Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
15.36 Uhr: Strafverfahren in Russland gegen "FAZ"-Journalisten
Nach seiner Frage bei einer Pressekonferenz zur Tötung russischer Soldaten ist in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass ein Strafverfahren gegen einen deutschen Journalisten eingeleitet worden. Ermittelt werde gegen den Korrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") wegen des Schürens von Hass und Feindseligkeit, meldete Tass. Aktuell werde entschieden, ob der Reporter, der für die Zeitung aus Wien über Südosteuropa berichtet, international zur Fahndung ausgeschrieben werde. Die Pressestelle der "FAZ" teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, dass ihr das Verfahren nicht bekannt sei.
Der Korrespondent hatte vor gut einer Woche in Belgrad den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine dabei zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Das löste breite Kritik aus. Die Zeitung hatte danach am Montag erklärt, die Frage des Reporters sei missverständlich formuliert gewesen. Dies bedauere man. Es sei nicht die redaktionelle Linie der "FAZ", dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten.
Bei einer Verurteilung in Russland drohen dem Journalisten bis zu sechs Jahre Straflager. In Russland werden Urteile auch in Abwesenheit gesprochen - wie etwa im Fall des Karnevalswagenbauers Jacques Tilly, der Kremlchef Wladimir Putin und seinen Krieg kritisiert hatte. Er wurde wegen bissig-satirischer Mottowagen zu achteinhalb Jahren Straflager verurteilt, muss aber in Deutschland keine Auslieferung befürchten.
13.11 Uhr: Spanisches Kampfflugzeug schießt Drohne in rumänischem Luftraum ab
Ein spanisches Kampfflugzeug hat nach Angaben der rumänischen Regierung und der Nato eine Drohne im rumänischen Luftraum nahe der Grenze zur Ukraine und zu Moldau abgeschossen. Der spanische Kampfjet habe die Drohne im Rahmen des Nato-Einsatzes in Rumänien am frühen Sonntagmorgen abgefangen, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit. Die Trümmerteile der Drohne, die von Moldau aus in den rumänischen Luftraum eingedrungen sei, seien in unbewohntem Gebiet in der Region Galati niedergegangen.
Das Luftkommando der Nato teilte im Onlinedienst X mit, dass an der Mission zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-18 beteiligt gewesen seien. Diese seien Teil eines spanischen Kontingents von rund 200 Angehörigen und elf Flugzeugen mit Stützpunkt in Rumänien.
Das spanische Verteidigungsministerium erklärte auf X, die Luftwaffe habe "ihre herausragende Professionalität bei der Verteidigung des europäischen Luftraums" unter Beweis gestellt.
11.49 Uhr: Ukraine - Angriff auf russische Produktionsanlage für Raketentreibstoff
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Anlage zur Herstellung von Raketentreibstoff in der russischen Region Rostow angegriffen. "Das Unternehmen stellt Feststoffraketentreibstoff für Mehrfachraketenwerfer sowie für eine Reihe von Raketensystemen und luftgestützten Waffensystemen her", teilt das ukrainische Militär auf Telegram mit. Rostow liegt im Süden Russlands und grenzt an die Ukraine.
10.54 Uhr: Je drei Tote in Russland und der Ukraine
In Russland und der Ukraine sind bei gegenseitigen Angriffen in der Nacht je drei Menschen getötet worden. Russische Raketen töteten den ukrainischen Behörden zufolge zwei Menschen in der Region Saporischschja. Eine weitere Frau wurde in Krywyj Rih getötet, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dort trafen die russischen Angriffe nach Angaben der örtlichen Behörden außerdem zwei Industriestandorte.
Die russischen Angriffe trafen weitere Teile des Landes: In der Region der Hauptstadt Kiew sowie in Odessa im Süden und Dnipropetrowsk weiter im Osten des Landes wurden nach Behördenangaben insgesamt mehr als 20 Menschen verletzt. Auch die Stadt Krementschuk im Zentrum des Landes meldete russische Angriffe, ohne Angaben zu Toten oder Verletzten zu machen.
In der russischen Region Rostow wurden nach Behördenangaben drei Menschen getötet. Die Luftabwehr habe in der Nacht mehr als 150 Drohnen und Raketen abgeschossen, ein Mensch sei mit Verletzungen im Krankenhaus gebracht worden, teilte der Gouverneur der Region mit.
In Podolsk bei Moskau setzte eine Drohne nach Behördenangaben ein Lager des russischen Onlinehändlers Wildberries in Brand. Die Ukraine wirft Wildberries vor, in den Transport und die Lagerung von Waffen verwickelt zu sein, und greift seit Monaten immer wieder Standorte des Händlers in Russland an.
10.45 Uhr: Russland - Haben 822 ukrainische Drohnen abgeschossen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau landesweit 822 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie viele gegnerische Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel erreicht haben, teilt Russland nicht mit. Etwa 45 Kilometer südlich von Moskau ist eine große Rauchwolke über dem getroffenen Wildberries-Lager in Koledino zu sehen, wie Reuters-Videos zeigen. Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen verstärkt den Online-Händler Wildberries ins Visier genommen. Sie wirft dem Unternehmen vor, Militärgüter zu vertreiben.
06.44 Uhr: Bürgermeister: Ukraine greift Moskau mit 600 Drohnen an
Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin in der Nacht mit rund 600 Drohnen angegriffen. Davon seien 201 in der Region Moskau von der Luftabwehr zerstört worden, schrieb Sobjanin auf der Plattform Telegram. Die meisten Drohnen seien bereits vorher beim Anflug auf die Region abgewehrt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Bürgermeister. Er sprach von drei Verletzten und machte keine Angaben zu möglichen Schäden. Der ukrainischen Nachrichtenseite "Kyiv Independent" zufolge trafen die Angriffe in der Region Moskau unter anderem Industrieeinrichtungen sowie ein Lager des russischen Online-Händlers Wildberries. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, sagte, ein 83 Jahre alter Mann sei getötet worden, als eine Drohne auf sein Grundstück gefallen sei. Es habe im Gebiet Moskau auch mehrere Verletzte gegeben.
Im Gebiet Rostow am Don im Süden Russlands starben bei einem ukrainischen Drohnenangriff laut Behörden mindestens drei Menschen. Ein Mensch sei verletzt worden, hieß es.
Russland griff die Ukraine in der Nacht nach Angaben aus Kiew auch erneut mit ballistischen Raketen, Gleitbomben und Drohnen an. Ziele waren unter anderem die Hauptstadt Kiew sowie die Industriestädte Krementschuk und Krywyj Rih.
05.10 Uhr: Nato-Kampfjet schießt Drohne über Rumänien ab
Ein spanischer F-18-Kampfjet hat am Sonntag im Auftrag der Nato eine Drohne über Rumänien abgeschossen. Das unbemannte Flugobjekt sei illegal in den nationalen Luftraum eingedrungen, teilte das rumänische Verteidigungsministerium mit. Es war bereits die vierte Drohne, die in diesem Jahr über dem Land abgeschossen wurde. Die Radare hätten die Drohne geortet, als sie aus dem benachbarten Moldau in den rumänischen Luftraum eindrang. Zur Herkunft der Drohne machte das Ministerium keine Angaben. Die Trümmer seien in einem unbewohnten Gebiet niedergegangen.
Das Nato-Mitglied Rumänien hat eine über 600 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. In den vergangenen vier Jahren wurde der rumänische Luftraum wiederholt von russischen Drohnen verletzt. Im Juli schossen rumänische F-16-Kampfjets erstmals drei russische Drohnen ab. Im Zuge eines Angriffs auf die benachbarte Ukraine war zuvor in diesem Jahr eine russische Drohne in einen Wohnblock in der Stadt Galati gestürzt und hatte zwei Menschen verletzt.
04.11 Uhr: Brände in Kiew nach russischem Raketenangriff
Russische Streitkräfte haben die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. Dabei wurde nach Angaben der Militärverwaltung eine Person verletzt. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, in mindestens zwei Bezirken seien Brände ausgebrochen. Herabfallende Trümmer hätten zudem mehrere Autos in Brand gesetzt. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Sonntag, 16.08.2026
Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa zeigt sich verärgert, weil die USA eine Waffen-Lieferung in die Ukraine genehmigen wollen.
18.20 Uhr: Moskau kritisiert amerikanisch-türkisches Waffengeschäft für Kiew
Verärgert hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert. Dies werde nur "das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern", sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit "eine weitere Büchse der Pandora geöffnet", wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.
Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft - das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst - gehören weiter 12 Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition.
Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn US-Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die russischen Streitkräfte haben sich nach Erkenntnissen Kiews zuletzt mit ballistischen Raketen aus Nordkorea verstärkt. Mindestens zwei dieser Raketen wurden bereits gegen die Ukraine eingesetzt.
17.48 Uhr: Russischer Kriegsgegner Schlosberg soll zwölf Jahre in Haft
Die russische Staatsanwaltschaft hat gegen den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zwölf Jahre und einen Monat Straflager beantragt. Staatsanwältin Anna Gorjatschewa forderte im Stadtgericht von Pskow die Verurteilung wegen Verunglimpfung der russischen Streitkräfte, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte.
Das Urteil gegen den Vizechef der Partei soll am Montag in Pskow um 10.30 Uhr Ortszeit (9.30 Uhr MESZ) verkündet werden. Russlands Oberstes Gericht hatte die Anti-Kriegspartei am vergangenen Montag von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen. Jabloko legte heute Einspruch gegen das Urteil ein, das Gericht verhandelt dazu in Moskau ebenfalls am Montag (9.00 Uhr MESZ).
Der Politiker war lange im Hausarrest und wurde im Dezember in Untersuchungshaft genommen. Zu dem Verfahren gegen Schlosberg kam es, nachdem er sich - wie seine Partei Jabloko - für einen umgehenden Waffenstillstand im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgesprochen hatte. In Schlosbergs Telegram-Kanal gab es zudem die Abbildung einer Seite der britischen Zeitung "Daily Mirror", auf der eine blutüberströmte Frau zu sehen war. Daneben stand ein Foto von Kremlchef Wladimir Putin, der für das Blutvergießen verantwortlich gemacht wurde. Schlosberg erklärte, dass der Fall aus der Zeit vor Inkrafttreten des russischen Gesetzes über die "Falschnachrichten" stamme.
17.02 Uhr: Lawrow kündigt Ausweitung russischer Luftangriffe in der Ukraine an
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine Ausweitung der russischen Luftangriffe auf die Ukraine angekündigt. "Wir werden viel härtere Methoden einsetzen, um alles zu zerstören, was die Kriegsmaschinerie Kiews aus dem Westen speist", sagte er in einem Interview, das das russische Staatsfernsehen am Freitag ausstrahlte.
16.13 Uhr: Ukraine: Haben russisches Raketen- und Raumfahrtzentrum angegriffen
Das ukrainische Militär hat das Raketen- und Raumfahrtzentrum im russischen Samara angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch den Militärflugplatz Sawasleika, einen Stützpunkt für russische Kampfflugzeuge, beschossen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Flamingo-Marschflugkörper hätten die rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte Raketenfabrik in Samara getroffen. Ziel sei es, den Druck auf die Regierung in Moskau zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges zu erhöhen. "Es ist wichtig, dass das russische Kriegspotenzial verringert wird", schrieb Selenskyj auf der Kurznachrichtenplattform X. "Frieden ist nötig, und das muss in Russland spürbar sein – durch konkreten Schaden an bestimmten Einrichtungen." Auf dem angegriffenen Flugplatz seien Flugzeuge stationiert, die für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt würden.
Dem ukrainischen Generalstab zufolge gab es direkte Treffer und Brände auf dem Flugplatz in der Region Nischni Nowgorod sowie im Raumfahrtzentrum Progress in der Region Samara. Samara gilt als eines der wichtigsten Zentren der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie.
15.35 Uhr: Russland – USA und Türkei sollen Berichte über Waffenlieferung an Ukraine erklären
Russland hat die USA und die Türkei aufgefordert, Berichte über mögliche Pläne zur Lieferung eines "erheblichen Arsenals" von US-Waffen und Munition, die die Türkei besitzt, an die Ukraine zu erläutern, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums. Eine solche Lieferung würde "unseren bilateralen Beziehungen zu Washington und Ankara ernsthaft schaden", teilte die Sprecherin Maria Sacharowa in einer Erklärung mit.
15.33 Uhr: Krakauer Kardinal verurteilt Gewalt gegen Ukrainer in Polen
Der Krakauer Kardinal Grzegorz Rys Übergriffe auf Ukrainer in Polen verurteilt. Es vergehe kein Tag ohne Medienberichte über neue Gewalttaten gegen Migranten, insbesondere aus der Ukraine, heißt es in einem am Samstag in den Messen seines Erzbistums zum Feiertag Mariä Himmelfahrt verlesenen Hirtenbrief. "Gewalt ist eine Sünde. Gleichgültigkeit gegenüber Gewalt ebenfalls", so Rys. Er rief dazu auf, Angegriffenen zu helfen. Alle Menschen sollten die Welt zugleich mit den Augen der Armen betrachten und daraus lernen. In Polen kam es in den vergangenen Wochen zu einer Serie von Gewaltakten gegen Ukrainerinnen und Ukrainer im öffentlichen Raum.
Der linke Parlamentspräsident Wlodzimierz Czarzasty hatte die Übergriffe bereits vor einem Monat kritisiert. Er machte die Hetze von rechten Oppositionspolitikern mitverantwortlich für die Taten. In manchen Städten gab es zuletzt Solidaritätskundgebungen für Ukrainerinnen und Ukrainer. Polen hatte nach Russlands Überfall auf die Ukraine 2022 mehr als eine Million Kriegsflüchtlinge aus dem östlichen Nachbarland aufgenommen.
15.22 Uhr: Polen begeht "Tag der Armee" mit großer Militärparade
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen das Nachbarland Ukraine hat Polen den "Tag der Armee" mit einer großen Militärparade begangen. Im Stadtzentrum von Warschau marschierten rund 2.000 Soldaten auf, wie die Agentur PAP berichtete. Zudem wurden viele Fahrzeuge mit Militärtechnik gezeigt, darunter moderne Panzer des südkoreanischen Typs K2 Black Panther. Die Parade erstreckte sich über mehrere Kilometer. Flugzeuge und Hubschrauber flogen über die Dächer der Stadt hinweg. Darunter sollten auch drei Militärflugzeuge der deutschen Luftwaffe sein.
Präsident Karol Nawrocki sagte, die polnische Nation wisse sehr genau, welchen Preis sie für ihre Unabhängigkeit bezahlt habe. Seine Geschichte helfe dem Land, aktuelle Gefahren richtig einzuschätzen. Der rechtskonservative Politiker und Historiker sprach von einem "Tag der Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft". Polen ist seit 1999 Mitglied des Nato-Verteidigungsbündnisses. Am 15. August wird in Polen an die Schlacht bei Warschau im Jahr 1920 erinnert. Der junge polnische Staat konnte damals die sowjetische Rote Armee überraschend zurückschlagen. Der Polnisch-Sowjetische Krieg endete erst 1921 mit dem Friedensvertrag von Riga. Seit 1992 wird der 15. August als Tag der polnischen Armee begangen.
13.09 Uhr: Russland - Einnahme von 19 Ortschaften in Sommeroffensive
Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau im Zuge ihrer Sommeroffensive 19 Ortschaften in den südostukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja unter ihre Kontrolle gebracht. Das Ministerium beruft sich auf einen Bericht des Kommandeurs der östlichen Truppengruppe, Pjotr Bolgarew. Die Namen der Ortschaften werden nicht genannt. Unabhängig davon meldet die Nachrichtenagentur Interfax, die russischen Streitkräfte hätten zudem die Ortschaft Rybalskoje in Saporischschja eingenommen. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.
12.00 Uhr: Selenskyj - Angriff auf russische Ölanlage in Ust-Luga
Das ukrainische Militär hat eine Ölanlage im russischen Ust-Luga angegriffen. Das teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit, lässt aber offen, ob es durch den Angriff zu Beschädigungen gekommen ist. Erst am Freitag hat die Ukraine die russische Gaskondensat-Verarbeitungsanlage im Ostseehafen Ust-Luga attackiert.
11.11 Uhr: Ukrainischer Angriff auf russische Region Samara
Die Ukraine hat nach Angaben örtlicher Behörden Industrieanlagen in der russischen Region Samara angegriffen. Die Luftabwehr habe einen "massiven Angriff" abgewehrt, teilt der Verwaltungschef der gleichnamigen Regionalhauptstadt Samara, Iwan Noskow, in einem Online-Beitrag mit. Die industrielle Infrastruktur der Stadt habe "örtlich begrenzte Schäden" erlitten. Nähere Angaben zu der betroffenen Anlage macht er nicht.
09.55 Uhr: Ukraine - Baby bei russischem Angriff getötet
Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden. Der drei Monate alte Junge kam nach Angaben von Militärgouverneur Olexander Hanscha in der frontnahen Stadt Marhanez bei einem Einschlag in ein Wohnhaus ums Leben. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein fünfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Mehrstöckige Wohnhäuser, ein Ladengeschäft und ein Kino seien beschädigt worden. Russland habe bei mehreren Angriffen auf die Region Drohnen, Artillerie und Gleitbomben eingesetzt.
Drei Menschen wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge im Kreis Saporischschja bei Drohnenangriffen auf Autos verletzt.
Samstag, 15. August 2026
21.30 Uhr: Selenskyj warnt vor Lebensmittelengpässen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält Lebensmittellieferungen an Ägypten und viele andere Länder in Afrika und dem Nahen Osten für ernsthaft bedroht - und die Ukraine sei einer der größten Lieferanten von Lebensmitteln dorthin. Das schrieb er im Internet im Zuge von Beratungen mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah al-Sisi. Die beiden hatten über die russischen Angriffe auf Schiffe und Hafeninfrastruktur im Schwarzen Meer gesprochen, die de facto die Hauptexportroute für ukrainisches Getreide zu den internationalen Märkten bedrohen. Die Lieferungen seien bereits deutlich zurückgegangen. Beide Länder hätten vereinbart, an Lösungen zu arbeiten.
20.58 Uhr: weitere Drohne in Rumänien entdeckt
Nach dem Absturz einer Drohne im rumänischen Bezirk Tulcea ist im selben Bezirk eine zweite Drohne entdeckt worden. Das teilte das Verteidigungsministerium des Nato-Landes mit. Diese fände sich im Dorf Plauru. Das liegt an der Donau gegenüber der ukrainischen Hafenstadt Ismajil. Ein Spezialistenteam sei in das Gebiet geschickt worden, teilte das Ministerium mit. Der Fundort sei abgesichert worden.
20.50 Uhr: Russland räumt Engpässe bei Sprit ein
Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen schwierig ist. Hintergrund ist, dass die Ukraine verstärkt russische Raffinerien ins Visier nimmt. Die russische Regierung erklärte in Online-Diensten, hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe "die Lage in mehreren Regionen angespannt". Eine Sitzung zu dem Thema sei geplant. Die Ölkonzerne "ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen", hieß es weiter. Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen. In fast allen Regionen musste der Treibstoffverkauf zeitweise reguliert werden, etwa indem nur eine bestimmte Menge Benzin pro Kunde erlaubt war oder das Befüllen von Kanistern verboten wurde.
Nato-Jets sind am frühen Morgen aufgestiegen, um in Lettland 35 Kilometer vor der Grenze zu Russland eine Drohne abzufangen. Sie wird gesucht.
19.39 Uhr: Drohnenvorfälle in Rumänien und Lettland
In Rumänien ist eine Drohne rund fünf Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt in einem Waldgebiet abgestürzt. Das teilte das Verteidigungsministerium des Nato-Landes am Freitag mit. Die Drohne ging demnach im östlichen Bezirk Tulcea nieder. Militärische Radarsysteme hätten sie nicht erfasst, weil sie in "sehr niedriger" Höhe geflogen sei, hieß es. Zur Herkunft der Drohne machte das Ministerium zunächst keine Angaben.
Am frühen Morgen hatte ein italienischer Eurofighter eine Drohne abgeschossen, die nach Angaben lettischer Behörden "infolge russischer elektromagnetischer Kriegsführung" in den lettischen Luftraum gelangt sei. Insgesamt stiegen zwei italienische und zwei türkische Kampfjets auf. In fünf Gemeinden im Osten Lettlands wurden Einwohner vor der Gefahr im Luftraum gewarnt und aufgefordert, Schutz zu suchen.
16.58 Uhr: Ukraine - Russische Gleitbombe trifft Wohnblock in Donezk
Eine russische Gleitbombe hat in der ostukrainischen Region Donezk sechs Stockwerke eines zehnstöckigen Wohnhauses zerstört. Ein Mensch sei getötet worden, 16 weitere seien verletzt worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag mit. Insgesamt griff Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht zwölf ukrainische Regionen an. In sozialen Medien erklärte Selenskyj, Russland werfe täglich etwa 220 Gleitbomben auf Ortschaften in Frontnähe im Osten und Süden der Ukraine ab.
16.57 Uhr: Ukraine - Mutter und Sohn bei russischen Angriffen getötet
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Wohnhaus in der nordukrainischen Region Sumy sind eine 29 Jahre alte Frau und ihr neunjähriger Sohn getötet worden. Das teilten die Behörden am Freitag mit. Bei dem Angriff am frühen Freitagmorgen wurden vier weitere Menschen verletzt, darunter der Vater und die Großmutter des getöteten Jungen. Beide wurden mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, mitteilte.
16.27 Uhr: Insider - Ölexporte aus russischem Schwarzmeerhafen Noworossijsk gestoppt
Die Rohölexporte aus dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk sind Insiderangaben zufolge nach einem Drohnenangriff ausgesetzt. Wegen des Angriffs seien die Verladungen gestoppt und die Annahme von Öl ausgesetzt worden, da die Lagertanks voll seien, sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Terminal ist mit einer Kapazität von rund 700.000 Barrel pro Tag Russlands wichtigste Ölexportanlage am Schwarzen Meer. Die Stadtverwaltung von Noworossijsk rief zudem erneut Drohnenalarm für die Anwohner aus.
12.20 Uhr: Russland lehnt Idee einer Waffenruhe im Schwarzen Meer ab
Eine Waffenruhe mit der Ukraine im Schwarzen Meer weist Russland zurück. Es gebe keine Grundlage für "halbherzige Maßnahmen", die der Gegenseite nur eine Atempause verschaffen würden, sagt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sowohl Russland als auch die Ukraine hatten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verstärkt. Dies trieb die weltweiten Getreidepreise in die Höhe. Die Ukraine hat einem Insider zufolge Russland über einen Dritten ein Angebot übermittelt, die Angriffe auf zivile Ziele im Schwarzen Meer auf beiden Seiten einzustellen. Auch einen türkischen Vorschlag weist Moskau zurück.
- zum Artikel: Ukraine-Krieg - Eskalation am Schwarzen Meer
11.10 Uhr: Lawrow - "verschärfen unsere Methoden"
Russland verschärft nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow seine Angriffe auf Ziele, die der Unterstützung der Ukraine durch den Westen dienen. "Wir werden unsere Methoden deutlich verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschinerie aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits", sagte Lawrow dem Staatsfernsehen. Einen sofortigen Stopp der Kämpfe schließe er aus: "Wir werden erst dann aufhören, wenn eine langfristige, zuverlässige und nachhaltige Einigung vorliegt."
10.05 Uhr: Russe zu 23 Jahren Haft wegen Spionage für Polen verurteilt
Ein russischer Staatsbürger ist von einem Moskauer Gericht zu 23 Jahren Haft wegen Spionage für Polen verurteilt worden. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass mitteilt, habe der Mann Polen Informationen über fortschrittliche russische Waffensysteme und Raketensysteme geliefert, die im Krieg in der Ukraine eingesetzt worden seien.
09.21 Uhr: Russland - Bahnhof der ukrainischen Stadt Ismajil angegriffen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau den Bahnhof der ukrainischen Hafenstadt Ismajil angegriffen. Man gehe davon aus, dass er der Verladung und dem Transport von Rüstungsgütern und Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte diene, teilte das Ministerium mit. Ismajil liegt am Unterlauf der Donau. Zudem wurden dem Ministerium zufolge zwei Schlepper vor der Küste der ukrainischen Hafenstadt Mykolajiw am Schwarzen Meer beschossen, die Frachtschiffe in ukrainische Häfen begleitet hätten.
06.09 Uhr: Russland - Drohnen beschädigen Gebiet um russischen Ostseehafen
Nach offiziellen Angaben Russlands ist das Gebiet um den russischen Ostseehafen Ust-Luga nach Drohnenangriffen beschädigt worden. Das teilte der regionale Gouverneur Alexander Drosdenko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ust-Luga ist ein wichtiger Knotenpunkt für den Ölexport.
05.56 Uhr: Luftalarm in Lettland - Kampfjets schießen Drohne ab
Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Der Luftalarm sei damit aufgehoben, teilte das lettische Militär in der Nacht auf der Plattform X mit. Zuvor hatten die Streitkräfte die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen.
Das Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte.
Freitag, 14. August 2026
23.54 Uhr: Schwerer russischer Bombenangriff auf Kramatorsk
Durch einen russischen Bombenangriff auf die frontnahe Stadt Kramatorsk in der Ostukraine sind nach Behördenangaben mindestens 15 Menschen verletzt worden. Es gebe bislang einen Toten, teilte der Militärverwalter des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit.
18.36 Uhr: Polen - Anschlag auf US-ukrainischen Doppelstaatler vereitelt
Polnische Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Regierung einen Anschlag auf einen US-ukrainischen Doppelstaatsbürger vereitelt. Ministerpräsident Donald Tusk teilte mit, Ermittler hätten einen Russen, der von einem Geheimdienst seines Landes angeworben worden sein soll, am 7. August festgenommen - noch vor Ausführung der Tat. Es sei das erste Mal gewesen, dass jemand auf Anordnung Russlands hin versucht habe, einen US-Bürger auf dem Territorium eines anderen Nato-Staats zu töten. Die Person, die Ziel des Anschlags sein sollte, war laut Tusk der russischen Regierung ein Dorn im Auge. Das russische Außenministerium reagierte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AP zunächst nicht zu den Vorwürfen.
17.13 Uhr: Estland - Grenzübergänge zu Russland bleiben nur noch tagsüber offen
Estland beschränkt aus Sicherheitsgründen den Betrieb der Grenzübergänge zu Russland. Die Regierung des baltischen EU- und Nato-Landes entschied in der Hauptstadt Tallinn, den Betrieb an den Kontrollpunkten Narva, Luhamaa und Koidula in den Nachtstunden auf unbeschränkte Zeit auszusetzen. Tagsüber sollen die Grenzübergänge weiterhin zwölf Stunden lang von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet bleiben. Dieselben Öffnungszeiten werden auch für die Bahngrenzübergänge gelten.
Die Regierung verlängerte damit eine seit dem Frühjahr geltende Regelung, die zunächst bis Ende August gelten sollte. Die Entscheidung sei "im weiteren Kontext" der Beziehungen zwischen Russland und der EU getroffen worden, deren Ton durch Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vorgegeben werde, hieß es in der Mitteilung des Innenministeriums.
16.40 Uhr: Ukraine schlägt Russland Feuerpause für zivile Ziele im Schwarzen Meer vor
Die Ukraine schlägt Russland Insidern zufolge einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf zivile Ziele im Schwarzen Meer vor. Das Angebot sei über einen Drittstaat übermittelt worden, eine Antwort liege noch nicht vor, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Seiten warnten zuletzt vor den Folgen von Angriffen auf Getreidetransporte und die Hafeninfrastruktur für die weltweiten Lebensmittelpreise.
15.21 Uhr: Selenskyj bittet USA um fünf Prozent ihrer Patriot-Raketen
Die Ukraine bräuchte zum Schutz vor russischen Angriffen nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der US-Bestände an Abwehrraketen für das System Patriot. "Wenn die Amerikaner uns fünf Prozent verkaufen - PAC-3-Abfangraketen, nichts anderes -, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten", teilte Selenskyj bei Telegram mit. Derzeit habe die Ukraine nur ein Prozent. Die Raketen gelten als besonders effektiv bei der Abwehr russischer Raketenschläge.
14.11 Uhr: Juli war tödlichster Monat für Zivilisten in Ukraine seit Jahren
Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Angaben von Beobachtern der Vereinten Nationen im Juli so viele Zivilisten ums Leben gekommen wie seit Jahren nicht mehr in einem Monat. Es seien mindestens 437 Menschen in der Ukraine getötet und 2.610 weitere Zivilisten verletzt worden, gab die UN-Menschenrechtsbeobachtermission bekannt. Das sei im Vergleich zum Juni ein Anstieg um 30 Prozent, im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli sogar eine Erhöhung um 70 Prozent. "Die Zahl der Getöteten ist die höchste, die seit Mai 2022 erfasst wurde", teilte die Mission mit. Die tatsächliche Zahl der Opfer sei wahrscheinlich höher, hieß es. Die Überprüfung von Todesmeldungen dauere an.
In diesem Jahr habe sich die Zahl der Opfer von Monat zu Monat erhöht. Dabei habe es die ukrainische Hauptstadt Kiew im Juli besonders hart getroffen. Demnach wurden dort 54 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt. Grund sei die Eskalation der Gewalt durch die massiven russischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern, hieß es. Aber auch Drohnenschläge und Gleitbomben seien weiter eine große Gefahr für die Menschen. Die Ukraine beklagt seit Monaten, sich vor den intensivierten russischen Angriffen mit ballistischen Raketen nicht ausreichend schützen zu können, weil es an Raketen für das effektive Abwehrsystem vom Typ Patriot fehle
13.08 Uhr: Fünf Tote bei Explosion auf der Krim
Bei der Explosion eines ukrainischen Sprengkörpers sind in der von Russland kontrollierten Hafenstadt Sewastopol auf der Krim nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Unter den Toten seien vier Mitglieder eines Bombenentschärfungsteams und eine Sicherheitskraft, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswojajew am Donnerstag über Telegram mit. Die Männer hätten das Gebiet nach einem ukrainischen Angriff auf Sewastopol untersucht, als die "feindliche Munition" explodierte.
12.01 Uhr: Raffinerie im russischen Orsk nach Angriff wohl sechs Monate außer Betrieb
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff hat eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk ihren Betrieb vollständig eingestellt. Die Reparatur der beschädigten, importierten Anlagen könnte wegen der westlichen Sanktionen bis zu sechs Monate dauern, teilte der Gouverneur der Region Orenburg, Jewgeni Solnzew, mit. Er warnte vor möglichen Engpässen bei der Kraftstoffversorgung. Die Ukraine greift zunehmend russische Raffinerien an, um die Treibstoffversorgung des Landes zu beeinträchtigen. Die Raffinerie in Orsk kann jährlich rund sechs Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten.
11.34 Uhr: UNO - Zivile Todesopfer in der Ukraine im Juli auf höchstem Stand seit Mai 2022
Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine hat im Juli nach Angaben der UNO ihren höchsten Stand seit dem Mai des Jahres 2022 erreicht. Im vergangenen Monat seien mindestens 437 Zivilisten in der Ukraine getötet und mindestens 2610 verletzt worden, teilte die UN- Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine mit. Das entspreche einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vormonat und um 70 Prozent im Vergleich zum Juli 2025.
Die Zahl der zivilen Todesopfer sei "die höchste, die seit Mai 2022 verzeichnet wurde", teilte die Beobachtungsmission weiter mit. Eine Auswertung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten der ukrainischen Luftwaffe ergab, dass die russische Armee im Juli eine Rekordzahl von Raketen auf die Ukraine abgefeuert hat.
10.43 Uhr: Drohnen treffen Ölraffinerie und Logistikzentrum in Russland
Die ukrainischen Streitkräfte haben bei neuen Drohnenangriffen im russischen Hinterland eine weitere Ölraffinerie und ein Lager des größten russischen Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien in der Stadt Salawat verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, mit. Medien berichteten zudem von einem Drohnenangriff und einem Brand in einer Ölraffinerie des Energieriesen Gazprom.
Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigte den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren "Terroranschlag" gegen zivile Infrastruktur vor.
10.37 Uhr: Ukrainische Bahn - Zwei Mitarbeiter bei Angriff getötet
Bei einem russischen Angriff auf einen Passagierzug in der Region Odessa im Süden der Ukraine sind nach offiziellen Angaben der Lokführer und sein Assistent getötet worden. Die 340 Passagiere würden evakuiert, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Es habe sich um einen Drohnenangriff gehandelt.
07.11 Uhr: Ukraine - Russischer Angriff auf Donau-Hafen
Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht das Gebiet um den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei seien Schäden entstanden und ein Feuer ausgebrochen, teilten die Behörden in der Region Odessa auf Telegram mit. Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt.
06.11 Uhr: Selenskyj - Ukraine braucht mindestens fünf Prozent der US-Patriot-Raketen
Die Ukraine benötigt nach Angaben von Präsident Selenskyj mindestens fünf Prozent der Patriot-Abfangraketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen. Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender CNN.
Seinem Land stünden in diesem Jahr "zweieinhalb Mal weniger Abfangraketen zur Verfügung als im Jahr 2025", so Selenskyj. Dagegen habe Russland "monatlich mehr als doppelt so viele ballistische Raketen wie zuvor".
00.30 Uhr: Nach ukrainischem Angriff - Stromausfall auf der Krim
Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.
Donnerstag, 13. August 2026
19.14 Uhr: Ukraine und Moldau einigen sich auf Bahn-Rabatt
Die Ukraine und die Republik Moldau haben sich auf einen Tarifnachlass von 50 Prozent für den Schienengüterverkehr bis zum Jahresende geeinigt. Damit sollen ukrainische Getreideexporte erleichtert werden, da russische Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen die traditionellen Routen blockieren. Das teilt der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf Telegram mit. Das moldauische Infrastrukturministerium bestätigt die Vereinbarung. Sie erhofft sich dadurch für den Rest des Jahres ein Transportvolumen von bis zu 600.000 Tonnen Getreide. Dies entspreche etwa zehn Prozent der geschätzten ukrainischen Ausfuhren und sichere derstaatlichen moldauischen Eisenbahn trotz der niedrigeren Tarife Einnahmen.
18.56 Uhr: Vereinte Nationen - Russland soll Jabloko-Verbot aufheben
Die Vereinten Nationen haben Moskau aufgefordert, die Anti-Kriegs-Partei Jabloko zur Wahl zuzulassen. Das UN-Menschenrechtsbüro zeigte sich am Mittwoch "zutiefst besorgt" darüber, dass eine der ältesten russischen Parteien nicht zu dem Urnengang zugelassen sei. "Wir fordern die Behörden auf, das Verbot rückgängig zu machen", hieß es in einer Erklärung. Am Montag hatte Russlands Oberster Gerichtshof Jabloko die Teilnahme an der für September geplanten Parlamentswahl untersagt
18.24 Uhr: Selenskyj - heuer 26 Ortschaften unter Kontrolle gebracht
Ukrainische Truppen haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in diesem Jahr 26 Ortschaften in den Regionen Dnipropetrowsk, Donezk und Saporischschja wieder unter die Kontrolle Kiews gebracht. Das entspricht 745 Quadratkilometern russisch besetzten Gebiets im Südosten des Landes und damit etwa der Fläche Hamburgs. Der ukrainischen Beobachtergruppe DeepState zufolge befindet sich ein Großteil des Areals jedoch in einem Niemandsland, das keine Seite vollständig kontrolliert.
17.08 Uhr: Deutlich weniger Schiffe in Odessa
Offiziellen ukrainischen Angaben zufolge hat der Betrieb am Hafen von Odessa deutlich nachgelassen. Grund sind russische Angriffe. Im Juli hätten 159 Schiffe den Schwarzmeerhafen Hafen angelaufen, teilte der stellvertretende ukrainische Infrastrukturminister Andrij Kaschubat der Nachrichtenagentur Reuters mit. Im Juli 2026 waren es 400.
16.47 Uhr: Russland bezichtigt Ukraine der Verteuerung von Lebensmitteln
Russland wirft der Ukraine vor, durch ihre Angriffe auf die russische Landwirtschafts-Infrastruktur die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben. Die Attacken verschärften den Mangel an Getreide sowie Düngemitteln. Das diene den Interessen bestimmter westlicher Staaten, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa nach dem ukrainischen Angriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Daraufhin war Getreide an den Rohstoffmärkten deutlich teurer geworden. Russland und die Ukraine gehören zu den weltweit größten Getreideexporteuren.
16.28 Uhr: russische Region rationiert Benzin nach ukrainischem Angriff
In der südrussischen Ural-Region Orenburg wird der Kraftstoff rationiert. Grund ist der ukrainische Angriff auf eine Raffinerie Die Lage vor Ort sei "schwierig", teilt der Gouverneur Jewgeni Solnzew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Er führe deshalb Beschränkungen für den Verkauf von Benzin ein. Unter anderem dürfen Kanister nicht befüllt werden. Es kann nur eine begrenzte Menge gekauft werden. Der Verkauf wird je nach Kennzeichen auf ungerade oder gerade Tage beschränkt. Auch andere Regionen haben infolge ukrainischer Angriffe ähnliche Beschränkungen wie die in Orenburg erlassen.
14.42 Uhr: Putin droht mit Beschlagnahmung von Schiffen
Russland hat westlichen Staaten mit der Beschlagnahmung von Handelsschiffen gedroht. Wenn europäische Länder russische Schiffe festsetzten und deren Fracht beschlagnähmen, werde man in gleicher Weise reagieren, sagte Präsident Wladimir Putin bei einem Marinemanöver. Er warf den westlichen Staaten "Piraterie" und "Raub" vor. Russlands Reaktion könne "überall" erfolgen. Der Kommandeur der russischen Flotte im Pazifik, Viktor Liina, erklärte, man sei bereit, ausländische Schiffe zu inspizieren und festzusetzen. Man kenne die Routen und die Ladung im asiatisch-pazifischen Raum genau.
Die EU hatte zuletzt ihre Sanktionen gegen Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte ausgeweitet und einige von ihnen für Kontrollen festgesetzt. Einige europäische Regierungen prüfen zudem ein härteres Vorgehen gegen Schiffe, die im Verdacht stehen, Sanktionen zu umgehen. Der Kommandeur der russischen Pazifik-Flotte warf Staaten wie Großbritannien und Frankreich vor, selbst eine Art Schattenflotte zu betreiben.
13.37 Uhr: Hamburger Hafenlogistiker verstärkt Sicherheitsmaßnahmen in Odessa
Wegen anhaltender Angriffe auf Odessa hat der Hamburger Hafen- und Logistikkonzern HHLA nach eigenen Angaben die Sicherheitsmaßnahmen an seinem Containerterminal in der ukrainischen Stadt zuletzt weiter verstärkt. Details nannte er nicht. Die HHLA-Anlage sei weiter betriebsbereit. Aktuell konzentriere sich der Terminalbetrieb auf die landseitige Abfertigung, da der Schiffsverkehr im Schwarzen Meer aufgrund der Sicherheitslage quasi zum Erliegen gekommen sei, sagte eine Unternehmenssprecherin. Zuletzt habe ein Schiff den Hafen vor etwa zweieinhalb Wochen angelaufen.
13.31 Uhr: Branchenkreise - Ölraffinerie in Orsk produziert nicht
Laut Branchenkreisen hat die Ölraffinerie Orsknefteorgsintez im russischen Orsk nach dem gestrigen ukrainischen Drohnenangriff ihre Produktion eingestellt. Die Anlage sei von Drohnen teilweise beschädigt worden und es habe einen Brand gegeben. Das ukrainische Militär bestätigte einen Angriff. Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf die russische Energie-Infrastruktur verstärkt, was in Russland zu einer Kraftstoffkrise führte. Die nun getroffene Anlage liegt rund 1900 Kilometer östlich der Grenze zur Ukraine. Ihre Kapazität beträgt 5,76 Millionen Tonnen pro Jahr, das sind etwa 115.200 Barrel pro Tag.
11.49 Uhr: Bilanz der Nacht - je zwei Tote auf beiden Seiten
Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und in der Ukraine sind laut Behörden jeweils zwei Menschen getötet worden. In der südrussischen Region Krasnodar starben zwei Menschen bei "mehreren hundert" ukrainischen Drohnenangriffen. Einer davon war ein achtjähriges Kind in der Stadt Noworossijsk. Einen Mann im Dorf Wolna hätten herabstürzende Trümmerteile einer Drohne tödlich verletzt. Das teilte der Regionalgouverneur Wenjamin Kondratjew im Onlinedienst Telegram mit. Der Bürgermeister der südukrainischen Stadt Cherson meldete zwei Tote bei russischen Drohnenangriffen dort.
10.29 Uhr: Selenskyj - Ukraine hat russische Marinebasis Noworossijsk angegriffen
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat die Ukraine den russischen Marinestützpunkt Noworossijsk angegriffen. In der Nacht seien dabei Drohnen, Raketen und unbemannte Boote zum Einsatz gekommen, teilte Selenskyj auf Telegram mit. Noworossijsk liegt in der russischen Region Krasnodar am Schwarzen Meer.
09.19 Uhr: Offenbar kein Betrieb an Getreideterminal in Noworossijsk nach Angriff
Der Betrieb des Getreideterminals im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk ist Insidern zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen in der Nacht eingestellt worden. Die Demetra Holding, Eigentümerin des Terminals, bestätigte Schäden an der Anlage. "Der Terminalbetrieb wurde eingestellt, und die Schadensbewertung läuft", sagte ein mit dem Vorgang vertrauter Insider, der anonym bleiben wollte. Ein Sprecher der Demetra Holding bestätigte ebenfalls Schäden, machte dazu aber keine weiteren Angaben.
08.15 Uhr: Russland meldet Angriff auf Hafen von Odessa
Russland hat nach eigenen Angaben den Hafen von Odessa im Süden der Ukraine angegriffen. Dabei sei ein Treibstofflager getroffen worden, das der Versorgung der ukrainischen Armee gedient habe, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
07.34 Uhr: Russland meldet 502 abgefangene ukrainische Drohnen
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 502 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen waren demnach mehrere russische Regionen. Wie viele Drohnen insgesamt entdeckt wurden oder ihre Ziele erreichten, teilte das Ministerium nicht mit.
06.57 Uhr: Kind bei Angriff auf Noworossijsk getötet
Die russische Schwarzmeerküste ist nach Behördenangaben in der Nacht massiv von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Hauptziel war dabei die Hafenstadt Noworossijsk, wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mitteilte. Nach Behördenangaben sei ein Kind getötet worden. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, teilte Bürgermeister Andrej Krawtschenko auf Telegram mit. Zudem seien vier Unternehmen und mehr als zwei Dutzend Wohngebäude beschädigt worden.
Berichten russischer wie ukrainischer Telegramkanäle zufolge wurden in der Stadt der Marinehafen, der Handelshafen und das Ölverladeterminal getroffen. An diesen Stellen zeigte auch das Brandmeldesystem Firms der US-Raumfahrtbehörde Nasa Feuer.
06.48 Uhr: Ukraine stoppt auf US-Bitte Angriffe auf Tanker im Hafen Noworossijsk
Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge auf Bitte der USA ihre Angriffe auf Öltanker im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk eingestellt. US-Vizepräsident JD Vance habe Kiew Ende Juli dazu aufgefordert, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf ukrainische Regierungskreise. Die US-Regierung sei besorgt gewesen, dass die Angriffe die Ölmärkte weiter destabilisieren und US-Unternehmen schädigen könnten.
03.41 Uhr: Selenskyj legt USA neuen Friedensplan für die Ukraine vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben den USA Vorschläge für einen Plan zur Beendigung des Krieges mit Russland übermittelt. Zugleich warf er Moskau vor, die Parlamentswahl im kommenden Monat als Vorwand für eine neue Mobilmachung nutzen zu wollen. "Wir haben unsere Vorschläge der amerikanischen Seite übermittelt", sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. Die USA könnten die ukrainische Verteidigung, insbesondere die Flugabwehr, stärken und Druck auf Russland für ein Kriegsende ausüben. Details nannte er nicht.
Mittwoch, 12. August 2026
20.55 Uhr: Ukraine übergibt USA Vorschläge für Kriegsende
Die Ukraine hat US-Unterhändlern nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des mehr als vierjährigen Krieges mit Russland übergeben. "Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die USA könnten helfen, die ukrainische Verteidigung vor allem durch Flugabwehr zu stärken und Druck auf Russland auszuüben. Ziel sei es, dass sich Moskau auf ein Ende des Krieges vorbereite, anstatt ihn in die Länge zu ziehen.
19.00 Uhr: UN: Russland hält mehr als 16.000 ukrainische Zivilisten fest
Mehr als 16.000 ukrainische Zivilisten werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen weiterhin von Russland ihrer Freiheit beraubt. Viele würden ohne Kontakt zur Außenwelt oder ohne eine mit dem Völkerrecht vereinbare Grundlage festgehalten, sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin für Menschenrechte, Claudia Fuentes Julio.
Zugleich dauerten "weit verbreitete und systematische Folter und Misshandlungen" festgehaltener ukrainischer Zivilisten und Kriegsgefangener durch Russland an, sagte Fuentes Julio bei einem informellen Treffen des UN-Sicherheitsrats. Dazu gehöre auch sexualisierte Gewalt.
18.15 Uhr: Tote und Verletzte nach russischem Angriff bei Odessa
Infolge eines russischen Angriffs sind im südukrainischen Gebiet Odessa mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Ein Tanklaster mit Ölresten und ein Auto seien in Brand geraten. Den Waffentyp nannte er nicht. Zuvor hatte die Luftwaffe jedoch wiederholt vor dem Anflug russischer Drohnen gewarnt.
17.50 Uhr: Schwerkranker US-Militärveteran aus russischer Haft entlassen
Russland hat einen schwer kranken US-Militärveteran nach mehr als vier Jahren Haft freigelassen. Robert Gilman sei auf dem Weg in ein US-Militärkrankenhaus im Bundesstaat Texas, teilte Eric Lebson von der Organisation Global Reach am Dienstag mit. Dort solle der 32-Jährige medizinisch und psychologisch untersucht und behandelt werden.
Gilman, ein Lehrer, war seit 2022 in Russland inhaftiert. Zunächst war er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er nach Angaben der russischen Justiz einen Polizisten geschlagen hatte. Zuvor war er wegen einer Störung aus einem Zug geholt worden. Später wurde Gilman wegen weiterer Angriffe auf einen Gefängnismitarbeiter bei einer Zellenkontrolle, einen Ermittler und einen Wachmann verurteilt.
13.02 Uhr: Ukraine - Haben Ölraffinerie im russischen Orsk angegriffen
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk angegriffen. Ziel sei die Raffinerie Orsknefteorgsintez gewesen, teilte das Militär auf Telegram mit. "Es wurde ein Brand festgestellt, das Ausmaß der Schäden wird ermittelt", hieß es weiter. Die Raffinerie hat eine Verarbeitungskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Sie produziert Benzin, Diesel und Flugbenzin, Heizöl, Bitumen und andere Erdölprodukte. Orsk ist ein wichtiges Industriezentrum.
12.50 Uhr: Ukraine greift erneut Online-Versender Wildberries an
Der russische Online-Konzern Wildberries hat bestätigt, dass seine Logistikeinrichtungen in der russischen Grenzregion Woronesch in der vergangenen Nacht beschossen worden und in Brand geraten seien. Dort gelagerte Waren aber seien "größtenteils unbeschädigt" geblieben.
Die Ukraine hat Lagerhäuser von Wildberries wiederholt ins Visier genommen. Der prominente ukrainische Militärkommandeur Robert Browdi hat dem Konzern vorgeworfen, eine Abteilung nur für den Verkauf von Waren für das russische Militär zu betreiben.
12.31 Uhr: Selenskyj - Russland bereitet eine Eskalation des Krieges vor
Der ukrainische Präsident Selenskyi hat davor gewarnt, dass Russland seine Produktion ballistischer Raketen hochfahre und dabei den deutlichen Mangel Kiews an Patriot-Abfangraketen ausnutze, die diese Geschosse stoppen können. "Jeder Schritt, den Russland unternimmt - die Produktion ballistischer Raketen erhöhen, nordkoreanische Ausrüstung herbeiholen, sich auf eine Mobilisierung vorbereiten - all das zeigt, dass sich Moskau nicht auf Frieden vorbereitet, sondern auf eine Eskalation", teilte Selenskyj in sozialen Medien mit.
Die Denkfabrik Institute for the Study of War mit Sitz in Washington teilte in einer Einschätzung mit, dass der Mangel an Patriot-Abfangraketen es Russland ermögliche, "der Ukraine über den bevorstehenden Winter sehr schwere Schäden zuzufügen". Das werde "dazu beitragen, bedeutende Verhandlungen zu verzögern und den Krieg in die Länge zu ziehen".
11.16 Uhr: Russland - Luftangriffe galten auch ukrainischen Drohnen-Lagern
Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge galten die jüngsten Luftangriffe auf Kiew auch einem Sortierzentrum des Postunternehmens Nova Post. Dieses habe auch zur Lagerung und Verteilung von Drohnenbestandteilen und Komplexen der elektronischen Kriegsführung gedient, behauptete das Ministerium. Die Attacke auf Saporischschja habe dem örtlichen Stahlwerk gegolten. Die ukrainischen Behörden bestätigten Schäden an Lagerhallen in Kiew und im Landkreis Butscha westlich von Kiew. Es habe dort einen Verletzten gegeben.
10.09 Uhr: Selenskyj - Russland greift Ukraine mit nordkoreanischen Raketen an
Nach Angaben des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj sind bei den jüngsten Angriffen auf Saporischschja mit mindestens neun Todesopfern Raketen aus nordkoreanischer Produktion zum Einsatz gekommen. Selenskyj schrieb auf X, der russischen Angriff auf Saporischschja habe darauf abgezielt, "maximalen Schaden anzurichten". Die Stadt sei "von nordkoreanischen ballistischen Raketen, russischen Marschflugkörpern vom Typ Zirkon und gelenkten Luftbomben" getroffen worden.
Bei Zirkon handelt es sich um ein von Russland entwickeltes Waffensystem mit Hyperschall-Marschflugkörpern. Zirkon-Marschflugkörper haben eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern. Am Montagabend hatte Selenskyj bereits gesagt, Russland habe Raketen aus Nordkorea erhalten und bereite sich auf die Stationierung weiterer Soldaten aus Nordkorea vor. "Das ist das erste Mal, dass sie den Krieg ohne die Unterstützung aus Nordkorea gar nicht mehr weiterführen können", sagte Selenskyj über die russische Führung.
09.15 Uhr: Großbrände nach ukrainischen Angriffen in Russland
Die Ukraine hat bei neuen massiven Drohnenangriffen im russischen Hinterland mindestens eine Ölraffinerie und Lagerhallen des landesweit größten Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Im Gebiet Woronesch brannten Zehntausende Quadratmeter Lagerfläche, wie Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Bei dem Angriff sei ein 49 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden, es gebe auch zwei Verletzte, sagte er.
In Orsk an der Grenze zu Kasachstan geriet nach Meldungen in sozialen Netzwerken nach einem Drohnenangriff eine Ölraffinerie in Brand. Gouverneur Jewgeni Solnezew bestätigte, dass ein Feuer in einem Industrieobjekt ausgebrochen sei. Verletzte gab es demnach keine. Einen weiteren Brand in einer Ölraffinerie meldete die russische Staatsagentur Tass aus Komsomolsk am Amur – im äußersten Osten des Landes. Zur Ursache für das Feuer gab es zunächst keine Angaben.
08.03 Uhr: Mindestens neun Tote bei neuen Angriffen auf Ukraine
Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Zudem seien in den Regionen Kiew, Saporischschja und Dnipropetrowsk dutzende weitere Menschen verletzt worden, teilten die jeweiligen Regionalbehörden mit. Der Chef der Militärverwaltung in der Region Saporischschja, Iwan Federow, meldete im Onlinedienst Telegram einen "massiven" russischen Angriff, bei dem Raketen und Lenkbomben zum Einsatz gekommen seien. Allein in Saporischschja wurden Federow zufolge durch die Angriffe mindestens sechs Menschen getötet und 19 weitere verletzt.
Auch in Kiew wurde in der Nacht wieder Luftalarm ausgelöst. Reporter hörten in der ukrainischen Hauptstadt kurz nach Mitternacht eine regelrechte Serie von Explosionen. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von russischen Angriffen "mit ballistischen Raketen". Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Streitkräfte hätten "einen koordinierten Angriff mit hochpräzisen bodengestützten Waffen" ausgeführt. Dabei seien "militärisch-industrielle Betriebe sowie Transport- und Logistikzentren in den Städten Kiew und Saporischschja getroffen" worden.
Im Audio: Ukraine befürchtet eine Zunahme von Raketen-Angriffen
Aufräumarbeiten nach dem Luftangriff auf Saporischschja
07.31 Uhr: Gouverneur - Ein Toter bei ukrainischem Angriff auf Woronesch
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Region Woronesch ist nach offiziellen Angaben ein Mensch getötet worden. Zwei weitere Personen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Alexander Gussew mit. Herabfallende Trümmerteile hätten Brände in Lagerhallen ausgelöst. Die russische Luftabwehr habe zuvor 15 Drohnen über der Stadt Woronesch und fünf Bezirken der gleichnamigen Region zerstört.
Der Absturz einer Drohne habe Feuer in zwei Lagerhäusern eines großen Unternehmens verursacht, erklärte Gussew auf Telegram. Den Namen des betroffenen Unternehmens nannte er nicht. Der russische Online-Händler Wildberries hatte zuvor mitgeteilt, dass seine Logistikeinrichtungen in der Region Woronesch evakuiert worden seien.
06.28 Uhr: Russische Oppositionspartei will sich gegen Wahl-Ausschluss wehren
Nach dem Urteil über ihren Ausschluss von der Parlamentswahl in Russland will sich die liberale Oppositionspartei Jabloko weiter um ihre Teilnahme bei der Abstimmung wehren. "Sie irren sich, wenn sie glauben, dass man mit einem Federstrich Millionen Menschen abschreiben kann, die Frieden, Freiheit und eine normale Zukunft für ihr Land wollen", schrieb Jabloko-Chef Nikolai Rybakow bei Telegram. Die Partei kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Russlands Oberstes Gericht hatte die gegen Moskaus Krieg gegen die Ukraine auftretende Partei am Montag von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen. Richter Wjatscheslaw Kirillow - der bereits die Menschenrechtsorganisation Memorial verboten hatte - gab in Moskau einer Klage der kremltreuen nationalistischen Partei Rodina statt, die eine Vielzahl von Verstößen gegen russische Gesetze bei der Zulassung der Oppositionspartei beklagt hatte.
03.34 Uhr: Behörden - Mehrere Tote bei russischem Angriff auf Saporischschja
Bei neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben in Saporischschja mindestens fünf Menschen getötet worden. Zudem seien in der Stadt im Südosten des Landes 20 Menschen verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung in der Region, Iwan Federow, in der Nacht im Onlinedienst Telegram mit. "Leider hört die Zahl der Opfer nach der feindlichen Attacke nicht auf zu steigen", schrieb er.
Auch in Kiew wurde in der Nacht zum Dienstag wieder Luftalarm ausgelöst. Reporter hörten in der ukrainischen Hauptstadt kurz nach Mitternacht eine regelrechte Serie von Explosionen. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von russischen Angriffen "mit ballistischen Raketen". Russland greift derzeit fast jede Nacht massiv die Ukraine an. Den Truppen Kiews fehlen nach eigenen Angaben die geeigneten Luftabwehrraketen, um die Attacken abzuwehren.
01.25 Uhr: Neue russische Luftangriffe auf Ukraine, Explosionen in Kiew
Russland hat ukrainischen Angaben zufolge Kiew und andere Großstädte des Landes in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Aus der Hauptstadt Kiew wurde zunächst ein Verletzter gemeldet. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram: "Explosionen in der Hauptstadt. Die Stadt steht unter Beschuss. Bleiben Sie in den Schutzräumen." Die Rettungsteams seien unterwegs.
Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" berichtete, Russland habe mit ballistischen Raketen einen erneuten Angriff gestartet. Die ukrainische Luftwaffe warnte dem Bericht zufolge zugleich, dass russische Raketen auf Sumy, Charkiw und Tschernihiw zielten.
Dienstag, 11. August 2026
23.02 Uhr: Ukrainischer Kampfjet stürzt bei Einsatz ab
Ein ukrainischer Kampfjet vom Typ MiG-29 ist bei einem Kampfeinsatz in Brand geraten und abgestürzt. Der Pilot rettete sich nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit dem Schleudersitz und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich in der südukrainischen Region Odessa, als der Pilot russische Stellungen ins Visier nahm, wie die Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt.
Nach vorläufigen Erkenntnissen sei es beim Abfeuern einer Rakete zu einem Notfall gekommen. Dadurch habe das Flugzeug Feuer gefangen und der Pilot die Kontrolle verloren, obwohl er noch versucht habe, die Maschine zu retten. Die genaue Absturzursache werde untersucht.
22.30 Uhr: Selenskyj – Russland bekommt weitere Soldaten aus Nordkorea
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge bereitet sich Russland auf die Stationierung weiterer Soldaten aus Nordkorea auf seinem Staatsgebiet vor. "Das ist das erste Mal, dass sie den Krieg ohne die Unterstützung aus Nordkorea gar nicht mehr weiterführen können", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft am Montag mit Blick auf die russische Führung. Diese habe außerdem Raketen aus Nordkorea erhalten, fügte er hinzu.
16.30 Uhr: Spezialkräfte melden Drohnenangriff auf russische Chemieanlage
Ukrainische Spezialkräfte haben nach eigenen Angaben die petrochemische Anlage SapSibNeftechim im russischen Gebiet Tjumen mit Drohnen angegriffen. Der Angriff löste laut einer Telegram-Mitteilung einen Brand aus und verursachte Zerstörungen. Der dortige Gouverneur berichtete ebenfalls von einem Feuer in einer Industrieanlage nach einer Drohnenattacke. Tjumen liegt gut 2.000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.
15.55 Uhr: Russland beschleunigt Ausbau von eigenem Satelliten-Internet
Nach ukrainischen Angaben treibt Russland den Aufbau eines eigenen Satelliten-Internetsystems schneller voran als geplant. Bis 2027 wolle Moskau knapp 300 Satelliten in der Umlaufbahn stationiert haben, sagt der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR, Wadym Skybyzkyj, in einem Interview mit dem Medienportal RBC-Ukraine.
Das System namens "Rasswet" solle dem US-System Starlink von SpaceX Konkurrenz machen, das der Ukraine im Krieg Vorteile bei der Drohnensteuerung und Kommunikation verschafft. Derzeit habe Russland erst 16 Satelliten im Orbit, weshalb das System über der Ukraine nur lückenhaft arbeite. Bis 2027 seien 292 Satelliten geplant, bis 2035 solle das Satelliten-Netzwerk auf 924 anwachsen. Sobald das System vollständig einsatzbereit sei, werde es eine ähnliche Abdeckung wie Starlink bieten.
13.09 Uhr: Ukraine - Viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 13 Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow berichtete auf Telegram über beschädigte Wohnhäuser und in Brand gesetzte Autos. Es sei mindestens eine Gleitbombe auf die Industriestadt abgeworfen worden. Für die Großstadt gilt aufgrund ständiger Angriffe fast ununterbrochen Luftalarm. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von Saporischschja entfernt.
Ein ukrainischer Soldat startet eine Langstreckendrohne vom Typ FP-1
12.24 Uhr: Ukrainischer Drohnenchef - Siebenmal so viele Angriffe auf Krim möglich
Die Ukraine könnte mit ihren Drohnen nach Angaben des zuständigen Kommandeurs Robert Browdi siebenmal so viele Angriffe auf die von Russland besetzte Halbinsel Krim fliegen, wenn zugesagte Gelder von Verbündeten aus dem Westen rascher fließen würden. Browdi sagte der Nachrichtenagentur AP, derzeit habe seine Truppe gerade mal 14 Prozent der Ausrüstung, die sie brauche, um den geplanten Einsatz gegen Russland auf der Krim komplett umzusetzen.
Die Krim für Russland als Militärstandort unbrauchbar zu machen, sei eines der zentralen Ziele, die er verfolge, sagte Browdi. Der Major sagte, es fehle nicht an den Produktionskapazitäten der ukrainischen Drohnenhersteller, sondern an der Finanzierung, die langsamer vonstatten gehe als geplant.
11.54 Uhr: Russland - 13 Tote nach ukrainischem Drohnenangriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind in Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan laut neuen Angaben der Behörden mindestens 13 Menschen getötet worden. Es seien zudem 75 Menschen verletzt worden, teilte die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan.
11.11 Uhr: WHO meldet wiederholte Angriffe auf Lagerhaus in der Ukraine
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eines ihrer Lagerhäuser getroffen worden. Das Lager sei binnen 24 Stunden zweimal getroffen worden, teilte die WHO mit. Dabei seien Hilfsmittel für Notfälle im Wert von schätzungsweise 433.000 Euro zerstört worden. Diese seien für medizinische Einrichtungen an der Front gedacht gewesen. Berichte über Tote oder Verletzte lägen nicht vor.
10.50 Uhr: Bericht - Spreng-Drohne kollidierte mit Tragfläche von ukrainischer Frachtmaschine
Die vergangene Woche am Flughafen Leipzig/Halle aufgefundene Drohne mit einer Sprengstoffladung ist laut einem Medienbericht direkt auf ein ukrainisches Frachtflugzeug zugeflogen. Wie "Die Zeit" berichtete, zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera, dass die Drohne auf einer Tragfläche des Flugzeugs des Typs Antonow einschlug. In den Tragflächen befinden sich in der Regel Treibstofftanks. Auf den Aufnahmen sei zu sehen, dass das Gerät von der Tragfläche abprallte und zu Boden fiel, berichtete die Zeitung. Spuren an einem Flügel der Antonow bestätigen diesen mutmaßlichen Ablauf.
Warum der Sprengsatz nicht explodierte, sei noch unklar, hieß es. Er sei später nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden, sondern in einiger Entfernung davon. Möglicherweise habe er sich beim Aufprall abgelöst. Die Drohne war in der Nacht zu Mittwoch von einem Mitarbeiter entdeckt worden. Dabei soll sie in geringer Höhe zwischen mehreren ukrainischen Frachtmaschinen geschwebt sein. Später kollidierte eine Frachtmaschine an dem Flughafen mit einem weiteren Objekt, das aber noch nicht gefunden wurde.
10.34 Uhr: Ukraine - Sechs Tote durch russische Luftangriffe
In der Ukraine wurden in der nordöstlichen Region Charkiw nach Behördenangaben fünf Menschen durch einen russischen Artillerieangriff getötet. Der "massive" Angriff habe sich gegen ein Wohngebiet im Ort Bugajiwka gerichtet, erklärte das Büro der zuständigen Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Telegram. Mehrere Häuser seien zerstört worden. Dazu veröffentlichte die Behörde das Bild von Trümmern eines Hauses.
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe in der Nacht mit 126 Drohnen angegriffen. Laut Behörden wurde in der ukrainischen Region Cherson nahe der Front ein Mann in einem Taxi getötet.
10.04 Uhr: Kriegs-kritischer Partei Jabloko droht Ausschluss von Wahl in Russland
Das Oberste Gericht Russlands in Moskau will heute über einen möglichen Ausschluss der liberalen Oppositionspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September verhandeln. Jabloko kritisiert den russischen Krieg gegen die Ukraine, war aber von der Wahlleitung unerwartet für die Duma-Wahl zugelassen worden. Die kremltreue Partei Rodina klagte daraufhin jedoch auf Wahlausschluss. Sie wirft Jabloko zahlreiche Gesetzesverstöße vor, darunter Verletzungen von Urheberrechten (etwa bei Darstellung von Friedenstauben) und undurchsichtige Finanzierung.
09.05 Uhr: Behörden - Zwölf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Region Tatarstan
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Region Tatarstan soll es jüngsten Behördenangaben zufolge zwölf Tote gegeben haben. 39 weitere Menschen seien in der Industriestadt Nischnekamsk verletzt worden, teilten die Behörden nach Berichten staatlicher Medien mit. Der Bürgermeister von Nischnekamsk, Radmir Beljajew, hatte zuvor von einem massiven Angriff mit Drohnen berichtet, der sich gegen "industrielle wie zivile" Ziele gerichtet habe. Ukrainische Medien meldeten, dass dort eine der größten Ölraffinerien angegriffen worden sei. Später bestätigte der Generalstab in Kiew den Angriff auf die Raffinerie "Taneko" in Nischnekamsk.
Es handelt sich um einen der schwersten ukrainischen Einzelangriffe seit Februar 2022. Die Ukraine setzt russischen Ölanlagen fast täglich mit Fernangriffen schwer zu, bei denen im eigenen Land entwickelte Raketen und Drohnen zum Einsatz kommen. Die Attacken haben in Russland zu einer Kraftstoffkrise geführt. Die Russen verfügen über hochentwickelte Flugabwehrsysteme, doch das riesige Territorium lässt sich nur schwer lückenlos schützen.
08.46 Uhr: Russland meldet mehrere Todesopfer und 456 abgeschossene Drohnen
Russland hat in der Nacht zum Montag nach eigenen Angaben 456 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Die Angriffe hätten sich gegen rund 15 russische Regionen und die annektierte Halbinsel Krim gerichtet, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden in zwei russischen Regionen mehrere Menschen getötet.
In Tatarstan im Zentrum Russlands richteten sich die "massiven" Angriffe nach Angaben der örtlichen Behörden gegen die Industriestadt Nischnekamsk, die etwa 1.600 Kilometer entfernt von der Grenze zur Ukraine liegt. "Leider gibt es Tote", erklärten die Behörden weiter. Auch in der an die Ukraine angrenzenden Region Belgorod sei eine Frau bei einem Drohnenangriff getötet worden, teilten die dortigen Behörden mit.
07.58 Uhr: Behörden - Tote bei ukrainischem Drohnenangriff östlich von Moskau
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Nischnekamsk sind den dortigen Behörden zufolge mehrere Menschen getötet worden. Wie Bürgermeister Radmir Beljajew auf Telegram mitteilte, galt der Angriff Industrieanlagen und zivilen Einrichtungen. In der Stadt befindet sich eine wichtige Ölraffinerie. Laut russischen Nachrichtenagenturen handelte es sich um einen großen Drohnenangriff. Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan rund 1.000 Kilometer östlich von Moskau.
04.20 Uhr: Selensky - bis zu 50.000 Soldaten aus Nordkorea
Die ukrainische Staatsführung rechnet nach eigenen Angaben damit, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. Auf der Online-Plattform X schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj von "30.000 bis 50.000" Nordkoreanern. Laut dem Präsidenten stellt Nordkoreas Engagement im Ukraine-Krieg auch eine Gefahr für asiatische Staaten dar. "Es ist völlig klar, dass Nordkorea seine Erfahrungen in der modernen Kriegsführung weiter ausbauen, von Russland Lizenzen und alle möglichen militärischen Mittel bekommen wird", schrieb der ukrainische Präsident weiter.
03.30 Uhr: Fünf Verletzte bei russischem Angriff auf Sumy
Bei russischen Bombenangriffen auf die nordukrainische Stadt Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge in der Nacht mindestens fünf Menschen verletzt. Zudem gebe es Schäden in mehreren Wohngebieten, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
01.00 Uhr: Russland meldet Einnahme von zwei Dörfern in Region Donezk
Russische Truppen haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau zwei Dörfer in der ostukrainischen Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht. In einer Mitteilung des Ministeriums auf Telegram heißt es, die Streitkräfte hätten Wasjutynske und Torezk eingenommen. Das ukrainische Militär bestätigte dies zunächst nicht. Der Generalstab in Kiew berichtete am späten Abend, ukrainische Truppen hätten 24 Angriffe um Kostjantyniwka, Illiniwka und andere Orte abgewehrt. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in seiner Videoansprache nicht zu Veränderungen des Frontverlaufs.
Montag, 10. August 2026
Video: Selenskyj warnt vor Folgen russischer Angriffe im Winter
Der ukrainische Präsident Selenskyj in Belgrad
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