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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 5 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 5 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 26. Januar bis 1. Februar im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.11 Uhr: Selenskyj: Nächste Woche neue Gespräche mit USA und Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für kommende Woche neue Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges in Abu Dhabi angekündigt. "Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi", teilte er bei Telegram mit. Er habe einen entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten. Trilaterale Gespräche - also zwischen ukrainischen und russischen Vertretern sowie US-Unterhändlern - hatte es vergangenes Wochenende bereits in Abu Dhabi gegeben. Von russischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung.

"Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des Krieges näher bringt", teilte Selenskyj mit. Allein in der vergangenen Woche habe Russland die Ukraine unter anderem mit 980 Drohnen und fast 1.100 Gleitbomben angegriffen. Das Land brauche dringend Luftabwehrraketen.

19.06 Uhr: Zwölf Tote bei Drohnenangriff auf Bus mit Bergleuten in der Ukraine

Bei dem bereits gemeldeten russischen Drohnenangriff auf einen Bus mit Bergleuten in der ukrainischen Stadt Dnipro sollen mindestens zwölf Menschen getötet worden sein. Das teilten die ukrainischen Behörden am Sonntag mit. Rettungsdienste hatten zuvor von 15 Getöteten gesprochen. Weitere Menschen seien verletzt worden, hieß es. Ein von dem Angriff verursachtes Feuer sei gelöscht worden.

DTEK, der größte private Energiekonzern des Landes, erklärte, es handele sich bei dem Bus um ein Fahrzeug seiner Unternehmensflotte. Russland verübe "einen groß angelegten Terroranschlag auf DTEK-Minen in der Region Dnipropetrowsk", schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung. Die Bergleute seien gerade von einer Schicht zurückgekehrt.

17.50 Uhr: Ukraine meldet 15 Tote bei russischem Drohnenangriff auf Bus

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Bus im Südosten der Ukraine kommen nach Angaben von Behörden und dem Energieversorger DTEK 15 Menschen ums Leben. Sieben weitere seien verletzt worden, als der Bus mit den Bergarbeitern in der Region Dnipropetrowsk getroffen wurde. Energieminister Denys Schmyhal spricht auf dem Kurznachrichtendienst Telegram von einem "zynischen und gezielten Angriff". Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Zum Video: Russland greift weiter Ukraine an:

Häuserruinen.
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Russland seine massiven Angriffe auf die Ukraine fort. In der Region Dnipro wurden mindestens 17 Menschen getötet.

17.06 Uhr: Moskaus Zugang zu Starlink erschwert

Nach einem Hilferuf aus Kiew hat der amerikanische Raumfahrtkonzern SpaceX Russlands Zugang zur Satellitenverbindung Starlink erschwert. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow berichtete auf Telegram, dass nunmehr mit SpaceX gemeinsame Schritte unternommen worden seien, die zu schnellen Ergebnissen im Kampf gegen russische Drohnen geführt hätten. "Der nächste Schritt ist die Einführung eines Systems, das nur autorisierten Terminals die Arbeit auf dem Gebiet der Ukraine ermöglicht."

16.20 Uhr: Verletzte nach russischem Angriff auf Geburtsklinik

Mindestens neun Menschen seien bei einem russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja verletzt worden, teilen die dortigen Behörden mit. Der Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach zunächst davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe - darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit.

12.20 Uhr: Medwedew - Russland wird den Krieg bald gewinnen

Nach den Worten des stellvertretenden Sicherheitsratschefs Dmitri Medwedew wird Russland den Krieg in der Ukraine "bald" gewinnen. Er wünsche sich, dass dies so schnell wie möglich geschehe, sagt der Ex-Präsident in einem Interview mit den Nachrichtenagenturen Reuters und Tass sowie dem Kriegsblog WarGonzo. Entscheidend sei jedoch, was danach passiere: Ziel des Sieges müsse sein, neue Konflikte zu verhindern.

11.52 Uhr: Gespräche mit Russland auf Mittwoch verschoben

Der ukrainische Präsident Selenskyj teilt im Onlinedienst X mit, die Gespräche zur Beendigung des Krieges mit Russland seien auf kommenden Mittwoch verschoben. Zentral für Moskau sind Forderungen nach Gebietsabtretungen. Die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen bislang ab.

Unterhändler der Ukraine und Russland wollten ursprünglich an diesem Sonntag in Abu Dhabi weiter über ein Ende des Krieges verhandeln. Der Kreml und der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigen den Termin zwar vergangene Woche, Selenskyj deutete aber noch am Vorabend an, dass sich die Gespräche auch noch verschieben könnten. Die Gespräche finden dieses Mal ohne die Vermittlung der USA statt. Zwar sprachen die Verhandlungsteams vergangene Woche von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung auf ein Friedensabkommen ist bisher aber nicht in Sicht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj

08.40 Uhr: Behörden melden zwei Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Angriffen sind in der ukrainischen Stadt Dnipro nach Angaben des Chefs der örtlichen Militärverwaltung, Olexandr Ganscha, zwei Menschen getötet worden. Dies teilte Ganscha am Sonntag im Onlinedienst Telegram mit. Am Freitag hatte der Kreml bekanntgegeben, dass Präsident Wladimir Putin auf Bitte von US-Präsident Donald Trump zugestimmt habe, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew bis Sonntag einzustellen. 

06.05 Uhr: Ukrainer und Russen setzen Gespräche in Abu Dhabi fort

Ukrainer und Russen wollen heute in den Vereinigten Arabischen Emiraten ihre vor einer Woche begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Der Kreml in Moskau und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigten den Termin in der Hauptstadt Abu Dhabi zwar, nannten aber weder einen genauen Ort noch einen Zeitpunkt. Trotz der immer wieder als "konstruktiv" und "produktiv" beschriebenen zahlreichen Zusammenkünfte ist eine Einigung auf ein Friedensabkommen bisher nicht in Sicht. Zentral für Moskau sind Forderungen nach Gebietsabtretungen.

Sonntag, 1. Februar, 2026

16.50 Uhr: Ukraine verhandelt mit Russland ohne US-Vertreter

Ukrainer und Russen wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre vor einer Woche begonnenen direkten Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges wieder aufnehmen. Weder der Kreml noch Kiew nannten Ort oder Zeitpunkt. Allerdings wollen die Kriegsparteien diesmal ohne US-Vertreter verhandeln.

15.30 Uhr: Ukraine und Moldau melden massive Stromausfälle durch technischen Defekt

Großflächige Stromausfälle haben am Samstag Teile der Ukraine und der benachbarten Republik Moldau lahmgelegt. Die Behörden führten den Vorfall auf technische Probleme zurück und schlossen einen direkten Zusammenhang mit Kampfhandlungen aus.

Auch die Hauptstädte waren betroffen: In Kiew musste der U-Bahn-Verkehr eingestellt werden, zudem fiel die Wasserversorgung aus. In Chisinau funktionierten Ampeln und der öffentliche Nahverkehr teilweise nicht mehr.

14.20 Uhr: Russischer Unterhändler Dmitrijew in den USA

Bevor neue Verhandlungen an diesem Sonntag in Abu Dhabi über den Ukraine-Konflikt beginnen, ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew nach eigenen Angaben wieder in die USA gereist. Er machte keine Aussagen dazu, mit wem er sich trifft und worum es genau bei den Gesprächen geht. Dmitrijew hatte seine bisherigen Gespräche stets mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff geführt.

13.04 Uhr: Kiew meldet kompletten Ausfall der Metro

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Auch die Rolltreppen in den Stationen blieben stehen. Die Stadtverwaltung sprach von einem vorübergehenden Ausfall. Betroffen waren alle Linien. In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen.

12.32 Uhr: Stromausfälle wegen Russland-Ukraine-Krieg betreffen auch Moldau

Das moldauische Energiesystem ist nach Angaben des Energieministeriums wegen eines Spannungsabfalls im ukrainischen Netz von einer Notabschaltung betroffen. In der Hauptstadt Chisinau fallen Ampeln und die Versorgung in den meisten Bezirken aus. In Kiew fällt erstmals die gesamte U-Bahn wegen eines Spannungsabfalls aus. In der vergangenen Nacht hatte es wieder russische Angriffe auf die Ukraine gegeben; allerdings nicht auf die Energieinfrastruktur, sondern auf logistische Ziele.

Leere Metro-Station in der ukrainischen Hauptstadt Kiew
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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr.

11.27 Uhr: Feuerpause hält offenbar nicht - gegenseitige Angriffe in der Nacht

Die von Russland bestätigte Feuerpause bis Sonntag hat offenbar nicht gehalten. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Ziel seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots gewesen, teilte das russische Ministerium mit. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden.

06.30 Uhr: Pistorius sieht keinen Friedenswillen Russlands

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Russlands Präsident Wladimir Putin Terror gegen die Ukraine vorgeworfen. Pistorius sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", er sehe keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden wolle: Putin halte an seinen Maximalforderungen fest und zeige sich nicht kompromissbereit. Skeptisch äußerte sich der Verteidigungsminister auch mit Blick auf Putins angebliche Bereitschaft zu einer begrenzten Feuerpause, von der derzeit die Rede sei. "Ich habe große Zweifel, dass die Angriffspause auch nur ansatzweise von Moskau ernst genommen wird", sagte er den RND-Zeitungen.

06.26 Uhr: Morgen erneute trilaterale Gespräche in Abu Dhabi

Eine weitere Runde der trilateralen Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine über einen möglichen Frieden soll morgen in Abu Dhabi stattfinden. Doch Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge könnten sich Ort und Zeit aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran ändern. US-Außenminister Marco Rubio hatte bereits erklärt, dass die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner diesmal nicht an den Friedensgesprächen teilnehmen würden. Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe in der Ukraine haben bislang keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Streitpunkte bleiben vor allem Gebietsfragen im Osten der Ukraine sowie der Status des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja.

Samstag, 31. Januar 2026

19.23 Uhr: Ukraine - Russland greift Eisenbahn-Strecken an

Russland hat nach ukrainischen Angaben binnen 24 Stunden sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verübt. "Russland greift absichtlich die Logistikrouten der Ukraine an", schrieb Vize-Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf X. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele.

19.11Uhr: Angriffe auf Energie-Infrastruktur vorerst ausgesetzt

Nach einer von den USA angestoßenen Vereinbarung haben Russland und die Ukraine Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge ihre Angriffe auf Energieziele eingestellt. "In all unseren Regionen gab es von Donnerstagabend bis Freitag tatsächlich keine Angriffe auf Energieanlagen", sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videoansprache. Auch die Ukraine habe im Gegenzug auf Schläge gegen russische Energieanlagen verzichtet. Russland konzentriere sich nun stattdessen auf Logistikziele wie Eisenbahnknotenpunkte.

Zum Audio: Kreml-Sprecher - Angriffe auf Kiew bis Sonntag ausgesetzt

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow
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Kreml-Sprecher Dmitri Peskow

18.21 Uhr: Ukraine: Evakuierung von Kindern aus sieben Dörfern

Die Ukraine hat die Evakuierung von Familien mit Kindern aus sieben Ortschaften in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw angeordnet. Es sei entschieden worden, "Familien mit Kindern zwangsweise aus sieben Dörfern der Gemeinde Stary Saltiw zu evakuieren", teilte der Leiter der Militärverwaltung der Region, Oleh Synegubow, in Onlinediensten mit. In den Siedlungen hielten sich derzeit noch 25 Kinder auf, fügte er hinzu. Die sieben Ortschaften liegen südlich der Stadt Wowtschansk, deren Einnahme die russische Armee Ende 2025 nach heftigen Kämpfen verkündet hatte. 

Im Video: Angriffe auf Charkiw

Gestern hatte US-Präsident Donald Trump verkündet, Moskau habe zugesagt, eine Woche lang die Energieinfrastruktur der Ukraine nicht anzugreifen. Doch Russland reagierte mit neuen Drohnen- und Raketenattacken.
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Neue russische Angriffe.

17.05 Uhr: Gouverneursrat der IAEA berät über nukleare Sicherheit der Ukraine

Aufgrund russischer Attacken auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über die nukleare Sicherheit der Ukraine beraten. Der Krieg in der Ukraine stelle "weiterhin die weltweite größte Gefahr für die nukleare Sicherheit dar", sagte IAEA-Chef Rafael Grossi am Freitag zu Beginn des Treffens in Wien. Die außerordentliche Sitzung dauerte vier Stunden.

13 Länder unter der Führung der Niederlande hatten das Treffen des Gouverneursrats "angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Ukraine und ihrer Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit" einberufen. Ein mehrwöchiger Einsatz von IAEA-Experten an ukrainischen Umspannwerken und Kraftwerken sei im Gange und werde voraussichtlich kommenden Monat abgeschlossen, sagte der ukrainische Botschafter Juri Witrenko. Bei dem Einsatz wird laut IAEA-Chef Grossi die Lage an zehn Umspannwerken bewertet, die für die nukleare Sicherheit "entscheidend" sind.

16.21 Uhr: Duma-Vorsitzender - Abgeordnete fordern Einsatz stärkerer Waffen

Russische Abgeordnete fordern nach Angaben von Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin den Einsatz härterer militärischer Mittel in der Ukraine. Die Mandatsträger bestünden auf "stärkeren Waffen" und "Waffen der Vergeltung", schrieb der Vorsitzende der Staatsduma auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Dies sei notwendig, um die Ziele der "speziellen militärischen Operation" zu erreichen.

14.48 Uhr: Ukrainische Polizei - In drei Stunden mehr als 2.000 Bombendrohungen eingegangen

Bei der ukrainischen Polizei sind am Freitag innerhalb von knapp drei Stunden mehr als 2.000 Meldungen über Bombendrohungen eingegangen. Betroffen waren am Vormittag Verwaltungsgebäude, Unternehmen, Banken und Bildungseinrichtungen in fast allen Regionen des Landes, wie die Polizei mitteilte. Ermittler hätten etwa ein Drittel der Meldungen überprüft, an den betroffenen Orten aber keine Sprengsätze gefunden.

Die Ukraine ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor fast vier Jahren immer wieder das Ziel russischer Cyberangriffe, Bombendrohungen sind allerdings selten. 2023 war es zu einer Welle von Bombendrohungen gekommen, die sich damals vor allem gegen Schulen gerichtet hatten.

14.38 Uhr: Ukraine will Angriffe auf russische Raffinerien aussetzen

Die Ukraine hat im Gegenzug für die Pausierung von Luftangriffen auf Kiew die Bereitschaft signalisiert, Angriffe auf russische Raffinerien auszusetzen. "Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj gegenüber Journalisten. Er betonte jedoch, es handele sich nicht um eine formelle Waffenruhe, sondern eher um eine "Gelegenheit".

14.21 Uhr: Polen ordert Abwehrsystem zur Bekämpfung von Drohnen

Polen will seinen Luftraum künftig besser vor dem Eindringen von Kampfdrohnen schützen und investiert deshalb Milliarden in ein Drohnenabwehrsystem. Das von dem polnisch-norwegischen Rüstungskonsortium entwickelte System San werde aus 18 Batterien bestehen und insgesamt 700 Fahrzeuge umfassen, erklärte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bei der Vertragsunterzeichnung. Nach polnischen Medienberichten hat der Deal ein Volumen von umgerechnet 3,6 Milliarden Euro. 

"Dies ist ein Durchbruch beim Aufbau einer effektiven Luftverteidigung", sagte Regierungschef Donald Tusk. Er erinnerte an einen Vorfall im September, als während eines russischen Angriffs auf die Ukraine eine große Zahl von Drohnen in den Luftraum Polens und damit der Nato geflogen war. Die polnische Luftwaffe und andere Nato-Verbündete schossen erstmals einige der Flugkörper ab. "Das war unser Alptraum, als unsere Erfahrungen mit Drohnenangriffen gezeigt haben, wie unzureichend Mittel wie Kampfflugzeuge und Raketen sind", sagte Tusk.

13.45 Uhr: Kreml stimmt begrenzter Waffenruhe bis Sonntag zu

Moskau hat den Vorstoß von US-Präsident Donald Trump für eine kurzzeitige Einstellung der russischen Angriffe auf Kiew bestätigt. Trump habe Kreml-Chef Wladimir Putin darum gebeten, die Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt "eine Woche lang bis zum 1. Februar" auszusetzen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Putin habe Trumps Vorschlag zugestimmt, sagte Peskow. Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Nachrichtenagentur "Westi" des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte. 

Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. "Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen", sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Auf Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow: "Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump." Das geht aus dem von "Westi" veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers hervor.

12.23 Uhr: Russland greift trotz von Trump angekündigter Feuerpause erneut an

Ungeachtet einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Feuerpause hat das russische Militär erneut die Ukraine attackiert. In der Nacht zum Freitag seien 111 Drohnen und eine ballistische Rakete auf die Ukraine abgefeuert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Luftabwehr habe in der Nacht 18 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie der annektierten Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen.

Trump sagte am Donnerstagabend, der russische Präsident Wladimir Putin habe seiner Bitte entsprochen, die ukrainische Hauptstadt und andere Städte eine Woche lang nicht anzugreifen. Auslöser war die Vorhersage von eisigen Temperaturen in der Region, die die Menschen ohne Strom und Heizung nur schwer bewältigen können. Details nannte Trump nicht. Der Kreml bestätigte nicht, dass Putin sich zu so einem Schritt verpflichtet hat.

10.44 Uhr: Selenskyj - Ukraine nächstes Jahr bereit für EU-Beitritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht sein Land nach eigenen Worten im nächsten Jahr bereit für einen Beitritt zur Europäischen Union. Bis Ende 2026 werde sein Land die wichtigsten für eine Mitgliedschaft erforderlichen Schritte umgesetzt haben, teilte Selenskyj in einer von seinem Büro veröffentlichten Erklärung mit.

Ein schneller Beitritt sei ein wichtiger Teil der nach einem Ende des Krieges mit Russland angestrebten Sicherheitsgarantien. "Ich möchte, dass die Ukraine einen klaren Zeitplan erhält", sagte Selenskyj und bekräftigt die Entschlossenheit seiner Regierung zu den notwendigen Reformen.

09.36 Uhr: Selenskyj - Termin für nächste Ukraine-Gespräche könnte sich verschieben

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selensky stellt den Zeitplan für die nächste Runde der von den USA vermittelten Gespräche mit Russland infrage. Ort und Zeit des ursprünglich für Sonntag in Abu Dhabi geplanten Treffens könnten sich ändern, sagte Selenskyj vor Reportern. Er wisse derzeitnicht, wann die nächste Begegnung stattfinde.

Als Grund nannte er unter anderem Entwicklungen im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran. Zudem sei es wichtig, dass alle vereinbarten Teilnehmer anwesend seien. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner würden am Wochenende nicht nach Abu Dhabi reisen.

05.42 Uhr: Kreml - Noch keine Äußerung zu möglicher Feuerpause

Russlands Präsident Putin hat sich bisher noch nicht zur einwöchigen Angriffspause für Kiew und andere ukrainische Städte geäußert, der er laut US-Präsident Trump zugestimmt habe. Trumps Angaben zufolge habe Putin ihm persönlich zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. "Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen", sagte Trump gestern bei einer Kabinettssitzung in Washington und fügte an: "Und er hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett."

Freitag, 30. Januar 2026

21.12 Uhr: Selenskyj lobt Merz' Führungsstärke

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich für die Unterstützung seines Landes durch Deutschland bedankt und Kanzler Friedrich Merz gelobt. "Friedrich demonstriert echte Führungsstärke und ich schätze unsere Koordination sehr", schrieb er bei Telegram Bezug nehmend auf ein Telefonat der beiden. Deutschland habe sein Land seit den ersten Kriegstagen unterstützt. Insbesondere die Lieferungen von Luftabwehrsystemen der Typen Patriot und Iris-T seien wichtig für den Schutz des ukrainischen Luftraums. Auch die nun geleistete Hilfe bei der Überwindung der Energiekrise sei wichtig, schrieb er.

20.35 Uhr: Selenskyj erwartet Aussetzung einwöchiger Bombenangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit der Umsetzung einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Aussetzung der Angriffe auf Kiew und andere Großstädte. "Wir erwarten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden", schreibt Selenskyj auf X. Dies sei auch bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Thema gewesen. Deeskalarierungen tragen zu Fortschritten zur Beendigung des Krieges bei, heißt es in dem Beitrag weiter.

18.55 Uhr: Klitschko - Noch über 450 Wohnblöcke ohne Heizung in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind mehr als 450 Wohnblöcke weiter ohne Fernwärme. Russland hatte zu Jahresbeginn seine Attacken aus der Luft auf Kiew noch einmal verstärkt. Großangriffe gab es am 9. und 13. Januar. Nach erneutem Beschuss der Heizkraftwerke am Samstag waren etwa 6.000 Wohnblöcke und damit gut die Hälfte der Millionenstadt bei teils zweistelligen Minusgraden ohne Fernheizung. Der Stromversorger musste zu Notabschaltungen greifen.

Erst am Donnerstagmorgen wurden wieder planmäßige Stromsperren eingeführt, wodurch viele Kiewer zumindest wieder fünf bis acht Stunden Elektrizität täglich haben. Nach zwei Tagen mit leicht über null Grad werden für das Wochenende wieder starke Fröste mit zum Teil unter minus 20 Grad in der Nacht erwartet. Klitschko hatte die Einwohner bereits aufgefordert, wenn möglich, Kiew zumindest für kurze Zeit zu verlassen.

18.26 Uhr: Trump lobt Zusage Putins - Eine Woche keine Angriffe auf Kiew

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesagt, die Angriffe auf Kiew und weitere ukrainische Städte für eine Woche auszusetzen. "Ich habe Präsident Putin persönlich gebeten, eine Woche lang nicht auf Kiew und die anderen Städte zu schießen", sagte Trump am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung in Washington und fügte an: "Und er hat dem zugestimmt, und ich muss Ihnen sagen, das war sehr nett."

Trump führte als Grund für seine Initiative bei Putin die extreme Kälte in der Ukraine an. Er habe deshalb persönlich nach der Angriffspause gefragt. Aus Moskau gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

15.45 Uhr: Helfer warnen vor Kälte-Opfern in Ukraine

Extreme Wintertemperaturen drohen nach Helferangaben in der Ukraine vor allem für Kinder und ältere Menschen zu einer lebensbedrohlichen Gefahr zu werden. Für Anfang kommender Woche würden in manchen Regionen bis zu minus 30 Grad Celsius erwartet, erklärte das Hilfswerk Help in Bonn.

"Bereits jetzt sind in den Großstädten Millionen Menschen ohne Strom, Heizung und Warmwasser", so Help-Landesdirektor Oleksandr Novykov. Durch einen erwarteten Großangriff auf die noch verbleibende Energieinfrastruktur könnte sich die humanitäre Situation weiter verschärfen.

15.00 Uhr: Merz prangert "tägliche Kriegsverbrechen" Russlands an

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat "tägliche Kriegsverbrechen" Russlands gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine angeprangert. "Wir sehen auch, dass eine rücksichtslose Bombardierung der gesamten zivilen Infrastruktur, vor allem der Energieinfrastruktur der Ukraine, stattfindet", sagte Merz nach einem Treffen mit der litauischen Regierungschefin Inga Ruginiene in Berlin. "Das sind tägliche Kriegsverbrechen, die von der russischen Seite aus gegen die Ukraine und ihre Bevölkerung begangen werden."

Er und Ministerpräsidentin Ruginiene seien gleichermaßen skeptisch, ob Russland wirklich bereit sei, zu einem Waffenstillstand und dann zu einem Friedensschluss zu kommen. Deswegen müssten die Verbündeten der Ukraine den Druck und auch die Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten und "wo immer möglich auch verstärken".

Archiv: Der russische Außenminister Sergej Lawrow gestikuliert während einer Pressekonferenz
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Lawrow lehnt Sicherheitsgarantien für Ukraine ab

14.52 Uhr: Lawrow - Keine Garantien für moskaufeindliche Ukraine

Russland wird laut Außenminister Sergej Lawrow internationale Sicherheitsgarantien nur für eine moskaufreundliche Ukraine akzeptieren. Die russische Regierung wisse nicht, was die USA und die Ukraine zu Sicherheitsgarantien vereinbart hätten, sagte er der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau.

"Wenn das Ziel ist, auf einem Teilgebiet der früheren Ukraine das Regime zu erhalten und fortgesetzt dieses Regime als Brückenkopf für Bedrohungen gegen Russland zu nutzen, dann (...) werden solche Garantien kaum einen verlässlichen Frieden sichern", sagte der Minister. Moskau sei dagegen offen für Vereinbarungen über kollektive Sicherheit in der Region, die auch die Sicherheit Russlands umfasse.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Außenminister Rubio hatten zuletzt eine Einigung über Sicherheitsgarantien für die Zeit nach den Kämpfen bekannt gegeben. Washington betonte, es komme aber darauf an, wie Russland reagiere.

14.51 Uhr: EU - Fast 200 Millionen Euro Hilfe für Ukraine

Angesichts der humanitären Lage und des harschen Winters in der Ukraine hat die EU zusätzliche Hilfen für das Land in Höhe von insgesamt 195 Millionen Euro angekündigt. Davon sollen 50 Millionen Euro an das staatliche ukrainische Energieunternehmen Naftogaz gehen, um das Energiesystem zu unterstützen. 145 Millionen Euro sind als humanitäre Hilfe vorgesehen.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnte am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel vor einer "humanitären Katastrophe" in der Ukraine. Trotz der von den USA geführten Gespräche in Abu Dhabi über ein Kriegsende versuche Russland, die Ukrainer "zur Kapitulation zu bomben und frieren zu lassen". Es sei "ein sehr harter Winter und die Ukrainer leiden wirklich", betonte sie.

12.52 Uhr: Deutschland übergibt in Kiew zwei mobile Heizkraftwerke

Deutschland stockt seine Winterhilfe für die Ukraine angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Strom- und Wärmeinfrastruktur des Landes um weitere 15 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro auf. Das Geld komme zu den im Dezember bereitgestellten Mitteln von 70 Millionen Euro für die dezentrale Energie- und Wärmeversorgung hinzu, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Die in der Hauptstadt Kiew übergebenen beiden Blockheizkraftwerke seien die erste Lieferung aus diesem Paket. Weitere Blockheizkraftwerke, Generatoren, modulare Kesselanlagen, Pelletheizanlagen und Batteriesysteme sollten folgen.

Der deutsche Botschafter Heiko Thoms (2.vr.) übergibt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko (r) zwei mobile Blockheizkraftwerke.
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Der deutsche Botschafter Heiko Thoms (2.vr.) übergibt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko (r) zwei mobile Blockheizkraftwerke.

12.22 Uhr: Russische Ukraine-Kämpfer müssen EU-Einreiseverbot fürchten

Hunderttausenden russischen Soldaten, die gegen die Ukraine gekämpft haben, droht ein Einreiseverbot in die EU. Nach Angaben von Estlands Außenminister Margus Tsahkna liegt ein entsprechender Vorschlag in Brüssel auf dem Tisch.  Tsahkna sagte bei einem EU-Treffen, es gebe Informationen, dass viele Soldaten nach einem möglichen Ende des Krieges nach Europa kommen wollten. Dies werde man den Bürgern nicht erklären können. "Das sind sehr gefährliche Menschen", sagte er.

In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegendem Hintergrund-Papier zu dem Vorschlag heißt es, seit 2022 hätten schätzungsweise 1,5 Millionen russische Staatsangehörige an Kampfhandlungen teilgenommen und rund 640.000 seien weiter aktiv im Einsatz. Ihre gemeinsamen Merkmale seien Kampferfahrung und die Anwendung von Gewalt, einschließlich der wahrscheinlichen Beteiligung an Kriegsverbrechen und anderen Gräueltaten gegen die ukrainische Bevölkerung.

12.10 Uhr: Russland kritisiert US-Sanktionen gegen Lukoil als illegal

Russland kritisiert die US-Sanktionen gegen den russischen Ölkonzern Lukoil als illegal und inakzeptabel. "Sie wissen, dass wir Sanktionen für illegal und inakzeptabel halten", sagt der Sprecher des Präsidialamtes in Moskau, Dmitri Peskow, vor der Presse. "Das ist die Grundlage unserer Position." Die Strafmaßnahmen haben das Unternehmen gezwungen, einen Großteil seiner ausländischen Vermögenswerte an die US-Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group zu veräußern. Diesen Schritt von Lukoil kommentiert Peskow allerdings nicht. Das seien unternehmerische Vereinbarungen. "Und in diesem Fall können wir sie nicht kommentieren. Für uns ist das Wichtigste, dass die Interessen des russischen Unternehmens geschützt und gewahrt werden." Lukoil ist anders als Rosneft und Gazprom, die den russischen Energiesektor beherrschen, kein Staatskonzern.

11.55 Uhr: Russland und Ukraine tauschen Leichen von Soldaten aus

Russland und die Ukraine haben einem Fernsehbericht zufolge die Leichen gefallener Soldaten ausgetauscht. Die Ukraine habe die sterblichen Überreste von mehr als 1000 Soldaten erhalten, berichtet der staatliche russische Sender RT. Im Gegenzug habe die Ukraine 38 getötete russische Soldaten übergeben. Unabhängig überprüfen lässt sich der Bericht nicht. Keine der beiden Kriegsparteien macht konkrete Angaben über die Zahl ihrer verletzten oder getöteten Soldaten.

11.40 Uhr: Russland - Weitere Ortschaft in ukrainischer Region Sumy eingenommen

Die russischen Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau eine weitere Ortschaft im Norden der Ukraine eingenommen. Das Dorf Bila Beresa in der Region Sumy stehe unter russischer Kontrolle. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht. Die Region Sumy liegt nordöstlich der Hauptstadt und gleichnamigen Region Kiew an der Grenze zu Russland. Sumy grenzt nicht an den umkämpften Donbass im Osten der Ukraine, der aus den Regionen Luhansk und Donezk besteht. Zwischen Sumy und Luhansk befindet sich die Region Charkiw.

02.38 Uhr: Drei Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Südukraine

Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet worden. Zwei Frauen und ein Mann hätten bei den Angriffen auf Wohnhäuser in der Stadt Wilnjansk ihr Leben verloren, ein weiterer Mann sei verwundet worden, erklärt Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe hätten Häuser zerstört und Brände ausgelöst.

00.31 Uhr: Greenpeace kritisiert Frankreichs Uran-Importe aus Russland

Die Umweltorganisation Greenpeace wirft Frankreich vor, auch nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterhin nukleares Material aus Russland importiert. Analysen von Zolldokumenten und Daten zu Uranlieferungen zeigten, dass Russland nach wie vor ein wichtiger Partner für den französischen Energiekonzern EDF sowie für die Atomunternehmen Orano und Framatome sei. Besonders beim Import von angereichertem Uran komme dem russischen Staatskonzern Rosatom eine zentrale Bedeutung zu, so Greenpeace. Der Nuklearsektor sei bislang jedoch nicht von den umfassenden Sanktionen gegen Russland betroffen.

Donnerstag, 29. Januar 2026

21.47 Uhr: Selenskyj kritisiert nach Blackout Kiews Stadtverwaltung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die schwere Lage in Kiew mit der Wärme- und Stromversorgung nach den russischen Luftangriffen auch der Stadtverwaltung angelastet. «Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern», forderte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, gilt als politischer Konkurrent Selenskyjs. Nach Angaben Selenskyjs gibt es Hinweise darauf, dass Moskau eine neue schwere Angriffswelle plant.

19.26 Uhr: Rubio: Donezk-Frage letzter offener Punkt bei Ukraine-Gesprächen

Die Gebietsfragen rund um Donezk im Osten der Ukraine sind nach Worten von US-Außenminister Marco Rubio der letzte verbliebene Streitpunkt bei den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Es handele sich um ein "sehr schwieriges" Thema, sagt Rubio vor einem Senatsausschuss. Bei den Folgegesprächen werde es zwar möglicherweise eine US-Präsenz geben. Die bisherigen Gesandten von Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, nähmen daran aber nicht mehr teil.

16.08 Uhr: Merz wirft Russland systematische Angriffe auf Energieversorgung der Ukraine vor

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Russland systematische Angriffe auf die Energie-Infrastruktur der Ukraine vorgeworfen. "Wir helfen unseren ukrainischen Freunden durch diese bitteren Wintertage, in denen Russland systematisch die Energieversorgung der Ukraine angreift", sagte Merz nach einem Treffen mit dem rumänischen Ministerpräsidenten Ilie Bolojan in Berlin.

Mit den fortgesetzten Angriffen stürze Russland die Ukraine "in eine humanitäre Energiekrise". Daher habe die Bundesregierung ihre Unterstützung für die ukrainische Energieversorgung und die Luftabwehr noch einmal verstärkt. So seien zum Jahreswechsel zusätzliche 160 Millionen Euro in den Ukraine Energy Support Fund eingezahlt worden, womit dringend benötigte Technologien für die Wärmeversorgung beschafft werden könnten. Auch würden Blockheizkraftwerke und modulare Kesselanlagen etwa für Kitas, Gesundheitszentren und Schulen geliefert.

15.46 Uhr: Putin-Berater - Selenskyj kann für Treffen nach Moskau kommen

Bei den Telefonaten zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ist Russland zufolge mehrfach auch ein Treffen zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Thema gewesen. Trump habe eine solche Möglichkeit vorgeschlagen, sagt Juri Uschakow, Putins außenpolitischer Berater, im staatlichen russischen Fernsehen. Russland verweigere einen solchen Kontakt nicht. Ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj müsse aber gut vorbereitet und ergebnisorientiert sein. Russland habe ein solches Treffen nie ausgeschlossen. Wenn Selenskyj dazu bereit sei, könne er nach Moskau kommen, und seine persönliche Sicherheit sei gewährleistet.

14.31 Uhr: Caritas - Russland nutzt in Ukraine Kälte als Kriegswaffe

Caritas international hat die russischen Angriffe auf die ukrainische Stromversorgung als völkerrechtswidrig verurteilt. Die "systematische Zerstörung der zivilen Energieinfrastruktur" treffe insbesondere Alte und Kranke, erklärte die Hilfsorganisation in Freiburg. "Wir erleben, wie Kälte gezielt als Kriegswaffe eingesetzt wird", so die Caritas-international-Mitarbeiterin in Kiew, Hannah Kikwitzki.

In diesem Winter entschieden Wärme und Strom immer öfter über Leben und Tod, so die Sprecherin. Besonders für Alte und chronisch Kranke werde die extreme Kälte schnell lebensbedrohlich. Laut offiziellen Angaben seien mittlerweile mehr als eine Million Menschen ohne Strom, Wasser und Heizung - so viele wie nie zuvor. In vielen Vierteln der ukrainischen Hauptstadt gebe es nur noch wenige Stunden am Tag Strom, so Caritas international. Familien schliefen in mehreren Kleidungsschichten. Senioren harrten tagelang in unbeheizten Wohnungen in Hochhäusern aus, in denen der Fahrstuhl wegen der Stromausfälle nicht funktioniere. Die niedrigen Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius brächten viele in Lebensgefahr.

14.53 Uhr: Interfax - Gespräche zwischen Russland, Ukraine und USA am Sonntag

Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über einen Waffenstillstand sollen am Sonntag dieser Woche fortgesetzt werden. Gastgeber für die Beratungen sei erneut Abu Dhabi, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau. Am Freitag und Samstag vergangener Woche fand die erste Runde dieser trilateralen Gespräche in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt. Diese Beratungen wurden auf Expertenebene abgehalten.

14.29 Uhr: Wadephul - Ukraine braucht EU-Beitrittsperspektive

Die Ukraine braucht nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul eine realistische Perspektive, der Europäischen Union beitreten zu können. Dies sei "eine der entscheidenden Sicherheitsgarantien" für das Land, sagte Wadephul zu Beginn einer Regierungsbefragung im Bundestag. "Das mag per heute weit entfernt erscheinen, aber es liegt nach wie vor im Kerninteresse auch Deutschlands und von uns Europäern, dafür zu sorgen, dass dieses Land seinen Kampf gegen den russischen Aggressor gewinnen kann, dass es nicht unterliegt", sagte der Minister. "Und ich glaube, eine dauerhafte Friedensarchitektur in Europa setzt voraus, dass die Ukraine eine faire Chance hat, zur Europäischen Union beizutreten."

13.48 Uhr: Bericht - 1,2 Millionen Moskauer Soldaten verwundet oder tot

Die russische Armee hat nach Berechnungen von US-Experten in den fast vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren. Ein Bericht der Denkfabrik CSIS in Washington geht dabei von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote. 

Das Center for Strategic and International Studies stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Militärs, Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. Sollten die Kämpfe so intensiv weitergehen, werde der zusammengerechnete Verlust beider Seiten absehbar im April zwei Millionen Soldaten übersteigen, heißt es. "In keinem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg hat eine Großmacht so hohe Verlust- und Todeszahlen erlitten", schreiben die Autoren über die russische Seite.

11.38 Uhr: Ukrainisches Militär Angriff auf russisches Öldepot

Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht das Öllager Chocholska in der russischen Oblast Woronesch angegriffen. Dabei hätten sich Ölprodukte entzündet, teilte das Militär in einer Erklärung auf der Telegram-App mit. Es sei dichter Rauch zu beobachten. Die Folgen des Angriffs würden derzeit geprüft.

11.12 Uhr: Selenskyj - An Abkommen zum Wiederaufbau muss noch gearbeitet werden

In einem Abkommen mit den Vereinigten Staaten über den Wiederaufbau nach dem Krieg gibt es dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge Punkte, die noch eingehender besprochen werden müssen. Das Wiederaufbauabkommen ist Teil eines umfassenderen Plans zur Beendigung des fast vierjährigen Krieges mit Russland. "Die Zusammenarbeit mit der amerikanischen Seite schreitet aktiv voran, und auf ukrainischer Seite arbeiten wir mit maximaler Effizienz", schreibt Selenskyj auf der Online-Plattform X.

08.56 Uhr: Hafen-Infrastruktur in Odessa bei russischem Angriff beschädigt

Die Hafen-Infrastruktur in der Region Odessa ist nach Angaben der Behörden durch russische Drohnen beschädigt worden. Bei dem Angriff seien drei Menschen verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper über den Messaging-Dienst Telegram mit. Ein Wohnhaus und Gebäude in der Nähe eines orthodoxen Klosters seien ebenfalls beschädigt worden.

04.39 Uhr: Zwei Tote bei russischen Angriffen in Region Kiew

Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien bei den Angriffen auf das Dorf Bilohorodka südöstlich der russischen Hauptstadt getötet worden, erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, im Onlinedienst Telegram. Vier weitere Menschen seien medizinisch versorgt worden.

00.38 Uhr: Selenskyj laut Außenminister zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln. Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal "Jewropejska Prawda". Dabei gehe es um Gebietsfragen und das russische besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

Im Audio: Tote und Verletzte durch russische Luftangriffe

Zerstörtes Haus in Saporischschja
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Tote und Verletzte durch russische Luftangriffe

00.38 Uhr: Selenskyj laut Außenminister zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln. Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal "Jewropejska Prawda". Dabei gehe es um Gebietsfragen und das russische besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

Mittwoch, 28. Januar 2026

21.28 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Passagierzug

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Zug im Osten der Ukraine sind laut der dortigen Staatsanwaltschaft mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere Personen sollen sich in medizinischer Behandlung befinden. Laut ukrainischer Staatsanwaltschaft wurden beim Beschuss die Lokomotive sowie ein Passagierwaggon getroffen. 291 Passagiere seien im Zug gewesen, die meisten von ihnen seien evakuiert worden. Präsident Selenskyj verurteilte den Angriff scharf und warf Russland "Terrorismus" vor. "In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso bewertet werden – als reiner Terrorismus", schrieb er auf Telegram. Vizepremier Olexej Kuleba sprach von einem Terrorakt Russlands gegen die Zivilbevölkerung. Der Passagierzug seien kein militärisches Ziel gewesen.

Im Video: Tote nach russischem Angriff auf Passagierzug

Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug im Gebiet Charkiw sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj vier Menschen getötet worden.
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Bei einem Drohnenangriff auf einen Zug im Gebiet Charkiw sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj vier Menschen getötet worden.

21.00 Uhr: Ukraine meldet zehn Tote und Schäden an Energieanlagen

Nach den Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi am Wochenende greift die russische Armee die Ukraine weiterhin massiv an. Die ukrainischen Behörden meldete am Dienstag zehn Tote sowie Schäden an der Energieinfrastruktur im Osten und Süden des Landes. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe würden die derzeit laufende Diplomatie "untergraben".

16.50 Uhr: Russische Drohne trifft Passagierzug

Bei einem russischen Drohnenangriff in der ostukrainischen Region Charkiw ist nach Angaben der Regierung in Kiew ein Personenzug mit 291 Fahrgästen an Bord beschädigt worden. Zwei Menschen seien verletzt worden, teilt Vizeminister Olexij Kuleba mit. Er bezeichnet den Angriff mit drei Drohnen als einen "direkten Akt russischen Terrors".

14.30 Uhr: Selenskyj will EU-Beitritt schon nächstes Jahr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den EU-Beitritt seines Landes schon 2027. Das teilte er auf X mit. Die EU-Mitgliedschaft sei für die Ukraine auch ein Teil der Sicherheitsgarantien. "Deshalb sprechen wir über ein konkretes Datum – 2027 – und wir zählen auf die Unterstützung der Partner für unsere Position", so Selenskyj. Offizieller EU-Beitrittskandidat ist die Ukraine seit Juni 2022, die Beitrittsverhandlungen wurden im Juni 2024 eröffnet.

13.05 Uhr: Slowakei will gegen EU-Importstopp für russisches Gas klagen

Nach Ungarn will auch die Slowakei einem Medienbericht zufolge den von der EU beschlossenen Einfuhrstopp für russisches Gas gerichtlich anfechten. Man wolle dagegen vorgehen, dass der Beschluss mit qualifizierter Mehrheit angenommen worden sei, kündigte Ministerpräsident Robert Fico laut dem Nachrichten-Portal Dennik N an. Auch Ungarn hatte zuvor erklärt, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen das Verbot klagen zu wollen.

Beide Länder, die auf ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen verweisen und trotz des Ukraine-Kriegs engere Beziehungen zu Moskau pflegen, hatten am Montag gegen den Importstopp gestimmt. Die EU will die Gasgeschäfte mit ihrem früheren Hauptlieferanten beenden und Russland eine wichtige Einnahmequelle zur Finanzierung des Kriegs gegen die Ukraine entziehen. Das Gesetz sieht vor, den Import von russischem Flüssigerdgas (LNG) bis Ende 2026 und den Bezug von Pipeline-Gas bis Ende 2027 einzustellen.

11.00 Uhr: Mindestens zwei Tote und zahlreiche Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine

ut den ukrainischen Behörden sind bei russischen Angriffen in der Ukraine mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. In Slowjansk, einer Stadt in der östlichen Region Donezk, wurde ein Ehepaar bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe getötet, wie die lokale Staatsanwaltschaft berichtete. Der 20-jährige Sohn des Paares überlebte die Attacke verletzt. Slowjansk, etwa 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt, wird immer wieder von russischen Streitkräften angegriffen.

08.51 Uhr: Ukraine sichert sich europäische Unterstützung für Gaskäufe

Angesichts der fortdauernden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur sichert sich die Ukraine finanzielle Unterstützung aus Europa für den Gaskauf. Energieminister Denys Schmyhal teilte auf der Plattform X mit, dass über Instrumente der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) 85 Millionen Euro für den Erwerb zusätzlicher Gasressourcen bereitgestellt werden sollen. Die Verhandlungen zur Sicherstellung dieser Finanzhilfe von einem europäischen Land seien kurz vor dem Abschluss, fügte er hinzu.

08.47 Uhr: Russischer Armeechef besucht Truppen im Osten der Ukraine

Der russische Armeechef Waleri Gerassimow hat laut russischen Angaben Soldaten im Osten der Ukraine besucht. Gerassimow habe "den Fortschritt der Kampfhandlungen der militärischen Formationen und Einheiten der Streitkräftegruppe Sapad (West) im Spezialoperationsgebiet" überprüft, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag über Telegram mit. Angaben zum genauen Ort und Zeitpunkt des Besuchs wurden nicht gemacht. In einem vom Verteidigungsministerium veröffentlichten Video sagte Gerassimow, die in der Ukraine kämpfenden russischen Truppen "setzen ihre Offensive an allen Fronten fort".

08.44 Uhr: Russland will ukrainischen Abzug aus dem Donbass

Russland hat den Abzug der ukrainischen Truppen aus der Donbass-Region als einen möglichen Weg zum Ende des Krieges bezeichnet. "Ein Rückzug aus dem Donbass ist der Weg zum Frieden für die Ukraine", erklärte der Sondergesandte von Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, auf der Plattform X. Russland kontrolliert derzeit etwa 90 Prozent der Donbass-Region in der Ostukraine. Ein zentraler Streitpunkt in den Friedensverhandlungen ist Putins Forderung, dass die Ukraine die verbleibenden Gebiete der Region abtritt. Putin hat mehrfach gewarnt, Russland werde den restlichen Teil mit militärischer Gewalt einnehmen, falls Kiew das Gebiet nicht aufgibt.

08.16 Uhr: Viele Verletzte in Odessa nach Drohnenangriff

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa wurden nach Angaben der Behörden mindestens 23 Menschen verletzt. Mehrere Wohnhäuser, Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturbau und eine Kirche im Stadtzentrum seien beschädigt worden. In der Nacht habe es zudem mehrere Brände gegeben. Rettungskräfte konnten Menschen aus den zerstörten Gebäuden bergen, in denen sie eingeschlossen waren. In den Trümmern wurde noch nach drei Vermissten gesucht.

07.39 Uhr: Infrastruktur in Region Lwiw angegriffen

In der westukrainischen Region Lwiw wurde laut den lokalen Behörden eine Infrastrukturanlage von Russland angegriffen. Gouverneur Maksym Kosyzkyj erklärte auf Telegram, dass es vorläufigen Informationen zufolge keine Verletzten gebe. Einsatzkräfte seien bereits vor Ort. Weitere Details zur Art der angegriffenen Einrichtung nannte der Gouverneur jedoch nicht.

07.22 Uhr: Russland meldet Eroberung von mehr als 500 Quadratkilometern im Januar

Russland meldet, im Januar 17 Ortschaften in der Ukraine erobert und mehr als 500 Quadratkilometer unter Kontrolle gebracht zu haben. Dies gab Generalstabschef Waleri Gerassimow bekannt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium führte Gerassimow zudem eine Inspektion der Truppengruppe "West" durch, die in der Ukraine im Einsatz ist.

06.50 Uhr: US-Garantien für Ukraine wohl nur bei Gebietsverzicht

Laut einem Bericht der "Financial Times" sollen die USA Sicherheitsgarantien für die Ukraine an einen Gebietsverzicht knüpfen. Unter Berufung auf acht mit den Gesprächen vertraute Quellen wird berichtet, dass die US-Regierung dieser Forderung bereits an Kiew übermittelt habe. Demnach könnte ein Friedensabkommen die Übergabe der Donbass-Region an Russland beinhalten. Washington habe zudem in Aussicht gestellt, der Ukraine zusätzliche Waffen zu liefern, falls sich Kiew aus den noch gehaltenen Gebieten in der Ostukraine zurückzieht.

02.44 Uhr: Schwere russische Angriffe auf Charkiw - 80 Prozent der Bewohner ohne Strom

Russland hat die ukrainische Großstadt Charkiw mit Drohnen und Raketen angegriffen. In der Stadt und der umliegenden Region fällt nach offiziellen Angaben bei 80 Prozent der Bevölkerung der Strom aus. Getroffen werden demnach neben der Energie-Infrastruktur auch Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten. Zwei Menschen werden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, mitteilt. Auch aus der Stadt Krywyj Rih wird der Einschlag einer Drohne in einem Hochhaus gemeldet. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

Dienstag, 27. Januar 2026

21.25 Uhr: Orban wirft Ukraine Wahleinmischung vor

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat der Ukraine Wahleinmischung vorgeworfen und die Einbestellung des Kiewer Botschafters angeordnet. In einem am Montag in den sozialen Medien veröffentlichten Video sagte Orban, die politische Führung der Ukraine und "sogar der Präsident selbst»"hätten grob beleidigende und bedrohliche Äußerungen gegen Ungarn und die ungarische Regierung getätigt. Auf welche Äußerungen er sich bezog, sagte Orban nicht.

"Unsere nationalen Sicherheitsdienste haben diesen jüngsten ukrainischen Angriff analysiert und festgestellt, dass es sich um eine koordinierte Reihe ukrainischer Maßnahmen zur Einmischung in die ungarischen Wahlen handelt", sagte Orban. Er habe daher den Außenminister angewiesen, den ukrainischen Botschafter einzubestellen.

Orban versucht seit längerem, die Wähler davon zu überzeugen, dass die benachbarte Ukraine eine existenzielle Bedrohung für Ungarns Sicherheit und Souveränität darstellt.

20.30 Uhr: Pistorius nennt russische Angriffe während Verhandlungen "besonders zynisch"

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat die anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine als "besonders zynisch" kritisiert. Während bei den Verhandlungen in Abu Dhabi über eine mögliche Waffenruhe gesprochen werde, bombardiere Russland "mit unerbittlicher Härte und Brutalität in einem bitterkalten Winter" die zivile Energieinfrastruktur, um "völkerrechtswidrigen Terror gegen die ukrainische Bevölkerung auszuüben", sagte Pistorius am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem litauischen Verteidigungsminister Robertas Kaunas in Berlin.

18.50 Uhr: Wadephul - Keine Denkverbote bei nuklearem Schutzschirm

Außenminister Johann Wadephul sieht Europa in der Debatte über einen eigenen nuklearen Schutzschirm etwa mit Hilfe der Atommacht Frankreich noch auf lange Zeit von den USA abhängig. Die Bundesregierung sei offen für entsprechende Diskussionen mit Frankreich, betonte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seiner schwedischen Kollegin Maria Stenergard in der Hauptstadt Stockholm auf eine Journalistenfrage. Es dürfe hier "keine Verbotszone errichtet" werden. "Aber die konkrete Umsetzung wird noch eine erhebliche Zeit auf sich warten lassen", fügte Wadephul hinzu.

"Europa muss beginnen, über solche Fragen nachzudenken", sagte der Bundesaußenminister. "Aber Europa muss heute auch genau wissen, dass es keine schnelle Lösung geben wird." Man werde noch eine nicht unerhebliche Zeit auf den US-Nuklearschirm angewiesen sein.

16.26 Uhr: Nato-Chef Rutte fordert von EU Flexibilität bei Ukraine-Kredit

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die EU-Staaten zu Flexibilität bei der Verwendung des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine aufgerufen. Die Europäische Union solle nicht um jeden Preis darauf bestehen, dass die Mittel nur für den Kauf von Rüstungsgütern aus der EU verwendet würden nach dem Motto "Buy EU", sagte Rutte vor EU-Abgeordneten. Zwar baue Europa seine Verteidigungsindustrie derzeit aus, sie könne aber im Moment nicht annähernd liefern, was die Ukraine "heute zur Verteidigung und morgen zur Abschreckung" brauche.

16.01 Uhr: Wadephul - Russland wird Destabilisierungsversuche fortsetzen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei seinem Besuch in Lettland erklärt, dass Russland seine Aktionen zur Destabilisierung westlicher Länder auf längere Sicht fortsetzen werde: "Natürlich wird Russland weiter versuchen, uns zu destabilisieren. Und natürlich wird das nicht aufhören, eben auch mit einem möglichen Friedensschluss in der Ukraine nicht", sagte er in Riga.

"Es werden alle möglichen Versuche unternommen, unsere westlichen Länder zu beeinflussen. Diese werden fortgesetzt und noch intensiver", sagte auch die lettische Außenministerin Baiba Braze nach ihrem Treffen mit Wadephul. Russland versuche vermehrt, seine Ziele mit unkonventionellen Mitteln zu erreichen: "Das ist die neue Normalität."

15.30 Uhr: CSU steht einem EU-Beitritt der Ukraine "zurückhaltend" gegenüber

Die CSU steht einem EU-Beitritt der Ukraine überaus skeptisch gegenüber. "Wir sind da zurückhaltend, weil wir natürlich sehen, dass es den Charakter EU völlig verändert", sagte Parteichef Markus Söder nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Sollte jemals angedacht werden, die Ukraine institutionell stärker an Europa zu binden, brauche es einen grundlegenden und völlig neuen Reformvertrag für Europa. 

Aus Söders Sicht würden die aktuellen EU-Strukturen nicht ausreichen, um eine Erweiterung um die Ukraine umzusetzen. Als Beispiel nannte er die Landwirtschaft, es würde aber auch sonst vieles nicht passen - "deswegen große Zurückhaltung". Dies bedeute nicht, dass die Tür für die Ukraine generell zugeschlagen werde, in dem Falle müsse aber Europa sich selbst völlig neu strukturieren. 

15.02 Uhr: Selenskyj - Vorbereitungen für nächstes trilaterales Treffen laufen

Bei dem Treffen von Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi am Freitag und Samstag sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor allem militärische Fragen besprochen worden. Es sei aber auch um politische Themen gegangen, teilte Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. "Die Vorbereitungen für neue trilaterale Treffen in dieser Woche laufen jetzt", schrieb der Präsident. Bei den jüngsten Beratungen über einen möglichen Waffenstillstand in dem seit fast vier Jahren währenden Krieg wurde bereits eine Fortsetzung beschlossen, ein konkreter Termin wurde nicht festgelegt.

14.31 Uhr: Wadephul kritisiert "stures Beharren" Russlands bei Ukraine-Gesprächen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat nach den Ukraine-Gesprächen zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi eine fehlende Kompromissbereitschaft Russlands angeprangert. Nach den Verhandlungen am Wochenende habe er hauptsächlich "ein stures Beharren Russlands in der entscheidenden territorialen Frage" vernommen, sagte Wadephul in der lettischen Hauptstadt Riga. 

Die Voraussetzung für einen belastbaren Friedensschluss zwischen der Ukraine und Russland sei, "dass Russland überhaupt eine Bereitschaft zum Friedensschluss" zeige, sagte der Bundesaußenminister bei einer Pressekonferenz. Wenn von Seiten Russlands "keine Beweglichkeit vorhanden ist, habe ich die Befürchtung, dass die Verhandlungen noch lange dauern können", fügte er hinzu: "Deswegen müssen wir in Europa uns jetzt darauf einstellen, dass wir weiter gefordert sind, die Ukraine zu unterstützen." 

Im Video: Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi - Fortsetzung nächste Woche

Verhandlungen in Abu Dhabi vorerst beendet
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Verhandlungen in Abu Dhabi vorerst beendet

13.55 Uhr: Kreml zu Ukraine-Gesprächen: "Es liegt noch viel Arbeit vor uns"

Der Kreml hat den "konstruktiven Geist" der Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi vom Wochenende gelobt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte jedoch zugleich vor Journalisten, "es wäre ein Fehler, von diesen ersten Kontakten bedeutende Ergebnisse zu erwarten". "Es liegt noch viel Arbeit vor uns", betonte er.

"Ich würde nicht sagen, dass dort irgendeine Art Freundlichkeit herrschte", sagte Peskow zu dem Treffen. Dies sei in dieser Phase "kaum möglich". "Aber wenn man durch Verhandlungen etwas erreichen will, muss man konstruktiv miteinander sprechen", fügte der Sprecher von Staatschef Wladimir Putin hinzu.

12.59 Uhr: Ukraine bestätigt Angriff auf russische Ölraffinerie

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht die Ölraffinerie Slawjansk Eko in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen, teilte die Armee über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Im Zielgebiet seien Explosionen zu hören gewesen. Ersten Informationen zufolge seien Teile einer Ölverarbeitungsanlage getroffen worden.

11.13 Uhr: EU-Staaten besiegeln Ausstieg aus russischem Erdgas bis Ende 2027

Die EU-Staaten haben den vollständigen Ausstieg aus russischem Erdgas bis Ende 2027 gegen den Widerstand von Ungarn und der Slowakei endgültig besiegelt. Die zuständigen Minister verabschiedeten das entsprechende Gesetz bei einem Treffen in Brüssel. Ungarn und die Slowakei, die auf ihre Abhängigkeit von russischen Energielieferungen verweisen und trotz des Ukraine-Kriegs weiter enge Beziehungen zu Moskau pflegen, stimmten dagegen. Die Regierung in Budapest kündigte an, vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen den Beschluss zu klagen. Das Verbot kam zustande, weil es lediglich eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedsländer benötigte und somit nicht durch das Veto einzelner Staaten blockiert werden konnte.

10.49 Uhr: Lettlands Geheimdienst warnt vor stärkerer Bedrohung durch Russland

Lettlands Verfassungsschutz warnt vor einer immer stärkeren Bedrohung durch Russland. Die von Russland ausgehenden Sicherheitsrisiken nähmen in Europa deutlich zu, schreibt die Behörde in ihrem Jahresbericht für 2025. Zugleich stelle Russland derzeit keine direkte militärische Bedrohung für das baltische EU- und Nato-Land dar. Einige Anzeichen wie die russischen Narrative und Propaganda über Lettland deuteten aber auf mögliche langfristige Pläne hin, heißt es weiter. 

06.29 Uhr: Feuer in russischen Betrieben nach Drohnenangriff

In der südrussischen Stadt Slawjansk-na-Kubani sind örtlichen Angaben zufolge nach dem Absturz von Drohnenfragmenten Brände in zwei Betrieben ausgebrochen. Ein Mensch wurde dabei verletzt, wie das regionale Notfallzentrum mitteilt. Um welche Unternehmen es sich genau handelt, wurde nicht mitgeteilt. In der Stadt befindet sich unter anderem eine private Raffinerie, die auch für den Export produziert. Das russische Verteidigungsministerium gibt den Abschuss von 40 ukrainischen Drohnen in der Nacht bekannt, davon 34 in der Region Krasnodar, wo Slawjansk-na-Kubani liegt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

00:05 Uhr: Selenskyj trifft belarussische Oppositionelle Tichanowskaja

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja haben sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius getroffen. Selenskyj habe sie bei dem Treffen zu einem Besuch nach Kiew eingeladen, schrieb die im Exil lebende Tichanowskaja bei Telegram. Ihren Angaben nach war es das erste bilaterale Treffen der beiden. Tichanowskaja dankte dem ukrainischen Präsidenten für die Aufnahme freigelassener politischer Häftlinge aus Belarus. Selenskyj schrieb zunächst nichts über das Treffen in sozialen Medien. 

Montag, 26. Januar 2026

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