Vertriebene palästinensische Kinder tragen im zentralen Gazastreifen Essensrationen (Archivbild, 14.08.2026)
Vertriebene palästinensische Kinder tragen im zentralen Gazastreifen Essensrationen (Archivbild, 14.08.2026)
Bild
Vertriebene palästinensische Kinder tragen im zentralen Gazastreifen Essensrationen (Archivbild, 14.08.2026)
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Abdel Kareem Hana
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Abdel Kareem Hana
Audiobeitrag

Vertriebene palästinensische Kinder tragen im zentralen Gazastreifen Essensrationen (Archivbild, 14.08.2026)

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Ereignisse im USA-Israel-Iran-Krieg aus KW 33 im Rückblick

Ereignisse im USA-Israel-Iran-Krieg aus KW 33 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum USA-Israel-Iran-Krieg vom 10. bis 16. August im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

21.47 Uhr: US-Gesandte beraten über Gaza-Friedensplan

Top US-Gesandte wollen am Montag mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zusammentreffen, um über den Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump zu beraten.

Netanjahu hatte Trumps jüngsten Entwurf für eine Friedenslösung am 9. August als unannehmbar bezeichnet. Einem hochrangigen israelischen Regierungsvertreter zufolge ist Israel insbesondere besorgt über die Forderung Washingtons, gezielte Tötungen von Hamas-Mitgliedern einzustellen. Trumps Plan sieht ein sofortiges Ende der Militäreinsätze im Gazastreifen vor. Zudem soll sich die Hamas entwaffnen, während sich die israelischen Truppen zurückziehen und das Gebiet unter einer neuen zivilen palästinensischen Verwaltung wiederaufgebaut werden soll. Fünf arabische Länder sowie die Türkei, Pakistan und Indonesien verurteilten am Sonntag Israels Ablehnung des Plans.

18.46 Uhr: Ultrarechter Minister Ben-Gvir fordert gezielte Tötungen in Gaza

Der ultrarechte israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir steht nach Aussagen über die gezielte Tötung von Menschen im Gazastreifen in der Kritik. In einem Podcast der früheren Geisel Rom Braslavski kritisierte Ben-Gvir den Rückgang israelischer Angriffe in dem palästinensischen Gebiet. Die jüngsten Aussagen tauchten am Sonntag auf und wurden von palästinensischen Medien verbreitet.

17.45 Uhr: Hamas-Kreise - Kushner trifft Führung der Hamas in Ägypten

Der US-Sondergesandte Jared Kushner will bei einem Besuch in Ägypten nach Angaben aus Hamas-Kreisen mit führenden Vertretern der radikalislamischen Palästinenserorganisation zusammentreffen. Vermittler hätten die Hamas darüber informiert, dass die Zusammenkunft "in Anwesenheit von ägyptischen und katarischen Vertretern stattfinden" werde, bevor Kushner nach Israel weiterreise, sagte ein Hamas-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Eine zweite Quelle bestätigte die Angaben. In Ägypten beraten Diplomaten seit Wochen über die Zukunft des Gazastreifens.

Kushner, der auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump ist, traf am Sonntag den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi zu Beratungen über den US-Plan für das Palästinensergebiet. Beide Politiker hätten dabei "die Notwendigkeit betont, dass alle Parteien ihren Verpflichtungen aus dem Waffenruhe-Abkommen nachkommen", sagte al-Sisis Sprecher im Anschluss.

17.43 Uhr: Saudiar-arabische Behörden warnen vor "Gefahr" an Grenze zum Jemen

Nach wiederholten Angriffen der jemenitischen Huthi-Milizen auf den Süden Saudi-Arabiens haben die saudiarabischen Behörden vor "möglicher Gefahr" in der Grenz-Provinz Jasan gewarnt. Es liege eine Warnung des nationalen Frühwarnsystems für Jasan vor, erklärte die Zivilschutzbehörde am Sonntag. Die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen hatten in den vergangenen Wochen mehrfach Energie- und Ölinfrastruktur in Jasan angegriffen. 

16.37 Uhr: Iranisches Parlament billigt Entwurf für Kontaktverbote zu Medien

Das iranische Parlament hat am Sonntag den Entwurf für ein Gesetz gebilligt, das Kontakte zu ausländischen Medien und Institutionen drastisch einschränken und unter Strafe stellen soll. Dem Entwurf zufolge sollen Interviews mit als feindlich eingestuften Medien verboten werden. Dazu gehören US-amerikanische oder israelische Medien sowie von diesen Ländern finanzierte Sender. Bei Verstößen drohen Haftstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren, wie die iranische Zeitung "Schargh" berichtete.

Gespräche mit anderen ausländischen Medien sollen dem Geheimdienstministerium gemeldet werden. Kontakte zu ausländischen Botschaften oder Organisationen ohne vorherige Genehmigung des Außenministeriums sollen zudem mit Geldstrafen und dem Entzug bestimmter sozialer Rechte geahndet werden. Das Gesetz sieht zudem Haftstrafen von bis zu 30 Jahren vor, wenn politische Initiativen im Auftrag ausländischer Geheimdienste die Sicherheit des Irans gefährden. Diese Fälle sollen vor Revolutionsgerichten verhandelt werden.

14.47 Uhr: Jemen meldet 181 Angriffe in 24 Stunden

Soldaten der jemenitischen Regierung haben nach eigenen Angaben übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden 181 Angriffe gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz durchgeführt – mit Artillerie, Raketenwerfern und Drohnen. Ziele waren Militärstützpunkte, Waffendepots und Fahrzeuge in verschiedenen Landesteilen, wie ein Armeesprecher sagte. Dutzende Kämpfer der Miliz seien getötet oder verletzt worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Von den Huthi gab es dazu zunächst keine Reaktion.

Der Armeesprecher nannte die Attacken eine Antwort auf Huthi-Angriffe auf zivile Ziele im Jemen, darunter Firmen und Hafenanlagen.

13.07 Uhr: Papst - Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland muss aufhören

Papst Leo XIV. hat ein Ende der Gewalt gegen die palästinensische Bevölkerung im Westjordanland gefordert. Nach seinem Mittagsgebet in Castel Gandolfo sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken: "Ich erneuere meinen Appell, dass die wiederholten Gewalttaten gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Westjordanland ein Ende nehmen."

Er forderte die internationale Gemeinschaft zudem dringend auf, die Zweistaatenlösung für einen "gerechten und dauerhaften Frieden" voranzubringen. Mit der Zweistaatenlösung ist gemeint, dass Israel und ein unabhängiger Palästinenserstaat friedlich nebeneinander bestehen würden.

12.16 Uhr: Iran setzt laut Bericht Kopfgeld auf US-Soldaten aus

Die iranische Armee setzt nach einem Bericht des Nachrichtenportals Avash ein Kopfgeld von umgerechnet 25.000 Euro für jeden getöteten oder gefangen genommenen US-Soldaten aus. Demnach verdoppelt sich die Summe, wenn Frauen amerikanische Soldaten festnehmen oder töten. Das Kopfgeld sei vom Oberbefehlshaber der regulären iranischen Armee, Amir Hatami, ausgelobt worden.

Hintergrund sind die anhaltenden militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Gegen ein Rahmenabkommen vom 17. Juni, das ein dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten vorsah, haben beide Seiten in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen.

09.05 Uhr: Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der libanesischen Hisbollah-Miliz gezielt getötet. Der Befehlshaber sei am Samstag bei einem Angriff in Deir al-Sahrani im Südlibanon getroffen worden. Aus dem Ort waren nach offiziellen libanesischen Angaben vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden. Von der Hisbollah gab es zunächst keine offizielle Mitteilung zur Tötung des Kommandeurs.

Nach Darstellung der israelischen Armee handelte es sich bei dem Angriff um eine "Reaktion auf Einsätze der Hisbollah gegen israelische Soldaten in der Sicherheitszone". Bei dem Angriff einer mit Sprengstoff beladenen Drohne seien am Ali-al-Taher-Pass drei israelische Soldaten schwer verletzt worden.

Der getötete Kommandeur sei in der Vergangenheit an mehreren Angriffen auf israelische Soldaten beteiligt gewesen, darunter mit Sprengstoffdrohnen, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

08.43 Uhr: Mann im Iran wegen Beteiligung an Protesten im Januar hingerichtet

Im Iran ist erneut ein Mann hingerichtet worden, der wegen seiner Beteiligung an den regierungskritischen Protesten im Winter verurteilt worden waren. Er war für schuldig befunden worden, am 8. Januar in Karadsch, westlich von Teheran, mehrere Polizisten mit seinem Auto überfahren und dabei sieben von ihnen verletzt zu haben, wie die iranische Justiz am Sonntag über ihre Nachrichtenplattform Misan mitteilte.

Der Mann wurde Misan zufolge zum Tode verurteilt, "weil er eine operative Aktion zur Unterstützung des zionistischen Regimes und der USA ausgeführt hatte". Der Mann sei am Sonntagmorgen hingerichtet worden.

Ende Dezember hatten sich Proteste wegen der schlechten Wirtschaftslage im Iran rasch zu großen Demonstrationen gegen die politische Führung ausgeweitet. Am 8. und 9. Januar erreichten die Proteste ihren Höhepunkt.

Sonntag, 16.08.2026

21.12 Uhr: Katar - Halten keine iranischen Piloten fest

Katar weist Vorwürfe zurück, iranische Piloten festzuhalten. Diese hätten Anfang des Jahres den katarischen Luftraum verletzt und auf Kontaktversuche nicht reagiert, erklärt das katarische Außenministerium auf X. Such- und Rettungsteams hätten später die sterblichen Überreste eines der Piloten gefunden. Der Iran sei zur Koordination der Übergabe kontaktiert worden.

18.13 Uhr: Mindestens elf Tote bei Israels Angriffen auf Südlibanon

Im Süden des Libanons sind bei israelischen Luftangriffen dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Allein sieben Menschen seien ums Leben gekommen, als Kampfflugzeuge das Dorf Ansar bombardierten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Unter den Toten seien drei Kinder und zwei Frauen. Zwei weitere Menschen starben demnach bei einem Angriff auf das Dorf Deir el-Zahrani. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten in der Nacht zum Samstag in einer von ihnen als Sicherheitszone bezeichneten Region im Südlibanon Infrastruktur der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz attackiert.

Das israelische Militär sprach von einer Reaktion auf Aktionen gegen seine Soldaten. "Die Märtyrer des israelischen Angriffs auf das Dorf Ansar sind keine 'militärische Infrastruktur', und die dabei getöteten Frauen und Kinder sind keine militärischen Ziele", erklärte der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam auf der Online-Plattform X.vEs ist einer der Angriffe mit den meisten Todesopfern, seit der Libanon vor einigen Wochen einem von den USA vermittelten Rahmenabkommen für einen Frieden mit Israel zugestimmt hat.

17.39 Uhr: Betrieb in jemenitischem Hafen eingestellt

Der Handels- und Schiffsverkehr im Hafen der jemenitischen Stadt Mokka ist eingestellt worden. Die sei nötig geworden, nachdem der Hafen in den vergangenen Tagen bei Angriffen der Huthis von mehr als 25 Raketen getroffen worden sei, teilte der Hafendirektor mit. Bei den Angriffen seien sieben Menschen ums Leben gekommen und Schäden in Höhe von schätzungsweise 16 Millionen US-Dollar entstanden, sagt er auf einer Pressekonferenz.

16.25 Uhr: Iran kämpft gegen Ölverschmutzung im Küstengebiet

Nach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Straße von Hormus kämpft der Iran nach eigenen Angaben gegen eine massive Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Gheschm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung "Etemad".

Bereits am Freitag hatte die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass 3,2 Hektar eigene Küste sowie neun Hektar der Küstengewässer betroffen seien. Es seien unter anderem Mangrovenwäldern betroffen. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei bereits eingedämmt.

In dem Irna-Bericht hieß es, auch Brutgebiete für Meeresschildkröten seien betroffen. Man gehe davon aus, dass die Ölverschmutzung vom Meer aus an die Küste getrieben worden sei. Die genaue Ursache sei bisher nicht ausgemacht, hieß es bei "Etemad".

Ölteppich entlang der Südküste der iranischen Insel Gheschm (Aufnahme vom 13.8.2026)
Bildrechte: picture alliance / Middle East Images | Sanaz
Audiobeitrag

Ölteppich entlang der Südküste der iranischen Insel Gheschm (Aufnahme vom 13.8.2026)

14.41 Uhr: Iran bittet Rotes Kreuz um Hilfe bei Freilassung von drei Piloten

Der Iran hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz um Hilfe bei der Freilassung von drei Piloten gebeten, die nach seinen Angaben in Katar festgehalten werden. Dies geht aus einem Schreiben des iranischen Generalstabs hervor, das die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars veröffentlicht.

Dem Schreiben zufolge wurden die Piloten gefangen genommen, nachdem ihre Flugzeuge bei einem Einsatz im März getroffen worden seien. Teheran beschreibt das Ziel als "feindliche Militärbasis" in Katar. Eine Bestätigung der katarischen Behörden liegt zunächst nicht vor.

13.21 Uhr: Libanon - Neun Tote bei israelischen Angriffen

Israelische Luftangriffe im Südlibanon haben mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Unter den Toten seien drei Kinder und zwei Frauen, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Ein Angriff am Morgen habe ein Haus am Rande des Dorfes Ansar getroffen und sieben Menschen getötet. Bei einem weiteren Angriff auf das Dorf Deir al-Sahrani seien zwei Menschen getötet und neun verletzt worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete, Sanitäter suchten in Ansar noch in den Trümmern. Weitere Angriffe hätten den strategisch wichtigen Ali-Taher-Berg bei Nabatije getroffen.

Das israelische Militär erklärte, es habe nach einer Aktion gegen seine Soldaten Anlagen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in Ansar und auf dem Ali Taher angegriffen. Israel werde nicht zulassen, dass die Hisbollah israelische Zivilisten oder Soldaten verletze und auch weiterhin "Gefahren beseitigen".

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam sagte dagegen, in Ansar gebe es keine militärische Infrastruktur. Israels Angriffe untergrüben die Versuche, die Lage im Südlibanon zu stabilisieren.

08.50 Uhr: Frachter in Straße von Hormus beschossen

In der Straße von Hormus ist ein Frachter von einem Projektil unbekannter Herkunft getroffen worden. Das Geschoss habe bei dem Vorfall am Freitag den Schiffsrumpf getroffen, teilt die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Die Besatzung sei in Sicherheit. Eine Schadensbewertung liege ebenso wenig vor wie Informationen über mögliche Auswirkungen auf die Umwelt. In der Vergangenheit kam es in der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge im Persischen Golf immer wieder zu Zwischenfällen, für die oft der Iran verantwortlich gemacht wurde.

03.02 Uhr: Erneut Schiff der Emirate in Straße von Hormus angegriffen

Erneut ist ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormus angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf.

02.29 Uhr: Iran - Keine Entscheidung über neue Verhandlungen mit den USA

Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die vor rund zwei Monaten getroffene Absichtserklärung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die verlängert werden müsse.

Araghtschi erklärte, die Vermittler Pakistan und Katar stünden weiter mit dem Iran in Kontakt. Die zuvor bestehenden Kanäle seien allerdings nicht mehr da, ein neuer Kanal müsste eingerichtet werden.

Samstag, 15. August 2026

23.58 Uhr: Iran - Straße von Hormus bleibt unter unserer Kontrolle

Der Iran lässt sich nach den Worten von Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi nicht von Drohungen oder Machtdemonstrationen der USA einschüchtern. Die strategisch wichtige Straße von Hormus werde nur unter der Kontrolle des Iran gesperrt oder freigegeben, teilte Gharibabadi auf dem Kurznachrichtenplattform X mit. Er reagierte damit auf US-Präsident Donald Trump, der angekündigt hatte, die Meerenge zu US-Territorium zu erklären. Es war zunächst unklar, wie ernst Trump diese Ankündigung meinte.

22.22 Uhr: Trump will Straße von Hormus "bald" zu US-Territorium erklären

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben "bald" zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. Auf einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York sagte er: "Nachdem wir den Iran besiegt haben, der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet, werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären". Trump hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die USA die Straße von Hormus kontrollieren. Der Iran seinerseits gibt an, einen Großteil der Wasserstraße unter seine Kontrolle gebracht zu haben.

21.44 Uhr: Jemen - Huthi-Angriff auf Mokka tötete vier Zivilisten

Bei einem Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer sind laut der international anerkannten Regierung vier Zivilisten getötet worden. Die Miliz hat demnach sechs ballistische Raketen abgefeuert. Dagegen erklärte die Nachrichtenagentur Saba, die von den Huthis kontrolliert wird, diese hätten militärische Ziele beschossen. Es handle sich um Truppen, die von Saudi-Arabien unterstützt werden.

21.14 Uhr: Jemen - Regierungstruppen melden Schlag gegen Huthis

Regierungstruppen im Jemen haben nach eigenem Bekunden einen Angriff der Huthi-Miliz im Südwesten des Landes vereitelt. Bei den Gefechten seien Dutzende Huthi-Kämpfer getötet oder verletzt worden, teilten die Streitkräfte mit, die mit der international anerkannten Regierung verbündet sind. Den Angaben zufolge wollten die vom Iran unterstützten Huthi militärische Verstärkung in der Provinz Tais mit Drohnen, Sprengstoff und Artillerie angreifen. Die Regierungstruppen hätten die Pläne jedoch durchkreuzt.

20.43 Uhr: Huthis melden Angriffe auf Saudi-Arabien

Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben den staatlichen saudischen Ölkonzern Aramco mit Drohnen angegriffen. Der Angriff ereignete sich demnach in der Stadt Nadschran in der Nähe der Grenze zum Jemen. Von Aramco oder Saudi-Arabien lagen zunächst keine Stellungnahmen vor.

20.19 Uhr: Huthis sollen Hafen von Mokka im Roten Meer angegriffen haben

Der jemenitische regierungsnahe Fernsehsender Saba TV berichtete von erneuten Angriffen der Huthi auf den Hafen von Mokka. Dabei beruft er sich auf eine Quelle beim Militär. Mokka liegt nahe der Meerenge Bab al-Mandab. Die bildet für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer und gilt daher als strategisch wichtig.

18.34 Uhr: WHO beklagt Angriffe auf Kliniken

Die Weltgesundheitsorganisation hat beklagt, dass weltweit immer öfter Kliniken und medizinisches Personal angegriffen wird. Im Gazastreifen seien sämtliche 26 Krankenhäuser beschädigt worden, nur in etwa der Hälfte davon seien überhaupt notdürftig Maßnahmen zur Erstversorgung möglich. Obwohl Angriffe auf medizinische Einrichtungen nach internationalem Recht verboten seien, sei bislang noch kein einziger Verantwortlicher jemals vor Gericht gestellt worden, so WHO-Experte Altaf Mousami. Seine Organisation dokumentiere sorgfältig alle Angriffe auf Krankenhäuser und Notfallaufnahmen und veröffentliche sie regelmäßig, um der Weltöffentlichkeit dieses Unrecht zu zeigen.

Archivbild: Ahli Arab Krankenhaus im Gazastreifen
Bildrechte: picture alliance/dpa | Mohammad Abu Elsebah
Audiobeitrag

Im Gazastreifen wurden nach Angaben der WHO sämtliche Krankenhäuser angegriffen.

14.53 Uhr Militär greift Stellungen der Huthi im Jemen an

Es ist die schwerste Eskalation seit Jahren zwischen der proiranischen Miliz und der von Saudi-Arabien gestützten Regierung. Bei einem Angriff auf Stellungen der Huthi sollen nach Angaben eines jemenitischen Regierungsvertreter mehrere Kämpfer der Miliz getötet oder verletzt worden sein. Eine konkrete Zahl nannte der Vertreter nicht. Die Huthi-Miliz äußerte sich zunächst nicht. 

10.46 Uhr: Iranischer Außenminister bescheinigt USA "schlechtes Kalkül"

Die iranische Führung betont, die Straße von Hormus sei weiterhin vollständig unter iranischer Kontrolle. Die US-Regierung habe mit dem Beginn des Krieges gegen den Iran "schlecht kalkuliert", erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi im Onlinedienst X. Nun komme "ein noch schwerwiegenderes schlechtes Kalkül im Zusammenhang mit der Straße von Hormus" hinzu.

06.40 Uhr: VAE werfen Iran Angriff auf Schiffe vor

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) werfen dem Iran einen Angriff auf zwei Schiffe der Abu Dhabi National Oil Company in der Straße von Hormus vor. Bei dem Zwischenfall gab es nach Angaben des Unternehmens keine Verletzten. Zuvor hatten sowohl die USA als auch der Iran die Kontrolle über die wichtige Wasserstraße für sich beansprucht.

06.23 Uhr: Medienbericht - Kushner plant Reise nach Israel und Ägypten

Der US-Gesandte und Schwiegersohn von Präsident Trump, Jared Kushner, plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise nach Israel. Dort wolle er über die Lage im Gazastreifen beraten, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Zudem werde Kushner in Kairo mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei zusammentreffen, heißt es in dem Bericht.

06.16 Uhr: Bessent - USA wollen Iran wirtschaftlich isolieren

Die USA werden US-Finanzminister Scott Bessent zufolge beispiellose Maßnahmen gegen den Iran ergreifen. "Wir werden Maßnahmen anwenden, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolierung eines Landes noch nie dagewesen sind", sagte Bessent in der TV-Sendung "Rob Schmitt Tonight" des US-Senders Newsmax. Für die kommende Woche kündigt er weitere Erklärungen an. "Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolierung sein [...] und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder herausgelangt", sagte der Minister.

03.04 Uhr: Vance - Niedriger Ölpreis derzeit wichtigstes Ziel im Iran-Krieg

US-Vizepräsident JD Vance bezeichnet einen niedrigen Ölpreis nun als wichtigstes Ziel im Krieg gegen den Iran. "Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt", sagte Vance dem Sender Fox News. "Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten." Das zweitwichtigste Ziel sei es, dass der Iran nie in den Besitz von Atomwaffen gelange, sagte Vance weiter. Er sei überzeugt, "dass wir dabei sind, beide Ziele zu erreichen". 

Freitag, 14. August 2026

22.45 Uhr: Insider - US-Flugzeugträger in Nahost wird ausgetauscht

Der US-Flugzeugträger "George Washington" ist einem Insider zufolge auf dem Weg in den Nahen Osten. Dort soll er den Flugzeugträger "Abraham Lincoln" abzulösen. Die Verlegung sei bereits länger geplant gewesen, sagt ein namentlich nicht genannter US-Regierungsvertreter. Die "Abraham Lincoln" befindet sich seit November 2025 auf See und unterstützt von dort aus den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bestritt Medienberichte über schlechte Zustände und sinkende Moral der Besatzung an Bord des Schiffes. Es handele sich um eine verzerrte Darstellung.

19.40 Uhr: Reedereien tasten sich wieder ins Rote Meer vor

Die Reedereien Maersk aus Dänemark und Hapag-Lloyd aus Hamburg, die auf einigen Routen unter anderem in Nahost zusammenarbeiten, wagen sich mit ihren Schiffen langsam wieder ins Rote Meer und den Suezkanal vor. Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben sagte auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Halbjahreszahlen, "Die Lage im Roten Meer ist viel besser, als noch vor einem oder eineinhalb Jahren". Es sei "schon lange her, dass es einen Zwischenfall mit einem Containerschiff gab", so Habben.

Die radikalislamische Huthi-Miliz hatte Mitte November 2023 vom Jemen aus begonnen, insbesondere im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab, Handelsschiffe anzugreifen. Nach Angaben der Vereinten Nationen attackierten sie mindestens 130 internationale Schiffe. Die Folge: Reedereien mussten einen langen Umweg fahren und über das Kap der Guten Hoffnung ausweichen. Auf der Weltrangliste der Reedereien folgt Maersk auf MSC, Hapag-Lloyd ist die Nummer fünf.

19.28 Uhr: Großreederei steigert Gewinn trotz Nahostkrieg

Die zweitgrößte Reederei der Welt, Maersk, hat im zweiten Quartal 30 Prozent mehr Gewinn vor Steuern (Ebitda) als im Vergleichszeitraum letztes Jahr. Die dänische Firma führt das auf höhere Frachtpreise und gestiegene Nachfrage zurück. Der positive Effekt glich bei Maersk die Mehrkosten durch Störungen der Schifffahrt im Nahen Osten mehr als aus.

19.06 Uhr: Israelische Soldaten sollen Palästinenser in Westjordanland-Dorf schützen

Nach der tagelangen Belagerung palästinensischer Wohnhäuser durch jüdische Siedler im Dorf Kusra im besetzten Westjordanland und mahnenden Worten des US-Botschafters in Israel, Huckabee, haben nun israelische Soldaten Stellungen in mehreren palästinensischen Wohnhäusern des Dorfes bezogen, so Einwohner und der Bürgermeister des Ortes, Abed al-Athem Wadi. Nach Angaben des Militärs sollen die Soldaten dafür sorgen, dass die Bewohner in ihren Häusern bleiben sollten.

Seit dem Wochenende sperrten jüdische Siedler die Zufahrtsstraße zu drei Häusern und unterbrachen die Strom- und Wasserversorgung. Nach Angaben der Vereinten Nationen befanden sich darin rund 15 Palästinenser, darunter zwei Kinder, ohne Wasser und Strom. Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, verurteilte das Vorgehen der Siedler scharf. Er sprach von "israelischen Terroristen" und nannte das Verhalten der Verantwortlichen kriminell. Eines der Häuser gehört einem Mann, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt. 

17.36 Uhr: Iran fordert nach Ölverschmutzung in Straße von Hormus Entschädigung

Nach einer Ölverschmutzung in der Straße von Hormus hat der Iran Entschädigungszahlungen gefordert. Der Ölteppich habe die in der Meerenge gelegene iranische Insel Keschm erreicht, erklärte Außenamtssprecher Esmail Baghaei am Donnerstag. "Erste Hinweise deuten auf einen ausländischen Schüttgutfrachter als Quelle hin", fügte er hinzu.

Die auf Schiffsbewegungen spezialisierte Plattform TankerTrackers erklärte, das Öl stamme offenbar von dem Frachter "Minoan Pioneer", der am 3. August in omanischen Gewässern angegriffen worden sei. Nach Einschätzung der Plattform handelte es sich um einen iranischen Angriff. Das ausgetretene Öl sei anschließend über die Meerenge in Richtung Iran getrieben.

Nach Angaben der britischen Seefahrtbehörde UKMTO war die "Minoan Pioneer" Anfang August rund 37 Kilometer vor der omanischen Stadt Chasab von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Dabei war im Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen, ein Besatzungsmitglied wurde vermisst. Wer für den Beschuss verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

17.23 Uhr: Huthi-Rebellen melden Angriff auf Aramco-Raffinerie in Saudi-Arabien

Die jemenitischen Huthi-Rebellen greifen einer Meldung ihrer Nachrichtenagentur Saba zufolge eine Raffinerie des Ölkonzerns Aramco im saudi-arabischen Dschasan mit zwei Drohnen an. Aus Kreisen der vom Iran unterstützten Gruppe verlautet, die Attacke sei eine Reaktion auf saudi-arabische Verletzungen des jemenitischen Luftraums und der Souveränität in den Provinzen Saada und Hadscha. Eine Stellungnahme aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.

16.12 Uhr: Israel meldet erneut gezielten Angriff auf Hamas-Kommandeur

Die israelische Armee hat erneut ein Hamas-Mitglied im Gazastreifen gezielt getötet. Es habe sich dabei um einen Kompaniekommandeur des militärischen Flügels der Terrororganisation gehandelt, teilte Israels Militär am Nachmittag mit. Der Getötete habe Angriffe gegen israelische Soldaten vorbereitet.

Israelische Medien meldeten, es sei seit einer Einstellung gezielter Tötungen auf Anweisung der politischen Führung Anfang August der zweite israelische Angriff dieser Art innerhalb von zwei Tagen im Gazastreifen gewesen.

Aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß es, ein Palästinenser sei in der Stadt Chan Junis im Süden des Gazastreifens getötet worden. Augenzeugen bestätigten, dass es sich bei ihm um einen Kommandeur der Hamas gehandelt habe.

11.05 Uhr: US-Botschafter in Israel wirft israelischen Siedlern "Terrortat" vor

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, hat eine Belagerung von Palästinensern im Westjordanland durch israelische Siedler als "Terrortat" verurteilt. "Die Handlungen derjenigen, die diese schreckliche Terrortat verübt haben, um diese Familie einzuschüchtern und zu drangsalieren, sind widerlich", erklärte Huckabee, ein vehementer Befürworter israelischer Siedlungen im Westjordanland, am Donnerstag im Onlinedienst X. "Es gibt keine Entschuldigung für ein derartiges Rowdytum", fügte er hinzu.

Huckabee bezog sich auf eine Gruppe israelischer Siedler in der Nähe der palästinensischen Stadt Nablus, die seit Sonntag palästinensische Häuser blockieren, darunter eines im Besitz eines US-Bürgers. Bewohner berichten, sie seien von Lebensmitteln und anderen Versorgungsgütern abgeschnitten.

10.33 Uhr: Senatoren fordern Aufklärung zu Lage auf US-Kriegsschiff

Alarmierende Berichte über die Zustände auf dem im Nahen Osten eingesetzten US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ sorgen im US-Senat für Aufregung. Senator Richard Blumenthal aus Connecticut fordert von der Regierung von Präsident Donald Trump Aufklärung über die Versorgung der Besatzung. Die "Abraham Lincoln" ist seit fast sieben Monaten ohne Hafenaufenthalt – so lange wie noch nie. Berichtet wird unter anderem von Versorgungsengpässen, Problemen mit den Sanitäranlagen und einer zunehmenden psychischen Belastung der Soldatinnen und Soldaten. Auch Sicherheitsbedenken auf den Außendecks sowie monatelang verspätete oder verlorene Versorgungspakete werden genannt.

06.40 Uhr: Geplante Gebühr für Straße von Hormus - Iran verweist auf Umweltschäden

Der Iran verweist bei seinem Plan, für die Durchfahrt der Straße von Hormus künftig eine Gebühr zu kassieren, auf die von passierenden Schiffen verursachten Umweltschäden. Die massive und über Jahrzehnte entstandene Verschmutzung des Persischen Golfs und des Golfs von Oman hätten im Iran Schäden in Höhe von Billionen Dollar verursacht, so der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X. 

Die Parteien, die vom Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus profitierten, hätten eine rechtliche und moralische Verpflichtung, zur Behebung der Umweltschäden beizutragen, schrieb er. Die Verbesserung der Umweltbedingungen müsse wesentlich für jede künftige Verwaltung der wichtigen Wasserstraße sein. Welche Umweltschutzmaßnahmen ihm vorschwebten, erläuterte der Sprecher allerdings nicht. Baghai wies als Beispiel auf eine jüngste Ölverschmutzung entlang der Küste der in der Meerenge liegenden iranischen Insel Qeschm hin. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge sei ein ausländischer Frachter dafür verantwortlich.

06.20 Uhr: Iran - "Straße von Hormus bleibt blockiert"

Der Iran hat Äußerungen von Präsident Donald Trump widersprochen, wonach die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus hätten. Die wiederholten Behauptungen und Posts von US-Amtsträgern zur Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus änderten nichts an der Realität, erklärte Irans neue Behörde für die Meerenge (PGSA) auf der Plattform X. "Die Straße von Hormus bleibt blockiert und wird erst wieder geöffnet, wenn die Bedingungen des Irans akzeptiert werden."

Donnerstag, 13. August 2026

18.29 Uhr: Trump reklamiert erneut vollständige Kontrolle der Straße von Hormus für USA

Die USA kontrollieren nach den Worten von US-Präsident Donald Trump die Straße von Hormus und werden dies auch in Zukunft weiterhin tun. "Die USA haben die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus. Ich glaube, wir werden sie behalten", schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. "Unsere Seeblockade wird von allen als 'Mauer aus Stahl' bezeichnet, und der Iran kann nichts dagegen tun", so der US-Präsident.

18.09 Uhr: Libanon beklagt Zerstörung von Schule durch Israel

Israelische Soldaten sollen im Libanon ein vierstöckiges Schulgebäude gesprengt haben. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Mittwoch, Soldaten hätten im Ort Sautar al-Scharkija im Süden des Landes neben dem Schulgebäude zudem eine Einrichtung der Gemeinde und einen Kindergarten zerstört. Der Gemeinderat sprach dem Bericht zufolge von einem "abscheulichen Verbrechen". Eine Stellungnahme des israelischen Militärs lag zunächst nicht vor.

Israelische Soldaten haben Sautar al-Scharkija besetzt. Es grenzt an eine neu geschaffene sogenannte Pilotzone, aus der sich das israelische Militär schrittweise zurückziehen und die Kontrolle an die libanesische Armee übergeben soll. Im Gegenzug für derartige Rückzugsbewegungen will Beirut die Schiitenmiliz Hisbollah entwaffnen.

17.18 Uhr: Ölteppich erreicht Oman

Öl des vor der Küste des Oman auf Grund gelaufenen Tankers "Caroline Bezengi" hat das Festland erreicht. Das teilte die Weltschifffahrtsorganisation IMO mit. Der Tanker gilt als Teil von Russlands sogenannter Schattenflotte. Die EU sanktioniert ihn. Laut IMO befanden sich darin 130.000 Tonnen Öl. Das Geodaten-Unternehmens Synmax geht davon aus, dass es der Tanker mit großer Wahrscheinlichkeit im russischen Hafen Noworossijsk Öl geladen hatte. Anfang Juni erlitt aber wohl einen Zwischenfall auf See. Seit dann teilte er keine Standortdaten mehr mit. Berichten zufolge war sein Ziel Indien. Der Monsun mache den Zugriff auf den havarierten Tanker schwierig. Die Umweltorganisation Greenpeace warnt weiter vor einer Umweltkatastrophe. Sie schätzt auf Grundlage von Satellitenbildern, dass sich das Öl gestern (Dienstag) auf 1.000 Quadratkilometer Meeresoberfläche ausgebreitet hat - von 600 Quadratkilometern vergangenen Donnerstag. Das Öl gefährdet unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger wie den seltenen Arabischen Buckelwal.

14.34 Uhr: Widersprüchliche Angaben zu Verlängerung der Waffenruhe

Die Deutsche Presseagentur berichtet, laut pakistanischen Sicherheitskreisen solle die im Zuge des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni vereinbarte Waffenruhe verlängert werden. Die Verlängerung könne weitere 60 oder sogar 90 Tage umfassen. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt. Demnach sei aber nich entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Dagegen meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen hochrangigen iranischen Insider, es gebe keine Gespräche über eine Verlängerung. Schließlich sei die im Juni vereinbarte befristete Waffenruhe durch Verschulden der USA gar nicht in Kraft getreten. Die USA hätten das Übergangsabkommen 48 Stunden nach seinem Abschluss verletzt und sich wenige Tage später daraus zurückgezogen, so der iranische Gewährsmann.

09.20 Uhr: Huthi-Angriff auf pakistanisches Schiff im Roten Meer - Pakistan meldet drei Tote

Bei einem Angriff der pro-iranischen Huthi-Miliz aus dem Jemen auf ein pakistanisches Schiff im Roten Meer sind nach Angaben der Regierung in Islamabad drei Menschen getötet worden. "Drei pakistanische Staatsangehörige haben ihr Leben verloren, eine weitere Person wurde bei dem Vorfall verletzt", teilte der pakistanische Außenminister Ishaq Dar am Mittwoch im Onlinedienst X mit.

Im Audio: Die Rolle der israelischen Streitkräfte im Westjordanland

Archivbild: jüdische Siedler marschieren in palästinensisches Dorf im Westjordanland, während israelischer Soldat daneben steht.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Majdi Mohammed
Audiobeitrag

Archivbild: jüdische Siedler marschieren in palästinensisches Dorf im Westjordanland, während israelischer Soldat daneben steht.

05.42 Uhr: Trump - Haben Straße von Hormus vollständig unter Kontrolle

Trotz der faktischen Blockade der Straße von Hormus durch den Iran verkehrt noch immer wenig Handelsschifffahrt durch diese Meerenge. Die US-Regierung beharrt jedoch darauf, die volle Kontrolle zu besitzen: "Sie gehört uns", erklärte Präsident Trump vor Reportern. Die britische Sicherheitsbehörde UKMTO berichtete am Abend auf X von fortgesetzten Angriffen und Schikanen durch die Revolutionsgarde in der Meerenge, was als Beweis dafür gewertet werde, dass der Iran seine Präsenz entlang wichtiger Transitrouten aufrechterhalte und den Druck auf durchfahrende Schiffe fortsetze. Weiterhin bestehe das Risiko treibender oder nicht kartierter Minen. Der Handel verkehrte weiter nur auf reduziertem Niveau. Der Iran hat auf die Aussagen nicht direkt reagiert.

Mittwoch 12. August 2026

21.45 Uhr: US-Militär greift Frachter im Golf von Oman an

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben ein Frachtschiff beschossen, das versucht hatte, sich einem iranischen Hafen zu nähern und damit die US-Blockade zu durchbrechen. Ein MH-60-Hubschrauber der US-Seestreitkräfte habe den Maschinenraum der unter panamaischer Flagge fahrenden "Vela Nova" mit zwei Raketen attackiert, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstag im Onlinedienst X.

Zuvor habe die Besatzung des Schiffes wiederholte Warnungen der US-Streitkräfte ignoriert. Das Schiff sei nun "nicht mehr auf dem Weg Richtung Iran, was gegen die US-Blockade verstoßen hätte", erklärte die US-Armee weiter.

21.20 Uhr: Sechs Tote bei Huthi-Angriffen auf Frachter

Bei zwei aufeinanderfolgenden Angriffen der pro-iranischen Huthi-Miliz auf einen Frachter nahe der Meerenge Bab al-Mandab sind der jemenitischen Küstenwache zufolge mindestens sechs Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Zunächst seien vier Besatzungsmitglieder der "Tihamah" bei einer ersten Attacke gestorben. Anschließend seien zwei Angehörige der Rettungskräfte bei einem zweiten Angriff getötet worden. 

Die erste Attacke habe einen Brand auf dem mit Nahrungsmitteln beladenen Frachter ausgelöst, erklärte die Küstenwache weiter. Bei den vier getöteten Besatzungsmitgliedern handele es sich um drei Pakistaner und einen Indonesier. Der zweite Angriff habe den Ort des Rettungseinsatzes getroffen und "Tote und Verletzte unter den beteiligten Kräften zur Folge" gehabt, erklärte die Küstenwache.

21.00 Uhr: Washington – Öltransport durch Straße von Hormus gesteigert

Durch die Straße von Hormus werden nach Angaben der US-Regierung wieder fast neun Millionen Barrel Öl pro Tag transportiert. Zusammen mit zusätzlichen Lieferungen über Pipelines liege der gesamte Ölfluss aus der Region derzeit im Durchschnitt bei rund 15 Millionen Barrel täglich, teilte US-Energieminister Chris Wright am Dienstag in sozialen Medien mit.

Um den Markt zu stabilisieren, hat die US-Regierung Öl aus der strategischen Erdölreserve freigegeben. Deren Bestand sank in der vergangenen Woche unter 300 Millionen Barrel und liegt damit mehr als 100 Millionen Barrel niedriger als zu Beginn des Jahres 2026.

18.00 Uhr: Ex-Mossad-Chef: Israelische Agenten waren mehrmals in iranischer Atomanlage

Israelische Spione haben dem früheren Mossad-Chef Yossi Cohen zufolge bereits mehrfach die iranische Atomanlage in Fordo aufgesucht. "Wir haben Fordo viele Male in Augenschein genommen, um den Komplex besser zu durchblicken", sagte Cohen israelischen Medien zufolge. Genauere Angaben zu den Begutachtungen machte er allerdings nicht. Cohen leitete den israelischen Auslandsgeheimdienst von 2015 bis 2021. Den Medienberichten zufolge sagte Cohen weiter, die Bombardierung der Anlage sei "die Erfüllung all meiner Träume" gewesen.

16.55 Uhr: Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Israel stimmt nach Angaben des dortigen Außenministeriums einer Verlängerung zweier EU-Missionen für die Palästinensergebiete bis Ende Juni 2027 zu. Konkret geht es um die Unterstützung und Aufsicht der Ein- und Ausreisen am Gaza-Grenzübergang Rafah sowie um die Ausbildung palästinensischer Polizisten.

Auch die Europäische Kommission teilte mit, Israel habe sie über die Verlängerung beider Mandate informiert. Es liege nun am Rat, die Diskussionen über diese Verlängerungen voranzutreiben, sagte eine Sprecherin in Brüssel. Auch Deutschland stellt Experten für beide Missionen.

15.40 Uhr: Iran macht USA für Lage in der Straße von Hormus verantwortlich

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht den Schlüssel zur Öffnung der Straße von Hormus in Washington. Solange die USA die von Iran genannten Bedingungen nicht erfüllten, bleibe die Meerenge geschlossen, sagte Araghtschi. Der Iran habe im Krieg gegen die USA und Israel die ganze Welt in Erstaunen versetzt und bewiesen, "dass er eine starke und unbesiegbare Macht ist".

14.45 Uhr: Pakistan - Bei USA/Iran "einer Art von Vereinbarung nahe"

Die USA und der Iran stehen dem pakistanischen Verteidigungsminister Khawaja Asif zufolge kurz vor "einer Art von Vereinbarung". "Die Dinge entwickeln sich wieder zugunsten einer Friedensvereinbarung oder eines Abkommens", sagt Asif der Agentur Bloomberg. "Die Signale in den letzten zwei, drei Tagen sind, dass wir einer Art von Vereinbarung nahe sind."

13.05 Uhr: Weißes Haus reagiert auf Berichte über Trumps Flugzeug-Wechsel

Nach dem "Washington Post"-Bericht dem zufolge Präsident Trump nach dem Nato-Gipfel in Ankara heimlich das Flugzeug gewechselt und mit einer kleineren Maschine abgereist war, hat das Weiße Haus auf neue Sicherheitsregelungen bei der Präsidentenmaschine hingewiesen. Kommunikationschef Steven Cheung erklärte, die von Katars Regierung geschenkte Air Force One sei "ein ultramodernes Flugzeug, ausgerüstet mit Sicherheitsverfahren höchsten Niveaus, die den Schutz des Präsidenten und seiner Mitarbeiter garantieren". 

Er fügte hinzu: "Wie der Präsident kürzlich sagte, hat Amerika viele Feinde, die es auf ihn abgesehen haben. Wir nutzen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel, um diesen Bedrohungen zu begegnen." Die Erklärung des Weißen Hauses bediente sich genau der gleichen Formulierungen wie bereits im Vormonat, als Zweifel an der Sicherheit des Geschenks aus Katar aufgekommen waren. 

12.49 Uhr: Insider - Frachter im Roten Meer von Huthi-Miliz angegriffen

In der Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer ist Insidern zufolge ein Frachtschiff von der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen angegriffen worden. Dabei seien drei Besatzungsmitglieder getötet worden, verlautete aus der jemenitischen Küstenwache und dem regierungstreuen Militär. Die Huthi-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist, kann von ihrem Gebiet aus die Meerenge im Osten des Roten Meeres kontrollieren. Sie hat eine Blockade gegen saudiarabische Schiffe im Roten Meer verhängt.

11.44 Uhr: Syrisches Gericht verurteilt Ex-Präsident Assad in Abwesenheit zum Tode

Ein syrisches Gericht hat den gestürzten Präsidenten Baschar al-Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Ihm wurde vorsätzlicher Mord an mehreren Menschen, Folter, willkürliche Inhaftierung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Dies ist das erste Urteil gegen den Ex-Präsidenten, der im Dezember 2024 durch eine Rebellenoffensive gestürzt worden war. Assad war vor fast zwei Jahren beim Vorrücken der Aufständischen aus Damaskus geflohen und hält sich nun in Russland auf, das ihn bislang nicht an Syrien auslieferte. Auch Assads Bruder Mahir al-Assad sowie weitere Vertreter der gestürzten Regierung wurden in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Ihnen wurden vorsätzlicher und geplanter Mord sowie Folter mit Todesfolge zur Last gelegt.

Ein Todesurteil gab es auch gegen Assads Cousin Atef Nadschib. Als früherer Chef für Sicherheit in der südlichen Stadt Daraa wurden ihm laut Anklage Verbrechen gegen das syrische Volk vorgeworfen, darunter "systematischer Massenmord" und willkürliche Verhaftungen. Nadschib ist einer der wenigen Schlüsselfiguren der Assad-Regierung, die selbst in Syrien vor Gericht steht.

11.20 Uhr: Ölpreis steigt weiter: Ein Barrel der Sorte Brent kostet über 90 Dollar

Die Hoffnungen auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs schwinden und der Ölpreis steigt scheinbar unaufhaltsam weiter: Am Dienstagmorgen sprang der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent wieder über 90 Dollar. Im Vergleich zum Vortag stieg er damit um mehr als 2,5 Prozent. Ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate kostete mehr als 84 Dollar.

08.24 Uhr: Blockade der Straße von Hormus treibt Ölpreis nach oben

Die Straße von Hormus bleibt inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Kriegsende faktisch blockiert - in den vergangenen Tagen sind die Ölpreise daher wieder um rund zehn Prozent gestiegen. Am Dienstag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent am Vormitttag über 87,97 Dollar, ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate 82.40 Dollar. 

"Da es keine positiven Meldungen zu den Verhandlungen über die Wiederöffnung der Meerenge gibt, ist der Druck auf die Ölpreise gestiegen", erläuterte Analyst Jason Wong von der neuseeländischen Bank BNZ. Analyst Stephen Innes von Quintex Intel erklärte: "Im Grunde versuchen beide Seiten, das Barrel Öl als Waffe einzusetzen, ohne einen weiteren Schuss abzufeuern: Washington versucht, den Iran daran zu hindern, sein Rohöl zu exportieren, während Teheran die Lebensader abschnürt, durch die das Rohöl aller anderen fließt." Das sei ein "Spiel mit dem Feuer".

06.51 Uhr: Bericht - Trump wurde nach Nato-Gipfel per Ablenkungsmanöver ausgeflogen

US-Präsident Donald Trump ist einem Bericht der "Washington Post" zufolge nach dem Nato-Gipfel in der Türkei im Juli mit einem aufwendigen Täuschungsmanöver ausgeflogen worden. Hintergrund soll eine iranische Morddrohung gegen den Präsidenten gewesen sein. Dem Bericht zufolge bestieg Trump zunächst vor laufenden Kameras die Air Force One. Wenige Minuten später wurde er jedoch über einen Catering-Wagen des Flughafens unbemerkt in eine kleinere Air Force C-32A gebracht, wie die Zeitung berichtete.

Mit diesem Flugzeug flog Trump zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall. Die mitreisenden Journalisten wurden angewiesen, vor dem Start die Fensterblenden zu schließen. Die "Washington Post" beruft sich auf eingesehenes Material sowie auf einen US-Regierungsbeamten und eine weitere mit Trumps Reise vertraute Person. Die AP konnte die Angaben nicht unabhängig bestätigen.

Im Audio: Trumps trickreiche Rückreise vom Nato-Gipfel

Trump beim Flugzeug-Wechsel in Mildenhall
Bildrechte: pa/dpa/AP Photo/Alex Brandon
Audiobeitrag

Trump beim Flugzeug-Wechsel in Mildenhall

02.08 Uhr: Washington verlängert Ausnahme für Energie-Transporte zwischen US-Häfen

US-Präsident Donald Trump hat die Ausnahmeregelung eines Bundesgesetzes für den Seehandel in amerikanischen Gewässern um weitere 90 Tage verlängert. Damit dürfen ausländische Schiffe weiterhin Güter wie Öl, Düngemittel und andere fossile Brennstoffe zwischen US-Häfen transportieren. Trump hatte den sogenannten Jones Act erstmals am 17. März ausgesetzt, um den Transport von Öl und raffinierten Kraftstoffen zwischen US-Häfen zu erleichtern und den Preisdruck nach Beginn des Krieges mit Iran zu verringern. Die jüngste Verlängerung tritt am 17. August in Kraft.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses erklärte, die Regierung habe die Ausnahme verlängert, "um sicherzustellen, dass unser Militär und wichtige Industriezweige ununterbrochenen Zugang zu kritischen Ressourcen haben". Die Ausnahme habe zudem zu höheren Lieferungen von Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff innerhalb der USA geführt.

00.43 Uhr: Trump - USA kontrollieren Straße von Hormus "zu 100 Prozent"

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, nach einer Minenräumung sei die Straße von Hormus für Schiffe wieder befahrbar und werde "zu 100 Prozent" von den USA kontrolliert. Gelegentlich lege der Iran zwar eine neue Mine, die werde dann aber gefunden und unschädlich gemacht, so Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Die Blockade der US-Marine gegen iranische Häfen halte das Land davon ab, sein Öl auf den Weltmarkt zu bringen. Dadurch werde die iranische Wirtschaft abgewürgt. "Können sie Probleme machen? Ja, sie können Probleme machen, aber sie sind pleite", sagte Trump: "Sie haben kein Geld." Der Iran zahle seinen Soldaten keinen Sold mehr.

Darüber hinaus verlangte Trump Entschädigungszahlungen von der Führung in Teheran. Er schrieb auf seiner Plattform Truth Social, der Iran solle für jedes Opfer zahlen, dessen Tod oder Verletzung der Machtapparat in Teheran zu verantworten habe.

Dienstag, 11. August 2026

22.30 Uhr: Trump – Haben Minen in der Straße von Hormus geräumt

Die USA haben laut Präsident Donald Trump die gesamte Straße von Hormus von iranischen Minen geräumt. Die US-Marine sei derzeit die einzige Macht, die die strategisch wichtige Ölroute kontrolliere, sagt Trump vor Journalisten im Oval Office.

19.50 Uhr: Trump fordert Entschädigung vom Iran

US-Präsident Donald Trump fordert vom Iran Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts mit den USA und Israel. Die iranische Führung müsse für "all die Menschen, die sie getötet und schwer verwundet hat", Schadenersatz leisten, erklärt Trump. Er reagierte damit auf iranische Forderungen nach Entschädigungen für Kriegsschäden. Die Regierung in Teheran erwägt unter anderem, künftig Gebühren für die Passage der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu verlangen.

15.27 Uhr: Siedlerangriffe - Israels Militär sperrt Ort im Westjordanland ab

Israels Militär hat nach einer Reihe von Angriffen israelischer Siedler den Ort Taybeh im Westjordanland abgeriegelt. Weder Siedler noch andere Menschen, die dort nicht leben, dürften die geschlossene militärische Zone um das mehrheitlich von Christen bewohnte Dorf betreten, teilten die Streitkräfte am Montag mit. Für dort lebende Palästinenser und Journalisten gelte das seit Sonntag geltende Verbot nicht.

Östlich und westlich von Taybeh liegen israelische Siedlungen. Immer wieder kam es in dem Ort zu Brandstiftung und Vandalismus, Taten, für die Siedler verantwortlich gemacht wurden. Auch in anderen Teilen des Westjordanlandes war es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Angriffen von Siedlern auf Palästinenser gekommen.

12.48 Uhr: Irans Außenamtssprecher greift Trumps Schach-Vergleich auf

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hat einen Schach-Vergleich von Donald Trump gekontert. Der US-Präsident hatte am Sonntag im Gespräch mit dem Nachrichtenportal "Axios" Zuversicht geäußert und zum Hin und Her der diplomatischen Bemühungen mit dem Iran gesagt: "Es wird sich regeln. Es regelt sich immer. Es ist wie eine Schachpartie."

Baghai griff Trumps Vorlage auf und sagte laut iranischen Medien während einer Pressekonferenz in Teheran: Ob nun eher unauffällig oder im Rampenlicht – die Iraner hätten bewiesen, dass sie professionelle Schachspieler seien.

12.28 Uhr: Sicherheitskreise - Regierungstruppen greifen Huthi-Ziele im Jemen an

Im jüngst wieder aufgeflammten Konflikt im Jemen haben am Morgen Truppen der international anerkannten Regierung Stellungen der Huthi-Miliz im Westen des Landes angegriffen, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Ziele seien unter anderem Raketenabschussrampen gewesen. Berichte über Opfer oder Schäden gab es zunächst nicht.

Im Jemen kämpft die international anerkannte Regierung gemeinsam mit Saudi-Arabien seit Jahren gegen die Huthi-Miliz. 2022 trat in dem Konflikt eine inoffizielle Waffenruhe in Kraft, kleinere Gefechte gab es allerdings weiterhin. Im Zuge des Iran-Kriegs ist der Konflikt eskaliert. Die Huthi hatten örtlichen Angaben zufolge erst am Sonntagabend ballistische Raketen und Drohnen auf ein Wohnviertel der von der Regierung kontrollierten Hafenstadt Mokka an der Westküste des Jemen abgeschossen.

12.02 Uhr: Maersk und Hapag-Lloyd wagen sich mit weiterem Schiff ins Rote Meer vor

Die dänische Container-Reederei Maersk und ihr Hamburger Partner Hapag-Lloyd setzen ihre schrittweise Rückkehr in das Rote Meer und den Suezkanal fort. Maersk teilte mit, ein weiterer Containerdienst des gemeinsamen "Gemini"-Netzwerks werde künftig wieder auf dieser Strecke fahren, statt wie zuletzt den langen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen. Als erstes Schiff werde die "Berlin Maersk" die Strecke westwärts befahren.

Viele internationale Großreedereien haben das Seegebiet wegen der Sicherheitslage seit der Jahreswende 2023/2024 weitgehend gemieden. Bisher wurden praktisch alle Schiffe um die Südspitze Afrikas umgeleitet, weil Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen auf die Handelsschifffahrt befürchtet wurden und in einigen Fällen auch erfolgten.

11.34 Uhr: Iran bringt "Entschädigung" für Hormus-Transit ins Spiel

Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Wie Außenamtssprecher Ismail Baghai in Teheran sagte, verhandle man momentan zwar nicht mit dem Oman über die Höhe einer Maut, erarbeite aber gemeinsam "Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See". Baghai fügte hinzu: "Grundsätzlich gilt: Wenn wir maritime Dienstleistungen erbringen, müssen wir dafür entschädigt werden."

Der Streit um die Durchfahrtsrechte gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Davor erhob der Iran weder Maut noch Gebühren. Die Straße von Hormus misst an der schmalsten Stelle nur etwa 39 Kilometer. Da der Iran und der Oman jeweils eine Zwölf-Seemeilen-Zone (etwa 22,2 Kilometer) beanspruchen, überschneiden sich die Hoheitsgewässer. Internationale Gewässer existieren in diesem Bereich nicht. Das UN-Seerechtsübereinkommen (Unclos) garantiert dort ein Recht auf Transitdurchfahrten und untersagt eine Blockade von Handelsschiffen. Der Iran akzeptiert diese Rechtslage nicht.

11.16 Uhr: Teheran - "Abkommen von Mekka" zeigt, dass auf USA kein Verlass ist

Der Iran hat das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Verteidigungsabkommen als ein "Zeichen für einen Wandel in der Wahrnehmung" der USA durch diese Länder bezeichnet. Die Staaten hätten erkannt, "dass Sicherheit keine Ware ist, die man bei denen kauft, die falsche Versprechen machen", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghai. "Die Länder in der Region können sich nicht mehr wie in der Vergangenheit auf die von den Vereinigten Staaten versprochenen Sicherheitsgarantien verlassen", betonte Baghai. 

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das "Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka" am Freitag bekanntgegeben. Pakistans Außenministerium erklärte, mit dem Pakt werde ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle angesehen. Teheran fürchtet nach den Worten Baghais nicht, dass sich das Abkommen gegen den schiitisch geprägten Iran richten könnte. Es gebe "tiefe religiöse, historische und zivilisatorische" Verbindungen zu den Pakt-Staaten. Laut Experten ist allerdings die Abschreckung gegenüber dem Iran ein Ziel des Abkommens.

08.53 Uhr: Vom Iran unterstützte Rebellen greifen erneut Hafenstadt im Jemen an

Die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen haben erneut die an der Westküste Jemens liegende Hafenstadt Mokka angegriffen. Die Armee teilte auf der Plattform X mit, die Huthi-Miliz habe ballistische Raketen und Drohnen auf ein Wohnviertel der von der Regierung kontrollierten Stadt geschossen. Die Luftabwehr habe einige Drohnen abgefangen. 

Bei einem Angriff der Miliz zuvor waren nach Angaben der Armee sieben Zivilisten und Militärangehörige getötet und weitere Menschen verletzt worden. Huthi-Militärsprecher Jahja Sari erklärte auf der Plattform Telegram, der Angriff habe saudi-arabischen Truppen und Waffenlagern in der Stadt gegolten. Mokka liegt nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab, die für die Schifffahrt den Eingang zum Roten Meer bildet. 

06.29 Uhr: Experte - Wirtschaftlicher Druck auf Teheran reicht nicht aus

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz hat mit Blick auf Berichte, denen zufolge die US-Regierung mit Blick auf den Iran auf die negativen ökonomischen Folgen des Krieges für das Land setzt, erklärt, dass dies nicht ausreichen werde, um Teheran zum Einlenken zu bewegen. Die wirtschaftliche Lage des Irans sei zwar zweifellos nicht gut, es sei jedoch unwahrscheinlich, dass wirtschaftlicher Druck allein das Land zu einer Kapitulation am Verhandlungstisch oder zu einem Abrücken von zentralen strategischen Interessen wie dem erklärten Anspruch auf Kontrolle der Straße von Hormus zwingen werde, schreib Citrinowicz auf X. 

Im Audio: Trump setzt auf die "schlechte Verfassung" des Iran

US-Präsident Donald Trump
Bildrechte: pa/dpa/Captital Pictures
Audiobeitrag

US-Präsident Donald Trump

04.23 Uhr: Sieben Tote bei Huthi-Angriff auf Hafenstadt Mokka

Bei einem Angriff der Huthi-Miliz auf die jemenitische Hafenstadt Mokka am Roten Meer sind nach Militärangaben sieben Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Unter den Toten seien vier Angehörige der Streitkräfte und drei Zivilisten, teilte Jemens Militär mit. Die Luftverteidigung habe elf Drohnen abgefangen. Ziel der Angriffe waren den Angaben zufolge auch Wohnviertel. Der den Huthis nahestehende Fernsehsender Al-Masirah zeigte Aufnahmen vom Start mehrerer ballistischer Raketen und Drohnen. Diese richten sich nach Angaben eines Huthi-Militärsprechers gegen saudische Truppen und Waffenlager.

Montag, 10. August 2026

Im Audio: Iran und Oman stehen offenbar kurz vor Vereinbarung

Containerschiff in der Straße von Hormus
Bildrechte: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jon Gambrell
Audiobeitrag

Containerschiff in der Straße von Hormus

Die Top-Themen aus Europa - hier klicken!