Die beiden Vermittler im Ukraine-Krieg: Der Sondergesandte Steve Witkoff (r.) und der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner (l.) - Archivbild vom 06.01.2026.
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Die US-Unterhändler Witkoff und Kushner sollen erst nach Moskau und dann nach Kiew reisen.
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Die US-Unterhändler Witkoff und Kushner sollen erst nach Moskau und dann nach Kiew reisen.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 36 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 36 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 31. August bis 5. September im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.39 Uhr: Treffen von Putin und US-Sondergesandten beendet

In Moskau sind die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zu Ende gegangen. Nach etwa dreistündigen Unterredungen verließen die beiden Gesandten von US-Präsident Donald Trump in der Nacht den Kreml, wie Staatsmedien berichteten und dazu auch ein Video der Fahrzeugkolonne veröffentlichten.

Über Ergebnisse der Unterredungen ist noch nichts bekannt. Der Kreml hatte angekündigt, im Anschluss an das Treffen die Öffentlichkeit zu informieren.

Witkoff und Trumps Schwiegersohn wollen nach Kiew weiterreisen, wo sie an diesem Sonntag vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen werden. Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow hatten die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck gehabt. Peskow nannte keine Details. Auch Trump hatte gesagt, dass Witkoff und Kushner einen Vorschlag mitbrächten.

19.35 Uhr: Medien - Putin beginnt Gespräche mit US-Sondergesandten im Kreml

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem Medienbericht zufolge im Kreml Gespräche mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner aufgenommen. Das geht aus einem Video hervor, das auf dem Kanal des russischen Präsidialamtes beim Messenger-Dienst MAX veröffentlicht wurde.

Putin bezeichnete die Situation, mit der sich die Beteiligten bei den Verhandlungen befassen müssten, als "schwierig".

17.34 Uhr: USA - Nato-Staaten dürfen hybride Kriegsführung nicht dulden

Die USA haben die Nato-Staaten dazu aufgerufen, gezielte hybride Angriffe nicht zu tolerieren. Der versuchte Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle im vergangenen Monat sei besorgniserregender als verirrte russische Drohnen, sagte der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker, am Rande einer Konferenz in Italien.

Die Nato-Mitglieder müssten wachsam bleiben und ein deutliches Zeichen setzen, sobald die Verantwortlichen für solche Angriffe identifiziert seien. Auch kritische Infrastruktur wie Energieanlagen könne zum Ziel werden. Die Reaktion auf diese Bedrohungen sei in erster Linie Aufgabe der einzelnen Staaten. Die USA stünden den betroffenen Ländern jedoch zur Seite. Deutschland macht Russland für den Vorfall in Leipzig verantwortlich.

16.45 Uhr: Selenskyj sagt vorläufigen Stopp von Angriffen auf Moskau zu

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj versichert die Bereitschaft der Ukraine, bis Montag von Angriffen auf Moskau abzusehen. Anlass ist der Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, der an diesem Samstag in Moskau begonnen hat und am Sonntag in Kiew fortgesetzt werden soll. Selenskyj teilt auf Telegram mit, er habe soeben mit den beiden Unterhändlern gesprochen. "Von dem Moment dieses Gesprächs an sind wir bereit, eine Feuerpause bei den Luftangriffen auf die in den Verhandlungsprozess involvierten Städte einzuhalten."

14.20 Uhr: Russland greift Schiffe im Süden der Ukraine an

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Massengutfrachter und ein Containerschiff im Hafen von Tschornomorsk sowie einen weiteren Frachter nahe Odessa angegriffen. Die Schiffe würden für den Transport von Militärgütern für die ukrainischen Streitkräfte genutzt, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium.

14.10 Uhr: Putin ordnet dreitägigen Stopp von Angriffen auf Kiew an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des Kreml einen dreitägigen Stopp der Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ab diesem Samstag angeordnet. Dies geschehe im Zuge der Vorbereitungen eines Besuchs einer US-Delegation, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Insidern zufolge trafen am Samstag die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau ein, anschließend werden sie in Kiew erwartet. Der Nachrichtenagentur Tass sagte Peskow, ein Treffen von Putin mit Witkoff und Kushner sei vorgesehen.

12.20 Uhr: Fünf Tote bei Raketenangriff auf ostukrainisches Stahlwerk

In der ostukrainischen Region Dnipro sind bei einem russischen Raketenangriff auf ein Stahlwerk fünf Menschen ums Leben gekommen. Produktionsanlagen und Infrastruktur seien beschädigt worden, der gesamte Betrieb sei deshalb eingestellt worden, teilt der Stahlproduzent Metinvest weiter mit. "Dies ist ein erneuter Angriff auf eine zivile Stahlproduktionsanlage von Metinvest und ein weiterer Beweis für Russlands systematische Angriffe auf die ukrainische Industrie", erklärt das Unternehmen. Das Stahlwerk Kamet produziere Roheisen und Stahl ausschließlich für zivile Zwecke.

12.17 Uhr: Dmitrijew empfängt US-Diplomaten Witkoff und Kushner in Moskau

Die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sind in Moskau eingetroffen. Die Gesandten seien auf dem Flughafen vom russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew empfangen worden, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass am Samstag. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump sollen sie später nach Kiew weiterfliegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, er erwarte Witkoff und Kushner für Sonntag in Kiew.

12.02 Uhr: Mehrere Tote in russisch-besetzten Teilen der Ukraine

Bei ukrainischen Angriffen in den vergangenen 24 Stunden sind im russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Luhansk fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, sagt Leonid Pasetschnik, der von Russland eingesetzte Gouverneur, in dem besetzten Gebiet. Unabhängig kontrollieren lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen.

11.50 Uhr: Putins Berater Dmitrijew wird wohl US-Gesandte treffen

Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden heute in Moskau einem Insider zufolge mit dem russischen Präsidentenberater Kirill Dmitrijew zusammentreffen. Dies erfährt die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit dem Besuch vertrauten Personen. Dmitrijew hatte im Juni gegenüber Reuters erklärt, er sei während einer Unterbrechung der Besuche mit den US-Unterhändlern in Kontakt geblieben. Er nahm zudem an allen früheren Treffen der US-Gesandten mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin teil und war in diesem Jahr an den Verhandlungen über Ausnahmen von den US-Sanktionen für russisches Öl beteiligt.

11.46 Uhr: Selenskyj wirft Moskau vor Besuch von US-Gesandten Beschuss von Flughäfen vor

Russland hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge vor dem Besuch zweier US-Sondergesandter die Flughäfen von Kiew und der nahegelegenen Stadt Boryspil angegriffen. Der ukrainische Luftraum ist seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands im Februar 2022 gesperrt. Selenskyj zufolge wurde jedoch die Möglichkeit erörtert, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner für ihren am Sonntag erwarteten Besuch in Kiew ein Flugzeug benutzen könnten. "Offensichtlich sind diese russischen Angriffe auf die Flughäfen eine Reaktion auf die Gespräche und Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz eines US-Flugzeugs in der Ukraine mit Landung auf dem Flughafen Kiew oder dem Flughafen Boryspil", erklärt Selenskyj auf Telegram. "Russisch-iranische Drohnen als Antwort auf die amerikanische Diplomatie."

11.42 Uhr: Witkoff und Kushner offenbar bereits in Russland gelandet

In Moskau sind einem Medienbericht zufolge die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner vermutlich eingetroffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax meldet unter Berufung auf Luftfahrtkreise, ein Flugzeug sei gelandet, das die beiden mutmaßlich transportiert habe. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag erklärt, Witkoff und sein Schwiegersohn Kushner würden ins Ausland reisen, um zu versuchen, ein Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu erzielen.

10.40 Uhr: Russland wehrt ukrainische Drohnen ab

Über Russland sind in der Nacht 59 ukrainische Drohnen abgewehrt worden, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält.

10.00 Uhr: AKW Saporischschja soll repariert werden - Waffenruhe rund um Anlage

Am russisch besetzten AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine ist der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge eine Waffenruhe in Kraft getreten. Sie diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes wiederherzustellen, teilt die IAEA mit, die die Lage vor Ort beobachtet. Das Atomkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa und steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Seit längerem sind alle Reaktoren abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, in dem es aber eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente benötigt.

09.09 Uhr: Russland will militärische Lage in mögliche Friedensgespräche mit den USA einbeziehen

Russland ruft die USA vor dem geplanten Besuch ihrer Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew auf, bei Gesprächen über ein Ende des Konfliktes die Realitäten auf dem Schlachtfeld zu berücksichtigen. Die Lage verändere sich zuungunsten der Ukraine, sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. "Die Schlüsselfrage ist, inwieweit die US-Regierung angesichts der Realitäten vor Ort bereit ist, in die Suche nach einer echten Lösung für die aktuelle Krise zu investieren."

08.17 Uhr: Ukraine meldet russischen Beschuss in Kamianske mit vier Toten

Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen, teilte Gebietsgouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Es habe sechs Verletzte gegeben. Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere.

06.57 Uhr: Witkoff und Kushner heute in Moskau?

Einem Bericht der US-Nachrichtenseite "Axios" zufolge sollten sich die beiden US-Unterhändler Kushner und Witkoff heute im Kreml in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen und anschließend morgen in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sprechen. Der Kreml bestätigte den Besuch zunächst nicht. 

06.12 Uhr: Neue nächtliche Angriffe im Großraum Kiew - zwei Verletzte

In der Nacht zu Samstag hat es wieder Luftalarm und Berichte über Explosionen im Großraum Kiew gegeben. Laut dem Nachrichtenportal "Kyiv Independent" soll Russland eine Welle von Drohnenangriffen ausgeführt haben, bei denen im Vorort Boryspil ein neunstöckiger Wohnblock beschädigt wurde. Zwei Frauen seien verletzt worden, hieß es unter Berufung auf Militärgouverneur Tymur Tkatschenko. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Samstag, 5. September 2026

21.19 Uhr: Geplanter Besuch der US-Vermittler in Kiew findet statt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch der US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner am Sonntag in Kiew angekündigt. Es sei heute besprochen worden, dass Steve Witkoff und Jared Kushner erst Moskau besuchen und am Sonntag Kiew reisen werden, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine bereite sich darauf vor. 

US-Präsident Donald Trump bestätigte im Weißen Haus auf Reporternachfrage, dass er seine beiden Unterhändler entsandt habe. Konkrete Daten nannte er dabei nicht. Sie würden einen Vorschlag mitbringen, um den Ukraine-Krieg zu beenden, sagte Trump - auch in diesem Fall, ohne ins Detail zu gehen.

19.29 Uhr: Selenskyj schlägt Feuerpause während Besuchs von US-Gesandten in Moskau und Kiew vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland eine Feuerpause während des bevorstehenden Besuchs der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew vorgeschlagen. "Es wird keine Luftangriffe von unserer Seite geben, und Russland muss im Gegenzug eine Waffenruhe einhalten - ohne eigene Luftangriffe -, solange diese Gespräche dauern", sagte Selenskyj am Freitag in seiner abendlichen Ansprache.

18.55 Uhr: Selenskyj garantiert sicheren Luftraum für geplanten Besuch von US-Gesandten

Die beiden US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner werden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag in Kiew erwartet. Zuvor würden sie Moskau besuchen, teilte Selenskyj am Freitag mit. Während ihres Aufenthalts in der russischen Hauptstadt werde die Ukraine die Sicherheit im russischen Luftraum garantieren. Umgekehrt müsse auch Russland seine Luftangriffe auf die Ukraine während des Besuchs der beiden Gesandten einstellen.

18.05 Uhr: Sicherheitsbedenken verzögern Reise von US-Gesandten nach Moskau und Kiew

Die geplanten Reisen der beiden US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Russland und in die Ukraine am Wochenende sind wegen Sicherheitsbedenken der USA noch nicht endgültig bestätigt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von einer mit der Situation vertrauten Person. Die USA bemühten sich demnach weiterhin um Garantien beider Seiten, um die Sicherheit der Gesandten vor ihrer geplanten Abreise nach Moskau am Samstag und nach Kiew am Sonntag zu gewährleisten. Die russische Staatsagentur Tass und das US-Nachrichtenportal "Axios" hatten unabhängig voneinander über einen bevorstehenden Besuch berichtet.

15.35 Uhr: Russische Drohne trifft Geheimdienstzentrale in Kiew

Der Sitz des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU in Kiew ist am Freitag von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Angriff habe "direkt" auf das Büro des Geheimdienstchefs gezielt, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Online-Dienst Telegram. AFP-Reporter sahen mehrere Krankenwagen nahe dem Gebäude im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt.

14.50 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf Kiew

Nach einem russischen Drohnenangriff steigt im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew dichter schwarzer Rauch auf, wie Reuters-Augenzeugen berichten. Rettungswagen sind auf dem Weg zum Ort des Geschehens.

14.46 Uhr: US-Unterhändler wollen offenbar nach Russland und in die Ukraine reisen

Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner wollen nach einem Agenturbericht am Samstag und Sonntag nach Russland und erstmals seit Kriegsbeginn 2022 auch in die Ukraine reisen. Dies berichtete die amtliche russische Nachrichtenagentur Tass am Freitag unter Berufung auf einen Insider. Der Kreml lehnte eine Bestätigung zunächst ab. "Ich möchte derzeit keine Ankündigungen machen, aber wir werden Sie informieren, wenn diese Kontakte stattfinden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Die Gespräche über den ukrainischen Teil der Reise dauerten einer mit der Angelegenheit vertrauten Person zufolge noch an. Als mögliches Datum für den Besuch in Kiew werde der Sonntag erwogen, sagte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters.

14.40 Uhr: WHO-Lager in der Ukraine von Luftangriff getroffen

In der Ukraine ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eines ihrer wichtigsten Lager bei einem Luftangriff getroffen worden. In dem Lager in der Region Kiew lagerten "humanitäre medizinische Güter", sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Freitag. Der Zugang sei wegen dichten Rauchs und aus Sicherheitsgründen vorerst nicht möglich. WHO-Beschäftigte seien nicht verletzt worden. 

Der Angriff sei Teil eines "umfassenderen Musters, das humanitäre Einsätze im ganzen Land beeinträchtigt", sagte der WHO-Sprecher weiter. In diesem Jahr hätten bislang mindestens 20 Angriffe Auswirkungen auf Lager gehabt, in denen Güter für humanitäre Hilfe lagerten.

14.39 Uhr: Grenzschutz äußert sich zu Drohnenfund an finnischer Küste

Nach dem Fund einer Drohne aus russischer Herstellung ermitteln die finnischen Behörden zu den Hintergründen. Nach Angaben des finnischen Grenzschutzes vom Freitag wurde die Drohne des Typs Geoscan 701 an der Küste des Küste des Pellinge-Archipels östlich der Hauptstadt Helsinki angespült. Das Modell werde sowohl von staatlichen als auch von zivilen Betreibern eingesetzt. Wer die Drohne zu welchem Verwendungszweck eingesetzt habe, lasse sich derzeit noch nicht sagen.

14.25 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff trifft Sotschi und Umgebung

Ein großangelegter ukrainischer Drohnenangriff soll die russische Schwarzmeerstadt Sotschi und den benachbarten Bezirk Sirius getroffen haben. Bei dem Angriff sei ein Feuer in einem Öllager ausgebrochen, teilten regionale Behördenvertreter am Freitag mit. Weitere Einzelheiten nannten sie zunächst nicht. Russische Medien berichteten, insgesamt seien zwei Öldepots getroffen worden. Demnach brachen sowohl in Sotschi als auch in Sirius Brände aus.

13.28 Uhr: Papst spricht mit Lettlands Präsidenten über Frieden für die Ukraine

Papst Leo XIV. hat den lettischen Staatspräsidenten Edgars Rinkevics im Vatikan empfangen. Wie das vatikanische Presseamt weiter mitteilte, sprach das Staatsoberhaupt außerdem mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem vatikanischen Außenminister, Erzbischof Paul Richard Gallagher. Dieser war in der letzten Woche zu diplomatischen und kirchlichen Gesprächen in Moskau gewesen.

12.23 Uhr: Kreml sieht noch keine konkrete Basis für Friedenslösung

Für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg gibt es nach Einschätzung des Kremls gegenwärtig keine konkrete Basis. Die Möglichkeit einer Beilegung des Konflikts bestehe jedoch weiterhin, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Berichte über eine bevorstehende Reise der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner nach Moskau am Wochenende bestätigte der Sprecher zunächst nicht. Etwaige Kontakte würden angekündigt, sollten sie stattfinden, erklärt er.

12.01 Uhr: Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Brjansk

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der westrussischen Region Brjansk sind zwei Menschen getötet worden. Dies teilte der kommissarische Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, auf Telegram mit.

11.35 Uhr: Insider: Gespräche über Ukraine-Reise von US-Unterhändlern dauern an

Die Gespräche über eine Reise der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in die Ukraine dauern an. Als mögliches Datum werde dieser Sonntag erwogen, sagt ein Insider. Die russische Nachrichtenagentur Tass hatte gemeldet, dass die beiden US-Unterhändler am Samstag und Sonntag nach Russland und in die Ukraine reisen.

10.29 Uhr: Russland greift zwei Frachter mit Waffen für Ukraine an

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Regierung in Moskau zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Sie hätten Waffen, Munition und andere militärische Ausrüstung für die Ukraine an Bord gehabt, teilte das Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kriegsgeschehen nicht.

09.53 Uhr: Russland greift Energieanlagen in Odessa an

Russland hat in der Nacht Energieinfrastrukturanlagen in der südukrainischen Region Odessa angegriffen. Das ukrainische Energieministerium warnt deshalb vor möglichen Netzeinschränkungen. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, sagte zuvor, bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden. Mindestens fünf Menschen seien verletzt worden. In den vergangenen Wochen hat Russland die Region Odessa wiederholt angegriffen und sich auf die Hafen- und Energieinfrastruktur konzentriert.

07.55 Uhr: Südkorea erwägt Beteiligung an US-Sicherheitsbemühungen in Straße von Hormus

Südkorea erwägt nach eigenen Angaben eine Beteiligung an den Sicherheitsbemühungen der USA in der Straße von Hormus. Beiträge zur Sicherheit in der Straße von Hormus könnten "in einem Rahmen geleistet werden, der die militärische Einsatzbereitschaft nicht beeinträchtigt", sagte ein Vertreter des südkoreanischen Präsidialamtes. Hinsichtlich konkreter Beiträge sei aber "noch nichts entschieden" worden, erklärte das Präsidialamt in einer separaten Stellungnahme.

04.01 Uhr: Brand in Öldepot in Sotschi nach ukrainischem Drohnenangriff

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt ein Öldepot in der russischen Schwarzmeer-Hafenstadt Sotschi. Dies teilen die russischen Behörden der Region Krasnodar über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Freitag, 4. September 2026

22.27 Uhr: Tote durch ukrainischen Beschuss im Gebiet Belgorod

Die Ukraine wehrt sich gegen russische Truppen, die aus dem Grenzgebiet Belgorod in die Region Charkiw eingedrungen sind. Leidtragende sind auch russische Zivilisten: Durch ukrainischen Beschuss seien im russischen Grenzgebiet Belgorod nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet, drei weitere verletzt worden, teilte der kommissarische Gouverneur der westrussischen Region, Alexander Schuwajew, bei Telegram mit. Die Opfer waren demnach in einem Krankenwagen in der Stadt Schebekino unterwegs.

Schebekino ist nur rund fünf Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt. Russische Truppen sind an diesem Grenzabschnitt bis zu zehn Kilometer weit in die benachbarte ukrainische Region Charkiw vorgedrungen.

21.08 Uhr: Russland exportiert mehr Flüssigerdgas nach Europa

Die russischen Flüssigerdgas-Exporte (LNG) nach Europa stiegen in den ersten acht Monaten des Jahres nach vorläufigen Daten von LSEG um 10,7 Prozent auf 10,3 Millionen Tonnen. Die gesamten russischen LNG-Ausfuhren kletterten demnach im selben Zeitraum um 13,7 Prozent auf 21,6 Millionen Tonnen.

Im August gingen die Mengen nach Europa allerdings von 0,6 Millionen Tonnen im Vorjahresmonat auf rund 0,5 Millionen Tonnen zurück. Die EU-Staaten hatten im Januar ein Verbot von russischen Erdgasimporten im Laufe von 2027 endgültig gebilligt.

20.30 Uhr: Selenskyj - US-Unterhändler reisen nach Kiew und Moskau

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft auf einen baldigen Besuch der Gesandten von US-Präsident Donald Trump in Kiew. "Wir setzen auf ein Treffen in den kommenden Tagen", sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner abendlichen Ansprache. Laut Selenskyj schickt Trump seine Gesandten nach Moskau und Kiew. Sollten Trumps Golfpartner Steve Witkoff und Trump-Schwiegersohn Jared Kushner kommen, wäre es ihr erster Besuch in Kiew seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit.

Selenskyj sagte, es seien "vorläufige Termine" festgelegt worden für den ersten Besuch der Gesandten in der ukrainischen Hauptstadt. Es sei wichtig, dass die USA in der Diplomatie "aktiv bleiben".

19.22 Uhr: Trump fordert von Europa Rückzahlung von Ukraine-Militärhilfe

US-Präsident Donald Trump fordert von europäischen Staaten die Rückzahlung von US-Militärhilfen für die Ukraine und signalisiert einen vorübergehenden Stopp von Waffenverkäufen an Verbündete. Hunderte Milliarden Dollar seien der Ukraine und der Nato zur Verfügung gestellt worden, schreibt Trump in Sozialen Medien. Europa hätte dafür bezahlt, wenn man nur darum gebeten hätte. "Wir werden dieses Geld einfordern, wenn auch etwas verspätet", fügt er hinzu.

Zugleich kritisiert er Berichte über stark geschrumpfte US-Munitionsbestände infolge des Krieges im Iran. Die USA würden ihre Vorräte derzeit für sich selbst aufstocken, anstatt Munition zu verkaufen. Die Verkäufe an Verbündete würden aber bald wieder aufgenommen.

18.47 Uhr: Ukraine: Russischer Angriff auf Kiew beschädigt Wohnhaus

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko ein Hochhaus schwer beschädigt worden. Im neunten Stock des Wohngebäudes nahe dem Stadtzentrum sei ein Feuer ausgebrochen, teilte Klitschko auf Telegram mit. 15 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden.

Auf Videos, die auf inoffiziellen Telegram-Kanälen veröffentlicht wurden, ist ein großer Feuerball am Himmel zu sehen.

18.02 Uhr: Interfax - Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus in Donezk

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus in der russisch kontrollierten Stadt Horliwka in der ostukrainischen Region Donezk ist nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax ein Zivilist getötet worden. Die Agentur berief sich auf den von Russland eingesetzten Bürgermeister der Stadt, Iwan Prichodko, der von einem gezielten Angriff sprach.

Die Nachrichtenagentur Reuters konnte die Angaben nicht unabhängig überprüfen. Sowohl die Ukraine als auch Russland weisen den Vorwurf zurück, gezielt Zivilisten anzugreifen.

17.15 Uhr: Russland protestiert gegen Beschlagnahmung von Schiff durch Norwegen

Russland hat nach der Beschlagnahmung eines russischen Schiffes durch norwegische Behörden formell Protest beim norwegischen Botschafter eingelegt. Das russische Außenministerium forderte die Freigabe und Rückgabe des Schiffes.

Norwegen hält die "Professor Moltschanow" in der Arktis fest, um eine Entschädigungsforderung des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in Höhe von 4,22 Milliarden Dollar durchzusetzen. Die Summe war Naftogaz wegen der Enteignung seiner Vermögenswerte im Zuge der russischen Annexion der Krim 2014 zugesprochen worden.

07.11 Uhr: Sberbank-Chef besorgt über Konsumrückgang und Inflation in Russland

Sberbank-Chef German Gref hat sich besorgt über die Entwicklung der russischen Wirtschaft geäußert und vor einem rückläufigen Konsum sowie einer steigenden Inflation gewarnt. "Der Konsum geht seit Juni zurück... Das gibt Anlass zur Sorge", sagte Gref auf einem Wirtschaftsforum in der Hafenstadt Wladiwostok. "Wir sehen erste Tendenzen."

Den Anstieg der Inflation führte Gref vor allem auf den Ausfall von Ölraffineriekapazitäten infolge ukrainischer Drohnenangriffe zurück. Die russische Wirtschaft war nach offiziellen Angaben im Juli im Jahresvergleich nur noch um 0,6 Prozent gewachsen. Im Juni hatte das Wachstum noch bei 1,7 Prozent gelegen.

Für das laufende Jahr rechnet die Sberbank Gref zufolge dennoch mit einem neuen Rekordgewinn. Das größte russische Geldhaus hatte 2025 trotz der westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Kriegs ein Rekordergebnis von 1,7 Billionen Rubel (16,8 Milliarden Euro) erzielt.

06.28 Uhr: Ukraine - 17 Verletzte bei russischen Angriffen auf Odessa

Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Angaben der örtlichen Behörden 17 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten seien drei Kinder, teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Lysak, auf Telegram mit. Zudem sei ein 21-stöckiges Wohngebäude beschädigt worden.

04.17 Uhr: Nach Drohnen-Vorwürfen - Russland schließt Goethe-Niederlassungen

Russland schließt nach deutschen Vorwürfen zu Drohnenaktivitäten Niederlassungen des Goethe-Instituts. Das berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Außenminister Sergej Lawrow.

04.00 Uhr: Norwegen beschlagnahmt russisches Schiff in der Arktis

Norwegen hat auf Betreiben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz ein russisches Kreuzfahrtschiff in der Arktis beschlagnahmt. Die norwegischen Behörden hätten die "Professor Moltschanow" auf der Inselgruppe Spitzbergen auf Grundlage eines Gerichtsbeschlusses festgesetzt, teilte Naftogaz mit. Die norwegische Zeitung "Aftenposten" zitierte einen Polizeivertreter aus Spitzbergen, der die Beschlagnahme bestätigte.

Mit der Maßnahme soll die Entscheidung eines Schiedsgerichts durchgesetzt werden. Dieses hatte Russland zur Zahlung von rund 4,2 Milliarden US-Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) an Naftogaz verpflichtet. Hintergrund sind beschlagnahmte Vermögenswerte auf der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim. Moskau ist dem Schiedsspruch bislang nicht nachgekommen.

Naftogaz-Chef Serhiy Fedorenko bezeichnete die norwegische Maßnahme als "einen weiteren wichtigen Schritt zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit" im Zusammenhang mit den Beschlagnahmen auf der 2014 von Russland annektierten Krim. Kiew werde "weiterhin weltweit gegen russische Vermögenswerte vorgehen, bis die Naftogaz und anderen Unternehmen des Naftogaz-Konzerns zugesprochene Entschädigung vollständig beglichen ist".

01.03 Uhr: Ukraine - Russischer Luftangriff beschädigt Wohnhaus in Odessa

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa ist nach Angaben der örtlichen Militärverwaltung ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff teilte die Behörde auf Telegram zunächst nicht mit.

Donnerstag, 3. September 2026

23.59 Uhr: UN-Behörde mahnt besseren Schutz von Passagiermaschinen an

Nach den Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zur Gefahr durch Drohnen im russische Luftraum hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) die Fluggesellschaften zum verstärkten Schutz von Passagiermaschinen aufgerufen. Die zivile Luftfahrt werde durch Langstreckenwaffen, Drohnen, Funkstörungen und Luftabwehrsysteme gefährdet, erklärte die ICAO am Mittwoch, ohne ein bestimmtes Land zu erwähnen.

Das Risiko, dass Passagierflugzeuge gezielt angegriffen werden "oder ins Kreuzfeuer geraten", nehme zu, betonte die UN-Organisation. Die Mitgliedstaaten müssten daher ihre Anstrengungen "zum Schutz ziviler Flugzeuge vor allen Risiken, die von Konfliktgebieten ausgehen", verstärken.

23.36 Uhr: Nachrichtendienst - Russland plant Sabotage in Dänemark

Dänische Behörden haben laut einem Bericht der Zeitung «Berlingske» Pläne und Vorbereitungen für russische Sabotage in Dänemark aufgedeckt. Unter den Zielen seien besonders Unternehmen in der Verteidigungsindustrie, die eine Verbindung zur militärischen Hilfe in der Ukraine hätten, sagte der Chef für Spionageabwehr beim dänischen Inlandsnachrichten- und Sicherheitsdienst PET, Emil Græsholm: "Das Hauptziel ist, konkrete Lieferungen für die ukrainische Verteidigung zu stoppen." Außerdem solle Angst verbreitet werden. "

Die Auswahl der Ziele und die Vorbereitungen sind so konkret, dass wir es für notwendig halten, mit der Nachricht an die Öffentlichkeit zu gehen", sagte Græsholm. Unternehmen in der Rüstungsindustrie seien aufgerufen, ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen.

Russland versuche außerdem, "ganz gewöhnliche Dänen" für seine Pläne zu rekrutieren - oft, ohne dass diese wüssten, dass sie für Moskau arbeiteten. "Es kann darum gehen, Fotos oder Videos von Unternehmen oder Anlagen zu machen, die dann für Sabotagepläne genutzt werden können", sagte Græsholm.

23.08 Uhr: Bulgarien lässt Ausnahmen von Russland-Sanktionen für Atomkraftwerk zu

Die bulgarische Regierung genehmigt Ausnahmen von den EU-Sanktionen gegen Russland, um den Import von Eisen und Stahl für das Kernkraftwerk Kosloduj zu ermöglichen. Für die Reaktoren sowjetischer Bauart seien regelmäßig Ersatzteile russischer Hersteller nötig, um die nukleare Sicherheit zu gewährleisten, teilt die Regierung mit. Kosloduj ist das einzige Atomkraftwerk des Landes und liefert mehr als ein Drittel des bulgarischen Stroms.

21.10 Uhr: Ukraine gibt sich neue Regeln für Luftalarm

Bislang erfolgten die russischen Luftangriffe meistens nachts - zuletzt haben die Moskauer Truppen ihre Taktik geändert: Rund um die Uhr greifen einzelne Kampfdrohnen oder kleine Gruppen die ukrainische Hauptstadt an. Dazu kommen alle zwei bis drei Tage Angriffe mit ballistischen Raketen, denen die Ukraine derzeit nur wenig entgegenzusetzen hat. 

Die Menschen leiden unter fast pausenlosem Luftalarm. Für sie bestimmen die Alarmmeldungen der offiziellen Warn-App den Alltag. Nun ändert die Ukraine die Regeln für Luftalarme. Künftig solle es eine Alarmstufe Gelb geben, wenn beispielsweise eine Drohne im Anflug sei, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit der Regierung mit. Alarmstufe Rot bedeute einen Angriff mit ballistischen Raketen oder eine massive Attacke anderer Art. Entsprechend würden auch verschiedene Sirenensignale entwickelt.

19.50 Uhr: Ukraine erhält bei EU-Treffen Zusagen für Luftverteidigung

kDie Ukraine hat bei einem EU-Außenministertreffen in Irland neue Zusagen zur Unterstützung ihrer Flugabwehr erhalten. «Wir haben uns gefreut, heute Ankündigungen von Mitgliedstaaten zu hören, Luftverteidigung bereitzustellen», sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach dem Ende der Beratungen in der Grafschaft Wicklow.

Wer die neuen Zusagen machte und was sie konkret umfassen, wollte Kallas nicht verraten. Kallas hatte am Vortag bei einem Verteidigungsministertreffen gesagt, man wisse, dass einige EU-Länder über Abfangraketen verfügten, deren Nutzungsdauer bald ablaufe. Es wäre deshalb gut, diese der Ukraine zu überlassen, die sie zum Schutz ihrer Bevölkerung vor russischen Luftangriffen einsetzen könne. Laut Diplomaten bezog sie sich damit vermutlich vor allem auf Griechenland.

18.44 Uhr: Pistorius warnt vor militärischem Erfolg Russlands

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat erneut vor einem militärischen Erfolg Russlands in der Ukraine gewarnt. "Wenn Russland, wenn Wladimir Putin diesen Krieg gewinnt, dann ist das eine Blaupause für alle Autokraten dieser Welt zu sagen: Was schert mich das Recht, das souveräne Recht von anderen Nationen?", sagte der SPD-Politiker in Braunschweig.

Der russische Präsident ist für den deutschen Verteidigungsminister der Einzige, der den Krieg beenden könne, wenn er es wollte. "Stattdessen führt er einen hybriden Krieg gegen europäische Länder, vor allem gegen Deutschland". Pistorius weiter: "Wladimir Putin wird nicht aufhören, wenn er die Ukraine eingenommen hätte. Das sagt er immer wieder."

18.06 Uhr: Ukraine forciert Bau unterirdischer Treibstofflager

Die Ukraine legt angesichts der täglichen russischen Angriffe auf ihr Energiesystem nach eigenen Angaben ein Netzwerk unterirdischer Treibstofflager an. Priorität habe die ununterbrochene Versorgung mit Diesel, insbesondere für Verteidigungszwecke und kritische Infrastruktur, erklärt Energieminister Denys Schmyhal. Zudem haben die Ukraine und Rumänien Schmyhal zufolge vereinbart, die Kapazitäten für Treibstofflieferungen nach Kiew auf der Schiene und über Flusshäfen auszubauen. Russland hat in den vergangenen Wochen seine Angriffe auf Tankstellen verstärkt und rund 300 davon vor allem in den Frontregionen zerstört oder beschädigt.

16.10 Uhr: Zwei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine

Bei neuen russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Besonders betroffen waren demnach am Mittwoch die zentralukrainische Stadt Dnipro sowie die Regionen Odessa und Kiew. In der Hauptstadt seien mindestens neun Menschen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Mehrere Gebäude, darunter fünf Wohnhäuser, ein Kindergarten und Lager seien beschädigt worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland in der Nacht mit 174 Angriffsdrohnen an. Zudem seien zwei ballistische Raketen und zwei von Flugzeugen abgefeuerte Raketen eingesetzt worden.

16.00 Uhr: Selenskyj bietet Deutschland Hilfe bei der Drohnen-Entwicklung an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für die deutschen Sanktionen gegen Russland nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff auf dem Flughafen Halle/Leipzig gelobt. "Dies ist eine weitere Eskalation seitens Russlands, und es ist wichtig, dass Deutschland darauf reagiert hat", teilte Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit.

Zugleich bot er wie zuvor auch schon der ukrainische Botschafter in Berlin Deutschland Kiews Hilfe bei der Drohnenabwehr an. "Ich habe ihm meinerseits versichert, dass die Ukraine bereit ist, mit Fachwissen, Erfahrung oder auf anderen Gebieten zu helfen, wo Deutschland dies benötigt", sagte Selenskyj über sein Gespräch mit Merz. Beiden sprachen demnach auch über ein geplantes Drohnenabkommen - die Ukraine und Deutschland seien gerade dabei, den Vertragstext abzuschließen. Das Abkommen soll die gemeinsame Entwicklung verschiedener Drohnentypen, Raketen und der dazugehörigen Software umfassen.

Flughafen Leipzig
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Die Drohnen-Attacke in Leipzig zieht immer größere Kreise. Heute reagierten auch NATO und EU auf die Ereignisse

13.52 Uhr: EU-Außenminister für mehr Druck auf Russland

Mehrere europäische Außenminister haben bei ihrem Treffen in Irland gefordert, den Druck auf Moskau zu erhöhen. "Ich denke, wir müssen jetzt wirklich alle Optionen in Betracht ziehen, um die Sanktionen zu verschärfen", erklärte die finnische Außenministerin Elina Valtonen. Der litauische Außenminister Kestutis Budrys betonte, die Europäer müssten reagieren. "Es ist offensichtlich, dass Russland die politischen Kosten seiner hybriden Aktivitäten gegen uns nicht sieht. Für Moskau ist das ein billiger Weg, um Spannungen in unserer Gesellschaft zu erzeugen", sagte er. Das Ziel müsse sein zu zeigen, "dass diese Aktivitäten uns weder einschüchtern noch uns davon abhalten werden, die Ukraine zu unterstützen und unseren Druck auf Russland aufrechtzuerhalten".

13.50 Uhr: Polens Regierungschef - Brand in Drohnen-Fabrik war Sabotage

Der Brand in einem Werk zur Herstellung von Kampfdrohnen in Polen ist nach Regierungsangaben auf Sabotage zurückzuführen. Es gebe keine Zweifel, dass es sich um gezielte Brandstiftung gehandelt habe, sagte Regierungschef Donald Tusk vor einer Kabinettssitzung in Warschau. Auch bei einem weiteren Brand in einer Fabrik für Komponenten für die Flugindustrie in Lublin könne man Brandstiftung nicht ausschließen, sagte Tusk. Hier fehlten bislang die eindeutigen Beweise. 

Am Montag war in der Fabrik WB Electronics in Skarzysko-Kamienna etwa 150 Kilometer südlich von Warschau ein Feuer ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Terrorismus und Tätigkeit für einen fremden Geheimdienst. Bereits am Sonntag brannte es in einer Produktions- und Lagerhalle der Firma JFG Composites bei Lublin im Osten des Landes. Das Unternehmen stellt Komponenten für die Flugindustrie her.

13.06 Uhr: Selenskyj ernennt neuen Kommandeur der Landstreitkräfte

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Kommandeur der Landstreitkräfte ausgewechselt. Neuer Befehlshaber wird Brigadegeneral Swjatoslaw Sajiz, der zuvor bei den Luftlandetruppen diente, wie aus einem Dekret auf der Website des Präsidenten hervorgeht. Die Personalentscheidung ist Teil von Veränderungen in der Militärführung unter dem neu ernannten Oberbefehlshaber.

12.50 Uhr: Erdogan fordert Sicherheitsmechanismus für Schifffahrt im Schwarzen Meer

Zur Vermeidung einer neuen Getreidekrise fordert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einen dauerhaften Sicherheitsmechanismus für die Handelsschifffahrt im Schwarzen Meer. Vor allem in Afrika zeichne sich erneut eine Krise ab, sagte Erdogan vor Journalisten auf dem Rückflug von einer Reise nach Kirgisistan. Es müsse gehandelt werden, bevor sich das Problem verschärfe.

12.41 Uhr: Mehr als 350.000 Haushalte nach russischem Angriff in Odessa ohne Strom

Nach einem russischen Angriff auf wichtige Energieanlagen in der ukrainischen Region Odessa sind derzeit mehr als 350.000 Haushalte ohne Strom. Dies teilte der Energieversorger DTEK mit.

11.42 Uhr: Russlands Verkehrsminister - "Lassen keine Störung der zivilen Luftfahrt zu"

Russlands Verkehrsminister Andrej Nikitin hat eine Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen, wonach der russische Luftraum wegen des Einsatzes ukrainischer Drohnen unsicher sei. "Natürlich bereiten wir uns darauf vor und stellen uns auf all diese Drohungen ein", sagte Nikitin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Wir erhöhen ständig die Anforderungen an die Luftverkehrs- und Flughafensicherheit und haben auf all das eine Antwort." Man arbeite eng mit dem Verteidigungsministerium und der Nationalgarde zusammen. "Und ich glaube, dass wir keine nennenswerte Störung der zivilen Luftfahrt zulassen werden", erklärte der Minister weiter.

11.32 Uhr: SPD weist Kritik an Russland-Sanktionen zurück

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat die Reaktion der Bundesregierung auf den Vorfall mit einer Sprengstoffdrohne in Leipzig gegen Kritik verteidigt. Er erwarte zwar nicht, dass sich Russland davon abschrecken lasse, es seien aber "jetzt die richtigen Maßnahmen", sagte er bei RTL und ntv. Die Bundesregierung zeige mit ihrer Reaktion, dass sie zu weiteren Schritten bereit sei, müsse aber auch verhindern, dass die Lage eskaliere.

Die Regierung hatte Strafmaßnahmen gegen Moskau angekündigt: die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses in Berlin, schärfere Einreisebestimmungen und ein stärkeres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte. Nicht nur aus der Opposition gab es Kritik, dass dies unzureichend sei. Auch der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter äußerte sich unzufrieden: "Die mit großen Worten angekündigten Maßnahmen, mit denen der Terrorstaat Russland bezahlen soll, bleiben weit hinter dem Erforderlichen zurück", sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

11.16 Uhr: Wadephul weist Vorwürfe Putins zurück

Außenminister Johann Wadephul weist Vorwürfe von Russlands Präsident Wladimir Putin zurück, Deutschland habe im Zusammenhang mit dem Strafkatalog gegen Moskau wegen einer Sprengstoffdrohne in Leipzig aus wahltaktischen Gründen Beweise gefälscht. "Das Gegenteil ist richtig", sagte der CDU-Politiker am Rande eines informellen Treffens der EU-Außenminister im irischen Wicklow in der Nähe von Dublin. "Wenn man wahltaktisch gedacht hätte, hätte man das vielleicht vermieden, weil es natürlich gerade in den Wahlkämpfen in Ostdeutschland zu vielen Diskussionen führt", ergänzte er.

Putin hatte die deutschen Strafmaßnahmen einen "schweren Fehler" genannt und von Beweisfälschung gesprochen, zu erklären seien die Maßnahmen auch mit Blick auf bevorstehende Wahlen.

11.08 Uhr: Wadephul - Europa steht gegenüber Russland "zusammen"

Bei den Beratungen der EU-Außenminister in der irischen Küstenstadt Wicklow über weitere Sanktionen gegen Russland hat sich Außenminister Johann Wadephul überzeugt geäußert, dass die EU "eine große Zahl von Personen" zusätzlich auf die Sanktionsliste setzen werde. "Europa steht zusammen", betonte Wadephul. An dem Treffen nahm auch der britische Außenminister Ed Miliband teil. Russland versuche mit seinen Angriffen, Europa zu spalten, sagte Miliband. "Dieser Versuch wird scheitern", fügte er hinzu.

Im Kreis der EU-Kolleginnen und -Kollegen habe er sehr viel Unterstützung für die Maßnahmen erfahren, sagte Wadephul. Wie in Deutschland würden auch in zahlreichen anderen Ländern die russischen Botschafter einbestellt. Unter anderem haben Frankreich, die Niederlande und Finnland russische Vertreter in ihren Ländern einbestellt. Der Bundesaußenminister ergänzte, es habe zudem viele Erklärungen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs gegeben. "Also man sieht: Wir stehen geschlossen zusammen." 

10.38 Uhr: Ukraine wirbt für Debatte über russische Vermögenswerte

Die Regierung in Kiew wirbt für neue Gespräche über die Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte zugunsten der Ukraine. Es sei "ein fairer Ansatz, ernsthafte Diskussion darüber zu beginnen, wie wir stillgelegte, eingefrorene Vermögenswerte nutzen könnten", sagte Außenminister Andrij Sybiha beim EU-Außenministertreffen in Irland. Anfang des Monats hatten vier EU-Länder - die Niederlande, Polen, Spanien und Schweden - die Staatengemeinschaft aufgefordert, die Debatte über die Verwendung der russischen Gelder für die Ukraine wieder aufzunehmen.

10.08 Uhr: Wadephul - Russland muss nach Anschlagsversuch in Leipzig mit "Konsequenzen leben"

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Kritik des russischen Präsidenten Wladimir Putin an deutschen Sanktionen nach dem versuchten Sprengstoffanschlag am Leipziger Flughafen zurückgewiesen. "Russland hat eskaliert (...) und Russland muss jetzt mit diesen Konsequenzen leben", sagte Wadephul bei einem Treffen mit seinen europäischen Amtskollegen in Irland. Er forderte weitere EU-Sanktionen gegen Russland.

"Es war eine notwendige und angemessene Reaktion", betonte Wadephul. "Wir haben uns fundiert eine Meinung und ein Urteil gebildet und haben daraus die Konsequenzen gezogen", sagte er. Putin hatte die deutsche Reaktion als "Fehler" bezeichnet und der Bundesregierung vorgeworfen, das Vorgehen hänge mit den "bevorstehenden Wahlkämpfen" zusammen.

09.50 Uhr: Wadephul kündigt Vorschläge für weitere Russland-Sanktionen an

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat beim EU-Treffen in Irland umfangreiche Vorschläge für weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. In den kommenden Wochen solle daran gearbeitet werden, zusätzliche Personen auf die Sanktionsliste zu setzen, sagte Wadephul. Er gehe davon aus, dass "eine große Zahl von Personen" betroffen sein werde. Der Druck auf Russland werde erhöht, während die Unterstützung für die Ukraine auf einem hohen Niveau bleibe. Dies zeige die Geschlossenheit der EU.

09.36 Uhr: Sachsens Innenminister sieht Drohnen-Vorfall als "Staatsterrorismus"

Sachsens Innenminister Armin Schuster hat den gescheiterten Angriff mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle als "Staatsterrorismus" eingeordnet. "Die deutschen Sicherheitsbehörden haben angesichts der Häufigkeit und Intensität von Angriffen wie am Leipziger Flughafen eine neue Gefährdungslage zu bewältigen, weil diese Anschläge eine gänzlich neue terroristische Bedrohung darstellen, die man klar als Staatsterrorismus benennen und bekämpfen muss", sagte der CDU-Politiker der Funke Mediengruppe. 

Es sei "deshalb immens wichtig, dass wir in Sachsen, aber auch bundesweit den eingeschlagenen Weg fortsetzen und Polizei und Nachrichtendienste mit den richtigen Befugnissen und angemessenen technischen Mitteln ausstatten", forderte Schuster. 

09.28 Uhr: Frankreich bestellt russischen Diplomaten wegen Leipziger Drohnenattacke ein

Frankreich beordert wegen des versuchten Drohnenangriffs auf den Flughafen Leipzig/Halle einen Vertreter der russischen Botschaft in Paris ins Außenministerium. Er habe den russischen Geschäftsträger einbestellt, um zu protestieren, sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot bei einem Treffen der EU-Außenminister in Irland. Zudem müssten auf europäischer Ebene Sanktionen beschlossen werden, insbesondere gegen die russische Schattenflotte.

Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall Anfang August verantwortlich und hat als Reaktion unter anderem die Schließung eines Konsulats sowie eines russischen Kulturzentrums in Berlin angeordnet.

09.14 Uhr: Leipziger Anschlagsversuch: Kallas bestellt Russlands EU-Gesandten ein

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat wegen des versuchten Sprengstoffanschlags am Leipziger Flughafen den russischen EU-Gesandten in Brüssel einbestellt. Der Vorfall weise "alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus" auf, sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Außenministerinnen und -Außenminister in Irland. Die deutsche Bundesregierung hatte Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich gemacht und Strafmaßnahmen verhängt.

Am Flughafen Leipzig war am Abend des 4. August eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland.

09.05 Uhr: Medwedew droht Deutschland mit "direktem Schlag"

Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, hat Deutschland wegen der Sanktionen nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig mit Bestrafung gedroht. "Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik", schrieb der für seine scharfen Äußerungen bekannte Kremlpolitiker bei Telegram. Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten - und "durchaus auch einige andere Orte in Berlin".

Medwedew warf den deutschen Behörden vor, den Angriff auf dem Flughafen erfunden zu haben. Beweise gebe es nicht, betonte der russische Ex-Präsident. Medwedew beschimpfte die "derzeitige deutsche Führung" als "neonazistisch" und "extrem russophob". Russland sieht den Fall um die nicht detonierte Drohne als eine "Provokation", die den Interessen der Ukraine diene.

09.01 Uhr: Kallas will nach Leipzig-Anschlag über weitere Schritte beraten

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will mit den EU-Außenministern über weitere Schritte nach dem Anschlag in Leipzig beraten. Es sei klar, dass die Tat alle Merkmale von staatlich gefördertem Terrorismus aufweise, sagte Kallas vor informellen Beratungen in Irland. Zudem müsse koordiniert werden, wie in einer Situation reagiert werden solle, in der Russland seine Angriffe auf die Ukraine weiter eskaliere.

08.54 Uhr: Ungarn - Russland ist Bedrohung für Europas Sicherheit

Der gescheiterte Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen zeigt nach Ansicht der ungarischen Regierung, dass Russland eine Bedrohung für die Sicherheit Europas darstellt. "Ungarn ist zutiefst besorgt über die steigende Zahl und Intensität der russischen hybriden Aktivitäten auf europäischem Boden", schrieb Außenministerin Anita Orban auf der Plattform X.

Die jüngsten Vorfälle in Deutschland würden "ein zunehmend gefährliches und rücksichtsloses Verhaltensmuster demonstrieren", welches eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit des ganzen Kontinents darstelle. "Ungarn ist mit Deutschland umfassend solidarisch. Es ist bereit, seine Partnerländer bei der Reaktion auf hybride Bedrohungen zu unterstützen", fügte Orban hinzu. 

08.29 Uhr: Putin - Ukraine hat 100 russische Schiffe beschädigt

Der russische Präsident Wladimir Putin hat Schäden an etwa 100 Schiffen des Landes durch ukrainische Drohnenangriffen eingeräumt. Zugleich betonte der Kremlchef, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, Russland mit ihren Attacken kritische Schäden zuzufügen. "Ich denke, dass sie uns einen realen Schaden verursacht haben", sagte Putin in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek vor Journalisten. "Es sind Menschen gestorben, Seeleute, darunter auch ausländische", sagte er. Es seien auch Bürger Aserbaidschans und der Türkei seien getötet worden.

Der Gesamtschaden der Attacken liege nach vorläufigen Berechnungen bisher aber nur bei einem Prozent des russischen Bruttoinlandsprodukts, sagte Putin. "Das ist kein kritischer Schaden für uns. Und sie können uns auch keinen kritischen Schaden zufügen", behauptete der Präsident. Die Ukraine hatte insbesondere im Schwarzen und dem benachbarten Asowschen Meer Öltanker und Getreidefrachter attackiert.

08.17 Uhr: BR-Interview: Heil unterstützt Maßnahmen der Bundesregierung gegen Russland

Der SPD-Politiker Hubertus Heil befürwortet die Maßnahmen der Bundesregierung gegen Russland. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Heil mit Blick auf den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen: "Solche Attacken müssen ihren Preis haben [...] und deshalb finde ich die Maßnahmen richtig." Heil, der auch Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags ist, betonte weiter: "Das alles ist kein Krieg und ich bin froh, dass die Bundesregierung wehrhaft und besonnen reagiert, aber es sind Attacken unterhalb der Kriegsschwelle."

Für den früheren Bundesarbeitsminister steht daher fest, dass es Russlands Ziel sei, "Angst und Schrecken zu verbreiten und wir dürfen da nicht in die Falle laufen und uns als Gesellschaft spalten lassen". Der "eigentliche Zweck der Übung" sei, "Westeuropa zu schwächen, die Solidarität mit der Ukraine zu brechen - und da dürfen wir uns nicht verunsichern lassen". Heil fügte an: "Der schlechteste Ratgeber ist Angst. Darauf setzen die." Die Antwort müsse sein, "dass wir in Deutschland in der Bevölkerung aufklären, auch Urteilsfähigkeit schaffen". Heil verwies auch auf die AfD, "die russische Narrative" verbreite.

Hubertus Heil
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Hubertus Heil

06.48 Uhr: Ukraine - Acht Verletzte bei russischen Angriffen auf Odessa

Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut die Schwarzmeer-Hafenstadt Odessa attackiert. Dabei seien acht Menschen verletzt worden, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Zudem seien Infrastruktur und Wohngebäude beschädigt worden. So sei ein 24-stöckiges Hochhaus getroffen worden. In den vergangenen Monaten hat Russland die Zahl und Intensität seiner Drohnenangriffe auf die Region Odessa deutlich erhöht. Das Gebiet gilt als einer der wichtigsten Knotenpunkte für den ukrainischen Außen- und Binnenhandel.

04.23 Uhr: Putin wirft Selenskyj "Staatsterrorismus" vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Warnung an Fluggesellschaften, Versicherungsunternehmen und Passagiere ausgesprochen, die den russischen Luftraum nutzen. "In Russlands Luftraum werden sich Drohnen in einem Ausmaß befinden, das berücksichtigt werden muss", erklärte Selenskyj am Dienstagabend auf X. "Die sicheren Tage im russischen Luftraum sind vorbei", fügte er hinzu.

Russlands Präsident Wladimir Putin warf Selenskyj daraufhin "Staatsterrorismus" vor. "Wenn dies laut ausgesprochen wurde, dann ist das schlichtweg eine Erklärung des Staatsterrorismus", sagte Putin in einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. "Sie fordern uns auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen", sagte der Kreml-Chef weiter und fügte hinzu: "Aber mit Terroristen verhandelt man nicht." Die Ukraine hatte zuletzt ihre Gegenangriffe auf die russische Infrastruktur verstärkt, darunter Raffinerien, Öldepots und Häfen.

Mittwoch, 2. September 2026

22.53 Uhr: Putin - Russische Truppen rücken in Donezk vor

Russische Truppen haben nach den Worten von Präsident Wladimir Putin im August 270 Quadratkilometer in der ukrainischen Region Donezk erobert. Dies entspricht etwa der Fläche der Stadt Erfurt. Zudem sei eine große Gruppe ukrainischer Soldaten eingekesselt worden, sagt Putin nach einem Gipfeltreffen in Kirgistan. Die russische Armee rücke auf die Städte Slowjansk und Kramatorsk vor und plane massive Angriffe auf die ukrainische Energie-Infrastruktur.

Zugleich zeigt sich Putin offen für konkrete Gespräche zur Beilegung des Konflikts, sollte es eine neue Dynamik geben. Er sei zuversichtlich, dass Russland siegen und die ukrainische Armee zusammenbrechen werde.

Putins Angaben zu angeblichen Erfolgen an der Front widersprechen den Einschätzungen ukrainischer und westlicher Beobachter, die zuletzt übereinstimmend eine Verlangsamung des russischen Vormarsches feststellten. 

22.43 Uhr: Putin wirft Deutschland Beweisfälschung vor

Der russische Präsident Wladimir Putin wirft Deutschland vor, nach dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig Beweise fingiert zu haben, um Moskau dafür verantwortlich zu machen. Mit den Vorwürfen gegen Russland versuche die Bundesregierung, von innenpolitischen Problemen und den sinkenden Umfragewerten von Bundeskanzler Friedrich Merz abzulenken, sagte Putin vor Journalisten. Belege lieferte er nicht.

Weiter bezeichnete er die angekündigten Sanktionen als Fehler: "Ich denke, dass das ein erneuter schwerer Fehler ist", so Putin in einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass übertragenen Pressekonferenz. "Meiner Meinung läuft dies eindeutig den Interessen des deutschen Volkes zuwider", sagte der Kreml-Chef und ergänzte, die Reaktion der Bundesregierung hänge mit den "bevorstehenden Wahlkämpfen" zusammen.

22.29 Uhr: Russischer Botschafter - Berlins Drohnen-Vorwürfe "absurd"

Russlands Botschafter Sergej Netschajew hat die Anschuldigungen Deutschlands nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Halle/Leipzig als "absurd" zurückgewiesen. Berlin habe seine Vorwürfe nicht belegt, sie widersprächen auch dem gesunden Menschenverstand, sagte Netschajew einer Mitteilung der Botschaft zufolge. Er war zuvor ins Auswärtige Amt einbestellt worden.

21.58 Uhr: Macron spricht sich für neue EU-Sanktionen aus

Der französische Präsident Emmanuel Macron unterstützt nach dem versuchten Drohnenangriff neue EU-Sanktionen gegen Russland. Frankreich sei uneingeschränkt solidarisch mit Deutschland, schreibt Macron auf der Plattform X. "Wir müssen bei der Unterstützung der Ukraine zusammenstehen", erklärt er weiter. Frankreich werde dabei weiterhin seinen Beitrag leisten.

21.21 Uhr: Ukraine begrüßt deutsche Vergeltungsmaßnahmen gegen Russland

Die Ukraine hat die deutschen Maßnahmen gegen Russland nach dem misslungenen Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle positiv bewertet. "Ich begrüße die entschlossene Reaktion Deutschlands auf den russischen Angriff in Leipzig", schrieb der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, auf der Plattform X. 

Kiew stehe in engem Austausch mit Berlin bei der Sicherung kritischer Infrastruktur vor Drohnen, einem koordinierten Vorgehen gegen die russische "Schattenflotte" und weiteren Sanktionen gegen Russland.

21.12 Uhr: Selenskyj warnt vor Flügen über Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat alle Fluggesellschaften vor Flügen über Russland gewarnt. "Der russische Luftraum wird vollkommen unsicher", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine drohe dabei jedoch nicht der zivilen Luftfahrt oder einzelnen Flugzeugen. "Es wird einfach so viele Drohnen im russischen Luftraum geben, dass man dies berücksichtigen muss", erklärte der Staatschef. Der russische Luftraum werde "faktisch" geschlossen. Erst vergangene Woche hatte er den Einsatz von bis zu 1.000 weitreichenden Drohnen täglich angedroht.

20.16 Uhr: Wadephul - Nichtreaktion auf Drohnen-Vorfall wäre Einladung an Russland

Eine ausbleibende Reaktion auf den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen hätte Außenminister Johann Wadephul zufolge von der Regierung in Moskau als Einladung zu weiteren Schritten gegen Deutschland verstanden werden können. Dieses Risiko sei deutlich größer gewesen als die Gefahr einer weiteren russischen Eskalation, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Russland wird dann einzugrenzen sein und wird dann auf einen vernünftigen Weg zu bringen sein, wenn es weiß, dass es eine klare Reaktion gibt, auch von Ländern wie Deutschland."

20.07 Uhr: Kreml - Deutschland geht Weg der Eskalation

Der Kreml hat Deutschland angesichts der angedrohten Sanktionen im Fall der nicht gezündeten Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle einen Eskalationskurs vorgeworfen. Es sei schwierig, die Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland für seine Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Wenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden", sagte Peskow. 

Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin warf Deutschland vor, die Vorwürfe auch nicht durch Argumente belegt zu haben. "Dass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich", sagte Peskow. Russland hatte stets bestritten, etwas mit der Leipziger Drohne zu tun zu haben. Moskau verwies vielmehr auf Kiew, das mit Stimmungsmache gegen Russland einen echten Nutzen ziehe aus dem hybriden Angriff.

19.38 Uhr: Estland - Russland ist Bedrohung für ganz Europa

Der gescheiterte Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen zeigt nach Ansicht der estnischen Regierung, dass Russland eine Bedrohung für ganz Europa darstellt. "Dies bestätigt einmal mehr, dass Russland bereit ist, Attacken mit möglichen Opfern auf europäischem Boden und weit jenseits seiner Grenzen durchzuführen", teilte Außenminister Margus Tshakna in Tallinn mit. Der Vorfall sei Teil eines umfassenderen Musters russischer Provokationen, die darauf abzielen, den Westen einzuschüchtern und ihn dazu zu zwingen, die Unterstützung für die Ukraine zurückzuziehen. 

19.23 Uhr: Insider - Deutschland wird als Reaktion auf Leipzig Militärhilfe für Ukraine verstärken

Die Bundesregierung wird als Reaktion auf den mutmaßlich russischen Anschlag auf den Flughafen Leipzig neben Sanktionen auch die militärische Hilfe für die Ukraine verstärken.

Im September werde man der Ukraine weitere Luftabwehrraketen des Typs Iris-T sowie "zeitnah" auch mehrere tausend Angriffsdrohnen liefern, hieß es in Regierungskreisen in Berlin. Berlin werde zudem die Zusammenarbeit der Geheimdienste mit Kiew weiter verstärken. "Die Ukraine war in den letzten Monaten maßgeblich dank deutscher Hilfe militärisch sehr erfolgreich", hieß es.

Russland habe darauf keine strategische Antwort. Der Strategieersatz für Moskau sei Eskalation, sowohl mit militärischen Schlägen in der Ukraine als auch durch verstärkte hybride Attacken. "Wir müssen uns auf weitere, auch eskalierende hybride Angriffe Russlands einstellen."

18.45 Uhr: "Diplomatie nach Plan" - Selenskyj kritisiert westliche Partner für Sommerurlaub

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Vertreter der internationalen Partnerstaaten dafür kritisiert, dass sie Sommerurlaub machen, während sein Land ums Überleben kämpft. "Die vergangenen zwei Wochen waren Europa und die ganze Welt, die uns hilft, in den Ferien", klagte Selenskyj vor Journalisten. Russland habe die Zeit für Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur genutzt, auch um damit den am Dienstag landesweit begangenen Beginn des Schuljahres zu stören.

Selenskyj warf den westlichen Partnern vor, "Diplomatie nach Plan" zu betreiben. Ihre Herangehensweise sei: "Wenn Urlaub ist, dann ist eben Urlaub." Für ihn aber sei das eine "sehr unangenehme Tatsache". Er hatte in den vergangenen Wochen immer wieder die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Wen er konkret meinte, sagte Selenskyj nicht.

18.27 Uhr: Moskau: Werden auf "anti-russische Maßnahmen" Deutschlands reagieren

Die Regierung in Moskau erklärt, man werde auf die "anti-russischen Maßnahmen" Deutschlands reagieren. Entsprechend äußert sich die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, der Agentur Interfax zufolge.

17.49 Uhr: Wadephul - Neue Strafmaßnahmen gegen Russland

Als Reaktion auf den Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig hat die Bundesregierung Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Das russische Generalkonsulat in Bonn werde zum 18. September geschlossen, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Dienstag in Berlin. Der Vertrag über das Russische Haus in Berlin werde gekündigt; zudem sollten die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige verschärft werden, der Druck auf die russische Schattenflotte solle erhöht werden, und die Bundesregierung werde sich bei der EU für die Sanktionierung weiterer russischer Verantwortlicher einsetzen.

Im Video: BR-Hauptstadtkorrespondent Tim Aßmann zu den Ermittlungsergebnissen

Drohnenvorfall in Leipzig: BR-Hauptstadtkorrespondent Tim Aßmann zu den Ermittlungsergebnissen
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Drohnenvorfall in Leipzig: BR-Hauptstadtkorrespondent Tim Aßmann zu den Ermittlungsergebnissen

17.31 Uhr: EU-Treffen - Ukraine erhält keine Zusagen für Patriot-Raketen

Die Ukraine hat bei einem EU-Verteidigungsministertreffen in Irland keine neuen Zusagen für die Lieferung von Patriot-Flugabwehrraketen zum Schutz vor russischen Angriffen bekommen. Es habe Appelle und Gespräche gegeben, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach dem Ende der Beratungen in der Grafschaft Wicklow. Leider sei ein konkreter Erfolg aber ausgeblieben. Die Bemühungen würden fortgesetzt.

Im Video: Erneut heftige Angriffe auf die Ukraine

Wieder hat Russland in der vergangenen Nacht die Ukraine angegriffen. Präsident Selenskyj sprach von 12 Toten bei Angriffen im ganzen Land.
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Wieder hat Russland in der vergangenen Nacht die Ukraine angegriffen. Präsident Selenskyj sprach von 12 Toten bei Angriffen im ganzen Land.

16.31 Uhr: Kallas - "Hybride" Angriffe Russlands werden EU nicht abschrecken

EU-Außenkommissarin Kaja Kallas hat die Unterstützung der EU für die Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen Russland unterstrichen. Mit "einer Welle zunehmend kinetischer hybrider Angriffe" wolle Moskau "uns Angst machen, damit wir die Unterstützung für die Ukraine einstellen", sagte Kallas am Dienstag bei einem Treffen der EU-Verteidigungsminister im irischen Wicklow. "Das wird ihnen nicht gelingen", fügte sie hinzu.

14.51 Uhr: EU-Kommissar - Unverständnis über Russlands Teilnahme an G20-Treffen

Die EU hat mit Unverständnis auf die Teilnahme Russlands an einem G20-Finanzministertreffen in den USA reagiert. Die Haltung der EU sei bekannt, sagte EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis am Dienstag am Rande des Treffens in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina. Es sei "nicht der richtige Zeitpunkt", die Beziehungen zu Russland oder seine Teilnahme an solchen Beratungen zu "normalisieren". 

Die USA hatten Russland erstmals seit vier Jahren die Teilnahme an einem G20-Finanzministertreffen ermöglicht. Der russische Finanzminister Anton Siluanow traf somit zum ersten Mal seit dem Angriff seines Landes auf die Ukraine im Februar 2022 wieder persönlich auf die anderen G20-Minister. 

14.28 Uhr: Putin - Russland und Iran halten Wirtschaftsbeziehungen aufrecht

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian bei einer Veranstaltung der Shanghai Cooperation Organization in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek getroffen. Er erklärte dabei der Agentur Tass zufolge, Russland und der Iran würden ihre Wirtschafts- und Handelsbeziehungen trotz des gegenwärtigen militärischen und politischen Umfelds aufrechterhalten.

12.01 Uhr: Insider - Bundesregierung sieht Russland als Urheber von Leipziger Drohnen-Vorfall

Die Bundesregierung ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters überzeugt, dass Russland für den Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig am 4. August verantwortlich ist. Die Spur der Ermittlungen führe nach Russland, hieß es demnach aus Sicherheitskreisen. Bundesinnenminister Dobrindt und Außenminister Wadephul wollten sich am späteren Nachmittag vor der Presse äußern. Die Regierung in Moskau hat jede Verantwortung für den Vorfall zurückgewiesen.

Auf die Frage nach möglichen Gegenreaktionen Russlands auf deutsche Sanktionen sagte Wadephul am Rande eines Besuchs in Algier am Morgen: "Deutschland lässt sich in keiner Weise einschüchtern." Er fügte hinzu: "Von unserer Seite gibt es keine Überreaktionen, aber Reaktionen, wenn wir angegriffen werden." Russland müsse wissen, "dass Deutschland ein Stabilitätsfaktor in Europa ist, der immer auch zu Verhandlungen bereit ist, der sich aber in keiner Weise einschüchtern lässt."

11.54 Uhr: Kallas nennt Russland in Zusammenhang mit Sprengstoff-Drohne von Leipzig

Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas deutet vieles darauf hin, dass Russland etwas mit der am Leipziger Flughafen gefundenen Sprengstoff-Drohne zu tun hat. Sie stelle diese Verbindung her, aber es sei letztlich an den Deutschen, zu sagen, was hinter dem Vorfall stecke, sagte sie am Rande des EU-Verteidigungsministertreffens im irischen Wicklow. Dann könne auch darüber gesprochen werden, was die EU zusätzlich tun könne. Kallas sagte, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, was man dagegen tue, um sie davon abzuschrecken, noch weiterzugehen.

Die Bundesregierung hat sich öffentlich bislang nicht dazu geäußert, was Ermittler bislang zu dem Fund der Sprengstoff-Drohne herausgefunden haben. Die Bekanntgabe von Informationen wird aber in Kürze erwartet. Der mit Sprengstoff präparierte Flugkörper war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden.

11.03 Uhr: Polens Regierungschef mahnt Solidarität mit Ukraine an

Polens Regierungschef Donald Tusk hat beim alljährlichen Gedenken an den deutschen Überfall auf Polen 1939 Solidarität des Westens mit der Ukraine angemahnt. "Heute rufen wir laut von Westerplatte aus der gesamten freien Welt zu: Seid solidarisch, wir müssen der Ukraine helfen zu überleben!", sagte er am Kriegerdenkmal Westerplatte in Danzig. Die kommenden Monate, der bevorstehende Herbst und Winter, könnten entscheidend sein für die Unabhängigkeit der Ukraine, das Schicksal Polens und der freien Welt. 

Mit Blick auf das im September 1938 geschlossene Münchner Abkommen, bei dem die Großmächte die Abtretung des Sudetenlands durch die Tschechoslowakei an Nazi-Deutschland absegneten, sagte Polens Regierungschef: "Wir dürfen die Fehler von damals nicht wiederholen, München darf sich nicht wiederholen, diese grauenhafte, hilflose, machtlose Politik des Nachgebens gegenüber dem Bösen."

10.36 Uhr: Russland droht mit "vernichtender" Antwort bei Eskalation in Ostseeregion

Russland hat mit einer "vernichtenden" Reaktion auf feindselige Handlungen in der Ostseeregion gedroht. Bei einer weiteren Eskalation der militärpolitischen Lage werde die Antwort an die Urheber "leichtsinniger antirussischer Aktionen" entschlossen ausfallen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa: "Und sie müssen wissen: Diese wird für sie vernichtend sein."

10.31 Uhr: Staatssekretär - Russische Schattenflotte nach Leipzig-Vorfall im Blick

Nach dem versuchten Drohnenanschlag auf den Leipziger Flughafen rückt für eine Gegenreaktion die russische Schattenflotte auch bei den Beratungen der EU-Verteidigungsminister im irischen Wicklow immer stärker in den Vordergrund. Am Rande des informellen Treffens sagte der parlamentarische Staatssekretär Sebastian Hartmann, es müssten "alle Scheinwerfer auf die Schattenflotte" gerichtet werden. Mit den oft maroden Tankern umgehe Russland internationale Sanktionen und finanziere seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine, dies sei "nicht hinnehmbar, wenn es darum geht, dass durch solche Maßnahmen dieser illegale völkerrechtswidrige Angriffskrieg finanziert wird", so Hartmann.

Zum Vorfall in Leipzig sagte Hartmann, es handele sich um "eine Angelegenheit, die weit über einen Mitgliedstaat hinausgeht, aber jeden Mitgliedstaat betrifft". Deutschland hat bislang den versuchten Anschlag nicht Russland zugeordnet, sondern spricht von "fremden Mächten". Bundeskanzler Merz (CDU) hat allerdings angekündigt, in Kürze die Verantwortlichen zu benennen. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung wollten Innenminister Dobrindt (CSU) und Außenminister Wadephul (CDU) noch am Dienstag über den Fall informieren. Die Spur führe "mutmaßlich zu einem russischen Geheimdienst", meldete das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise.

10.16 Uhr: "Weg der Beschwichtigung verlassen" - Kiesewetter fordert Taurus-Lieferung an Ukraine

Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat als Reaktion auf den Leipziger Drohnenvorfall am 4. August die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine gefordert. Dies wäre "eine besonders wirksame und glaubwürdige Reaktion und daher dringend erforderlich", sagte er dem "Handelsblatt". Kiesewetter forderte zudem die Aktivierung von Artikel 4 des Nato-Vertrags, der Beratungen der Verbündeten bei einer äußeren Gefährdung vorsieht. 

Auch müsse die russische Schattenflotte strenger kontrolliert werden, so Kiesewetter. "Das Ziel möglicher Maßnahmen muss sein, maximal wirksam Druck auf Russland auszuüben", betonte er. Die Bundesregierung müsse "den politisch bequemen Weg der Beschwichtigung" verlassen.

09.48 Uhr: Selenskyj - 12 Tote bei Luftangriffen, Appell für Stärkung der Flugabwehr

Bei den russischen Luftangriffen der vergangenen Nacht kamen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi 12 Menschen ums Leben. Allein bei einem russischen Raketenangriff auf ein Eisenbahndepot in der ukrainischen Hauptstadt Kiew seien sieben Menschen getötet worden. Schon vorher war bekanntgeworden, dass ein schwerer Luftangriff mit Raketen und Drohnen drei Menschen in der Stadt Boryspil getötet hatte. Auch Odessa, Charkiw, Saporischschja, Cherson und andere Städte seien angegriffen worden, schrieb Selenskyj auf X. Die russischen Truppen hätten "vorsätzlich einen Grenzübergang nach Rumänien sowie die Exportinfrastruktur beschädigt".

"Russland plant seine Angriffe immer so, dass sie im Leben der Menschen so viel Zerstörung wie möglich anrichten, und es hat Erfolg, wenn es an Kapazitäten zur Flugabwehr fehlt", erklärte Selenskyj. Die Ukraine sei dankbar für alle Hilfen zur Flugabwehr, es sei aber "sehr wichtig", dass die Lieferungen zur Stärkung der Luftabwehr "in diesem Herbst zunehmen".

09.14 Uhr: Ukraine - 54 Schiffe der russischen Schattenflotte angegriffen

Die Ukraine hat nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert Browdi, im August 54 Schiffe von Russlands sogenannter Schattenflotte angegriffen. Unter dem Druck von Sanktionen nutzt Russland ältere Schiffen, die oft unter der Flagge anderer Staaten fahren und so ihre Herkunft verschleiern, als "Schattenflotte".

08.45 Uhr: Klitschko - Acht Tote bei "massivem" russischen Angriff auf Kiew

Bei einem "massiven" russischen Angriff auf Kiew sind nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko acht Menschen getötet worden. Fünf Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder, sagte Klitschko. Der ukrainische Bahnchef Oleksandr Perzowskyj erklärte, eine Rakete habe ein Eisenbahndepot und weitere Bahnanlagen in Kiew getroffen. Sieben Menschen seien getötet worden, sechs von ihnen seien Bahnmitarbeiter gewesen. Ein weiterer Eisenbahnmitarbeiter sei ins Krankenhaus gebracht worden. In Boryspil östlich von Kiew wurde nach Behördenangaben ein Mensch getötet.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die russischen Streitkräfte hätten einen "massiven Angriff" mit Waffen mit großer Reichweite und Drohnen ausgeführt. Der Angriff habe sich gegen militärisch-industrielle Einrichtungen sowie Kraftstoff- und Energieanlagen in Kiew und der umliegenden Region gerichtet. Das Ministerium erklärte zudem, es habe Infrastruktur in der Region Odessa sowie die Häfen von Odessa und Tschornomorsk getroffen.

08.32 Uhr: Ukraine - Massiver Angriff auf Hafeninfrastruktur im Raum Odessa

Die Hafeninfrastruktur in der südukrainischen Schwarzmeer-Region Odessa ist nach Behördenangaben Ziel eines russischen Angriffs geworden. Der massive Schlag habe auch der Energieinfrastruktur gegolten, teilte der ukrainische Rettungsdienst auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem sei durch den Beschuss ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen, bei dem ein Mensch verletzt worden sei.

07.28 Uhr: Zahl der Toten nach russischen Angriffen auf Kiew steigt

Bei den jüngsten Angriffen auf Kiew und Umgebung sind nach neuen Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet worden. Zunächst waren vier Todesopfer gemeldet worden. Wie der Katastrophenschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt, starben acht Menschen direkt in der ukrainischen Hauptstadt. Dort seien zudem fünf Personen verletzt worden - darunter drei Kinder. In der Stadt Boryspil in der Region Kiew starb den Behörden zufolge ein Mensch. Neun weitere, darunter ein Kind, seien hier verletzt worden, teilt Gouverneur Tymur Tkatschenko ebenfalls auf Telegram mit.

07.19 Uhr: Gouverneur - Schäden an russischem Hafen Ust-Luga nach Drohnenangriff

Der wichtige russische Ostseehafen Ust-Luga ist nach Angaben des Regionalgouverneurs Ziel eines Drohnenangriffs geworden. "Im Hafengebiet von Ust-Luga sind infolge des Drohnenangriffs Schäden entstanden, und es brennt", erklärte der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko im Onlinedienst Telegram. Die Bemühungen zur Abwehr des Angriffs dauerten demnach an.

Der Hafen von Ust-Luga am Finnischen Meerbusen in der Nähe der estnischen Grenze ist ein wichtiger Umschlagplatz für Dünger, Öl und Kohle aus Russland. Nach Angaben der russischen Behörden wurde er bereits mehrfach attackiert. Die Ukraine hatte zuletzt ihre Gegenangriffe auf die russische Infrastruktur verstärkt, darunter Raffinerien, Öldepots und Häfen.

06.41 Uhr: Ukraine - Vier Tote bei russischen Luftangriffen auf Kiew

Zu Beginn des neuen Schuljahres in der Ukraine sind bei neuen russischen Luftangriffen auf die Region Kiew laut Behörden mindestens vier Menschen getötet worden. "Leider kamen bei dem feindlichen Angriff auf die Hauptstadt drei Menschen ums Leben", teilte die Kiewer Militärverwaltung auf Telegram mit. Es gebe zudem Berichte über fünf Verletzte. Die ukrainische Luftwaffe hatte in der Nacht gemeldet, dass sich "mehrere Ziele" auf die Hauptstadt zubewegten. Kurz darauf sahen Journalisten mehrere Lichtblitze und hörten laute Explosionen.

In Boryspil östlich von Kiew wurde den Militärbehörden zufolge zudem ein weiterer Mensch bei einem russischen Angriff auf ein Geschäft getötet. Der Chef der Militärverwaltung der Region Kiew, Timur Tkatschenko, sprach von einem "massiven" nächtlichen Angriff "mit russischen Raketen und Kampfdrohnen". Ihm zufolge wurde in Boryspil zudem ein Wohnhaus getroffen. Dabei seien acht Menschen verletzt worden.

04.55 Uhr: Ukraine greift Moskau mit Drohnen an

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russisches Gebiet fortgesetzt. In Moskau wurden nach Angaben des Bürgermeisters mehr als ein Dutzend Drohnen abgeschossen. In der russischen Region Samara, etwa 800 Kilometer südöstlich von Moskau, wurden dem dortigen Gouverneur zufolge zivile Einrichtungen beschädigt.

Angesichts der Lage aktivierte die Nato-Luftraumüberwachung in Lettland Kampfflugzeuge. Finnland schränkte den Luft- und Seeverkehr nahe der russischen Grenze ein. Russland und die Ukraine weisen den Vorwurf zurück, gezielt Zivilisten anzugreifen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Dienstag, 1. September 2026

16.36 Uhr: Türkei dringt auf Abkommen zwischen Moskau und Kiew

Die Türkei setzt sich für ein neues Abkommen zwischen den Kriegsparteien Russland und Ukraine etwa zum Export von Getreide über das Schwarze Meer ein. Man stehe dazu mit Kiew und Moskau in Kontakt, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan in Istanbul vor Journalisten. "Wir arbeiten an einem weiteren Abkommen, ähnlich wie das Getreideabkommen", sagte Fidan. Ein solches Abkommen hatte es bereits nach Kriegsbeginn 2022 gegeben. Es lief aber 2023 aus.

15.55 Uhr: Ukraine sucht Mitteln gegen düsengetriebene Drohnen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Probleme bei der Abwehr düsengetriebener russischer Drohnen eingeräumt. Von den knapp 1.500 Drohnen, die Russland von Donnerstag bis Sonntag auf die Ukraine abgefeuert habe, seien etwa 800 mit einem Strahltriebwerk geflogen, sagte Selenskyj.

Drohnen mit Düsenantrieb fliegen schneller als ältere Modelle mit Propeller. Selenskyj sagte, derzeit versuche die Ukraine, düsengetriebene Varianten mit Kampfflugzeugen abzuschießen. Man arbeite an einer wirksameren Methode.

13.34 Uhr: EU-Mission kontrolliert mutmaßlichen russischen "Schattenflotten"-Tanker

Die EU-Marinemission im Mittelmeer kontrolliert den Öltanker "MV SUN" wegen dessen mutmaßlicher Zugehörigkeit zur russischen "Schattenflotte". Das Schiff stehe im Verdacht, unter falscher Flagge zu fahren und damit gegen internationales Seerecht zu verstoßen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf der Plattform X mit.

Einsatzkräfte der Mission "EUNAVFOR MED Irini" gingen am Sonntag an Bord des Tankers, um dessen Flagge zu überprüfen. Die EU-Mission war ursprünglich 2020 zur Durchsetzung eines UN-Waffenembargos gegen Libyen eingerichtet worden. Die EU-Mitgliedstaaten weiteten das Mandat später aus, um auch solche Kontrollen zu ermöglichen.

10.28 Uhr: Rosatom - AKW Saporischschja auf Notstrom

Das von Russland kontrollierte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja wird nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom derzeit über Notstromaggregate versorgt. Vorrang habe nun, die Anlage im Südosten der Ukraine mit ausreichend Diesel zu versorgen, erklärte Rosatom-Chef Alexei Lichatschow.

Die Lage sei unter Kontrolle, könne jedoch kein Dauerzustand sein. Lichatschow hoffe auf eine lokale Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine, damit Reparaturarbeiten an der beschädigten Stromleitung Ferrosplawnaja-1 durchgeführt werden können.

09.26 Uhr: Russland meldet neuen Drohnenangriff auf Logistikzentrum

Ein Logistikzentrum in der russischen Stadt Jekaterinburg ist nach Angaben der örtlichen Behörden Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Drohnen und herabstürzende Trümmerteile hätten Wohngebäude und eine Logistikanlage getroffen, teilte der zuständige Gouverneur mit. Das genaue Ziel des Angriffs nannte er nicht. Menschen seien bei dem Vorfall nicht verletzt worden.

Jekaterinburg, eine der größten Städte Russlands, liegt mehr als 1.400 Kilometer östlich von Moskau. Zuletzt hatte es wiederholt Drohnenangriffe auf Anlagen von Online-Händlern in verschiedenen russischen Städten gegeben. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

04.45 Uhr: Lawrow - Nato-Aktivitäten in der Arktis sind direkte Bedrohung

Russland betrachtet die Aktivitäten der Nato in der Arktis nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow als direkte Bedrohung für seine Sicherheit. Moskau stufe die Militärübungen des Bündnisses in der Region als aggressiv ein, schrieb der langjährige Außenminister von Präsident Wladimir Putin in einem vom russischen Außenministerium veröffentlichten Artikel.

"Eine derartige militärische Aktivität im Hohen Norden stellt eine direkte Bedrohung für die Sicherheit Russlands dar. Die Risiken von Zwischenfällen, die eine bewaffnete Konfrontation mit potenziell katastrophalen Folgen auslösen könnten, nehmen zu", erklärte Lawrow.

Die Mitgliedstaaten der westlichen Allianz bauen ihre Präsenz in der Arktis infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine derzeit aus.

01.00 Uhr: Russland - Zwei Tote bei Raketenangriff auf Grenzstadt Belgorod

Bei einem Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine sind nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Die Ukraine habe bei dem Angriff ein Betriebsgelände getroffen, teilte der amtierende Gouverneur der Region, Alexander Schuwajew, auf Telegram mit. Zudem seien durch den Angriff Brände in sieben Lagerhallen der Stadt ausgebrochen.

00.10 Uhr: Nato-Vertreter sehen derzeit keine Gefahr eines russischen Angriffs

Die Nato sieht nach Angaben eines ranghohen Vertreters des Militärbündnisses derzeit keine Gefahr eines russischen Angriffs. Zwar verstärke Russland seine hybriden Aktionen in Europa. Eine unmittelbare Gefahr eines Angriffs auf die Allianz sehe man derzeit jedoch nicht. Die Nato bleibe aber wachsam. Sie stehe weiterhin an der Seite der Ukraine und arbeite rund um die Uhr daran, die Sicherheit von einer Milliarde Menschen zu gewährleisten.

Russland hat wiederholt Vorwürfe zurückgewiesen, dass es Sabotage betreibe. Im Fokus steht derzeit insbesondere ein Anschlagsversuch auf dem Leipziger Flughafen. Einem Medienbericht zufolge plant die Bundesregierung, Russland dafür verantwortlich zu machen.

Im Audio: Finnlands Präsident Stubb rechnet nicht mit einem russischen Angriff auf Nato-Gebiet

Der finnische Präsident Alexander Stubb (l.) und der litauische Präsident Gitanas Nausėda nehmen bei einem Treffen der "Koalition der Willigen".
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Audiobeitrag

Der finnische Präsident Alexander Stubb (l.) und der litauische Präsident Gitanas Nausėda nehmen bei einem Treffen der "Koalition der Willigen".

Montag, 31. August 2026

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