance für die Diplomatie. Die Ukraine befinde sich nach den jüngsten Entwicklungen "in einer neuen Position der Stärke", sagt der Kanzler vor seinem Abflug zum G7-Gipfel im französischen Evian in Berlin. "Russland kann militärisch nicht gewinnen, zudem ist seine Wirtschaft angeschlagen." Gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien habe Deutschland fünf Eckpunkte für mögliche Friedensverhandlungen formuliert, die in Evian mit US-Präsident Donald Trump besprochen werden sollen. Es könne "sich hier langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen", sagt Merz.

14.31 Uhr: EU beschließt neue Russland-Sanktionen

Die Europäische Union hat neue Russland-Sanktionen beschlossen. Insgesamt wurden 34 Personen und 47 Einrichtungen, die den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen, auf die Sanktionsliste gesetzt, wie der EU-Rat mitteilt.

Die Strafmaßnahmen richten sich insbesondere gegen den russischen Militär- und Industriekomplex sowie gegen die sogenannte Schattenflotte von Öl- und Gastankern. Zudem sind Akteure betroffen, die mit russischen Aktivitäten zur politischen Einflussnahme in Verbindung stehen.

Die neuen Strafmaßnahmen wurden verabschiedet, während die Mitgliedstaaten parallel über ein umfassenderes 21. Sanktionspaket beraten, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilt.

13.46 Uhr: Selenskyj schlägt Treffen mit Putin vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während des G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit, sagte Selenskyj vor der Presse bei seinem Besuch des durch einen Angriff beschädigten Höhlenklosters in Kiew.

Einem Insider zufolge hat Selenskyj den Vorschlag den USA und Frankreich sowie Russland vorgelegt, habe von der russischen Seite aber keine klare Antwort erhalten.

13.25 Uhr: Unesco verurteilt Angriff auf Kiews religiöses Wahrzeichen

Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen hat den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster verurteilt. Es handle sich um eines der bedeutendsten spirituellen und kulturellen Wahrzeichen der Ukraine, teilte die Unesco am Montag in Paris mit. Es seien erhebliche Schäden an der Kathedrale des Komplexes und an angrenzenden historischen Bauten zu befürchten.

12.58 Uhr: Bundesregierung verurteilt Kloster-Angriff

Die Bundesregierung hat den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster scharf verurteilt. Es gehe nicht nur um ein wichtiges Kulturgut; es sei auch "offensichtlich zu einer erheblichen Anzahl an Toten gekommen", sagte ein Vize-Regierungssprecher am Montag in Berlin.

Der Fall zeige einmal mehr, wer bereit sei, über einen Frieden zu sprechen; das sei die Ukraine. Und wer anders agiere, das sei Russland. Es zeige, wie wenig die russische Seite an einer Beruhigung und einer Befriedung interessiert sei. Das Thema stehe auch auf der Agenda des G7-Gipfels, so der Sprecher.

10.02 Uhr: Russland dementiert Angriff auf Kiewer Höhlenkloster

Russland weist die Verantwortung für den Beschuss und die Schäden an dem historischen Höhlenkloster Petscherska Lawra in Kiew zurück. Vielmehr sei eine US-Luftabwehrrakete vom Typ Patriot in dem Kloster eingeschlagen, behauptete das russische Verteidigungsministerium. Die russischen Streitkräfte planten keine Angriffe auf zivile Infrastruktur und nähmen solche auch nicht vor. Ziel des nächtlichen Beschusses seien Fabriken zur Drohnenproduktion gewesen.

09.45 Uhr: Selenskyj fordert von G7 Reaktion auf Russlands Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gruppe der sieben großen Industrienationen (G7) zu einer entschlossenen Antwort auf die russischen Angriffe in Kiew und anderen Städten aufgerufen. Es brauche mehr Druck auf den Aggressor, mehr Unterstützung für die Luftverteidigung der Ukraine – vor allem zum Schutz vor Angriffen mit ballistischen Raketen, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er wird am Abend beim G7-Gipfel im französischen Évian erwartet.

09.33 Uhr: Russland lockert wegen Engpässen Umweltvorgaben für Kraftstoffe

Wegen Engpässen bei der Versorgung erlaubt die russische Regierung einem Zeitungsbericht zufolge einigen Raffinerien die Produktion von Benzin und Diesel mit niedrigeren Umweltstandards für den heimischen Markt. Die bereits im Herbst eingeführte Maßnahme war zunächst bis zum 1. Mai befristet und sei aber nun verlängert worden, berichtet die Zeitung "Kommersant". Gestattet seien Abweichungen unter anderem beim Schwefelgehalt.

09.13 Uhr: Frankreich – Angriff auf Kiewer Kloster kommt Angriff auf Notre Dame gleich

Frankreich hat die jüngsten Angriffe Russlands auf die Ukraine verurteilt. Außenminister Jean-Noël Barrot vergleicht den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster Petscherska Lawra mit einem Bombardement der Pariser Kathedrale Notre-Dame. "Dies ist ein Unesco-Weltkulturerbe, was für uns in Frankreich so wäre, als ob Notre-Dame oder Saint-Denis bombardiert worden wären, was völlig inakzeptabel ist", sagt Barrot bei seiner Ankunft zu einem Treffen der EU-Außenminister. Mit Saint-Denis spielt der Minister auf die Kathedrale in dem gleichnamigen bei Paris gelegenen Ort an. Das im Zentrum Kiews gelegene Höhlenkloster aus dem Jahr 1051 gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Es wurde bei einem direkten Angriff in der Nacht schwer beschädigt.

08.30 Uhr: Geistlicher – Ikonen des Höhlenklosters vor Brand gerettet

Nach dem Brand auf dem Gelände des weltberühmten Höhlenklosters in Kiew sind die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilte Metropolit Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten "nicht nur kirchlichen, sondern auch nationalen und universellen Wert", sagte der von der staatlich anerkannten Orthodoxen Kirche der Ukraine eingesetzte Vorsteher.

08.10 Uhr: Russland – Schwere Angriffe auf ukrainische Rüstungsanlagen

Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums massive Angriffe auf Rüstungsanlagen und Militärflugplätze in der Ukraine geflogen. Die Attacken hätten Städten wie Kiew, Charkiw und Dnipro gegolten, teilt das Ministerium mit. Alle Angriffe seien erfolgreich gewesen.

07.25 Uhr: Ukrainische Regierung – Neun Tote und Kathedralenbrand in Kiew bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen auf mehrere Städte in der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Bei Angriffen auf die Hauptstadt Kiew seien vier Menschen getötet worden, außerdem sei die Unesco-Weltkulturerbestätte Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand geraten, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko am Montag im Onlinedienst Telegram. In der nordöstlichen Stadt Charkiw seien fünf Rettungskräfte getötet worden, mindestens neun weitere Menschen seien dabei verletzt worden, gab Innenminister Ihor Klymenko bekannt. Die Einsatzkräfte seien bei Löscharbeiten angegriffen worden.

07.20 Uhr: Ukraine – Russland hat mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilt das Militär auf Telegram mit. Bei den Drohnen habe es sich um verschiedene Typen gehandelt.

05.27 Uhr: Russische Angriffe auf Kiew setzen historisches Heiligtum in Brand

Bei einem großangelegten russischen Angriff auf die Ukraine sind am Montag ukrainischen Angaben zufolge fünf Rettungskräfte in Charkiw getötet und mindestens 20 Menschen in der Hauptstadt Kiew verletzt worden. Die Angriffe setzten Wohnhäuser in Brand und lösten ein Feuer an einer der bedeutendsten religiösen Stätten des Landes aus. Die Rettungskräfte kamen in Charkiw bei einem russischen Angriff ums Leben, während sie einen Brand bekämpften. Mindestens fünf weitere Einsatzkräfte seien verletzt worden.

Erhebliche Schäden entstanden zudem am Kiewer Höhlenkloster, einem bedeutenden historischen Klosterkomplex. Dort brach ein schweres Feuer aus. Tymur Tkatschenko, Militärgouverneur der Hauptstadt, beschuldigte Russland, bewusst "das Herz eines der größten christlichen Heiligtümer" angegriffen zu haben.

03.43 Uhr: Ukrainische Regierung – Fünf Tote bei russischen Angriffen in Charkiw

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine sind dem ukrainischen Innenminister Ihor Klymenko zufolge fünf Rettungsarbeiter getötet worden. Mindestens fünf weitere Menschen seien dabei verletzt worden, erklärte Klymenko am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Einsatzkräfte seien bei Löscharbeiten angegriffen worden. Zuvor hatte der Regionalgouverneur von Charkiw, Oleh Synehubow, erklärt, bei russischen Raketenangriffen seien zwei Menschen schwer verletzt worden.

02.03 Uhr: Brand in Kiewer Höhlenkloster durch russischen Beschuss

Infolge eines russischen Raketenangriffs auf Kiew ist die Hauptkirche des Unesco-geschützten Höhlenklosters in Brand geraten. "Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters", schrieb der Militärgouverneur der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder zeigten Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale auf dem Klostergelände.

01.50 Uhr: Polen lässt wegen russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigen

Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.

01.00 Uhr: Russland greift Kiew mit Raketen an

Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. In der Innenstadt waren in der Nacht zum Montag knapp zwei Dutzend Explosionen mutmaßlich von der Flugabwehr zu hören, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach zu Stromausfällen. Zudem seien Brände ausgebrochen. Über mögliche Opfer wurde vorerst nichts bekannt. 

Montag, 15. Juni 2026

Video: Britische Armee stoppt Schattenflotte-Tanker

Großbritannien hat laut Premierminister Starmer einen Öltanker der Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren.
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2026
Videobeitrag

Großbritannien hat laut Premierminister Starmer einen Öltanker der Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren.

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