Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.32 Uhr: Ukraine – Frachter nach russischem Angriff vor Odessa gesunken
Vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Odessa ist nach Angaben der dortigen Behörden ein internationaler Frachter eine Woche nach einem russischen Beschuss gesunken. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff "Golden Leo" erlitt laut der Hafenbehörde am 19. Juli bei einem russischen Angriff schwere Schäden. Dabei kamen demnach neun Besatzungsmitglieder ums Leben, acht wurden gerettet. Das mit Mais beladene Schiff befand sich auf dem Weg nach Rumänien. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
20.01 Uhr: Iran droht Ukraine nach Angriff auf Frachtschiff im Kaspischen Meer mit Reaktion
Nach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi der Ukraine mit einer Reaktion gedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe "ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet", schrieb Araghtschi im Onlinedienst X. Er verurteilte einen "eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta". Er warf der Ukraine zudem vor, "auf Geheiß Israels" gehandelt zu haben. In Telefonaten mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow habe er "deutlich gemacht, dass das Vorgehen des Schmarotzers in Kiew nicht unbeantwortet bleiben darf".
19.37 Uhr: Russland berichtet von Angriffen gegen Hafen von Tschornomorsk
Russland hat nach eigener Darstellung den ukrainischen Hafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen und dort erhebliche Schäden angerichtet. Wie das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mitteilte, wurde im Hafen ein Container-Terminal mit Militärgütern angegriffen und beschädigt. Zudem sei bei dem Angriff mit Präzisionswaffen und Drohnen ein Stückgutfrachter getroffen worden. Von ukrainischer Seite gab es dazu keine Erklärung.
17.56 Uhr: Selenskyj – Setzen Moskau mit Drohnenkrieg unter Druck
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zusammen mit seinen Militärs neue Ziele für Langstreckendrohnen festgelegt, um Russland die Fortsetzung des Kriegs zu erschweren. Hauptziel sei dabei, Russland zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts zu drängen, berichtete Selenskyj nach der Kommandeurssitzung auf Facebook.
17.13 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Supermarkt
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Supermarkt in der ukrainischen Stadt Tschernihiw nördlich von Kiew sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Eines der Todesopfer sei ein 10-Jähriger, teilte der örtliche Militärverwalter Dmytro Bryschynskyj auf Telegram mit. Weitere 13 Besucher des Supermarkts seien bei dem Einschlag der Kampfdrohne verletzt worden.
16.14 Uhr: Ukraine – Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach örtlichen Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Drohnenangriff auf die Stadt Charkiw habe am Sonntag einen Menschen getötet, sagte Bürgermeister Igor Terechow. Mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder. In der südukrainischen Stadt Saporischschja sei ein Mann von einer russischen Gleitbombe getötet worden, teilte Bürgermeister Iwan Fedorow mit. Es gebe mindestens sechs Verletzte.
Bei russischen Angriffen auf mehrere ukrainischen Städte sind mindestens zwei Menschen getötet worden.
15.36 Uhr: CSU fordert Rüstungsabkommen für Drohnen mit Kiew
Vor der morgen beginnenden Klausurtagung der CSU-Landesgruppe hat deren Vorsitzender, Hoffmann, ein offizielles Rüstungsabkommen mit der Ukraine gefordert. Mit ihrer Drohnentechnologie solle die Bundeswehr aufgerüstet werden, sagte er in der "Bild am Sonntag". Die Ukraine habe im Bereich Drohnen, deren Abwehr und bei Marschflugkörpern herausragende Fähigkeiten entwickelt. Der CSU-Politiker will das Land daher verpflichten, diese Fähigkeiten zu teilen. Gleichzeitig betonte Hoffmann, die Unterstützung für die Ukraine unter allen Umständen fortsetzen zu wollen.
11.40 Uhr: Russland - Haben Schewtschenko in Donezk eingenommen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die ostukrainische Ortschaft Schewtschenko eingenommen. Sie liegt in der Region Donezk, die zusammen mit Luhansk den von Industrie und Bergbau geprägten Donbass bildet. Russland hat im Osten der Ukraine bereits große Teile unter seine Kontrolle gebracht.
11.03 Uhr: Rumänischer Kampfjet schießt erneut Drohne ab
Ein F-16-Kampfjet hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine Drohne abgeschossen, die den Luftraum des Landes verletzt hatte. Dies ist der dritte derartige Vorfall innerhalb von drei Tagen. Die Drohne sei in einer Entfernung von zwölf Kilometern nordöstlich der Stadt Sulina über eigenen Hoheitsgewässern abgeschossen worden, teilte das Ministerium mit.
06.51 Uhr: Klitschko - Brände in Kiew nach russischen Angriffen
In der Nacht ist es nach russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in mindestens drei Bezirken zu Bränden gekommen. Demnach hätten herabstürzende Trümmerteile die Feuer ausgelöst. Die russischen Streitkräfte griffen die Stadt der ukrainischen Luftwaffe zufolge mit ballistischen Raketen an. Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters hörten mehrfache Explosionen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zuvor vor neuen russischen Angriffen innerhalb von 48 Stunden gewarnt.
Sonntag, 26. Juli 2026
21.09 Uhr: Selenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird. Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen. Zudem wolle Pjöngjang weitere Abschussrampen für ballistische Raketen an Russland liefern, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Dies gehöre zu den Kriegsplanungen Moskaus für den bevorstehenden Herbst. Nach den ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen hege Kremlchef Wladimir Putin weiterhin keine Friedensabsichten.
Die geplante Unterstützung Moskaus aus Nordkorea stufte Selenskyj als Bedrohung vor allem für Asien ein: "Russland hilft Nordkorea dabei, den Krieg zu erlernen, verbessert dessen Waffen und verschafft dem Land Erfahrungen im realen Einsatz von Waffen."
Nordkorea hatte sich bereits im Vorjahr mit bis zu 15.000 Soldaten am Krieg Russlands gegen die Ukraine beteiligt. Nach offiziell unbestätigten Schätzungen kamen mindestens 2.000 Nordkoreaner ums Leben.
20.27 Uhr: Selenskyj - Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur Verfügung
Russland gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge seine Satellitenbeobachtungen im Nahen Osten an den Iran. Dies ermögliche dem Iran Angriffe in der Region, schreibt Selenskyj auf X. Seit Anfang Juli habe die Ukraine eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder tauchten anschließend im Iran auf. "Gleichzeitig besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen – sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten."
16.20 Uhr: Kasachischer Präsident fordert Putin zu Stopp der Kämpfe in der Ukraine auf
Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat Kreml-Chef Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe in der Ukraine aufgefordert. Niemand wisse, wie man aus der Situation wieder herauskomme, aber es gebe die "Möglichkeit, das alles einzufrieren". Dies sagte Tokajew am Samstag bei einem russisch-kasachischen Gipfel im sibirischen Omsk im Beisein Putins. Es sei "eine Schande, dass junge Menschen sterben". All das müsse gestoppt werden.
Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat aber nie Unterstützung für Moskaus Offensive in der Ukraine signalisiert.
15.45 Uhr: Russland verlängert Verbot von Benzinexport bis Jahresende
Russland verlängert das Verbot von Benzinexporten bis Ende des Jahres. Dieselausfuhren sollen wieder erlaubt werden, "sobald sich der Markt erholt", sagt der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland hat mit dem Exportverbot auf die Verknappung von Treibstoff reagiert, die durch die wiederholten ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und Ölanlagen auch weit im russischen Hinterland ausgelöst wird. In etlichen Gebieten Russlands ist die Abgabe von Benzin und Diesel an den Tankstellen rationiert.
13.55 Uhr: Ukraine – Haben Lukoil-Ölplattform im Kaspischen Meer beschossen
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die Ölplattform Filanowski des russischen Konzerns Lukoil im Kaspischen Meer mit Drohnen angegriffen. Auch die beiden Frachtschiffe "Port Olja 2" und "Begej" seien attackiert worden, teilt der ukrainische Sicherheitsdienst auf Telegram mit. Es werde vermutet, dass die Schiffe an Militärtransporten zwischen Russland und dem Iran beteiligt seien.
13.50 Uhr: Selenskyj: Rüstungsfabrik in Russland angegriffen
Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge eine Ölraffinerie und eine Rüstungsfabrik weit im russischen Hinterland angegriffen. Die ukrainische Armee habe eine Ölraffinerie in Tjumen und eine Fabrik in Kirow getroffen, die Komponenten für Geschosse herstelle, teilt Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Zudem sei ein Logistikstandort in Jekaterinburg getroffen worden. Weitere Details nennt Selenskyj nicht. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
12.00 Uhr: Russische Behörden - Zehn Tote bei ukrainischen Angriffen
Bei ukrainischen Angriffen auf einen von Russland besetzten Teil der Südukraine und auf Ziele in Russland sind nach russischen Angaben mindestens zehn Menschen getötet worden.
Laut dem von Russland eingesetzten Leiter der Verwaltung für den russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja wurde im Ort Kyryliwka am Ufer des Asowschen Meers in der Nacht zu Samstag ein Ferienlager angegriffen. Acht Menschen seien getötet worden, darunter zwei Kinder, gab Verwaltungschef Jewgeni Balizki an. 14 weitere Menschen seien verletzt worden. In der russischen Region Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine wurden bei einem ukrainischen Angriff nach Angaben der russischen Behörden zwei Menschen getötet.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, 328 Drohnen seien abgefangen worden, unter anderem in der Region Moskau und weiter entfernten Regionen wie Baschkortostan und der Republik Tschuwaschien. Auch die Großstadt Jekaterinburg am Ural sei getroffen worden.
11.28 Uhr: Rom bietet ukrainischem Ex-Minister Fedorow Job an
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto (Fratelli d'Italia) hat seinem ukrainischen Ex-Kollegen Mychajlo Fedorow nach dessen Entlassung einen Beraterposten angeboten. Der Vertraute von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lobte Fedorow in der Tageszeitung "La Repubblica" als ausgesprochen innovativen Politiker. Deshalb habe er ihn am Tag nach der Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen und gefragt: "Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?"
Fedorow habe im Krieg "die Spielregeln auf dem Schlachtfeld komplett auf den Kopf gestellt". Die gleichen Probleme, mit denen er in der Ukraine konfrontiert gewesen sei, gäbe es auch in Italien, Deutschland und Frankreich. "Es gibt Widerstand gegen Veränderungen. Und es gibt diejenigen, die nach vorn blicken und verstanden haben, dass Innovation mit erschreckender Geschwindigkeit voranschreitet." Konkret wurden die Pläne nach Crosettos Darstellung jedoch nicht.
08.50 Uhr: Rumänischer Kampfjet schießt erneut Drohne ab
Ein F-16-Kampfjet hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine weitere Drohne im nationalen Luftraum abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine, teilte das Ministerium mit. Damit hat das Nato-Land zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen eine Drohne abgeschossen, nachdem bereits zuvor der rumänische Luftraum mehrmals verletzt worden war. Die erste Drohne stammte rumänischen Ermittlern zufolge aus Russland.
06.05 Uhr: Ukraine meldet drei Tote bei russischem Drohnenangriff im Norden des Landes
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Postamt in Sumy im Norden der Ukraine sind Behördenangaben zufolge drei Menschen getötet worden. (Update 09.10 Uhr; zunächst waren "mindestens zwei Tote" gemeldet worden). Zwei weitere Männer seien zudem leicht verletzt worden, so die Militärverwaltung der Stadt. In Saporischschja im Süden der Ukraine wurde ein Mann bei einem "feindlichen Angriff" verletzt.
Auf russischer Seite meldete derweil der Gouverneur der Grenzregion Belgorod in Onlinediensten einen "massiven feindlichen Drohnenangriff" auf die Stadt Belgorod. "Leider gibt es Verletzte, die umgehend in Krankenhäuser gebracht wurden", erklärte der Gouverneur. Es sei zudem zu Schäden und Bränden auf den Straßen gekommen.
Samstag, 25.07.2026
19.28 Uhr: Trump äußert sich zu China und Russland und dem Ukraine-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat Russland und China davor gewarnt, den Iran im Krieg gegen die USA zu unterstützen. Er glaube nicht, dass Moskau und Peking das täten - "sollten sie es doch tun, wäre das sehr schlecht für sie - und das läge sicherlich nicht in ihrem Interesse", erklärte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm bei ihrem Treffen im Mai in Peking versichert, Teheran "unter keinen Umständen aufrüsten" zu wollen, führte Trump weiter aus. "Angesichts unserer guten Beziehung glaube ich ihm das."
Auch der russische Präsident Wladimir Putin habe ihm ein ähnliches Versprechen gegeben - trotz des Kriegs in der Ukraine. "Er versteht, dass ich keine Waffen an die Ukraine verkaufe, sondern an Nato-Staaten. Sie zahlen den vollen Preis, und ob diese Waffen weitergegeben werden - davon habe ich keine Ahnung", erklärte Trump.
18.42 Uhr: 15 Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine - Sechs Tote in Russland
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind am Freitag mindestens 15 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben alleine zehn Menschen bei einem Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Rüstungsbranche nahe Kiew und fünf weitere in Slowjansk. Bei ukrainischen Angriffen in Russland wurden laut dortigen Behörden sechs Menschen getötet und mindestens 26 verletzt.
Bei dem Angriff in der Region Kiew wurden nach Angaben des ukrainischen Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko fast 100 Menschen unterschiedlich schwer verletzt. Vertreter der ukrainischen Verteidigungsbranche erklärten, Ziel sei eine zuvor in Onlinenetzwerken angekündigte Fachveranstaltung gewesen, bei der Drohnen präsentiert wurden. Russland habe die von einem privaten Herstellerverband organisierte Veranstaltung mit einer ballistischen Rakete angegriffen.
In Slowjansk wurden nach Behördenangaben fünf Menschen getötet und neun verletzt, als die russische Luftwaffe zwei Lenkbomben abwarf. Bei dem Angriff auf eine der letzten größeren von der Ukraine kontrollierten Städte in der Region Donezk wurde auch das lettische Honorarkonsulat beschädigt.
18.20 Uhr: Lettland bestellt russischen Diplomaten wegen Konsulatsschaden in Ukraine ein
Lettland hat wegen eines Angriffs auf die ostukrainische Stadt Slowjansk, bei dem sein Honorarkonsulat beschädigt wurde, den russischen Geschäftsträger einbestellt. Bei dem Angriff seien zwei Mitarbeiter des Konsulats verletzt worden, teilt das lettische Außenministerium mit. Honorarkonsul Oleksandr Pavenko sei unverletzt geblieben. Das Ministerium habe der russischen Botschaft zudem eine Protestnote überreicht. Darin verurteile Lettland den Angriff auf Slowjansk und die Beschädigung des Konsulatsgebäudes aufs Schärfste. Auch die Europäische Union will wegen des russischen Angriffs auf Slowjansk und der Beschädigung des lettischen Honorarkonsulats den russischen Botschafter einbestellen. Dies kündigt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas an. Zudem werde sie neue Sanktionen gegen den militärisch-industriellen Komplex Russlands vorschlagen.
15.33 Uhr: Trump und Selenskyj beraten am 28. Juli in Washington
US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten am 28. Juli in Washington. Das Treffen finde im Weißen Haus statt, teilt das US-Präsidialamt mit.
14.05 Uhr: Selenskyj - Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf Region Kiew
Bei einem russischen Raketenangriff in der ukrainischen Hauptstadt-Region Kiew sind Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge sechs Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Selenskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Die Bemühungen, den genauen Hergang und das Schicksal der Betroffenen zu klären, dauerten an, erklärt der Präsident weiter.
Zum Video: Brand beim Online-Händler und bei einem russischen Rüstungskonzern
Ukrainischer Angriff auf eine Rüstungsfabrik und einen Online-Händler.
12.51 Uhr: Russland - Sechs Tote bei ukrainischem Raketenangriff
Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf eine Fabrik in der russischen Region Kirow sind sechs Menschen getötet worden. Zudem seien 26 Personen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Sokolow, mit. Einige der Verletzten würden im Krankenhaus behandelt. Ein durch den Angriff ausgelöstes Feuer sei gelöscht worden. Die Region Kirow liegt im östlichen Teil des europäischen Russland.
12.42 Uhr: China stoppt Export von Dual-Use-Gütern an Rheinmetall und andere
China hat den Export von Gütern, die sowohl für zivile als für militärische Zwecke verwendet werden können, an 14 europäische Unternehmen mit sofortiger Wirkung verboten. Darunter ist auch der Düsseldorfer Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall.
Das Handelsministerium in Peking sprach von einer Reaktion auf die jüngsten EU-Sanktionen gegen Russland, von denen auch 14 Unternehmen aus China und Hongkong betroffen sind.
Das Verbot untersagt zudem ausländischen Organisationen und Personen, in China hergestellte sogenannte Dual-Use-Güter an die betroffenen Firmen weiterzugeben. Chinesische Exporteure können in besonderen Fällen eine Ausnahmegenehmigung beantragen.
Zu diesen Gütern mit doppeltem Verwendungszweck gehören Produkte, Software oder Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können, aber auch bestimmte Seltene Erden, die für den Bau von Drohnen und Computerchips wichtig sind.
10.47 Uhr: Rumänien schießt erstmals Drohne über seinem Luftraum ab
Erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs hat Rumänien eine Drohne in ihrem Luftraum abgeschossen. Die Drohne sei am Freitagvormittag von einem rumänischen Piloten an Bord eines F-16-Kampfjets abgeschossen worden, sagte der Präsident des Nato-Mitgliedstaats, Nicusor Dan, in einer Pressekonferenz. Untersuchungsteams seien beauftragt worden, Details zu dem Vorfall zu liefern. Nach Angaben Dans wurde das unbemannte Fluggerät über einem unbewohnten Gebiet abgeschossen.
Im Verlauf des seit fast viereinhalb Jahren andauernden Ukraine-Kriegs waren bereits wiederholt Drohnen in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Einige davon stürzten ab, keine wurde jedoch abgeschossen.
10.38 Uhr: Mehrere Explosionen in Kiew - Flugabwehr im Einsatz
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mehrere Explosionen zu hören. Die Flugabwehr sei im Einsatz, um einen russischen Angriff abzuwehren, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit.
10.30 Uhr: Selenskyj: Ukraine hat Rüstungsfirma in Russland angegriffen
Die Ukraine hat nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein russisches Rüstungsunternehmen in der Oblast Kirow angegriffen. Die Firma liefere Komponenten für Flugzeuge und Raketensysteme, die bei Angriffen auf sein Land eingesetzt würden, teilt Selenskyj auf Telegram mit. Kirow liegt weit im russischen Hinterland. Auch eine Ölanlage in fast 1350 Kilometern Entfernung sowie Logistikstandorte in Russland seien beschossen worden, erklärt Selenskyj. "Wichtig ist, dass der Einsatz gegen die russische Logistik, die die Besatzungsarmee mit Drohnenkomponenten, Navigationsgeräten und militärischer Ausrüstung versorgt, weiterhin andauert."
10.10 Uhr: Russland - Haben drei ukrainische Häfen angegriffen
Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht drei ukrainische Häfen beschossen - zwei am Schwarzen Meer und einen an der Donau. Die Streitkräfte hätten mit luftgestützten Raketen und Krampfdrohnen die Häfen von Odessa, Mykolajiw und Ismail angegriffen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
In Odessa seien Lagertanks mit Treibstoff und Schmierstoffen für die ukrainische Armee getroffen worden, in Ismail Entlade- und Lageranlagen für Militärgüter – darunter auch Seedrohnen. Auch ein Schwimmdock sei in Ismail, dem größten Donau-Hafen der Ukraine, getroffen worden. In Mykolajiw sei ein Frachtschiff beschossen worden, das gerade Militärgüter entladen habe. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht.
09.05 Uhr: Russland - Haben Frachter mit Militärgütern in Ukraine beschossen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau einen Massengutfrachter im ukrainischen Hafen Mykolajiw angegriffen. Das Schiff sei gerade beladen worden und transportiere militärische Güter, teilt das Verteidigungsministerim in Moskau mit.
07.33 Uhr: Drei Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf St. Petersburg
Bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Sankt Petersburg sind nach Behördenangaben drei Menschen verletzt worden. Ein Lagerhaus des Onlinehändlers Wildberries in der Nähe der Stadt sei in Brand gesetzt worden, erklärte der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko. 59 Drohnen seien abgeschossen worden. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah am Morgen Rauch über der Stadt aufsteigen.
05.27 Uhr: Brand in Sankt Petersburg nach Drohnenangriffen
Die russische Metropole Sankt Petersburg ist nach Behördenangaben am Morgen Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden. Dabei sei in der Nähe der Stadt ein Lagerhaus in Brand gesetzt worden, erklärte der zuständige Gouverneur Alexander Drosdenko im Internet. Aufnahmen lokaler Medien und auf Online-Plattformen zeigten eine große Rauchwolke über der historischen Stadt. Nach Angaben von Gouverneur Drosdenko wurde Sankt Petersburg in der Nacht von mindestens 50 Drohnen angegriffen.
02.34 Uhr: "Militäraktivitäten" stören Wasserversorgung am AKW Saporischschja
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) beeinträchtigen "militärische Aktivitäten" die Wasserversorgung von Teilen des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja. Der Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, teilt mit, Angriffe in und um die Stadt Enerhodar, in der viele Mitarbeiter des Kraftwerks leben, hätten die örtliche Strominfrastruktur getroffen. Dies habe zu einem Ausfall der Wasserversorgung in der Stadt und auf dem AKW-Gelände geführt. Es gebe jedoch keinen Mangel an Brunnenwasser, das zur Kühlung des Brennstoffs in den Reaktoren benötigt wird. Für die am Atomkraftwerk stationierten IAEA-Beobachter gebe es seit dem 18. Juli nur begrenzten Zugang zu Leitungswasser.
Freitag, 24. Juli 2026
22.57 Uhr: Russische Schattenflotte: Öltanker verlässt Marseille nach Zahlung von Geldstrafe
Ein im südfranzösischen Marseille aufgebrachtes Schiff der russischen Schattenflotte ist nach französischen Angaben wieder ausgelaufen. Der Öltanker "Deliver" habe die französischen Hoheitsgewässer nach Zahlung einer Geldstrafe wieder verlassen, teilten die französischen Behörden mit. Am Vortag war die Reederei des Schiffes vom Landgericht Marseille zu einer Geldstrafe wegen "Flaggenverstoßes" verurteilt worden. Die unter der Flagge Kameruns fahrende "Deliver" war aus dem russischen Ölhafen Primorsk nahe der finnischen Grenze gekommen und war auf dem Weg nach Singapur, als sie Ende Juni von der französischen Marine festgesetzt wurde.
22.14 Uhr: Mindestens 25 Verletzte in Saporischschja
Ein russischer Bombenangriff hat mindestens 25 Verletzte in der südukrainischen Großstadt Saporischschja gefordert. Unter den Opfern seien auch sechs Minderjährige, darunter ein drei Monate altes Baby, schrieb der ukrainische Militärgouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram. Seinen Angaben nach warf das russische Militär fünf Gleitbomben auf die Stadt ab und beschädigte dabei Wohnhäuser und eine private medizinische Einrichtung.
20.45 Uhr: Viele Verletzte nach russischem Bombenabwurf auf Slowjansk
Russische Gleitbomben haben mindestens 14 Menschen in der Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine verletzt. Sieben Wohnblocks seien beschädigt worden, schrieb der ukrainische Militärgouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram. Demnach schlugen die beiden Gleitbomben in einem Wohnviertel der frontnahen Stadt ein.
Der Ballungsraum um Slowjansk und Kramatorsk ist der letzte große Festungsgürtel, den die ukrainischen Truppen in der Region Donezk unter ihrer Kontrolle halten. Russland, das seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine führt, fordert für die Aufnahme von Friedensverhandlungen den vollständigen Rückzug ukrainischer Truppen aus dem Gebiet Donezk.
20.00 Uhr: Ukrainischer Ex-Verteidigungsminister will zurück in sein Amt
Der entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow strebt nach eigenen Angaben eine Rückkehr in sein früheres Amt an. Er habe ein Angebot von Präsident Wolodymyr Selenskyj abgelehnt, einen neuen Posten zu übernehmen, erklärte der 35-Jährige, der bei Ukrainern wegen seines Reformwillens äußerst populär ist, am Donnerstag. "Ich werde keine andere Position als die des Verteidigungsministers annehmen."
16.12 Uhr: Kasachstan drosselt Ölförderung nach Kiews Drohnenattacken
Nach massenhaften ukrainischen Drohnenschlägen in Russland hat das ölreiche Kasachstan in Zentralasien nun eine Drosselung seiner Fördermengen bekanntgegeben. Das Energieministerium in der Hauptstadt Astana begründete den Schritt mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums im russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossisjk. Die Verladestelle für das über die Kaspische Pipeline transportierte Öl war zuletzt wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.
16.00 Uhr: Selenskyj – Neue Militärführung soll Mobilmachung verbessern
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beauftragt die neue Militärführung mit einer besseren Mobilmachung und will den abgesetzten Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow im Kabinett halten. Der neue Verteidigungsminister Jewhenij Chmara und der neue Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj müssten die Rekrutierung von Soldaten verbessern, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zufolge am Donnerstag.
13.16 Uhr: Unesco nimmt antike Stadt auf Krim auf Liste gefährdeten Welterbes auf
Die Unesco hat die antike Stadt Chersones auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim auf die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen. Sie sei unter der russischen Besatzung durch Bauarbeiten und archäologische Aktivitäten bedroht, erklärte die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur.
Chersones gehört seit 2013 zum Welterbe. Es handelt sich um eine im fünften Jahrhundert vor Christus von Griechen gegründete Siedlung. Sie gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätten in der Schwarzmeerregion. Seit Annexion der Krim hat die Unesco keinen Zugang mehr zu der antiken Stadt. Die Unesco zeigte sich besorgt über Satellitenbilder, die Bauarbeiten vor Ort zeigen. Darunter soll ukrainischen Angaben zufolge ein neues, von den von Russland eingesetzten Behörden errichtetes "Amphitheater" sein.
12.33 Uhr: Kallas - Größtes EU-Sanktionspaket gegen Russland seit vier Jahren
Das 21. Sanktionspaket der Europäischen Union ist nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas das umfangreichste Maßnahmenbündel der Europäischen Union gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs seit vier Jahren. Es richte sich gegen 218 Personen und Organisationen. Die Maßnahmen träfen mehr als 100 Banken und Kryptowährungsanbieter, über 40 Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte sowie mehrere Ölraffinerien.
Zudem würden mehr als 50 Einrichtungen aus dem militärisch-industriellen Komplex auf die Sanktionsliste gesetzt. Dazu zählten wichtige Akteure, die an der Produktion russischer Drohnen mit großer Reichweite beteiligt seien, erläuterte Kallas auf der Kurznachrichtenplattform X. Die EU-Botschafter hatten die Einigung auf das Paket am Vormittag bekannt gegeben.
12.18 Uhr: Nach gegenseitigen Angriffen: Schiffsverkehr in ukrainische Häfen offenbar eingestellt
Ukrainische Häfen werden aufgrund russischer Angriffe vorerst nicht mehr von Schiffen angelaufen. "Wir als Staat haben keine Einschränkungen gemacht, das ist eine Entscheidung der Schiffseigner", sagte Agrarminister Taras Wyssozkyj laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform. Noch am Vortag hätten "vier bis fünf Schiffe" in ukrainischen Häfen angelegt. Wyssozkyj machte demnach keine Angaben, ob das nur die Seehäfen betrifft oder auch der Schiffsverkehr zu den Donauhäfen eingestellt wurde.
Anfang Juli begannen die ukrainischen Drohnentruppen mit Angriffen auf Schiffe, die russisch kontrollierte Häfen im Schwarzen und im Asowschen Meer ansteuerten. Damit sollte der Export von russischem Öl und die Versorgung der von Russland annektierten Halbinsel Krim gestört werden. Im Gegenzug intensivierte das russische Militär seine Attacken auf ukrainische Hafenanlagen und Frachter, die diese anliefen. Moskau zufolge sind nur Schiffe mit für das Militär bestimmten Gütern angegriffen worden. Kiew sprach von Getreidetransporten.
12.12 Uhr: Kreml dämpft nach Lawrow-Rubio-Treffen Hoffnung auf baldige Lösung
Nach einem Treffen der Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, in Manila schätzt der Kreml die Aussichten auf ein schnelles Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs als wenig optimistisch ein. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow betonte gleichwohl, dass Russland den Dialog mit den USA fortsetzen werde. Er hoffe auf einen Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau, sobald diese verfügbar seien. Washingtons Friedensbemühungen für die Ukraine sind angesichts des US-Krieges im Iran weitgehend ins Stocken geraten.
12.04 Uhr: Insider - Ukrainische Angriffe auf Russland drosseln Ölförderung in Kasachstan
Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur treffen nun auch die Ölproduktion in Kasachstan. Nach der Schließung eines wichtigen Export-Terminals am Schwarzen Meer ist die Ölförderung des zentralasiatischen Landes eingebrochen, wie die Nachrichtenagentur Reuters von zwei Brancheninsidern erfuhr. Das Verladeterminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums CPC am russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk war am Montag nach Drohnenangriffen auf Öltanker geschlossen worden.
Besonders stark sei der Rückgang im vom US-Konzern Chevron geführten Tengis-Feld, dem größten Ölfeld Kasachstans. Dort habe sich die Produktion am Mittwoch auf rund 406.000 Barrel pro Tag mehr als halbiert. Im Juli habe der Durchschnitt noch bei 925.000 Barrel pro Tag gelegen. Die gesamte Öl- und Gaskondensatproduktion des Landes sei am Mittwoch von durchschnittlich 2,07 Millionen Barrel pro Tag im Juli auf 1,63 Millionen gefallen.
11.37 Uhr: Mindestens drei Tote bei Luftgangriffen in Russland und auf der Krim
Bei ukrainischen Gegenangriffen sind in Russland und auf der besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach neuen russischen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. Durch einen Drohnenangriff sei ein Brand in einem Wohnhaus in einem Vorort von Woronesch ausgebrochen, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Alexander Gussew, bei Telegram. Ein Dreijähriger sei dabei ums Leben gekommen. Seine Eltern wurden demnach verletzt.
Auf der bereits 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wurden nach Angaben des von Moskau eingesetzten Verwaltungschefs Sergej Aksjonow zwei Menschen bei ukrainischen Angriffen getötet. Fünf weitere seien verletzt worden. Im Gebiet Uljanowsk sprach Gouverneur Alexej Russkich von einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Brennstoff- und Energiekomplex, ohne Details zu nennen.
10.50 Uhr: Von der Leyen und Costa begrüßen Sanktions-Beschluss
EU-Ratspräsident António Costa und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben die Entscheidung der EU-Staatwn für neue Sanktionen gegen Russland in sozialen Medien begrüßt. "Zu einem Zeitpunkt, an dem die Ukraine militärisch an Schwung gewonnen hat, schwächen unsere Sanktionen weiterhin die wirtschaftlichen Grundlagen der russischen Kriegsführung", schrieb von der Leyen auf X. Costa teilte mit, es sei ein "entschiedener Schritt, um den Druck auf Russland zu verstärken".
10.12 Uhr: Rubio zu Lawrow: USA bereit zu konstruktiver Rolle bei Ukraine-Frieden
US-Außenminister Marco Rubio hat gegenüber Russland die Bereitschaft der Vereinigten Staaten bekräftigt, bei der Suche nach einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg zu helfen. "Wir sind bereit, eine konstruktive Rolle bei der Beendigung eines sinnlosen Krieges zu spielen", sagte Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande der Konferenz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in der philippinischen Hauptstadt Manila.
Für ein Friedensabkommen sei aber noch viel Arbeit nötig, so Rubio. Es müssten neue Vorschläge und Ideen für eine akzeptable Vereinbarung gefunden werden. Sein Gespräch mit Lawrow bezeichnete Rubio als "gut und offen". Zu Einzelheiten wollte er sich nicht äußern.
Video: EU verhängt neue Russland-Sanktionen
Die EU-Staaten haben sich auf ein neues Sanktionspaket verständigt.
09.33 Uhr: Einigung in Brüssel - EU verhängt neue Russland-Sanktionen
Die EU-Staaten haben sich angesichts des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Das teilten EU-Diplomaten in Brüssel mit. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor, wie EU-Diplomaten in Brüssel mitteilten.
Um Russlands Einnahmen aus Ölexporten zu begrenzen, ist geplant, die automatische Anpassung des sogenannten Ölpreisdeckels für zwölf Monate auszusetzen. Dieser müsste sonst wegen der gestiegenen Weltmarktpreise infolge des Iran-Kriegs und der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus angehoben werden, was mehr Geld für Russland bedeuten würde. Das neue Sanktionspaket ist das 21. wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Das 20. trat im April in Kraft und zielte auch stark darauf ab, Russlands Einnahmen aus dem Verkauf von Gas und Öl zu reduzieren.
09.10 Uhr: Russland warnt USA vor weiteren "inakzeptablen" Waffenlieferungen an die Ukraine
Russland hat die USA vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow habe seinem US-Kollegen Marco Rubio deutlich gemacht, dass anhaltende Waffenlieferungen "inakzeptabel" seien, erklärte das Außenministerium in Moskau. Die beiden Politiker trafen sich am Rande des Außenministertreffens der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (Asean) in der philippinischen Hauptstadt Manila.
08.30 Uhr: Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen auf Belgorod und Krim
Bei ukrainischen Angriffen in der russischen Grenzregion Belgorod und auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Das teilten die Behörden der beiden Regionen mit.
Im Bezirk Schebekino in der Region Belgorod griff eine ukrainische Drohne nach Behördenangaben ein Fahrzeug an. Ein Mann wurde dabei getötet, ein weiterer verletzt. Auf der Krim wurde bei einem ukrainischen Angriff ebenfalls ein Mensch getötet, wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilte. Vier weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter zwei Kinder.
06.32 Uhr: Lawrow und Rubio führen Gespräch am Rande von Außenministertreffen in Manila
Der russische Außenminister Sergej Lawrow will sich heute in der philippinischen Hauptstadt Manila mit seinem US-Kollegen Marco Rubio treffen. Bei der Begegnung am Rande des Außenministertreffen der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (Asean) dürfte es vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen. Auch wegen des Iran-Kriegs waren Gespräche über ein Ende der Gefechte in der Ukraine unter US-Vermittlung ins Stocken geraten.
00.05 Uhr: Angegriffene Schiffe - Kiew will Sitzung im UN-Sicherheitsrat
Die Ukraine hat dem geschäftsführenden Außenminister Andrij Sybiha zufolge wegen russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat beantragt. Sybiha warf Russland in einem Post auf der Plattform X vor, mindestens drei zivile Frachtschiffe in den vergangenen Tagen bombardiert zu haben. Er sprach von Dutzenden Toten und Verletzten in der Folge und warf Moskau vor, die globale Lebensmittelsicherheit zu gefährden. Beantragt sei die Sitzung für den 27. Juli.
Donnerstag, 23. Juli 2026
20.25 Uhr: Selenskyj spricht mit US-Gesandten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, "wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann", erklärte Selenskyj im Onlinedienst X. Das Gespräch nannte er "fruchtbar und wichtig". Die Teams beider Länder stünden "weiterhin in engem Kontakt".
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat für Donnerstag ein Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio in der philippinischen Hauptstadt Manila angekündigt. (Siehe Meldung von 17.40 Uhr)
18.22 Uhr: Russland verhängt nächtliches Fahrverbot für Hafen Noworossijsk
Russland verhängt drei Insidern zufolge wegen ukrainischer Drohnenangriffe eine nächtliche Sperrung für den Schiffsverkehr im Hafen von Noworossijsk am Schwarzen Meer. Zwischen Mitternacht und 05.00 Uhr (Ortszeit) dürften keine Schiffe ein- oder auslaufen, verlautet aus Kreisen der Getreideindustrie. Die Anordnung sei mündlich erfolgt. Außerhalb der Sperrzeiten laufe der Betrieb in Russlands größtem Hafen normal weiter.
Über Noworossijsk wird bis zu ein Drittel der russischen Getreideexporte abgewickelt, zudem werden dort Öl, Metalle und Container verladen. Die Nachricht treibt den Preis für Weizen-Terminkontrakte an der Börse Euronext um 4,5 Prozent in die Höhe.
17.40 Uhr: Lawrow und Rubio vor Gespräch in Manila
Der russische Außenminister Sergej Lawrow will sich am Donnerstag in der philippinischen Hauptstadt Manila mit seinem US-Kollegen Marco Rubio treffen. Bei der Begegnung am Rande des Außenministertreffen der Vereinigung Südostasiatischer Staaten (Asean) dürfte es vor allem um die Kriege in der Ukraine und im Iran gehen.
Auch wegen des Iran-Kriegs waren Gespräche über ein Ende der Gefechte in der Ukraine unter US-Vermittlung ins Stocken geraten. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump ukrainische Angriffe auf Energie-Infrastruktur tief auf russischem Gebiet befürwortet, weil dies dazu beitragen könne, "dass es (der Krieg) zu einem Ende kommt". Moskau wiederum hatte die US-Angriffe auf den Iran verurteilt.
16.05 Uhr: Bundesregierung weist Atombomben-Gerüchte zurück
Die Bundesregierung hat russische Berichte strikt zurückgewiesen, dass in Deutschland am Bau einer Atombombe gearbeitet werde. "Die Bundesregierung ordnet diese Mitteilung als Teil der üblichen russischen Propaganda ein. Die Vorwürfe sind schlicht unzutreffend", sagt ein Regierungssprecher. "Russland spielt hier mit nuklearen Sorgen, die es selbst immer wieder durch unverantwortliche Äußerungen befördert." Moskau versuche, einen Keil in die Nato und die EU zu treiben sowie Deutschland als stärksten Unterstützer der Ukraine zu diskreditieren. Möglicherweise wolle Russland auch die Stimmung vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland beeinflussen. Russische Geheimdienste hatten zuvor auf dem Messengerdienst Telegram geschrieben, Deutschland habe offensichtlich das Ziel, direkten Zugang zu Atomwaffen zu bekommen.
15.45 Uhr: Neuer Armeechef in Kiew soll Offensive verstärken
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert vom neuen Armeechef Mychajlo Drapatyj (43) eine Verstärkung der Angriffe auf Russland. Das teilte der Generalmajor auf seiner Facebookseite mit: Er solle "die Offensivhandlungen in allen Bereichen fortsetzen und verstärken". Dazu gehörten neue Operationen gegen das Hinterland des russischen Angreifers und ein Ausbau der ukrainischen Streitkräfte in technologischer Hinsicht.
10.20 Uhr: Entlassener Armeechef sieht Ukraine in Offensive
Der scheidende Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Olexander Syrskyj, sieht Kiew in der Offensive im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. "Ich übergebe meinem Nachfolger eine Armee, die nicht nur die Verteidigung hält, sondern sich auch im Offensivmodus befindet – mit Initiative, mit Struktur und mit Menschen, die wissen, wie man den Feind besiegt", teilte Syrskyj in einem Abschiedsschreiben in seinem Telegram-Kanal mit.
07.15 Uhr: Entlassener ukrainischer Armeechef: 700 Quadratkilometer zurückerobert
Die Ukraine hat in diesem Jahr nach Angaben des entlassenen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyj 700 Quadratkilometer ihres Territoriums zurückerobert. "Ich übergebe meinem Nachfolger eine Armee, die nicht nur die Verteidigung hält, sondern auch in der Offensive ist", erklärt Syrskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram und bestätigt damit seinen Abschied von der Militärspitze. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Generalmajor Mychajlo Drapatyj zum Nachfolger ernannt.
06.35 Uhr: Größter Online-Händler Russlands: Erneut Lagerhallen angegriffen
Der größte russische Online-Händler Wildberries ist nach eigenen Angaben erneut angegriffen worden. Ziel seien die Lagerhallen in den Städten Krasnodar und Newinnomyssk gewesen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, teilte Unternehmenschefin Tatjana Kim mit. Am Samstag waren bei ukrainischen Drohnenangriffen nach russischen Angaben ebenfalls Wildberries-Lagerhallen getroffen worden. Dabei seien acht Mitarbeiter getötet und Brände ausgelöst worden, was zu Störungen im Betrieb geführt habe. Wildberries wird oft als Russlands Amazon bezeichnet.
06.23 Uhr: Merz und Wadephul auf Rohstoffsuche für Deutschland
Bundeskanzler Friedrich Merz und Außenminister Johann Wadephul haben gestern um neue Rohstofflieferanten für Deutschland geworben. Merz empfing im Kanzleramt den aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew, mit dem er über "die Möglichkeiten für einen noch größeren Bezug von Gas aus Aserbaidschan" gesprochen habe. "Wir brauchen mehr Bezugsquellen im Energiebereich", sagte Außenminister Wadephul in Nigeria. Er hatte bereits am Vortag in Mauretanien erklärt, Deutschland wolle aus dem westafrikanischen Land sowie dem Senegal Flüssigerdgas (LNG) beziehen.
Mittwoch, 22. Juli 2026
21.52 Uhr: Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach tagelangem Druck von Demonstranten Armeechef Olexander Syrskyj entlassen. Neuer Oberbefehlshaber werde Mychajlo Drapatyj, teilte Selenskyj auf Telegram mit. Ausdrücklich dankte Selenskyj dem scheidenden General und würdigte seine militärischen Verdienste.
In den vergangenen Tagen hatte es massive Proteste gegen die Ablösung des beliebten Verteidigungsministers Mychailo Fedorow gegeben, der sich mit Syrskyj überworfen haben soll. Die Demonstranten forderten die Wiedereinsetzung Fedorows und zugleich die Entlassung Syrskyjs.
Der erst 35 Jahre alte Fedorow hatte seinen Konflikt mit dem noch zu Sowjetzeiten ausgebildeten Syrskyj öffentlich gemacht. Dabei ging es maßgeblich um einen Richtungsstreit in der Kriegsführung. Fedorow stand vor allem für die auch im Westen gelobten Einsätze ukrainischer Drohnen gegen russische Ziele.
16.50 Uhr: Mindestens drei Tote bei russischem Angriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Angriff mit einer gelenkten Fliegerbombe auf die südukrainische Stadt Saporischschja werden nach Angaben der regionalen Behörden mindestens drei Menschen getötet und mehr als ein Dutzend verletzt. Sieben Stockwerke eines neunstöckigen Wohnhauses stehen in Flammen, teilt die Militärverwaltung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Russland setzt in Frontnähe häufig derartige Bomben ein. Die Regierung in Moskau bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen.
16.30 Uhr: Aserbaidschan fordert für höhere Gaslieferungen EU-Hilfen
Aserbaidschan will mehr Gas und Öl nach Deutschland liefern, fordert dafür aber mehr EU-Hilfe. "Wir brauchen jetzt neue Verbindungen, neue Pipelines. Dafür brauchen wir auch Mittel, Investitionen", sagte der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew in Berlin nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Er forderte eine veränderte Haltung der EU und europäischer Banken, um dafür die Finanzierung bereitzustellen.
Auch Kanzler Merz betonte das große Interesse der Bundesregierung, mehr Gas und Öl aus dem Südkaukasus-Land zu importieren. Dies könne vor allem Süddeutschland nutzen. Er habe mit Präsident Ilham Alijew "die Möglichkeiten für einen noch größeren Bezug von Gas aus Aserbaidschan erörtert", sagte Merz. Hintergrund ist der Stopp von Gaslieferungen aus Russland vor viereinhalb Jahren.
14.45 Uhr: Russisches Kriegsschiff feuert bei Übung im Ärmelkanal scharfe Munition ab
Ein russisches Kriegsschiff hat im Ärmelkanal unweit der britischen Küste eine Übung mit scharfer Munition abgehalten. Die halbstündige Übung in internationalen Gewässern habe am Montag rund 40 Seemeilen (74 Kilometer) südlich der Stadt Plymouth stattgefunden, erklärte das britische Verteidigungsministerium.
Die Besatzung des Kriegsschiffes habe zunächst ein britisches Kriegsschiff, die "HMS Tyne", über die geplante Übung informiert und aufgefordert, sich in eine sichere Position zu bringen. "Die Übung wurde in der Folge in internationalen Gewässern abgehalten und dauerte 30 Minuten", erklärte das Verteidigungsministerium in London. Die britische Marine habe die Übung überwacht.
14.40 Uhr: Aserbaidschan bestätigt Geheimdiplomatie in Baku
Am Rande seines Berlin-Besuchs hat Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev indirekt ein deutsch-russisches Geheimtreffen in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku bestätigt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz berichtete Aliyev von entsprechenden Informationen seines Grenzschutzes.
Demnach seien der ehemalige Brandenburger Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) und der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) am 12. Juli von Berlin nach Baku geflogen. An den Folgetagen seien dann der ehemalige russische Ministerpräsident Viktor Subkow und Russlands Menschenrechtsbeauftragter Waleri Fadejew angereist. Beide gelten als Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin. Seit Tagen gibt es Berichte über einen solchen Termin, aber keine offizielle Bestätigung.
14.00 Uhr: EU stellt Unterstützung für Kunstbiennale in Venedig ein
Die EU stellt die Förderung der Kunstbiennale von Venedig wegen der umstrittenen Teilnahme Russlands ein. Die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) habe nach der rechtlichen Bewertung und Empfehlung der EU-Kommission beschlossen, den laufenden, mit zwei Millionen Euro dotierten Zuschuss an die Fondazione La Biennale di Venezia zu beenden, teilte ein Kommissionssprecher in Brüssel mit.
"Kulturvorhaben, die mit europäischen Steuergeldern finanziert werden, sollten demokratische Werte wahren sowie offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit fördern – Werte, die im heutigen Russland nicht geachtet werden", erläuterte der Sprecher.
13.25 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von zwei Todesopfern und mehreren Verletzten in Saporischschja im Südosten des Landes. Russland habe mit Gleitbomben ein gewöhnliches mehrstöckiges Wohnhaus angegriffen, schrieb er in sozialen Medien.
Auch in Cherson im Süden des Landes wurde Selenskyj zufolge ein Mensch getötet und zwei weitere wurden verletzt. Das russische Militär habe dabei Gleitbomben und Drohnen eingesetzt. Er beklagte auch zwei Verletzte nach Angriffen auf die Stadt und die Region Odessa am Schwarzen Meer.
12.45 Uhr: Zahl getöteter Zivilisten laut UN stark gestiegen
Die Zahl der getöteten Zivilisten im Ukraine-Krieg ist nach Angaben der Vereinten Nationen stark gestiegen. In der ersten Jahreshälfte habe die UN-Menschenrechtsmission in der Ukraine (HRMMU) "1.396 zivile Todesopfer und 7.978 verletzte Zivilisten dokumentiert", erklärte deren Leiterin Danielle Bell in Genf. Dies entspreche einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das UN-Menschenrechtsbüro verurteilte mehrere Angriffe der vergangenen Tage, bei denen in der gesamten Ukraine und in Russland zivile Opfer zu beklagen waren. "Zivilisten und zivile Infrastruktur stehen unter dem Schutz des humanitären Völkerrechts" sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, Thameen Al-Kheetan, Journalisten. "Jeder vorsätzliche Angriff dieser Art ist ein Kriegsverbrechen."
10.15 Uhr: Indien bestellt russischen Diplomaten nach tödlichem Angriff auf Frachter ein
Nach dem Tod von vier indischen Seeleuten bei einem Raketenangriff im Schwarzen Meer hat das Außenministerium in Neu-Delhi einen ranghohen russischen Diplomaten einbestellt. Der russische Geschäftsträger Wladimir Ladanow sei aufgefordert worden, Indiens "ernste Besorgnis" nach Moskau zu übermitteln, teilt das Ministerium mit. Angriffe auf die zivile Schifffahrt und der Tod von Zivilisten seien "inakzeptabel". Solche Angriffe gefährdeten die Sicherheit und Stabilität des internationalen Seehandels.
Ukrainischen Angaben zufolge hatte Russland den unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrenden Frachter "Golden Leo" am Sonntag beim Verlassen eines ukrainischen Hafens mit drei Marschflugkörpern beschossen. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter die vier Inder.
9.15 Uhr: Naftogaz - Russland greift ukrainische Gasanlagen in Region Charkiw an
Russland hat den dritten Tag in Folge Gasförderanlagen des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in der nordöstlichen Region Charkiw attackiert. Dies teilt das staatliche Unternehmen mit. Ein Angriff auf eine der Anlagen am Sonntag habe zu einem Teilausfall der Produktion geführt. Eine weitere Anlage sei bei einem Angriff am Montagmorgen beschädigt worden.
06.51 Uhr: IWF gibt weitere 690 Millionen Dollar für die Ukraine frei
Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht den Weg frei für die sofortige Auszahlung von rund 690 Millionen Dollar an die Ukraine. Der IWF-Vorstand habe eine Überprüfung des Finanzierungsprogramms für das Land abgeschlossen, teilt der Fonds mit. Die Ukraine habe trotz des Krieges ihre Finanzstabilität aufrechterhalten können.
Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich jedoch eingetrübt. Gründe dafür seien vor allem die verstärkten russischen Angriffe auf die kritische Infrastruktur sowie indirekte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten. Zudem habe sich die Umsetzung von Reformen verlangsamt. Die Ukraine wird mit einem Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar unterstützt. Mit der jüngsten Freigabe steigen die bisherigen Auszahlungen auf etwa 2,2 Milliarden Dollar.
03.36 Uhr: Nordkorea und Russland bauen Zusammenarbeit weiter aus
Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui hat in Moskau sowohl ihren russischen Amtskollegen Sergei Lawrow als auch Präsident Wladimir Putin zu Gesprächen getroffen. Beide Seiten beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu beschleunigen, berichtete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA.
In einer gemeinsamen Erklärung sicherten sich beide Regierungen zudem weitreichenden sicherheitspolitischen Beistand zu. Nordkorea ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine für das Land beispiellose Militärkooperation mit Russland eingegangen. Neben flächendeckenden Lieferungen von Munition und Artilleriegeschossen hat Nordkorea laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes bis zu 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands im Ukraine-Krieg entsandt. Laut Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes sind insgesamt mindestens 2.000 nordkoreanische Soldaten während der Gefechte im Ukraine-Krieg getötet worden.
Dienstag, 21. Juli 2026
Rauchwolken über Moskau nach dem ukrainischen Drohnenangriff.
22.13 Uhr: Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen in der Ukraine und in Russland
Bei gegenseitigen Angriffen der Ukraine und Russlands sind mindestens 14 Menschen getötet worden. In der russischen Region Belgorod gab es sechs Todesopfer, in der Ukraine wurden mindestens acht Menschen durch mehrere russische Angriffe in verschiedenen Regionen getötet, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Bei einer Attacke auf einen Bus in der Grenzregion Belgorod seien sechs Fahrgäste getötet und 23 weitere verletzt worden, erklärte der dortige Gouverneur Alexander Schumajew im Onlinedienst Telegram. Bei den Toten handele es sich um vier Frauen und ein Kind, fügte er hinzu. Drei der 23 Verletzten seien in einem "äußerst ernsten Zustand".
17.55 Uhr: Vier Inder bei russischem Angriff auf Schiff bei Odessa getötet
Bei einem Angriff auf ein aus dem südukrainischen Hafen Odessa auslaufendes Schiff sind nach Angaben der Regierung in Neu-Delhi vier Inder getötet worden. Ein weiterer liege im Krankenhaus und sei in kritischem Zustand, teilt das Außenministerium mit. Russland hat der ukrainischen Marine zufolge am Sonntag die "Golden Leo" – ein unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrendes Schiff mit einer Besatzung aus Indien und Syrien – mit drei Marschflugkörpern angegriffen. "Indien verurteilt solche Angriffe und bekräftigt, dass das Angreifen von Handelsschiffen und das Gefährden unschuldiger ziviler Besatzungsmitglieder oder das anderweitige Beeinträchtigen der Freiheit der Schifffahrt und des Handels verwerflich ist und vermieden werden sollte", erklärt das indische Außenministerium.
17.02 Uhr: Behörden - Drei Tote bei russischem Angriff auf Odessa
In der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Angaben dortiger Behörden mindestens drei Menschen bei einem russischen Angriff getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Der Angriff habe einer Infrastruktureinrichtung gegolten, hieß es weiter.
17.00 Uhr: Experten - Russland verschießt mehr ballistische Raketen als es produziert
Russland hat im Juli nach Einschätzung von Militärexperten bereits mehr ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt, als das Land mutmaßlich innerhalb eines Monats herstellen kann. Die in Washington ansässige Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) erklärte, die Zahl der von Moskau bislang im Juli auf die Ukraine abgefeuerten ballistischen Raketen übersteige schon jetzt den Wert, den Russland monatlich herstellen könne.
15.22 Uhr: Russland - Fünf Zivilisten bei Drohnenangriff auf Bus getötet
Bei einem Drohnenangriff auf einen Bus in der russischen Grenzregion Belgorod sind russischen Angaben zufolge fünf Zivilisten getötet worden. Unter den Toten sei auch ein Minderjähriger, teilte der Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, mit. Drei weitere Menschen befänden sich in einemkritischen Zustand. Russland wirft der Ukraine vor, den Angriff "absichtlich und zynisch" ausgeführt zu haben. Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor.
12.24 Uhr: Zahl der Toten durch Luftangriffe auf Südostukraine steigt auf drei
Bei den jüngsten russischen Angriffen sind nach neuen ukrainischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. In der Stadt Pawlohrad im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk seien zwei Personen ums Leben gekommen, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Weitere 13 seien verletzt worden. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft setzte Russlands Militär dabei Gleitbomben ein und beschädigte mehrstöckige Wohnhäuser und Autos.
Auch in der südostukrainischen Stadt Saporischschja wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge ein Mensch bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben getötet. Fünf weitere seien verletzt worden. Wohnhäuser und andere Gebäude seien beschädigt worden.
12.06 Uhr: Selenskyj - Öldepot nahe Moskau angegriffen
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat das ukrainische Militär in der Region Moskau Logistikeinrichtungen und ein Öldepot angegriffen. Zudem seien zwei Schiffe der sogenannten Schattenflotte Russlands erfasst worden, mit der internationale Ölsanktionen umgangen werden.
Die ukrainischen Truppen haben es bei Drohnenangriffen vor allem auf russische Öleinrichtungen abgesehen. Das hat Treibstoffknappheit verursacht. Russland, das im Februar 2022 einen Angriffskrieg gegen die Ukraine begann, hat in den vergangenen Wochen die Ukraine verstärkt mit ballistischen Raketen beschossen. Bei Angriffen am Sonntag kamen nach ukrainischen Behördenangaben mindestens sechs Menschen ums Leben. Dutzende weitere seien verletzt worden.
10.45 Uhr: Drohnenangriffe auf Region Moskau - Zehn Verletzte
Bei den ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau und das Umland sind russischen Angaben zufolge zehn Menschen verletzt worden. In der Grenzregion Belgorod wurde zudem ein Mensch getötet, wie der dortige Gouverneur mitteilt. In Domodedowo nahe einem der Moskauer Hauptflughäfen brach Behörden zufolge ein Feuer in einem Gewerbegebiet aus. Dort seien sieben Menschen verletzt worden, darunter drei chinesische Staatsbürger. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht auf der Plattform X von einer gerechten Antwort auf die russischen Angriffe.
09.55 Uhr: Ukraine attackiert erneut russische Tanker und Frachter
Ukrainische Drohnen haben nach Militärangaben in der Nacht sieben russische Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer getroffen. Unter den Zielen seien drei Tanker und vier Frachtschiffe gewesen, teilt der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Damit steige die Zahl der im Juli getroffenen Schiffe auf 183. Zudem meldet Browdi Angriffe auf sieben Umspannwerke auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim.
09.15 Uhr: Zehn Tote bei russischem Angriff auf Frachtschiff vor Odessa
Nach dem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben verdoppelt. Nach neuen Erkenntnissen wurden zehn Menschen bei der Attacke vor der Stadt Odessa getötet, wie die ukrainische Hafenbehörde mitteilte. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff war nach ukrainischen Angaben mit einer Ladung Mais aus dem Hafen ausgelaufen, als es am Sonntagabend Ziel eines Angriffs wurde. An Bord befinden sich demnach 17 Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer. Acht Crew-Mitglieder konnten demnach gerettet werden. Russland teilt unterdessen laut der Nachrichtenagentur Interfax mit, bei Angriffen in der Nacht Treibstofflager im Hafen von Odessa getroffen zu haben.
06.10 Uhr: Region Moskau meldet Drohnenbeschuss
Mehr als 400 "feindliche Drohnen" sind nach russischen Angaben in der Nacht zu Montag auf die Region der Hauptstadt Moskau zugeflogen. "Die meisten" von ihnen seien in größerer Entfernung "neutralisiert" worden, erklärte Moskau Bürgermeister Sergej Sobjanin auf der staatlichen Online-Plattform Max.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete zudem, dass sechs Menschen in der Region Moskau mit Explosionsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. Drei von ihnen seien Ausländer, meldete die Agentur unter Berufung auf Krankenhausangaben. Zunächst war unklar, ob die Verletzungen mit den Drohnenangriffen in Zusammenhang standen.
05.00 Uhr: Tote nach russischem Luftangriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei Menschen getötet worden. Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in der Nacht auf Telegram mitteilte. Ukrainischen Medienberichten zufolge hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses wurden demnach vollständig zerstört.
Im Video: Verletzte nach russischen Angriffen
Bei den jüngsten russischen Angriffen sind nach neuen ukrainischen Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden.
Montag, 20. Juli 2026
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