22.10 Uhr: Diplomat - Iran nicht aus Verhandlungen ausgestiegen
Aus diplomatischen Kreisen verlautete am Abend, die Iraner seien nicht aus den Verhandlungen ausgestiegen. Die iranische Delegation "bleibt an den Verhandlungen beteiligt", sagte ein Diplomat mit Insiderwissen aus den Gesprächen der Nachrichtenagentur AFP. Sie habe den Vermittlern nicht die Absicht übermittelt, die Verhandlungen zu beenden.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte zuvor berichtet, die iranische Delegation habe den Verhandlungsort in der Schweiz verlassen. Die unter Vermittlung Pakistans und Katars geführten Gespräche seien "nach 80 Minuten Gespräch und einer Unterbrechung infolge der Veröffentlichung einer beleidigenden Nachricht des US-Präsidenten in eine schwierige Phase eingetreten", schrieb die Nachrichtenagentur dazu.
Die Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung hatten am Sonntagnachmittag begonnen.
21.40 Uhr: Israel hebt alle kriegsbedingten Einschränkungen in nördlichen Grenzregionen auf
Israel hat angekündigt, alle wegen des Krieges mit der Hisbollah im Libanon erlassenen Einschränkungen in seinen nördlichen Grenzregionen aufzuheben. Ab Montag um 6 Uhr (Ortszeit, 05.00 Uhr MESZ) würden "alle Beschränkungen im Gebiet der Konfrontationslinie aufgehoben", erklärte Israels Armee am heutigen Sonntag. Es gelte wieder "uneingeschränkte Aktivität ohne jegliche Einschränkungen". Die Anpassung der Vorschriften für die Bevölkerung sei nach einer Lagebeurteilung beschlossen worden.
21.00 Uhr: Irans Delegation verlässt offenbar Verhandlungsort
Nach den neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Militärangriffen auf den Iran hat die iranische Delegation laut Staatsmedien am Sonntag den Ort der Verhandlungen mit der US-Seite in der Schweiz verlassen. Die iranischen Unterhändler hätten das Hotel verlassen, wo die Gespräche stattfanden, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna. Die Agentur verwies in diesem Zusammenhang auf die Onlinebotschaft Trumps vom Sonntag – dieser hatte Teheran mit Blick auf den Konflikt im Libanon mit neuen Angriffen gedroht.
Kurz nach Beginn der Verhandlungen in der Schweiz hatte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social gewarnt: "Der Iran muss unverzüglich verhindern, dass seine hochbezahlten, an ihn angeschlossenen Gruppen im Libanon Probleme verursachen." Der US-Präsident drohte: "Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart angreifen, so wie wir es letzte Woche getan haben, wenn nicht noch härter."
20.25 Uhr: Irans Chefunterhändler warnt die USA
Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich nach neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump derartige Äußerungen gegen sein Land verbeten. "Wir schenken amerikanischen Drohungen keine Beachtung", erklärte Ghalibaf am Sonntag im Onlinedienst X. Zuvor hatte Trump gedroht, den Iran erneut anzugreifen, sollte dieser nicht die mit ihm verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon unter Kontrolle halten.
Ghalibaf erklärte dazu: "Sie täten gut daran, mit ihren Äußerungen vorsichtig zu sein." Die Streitkräfte der Islamischen Republik seien "bereit, auf andere Weise darauf zu reagieren". Der Chefunterhändler und Parlamentspräsident warnte: "Ganz gleich, was sie sagen - wir sind diejenigen, die handeln."
Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte in einer Kabinettssitzung in Teheran, Diplomatie sei vorzuziehen. Man müsse den Dialog wählen und nicht im Zustand des Kriegs verharren – "zumal die wirtschaftliche Sicherheit des Landes für die Regierung oberste Priorität hat", sagte Peseschkian laut Präsidialamt. Der Iran erhofft sich angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land in den Verhandlungen auch Sanktionserleichterungen.
20.02 Uhr: Iran will zunächst keinen Verhandlungskontakt zur IAEA
Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, wird zunächst nicht an den Verhandlungen in der Schweiz teilnehmen. Seine Anwesenheit am Verhandlungsort Bürgenstock sei auf Wunsch der USA erfolgt, doch das iranische Team habe seine Beteiligung strikt abgelehnt, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Der Iran habe derzeit keine Absicht, Gespräche mit dem IAEA-Chef zu führen.
19.11 Uhr: Protest der iranischen Delegation nach Trump-Drohungen
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hat die iranische Delegation in Bürgenstock Protest gegen die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump eingelegt. Dem englischsprachigen Staatssender Press TV zufolge prüft die iranische Abordnung nun eine angemessene Reaktion darauf. Laut Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, auf Angriffe und Drohungen zu verzichten.
Kurz darauf berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna, das Treffen in der Schweiz zwischen dem Iran, der USA, Pakistan und Katar sei nach 80 Minuten für interne Beratungen unterbrochen worden. Vertreter der iranischen Delegation haben sich dazu bislang nicht offiziell geäußert.
17.57 Uhr: Pistorius - Bundeswehreinsatz in Straße von Hormus völlig offen
Ein baldiger Bundeswehreinsatz zur Sicherung der für Energielieferungen wichtigen Straße von Hormus ist laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius keine ausgemachte Sache. Es sei völlig offen, ob der Bundestag dazu noch vor der Sommerpause ein Mandat erteilen werde, sagte der SPD-Politiker laut Vorabbericht in der ARD.
Es sei unklar, ob die Verhandlungen in der Schweiz wirklich zu einem stabilen Waffenstillstand im Nahost-Krieg führen könnten. Dieser sei jedoch die Voraussetzung für einen Einsatz deutscher Soldaten. Zum anderen brauche ein Mandat des Bundestags auch einen internationalen Rahmen.
17.15 Uhr: USA - Straße von Hormus befahren wie vor dem Krieg
Die US-Regierung hat die Angaben des iranischen Militärs zu einer erneuten Blockade der Straße von Hormus als falsch zurückgewiesen. In den vergangenen 24 Stunden hätten 67 Schiffe die Meerenge passiert, sagte Energieminister Chris Wright dem Sender Fox News. Was den Transport von Öl und Ölprodukten angeht, entspreche dies in etwa dem Verkehrsaufkommen vor Kriegsbeginn.
16.10 Uhr: Trump droht Iran wegen Hisbollah
Kurz nach Beginn der Verhandlungen mit dem Iran in der Schweiz hat US-Präsident Donald Trump der Führung in Teheran mit neuen Angriffen gedroht, sollte sie ihre Verbündeten im Libanon nicht unter Kontrolle halten. "Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart angreifen, so wie wir es letzte Woche getan haben, wenn nicht noch härter."
15.10 Uhr: Vance spricht von "großen Fortschritten"
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz haben laut US-Vizepräsident JD Vance "große Fortschritte" gebracht. US-Präsident Donald Trump habe dazu aufgerufen, "ein neues Kapitel aufzuschlagen", um die Beziehungen der USA zum Iran zu verändern. Die in der Schweiz beginnenden technischen Verhandlungen würden es beiden Seiten ermöglichen, zusammenzukommen und an der Lösung der Probleme zu arbeiten, erklärt Vance.
Im Audio: USA-Iran-Verhandlungen in der Schweiz
USA-Iran-Verhandlungen in der Schweiz.
14.45 Uhr: Katar - Gespräche in der Schweiz begonnen
In der Schweiz haben nach Angaben des Vermittlers Katar die Gespräche zwischen dem Iran und den USA begonnen. Ein erstes Treffen auf hochrangiger Ebene habe begonnen, teilte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums heute mit. Dabei seien neben Vertretern aus den USA und dem Iran auch Delegationen der vermittelnden Länder Pakistan und Katar vertreten.
14.25 Uhr: Iran bietet Verzicht auf Atombombe an
Der iranische Präsident Massud Peseschkian zeigt sich bereit, den USA auch schriftlich zu garantieren, dass der Iran künftig kein Atomwaffenprogramm verfolgen werde. Das sagte er laut der Nachrichtenagentur Irna. Ob eine solche Zusicherung Teil der laufenden Gespräche mit den USA in der Schweiz sein wird, ließ er offen. Das Recht auf Urananreicherung werde der Iran jedoch nicht aufgeben, so Peseschkian auf seiner Webseite.
14.00 Uhr: Anwohner - Gefechtspause im Libanon
Die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz sind zu Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran offenbar gestoppt worden. Anwohner im Südlibanon berichteten von einer Pause bei den israelischen Angriffen am Sonntagmorgen. Auch von israelischer Seite gab es keine Berichte über Beschuss durch die Hisbollah. Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Anweisungen erhalten, die Waffenruhe einzuhalten. Es handle ausschließlich defensiv, sagte ein Sprecher.
13.40 Uhr: Iran ist in den Augen vieler Israelis Sieger
92 Prozent der Israelis sehen im Iran den Sieger des jüngsten Kriegs in der Region. Das besagt eine Umfrage der Hebräischen Universität in Jerusalem in Zusammenarbeit mit dem Agam-Institut. Demnach waren rund 83 Prozent sogar davon überzeugt, dass der Krieg die langfristige Sicherheit Israels geschwächt habe. Rund 73 Prozent der Befragten zweifeln die Aussage von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, Israel habe bedeutende Erfolge im Krieg erzielt und eine existenzielle Bedrohung beseitigt.
13.15 Uhr: Israel will im Libanon weiter kämpfen
Israel ist nach Worten des Verteidigungsministers Israel Katz nicht bereit, Einschränkungen beim Vorgehen seiner Armee im Südlibanon zu akzeptieren. Man könne dort weiterhin "Maßnahmen zur Beseitigung von Bedrohungen ergreifen", hieß es in einer Mitteilung von Katz. Außerdem werde Israel sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen.
11.42 Uhr: Ablauf von US-iranischen Gesprächen in der Schweiz unklar
Nach der Ankunft von US-Vizepräsident JD Vance am Schweizer Verhandlungsort Bürgenstock gibt es weiterhin keinen öffentlich bekannten, einheitlichen Zeitplan für die geplanten Gespräche mit dem Iran.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte laut staatlichen Medien, ein Treffen zwischen Vertretern des Iran, der USA sowie den Vermittlern Katar und Pakistan sei für Sonntagnachmittag vorgesehen. Zuvor wolle der Iran bereits Gespräche mit den Vermittlerstaaten Katar und Pakistan führen.
Das Schweizer Außenministerium teilte dagegen mit, die Delegationen von Vance und dem iranischen Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf sollten unter Beteiligung der Vermittler bereits "im Laufe des Vormittags" zusammentreffen.
Im Audio: Vor den Friedensgesprächen in der Schweiz
Vor den Friedensgesprächen in der Schweiz
10.49 Uhr: Iranischer Agenturbericht - Straße von Hormus bleibt vorerst gesperrt
Kurz vor dem geplanten Beginn von Gesprächen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz bleibt die Straße von Hormus nach Berichten aus dem Iran weiterhin für die Schifffahrt gesperrt.
Die Nachrichtenagentur Fars meldete unter Berufung auf einen Insider, die Marine der iranischen Revolutionsgarden habe bislang keine Genehmigungen für die Durchfahrt durch die Meerenge erteilt. Zuvor hatten die USA und der Iran eine 60-tägige Waffenruhe vereinbart, um Verhandlungen über ein Friedensabkommen zu ermöglichen.
Die Revolutionsgarden hatten die Straße von Hormus am Samstag als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon für geschlossen erklärt. Das US-Militär erklärte hingegen, dass weiterhin Handelsschiffe die wichtige Wasserstraße passierten.
Im Audio: US-Vizepräsident Vance trifft zu Friedensgesprächen in der Schweiz ein
US-Vizepräsident Vance ist in der Schweiz eingetroffen, um an den Friedengesprächen mit Iran teilzunehmen.
06.32 Uhr: US-Vizepräsident Vance zu Friedensgesprächen in der Schweiz eingetroffen
US-Vizepräsident JD Vance ist in der Schweiz eingetroffen. Wie ein Sprecher des Vizepräsidenten mitteilte, landeten Vance und seine Ehefrau am frühen Morgen auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern.
Vance hatte zuvor angekündigt, voraussichtlich mehrere Tage in der Schweiz zu verbringen, um an Friedensgesprächen mit dem Iran teilzunehmen. Nach Angaben Pakistans, das in dem Konflikt vermittelt, sollen die Verhandlungen noch am Sonntag beginnen.
Die Gespräche finden trotz der anhaltenden Kämpfe im Libanon und neuer Spannungen rund um die für die internationale Handelsschifffahrt wichtige Straße von Hormus statt.
Sonntag, 21. Juni 2026
21.37 Uhr: Al-Dschasira meldet Tod eines seiner Journalisten
Im Gazastreifen ist nach Angaben des katarischen Senders Al-Dschasira einer seiner Journalisten bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Ahmed Wischah sowie zwei weitere Menschen seien bei dem Angriff auf ein Haus im Zentrum des Gazastreifens ums Leben gekommen, erklärte der Sender heute auf seiner Webseite. Israels Armee bestätigte den Angriff auf Wischah: Bei ihm habe es sich um einen "Hamas-Terroristen" gehandelt, so ein Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff ereignete sich laut Al-Dschasira im Flüchtlingslager Bureidsch. Demnach wurden dabei zudem mehrere Menschen verletzt.
Im April war bereits der ebenfalls für Al-Dschasira tätige Bruder von Wischah bei einem israelischen Drohnenangriff gestorben. Die israelische Armee hatte auch ihm vorgeworfen, ein "unter dem Deckmantel" des Journalismus tätiges Hamas-Mitglied gewesen zu sein.
21.34 Uhr: Trump - USA könnten Hormus-Mautgebühren erheben
Der US-Präsident bringt die Erhebung von US-Mautgebühren für die Straße von Hormus ins Gespräch. Während der Waffenruhe mit dem Iran würden in der Straße von Hormus 60 Tage lang keine Mautgebühren erhoben und auch danach nicht, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social und schränkt zugleich ein: "Es sei denn, sie (die Mautgebühren) werden von den Vereinigten Staaten von Amerika und zu deren Gunsten erhoben, falls die Vereinbarung nicht zustande kommt – und zwar für Dienstleistungen, die sie als "Schutzengel" der Länder des Nahen Ostens erbracht haben, zum Zwecke der Erstattung von Kosten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft".
20.50 Uhr: Iranische Delegation auf dem Weg in die Schweiz
Ein iranisches Verhandlungsteam ist Staatsmedien zufolge heute zu Gesprächen über die Umsetzung des Abkommens mit den USA über ein Kriegsende in die Schweiz aufgebrochen. Die iranische Nachrichtenagentur Irna zitierte den iranischen Außenministeriumssprecher Esmaeil Bakaei mit den Worten, die am Samstag abgereiste Delegation werde "die Einhaltung der Verpflichtungen der anderen Seite im Rahmen des Abkommens überwachen und einfordern". Laut dem iranischen Staatsrundfunk gehören zu der Delegation unter anderem Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi.
20.22 Uhr: Israel - Soldat bei Gefechten im Libanon getötet
Bei Gefechten im Süden des Libanon ist israelischen Angaben zufolge einer ihrer Soldaten getötet worden. Der Stabsfeldwebel sei "im Kampf gefallen", teilte Israels Armee am Samstag mit. Am Vortag waren bereits vier israelische Soldaten bei Zusammenstößen mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz getötet worden, die unter anderem im Süden des Libanon agiert.
19.20 Uhr Sechs Tote durch israelisches Militär in Gaza
Bei israelischen Luftangriffen und Schusswechseln sind im Gazastreifen nach Angaben der Gesundheitsbehörden mindestens sechs Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Unter anderem sei ein Wohnhaus in Gaza-Stadt angegriffen worden. Dabei habe es neben vier Toten auch mehrere Verletzte gegeben. Das israelische Militär teilte mit, es habe einen Militanten getroffen, ohne jedoch näher darauf einzugehen. Zu zwei weiteren Vorfällen an anderen Orten mit jeweils einem Toten äußerte sich Israel zunächst nicht.
18.12 Uhr: US-Militär - Setzen Schifffahrt durch
Nach der vom Iran angekündigten Schließung der Straße von Hormus will das US-Militär weiter die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen. Der Schiffsverkehr habe am Samstag zugenommen, "während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren", teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert. Centcom zufolge ist das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens "eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden."
16.45 Uhr: Pakistan bestätigt Verhandlungen am Sonntag
Die USA und der Iran werden nach Angaben des Vermittlers Pakistan am Sonntag in der Schweiz miteinander verhandeln. An den Gesprächen auf dem Bürgenstock würden auch Vertreter Pakistans und Katars teilnehmen, erklärt das pakistanische Außenministerium.
16.15 Uhr: Straße von Hormus wieder geschlossen
Inzwischen hat der Iran die Straße von Hormus offenbar erneut geschlossen. Kein Schiff dürfe sich der Meerenge mehr nähern, heißt es in einer Erklärung der iranischen Revolutionsgarde. Anderenfalls sei die Sicherheit der Schiffe in Gefahr. Die Revolutionsgarde verweist zur Begründung auf die Angriffe Israels im Libanon. Zudem hätten die USA ihre Verpflichtungen aus der vereinbarten Waffenruhe nicht erfüllt.
16.00 Uhr: Iran schickt Delegation in die Schweiz
Auch aus dem Iran soll in Kürze eine Verhandlungsdelegation zu den Gesprächen mit den USA in die Schweiz reisen. Das sagt ein Sprecher des iranischen Außenministeriums staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Delegation werde die Einhaltung der Verpflichtungen durch die USA einfordern. Die USA seien verpflichtet, Israel zur Beendigung seiner Angriffe auf den Libanon zu bewegen. Die Gegenseite müsse so rasch wie möglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
15.40 Uhr: Vance - Gespräche am Sonntag in der Schweiz möglich
US-Vizepräsident JD Vance zufolge könnte es am Sonntag Gespräche mit dem Iran in der Schweiz geben. Dem Sender Fox News sagte er weiter, die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner seien deshalb vor Ort. Er selbst werde auch bald in die Schweiz reisen, sagt Vance.
15.30 Uhr: Iran schließt Straße von Hormus wieder
Das gemeinsame Militärkommando des Iran hat die Meerenge von Hormus wieder für gesperrt erklärt. Es gab den Schritt am Samstag im Staatsfernsehen bekannt und verwies auf israelische Angriffe im Libanon.
14.10 Uhr: Inzwischen 28 Todesopfer im Libanon gemeldet
Nach den jüngsten israelischen Angriffen auf den Libanon melden örtliche Medien inzwischen 28 Tote. Laut dem Zivilschutz sind allein in der Stadt Nabatija 16 Leichen geborgen worden, das Gesundheitsministerium berichtet von weiteren sieben Toten in der Stadt Qennarit. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldet außerdem nach Angriffen durch Kampfflugzeuge auf die Stadt Arabsalim drei Todesopfer und eine getötete Frau im Gebiet Tyros, und die libanesische Armee spricht von einem getöteten Militärangehörigen auf der Straße zwischen Kfar Remaneh und Nabatija.
13.55 Uhr: Israel hält an Waffenruhe fest
Das israelische Militär hält nach eigener Darstellung an der Waffenruhe mit der Hisbollah-Miliz im Libanon fest. Man werde aber auch künftig gegen jede Bedrohung Israels und seiner Streitkräfte vorgehen, teilt das Militär mit. Die Hisbollah habe in der Nacht mehr als 50 Geschosse auf israelische Truppen im Südlibanon abgefeuert.
Im Audio: Gespräche zwischen USA und Iran in der Schweiz weiter ungewiss
Gespräche zwischen USA und Iran in der Schweiz weiter ungewiss
13.30 Uhr: Hisbollah - Haben israelische Truppen angegriffen
Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben israelische Truppen im Süden des Libanon angegriffen. Diese seien in der Nacht in Richtung eines Gebietes nahe der Stadt Nabatieh vorgerückt, erklärt die mit dem Iran verbündete Miliz. Sie werde sich zwar an die seit Freitagnachmittag geltende Waffenruhe halten. Sie werde aber nicht zögern, jeden Versuch Israels, Territorium im Libanon zu erobern, zu bekämpfen. Nabatieh gilt als Hochburg der Hisbollah.
13.01 Uhr: Palästinenser – Zwei Schwestern bei Beschuss im Gazastreifen getötet
Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens zwei Mädchen getötet worden. Die Attacke habe am frühen Samstagmorgen eine Wohnung in der Stadt Gaza getroffen, teilte das von der militant-islamistischen Hamas kontrollierte Gesundheitsministerium des Küstenstreifens mit. Rettungskräfte seien noch im Einsatz und könnten womöglich noch weitere Leichen finden. Die Leichen der beiden Schwestern im Alter von 4 und 14 Jahren wurden ins Schifa-Krankenhaus der Stadt gebracht.
12.35 Uhr: Zehn Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon trotz Waffenruhe
Trotz der Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel sind bei israelischen Angriffen auf den Libanon mindestens zehn Menschen getötet worden. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete am Samstag, das israelische Militär habe mit Kampfflugzeugen und Drohnen mehrere Gebiete im Süden und im Bekaa-Tal angegriffen. Das israelische Militär teilte mit, es habe auf Beschuss seitens der Hisbollah reagiert. Mehr als 50 Geschosse seien in der Nacht auf israelische Streitkräfte im Südlibanon abgefeuert worden. Daraufhin habe das Militär "Ziele der Hisbollah" angegriffen. Die mit dem Iran verbündete radikal-islamische Miliz selbst bekannte sich nicht zu dem ihr von Israel vorgeworfenen Angriff.
12.20 Uhr: Top-Ökonomin dämpft Erwartungen an Friedenskurs von USA und Iran
Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat vor zu viel Hoffnung auf eine Besserung der deutschen Konjunktur im Zuge der Annäherung zwischen den USA und dem Iran. Sie sei skeptisch, ob eine Vereinbarung auch wirklich halte, sagte Schnitzer in einem Interview des "Spiegel". Euphorie sei deshalb nicht angesagt. "Man kann nur froh sein, wenn die Wirtschaft nicht einen noch größeren Schaden nimmt als bisher schon."
11.20 Uhr: Pakistans Innenminister für Gespräche im Iran
Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi ist im Iran eingetroffen, um mit der dortigen Führung die Fortsetzung der Verhandlungen mit den USA in der Schweiz zu besprechen. Nach Angaben der regierungsnahen iranischen Nachrichtenagentur Mehr landete Naqvis Maschine zunächst in der Pilgerstadt Maschhad im Nordosten des Landes. Während seines Besuchs wird Naqvi demnach mit den Leitern des iranischen Verhandlungsteams, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, zusammentreffen.
07.28 Uhr: Libanon – Fünf Tote bei israelischem Luftangriff
Ungeachtet der eigentlich geltenden Waffenruhe sind bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon nach libanesischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht und am Morgen das Gebiet um die Stadt Nabatija ins Visier genommen und dabei Wohngebäude zerstört, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Zudem habe die israelische Artillerie die Stadt und ihre Außenbezirke beschossen. Die Menschen seien einem Angriff auf die nahe gelegene Ortschaft Arabsalim zum Opfer gefallen, so NNA. Nabatija gilt als Hisbollah-Hochburg.
Israel und die vom Iran unterstützte Miliz hatten sich am Freitag nach Angaben von Vertretern der USA, Israels und der Hisbollah auf eine Feuerpause geeinigt. Sie sollte am Freitag 16.00 Uhr (Ortszeit) in Kraft treten.
05.43 Uhr: USA und Iran wollen Gespräche in Gang bringen
Die USA und der Iran wollen US-Medienberichten zufolge ihre Gespräche über ein Ende des Iran-Kriegs in Gang bringen. Wie das US-Portal "Axios" und der Sender CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten, ist der US-Unterhändler Steve Witkoff auf dem Weg in die Schweiz, wo die erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen stattfinden solle. Diese war eigentlich schon am Freitag angedacht gewesen, fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt.
US-Unterhändler Jared Kushner sei bereits in der Schweiz, berichtete "Axios". Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi plane heute, in die Schweiz zu reisen, zitierte das US-Nachrichtenportal eine informierte Quelle. Dies könne sich aber noch ändern. Die Iraner wollten zunächst abwarten, ob eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hält, hieß es weiter.
Samstag, 20. Juni 2026
23.34 Uhr: US-Außenminister Rubio plant Reise in den Nahen Osten
US-Außenminister Marco Rubio plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise in den Nahen Osten. Er besucht dabei voraussichtlich Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, wie das Portal "Axios" unter Berufung auf zwei Insider berichtet.
22.34 Uhr: Linke nennt Gazakrieg offiziell "Völkermord"
Die Linke hat ihre Parteilinie verschärft und bewertet das israelische Vorgehen im Gazakrieg nun erstmals offiziell als "Völkermord". Ein entsprechender Antrag wurde beim Bundesparteitag in Potsdam mit großer Mehrheit beschlossen. Darin heißt es: "Internationale Organisationen, Menschenrechtsorganisationen und zahlreiche Völkerrechtler*innen sprechen von einem Völkermord an den Palästinenser*innen in Gaza. Wir schließen uns dieser Einschätzung an." Israel selbst weist eine solche Wertung strikt zurück. Auch die Bundesregierung schließt sich dem nicht an.
21.18 Uhr: Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus wieder gesunken
Nach einem vorübergehenden starken Anstieg des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus am Vortag ist die Zahl der Durchfahrten am Freitag nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens wieder gesunken. Bis zum Abend passierten acht Handelsschiffe die Meerenge, gegenüber mindestens 25 am Donnerstag, wie das Unternehmen Kpler mitteilte. Die iranische Seefahrtsbehörde gab derweil bekannt, dass alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, 48 Stunden im Voraus einen Antrag stellen müssen.
19.53 Uhr: Libanesisch-israelische Gespräche Ende Juni in Washington
Die nächste Runde der Gespräche zwischen dem Libanon und Israel findet vom 23. bis 25. Juni in Washington statt. Dies teilt das US-Außenministerium nach einem Telefonat von US-Außenminister Marco Rubio mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun mit. Rubio betont dabei erneut die Notwendigkeit einer Entwaffnung der Hisbollah-Miliz, wie das Ministerium erklärt. Zudem bekräftigt er die Unterstützung der USA für die Bemühungen der libanesischen Regierung, einen vollständig souveränen Staat zu schaffen, der in Frieden mit all seinen Nachbarn lebt.
18.35 Uhr: Nach Beginn von Waffenruhe zunächst noch israelische Angriffe
In der ersten Stunde nach dem Inkrafttreten der ab 16.00 Uhr Ortszeit geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat es libanesischen Sicherheitskreisen zufolge noch ein Dutzend israelische Luftangriffe gegeben. Nach 17.00 Uhr Ortszeit seien jedoch keine Angriffe mehr verzeichnet worden. Ein Vertreter des israelischen Militärs bestätigt, dass seit 17.00 Uhr nicht mehr angegriffen werde. Gleichzeitig bestreitet er aber die Angaben, wonach es zwischen 16 und 17 Uhr ein Dutzend israelische Luftangriffe gegeben habe. Ein Agentur-Journalist im Norden Israels konnte allerdings beobachten, wie im Libanon gegen 16.50 Uhr Luftangriffe stattfanden.
Rauchsäulen über dem Südlibanon
Zum Video: Verhandlungen geraten ins Stocken
Die USA begründen die Absage mit der schwierigen Logistik solcher Verhandlungen. Wie es mit der Rahmenvereinbarung weitergeht, bleibt offen.
17.51 Uhr: Trump weist Kritik an Iran-Abkommen als dumm zurück
US-Präsident Donald Trump hat Kritik an seinem Rahmenabkommen mit dem Iran grob zurückgewiesen. Nicht die USA hätten den Gesprächen aus Verzweiflung zugestimmt, sondern der Iran, schrieb Trump am Freitag auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe keine Luftwaffe, keine Marine, keine Flugabwehr, kein Radar und so gut wie nichts anderes mehr. "Die sind FERTIG", urteilte Trump.
Dennoch behaupteten Kritiker, der Iran gehe gestärkt aus dem Krieg hervor. "Wie dumm können manche Leute nur sein?", schrieb Trump, während weitere Verhandlungen mit Teheran ins Stocken geraten sind und neue Kämpfe im Libanon das Abkommen infrage stellen.
16.40 Uhr: Bericht - Waffenruhe im Libanon bisher ohne Wirkung
Kaum unterzeichnet, schon auf die Probe gestellt: Neue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz gefährden offenbar weiterhin das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran. Laut einem US-Regierungsvertreter wurde zwar für Freitag 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr/MESZ) zwar eine neue Waffenruhe vereinbart, allerdings kam es libanesischen Sicherheitskreisen zufolge in den ersten 45 Minuten bereits zu zwölf israelischen Angriffen.
Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Vereinbarung bislang nicht bestätigt. Die israelische Zeitung "The Times of Israel" zitierte Armeesprecher Effie Defrin, die israelischen Truppen hätten trotz der Waffenruhe mit der Hisbollah "volle Handlungsfreiheit", um in jedem Gebiet gegen jede Bedrohung vorzugehen. Es gebe keine Einschränkungen.
16.12 Uhr: Iran veröffentlicht Verfahren für Hormus-Passage - und deutet Erhebung von Gebühren an
Nachdem sich der Iran und die USA auf eine zeitweise freie Schifffahrt in der Straße von Hormus geeinigt hatten, signalisiert die Islamische Republik neue Regeln für die Zukunft. Gebühren für Sicherheit, Umweltdienstleistungen und Versicherungen würden nur in einem 60-tägigen Zeitraum nicht erhoben, teilte die kürzlich gegründete Persian Gulf Strait Authority auf X mit.
Dass der Iran sich im Zuge des Abkommens mit den USA für die Erhebung von Gebühren in der wichtigen Meerenge einsetzen würde, zeichnete sich seit einer Weile ab. Anträge zur Durchfahrt müssten bei der Behörde auch im Übergangszeitraum online und mit mindestens 48 Stunden Vorlauf eingereicht werden, hieß es in der Veröffentlichung der iranischen Behörde.
16.07 Uhr: UN-Menschenrechtsexperten kritisieren US-iranisches Rahmenabkommen scharf
Eine Gruppe von Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges scharf kritisiert, weil es nicht die Situation der seit langem leidenden Zivilbevölkerung im Iran berücksichtige. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung schrieben 18 unabhängige UN-Fachleute, dass "jede Vereinbarung, die nicht die Menschenrechtssituation im Iran berücksichtigt, grundlegend unvollständig" sei.
"Eine Vereinbarung, die geopolitische Interessen bedient, aber das iranische Volk dabei zurücklässt, ist kein Friedensabkommen, das den Namen verdient", hieß es weiter. Die Autoren der Erklärung, die ein Mandat des UN-Menschenrechtsrats haben, aber nicht im Namen der Vereinten Nationen sprechen, begrüßten das Abkommen zwar grundsätzlich. Die Absichtserklärung konzentriere sich aber "fast ausschließlich" auf militärischen Fragen, die Öffnung der Straße von Hormus, nukleare Verpflichtungen, Aufhebung von Sanktionen und einen Wiederaufbaufonds. Das iranische Volk, das sowohl durch die militärische Aggression von außen als auch durch die interne Unterdrückung gelitten habe, sei "kaum sichtbar".
15.10 Uhr: US-Regierungsvertreter - Israel und Hisbollah einigen sich auf Waffenruhe
Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz im Libanon haben sich nach US-Angaben, die von einem Diplomaten eines Golfstaates bestätigt wurden, auf eine Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause solle am Freitag um 16.00 Uhr Ortszeit in Kraft treten, wie ein hochrangiger US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters sagte. "Die Hisbollah und Israel haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt", erklärte der Regierungsvertreter. Vermittler aus den USA und Katar hatten die Vereinbarung mit Unterstützung des Iran ausgearbeitet.
"Wir gehen davon aus, dass nach dem Schusswechsel am heutigen Tag nun eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah in Kraft ist", sagte der Regierungsvertreter weiter. Der Iran besteht darauf, dass die Waffenruhe mit den USA auch für die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah gilt. Dies ist Teil der Rahmenvereinbarung zwischen den Regierungen in Washington und Teheran.
14.32 Uhr: Iranische Vertreter betonen "rote Linien"
Der iranische Chefunterhändler für das Friedensabkommen mit den USA, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf, hat auf die "roten Linien" Teherans bei den Gesprächen mit Washington verwiesen. "Wie wir im bisherigen Verlauf der Verhandlungen gezeigt haben, sind wir standhaft darin, die vorgegebenen Bedingungen und roten Linien einzuhalten, und darin, die Interessen der iranischen Nation zu verteidigen", erklärte Ghalibaf laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Wenn "der Feind" sich exzessiv in seinen Forderungen zeige, "haben wir bewiesen, dass unsere Finger am Abzug sind und dass wir nicht zögern, dem Feind eine vernichtende Antwort zu gebe", so Ghalibaf. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagte, der außenpolitische Apparat des Landes werde dazu genutzt werden, "die erhabenen Interessen des Iran" und die "Rechte der edlen iranischen Nation" zu schützen. Der iranische Präsident Massud Peseschkian, der das Rahmenabkommen unterschrieben hatte, versprach in einer Mitteilung ebenfalls, die roten Linien des Iran nicht zu überschreiten und die "Würde, Ehre und Autorität" des Landes zu verteidigen.
13.51 Uhr: Hisbollah-Vertreter - Iran knüpft USA-Gespräche an Waffenruhe
Der Iran hat der libanesischen Hisbollah-Miliz zufolge die Fortsetzung von Gesprächen mit den USA an die Umsetzung einer umfassenden Waffenruhe geknüpft. Dies habe die Führung in Teheran der mit ihr verbündeten Miliz mitgeteilt, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters.
Fadlallah forderte zudem die libanesische Regierung auf, direkte Verhandlungen mit Israel abzulehnen, solange die israelischen Angriffe auf Ziele im Libanon andauerten. Washington trage die Verantwortung dafür, dass Israel seine Angriffe einstelle und die Bedingungen des Rahmenabkommens mit dem Iran umsetze. Das Abkommen sieht einen Stopp aller Kämpfe vor, auch im Libanon.
13.28 Uhr: Netanjahu - Israels Armee bleibt "so lange wie nötig" im Libanon
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach dem Tod von vier Soldaten im Süden des Libanon bei Hisbollah-Angriffen eine scharfe Reaktion angekündigt. Die vom Iran unterstützte Miliz werde für ihre Attacken einen "sehr hohen Preis" zahlen, erklärte Netanjahu. Um die Orte im Norden Israels zu schützen, werde Israels Armee "so lange wie nötig in der Sicherheitszone im Süden des Libanon bleiben".
"Israel wird keinen Angriff auf unsere Soldaten oder unser Territorium hinnehmen", fügte Netanjahu hinzu. Verteidigungsminister Israel Katz warnte seinerseits vor "erheblich verstärkter" israelischer Vergeltung auf jeden Angriff der Hisbollah. Ein zwischen den USA und dem Iran ausgehandeltes Rahmenabkommen sieht unter anderem eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vor, darunter im Libanon. Die israelische Regierung erklärte, sie werde "keine Kompromisse beim Schutz unserer Bürger eingehen".
13.23 Uhr: Bericht - Pentagon fordert Freigabe von 80 Milliarden Dollar auch für Iran-Krieg
Das US-Verteidigungsministerium will den Kongress in Washington laut einem Medienbericht zur Freigabe von 80 Milliarden Dollar (knapp 70 Milliarden Euro) unter anderem für die Finanzierung des Iran-Krieges auffordern. Vizeverteidigungsminister Stephen Feinberg habe Abgeordnete in dieser Woche bereits darüber unterrichtet, berichtete das "Wall Street Journal" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise.
Laut dem Bericht sieht das Pentagon die Gefahr, in den kommenden Monaten nicht ausreichend Geld für Einsätze zu haben, falls der Kongress der Freigabe nicht zustimmen sollte. Die Armee müsse dann eventuell Ausbildung und den Einsatz von Soldaten entlang der US-mexikanischen Grenze einschränken. Diese sollen die irreguläre Einwanderung in die Vereinigten Staaten unterbinden. Das Pentagon hatte vergangenen Monat erklärt, die Kosten des Iran-Kriegs seien auf fast 29 Milliarden Dollar gestiegen. Kritiker des Krieges gehen davon aus, dass die tatsächlichen Kosten weitaus höher liegen könnten.
13.05 Uhr: Schiffstracker - Zahl der Durchfahrten durch Straße von Hormus deutlich gestiegen
Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs sind nach Daten eines Schiffstracking-Unternehmens am Donnerstag 25 Handelsschiffe durch die Straße von Hormus gefahren. Das sei die höchste Zahl seit dem 18. April, erklärte das Unternehmen AXSMarine. Es könnte sein, das die tatsächliche Zahl sogar höher liegt, denn einige Schiffe stellen ihr Signal aus oder manipulieren die Daten, um bei der Passage der Meerenge nicht bemerkt zu werden.
12.48 Uhr: Nouripour kritisiert Abkommen zwischen den USA und dem Iran
Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) sieht in der Vereinbarung der USA mit dem Iran den Versuch des Weißen Hauses, "um jeden Preis", einen Ausweg aus dem aktuellen Konflikt zu finden. "Was ich bisher sehe, macht mir große Sorgen", erklärte Nouripour bei Phoenix. Die USA hätten sich "ohne Sinn und Verstand und ohne einen Plan" in diese Auseinandersetzung begeben, und wollten "jetzt einfach nur noch raus".
Leidtragende seien jedoch die Menschen im Iran und anderen Staaten, so Nouripour. Sollten die Machthaber in Teheran tatsächlich einen dreistelligen Milliardenbetrag von den USA erhalten, werde dieses Geld "für die Repression nach innen und für den Ausbau der Aggression in der Region", ausgegeben. Kritik übte Nouripour auch am Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz. "Im Januar hat er noch gesagt, das iranische Regime hat nach der Ermordung von zigtausend Menschen auf offener Straße keine Legitimation mehr. Dieser Tage gratuliert er auch dem Regime, und nicht nur Trump, zu diesem Abkommen." Merz müsse dies dringend richtigstellen.
11.18 Uhr: US-Botschafter zeigt Verständnis für Angriffe Israels im Libanon
Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat die Angriffe des israelischen Militärs im Libanon verteidigt. Israel schlage zurück, wenn es angegriffen werde, erklärte er am Freitag in einem Beitrag auf der Plattform X, in dem er auf den Tod von vier israelischen Soldaten bei einem Drohnenangriff im Libanon verwies. Eine Waffenruhe komme zustande, wenn die Hisbollah aufhöre, zu schießen und zu töten, erklärte Huckabee.
Weder Israel noch die Hisbollah sind Vertragsparteien des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran für ein Kriegsende im Nahen Osten. Allerdings sieht dieses ein sofortiges Ende des Krieges "an allen Fronten, auch im Libanon" vor. Der Iran besteht darauf, dass sich Israel aus besetzten Gebieten im Süden des Libanons zurückziehen müsse, auch wenn der Wortlaut der US-iranischen Übergangsvereinbarung das nicht ausdrücklich vorschreibt.
09.37 Uhr: Frankreich – Irans Bevölkerung ist größtes Opfer des Konfliktes
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot hat an die Weltgemeinschaft appelliert, die "Massaker" an iranischen Demonstrantinnen und Demonstranten im Januar nicht zu vergessen. Die Bevölkerung im Iran sei "das größte Opfer dieses Krieges, gefangen zwischen Repression auf der einen und Bombenangriffen auf der anderen Seite", sagt Barrot dem Sender franceinfo TV. "Wir vergessen nicht die Massaker vom Januar, als staatliche Gewalt wahllos friedliche Demonstranten ins Visier nahm." Bei den Protesten wurden nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen Tausende Menschen von Sicherheitskräften getötet. Genaue Zahlen gibt es nicht.
09.14 Uhr: Keine Aufhebung der UN-Sanktionen ohne Frankreichs Zustimmung
Frankreich knüpft eine Aufhebung der UN-Sanktionen gegen den Iran an Bedingungen. Sein Land werde einer Lockerung nur zustimmen, wenn die Gespräche über das iranische Atomprogramm die französischen Erwartungen erfüllten, sagt Außenminister Jean-Noel Barrot. Es werde keine Stabilität in der Region geben, solange die Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Fragen rund um das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Stellvertretern nicht klärten, unterstreicht er. "Wir brauchen einen radikalen Kurswechsel seitens des Irans." Frankreich ist als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats eine der fünf Vetomächte.
09.06 Uhr: Frankreich fordert von Israel Stopp der Angriffe auf Libanon
Frankreich fordert von Israel die Beendigung seiner Angriffe im Libanon. Die USA müssten hier Druck auf Israel ausüben, sagt der französische Außenminister Jean-Noel Barrot dem Sender franceinfo. Sein Land arbeite weiterhin daran, eine internationale Konferenz zur Unterstützung der libanesischen Armee abzuhalten, fügt Barrot hinzu. Israel hat am Donnerstag erklärt, es schließe Angriffe über eine militärische Kontrollzone im Südlibanon hinaus nicht aus. Dies gilt als Infragestellung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran, das die Achtung der Souveränität des Libanon vorsieht.
08.39 Uhr: Israelisches Militär – Vier Soldaten im Südlibanon getötet
Bei Gefechten im Südlibanon sollen vier israelische Soldaten getötet worden sein. Das teilte das israelische Militär am Freitag mit. Zuvor hatte das Militär Angriffe auf Ziele im Süden des Nachbarlandes bestätigt. Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet.
08.34 Uhr: Israel attackiert Stellungen der pro-iranischen Hisbollah im Libanon
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon attackiert. "Die Armee hat in der vergangenen Nacht Hisbollah-Terroristen und Infrastruktur in mehreren Gebieten im Südlibanon an und wird dies weiterhin tun", erklärte die israelische Armee am Freitag. Die Angriffe seien eine Reaktion auf "die wiederholten Verstöße" der vom Iran unterstützten Hisbollah gegen den Waffenruhe. Laut libanesischen Staatsmedien wurden bei den neuen israelischen Angriffen mindestens 16 Menschen getötet.
08.24 Uhr: Nouripur – Rahmenabkommen finanziert Irans Repression nach innen und Aggression nach außen
Der Grünen-Politiker Omid Nouripur hat nach der Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran wenig Hoffnung auf einen politischen Umbruch im Iran. Von den Hoffnungen auf eine Veränderung sei "nicht mehr viel übrig, nachdem das Regime in wenigen Tagen zigtausend Menschen auf offener Straße erschossen hat", sagte Nouripour am im ARD-"Morgenmagazin". Das US-Iran-Abkommen, "das dem Regime auch nochmal Geld gibt, um die Repression nach innen und die Aggression nach außen nochmal zu finanzieren, macht die Lage nicht besser".
08.12 Uhr: Israelische Angriffe im Libanon gefährden Iran-Abkommen
Fortgesetzte israelische Angriffe im Libanon drohen das frisch unterzeichnete Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung ihres Krieges zu gefährden. Das israelische Militär teilte am Freitag mit, die Streitkräfte hätten in der Nacht Ziele im Süden des Nachbarlandes angegriffen. Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete, es seien mindestens 16 Menschen getötet worden.
Das Rahmenabkommen sieht ein sofortiges Ende des Krieges «an allen Fronten, auch im Libanon» vor, außerdem die Gewährleistung der «territorialen Integrität und Souveränität» des Libanons. Dort war der Krieg zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten Hisbollah am 2. März wieder aufgeflammt, kurz nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar.
07.26 Uhr: Israel bestätigt Angriffe auf Libanon – NNA meldet 16 Tote
Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA mindestens 16 Menschen getötet worden. Das israelische Militär teilte am Freitag mit, es seien Ziele im Süden des Nachbarlandes angegriffen worden. Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet.
07.13 Uhr: 15 Tote bei israelischem Angriff auf Hisbollah im Libanon
Israel setzt trotz des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran seine Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon fort. Dabei wurden der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur zufolge mindestens 15 Menschen getötet. Das israelische Militär teilt mit, die Angriffe in der Nacht auf Kämpfer und Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah seien eine Reaktion auf wiederholte Verstöße gegen die Waffenruhe gewesen. Der Iran pocht darauf, dass das Abkommen mit den USA für ein Kriegsende auch einen Stopp der israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon einschließt.
06.33 Uhr: Schweiz – Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde nicht statt, teilte das Ministerium am Freitagmorgen mit. Dort sollten die Unterhändler beider Seiten über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben bereits ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das die im April verkündete Waffenruhe verlängert und unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Für die anschließenden Verhandlungen wurde eine Frist von 60 Tagen gesetzt. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt.
04.11 Uhr: USA heben Blockade des Iran auf - Tanker passieren Straße von Hormus
Nach Inkrafttreten des vorläufigen Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran passieren wieder Öltanker die Straße von Hormus. Die US-Regierung erklärt ihre Blockade des Iran für aufgehoben. Der Ölpreis fällt daraufhin auf den niedrigsten Stand seit dem 2. März.
04.05 Uhr: Steinmeier – Viel Ärger mit dem Iran wäre vermeidbar gewesen
Die angestrebte Vereinbarung mit dem Iran wird nach Einschätzung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bestenfalls dem 2015 vereinbarten Abkommen entsprechen. Dies sei eine "gute und detaillierte Regelung gewesen", sagte Steinmeier, der damals als Außenminister beteiligt war, im ARD-Interview der Woche. "Es ist bedauerlich, dass die damals von Präsident Trump in seiner ersten Amtsperiode gekündigt worden ist."
Dies sei einer der Gründe, warum er gesagt habe, dass der jüngste Krieg Amerikas gegen den Iran eigentlich unnötig gewesen sei, "weil das Abkommen von 2015 eigentlich alles enthielt, was man jetzt wieder versucht, mühsam zusammenzubringen". Nach der Abkehr davon habe es eine erneute Zuspitzung gegeben, und der Iran habe seine Stellvertreter bei Hamas und Hisbollah wieder stärker unterstützt, sagte Steinmeier. "Das alles wäre vielleicht vermeidbar gewesen, wenn es bei dem Vertrag von 2015 geblieben wäre. Aber das ist vergossene Milch."
03.57 Uhr: Weißes Haus – Vance verschiebt Schweiz-Reise über Iran-Verhandlungen
US-Vizepräsident JD Vance hat seine ursprünglich für Donnerstag angekündigte Reise in die Schweiz zu Verhandlungen mit Vertretern des Irans vorerst verschoben. "Derzeit ist nicht vorgesehen, dass der Vizepräsident heute Abend abreist", erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses am späten Donnerstagabend (Ortszeit). Die logistischen Vorbereitungen der Verhandlungen mit dem Iran seien "noch nie einfach oder vorhersehbar" gewesen, erklärte der Sprecher weiter. "Wir freuen uns darauf, so bald wie möglich mit den technischen Gesprächen zu beginnen."
Zuvor hatte Vance bekannt gegeben, er plane in Kürze eine Reise in die Schweiz. "Wir gehen davon aus, dass diese technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende beginnen werden", sagte der US-Vizepräsident. Der Termin könne sich aber noch ändern.
03.41 Uhr: US-Sanktionen gegen Funktionäre mit Hisbollah-Bezug
Die US-Regierung will mit weiteren Sanktionen den Druck auf die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon erhöhen. Die Maßnahme richte sich etwa gegen Suleiman Frangieh, der Geld von der Miliz angenommen habe, um sich im Parlament für ihre Zwecke einzusetzen, teilte das US-Finanzministerium mit. Frangieh war der von der Hisbollah unterstützte Präsidentschaftskandidat, ehe er sich Anfang vergangenen Jahres aus dem Rennen zurückzog.
Der Funktionär gehört der christlichen Marada-Partei an, unterhält nach Darstellung der US-Regierung jedoch enge Kontakte zur islamistischen Hisbollah, um seine politische Karriere voranzubringen. Demnach geht Frangieh auf Wunsch der Hisbollah gegen unabhängige und reformorientierte Kräfte im Parlament vor. Im Gegenzug sei er von der Miliz bezahlt worden.
00.01 Uhr: UN – Aufmerksamkeit nach US-Iran-Einigung wieder auf Gaza richten
Nach Auffassung des UN-Nothilfekoordinators soll eine Einigung zwischen den USA und dem Iran die Aufmerksamkeit wieder auf den Gazastreifen lenken. Das kriegsgebeutelte Gebiet werde zwar nicht mehr als von einer Hungersnot betroffen eingestuft, befinde sich jedoch sechs Monate nach Inkrafttreten der Waffenruhe weiterhin in einer schweren Krise, erklärte Tom Fletcher vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Donnerstag (Ortszeit). "Die Palästinenser in Gaza sind weiterhin der grundlegendsten Dinge beraubt, die Sie alle für Ihre eigenen Familien als selbstverständlich ansehen würden: Sicherheit, Unterkunft, sauberes Wasser, Gesundheitsversorgung und Bildung", sagte er.
Außerdem sei der Gazastreifen nach wie vor der gefährlichste Ort der Welt für humanitäre Hilfe. Fletcher verwies darauf, dass in dem seit Oktober 2023 andauernden Krieg nahezu 60 Helfer getötet worden seien.
Freitag, 19. Juni 2026
Im Audio: Iran zufrieden mit Rahmenabkommen
Iran zufrieden mit Rahmenabkommen
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