Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.01 Uhr: Selenskyj - Haben vierten Kriegswinter überstanden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Ende des vierten Kriegswinters und den damit verbundenen Widerstand gegen die russischen Angriffe auf das Energiesystem seines Landes begrüßt. "Heute ist der Tag, an dem jeder von uns mit Fug und Recht sagen kann: Wir haben diesen Winter überstanden, den schwierigsten seit Beginn des Krieges", sagte Selenskyj in seiner Videoansprache am ersten Tag des meteorologischen Frühlings. "Die Russen wollten diesen Winter zur Vernichtung der Ukraine und der Ukrainer nutzen, aber die Ukraine hat nicht nachgegeben."
Russland habe in einem der größten Angriffe am 6. Dezember über 700 Ziele attackiert, danach folgten regelmäßige Angriffe gegen diverse Objekte zur Energieversorgung. "Kein Volk hat solche Prüfungen durchgemacht", sagte Selenskyj. "Die Ukrainer haben auch das überwunden."
15.33 Uhr: Gouverneur - Vier Tote nach russischem Beschuss in Südukraine
Bei russischem Beschuss der Stadt Cherson im Süden der Ukraine sind vier Menschen getötet worden. Zwei ältere Frauen, die sich am Eingang eines Wohnhauses befanden, seien bei dem Angriff ums Leben gekommen, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Eine 85-Jährige und ein 63 Jahre alter Mann seien im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben.
12.10 Uhr: Putin verurteilt Ermordung Chameneis
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bei US-israelischen Angriffen scharf verurteilt. Die Tötung sei "in zynischer Missachtung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts" erfolgt, schrieb Putin in einem vom Kreml am Sonntag veröffentlichten Brief an den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian. Er brachte darin zudem sein "tiefes Beileid für den Mord" an Chamenei zum Ausdruck.
11.15 Uhr: Moskau setzte laut Kiew im Winter fast 19.000 Drohnen ein
Russland hat in der Nacht erneut die Ukraine mit Angriffen überzogen. In der Region Dnipropetrowsk wurden laut Militärgouverneur Olexandr Hanscha bei Attacken mit Drohnen und Artillerie ein Mensch getötet und vier weitere verletzt. Moskaus Armee nahm demnach die drei Landkreise Nikopol, Synelnykowe und Dnipropetrowsk ins Visier.
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge setzte Russland allein in der vergangenen Woche mehr als 1.720 Kampfdrohnen, fast 1.300 Gleitbomben und mehr als 100 Raketen gegen sein Land ein. Er warf Moskau vor, in diesem Winter nicht einmal versucht zu haben, Angriffe auf zivile kritische Infrastruktur zu rechtfertigen. In den drei Wintermonaten habe Russland mit fast 19.000 Kampfdrohnen, mehr als 14.670 Gleitbomben und 738 Raketen angegriffen.
04.58 Uhr: Belgien - Öltanker von russischer Schattenflotte geentert
Belgien hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen Öltanker der russischen Schattenflotte gekapert. Die belgischen Streitkräfte hätten das Schiff mit Unterstützung Frankreichs festgesetzt, schrieb Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken auf der Plattform X. Der Tanker werde zum Hafen von Seebrügge eskortiert, wo er beschlagnahmt werde. Weitere Informationen nannte Francken zunächst nicht. Aus Frankreich gab es zunächst keine Bestätigung. Mit Schattenflotte sind Tanker und andere Frachtschiffe gemeint, die Russland zur Vermeidung von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt.
Sonntag, 1. März 2026
16.56 Uhr: Selenskyj lobt entschlossene USA
Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sich demonstrativ hinter Washington gestellt. Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer, teilte er in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland erreichen.
Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des "Terrorregimes zu entledigen" und allen Völkern Sicherheit zu garantieren, die unter vom Iran ausgehendem Terror gelitten haben, führte er aus. Obwohl die Ukraine den Iran nie bedroht habe, habe sich die iranische Führung entschieden, Kremlchef Wladimir Putins Verbündeter zu sein, sagte Selenskyj. Russland habe in seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine mehr als 57.000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt.
16.24 Uhr: Vier Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine
In der grenznahen nordostukrainischen Region Sumy sind infolge russischer Angriffe mindestens vier Zivilisten getötet worden. Zwei Frauen und zwei Männer seien in Orten der Gemeinden Jampil und Woroschba umgekommen, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram mit. Vier weitere Menschen wurden den Angaben nach verletzt. Insgesamt sind demnach innerhalb des vergangenen Tages 30 Siedlungen mehr als 100-mal beschossen worden. Zivile Gebäude und Infrastruktur seien beschädigt worden.
12.28 Uhr: Kiewer Außenministerium - Stehen an der Seite des iranischen Volks
Nach Angriffen Israels und der USA auf Ziele im Iran hat die Ukraine ihre Unterstützung für das iranische Volk betont. Die iranische Führung habe Möglichkeiten für Diplomatie ignoriert, teilte das Kiewer Außenministerium auf der Plattform X mit. Der Grund für die derzeitigen Ereignisse sei die Gewalt und Willkür der iranischen Führung, insbesondere die Tötungen und Repressionen gegen friedliche Demonstranten, die in den letzten Monaten besonders groß geworden seien.
Das Ministerium warf Teheran Menschenrechtsverletzungen im Land vor sowie Unterstützung militanter Gruppen, die Chaos in andere Länder der Region gebracht hätten, und Unterstützung Russlands in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
04.05 Uhr: "You don't have the cards": Ein Jahr Eklat im Weißen Haus
Vor einem Jahr haben sich der ukrainische Präsident Selenskyj und US-Präsident Trump einen beispiellosen Streit vor laufenden Kameras geliefert. Bei seinem Besuch im Weißen Haus wurde Selenskyj von Trump und seinem Vize Vance zurechtgewiesen. Er sei nicht dankbar genug für die amerikanische Unterstützung im Krieg und er habe auch nicht die Karten in der Hand, um zu gewinnen. Trump drohte mit einem Ende der Hilfen, wenn sich der ukrainische Präsident nicht auf einen schnellen Deal mit Russland einlassen würde.
Die Bilder gingen um die Welt, viele Menschen in der Ukraine solidarisierten sich daraufhin mit ihrem Präsidenten. Tage danach gelang es Selenskyj, das Verhältnis wieder zu verbessern. Und doch sind die USA seit Trumps Amtsantritt nur noch Vermittler zwischen der Ukraine und Russland und kein zuverlässiger Unterstützer mehr. Wie haben sich die Beziehungen seitdem verändert? Zum Nachhören im Audio.
Zum Nachhören: "You don’t have the cards": Ein Jahr Eklat im Weißen Haus
Vor genau einem Jahr kam es in Washington zum Eklat zwischen dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und US-Präsident Trump mit seinem Vize Vance
01.05 Uhr: Reiche will Biomethan aus Ukraine einführen
Um die Vorgaben des neuen Heizungsgesetzes zu erfüllen, will Wirtschaftsministerin Katherina Reiche grüne Brennstoffe auch aus der Ukraine importieren. "Biomethan ist verfügbar, wird hierzulande produziert und schon jetzt im Markt vertrieben. Wo eine Nachfrage ist, wird sich ein Markt bilden", sagte die CDU-Politikerin. "Die Ukraine zum Beispiel bietet uns Biogas in großen Mengen an. Wir haben hier noch regulatorische Herausforderungen auf Seiten der Ukraine und der EU. Aber wenn diese gelöst sind, können wir mit signifikanten Biomethanimporten rechnen."
Samstag, 28. Februar 2026
21.46 Uhr: Pipeline-Streit - Selenskyj und Fico einigen sich auf Treffen in der Ukraine
Im Streit um Öllieferungen aus Russland haben der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der slowakische Regierungschef Robert Fico ein Treffen vereinbart. Bei einem Telefonat lud Selenskyj Fico nach Angaben seines Büros in die Ukraine ein. Fico erklärte, er habe die Einladung angenommen. Ein Termin für das Treffen wurde zunächst nicht genannt.
20.01 Uhr: Merz - "Diplomatie mit Russland derzeit aussichtslos"
Bundeskanzler Friedrich Merz hält ein Mehr an Diplomatie mit Russland derzeit für aussichtslos. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sei kein Krieg alleine gegen die territoriale Integrität des Landes, sagte Merz am Rande einer Wahlkampf-Veranstaltung. "Das ist ein Krieg gegen die gesamte politische Ordnung Europas."
"Das, was Putin versucht, ist nicht nur die Ausdehnung Russlands nach Westen, sondern Putin versucht zu zerstören, was an Demokratie und Rechtsstaat an seiner Grenze droht zu entstehen." Forderungen nach mehr Diplomatie wies Merz zurück. "Was sollen wir denn noch mehr machen an Diplomatie als das, was wir seit mehreren Monaten machen?", fragte er. "Wir bieten doch jede Form eines Gespräches an, bis hin zu einem Gespräch auch mit der russischen Staatsführung." Er habe nur eine Vorbedingung. "Wenn wir sprechen, wenigstens dann müssen die Waffen schweigen."
18.45 Uhr: Fico - Selenskyj lehnt Inspektion der Pipeline ab
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will Ungarn und die Slowakei offenbar nicht die seiner Aussage nach beschädigte Pipeline "Druschba" besichtigen lassen (siehe Meldung um 13.10 Uhr). Das sagte der slowakische Ministerpräsident Robert Fico nach einem Telefonat mit Selenskyj. Der habe wohl kein Interesse daran, den Öltransfer durch die Pipeline aus Russland wieder aufzunehmen. Selenskyj habe ihm gesagt, eine Reparatur werde dauern. Von Selenskyj liegt bislang keine Stellungnahme zum heutigen Telefonat vor.
16.40 Uhr: Ukraine - Weiteres Stahlwerk stellt Betrieb ein
Aufgrund der anhaltenden Energiekrise in der Ukraine sollen die Bänder in einem weiteren Werk des Stahlhersteller ArcelorMittal Kryvyi Rih demnächst stillstehen. Betroffen sind die Gießerei und die mechanische Werkstatt, wie die Tochtergesellschaft von ArcelorMittal mitteilt. Der Hauptgrund: Die durch den Krieg extrem hohen Stromkosten hätten die Produktionskosten deutlich in die Höhe getrieben und die wirtschaftliche Fertigung von Stahlprodukten weiter erschwert.
Russland hat zuletzt seine Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor verstärkt, was die Regierung in Kiew zur Stromrationierung für die Industrie und zu höheren Importen aus der EU zwingt.
- Zum Artikel: Wie die Zeitenwende Deutschland verändert hat
14.05 Uhr: Insider - Auch Ukraine leitete Öl durch Druschba-Pipeline
Während des Streits um die blockierte Druschba-Pipeline wird bekannt, dass auch die Ukraine sie bislang für Ölexporte nach Europa nutzte. Das sagten drei Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Laut den Insidern verhindert die Blockade für die Ukraine dringend benötigte Einnahmen durch Ölverkäufe. Es stehe sogar im Raum, dass Kiew die Ölförderung einstellen muss.
Ungarn und die Slowakei werfen der Ukraine vor, die Pipeline aus politischen Gründen zu blockieren, sodass beide Länder über sie kein russisches Öl mehr bekommen. Die Ukraine macht Kriegsschäden für die Blockade verantwortlich.
Im Audio: Südafrikanische Söldner kehren aus Russland zurück
Südafrikanische Söldner kehren aus Russland zurück
14.00 Uhr: Moskau bestätigt neue trilaterale Gespräche
Der Kreml in Moskau bestätigt, dass es bald neue Gespräche mit der Ukraine unter Vermittlung der USA geben soll. Sie würden derzeit vorbereitet, so Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Agenturen. Zeit und Ort stünden aber noch nicht fest. Peskow beschwerte sich unterdessen darüber, dass die Ukraine "keine nennenswerten Veränderungen" in ihren Positionen vorgenommen habe. Russland beharrt seinerseits auf der Übernahme der ukrainischen Region Donezk.
Die Ukraine hatte zuvor Gespräche für Anfang März in Abu Dhabi angekündigt. Nach den letzten trilateralen Verhandlungen warfen sich beide Kriegsgegner vor, lieber auf dem Schlachtfeld zu kämpfen als nach diplomatischen Lösungen zu suchen.
13.10 Uhr: Druschba-Pipeline - Ungarn und Slowakei erhöhen Druck auf Ukraine
Wegen der in der Ukraine unterbrochenen Ölpipeline Druschba verlangen Ungarn und die Slowakei nun Zugang zu den angeblich beschädigten Stellen. Das sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Video auf Facebook. Die Ukraine behauptet, Kriegsschäden seien die Ursache für die Unterbrechung der Pipeline von Russland Richtung Ungarn und Slowenien. Orban wirft dem Land dagegen vor, die Lieferungen aus politischen Gründen gestoppt zu haben.
12.50 Uhr: Raketenangriffe - Stromausfall im russischen Belgorod
Ukrainische Raketenangriffe der vergangenen Nacht haben die Energieinfrastruktur der russischen Stadt Belgorod massiv beschädigt. In der Folge sind etwa 50.000 Menschen ohne Strom. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow teilt auf Telegram weiter mit, dass auch die Wasser- und Wärmeversorgung beeinträchtigt sei. Etwa die Hälfte der Betroffenen soll bis zum Tagesende wieder am Netz sein. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.
11.40 Uhr: Zwei Tote durch russische Drohne
Eine russische Drohne hat in der vergangenen Nacht ein Haus in der Ostukraine zerstört und dabei zwei Menschen getötet. Laut dem zuständigen Rettungsdienst sind bei dem Angriff auf das Dorf Pidserednie in der nordöstlichen Region Charkiw ein Mann und eine Frau gestorben.
11.30 Uhr: Drohne nahe Rumänien abgeschossen
Das ukrainische Militär hat laut dem rumänischen Verteidigungsministerium eine russische Drohne nahe der rumänischen Grenze abgeschossen. Sie sei dann 100 Meter neben dem rumänischen Dorf Chilia aufgeschlagen. Das Nato-Mitglied hat bereits mehrfach Verletzungen seines Luftraums durch russische Drohnen gemeldet.
10.30 Uhr: IAEA bestätigt Waffenruhe um AKW Saporischschja
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt eine von ihr vermittelte lokale Waffenruhe um das Kernkraftwerk Saporischschja. Während der Waffenruhe soll eine von zwei Stromleitungen repariert werden können, die die Stromversorgung des Kraftwerks gewährleisten. Die Leitung ist laut IAEA seit dem 10. Februar unterbrochen. IAEA-Chef Rafael Grossi zufolge müssen aber erst einmal Minen geräumt werden, damit die Reparaturteams sicher vor Ort gelangen.
08.05 Uhr: Russland – Feuerpause nahe AKW Saporischschja für Reparaturen
In der Nähe des von Russland kontrollierten ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach russischen Angaben eine lokal begrenzte Feuerpause vereinbart worden. Das soll es ermöglichen, Stromleitungen zu reparieren, berichten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den staatlichen russischen Atomkonzern Rosatom.
07.50 Uhr: Ukraine meldet nächtliche Angriffe auf Hafenanlagen in Odessa
Die ukrainische Regierung meldet russische Angriffe auf Hafenanlagen in der südlichen Region Odessa. Brände seien daraufhin in der Nacht ausgebrochen und Lagerhäuser, Lebensmittelcontainer und Geräte beschädigt worden, teilt der stellvertretende Ministerpräsident Olexij Kuleba mit. Der ukrainische Seekorridor sei aber trotz der Angriffe weiterhin betriebsbereit. Über die Strecke im Schwarzen Meer werden Kuleba zufolge 176 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, darunter über 150 Millionen Tonnen Getreide.
05.50 Uhr: Neues Ukraine-Treffen mit Beteiligung Russlands geplant
Nach der jüngsten Gesprächsrunde von Vertretern aus Kiew und Washington zur Beendigung des russischen Angriffskriegs soll es schon Anfang März ein weiteres Treffen geben. Dann soll auch ein Gesandter aus Moskau dabei sein. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte nach den Beratungen von Donnerstag, nun müsse "alles, was für echte Sicherheitsgarantien erreicht wurde", finalisiert werden.
05.45 Uhr: IWF bewilligt Ukraine neuen Milliardenkredit
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bewilligt der Ukraine einen neuen, über vier Jahre laufenden Kredit in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar. Davon würden 1,5 Milliarden Dollar sofort ausgezahlt, teilt der IWF mit. Die neue erweiterte Fondsfazilität für die Ukraine sei Teil eines internationalen Unterstützungspakets in Höhe von 136,5 Milliarden Dollar für das vom Krieg heimgesuchte Land.
Freitag, 27. Februar 2026
23.32 Uhr: Russland meldet Abschuss von 220 ukrainischen Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 220 ukrainischen Drohnen innerhalb von neun Stunden. Darunter seien 24 Fluggeräte gewesen, die Kurs auf Moskau genommen hätten. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb auf Telegram von 27 abgeschossenen Drohnen, die die Hauptstadt zum Ziel gehabt hätten.
20.33 Uhr: Milliardendefizit bei Russlands Regionen
Die Haushaltsprobleme in Russland haben Medien zufolge die Provinzen des Landes erreicht. Das Gesamtdefizit der russischen Regionen sei bis Ende 2025 auf mehr als 16 Milliarden Euro gestiegen und ein Rekordwert seit Beginn der Beobachtungen, schrieb die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Auswertung von Finanzdaten. Verwendet wurden den Angaben nach Daten des Finanzministeriums. Demnach schlossen 74 Regionen das Jahr mit einem Defizit ab, 2024 waren es nur 50. Am größten sei die Lücke in Moskau, dem Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und dem Autonomen Kreis der Chanten und Mansen.
Beim Staatshaushalt sieht es ähnlich aus. Rund 180 Milliarden Euro sind für Militär, Rüstung, nationale Sicherheit und Polizeiorgane eingeplant - das entspricht knapp 40 Prozent der Gesamtausgaben. Die Rüstungsindustrie boomte in den vergangenen Jahren dank staatlicher Subventionen und Großaufträge. In anderen Sektoren gibt es allerdings schon seit geraumer Zeit Krisenzeichen. Wichtig für Russland sind traditionell die Einnahmen aus den Energieverkäufen. Dass die Öl- und Gaseinnahmen sinken, räumte nun auch Kremlsprecher Dmitri Peskow ein.
20.11 Uhr: Selenskyj - Nächste Friedensgespräche wohl im März in Abu Dhabi
Die nächste Runde der von den USA moderierten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine findet voraussichtlich Anfang März in Abu Dhabi statt. Das sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zuvor hatten sich Vertreter der USA und der Ukraine in Genf über den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten.
19.17 Uhr: Luftraumverletzung durch Drohne - Rumänien lässt Kampfjets aufsteigen
Rumänien lässt wegen einer Luftraumverletzung durch eine Drohne Kampfjets aufsteigen. Der Vorfall ereignet sich während eines russischen Angriffs auf ukrainische Infrastruktur nahe der Grenze, teilt das Verteidigungsministerium mit. Es ist der zweite Vorfall dieser Art binnen zwei Tagen. Das Nato- und EU-Mitglied hat eine 650 Kilometer lange Grenze zur Ukraine.
19.00 Uhr: Russland meldet Abschuss von 167 ukrainischen Drohnen
Russlands Luftabwehr schießt nach Angaben des Verteidigungsministeriums innerhalb von sechs Stunden 167 ukrainische Drohnen ab. Die Drohnen seien in einem Zeitraum bis 20 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) abgefangen und zerstört worden, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium. Zwölf der Drohnen hätten die Hauptstadt Moskau zum Ziel gehabt. Viele Drohnen seien über Regionen in Zentralrussland abgefangen worden. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin spricht auf Telegram von 13 abgeschossenen Drohnen, die ab etwa 17 Uhr Ortszeit auf dem Weg in die Stadt gewesen seien. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
17.34 Uhr: Mutmaßlicher Rekrutierer von Kenianern für russischen Militärdienst festgenommen
In Kenia ist eine mutmaßliche Schlüsselfigur der Entsendung von Männern aus dem ostafrikanischen Land zum Militärdienst für Russland festgenommen worden. Der 33-jährige Gründer einer Rekrutierungsagentur wurde in der Stadt Moyale an der Grenze zu Äthiopien festgenommen, so die kenianische Staatsanwaltschaft. Er wird beschuldigt, junge Männer unter falschen Vorwänden für die Entsendung nach Russland rekrutiert zu haben, und sei "ein mutmaßlicher Schlüsselakteur in einem umfassenden Netzwerk zum Menschenhandel", erklärten die Ermittler.
In der vergangenen Woche hatte der Abgeordnete Kimani Ichung'wah berichtet, dass mehr als 1.000 Kenianer unter Zwang für den Dienst in der russischen Armee rekrutiert worden seien. Viele von ihnen hätten sich in dem Glauben nach Russland schicken lassen, dort gut bezahlte Arbeitsstellen zu erhalten.
17.25 Uhr: Zwei Südafrikaner als Kämpfer für Russland in der Ukraine gestorben
Mindestens zwei Südafrikaner sind nach Angaben der Regierung im Rahmen eines Rekrutierungssystems nach Russland gelockt und dann als Kämpfer des russischen Militärs in der Ukraine getötet worden. Der südafrikanische Außenminister Ronald Lamola machte am Donnerstag keine Angaben zum Zeitpunkt des Todes der beiden Staatsbürger. Es war die erste Bestätigung Südafrikas, dass Südafrikaner im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ums Leben kamen. Lamola besuchte am Donnerstag die Angehörigen von elf nach Hause zurückgekehrten Südafrikanern, die nach Russland gelockt worden sein sollen, indem ihnen mutmaßlich falsche Versprechen einer Ausbildung gemacht wurden. Letztendlich seien sie aber in den Krieg in der Ukraine geraten.
Eine Tochter des südafrikanischen Ex-Präsidenten Jacob Zuma, Duduzile Zuma-Sambudla, wird verdächtigt, eine Rolle dabei gespielt zu haben, die südafrikanischen Männer nach Russland gelockt zu haben. Sie hat ein Fehlverhalten bestritten, trat aber wegen der Vorwürfe als Abgeordnete zurück. Die Ukraine hat angegeben, dass mutmaßlich mehr als 1.700 Afrikaner für den Kampf für Russland rekrutiert worden seien.
16.54 Uhr: Orban - Ungarn würde Ergebnis von EU-Untersuchung an Druschba-Pipeline akzeptieren
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat erklärt, dass seine Regierung die Ergebnisse einer Expertenmission, die unter Beteiligung Ungarns und der Slowakei den technischen Zustand der durch die Ukraine führenden Pipeline Druschba überprüft, anerkennen würde. Orban hatte in einem Brief an EU-Ratspräsident António Costa eine solche Untersuchung vorgeschlagen und angedeutet, dass Ungarn danach sein Veto gegen die von der EU geplanten Finanzhilfen für die Ukraine aufgeben könnte.
"Meine Initiative hat auch das Ziel, eine rechtzeitige Lösung dieser Frage zu begünstigen", heißt es in dem Schreiben Orbans. Über die Druschba bekamen Ungarn und die Slowakei bis Ende Januar Erdöl aus Russland. Die Lieferungen wurden der Ukraine zufolge abgebrochen, nachdem die Pipeline durch russische Angriffe beschädigt worden war. Die Regierungen Ungarns und die Slowakei behaupten aber, dass dahinter eine politische Entscheidung Kiews steht.
15.28 Uhr: Rutte bemüht sich um Ende der ungarischen Veto-Politik
Nato-Generalsekretär Mark Rutte bemüht sich hinter den Kulissen um eine Lösung des Konflikts um die vom Bündnismitglied Ungarn blockierte EU-Unterstützung für die Ukraine. Sein Job sei es, in solchen Debatten hilfreich zu sein, sagte Rutte in Brüssel. Was genau das bedeute, könne er allerdings erst nach einem Erfolg seiner Anstrengungen sagen.
In dem Konflikt geht es darum, dass Ungarn sein Veto gegen neue EU-Finanzhilfen und Russland-Sanktionen einlegt, um eine Wiederaufnahme von Öllieferungen über die Druschba-Pipeline zu erzwingen. Diese wurde nach ukrainischen Angaben bei russischen Luftangriffen so stark beschädigt, dass sie nicht mehr funktionsfähig ist. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban geht hingegen davon aus, dass die Pipeline betriebsfähig ist und die Ukraine aus politischen Gründen den Betrieb blockiert.
15.10 Uhr: Ukraine und USA bereiten in Genf weiteres Treffen mit Russland vor
Vertreter der Ukraine und der USA sind in Genf zusammengetroffen, um weitere trilaterale Gespräche mit Russland über eine Beendigung des Ukraine-Krieges vorzubereiten. Ein Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und mit Jared Kushner habe begonnen, teilte der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow auf X mit. "Wir setzen heute in Genf unsere Arbeit im Rahmen des Verhandlungsprozesses fort", erklärte Umerow. Die Ukraine wolle vor den nächsten trilateralen Gesprächen mit Russland im März ihre Positionen mit den USA "synchronisieren".
Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte unterdessen mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges, Moskau habe keine Eile. "Haben Sie von uns irgendetwas über Fristen gehört? Wir haben keine Fristen, wir haben Aufgaben. Die werden wir erledigen", sagte Lawrow staatlichen Medien. Der russische Präsident Wolodymyr Selenskyj telefonierte im Vorfeld des Treffens nach eigenen Angaben mit US-Präsident Donald Trump.
15.05 Uhr: Frankreich - Russlands Behauptung zu Atomwaffenlieferung an Ukraine haltlos
Frankreich hat Russlands Anschuldigung zurückgewiesen, die Ukraine wolle mithilfe aus Paris oder London in den Besitz einer Atomwaffe oder einer "schmutzigen Bombe" gelangen. Dies sei das jüngste Beispiel für russische Desinformation, sagte die Sprecherin des französischen Verteidigungsministeriums, Olivia Penichou. "Die Russische Föderation greift häufig auf Desinformation zurück, um ein Klima des Misstrauens gegenüber den Maßnahmen Frankreichs und seiner Partner zur Unterstützung der Ukraine zu schaffen", erklärte sie.
Der russische Auslandsgeheimdienst SWR hatte erklärt, Großbritannien und Frankreich glaubten, die Ukraine könne sich günstigere Friedensbedingungen sichern, wenn sie "eine Atombombe oder zumindest eine sogenannte 'schmutzige Bombe'" besitze. Der SWR legte jedoch keine Belege für die Behauptung vor. Auch Großbritannien hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
14.52 Uhr: Russland wirft Ukraine Gefährdung der Energiesicherheit Europas vor
Russland hat der Ukraine vorgeworfen, durch die Unterbrechung von Öllieferungen die Energiesicherheit Europas zu gefährden. "Die Blockade des Transits durch die Druschba-Pipeline seitens der Ukraine bedroht die Energiesicherheit von Ungarn, der Slowakei und ganz Europa, weshalb die Untätigkeit Brüssels überraschend ist", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, vor der Presse.
Der Regierung in Kiew zufolge ist die Leitung bei russischen Angriffen Ende Januar beschädigt und seither nicht repariert worden. Unabhängig davon hatte die Ukraine am Montag mit Drohnen eine wichtige russische Pumpstation angegriffen, die die Druschba-Pipeline versorgt. Als Reaktion auf den Lieferstopp blockierte Ungarn diese Woche neue EU-Sanktionen gegen Russland sowie ein EU-Darlehen für die Ukraine.
14.43 Uhr: Nach Tötung von ukrainischem Politiker: Mann in NRW festgenommen
Nach tödlichen Schüssen auf den ukrainischen Juristen und Politiker Andrij Portnow in Madrid im vergangenen Jahr ist jetzt im nordrhein-westfälischen Heinsberg der mutmaßliche Täter per europäischem Haftbefehl festgenommen worden. Die Generalstaatsanwaltschaft Köln bestätigte ein Auslieferungsverfahren. Weitere Auskunft wolle man nicht geben, weil sich nur die spanische Polizei dazu äußern dürfe.
Portnow wurde am 21. Mai 2025 in der spanischen Hauptstadt auf offener Straße getötet. Zwischen 2010 und 2014 hatte er in der Ukraine als Berater und Vizechef des Präsidialamts unter dem damaligen russlandfreundlichen Präsidenten Viktor Janukowitsch gearbeitet. Er war maßgeblich für den Umbau des Gerichtssystems verantwortlich.
14.32 Uhr: Ukraine-Gespräche über Wiederaufbau offenbar in Genf begonnen
Ungeachtet neuer schwerer russischer Luftangriffe haben Vertreter der Ukraine und der USA in Genf offenbar ihre Beratungen über den Wiederaufbau des Landes aufgenommen. Auf ukrainischer Seite führt Rustem Umerow, Leiter des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, die Delegation an. Er trifft auf den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Ein ukrainischer Regierungsvertreter hatte den Beginn der Gespräche für die Mittagszeit angekündigt.
14.18 Uhr: Russland warnt vor Entsendung britischer Soldaten in Ukraine
Russland hat vor einer Entsendung britischer Truppen in die Ukraine geewarnt. "Entgegen Healeys irriger Annahme wird die Entsendung britischer Truppen in die Ukraine nicht das Ende des Krieges bedeuten", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, mit Blick auf den britischen Verteidigungsminister John Healey. "Vielmehr würde dies den Konflikt verlängern und das Risiko einer groß angelegten militärischen Konfrontation unter Beteiligung vieler weiterer Staaten erhöhen." Sacharowa bekräftigte die Drohung, dass Russland jegliche ausländischen Truppen in der Ukraine als legitime Ziele ansehen würde.
Healey hatte am Wochenende in einem Beitrag für eine Zeitung geschrieben: "Ich möchte der Verteidigungsminister sein, der britische Truppen in die Ukraine entsendet – denn das wird bedeuten, dass dieser Krieg endlich vorbei ist." Großbritannien und Frankreich haben sich bereit erklärt, nach einem Waffenstillstand Truppen in die Ukraine zu schicken.
14.10 Uhr: Russischer Angriff traf Energie- und Bahnnetz - Dutzende Verletzte
Bei den massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energie- und Bahninfrastruktur sind in der Nacht zum Donnerstag nach neuen Angaben Dutzende Menschen verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, gerieten durch den Beschuss auch Wohngebäude in Brand. "Russland hat heute Nacht wieder Krieg gegen die kritische Infrastruktur und gewöhnliche Wohngebäude geführt", schrieb Präsident Selenskyj auf Telegram.
Der ukrainischen Luftwaffe zufolge gelang es der Flugabwehr, 374 Drohnen und 32 Raketen abzufangen. Dennoch hätten fünf ballistische Raketen und 46 Drohnen ihr Ziel erreicht und 32 Standorte getroffen. Selenskyj zufolge wurden Schäden aus acht Regionen gemeldet. Dabei seien mindestens 26 Menschen verletzt worden, darunter Kinder. Schwerpunkte der Angriffe waren Gasanlagen in der Region Poltawa sowie Umspannwerke in den Gebieten Kiew und Dnipro. Besonders betroffen war die Region Charkiw, wo laut den Behörden mindestens 14 Menschen verletzt wurden.
12.45 Uhr: Ungarn fordert EU-Untersuchung zu Schäden an Druschba-Pipeline
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat der EU eine Untersuchungsmission zur beschädigten Ölpipeline Druschba in der Ukraine vorgeschlagen. In einem Brief an EU-Ratspräsident Antonio Costa wirbt Orban für den Einsatz ungarischer und slowakischer Experten vor Ort. Damit verbindet Orban die Aussicht auf ein Ende seiner Blockade neuer Ukraine-Hilfen. Die Initiative ziele darauf ab, eine zeitnahe Lösung in dieser Frage zu erleichtern, heißt es in dem Schreiben.
Ungarn hatte aus Protest gegen den Stopp der Öllieferungen neue Russland-Sanktionen und einen EU-Kredit für Kiew blockiert. Die Ukraine begründet den Lieferstopp mit Schäden durch russische Angriffe Ende Januar.
11.38 Uhr: Polen erhöht Verteidigungsausgaben auf fast fünf Prozent
Polen fühlt sich von Russland bedroht und will in diesem Jahr seine Rüstungsausgaben weiter steigern. Für 2026 seien 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung vorgesehen, sagte Außenminister Radoslaw Sikorski bei einer Grundsatzrede im Parlament. Von den umgerechnet 46,6 Milliarden Euro soll mehr als die Hälfte in die Anschaffung neuen Geräts fließen. Polen müsse eine Armee aufbauen, die Kremlchef Wladimir Putin dauerhaft abschrecke, betonte Sikorski.
Bereits 2025 hatte das EU- und Nato-Mitglied Polen 4,7 Prozent seiner Wirtschaftsleistung für Verteidigung veranschlagt und zählte damit zu den Nato-Ländern mit den höchsten Werten.
11.15 Uhr: Kenianer für Kriegseinsatz nach Russland gelockt: Festnahme
Ein Mann, der zahlreiche Kenianer mit falschen Versprechen zum Kriegseinsatz nach Russland gelockt haben soll, ist festgenommen worden. Festus O. werde des Menschenhandels verdächtigt und sei in der nordkenianischen Stadt Moyale an der Grenze zu Äthiopien gefasst worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Der Verdächtige sei nach seiner Rückkehr aus Russland auf der Flucht gewesen.
In Kenia war vergangene Woche ein Geheimdienstbericht öffentlich geworden, dem zufolge mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert wurden, um für Russland in der Ukraine zu kämpfen. Ihnen wurden andere Jobs in Russland versprochen, die es aber nie gab. Mindestens 89 Kenianer befänden sich noch an der Front, 39 lägen im Krankenhaus, 28 seien im Einsatz vermisst und mindestens einer sei getötet worden, geht aus dem Geheimdienstbericht hervor.
11.14 Uhr: Moskau - Mehr als 1.000 Soldatenleichen mit Kiew ausgetauscht
Moskau und Kiew haben nach russischen Angaben erneut mehr als 1.000 Soldatenleichen ausgetauscht. Die Ukraine habe die sterblichen Überreste von 1.000 Soldaten von Russland erhalten, schrieb der russische Chefunterhändler bei den jüngsten Verhandlungen zwischen beiden Kriegsparteien, Wladimir Medinski, bei Telegram. Kiew übergab Moskau demnach 35 Soldatenleichen.
Der Koordinationsstab für Kriegsgefangenenbelange in Kiew bestätigte bei Telegram, dass die Ukraine 1.000 Leichname erhalten habe, die nach russischen Angaben zu ukrainischen Verteidigern gehören. Die Behörde dankte dem Internationalen Roten Kreuz für Unterstützung. Russland und die Ukraine tauschen immer wieder Soldatenleichen aus. Allein im vergangenen Jahr erhielt Kiew nach offiziellen Angaben mehr als 15.000 Leichname gefallener Soldaten zurück. Moskau bekam nur einen Bruchteil dessen. Aufgrund des russischen Vormarsches kann die ukrainische Armee gefallene eigene Soldaten nicht immer bergen.
09.52 Uhr: Russland greift laut Selenskyj weiter Energieinfrastruktur an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in sozialen Medien nach weiteren schweren Angriffen in der Ukraine von Dutzenden Verletzten und Zerstörungen in acht Gebieten des Landes gesprochen. Erneut sei die Energieinfrastruktur Ziel gewesen: In der zentralukrainischen Region Poltawa sei die Gasinfrastruktur angegriffen worden, in den Gebieten Kiew und Dnipropetrowsk habe es Umspannwerke getroffen.
Selenskyj zufolge setzte Russland 420 Drohnen und 39 Raketen, darunter elf ballistische, ein. Die meisten Raketen seien abgewehrt worden, weil Partner seines Landes einen Teil der vereinbarten Raketen für die Flugabwehr geliefert hätten. Selenskyj warnte, dass die Kälte noch nicht vorbei sei und Raketen für die Flugabwehr jeden Tag benötigt würden, solange Russland versuche, das ukrainische Energiesystem zu zerstören.
07.27 Uhr: Mindestens 20 Verletzte bei russischen Angriffen in der Nacht
Russland hat ukrainischen Angaben zufolge den Osten und Süden des Landes in der Nacht mit Raketen und Drohnen angegriffen. Etwa 20 Menschen seien dabei verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit. Wohnhäuser seien beschädigt worden.
Ballistische Raketen und Marschflugkörper hätten Kiew, die gleichnamige Region sowie die östliche Stadt Charkiw zum Ziel gehabt, Saporischschja im Süden sei mit Drohnen angriffen worden. Allein in der Region Charkiw wurden dem Gouverneur Oleh Synjehubow zufolge mindestens 14 Menschen verletzt, darunter ein siebenjähriger Junge. In Saporischschja gab es nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow mindestens sieben Verletzte.
06.02 Uhr: Explosionen erschüttern mehrere ukrainische Städte
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am frühen Donnerstagmorgen von mehreren Explosionen erschüttert worden. Nach Angaben der Militärverwaltung von Kiew greift die russische Armee mit Kampfdrohnen und ballistischen Raketen an. Auch in Charkiw im Nordosten der Ukraine gab es dem Bürgermeister Ihor Terechow zufolge einen "kombinierten Luftangriff". In der südöstlichen Stadt Saporischschja ereigneten sich nach Angaben des Regionalgouverneurs Iwan Fedorow mehrere Explosionen, bei denen mindestens eine Person verletzt wurde.
Die Angriffe erfolgten kurz vor geplanten Gesprächen von Vertretern der Ukraine und der USA in Genf über mögliche Wege hin zu einem Ende des russischen Angriffskrieges. Nach russischen Angaben wird auch der Kreml-Gesandte für internationale Wirtschaftsfragen, Kirill Dmitriew, am Donnerstag nach Genf reisen, um mit den US-Vertretern zu sprechen.
Im Audio: Massive Angriffe auf mehrere ukrainische Orte
Massive Angriffe auf mehrere ukrainische Orte
01.48 Uhr: Schweiz verbietet Kauf und Import von Flüssig-Erdgas aus Russland
Die Schweiz hat ihre Sanktionen gegen Russland ausgeweitet. Ab dem 25. April 2026 gilt ein vollständiges Kauf- und Importverbot von russischem Flüssig-Erdgas (LNG) in dem Land. Für bereits bestehende langfristige Lieferverträge gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2026. Die Regierung in Bern gab außerdem bekannt, dass künftig Krypto-Dienstleistungen für russische Staatsangehörige und Unternehmen untersagt seien. Für russisches diplomatisches Personal, das in der EU akkreditiert ist, wird außerdem eine Meldepflicht für die Durch- und Einreise in die Schweiz eingeführt.
Donnerstag, 26. Februar 2026
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