Symbolbild EU gibt weitere Milliardenhilfe für Ukraine frei. ARCHIV (4.02.2026). Ukraine, Kiew: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa geben sich nach einer Pressekonferenz die Hände.
Symbolbild EU gibt weitere Milliardenhilfe für Ukraine frei. ARCHIV (4.02.2026). Ukraine, Kiew: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa geben sich nach einer Pressekonferenz die Hände.
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Symbolbild EU gibt weitere Milliardenhilfe für Ukraine frei. ARCHIV (4.02.2026). Ukraine, Kiew: (v.li.) Costa, Selenskyj und von der Leyen.
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Symbolbild EU gibt weitere Milliardenhilfe für Ukraine frei. ARCHIV (4.02.2026). Ukraine, Kiew: (v.li.) Costa, Selenskyj und von der Leyen.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 34 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 34 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 17. bis 23. August im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.09 Uhr: Ukraine feiert morgen 35 Jahre Unabhängigkeit

Am Montag feiert die Ukraine den 35. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit. Schon am Sonntag begrüßte Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu mehrere Staats- und Regierungschefs. Die Ukraine erlangte ihre Unabhängigkeit am 24. August 1991 von der Sowjetunion.

Am Montag beraten auch die Staats- und Regierungschefs der sogenannten Koalition der Willigen über die weitere Unterstützung für die Ukraine. Nach Angaben eines EU-Vertreters werden etwa zehn Teilnehmer für das Treffen nach Kiew reisen, unter ihnen EU-Ratspräsident António Costa. Die übrigen Teilnehmer werden virtuell an dem Treffen teilnehmen. 

Ausgerichtet werden die Beratungen vom neuen britischen Premierminister Andy Burnham, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Bei dem Treffen wollen die Staats- und Regierungschefs weitere Sanktionen gegen Russland absprechen sowie über Sicherheitsgarantien für Kiew diskutieren.  

Video: Ukraine feiert morgen 35 Jahre Unabhängigkeit

Präsident Selensky lehnt Wahlen in der Ukraine während des Krieges ab - sie würden das Land spalten und wären gefährlich für die Wähler. Morgen feiert die Ukraine ihren Unabhängigkeitstag.
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Präsident Selensky lehnt Wahlen in der Ukraine während des Krieges ab. Morgen feiert die Ukraine ihren Unabhängigkeitstag.

19.05 Uhr: Nordische und baltische Staats- und Regierungschefs zu Solidaritätsbesuch in Kiew

Die Staats- und Regierungschefs der nordischen und baltischen Staaten sind zu einem Solidaritätsbesuch nach Kiew gereist. Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Störe sagte der Ukraine während des Besuchs am Sonntag für das kommende Jahr Unterstützung in Höhe von neun Milliarden Dollar (7,7 Milliarden Euro) zu. Der Großteil der Hilfe werde an die ukrainische Armee gehen, erklärte die norwegische Regierung.

Die ukrainische Armee habe ein Defizit von 27 Milliarden Dollar, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag. Er forderte die EU auf, Zahlungen aus einem Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro vorzuziehen, um die Lücke in diesem Jahr zu schließen. Ohne rund zehn Milliarden Dollar bis zum Jahresende werde die ukrainische Armee nicht über genügend Waffen verfügen, warnte der ukrainische Präsident.

19.01 Uhr: Selenskyj weist Verwicklung in Nord-Stream-Sprengung zurück

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj keine Rolle bei der Zerstörung der Nord-Stream-Gaspipelines gespielt und kooperiert bei den Ermittlungen. "Die Ukraine hat sich nie offiziell an Operationen zur Sprengung der Nord-Stream-2-Pipeline beteiligt", sagt er vor Journalisten in Kiew. Die Erdgasleitungen Nord Stream 1 und 2 zwischen Russland und Deutschland wurden im September 2022 durch Explosionen beschädigt. Derzeit befinden sich zwei ukrainische Verdächtige wegen des Verdachts der Mitwirkung in Untersuchungshaft.

18.25 Uhr: Frederiksen für mehr Patriots an Ukraine

Die westlichen Länder könnten nach Meinung der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen durchaus mehr Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine liefern. "Sofern der politische Wille dazu da ist", fügte sie im Gespräch mit dänischen Medien bei ihrem Besuch in Kiew hinzu. Ohne bestimmte Länder zu nennen, meinte sie, dass durchaus mehr Unterstützung für Kiew im Bereich der Flugabwehr getan werden könne. "Wenn wir das nicht tun, steht der Ukraine ein Winter bevor, in dem die Russen unerbittlich zuschlagen, bombardieren - auch mit ballistischen Raketen - und viele Menschen töten werden", sagte sie. 

16.36 Uhr: Russland zieht Botschafter aus London ab

Wegen der britischen Unterstützung für die Ukraine hat Russland seinen Botschafter aus Großbritannien abgezogen. Andrei Kelin habe "seine diplomatische Mission beendet", erklärte die russische Botschaft in London am Sonntag im Onlinedienst Telegram, nachdem die "Sunday Times" über den Vorgang berichtet hatte. 

Dem Bericht der "Sunday Times" zufolge verließ Kelin, der seit sieben Jahren Botschafter in London war, Großbritannien bereits am 21. Juli. Seither werde die Botschaft von einem Geschäftsträger geleitet; über einen Nachfolger sei noch nichts bekannt und es sei auch unklar, wann ein solcher benannt werden könnte. Die Abberufung eines Botschafters sei eine Möglichkeit, "starken Unmut oder Protest auszudrücken, ohne die Beziehungen vollständig abzubrechen", schrieb die "Sunday Times".

16.21 Uhr: Selenskyj - Ich wusste nichts von Korruption

Nach Bekanntwerden neuer Korruptionsvorwürfe gegen Personen in seinem Umfeld hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betont, dass er nichts davon gewusst habe. "Die Leiter der Antikorruptionsbehörden haben keinerlei Fragen an mich. Sie wissen ganz genau, dass ich mit so etwas nichts zu tun habe. Und das ist mir wichtig", sagte Selenskyj in einem Gespräch mit Journalisten am Samstag. Eine Abschrift der Aussagen des Präsidenten wurde am Sonntag veröffentlicht.

12.23 Uhr: Selenskyj erwartet 30 Milliarden Euro von EU für Abwehr

Die Ukraine braucht nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj dringend Milliarden zur Finanzierung des Abwehrkampfes gegen Russlands Angriffskrieg. Kiew erwarte von der EU 30 Milliarden Euro für die Verteidigungsausgaben, sagte er im Gespräch mit Journalisten in Kiew. "Sie werden für die Verteidigung des ganzen Landes gebraucht", betonte er. Derzeit gebe es im Verteidigungshaushalt eine Lücke von 27 Milliarden Dollar (rund 23 Milliarden Euro). Allein 20 Milliarden seien notwendig, um die Gehälter der Soldaten, die Kompensationen für die Familien der Gefallenen und andere Ausgaben zu bezahlen, sagte Selenskyj. Etwa wegen der Produktion von Drohnen sei zusätzliches Geld nötig

Zugleich verwies Selenskyj auf Erfolge. So hätten Kiews Streitkräfte seit Jahresbeginn 820 Quadratkilometer Fläche befreit, darunter fast komplett das Gebiet Dnipropetrowsk.

11.00 Uhr: Norwegen will Ukraine 2027 mit fast 8 Milliarden Euro unterstützen

Norwegen will die Ukraine im Haushaltsjahr 2027 mit weiteren 85 Milliarden Kronen unterstützen. Umgerechnet sind das 7,82 Milliarden Euro. Die Summe entspreche dem Betrag für das Jahr 2026, teilt die Regierung des skandinavischen Landes mit.

10.50 Uhr: Kiew - Moskau plant Mobilisierung von 300.000 weiteren Soldaten

Russland plant nach Einschätzung der Ukraine die Mobilisierung von 300.000 weiteren Soldaten nach den Parlamentswahlen im September. Das sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Journalisten. Zudem könnte Russland seinen Worten zufolge 2027 Hunderttausende weitere Soldaten einziehen, um den Rest der ostukrainischen Region Donezk zu erobern.

10.20 Uhr: Selenskyj - Wahlen im Krieg würden Ukraine spalten

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Forderung von Ex-Verteidigungsminister Mychailo Fedorow nach Neuwahlen im Krieg zurückgewiesen. "Ich glaube, dass Wahlen als solche in einem Krieg wie diesem ein großes Risiko darstellen", sagte Selenskyj in am Sonntag veröffentlichten Äußerungen vor Journalisten. Er warnte vor einem "Tsunami für das Land, der die Ukraine spalten wird".

09.50 Uhr: Erneut russisches Lager von Online-Händler Ozon beschädigt

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Orenburg sind Trümmerteile auf zwei Industrieanlagen gestürzt, darunter ein Lagerhaus des Online-Händlers Ozon. Die Luftabwehr habe sechs Drohnen über der Region abgefangen, teilt Gouverneur Jewgeni Solnzew mit. Verletzte gebe es demnach keine. Ozon teilt mit, mehr als 300 Mitarbeiter seien evakuiert und der Betrieb im Logistikzentrum eingestellt worden. Insgesamt hat die Luftabwehr nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in der Nacht 328 ukrainische Drohnen abgeschossen.

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Außenminister Wadephul besucht die Ukraine

05.00 Uhr: Außenminister Wadephul in Kiew - Stärke des Rechts muss sich durchsetzen

Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht die Ukraine bei seinem Besuch vor Ort auf Siegeskurs. "Putin muss wissen, gemeinsam mit ihren Unterstützern hat die Ukraine den längeren Atem auf dem Weg zum eigentlichen Ziel: endlich Frieden", sagte der CDU-Politiker in Kiew. Wie der Krieg ende, sei entscheidend für die Zukunft Europas: "Und er muss so enden, dass nicht das Recht des Stärkeren sich durchsetzt, sondern dass die Stärke des Rechts sich durchsetzt", sagte der Minister. Nach massiven russischen Luftschlägen mit vielen getöteten ukrainischen Zivilisten - wie zuletzt am Freitag in Krywyj Rih, wo 16 Menschen bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum starben und rund 130 weitere verletzt und schwerstverletzt wurden, darunter viele Kinder - fordert die Ukraine vor allem mehr westliche Hilfe bei der Flugabwehr.

Sonntag, 23.08.2026

19.08 Uhr: Selenskyj telefoniert mit Macron

Frankreich hat der Ukraine nach Angaben aus Kiew eine raschere Lieferung militärischer Ausrüstung und Raketen zugesagt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, er habe fast zwei Stunden mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron telefoniert. Dabei sei es vor allem die ukrainische Luftabwehr gegangen. Macron wolle sich zudem bei Verbündeten für die Lieferung von US-Patriot-Abfangraketen einsetzen. Diese sind die einzigen Waffen im Arsenal der Ukraine, die russische ballistische Raketen abschießen können.

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Wladimir Putin sagt, die Ukraine habe mit ihren Angriffen auf russische Wirtschaftsziele die "Büchse der Pandora" geöffnet.

17.23 Uhr: Ukraine hat laut Putin "Büchse der Pandora" geöffnet

Der russische Präsident Wladimir Putin schiebt der Ukraine die Verantwortung für die jüngsten russischen Angriffe zu und erklärt, die Ukraine habe mit ihren Angriffen auf russische Wirtschaftsziele zuvor die "Büchse der Pandora" geöffnet. Putin sprach nun von Gegenmaßnahmen, die "deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen." Schon in den vergangenen Wochen hatte Russland immer häufiger ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Diese Schläge, bei denen so viele Zivilisten getötet wurden wie seit langem nicht, bezeichnete Putin als passend und effektiv.

Russland werde nun die empfindlichsten Bereiche der ukrainischen Wirtschaft ins Visier nehmen, die ohnehin bereits am Abgrund stünden, kündigte Putin an. So sei Kiew etwa vom Export seiner Agrarprodukte abhängig, die dem Haushalt wesentliche Einnahmen verschafften. Putin erklärte, dass Russland nach guter Ernte ein großes Exportpotenzial habe und den Weltmarkt bedienen werde. 

16.44 Uhr: Tote nach ukrainischem Drohnenangriff auf Sewastopol

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland bereits 2014 annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere fünf Zivilisten seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Hafenstadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei Telegram mit. Trümmer einer abgeschossenen Drohne seien auf einen Bus gefallen und hätten ihn in Brand gesetzt.

15.55 Uhr: Putin und Medwedew beschwören Siegeswillen

Präsident Wladimir Putin hat auf einem Parteitag der Kremlpartei Geeintes Russland sein Land auf eine Fortsetzung des Angriffskrieges gegen die Ukraine eingeschworen. Russland werde siegen und es werde dem Westen nicht gelingen, Russland zu zerschlagen. Ex-Präsident Medwedew beschimpfte zudem alle, die Russland verlassen hätten und ihrer Heimat eine Niederlage im Krieg wünschten, als "Verräter". Solche "Kakerlaken" dürften nie wieder in das Land zurückkehren.

Zur Duma-Wahl im September war die von vielen Russen unterstützte Anti-Kriegspartei Jabloko zunächst zugelassen und dann nach einem massiven Popularitätsschub von der Abstimmung ausgeschlossen worden. Auf dem Stimmzettel stehen nun noch zehn Parteien, die alle den Krieg gegen die Ukraine unterstützen.

14.26 Uhr: Wadephul wirft Russland bei Ukraine-Besuch "wahllosen Mord an Zivilisten" vor

Wenige Stunden nach einem tödlichen russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) Kiew besucht und Russland "wahllosen Mord an Zivilisten" vorgeworfen. Der Ukraine sagte er bei dem Besuch am Samstag weitere 50 Millionen Euro humanitäre Hilfe zu. Das Geld soll an UN-Organisationen und Nichtregierungsorganisationen gehen, um besonders Menschen in Frontgebieten zu unterstützen. Weitere zehn Millionen Euro sind unter anderem für Energieversorgung, Sanitätsmaterial und Anlagen zur Drohnenabwehr gedacht.

14.04 Uhr: Russland – Mehrere Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen

Bei einer Welle ukrainischer Drohnenangriffe auf Russland und russisch kontrollierte Gebiete sind örtlichen Behörden zufolge mindestens sechs Zivilisten getötet worden. Die Angriffe in der Nacht zu Samstag trafen zudem ein Logistikzentrum des Online-Händlers Ozon sowie eine Industrieanlage in der Region Samara. Nach Angaben von Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew wurden mehrere Menschen verletzt. Das ukrainische Militär erklärte, es habe die Raffinerie in Nowokuibyschewsk getroffen und einen Brand ausgelöst.

11.51 Uhr: Wadephul in Kiew – Russland beschießt Vorort

Während des Aufenthalts von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) in der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat Russland den Vorort Boryspil mit ballistischen Raketen angegriffen. Mitteilungen der ukrainischen Luftwaffe zufolge sind dabei mindestens drei Raketen eingesetzt worden. Boryspil mit dem seit Kriegsbeginn geschlossenen internationalen Flughafen liegt nur knapp 30 Kilometer östlich der Dreimillionenstadt. Der Luftalarm wurde auch für Kiew ausgelöst.

11.31 Uhr: Wadephul hofft im Ukraine-Krieg auf weitere US-Vermittlung

Bundesaußenminister Johann Wadephul will in der kommenden Woche mit seinem US-Kollegen Marco Rubio über weitere diplomatische Bemühungen für einen Frieden in der Ukraine sprechen. "Ich setze darauf, dass die USA weiter bereit sind, eine aktive Rolle hier auch zu spielen in den Verhandlungen mit der Ukraine", sagte der CDU-Politiker bei seinem Besuch in Kiew. Deutschland, Frankreich und Großbritannien würden in diesem Rahmen weiterhin sehr eng zusammenarbeiten, betonte Wadephul. "Ich glaube, wir brauchen die Bereitschaft dazu, auch ungewöhnliche Wege zu gehen. Wir müssen auf allen Wegen versuchen, Gespräche zu initiieren. Das scheitert derzeit an Moskau."

09.29 Uhr: Wadephul sagt Ukraine Hilfe zur Vorbereitung auf den Winter zu

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat der Ukraine bei seinem Besuch in Kiew weitere deutsche Hilfe zur Vorbereitung auf den kommenden Winter zugesagt. "Die russischen Angriffe attackieren gezielt zivile Infrastruktur wie Strom- und Wärmeversorgung. Deshalb denken wir schon jetzt an den Winter", erklärte Wadephul am Samstag im Onlinedienst X. Die Bundesregierung arbeite daran, die Ukraine bei der "Wintervorsorge" zu unterstützen. 

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Nach einem ukrainischen Drohnen-Angriff: Rauch steigt auf von einem Ozon-Lagerhaus in Chapayevsk, Samara.

08.29 Uhr: Ukraine attackiert erstmals russischen Versandhändler Ozon

Nach Berichten ukrainischer Medien griff Kiew erneut im Gebiet Samara eine große Ölraffinerie an – und erstmals auch ein Lager des russischen Online-Versandhändlers Ozon. Das Unternehmen bestätigte einen Angriff auf sein Logistikzentrum im Gebiet Samara. Das Lager sei in Brand geraten, es seien 500 Mitarbeiter in Sicherheit gebracht worden; es gebe aber auch Verletzte, teilte Ozon am Morgen mit.

Zuvor hatte die Ukraine seit Wochen den größten russischen Online-Versandhändler Wildberries wiederholt mit Drohnen angegriffen. Die Schäden allein bei dem Unternehmen gehen nach Schätzungen von Branchenexperten in die Milliarden.

07.30 Uhr: Wadephul: "Jeden Tag werden Frauen, Männer und Kinder von Russland der Zukunft beraubt"

Bei seiner Ankunft in der Ukraine sagte Wadephul nach Angaben des Auswärtigen Amtes: "Die Ferienwochen im Juli und August, für Menschen überall in Europa die schönste Zeit des Jahres, waren für die ukrainische Zivilbevölkerung die tödlichsten seit mehr als vier Jahren". Nie vorher habe Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland abgefeuert. Jeden Tag würden Frauen, Männer und Kinder von Russland "der Zukunft beraubt, auf die das ganze Land hofft und nach der das ganze Land strebt".

Deutschland unterstützt die Ukraine laut Auswärtigem Amt dabei, ihre Energieversorgung aufrechtzuerhalten, Schäden zu beheben und ihre kritische Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen. Ein Schwerpunkt von Wadephuls Besuchs sei daher die Vorbereitung auf den kommenden Winter.

07.14 Uhr: Auswärtiges Amt – Bundesaußenminister Wadephul in die Ukraine gereist

Inmitten neuer russischer Angriffe ist Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nach Angaben seines Ressorts in die Ukraine gereist. Wie das Auswärtige Amt am Samstagmorgen mitteilte, erfolgt der Besuch anlässlich des 35. Unabhängigkeitstages der Ukraine. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen demnach insbesondere die militärische Unterstützung "angesichts der anhaltenden brutalen russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur", die Wintersicherung sowie die Vertiefung der deutsch-ukrainischen Sicherheitskooperation.

06.50 Uhr: Erneut russische Luftangriffe auf die Ukraine - Mindestens zwei Tote

Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Samstag erneut die Ukraine angegriffen. Dabei seien mindestens zwei Menschen getötet worden, teilten die Behörden mit. In der Hauptstadt Kiew brach nach Angaben der Militärverwaltung durch die Angriffe ein Feuer in einer Lagerhalle aus. Dabei seien ein Mensch getötet und mehrere weitere Menschen verletzt worden.

Angriffe wurden unter anderem auch aus dem südukrainischen Saporischschja gemeldet. Bei einem Drohnenangriff seien ein Mann getötet und vier weitere Menschen verletzt worden, erklärte die Militärverwaltung der Region.

02.42 Uhr: Zahl der Todesopfer in ukrainischem Einkaufszentrum steigt auf 16

Die Zahl der Opfer des russischen Drohnenangriffs auf ein Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih ist auf mindestens 16 angestiegen. "Angriffe wie diese sind nichts anderes als Terrorakte", erklärt Präsident Selenskyj.

Samstag, 22. August 2026

21.17 Uhr: Inzwischen 15 Tote in Krywyj Rih

Die Behörden verzeichnen inzwischen 15 zivile Opfer des russischen Drohnenangriffs auf ein Einkaufszentrum in Krywyj Rih, der Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Zahl der Verletzten habe sich auf 130 erhöht, unter ihnen 23 Kinder.

20.16 Uhr: Nach Drohnenangriff auf Einkaufszentrum spricht Selenskyj von "zynischem Angriff"

Nach dem russischen Drohnenangriffen in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mit mindestens 14 Toten hat sich Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Beitrag auf Facebook geäußert. Er sprach von einem "absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum". Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. "Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte", berichtete er. "Solche Angriffe sind schlichtweg Terrorakte", betonte er. Die Welt müsse entsprechend darauf reagieren – mit echtem Druck auf den Aggressor. "Damit Frieden herrschen kann, muss Russland tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden."

20.05 Uhr: Vier Tote bei Drohnenangriff in ukrainischer Region Mykolajiw

Bei einem Drohnenangriff in der ukrainischen Region Mykolajiw sind amtlichen Medien zufolge mindestens vier Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zudem sei eine Frau verletzt worden, heißt es in einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.

19.20 Uhr: Ukraine – Opferzahl steigt nach russischem Angriff auf 14

Nach einem russischen Drohnenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der ukrainischen Großstadt Krywyj Rih ist die Zahl der Toten bis zum Abend auf mindestens 14 gestiegen.

18.47 Uhr: Opferzahl im Einkaufszentrum in Krywyj Rih erhöht sich auf sechs

Nach dem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in Dnipro hat sich die Zahl der Todesopfer auf sechs erhöht.

17.20 Uhr: Russische Drohnen töten fünf Menschen in Einkaufszentrum

Bei russischen Drohnenangriffen sind in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mindestens fünf Menschen getötet worden. Das berichtete der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Die Zahl der Verletzten gab Olexander Vylkul, Chef der Militärverwaltung der Stadt, mit 52 an, unter ihnen sechs Kinder. Unter anderem wurde der städtischen Militärverwaltung zufolge das größte Einkaufszentrum der Industriestadt angegriffen. Die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew.

17.30 Uhr: Politikwissenschaftler - Mangel an Abwehrraketen schwächt die Ukraine

Der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck attestiert der Ukraine weiter einen hohen Widerstandswillen – sieht aber massive Probleme. Er nannte vor allem die fehlende Luftabwehr gegen ballistische Raketen, mit denen Russland oft angreift, als Schwachstelle. "Dafür fehlen der Ukraine schlichtweg die Abwehrraketen", sagte er bei BR24 TV im BR Fernsehen und bezog sich auf amerikanische Patriot-Systeme.

Pro Jahr würden nur rund 640 Patriot-Abfangraketen produziert. Nach dem hohen Verbrauch durch die USA, die Golfmonarchien und Israel im Irankrieg gehe die neue Produktion zuerst an die amerikanischen Streitkräfte und deren Verbündete. Westeuropäische Staaten hätten schon sehr viele Abfangraketen an die Ukraine abgegeben. „Es ist schlichtweg nichts mehr da“, so Mangott. Dagegen sei die Ukraine bei der Abwehr von Drohnen und Marschflugkörpern erfolgreich.

Politikwissenschaftler: Mangel an Abwehrraketen schwächt die Ukraine
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Politikwissenschaftler: Mangel an Abwehrraketen schwächt die Ukraine

16.53 Uhr: Tote und Verletzte bei russischer Attacke auf Krywyj Rih

Bei russischen Drohnenangriffen sind in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Weitere 15 Menschen seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf der Nachrichtenplattform Telegram mit. Unter anderem wurde der städtischen Militärverwaltung zufolge das größte Einkaufszentrum der Industriestadt angegriffen. 

11.56 Uhr: Russland hat im Juli und August 52 zivile Schiffe angegriffen

Nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums hat Russland im Juli und in der ersten Augusthälfte 52 zivile Schiffe angegriffen. Darunter befinden sich Schiffe, die Lebensmittel und andere Fracht von oder zu ukrainischen Häfen transportieren, sowie Schiffe, die in den Häfen liegen, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

10.05 Uhr: Mehr als 300 Tankstellen in der Ukraine bei russischen Angriffen beschädigt

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine in den vergangenen sechs Monaten mehr als 300 Tankstellen beschädigt oder zerstört worden. Dies teilt Energieminister Denys Schmyhal im ukrainischen Parlament mit. "Dies sind natürlich erhebliche Verluste für unsere Wirtschaft", sagt er.

Im Audio: Korruptionsskandal in der Ukraine zieht Kreise

ARCHIV - 16.08.2016, Ukraine, Kiew: Ein ukrainischer Aktivist mit einem Seil um den Hals nimmt am 17. August 2016 an einem Protest vor der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew, Ukraine, teil. (zu dpa: «Kiew: Ermittler und Ex-Minister setzen Selenskyj unter Druck») Foto: Sergey Dolzhenko/epa/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Protest von Ukrainern gegen Korruption

09.14 Uhr: Mehrere Festnahmen in Russland wegen mutmaßlicher Anschlagspläne

In Russland haben die Behörden nach eigenen Angaben neun Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne im Auftrag ukrainischer Geheimdienste festgenommen. Acht Personen sollen einen Angriff auf ein Rüstungsunternehmen in der Region Moskau geplant haben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Dabei sollten 35 aus der EU geschmuggelte Sprengstoff-Drohnen zum Einsatz kommen.

Zudem sei in der nordwestlichen Region Murmansk ein Ausländer festgenommen worden, der Regierungsgebäude und strategische Infrastruktur in Moskau ausgespäht haben soll, meldet die Agentur RIA. Der Mann habe versucht, über die Grenze nach Norwegen zu fliehen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. Russland vermeldet regelmäßig die Festnahme mutmaßlicher ukrainischer Agenten.

08.46 Uhr: Russische Drohnen töten zwei Frauen in der Ostukraine

Russland hat mit Drohnenangriffen nahe seiner Grenze im ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden. 

07.51 Uhr: Russische Drohnen beschädigen Grenzübergang zu Moldau

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt worden. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert.

07.39 Uhr: Russland fordert von USA mehr Einflussnahme auf Kiew

Russland sieht bei einer möglichen Beilegung des Ukraine-Konflikts vor allem die USA in der Pflicht. Es sei entscheidend, inwieweit Washington seinen Einfluss auf die Regierung in Kiew und deren europäische Unterstützer geltend mache, erklärt der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem Medienportal News.ru. Zwar zeigten die USA Bereitschaft zu einem "konstruktiven Dialog", neue Vorschläge zur Konfliktlösung müssten jedoch die "Realitäten vor Ort" widerspiegeln.

Freitag, 21. August 2026

22.34 Uhr: Tote nach Angriff auf der annektierten Krim

Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht.

21.34 Uhr: Finnland vermutet Verletzung seines Luftraums durch russisches Flugzeug

Finnland vermutet, dass ein russisches Flugzeug am Donnerstagnachmittag den finnischen Luftraum über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens verletzt hat. "Jedes mutmaßliche Eindringen" in den eigenen Luftraum werde ernst genommen, weshalb eine Untersuchung eingeleitet wurde, erklärte das finnische Verteidigungsministerium. Demnach ermittelt die finnische Grenzschutzbehörde. 

19.59 Uhr: Russische Behörden erlassen Haftbefehl gegen "FAZ"-Journalisten Martens

In Russland ist ein Haftbefehl gegen den Balkankorrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Michael Martens, erlassen worden. Der Journalist werde "gemäß einem Artikel des Strafgesetzbuchs gesucht", hieß es am Donnerstag auf der Website des russischen Innenministeriums. Laut einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass befragten Quelle wird Martens "Anstiftung zum Hass" vorgeworfen.

17.00 Uhr: Russland - zwei Frachtschiffe in ukrainischem Hafen getroffen

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk angegriffen und getroffen. Die Schiffe hätten Munition und militärische Ausrüstung geladen, teilt das Ministerium in Moskau mit.

15.05 Uhr: Selenskyj kritisiert Verbündete nach russischen Angriffen auf Kiew

Bei schweren russischen Luftangriffen auf Kiew und die umliegende Region sind am Donnerstag mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht Dutzende Marschflugkörper sowie ballistische Raketen, Hyperschallraketen und 168 Drohnen abgefeuert. Die Luftabwehr fing demnach fast 90 Prozent der Drohnen und die meisten Marschflugkörper ab. Zur Anzahl der gestarteten ballistischen Raketen und zu eventuellen Abschüssen wurden keine Angaben gemacht. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf den Verbündeten vor, durch Verzögerungen bei der Lieferung von Flugabwehrraketen Leben zu gefährden.

14.08 Uhr: Von der Leyen spricht nach Drohnen-Vorfall von "Drohkampagne"

Nach dem Drohnenvorfall in Rumänien hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine "eskalierende Drohkampagne" gegen die Mitgliedstaaten angeprangert. Die "hybride Kriegsführung" verunsichere die Bürgerinnen und Bürger der EU und ziele darauf ab, "unsere Union zu spalten", schrieb von der Leyen in Onlinediensten. Wen sie für den Vorfall verantwortlich macht, erläuterte sie dabei nicht. 

13.37 Uhr: Rumänischer Präsident macht Russland für Drohnen-Vorfall verantwortlich

Nach dem Abschuss einer mit Sprengstoff beladenen Marine-Drohne nahe eines Gasfelds im Schwarzen Meer macht der rumänische Präsident Nicusor Dan Russland verantwortlich. Er verurteilte im Onlinedienst X die "Eskalation solcher verantwortungslosen Zwischenfälle durch die Russische Föderation aufs Schärfste". Der Einsatz des rumänischen Kampffliegers sei ein "Rennen gegen die Zeit" gewesen, um das Leben der Arbeiter auf der Offshore-Plattform zu schützen, fügte er hinzu. Nach Angaben der Regierung in Bukarest arbeiten derzeit hunderte Menschen auf dem Gasfeld, dessen Inbetriebnahme für 2027 vorgesehen ist.

13.31 Uhr: Nachbarländer der Ukraine wegen russischen Beschusses alarmiert

Angesichts des heftigen Beschusses der ukrainischen Hauptstadt Kiew durch Russland sind Nachbarländer der angegriffenen Ukraine alarmiert. Die polnische Nachrichtenagentur Pap berichtete, polnische und andere Nato-Militärflugzeuge seien entsandt worden, um den polnischen Luftraum zu bewachen. Das rumänische Verteidigungsministerium teilte mit, eine nicht näher identifizierte Drohne sei in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine abgestürzt und habe Feuer gefangen.

12.52 Uhr: Rumänischer Kampfjet zerstört Marine-Drohne

Ein rumänisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 hat nach Angaben der Regierung in Bukarest eine mit Sprengstoff beladene Marine-Drohne zerstört. Die Drohne sei mehrere hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt getroffen worden. Sie sei "mit Sprengstoff beladen" gewesen und stamme nicht aus der Ukraine.

In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern gegeben. Rumänien registrierte seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast viereinhalb Jahren mehrfach Drohnenüberflüge und auch Abstürze auf seinem Staatsgebiet. Auch Polen und die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle. Zuletzt hatte außerdem der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen Besorgnis ausgelöst. 

(Archiv) Ein rumänischer F-16-Jet
Bildrechte: picture alliance / AP Photo | jfillery|File|Filed|12/1/2016 4\10\14 PM, Vadim Ghirda
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Rumänischer Kampfjet zerstört Sprengstoff-Drohne

11.23 Uhr: Opferzahl nach russischen Angriffen auf Region Kiew weiter gestiegen

Nach dem russischen Raketenangriff in der Nacht zum Donnerstag auf Kiew und Umgebung hat sich die Zahl der getöteten Menschen auf mindestens 14 Menschen erhöht. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, wie der ukrainische Katastrophenschutz mitteilte. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von etwa 40 Verletzten. Russland habe mit einer Kombination aus ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen, "um der zivilen Infrastruktur so viel Schaden wie möglich zuzufügen“. Die Angriffe trafen ihm zufolge zwölf Orte in mehreren Kiewer Stadtbezirken. Dabei wurden Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt.

11.15 Uhr: Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk

Russische Truppen haben in der ostukrainischen Region Donezk die Ortschaften Mykolajipillja und Matjaschewe eingenommen. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.

10.19 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja verliert letzte externe Stromleitung

Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist von seiner letzten verbliebenen externen Stromleitung abgeschnitten. Diesel-Notstromgeneratoren übernehmen die Versorgung wichtiger Sicherheitssysteme, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mitteilte. Einer ersten Einschätzung zufolge befindet sich die Schadensstelle am nördlichen Ufer des Dnipro. Wegen militärischer Aktivitäten können Techniker die Ursache des Ausfalls zunächst nicht ermitteln. Russische Truppen hatten das größte Kernkraftwerk Europas mit sechs Reaktoren in den ersten Wochen ihrer Invasion in die Ukraine im Februar 2022 besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden.

09.48 Uhr: Ukrainische Getreideexporte per Bahn brechen wegen Hafenblockade ein

Die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg sind in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen eingebrochen. Sie gingen im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342.000 Tonnen zurück, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Gegenüber dem Vormonat Juli entsprach dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nahmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen.

09.30 Uhr: Drohnentrümmer lösen Brand nahe des russischen Schwarzmeerhafens Taman aus

Drohnentrümmer haben in dem russischen Dorf Wolna nahe dem Schwarzmeerhafen Taman einen Brand in einem Betrieb ausgelöst. Das Feuer wurde Behördenangaben zufolge rasch gelöscht. Verletzte gab es keine. Über den Hafen von Taman werden unter anderem Ölprodukte, Getreide und Kohle umgeschlagen. Die Anlage ist häufig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.

09.06 Uhr: Russland – Angriffe auf Region Kiew mit Raketen und Drohnen

Russland hat die Ukraine in der Nacht mit Dutzenden ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen sowie 168 Drohnen angegriffen. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr fing demnach 145 Drohnen und die meisten Marschflugkörper ab. Keine der ballistischen Raketen konnte jedoch abgefangen werden. Hauptziel des Angriffs war den Angaben zufolge die Region Kiew.

07.59 Uhr: Klitschko – Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew

Nach den massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Opferzahl erneut nach oben korrigiert worden: Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt.

Feuer und Verwüstung nach russischen Luftangriffen auf die Region Kiew
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Feuer und Verwüstung nach russischen Luftangriffen auf die Region Kiew

06.32 Uhr: Krim-Stadt Sewastopol stellt erneut den Strom ab

In der Großstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist erneut der Strom abgeschaltet worden. Dies sei notwendig, um eine Überlastung der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern und einen weitreichenden Ausfall zu verhindern, teilt Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Unterbrechung solle einige Stunden dauern. Die von Russland annektierte Halbinsel leidet nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen bereits seit Wochen unter Stromausfällen und einer Treibstoffkrise. Die Behörden haben deshalb unter anderem den Tourismus in der Region bis September ausgesetzt.

05.29 Uhr: Zahl der Opfer gestiegen – sechs Tote nach russischen Angriffen auf Region Kiew

Die Zahl der Opfer nach den russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung in der Nacht zum Donnerstag hat sich nach nach ukrainischen Behördenangaben auf mindestens sechs getötete Menschen erhöht. Bei den "massiven" Angriffen seien Wohngebiete und Lagerhallen getroffen worden, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Es seien Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden.

In Kiew wurden nach Angaben der Militärverwaltung fünf Menschen getötet und 23 weitere verletzt. Bei einem weiteren Angriff im Bezirk Browary in der Region rings um die ukrainische Hauptstadt seien ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden, erklärte der zuständige Gouverneur.

03.38 Uhr: Mindestens drei Tote bei russischem Raketenangriff auf Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew werden nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt. Ein neunstöckiges Wohnhaus stehe in Brand, teilt er mit. Getroffen worden seien auch Lagerhäuser und ein Kinderkrankenhaus. In der umliegenden Region wird ein weiterer Toter gemeldet. Zeugen sprachen von mehr als einem Dutzend Explosionen.

00.51 Uhr: Russland greift Kiew mit Raketen an

Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mit russischen Raketen angegriffen. Zeugenaussagen zufolge wurden mehr als ein Dutzend Explosionen gemeldet. Mindestens vier Menschen werden verletzt. Einschläge gibt es demnach in drei Bezirken. Wohn- und Geschäftsgebäude stehen teils in Brand. Zudem seien Menschen in einem Schutzraum eingeschlossen.

00.05 Uhr: Ukraine geht wegen Korruptionsverdachts gegen Bankenvertreter vor

Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden will die Regierung in Kiew den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj am Abend bei Telegram mit. Die von den Anti-Korruptionsbehörden veröffentlichten Fakten bräuchten eine angemessene Bewertung und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, erklärte er.

Die Anti-Korruptionsbehörden des Landes hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und am Mittwochmorgen über eine "Spezialoperation" informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.

Donnerstag, 20. August 2026

23.37 Uhr: Ukraine - Kiew unter russischem Beschuss

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko erneut Ziel russischer Raketenangriffe geworden. Es habe in zwei Stadtteilen Kiews Treffer auf Nichtwohngebäude gegeben, von denen einige in Flammen stünden, sagte Klitschko. Ein Reuters-Zeuge berichtete, er habe mehr als ein Dutzend Explosionen gehört.

21.43 Uhr: Ukraine - Tote und Verletzte nach Angriff auf Bus in Cherson

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen fahrenden Bus in der ukrainischen Stadt Cherson sind nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Fünf weitere Passagiere seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Zunächst war von vier verletzten Personen die Rede, die ins Krankenhaus gebracht wurden.

Der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, und die ukrainische Polizei veröffentlichten Bilder, auf denen ein Kleinbus mit beschädigten Fensterscheiben und Blutspuren am Boden zu sehen sind. Laut Prokudin konnte der Drohnenlenker "nicht ignorieren, dass er ein ziviles Fahrzeug ins Visier nahm". Dennoch habe er "den Sprengkörper direkt auf das Dach des Busses abgeworfen", schrieb Prokudin im Onlinedienst Telegram.

21.35 Uhr: Nationalpolizei - Tote und Verletzte bei russischem Drohnenangriff

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Russland habe ein Gebäude der Nationalpolizei in Schytomyr attackiert, teilte die Nationalpolizei mit. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen.

21.31 Uhr: Putin zu Kiews Angriffen - Schaden uns, aber keine kritischen Folgen

Kremlchef Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden - auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden. 

Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und "Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte", sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als "bescheiden, aber positiv". Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent.

19.11 Uhr: Reparatur von Tschernobyl-Hülle - Bundesregierung will 50 Millionen Euro bereitstellen

Die Bundesregierung will 50 Millionen Euro für die Reparatur der durch einen Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl bereitstellen. Deutschland werde Teil einer dafür notwendigen internationalen Lösung sein, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge bei einem Besuch am zerstörten Atomreaktor. Er sei zuversichtlich, dass der Bundestag dem zustimmen werde, erwarte aber auch, dass weitere Staaten einen Beitrag zur Reparatur leisten.

Nach einem Drohneneinschlag vor rund anderthalb Jahren braucht die Schutzhülle eine umfassende Sanierung. Die Kosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte gesagt, es habe sich um eine russische Drohne gehandelt. 

17.20 Uhr: Russland muss Öl importieren

Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern habe Nowak aber keine Angaben gemacht, meldet die Agentur Tass. Der Politiker wird zudem mit den Worten zitiert, die Regierung gehe davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten in naher Zukunft den Betrieb wieder aufnehmen würden, was das Angebot verbessern dürfte. Russland ist eigentlich Netto-Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben in den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste landesweit Engpässe aus. Warum sich Nowak jetzt dazu äußert, ist unklar. Normalerweise werden solche sensiblen Informationen nicht öffentlich.

16.28 Uhr: Korruptionsermittlungen – Selenskyj entlässt Mitarbeiterin

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offenbar vor dem Hintergrund neuer Korruptionsermittlungen eine Mitarbeiterin seines Büros entlassen. Die stellvertretende Stabschefin Iryna Mudra muss ihren Posten räumen, wie Selenskyj am Mittwoch per Dekret anordnete. Zuvor hatte die ukrainische Antikorruptionsbehörde nach eigenen Angaben die Häuser eines Angehörigen des Präsidialamtes und eines Parlamentsabgeordneten durchsucht.

Die Behörde ermittelt demnach wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit einer millionenschweren Kaution, mit der ein anderer Korruptionsverdächtiger im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis befreit wurde. Die nun entlassene Mudra wurde von den Ermittlern nicht namentlich genannt.

13.38 Uhr: Ukraine attackiert offenbar Ölraffinerie in Ufa

Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen im Hinterland attackiert. Eine Drohne habe eine Ölraffinerie in Ufa getroffen, teilte der Gouverneur der Region Baschkortostan, Radij Chabirow, am Mittwoch mit. Ufa liegt etwa 1.300 Kilometer östlich der Grenze zur Ukraine. Die drei Ölraffinerien dort sind bereits mehrfach attackiert worden.

12.30 Uhr: Parlament stimmt Ernennung von Chmara zum Verteidigungsminister zu

Das ukrainische Parlament stimmt der Ernennung von Jewhenij Chmara zum neuen Verteidigungsminister zu. Für den von Präsident Wolodymyr Selenskyj nominierten Kandidaten stimmen 312 Abgeordnete, notwendig sind mindestens 226 Stimmen. Selenskyj hatte Chmara zuvor zum kommissarischen Minister ernannt, nachdem er im Juli den bisherigen Amtsinhaber Mychailo Fedorow entlassen hatte.

Zudem hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Vize-Chefin des Präsidialamtes, Iryna Mudra, entlassen. Kurz zuvor hatten die Antikorruptionsbehörden des Landes mitgeteilt, dass sie Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen eine Gruppe führen, der auch ein stellvertretender Leiter des Präsidialamtes angehört.

11.27 Uhr: Russland und Ukraine tauschen jeweils 103 Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 103 Soldaten übergeben worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. In dem seit viereinhalb Jahren währenden Krieg sind bislang Tausende Kriegsgefangene ausgetauscht worden.

10.04 Uhr: Korruptionsermittlungen in Ukraine vor Votum zu Verteidigungsminister

In der Ukraine haben die Antikorruptionsbehörden am Mittwoch eine Großrazzia gegen Abgeordnete sowie Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj gestartet. Dies geschah wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung im Parlament über den neuen Verteidigungsminister. Mit dem Votum will Selenskyj einen Umbau seines Sicherheitskabinetts abschließen. Die Antikorruptionsbehörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo nannten zunächst keine Details zu den Ermittlungen. Die Razzien erhöhen jedoch den politischen Druck auf Selenskyj. Kurz zuvor hatte der entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer überraschenden Erklärung Wahlen trotz des anhaltenden Krieges gefordert.

09.40 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Bus in Cherson

In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Morgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Olexandr Prokudin auf Telegram mitteilt. Vier weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlicht zudem verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen.

Mittwoch, 19. August 2026

22.30 Uhr: Selenskyj empfängt neuen deutschen Botschafter in Kiew

Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", sagte das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden.

21.46 Uhr: Ukrainischer Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf

Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert in einer aufsehenerregenden Ansprache Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache. Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges.

20.50 Uhr: Moskau wirft Ukraine Drohnenangriff auf Arbeiter des Atomkraftwerks Saporischschja vor

Moskau hat der ukrainischen Armee vorgeworfen, Arbeiter des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja gezielt mit einer Drohne angegriffen zu haben. Ein "Kernkraftexperte" sei bei dem Angriff getötet worden, 17 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die von Russland eingesetzte Kraftwerksleitung am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Die Drohne habe eine Haltestelle in der Nähe des Kraftwerks getroffen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, sie sei über die Explosion einer Drohne informiert worden. Die Drohne sei an einer Bushaltestelle explodiert, "die Angestellte nutzten, um zum Atomkraftwerk Saporischschja zu kommen", erklärte die IAEA im Onlinedienst X.

20.40 Uhr: Unternehmen spenden laut Bericht Milliarden für Putins Krieg

Angesichts immer höherer Kosten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine sind russische Geldgeber laut einem Medienbericht einem Spendenaufruf gefolgt und haben Milliarden in die Staatskasse gepumpt. Bis Mitte August seien 383,69 Milliarden Rubel (rund 3,9 Milliarden Euro) an freiwilligen Abgaben in den Haushalt geflossen, berichtete die russische Wirtschaftszeitung «Wedomosti». Das sei anderthalbmal so viel wie für das gesamte Jahr 2025. Die Summe übertraf demnach alle Erwartungen. Der Großteil der Mittel sei geflossen, nachdem es im März einen Aufruf gegeben hatte an die Unternehmer, meldete die Zeitung unter Berufung auf das Finanzministerium.

18.40 Uhr: Lawrow – Könnten Großbritannien als Kriegspartei in der Ukraine betrachten

Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt der Agentur Interfax zufolge, Russland habe das Recht, die direkte Beteiligung Großbritanniens an Angriffen auf russisches Territorium als Beteiligung am Krieg in der Ukraine zu betrachten. Seine Äußerungen folgten auf einen Bericht der britischen Zeitung "The Times" vom Samstag, wonach erstmals in Großbritannien hergestellte Drohnen für Fernangriffe gegen Russland eingesetzt worden sein sollen. Die Ukraine wird ebenso wie auch Russland von anderen Ländern in dem Krieg unterstützt. Erst am Montag hatte Lawrow von Soldaten aus Nordkorea gesprochen, die Russland unterstützten.

16.04 Uhr: Belgischer Außenminister muss bei Besuch in Kiew in Luftschutzbunker

Der belgische Außenminister Maxime Prévot hat bei seinem Besuch in Kiew ein Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha in einem Luftschutzbunker abhalten müssen. "Wegen russischer Drohnenangriffe auf unsere Hauptstadt haben wir unsere Gespräche unter der Erde im Luftschutzkeller des ukrainischen Außenministeriums geführt - eine tägliche Realität für Millionen Ukrainer", erklärte Sybiha am Dienstag in Onlinediensten. 

15.45 Uhr: Wadephul zu Russland - "Werden stets die richtigen Antworten finden"

Bundesaußenminister Johann Wadephul weist Drohungen der russischen Regierung gegen den Westen zurück. "Angesichts der in Russland immer schmerzhafter spürbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des erfolglosen Eroberungskrieges gegen die Ukraine versucht der Kreml verzweifelt, die internationalen Unterstützer der Ukraine durch Drohungen und Desinformation unter Druck zu setzen", sagt der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". "Keine der russischen Aktivitäten wird Erfolg haben. Wir werden stets die richtigen Antworten finden. Wir zeigen europäische Geschlossenheit."

15.35 Uhr: Selenskyj schlägt Chmara als Verteidigungsminister vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt Jewhenij Chmara als neuen Verteidigungsminister vor. Zugleich habe er erklärt, dass Andrij Sybiha Außenminister bleiben solle, teilen Abgeordnete mit. Die Abstimmung im Parlament über die Personalien ist für Mittwoch angesetzt. Chmara führt das Verteidigungsministerium kommissarisch, seit sein Vorgänger Mychajlo Fedorow im Juli entlassen wurde. Dieser Schritt hatte eine politische Krise für Selenskyj ausgelöst.

15.30 Uhr: IAEA - Ein Toter bei Drohnenexplosion nahe AKW Saporischschja

Bei der Explosion einer Drohne an einer Bushaltestelle für Mitarbeiter des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja wird ein Mensch getötet. Mehrere weitere Personen werden verletzt, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit.

13.20 Uhr: Burnham: Großbritannien unterstützt Ukraine weiterhin zu 100 Prozent

Großbritannien wird die Ukraine nach den Worten von Premierminister Andy Burnham weiterhin vollumfänglich gegen die russische Invasion unterstützen. "Großbritannien tut das, was es seit langem angekündigt hat, nämlich die Ukraine zu 100 Prozent gegen diesen von Wladimir Putin geführten illegalen Krieg zu unterstützen", sagt Burnham vor Journalisten. Zuvor warnte Russland die Regierung in London vor Konsequenzen, da Berichten zufolge Drohnen aus britischer Produktion bei Angriffen auf russisches Territorium eingesetzt worden seien. Großbritannien sei kein Partner nur in guten Zeiten und werde der Ukraine in der Stunde der Not beistehen, erklärt der Premierminister weiter.

12.24 Uhr: Selenskyj kündigt Reaktion auf russischen Angriff mit zehn Toten an

Nach einem russischen Raketenangriff mit zehn Toten in der Region Charkiw hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reaktion angekündigt. Selenskyj sprach auf der Plattform X von einer brutalen Attacke. Sein Mitgefühl gelte den Angehörigen der Opfer.

Bei dem Angriff auf das Dorf Petschenihy seien nach bisherigen Erkenntnissen zehn Zivilisten getötet und 17 weitere verletzt worden, sagte der Chef der Militärverwaltung in Charkiw, Oleh Synjehubow, am Dienstag. Es seien zehn Häuser, ein Postamt, ein Geschäft und mindestens sieben Fahrzeuge beschädigt worden.

12.16 Uhr: Russland meldet fast 800 abgefangene Drohnen

Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag nach Behördenangaben Hunderte Drohnen gegen Ziele in Russland eingesetzt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden 791 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen sowie über der völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgefangen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP handelte es sich um den zweitgrößten Drohnenangriff der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland seit Januar 2025.

Mehr als 600 Drohnen seien in Richtung der Region Moskau geflogen, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin. 180 davon seien abgeschossen worden. In der Region Moskau, die die Hauptstadt umgibt, aber nicht einschließt, wurden nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow drei Menschen verletzt.

11.04 Uhr: Schneider in Kiew – Tschernobyl-Hülle muss repariert werden

Bundesumweltminister Carsten Schneider hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Kiew Hilfe bei der Beseitigung der Schäden an der Schutzhülle der Atomruine Tschernobyl zugesichert. "Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine", sagte der SPD-Politiker, der am Morgen in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug eintraf. Er will auch die Sperrzone mit dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl besuchen. Dort gibt es Schäden nach einem Drohnenangriff an dem Stahlbogen der Atomruine.

"Die beschädigte Schutzhülle über dem zerstörten Reaktor muss repariert werden", sagte Schneider. Die Abschirmfunktion der Stahlkonstruktion, die mit Milliardenkosten über einen zuvor gebauten Betonsarkophag gezogen wurde, ist laut Experten nun nicht mehr gewährleistet. Die Reparaturkosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.

08.55 Uhr: Ukraine – Zehn Tote bei russischem Raketenangriff in Region Charkiw

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Dorf in der nordostukrainischen Region Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge zehn Menschen getötet worden. Acht weitere Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. Bei dem Angriff auf die Ortschaft Petschenihy seien zudem zehn Wohnhäuser, ein Cafe, eine Postfiliale, ein Geschäft und mindestens sieben Autos beschädigt worden.

08.28 Uhr: Umweltminister Schneider in Ukraine – Themen Wiederaufbau und Reaktorsicherheit

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) plant diese Woche einen mehrtägigen Besuch der von Russland angegriffenen Ukraine. "Ziel der Reise ist es, gemeinsam mit den ukrainischen Partnern frühzeitig Potenziale für eine klimafreundliche, resiliente Erneuerung der Infrastruktur und des weiteren Wiederaufbaus auszuloten, auch unter Beteiligung der deutschen Wirtschaft", teilte das Umweltministerium zu Beginn des Besuchs am Dienstag in Berlin mit.

Schneider werde von Unternehmensvertretern begleitet, deren Firmen auf klimafreundliche Technologien spezialisiert sind. Geplant sind Gespräche unter anderem mit der Regierung in Kiew und ukrainischen Unternehmen. Schneider werde sich zudem über die Lage ukrainischer Kernkraftwerke informieren, darunter auch den Reaktor in Tschernobyl. Dessen Schutzhülle wurde bei einem Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigt und damit in der Funktionalität eingeschränkt.

07.17 Uhr: Großangriff auf Moskau mit mehr als 600 Drohnen

Bei einem der bislang schwersten ukrainischen Luftangriffe auf Moskau sind in der Nacht unter anderem mehrere Menschen verletzt und ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries beschädigt worden. Insgesamt seien zwischen dem Abend und 5.00 Uhr morgens 620 Drohnen im Anflug auf die Region gewesen, teilt Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. Die Luftabwehr hat nach eigenen Angaben 180 Drohnen abgefangen. Mindestens drei Menschen seien verletzt worden, darunter ein zehnjähriges Mädchen, erklärt der Bürgermeister weiter.

Nach Angaben des Regionalgouverneurs Andrej Worobjow ist erneut auch ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries getroffen worden. Der Brand dort sei inzwischen gelöscht. Dem Unternehmen zufolge entstand durch Trümmerteile ein geringer Schaden an einer Wand. Zudem wurde an den Moskauer Flughäfen der Flugbetrieb vorübergehend eingeschränkt. Auch Wohnhäuser, Geschäfte und ein Kraftwerk seien beschädigt worden, erklärt Gouverneur Worobjow.

Archivbild vom 16. August 2026, brennendes Warenhaus des russischen Onlinehändlers Wildberries.
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Archivbild vom 16. August 2026, brennendes Warenhaus des russischen Onlinehändlers Wildberries.

02.53 Uhr: Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland

Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den "Konsequenzen" gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht zum Dienstag zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde.

Vorausgegangen war ein Bericht  der "Sunday Times", dass die ukrainische Armee britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Von zwei britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei ukrainischen Angriffen auf militärische und industrielle Ziele innerhalb Russlands zum Einsatz gekommen, berichtete die Zeitung. Dadurch habe sich Großbritannien zum "Komplizen und Mittäter" bei diesen Angriffen gemacht und sich "bewusst für eine Eskalation" des Konflikts entschieden, erklärte die russische Botschaft in London am Montagabend.

Dienstag, 18. August 2026

23.38 Uhr: Lawrow laut Nordkorea: Beide Länder arbeiten an gerechter Weltordnung

Die staatliche nordkoreanische Agentur KCNA zitiert den russischen Außenminister Sergej Lawrow mit den Worten, beide Länder arbeiteten daran, eine neue und gerechte Weltordnung zu etablieren. Lawrow habe sich in einer Botschaft an die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui entsprechend geäußert, so KCNA. Lawrow habe zudem erklärt, die von Nordkorea entsandten Soldaten kämpften dafür, die "ukrainische Nazi-Clique" aus der Region Kursk zu vertreiben. Nordkorea hat seit Ende 2024 Truppen entsandt, um Russland dabei zu unterstützen, Kursk von der Ukraine zurückzuerobern.

22.34 Uhr: Ukraine - Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen sind am Abend in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Bei weiteren Drohneneinschlägen sei in einer Gemeinde von Saporischschja der Strom ausgefallen.

Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. Nach Angaben der Agentur Ukrinform wurden bei den russischen Drohnenangriffen ein Restaurant und mehrere Privathäuser getroffen.

19.05 Uhr: Selenskyj kündigt Personaländerungen im Militär an

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat mit der Militärspitze seines Landes die aktuelle Kriegslage erörtert und eine Reihe von Entscheidungen in die Wege geleitet. In erster Linie seien Personalentscheidungen getroffen worden, berichtete Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Es ist sehr wichtig, dass erfahrene Kommandeure mehr Handlungsspielraum erhalten", sagte er. Er habe bei der Sitzung einen Teil der Personalentscheidungen gebilligt, die ihm Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj vorgelegt habe. Namen nannte Selenskyj nicht.

18.57 Uhr: Drohne in Moldau auf Acker explodiert

Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert. Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.

Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen.

18.01 Uhr: Russland - Zwei Frachtschiffe in der Ukraine angegriffen

Das russische Militär soll nach eigener Darstellung im Süden der Ukraine zwei Frachtschiffe mit militärischer Ausrüstung angegriffen haben. Ein Frachter sei im Hafen von Odessa getroffen worden. Das zweite Schiff sei in Mykolajiw angegriffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Beide Schiffe hätten Waffen und militärische Ausrüstung geladen. Über das Ausmaß der Schäden wurden keine Angaben gemacht. Die Darstellung konnte nicht unabhängig geprüft werden, die ukrainischen Behörden äußerten sich dazu nicht.

16.15 Uhr: Russland importiert Benzin aus Indien nach Angriffen auf Raffinerien

Russland importiert Benzin aus Indien, um Treibstoffengpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien auszugleichen. Mindestens eine Ladung hat den russischen Inlandsmarkt erreicht, wie drei Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen und Schiffsdaten von LSEG zeigen. Ein unter omanischer Flagge fahrender Tanker hat Anfang August rund 68.000 Tonnen Benzin im arktischen Hafen Witino entladen, von wo aus es per Bahn an inländische Abnehmer weitertransportiert wird. Laut LSEG-Daten werden in den kommenden zwei Wochen mindestens zwei weitere Benzinlieferungen aus Indien in russischen Häfen erwartet. Moskau hat wegen der Engpässe zudem Benzinimporte aus Belarus und Kasachstan aufgenommen sowie ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt.

15.59 Uhr: Russischer Oppositioneller zu Straflager verurteilt

Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt. Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig.

Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte. Schlosberg kritisiert immer wieder offen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

15.44 Uhr: Russland greift ukrainische Kohlemine an - ein Toter

Bei einem russischen Angriff auf eine ukrainische Kohlemine ist ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke habe einen Brand ausgelöst, bei dem der 52-Jährige getötet worden sei, teilte das Bergbau- und Energieunternehmen DTEK am Montag mit. Zuvor hatte der staatliche Energiekonzern Naftogas eine Serie russischer Angriffe gemeldet, die Sachschäden angerichtet hätten.

14.21 Uhr: Ukrainisches Energieunternehmen meldet verstärkte russische Angriffe

Russland nimmt das ukrainische Energieunternehmen Naftogas ins Visier. In der vergangenen Woche seien 13 Firmenstandorte attackiert worden, teilte der Staatskonzern am Montag mit. Eine Anlage sei mehrfach getroffen worden. Drohnen und Raketen hätten schwere Schäden angerichtet, aber keine Angestellten verletzt. Seit Jahresbeginn habe es etwa 300 Angriffe gegeben.

13.44 Uhr: Verband kritisiert Ermittlungen gegen FAZ-Korrespondent

Nach einem Bericht über russische Ermittlungen gegen den Balkankorrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Michael Martens, hat der Deutsche Journalistenverband (DJV) das Vorgehen Moskaus scharf kritisiert. "Welche Fragen Journalisten bei einer Pressekonferenz stellen, geht die Justiz nichts an – auch nicht die russische", erklärte der DJV-Vorsitzende Mika Beuster am Montag. Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor über die Ermittlungen berichtet und dass wegen "Anstiftung zu Hass oder Feindschaft" ermittelt werde. Im Falle einer Verurteilung in Russland drohen Martens demnach bis zu sechs Jahre Haft. Eine offizielle Bestätigung der Ermittlungen gab es zunächst nicht.

13.32 Uhr: Erneuter Benzinmangel in Russland - Limits an Tankstellen

In einigen russischen Regionen ist es offiziellen Angaben und Medienberichten zufolge erneut zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen. Daraufhin verschärften die Behörden in mindestens zehn Gebieten wieder die Kontrollen für den Verkauf an Tankstellen, wie auch Regionalmedien melden. Benzin war am Montag nach Aussage von Augenzeugen an einigen Tankstellen im Raum Moskau nicht erhältlich, während Diesel fast überall verfügbar war. Die Versorgungskrise hatte im Mai begonnen und sich bis Juli auf fast alle Teile des Landes ausgeweitet.

13.17 Uhr: Bundesregierung - Lassen uns von Lawrow-Drohung "nicht einschüchtern"

Die Bundesregierung hat Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. "Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. "Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern - und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern."

Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: "Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits." Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen.

12.29 Uhr: Lettland - Abgeschossene Drohne aus Belarus eingeflogen

Die von Nato-Kampfjets über Lettland abgeschossene Drohne ist nach Regierungsangaben aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen. Die Herkunft des unbemannten Flugobjekts sei gegenwärtig aber weiterhin noch unklar, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis im lettischen Fernsehen. Nach Militärangaben handelt es sich um eine ausländische Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte. 

Italienische Eurofighter hatten die Drohne am Freitag im Nordosten Lettlands in der Region Balvi rund 20 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt vom Himmel geholt. Teile der Drohne würden noch von Experten untersucht, sagte Melnis. 

11.22 Uhr: Unterstützer von Anti-Kriegspartei in Moskau festgenommen

Russische Sicherheitskräfte haben in Moskau Dutzende Unterstützer der Anti-Kriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt. Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow mit. Die Partei veröffentlichte auch Videos von Festnahmen. Rybakow forderte vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei.

Das Oberste Gericht Russlands verhandelte erneut über den Ausschluss von Jabloko von der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September. Die Partei hatte Berufung eingelegt gegen den vor einer Woche vom Gericht beschlossenen Entzug der Zulassung zur Duma-Wahl. Die Aussichten, dass Jabloko doch noch zugelassen wird, gelten als düster. Das Gericht hatte einer Klage der kremltreuen ultranationalistischen Partei Rodina stattgegeben, die Jabloko Verstöße gegen Russlands Wahlgesetze vorgeworfen hatte. Über die Berufung entscheidet ein dreiköpfiges Richterkollegium.

11.19 Uhr: Russland meldet Einnahme weiterer Orte in der Ukraine

Russland setzt seinen Vormarsch in der Ukraine nach eigenen Angaben weiter fort und meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Es handele sich um Nowosoloschyne in der südöstlichen Region Saporischschja und um Andrijiwska Hromada in der Region Donezk, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

10.45 Uhr: Russischer Angriff - Vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt

Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt worden. Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht.

09.50 Uhr: Russland - Eine Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Astrachan

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Astrachan ist nach Behördenangaben eine Frau getötet worden. Der Angriff traf eine Industrieanlage, wie der örtliche Gouverneur mitteilt. Weitere Einzelheiten nennt er zunächst nicht.

07.32 Uhr: Russischer Angriff auf Hafen-Infrastruktur in Region Odessa

Russland hat ukrainischen Angaben zufolge bei einem nächtlichen Angriff die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der südukrainischen Region Odessa ins Visier genommen. Dabei sind Brände entstanden, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau.

07.47 Uhr: Belgorod: Sechs Tote bei ukrainischem Angriff

Bei ukrainischen Raketenangriffen auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei dem Angriff in dem Ort Koloskowo habe es auch vier Verletzte gegeben, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew bei Telegram mit. Die Angaben waren von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbar.

03.15 Uhr: EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

Kallas äußerte zugleich die Hoffnung, dass die USA und Europa mit Blick auf die Sanktionen wieder "näher zusammenrücken". Zugleich warf Kallas Moskau "systematischen Terror" vor. "Moskaus Armee gewinnt nicht auf dem Schlachtfeld und richtet die Raketen daher zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur.

Montag, 17. August 2026

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