Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
23.50 Uhr: Trump und Vermittler Pakistan verkünden Einigung auf Abkommen zu Iran-Kriegsende
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei "jetzt vollständig", erklärte Trump am Sonntag. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine: "Schiffe der Welt, lasst eure Motoren an. Lasst das Öl fließen!".
21.24 Uhr: Alle Flüge im Westen des Iran gestrichen
Nach einer iranischen Angriffsdrohung gegen Israel sind laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens alle Flüge im Westen des Landes gestrichen worden. Alle von westiranischen Flughäfen startenden Flüge seien "bis auf weiteres" annulliert, berichtete das Staatsfernsehen am Sonntagabend.
Zuvor hatte der iranische Nationale Sicherheitsrat erklärt, eine "Reaktion" auf den israelischen Angriff auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut stehe unmittelbar bevor.
20.46 Uhr: UN-Generalsekretär kritisiert israelischen Angriff auf Beirut
"Die Angriffe fanden trotz der Waffenruhe statt und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erwartet wird, die den Weg für eine friedliche Lösung dieses Konflikts ebnen wird", erklärte UN-Generalsekretär António Guterres am Sonntag. "Ich fordere alle Seiten auf, in diesem entscheidenden Moment größtmögliche Zurückhaltung auszuüben."
Der Iran macht ein Abkommen mit den USA von einer umfassenden Waffenruhe auch im Libanon abhängig. Vor einer Woche hatte ein israelischer Angriff auf Beirut erstmals seit Beginn einer Waffenruhe wieder gegenseitige Angriffe zwischen dem Iran und Israel ausgelöst.
20.38 Uhr: Irans Nationaler Sicherheitsrat droht nach Israels Angriff mit Reaktion
Nach einem Angriff Israels auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat der iranische Sicherheitsrat mit einer raschen Reaktion gedroht: "Die Reaktion der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor", erklärte der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat am Sonntag im Onlinedienst X. "Der Libanon ist unser Leben, und eine Überschreitung der roten Linien der Islamischen Republik wird nicht toleriert werden", hieß es weiter.
16.39 Uhr: Mindestens sechs Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen werden nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde mindestens sechs Palästinenser getötet. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu den Angriffen. Zudem übergeben die Hamas und andere Palästinenser-Gruppen den Vermittlern eine schriftliche Antwort auf den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Insidern zufolge stimmen die Fraktionen 14 von 15 Punkten des Entwurfs zu, lehnen aber eine bedingungslose Entwaffnung ab.
15.45 Uhr: Teheran: Gespräche mit USA "sinnlos", wenn Zusagen nicht eingehalten werden
Nach den israelischen Angriffen auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Teheran die Gespräche mit den USA über ein Abkommen zum Iran-Krieg in Zweifel gezogen. "Wenn Ihr nicht den Willen oder die Fähigkeit habt, Eure Verpflichtungen einzuhalten, dann ist es sinnlos darüber zu sprechen, diesen Weg weiterzugehen", erklärte der iranische Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf mit Blick auf die Gespräche mit Washington am Sonntag im Onlinedienst X.
Der Iran macht ein Abkommen mit den USA von einer umfassenden Waffenruhe auch im Libanon abhängig. Die israelische Armee hatte am Sonntag mitgeteilt, Luftangriffe auf die südlichen Vororte von Beirut geflogen zu haben, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah gelten. Es handele sich um eine Antwort auf vom Libanon aus gestartete Drohnenangriffe auf israelisches Gebiet.
15.10 Uhr: Unklarheit über erwartete Iran-Vereinbarung
Im Ringen um ein Ende des Kriegs zwischen den USA und dem Iran ist weiter unklar, ob und wann ein Durchbruch besiegelt werden kann. Nachdem US-Präsident Donald Trump für heute – seinen 80. Geburtstag – die Unterzeichnung einer ersten Vereinbarung in Aussicht gestellt hatte, ließ Teheran den Termin für ein mögliches Rahmenabkommen mit Washington bislang offen. Die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars meldete unter Berufung auf einen Insider, Teheran habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. "Die Prüfung der politischen, rechtlichen und technischen Aspekte auf Expertenebene dauert weiterhin an", zitierte Fars eine mit dem Verhandlungsteam vertraute Quelle. Allerdings versuchten auch die Revolutionsgarden bereits, eine mögliche Einigung zu rechtfertigen. "Schlachtfeld, Volkspräsenz und Diplomatie ergänzen einander, um die Interessen und Rechte der iranischen Nation zu wahren", sagte General Jadollah Dschawani, Vizechef der politischen Abteilung der Elitetruppe.
14.41 Uhr: Iran - USA haben keinen Willen zum Frieden
Der israelische Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut zeigt nach Ansicht des iranischen Chefunterhändlers, dass den USA entweder der Wille oder die Fähigkeit fehlt, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. "Wenn Sie Ihre Verpflichtungen nicht erfüllen können, ist es unmöglich, von einer Fortsetzung des Weges zu sprechen", erklärt Mohammad Baker Kalibaf auf X.
13.05 Uhr: Nach Hisbollah-Attacke greift Israel Vororte Beiruts an
Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels hat die israelische Luftwaffe erneut Ziele in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Es seien «Terrorziele» der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. "Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah." Auch die israelische Armee teilte mit, es sei Hisbollah-Infrastruktur in Dahija angegriffen worden.
Die Hisbollah hatte zuvor nach israelischen Militärangaben erneut den Norden Israels mit mehreren Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden.
Im Video: Israel greift nach Hisbollah-Attacke Vororte Beiruts an
Wohnhaus in einem südlichen Beiruter Vorort (Archiv)
09.45 Uhr: Iran prüft das geplante Abkommen mit den USA
Die Führung in Teheran hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars noch nicht festgelegt, ob sie dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs mit den USA zustimmt. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, zitiert die iranische Agentur einen Insider. Die Prüfung der politischen, rechtlichen und technischen Aspekte laufe auf Experten- und Entscheidungsebene weiter.
09.40 Uhr: Cyberangriff stört Betrieb bei iranischen Banken
Staatliche iranische Medien melden einen Cyberangriff. Dieser habe zu Betriebsstörungen bei vier großen iranischen Banken geführt. Die Medienberichte stützen sich auf Angaben des Bankenkoordinierungsrats im Iran. Ziel der Attacke sei demnach eine gemeinsame Kommunikationsinfrastruktur der Bank Melli, Bank Tejarat, Bank Saderat und der iranischen Exportentwicklungsbank gewesen. Schutzmaßnahmen der Technik-Teams beeinträchtigten vorübergehend einige Bankdienstleistungen. Es habe jedoch keinen unbefugten Zugriff auf Kundeninformationen gegeben und es seien keine Daten gelöscht worden. Derzeit laufe die Wiederherstellung des normalen Betriebs.
06.05 Uhr: Kommt heute der Durchbruch im Iran-Konflikt?
Im zähen Ringen zwischen den USA und dem Iran um ein Kriegsende scheint ein Durchbruch bevorzustehen. Laut US-Präsident Donald Trump soll die Vereinbarung heute finalisiert werden. Das pakistanische Außenministerium schrieb auf der Plattform X von einer virtuellen Zeremonie zur Unterzeichnung, die für heute geplant sei. Irans Außenamtssprecher Esmail Baghai sagte am Samstag, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.
Sonntag, 14. Juni 2026
19.12 Uhr: Boote mit Palästina-Flaggen protestieren vor G7-Gipfel
Vor dem G7-Gipfel in Évian haben Aktivisten auf Booten auf dem Genfersee für mehr Solidarität mit den Palästinensern demonstriert. Sie fuhren mit rund 20 Booten in Lausanne auf der Schweizer Seite des Sees los, Richtung Évian auf der französischen Seite.
Sie hissten palästinensische Flaggen und stellten Plakate auf den Booten auf. "Stop genocide" ("Stoppt den Völkermord") stand unter anderem darauf. Nach Angaben der Organisatoren waren rund 100 Teilnehmer auf den Booten. Sie riefen unter anderem "free, free, free Palestine" und zündeten Rauchfackeln. Einige Teilnehmer seien bereits bei den Hilfsflotten für Gaza auf dem Mittelmeer dabei gewesen, die Israel jeweils abgefangen hatte, hieß es.
18.57 Uhr: Vereinbarung soll laut Trump am Sonntag unterzeichnet werden
Nachdem der Iran die Unterzeichnung eines Abkommens mit den USA für Sonntag ausgeschlossen hat, kündigt US-Präsident Donald Trump eine Unterzeichnung für Sonntag an. Unmittelbar danach werde die Straße von Hormus wieder für alle geöffnet, erklärt Trump online. Zu einem späteren Zeitpunkt würden die USA das iranische Nuklearmaterial aus dem Land holen. Sollte der Prozess nicht reibungslos verlaufen, gebe es eine "ultimative Alternative". Das Außenministerium in Teheran hatte eine Unterzeichnung für Sonntag dagegen ausgeschlossen.
18.43 Uhr: Iran – Noch nie so nah an einer Einigung
Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai sieht die Möglichkeit einer ersten Übereinkunft über ein Rahmenabkommen mit den USA in den kommenden Tagen. "Wir waren noch nie so nah an einer Einigung, und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Absichtserklärung in den kommenden Tagen finalisiert wird", sagte Baghai laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna.
Die USA und der Iran verhandeln seit mehreren Wochen über ein Kriegsende. In einem ersten Schritt soll eine Absichtserklärung vereinbart werden. Mit diesem Rahmenabkommen soll eine Grundlage für weitere, vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran gelegt werden. Mit dem Rahmenabkommen könnte aber bereits etwa die für den Handel wichtige Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet werden.
Gleichzeitig wies Baghai Berichte über eine bevorstehende Reise iranischer Offizieller nach Genf oder Islamabad zurück. "In den nächsten ein bis zwei Tagen ist keine Reise geplant", sagte er demnach weiter.
18.05 Uhr: Iran kündigt erneut Gebühren in Straße von Hormus an
Der Iran will für zunächst nicht näher beschriebene Dienstleistungen in der Straße von Hormus künftig Gebühren erheben. Schritte zur Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Meerenge dienten der nationalen Sicherheit und dem weltweiten Gemeinwohl, erklärt das Außenministerium der Nachrichtenagentur Fars zufolge. In den vergangenen Monaten seit dem US-israelischen Angriff hat der Iran immer wieder auf Gebühren für die Durchfahrt der wichtigen Handelsroute gepocht.
Zudem fordert das Ministerium ein Ende der ausländischen Militärpräsenz in der Region und bezeichnet die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder als festen Bestandteil eines geplanten Abkommens mit den USA.
16.59 Uhr: Trump will bei G7-Gipfel über Minenräumung in Straße von Hormus reden
US-Präsident Donald Trump will bei dem G7-Gipfel in Frankreich in der kommenden Woche über eine Minenräumung in der Straße von Hormus sprechen. Das verlautete am Samstag aus ranghohen US-Regierungskreisen. Trump wolle auch am Rande der Versammlung die Staatschefs von Ägypten, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten treffen, um über ein Ende des Iran-Kriegs zu sprechen, sagte die Gewährsperson. Die beiden G7-Mitgliedsstaaten Großbritannien und Frankreich haben Interesse daran geäußert, nach dem Ende der Feindseligkeiten bei einer Minenräumung in der Straße von Hormus zu helfen. Der Schifffahrtskanal ist für den internationalen Ölhandel wichtig.
16.19 Uhr: Israel fliegt erneut Luftangriffe auf den Libanon
Israels Armee hat erneut Angriffe auf Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon geflogen. Die libanesische Armee und ein AFP-Reporter meldeten am Samstag israelische Angriffe nahe Nabatije. Zuvor hatte Israels Armeesprecher Avichay Adraee die Bewohner von 24 Ortschaften in der Umgebung und im Norden der Stadt per "sofortiger" Evakuierung aus ihren Häusern vertrieben. Die israelische Armee werde "mit aller Härte vorgehen".
Am Vormittag hatte Israels Armee mitgeteilt, ein "feindliches Fluggerät" abgefangen zu haben, das vom Libanon aus in den Norden Israels eingedrungen war. Libanesische Medien berichteten von israelischen Angriffen im Süden des Landes. Gebiete, für die zuvor von Israel eine Evakuierungsanordnung herausgegeben worden war, seien bombardiert worden, darunter die Dörfer Rihan und Sudschud, berichtete NNA. In Rihan im südlichen Bezirk Dschesin sei ein Mensch getötet worden.
15.49 Uhr: Iran plant Chameneis Beisetzung am 9. Juli
Mehr als hundert Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei soll nun während des islamischen Trauermonats Muharram das Begräbnis stattfinden. Die offizielle Beisetzung des getöteten religiösen und politischen Oberhaupts ist für den 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten Irans geplant – neben dem Mausoleum von Resa, dem achten schiitischen Imam. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sollen jedoch bereits am 4. und 5. Juli Millionen Menschen in der Hauptstadt Teheran sowie am 6. Juli in der schiitischen Pilgerstadt Ghom Abschied von dem Ajatollah nehmen. Chamenei wurde Ende Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet
14.58 Uhr: Iran – Mögliche Absichtserklärung wird doch nicht am Sonntag unterzeichnet
Die geplante iranisch-amerikanische Absichtserklärung wird nach Angaben des Außenministeriums in Teheran nicht am Sonntag unterzeichnet. Eine Unterzeichnung in den kommenden Tagen könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, erklärt das Ministerium nach Berichten staatlicher Medien. Wegen des Zögerns der Gegenseite sei bei Äußerungen zum genauen Datum Vorsicht geboten.
13.39 Uhr: Pakistan - Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden
Im Krieg zwischen den USA und dem Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens. "Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor", schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor. "Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor", erklärte Sharif. "Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird."
13.10 Uhr: Tanker vor Omans Küste von Geschoss getroffen
Vor der Küste des Oman wird ein Tanker am Backbordbug von einem Geschoss unbekannter Herkunft getroffen. Der Vorfall habe sich sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) östlich des Landes ereignet, teilt die britische Seefahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung sei unversehrt geblieben. Der Tanker setze seine Fahrt zum Hafen fort.
13.02 Uhr: Pakistan - USA und Iran einigen sich auf Rahmen für Friedensabkommen
Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif auf einen Rahmen für ein Friedensabkommen geeinigt. Der finale Text liege bereits vor, erklärt Sharif. Das Abkommen solle den monatelangen Konflikt im Nahen Osten beenden. Pakistan bereite sich nun auf eine elektronische Unterzeichnung innerhalb der nächsten 24 Stunden vor. In der kommenden Woche sollen dann Gespräche auf technischer Ebene folgen.
12.44 Uhr: Iran plant Beisetzung von Chamenei am 9. Juli
Die Trauerfeierlichkeiten für das getötete religiöse und politische Oberhaupt des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, sollen staatlichen Medien zufolge am 4. Juli in Teheran beginnen. Sie enden demnach am 9. Juli mit seiner Beisetzung in Maschhad, dem Heimatort Chameneis. Er war im Februar bei den ersten Angriffen der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Er stand mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze der Islamischen Republik.
09.25 Uhr: Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an
Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete die Arme mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit dem Freitagabend.
Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.
04.05 Uhr: US-Militär meldet Abschuss iranischer Drohnen in Straße von Hormus
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehrere iranische Drohnenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus abgewehrt. "Die US-Streitkräfte haben sie alle in den letzten Stunden abgeschossen, während der Schiffsverkehr durch die Meerenge ungehindert weiterfließt", teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Die Meerenge bleibe für den Schiffsverkehr geöffnet. Das US-Militär machte keine weiteren Angaben - auch nicht zur Zahl abgeschossener
Drohnen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt erklärt, das Militär habe mehrere Tanker durch die Meerenge gebracht. Die Durchfahrt einzelner Schiffe lässt sich jedoch nicht mit den hohen Transitmengen vor dem Iran-Krieg vergleichen: Noch Anfang des Jahres fuhren Berichten zufolge täglich um die 130 Schiffe ungehindert durch die Meerenge.
01.48 Uhr: VAE sollen bereits Milliarden für Iran freigegeben haben
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Insidern zufolge bereits Gelder in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar für den Iran freigegeben. Insgesamt hätten die VAE Zahlungen über zehn bis 20 Milliarden Dollar zugesagt, sagen vier mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle die Islamische Republik ihre Angriffe auf den Golfstaat einstellen. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der Washington und Teheran über ein Ende des Krieges der USA und Israels gegen den Iran verhandeln.
Samstag, 13. Juni 2026
22.00 Uhr: Straße vom Hormus - wohl kein Status quo ante
Es zeichnet sich ab, dass die Passagen durch die Straße von Hormus nach einem Frieden in Krieg zwischen dem Iran und den USA sowie Israel nicht zu denselben Konditionen verlaufen werden wie vor dem Krieg. Das deutete Irans Außenminister Abbas Araghtschi an. Die Schifffahrtsstraße gehöre zum Iran und zum Oman, machte er deutlich.
Wie die Änderungen aussehen werden, ist noch unklar. Beobachter hatten in den vergangenen Wochen vermutet, der Iran könne versuchen, von jedem Schiff eine hohe Gebühr für die Passage zu erheben. Vor dem Krieg waren die Durchfahrten kostenlos. Hohe Gebüren könnten zu höheren Ölpreisen an den Weltmärkten und damit auch zu höheren Kosten etwa bei Verbrauchern und Unternehmen weltweit führen.
21.40 Uhr: Iran - Kriegsende auch im Libanon
Laut Irans Außenminister Abbas Araghtschi steht in der Vereinbarung mit den USA ein Ende des Krieges an allen Fronten - inklusive Libanon. Die US-Blockade gegen den Iran werde ebenso enden wie die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. Nicht Teil der Vereinbarung seien Fragen des iranischen Atomprogramms, sie würden erst zu einem späteren Zeitpunkt behandelt. Der Iran sei der Gewinner des Krieges mit den USA, so Araghtschi. Das Land gehe gestärkt aus dem Krieg hervor.
19.50 Uhr: Schweiz bietet sich für Vertragsunterzeichnung an
Die Schweiz hat angeboten, als Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu dienen. "Die Schweiz ist voll mobilisiert. Wir stehen in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und dem Iran", erklärte das Schweizer Außenministerium am Freitagabend in einer kurzen Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP.
19.20 Uhr: US-Vertreter - Iran erhält eingefrorene Gelder erst nach Gegenleistung
Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran basiert einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge auf Gegenleistungen. Der Iran werde keine seiner eingefrorenen Vermögenswerte erhalten, bevor die Regierung in Teheran ihren Teil der Vereinbarung erfüllt habe, sagt der US-Vertreter.
18.40 Uhr: Pakistan - USA und Iran einigen sich auf Endfassung von Abkommen
Die USA und der Iran haben sich nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz Sharif auf die finale Fassung einer Friedensvereinbarung geeinigt. "Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, einvernehmlich abgestimmter Text des Friedensabkommens vorliegt", erklärte Sharif im Onlinedienst X. Pakistan arbeite nun "eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte abzuschließen", fügte er hinzu, "ein Frieden war noch nie so greifbar wie jetzt". Pakistan hatte monatelang zwischen den beiden Konfliktparteien vermittelt.
17.50 Uhr: US-Vertreter nennt fünf Bedingungen für Abkommen mit Teheran
Ein ranghoher Vertreter der USA, der anonym bleiben wollte, hat sich laut Nachrichtenagentur AP zu den Bedingungen für ein Abkommen mit dem Iran geäußert. Demnach wollen die USA fünf Punkte erfüllt sehen. Washington fordere die Zerstörung und Entfernung von nuklearem Material, das Ende des iranischen Atomprogramms, einen Verzicht auf die Freigabe iranischer Vermögenswerte, bis bestimmte Bedingungen erfüllt seien, die Öffnung der Straße von Hormus und keine weitere Finanzierung von Terrorgruppen durch Teheran.
17.32 Uhr: Irans Außenminister - Rahmenabkommen mit USA ist zum Greifen nah
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht ein Rahmenabkommen zwischen seinem Land und den USA in greifbarer Nähe. "Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss", schrieb Araghtschi auf X. "Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten", fügte er hinzu. Einzelheiten würden zu gegebener Zeit mitgeteilt. Zuvor waren in Teheran Angaben zum Inhalt der Vereinbarung bekannt geworden, die aus Washington energisch dementiert wurden.
Araghtschi bezog sich auf die Verhandlungen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Anfang April. Damals hatte eine Delegation aus Washington, angeführt von Vizepräsident JD Vance, mit dem iranischen Außenminister und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf über ein Kriegsende gesprochen.
Im Audio: Unsicherheit in Teheran - Gibt es ein Abkommen oder nicht?
Gläubige in Teheran beim Freitagsgebet
17.24 Uhr: US-Regierungsvertreter - Teheran ist zu Verzicht auf Atomprogramm bereit
Der Iran hat sich US-Angaben zufolge bereit erklärt, sein Atomprogramm einzustellen und sich von seinem angereicherten Uran zu trennen. Darüber hinaus sei Teheran damit einverstanden, die Straße von Hormus zu öffnen und eingefrorene Vermögenswerte erst dann zurückzuerhalten, wenn es andere Punkte aus dem "leistungsbasierten Abkommen" erfüllt, sagte ein ranghoher Beamter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AFP.
Zuvor hatten iranische Medien über einen angeblichen Entwurf eines Abkommens berichtet, das sich wie ein Gegenentwurf zu den Angaben des Weißen Hauses liest. Demnach hätte der Iran nicht auf die Urananreicherung verzichten müssen und hätte auch weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus gehabt. Außerdem hätte Teheran den iranischen Angaben zufolge eingefrorene Gelder zu Beginn der weiteren Verhandlungen zurückerhalten.
16.12 Uhr: Trump - Iranische Angaben zu Abkommen sind unwahr
US-Präsident Donald Trump hat Äußerungen aus dem Iran über angebliche Inhalte einer Vereinbarung mit den USA zurückgewiesen. Was von iranischer Seite gesagt worden sei, einschließlich der "schwachen und erbärmlichen Erklärung" über eine Einigung, habe "nichts mit dem zu tun", worauf man sich geeinigt habe und "keinerlei Bezug zur Wahrheit", schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Es handele sich um "sehr ehrlose Menschen", mit denen man nicht in gutem Glauben verhandeln könne, so der Präsident. Der Iran müsse nun seine Position klären und zwar "schnell", fügte Trump in Großbuchstaben hinzu.
Zuvor waren iranische Äußerungen zum Entwurf einer Grundsatzvereinbarung mit den USA bekannt geworden, die wie eine Wunschliste Teherans wirkten. Darin hieß es unter anderem, dass iranische Auslandsvermögen freigegeben, die Aufhebung von US-Sanktionen angestrebt und die Kämpfe im Libanon beendet werden sollten. Zudem entstand der Eindruck, dass der Iran laut der Übereinkunft sein Atomprogramm fortführen könne und die Straße von Hormus kontrollieren werde.
15.35 Uhr: Bericht - Unterzeichnung von Absichtserklärung soll 60-tägige Verhandlungen einleiten
Die iranische Nachrichtenagentur Irna hat bekräftigt, dass der Iran und die USA nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung 60 Tage lang Gespräche führen wollten. Diese zielten dann auf eine "Einigung in Atomfragen und vollständige Aufhebung der US-Sanktionen" ab. Irna berichtete, dass die "Grundzüge des aktuellen Texts" der Erklärung derzeit fertiggestellt würden. Demnach geht der Iran bezüglich der Straße von Hormus in diesem Entwurf "keinerlei Verpflichtung ein, die Kontrolle über die Meerenge abzutreten" oder die Vorkriegsbedingungen in der Straße von Hormus wiederherzustellen.
Unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise berichtete die iranische Agentur Mehr ferner, dass der Entwurf die "Freigabe von 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern während der abschließenden 60-tägigen Verhandlungsphase" vorsehe. Die Hälfte dieses Betrags solle dem Iran "vor Beginn der Verhandlungen zur Verfügung gestellt" werden, hieß es.
15.28 Uhr: Netanjahu - "Solange ich Ministerpräsident bin, wird Iran keine Atomwaffen besitzen"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat erklärt, er und US-Präsident Trump seien sich "vollkommen einig" darin, den Iran an der Herstellung von Atomwaffen zu hindern. "Solange ich Ministerpräsident Israels bin, wird der Iran keine Atomwaffen besitzen", erklärte Netanjahu. Trump hatte nach israelischen Angaben zugesichert, dass dem Iran im Zuge eines Abkommens das von ihm angereicherte Uran entzogen werde.
Nach iranischer Darstellung steht dies in dem aktuellen Entwurf für ein Abkommen mit den USA aber nicht zur Debatte. Wie die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, werden "Fragen wie das Recht des Iran auf Urananreicherung und die Aufbewahrung von angereichertem Material (...) bezüglich ihrer Aufnahme in das endgültige Abkommen in den Vordergrund gestellt". Überdies bestehe der Iran darauf, den Schiffsverkehr durch die von ihm de facto gesperrte Straße von Hormus weiterhin zu kontrollieren. Trump hatte Stunden zuvor vor Journalisten gesagt, dass der Iran "niemals eine Atomwaffe" haben werde. Außerdem werde die Straße von Hormus wieder geöffnet.
15.06 Uhr: Pakistan sieht Fortschritte bei US-Verhandlungen mit dem Iran
Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittler Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine "anhaltende Verständigung und friedliche Lösung" zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb.
Dialog und Diplomatie sei der einzige Weg für langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen.
13.30 Uhr: Insider - USA und Iran könnten Abkommen am Sonntag unterzeichnen
Die USA und der Iran könnten westlichen Insidern zufolge am Sonntag ein Abkommen zur Beendigung des Krieges am Golf unterzeichnen, Ziel sei es, den Text bis Samstag fertigzustellen. US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf könnten die Vereinbarung in Genf unterschreiben. Der Entwurf erfüllt demnach viele Forderungen Teherans. Im Gegenzug für die Öffnung der Straße von Hormus sollen Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufgehoben und eingefrorene Gelder freigegeben werden. Zudem beharrt der Iran auf einer Einstellung der Kämpfe im Libanon, wo Israel gegen die Hisbollah vorgeht.
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die USA und ihre Verbündeten müssten sich zu einem Truppenabzug aus der Region verpflichten und Pläne für den Wiederaufbau des Iran im Wert von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm sollen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Was der Iran über die Öffnung der Straße von Hormus hinaus zu leisten bereit ist, blieb zunächst unklar.
13.21 Uhr: Bundesregierung plant vorerst keine weitere Freigabe von Ölreserven
Die Bundesregierung plant vorerst keine weitere Freigabe von Ölreserven. Derzeit sehe das Bundeswirtschaftsministerium dafür keinen Bedarf, sagte ein Ministeriumssprecher. Im März hatte Berlin die Freigabe von gut 2,6 Millionen Tonnen deutscher Ölreserven angekündigt, nun soll es bei zunächst 600.000 Tonnen bleiben. Die Mitgliedstaaten der Internationalen Energieagentur (IEA) hatten als Reaktion auf den Iran-Krieg die Freigabe von Ölreserven vereinbart, auf Deutschland entfielen 2,64 Millionen Tonnen. Bisher seien 400.000 Tonnen Rohöl, 150.000 Tonnen Diesel und 50.000 Tonnen Kerosin freigegeben worden, so der Sprecher.
Diese Mengen habe der Markt "nahezu vollständig" aufgenommen, sie seien aber nicht "sofort aufgekauft" worden, was darauf hindeute, dass keine physischen Knappheiten bestünden und "dass für eine weitere Freigabe derzeit kein Bedarf besteht". Die Regierung halte sich offen, die restlichen Mengen freizugeben, betonte der Sprecher: "Das heißt, wir sind da weiterhin in einer sicheren Versorgungslage." Im März verfügte Deutschland laut Wirtschaftsministerium über Reserven von 19,5 Millionen Tonnen.
12.43 Uhr: Agentur - Iran behält sich in Vertragsentwurf Recht auf Urananreicherung vor
Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna behält sich Teheran im Entwurf für eine Vereinbarung mit den USA das Recht auf Urananreicherung vor. Demnach würden "Fragen wie das Recht des Iran auf Urananreicherung und die Aufbewahrung von angereichertem Material (...) bezüglich ihrer Aufnahme in das endgültige Abkommen in den Vordergrund gestellt".
11.55 Uhr: Insider - Bundesregierung sieht Chance auf US-Iran-Abkommen
Die Bundesregierung sieht Insidern zufolge die Chance auf eine Verständigung zwischen den USA und Iran. "Hier haben die letzten Tage Fortschritte gebracht", heißt es demnach in deutschen Regierungskreisen. Bei der diplomatischen Arbeit könne sich Präsident Trump weiter auf die deutsche Unterstützung verlassen. In den entscheidenden Punkten seien sich die G7-Staats- und Regierungschefs einig, die sich ab Montag zu einem Gipfel im französischen Evian treffen. Iran dürfe sich nicht nuklear bewaffnen und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus müsse wieder gewährleistet werden: "Das wird sich nur am Verhandlungstisch erreichen lassen."
10.39 Uhr: Agentur – Entwurf für Vereinbarung sieht Ende von US-Sanktionen vor
Iranische Medien haben über einen Entwurf für ein Abkommen zwischen dem Iran und den USA zur Beendigung des Krieges berichtet. Die Nachrichtenagentur Mehr meldete, die Absichtserklärung sehe eine "dauerhafte und sofortige Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten, einschließlich im Libanon" vor. Dem Bericht zufolge sind zudem "60 Tage Verhandlungen zum Erzielen einer Einigung in Atomfragen und zur vollständigen Aufhebung der US-Sanktionen" angesetzt.
Unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise berichtete Mehr ferner, dass der Entwurf die "Freigabe von 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Geldern während der abschließenden 60-tägigen Verhandlungsphase" vorsehe. Die Hälfte dieses Betrags solle dem Iran "vor Beginn der Verhandlungen zur Verfügung gestellt" werden, hieß es. Die den Revolutionsgarden nahestehende Agentur Tasnim teilte demgegenüber mit, die Berichte über eine Einigung seien bisher nur Spekulation, eine Einigung sei nicht bestätigt.
09.54 Uhr: Iran-Hoffnung macht Airline- und Touristik-Aktien begehrt
Fallende Energiepreise angesichts der Friedenshoffnungen im Iran-Krieg schieben die Aktien aus dem Reise- und Touristiksektor an. Der Branchenindex notiert in der Spitze fast vier Prozent fester und liegt auf dem höchsten Stand seit Anfang Februar. Im MDax gehören TUI und die Titel der Lufthansa mit einem Plus von 6,5 beziehungsweise 5,4 Prozent zu den größten Gewinnern. Die Papiere der British-Airways-Mutter IAG und Air France-KLM rücken um 4,8 beziehungsweise 6,2 Prozent vor. Die Titel des Flugzeugbauers Airbus und des Triebwerksherstellers MTU gewinnen im Dax jeweils 3,5 Prozent.
09.22 Uhr: Iran – Verhandlungstext überwiegend finalisiert
Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna.
Zugleich drückte Baghai erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghai demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht zum Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text.
Im Audio: Teheran verbreitet Optimismus
Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai
09.00 Uhr: Österreichs Notenbank – Nahost-Krieg dämpft Wachstum und treibt Inflation
Die österreichische Wirtschaft wird nach Einschätzung der Notenbank durch den Krieg im Nahen Osten spürbar gebremst. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) rechnet für das laufende Jahr mit einer höheren Teuerung und einem gedämpften Wachstum, teilte sie am Freitag mit. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte 2026 um 0,6 Prozent wachsen.
Gleichzeitig hob die OeNB ihre Inflationsprognose für dieses Jahr um 0,5 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent an. "Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten belastet die wirtschaftliche Entwicklung in Österreich", sagte OeNB-Gouverneur Martin Kocher. Gestiegene Energie- und Rohstoffpreise schwächten die Kaufkraft der Haushalte und wirkten dämpfend auf die heimische Wirtschaft. Die hohe geopolitische Unsicherheit sorge zudem für Zurückhaltung bei Investitionen.
08.18 Uhr: Tankrabatt drückt Inflation in Deutschland vorübergehend
Der Tankrabatt hat den Inflationsschub in Deutschland gebremst. Im Mai lagen die Verbraucherpreise um 2,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Noch im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Kriegs die Teuerungsrate mit 2,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2024 getrieben.
Für Energieprodukte mussten die Menschen hierzulande 6,6 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Damit schwächte sich der Preisauftrieb deutlich ab: Im April hatten die Energiepreise noch um 10,1 Prozent angezogen. Nahrungsmittel verteuerten sich im Mai vergleichsweise wenig um 0,4 Prozent. Insgesamt gaben die Verbraucherpreise von April auf Mai 2026 der Statistik zufolge sogar um 0,2 Prozent nach.
08.17 Uhr: Ägypten – USA und Iran sollen "bestehende Gelegenheit" für Einigung nutzen
Ägypten hat an die USA und den Iran appelliert, mögliche Chancen zur Beendigung ihres Krieges nicht verstreichen zu lassen. Das Außenministerium in Kairo erklärte am späten Donnerstagabend, es hoffe, "dass die bestehende Gelegenheit genutzt wird, um eine Einigung über die verschiedenen offenen Fragen zu erreichen und das Klima für ein Ende des Krieges sowie den Beginn einer neuen Phase regionaler Stabilität vorzubereiten".
04.30 Uhr: US-Militär schießt zwei iranische Drohnen ab
Das US-Militär hat einem Insider zufolge zwei iranische Angriffsdrohnen abgeschossen. "Der Schiffsverkehr durch die Meerenge läuft weiter", erklärte der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Der Iran versuche offenbar, Handelsschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus anzugreifen.
04.17: Iran hat noch nicht über Abkommen mit den USA entschieden
Der Iran hat Angaben von US-Präsident Donald Trump über eine Einigung auf ein Abkommen zum Ende des Krieges zurückgewiesen. "Bislang ist der Iran zu keiner abschließenden Entscheidung über das Abkommen gelangt", sagte am Freitag der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei. Bei der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hieß es zugleich, Trump habe in den vergangenen zwei Monaten bereits 38 Mal verkündet, dass eine Einigung ganz nahe sei.
"Solange der Iran keine mögliche Einigung verkündet, sollten alle Angaben von Trump zu diesem Thema genauso betrachtet werden wie seine bisherigen Äußerungen", hieß es bei Tasnim weiter.
00.30 Uhr: Iranische Medien – Einsatzkräfte stoppen Tanker vor Straße von Hormus
Iranische Einsatzkräfte verwehren staatlichen Medien zufolge einem Tanker die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Die Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf einen eigenen Reporter, man habe dem Tanker die Passage verweigert, da dieser sich im Vorfeld nicht abgestimmt und vorschriftswidrig gehandelt habe. Kurz zuvor gab es in der nahegelegenen Hafenstadt Bandar Abbas zwei Explosionen, deren Ursache staatlichen Medien zufolge zunächst unklar ist.
Freitag, 12. Juni 2026
23.19 Uhr: Israel – Haben Zusicherung von Trump zu US-Iran-Deal bekommen
Angesichts einer möglichen Einigung der USA mit dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die israelische Regierung nach eigenen Angaben von Washington die Zusicherung bekommen, dass israelische Sicherheitsinteressen bei einem späteren Deal berücksichtigt werden. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am späten Abend mit, US-Präsident Donald Trump habe zugesagt, dass ein endgültiges Abkommen mit Teheran die Entfernung des vom Iran angereicherten Urans sowie den Abbau der iranischen Anlagen zur Urananreicherung umfassen werde.
21.38 Uhr: Iran-Einigung vielleicht am Wochenende und wahrscheinlich in Europa
US-Präsident Donald Trump hat eine baldige Einigung mit den Iran angekündigt - wie schon mehrere Male zuvor in den vergangenen Wochen. Ein Abschluss sei in den kommenden Tagen möglich, erklärt Trump. Vielleicht geschehe dies über das Wochenende und wahrscheinlich in Europa. Er werde mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sprechen. Vizepräsident JD Vance werde bei der Unterzeichnung zugegen sein. Die Straße von Hormus werde geöffnet werden, sobald die USA unterschrieben hätten.
21.18 Uhr: Iranische Agentur – Wenn die USA unseren Vorschlag akzeptieren, könnten wir zustimmen
Die iranische Agentur Fars schreibt, die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass der Iran einem Text über eine Verständigung mit den USA zustimme - vorausgesetzt, die USA hätten den Text akzeptiert, der vom Iran vorgeschlagen worden sei. Eine endgültige Antwort habe der Iran aber noch nicht gegeben.
19.40 Uhr: Trump sagt Angriffe ab
US-Präsident Donald Trump hat die erst kurz zuvor angekündigten erneuten Angriffe auf den Iran wieder abgesagt. Grund sei die Tatsache, "dass die Gespräche mit der Islamischen Republik Iran auf die höchste Ebene der iranischen Führung getragen und dort gebilligt wurden", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Gespräche und die endgültigen Punkte seien in ihrer Grundausrichtung und im Detail von allen beteiligten Parteien gebilligt worden, darunter die USA, Israel, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Ägypten und andere Länder. "Die Seeblockade bleibt bis zum Abschluss dieser Transaktion in vollem Umfang in Kraft – Zeitpunkt und Ort der Unterzeichnung werden in Kürze bekannt gegeben", schrieb Trump.
18.50 Uhr: Warnung an USA vor "endlosem Sumpf"
Teherans Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA bei "impulsiven" Entscheidungen im Iran-Krieg vor einem "endlosem Sumpf" gewarnt. "Unangemessene Strategien und impulsive Entscheidungen werden die gesamte Lage zum Schlechten wenden, die Energieinfrastruktur zerstören, die Märkte zum Einsturz bringen und euch in einen endlosen Sumpf stürzen, aus dem ihr jahrelang nicht herauskommen werdet", erklärte Ghalibaf am Donnerstag im Onlinedienst X. Zugleich drohte er: "Ihr werdet einen anderen Iran kennenlernen."
Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Donnerstag erneut gegenseitig angegriffen. Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom sprach von "Selbstverteidigung". Es handele sich um "eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Iran". Teheran wies die Begründung als "falschen Vorwand" zurück und reagierte seinerseits mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait.
Ghalibaf hatte nach Beginn des Iran-Kriegs eine zentrale diplomatische Rolle übernommen. So führte er im April nach Inkrafttreten einer Waffenruhe in Pakistans Hauptstadt Islamabad Gespräche mit einer US-Delegation unter Leitung von US-Vizepräsident J. D. Vance.
18.14 Uhr: Zehn Klinikmitarbeiter bei Angriff auf Tyros (Libanon) verletzt
Bei einem israelischen Angriff auf die libanesische Stadt Tyros sind nach örtlichen Angaben zehn Mitarbeiter eines Krankenhauses verletzt worden. Das Ziel des Angriffs habe sich "rund 15 Meter" von dem Hiram-Krankenhaus entfernt befunden, sagte Klinik-Chef Salman Aidibi am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. In dem Krankenhaus seien Fensterscheiben zu Bruch gegangen, außerdem seien Autos von Mitarbeitern beschädigt worden.
Zehn Mitarbeiter des medizinischen Personals und der Verwaltung seien verletzt worden, sagte Aidibi. Es sei bereits das sechste Mal seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah, dass das Umfeld der Klinik Ziel von israelischen Angriffen geworden sei.
Die israelische Armee hatte Tyros in den vergangenen Monaten wiederholt beschossen und dies mit ihrem Vorgehen gegen die Hisbollah-Miliz begründet. Dabei wurden nach libanesischen Angaben auch die drei Krankenhäuser der südlibanesischen Stadt beschädigt und Klinik-Mitarbeiter verletzt.
16.46 Uhr: Israelisches Gericht prüft Inhaftierung von palästinensischem Arzt
Das Oberste Gericht in Israel hat die Haftverlängerung für einen prominenten palästinensischen Arzt geprüft, der in einer Klinik im Gazastreifen festgenommen wurde. Hussam Abu Safija erschien per Videoschalte vor Gericht, um seine Inhaftierung anzufechten. Bis zum Donnerstagnachmittag sei noch keine Entscheidung mitgeteilt worden, sagte Nadschi Abbas von der Organisation "Ärzte für Menschenrechte – Israel".
Abu Safija war Direktor des Kamal-Adwan-Hospitals im Norden des Gazastreifens, als er im Dezember 2024 während eines Einsatzes des israelischen Militärs festgenommen wurde. Der Arzt leitete die Klinik während einer 85-tägigen Belagerung durch das israelische Militär und veröffentlichte Videos, in denen er um Hilfe bat.
In einer Aufnahme seines kurzen Auftritts am Mittwoch war der 53-Jährige in Handschellen und weißer Gefängniskleidung zu sehen. Sein Gesicht war blass und hager, und er hatte Striemen auf der Haut an beiden Armen. Videos in den sozialen Medien zeigten, wie israelische Beamte im Gerichtssaal die Kamera schnell abstellten, als sich die Menschen näher drängten, um den Arzt zu sehen. Seine Anhänger forderten angesichts der Aufnahmen erneut seine Freilassung.
Das israelische Militär teilte mit, dass gegen Abu Safija wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit der militant-islamistischen Hamas ermittelt wird. Medizinisches Personal und internationale Hilfsorganisationen, die mit dem Arzt zusammengearbeitet haben, wiesen diese Vorwürfe zurück. Gegen ihn wurde bisher keine Anklage erhoben.
14.55 Uhr: Trump droht Iran abermals mit schweren Angriffen
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit neuen Angriffen. Die USA würden den Iran in der kommenden Nacht sehr hart treffen, kündigt Trump an. In nicht allzu ferner Zukunft würden die USA zudem die iranische Insel Charg sowie weitere Teile der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen, sagt er weiter. Über die Insel Charg wickelt der Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab. Die USA führen nach Angaben Trumps weiter Gespräche mit dem Iran. "Sie verhandeln mit uns über ein Abkommen, aber sie sind stolz", sagt Trump in einem Interview des US-Senders Fox News.
14.23 Uhr: Israel verweigert französischer Journalistin die Einreise
Israel hat einer französischen Journalistin die Einreise verweigert. Israels Diaspora-Minister Amichai Chikli schrieb zur Begründung in einem Post auf der Plattform X, die Reporterin habe Unterstützung für die islamistische Terrororganisation Hamas ausgedrückt und gesagt, der Hamas-Terrorüberfall auf Israel am 7. Oktober 2023 müsse «im Kontext» gesehen werden.
Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) nannte die Vorwürfe gegen die Journalistin «unerhört». Sie habe viele Jahre lang für den französischen Radiosender RFI und Radio France in Israel und den Palästinensischen Gebieten gearbeitet. «Dies ist nicht das erste Mal, dass die israelische Regierung entscheidet, dass journalistische Berichterstattung "einseitig" ist», hieß es in einer FPA-Stellungnahme. Der Verband forderte, dass die Entscheidung sofort rückgängig gemacht werde und die Regierung ihre erklärte Verpflichtung gegenüber der Pressefreiheit aufrechterhalte.
11.44 Uhr: Teheran – Feuerpause nach US-Angriffen "praktisch bedeutungslos"
Das iranische Außenministerium hat angesichts der jüngsten US-Angriffe die seit Anfang April geltende Feuerpause im Iran-Krieg als "praktisch bedeutungslos" bezeichnet. In einer Mitteilung des Ministeriums vom Donnerstag hieß es, die von den Vereinigten Staaten ausgeführten "illegalen und kriminellen Angriffe" der vergangenen Stunden seien nicht nur ein offensichtlicher Verstoß gegen die Charta der Vereinigten Nationen.
Auch sei die Feuerpause dadurch "praktisch bedeutungslos" geworden. Die Verantwortung für "die extrem ernsten Konsequenzen dieser kriminellen Handlung" liege bei den Anführern der Vereinigten Staaten. Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden zielten die jüngsten US-Angriffe hauptsächlich auf den Süden des Landes, es wurden aber auch Orte nahe der Hauptstadt Teheran getroffen.
11.20 Uhr: Jordanische Armee gibt an, 20 iranische Raketen abgeschossen zu haben
Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben bei dem jüngsten iranischen Angriff auf das Land 20 Raketen abgefangen. Luftabwehrsysteme und die Luftwaffe hätten am frühen Donnerstag 20 Raketen "abgeschossen", hieß es in einer Erklärung der Armee. Sie seien vom Iran in Richtung des Gebiets Asrak abgefeuert worden, wo sich ein Stützpunkt der US-Streitkräfte befindet. Das Gebiet liegt etwa 80 Kilometer östlich der jordanischen Hauptstadt Amman.
10.45 Uhr: Drei indische Seeleute bei US-Angriff getötet
Bei einem US-Militäreinsatz zur Festsetzung eines Tankers vor der Küste des Oman sind drei indische Seeleute ums Leben gekommen. Dies bestätigt der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal. Es sind die ersten gemeldeten Todesfälle seit Beginn der US-Blockade gegen Schiffe mit Verbindungen zum Iran am 13. April. Im Zuge dieser Einsätze haben die USA acht Schiffe manövrierunfähig gemacht und mehr als 100 weitere abgedrängt. Zudem meldet die indische Botschaft im Oman einen weiteren Vorfall mit einem Tanker vor der Küste, bei dem es sich nach Angaben einer Matrosengewerkschaft um die "MT Jalveer" handelt.
10.24 Uhr: Drei Verletzte nach US-Angriffen in Provinz Teheran
Bei den US-Angriffen im Iran in der Nacht sind einem lokalen Medienbericht zufolge drei Menschen in der Provinz Teheran verletzt worden. Diese seien in Krankenhäuser eingeliefert worden, berichtete das Portal "Mehr" unter Berufung auf die Notdienstzentrale weiter.
10.12 Uhr: Mädchen in Bahrain bei iranischem Beschuss verletzt
Bei einem iranischen Angriff auf Bahrain ist nach Angaben des Innenministeriums ein elfjähriges Mädchen verletzt worden. Zudem seien Autos und Häuser durch herabfallende Trümmer beschädigt worden, teilte das Ministerium mit. Die Trümmer seien bei Abfangmaßnahmen gegen den iranischen Angriff entstanden.
10.00 Uhr: Meloni fordert von EU Bereitschaft zu neuen Iran-Sanktionen
Die Europäische Union sollte nach Ansicht der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu neuen Sanktionen gegen den Iran bereit sein, falls das Land nicht zu einer Beilegung der Krise im Nahen Osten beiträgt. Wenn Teheran den falschen Weg weiterverfolge, müsse die EU bereit sein, den Druck durch neue gezielte Maßnahmen zu erhöhen, erklärt Meloni vor dem Parlament.
09.55 Uhr: Brand auf Tanker vor der Küste des Oman
Auf einem Tanker nahe der Straße von Hormus ist nach britischen Behördenangaben ein Feuer ausgebrochen. Der Brand lodere im Maschinenraum des Schiffs vor der Küste des Oman, erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) am Donnerstag unter Berufung auf Angaben der örtlichen Behörden. Einen Grund gab die Behörde nicht an. Der Vorfall habe sich 21 Seemeilen nordöstlich von Sohar im Oman ereignet.
09.45 Uhr: Medienbericht – Verhandlungen zwischen USA und Iran trotz Luftangriffen auf Kurs
Die Verhandlungen über ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran sind trotz der gegenseitigen Luftangriffe weiterhin auf Kurs, wie der Fernsehsender CNN unter Berufung auf einen Diplomaten berichtet.
09.44 Uhr: Merz – Deutschland bereit zu Verantwortung in Straße von Hormus
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bereitschaft Deutschlands bekräftigt, nach einem Ende des Konflikts in der Golfregion Verantwortung vor Ort zu übernehmen. "Wir sind bereit, uns an der Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen, sobald die Voraussetzungen dafür vorliegen", sagte er am Donnerstag in seiner Regierungserklärung im Bundestag. Bis dahin setze sich Deutschland für eine diplomatische Lösung des Konflikts ein.
Ziel bleibe, dass der Iran sein Nuklearprogramm überprüfbar mache und auf Dauer beende, sagte Merz. "Sicherheit für Israel und die gesamte Region muss garantiert sein, sonst wird es keinen Frieden in der Region geben."
09.34 Uhr: Pakistan "zutiefst besorgt" nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran
Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans hat sich das in dem Konflikt vermittelnde Pakistan "zutiefst besorgt" gezeigt. Pakistan werde seine Vermittlungsbemühungen trotz der "Eskalation" der Lage fortführen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad am Donnerstag. Diplomatie und Dialog sollten die Prinzipien sein, um eine "Lösung für alle strittigen Fragen" zu erreichen, fügte er hinzu.
09.08 Uhr: Minister – Drei Inder bei US-Angriff auf Tanker getötet
Bei einem US-Angriff auf einen unter der Flagge Palaus fahrenden Tanker sollen drei indische Staatsbürger getötet worden sein. Das berichtete der indische Schifffahrtsminister Sarbananda Sonowal am Donnerstag auf der Plattform X. Der Tod der drei Seeleute, die zunächst als vermisst galten, sei nun bestätigt. Sonowal verwies auf zwei Leichen, die gefunden worden seien. Es war zunächst unklar, wo sich die dritte Leiche befand.
Die USA hatten den Beschuss des Tankers "Settebello" damit begründet, dass dieser die US-Seeblockade gegen den Iran verletzt und versucht habe, Öl aus dem Iran zu transportieren.
07.59 Uhr: Behörde – Kuwait nimmt Flugverkehr wieder auf
Kuwait hat nach Angaben der Luftfahrtbehörde den Flugverkehr wieder aufgenommen und ist zum Normalbetrieb zurückgekehrt. Wegen iranischer Angriffe war zuvor der Luftraum gesperrt und der Flugverkehr ausgesetzt worden.
07.49 Uhr: Ölpreis steigt nach erneuten Iran-Angriffen
Die zuletzt wieder aufgeflammten Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben den Ölpreis in die Höhe getrieben. Die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI stiegen am Donnerstag in der Spitze um 2,6 beziehungsweise vier Prozent auf 95,50 und 93,64 Dollar je Fass. Die erneuten gegenseitigen Angriffe deuteten darauf hin, dass eine Einigung in dem Krieg noch in weiter Ferne liege und dass die Energieflüsse aus dem Persischen Golf weiterhin stark eingeschränkt blieben, schrieben die Analysten von ING in einem Kommentar.
05.31 Uhr: US-Botschaft warnt vor möglichem Beschuss in Jordanien
Die US-Botschaft in Jordanien hat am Donnerstag vor Raketen, Drohnen oder Geschossen im jordanischen Luftraum gewarnt. Von jordanischen Staatsmedien gab es zunächst keine Bestätigung der Berichte über Raketenbeschuss.
05.13 Uhr: Iran – Revolutionsgarden greifen US-Stützpunkt in Jordanien an
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt in Jordanien mit zwölf ballistischen Raketen angegriffen. Ziele auf dem Stützpunkt Al-Asrak seien US-Flugzeuge, wichtige militärische Einrichtungen sowie das Kontrollzentrum gewesen, berichten staatliche iranische Medien und die Nachrichtenagentur Tasnim.
04.58 Uhr: Kuwait schließt Luftraum wegen iranischer Angriffe
Wegen iranischer Angriffe hat Kuwait vorübergehend seinen Luftraum geschlossen. Flüge wurden umgeleitet, teilte die kuwaitische Zivilluftfahrtbehörde mit. Die Armee des Landes wehrte nach eigenen Angaben feindliche Angriffe aus der Luft ab. In Bahrain heulten dem dortigen Innenministerium zufolge erneut Warnsirenen.
04.31 Uhr: US-Militär erklärt neue Angriffe im Iran für beendet
Das US-Militär hat seine erneuten Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben eingestellt. Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt, hieß es weiter. Auch nach Abschluss der Angriffe bleibe das US-Militär wachsam und kampfbereit.
03.57 Uhr: US-Militär greift weitere Ziele im Iran an
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Ziele im Iran angegriffen. Die Streitkräfte attackierten dabei militärische Überwachungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Die Einsätze zur Selbstverteidigung seien eine Reaktion auf iranische Bedrohungen für US-Truppen und internationale Handelsschiffe in den Gewässern der Region.
02.56 Uhr: Raketenalarm in Bahrain wegen möglicher Vergeltungsangriffe
In Bahrain haben am frühen Donnerstagmorgen die Sirenen wegen möglicher iranischer Vergeltungsangriffe geheult. Nach einer neuen Welle US-amerikanischer Luftangriffe auf die Islamische Republik hatte der Iran damit gedroht, Bahrain ins Visier zu nehmen. Das kleine Inselkönigreich im Persischen Golf vor der Küste Saudi-Arabiens forderte die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen.
02.25 Uhr: Iran weist Kontakt zu Trump zurück und warnt vor Aggression
Der Iran hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump über direkte Kontakte zwischen beiden Seiten zurückgewiesen. Trumps falsche Behauptung sei lediglich ein Vorwand, um einen Krieg gegen den Iran zu vermeiden, berichten staatliche Medien unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter. Zudem meldete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen Insider, jede amerikanische Aggression werde mit einer entschlossenen militärischen Antwort und nicht mit politischer Erpressung beantwortet.
02.01 Uhr: US-Militär – Handelsschiffe passieren Straße von Hormus
Handelsschiffe können nach Angaben des US-Militärs weiterhin die Straße von Hormus durchqueren. Dies teilte das Militär auf der Plattform X mit, nachdem das oberste iranische Militärkommando die Meerenge für die Durchfahrt jeglicher Schiffe für gesperrt erklärt hatte. Zudem seien keine US-Kriegsschiffe in der Straße von Hormus getroffen worden, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit.
01.31 Uhr: Trump – US-Kampfjets über dem Iran; Bombardierung endet in Kürze
US-Kampfjets sind nach Angaben von US-Präsident Donald Trump über dem Iran im Einsatz. Er habe bereits direkt mit iranischen Vertretern gesprochen, sagt Trump dem Sender Fox News. Diese hätten ihn gebeten, die Bombardierung einzustellen. Die Bombardierung werde in Kürze enden, erklärt er weiter. Trump hält sich dem Sender zufolge jedoch die Option für weitere Angriffe offen. Israel sei an den aktuellen Angriffen auf den Iran nicht beteiligt, so der Präsident.
00.56 Uhr: Iran schließt Straße von Hormus nach US-Angriffen
Nach US-Angriffen hat der Iran eigenen Angaben zufolge die Straße von Hormus für die Durchfahrt jeglicher Schiffe geschlossen. Das oberste iranische Militärkommando teilte mit, dass die Anordnung auch Öltanker und Handelsschiffe umfasse. Jedes Schiff, das eine Durchfahrt versuche, werde beschossen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Militär. Iranischen Medien zufolge seien bereits zwei Schiffe getroffen worden, die das Verbot missachtet und eine Durchfahrt durch die Meerenge versucht hätten.
00.30 Uhr: Medienberichte: Iran greift US-Schiffe an – Explosionen in Hafenstädten
Iranische Streitkräfte haben ersten Berichten von staatlichen iranischen Medien zufolge US-Schiffe nahe der Straße von Hormus mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtet von Zusammenstößen auf See zwischen iranischen und US-Einheiten. Darüber hinaus gab es Meldungen über mehrere Explosionen in der iranischen Hafenstadt Gorgan sowie in Bandar Abbas. In Bandar Abbas seien die Detonationen in der Nähe des Flughafens und eines Militärstützpunktes zu hören, meldete die Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen eigenen Reporter. Der Sender Press TV berichtete, dass auch die Hafenstadt Bandar Sirik von feindlichen Projektilen getroffen worden sei.
(Archivbild) Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen.
Donnerstag, 11. Juni 2026
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