US-Präsident Donald Trump (Foto vom 10.10.2026)
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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 41 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 41 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 05. bis 10. Oktober im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

21.45 Uhr: Moskau hebt Exportverbot nach Diesel-Deal teilweise auf

Nach der Diesel-Vereinbarung zwischen US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin hat die russische Regierung das Exportverbot für Dieselkraftstoff teilweise aufgehoben. Der Beschluss, der sofort in Kraft tritt, ermöglicht es, zunächst 500.000 Tonnen auf den Weltmarkt zu bringen, berichtete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf eine Mitteilung der Regierung in Moskau.

Die russischen Ölkonzerne wurden angewiesen, zur Umsetzung des Beschlusses "unverzüglich damit zu beginnen, Verträge über die Lieferung von Dieselkraftstoff mit ausländischen Vertragspartnern abzuschließen".

19.45 Uhr: Neuer britischer Premier sagt Ukraine weitere Russland-Sanktionen zu

Der neue britische Premierminister Andy Burnham sagt der Ukraine eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland zu. Dies solle die russische Kriegsmaschinerie weiter einschränken, macht Burnham in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj deutlich, wie der britische Regierungssitz Downing Street mitteilt. Beide Politiker betonen demnach die Notwendigkeit, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten, und vereinbaren ein baldiges persönliches Treffen.

19.16 Uhr: Trump – Ukraine braucht neuen Präsidenten, der Krieg beenden will

US-Präsident Donald Trump hat eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj gefordert. Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden, sagte Trump am Samstag vor Journalisten im Weißen Haus. Zuvor hatte Selenskyj Trump wegen dessen Diesel-Deal mit Moskau scharf angegriffen.

"Er soll verdammt noch mal damit aufhören", sagte Trump zu den ukrainischen Angriffen auf Raffinerien, mit denen sich das Land gegen den seit fast fünf Jahren andauernden russischen Angriffskrieg wehrt. Der US-Präsident macht die Ukraine für den Anstieg des Dieselpreises verantwortlich, der vor den Kongresswahlen am 3. November für erheblichen Unmut in der Bevölkerung sorgt. Daher hatte Trump am Freitag verkündet, trotz bestehender Sanktionen Diesel aus Russland zu kaufen.

17.40 Uhr: Bericht – US-Unterhändler für Ukraine könnten bald nach Moskau reisen

Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner könnten einem Medienbericht zufolge in den kommenden zwei Wochen nach Moskau reisen. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Insider. Witkoff und Kushner leiten die Vermittlungen der USA für ein Ukraine-Friedensabkommen.

15.51 Uhr: Kreml-Berater – Putin-Trump-Telefonat war "sehr freundschaftlich"

Ein Kreml-Berater beschreibt das jüngste Telefonat zwischen dem russischen Staatschef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump als "sehr substanziell und freundschaftlich". Das Gespräch am Freitag habe eineinhalb Stunden gedauert, sagt der außenpolitische Berater Juri Uschakow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Keiner von beiden wollte der Erste sein, der auflegt." Putin und Trump hätten buchstäblich gleichzeitig den Hörer aufgelegt.

Die beiden Präsidenten vereinbarten in dem Gespräch russische Diesel-Lieferungen, mit denen Trump die Preise an den Zapfsäulen zu senken hofft. Dafür lockert der US-Präsident Sanktionen gegen Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Vereinbarung in ungewöhnlich scharfen Worten.

15.36 Uhr: Kallas – Trumps Diesel-Deal verschafft Russland mehr Geld für Krieg gegen Ukraine

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat den Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin scharf kritisiert. "Die Aussetzung der Sanktionen gegen russischen Diesel verschafft Moskau zusätzliche Einnahmen, um Krieg zu führen", schrieb Kallas am Samstag im Onlinedienst X. "Dies ist nicht der Moment, den Druck auf Russland zu verringern, und Europa wird das nicht tun", betonte die EU-Außenbeauftragte. Sie verwies zudem darauf, dass bei russischen Angriffen in der Ukraine in den vergangenen zwei Tagen mehr als 80 Zivilisten getötet worden seien.

15.30 Uhr: Neuer Angriff auf Kiew – Verletzte und Stromabschaltung

Die russischen Streitkräfte haben die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Dabei wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko unter anderem ein Restaurant getroffen. Sechs Menschen seien verletzt worden, fünf von ihnen ins Krankenhaus gebracht worden, schrieb er auf der Plattform Telegram. Weil ein Energieobjekt beschädigt worden sei, gebe es außerdem Probleme bei der Wasserversorgung.

Der staatliche Stromnetzbetreiber Ukrenergo teilte mit, dass ein Großteil der Verbraucher in der Hauptstadt und ihrem Umland infolge russischer Drohnenangriffe ohne Strom sei. Auch der Stromversorger DTEK schrieb bei Telegram von großflächigen Notabschaltungen.

15.25 Uhr: Zahl der Toten in Saporischschja angestiegen

Die Zahl der Toten nach dem russischen Angriff auf Saporischschja hat sich der Ukraine zufolge auf zwölf erhöht. Inzwischen werden in der Stadt im Südosten des Landes zudem 14 Verletzte gezählt, wie die Behörden mitteilen. Nach Angaben von Regionalgouverneur Mychajlo Semikin griff Russland am frühen Samstagmorgen mehrere Orte in der Stadt gleichzeitig an.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump für Diesel-Käufe in Russland Sanktionen gegen das Land gelockert. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt mit Blick auf Russlands jüngste Angriffe auf : "Heute hat sich Russland für die Aufhebung der Sanktionen auf Diesel-Exporte bedankt, indem es fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen hat". Damit übte er so scharfe Kritik an der US-Regierung wie selten zuvor.

Update von 16.10 Uhr: Die Nachrichtenagentur AP meldet inzwischen nach Behördenangaben mindestens 17 Tote in der Region Saporischschja nach russischen Angriffen.

14.07 Uhr: Russische Behörde – Tote bei ukrainischem Angriff auf Luhansk

Behördenvertreter in der von Russland kontrollierten ostukrainischen Region Luhansk melden Opfer nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Vier Zivilisten seien getötet worden, teilt der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Region, Leonid Passetschnik, mit. Fünf weitere Menschen seien bei Angriffen in den vergangenen 24 Stunden verletzt worden. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt zunächst nicht vor.

13.12 Uhr: Deutschland hält an Sanktionen fest

Als Reaktion auf die Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin betont die Bundesregierung ihr uneingeschränktes Festhalten an den Russland-Sanktionen. Man arbeite gemeinsam mit den europäischen Partnern an weiteren Sanktionen, fügte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin hinzu. Die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf bleibe ungebrochen. Eine Sprecherin von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte in Berlin, russisches Öl und Rohölprodukte seien seit 2023 durch die EU sanktioniert. Deutschland beziehe seitdem kein Öl oder Öl-Produkte aus Russland.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wirtschaftsministerin Reiche hatten erst Anfang Oktober in Begleitung von Unternehmern aus den Bereichen Rüstung und Energie die unentwegt von Russland angegriffene ukrainische Hauptstadt Kiew besucht.

12.12 Uhr: Tote und Verletzte nach Angriffen auf Saporischschja

Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine offiziellen Angaben nach mindestens acht Menschen getötet worden. Die Gebietshauptstadt Saporischschja sei an mehreren Stellen getroffen worden, schrieb der Militärgouverneur der gleichnamigen Region, Mychajlo Semikin, auf der Plattform Telegram. Mindestens acht Menschen seien getötet worden, darunter drei Kinder. Zwölf Menschen würden noch vermisst, mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, teilte der Ko-Vorsitzende des Verteidigungsrats der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit. Die Angriffe erfolgten, während im US-Bundesstaat neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas über eine Beendigung des Ukraine-Krieges laufen. 

Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region, Juri Sljussar, schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. 

08.02 Uhr: Witkoff lobt Gespräche mit ukrainischen Unterhändlern

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach Beratungen mit ukrainischen Unterhändlern über eine Beendigung des Ukrainekrieges von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff im Onlinedienst X.

Auch Sicherheitsgarantien und "langfristige Vorkehrungen für die Sicherheit der Ukraine und Europas" waren demnach Thema. Noch ist unklar, ob die Gespräche heute fortgesetzt werden.

Auf US-Seite waren außer Witkoff der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump und informelle Vermittler, Jared Kushner, Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats und des US-Finanzministeriums an den Gesprächen beteiligt. Aus Europa hatten die USA die nationalen Sicherheitsberater Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens eingeladen. EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte schickten ihre Kabinettschefs nach Miami. Überschattet wurde das Treffen von der Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, sich mit Russland über Diesellieferungen verständigt zu haben.

Die Versuche der US-Regierung, zwischen der Ukraine und Russland zu vermitteln, waren seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar zum Erliegen gekommen. In den vergangenen Wochen wurden sie aber wieder aufgenommen.

06.45 Uhr: Großbritannien sichert Ukraine weitere Unterstützung zu

Die Haltung Großbritanniens könnte nicht klarer sein, erklärt ein Regierungssprecher. Man werde weiterhin eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ukraine die militärische und finanzielle Unterstützung erhalte, die sie zur Selbstverteidigung braucht. Man werde zudem den Druck auf Russland durch das härteste Sanktionsregime aufrechterhalten, das Großbritannien je verhängt habe.

06.00 Uhr: Selenskyj kritisiert Trumps Diesel-Vereinbarung mit Putin scharf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisiert die von den USA angekündigten Diesel-Lieferungen aus Russland. Geschenke an den russischen Präsidenten Wladimir Putin würden den Krieg nicht beenden. Zugeständnisse beim Diesel werde Russland mit mehr Terrorismus "zurückzahlen". Es sei eine Investition in den Krieg, der Regierung in Moskau den Verkauf von Ölprodukten zu gestatten, so Selenskyj. Der Krieg müsse aber beendet und nicht fortgesetzt werden. In einem Interview des US-Nachrichtenportals "Axios" zeigte sich Selenskyj besonders verärgert darüber, dass Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner parallel zu der Vereinbarung mit Putin in Miami mit ukrainischen Unterhändlern über ein mögliches Ende des Krieges verhandelten. Von dem geplanten Diesel-Abkommen sei dabei keine Rede gewesen. 

Kritik an dem Deal kam auch von den Demokraten. Gregory Meeks, das ranghöchste Mitglied der Partei im Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses, teilte mit Blick auf das erst kürzlich gegen Russland verabschiedete Sanktionsgesetz mit: Wochen nach der Unterzeichnung eines Gesetzes, das Sanktionen gegen Käufer russischer Energie vorsieht, kündige Trump an, dass die Vereinigten Staaten diese kaufen werden. Er verurteile diesen Kurswechsel.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor überraschend erklärt, Russland werde umgehend große Mengen Diesel für die USA und den Weltmarkt bereitstellen. Trump steht vor den Zwischenwahlen in den USA stark unter Druck, auch angesichts deutlich gestiegener Kosten für Diesel in den USA. Ein Grund für die hohen Preise liegt in dem von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Krieg gegen den Iran.

Samstag, 10. Oktober 2026

20.45 Uhr: Trump – Russland liefert Millionen Tonnen Diesel für USA und Weltmarkt

US-Präsident Donald Trump hat sich nach eigenen Angaben mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auf umfangreiche Diesellieferungen geeinigt. Er habe ein äußerst erfolgreiches Gespräch mit Putin geführt, erklärt Trump. Dabei sei vereinbart worden, dass Russland umgehend mehr als 300.000 Tonnen Diesel für den US- und den Weltmarkt bereitstelle. Im November sollen weitere 500.000 Tonnen folgen und unmittelbar danach eine weitere Million Tonnen. Abhängig vom Zustand der russischen Raffinerien werde Russland anschließend in kurzer Zeit nochmals drei Millionen Tonnen Diesel liefern.

17.57 Uhr: Spionageverdacht: Zwei Ukrainer werden in Österreich festgehalten

Während zwei in demselben Fall zuvor festgenommene ukrainische Journalisten wieder freigelassen wurden, werden zwei der Spionage verdächtigte Ukrainer in Österreich weiter festgehalten, das teilte Innenminister Gerhard Karner vor Journalisten mit. Die Ermittlungen seien im Gange.  Die Nachrichtenagentur APA meldete, bei den beiden Männern handele es sich um mutmaßliche Angehörige des ukrainischen Militärgeheimdienstes.  

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, die beiden außerdem festgenommenen ukrainischen Journalisten würden freigelassen. Die beiden arbeiten für die ukrainische Tageszeitung "Ukrainska Prawda". Die Zeitung verurteilte die Festnahme ihrer Mitarbeiter. Einer der beiden sei bei der Festnahme am Donnerstag verletzt worden und ins Krankenhaus gebracht worden.

15.40 Uhr: Baltenstaaten fordern EU-Transitverbot für russisches Getreide

Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen haben die EU in einem gemeinsamen Brief dazu aufgefordert, den Transit von russischem Getreide durch die EU zu verbieten. "Russland bombardiert ukrainische Häfen und verhindert, dass ukrainisches Getreide auf den Weltmarkt gelangt, will aber gleichzeitig vom Transport seines eigenen Getreides durch die Europäische Union profitieren. Unsere Infrastruktur darf Russland nicht dabei helfen, seinen Krieg zu finanzieren", heißt es in dem Brief an EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Die EU müsse zudem verhindern, dass aus besetzten Gebieten der Ukraine gestohlenes Getreide durch die EU exportiert werde, so das Schreiben. "Wir müssen den Druck auf den Aggressor erhöhen und der Ukraine helfen, ihre Waren auf den Weltmarkt zu bringen", betonten Litauens Staatspräsident Nauseda und die Regierungschefs Michal (Estland) und Kulbergs (Lettland). Estland hatte in der Vorwoche ein Transitverbot für russisches Getreide verhängt. Auch Lettland und Litauen versuchen, durch verschiedene Maßnahmen die Getreidelieferungen zu unterbinden.

15.29 Uhr: Insider - Ukrainische Delegation zu Gesprächen in Miami eingetroffen

Eine ukrainische Delegation ist zu Verhandlungen mit Vertretern der USA über den Ukraine-Konflikt in Miami eingetroffen, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte. Zudem sind demnach auch europäische Vertreter anwesend. Das ukrainische Verhandlungsteam soll am Freitag und Samstag mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten. Die US-Unterhändler hätten zudem "nationale Sicherheitsberater aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie Vertreter der Nato und der Europäischen Union" eingeladen.

14.47 Uhr: Chef von pro-russischem Militärblog in Montenegro festgenommen

In Montenegro ist der Chef des einflussreichen russischen Militärblogs "Rybar", Michail Swintschuk, festgenommen worden. Ministerpräsident Milojko Spajic bestätigte den Zugriff in Risan an der Adria und verwies auf Warnungen vor einer Destabilisierung des Landes sowie hybrider Kriegsführung. Neben Swintschuk, einem ehemaligen Mitarbeiter des russischen Verteidigungsministeriums, seien dessen Frau und drei weitere russische Staatsbürger festgenommen worden. Ihnen wird die Verbreitung russischen Einflusses vorgeworfen, wie die Zeitung "Pobjeda" berichtete.

Die russische Botschaft forderte Aufklärung und konsularischen Zugang. Russlands Ex-Präsident und stellvertretender Leiter des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, erklärte, Russland müsse möglicherweise seine "Faustpfand" an ausländischen Gefangenen für künftige Austausche "aufstocken". Der Blog "Rybar" hat mehr als 1,5 Millionen Abonnenten und gilt als wichtiges Sprachrohr für den russischen Krieg gegen die Ukraine.

14.20 Uhr: Drei Tote bei russischen Luftangriffen

Bei den neuen russischen Angriffen in der Ukraine sind nach aktuellen Angaben örtlicher Behörden mindestens drei Menschen getötet und mehrere weitere Menschen verletzt worden. Die Leiche einer Frau aus Butscha, die zunächst noch als vermisst galt, wurde unter Trümmern gefunden, wie Tymur Tkatschenko mitteilte, der Chef der Militärverwaltung in der Region Kiew.

Mychajlo Semikin, Militärgouverneur von Saporischschja, sagte, in der Region seien bei russischen Angriffen auf Wohngebiete am Freitagmorgen ein Mann getötet und fünf Menschen verletzt worden, darunter auch ein Kind. Switlana Onyschtschuk, Gouverneurin der Region Iwano-Frankiwsk, erklärte, dort sei ein Mann getötet worden.

Russland greift weiter unerbittlich die Ukraine an. Laut Präsident Selenskyj hat es bei russischen Angriffen allein in den vergangenen zwei Tagen fast 80 Tote und mehr als 200 Verletzte gegeben
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Russland greift weiter unerbittlich die Ukraine an.

14.01 Uhr: Merz und Klingbeil verurteilen Schröders Geburtstags-Visite bei Putin

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) haben sich empört über den Geburtstags-Besuch des früheren Regierungschefs Gerhard Schröder bei Russlands Präsident Wladimir Putin geäußert. "Putin allein ist für den Krieg in der Ukraine verantwortlich", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Putins Befehle sorgten tagtäglich "für unermessliches Leid, für zivile Opfer, für Familien, die auseinandergerissen werden, für Tote und Verwundete." Der Bundeskanzler sei empört und finde, dass es vor diesem Hintergrund "geradezu unmoralisch" sei, dass Schröder an einem solchen Tag mit Putin gefeiert habe.

Dieser Besuch sei "völlig inakzeptabel", sagte auch SPD-Parteichef Lars Klingbeil der "Süddeutschen Zeitung". "Russland führt einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hat unermessliches Leid über die Menschen dort gebracht", fügte der Finanzminister hinzu.

Im Audio: Schröders Putin-Besuch löst Kritik aus

Sein Besuch bei Putin sorgt für Kritik: Ex-Kanzler Gerhard Schröder
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Sein Besuch bei Putin sorgt für Kritik: Ex-Kanzler Gerhard Schröder

13.39 Uhr: Ukraine fokussiert Angriffe auf russische IT, Raffinerien und Rüstungswerke

Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ziele in Russland ausgeweitet und dabei Rechenzentren des Technologiekonzerns Yandex, eine Ölraffinerie sowie mehrere Rüstungsbetriebe beschädigt. Bei Drohnenangriffen am Donnerstag und Freitag wurden zwei Datenzentren von Yandex getroffen, wie das oft als "russisches Google" bezeichnete Unternehmen mitteilte. Zudem attackierte die ukrainische Armee am Freitag eine Raffinerie des Staatskonzerns Lukoil im Norden Russlands sowie drei Anlagen zur Raketenproduktion. Die Angriffe sind Teil einer beiderseitigen Eskalation im Abnutzungskrieg, bei dem zunehmend die digitale und industrielle Infrastruktur des Gegners ins Visier gerät.

Yandex zufolge trafen die Attacken den Kern des Betriebs. Das Unternehmen arbeite rund um die Uhr an der Wiederherstellung der Dienste. Am Donnerstag hatte ein ukrainischer Angriff das Hauptrechenzentrum in Sassowo in der Region Rjasan lahmgelegt, am Freitag folgte eine Attacke auf eine Anlage in der Region Kaluga südwestlich von Moskau.

12.55 Uhr: Schwere Schäden am ukrainischen Stromnetz

Die jüngsten russischen Angriffe haben laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj landesweit schwere Schäden an Stromnetzen und Übertragungsanlagen angerichtet. Bei Telegram schrieb er, die Schäden seien umfassend und beträfen auch Anlagen zur Stromübertragung. Reparaturarbeiten liefen "rund um die Uhr".

In der Hauptstadt Kiew und der umliegenden Region kam es zu Notabschaltungen, wie der private Energieversorger DTEK nach einer Anordnung des nationalen Netzbetreibers Ukrenergo mitteilte.

12.30 Uhr: Russland meldet Tote und Verletzte bei ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Angriffen soll es in Russland Tote und Verletzte gegeben haben. Der Katastrophenschutz in der Grenzregion Belgorod teilte mit, dort seien am Freitag zwei Menschen getötet worden. Gouverneur Alexander Schuwajew erklärte, zwölf Menschen seien bei ukrainischen Angriffen verletzt worden.

In der Region Kaluga, wo der Technologiekonzern Yandex Schäden an einem Rechenzentrum meldete, wurden nach Angaben von Gouverneur Wladislaw Schapscha neun Menschen bei Drohnenangriffen verletzt. Der Gouverneur der Region Twer, Witali Koroljow, erklärte, ein ukrainischer Drohnenangriff habe ein Feuer in einer Fabrik in Redkino verursacht. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Flugabwehr habe zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen mehr als 500 ukrainische Drohnen abgefangen. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

12.00 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Angaben örtlicher Behörden mindestens zwei Menschen getötet und mehrere weitere Menschen verletzt worden. Mychajlo Semikin, Militärgouverneur von Saporischschja, sagte, in der Region seien bei russischen Angriffen auf Wohngebiete am Freitagmorgen ein Mann getötet und fünf Menschen verletzt worden, darunter auch ein Kind.

Switlana Onyschtschuk, Gouverneurin der Region Iwano-Frankiwsk, erklärte, dort sei ein Mann getötet worden. Drei Menschen wurden nach Angaben des ukrainischen Innenministeriums bei Angriffen auf Lagerhäuser im Bezirk Butscha in der Region Kiew verletzt. Nach einer Frau, die sich noch unter den Trümmern befinden könnte, werde gesucht, schrieb das Ministerium bei Telegram.

10.06 Uhr: Erneut Rechenzentrum von Yandex in Russland von Drohnen getroffen

Beim russischen Technologiekonzern Yandex hat ein Drohnenangriff mehrere Module eines Rechenzentrums in der Region Kaluga vollständig außer Betrieb gesetzt. Es könne zu Beeinträchtigungen bei einigen Dienstleistungen des Unternehmens kommen, teilt Yandex mit. Am Donnerstag hatten ukrainische Drohnen erstmals ein wichtiges Rechenzentrum der Firma getroffen. Yandex bietet unter anderem mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz (KI) an. Auch eine Suchmaschine gleichen Namens sowie Fahrdienst- und weitere Technologiedienste gehören zum Portfolio des Unternehmens.

04.30 Uhr: Außenminister Wadephul verschärft Tonlage gegenüber Putin

Außenminister Johann Wadephul verschärft nach dem ergebnislosen Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York den Ton gegenüber Moskau. Nach den jüngsten massiven Angriffen auf die Ukraine mit zahlreichen zivilen Opfern attackiert der CDU-Politiker Russland scharf und droht mit umfangreichen Sanktionen. "Putins Grausamkeit kennt keine Grenzen", kritisiert Wadephul. Putin setze "seinen Raketenterror auf die Ukrainerinnen und Ukrainer, darunter viele Kinder, mit immer größerer Härte fort", sagte Wadephul in Berlin. Putin werde dennoch scheitern, "am Widerstand der Ukraine - und an unserer fortgesetzten Unterstützung für deren Verteidigung". 

01.34 Uhr: Selenskyj – 78 Tote und 215 Verletzte bei russischen Angriffen in zwei Tagen

Bei Angriffen in der gesamten Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in den vergangenen zwei Tagen 78 Menschen getötet und 215 weitere verletzt worden. in einer Rede in der Stadt Pryluky fordert der ukrainische Präsident erneut einen erweiterten Zugang zum US-Satellitendienst Starlink. Dies könne der Ukraine helfen, russische Abschussrampen für ballistische Raketen anzugreifen.

00.11 Uhr: Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-Unterhändlern am Freitag und Samstag in den USA

Neuer Vorstoß in den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs: Ein ukrainisches Verhandlungsteam soll am Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten. Die Gespräche sollten zwei Tage dauern. Die US-Unterhändler hätten zudem "nationale Sicherheitsberater aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie Vertreter der Nato und der Europäischen Union" eingeladen.

Die Vertreter "werden neue Ideen und Vorschläge erörtern, die amerikanische Unterhändler während ihres jüngsten Besuchs in der Region gemeinsam mit den Russen und Ukrainern entwickelt haben", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus mit den Gesprächen vertrauten US-Kreisen. 

Freitag, 9. Oktober 2026

22.46 Uhr: Selenskyj: Verhandlungen mit Russland nicht in der Sackgasse

Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind bei den Bemühungen um Verhandlungen mit Russland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. "Wir befinden uns nicht in einer diplomatischen Sackgasse", bekräftigte der Staatschef bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Ed Miliband in Pryluky. Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden.

Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio bei seinem Besuch in Lissabon bei einer Pressekonferenz gesagt, dass der Ukraine-Krieg derzeit in einer Sackgasse zu sein scheint. In einem Interview der griechischen Zeitung «Kathimerini» sagte er zudem, dass er derzeit keine Aussichten auf eine Verhandlungslösung sehe.

20.23 Uhr: Tote und Stromausfälle nach russischen Angriffen in Kiew

Infolge russischer Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 19 seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. 13 von ihnen wurden demnach in Krankenhäuser eingeliefert.

Am Abend kam es dem Energieministerium zufolge wegen der Drohnenattacken zu Ausfällen von Teilen des Stromnetzes der Hauptstadt. Kurzzeitig fiel die U-Bahn der Dreimillionenstadt wegen eines Spannungsabfalls aus. Im Westteil der Metropole kam es dem örtlichen Versorgungsunternehmen nach zu Problemen bei der Wasserversorgung. Für den Freitag wurden bereits stundenweise Stromsperren angekündigt.

19.14 Uhr: Klitschko - Russland zwingt Kiew vor Winter in Überlebenskampf

Die jüngste Welle russischer Angriffe auf Kiew hat die ukrainische Hauptstadt nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko schon vor dem Winter in einen Überlebenskampf gezwungen. "Jeden Tag gibt es neue Berichte über zerstörte Gebäude, über Verletzte oder tragischerweise Getötete, während sich der Beschuss unserer Stadt verschärft", sagte Klitschko der Nachrichtenagentur AFP. "Heute geht es ums Überleben."

Klitschko warnte außerdem, dass eine Störung der Wasserinfrastruktur der Hauptstadt zu einer großen Krise führen könne. Die jüngsten Angriffe hatten bereits Ausfälle bei der Strom- und Wasserversorgung verursacht.

Um sich auf den Winter und mögliche Versorgungsengpässe vorzubereiten, baue die Stadt Notheizsysteme auf und lege Vorräte an Brennstoff, Lebensmitteln und Trinkwasser an, sagte Klitschko. "Egal, wie gut wir uns vorbereiten – wenn die Luftabwehr nicht funktioniert, könnten wir in einem schlimmen Szenario landen."

19.04 Uhr: Selenskyj kritisiert fehlende US-Hilfe - "Das nennt man Unwillen!"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft den USA vor, seinem Land nicht helfen zu wollen. "Wo liegt also hier die Wahrheit, wo ist die Ehrlichkeit? Wo ist die Pattsituation? (...) Das nennt man Unwillen!", sagte Selenskyj in einer emotionalen Rede und bezog sich dabei auf Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio. Dieser hatte zuvor gesagt, der Krieg sei in einer Pattsituation und die USA würden weiter auf eine Lösung des Konflikts hinarbeiten.

Selenskyj forderte zudem eine Öffnung des US-Satellitennetzwerks Starlink für die Ukraine: "Gebt es uns, helft uns, unseren Luftraum zu verteidigen und dort die Oberhand zu gewinnen. Und dann wird sich Putin an den Verhandlungstisch setzen." Ein uneingeschränkter Starlink-Zugang könnte Kiew die Bekämpfung russischer Raketen-Abschussanlagen erleichtern.

Selenskyj kritisierte zudem, die USA seien an wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland interessiert und zugleich wollten sie in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg vermitteln. "Man kann nicht einerseits mit den Russen über zukünftige Wirtschaftsprojekte verhandeln und andererseits behaupten, wir befänden uns in einer Art (...) diplomatischer Pattsituation", fügte er hinzu. US-Präsident Donald Trump müsse den Sanktionsdruck auf Russland verstärken. Nach Selenskyjs Angaben reisen ukrainische Unterhändler am Freitag zu Gesprächen in die USA.

17.35 Uhr: Merz schlägt Ukraine-Gipfel in Berlin vor

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat angeboten, noch vor Ende des Jahres ein Gipfeltreffen der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine in Berlin auszurichten. Das Treffen würde "wahrscheinlich im Dezember" unter Beteiligung von Staats- und Regierungschefs stattfinden, hieß es nach dem Treffen des Kanzlers mit dem britischen Premierminister Andy Burnham aus Regierungskreisen. Der Vorschlag sei auf britischer Seite auf Zustimmung gestoßen. 

17.12 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff auf Raffinerie in Omsk in Sibirien

Die ukrainischen Streitkräfte haben mit Drohnen die Stadt Omsk tief in Sibirien angegriffen, wo die größte Raffinerie Russlands steht. "Eine Drohne hat das nördliche Industriegebiet erreicht", teilte der Gouverneur der Region Omsk, Witali Chozenko, bei Telegram mit. Die übrigen Drohnen seien rechtzeitig abgeschossen worden. Zu eventuellen Schäden in der mehr als 2.000 Kilometer von Moskau entfernten Region machte er keine Angaben.

Die Raffinerie von Omsk liegt in dem nördlichen Industriegebiet der Stadt. Zuvor hatte das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point über Angriffe auf Erdölraffinerien in Omsk und in Salawat in der Republik Baschkortostan informiert. Das Ziel in Omsk sei getroffen worden, anschließend sei ein Brand ausgebrochen, schrieb Fire Point bei Telegram. 

16.54 Uhr: Ukrainischer Bischof verkauft Laien Klerikerpapiere gegen Kriegsdienst

Ein orthodoxer Bischof in der Ukraine hat 291 Wehrpflichtigen falsche Klerikerausweise und Weiheurkunden gegeben, damit sie vom Kriegsdienst in der ukrainischen Armee befreit werden. Für je 2.000 Dollar bescheinigte er den ukrainischen Männern, als Diakon tätig zu sein, obwohl sie tatsächlich gar keine Geistlichen waren, wie ein Gericht nun im westukrainischen Kalusch feststellte.

Es verurteilte den Bischof wegen Behinderung der Arbeit der ukrainischen Streitkräfte im Abwehrkampf gegen Russland nun zu drei Jahren Haft auf Bewährung. Der entsprechende Artikel des Strafgesetzbuchs sieht eigentlich fünf bis acht Jahre Haft vor.

Als strafmildernde Umstände führt das Gericht in seinem Urteil an, der Angeklagte habe seine Schuld bekannt, aufrichtige Reue gezeigt und aktiv an der Aufklärung der Straftat mitgewirkt. Zudem habe er den ukrainischen Streitkräften umgerechnet knapp 10.000 Euro gespendet.

16.20 Uhr: Rubio – "Wir werden es weiter versuchen"

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt sich nach Angaben von Außenminister Marco Rubio weiter für ein Abkommen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein. "Wir haben es versucht, wir werden es weiter versuchen, aber wir werden auch nicht in sinnlose Verfahren investieren, wenn wir keine Fortschritte erzielen können", sagte Rubio am Donnerstag bei einem Besuch in Portugal zu Journalistinnen und Journalisten.

Rubio warnte, die Pattsituation in dem 2022 von Russland begonnenen Krieg berge die Gefahr einer Eskalation. "Diese Eskalation könnte sich als Sabotagekampagne in Nachbarländern erweisen, die Mitglieder der Nato sind", sagte er. Das könne "einen Krieg zwischen zwei Ländern in einen weitaus breiteren und deutlich gefährlicheren regionalen Konflikt verwandeln".

14.20 Uhr: Ukrainische Unterhändler Freitag und Samstag in den USA

Ukrainische Unterhändler reisen am Wochenende zu Gesprächen über die stockenden Verhandlungen mit Russland in die USA. Der Besuch in den Vereinigten Staaten sei von Freitag bis Samstag geplant, kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an. Er forderte US-Präsident Donald Trump auf, den Druck auf Russland zu erhöhen. "Man kann nicht einerseits mit den Russen über künftige Wirtschaftsprojekte verhandeln und andererseits sagen, dass wir uns in einer Art diplomatischem Patt befinden", sagt Selenskyj. Er äußerte sich während eines Besuchs im nordukrainischen Pryluky nach einem tödlichen russischen Angriff auf die Stadt.

13.30 Uhr: Viele Tote nach russischem Angriff auf Busse in Ostukraine

Russlands Militär hat bei einem schweren Angriff auf Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen in Bussen getötet. Es gebe zudem 18 Verletzte, teilte der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit. Zuvor war von einem Dutzend Toten und 14 Verletzten die Rede gewesen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem russischen Bombenangriff auf zwei kleine Busse.

"Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann", sagte Filaschkin.

Auch aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurden erneut russische Angriffe gemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden dabei drei Menschen getötet und 13 weitere verletzt.

Feuerwehr löscht ausgebrannten Bus
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Zahlreiche Tote durch russische Angriffe

10.48 Uhr: Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab

Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betont das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten, die auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft hatten, an Südkorea bekannt gegeben hatte.

10.35 Uhr: Zwölf Tote bei russischem Angriff auf Bus im Osten der Ukraine

Bei einem russischen Angriff auf einen Bus in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk sind am Donnerstag nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Weitere 14 Menschen seien nach bisherigen Erkenntnissen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Zahl der Opfer könne sich noch erhöhen.

09.09 Uhr: Heereschef Freuding: Moskau hat Ziel von 1,5 Millionen Soldaten erreicht

Die russischen Streitkräfte wachsen nach Einschätzung von Heeresinspekteur Christian Freuding schnell um weitere Soldaten und auch schnellere Drohnensysteme. "Sie haben ihre Zielgröße von 1,5 Millionen Soldaten erreicht und wir erleben beinahe im Monatstakt, wie Putin sehr inkrementell, scheibchenweise immer wieder eine Vergrößerung der Streitkräfte auch anordnet", sagte der Generalleutnant im neuen Bundeswehr-Podcast "Generaldebatte".

Er verweist auf die Zunahme der russischen Drohneneinsätze gegen Kiew und wie Russland in der Lage sei, die Produktion von Drohnen und Raketen zu steigern. Nur ein Beispiel seien die neuen Geran-Drohnen mit Jetantrieb. Russland habe die Einsatzquote zwischen Juli und August verdoppeln können. Das zeige die industriellen Kapazitäten Russlands, sagte er. Und: "Das heißt, die russischen Streitkräfte sind quantitativ überlegen, sie sind qualitativ überlegen, sie sind technologisch adaptiv und sie sind kriegserprobt. Und dazu beobachten wir natürlich auch Russlands hybrides Ausgreifen."

08.55 Uhr: Drohnenangriff legt Rechenzentrum von russischem KI-Konzern lahm

In Russland hat ein Drohnenangriff ein großes Rechenzentrum des KI-Konzerns Yandex lahmgelegt. Ein Feuer sei ausgebrochen und der Betrieb der Anlage in der Region Rjasan habe vollständig eingestellt werden müssen, teilt Yandex mit. Das Unternehmen betreibt unter anderem YandexGPT, eines der führenden generativen KI-Modelle in Russland. Die wichtigsten Verbraucherdienste seien jedoch nicht beeinträchtigt, erklärt Yandex. In den vergangenen Wochen hatte Russland immer wieder ukrainische Rechenzentren attackiert. Umgekehrt hatte es bisher aber keine bestätigten größeren Drohnenangriffe der Ukraine auf russische Datenzentren gegeben.

Bergungsarbeiten in der Stadt Pryluky
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Bergungsarbeiten in der Stadt Pryluky

07.12 Uhr: Opferzahl in der Ukraine steigt nach schwerem Angriff weiter

Nach dem schweren Luftangriff auf die Ukraine hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben von 28 auf 32 erhöht. Besonders hart getroffen worden war am Mittwoch die Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Wie die Einsatzkräfte mitteilen, stieg die Zahl der Toten dort bis Donnerstagmorgen von 20 auf 22. Auch in Kiew wurden nach einem Treffer auf ein mehrstöckiges Wohnhaus zwei weitere Todesopfer geborgen, teilen die Einsatzkräfte weiter mit.

00.55 Uhr: Zahl der Todesopfer in der Ukraine nach russischen Luftangriffen steigt auf 28

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind am Mittwoch nach ukrainischen Angaben mindestens 28 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem der "niederträchtigsten Angriffe". Die schwersten Verluste gab es in der Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus zufolge starben dort 20 Menschen, darunter fünf Kinder. Insgesamt feuerte Russland nach Angaben Selenskyjs in der Nacht 70 Raketen und Dutzende Schahed-Angriffsdrohnen auf die Ukraine ab.

Zerstörtes Wohnhaus nach russischem Angriff auf die Ukraine
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Zerstörtes Wohnhaus nach russischem Angriff auf die Ukraine

Donnerstag, 8. Oktober 2026

23.26 Uhr: Russland - Haben Schiff mit Gütern für ukrainisches Militär angegriffen

Russische Streitkräfte haben dem Verteidigungsministerium zufolge ein Schiff angegriffen. Es habe sich mit einer Ladung für das ukrainische Militär auf dem Weg zum ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa befunden. Die Erklärung auf Telegram enthält keine weiteren Einzelheiten zu dem Angriff. Das Ministerium teilte außerdem mit, russische Drohnen hätten Infrastruktur in ukrainischen Häfen getroffen, ohne dies näher zu erläutern.

20.35 Uhr: Selenskyj - "Krieg ist Putins Natur"

Dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zufolge beabsichtigt Russland, den Kurs vieler Opfer beizubehalten. "Putin hat nicht das Gefühl, dass ihm das Probleme bereitet", sagte er. Die Sanktionen gegen Russland seien in vielerlei Hinsicht abgeschwächt, und die Signale zur Aufhebung der Sanktionen gegen die Oligarchen seien in Wirklichkeit Signale für eine Normalisierung des Krieges. "Putin kann nach wie vor Öl verkaufen und die Lage in Dollar und Euro so berechnen, wie es für ihn nach wie vor vorteilhaft ist."

Es sei in Putins Interesse, Krieg zu führen. "Krieg ist seine Natur, seine Ideologie", sagte Selenskyj. "Und das, was in der Ukraine geschieht, ist eine Generalprobe für das, was Russland sich als Möglichkeit vorbehalten will, mit jedem beliebigen Land so zu verfahren, sowohl in Europa als auch darüber hinaus."

20.15 Uhr: Zahl der Todesopfer durch russische Angriffe auf 25 gestiegen

Der in der Nacht begonnene russische Großangriff auf Städte der Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens 25 Menschenleben gefordert, unter ihnen fünf Kinder. Die Gesamtzahl der Verletzten gab er mit mindestens 100 an. Bei den Angriffen hatte das russische Militär einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern eingesetzt.

20.11 Uhr: EU-Staaten billigen neue Russland-Sanktionen

Die EU-Botschafter billigen 1.646 neue Einträge auf der Sanktionsliste gegen Russland. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem militärisch-industriellen Komplex des Landes, wie drei EU-Diplomaten sagen.

Mehr als die Hälfte der neu sanktionierten Unternehmen und Personen ist an der Produktion russischer ballistischer Raketen wie der Iskander-M beteiligt. Diese können nur von US-Patriot-Luftabwehrsystemen abgefangen werden. Der Ukraine fehlen diese Abfangraketen jedoch fast vollständig, da das US-Militär Ressourcen in die Golfregion verlagert. Russland nutzt diese Schwachstelle für verstärkte Raketenangriffe.

Die Maßnahmen richten sich einem der Insider zufolge auch gegen Einrichtungen für Raketentests sowie gegen Hersteller von Festtreibstoffen, Raketentriebwerken und Spezialtextilien. Zudem stehen Drohnenhersteller, Werften zur Wartung von U-Booten sowie 77 russische Politiker auf der Liste, die in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten für Parlamentssitze kandidiert haben. Wegen der engeren Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea sanktioniert die EU auch sieben nordkoreanische Organisationen und Personen.

19.28 Uhr: Mindestens acht Verletzte bei russischen Angriffen gegen Kiew

Bei neuen russischen Drohnenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind mindestens acht Menschen verletzt worden. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Abend auf Telegram mit. Bei den Angriffen, die verschiedene Stadtteile trafen, wurden demnach mehrere Wohnhäuser beschädigt. Rettungstrupps suchten in den Trümmern nach möglichen weiteren Opfern.

Im Video: Tote und Verletze bei Angriffen auf die Ukraine

Rettungskräfte vor einem Ambulanzwagen
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Tote und Verletze bei Angriffen auf die Ukraine

18.20 Uhr: Zahl der Todesopfer durch russische Angriffe steigt auf 24

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach aktuellen ukrainischen Angaben mindestens 24 Menschen getötet worden, darunter vier Kinder. Allein 18 Menschen kamen demnach bei einem Raketenangriff auf ein Wohnhaus in der Stadt Pryluky ums Leben, bei dem zudem dutzende Menschen verletzt wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von "einem der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

17.12 Uhr: Ex-Kanzler Schröder besucht Moskauer Hyperglobus-Supermarkt

Nach seiner Berufung in den Aufsichtsrat der russischen Supermarktkette Hyperglobus ist Ex-Kanzler Gerhard Schröder von Beschäftigten einer Moskauer Filiale mit Applaus empfangen worden. Schröder betrat die Filiale im Westen der Hauptstadt lächelnd, wie Aufnahmen des Senders RBC zeigten. "Ich freue mich sehr, hier zu sein, diesen beeindruckenden Markt und die Ergebnisse Ihrer Arbeit zu sehen sowie Sie, meine lieben Kollegen, kennenzulernen", zitierte der Sender den 82-Jährigen.

Schröder steht wegen seiner fortbestehenden Verbindungen zur russischen Wirtschaft und zu Präsident Wladimir Putin in der Kritik. Er war bis 2005 Bundeskanzler und baute während seiner Amtszeit eine enge Beziehung zu Putin auf. Später war er zudem für russische Staatskonzerne tätig. Hyperglobus war im vergangenen Jahr von der deutschen Globus Holding abgespalten worden. Russland versucht im Moment, ausländischen Firmen die Kontrolle über deren Vermögenswerte im Land zu entziehen.

16.02 Uhr: Von der Leyen - Russland verfolgt "Strategie des Terrors"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Russland nach den jüngsten Luftangriffen eine "Strategie des Terrors" vorgeworfen. "Es versucht, den Ukrainern, die in Frieden leben wollen, das tägliche Leben unmöglich zu machen", schrieb sie im Kurznachrichtendienst X.

15.22 Uhr: Russischer Großangriff tötet in der Ukraine mindestens 21 Menschen

Russische Raketen und Drohnen haben in der Ukraine nach aktuellen Angaben mindestens 21 Menschen getötet. Etwa 60 weitere seien in der Hauptstadt Kiew und einem Dutzend Regionen verletzt worden, teilten die Behörden mit. Unter den Toten seien vier Kinder. Die Ukraine hatte mit dem Großangriff gerechnet, der mit dem 74. Geburtstag des russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenfiel. Dennoch konnte sie ihn nicht vollständig abwehren.

Der folgenschwerste Angriff zerstörte einen Wohnblock in Pryluky in der Region Tschernihiw. Allein bei dieser Attacke seien 15 Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden, teilte Innenminister Ivan Wyhiwskyj mit. In Kiew gab es laut Militärverwaltung zwei Tote. Zwei weitere Tote gab es laut Präsident Wolodymyr Selenskyj in Krementschuk in der Region Poltawa. Zwei Tote meldete er auch aus dem nahe gelegenen Olexandrija. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte hätten in der Nacht Industrieanlagen attackiert, in denen Drohnen und Raketen hergestellt und gelagert würden. Getroffen worden seien auch Hafenanlagen in der Region Odessa.

14.14 Uhr: Selenskyj - Ukrainische Streitkräfte antworten auf russische Angriffe

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat auf der Plattform X mitgeteilt, dass die Ukraine als Antwort auf die jüngsten russischen Luftangriffe vier Ziele in Russland attackiert habe. Dazu zählten zwei Öl-Anlagen und ein Truppenübungsplatz, außerdem veröffentlichte er Bilder, die einen brennenden Öltanker im Wasser nahe der russischen Stadt Sotschi zeigen sollen. Russland äußerte sich zunächst nicht.

13.58 Uhr: AfD und BSW planen in Sachsen-Anhalt Antrag gegen Sanktionspolitik

Nach der konstituierenden Sitzung des Landtags von Sachsen-Anhalt wollen AfD und BSW im Parlament zeitnah den ersten gemeinsamen Antrag verabschieden. Der Landtag solle feststellen, dass die Politik der gegen Russland gerichteten Sanktionen sowie die Waffenlieferungen und finanziellen Hilfen an die Ukraine gescheitert seien, heißt es in dem Antragsentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dazu soll es eine Sondersitzung des Parlaments in Magdeburg geben. Die Parteien fordern zudem, dass Deutschland die finanzielle und militärische Unterstützung für das 2022 von Russland überfallene Land sofort einstellen soll.

Die Landesregierung wird in dem Antrag aufgefordert, "sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere durch eine entsprechende Initiative im Bundesrat, für eine Verhinderung der weiteren Eskalation in der Ukraine und für die Verwirklichung einer friedensschaffenden Politik einzusetzen". Der Fokus sei auf Diplomatie zu legen: "Notwendig sind ein sofortiger Waffenstillstand und die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Russland." Ziel sei eine Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sowie eine sofortige Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, heißt es weiter im Entwurf.

13.28 Uhr: EU einigt sich auf Sanktionen gegen russischen Militärkomplex

Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich auf eine neue große Zahl neuer Sanktionen geeinigt, die das russische Militär und die Rüstungsindustrie des Landes ins Visier nehmen. Von den Strafmaßnahmen sind fast 1.600 Verantwortliche und Organisationen betroffen, wie Diplomaten in Brüssel sagten. Die Sanktionen sollen beim Treffen der EU-Außenminister am Montag offiziell beschlossen werden.

Nach Angaben von Diplomaten wurden 77 Namen im Zusammenhang mit den jüngsten Duma-Wahlen in Russland der Sanktionsliste zugefügt, darunter drei Mitglieder der Wahlkommission. Mit dieser neusten Sanktionsrunde steigt die Zahl der Menschen und Einrichtungen, die mit Einreiseverboten und Kontensperren belegt sind, auf insgesamt rund 4.500. Die EU hat bisher 21. Sanktionspakete gegen Russland beschlossen. Ob es ein 22. Sanktionspaket geben wird, wird derzeit in Brüssel diskutiert. 

13.11 Uhr: EU zahlt Ukraine weitere Milliarde für Drohnenbeschaffung aus

Die Ukraine erhält weitere Gelder für die Drohnenbeschaffung aus dem 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehen der EU. 1,24 Milliarden Euro für Drohnen-Abfangsysteme, Drohnenmunition und Raketen, die von ukrainischen Unternehmen hergestellt werden, wurden von der EU-Kommission ausgezahlt, wie sie mitteilte. "Die heutige Auszahlung wird dazu beitragen, die ukrainische Verteidigungsindustrie zu stärken und die Fähigkeit der Ukraine zu verbessern, sich selbst zu verteidigen - zum Schutz der Menschen und der Infrastruktur", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Von dem EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. 30 Milliarden Euro sind für die Unterstützung des Haushalts geplant. Im Jahr 2026 sollen der Kommission zufolge 28,3 Milliarden Euro ausgezahlt werden, um die Kapazitäten der ukrainischen Verteidigungsindustrie zu unterstützen. Weitere Auszahlungen im Rahmen des Verteidigungsanteils für dieses Jahr sollen in den kommenden Wochen folgen.

12.46 Uhr: Ukraine - Mindestens 20 Tote bei schwerem russischen Luftangriff

Bei einem der schwersten russischen Raketen- und Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach neuen Angaben mindestens 20 Menschen getötet worden. Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj feuerte Russland insgesamt 70 Raketen, darunter viele ballistische Flugkörper, sowie zahlreiche Drohnen ab. Ein Hauptziel sei die ukrainische Energieinfrastruktur gewesen. "Dies war einer der abscheulichsten Angriffe", erklärte Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram. "Die Russen wollten schmerzhaft und demonstrativ zuschlagen." Wegen der Schäden leitete das Energieministerium in fünf Regionen Notabschaltungen des Stromnetzes ein.

Besonders schwer getroffen wurde die nördliche Stadt Pryluky. Dort schlug eine russische Rakete in ein fünfstöckiges Wohngebäude ein. Mindestens 14 Menschen, darunter vier Kinder, kamen dabei ums Leben, wie der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Tschaus, mitteilte. Rund 50 Menschen wurden verletzt. Rettungskräfte suchten in den Trümmern des teilweise eingestürzten Gebäudes nach Überlebenden. Sechs weitere Todesopfer waren Selenskyj zufolge in Kiew, Oleksandrija und Krementschuk zu beklagen. Zudem wurden Industrieanlagen in Dnipro und die Verkehrsinfrastruktur in Saporischschja beschädigt.

12.29 Uhr: Kreml - Französischer Raketentest zeigt Konfrontationskurs Europas

Der jüngste französische Raketentest belegt nach Einschätzung der russischen Regierung einen europäischen Konfrontationskurs gegen Russland. Dies sei eine Sackgasse, sagte der russische Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Russland verstehe den Test als deutliche Botschaft, bleibe jedoch offen für einen Dialog. Frankreich hatte am Dienstag eine modernisierte Interkontinentalrakete von einem Atom-U-Boot aus getestet. Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Test als klares Signal.

11.49 Uhr: Neun Tote allein in Pryluky - Selenskyj spricht von "Geburtstagsgeschenk für Putin"

Bei den heftigen russischen Luftangriffen der vergangenen Nacht wurden neuen Angaben der örtlichen Polizei zufolge allein in der Stadt Pryluky mindestens 9 Menschen getötet und 38 weitere verletzt. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet, hieß es. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei weiteren Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff ein "Geburtstagsgeschenk für Putin". Kremlchef Wladimir Putin, der den Krieg gegen die Ukraine befohlen hat, wurde am Mittwoch 74 Jahre alt. Das Datum fällt auch zusammen mit dem 20. Todestag der kremlkritischen Journalistin Anna Politkowskaja, die 2006 in Moskau ermordet wurde.

09.42 Uhr: Zahl der Toten nach russischen Angriffen steigt auf elf

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens elf Menschen getötet worden. Russland habe rund 70 Raketen und Drohnen abgefeuert und dabei gezielt die Energieinfrastruktur ins Visier genommen, teilte Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram weiter mit. Ballistische Raketen seien weiterhin die größte Bedrohung. Die Ukraine benötige daher dringend weitere Luftabwehrsysteme.

07.58 Uhr: Russland meldet massiven Angriff auf ukrainische Rüstungsindustrie

Russland hat nach eigenen Angaben die Rüstungsindustrie in der Ukraine massiv angegriffen. Dabei seien boden-, see- und luftgestützte Präzisionswaffen sowie Drohnen zum Einsatz gekommen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Zu den Zielen hätten unter anderem Anlagen des Rüstungsunternehmens Fire Point in Kiew gehört, wo Marschflugkörper vom Typ Flamingo sowie Drohnen mit mittlerer und großer Reichweite hergestellt und gelagert würden. Weitere Angriffe habe es in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Kirowohrad, Dnipropetrowsk, Poltawa und Charkiw gegeben. Zudem seien die Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa sowie Schiffe ins Visier genommen worden. Letztere seien für die ukrainischen Streitkräfte genutzt worden, so das Ministerium.

06.58 Uhr: Zwei Tote bei russischen Luftangriffen auf Kiew

Bei neuen russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Die beiden Toten seien nach einem von dem Beschuss ausgelösten Brand in einer Garagenanlage geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien Gebäude und Lagerhallen beschädigt worden.

Auch andere Landesteile wurden wieder von Russland attackiert. In der südöstlichen Stadt Dnipro wurde den Behörden zufolge ein Industriebetrieb getroffen. Im südlichen Saporischschja sei die Verkehrsinfrastruktur getroffen, in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk seien Wohngebäude beschädigt worden.

03.29 Uhr: Neue russische Angriffe auf Kiew

Nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem neuen russischen Großangriff ist in der Nacht erneut die Hauptstadt Kiew attackiert worden. Das Portal "The Kyiv Independent" berichtete, Russland habe einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf die Hauptstadt begonnen. In den frühen Morgenstunden seien zahlreiche Explosionen in der Stadt zu hören gewesen, berichteten Reporter demnach.

Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete laut dem Portal von einem Angriff auf Gebäude im Bezirk Obolonskyj, die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Bezirk Podilskyj seien Lagerhallen getroffen wurden.

00.44 Uhr: Nordkorea sichert Russland Unterstützung zu

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einer Geburtstagsbotschaft weitere Unterstützung für dessen Kriegsführung zu. Kim sei überzeugt, dass Russlands "heiliger Krieg der Gerechtigkeit" zur Verteidigung seiner Souveränität, seiner Sicherheitsinteressen und seiner territorialen Integrität mit einem Sieg enden werde, meldete KCNA weiter. Der Krieg in der Ukraine wurde in der Botschaft nicht ausdrücklich erwähnt. Schätzungen aus der Ukraine und Südkorea zufolge hat Nordkorea seit 2024 etwa 14.000 bis 15.000 Soldaten zur Unterstützung Russlands in die Ukraine entsandt.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

23.44 Uhr: Trump will mit Putin über möglichen Pestfall in Russland sprechen

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben "sehr bald" mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über einen möglichen Pestfall in Russland sprechen. Anlass ist der Tod einer Mitarbeiterin des Irkutsker Forschungsinstituts für Seuchenbekämpfung in Sibirien und im Fernen Osten, das unter anderem zur Pest forscht. Die Frau war nach Angaben der russischen Behörden an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache gestorben.

21.44 Uhr: Russland – Besatzung des in Brand geratenen Tankers im Schwarzen Meer gerettet

Ein Tanker im Schwarzen Meer ist russischen Behörden zufolge in Brand geraten. Die Strände in der Ortschaft im Süden der russischen Region Krasnodar seien für die Öffentlichkeit gesperrt, teilen die Behörden mit, ohne jedoch Einzelheiten zur Brandursache zu nennen. Die 23-köpfige Besatzung des unter liberianischer Flagge fahrenden Tankers, der "Aframax Rio", sei gerettet worden, teilt das russische Verkehrsministerium mit. Er war nach einem Angriff von einem unbemannten Schiff in Brand geraten. Die Besatzung habe ausschließlich aus indischen Staatsangehörigen bestanden. Verletzt wurde niemand. Das Ministerium erklärt, die Feuerwehr habe über ausreichende Mittel verfügt, um den Brand zu bekämpfen, sobald er an Intensität nachgelassen habe.

19.35 Uhr: Selenskyj – Geheimdienstinformationen deuten auf massiven russischen Angriff hin

Russland bereitet dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge einen massiven Angriff auf die Ukraine vor. "Es liegen aktuelle Geheimdienstinformationen vor, die darauf hindeuten, dass Russland einen massiven Angriff vorbereitet", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Er rief die Bevölkerung auf, die Warnmeldungen vor Raketenangriffen zu beachten. "Die ukrainischen Sicherheitsdienste und unsere Luftwaffe sind bereit, im Rahmen unserer verfügbaren Verteidigungsmittel darauf zu reagieren." Er fügte der Warnung seine Hoffnung auf mehr Hilfe der westlichen Verbündeten mit entsprechenden Waffensystemen hinzu. "Vieles hängt von unseren Partnern ab – von jedem Staats- und Regierungschef, von jedem Staat auf der Welt, der über die Verteidigungsmittel verfügt, die wir benötigen, und die bereit ist, diese an uns weiterzugeben", sagte Selenskyj.

17.05 Uhr: Stromabschaltungen in Kiew nach russischen Angriffen

Nach russischen Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Ukraine ist in Teilen von Kiew die Stromversorgung unterbrochen worden. Das private Energieunternehmen DTEK teilte im Onlinedienst Telegram mit, in der ukrainischen Hauptstadt werde es auf Anordnung des staatlichen Stromnetzbetreibers Ukrenergo zur Stabilisierung des Stromnetzes bis zum Abend Stromabschaltungen geben. Angaben zu den betroffenen Stadtteilen machte DTEK nicht. Die Menschen wurden zudem zum Stromsparen aufgerufen. Damit könnten die Netzbelastung verringert und "Notabschaltungen" vermieden werden, hieß es.

Russland hat seine Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew in den vergangenen Monaten verstärkt und dabei wieder vermehrt Energieinfrastruktur ins Visier genommen.

16.42 Uhr: Ukraine kritisiert Südkorea wegen Treibstoff-Lieferungen an Russland

Die Ukraine hat Südkorea wegen der Lieferung von Treibstoff an Russland scharf kritisiert. Die Lieferungen stünden "in scharfem Kontrast" zur Sanktionspolitik Südkoreas, sagte der ukrainische Präsidentenberater Wladyslaw Wlasjuk. Seoul habe Moskau damit geholfen, die durch ukrainische Angriffe ausgelöste Treibstoffknappheit auszugleichen.

Laut einem Bericht des britischen "Guardian", der sich auf Angaben von Häfen und Schiffstracking-Daten stützt, wurden im Juli und August 176.000 Tonnen Ölprodukte von Südkorea nach Russland verschifft. Aus den Unterlagen geht demnach nicht hervor, wem der Treibstoff gehörte oder wer ihn verkaufte. Die Lieferungen machten dem Bericht zufolge im August fast ein Drittel der russischen Treibstoff-Importe auf dem Seeweg aus.

16.12 Uhr: Netze zum Schutz vor Drohnen an Brücke in Kiew

Nach wiederholten russischen Drohnenangriffen sind an einer zentralen Brücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew neue Schutzvorrichtungen angebracht worden. An beiden Seiten der Nordbrücke wurden große Netze zum Schutz vor Drohnen aufgehängt, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Damit kommen solche Netze, die im Osten und Süden der Ukraine bereits weit verbreitet sind, erstmals in Kiew zum Einsatz. 

Russland hatte zuletzt seine Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt deutlich intensiviert und dabei auch die Nord- und die Südbrücke ins Visier genommen. Die Nordbrücke wurde auch am Sonntag während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiew von einer Drohne getroffen.

14.28 Uhr: Russland meldet Angriffe Hunderter ukrainischer Drohnen

Russland hat die Abwehr von knapp 900 ukrainischen Drohnen gemeldet. Die Geschosse seien über mehrere Regionen des Landes, die besetzte Halbinsel Krim und das Asowsche Meer geflogen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Unbestätigte Medienberichte meldeten, dass nach dem Angriff ein großes Treibstofflager in der Region Moskau brenne. Bei dem Angriff seien zwei Menschen getötet worden. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte, in der Nacht seien 650 Drohnen in Richtung Hauptstadtregion unterwegs gewesen. Die meisten seien weit entfernt zerstört worden. 105 seien beim Anflug auf die Stadt abgeschossen worden. Später meldete Sobjanin, nach Tagesanbruch seien weitere 68 Drohnen abgefangen worden.

13.39 Uhr: Bulgariens Ministerpräsident kritisiert Angriff auf Schiffe scharf

Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew hat den Drohnenangriff auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer scharf kritisiert. "Das ist ein inakzeptabler Angriff in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens. Es ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht und das Seerecht", sagte Radew. Das unter der Flagge Togos fahrende Handelsschiff "Alfa Watan" sei schwer beschädigt worden und noch vor Ort gesunken. Über das Schicksal der Besatzung lägen zunächst keine Informationen vor. Das zweite Schiff, die unter der Flagge Palaus fahrende "Able", sei in Brand geraten, erklärte der Regierungschef. Eine bulgarische Fähre habe die 18 Besatzungsmitglieder evakuiert. Zwei Seeleute seien schwer verletzt in ein Krankenhaus in Warna geflogen worden. Die Herkunft der Drohnen war zunächst unklar.

13.15 Uhr: Moskau meldet Drohnenangriff auf Brücke in Kiew

Russische Truppen haben die Nordbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Drohnen angegriffen. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Die Brücke sei für den Transport von Militärpersonal genutzt worden, heißt es. Angaben zum genauen Zeitpunkt des Angriffs macht Tass nicht.

12.16 Uhr: Kreml weist BND-Warnung vor Konflikt mit Russland zurück

Moskau hat Warnungen von BND-Chef Martin Jäger vor einem drohenden gewaltsamen Konflikt mit Russland zurückgewiesen. Die Äußerungen seien haltlos und dienten als Vorwand, um höhere Verteidigungsausgaben zu rechtfertigen, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Der Chef des Bundesnachrichtendienstes hatte am Montag erklärt, Deutschland sei in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten. Der Anschlagsversuch auf dem Flughafen Leipzig sei dafür nur ein Beispiel. Russland warf Jäger vor, einen zunehmend aggressiven "Schattenkrieg" gegen europäische Demokratien zu führen.

11.46 Uhr: Zahl der Toten nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Region Moskau steigt auf zwei

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau sind in der Nacht zu Dienstag nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, mit. Er sprach von einem der bislang schwersten Drohnenangriffe auf die Hauptstadtregion. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin steuerten mehr als 650 ukrainische Drohnen auf die russische Hauptstadt zu. Die meisten von ihnen seien jedoch abgeschossen worden.

10.14 Uhr: Gouverneur – Russland attackiert Brücke in Saporischschja

Nach Brücken in Kiew hat Russland ukrainischen Behördenangaben zufolge auch in der Stadt Saporischschja eine Brücke über den Fluss Dnipro angegriffen. Dabei seien fünf Menschen verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Mychajlo Semikin, auf Telegram mit.

In der vergangenen Woche hatten die russischen Streitkräfte erstmals Brücken in Kiew mit Drohnen angegriffen. Der breite Strom Dnipro fließt von Norden nach Süden durch die Ukraine und teilt das Land. Eine mögliche Zerstörung der Brücken würde das Land massiv treffen und die Verteidigung erheblich erschweren.

10.00 Uhr: Drohnenangriff auf zwei Schiffe im Schwarzen Meer vor Bulgarien – ein Schiff gesunken

Bei einem Drohnenangriff im Schwarzen Meer vor der Küste Bulgariens sind zwei Handelsschiffe getroffen worden, von denen eines sank. Wie der Leiter des Seenotrettungszentrums in Warna, Rumen Nikolov, am Dienstag im öffentlich-rechtlichen Radiosender BNR sagte, werde die Besatzung des gesunkenen Schiffs vermisst. Die Crew des zweiten Schiffes konnte demnach gerettet werden. Die Regierung teilte mit, unverzüglich eine Krisensitzung einzuberufen.

Der Vorfall ereignete sich einen Tag nach einem Drohnenangriff auf ein türkisches Frachtschiff vor der Küste Rumäniens, bei dem zwei Besatzungsmitglieder getötet wurden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte zwei russische Drohnen dafür verantwortlich.

06.38 Uhr: Ein Todesopfer bei ukrainischem Drohnenangriff auf Region Moskau

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau ist nach russischen Angaben ein Mensch getötet worden. Zudem seien sechs Personen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

05.30 Uhr: Bürgermeister – Ukraine greift Moskau mit 650 Drohnen an

Die Ukraine hat die Region der russischen Hauptstadt Moskau nach Behördenangaben in der Nacht mit rund 650 Drohnen angegriffen. Die meisten seien von der Luftabwehr aus großer Entfernung unschädlich gemacht worden, schrieb der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf der Plattform Telegram. 105 Drohnen seien bei ihrem Anflug auf die Hauptstadt zerstört worden. Über Schäden oder Verletzte gab es zunächst keine Informationen.

03.12 Uhr: Russland – Ukraine greift AKW Saporischschja mit Drohnen an

Russland hat der Ukraine einen tödlichen Drohnenangriff auf das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja vorgeworfen. Bei dem Angriff in der Nacht zum Montag sei ein Fahrer getötet worden, der Lebensmittel für die Mitarbeiter lieferte, sagte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow. Ziele seien ein Laborgebäude und eine Anlage zur Verarbeitung radioaktiver Abfälle gewesen. Eine Gefahr für die nukleare Sicherheit bestehe jedoch nicht. Eine ukrainische Stellungnahme gab es bisher nicht.

Die russische Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf dem Westen vor, die ukrainischen Angriffe durch mangelnde Verurteilung zu ermöglichen. Die von Russland eingesetzte Werksleitung hatte bereits am Samstag erklärt, ukrainischer Beschuss habe die externe Stromversorgung beschädigt. Das Kraftwerk werde derzeit über Notstromdieselgeneratoren versorgt.

Dienstag, 6. Oktober 2026

21.06 Uhr: Selenskyj erwartet Verhandlungen noch im Oktober

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft trotz der verstärkten russischen Angriffe auf sein Land auf eine baldige Wiederaufnahme von Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs. "Ich gehe davon aus, dass es der amerikanischen Seite im Oktober gelingen wird, ein Dreiertreffen zu organisieren", sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Das ukrainische Verhandlungsteam stehe bereit. "Diese Bereitschaft muss nun auch von Russland kommen."

Zum Audio: Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus über die Ukraine hinaus

Johann Wadephul (CDU), Außenminister
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Audiobeitrag

Johann Wadephul (CDU), Außenminister

20.23 Uhr: Wadephul sieht "weitergehende Pläne" Moskaus über die Ukraine hinaus

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sieht "weitergehende Pläne" des Kremls über den Krieg gegen die Ukraine hinaus. Die Bundesregierung müsse davon ausgehen, dass zu diesen auch Ansprüche auf Georgien, Moldau und das Baltikum gehören könnten, sagte Wadephul in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Und damit sind wir dann selbst auch betroffen als Alliierte", fügte er hinzu.

18.36 Uhr: Merz betont Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für die Sicherheit Deutschlands

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat anlässlich des Besuchs des litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius in Berlin die Bedeutung der Sicherheit des Baltikums für Deutschland unterstrichen. "Die Sicherheit des Baltikums ist die Sicherheit Deutschlands und die Sicherheit von Berlin wird auch in Vilnius verteidigt", sagte Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Sinkevicius im Bundeskanzleramt.

16.04 Uhr: Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Charkiw

Durch russische Fliegerbomben sind in der ostukrainischen Großstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb auf Telegram außerdem von mindestens 29 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde noch nach Vermissten gesucht. Eine Lagerhalle sei in Brand geraten. 

16.03 Uhr: Ukraine - 51 Prozent der russischen Raffineriekapazität ausgefallen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der russischen Ölraffineriekapazität außer Betrieb gesetzt. Jüngste Attacken auf Raffinerien unter anderem in Moskau, Jaroslawl, Ust-Luga, Perm, Saratow und Sysran hätten 51 Prozent der Kapazität lahmgelegt, teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit. Unabhängig überprüfen ließ sich die Angabe zunächst nicht.

15.26 Uhr: Menschen in der Ukraine - Jeder Dritte mit Belastungsstörung

Die Zivilbevölkerung in der Ukraine ist einer Umfrage zufolge psychisch schwer belastet: 31,2 Prozent der Menschen dort haben demnach seit Kriegsbeginn im Jahr 2022 eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder eine komplexe PTBS entwickelt, wie das Zentrum für Osteuropa-Studien mit Blick auf die am Montag im "European Journal of Psychotraumatology" veröffentlichte Studie mitteilte. 25,2 Prozent erfüllten laut Angaben die Kriterien für eine PTBS, 6 Prozent für eine komplexe PTBS (KPTBS).

15.25 Uhr: Selenskyj - Tödlicher Drohnenangriff Russlands auf Frachter im Schwarzen Meer

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland für einen tödlichen Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer verantwortlich gemacht. "Ein schrecklicher Angriff von zwei russischen Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern", schrieb Selenskyj in Onlinediensten. Das Schiff habe der Türkei gehört und Mais transportiert. Der Kapitän sei bei dem Angriff getötet worden, das Schicksal eines weiteren Besatzungsmitglied müsse noch geklärt werden.

14.21 Uhr: Kiew installiert KI-gesteuerte Geschütze gegen russische Drohnen

Die Ukraine setzt in der Hauptstadt Kiew nach Angaben eines Präsidentenberaters KI-gesteuerte Geschütze zur Abwehr russischer Drohnen ein. Zwölf automatische Geschütztürme seien bereits installiert worden, weitere sollten folgen, teilte Serhij Beskrestnow in sozialen Medien mit.

13.48 Uhr: Grenzübergang zwischen Ukraine und Moldau geschlossen

Nach einem russischen Angriff auf ukrainische Infrastruktur ist der Betrieb an einem Grenzübergang zwischen Moldau und der Ukraine eingestellt worden. Ein Geschoss sei nahe dem Übergang Palanca-Majaky-Udobne niedergegangen, teilte die moldauische Grenzpolizei mit.

13.43 Uhr: Handelsschiff sinkt im Schwarzen Meer – zwei Tote

Bei einem Unglück auf einem Handelsschiff im Schwarzen Meer sind zwei Seeleute ums Leben gekommen. Elf Crew-Mitglieder seien gerettet worden, teilte das rumänische Innenministerium mit. Das Schiff sei gesunken. Rumänische Medien hatten berichtet, dass es von einer Drohne getroffen worden sei. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

13.20 Uhr: Kallas - Russland gefährdet mit hybriden Angriffen Leben in ganz Europa

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Russland vorgeworfen, mit hybriden Angriffen Menschenleben in ganz Europa zu gefährden. In den vergangenen Wochen habe es einen starken Anstieg russischer Sabotageversuche und Luftraumverletzungen gegeben, sagte Kallas bei einer Pressekonferenz mit dem moldauischen Ministerpräsidenten Vasile Tofan in Brüssel. Dass am Wochenende erneut russische Raketen und Drohnen den Luftraum von Moldau verletzt hätten, sei völlig inakzeptabel. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuletzt vor weiteren hybriden Angriffen Russlands auf Deutschland gewarnt.

10.59 Uhr: BND-Chef Jäger sieht Gefahr, in "gewaltsamen Konflikt mit Russland" zu geraten

Der Präsident des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin Jäger, sieht die Gefahr einer gewaltsamen Konfrontation Deutschlands mit Russland. "Die Konfrontation, in der wir mit Russland stehen, hat eine neue, gefährlichere Qualität: Deutschland ist in Gefahr, in einen gewaltsamen Konflikt mit Russland zu geraten", sagte Jäger am in einer öffentlichen Anhörung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags. "Der Anschlagsversuch von Leipzig ist nur ein Beispiel dafür: Von keinem anderen Land geht aktuell eine so direkte, umfassende und konkrete Bedrohung gegen Deutschland aus."

Die konkrete Gefahr eines baldigen Kriegs Russlands gegen die Nato sieht Jäger aber nicht. "Aktuell liegen uns keine Hinweise vor, dass Russland einen solchen Angriff planen könnte", sagte er. "Russland ist im Augenblick sehr stark mit der Kriegsführung in der Ukraine beschäftigt." 

09.09 Uhr: Direkt nach dem Bundeskanzler reist auch Familienministerin Prien nach Kiew

Unmittelbar nach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist auch CDU-Familienministerin Karin Prien am heutigen Montag in die Ukraine gereist. "Uns ist es wichtig, in der gesamten Bandbreite unsere Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck zu bringen", sagte Prien nach ihrer Ankunft am Zentralbahnhof in Kiew der Deutschen Presse-Agentur.

09.05 Uhr: Russland greift Industrie- und Infrastruktur in Odessa an

Russland hat nach eigenen Angaben in der südukrainischen Region Odessa den Hafen von Wylkowe, Treibstofflager in Tschornomorsk und Frachtschiffe angegriffen. Außerdem habe man ein Kraftwerk in der nordöstlichen Region Charkiw getroffen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Ziele seien ausgewählt worden, weil sie für militärische Zwecke genutzt würden. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, bestätigte, dass Industrie- und Hafeninfrastruktur in der Region Ziel massiver russischer Luftangriffe gewesen sei. Alle dadurch ausgelösten Brände seien inzwischen gelöscht.

07.55 Uhr: Russische Angriffe beschädigen Dutzende Kirchen in der Ukraine

Russische Angriffe haben in der Ukraine seit Jahresbeginn Dutzende Kirchen und Klöster beschädigt oder zerstört. Das geht aus einer Statistik der Kiewer Nichtregierungsorganisation "Arbeitskreis für die wissenschaftliche Untersuchung von Religionen" hervor. Den Angaben zufolge waren es seit Februar 2026 mehr als 60 Religionsstätten. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Sakralbauten, die dem seit viereinhalb Jahren andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine zum Opfer fielen, auf 807.

00.45 Uhr: Ein Toter bei russischem Luftangriff auf Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf Charkiw ist nach ukrainischen Angaben eine Person getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, teilte Bürgermeister Ihor Terechow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

Montag, 5. Oktober 2026

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