Menschen sitzen während eines Luftalarms in einer Metrostation in Kiew, 17.2.2026
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Menschen sitzen während eines Luftalarms in einer Metrostation in Kiew, 17.2.2026
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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 7 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 7 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum Russland-Ukraine-Krieg vom 9. bis 15. Februar im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.56 Uhr: Ukrainische Behörden - Hunderte Gebäude in Kiew weiter ohne Heizung

Nach den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur sind in der Hauptstadt Kiew weiterhin hunderte Gebäude ohne Heizung. Rund 1100 Wohngebäude und 500 andere Gebäude könnten mitten im Winter nicht beheizt werden, teilten die Behörden der Hauptstadt mit.

21.53 Uhr: Selenskyj - Sicherheitsgarantien sind der Schlüssel für den Frieden

Sicherheitsgarantien für die Ukraine sind nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Hauptziel Kiews bei den anstehenden Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs. Der Schlüssel zur Beendigung des Kriegs liege in der Sicherheitsfrage, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. "Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität." Die Gespräche über ein Kriegsende sollen in der kommenden Woche unter amerikanischer Vermittlung zwischen Russen und Ukrainern in Genf weitergeführt werden.

15.41 Uhr: Rubio - Bericht zu Nawalny-Vergiftung "besorgniserregend"

Marco Rubio hat sich hinter die Erkenntnisse fünf europäischer Staaten gestellt, die Russland für den Giftmord an dem Kreml-Kritiker Alexej Nawalny verantwortlich machen. Die Regierung in Washington habe keinen Grund, den Bericht infrage zu stellen, sagte Rubio bei einem Besuch in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. Er bezeichnete das Papier als "besorgniserregend".

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und die Niederlande hatten am Samstag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es, Wissenschaftler hätten "schlüssig" den Giftstoff Epibatidin in Proben des Leichnams nachgewiesen.

15.39 Uhr: Lettland warnt vor Russlands Aggression

Lettlands Geheimdienstchef Egils Zviedris hat angesichts der auf Krieg eingestellten russischen Wirtschaft vor einer fortgesetzten Aggression Moskaus über die Ukraine hinaus gewarnt. "Die potenzielle Aggressivität Russlands nach Beendigung des Ukraine-Krieges wird von vielen Faktoren abhängen", sagte Zviedris der Nachrichtenagentur AFP am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Dazu gehöre, "wie der Krieg endet, ob er eingefroren wird oder nicht, und ob die Sanktionen bestehen bleiben".

13.35 Uhr: Kallas - EU-Staaten nicht bereit für festes Beitrittsdatum der Ukraine

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Hoffnungen der Ukraine auf die Nennung eines konkreten Zeitpunkts für den EU-Beitritt gedämpft. Nach ihrer Einschätzung seien die Mitgliedstaaten dazu derzeit nicht bereit, sagte Kallas am Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Damit erteilte sie der Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj indirekt eine Absage. Selenskyj hatte am Samstag auf der Konferenz in der bayerischen Landeshauptstadt erneut verlangt, ein festes Datum als Teil der Sicherheitsgarantien für einen endgültigen Friedensschluss mit Russland festzulegen.

Diplomaten zufolge war in einem 20-Punkte-Friedensplan, der zwischen den USA, der Ukraine und der EU diskutiert wurde, das Jahr 2027 als Zielmarke für den Beitritt vermerkt. Dies sollte den wirtschaftlichen Wohlstand der Ukraine nach Kriegsende sichern. "Mein Gefühl ist, dass die Mitgliedstaaten nicht bereit sind, ein konkretes Datum zu nennen", sagte Kallas bei einer Podiumsdiskussion. Es gebe noch viel zu tun. Viele EU-Regierungen halten ein festes Datum für unrealistisch, da der Beitritt ein auf Leistung basierender Prozess sei. Fortschritte hingen allein davon ab, wie schnell ein Kandidat seine Gesetze an EU-Standards anpasse.

12.49 Uhr: Finnland - Russland auch nach einem Waffenstillstand eine Gefahr

Die finnische Außenministerin Elina Valtonen hat davor gewarnt, dass Russland auch nach einem Friedensschluss in der Ukraine eine Gefahr für Europa bleiben wird. Russland sei eine militärische Bedrohung, solange Präsident Putin an der Macht sei, sagte Valtonen der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei wichtig, "dass wir dann nicht beginnen, irgendwie Russland zu verharmlosen oder wieder Geschäfte mit Russland zu machen", fügte sie am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz hinzu: "Russland wird dieses Geld für die Kriegsmaschine benutzen und dann uns wieder bedrohen."

Es sehe so aus, als ob Putin einen größeren Gegner als nur die Ukraine brauche - dies sei für ihn Europa, "er möchte uns spalten". Die finnische Außenministerin warnte ausdrücklich vor Desinformation, die den Eindruck erwecken solle, dass Russland künftig keine große Gefahr mehr sei und die Europäer nicht aufrüsten müssten.

12.25 Uhr: Ukrainischer Ex-Energieminister Haluschtschenko festgenommen

Der wegen Korruptionsverdacht entlassene frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist bei der versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden. Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weit verzweigten Fall dauerten an.

Im vergangenen November hatten ukrainische Korruptionsfahnder Vorwürfe gegen eine Gruppe mutmaßlich bestechlicher Staatsdiener direkt im Umfeld von Präsident Selenskyj erhoben. Sie sollen sich im staatlichen Konzern Ernerhoatom an Geld vergriffen haben, das eigentlich für Schutzbauten um Energieanlagen gegen Luftangriffe bestimmt war. Haluschtschenko, einer der Beschuldigten, musste als Energieminister gehen. Dem Selenskyj-Vertrauten Tymur Minditsch gelang die Flucht.

12.20 Uhr: Weiter Sorge vor US-Sanktionen bei PCK-Raffinerie

Der PCK-Raffinerie in Schwedt könnten weiter US-Sanktionen drohen, am 29. April endet eine Regelung, nach der die Strafmaßnahmen ausgesetzt sind. Die Bundesregierung will die Versorgung mit Benzin und Heizöl im Nordosten sicherstellen. Man setze sich deshalb dafür ein, "dass die Versorgungssicherheit in Deutschland auch weiterhin gewährleistet bleibt sowie der Standort erhalten bleibt", teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit, man stehe bezüglich "der deutschen Tochterunternehmen der russischen Rosneft" im "konstruktiven Austausch" mit den US-Behörden.

Die Regierung bereitet sich gleichzeitig "auf Alternativszenarien zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit vor", wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Frage des Linke-Abgeordneten Christian Görke hervorgeht: "Ein Wegfall der Rosneft Deutschland und der von ihr kontrollierten Raffineriekapazitäten oder auch ein Wegfall der PCK allein könnten kurzfristig nicht durch zusätzliche Importe von Raffinerieprodukten voll kompensiert werden."

11.36 Uhr: Kallas - Europa muss in Friedensgespräche eingebunden werden

Bei den Verhandlungen zu einem Ende des Krieges zwischen Russland und der Ukraine muss nach Ansicht der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas die russische Seite deutlich mehr Konzessionen machen. "Wenn wir einen nachhaltigen Frieden wollen, dann brauchen wir auch Zugeständnisse von russischer Seite", sagte sie bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Europa habe über eine Aufhebung von Sanktionen und den Umgang mit russischen Vermögenswerten Hebel.  Russland und Amerika müssten die Europäer bei Gesprächen einbinden: "Wenn wir nicht einfach allem zustimmen, was Amerika aushandelt, dann müssen sie mit uns sprechen."

Derzeit sitze Europa bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch, weil die Russen glaubten, dass sie von den USA bekämen, was sie wollen. Europa könne aber "diesen Dingen nicht zustimmen. Jetzt kommt ein Punkt, an dem auch die Russen verstehen, dass die Dinge, die sie tatsächlich brauchen oder von denen sie glauben, dass die Amerikaner sie ihnen liefern werden, von Europa abhängig sind." Kallas warnte vor zu vielen Zugeständnissen: "Wir haben in Estland ein Sprichwort, das besagt: Wenn man viel verlangt, bekommt man wenig, wenn man wenig verlangt, bekommt man nichts, und wenn man nichts verlangt, zahlt man noch drauf."

10.41 Uhr: Russischer Armeechef - Ein Dutzend ukrainische Dörfer eingenommen

Russlands Armeechef Waleri Gerassimow hat bei einem Besuch russischer Truppen in der Ukraine die Einnahme ukrainischer Dörfer durch die russischen Streitkräfte gemeldet. In den ersten zwei Februarwochen hätten die russischen Streitkräfte ein Dutzend Dörfer im Osten der Ukraine eingenommen, zitierte das Verteidigungsministerium Gerassimow. Seinen Angaben zufolge rücken russische Truppen auch in Richtung Slowjansk vor. Russlands Streitkräfte sind etwa 15 Kilometer von der Stadt entfernt, die 2014 schon in der Hand pro-russischer Separatisten war und immer wieder von den Russen angegriffen wird.

Gerassimov erklärte zudem, Moskau werde eine "Sicherheitszone" in den Grenzgebieten im Nordosten der Regionen Sumy und Charkiw ausweiten. Zudem werde er mit Offizieren "weitere Schritte in Richtung Dnipropetrowsk" besprechen. Gerassimows Besuch erfolgte kurz vor weiteren Gesprächen mit der Ukraine in Genf und kurz vor dem vierten Jahrestag seit Beginn des russischen Angriffs. Im Herbst hatte sich Russlands Vormarsch beschleunigt. Sein Ziel, die ostukrainische Region Donezk zu erobern, hat Russland in rund vier Jahren Krieg allerdings nicht erreicht.

09.30 Uhr: Beziehungen zu Moskau Thema bei Rubio-Besuch in Slowakei und Ungarn

US-Außenminister Marco Rubio beginnt eine zweitägige Reise in die Slowakei und nach Ungarn. Er wird am Sonntag den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico treffen. Am Montag ist eine Begegnung mit Ungarns Regierungschef Orban geplant. Auf der Agenda stehen laut US-Außenministerium Energiekooperation und auch die Verpflichtungen im Rahmen der Nato. Die Slowakei und Ungarn haben ihre Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des BIP erhöht, aber nicht auf die von Trump geforderten fünf Prozent. Beide Länder beziehen noch immer Öl und Gas aus Russland, was die US-Regierung kritisiert.

Die Beziehungen beider Länder zur EU sind angespannt, unter anderem wegen Untersuchungen zu rechtsstaatlichen Defiziten. Zudem unterhalten Fico und Orban weiterhin Beziehungen zur Führung in Moskau, haben EU-Sanktionen gegen Russland kritisiert und lehnen Militärhilfe für die Ukraine ab.

08.34 Uhr: Drei Verletzte bei russischen Luftangriffen

Die russische Armee hat die Ukraine erneut mit Drohnen angegriffen. In der Großstadt Saporischschja seien drei Menschen verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit.

07.01 Uhr: Gouverneur - Hafen im russischen Oblast Krasnodar Ziel von Drohnenangriff

Die russische Oblast Krasnodar war Gouverneur Wenjamin Kondratjew zufolge Ziel eines schweren ukrainischen Drohnenangriffs, im Hafen von Taman sei dabei ein Feuer ausgebrochen. ZWei Menschen seien verletzt worden, ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals des Hafens seien bei dem "massiven Angriff" beschädigt worden, teilte Kondratjew auf Telegram mit. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 68 ukrainische Drohnen seien über verschiedenen Regionen Südrusslands abgeschossen worden.

Der Hafen von Taman wird vor allem zum Export von Ölprodukten und Getreide genutzt, Krasnodar war auch deswegen schon wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Die Oblast liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist. Die Brücke wurde aufgrund der Angriffe vorübergehend gesperrt.

06.16 Uhr: Münchner Sicherheitskonferenz geht zu Ende - Ukraine ein Hauptthema

In München geht am Sonntag die 62. Sicherheitskonferenz zu Ende. Am dritten und letzten Tag des internationalen Treffens zur Außen- und Sicherheitspolitik stehen unter anderem Auftritte der EU-Außenbeauftragen Kaja Kallas und der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde auf dem Programm. Ein Schwerpunkt der Konferenz dürfte neben der Krise im transatlantischen Verhältnis auch am Abschlusstag der Ukraine-Krieg sein.

04.45 Uhr: Hillary Clinton - Trumps Haltung zur Ukraine ist "schändlich"

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat Präsident Donald Trumps Haltung zur Ukraine als "schändlich" bezeichnet. "Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin zu zwingen, für beschämend", sagte die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz. 

Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, sagte die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren, sagte Clinton.

Sonntag, 15. Februar 2026

21.25 Uhr: Ewald-von-Kleist-Preis für Selenskyj

Stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer ist Präsident Wolodymyr Selenskyj mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden. Polens Ministerpräsident Donald Tusk sagte in der Laudatio, das ukrainische Volk verdiene den größten Respekt der gesamten freien Welt. Die Ukraine zahle den höchsten Preis für ihren Widerstand gegen den Feind, der auch eine Bedrohung für ganz Europa und die gesamte westliche Welt sei.

17.20 Uhr: Kiew weiter an Taurus interessiert

Die Ukraine ist nach wie vor an deutschen Marschflugkörpern vom Typ "Taurus" interessiert. Das bestätigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Nachfrage bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Doch eine Entscheidung sei bislang nicht gefallen.

Kiew hatte Deutschland schon vor Jahren um Taurus-Lieferungen gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Sein Nachfolger Friedrich Merz hatte die Lieferung hingegen nicht ausschließen wollen. Der Taurus hat eine Reichweite von 500 Kilometern.

Im Video: Rede von Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, spricht bei der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC).
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Rede von Wolodymyr Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz

15.10 Uhr: Vergiftung Nawalnys - Wadephul fordert Konsequenzen

Nach dem Bekanntwerden der Vergiftung von Alexej Nawalny durch Russland fordert Außenminister Johann Wadephul (CDU), dass die Chemiewaffen-Verbotsorganisation OPCW sich mit dem Vorgang befasst. Der Vorfall zeige, dass Putin "sich um Fragen der Menschlichkeit, aber auch um rechtliche Fragen, wie das Chemiewaffenverbot, nicht kümmert", sagte Wadephul bei Welt-TV. "Wir müssen unsere regelbasierte Ordnung hier auch verteidigen und alle Mittel zur Anwendung bringen", so der Außenminister.

Nawalny: Neue Erkenntnisse zur Todesursache
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Nawalny: Neue Erkenntnisse zur Todesursache

15.00 Uhr: Rutte - Russlands Armee verliert Zehntausende Soldaten

Russland muss nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte im Krieg gegen die Ukraine derzeit "wahnsinnige Verluste" hinnehmen. In den vergangenen zwei Monaten habe die russische Armee rund 65.000 Soldaten verloren, sagt Rutte auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

14.05 Uhr: Analysen – Nawalny von Moskau mit Pfeilgift getötet

Der vor zwei Jahren in russischer Haft gestorbene Alexej Nawalny ist Analysen zufolge mit einem starken Nervengift getötet worden. Zunächst blieb offen, wann, wo und wie die Analysen durchgeführt wurden. Seine Witwe Julia Nawalnaja sagte am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz, nun habe man den Beweis, dass Kremlchef Wladimir Putin ein Mörder sei.

Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Schweden und den Niederlanden beschuldigten Russland, den Kremlkritiker umgebracht zu haben. Wadephul sagte, Nawalnys sterbliche Überreste hätten ein besonders starkes Nervengift, Epibaditin, enthalten. Die Wirkung des im Hautdrüsensekret von Baumsteigerfröschen in Ecuador, sogenannten Pfeilgiftfröschen, vorkommenden Giftes sei 200 Mal so stark wie Morphium. "Es lähmt die Atemmuskulatur, die Opfer ersticken qualvoll", so Wadephul.

Im Audio: Nawalny von russischen Behörden vergiftet

Gedenkstätte mit Kerzen und Blumen für den in einem Straflager verstorbenen russischen Regimekritiker Alexej Nawalny in Dortmund
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Nawalny von russischen Behörden vergiftet

13.36 Uhr: Selenskyj - Putin ist ein "Sklave des Krieges"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit scharfen Worten gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewendet. "Niemand in der Ukraine glaubt, dass (Putin) unser Volk jemals gehen lassen wird, aber er wird auch andere europäische Nationen nicht gehen lassen, weil er sich nicht von der Idee des Krieges lösen kann. Er mag sich selbst als Zar sehen, aber in Wahrheit ist er ein Sklave des Krieges", sagte Selenskyj.

Aufgrund der massiven russischen Angriffe gegen die ukrainische Energieinfrastruktur ist - Selenskyi zufolge - kein einziges Kraftwerk in der Ukraine unbeschädigt. Hunderttausende Menschen waren bei Temperaturen von um die minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung. In Kiew können derzeit auch mehr als 30 Prozent der Schulen und Kindergärten nicht heizen, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Es ist der bisher kälteste Winter in der Ukraine seit Kriegsbeginn vor vier Jahren.

Selenskyj - Putin ist "ein Sklave des Krieges"
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Selenskyj - Putin ist "ein Sklave des Krieges"

13.20 Uhr: Selenskyj - Westliche Waffen kommen viel zu langsam

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz die westlichen Verbündeten zu rascheren Waffenlieferungen aufgefordert. "Manchmal gelingt es uns, neue Raketen für unsere Patriots oder Nasams erst kurz vor einem Angriff und manchmal sogar nur im allerletzten Moment bereitzustellen", sagte er am Samstag unter Verweis auf zwei von Deutschland und Norwegen gelieferte Luftabwehrsysteme. 

Selenskyj bedauerte zudem, dass sich die Waffen schneller entwickelten als die politischen Bemühungen zur Beendigung der russischen Invasion. So seien die von Russland genutzten iranischen Schahed-Drohnen im Verlauf des bald vier Jahre dauernden Krieges in ihrer Wirkung immer folgenschwerer geworden.

13.02 Uhr: Selenskyj unter Bedingungen zu Wahlen bereit

Wenn US-Präsident Donald Trump darauf bestehe, könne die Ukraine innerhalb von zwei Monaten Wahlen abhalten, sagt Selenskyj bei einer Diskussionsrunde nach seiner Rede auf der Sicherheitskonferenz. Es brauche dafür allerdings einen Waffenstillstand und Sicherheitsgarantien. Zudem müssten die ukrainischen Soldaten ebenfalls wählen können. Grundsätzlich seien Wahlen während eines laufenden Kriegs schwierig, betont der ukrainische Präsident.

12.25 Uhr: Selenskyj fordert Nato-Mitgliedschaft für Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert erneut eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes. Die ukrainsche Armee sei die stärkste Europas, sagte Selenskyj auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Es wäre nicht schlau, die größte Armee Europas aus der Nato herauszulassen", betont er. "Aber stellen Sie sicher, dass dies Ihre Entscheidung sein wird und nicht Putins", fügt er an die Adresse der Nato-Staaten hinzu.

Im Audio: Schwule Soldaten in der ukrainischen Armee

Symbolbild: Ukrainische Rekruten säubern Waffen während der Ausbildung auf einer Militärbasis der britischen Streitkräfte in Südengland.
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Schwule Soldaten in der ukrainischen Armee

12.20 Uhr: Selenskyj bemängelt langes Warten auf Waffen

Der ukrainische Präsident geht auf die Waffen ein, die im Ukraine-Krieg eingesetzt werden. Wie Russland unter anderem iranische Drohnen verwende, zeige "das Böse, wie wir es noch nie gesehen haben". Den Partnern von Kiew drückt Selenskyj seine Dankbarkeit aus. Er bemängelt aber auch, dass es teilweise Monate und Jahre gedauert habe, bis Flugabwehr oder Panzer geliefert wurden.

Trotzdem bilanziert Selenskyj: "Ohne die US-Amerikaner, die Europäer und jeden anderen, der an unserer Seite steht, wäre es schwierig geworden, durchzuhalten." Jetzt brauche es starke Sicherheitsgarantien für sein Land, aber auch für Europa.

09.55 Uhr: China lobt EU-Kontakte zu Russland

Chinas Außenminister Wang Yi äußert sich positiv darüber, dass auch europäische Politiker mit Russland über die Ukraine sprechen. "Europa hat Mut gefasst, spricht mit Russland, das begrüßen wir", sagt Wang Yi auf der Münchner Sicherheitskonferenz in Anspielung etwa auf Gespräche in Moskau von Vertretern Frankreichs und Ungarns. Auf die Frage, was China zur Lösung des Konflikts beitrage, sagt Wang Yi erneut, dass sein Land eine friedliche Lösung wolle. Chinesischen Druck auf den Verbündeten Russland, das die Ukraine 2022 überfallen hat, erwähnt er nicht. Er fordert die Europäer dagegen auf, "neue Ideen" zu entwickeln, um eine "ausgewogene, dauerhafte Sicherheitsarchitektur für Europa" zu entwickeln. Details nennt er nicht.

09.40 Uhr: Kiew - IWF plant neues Kreditprogramm für Ukraine

Die Ukraine und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf eine Lockerung von Bedingungen für ein neues Kreditprogramm im Volumen von 8,2 Milliarden Dollar geeinigt. Die Regierung erwarte, dass der IWF-Verwaltungsrat das Programm bei seiner nächsten Sitzung behandeln werde, erklärt die Regierungschefin. Die Zustimmung sei ein entscheidender Anker für weitere internationale Finanzhilfen für die Ukraine, darunter ein Darlehen der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro.

08.09 Uhr: Zwei Tote bei russischen Angriffen in Regionen Odessa und Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa und die Region Saporischschja sind nach Angaben der ukrainischen Behörden zwei Menschen getötet worden. In Odessa sei ein Wohngebäude bei einem Drohnenangriff in Brand geraten, teilte der Gouverneur der südlichen Region am Samstag im Onlinedienst Telegram mit. "Das Feuer wurde schnell durch Rettungshelfer gelöscht. Leider wurde eine Frau bei dem Angriff getötet", erklärte er.

Nordöstlich der Schwarzmeerregion Odessa wurde in der Region Saporischschja mindestens ein Mensch getötet, wie der Militärchef der Region, Ivan Fedorow, mitteilte. "In den vergangenen 24 Stunden haben die Invasoren 655 Angriffe auf 41 Siedlungen in der Region Saporischschja ausgeführt", erklärte er. Drei Menschen seien verletzt worden.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist eines der bestimmenden Themen der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Dort soll der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstagabend stellvertretend für sein Volk den Ewald-von-Kleist-Preis für besondere Beiträge zur internationalen Verständigung und Konfliktbewältigung entgegennehmen. 

05.00 Uhr: Selenskyj zeichnet disqualifizierten Olympioniken mit Staatsorden aus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeichnet den von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossenen Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch mit einem hohen Staatsorden aus. Heraskewytsch war bei den Spielen in Italien disqualifiziert worden, weil er mit einem Helm an im Krieg mit Russland getötete Athleten erinnerte. "Medaillen sind wichtig für die Ukraine und für Sie, aber das Wichtigste ist, wer Sie sind", sagte Selenskyj bei der Verleihung des ukrainischen Freiheitsordens am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Er habe großen Respekt vor allen Olympioniken, die Heraskewytsch und seine Haltung unterstützt hätten, so der Präsident. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) weist die Berufung des Sportlers gegen den Ausschluss jedoch weiterhin zurück.

02.00 Uhr: Zwei Tote in Belgorod nach ukrainischem Raketenangriff

Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow erklärte in einem auf Telegram geposteten Video, dass die Männer Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und Stromnetze in der Stadt reparierten. Durch den Angriff seien auch Energieanlagen schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung geführt habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt.

Samstag, 14. Februar 2026

22.26 Uhr: Trump zu Ukraine-Verhandlungen: Selenskyj muss sich bewegen

US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Zugeständnissen bei den Verhandlungen für ein Ende des russischen Krieges gegen dessen Land aufgefordert. Trump sagte vor Journalisten am Weißen Haus: "Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance."

Damit erhöht die US-Regierung den Druck auf Kiew vor einer neuen Verhandlungsrunde, die nach russischen Angaben für nächste Woche in Genf geplant ist. Selenskyj und andere ukrainische Vertreter hatten zuletzt erklärt, dass die USA eine Friedensvereinbarung bis Juni anstreben.

Einem Bericht der "New York Times" zufolge liegt dabei der Blick der US-Regierung vor allem auf den anstehenden US-Zwischenwahlen. Trump wolle einen außenpolitischen Erfolg vorweisen, zudem könnte sich der Fokus der Regierung danach stärker auf die Innenpolitik verlagern. Unklar bleibt demnach, welche Konsequenzen Washington ziehen würde, sollte Kiew bei strittigen Fragen wie Gebietsabtretungen nicht einlenken.

22.08 Uhr: Selenskyj lehnt erneut Rückzug aus dem Donbass ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat russischen Forderungen nach einer Preisgabe des Donbass erneut eine klare Absage erteilt. Er begründete dies mit den etwa 200.000 Ukrainern, die noch in den von Kiew kontrollierten Teilen der Gebiete Donezk und Luhansk leben. 

"Ich soll zu ihnen gehen, in jede Wohnung, klopfen und sagen: Schau mal, eine großartige Idee! Vergiss dein Haus, vergiss alles, deine Verwandten, verlass dein Haus, denn das ist die großartige Idee der großen Bosse", sagte Selenskyj bei einer Veranstaltung des Nachrichtenportals "Politico" auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Selenskyj nutzte auch ein militärisches Gegenargument. Russland verliere in den Kämpfen im Osten monatlich Zehntausende Soldaten, sagte er. Moskau gebe aber das Ziel nicht auf, die gesamte Ukraine zu besetzen. "Wir können uns nicht einfach von unserem Territorium zurückziehen", sagte Selenskyj. Und weiter: "Nur die Ukraine verteidigt heute Europa. Und nur Europa gibt der Ukraine heute Geld und hilft der Ukraine. Nur die USA können heute Putin stoppen. Und nur (Kremlchef Wladimir) Putin will, dass dieser Krieg weitergeht", sagte er.

Am Ende werde es Frieden für die Ukraine geben, sagte der Präsident. "Aber es muss fair sein, wirkliche Freiheit, wirkliche Demokratie, ein wirkliches Leben, das in keiner Weise von Russland abhängt von Kultur bis Energie". Eine nächste Verhandlungsrunde zwischen Moskau, Kiew und Washington soll kommende Woche in Genf stattfinden.

20.53 Uhr: Macron beharrt auf europäischer Beteiligung an Ukraine-Verhandlungen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bei der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) seine Forderungen nach einer europäischen Beteiligung an Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine bekräftigt. "Die Europäer müssen zu einem möglichen Abkommen zustimmen, denn sie werden einen bedeutenden Teil der Sicherheitsgarantien übernehmen", sagte Macron am Freitagabend in München. "Wenn Sie wollen, können Sie ohne die Europäer verhandeln, aber dann wird es keinen Frieden geben", sagte Macron an die Adresse der USA

Aus diesem Grund habe er auch entschieden, "einen direkten Gesprächskanal mit Russland" zu eröffnen, "in voller Transparenz mit der Ukraine, den europäischen Partnern und den amerikanischen Verbündeten", sagte der französische Präsident. Langfristig gehe es auch darum, wie Europa mit Russland koexistieren könne. "Wenn wir in der Ukraine eine Einigung erzielen, werden wir es dennoch weiter mit einem aggressiven Russland zu tun haben, mit einer aufgeputschten Rüstungsindustrie und einer aufgeblähten Armee", sagte Macron. 

"Wir werden Regeln des Zusammenlebens definieren müssen", fügte er hinzu. Dazu müsse etwa auch geklärt werden, wie Rüstungskontrollen im Zeitalter von Drohnen gestaltet werden könnten. Über diese Themen wolle Frankreich in Kürze mit Deutschland und Großbritannien beraten. "Europa muss lernen, eine geopolitische Macht zu werden", sagte Macron. 

19.45 Uhr: CAS weist Einspruch von ukrainischem Skeleton-Piloten zurück

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat den Einspruch des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch gegen seinen Olympia-Ausschluss abgewiesen. Damit darf der 27-Jährige nicht zu den entscheidenden Läufen bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo antreten. Die Meinungsfreiheit sei bei den Olympischen Spielen zwar garantiert, jedoch nicht auf dem Spielfeld, was ein heiliges Prinzip sei, teilte CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb nach einer achtstündigen Anhörung am Freitag mit. Heraskewytsch bezeichnete seinen Ausschluss als ein "Propaganda-Instrument für Russland".

Heraskewytsch kündigte weitere rechtliche Schritte an. "Der CAS hat uns im Stich gelassen. Wir werden unsere nächsten Schritte prüfen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Der Sportler war am Donnerstag unmittelbar vor einem Wettbewerb von den Spielen ausgeschlossen worden, weil er einen sogenannten "Helm der Erinnerung" trug. Darauf zu sehen waren Bilder von zwei Dutzend seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 getöteten ukrainischen Athleten. Ausgeschlossen worden war er, weil er mit dem Helm gegen das Gebot der politischen Neutralität bei den Spielen verstoßen haben soll.

19.20 Uhr: Europäer sagen Ukraine neue Hilfe für Energieversorgung zu

Die Europäer sagen der Ukraine bei einem Treffen im sogenannten Berlin-Format am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz weitere Hilfe zu. Dabei gehe es um Energiehilfe, um die Folgen der anhaltenden Luftschläge gegen die zivile Infrastruktur zu lindern, heißt es in Regierungskreisen. Es sei auch um Militärhilfe gegangen.

Teilnehmer seien Kanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Präsidenten bzw. Regierungschefs aus Frankreich, Finnland, Großbritannien, Polen, Norwegen, Dänemark, Schweden, Estland, der Niederlande, sowie die Spitzen von Nato, EU-Rat und EU-Kommission und die Außenminister Italiens und Kanadas gewesen. Merz hatte Selenskyj vorher bilateral getroffen.

US-Außenminister Marco Rubio hat nach Reuters-Informationen nicht an dem Treffen der Europäer mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rand der Sicherheitskonferenz teilgenommen.

17.34 Uhr: Hochrangiges Treffen zur Ukraine-Unterstützung bei MSC

Die Staats- und Regierungschefs mehrerer europäischer Länder haben sich anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz zu Beratungen über den Ukraine-Krieg getroffen. An dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nahmen unter anderen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premierminister Keir Starmer und Nato-Generalsekretär Mark Rutte teil. US-Außenminister Marco Rubio war nicht dabei. Merz war zuvor zu einem bilateralen Treffen mit Selenskyj zusammengekommen.

Im Audio: Schweiz bestätigt neue Ukraine-Gesprächsrunde in Genf

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Schweiz bestätigt neue Ukraine-Gesprächsrunde in Genf (Symbolbild)

15.45 Uhr: "Unerwünschte Organisation" - DAAD muss aus Russland raus

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) muss seine Arbeit in Russland beenden. Das russische Justizministerium habe den DAAD am 10. Februar zur "unerwünschten Organisation" erklärt, teilte die Förderorganisation am Freitag in Bonn mit. Damit gebe es keine Stipendien des DAAD mehr für russische Studierende und Forschende in Deutschland. Derzeit laufende DAAD-Stipendien seien von der Maßnahme nicht betroffen.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Maßnahme der russischen Behörden "auf das Schärfste" verurteilt, sie sei "völlig unbegründet". Weiter sagte Wadephul bei der Münchner Sicherheitskonferenz: "Wir beobachten mit Sorge, dass die Wissenschaftsfreiheit in Russland immer stärker eingeschränkt wird." Immer mehr unabhängige Wissenschaftsorganisationen würden "systematisch an ihrer Arbeit gehindert".

ARCHIV - 07.06.2024, Nordrhein-Westfalen, Münster: Eine Fahne vom DAAD aufgenommen bei einem Treffen Internationaler Studierenden.
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"Unerwünschte Organisation" - DAAD muss aus Russland raus

15.40 Uhr: Nato-Chef Rutte spottet über russische Streitkräfte

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat das Tempo des russischen Vormarschs in der Ukraine mit einer Schnecke verglichen. "Dieser sogenannte russische Bär existiert nicht", sagte er bei der Münchner Sicherheitskonferenz. "Unterm Strich bewegt sich das kaum schneller als eine Gartenschnecke."

Rutte verwies zudem auf die enormen Verluste der russischen Streitkräfte in ihrem Angriffskrieg. Allein im Dezember seien 35.000 russische Soldaten gefallen, im Januar ebenfalls 30.000. "Das sind die Fakten. Deshalb müssen wir die Ukraine stark halten, denn wir sehen, dass sie unsere Unterstützung bestmöglich nutzt", sagte er.

13.53 Uhr: Deutschland startet Drohnenproduktion mit Ukraine

Zusammen mit der Ukraine startet Deutschland zum ersten Mal ein gemeinsames Rüstungsunternehmen. Bis Jahresende will die Firma "Quantum Frontline Industries" mindestens 10.000 militärisch nutzbare Drohnen für die Ukraine liefern. Der Produktionsstandort in Süddeutschland soll geheim bleiben.

Vor der heute begonnenen Münchner Sicherheitskonferenz nahm Präsident Wolodymyr Selenskyj eine frisch produzierte Drohne vom Typ "Linza" in Empfang. "Linza" kann bis zu zwei Kilogramm schwere Lasten tragen - wie etwa Bomben oder Granaten. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SDP) sagte bei der Übergabe: "Wir unterstützen damit die Ukraine in ihrem Kampf."

12.36 Uhr: Sonderbeauftragte Freeland - Ukraine auch nach Kriegsende unterstützen

Die Unterstützung der Ukraine sollte laut der kanadischen Politikerin Chrystia Freeland nicht als Gefallen, sondern als eine wichtige Maßnahme für die Demokratie weltweit verstanden werden. Freeland, Sonderbeauftragte für den Wiederaufbau der Ukraine, betonte am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung im Literaturhaus München, dass dieser Krieg ein entscheidender Konflikt für die Demokratien weltweit sei. Europa könne sich glücklich schätzen, dass die Ukraine weiterhin Widerstand leiste, da dies keineswegs selbstverständlich sei.

Im Audio: EU bezieht 2025 fast unverändert Flüssiggas aus Rußland

Flammen eines Gasherdes (Symbolbild)
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EU bezieht 2025 fast unverändert Flüssiggas aus Rußland

12.23 Uhr: Nächste Runde der Friedensgespräche in Genf geplant

Die nächste Runde der Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine soll Berichten russischer Nachrichtenagenturen zufolge kommende Woche in Genf stattfinden. Die Gespräche sind demnach für Dienstag und Mittwoch angesetzt, wie aus Aussagen von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hervorgeht. Die russische Delegation wird von Kreml-Berater Wladimir Medinsky geleitet. Zuvor hatte die russische Regierung zwar den Termin für die nächsten Gespräche auf die kommende Woche festgelegt, den genauen Ort jedoch zunächst offen gelassen.

10.56 Uhr: Russland kündigt Ukraine-Gespräche für nächste Woche an

Russland kündigt für kommende Woche die nächste Runde der Ukraine-Friedensgespräche an. Wo die Begegnung stattfinden soll, lässt das russische Präsidialamt jedoch offen. Insidern zufolge haben US-Vertreter ein trilaterales Treffen am Montag und Dienstag in Miami im US-Bundesstaat Florida vorgeschlagen. Frühere Gesprächsrunden hatten in Abu Dhabi stattgefunden.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigt zudem, dass es Gespräche zwischen Moskau und Washington über eine bilaterale Handels- und Wirtschaftskooperation gibt. Russland hoffe auf eine Fortsetzung dieses Dialogs, sagt Peskow. Mehr als Gespräche werde es jedoch wahrscheinlich nicht geben, bevor der Konflikt in der Ukraine beigelegt sei.

Im Audio: Russland bestätigt Ukraine-Verhandlungen nächste Woche in Genf

Kremlsprecher Dmitri Peskow
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Russland bestätigt Ukraine-Verhandlungen nächste Woche in Genf

09.49 Uhr: Weitere Tote und Verletzte nach russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet worden. In der Ostukraine seien am Donnerstagabend beim Beschuss von Kramatorsk drei Brüder ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk mit. Die älteren seien 19 Jahre und der jüngste acht Jahre alt gewesen. Bürgermeister Olexander Hontscharenko zufolge wurde bei dem Angriff ein weiterer Mann getötet.

Die Region Odessa am Schwarzen Meer war ebenso einmal mehr im Visier russischer Angriffe. Gouverneur Oleh Kiper zufolge wurde auch dort ein Mensch getötet, sechs weitere seien verletzt worden. Ziel der Attacken waren den Angaben nach Objekte der Hafen-, Wohn-, Industrie- und Energieinfrastruktur.

Im Gebiet Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft eine Frau bei einem Drohnenangriff am Morgen in einem Dorf im Landkreis Isjum getötet. Eine weitere Frau kam bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Orichiw in der südukrainischen Region Saporischschja ums Leben, wie Gebietsgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Ein Mann wurde verletzt.

09.46 Uhr: Ischinger fordert mehr deutsche Ukraine-Unterstützung

Nach den Worten des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger, muss Deutschland die Ukraine nach dem Wegfall der Unterstützung durch die USA im Angriffskrieg gegen Russland noch stärker unterstützen. Es sei wichtig, "dass wir die Lücke noch viel stärker füllen, die durch den Ausfall der USA bei der Belieferung der Ukraine mit Waffen, Rüstungsgütern, Munition" entstanden sei, sagte Ischinger am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".

Wolfgang Ischinger , Leiter der Muenchner Sicherheitskonferenz
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Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, fordert mehr deutsche Unterstützung für die Ukraine.

07.29 Uhr: Ein Toter bei Angriffen in der Region Odessa

Bei einem russischen Drohnenangriff sind nach Angaben der Ukraine ein Mensch getötet und sechs weitere Personen verletzt worden. Die Attacke habe einem der Häfen in der Region Odessa am Schwarzen Meer gegolten, schreibt der ukrainische Vize-Ministerpräsident Olexij Kuleba auf Telegram. Es habe sich um einen schweren Angriff auf Hafen- und Eisenbahnanlagen gehandelt. Auch in der Region Dnipropetrowsk sei das Zugnetz attackiert worden.

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Angriffe auf Energieinfrastruktur und Häuser in Odessa

04.05 Uhr: Stoltenberg fordert neue Waffenkontrollgespräche mit Russland

Der ehemalige Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich laut einem Medienbericht vor dem Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz für Gespräche mit Russland zur Atomwaffenkontrolle ausgesprochen. "Ich glaube, dass wir auf der Basis von Stärke und glaubwürdiger Abschreckung wieder mit Russland reden müssen", sagte Stoltenberg einem Vorabbericht der "Augsburger Allgemeinen" zufolge.

Er bedauere es sehr, dass die gesamte Architektur der Waffenkontrolle, die nach und nach während und nach dem Kalten Krieg entwickelt wurde, nicht mehr existiere. "Wir müssen einen Weg finden, eine neue Ordnung der Waffenkontrolle herzustellen", forderte der norwegische Finanzminister. "Wir waren dazu im Kalten Krieg in der Lage, wir sollten es zukünftig auch sein."

01.16 Uhr: Russland greift weitere Energieinfrastruktur an

Die Ukraine meldet erneute russische Drohnenangriffe auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die zweite Drohnenwelle innerhalb von 24 Stunden habe weitere Häuser, Industrieanlagen und die Energieinfrastruktur der Stadt beschädigt, teilt der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, mit. Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung seien unterbrochen worden. Der Gouverneur von Dnipro im Südosten der Ukraine, Olexandr Ganscha, berichtet auf Telegram, vier Menschen seien bei einem kombinierten Angriff von russischen Raketen und Drohnen verwundet worden, darunter ein Baby und ein vierjähriges Mädchen.

00.49 Uhr: Selenskyj möchte kein Abkommen unterzeichnen, das der Ukraine schadet

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi ist laut einem Medienbericht offen für Präsidentschaftswahlen in der Ukraine und für ein Referendum über ein Friedensabkommen mit Russland. "Sind wir bereit für Wahlen? Wir sind bereit. Sind wir bereit für ein Referendum? Wir sind bereit," sagte Selenskyj in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit der US-Zeitschrift "The Atlantic".

Die Ukraine habe vor nichts Angst. Er werde jedoch kein Abkommen unterzeichnen, das den Interessen der Ukraine schade. Er habe einen Vorschlag abgelehnt, die Abstimmungen am 24. Februar, dem vierten Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine, anzukündigen. "Ich bin zu Wahlen bereit, aber wir brauchen Sicherheit, Sicherheitsgarantien und einen Waffenstillstand", sagte Selenskyj dem Bericht zufolge.

00.17 Uhr: Lettischer Verteidigungsminister hält baldigen Frieden in der Ukraine für unrealistisch

Der lettische Verteidigungsminister Andris Sprūds hält einen Frieden in der Ukraine bis Juni, wie von US-Präsident Donald Trump geplant, laut einem Medienbericht für unrealistisch. "Putins imperiale Ambitionen sind ungebrochen. Der Drang in Moskau, fremde Länder anzugreifen und zu besetzen, besteht unvermindert fort", sagte Sprūds im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabbericht. "Es ist also ziemlich unrealistisch, dass bis Juni Frieden in der Ukraine einkehrt."

Zu den wahren Ursachen dieses Krieges gehöre auch Putins autoritäres Regime, das um jeden Preis überleben wolle und deshalb auf seinen Maximalzielen im Krieg beharre. Daran habe sich nichts geändert.

Freitag, 13. Februar 2026

20.13 Uhr: Selenskyj fordert schnellere Lieferung von Flugabwehrraketen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert angesichts schwerer russischer Luftangriffe von den europäischen Partnern eine schnellere Versorgung mit Flugabwehrraketen. "Das ist derzeit nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa eine zentrale Aufgabe", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft aus Kiew. "Die Russen dürfen sich nicht daran gewöhnen, dass ihre Raketen und Shahed(-Drohnen) ihnen irgendwie helfen."

Ein kombinierter russischer Luftangriff mit 25 Raketen und mehr als 200 Drohnen hatte in der Nacht auf Donnerstag erneut schwere Schäden an der Energieversorgung von Kiew, Odessa und Dnipro verursacht. Selenskyj selbst berichtete, dass Flugabwehrsysteme Patriot im Januar nicht eingesetzt werden konnten, weil es an Munition fehlte. Die europäischen Nato-Staaten kaufen die Raketen im Rahmen des PURL-Waffenprogramms in den USA.

19.27 Uhr: Pistorius stellt Ukraine weitere Abfangraketen in Aussicht

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) stellt der Ukraine die Lieferung von fünf weiteren PAC-3-Abfangraketen in Aussicht. Die Zusage sei jedoch an die Bedingung geknüpft, dass andere Länder insgesamt 30 dieser Flugkörper spendeten, sagt Pistorius in Brüssel. Deutschland werde sich zudem an einem Projekt zum Schutz von Großstädten in der Ukraine beteiligen.

18.30 Uhr: Ukraine produziert nach Luftangriffen zu wenig Strom

Die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren trotz gestiegener Temperaturen weiter deutlich zu wenig Strom zur Versorgung der Bürger. Das prognostizierte Verbrauchsmaximum liege aktuell bei 16,4 Gigawatt, bereitgestellt werden könnten nur 12,3 Gigawatt, sagte Energieminister Denys Schmyhal im parlamentarischen Energieausschuss. Millionen Ukrainer haben länger als 20 Stunden täglich keinen Strom.

Derzeit kommen den Angaben zufolge 7,5 Gigawatt aus Atomkraftwerken, etwa 2 Gigawatt werden importiert und etwas mehr als 800 Megawatt stammen aus Wärmekraftwerken. Schmyhal sagte, am Dienstag und Mittwoch habe es bereits 1,6 bis 1,7 Gigawatt aus Solarenergie gegeben. Für den Frühling hoffe er auf höhere Beiträge der Wasserkraftwerke. Reserven sehe er auch beim Atomkraftwerk Riwne. 

18.12 Uhr: Deutschland will billige Kampfdrohnen beschaffen

Deutschland will gemeinsam mit europäischen Nato-Partnern große Mengen an günstigen Kampfdrohnen beschaffen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Rande eines Nato-Verteidigungsministertreffens in Brüssel unterzeichnet. Die Drohnen sollen nach Angaben aus Bündniskreisen eine Reichweite von mindestens 500 Kilometern haben. Sie sollen im Konfliktfall auch dafür eingesetzt werden, gegnerische Abwehrsysteme zu überfordern wie Russland dies mit Drohnen vom iranischen Typ Shahed in der Ukraine zu tun versucht.

Neben Deutschland wollen sich Länder wie Frankreich, Großbritannien, Polen und Schweden an der Beschaffung beteiligen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte in Brüssel, es gehe darum, die konventionellen europäischen Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten innerhalb der Nato zu stärken. Dies sei angesichts der aktuellen Herausforderungen wichtig.

17.58 Uhr: Papst spricht mit ukrainischem Erzbischof über Gefangenenaustausch

Papst Leo XIV. hat das Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, in Audienz empfangen. Wie die griechisch-katholische Kirche mitteilte, überreichte Schewtschuk dem Papst eine Liste mit Namen von ukrainischen Soldaten, die sich in russischer Gefangenschaft befinden. Der Vatikan hat in der Vergangenheit wiederholt den Austausch von Gefangenen zwischen der Ukraine und Russland vermittelt.

Weiter heißt es in der Mitteilung, Schewtschuk habe dem Papst für dessen Unterstützung für die Ukraine und für seinen diplomatischen Einsatz für einen gereichten Frieden gedankt. Am Ende der Audienz habe der Großerzbischof den Papst erneut zu einem Besuch in die Ukraine eingeladen. Leos Vorgänger Franziskus hatte es abgelehnt, in die Ukraine zu reisen, ohne zugleich auch Russland zu besuchen.

17.24 Uhr: Gouverneur - Über 220.000 Menschen in Belgorod nach Angriff ohne Strom

In der russischen Region Belgorod sind örtlichen Behördenangaben zufolge nach einem ukrainischen Angriff mehr als 220.000 Menschen ohne Strom. Die Attacke habe einen Unfall in einem Umspannwerk verursacht, erklärte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. "Die Reparaturarbeiten dürften mindestens vier Stunden dauern", fügt er hinzu.

17.02 Uhr: Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe hat Russland in der Nacht 219 Langstreckendrohnen, 24 ballistische Raketen und einen gelenkten Luft-Flugkörper gegen das Land eingesetzt. Dabei seien vor allem die Hauptstadt Kiew, die zweitgrößte Stadt Charkiw, Dnipro und die Hafenstadt Odessa unter Beschuss genommen worden.

Olexander Hanscha, der Leiter der Militärverwaltung in der Region Dnipropetrowsk, schrieb bei Telegram, in der Stadt Dnipro seien vier Menschen verletzt worden, darunter ein vierjähriges Mädchen und ein neugeborener Junge. Die Stadtverwaltung in Kiew meldete zwei Verletzte und mehrere beschädigte Wohngebäude. In Odessa wurde nach Behördenangaben ein Mensch bei der teilweisen Zerstörung eines mehrstöckigen Wohnhauses verletzt.

16.35 Uhr: Russland - Sechs Kinder sollen zu Familien zurückkehren

Die russische Kinderrechtsbeauftragte Maria Lwowa-Belowa hat die Zusammenführung von sechs weiteren Kindern mit ihren Familien angekündigt. Ein Kind kehre nach Russland zurück, fünf würden mit ihren Familien in der Ukraine vereint, teilte sie auf Telegram mit. Lwowa-Belowa dankte der US-First Lady Melania Trump für deren "unerschütterliches Engagement und aktive Beteiligung". Melania Trump habe sich in einem Brief an Wladimir Putin für die durch den Krieg von ihren Familien getrennten Kinder eingesetzt. Die Regierung in Kiew wirft Russland vor, Tausende Kinder verschleppt zu haben, was der Kreml bestreitet.

16.14 Uhr: Selenskyj verleiht Skeleton-Fahrer Heraskewytsch hohe Auszeichnung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will dem Skeleton-Fahrer Wladyslaw Heraskewytsch "für seinen selbstlosen Dienst am ukrainischen Volk, seine Zivilcourage und seinen Patriotismus bei der Verteidigung der Ideale Freiheit und demokratische Werte" den Orden der Freiheit und damit die zweithöchste Auszeichnung des Landes verleihen. Vorher war Heraskewytsch nach dem Streit um seinen Helm, der Bilder von rund 20 Athletinnen und Athleten zeigte, die im Krieg ums Leben gekommen sind, von den olympischen Wettbewerben ausgeschlossen worden. Selenskyj dankte Heraskewytsch für dessen "klare Haltung".

15.40 Uhr: Studie - Kreml-freundliche Posts nutzen Epstein-Akten für Desinformation

Zahlreiche pro-russische Beiträge in Onlinediensten haben einer aktuellen Studie zufolge die Akten zur Epstein-Affäre für die Verbreitung anti-ukrainischer Verschwörungserzählungen genutzt. Millionenfach aufgerufene Beiträge in den Onlinediensten Facebook, X und Tiktok zitierten Dokumente als angebliche Beweise für die Falschbehauptung, Russland habe ukrainische Kinder nicht verschleppt, sondern durch "Evakuierungen" vor einem Sexhandel-Netzwerk bewahrt, heißt es in einer Studie des Londoner Instituts für Strategischen Dialog (ISD).

In den Beiträgen wird laut ISD behauptet, die Epstein-Akten würden das Narrativ des Kremls beweisen, die Kinder "gerettet" zu haben: Sie belegten, dass "Putin keine Kinder aus der Ukraine entführt, sondern sie evakuiert hat, um sie vor dem Verkauf in den Kinderhandel zu schützen", heißt es etwa in einem X-Post, der über drei Millionen Mal geklickt wurde. Die Ukraine sei ein Knotenpunkt für den Sexhandel, heißt es in weiteren Beiträgen. Die Akten würden belegen, dass Putin versucht habe, ukrainische Kinder aus einem mit Epstein in Verbindung stehenden Netzwerk zu retten. Innerhalb von zwei Tagen seien auf X über 15.000 Beiträge mit ähnlichen Behauptungen aufgetaucht, so der ISD-Bericht.

14.45 Uhr: "Kapazitäten über Bedarf": Ukrainische Rüstungsfirmen erhalten Exportlizenzen

Ukrainische Rüstungsfirmen haben die ersten Lizenzen für den Export ihrer Waren seit Beginn des Krieges erhalten. Das teilte der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umjerow, mit. "In den Bereichen Drohnen, elektronische Kriegsführung und Aufklärung übersteigen unsere Kapazitäten bereits den heimischen Bedarf", schrieb Umjerow: "Gezielte Exporte ermöglichen es uns, Investitionen anzuziehen, die Produktion auszuweiten und neue Technologien für die ukrainische Armee zu entwickeln." Zudem sollen die innovativen Waffen als diplomatisches Druckmittel eingesetzt werden.

Umjerow machte keine Angaben zur Anzahl der erteilten Lizenzen. Er erklärte, dass die jährliche Produktionskapazität des Sektors 55 Milliarden Dollar übersteige. Seit der russischen Invasion im Februar 2022 ist der ukrainische Verteidigungssektor stark gewachsen und umfasst inzwischen mehr als 1.000 zumeist private Unternehmen. Präsident Selenskyj zufolge gibt es allein 450 Hersteller von Drohnen.

Ukrainische "Peklo"-Langstreckendrohnen
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Ukrainische "Peklo"-Langstreckendrohnen

14.20 Uhr: Bericht - Autos aus Europa und Asien gelangen über China nach Russland

Trotz Sanktionen gelangen Recherchen von Reuters zufolge Zehntausende Fahrzeuge westlicher und asiatischer Hersteller nach Russland. Demnach gibt es einen schwunghaften Handel mit Fahrzeugen – von Toyota bis hin zu deutschen Luxusmodellen – die über Netzwerke aus China nach Russland exportiert werden. China habe sich zur Drehscheibe für diesen "Graumarkt" entwickelt, russische Händler könnten über chinesische Zwischenhändler Autos bestellen, wie Aussagen von Insidern und Daten des russischen Analysehauses Autostat zeigten.

Ein zentraler Mechanismus zur Umgehung der Exportverbote ist demnach die Umdeklarierung von Neuwagen und ihr Export als "Gebrauchtwagen". Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und andere Hersteller teilten mit, dass sie gegen unerlaubte Exporte vorgehen, Verstöße aufzuklären sei aber schwierig. BMW erklärte, man habe den chinesischen Einzelhandel angewiesen, Exporte nach Russland strikt zu unterbinden. Sollten dennoch Fahrzeuge als Graumarkt-Importe nach Russland gelangen, geschehe dies "außerhalb unseres Einflussbereichs und ausdrücklich gegen unseren Willen".

14.12 Uhr: "Stolz auf Wladyslaw": Selenskyj dankt Heraskewytsch nach Olympia-Ausschluss

Der ukrainische Staatspräsident Selenskyj hat dem Skeletonsportler Wladyslaw Heraskewytsch für seine "klare Haltung" bei den Winterspielen gedankt und das Internationale Olympische Komitee (IOC) kritisiert. "Wir sind stolz auf Wladyslaw und seine Tat. Mut zu haben, ist mehr wert, als Medaillen zu gewinnen", schrieb Selenskyj bei X: "Sein Helm mit den Porträts der verstorbenen ukrainischen Sportler steht für Respekt und Erinnerung. Er erinnert die ganze Welt daran, was russische Aggression bedeutet und welchen Preis der Kampf um Unabhängigkeit hat. Und dabei wird kein einziges Regelwerk verletzt."

Heraskewytsch wollte mit seinem Helm Athletinnen und Athleten ehren, die im Krieg getötet wurden. Das IOC untersagte dies mit Verweis auf die Olympischen Charta, die Meinungsäußerungen unter anderem auf dem Spielfeld untersagt, Heraskewytsch wurde disqualifiziert. "Sport sollte nicht zu Vergessen führen, und die olympische Bewegung sollte dazu beitragen, Kriege zu beenden, anstatt den Aggressor zu unterstützen", schrieb Selenskyj: "Leider spricht die Entscheidung des IOC eine andere Sprache."

14.06 Uhr: Ukraine greift Lukoil-Raffinerie im russischen Hinterland an

Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie weit im russischen Hinterland angegriffen. Das Ziel sei die Anlage des Ölkonzerns Lukoil in der Oblast Komi gewesen, die mehr als 1.750 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege, teilte der ukrainische Generalstab über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Der Angriff habe auf dem Gelände ein Feuer ausgelöst.

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur verstärkt. Ziel sind vor allem Ölraffinerien und Depots. Die Regierung in Kiew will damit den Nachschub für die russische Armee stören und die Einnahmen Moskaus aus dem Export von Energieprodukten schmälern.

13.58 Uhr: Russland meldet Abwehr von Raketenangriff auf Region Wolgograd

Moskau meldet die Abwehr eines Raketenangriffs auf die südrussische Region Wolgograd. Wie der dortige Gouverneur Andrej Botscharow im Onlinedienst Telegram mitteilte, geriet durch herabfallende Trümmerteile eine militärische Einrichtung in Brand. Das nahegelegene Dorf Kotluban sei evakuiert worden, fügte Botscharow hinzu.

Auch in der westrussischen Region Tambow wurde laut offiziellen Angaben durch ukrainische Drohnenangriffe ein Brand ausgelöst. Verletzte gab es demnach nicht.

13.50 Uhr: UN - Russland soll Angriffe auf Energieinfrastruktur einstellen

Die Vereinten Nationen haben Moskau aufgefordert, seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine umgehend einzustellen. "In der vergangenen Nacht hat Russland erneut einen groß angelegten Angriff auf die Energieinfrastruktur im gesamten Gebiet der Ukraine ausgeführt. Hunderttausende Zivilisten sind ohne Strom und ohne Heizung aufgewacht", erklärte UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Zivile Infrastruktur anzugreifen sei nach dem humanitären Völkerrecht verboten, betonte Türk: "Ich fordere Russland auf, diese Angriffe unverzüglich einzustellen." Viele Schulen seien aufgrund ungeheizter Klassenzimmer geschlossen, die Versorgung von Kranken sei stark beeinträchtigt. Viele Menschen müssten mit wenigen Stunden Strom am Tag auskommen.

12.20 Uhr: Moskau blockiert WhatsApp

Russland hat den Messengerdienst WhatsApp weitgehend gesperrt. Das bestätigte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Reportern. Peskow betonte, die Entscheidung sei auf den "Widerwillen" des Unternehmens zurückzuführen, sich an russisches Recht zu halten. Er rief die Bevölkerung auf, stattdessen die 2025 eingeführte staatliche Plattform Max zu nutzen, über die auch Zahlungen und staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden können.

Eine Sprecherin des WhatsApp-Mutterkonzerns Meta kritisierte den russischen Versuch einer Komplett-Blockade. Man werde alles Mögliche tun, damit die Nutzer weiterhin verbunden blieben. Mit VPN ist der Dienst weiter nutzbar. Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor hatte in dieser Woche bereits Beschränkungen für die Nutzung des Onlinedienstes Telegram verhängt und dem Unternehmen vorgeworfen, gegen russisches Recht zu verstoßen.

Russland hat den Messengerdienst WhatsApp gesperrt - laut Kreml wegen Verstößen gegen russisches Recht.
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Russland hat den Messengerdienst WhatsApp gesperrt - laut Kreml wegen Verstößen gegen russisches Recht.

11.10 Uhr: Selenskyj – Tote nach russischen Raketenangriffen

Bei weiteren russischen Raketen- und Drohnenangriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet worden. "Das Hauptziel des Angriffes waren Energieanlagen in Kiew, Odessa und Dnipro", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Mehr als zehn Menschen seien verletzt worden. Schäden habe es auch in den Gebieten Charkiw, Donezk, Cherson und im Umland von Kiew gegeben. Besonders in der Hauptstadt Kiew sei die Situation schwierig. "Viele Wohnhäuser sind ohne Fernwärme", schrieb der Staatschef.

In der südukrainischen Stadt Odessa sind nach einem russischen Angriff fast 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten.
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In der südukrainischen Stadt Odessa sind nach einem russischen Angriff fast 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten.

09.25 Uhr: Hunderttausende in Odessa ohne Strom und Wasser

In der südukrainischen Stadt Odessa sind nach einem russischen Angriff fast 300.000 Menschen von der Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten. Das teilt der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mit. Zudem seien fast 200 Gebäude in der Stadt ohne Heizung. Auch in der südöstlichen Stadt Dnipro hätten 10.000 Verbraucher keine Heizung mehr.

08.37 Uhr: Bundesregierung nominiert Carsten Breuer für Vorsitz des Nato-Militärausschusses

Die Bundesregierung hat den Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, als Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses nominiert. "Ich freue mich sehr, dass wir als Bundesrepublik Deutschland mit Generalinspekteur Carsten Breuer einen exzellenten Kandidaten für diesen Ausschuss haben", sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel.

Der Militärausschuss berät den Nordatlantikrat und die nukleare Planungsgruppe der Nato. Er gilt als Verbindung zwischen den politischen und den militärischen Strukturen der Nato. Den Vorsitz übernimmt traditionell ein europäischer Vier-Sterne-General. Derzeitiger Vorsitzender ist der Italiener Giuseppe Cavo Dragone. Seine Amtszeit endet im Sommer 2027. Seinen Nachfolger wählen die 32 Mitgliedstaaten diesen September.

08.17 Uhr: Tausende Gebäude in Kiew nach Angriff ohne Heizung

Infolge des massiven russischen Angriffs auf Kiew sind dem Bürgermeister zufolge fast 2.600 weitere Wohngebäude in der Hauptstadt ohne Heizung. Mehr als 1.100 Wohnblöcke könnten nach früheren russischen Angriffen immer noch nicht beheizt werden, teilt Vitali Klitschko mit. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland in der Nacht 219 Drohnen und 24 ballistische Raketen ein.

05.32 Uhr: Selenskyj will Datum für EU-Beitritt

In der Diskussion um einen EU-Beitritt der Ukraine fordert Präsident Wolodymyr Selenskyj, ein genaues Datum dafür in einem möglichen Abkommen für eine Beendigung des Kriegs mit Russland festzuhalten. Zugleich knüpfte er eine Präsidentenwahl in seinem kriegsgeplagten Land in einem Post auf X erneut an die Sicherheitslage. In Brüssel kommen heute unterdessen die Verteidigungsminister der Nato-Staaten zusammen, um einmal mehr um die Unterstützung der Ukraine und die Bemühungen um einen Ausbau von Abschreckung und Verteidigung zu sprechen.

02.23 Uhr: Russischer Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew steht Behördenangaben zufolge unter einem massiven russischen Raketenangriff. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht von Treffern in Wohn- und Geschäftsgebäuden auf beiden Seiten des Flusses Dnipro.

Donnerstag, 12. Februar 2026

19.54 Uhr: Selenskyj - Wahlen in Ukraine nur bei Waffenruhe und Sicherheitsgarantien

Die Ukraine wird nach Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Wahlen erst dann abhalten, wenn es eine Waffenruhe mit Russland sowie internationale Sicherheitsgarantien für das Land gibt. Die Ukraine werde Wahlen organisieren, sobald es eine Waffenruhe gebe und "all die notwendigen Sicherheitsgarantien in Kraft sind", sagte Selenskyj in einer Online-Pressekonferenz. "Das ist ganz einfach umzusetzen: Stellt einen Waffenstillstand her und es gibt Wahlen", fügte er hinzu.

16.00 Uhr: Laut NATO 1,3 Millionen russische Soldaten getötet oder verletzt

Die russischen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Einschätzung der Nato zuletzt weiter erheblich gestiegen. Ein ranghoher Nato-Beamter bezifferte die Zahl der im vergangenen Jahr getöteten oder verletzten russischen Soldaten auf etwa 400.000. Insgesamt summiere sich die Zahl der Verluste damit auf rund 1,3 Millionen. Darunter seien schätzungsweise 350.000 getötete russische Soldaten. "Moskau opfert damit mehr Männer und Frauen als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg", sagte er.

14.45 Uhr: Lukoil-Raffinerie in russischem Wolgograd beschossen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch die Ölraffinerie des Konzerns Lukoil in der südrussischen Oblast Wolgograd mit Drohnen beschossen und getroffen. Der Angriff habe ein Feuer auf dem Gelände der Anlage verursacht, teilt der ukrainische Generalstab mit.

13.15 Uhr: EU-Parlament billigt 90-Milliarden-Darlehen an die Ukraine

Das Europäische Parlament hat den Plänen für ein neues Darlehen in Milliardenhöhe an die Ukraine zugestimmt. Es sieht vor, dem von Russland angegriffenen Land über zwei Jahre bis zu 90 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. 60 Milliarden davon sind für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen.

Damit die ersten Gelder ausgezahlt werden können, muss nun nur noch der Rat der Mitgliedstaaten zustimmen. Dies gilt als Formalie, weil sich die Regierungen bereits auf die Konditionen für das Darlehen geeinigt haben. Der Beschluss sieht vor, dass die Ukraine mit dem Geld nur dann Rüstungsgüter in Ländern wie den USA kaufen darf, wenn diese auf dem europäischen Binnenmarkt und in der Ukraine entweder gar nicht oder nicht zeitnah verfügbar sind. Für das Nicht-EU-Land Großbritannien ist eine Sonderregelung geplant.

Auf dem Bild ist ein zerstörtes Wohnhaus in Charkiw zu sehen
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Symbolbild: Zerstörtes Wohnhaus in Charkiw

10.22 Uhr: Selenskyj könnte Präsidentenwahl für 15. Mai ansetzen

Einem Bericht der "Financial Times" zufolge plant der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj unter Druck der USA, eine Präsidentenwahl und ein Friedensreferendum für den 15. Mai anzusetzen. Die britische Zeitung beruft sich auf ukrainische und westliche Verantwortliche, die mit den Überlegungen vertraut seien, zitiert aber nicht Selenskyj selbst. Demnach könnte Selenskyj am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der russischen Invasion, die Wahl ausrufen. Dann solle im Mai parallel über das Staatsoberhaupt und eine bis dahin zu erreichende Friedensregelung mit Russland abgestimmt werden.

Dem Bericht zufolge rechnet Selenskyj sich bei einem raschen Termin bessere Chancen auf eine Wiederwahl aus. Unklar ist jedoch, ob die russische Führung um Kremlchef Wladimir Putin in der von den USA vorgegebenen Zeit zu einem Ende ihres Angriffskriegs bereit ist.

08.23 Uhr: Neue Informationen – Vater und drei Kinder sterben bei russischem Angriff in Ostukraine

Bei den getöteten Menschen in der ostukrainischen Stadt Bohoduchiw handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen Vater und seine drei Kinder. Zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen seien infolge eines Angriffs auf ein privates Wohnhaus in der Stadt nahe der russischen Grenze getötet worden. Der 34-jährige Vater erlag ebenfalls seinen Verletzungen.

Das Haus sei infolge des Angriffs "vollständig zerstört" worden und anschließend in Brand geraten. "Die Familie wurde unter den Trümmern verschüttet", erklärte die Staatsanwaltschaft auf Telegram. Eine schwangere 35-jährige Mutter erlitt unter anderem ein Schädel-Hirn-Trauma und Verbrennungen.

Bei einem Drohnenangriff Russlands sind in der ostukrainischen Region Charkiw ein Vater und seine drei Kinder getötet worden.
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Bei einem Drohnenangriff Russlands sind in der ostukrainischen Region Charkiw ein Vater und seine drei Kinder getötet worden.

08.15: Russland setzte bei Angriff 129 Drohnen ein

Russland hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 129 Drohnen bei den Angriffen in der Nacht eingesetzt. Davon seien 112 abgeschossen oder außer Gefecht gesetzt worden.

06.43 Uhr: Selenskyj will Plan für Wahl und Referendum vorlegen

Die Ukraine hat einem Medienbericht zufolge mit den Planungen für eine Präsidentschaftswahl und ein Referendum über ein mögliches Friedensabkommen mit Russland begonnen. Präsident Wolodymyr Selenskyj werde das Vorhaben am 24. Februar vorstellen, meldete die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf offizielle Vertreter aus der Ukraine und Europa, die in die Planungen eingeweiht sind. Als Termin ist früheren Medienberichten zufolge der Mai im Gespräch.

02.13 Uhr: Vier Tote bei russischen Angriffen in ostukrainischer Region Charkiw

Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Bohoduchiw in der ostukrainischen Region Charkiw sind nach Angaben örtlicher Behörden vier Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien zwei einjährige Jungen und ein zweijähriges Mädchen, teilte der ukrainische Militärverwalter Oleh Synehubow am Mittwoch im Onlinedienst Telegram mit. Ein 34-jähriger Mann in demselben Haus sei ebenfalls getötet worden. Verletzt wurden bei dem Angriff auch eine 35-jährige Schwangere und eine 74-jährige Frau. 

00.27 Uhr: Marine-Inspekteur warnt vor wachsender russischer Bedrohung auf See

Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, hat vor einer zunehmenden Bedrohung durch Russland auf See gewarnt. "Die Bedrohung ist real", sagte Kaack der "Süddeutschen Zeitung" [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt]. Besonders in der Ostsee habe die Aggressivität in den vergangenen zwei Jahren zugenommen, sagte der Vizeadmiral. Die Marine beobachte vermehrt tief anfliegende russische Flugzeuge über Nato-Schiffen und aggressivere Annäherungen. Das sei "gefährlich, denn dadurch kann es leicht zu einer Eskalation durch Zufall kommen", sagte Kaack. Die russischen Streitkräfte wüchsen sowohl an Menschen als auch an Fähigkeiten, die im Ukraine-Krieg täglich erprobt würden.

Mittwoch, 11. Februar 2026

20.59 Uhr: Selenskyj kündigt Änderungen bei der Flugabwehr an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Veränderungen in der Organisation der Flugabwehr angekündigt, um besser auf die russischen Luftangriffe reagieren zu können. In seiner abendlichen Videobotschaft erklärte er, dass die Arbeitsweise in einigen Regionen komplett umstrukturiert werde. Dies betreffe sowohl Abfangjäger und mobile Feuergruppen als auch die gesamte lokale Flugabwehr. Die entsprechenden Entscheidungen wurden nach einer Beratung mit der Militärführung getroffen.

Die Ukraine leidet weiterhin stark unter den russischen Drohnen- und Raketenangriffen, die vor allem in den Wintermonaten die Strom- und Wärmeversorgung vieler Städte stark beeinträchtigen. Millionen von Ukrainern sind gezwungen, täglich stundenlang ohne Heizung und Strom auszukommen.

19.49 Uhr: "Kanonenfutter" - Kenia wirft Moskau Missbrauch von Staatsbürgern für Ukraine-Krieg vor

Kenias Vize-Außenminister hat Moskau vorgeworfen, kenianische Staatsbürger zu rekrutieren und sie als „Kanonenfutter“ an die Front in der Ukraine zu schicken. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP erklärte Korir Sing'Oei, dass diese Menschen missbraucht würden. Außenminister Musalia Mudavadi kündigte an, nächsten Monat nach Moskau zu reisen, um diesem Vorgehen entgegenzuwirken.

Er wolle sich auch für die Freilassung von in der Ukraine inhaftierten Kenianern einsetzen und den Gesundheitszustand der in Krankenhäusern behandelten Staatsbürger überprüfen. Mudavadi berichtete, dass in den letzten zwei Monaten mehr als 30 Kenianer aus Russland evakuiert wurden und skrupellose Anwerbe-Agenturen in Kenia inzwischen geschlossen seien.

18.17 Uhr: Lawrow - Wir holen den Süden der Ukraine heim nach Russland

Russlands Außenminister Sergej Lawrow bekräftigte vor Diplomaten die territorialen Maximalforderungen Moskaus an die Ukraine. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass erklärte er in Moskau, dass das Volk der Krim, des Donbass und Neurusslands in Referenden seinen Willen bekundet habe. Lawrow fügte hinzu, dass Russland den Prozess der Rückkehr dieser traditionell russischen Gebiete in die Heimat abschließen werde.

Moskau hat erst 2014 auf der Halbinsel Krim, dann 2022 in den Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson völkerrechtlich nicht anerkannte Abstimmungen abhalten lassen, die angeblich Mehrheiten für den Anschluss an Russland ergaben. Der Begriff Neurussland umfasst für Moskau auch die südukrainischen Gebiete Odessa und Mykolajiw.

17.23 Uhr: EU-Chefdiplomatin: Russland gewinnt nicht - EU kann fordern

Nach Einschätzung von EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas gibt es keine Hinweise auf einen bevorstehenden russischen Durchbruch im Krieg gegen die Ukraine. Russland komme militärisch nicht voran, vielmehr stiegen die Verluste deutlich. Moskau stehe daher vor der Wahl, höhere Zahlungen für Soldaten zu leisten oder eine neue Mobilmachung einzuleiten. Zugleich kündigte Kallas an, sich in der EU für härtere Forderungen an Russland im von US-Präsident Donald Trump angestoßenen Verhandlungsprozess einzusetzen. Sollten die USA keine Zugeständnisse verlangen, müssten die Europäer dies tun.

17.14 Uhr: EU-Verteidigungsminister beraten über militärische Unterstützung der Ukraine

Die EU-Verteidigungsminister kommen morgen ab 16.30 Uhr in Brüssel zusammen, um über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland zu beraten. Im Fokus stehen dabei laut EU-Rat vor allem Kooperationen bei technologischen Innovationen. Auch der neue ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow wird zu den Gesprächen erwartet. Zudem geht es um den möglichen EU-Beitrag zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fall einer Waffenruhe.

17.00 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen - darunter mehrere Kinder

Bei russischen Gleitbombenangriffen in der ostukrainischen Region Donezk sind am Dienstagmorgen zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Bei den Toten handele es sich um ein elfjähriges Mädchen und seine Mutter, teilte Gouverneur Wadym Filaschkin mit. Unter den 16 Verletzten sei auch ein siebenjähriges Mädchen. Russland habe insgesamt sieben Gleitbomben eingesetzt. Dabei seien 14 Wohnhäuser beschädigt worden.

Bereits in der Nacht wurden nach Angaben der ukrainischen Behörden bei russischen Drohnenangriffen in anderen Teilen des Landes mindestens fünf Menschen verletzt, darunter ein Kleinkind und zwei weitere Kinder.

16.05 Uhr: USA erwarten weitere Zusagen für Waffenkäufe für die Ukraine

Die USA rechnen beim Nato-Verteidigungsministertreffen am Donnerstag mit weiteren Zusagen für Waffenkäufe zugunsten der Ukraine. Er erwarte entsprechende Ankündigungen für die Initiative "Prioritised Ukraine Requirements List" (PURL), sagte der US-Botschafter bei der Nato, Matthew Whitaker, in einem Online-Briefing. Bislang hätten Verbündete den Kauf von US-Waffen im Wert von mehr als 4,5 Milliarden Dollar (rund 4,3 Milliarden Euro) zugesagt.

An dem Programm beteiligten sich 21 Nato-Mitglieder und zwei Partnerländer, fügte Whitaker hinzu. Ziel der Initiative ist es, die Ukraine mit amerikanischen Rüstungsgütern zu versorgen, um den dringenden Bedarf an der Front zu decken.

14.30 Uhr: Weißes Haus ignoriert estnische Geheimdiensteinschätzung

Die Einschätzung estnischer Geheimdienstkreise, Russland verzögere Friedensbemühungen und setze weiter auf einen militärischen Sieg (siehe Meldung von 10.22 Uhr) stößt in der Regierung Trump auf Ablehnung. Ein Vertreter des Weißen Hauses äußerte dazu, Unterhändler Trumps hätten bei den Gesprächen für ein Ende des Krieges enorme Fortschritte erzielt. Er verwies auf eine kürzlich in Abu Dhabi getroffene Vereinbarung zwischen den USA, der Ukraine und Russland über den Austausch von mehr als 300 Gefangenen. Allerdings hat es solche Vereinbarungen auch schon früher gegeben.

Nach Einschätzung der früheren Trump-Beraterin Fiona Hill hat das Weiße Haus wenig Interesse an den estnischen Erkenntnissen. Man wolle den Präsidenten als Friedensbringer präsentieren und halte deshalb an der Einschätzung fest, Putin wolle den Krieg beenden. Es sei unklar, welche Geheimdienstinformationen Trump über Russland erhalte - und ob er sie überhaupt lese. Er verlasse sich in hohem Maße auf seine Hauptverhandlungsführer, den Sondergesandten Steve Witkoff und seinen Schwiegersohn Jared Kushner. Diese täten sich möglicherweise schwer damit, zu verstehen, dass Putin bereit sei, Schäden in der russischen Wirtschaft hinzunehmen, um seine Ziele in der Ukraine zu erreichen.

14.10 Uhr: Kallas fordert europäische Abstimmung vor Gesprächen mit Putin

In der Debatte über eine Wiederaufnahme des Dialogs mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sich für eine Koordination auf europäischer Ebene ausgesprochen. "Lassen Sie uns erst besprechen, worüber wir mit den Russen sprechen wollen, bevor wir darüber sprechen, wer mit den Russen spricht", sagte Kallas am Dienstag bei einem Interview mit mehreren Medien in Brüssel. 

Um "glaubwürdig" zu sein, müssten die Europäer sich darauf einigen, "worüber all diese Leute mit den Russen sprechen", forderte Kallas. "Wir werden in den kommenden Tagen Ideen entwickeln, was wir sehen wollen, um einen langfristigen und nachhaltigen Frieden zu erreichen", fügte sie hinzu. Eine entsprechende Liste werde dann an die EU-Mitgliedstaaten gesandt. 

13.25 Uhr: IOC verbietet Gedenk-Helm von ukrainischem Skeleton-Piloten

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch darf bei den Winterspielen seinen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen nicht mehr tragen. Der Kopfschutz widerspreche den Regeln der Olympischen Charta, sagte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Heraskewytsch dürfe jedoch ausnahmsweise im Wettbewerb ein schwarzes Armband tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern. Das sei "sei ein guter Kompromiss", so der IOC-Sprecher. 

Für Heraskewytsch ist es "eine Entscheidung, die mir das Herz bricht". Er verweist darauf, dass der deutsche Gewichtheber Matthias Steiner nach seinem Olympiasieg 2008 in Peking auf dem Siegerpodest ein Foto seiner bei einem Verkehrsunfall getöteten Frau gezeigt hatte. Dies sei ein Präzedenzfall. Dem IOC-Sprecher zufolge habe sich das Regelwerk jedoch inzwischen weiter entwickelt.

12.20 Uhr: Insider - Merz wird auf Sicherheitskonferenz Rubio, Selenskyj, Macron und Starmer treffen

Bundeskanzler Friedrich Merz wird auf der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) in München nach Angaben aus Regierungskreisen mit US-Außenminister Marco Rubio und dem demokratischen Gouverneur Kaliforniens, Gavin Newsom, zusammentreffen.

Der Kanzler plane zudem am Freitagabend ein Treffen mit US-Kongressmitgliedern sowohl der Republikaner als auch der Demokraten, sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Berlin. Dabei werde der Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle spielen. Desweiteren will Merz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammenkommen und plant ein sogenanntes E3-Format mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer.

10.22 Uhr: Estland - Russland rüstet wegen Machtverhältnis zu Europa auf

Russland baut dem estnischen Auslandsgeheimdienst zufolge angesichts der Aufrüstung in Europa seine Streitkräfte im Eiltempo auf. Ein Angriff Russlands auf ein Nato-Mitglied sei aber weder in diesem noch im nächsten Jahr zu erwarten, heißt es in dem Jahresbericht. Europa müsse in Verteidigung und innere Sicherheit investieren, sagt Geheimdienst-Chef Kaupo Rosin gegenüber der Presse. "Wir sehen, dass die russische Führung sehr besorgt ist über die europäische Aufrüstung. Sie geht davon aus, dass Europa in zwei bis drei Jahren in der Lage sein könnte, eigenständig militärisch gegen Russland vorzugehen."

Russlands Ziel sei es, dies zu verzögern und zu verhindern. Zugleich glaube der russische Präsident Wladimir Putin weiter daran, in der Ukraine irgendwann militärisch gewinnen zu können. Putin lebe mit der Vorstellung, er könne alle überlisten. Das bedeute, dass der Krieg noch mehrere Jahre dauern könnte.

09.19 Uhr: Energieversorger - Anlage in Region Odessa bei Angriff schwer beschädigt

Eine Energieanlage in der südukrainischen Schwarzmeerregion Odessa ist dem Betreiber zufolge durch einen russischen Angriff schwer beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten würden entsprechend lange dauern, teilt der Energieversorger DTEK mit. Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge sind einige Ortschaften teilweise ohne Strom.

08.15 Uhr: Macron will "Dialog mit Russland wieder aufnehmen"

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will erneut das Gespräch mit Russland suchen. "Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen", sagte Macron in einem Interview mit mehreren europäischen Zeitungen, darunter die "Süddeutsche Zeitung". Dafür brauche es einen "gut organisierten europäischen Ansatz", aber "nicht zu viele Gesprächspartner", fügte er hinzu.

Dies sei wichtig, um die Diskussion nicht "an andere zu delegieren", betonte Macron mit Blick auf die USA. Es sei nicht akzeptabel, im Fall eines Waffenstillstands US-Gesandte etwa im Namen Europas über das Datum des EU-Beitritts der Ukraine verhandeln zu lassen, sagte Macron. "Das ist eine Frage des Selbstwertgefühls", so Macron weiter.

06.16 Uhr: EU hat bei neuen Russland-Sanktionen auch Georgien und Indonesien im Blick

Die Europäische Union will ihre Sanktionen gegen Russland erstmals auf Häfen in Drittländern ausweiten, die russisches Öl umschlagen. Dies geht aus einem am Montag vorgelegten Vorschlagsdokument hervor. Demnach sollen die Häfen Kulevi in Georgien und Karimun in Indonesien auf die Sanktionsliste gesetzt werden. Firmen und Bürgern der EU wären damit Geschäfte mit beiden Häfen untersagt. Die Maßnahmen sind Teil des 20. Sanktionspakets der EU wegen des russischen Krieges in der Ukraine.

Dienstag, 11. Februar 2026

21.45 Uhr: Selenskyj verspricht Hausbesitzern Hilfe bei Kauf von Generatoren

Angesichts der Zerstörungen im ukrainischen Stromnetz wird die Kiewer Regierung Hausbesitzer bei der Anschaffung von Generatoren und anderen Energiequellen unterstützen. Das kündigte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit Regierungschefin Julija Swyrydenko an. Für Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern wie für Besitzer von Einfamilienhäusern solle der Kauf einer autonomen Stromversorgung erschwinglicher werden, sagte Selenskyj abends in seiner Videobotschaft.

17.22 Uhr: EU-Diplomaten fordern Sanktionen auf Häfen

Im Zusammenhang mit dem Umschlag von russischem Öl schlagen EU-Diplomaten erstmals Sanktionen gegen Häfen in Drittstaaten vor. Einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) zufolge sollen die Häfen Kulevi in Georgien und Karimun in Indonesien auf die schwarze Liste gesetzt werden. Der EAD hat gemeinsam mit der EU-Kommission das 20. Sanktionspaket erarbeitet.

16.58 Uhr: Ukraine will eigene Waffen exportieren

Die ukrainische Rüstungsindustrie erhält von der Regierung in Kiew grünes Licht für den Export von heimisch produzierten Waffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, dass im Jahr 2026 zehn "Exportzentren" für ukrainische Rüstungsgüter in ganz Europa eröffnet werden sollen. Ein Schwerpunkt liege dabei auf Kampfdrohnen. Zudem werde bereits im Februar die Produktion ukrainischer Drohnen in Deutschland anlaufen, sagte Selenskyj am Sonntagabend. Welche Unternehmen daran beteiligt sind, ließ er offen.

14.28 Uhr: Energieanlagen bei russischen Angriffen getroffen

Bei russischen Angriffen sind Produktionsanlagen des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz in den Regionen Poltawa und Sumy beschädigt worden. Die Anlagen in Poltawa seien den zweiten Tag in Folge beschossen worden, teilt der Chef des Unternehmens, Serhij Korezkyj, auf Facebook mit. Es sei der 20. Angriff auf die Infrastruktur des Unternehmens seit Jahresbeginn gewesen.

12.40 Uhr: Ukraine kann laut Bundesregierung britische Waffen mit EU-Kredit kaufen

Die Ukraine kann nach Angaben der Bundesregierung mit dem 90 Milliarden Euro umfassenden Kredit der EU auch britische Waffen kaufen. "Das ist mein Verständnis", sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius auf eine entsprechende Frage. Die EU-Botschafter hatten am Samstag eine Einigung über die Verwendung der 90 Milliarden Euro erzielt, aber keine Details bekannt gegeben. Frankreich hatte darauf gepocht, dass die Ukraine mit dem Geld ausschließlich Waffen aus EU-Ländern kaufen sollte. Andere Länder wie Deutschland hatten darauf verwiesen, dass die Ukraine auch einen Teil ihrer Waffen aus Großbritannien erhält.

12.37 Uhr: Lawrow wirft USA Wortbruch vor

Bei den Verhandlungen über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Außenminister Sergej Lawrow den USA indirekt Wortbruch vorgeworfen. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei ihrem Treffen in Alaska im August auf Prinzipien für eine Lösung geeinigt, die Washington nun aber ablehne, sagte Lawrow in einem auf der Seite des Ministeriums veröffentlichten Interview mit dem Portal "Brics TV". "Jetzt sind sie nicht bereit", sagte Lawrow.

Russland besteht etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass – das sind die Gebiete Luhansk und Donezk – abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Bei den trilateralen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen und den USA als Vermittler gab es in dieser Frage bisher keine Bewegung.

12.35 Uhr: Bundesregierung unzufrieden mit Verhandlungsfortschritten

Die Bundesregierung hat zurückhaltend auf das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den USA, Russland und der Ukraine reagiert. Es sei wichtig, dass die Ukraine mit Russland direkt verhandele, sagt Regierungssprecher Stefan Kornelius. "Wir begrüßen, dass es zum Austausch von Gefangenen kam", fügt er hinzu. Das sei der erste Austausch seit fünf Monaten und "insofern ein kleines Zeichen des Fortschrittes. Wir hätten uns gleichzeitig deutlichere Fortschritte gewünscht." Kornelius betont, dass Russland nach wie vor auf Maximalforderungen beharre. "Wir fordern Moskau auf, davon Abstand zu nehmen und nach tragfähigen Kompromissen zu suchen."

11.07 Uhr: Mindestens vier Tote bei russischen Angriffen

Bei massiven russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Montag nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Zudem fiel bei Zehntausenden Einwohnern der Strom aus. In der Stadt Bohoduchiw in der östlichen Region Charkiw starben zwei Menschen – wie inzwischen bekannt wurde eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn. In der Hafenstadt Odessa im Süden kam ein Mensch ums Leben, in der nördlichen Region Tschernihiw wurde ein 71-jähriger Mann getötet. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, darunter ein 13-jähriges Mädchen in der Region Dnipropetrowsk.

Die ukrainische Luftwaffe meldete russische Angriffe mit elf ballistischen Raketen und 149 Drohnen. Davon seien 116 Drohnen abgeschossen oder neutralisiert worden. Die Angriffe richteten sich erneut gezielt gegen die Infrastruktur. In der westlichen Region Wolhynien an der Grenze zum Nato-Mitglied Polen wurde ein Umspannwerk beschädigt, was in der Stadt Nowowolynsk zu einem Stromausfall bei mehr als 80.000 Haushalten führte. Auch Bahnanlagen in den Regionen Sumy und Tschernihiw wurden getroffen.

Schäden nach russischen Luftangriffen auf Odessa (9.2.2026)
Bildrechte: REUTERS/Nina Liashonok
Videobeitrag

Bei massiven russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Montag vier Menschen getötet worden.

09.48 Uhr: 100.000 Menschen im westrussischen Belgorod ohne Wasser

In der westrussischen Großstadt Belgorod ist nach Angriffen aus der benachbarten Ukraine laut Behörden die Wasserversorgung teilweise zusammengebrochen. Am Morgen sei an zwei Wasserentnahmestellen die Stromzufuhr ausgefallen, teilte die Stadtverwaltung auf sozialen Netzwerken mit. Daher gebe es Probleme in den nördlichen und zentralen Stadtvierteln Belgorods. Ohne Wasser seien derzeit rund 100.000 Menschen, sagte Bürgermeister Walentin Demidow. 

Belgorod liegt an der Grenze zur Ukraine und wird von russischen Truppen sowohl als Aufmarschgebiet genutzt als auch zum Beschuss ukrainischen Territoriums. Daher ist die Region eine der am schwersten zerstörten russischen Gebiete seit Kriegsbeginn.

09.22 Uhr: Anschlag auf russischen General: Tatverdächtiger hat laut Geheimdienst gestanden

Der im Zusammenhang mit Schüssen auf einen russischen General festgenommene Verdächtige hat nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB die Tat gestanden. Der in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommene und an Russland ausgelieferte Mann habe zudem ausgesagt, von den ukrainischen Geheimdiensten rekrutiert worden zu sein.

Am Freitag war der stellvertretende Leiter des Moskauer Militärgeheimdiensts GRU, Wladimir Aleksejew, in einem Moskauer Wohnhaus von mehreren Schüssen getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert worden.

07.39: Russland beschuldigt ukrainischen Geheimdienst, das Attentat auf den General verübt zu haben

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt den ukrainischen Geheimdienst SBU, hinter dem versuchten Mordanschlag auf General Wladimir Alexejew zu stecken. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax. Der polnische Geheimdienst sei dem FSB zufolge zudem an der Rekrutierung des Attentäters beteiligt gewesen. Beweise des FSB für die Vorwürfe liegen bisher nicht vor.

Am Sonntag war ein in der Ukraine geborener russischer Staatsbürger als Tatverdächtiger von Dubai nach Moskau ausgeliefert worden. Alexejew ist stellvertretender Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU. Auf ihn wurde Ermittlern zufolge am Freitag in einem Wohnhaus im Norden Moskaus mit einer Pistole mit Schalldämpfer dreimal geschossen. Der 64-Jährige musste notoperiert werden. Seine Frau sagte am Sonntag einem russischen Militärblogger, Alexejew habe das Bewusstsein wiedererlangt und sei ansprechbar.

07.26 Uhr: Kind bei russischen Angriffen auf Ukraine getötet

Neuerliche russische Angriffe in der Nacht haben in der ostukrainischen Region Charkiw Tote und Verletzte gefordert. Bei einer Drohnenattacke auf ein Wohnviertel der grenznahen Kleinstadt Bohoduchiw sei ein Haus vollständig zerstört worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz bei Telegram mit. "Aus den Trümmern wurden zwei Leichen geborgen: die einer Frau und eines zehnjährigen Jungen." Außerdem seien drei weitere Personen verletzt worden.

Auch in der Industrieregion Dnipropetrowsk gab es nach Behördenangaben mehrere Verletzte. "Durch einen Drohnenangriff auf Schachtarske im Landkreis Synelnykowe kamen neun Menschen zu Schaden - darunter ein 13-jähriges Mädchen", schrieb Militärgouverneur Olexander Hanscha. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eins der Opfer, eine 57-jährige Frau, sei in kritischem Zustand, die übrigen hätten mittelschwere Verletzungen erlitten.

02.56 Uhr: Ein Mensch bei russischen Angriffen im ukrainischen Odessa getötet

Bei russischen Angriffen in der südukrainischen Stadt Odessa ist nach Angaben der ukrainischen Militärverwaltung ein Mensch getötet worden. Drohnen aus iranischer Herstellung hätten in der Nacht zum Montag eine Gaspipeline beschädigt und damit Feuer unter anderem in Wohngebieten ausgelöst, erklärte Militärverwaltungschef Serhij Lysak im Onlinedienst Telegram. Dabei sei ein Mensch getötet worden.

Montag, 9. Februar 2026

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