Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.49 Uhr: USA bestätigen Verlegung von Militär in den Nahen Osten
Die USA haben inmitten des Iran-Kriegs die Verlegung von weiterem Militär in den Nahen Osten bestätigt. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte in der Polit-Sendung "Face the Nation" des US-Senders CBS News, zusätzliche Kapazitäten würden in die Region verlegt. Genauere Angaben machte er nicht. US-Medien hatten bereits vor rund einer Woche berichtet, dass die USA weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Region verlegen.
20.01 Uhr: Iran droht Ukraine nach Angriff auf Frachtschiff im Kaspischen Meer mit Reaktion
Nach einem ukrainischen Angriff auf einen iranischen Frachter im Kaspischen Meer mit einem Toten hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi der Ukraine mit einer Reaktion gedroht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe "ein iranisches Handelsschiff angegriffen und dabei einen Seemann getötet", schrieb Araghtschi im Onlinedienst X. Er verurteilte einen "eklatanten Verstoß gegen die UN-Charta". Er warf der Ukraine zudem vor, "auf Geheiß Israels" gehandelt zu haben. In Telefonaten mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow habe er "deutlich gemacht, dass das Vorgehen des Schmarotzers in Kiew nicht unbeantwortet bleiben darf".
18.54 Uhr: Insider – Israel lässt internationale Truppe in Teile des Gazastreifens
Das israelische Sicherheitskabinett genehmigt einem Insider zufolge, dass eine geplante internationale Truppe für den Gazastreifen in Teile des Gebiets vordringen darf, die nicht unter israelischer Kontrolle stehen. Die geplante internationale Sicherheitstruppe gehört zu dem im Oktober vorgelegten, von den USA unterstützten Plan für den Gazastreifen.
15.30 Uhr: Insider – Iran setzt Angriffe während Unterbrechung durch USA aus
Der Iran will seine Angriffe aussetzen, solange die USA ihre Attacken unterbrechen. Die Führung in Teheran bleibe jedoch skeptisch hinsichtlich der Absichten der US-Regierung, sagt ein ranghoher iranischer Insider. Die Position des Iran laute "Angriff für Angriff": Wenn die Attacken aufhörten, werde auch der Iran seine Einsätze einstellen. Diese Botschaft sei den USA bereits übermittelt worden. Es gebe jedoch mehr Skepsis als Optimismus. "Die vorherrschende Meinung ist, dass die Pause eher taktischer Natur und nicht ernst gemeint ist", sagt der Insider. Die US-Regierung hat ihre Angriffe nach 13 Nächten mit Luftschlägen in Folge am Samstag eingestellt.
15.15 Uhr: UN-Botschafter der USA – Trump gibt Gesprächen mit Iran Spielraum
US-Präsident Donald Trump gibt Gesprächen mit dem Iran über ein Kriegsende nach den Worten des US-Botschafters bei den Vereinten Nationen einen gewissen Spielraum. "Er gibt den Gesprächen etwas Raum, er lässt ihnen ein wenig Zeit", sagt Botschafter Mike Waltz. Die USA haben den Iran 13 Nächte in Folge angegriffen, ihren Beschuss über das Wochenende aber nicht fortgesetzt. Eine Erklärung des US-Militärs dazu gibt es zunächst nicht. Am Wochenende gab es bislang auch keine Berichte über Angriffe des Irans.
14.14 Uhr: Iranische Agentur Tasnim – Öltanker nach Kollision mit Mine explodiert
In der Straße von Hormus ist der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim zufolge ein Öltanker explodiert, nachdem er auf eine Seemine aufgelaufen war. Der Tanker habe zuvor die vom Iran festgelegte Route verlassen, meldet Tasnim. Von den iranischen Behörden liegt zunächst keine Stellungnahme zur Meldung der halb-amtlichen Nachrichtenagentur vor.
11.00 Uhr: Iran droht USA mit Ausweitung des Konflikts
Das iranische Militär hat den USA mit einer Ausweitung der Kämpfe gedroht, sollten die USA ihre Luftangriffe fortsetzen. Entsprechende Warnungen hätten sich vor Ort schon bewahrheitet, sagte Armeesprecher Akraminia und verwies dabei auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer. Das Kriegsgebiet reicht nach Angaben des Armeesprechers bereits von Jordanien bis hin zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Dieses Gebiet werde bei weiteren Luftangriffen des US-Militärs noch ausgedehnt, so Akraminia.
09.47 Uhr: Irans Revolutionsgarden stoppen Schiffe in der Straße von Hormus
Irans Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben sechs Handelsschiffe vor einer Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestoppt. Die Garden erklärten laut der ihnen nahe stehenden Agentur Tasnim, sie setzten die Kontrolle über ein 240.000 Quadratkilometer großes Gebiet im Persischen Golf und der Straße von Hormus durch. Diese Fläche entspricht etwa zwei Dritteln des deutschen Staatsgebiets.
Kein Schiff könne passieren, ohne die iranischen Vorschriften einzuhalten, hieß es. Versuche des US-Militärs, den Kurs von Schiffen zu ändern, würden mit "einer entschlossenen Reaktion und Warnschüssen beantwortet". Als Folge seien die betroffenen Schiffe gezwungen, umzukehren.
07.43 Uhr: Gespräche zwischen Iran und Oman über Straße von Hormus produktiv
Nach Aussagen des iranischen Außenministeriums haben Vertreter des Iran und des Oman am Wochenende in Teheran Gespräche über die Straße von Hormus geführt. Die Gespräche seien produktiv gewesen, teilte das Ministerium mit. Die technischen und politischen Konsultationen dauerten demnach an.
Sonntag, 26. Juli 2026
22.15 Uhr: Iran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter
Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung.
Selenskyj hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Auf Facebook teilte er mit, darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht.
20.27 Uhr: Selenskyj - Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur Verfügung
Russland gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge seine Satellitenbeobachtungen im Nahen Osten an den Iran. Dies ermögliche dem Iran Angriffe in der Region, schreibt Selenskyj auf X. Seit Anfang Juli habe die Ukraine eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder tauchten anschließend im Iran auf. "Gleichzeitig besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen – sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten."
15.41 Uhr: Netanjahu will Bau weiterer israelischer Siedlungen im besetzten Westjordanland beschleunigen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf die neue Gewalt im Westjordanland ein "scharfes Vorgehen" an. Dazu zählte die Zerstörung des Hauses der Familie eines der beteiligten Palästinenser an einer Auseinandersetzung vom Samstag. Zudem wolle er die Genehmigung für den Bau weiterer israelischer Siedlungen in dem Gebiet beschleunigen. Der israelische Armeechef Ejal Samir sagte, der Einsatz diene dazu, "Terrorismus zu vereiteln, die Sicherheit israelischer Zivilisten zu gewährleisten und eine weitere Eskalation zu verhindern".
Der palästinensische Bürgermeister von Tal, Walid Sidan, erklärte hingegen, die Siedler hätten das Dorf gezielt schikaniert. "Die Siedler folgten keiner Route oder einem Pfad, wie sie behaupten. Sie beabsichtigten, die Häuser anzugreifen", sagte er. "Die Leute haben nicht die Konfrontation mit ihnen gesucht; sie haben lediglich ihre Häuser verteidigt, nicht mehr und nicht weniger."
15.25 Uhr: Offenbar erneut Übergriffe israelischer Siedler – mehrere Tote bei neuer Gewalt im Westjordanland
Im von Israel besetzten Westjordanland haben israelische Soldaten am Samstag Dutzende Palästinenser festgenommen. Zuvor waren bei einer Auseinandersetzung zwischen israelischen Siedlern, Soldaten und palästinensischen Zivilisten vier Palästinenser und zwei Israelis getötet worden.
Nach Darstellung beider Seiten waren israelische Siedler in ein palästinensisches Dorf eingedrungen. Auf einem Video in sozialen Medien sieht man ein Gerangel zwischen palästinensischen und israelischen Zivilisten. Letztere sind zum Teil bewaffnet. Auch ein israelischer Soldat ist zu sehen. Es fallen Schüsse, ein israelischer Siedler geht mit seiner Waffe im Anschlag auf einen Palästinenser zu, der entreißt ihm die Waffe und erschießt ihn. Soldaten und Siedler eröffnen daraufhin das Feuer auf bereits auf dem Boden knieende Menschen. Das israelische Militär bezeichnete die beteiligten israelischen Zivilisten zunächst als Wanderer, räumte später jedoch ein, dass einige von ihnen bewaffnet waren. Zuletzt kam es immer wieder zu Übergriffen israelischer Siedler im Westjordanland.
14.10 Uhr: Huthi – Angriffe auf Saudi-Arabien nach Beschuss von Hudaida
Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen beschossen. Der Beschuss sei eine Reaktion auf saudische Luftangriffe auf die am Roten Meer gelegene jemenitische Stadt Hudaida und die Insel Kamaran, teilten die Huthi am Samstag mit. Beide Orte werden im jemenitischen Bürgerkrieg von den Rebellen kontrolliert. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari teilte mit, in Saudi-Arabien seien Einrichtungen des weltgrößten Ölkonzerns Aramco angegriffen worden. Saudi-Arabien kommentierte den Bericht zunächst nicht.
Die Nachrichtenagentur Reuters hat am Samstag aus griechischen Sicherheitskreisen erfahren, dass die saudiarabische Luftabwehr zwei aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen hat. Die Geschosse hätten Ölraffinerien in der Hafenstadt Janbu am Roten Meer zum Ziel gehabt. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Den Angaben zufolge wurde das Abwehrsystem von griechischem Militärpersonal bedient. Später habe das griechische Patriot-System in der Region Janbu eine aus dem Jemen gestartete Drohne abgeschossen, wie es in den Sicherheitskreisen weiter hieß.
06.10 Uhr: Blockade iranischer Häfen: US-Armee beschießt Tanker
Die US-Armee hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Blockade iranischer Häfen zu umgehen. "Wir haben den Tanker außer Gefecht gesetzt, nachdem seine Besatzung mindestens viermal versucht hatte, die Blockade zu durchbrechen", teilte der Sprecher des US-Regionalkommandos Centcom, Tim Hawkins, am Freitag (Ortszeit) mit. Das Schiff befinde sich nicht mehr auf dem Weg in den Iran.
Die Besatzung wurde Centcom zufolge mehrfach gewarnt, kam den Aufforderungen jedoch nicht nach. Die in der Region stationierten US-Streitkräfte hätten das Schiff daraufhin außer Gefecht gesetzt, indem sie auf seinen Maschinenraum geschossen hätten. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein US-Kampfflugzeug Raketen auf einen unbeladenen Öltanker abgefeuert, der laut Centcom die Seeblockade durchbrechen wollte.
05.00 Uhr: Huthi-Miliz im Jemen droht Saudi-Arabien mit Vergeltung
Der Konflikt im Nahen Osten hat sich erneut ausgeweitet. Nach Luftangriffen einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen schwor die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz dem benachbarten Königreich Vergeltung. Die Angriffe auf zivile Ziele würden "nicht ungestraft bleiben", zitierte die von der Schiitenmiliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba deren Mitteilung auf der Plattform Telegram. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV folgten in der Nacht Gegenangriffe der Huthi in mehreren Gebieten Saudi-Arabiens. Demnach gab es unter anderem Explosionen in der Hafenstadt Yanbu und der Küstenstadt Dschisan.
Huthi-nahe Medien hatten zuvor Angriffe auf die jemenitische Hafenstadt Hudaida gemeldet. Einrichtungen der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft in Hudaida sowie die Insel Kamaran seien getroffen worden. Andere Berichte sprachen auch von Angriffen auf den Hafen, was Al-Maliki verneinte. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur jedoch von mehreren Luftangriffen und Explosionen in der Umgebung des Hafens.
Samstag, 25.07.2026
23.05 Uhr: Türk für weitere vier Jahre UN-Hochkommissar für Menschenrechte
Volker Türk ist trotz Widerstand Russlands, der USA und Israels für weitere vier Jahre zum UN-Hochkommissar für Menschenrechte gewählt worden. 144 und damit die große Mehrheit der Staaten gaben dem Österreicher in der UN-Generalversammlung ihre Stimme. Zehn stimmten gegen ihn.
Der Abstimmung war eine Debatte mit teils scharfer Kritik an dem Diplomaten vorausgegangen, der unter anderem das russische Vorgehen in der Ukraine und Israels Krieg im Gazastreifen wiederholt scharf kritisiert hatte. Die Vertreterin Israels warf ihm fehlende "Professionalität und Führungskompetenz" vor. Er sei zudem von "Neutralität und Unparteilichkeit" abgewichen. "Das Menschenrechtssystem der Vereinten Nationen verliert seit Jahrzehnten an Glaubwürdigkeit. Volker Türk hat es an sein Sterbebett geführt. Die heutige Abstimmung hat ihm den Todesstoß versetzt", sagte der US-Vertreter Jeff Bartos. Er drohte, sein Land werde die "Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen sowie unsere Beteiligung und Finanzierung umgehend neu bewerten".
19.50 Uhr: Vertragsstaaten stimmen für Absetzung von IStGH-Chefankläger
Die Vertragsstaaten des Internationalen Strafgerichtshofes haben laut Angaben aus Diplomatenkreisen mit klarer Mehrheit für eine Absetzung von Chefankläger Karim Khan gestimmt.
Dem Briten Khan wird sexuelles Fehlverhalten gegenüber einer Mitarbeiterin vorgeworfen. Der heute 56-jährige Khan hatte sein Amt wegen der Vorwürfe bereits vor gut einem Jahr vorerst niedergelegt. Er bestreitet die Anschuldigungen. Diese seien Teil einer Verschwörung gegen ihn als Vergeltung dafür, dass er gegen Vertreter der israelischen Regierung ermittelt habe, erklärte er. Die Mitarbeiterin wies diese Darstellung in einem Interview mit dem Sender CNN in der vergangenen Woche zurück.
19.28 Uhr: Trump warnt Russland und China vor Einmischung in Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat Russland und China davor gewarnt, den Iran im Krieg gegen die USA zu unterstützen. Er glaube nicht, dass Moskau und Peking das täten - "sollten sie es doch tun, wäre das sehr schlecht für sie - und das läge sicherlich nicht in ihrem Interesse", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm bei ihrem Treffen im Mai in Peking versichert, Teheran "unter keinen Umständen aufrüsten" zu wollen, führte Trump weiter aus. "Angesichts unserer guten Beziehung glaube ich ihm das."
Auch der russische Präsident Wladimir Putin habe ihm ein ähnliches Versprechen gegeben - trotz des Kriegs in der Ukraine. "Er versteht, dass ich keine Waffen an die Ukraine verkaufe, sondern an Nato-Staaten. Sie zahlen den vollen Preis, und ob diese Waffen weitergegeben werden - davon habe ich keine Ahnung", erklärte Trump.
17:09 Uhr: Netanjahu trifft Trump am Dienstag in Washington
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trifft am Dienstag US-Präsident Donald Trump. Er reise dazu bereits am Montag nach Washington, teilt sein Büro mit. Netanjahu werde zudem an der Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham teilnehmen.
15.22 Uhr: EU verhängt Sanktionen gegen iranische Richter
Die Europäische Union hat neue restriktive Maßnahmen gegen iranische Richter wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen verhängt. Auch eine führende Persönlichkeit einer Cybergruppe, die die Unterdrückung von Informationen durch das Regime ermöglicht habe, sei sanktioniert worden, teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. "Während Teheran sein Vorgehen gegen die innenpolitischen Unruhen verschärft, wird die EU weiterhin die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen", erklärt Kallas auf der Online-Plattform X. Wer von den Sanktionen betroffen ist, lässt sie offen.
11.54 Uhr: UNO fordert Evakuierung von 6000 Seeleuten auf Straße von Hormus
Die Vereinten Nationen haben die Evakuierung von etwa 6000 Seeleuten auf blockierten Schiffen an der Straße von Hormus gefordert. "Die Konfliktparteien sollten dringend darauf hinwirken, den sicheren Transit für die festgesetzten Seeleute zu ermöglichen", sagte eine Sprecherin von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk am Freitag in Genf. Die Seeleute sollten in Sicherheit von Bord gehen können. Zudem solle die Lieferung lebenswichtiger Güter durch die Meerenge sichergestellt werden, fügte die Sprecherin hinzu.
10.18 Uhr: AFP-Reporter - Explosionen nahe des Flughafens von Erbil im Irak
In der Nähe des Flughafens von Erbil in der autonomen Kurdenregion im Nordirak sind am Freitag mehrere Explosionen zu hören gewesen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah Rauch unweit des Flughafens aufsteigen, auf dem Soldaten der von den USA geführten Koalition stationiert sind. Zudem waren Drohnen über der Regionalhauptstadt zu sehen. Zuvor war die Luftabwehr aktiviert worden.
Im Audio: Mehrere Tote bei neuer Gewalt im Westjordanland
Im von Israel besetzten Westjordanland wurden am Samstag vier Palästinenser und zwei Israelis getötet.
09.35 Uhr: Fünf Tote bei Schießerei im Westjordanland
Im von Israel besetzten Westjordanland sind israelischen und palästinensischen Rettungskräften zufolge bei einer Schießerei fünf Menschen getötet worden. Das israelische Militär teilt mit, es sei nach Berichten über einen Angriff auf israelische Wanderer in das Gebiet südwestlich der palästinensischen Stadt Nablus entsandt worden. Ein Palästinenser habe eine Waffe von örtlichen Sicherheitskräften gestohlen und auf die Israelis geschossen. Dabei sei einer der Israelis getötet worden.
Von palästinensischen Behörden heißt es, Palästinenser aus der Stadt Tal im Westjordanland seien von israelischen Zivilisten angegriffen worden. Vier Palästinenser seien von israelischen Zivilisten und Soldaten erschossen worden. Vier weitere Menschen seien verletzt worden.
Nablus und das Gebiet um Tal wurden vorübergehend abgeriegelt. Es würden Straßensperren errichtet und die Angreifer verfolgt, teilt das Militär mit.
08.09 Uhr: Iranische Armee greift US-Ziele in Bahrain und Jordanien an
Nach den jüngsten US-Angriffen auf den Iran hat die Armee der Islamischen Republik nach eigenen Angaben Einrichtungen der US-Armee in Bahrain und Jordanien angegriffen. In Bahrain seien unter anderem Kraftstoffdepots, Materiallager und eine Kaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Issa mit Drohnen angegriffen worden, erklärte die Armee laut dem Staatsfernsehen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP in Bahrain hörte am Morgen eine Explosion. Zudem wurde Sirenenalarm ausgelöst. Ob beide Ereignisse in einem Zusammenhang standen, war vorerst unklar. In Jordanien griff die iranische Armee nach eigenen Angaben den Militärstützpunkt Al-Asrak mit Drohnen an. Dort seien Hangars und Kasernen ins Ziel genommen worden.
06.31 Uhr: Zwei Drittel der Menschen in Gaza droht bis Jahresende Hunger
Im Gazastreifen könnten bis zum Jahresende mehr als zwei Drittel der Bevölkerung von akutem Hunger bedroht sein. Das teilte die Initiative zur Klassifizierung der Ernährungssicherheit (IPC) mit. Demnach könnten über 1,4 Millionen Menschen in eine krisenhafte oder noch dramatischere Situation geraten, da Hilfsorganisationen ihre Lieferungen wegen fehlender Gelder einschränken müssten. Nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2025 hatte sich die Versorgungslage zunächst deutlich verbessert. Diese Fortschritte seien nun jedoch in Gefahr, hieß es in dem Bericht. Bereits zwischen Mitte April und Ende Juni seien gut 1,2 Millionen Menschen und damit etwa 59 Prozent der Einwohner von schwerem Nahrungsmangel betroffen gewesen.
05.44 Uhr: Iran warnt vor Beschlagnahmung von Geldern
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat vor einer möglichen Beschlagnahmung eingefrorener iranischer Vermögenswerte durch die USA gewarnt. Ein solcher Schritt wäre ein "brandgefährlicher" Präzedenzfall, schrieb Araghtschi am frühen Morgen in den sozialen Medien. Er reagierte damit auf eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, wonach Reparaturen an im Krieg beschädigten Schiffen künftig mit eingefrorenen iranischen Vermögenswerten gedeckt werden sollen. "Wer solche Gelder feiert oder davon profitiert, sollte bedenken: Sobald Regierungen die Beschlagnahmung von Vermögen normalisieren, ist niemandes Besitz mehr sicher", erklärte der Minister. Das daraus entstehende Chaos werde "weder schön noch friedlich" sein.
05.26 Uhr: Schiffsverkehr in Straße von Hormus auf Tiefstand
Der Tankerverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus ist am Donnerstag fast zum Erliegen gekommen. Dies geht aus Daten des Analysehauses Kpler hervor. Demnach hat lediglich ein einziger Tanker die Meerenge passiert, der niedrigste Stand seit dem 7. Mai. Bei dem Schiff habe es sich um einen nach China fahrenden, mit Rohöl beladenen Supertanker gehandelt. In die entgegengesetzte Richtung sei kein Schiff in die Meerenge eingefahren.
05.03 Uhr: US-Angriffe abgeschlossen
Die jüngsten Angriffe sind laut US-Militär kurz vor 5.00 Uhr (Ortszeit) abgeschlossen worden. Ziel der Angriffe sei gewesen, die Bedrohung für zivile Seeleute und Handelsschiffe durch den Iran zu verringern. Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas. Die Stadt ist ein wichtiger Umschlagplatz für militärische Lieferungen und Handelsgüter. Berichten zufolge wurden dort zwei Menschen verletzt. Auch auf der Insel Keschm wurden Explosionen gemeldet. Dort befinden sich unter anderem Lager für Marineausrüstung wie Drohnenboote. Bei einem US-Raketenangriff bei Ahwas am Fluss Karun sind nach Angaben iranischer Staatsmedien vier Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden.
24.07.2026: Explosion in Bandar Abbas
04.05 Uhr: US-Militär greift erneut Ziele im Iran an
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die 13. Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Die jüngsten Angriffe hätten mehr als zwei Stunden gedauert, teilt das US-Zentralkommando (CENTCOM) mit. Ziel der Angriffe seien iranische Militär-Kommandozentralen, Drohnenlager, Kommunikationsnetze, Standorte zur Küstenüberwachung und maritime Kapazitäten gewesen. Damit solle die Bedrohung durch den Iran für die zivile Schifffahrt und Handelsschiffe in der Straße von Hormus weiter verringert werden.
01.10 Uhr: Trump will Schäden an Schiffen mit iranischen Geldern begleichen
US-Präsident Donald Trump will iranische Gelder in den USA zur Begleichung "jeglicher Schäden" an Schiffen und Fracht heranziehen. Details waren zunächst nicht bekannt.
Freitag, 24. Juli 2026
21.40 Uhr: Merz verurteilt Huthi-Angriffe auf Schiffe im Roten Meer
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer aufs Schärfte verurteilt. «Sie müssen unverzüglich eingestellt werden. Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel», sagte Merz laut einer Mitteilung. "Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden die Freiheit der Schifffahrt und drohen die regionale Stabilität weiter zu untergraben." Die Bundesregierung stehe solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und ihren Partnern in der Region.
19.50 Uhr: Kuwait meldet neue Drohnenangriffe
Kuwait hat neue Luftangriffe auf sein Staatsgebiet gemeldet. Der Grenzposten al-Abdali an der Grenze zum Irak sei am Abend "erneut Ziel feindlicher Drohnenangriffe" geworden, erklärte die Armee des Golfstaats am Donnerstag in Onlinediensten. Die Angriffe verursachten demnach Sachschäden, Opfer gab es demnach aber keine. Zur Herkunft der Drohnen machte die kuwaitische Armee zunächst keine Angaben. Aus irakischen Sicherheitskreisen hieß es, dass an dem Angriff zwei Drohnen beteiligt gewesen seien.
19.40 Uhr: Gewalt im Westjordanland - Tote und Verletze
Nach zwei Messerattacken im Westjordanland sind nach israelischen Angaben drei palästinensische Angreifer getötet worden. In einem Fall habe ein israelischer Zivilist zwei Palästinenser getötet, die einen Israeli angegriffen hätten, erklärte die israelische Armee am Donnerstag.
Demnach war zunächst in der Nähe der Siedlung Itamar ein Feuer ausgebrochen. Während der Löscharbeiten hätten zwei Palästinenser auf einen israelischen Zivilisten eingestochen, erklärte die Armee. Ein anderer Israeli habe daraufhin die beiden Angreifer "neutralisiert". Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums handelte es sich um einen 16-Jährigen und einen 20-Jährigen.
19.30 Uhr: London verurteilt Angriffe auf saudiarabische Ölfrachter als "Völkerrechtsverletzung"
Großbritannien hat die Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer scharf verurteilt. "Diese unverantwortlichen Aktionen bringen Menschenleben in Gefahr, bergen das Risiko einer Umweltkatastrophe und gefährden die regionale Stabilität", erklärte das britische Außenministerium am Donnerstag im Onlinedienst X. Sie stellten zudem eine "schwerwiegende Verletzung des Völkerrechts" dar. Weiter hieß es, Großbritannien stehe an der Seite Saudi-Arabiens.
18.15 Uhr: Deutsche Schiffe aus der Golfregion verlegt
Die deutsche Marine zieht sich nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums angesichts der "volatilen politischen Lage" vorerst aus der Golfregion zurück. Die Bundesregierung habe beschlossen, das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" "in den kommenden Tagen in das östliche Mittelmeer zu verlegen", teilte das Ministerium in Berlin am Donnerstag mit. Die deutschen Marineschiffe befinden sich nach Angaben der Bundeswehr derzeit für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus im Hafen des afrikanischen Kleinstaats Dschibuti.
16.20 Uhr: Wadephul zurückhaltend zu US-Atomdeal mit Saudi-Arabien
Außenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zum Atomdeal zwischen den USA und Saudi-Arabien geäußert und die Einbeziehung der Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien gefordert. "Jedem Mitgliedstaat des Atomwaffensperrvertrages steht die friedliche Nutzung der Nuklearenergie frei", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem südafrikanischen Kollegen Ronald Lamola in Pretoria auf eine Frage zu dem möglichen Abkommen zwischen Washington und Riad.
15.30 Uhr: Trump droht Huthi und Iran mit "massiver militärischer Bestrafung"
US-Präsident Donald Trump hat der Huthi-Miliz im Jemen für den Fall weiterer Angriffe auf Schiffe mit einer "massiven militärischen Bestrafung" gedroht. Die USA würden in einem solchen Fall den Iran zur Rechenschaft ziehen, schrieb Trump am Donnerstag in den sozialen Medien. Die Huthi seien Handlanger beziehungsweise Stellvertreter des Irans. Eine militärische Bestrafung werde sich daher gegen den Iran und natürlich die Huthi richten.
15.20 Uhr: Trump knüpft Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Anerkennung Israels
US-Präsident Donald Trump hat das Atomabkommen mit Saudi-Arabien an die Anerkennung Israels durch den Golfstaat geknüpft. Die Vereinbarung zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms in dem Königreich hänge "vollständig davon ab, dass Saudi-Arabien den sehr angesehenen und erfolgreichen Abraham-Abkommen beitritt", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Abraham-Abkommen aus Trumps erster Amtszeit sehen die Anerkennung des Staates Israel vor. Zu den Unterzeichnern zählen seit 2020 die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain.
14.00 Uhr: Kallas fordert von Huthis Stopp der Drohungen gegen Schifffahrt
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die jemenitischen Huthi-Rebellen aufgefordert, ihre Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer zu beenden. Die von der mit dem Iran verbündeten Miliz angekündigte Seeblockade gegen Saudi-Arabien sei eine Gefahr für die regionale Stabilität und eine gefährliche Eskalation, teilt Kallas mit. Solche Angriffe seien inakzeptabel und verschärften die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten. Die Passage durch das Rote Meer wie auch die Straße von Hormus müssten ungehindert gewährleistet sein. Kallas betont, dass der EU-Marineeinsatz "Aspides" weiter bereit sei, die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer und den angrenzenden internationalen Gewässern zu schützen. Die Huthi-Rebellen hatten zuvor mitgeteilt, sie hätten zur Durchsetzung ihrer Blockade gegen Saudi-Arabien zwei saudiarabische Öltanker attackiert.
12.47 Uhr: US-Außenminister - Huthis sind mit Angriffen auf Tanker Iran "auf den Leim gegangen"
Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat sich nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio von Teheran zu ihren jüngsten Angriffen auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer verleiten lassen. "Ich glaube, dass die Huthis offen gesagt den Iranern in dieser Sache auf den Leim gegangen sind", sagte Rubio am Rande des Asean-Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila.
Bisher habe sich die Miliz im Iran-Krieg "weitestgehend klug" verhalten und habe sich aus dem Konflikt herausgehalten, sagte Rubio. "Nun sind sie offenbar dazu verleitet worden, sich einzumischen und Saudi-Arabien und seine Schiffe ins Visier zu nehmen", fügte er hinzu. Er hoffe nun, "dass sie deeskalieren werden".
12.38 Uhr: Rubio verteidigt Atomabkommen der USA mit Saudi-Arabien
US-Außenminister Marco Rubio hat Bedenken gegen ein neues Atomabkommen mit Saudi-Arabien zurückgewiesen. Die von US-Präsident Donald Trump genehmigte Vereinbarung, die dem Königreich den Aufbau eines zivilen Atomprogramms ermöglichen soll, werde strenge Sicherheitsvorkehrungen enthalten, sagte Rubio am Rande des Gipfeltreffens der Asean-Außenminister in Manila.
"Wenn sich Länder für ein friedliches ziviles Atomprogramm entscheiden, ist es uns lieber, sie tun das mit uns als mit einem anderen Land", sagte Rubio vor Journalisten. Dadurch könnten die USA Einfluss auf die Entwicklung des Programms nehmen. Jede Vereinbarung über zivile Kernenergie werde Sicherungsmechanismen enthalten, damit sie nicht in ein Waffenprogramm umgewandelt werden könnten. Ein wichtiger Schutz dabei sei, dass amerikanische Technologie und US-Unternehmen daran beteiligt seien.
12.24 Uhr: Jordanien meldet erneut iranischen Beschuss
Jordanien steht nach eigenen Angaben weiterhin unter iranischem Beschuss. Die jordanische Luftwaffe habe innerhalb von 24 Stunden erneut iranische Raketen und Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf die jordanischen Streitkräfte. Drei Raketen seien abgeschossen worden, eine vierte sei in einem abgelegenen, unbewohntem Gebiet niedergegangen.
Jordanien beheimatet US-Truppen und Flugzeuge der US-Luftwaffe und ist damit zum Ziel Irans bei Vergeltungsangriffen in der Region geworden.
12.05 Uhr: Kreml äußert sich nicht zu Berichten über Hilfe bei Angriff auf CIA
Der Kreml lehnt eine Stellungnahme zu einem Berichten ab, wonach US-Geheimdienstanalysten eine mögliche russische Unterstützung bei iranischen Drohnenangriffen auf CIA-Einrichtungen am Persischen Golf untersuchen. Vier Insidern zufolge haben Experten zwar noch keine endgültigen Schlüsse hinsichtlich einer russischen Verwicklung gezogen. Sie verwiesen jedoch auf die Effektivität und Präzision der Angriffe sowie eine allgemeine technische Unterstützung, die der Iran von Russland erhalte.
11.51 Uhr: Rubio - Iran bricht immer wieder getroffene Vereinbarungen
US-Außenminister Marco Rubio hat dem Iran vorgeworfen, Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten systematisch zu brechen. Die USA hätten sich an ihre Zusagen gehalten, während die Führung in Teheran Abkommen immer wieder verletze, sagt Rubio am Rande der Konferenz der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in der philippinischen Hauptstadt Manila. Teheran wolle zwar Gespräche führe, sei aber offenbar nicht wirklich an einer belastbaren Vereinbarung interessiert, so Rubio.
"Das Problem bei ihnen ist, dass man keine Vereinbarungen mit Leuten treffen kann, die sich nicht daran halten. Diese Leute schließen Abkommen, brechen sie dann aber fast umgehend wieder oder entscheiden: 'Ach, ändern wir das Abkommen doch einfach.' So funktionieren Abkommen nicht", sagte Rubio. Dafür bezahle Teheran nun den Preis. Möglicherweise ändere die iranische Führung in den kommenden Tagen ihre Haltung, wenn sie weiter schwere Verluste erleide, sagte Rubio.
09.12 Uhr: Ölpreise legen weiter zu - Höchster Stand seit Anfang Juni
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für die Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September stieg erstmals seit Anfang Juni über die Marke von 96 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Zuletzt kostete ein Barrel noch 95,78 Dollar und damit fast zwei Prozent mehr als am Vortag.
08.24 Uhr: London zieht Botschaftspersonal aus dem Iran vorübergehend ab
Diplomatisches Personal der britischen Botschaft in Teheran ist vorübergehend abgezogen worden. Hintergrund sind die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, darunter auch jüngste Angriffe auf die iranische Hauptstadt. Das Vereinigte Königreich begründete den Schritt mit der "Sicherheitslage". London hatte bereits in den Tagen vor Beginn der US-amerikanischen und israelischen Militäroperationen Ende Februar eine ähnliche Maßnahme ergriffen.
08.17 Uhr: Iran meldet Angriffe auf US-Stellungen in Jordanien und Kuwait
Der Iran hat nach eigenen Angaben erneut US-Stellungen in der Nahost-Region angegriffen. In Jordanien seien US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager die Ziele gewesen. In Kuwait seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifdschan sowie die Luftwaffenbasis Ali al-Salem ins Visiergenommen worden. Zu etwaigen Schäden oder Opfern lagen zunächst keine Angaben vor.
06.08 Uhr: Huthi-Rebellen greifen Saudische Öltanker an
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben zwei saudische Öltanker angegriffen. Die Schiffe mit den Namen ENCELA und LAYLIA hätten eine von der Gruppe verhängte Seeblockade verletzt, heißt es zur Begründung. Die Huthi hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt. Eine Stellungnahme von Saudi-Arabien lag zunächst nicht vor.
Im Audio: Huthi melden Angriff auf saudische Tanker
Huthi-Anhänger in Sanaa
05.10 Uhr: Neue US-Angriffe auf Ziele im Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht wieder militärische Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe hätten um 1.00 Uhr Ortszeit im Iran (23.30 Uhr MESZ) begonnen und seien fünf Stunden später (04.30 Uhr MESZ) abgeschlossen worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. Ziel sei gewesen, weitere iranische Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute zu verhindern. Es war die zwölfte Nacht in Folge.
00.05 Uhr: USA und Saudi-Arabien unterzeichnen neues Atomabkommen
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Die Energieminister beider Länder, Chris Wright und Abdulasis bin Salman, unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Abkommen, wie das US-Energieministerium mitteilte.
Donnerstag, 23. Juli 2026
23.25 Uhr: Israels Armee - Zwölf im Gazastreifen getötete Fußballer hatten Verbindung zur Hamas
Israel hat zwölf bei israelischen Angriffen im Gazastreifen getöteten palästinensischen Fußballspielern, Fußballtrainern und Schiedsrichtern vorgeworfen, für die radikalislamische Hamas und den Islamischen Dschihad tätig gewesen zu sein. Die israelische Armee veröffentlichte eine Liste mit den Namen der Männer und dazugehörige Fotos. Mindestens zwei von ihnen waren demnach am Überfall vom 7. Oktober 2023 auf Israel beteiligt. Der palästinensische Fußballverband wies die Anschuldigungen zurück.
23.23 Uhr: US-Repräsentantenhaus stimmt Milliardenpaket für Iran-Krieg zu
Das US-Repräsentantenhaus hat mit den Stimmen der Republikaner einen Haushaltsvorschlag über 95 Milliarden US-Dollar verabschiedet. Damit sollen der Iran-Krieg und weitere Prioritäten des Weißen Hauses gegen den Widerstand der Demokraten sowie einiger republikanischer Abweichler noch vor den Zwischenwahlen finanziert werden. Das Abstimmungsergebnis lautete 216 zu 214 Stimmen. Alle Demokraten stimmten dagegen.
23.09 Uhr: US-Regierung genehmigt Atom-Deal mit Saudi-Arabien
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Die Energieminister beider Länder, Chris Wright und Abdulasis bin Salman, unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Abkommen, wie das US-Energieministerium mitteilte.
21.58 Uhr: "Auge um Auge" - Iran droht USA
Die iranische Führung hat im Fall von US-Angriffen auf Irans Infrastruktur mit massiver Vergeltung gedroht. "Unsere Verteidigungsrichtlinie ist klar: Auge um Auge", erklärte Irans Außenminister Abbas Araghtschi am Abend im Onlinedienst X. Jeder Angriff auf den Iran, einschließlich seiner Infrastruktur, werde "eine kraftvolle und entschlossene Reaktion nach sich ziehen".
Der staatliche Rundfunk zitierte zudem die Armee der Islamischen Republik mit den Worten, dass die Drohungen der USA "keine andere Folge haben werden als die Ausweitung des Krieges".
20.53 Uhr: Trump: Neue Angriffe auf den Iran "zu Ehren" gefallener US-Militärs
US-Präsident Donald Trump hat vier im Iran-Krieg gefallene Militärangehörige geehrt. Er salutierte am Mittwoch, als vier mit der US-Flagge drapierte Transportbehälter mit den Leichnamen der Opfer auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Bundesstaat Delaware aus einem Flugzeug eskortiert wurden. Die USA griffen den Iran nun "zu Ehren" der gefallenen Militärangehörigen an, so Trump.
An der Zeremonie nahmen auch Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine teil. Für Trump war es die dritte Zeremonie dieser Art, seit er den Krieg gegen den Iran eröffnet hat.
20.35 Uhr: Iranischer Chefunterhändler droht mit Blockade von Ölexporten
Der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Kalibaf warnt davor, dass niemand in der Region Öl verkaufen könne, wenn dies dem Iran verwehrt bleibe. Wenn die Sicherheit Teherans nicht gewährleistet sei, sei keine Infrastruktur sicher, erklärt er auf der Kurznachrichtenplattform X. "Die Logik dieses Krieges ist klar: entweder alle oder keiner", schreibt Kalibaf weiter. Die Sicherheit der Straße von Hormus hänge vom Fernbleiben der US-Streitkräfte ab.
17.33 Uhr: Ölpreise steigen weiter
Sorgen vor weiteren Versorgungsunterbrechungen treiben die Ölpreise nach oben. Ein Fass der Nordseesorte Brent-Rohöl verteuert sich um rund zwei Prozent auf 92,85 Dollar. Der Preis für US-Rohöl WTI klettert um 1,9 Prozent auf 85,95 Dollar je Fass. Die Ölpreise nähern sich damit ihrem höchsten Stand seit sechs Wochen. US-Streitkräfte hatten in der elften Nacht in Folge iranische Militärziele angegriffen, während Öltanker im Roten Meer nach Warnungen vor Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz umkehrten.
15.25 Uhr: Trump will jedes angegriffene Schiff vergelten
US-Präsident Donald Trump bekräftigt seine Drohungen, als Vergeltungsmaßnahme iranische Infrastruktur zu bombardieren. Sollte der Iran ein Schiff in der Straße von Hormus angreifen, würden die USA "eine Brücke oder ein Kraftwerk bombardieren und zerstören", sagt Trump.
10.30 Uhr: Mann im Iran wegen Protesten im Januar hingerichtet
Im Iran ist erneut ein Mann hingerichtet worden, der wegen seiner Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Dezember und Januar verurteilt worden war. Mehdi Chanaki sei ein "aktives Mitglied einer terroristischen Vereinigung während der Proteste" gewesen, teilte die iranische Justiz am Mittwoch über ihre Nachrichtenplattform Misan mit.
Der Mann war demnach am 10. Februar im westlich von Teheran gelegenen Karadsch festgenommen worden, bei ihm sei ein großes Waffenarsenal entdeckt worden. Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen ist der Iran nach China das Land, in dem die Todesstrafe am häufigsten vollstreckt wird.
10.15 Uhr: Vermisste US-Soldatin nach Angriff in Jordanien wohl tot
Das US-Militär geht nach einem iranischen Angriff auf einen Stützpunkt in Jordanien vom Tod einer vermissten Soldatin aus. Bei der Soldatin handelt es sich demnach um eine 28-Jährige aus dem Bundesstaat New York. Sie wäre das dritte Todesopfer unter den US-Truppen durch den Angriff vom Freitag. Damit stiege die Zahl der seit Beginn des Krieges getöteten US-Militärangehörigen auf 18. Das Pentagon hatte zuvor bereits den Tod eines 25-jährigen Soldaten aus dem Bundesstaat Hawaii und einer 19-jährigen Soldatin aus Texas bestätigt.
06.31 Uhr: Israel wirft Unesco politische Einseitigkeit bei Welterbe vor
Israel wirft der Unesco vor, seinen Kampf gegen terroristische Strukturen im Nahen Osten zu untergraben. Die Weltkulturorganisation dürfe sich bei der Vergabe von Welterbestätten nicht von Organisationen wie der Hisbollah oder der Palästinensischen Autonomiebehörde instrumentalisieren lassen, mahnt Israels Außenministerium in einer Mitteilung.
So werde die Kreuzfahrerfestung Beaufort im Südlibanon nach Angaben Israels von der Hisbollah als militärischer Stützpunkt genutzt. Von dort würden auch Raketen abgeschossen. Ähnlich gestalte sich die Situation um das historische palästinensische Dorf Sebastia, "die historische und biblische Hauptstadt des antiken Königreichs Israel", so das Außenministerium. Über beide Stätten wird in den nächsten Tagen im Eilverfahren entschieden.
6.10 Uhr: Trump genehmigt Atomabkommen mit Saudi-Arabien
US-Präsident Donald Trump hat nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein Atomabkommen mit Saudi-Arabien genehmigt. Die Vereinbarung könnte dem Königreich möglicherweise die Fähigkeit zur Urananreicherung für ein ziviles Atomprogramm ermöglichen.
Die Vereinbarung soll den Informationen zufolge eine Laufzeit von 30 Jahren haben und die Beteiligung US-amerikanischer Unternehmen am Aufbau des Programms vorsehen. Nach einer gemeinsamen Untersuchung beider Länder könnte damit der Bau einer Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien ermöglicht werden.
04.46 Uhr: Mamdani – New York kann Netanjahu nicht festnehmen
Entgegen voriger Drohungen des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani muss der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer Reise in die Metropole vorerst wohl keine Festnahme erwarten. Eine rechtliche Prüfung habe ergeben, dass die Stadt keine Möglichkeit habe, den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Netanjahu vollstrecken zu lassen, sagte Mamdani in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video: "Meine Verwaltung hat alle nach geltendem Recht verfügbaren Möglichkeiten geprüft." Netanjahu sei dennoch "in New York City nicht willkommen". Im Wahlkampf hatte der Demokrat angekündigt, Netanjahu im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister festnehmen zu lassen. Gegen Netanjahu liegt seit November 2024 ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor.
03.55 Uhr: Flugabwehr aktiviert – Erstmals wieder Explosionen in Teheran
Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert worden. Dort waren in der Nacht Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Parallel zu den Explosionen in Teheran informierte das US-Militär über eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele im Iran. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben.
Mittwoch, 22. Juli 2026
23.50 Uhr: US-Generalstabschef Caine räumt Grenzen von Luftangriffen ein
Der US-Generalstabschef Dan Caine hat angesichts der Debatte über die aktuellen Angriffe auf den Iran vor einer Überschätzung der Luftwaffe gewarnt. Ein militärischer Erfolg lasse sich nicht allein aus der Luft erzielen. "Wenn man die gesamte Geschichte betrachtet, dann hat Luftmacht ihre Grenzen, und dessen müssen wir uns immer bewusst sein", sagte Caine. "Ich denke, die besondere Stärke Amerikas liegt darin, dass wir das gesamte Spektrum diplomatischer, informationeller und wirtschaftlicher Mittel mit militärischer Macht verbinden. Und in all diesen Bereichen wird derzeit intensiv gearbeitet."
23.19 Uhr: Hegseth: Iran-Krieg kostet USA bisher 37,5 Milliarden Dollar
Der Krieg gegen den Iran kostet die USA nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth inzwischen 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Das sagte Hegseth bei einer Anhörung im US-Senat auf Nachfrage des demokratischen Senators Dick Durbin. Die bisherige Schätzung hatte bei 29 Milliarden Dollar gelegen.
Hegseth machte zugleich deutlich, dass es sich nicht ausschließlich um bereits angefallene Kosten handelt. Die Summe umfasse neben den bisherigen Ausgaben auch erwartete Kosten bis zum Ende des laufenden Haushaltsjahres am 30. September.
Satellitenaufnahme des Gebiets nahe der iranischen Atomeinrichtung, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist (Satellite image ©2026 Vantor via AP)
23.05 Uhr: Iran droht USA bei Angriff auf Atomanlagen mit Vergeltung
Das oberste Militärkommando des Iran droht mit Angriffen auf Ziele der USA und ihrer Verbündeten, sollte Washington iranische Atomanlagen attackieren. Dies berichten staatliche Medien. Die Erklärung des zentralen Hauptquartiers Chatam al-Anbija folgt auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die USA "sehr bald" die Region um "Pickaxe Mountain" angreifen würden. Gemeint ist das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang.
22.47 Uhr: Trump sagt libanesischem Präsidenten Unterstützung bei Friedensbemühungen mit Israel zu
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch seines libanesischen Amtskollegen Joseph Aoun im Weißen Haus dem Libanon Unterstützung bei seinen Bemühungen um einen Frieden mit Israel zugesagt. Der Libanon sei "sehr schlecht behandelt" und seit Jahrzehnten "hart getroffen" worden, sagte Trump an der Seite von Aoun im Oval Office. Der Libanon sei "wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht ein gefährlicher Ort", sagte Trump weiter. "Aber sie lieben ihr Land und wir werden ihm helfen. Wir werden ihm sehr helfen", betonte er. Aoun forderte seinerseits, dass die libanesischen Streitkräfte (LAF) unterstützt werden müssen. "Ohne die LAF wird alles zusammenbrechen", sagte er. Die Armee sei das "Rückgrat der Sicherheit und Stabilität" des Landes. Sein "oberstes Ziel sei es, den Zustand der Feindschaft zwischen dem Libanon und Israel ein für alle Mal zu beenden", erklärte er.
22.38: Trump kündigt Wiederaufnahme von Direktflügen in den Libanon an
US-Präsident Donald Trump will amerikanischen Fluggesellschaften erstmals seit mehr als 40 Jahren wieder Direktflüge in den Libanon erlauben. Er habe seine Regierung angewiesen, entsprechende Verbindungen zuzulassen, teilte Trump nach einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus mit. Amerikaner sollten das Land künftig wieder leichter besuchen können, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Welche Fluggesellschaften Verbindungen aufnehmen könnten und wann die ersten Flüge starten sollen, blieb zunächst offen. Direktflüge zwischen den USA und dem Libanon waren 1985 unter Präsident Ronald Reagan ausgesetzt worden. Vorausgegangen war die Entführung eines Passagierflugzeugs durch Terroristen mit Verbindungen zur Hisbollah.
22.01 Uhr: USA – Krieg im Iran hat bislang 37,5 Mrd Dollar gekostet
Der Krieg der USA im Iran hat nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bislang 37,5 Milliarden Dollar gekostet. Dies sei ein Anstieg um fast acht Milliarden seit der letzten offiziellen Schätzung, sagt Hegseth vor dem Haushaltsausschuss des Senats. Die Summe umfasst auch die voraussichtlichen Kosten bis zum 30. September. Es ist das erste Mal, dass sich Hegseth und US-Generalstabschef Dan Caine öffentlich den Fragen von Parlamentariern stellen, seit das US-Militär Anfang des Monats seine Einsätze gegen den Iran wieder aufgenommen hat.
21.35 Uhr: Trump wälzt Verantwortung für Tod von US-Soldaten in Jordanien ab
US-Präsident Donald Trump hat nach dem Tod von US-Militärangehörigen bei iranischen Angriffen in Jordanien eine Verantwortung Washingtons zurückgewiesen. Bei den Angriffen in Jordanien sei etwas durchgerutscht, erklärte er. Wäre jemand anderes für die Abwehr zuständig gewesen, legte der Republikaner nahe, "wäre es nicht passiert". Die USA hätten fast alles abgefangen. Wenn man jedoch andere die eigene Arbeit erledigen lasse, gehe das "manchmal nicht so gut aus". Wer aus seiner Sicht für den Schutz von US-Truppen in Jordanien zuständig ist, führte Trump nicht aus.
19.50 Uhr: Trump sagt Libanon Unterstützung zu
US-Präsident Donald Trump hat dem Libanon bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun weitreichende Unterstützung zugesagt. Konkrete Hilfen nannte Trump allerdings nicht. Der Libanon sei über lange Zeit schlecht behandelt worden und müsse künftig den Respekt erhalten, den er verdiene, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus. "Wir werden ihm sehr helfen", erklärte er zum Abschluss von Aouns viertägigem Besuch in Washington.
19.35 Uhr: Trump – Derzeit kein Interesse an Gesprächen mit Teheran
US-Präsident Donald Trump hat möglichen Verhandlungen mit dem Iran über ein Ende des Krieges vorerst eine Absage erteilt. Teheran wolle zwar dringend Gespräche führen, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus. Solange die iranische Führung jedoch nicht zu ernsthaften Verhandlungen bereit sei, hätten die USA kein Interesse an einem Treffen.
18.56 Uhr: Trump kündigt schwere Angriffe nahe iranischer Atomanlage an
US-Präsident Donald Trump hat erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist. "Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht", sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.
18.35 Uhr: Trump droht mit Reaktion auf Huthi-Blockade im Roten Meer
US-Präsident Donald Trump hat die jemenitische Huthi-Miliz davor gewarnt, saudiarabische Häfen zu blockieren. "Falls so etwas passiert, werden wir uns darum kümmern", sagte Trump während eines Treffens mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. "Wir sind schon früher gegen die Huthis vorgegangen, und wir haben seitdem nichts mehr von ihnen gehört."
17.59 Uhr: Trump – Kein Treffen ohne ernsthaftes Interesse des Irans
Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump grundsätzlich zu Gesprächen mit Vertretern des Irans bereit. Voraussetzung sei jedoch, dass Teheran ernsthaft an substanziellen Verhandlungen interessiert sei, sagte Trump bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. "Sie wollen sich unbedingt treffen", sagte Trump über die iranische Führung. "Solange sie aber nicht bereit sind, sich auf ernsthafte Weise zu treffen, haben wir keinerlei Interesse daran."
17.25 Uhr: Huthi-Miliz – Sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe in der Region im Rahmen ihrer verkündeten "Blockade" zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
15.50 Uhr: Aufflammender Iran-Krieg setzt Ölversorgung unter Druck
Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck. "Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die Straße von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten", sagte IEA-Direktor Fatih Birol. "Bedrohungen für die Meerenge von Bab al-Mandab, die als Umgehungsroute für die Straße von Hormus zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, verschärfen diese Sorgen noch weiter."
Die verfügbaren kommerziellen Lagerbestände schrumpften weiter und die Raffinerietätigkeit sowie das Produktangebot hätten nicht im gleichen Maße zugenommen wie die Rohöllieferungen, erklärte der IEA-Chef. Das bedeute, dass die Märkte für raffinierte Ölprodukte, darunter Diesel und Benzin, deutlich angespannter seien als die für Rohöl.
15.30 Uhr: Öltanker mit saudiarabischem Rohöl drehen im Roten Meer ab
Zwei mit saudiarabischem Rohöl für China und Indien beladene Tanker haben im Roten Meer umgedreht und Kurs auf den Suezkanal genommen. Das geht aus Schifffahrtsdaten des Anbieters LSEG hervor. Vorausgegangen war eine Warnung der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen.
Die Huthis hatten am Montag eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet. Dies könnte eine neue Front im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eröffnen und die Gefahr für die weltweite Energieversorgung sowie für den Seehandel über die Golf-Region hinaus erhöhen.
14.45 Uhr: Familie bei israelischem Luftangriff in Gaza getötet
in israelischer Luftangriff hat im Gazastreifen nach Klinikangaben eine sechsköpfige Familie das Leben gekostet. Bei dem Angriff auf die Stadt Gaza seien ein Ehepaar und die vier gemeinsamen Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren getötet worden, teilte das Schifa-Krankenhaus am Dienstag mit. Das israelische Militär teilte mit, dass es zu diesem Zeitpunkt einen Angriff auf Hamas-Kämpfer in der Gegend durchgeführt habe.
14.00 Uhr: Iranische Angriffe treffen Kraftwerke und Entsalzungsanlagen in Kuwait
Mehrere Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen in Kuwait sind nach Regierungsangaben erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Durch die Attacken am Montagabend seien in mehreren Einrichtungen Brände ausgebrochen, erklärte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien am Mittag.
Der entstandene Schaden werde derzeit erfasst, während Arbeiten zur Reparatur und Wiederherstellung der betroffenen Anlagen vorbereitet würden. Mehrere Einheiten seien vorsorglich vom Netz genommen worden, um die Anlagen zu schützen und die Stabilität der Strom- und Wasserversorgung zu sichern.
13.40: Iranischer Minister trifft Vermittler in Pakistan
Inmitten gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran trifft sich der iranische Innenminister Eskandar Momeni laut pakistanischen Sicherheitskreisen mit führenden Vermittlern in Islamabad. Nach einem Termin mit Pakistans Armeechef Asim Munir sei Momeni derzeit im Gespräch mit Premierminister Shehbaz Sharif, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit der Angelegenheit vertrauten Quellen in der pakistanischen Hauptstadt.
Über Gesprächsinhalte wurde zunächst nichts bekannt. Bereits zuvor hatten die Kreise jedoch davon gesprochen, Pakistan werde darauf hinwirken, dass für eine neuerliche Verhandlungslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran diesmal eine Öffnung der für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormus von den mächtigen iranischen Revolutionsgarden verkündet werden müsse.
13.15 Uhr: Huthis warnen Reedereien vor Nutzung saudiarabischer Häfen
Die Huthi-Rebellen im Jemen warnen Reedereien davor, saudiarabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit dem Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe "an jedem Ort" von den Huthis angegriffen würden.
Die Huthis haben eine Seeblockade gegen das Nachbarland Saudi-Arabien verhängt. Sie können von dem unter ihrer Kontrolle stehenden Gebiet im Jemen aus die Meerenge Bab al-Mandab zum Roten Meer kontrollieren.
12.45 Uhr: Israel tötet laut UN weiter Zivilisten in Gaza
Im Gazastreifen sind seit Ausrufung des Waffenstillstands im Oktober laut UN-Angaben mehr als 1.100 Palästinenser vom israelischen Militär getötet worden. Noch immer sei für die Menschen in der Enklave kein Ort sicher, erklärte das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen in Genf. Die Einrichtung warf Israel zudem vor, die sogenannte "Gelbe Linie", die das israelisch kontrollierte Gebiet markiert, beständig zum Meer hin vorzuschieben.
Offenbar schieße das Militär regelmäßig auf Palästinenser, nur weil sie sich in der Nähe der Demarkationslinie aufhielten, so das UN-Büro. Das stelle einen Verstoß gegen die internationalen Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht dar. Allein in der Woche vom 13. bis 20. Juli seien in dokumentierten Fällen mindestens 57 Palästinenser getötet worden, 34 von ihnen weit entfernt von der "Gelben Linie".
10.05 Uhr: Jordanisches Militär fängt fünf iranische Drohnen ab
Das jordanische Militär hat nach eigenen Angaben fünf Drohnen aus dem Iran abgefangen. Die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete unter Berufung auf eine Mitteilung der Streitkräfte, bei der Abwehr der Drohnen habe es keine Opfer gegeben, und es seien keine Schäden am Boden entstanden.
In Jordanien sind US-Soldaten und -Flugzeuge stationiert. Das Land war bereits wiederholt Ziel iranischer Angriffe, nachdem das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran im Streit um die Kontrolle über die Straße von Hormus gescheitert war.
09.20 Uhr: Libanesische Armee rückt in erste Pilotzone ein
Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden.
In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.
Im Süden des Libanon beginnt die Umsetzung des Rahmenabkommens, zwischen Israel, dem Libanon und den USA.
07.51 Uhr: Satellitenbilder: Israel errichtet Erdwall im Gazastreifen
Das israelische Militär errichtet Satellitenbildern zufolge im Gazastreifen einen kilometerlangen Erdwall. Die Barriere trennt den von Israel kontrollierten Teil des Küstengebiets vom Rest des Landstrichs. Die Nachrichtenagentur AP legte die Bilder den israelischen Streitkräften vor, die den Bau einer physischen Barriere bestätigten.
Die Bilder zeigen, dass in den vergangenen Monaten ein mehr als 23 Kilometer langer Erdwall errichtet wurde, der durch vom Militär zerstörte palästinensische Ortschaften verläuft. Das entspricht mehr als der Hälfte der Länge des Küstenstreifens, der etwa 40 Kilometer lang und 11 Kilometer breit ist und in dem mehr als zwei Millionen Palästinenser leben.
Der Wall verläuft im Bereich der sogenannten gelben Linie, der Grenze, bis zu der sich die israelischen Truppen im Rahmen der Waffenruhevereinbarung vom Oktober zurückgezogen hatten. Diese vorübergehende Teilung des Gebiets ist in dem Abkommen bis zu einem umfassenderen Rückzug Israels vorgesehen.
05.53 Uhr: Vermittler wollen neue Waffenruhe im Iran-Krieg
Während die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal "Axios" aus Quellen. Auch das "Wall Street Journal" berichtet über den Vorschlag.
05.45 Uhr: USA erklärt zehnte Angriffsnacht für beendet
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngste Serie von Luftangriffen gegen den Iran beendet. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) teilte mit, die Angriffe hätten sich gegen "iranische militärische Kommandozentralen, maritime Fähigkeiten, Raketen- und Drohnenabschussanlagen sowie Luftabwehrsysteme" gerichtet. Es war die zehnte Nacht in Folge mit US-Luftangriffen gegen den Iran.
03.45 Uhr: Angriffe auf Iran dauern fünf Stunden
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen den Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden.
03.41 Uhr: Erneut Tanker vor omanischer Küste angegriffen
Das britische Militär meldet einen weiteren Angriff auf einen Tanker in der Straße von Hormus vor der omanischen Küste. Die britische Seehandelsaufsicht (UKMTO) teilte mit, das Schiff habe per Funk gemeldet, von einem unbekannten Geschoss getroffen worden zu sein. Bereits zuvor waren innerhalb von 24 Stunden zwei weitere Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge angegriffen worden.
Dienstag, 21. Juli 2026
23.43 Uhr: Israel – Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon gestartet
Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit US- und libanesischen Streitkräften ein Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon. Dies sei ein Schritt zur Wiederherstellung der staatlichen Autorität des Libanon in dem Gebiet, erklärt ein US-Regierungsvertreter. Die Einrichtung der Zonen ist Teil eines von den USA vermittelten Abkommens, das die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah, den Abzug der israelischen Truppen und die Stationierung libanesischer Soldaten vorsieht.
23.23 Uhr: Von Riad geführte Koalition will Handelsschiffe schützen
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kündigt eine entschlossene Reaktion auf die Drohungen der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen Handelsschiffe an. Dies sei eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und stelle einen Akt der Piraterie dar, teilt das Bündnis mit. Es seien bereits Schutzmaßnahmen für Schiffe eingeleitet worden, die die Meerenge Bab al-Mandab passieren.
21.10 Uhr: Trump droht dem Iran nach Tod von US-Soldaten mit Vergeltung
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran nach dem Tod weiterer US-Militärangehöriger mit massiver Vergeltung. "Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er vielfach dafür bezahlen", erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Daniel Caine entsprechend angewiesen. Zuletzt kamen bei einem iranischen Angriff in Jordanien zwei Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben. Damit steigt die Zahl der Gefallenen auf amerikanischer Seite in dem seit Februar andauernden Krieg auf 17. Zudem wurden bislang rund 430 US-Soldaten verletzt.
20.27 Uhr: Trump weist Festnahme-Drohung des New Yorker Bürgermeisters gegen Netanjahu zurück
US-Präsident Donald Trump hat einen Vorstoß von New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani zurückgewiesen, den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu in den USA festnehmen zu lassen. Netanjahu werde "während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten von Amerika auf keinen Fall festgenommen" werden, erklärte Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Er kämpft gegen die Islamische Republik Iran", fügte Trump mit Blick auf den Iran-Krieg hinzu. Mamdani hatte am Samstag gesagt, er wolle Möglichkeiten zur Festnahme Netanjahus bei der UN-Generaldebatte im September in New York prüfen. Er sei der Meinung, dass Netanjahu "nach Den Haag gehört", sagte der New Yorker Bürgermeister der "New York Times".
19.50 Uhr: Insider – Schiffsversicherungen im Roten Meer nach Huthi-Blockade teurer
Die Versicherungskosten für Frachtschiffe im Roten Meer steigen nach der Ankündigung einer Seeblockade Saudi-Arabiens durch die jemenitischen Huthi-Rebellen. Die Prämien für Kriegsrisiken klettern von rund 0,3 auf etwa 0,75 Prozent des Schiffswertes, wie Insider aus der Versicherungsbranche sagten. Dies bedeute für eine siebentägige Reise zusätzliche Kosten von Hunderttausenden Dollar. Die britische Seesicherheitsfirma Ambrey stuft Schiffe mit Bezug zu Saudi-Arabien sowie Häfen des Landes am Roten Meer als stark gefährdet ein.
19.17 Uhr: Steinmeier und Stubb fordern Helsinki-Prozess für Nahen Osten
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Finnlands Präsident Alexander Stubb fordern einen breit angelegten Dialog mit allen wichtigen Akteuren, um die verhärteten Fronten im Nahen und Mittleren Osten aufzubrechen. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schlagen sie einen Prozess für kooperative Sicherheit nach dem Vorbild des Helsinki-Prozesses in den 1970er Jahren vor, der bis heute als Meilenstein der europäischen Entspannungspolitik gilt.
17.16 Uhr: USA - Libanesische Armee übernimmt Kontrolle in drei "Pilotzonen" von Israel
Die libanesische Armee hat nach US-Angaben damit begonnen, die Kontrolle über drei Dörfer im Süden des Landes vom israelischen Militär zu übernehmen. Der Schritt sei "direktes Ergebnis" der Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigot. Demnach handelte es sich um die Ortschaften Froun, Srifa und Sautar al-Gharbiya. Ein libanesischer Militärvertreter erklärte, die Armee werde ihre Patrouillen in den Gebieten verstärken.
15.20 Uhr: Huthi verhängen Seeblockade gegen Saudi-Arabien
Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen verhängen nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Diese gelte ab sofort, teilte der Militärsprecher der Huthi am Montag im Fernsehen mit. Die Blockade "gegen den kriminellen saudiarabischen Feind" basiere auf dem Prinzip "Auge um Auge" und trete mit sofortiger Wirkung in Kraft. Sie sei eine Reaktion auf die seit fast zwölf Jahren andauernde "ungerechte und unterdrückende Belagerung unseres geliebten Volkes durch Saudi-Arabien". Dabei würden die Ressourcen im Jemen geplündert sowie die Häfen und Flughäfen blockiert.
14.37 Uhr: Terrororganisation Hamas wählt neuen Anführer
Die Hamas hat Chalil al-Hajja zu ihrem neuen obersten Anführer gewählt. Das teilte die Terrororganisation mit, die im Gazastreifen seit der bislang letzten Wahl 2006 herrscht und deren Führung sich zum Teil auch im Exil aufhält. Al-Hajja folgt Jahja Sinwar nach, der 2024 von israelischen Truppen getötet wurde. Seit dem Tod von Sinwar und Ismail Hanijeh, der bei einem israelischen Angriff im Juli 2024 im Iran ums Leben kam, wurde al-Hajja zu einer immer wichtigeren Figur in der Hamas. Er gehört zu den Führungspersönlichkeiten, die Israel 2025 bei einem Anschlag in Doha ins Visier genommen hatte.
12.44 Uhr: Bundesregierung plant trotz hoher Tankstellenpreise keine neuen Entlastungen
Die Bundesregierung plant trotz der im Zuge des Iran-Krieges wieder deutlich gestiegenen Tankstellenpreise keine neuen Entlastungsmaßnahmen. Es werde vermutlich weiterhin Schwankungen bei den Benzinpreisen geben, abhängig von den Kämpfen vor Ort, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Diese Situation werde wohl noch eine Weile so anhalten, womit man leben müsse: "Momentan sind keine neuen Entlastungsmaßnahmen geplant." Die Bundesregierung hatte Ende Juni den Tankrabatt, der zwei Monate galt, auslaufen lassen.
Kornelius ergänzte, die bisherigen Maßnahmen hätten zur Beruhigung beigetragen und auch für mehr Berechenbarkeit gesorgt. "Die Bundesregierung wird die Lage genau beobachten." Sie sei am Golf aber weiter angespannt. Die Bundesregierung fordere ein Ende der Kampfhandlungen und eine Öffnung der Straße von Hormus. Über die Meerenge zwischen dem Iran und Oman laufen viele Öl- und Gastransporte.
10.50 Uhr: Kämpfe mit Iran treiben US-Benzinpreis in die Höhe
Wegen der wieder aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten steigen die Benzinpreise in den USA erneut über die Marke von vier Dollar je Gallone, die für viele US-Haushalte eine finanzielle Belastung darstellt. Wie aus Daten des Automobilclubs AAA weiter hervorgeht, liegt der landesweite Durchschnittspreis an der Zapfsäule demnach bei 4,0030 Dollar - dies entspricht rund 1,06 Dollar (etwa 0,93 Euro) pro Liter. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die Preise an den US-Tankstellen um mehr als 30 Prozent gestiegen.
10.15 Uhr: Tote bei Auseinandersetzung im Westjordanland
Bei Zusammenstößen mit israelischen Einsatzkräften im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge in der Nacht zwei Palästinenser getötet worden. Zuvor waren nach Darstellung beider Seiten israelische Siedler in ein palästinensisches Dorf gedrungen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, Siedler hätten den Ort in der Nähe von Ramallah angegriffen und dabei drei Palästinenser schwer verletzt.
Palästinensischen Augenzeugen zufolge sollen sich Anwohner Siedlern entgegengestellt haben. Zwei von ihnen seien durch Schüsse von israelischen Einsatzkräften getöteten worden. Laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium in Ramallah handelt es sich bei den Toten um zwei Männer im Alter von 53 und 26 Jahren. Israels Armee teilte mit, Palästinenser hätten Steine und Betonklötze auf Soldaten und Polizisten geworfen, dabei seien zwei Einsatzkräfte verletzt worden. Die Einsatzkräfte hätten mit Schüssen reagiert.
09.00 Uhr: Staatsmedien berichten von Totem nach US-Angriffen im Iran
Bei nächtlichen US-Angriffen auf den Iran ist nach Angaben von Staatsmedien ein Mensch getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien bei den Attacken im Nordwesten des Landes zudem verletzt worden, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Montag einen örtlichen Behördenvertreter.
Irna meldete zudem, dass die Stadt Buschehr an mehreren Stellen von US-Angriffen getroffen worden seien. Die staatliche Nachrichtenagentur berief sich dabei auf den örtlichen Gouverneur. In Buschehr befindet sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Iran.
08.10 Uhr: USA und Iran kündigen weitere Angriffe an
US-Außenminister Marco Rubio hat weitere Maßnahmen gegen den Iran angekündigt, da Teheran unvermindert die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus angreife. "Solange der Iran darauf besteht, eine internationale Wasserstraße zu kontrollieren, werden wir darauf reagieren müssen." Die USA blieben jedoch stets offen für eine diplomatische Lösung. "Wir sind stets offen für Diplomatie", sagte Rubio - sofern Teheran bereit sei, eine getroffene Vereinbarung einzuhalten. Man werde es "auch weiterhin versuchen. Sollte sich diese Tür öffnen, würden wir das begrüßen", sagte Rubio.
Der Iran erhielt eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. Die iranischen Revolutionsgarden teilten ihrerseits mit, die Meerenge werde unsicher bleiben, solange die "Aggression" der USA in der Region andauere.
05.15 Uhr: Kuwait und Bahrain erneut unter Beschuss
Als Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durch. So meldete der Golfstaat Kuwait in der Nacht erneuten Beschuss. Die Luftverteidigung wehre "feindliche Drohnen" aus dem Iran ab, teilte die Armee des Landes mit. Details gab es zunächst nicht. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wieder die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab. Auch Jordanien aktivierte die Luftabwehr. Israel warnte zudem erstmals seit Wochen, dass Raketen, die in Richtung des benachbarten Jordanien abgefeuert würden, auf israelisches Gebiet übergreifen könnten.
05.10 Uhr: US-Militär beendet neunte Angriffswelle auf Iran
Das US-Militär meldet den Abschluss von Angriffen auf Ziele im Iran in der neunten Nacht in Folge. Wie das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom auf der Plattform X mitteilt, richteten sich die Schläge unter anderem gegen militärische Kommandozentralen, Einrichtungen der Küstenüberwachung und die Luftverteidigung. Zudem seien Marineeinrichtungen, Startplätze für Raketen und Drohnen sowie Kommunikationsnetzwerke getroffen worden.
05.05 Uhr: Laut Iran zwei Öltanker in Straße von Hormus gesprengt
Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilten die Garden mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für "einen einzigen Tropfen Öl und Gas" sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine "Strafaktion" einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machten die Garden keine Angaben.
Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) hatte zuvor erklärt, in der Straße von Hormus brenne ein Schiff. Die Brandursache sei vorerst unklar.
Montag, 20. Juli 2026
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