Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
22.45 Uhr: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Es nahm dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. "Ich kann bestätigen, dass US-Streitkräfte heute früh zwei iranische Abschussrampen auf der Insel Larak angegriffen haben", sagte eine Person aus dem Umfeld der US-Regierung. Zuvor sei beobachtet worden, wie Einheiten der Islamischen Revolutionsgarde Vorbereitungen getroffen hätten, um Raketen mit Seeminen in die Straße von Hormus abzufeuern.
Die iranischen Revolutionsgarden wurden in Staatsmedien mit den Worten zitiert, bei dem Angriff seien mehrere Soldaten und Zivilisten getötet und verwundet worden. Auf den Angriff würden Reaktion und Bestrafung" folgen. Die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, die USA hätten die Insel mit Drohnen angegriffen. Davor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Anwohner berichtet, dass im Bereich der Insel Larak eine Explosion zu hören gewesen sei.
20.11 Uhr: Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Das Schiff sei vor der Küste des Omans von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) am Abend auf der Plattform X. Den Angaben nach kam es bereits am Samstag zu dem Vorfall zwölf Seemeilen nördlich der Stadt al-Chasab. Derzeit lägen keine Berichte über Verletzte oder Umweltschäden vor. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb unklar. Die Behörden ermittelten, teilte UKMTO mit. Zuletzt hatte die Behörde einen Angriff am Dienstag auf einen Öltanker vor der omanischen Küste gemeldet.
In einer weiteren Mitteilung von UKMTO am Sonntag hieß es, dass Angriffe, Angriffsversuche und Belästigungen der iranischen Revolutionsgarden in der Straße von Hormus andauerten, darunter Drohnenüberflüge, gezielte Überwachung von Handelsschiffen und gelegentliche Funksprüche. Dies zeige, dass der Iran weiter den Druck auf durchfahrende Schiffe aufrechterhalten wolle. Der Handelsverkehr durch die Meerenge bleibe auf einem reduzierten Niveau, wenn auch mit einem leichten Anstieg gegenüber den jüngsten Tiefständen.
Audio: Siedler belagern palästinensische Häuser im Westjordanland
Aus dem Archiv (18. August): Siedler belagern palästinensische Häuser im Dorf Kusra im Westjordanland.
14.49 Uhr: Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten
Gewalttätige Siedler haben US-Journalisten und eine palästinensische Familie im Westjordanland attackiert. Die TV-Journalisten hätten eine Familie zu ihrem Haus begleitet, das diese bereits vor längerer Zeit hatte verlassen müssen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hieß es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. Die israelische Armee teilte dazu mit, Sicherheitskräfte seien auch in Dschalud im Einsatz, "um weitere Unruhen zu verhindern und die Ordnung in der Region wiederherzustellen". Man verurteile "alle Formen von Gewalt aufs Schärfste".
Der Auslandspresseverband in Israel (FPA) hat sich "zutiefst alarmiert" gezeigt. Es handele sich dabei nicht um einen isolierten Vorfall, sondern um einen Teil eines "wiederkehrenden Musters der Gewalt gegen Mitglieder der Presse und palästinensische Zivilisten", hieß es in der Mitteilung. Der Auslandspresseverband rief die israelischen Behörden dazu auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und unverzüglich konkrete Schritte zu unternehmen, um die Sicherheit von Journalisten im Westjordanland zu gewährleisten.
13.48 Uhr: Hamas-Mitglied in Gaza getötet
Die israelische Luftwaffe setzt ihre intensiven Angriffe im Gazastreifen fort. In Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstenstreifens sei ein Mitglied des militärischen Flügels der islamistischen Terrororganisation Hamas getötet worden, teilte die Armee mit. Damit sei eine "unmittelbare Bedrohung" beseitigt worden. Der Mann habe Anschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Das Al-Aksa-Krankenhaus in Deir al-Balah teilte mit, bei einem israelischen Angriff in der Nähe der Klinik seien zwei Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Anwohner bestätigten, bei einem der Getöteten habe es sich um ein Hamas-Mitglied gehandelt.
10.24 Uhr: Netanjahu verurteilt Siedlergewalt im Westjordanland ungewöhnlich scharf
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf verurteilt. Er verurteile "entschieden die kriminellen Gewalttaten" einer "Handvoll Randalierer" in den Dörfern Kusra und Dschalud, erklärte Netanjahu am Samstag. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten "Israels Ansehen in der Welt". Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist selten.
In Kusra hatten am Samstag dutzende israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen. Nach Angaben des Militärs verbarrikadierten sich Siedler in einem palästinensischen Haus, während sich dort auch Bewohner aufhielten. Es gab Berichte über verletzte Palästinenser. Auch im nahegelegenen Dschalud griffen Siedler nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa eine palästinensische Familie sowie ein sie begleitendes ausländisches Medienteam an.
09.17 Uhr: Chamenei ruft muslimische Staaten zu Achse gegen USA und Israel auf
Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei hat die USA und Israel als Feinde der gesamten muslimischen Gemeinschaft bezeichnet. In einer seltenen Nachricht rief er die muslimischen Länder, insbesondere jene in Westasien und am Golf, zur Einheit auf. Diese müssten ihren wahren "Feind" erkennen und dessen Pläne durchkreuzen, hieß es in der von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Botschaft. Seit seiner Ernennung zum obersten Führer im Iran im März hat sich Chamenei nicht öffentlich gezeigt.
Sonntag, 30. August 2026
21.40 Uhr: Siedler greifen Fernsehteam an
Die Angriffe radikaler Siedler im besetzten Westjordanland häufen sich. Radikale israelische Siedler haben Medienberichten zufolge Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hieß es.
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien.
20.55 Uhr: Netanjahu verurteilt Siedlergewalt
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland ungewöhnlich scharf verurteilt. Er verurteile "entschieden die kriminellen Gewalttaten" einer "Handvoll Randalierer" in den Dörfern Kusra und Dschalud, erklärte Netanjahu heute. Die Täter verstießen gegen das Gesetz, behinderten die israelische Armee und schadeten "Israels Ansehen in der Welt". Öffentliche Kritik Netanjahus an gewalttätigen Siedlern ist selten.
20.23 Uhr: Geheimdienst - Netanjahus Sohn zurück
Israels Inlandsgeheimdienst hat bestätigt, dass ein Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen einer akuten Bedrohung aus den USA zurückkehren musste. "Tatsächlich bestand eine erhebliche Gefahr für Jair Netanjahu", hieß es in einer Mitteilung von Schin Bet. Der Sohn des Ministerpräsidenten sei angewiesen worden, den Ort umgehend zu verlassen, so die Quelle. Er sei abgereist, ohne seine persönlichen Sachen mitzunehmen, und unmittelbar nach Israel zurückgekehrt, wo er nun lebe.
Der US-Sender Newsmax hatte berichtet, der 35-jährige Jair Netanjahu sei Ende vergangenen Jahres Ziel eines iranischen Attentatsplans gewesen. Demnach hätten sich bereits iranische Agenten "vor Ort" in Miami befunden.
20.11 Uhr: Israel meldet Luftangriff auf Klinik im Gazastreifen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Luftangriff auf das Gelände des Al-Aksa-Krankenhauses in Deir el-Balah im Gazastreifen geflogen. Dabei sei ein Kommandeur der radikalislamischen Hamas-Miliz ins Visier genommen worden, erklärte das israelische Militär heute. Ob er getötet wurde, blieb unklar.
Die Armee versicherte, Maßnahmen zur "Verringerung der Risiken für Zivilisten" ergriffen zu haben. Die Klinikleitung teilte ihrerseits mit, dass drei Menschen bei einem Angriff auf ein Lagerhaus in der Nähe einer Entbindungsstation verletzt worden seien.
18.53 Uhr: Israelische Siedler greifen palästinensisches Dorf im Westjordanland an
Im Westjordanland haben Dutzende israelische Siedler das palästinensische Dorf Kusra angegriffen. Bewohner und die israelische Armee berichteten heute von Steinwürfen und gewaltsamen Zusammenstößen, bei denen nach Angaben des Militärs auch Palästinenser verletzt worden sein sollen.
In dem im Norden des Westjordanlands gelegenen Kusra gibt es bereits seit Anfang August Spannungen zwischen Siedlern und palästinensischen Bewohnern.
13.55 Uhr: Peseschkian - Iranische Exporte um bis zu 35 Prozent zurückgegangen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat eingeräumt, dass die US-Sanktionen gegen sein Land der Wirtschaft schaden. "Manche sagen, die Sanktionen hätten überhaupt keine Wirkung; ich weiß wirklich nicht, was ich diesen Leuten antworten soll", sagte Peseschkian in einem am Freitagabend ausgestrahlten Interview im Staatsfernsehen. "Wir befinden uns in einer Kriegssituation, und wir müssen diese Kriegsbedingungen akzeptieren."
Peseschkian sagte in dem Interview weiter, die Exporte und Importe des Iran seien in den vergangenen Monaten um 25 bis 35 Prozent zurückgegangen.
08.57 Uhr: Iran zeigt sich von US-Sanktionen unbeeindruckt
Die iranische Regierung hat im Konflikt mit den USA angekündigt, trotz der neuen Wirtschaftssanktionen nicht nachzugeben. Der Iran werde sich auch von den Verschwörungen der USA und Israels nicht von seinem Kurs abbringen lassen, hieß es in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Führung in Teheran.
Diplomatie und Verteidigung gehörten untrennbar zusammen, um die nationalen Interessen, die Sicherheit und die territoriale Integrität des Landes zu schützen. Die iranische Führung werde beide Wege gleichzeitig verfolgen. Zudem wolle sie sich darauf konzentrieren, die Inflation einzudämmen, Arbeitsplätze zu schaffen, die heimische Produktion zu fördern und die Abhängigkeit vom Dollar schrittweise zu verringern.
00.11 Uhr: Iranischer Präsident ruft zu Gesprächen mit US-Seite auf
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich einem staatlichen Fernsehbericht zufolge für Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA ausgesprochen. Weder Teheran noch Washington könnten die eigenen Forderungen vollständig durchsetzen, sagte Peseschkian am Abend.
Es seien Gespräche nötig, um für Stabilität und Ruhe zu sorgen. Peseschkian kritisierte Hardliner im Iran, die sich gegen ein Abkommen mit den USA stellen, eine Fortsetzung des Kriegs bevorzugen und argumentieren, dass Sanktionen bislang kaum Auswirkungen für das Land gehabt hätten.
Samstag, 29. August 2026
23.14 Uhr: Teheran betont anhaltende Blockade der Straße von Hormus
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden weist US-Angaben zurück, wonach die Straße von Hormus geöffnet sei. Die Behauptungen der USA seien ein Versuch, die Ölpreise zu kontrollieren und eigene Misserfolge zu vertuschen, heißt es in einer Mitteilung der Revolutionsgarden. Die Einschränkungen an der Meerenge blieben demnach so lange bestehen, bis die US-Militäraktionen gegen den Iran beendet und entsprechende Verpflichtungen umgesetzt seien.
21.00 Uhr: Gaza - Fünf Tote durch Beschuss Israels
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach örtlichen Krankenhausangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Angriff auf ihr Haus außerhalb der Stadt Chan Junis seien zwei Brüder und ein weiteres Familienmitglied getötet worden, so das Nasser-Krankenhaus. Das israelische Militär wiederum teilte mit, es sei sich keines Angriffs in Chan Junis bewusst.
Bei zwei anderen Angriffen sei jeweils ein Mensch in der Stadt Gaza getötet worden, hieß es aus dem Schifa-Krankenhaus. Das israelische Militär bestätigte, dass es zwei verschiedene Gegenden in der Stadt angegriffen habe. Nähere Details nannte es nicht.
20.50 Uhr: USA wollen ägyptische Bank beschränken
Die USA wollen die ägyptische Bank "Banque Misr" in den Vereinigten Arabischen Emiraten vom Zugang zum US-Finanzsystem abschneiden. Eine entsprechende Vorschrift hat das US-Finanzministerium vorgeschlagen. Damit wollen die USA dem Iran schaden.
Die Vorschrift soll laut Ministerium nach Ablauf von 30 Tagen gültig werden. Die "Banque Misr" ist die zweitgrößte Bank Ägyptens und unterstützt laut US-Regierung die iranische Regierung..
20.00 Uhr: Identität des getöteten Hamas-Mannes klar
Bei dem Hamas-Mann, den das israelische Militär in Dschenin getötet hat, handelt es sich dem Vernehmen nach um Kais Bitawi, dem das Militär die Planung und Finanzierung von Anschlägen vorwirft. Die Armee teilte mit, man habe ein Auto nahe Dschenin im Norden des Westjordanlands mit Drohnen beschossen. Darin hätten er und zwei weitere Personen gesessen. Auch die Extremistengruppen Hamas und Islamischer Dschihad bestätigen Bitawis Tod.
18.25 Uhr: 19 Seeleute seit Beginn des Irankriegs getötet
Bei Angriffen auf die internationale Schifffahrt sind im Zuge des Iran-Kriegs im letzten halben Jahr 19 Seeleute getötet worden. Das meldet die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO). Mindestens 6.000 weitere Besatzungsmitglieder säßen auf Hunderten Schiffen fest und könnten die Region nicht verlassen, teilte die UN-Sonderorganisation am Freitag mit. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar habe es mindestens 70 Angriffe auf die internationale Schifffahrt im Persischen Golf gegeben.
18.15 Uhr: Israel meldet Tötung von wichtigem Hamas-Mann
Bei einem Luftangriff in der Stadt Dschenin im Westjordanland hat Israels Armee laut eigenen Angaben ein wichtiges Mitglied der Hamas und zwei weitere Militante getötet. Das Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet meldeten am Abend, der Hamas-Mann sei an der Finanzierung und Ausführung von Anschlägen auf israelische Zivilisten beteiligt gewesen sowie für die Aktivitäten der islamistischen Terrororganisation im Flüchtlingsviertel von Dschenin verantwortlich.
17.02 Uhr: Israel fliegt nach eigenen Angaben Luftangriff im Westjordanland
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Luftangriff im Norden des besetzten Westjordanlandes geflogen. Dabei seien im Raum Dschenin "mehrere Terroristen" angegriffen worden, erklärte das Militär am Freitag. Weitere Einzelheiten nannte es zunächst nicht. Israelische Luftangriffe im Westjordanland sind selten, die Streitkräfte gehen dort üblicherweise mit Bodentruppen vor.
"Vor Kurzem haben die israelischen Streitkräfte einen gezielten Angriff gegen mehrere Terroristen im Gebiet von Dschenin ausgeführt", hieß es in der kurzen Mitteilung der Armee.
16.35 Uhr: Straße von Hormus - Oman zwischen Iran und dem Westen
An der Straße von Hormus muss der Oman mit dem Iran zusammenarbeiten, damit bald wieder mehr Schiffe passieren können. Denn er liegt dem Iran genau gegenüber. Für Teheran ist die Zusammenarbeit strategisch wichtig, für Oman ist sie ein Balanceakt zwischen dem Nachbarn Iran und dem engen Partner USA.
Oman: Gespräche zur Straße von Hormus verlaufen konstruktiv
15.48 Uhr: Klingbeil fordert von USA: Krieg gegen den Iran beenden
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) bekräftigt vor seinem Besuch zum G20-Treffen im amerikanischen Asheville Forderungen nach einem Ende des Krieges gegen den Iran. "Das ist die wichtigste Botschaft, auch in die USA: Beendet diesen Krieg", sagte Klingbeil im ARD-Interview der Woche.
Er verwies auch auf hohe Spritpreise. "Schuld daran ist (US-Präsident) Donald Trump mit diesem verantwortungslosen Krieg, den er im Iran gestartet hat. Das sind die Auswirkungen, die wir an den Zapfsäulen spüren", so Klingbeil.
14.44 Uhr: Behörde sieht mehr Schiffspassagen in Straße von Hormus
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) verzeichnet mehr Schiffspassagen durch die für die internationale Energiewirtschaft wichtige Straße von Hormus als traditionelle Datenanbieter. Etwa 29 Frachter hätten die Meerenge durchschnittlich täglich in den vergangenen sieben Tagen passiert, wie aus einem aktuellen Bericht der Behörde hervorgeht.
Demnach seien in der vergangenen Woche 103 Schiffe in den Persischen Golf ein- und 101 Schiffe ausgefahren. Der Bericht verzeichnet einen leichten Anstieg seit dem Ende aktiver Kampfhandlungen zwischen dem Iran und den USA in der Region Ende Juli.
12.30 Uhr: Iran – neue US-Sanktionen sind "Staatsterrorismus"
Der Iran hat die neuen US-Wirtschaftssanktionen als "Staatsterrorismus" verurteilt. Diese illegalen und verwerflichen Maßnahmen seien zudem ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, da sie die Gesundheit und die Lebensgrundlagen von Millionen Zivilisten ernsthaft gefährdeten, teilt das Außenministerium in Teheran auf der Online-Plattform X mit. Sie seien ein "gnadenloses Instrument", das der iranischen Bevölkerung Schmerz und Leid zufügen solle.
Alle Staaten seien verpflichtet, die US-Sanktionen gegen den Iran nicht zu befolgen. Eine Beteiligung daran käme einer Beihilfe zur Durchsetzung des rechtswidrigen Willens eines einzelnen Staates gegenüber unabhängigen Ländern gleich. Das Ministerium rief die internationale Gemeinschaft auf, die internationale Rechtsordnung zu wahren. Der Iran werde alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um sich gegen den militärischen und wirtschaftlichen Angriff der USA und Israels zu verteidigen.
12.06 Uhr: Hamsterkäufe in Teheran: Lange Schlangen an Tankstellen
In der iranischen Hauptstadt Teheran hat die Sorge vor Versorgungsengpässen lange Schlangen vor Tankstellen ausgelöst. Autofahrer warteten in der Millionenmetropole sogar mitten in der Nacht vor den Zapfhähnen, wie Einwohner berichteten. Die Schlangen seien teils länger als einen Kilometer gewesen, hieß es.
Präsident Massud Peseschkian hatte bei einer Kabinettssitzung diese Woche Probleme infolge des Kriegs eingeräumt, den die USA und Israel Ende Februar gegen das Land begonnen hatten. Er rief die Regierung mit ihrer Fahrzeugflotte selbst zu Sparsamkeit auf, wie die auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierte Nachrichtenagentur Ilna berichtete. Auch die Bevölkerung müsse kooperieren.
11.33 Uhr: Kreise - Iran-Konferenz in Istanbul wird verschoben
Die auf deutsch-türkische Initiative geplante Konferenz über Lösungen für die im Iran-Krieg blockierte Straße von Hormus wird verschoben. Grund seien Terminschwierigkeiten eines Teilnehmers, heißt es aus deutschen Regierungskreisen in Berlin, wie die dpa berichtet. Ein neuer Termin für das in der Türkei geplante Treffen steht demnach noch nicht fest.
Ursprünglich wollten sich Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und seine Kollegen aus der Türkei, Frankreich und Großbritannien an diesem Sonntag in Istanbul mit den Außenministern von Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten treffen. Bei den Beratungen sollte es um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen.
10.43 Uhr: Iran - Werden Netanjahu in die Hölle schicken
Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats hat Israels Regierungschef mit dem Tod bedroht. "Wir werden Benjamin Netanjahu, den Ministerpräsidenten des zionistischen Regimes, in die Hölle schicken", sagte Mohsen Resai in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehen. Resai wies außerdem Berichte zurück, wonach der Iran die Tötung von Barron Trump, einem der Söhne des US-Präsidenten geplant hätte. Netanjahu habe mit der Verbreitung falscher Nachrichten Donald Trump in Angst versetzen wollen. Tatsächlich hatte ein iranischer Staatssender vor wenigen Tagen ein Video mit dem Titel "Wo kann man Barron Trump töten?" verbreitet.
09.25 Uhr: Irans Außenminister sieht Chance auf Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen
Der Iran ist seinem Außenminister Abbas Araghtschi zufolge zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit den USA bereit. Dies sei nicht unmöglich, teilte er auf der Online-Plattform X mit. Es hänge aber davon ab, dass die Vereinigten Staaten verstünden, dass Druck nicht funktioniere. Er habe "kreative Gespräche" mit dem Ministerpräsidenten und Außenminister von Katar, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, geführt. Die Regierung in Washington solle Vertrauen aufbauen, respektvoll sprechen, die Rechte des Iran anerkennen und ihre Verpflichtungen einhalten.
06.38 Uhr: Syriens Präsident ernennt früheren SDF-Kommandeur zum Berater
Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa ernennt den früheren Kommandeur der Kurdenmiliz SDF, Maslum Abdi, einem Agenturbericht zufolge zu seinem Berater. Das meldet die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf ein Präsidialdekret. Abdi hat kürzlich die Auflösung der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) als unabhängige Streitmacht verkündet. Dies ist Teil eines Integrationsplans, der in diesem Jahr mit der islamistisch geführten Regierung in Damaskus vereinbart wurde.
00.05 Uhr: Iran arbeitet an Bedingungen für Wiederöffnung von Hormus-Passage
Der Iran bereitet nach eigenen Angaben eine Liste von Bedingungen für die Wiederöffnung der Straße von Hormus vor. Zu den Forderungen gehöre ein Ende des regionalen Krieges, sagte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Mohsen Rezai, in einem Interview des Fernsehsenders Al-Manar. Der Iran habe sich zudem mit dem Oman auf einen Schifffahrtskorridor geeinigt. Schiffe könnten eine zentrale Fahrrinne nutzen, falls die USA die Bedingungen erfüllten.
Die Revolutionsgarden teilten mit, der Iran werde eine Wiederöffnung der Meerenge nicht erlauben, solange Washington nicht die Blockade iranischer Häfen aufhebe, Entschädigungen zahle und Sanktionen zurücknehme. Durch die Meerenge wurde vor Beginn des Krieges im Februar etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggases transportiert.
Freitag, 28. August 2026
22.59 Uhr: Hamas-Zivilschutz - Drei Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Donnerstag nach palästinensischen Angaben drei Menschen getötet worden. Ein Mann sei seinen Verletzungen nach einem israelischen Drohnenangriff auf das Flüchtlingslager al-Schati in der Stadt Gaza erlegen, teilte der von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Zivilschutz mit. Ein Mann sei zudem durch Beschuss im Westen der Stadt getötet worden, als er mit einem Fahrrad unterwegs war. Ein dritter Mann wurde demnach in seinem Zelt in al-Mawasi östlich von Chan Junis getötet.
21.35 Uhr: Iran - Berichte über Anschlagspläne auf Trump-Sohn sind falsch
Berichte über angebliche Pläne für ein Attentat auf den jüngsten Sohn von US-Präsident Donald Trump sind dem iranischen Sicherheitschef Mohsen Resai zufolge falsch. Diese Behauptungen seien eine Lüge, sagt Resai in einem Interview des libanesischen Fernsehsenders Al-Manar. Der US-Geheimdienst Secret Service hatte am Dienstag erklärt, ihm sei ein Video des staatlichen iranischen Fernsehens über ein mögliches Attentat auf Barron Trump bekannt.
20.40 Uhr: Trump lehnt Iran-Gespräche ab und setzt auf wirtschaftlichen Druck
Die USA streben nach den Worten von US-Präsident Donald Trump derzeit keine Gespräche mit dem Iran an und setzen stattdessen auf wirtschaftlichen Druck. "Wir wollen nicht mit ihnen sprechen. Wir streben kein Treffen oder Ähnliches an", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Oval Office.
Der US-Präsident drohte zudem jenen Ländern mit Konsequenzen, die weiter Geschäfte mit der Islamischen Republik machen.
18.00 Uhr: Iran-Krieg - Konferenz auf deutsch-türkische Initiative
Auf deutsch-türkische Initiative wollen Europäer an diesem Sonntag in Istanbul mit Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten über Lösungen für die im Iran-Krieg teils blockierte Straße von Hormus beraten. Das Treffen der Außenminister von Deutschland, Frankreich und Großbritannien mit den Kollegen komme auf Initiative von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und seinem türkischen Kollegen Hakan Fidan zustande, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Berlin.
Bei den Beratungen soll es nach diesen Informationen um regionale Fragen wie die Sicherheit und die Freiheit der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Nachdem die von den USA betriebenen Verhandlungen über ein Ende des Iran-Krieges stocken, wird von dem Treffen in der Türkei auch eine gewisse Signalwirkung auf Washington erwartet.
16.12 Uhr: USA - derzeit keine Verhandlungen mit dem Iran
Zwischen den USA und dem Iran gibt es nach US-Angaben derzeit keine Verhandlungen. Es lägen jedoch weiterhin alle Optionen auf dem Tisch, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, in einem Interview mit dem US-Sender Fox News.
15.30 Uhr: Israelische Angriffe im Libanon
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon ist nach staatlichen Angaben eine Frau getötet worden. Bei dem Angriff auf den Ort Arab Salim in der Provinz Nabatija seien weitere Menschen verletzt worden, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA, ohne eine genaue Anzahl zu nennen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, dass es in der Gegend um Nabatija mindestens zehn Angriffe gegeben habe.
In einer Mitteilung der israelischen Armee hieß es am Nachmittag, Ziel der Angriffe in der Gegend von Nabatija seien Waffenlager der Hisbollah gewesen. Die vom Iran unterstützte Miliz hatte laut Israels Militär in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten im Südlibanon eingesetzt. Die jüngsten Angriffe Israels seien eine Reaktion darauf.
Trotz einer Waffenruhe werfen sich Israel und die Hisbollah gegenseitig weiter Verstöße gegen die Vereinbarung vor.
13.29 Uhr: Israel schließt Niederländer aus Gaza-Koordinierungszentrum aus
Das israelische Außenministerium hat zwei niederländische Diplomaten aus der Koordinierungsstelle für die Waffenruhe im Gazastreifen ausgeschlossen. Das niederländische Außenministerium teilte mit, die Anweisung gelte für Diplomaten, die an der Botschaft in Tel Aviv beziehungsweise an der niederländischen Vertretung in Ramallah arbeiteten. Man gehe aber davon aus, dass die Diplomaten an ihren jeweiligen Dienstorten bleiben dürften.
Der israelische Außenminister Gideon Saar erklärte, die Entscheidung sei eine Reaktion auf eine Reihe von israelfeindlichen Maßnahmen der niederländischen Regierung. Dazu gehöre das für den kommenden Monat geplante Handelsverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland und in anderen Gebieten.
12.45 Uhr: Israel - Leibwächter von Ex-Hamas-Chef Sinwar in Gaza getötet
Israel will einen Leibwächter des früheren Chefs der islamistischen Terrororganisation Hamas, Jihia al-Sinwar, bei einem Angriff im Gazastreifen gezielt getötet haben. Den damaligen Hamas-Chef selbst hatte die israelische Armee bereits vor knapp zwei Jahren im Gazastreifen getötet. Der Bodyguard sei bereits am Montag bei einem Angriff in Chan Junis im südlichen Teil des Küstenstreifens ums Leben gekommen, heißt es in einer Mitteilung der Armee. Am Sonntag sei dort auch ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit Nuchba getötet worden. Das Nasser-Krankenhaus in Chan Junis bestätigte den Tod der beiden Männer, die Hamas äußerte sich nicht zu den Berichten.
Beide seien nach israelischen Informationen an dem Hamas-Massaker im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen. Sie sollen laut der Mitteilung auch an der Vorbereitung neuer Angriffe gearbeitet haben. Israel will nach Medienberichten trotz einer Waffenruhe im Gazastreifen alle am Massaker vom 7. Oktober Beteiligten aufspüren und gezielt töten.
10.21 Uhr: Israel - Deutschland sollte US-Sanktionen gegen Iran "konsequent unterstützen"
Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, fordert mehr wirtschaftlichen und politischen Druck auf den Iran. "Schließlich hält das Regime die Weltwirtschaft in der Straße von Hormus in Geiselhaft", sagte Prosor der Nachrichtenagentur Reuters. Die USA würden nun die letzten Schlupflöcher schließen – bei Kryptowährungen, Gold oder der iranischen Schattenflotte. Damit entzögen sie dieser Erpressung die finanzielle Grundlage. "Es liegt deshalb im direkten Interesse Deutschlands und Europas, die neuen Sanktionsmaßnahmen konsequent zu unterstützen", forderte der Botschafter. US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag neue Sanktionen vorgestellt, die den Iran dazu bringen sollen, in dem Konflikt nachzugeben.
06.39 Uhr: Britische Behörde: Tanker in Straße von Hormus von "unbekanntem Geschoss" getroffen
Ein Öltanker ist britischen Angaben zufolge in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. An Bord des Schiffes sei nach Angaben örtlicher Behörden ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen aber wieder gelöscht sei, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Alle Besatzungsmitglieder seien unverletzt. Gemeldet wurde der Beschuss nahe der omanischen Küstenstadt Chasab den Angaben zufolge schon am Dienstag.
Donnerstag, 27. August 2026
21.30 Uhr: Katars Ministerpräsident reist zu Gesprächen nach Teheran
Der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani reist am Donnerstag nach Teheran. Dort trifft er mit mehreren iranischen Vertretern zusammen, um über Möglichkeiten zum Abbau der Spannungen zu beraten, teilt ein Sprecher des katarischen Außenministeriums auf der Kurznachrichtenplattform X mit.
14.12 Uhr: Revolutionsgarde - Iran und Oman einig über Straße von Hormus
Der Iran und Oman haben sich nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde über ihre jeweiligen Anteile an der Straße von Hormus sowie über die Einnahmen aus Schiffspassagen geeinigt. Die USA behinderten jedoch die Verhandlungen zwischen den beiden Anrainerstaaten, sagte ein Sprecher der militärisch und wirtschaftlich einflussreichen Revolutionsgarde laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Dadurch hätten sich die Gespräche verzögert. "Die Meerenge wird nicht geöffnet, wenn die USA unsere Bedingungen nicht akzeptieren", fügte der Sprecher hinzu.
13.09 Uhr: Netanjahu schließt diplomatisches Abkommen mit Iran aus
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu schließt ein diplomatisches Abkommen mit der iranischen Führung nach eigenen Worten aus. Er bezweifle, "dass mit dieser Gruppe dort, mit diesen Wilden, eine Einigung erzielt werden kann", sagte Netanjahu mit Blick auf die Führung in Teheran am Dienstagabend in Jerusalem bei einer Veranstaltung für israelische Siedler im völkerrechtswidrig besetzten Westjordanland. "Ich sage Ihnen - eine Einigung kann nicht erzielt werden."
08.16 Uhr: Iran und Oman besprechen wieder Schifffahrtsregeln
Im Streit um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus schreiten Verhandlungen zwischen den Anrainerstaaten Iran und dem Oman über neue Regelungen fort. Er sei hoffnungsvoll, schon bald einen zwischenzeitlichen Schifffahrtskorridor für die Meerenge bekanntgeben zu können, schreibt der omanische Außenminister Badr al-Busaidi auf der Plattform X.
Der iranische staatliche Rundfunk Irib verbreitete eine gemeinsame Stellungnahme Irans und Omans, nach der die beiden Staaten am Dienstag ein schrittweises Vorgehen für die Neuregelung der Schifffahrt sowie der Minenräumung in der Straße von Hormus besprochen hätten.
07.56 Uhr: Hormus-Transitverkehr unter Zehn-Tages-Durchschnitt
Lediglich fünf Frachter haben die Straße von Hormus am Dienstag nach vorläufigen Daten des Schifffahrtsmonitors Kpler durchquert. Das sind deutlich weniger als der Zehn-Tage-Durchschnitt, der bei 15 Schiffen liegt, aber immerhin etwas mehr als am Montag, als nur vier Frachter die Meerenge passierten. Die Daten könnten sich allerdings noch ändern, da manche Schiffe ihre Ortungssender während der Fahrt abschalten. Die für den internationalen Transport von Öl, Gas und anderen Gütern extrem wichtige Straße von Hormus ist seit Beginn des Kriegs der USA gegen den Iran vor einem halben Jahr weitgehend blockiert.
07.30 Uhr: Israel räumt UN-Gelände in Ost-Jerusalem
Israel hat am Dienstag mit der Räumung eines Geländes des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) in Ost-Jerusalem begonnen. Das Kalandia-Ausbildungszentrum war 1952 gegründet worden und bot laut UNRWA jedes Jahr etwa 340 Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland eine Berufsausbildung.
Israel wirft der 1949 gegründeten UN-Organisation vor, von der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas unterwandert zu sein. "Israel wird es einer Organisation, deren Mitarbeiter in Terrorismus und die Massaker vom 7. Oktober verstrickt waren, nicht erlauben, auf seinem Territorium zu agieren, und wird dagegen mit allen verfügbaren Mitteln vorgehen", heißt es in einer Mitteilung von Regierungschef Benjamin Netanjahu.
Laut dem Palästinenserhilfswerk waren am Dienstagvormittag (Ortszeit) israelische Truppen mit mindestens vier gepanzerten Fahrzeugen "gewaltsam" auf das Gelände des Ausbildungszentrums vorgedrungen, begleitet von mehr als 50 israelischen Sicherheitskräften. UNRWA verurteilte den Vorfall scharf und erklärte, "das Eindringen von bewaffneten Sicherheitskräften in eine Einrichtung der Vereinten Nationen ohne Genehmigung oder Zustimmung der Vereinten Nationen ist nicht hinnehmbar." Die Palästinensische Autonomiebehörde, die Teile des Westjordanlands verwaltet, sprach angesichts der Räumung des Geländes von "einem schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht".
Im Audio: Israelische Polizei räumt UNRWA-Berufsschule in Ostjerusalem
Archivbild: Außenstelle des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) im Westjordanland und in Jerusalem.
06.13 Uhr: Seit Iran-Krieg 20 Tote in Straße von Hormus
Knapp sechs Monate nach Beginn des Krieges im Iran bleibt die für die Weltwirtschaft immens wichtige Straße von Hormus de facto geschlossen. Seit dem 28. Februar wurden nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) mindestens 20 Seeleute und Hafenarbeiter in der Meerenge getötet. 35 weitere seien verletzt worden. Ein Mensch sei außerdem als vermisst gemeldet worden. Tausende Seeleute sitzen außerdem nach wie vor fest, der Schiffsverkehr ist fast zum Erliegen gekommen.
00.01 Uhr: USA laut "Axios" an Verbündete: Planen vorerst keine neuen Iran-Angriffe
Das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, US-Außenminister Marco Rubio habe in den vergangenen Tagen mehreren Außenministern aus verbündeten Ländern mitgeteilt, dass die USA vorerst voraussichtlich keine neuen Angriffe gegen den Iran starten werden. Stattdessen wollten sich die USA auf andere Druckmittel konzentrieren, heißt es unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und eine zweite Person mit Kenntnis der Angelegenheit.
Mittwoch, 26. August 2026
17.52 Uhr: Oman und Iran planen temporäre Route durch Straße von Hormus
Der Oman und der Iran einigen sich auf einen Rahmenplan für die sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Dieser sehe die Einrichtung einer temporären Schifffahrtsroute sowie ein Projekt zur Minenräumung in der Meerenge vor, teilen die Außenminister beider Länder in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Verhandlungen auf Fachebene über eine dauerhafte Route und die künftige Verwaltung der Wasserstraße sollen fortgesetzt werden. Zudem betonen die Minister die Bedeutung von Gesprächen mit anderen Anrainerstaaten des Persischen Golfs.
17.35 Uhr: Israelische Siedler im Westjordanland greifen AFP-Journalisten an
Im Westjordanland haben israelische Siedler Journalisten der Nachrichtenagentur AFP angegriffen, als diese über einen Zusammenstoß zwischen israelischen Aktivisten und Siedlern berichten wollten. Das dreiköpfige AFP-Team hielt sich in der Ortschaft Dschannatah nahe Bethlehem auf, wo linksgerichtete Aktivisten von Siedlern angegriffenen Palästinensern einen Solidaritätsbesuch abstatteten.
Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Aktivisten, woraufhin die israelische Armee die Journalisten anwies, das "militärische Sperrgebiet" zu verlassen. In diesem Moment rasten zwei mit weiteren Siedlern besetzte Autos heran. Die Siedler, viele von ihnen Kinder, warfen Steine auf die Aktivisten und Medienvertreter. Ein AFP-Journalist konnte einem Stein ausweichen, wurde daraufhin jedoch von einem Kind mit einem Stock am Kinn getroffen, woraufhin er blutete.
Als die Journalisten zu ihren Fahrzeugen zurückkehrten, fanden sie diese beschädigt vor. Die Scheiben waren eingeschlagen und die Reifen zerstochen. Fünf Menschen wurden nach dem Vorfall mit Verletzungen behandelt, wie der Palästinensische Rote Halbmond mitteilte. Den AFP-Journalisten zufolge wurde mindestens ein israelischer Aktivist in einem palästinensischen Rettungswagen weggefahren.
17.03 Uhr: Trump – Minen in Straße von Hormus geräumt
Die US-Marine hat nach Angaben von Präsident Donald Trump alle Minen in den internationalen Gewässern der Straße von Hormus geräumt oder gesprengt. Der Iran sei darüber informiert worden, dass jedes Schiff oder Boot, das neue Minen verlege, sofort zerstört werde, erklärte Trump.
15.42 Uhr: China kritisiert Sanktionsdrohungen der USA
China hat sich gegen die Drohung der US-Regierung mit verschärften Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner verwahrt. "China wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen entschlossen zu schützen", sagte der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian. China ist der wichtigste Handelspartner des Iran. Seit Kriegsbeginn verhängte Washington mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen wegen des Kaufs iranischen Öls.
14.45 Uhr: Secret Service bestätigt iranische Drohung gegen Trumps jüngsten Sohn
Der Personenschutz des Weißen Hauses hat die Existenz eines iranischen Videos mit Drohungen gegen Donald Trumps Sohn Barron bestätigt. Iranische Staatsmedien hätten ein Video ausgestrahlt, das offenbar das Leben des 20-Jährigen bedrohe, sagte Secret-Service-Sprecher Nate Herring. "Der US Secret Service ist sich des Videos bewusst und untersucht alles, was als Bedrohung gegen unsere Schutzpersonen wahrgenommen werden kann", fügte er hinzu. Zuvor hatte der US-Sender CNN über die Drohung berichtet.
14.27 Uhr: Trump fordert Ende der Hinrichtungen von Demonstranten im Iran
US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Hinrichtungen von Demonstranten im Iran gefordert. Teheran "tötet in beispiellosem Ausmaß Demonstranten, sogar dann, wenn sie gar nicht demonstrieren", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Dies ist eine humanitäre Krise von epischem Ausmaß und muss jetzt gestoppt werden", fügte er hinzu. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen ist der Iran nach China das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden.
12.16 Uhr: Israelischer Abgeordneter zerstört palästinensisches Denkmal
Ein ultranationalistischer israelischer Abgeordneter hat in einem palästinensischen Dorf ein Denkmal mit einem Vorschlaghammer zerstört. Videoaufnahmen des Vorfalls in Madama im nördlichen Westjordanland zeigen, wie Knesset-Mitglied Zvi Sukkot und weitere Personen dabei von israelischen Soldaten geschützt wurden. Sukkot gehört der Partei Religiöser Zionismus an, die zu den rechtsextremen Kräften in der Koalition von Regierungschef Benjamin Netanjahu zählt. Nach palästinensischen Angaben handelte es sich um ein Denkmal für "Märtyrer" aus dem Dorf. Sukkot schrieb auf der Plattform X, das Denkmal habe Terroristen verherrlicht.
10.40 Uhr: US-Sanktionen gegen Partner des Iran – China will seine Interessen schützen
Nach der Ankündigung der US-Regierung zu verschärften Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner hat die chinesische Regierung den Schutz der eigenen Interessen betont. "China wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen entschlossen zu schützen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, in Peking. "China hat bereits viele Male erklärt, dass es illegale einseitige Sanktionen entschieden ablehnt." China ist der wichtigste Handelspartner des Iran.
09.44 Uhr: Iran droht USA nach neuen Sanktionen mit Vergeltung
Der Iran hat den USA nach der Ankündigung neuer Sanktionen mit Vergeltung gedroht. Das Land sei vollständig auf die US-Strafmaßnahmen vorbereitet, sagte Wirtschaftsminister Ali Madanizadeh im Staatsfernsehen. Die Gegner beabsichtigten wirtschaftlichen Terror, doch der Iran habe eigene Instrumente. Die militärische Doktrin sei nicht mehr nur defensiv, die Feinde sollten sich auf einen Angriff einstellen.
09.42 Uhr: Vermittlungsbemühungen Pakistans
Nach erneuten Gesprächen des Vermittlers Pakistan im Iran zeigt sich Islamabad zuversichtlich. Man habe "sehr positive und produktive Gespräche" mit Irans Präsident Massud Peseschkian geführt, schrieb der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi nach einem Besuch in Teheran auf der Plattform X.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen der Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie die notwendigen Schritte beider Seiten zur Wiederherstellung des Rahmenabkommens von Mitte Juni und damit zur umfassenden Beilegung des Konflikts, wie Naqvi weiter schrieb. Es seien bedeutende Fortschritte erzielt worden, hieß es. Weitere Details wurden nicht genannt.
07.34 Uhr: Schiffs-Tracking – Nur ein Gas-Tanker passierte am Montag Straße von Hormus
Der Schiffstracking-Dienst Kpler meldet für Montag die Durchfahrt eines einzigen Gas-Tankers durch die Straße von Hormus. So wenige Schiffe waren es zuletzt am 7. Mai, wie aus vorläufigen Kpler-Daten hervorgeht. Die Angaben könnten sich jedoch noch ändern, da Schiffe auf ihrer Durchfahrt mitunter ihre Transponder abschalten. Am Sonntag waren noch sechs Schiffe verschiedener Typen registriert worden.
06.19 Uhr: US-Sanktionen gegen Iran - Schonfrist für Partnerländer
Die US-Regierung hat eine mögliche Ausweitung ihrer Sanktionen gegen den Iran angekündigt, setzt diese aber noch nicht in vollem Umfang um. Zwar belegte das Finanzministerium am Montag fast 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe mit Strafmaßnahmen und ging gegen fünf Sektoren vor, darunter Kryptowährungen, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt.
Die angedrohte Bestrafung von Ländern, die Geschäftsbeziehungen zum Iran unterhalten, wurde jedoch vorerst aufgeschoben. US-Finanzminister Scott Bessent sprach von einem "wirtschaftlichen D-Day" und einer letzten Warnung an andere Staaten, ihre Verbindungen zu kappen. "Unser Ziel ist es, jede wirtschaftliche Lebensader zu durchtrennen, die dieses tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran allein dasteht", sagte Bessent. Man wolle den betroffenen Ländern jedoch eine Schonfrist einräumen, erklärte er, ohne Staaten namentlich zu nennen.
Im Audio: USA verschärfen Sanktionen gegen Iran
Die USA verschärfen ihren Kurs gegen den Iran mit Sanktionen.
06.15 Uhr: Hegseth schließt erneute Angriffe auf Iran nicht aus
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hält eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran trotz der derzeitigen Kampfpause für möglich. "Keineswegs schließen wir militärische Angriffe aus - weder in der Straße von Hormus noch in der Umgebung des Irans", sagte Hegseth am Montag (Ortszeit). Falls der Iran "dumm genug ist, den Bogen zu überspannen oder sich mit dem US-Militär anzulegen, werden wir tun, was nötig ist". Hegseth fügte hinzu, dass der wirtschaftliche Druck auf die Islamische Republik dem Land seiner Auffassung nach derzeit am meisten schadet.
02.07 Uhr: Britische Behörde - Tanker in Straße von Hormus von "unbekanntem Geschoss" getroffen
Ein Öltanker ist britischen Angaben zufolge in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Der Maschinenraum sei dabei beschädigt worden, teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO mit. Das Schiff sei manövrierunfähig. Die Besatzungsmitglieder seien unverletzt und in Sicherheit. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge knapp 17 Kilometer vor der Küste des Oman. Weitere Angaben zum Tanker machte die Behörde nicht.
01.24 Uhr: USA wollen Einnahmequellen des Irans trockenlegen
Die USA erhöhen den Druck auf den Iran. Laut US-Finanzminister Scott Bessent gibt es neue Sanktionen gegen rund 60 Firmen und Personen. Die Strafmaßnahmen beziehen sich demnach auf wichtige Bereiche wie Finanzen, Öl, Technologie und die Schifffahrt. Außerdem forderte Bessent andere Länder auf, alle Wirtschaftsbeziehungen zum Iran abzubrechen, um das Land zu isolieren. Er drohte Vergeltungsmaßnahmen an für den Fall, dass das nicht geschieht. Konkrete Staaten nannte Bessent aber nicht. Große Handelspartner des Iran sind unter anderem China, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Auch ist unklar, was die Strafmaßnahmen genau bedeuten.
Dienstag, 25. August 2026
19.42 Uhr: USA streichen Syrien von Terrorliste
Die USA streichen Syrien von ihrer Liste der staatlichen Terrorunterstützer, wie aus einer Mitteilung des US-Finanzministeriums hervorgeht. Die Regierung in Washington hatte den Schritt angekündigt, vorbehaltlich einer Überprüfung durch den Kongress.
19.22 Uhr: Palästinenser - Kinder bei israelischen Gaza-Angriffen getötet
Bei israelischen Luftangriffen sind im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben unter anderem zwei Kinder getötet worden. Sanitäter und Angehörige berichteten, eine Zehnjährige sei in einem Zelt von einer Kugel in den Rücken getroffen worden. Das israelische Militär erklärte, es habe keine Kenntnis von einem solchen Vorfall. Zudem starben Sanitätern zufolge ein vierjähriger Junge und ein weiterer Palästinenser bei anderen israelischen Angriffen. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im Oktober sind laut Angaben von Gesundheitsbehörden in Gaza mehr als 1280 Palästinenser in Gaza getötet worden, während das israelische Militär angibt, dass vier israelische Soldaten getötet wurden.
19.21 Uhr: Netanjahu - Iran versuchte einen meiner Söhne "zu töten"
Der Iran hat nach den Worten von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu versucht, einen seiner beiden Söhne zu töten. "Etwas Unglaubliches ist geschehen: Der Iran hat einen meiner Söhne ins Visier genommen", sagte Netanjahu in einem Telefoninterview mit dem israelischen Sender Channel 14 am Montag. Der Iran habe "versucht, einen meiner Söhne zu töten", sagte der Regierungschef, ohne weitere Einzelheiten zu nennen
19.09 Uhr: USA - Finanzministerium verhängt neue Iran-Sanktionen
Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen fast 60 mit dem Iran verbundene Organisationen, Personen und Schiffe. Betroffen sind Netzwerke aus den Bereichen Nukleartechnik, Raketen, Cybertechnologie und Öl, wie aus einer Mitteilung des Ministeriums hervorgeht. Zudem setzt es allgemeine Genehmigungen aus, die bestimmte Überweisungen in den Iran erlaubt hatten. Für potenzielle Sekundärsanktionen nimmt die Behörde fünf Sektoren ins Visier: digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Die Maßnahmen richten sich demnach auch gegen ein Netzwerk aus Firmen und Schiffen einer sogenannten Schattenflotte in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong, China, Singapur, der Schweiz und anderen europäischen Ländern.
16.22 Uhr: USA wollen Sanktionen gegen Iran massiv ausweiten
Die US-Regierung will den wirtschaftlichen Druck auf den Iran deutlich erhöhen, indem das Finanzministerium in Washington heute voraussichtlich den Anwendungsbereich sogenannter Sekundärsanktionen ausdehnt. Das sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Dies ziele auf Unternehmen und Staaten ab, die weiterhin Geschäftsbeziehungen mit dem Iran unterhalten. Der US-Finanzminister und Präsident Donald Trump hatten die Sanktionsausweitung als "wirtschaftlichen D-Day" bezeichnet.
15.28 Uhr: Trump sieht Iran vor dem Zusammenbruch
US-Präsident Donald Trump sieht den Iran angesichts des von ihm angedrohten Wirtschaftsembargos vor dem Kollaps. "Der Iran bricht vollständig zusammen!!!", schrieb Trump am heutigen Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der US-Finanzminister will die geplanten wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gegen das Land ab 19 Uhr (MESZ) erläutern.
Vergangene Woche hatte Trump angesichts der stockenden Verhandlungen mit dem Iran einen "Wirtschaftskrieg" gegen das Land angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, erklärte er.
14.55 Uhr: Irans Währung fällt auf Rekordtief
Die iranische Währung ist auf ein Rekordtief gefallen. Auf dem informellen Devisenmarkt kostete ein US-Dollar am Montag zu Handelsbeginn 2,02 Millionen Rial. Der Kursverfall kommt kurz vor der erwarteten Ankündigung weiterer US-Sanktionen, die Washington als einen "ökonomischen D-Day" bezeichnete und mit denen der Druck auf die bereits von Sanktionen und einer US-Seeblockade belastete iranische Wirtschaft weiter erhöht werden soll.
14.42 Uhr: Israel tötet weitere mutmaßliche Hamas-Täter
In der Nacht seien in Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen zwei Hamas-Mitglieder getötet worden, die damals auf israelisches Gebiet vorgedrungen seien und am Massaker vom 7. Oktober 2023 teilgenommen hätten, teilte die israelische Armee mit. Am Sonntag war nach Militärangaben in Chan Junis im Süden des Küstenstreifens bereits ein Mitglied der Hamas-Eliteeinheit "Nuchba" getötet worden.
Zu den in der Nacht getöteten Palästinensern erklärte die Armee, sie hätten zuletzt Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten geplant. Zudem hätten sie versucht, die Terrororganisation wieder aufzubauen. Damit hätten sie gegen die im Oktober vereinbarte Waffenruhe verstoßen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
12.13 Uhr: Christliche Stimmen appellieren gegen das Vergessen von Gaza
Die Friedensinitiative "Jerusalem Voice for Justice" warnt mit einem Appell vor einer Gewöhnung an das Leid in Gaza und vor einer Eskalation der Lage im Westjordanland. Die Unterzeichner, darunter der emeritierte lateinische Patriarch von Jerusalem, Michel Sabbah, der emeritierte lutherische Bischof, Munib Younan, und der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna, rufen Kirchen, politische Entscheidungsträger und die internationale Öffentlichkeit zum Handeln auf.
Die Unterzeichner fordern ein Ende von Tötung, Zerstörung und Hunger, den Schutz der Zivilbevölkerung und ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe. Jedes menschliche Leben sei heilig; Frieden könne nicht auf den Ruinen eines Volkes entstehen.
10.35 Uhr: Tanker im Roten Meer laut Behörde von "unbekanntem Geschoss" getroffen
Ein Öltanker ist nach britischen Angaben rund 63 Seemeilen vor dem saudiarabischen Hafen Janbu von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden und in Brand geraten. Die Besatzung sei wohlauf, zudem seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden, teilte die britische Seefahrtbehörde UKMTO am Montag mit. Das britische Sicherheitsunternehmen Vanguard Tech berichtete, ein unter saudiarabischer Flagge fahrendes Schiff sei von einer Rakete getroffen worden und habe Feuer gefangen.
10.25 Uhr: Iran droht Schiffen in Straße von Hormus mit Beschlagnahmung
Der Iran droht Schiffen mit Konsequenzen, wenn sie gegen seine Transitregelungen für die Straße von Hormus verstoßen. Möglich seien Geldstrafen, aber auch die Festsetzung oder Beschlagnahmung von Schiffen, teilte die von der Regierung in Teheran neu eingerichtete Behörde PGSA ("Persian Gulf Strait Authority" auf der Plattform X mit. Die Warnung erhöht die Risiken für Charterer und Reeder, deren Schiffe die Meerenge zwischen dem Iran und Oman passieren sollen. Frachteigner wurden aufgefordert, eine aktualisierte Liste der als nicht konform eingestuften Schiffe zu prüfen. Um von der Liste gestrichen zu werden, müssten betroffene Schiffe einen Antrag mit entsprechenden Erklärungen bei den iranischen Schifffahrtsbehörden einreichen.
10.08 Uhr: USA sagen Militärmanöver mit Südkorea wegen Iran-Kriegs ab
Die USA haben ein für kommenden Monat geplantes Militärmanöver mit Südkorea abgesagt. Grund seien Engpässe bei den eigenen Truppenkapazitäten infolge des Krieges im Iran, teilte die südkoreanische Marineinfanterie mit. Die US-Marineinfanterie habe ihre südkoreanischen Kollegen bereits im Juni darüber informiert, dass für das als "Ssangyong" bekannte Manöver auf Divisionsebene nicht genügend Kräfte zur Verfügung stünden. Beide Verbündeten stünden wegen einer möglichen Wiederaufnahme der Übung in engem Austausch. Trump hatte den Schritt in seinem Onlinedienst Truth Social unter anderem mit den hohen Kosten begründet und in einer überraschenden Volte die Manöver mit dem engen Verbündeten Südkorea als "feindselig" gegenüber Nordkorea kritisiert.
09.31 Uhr: Omanischer Außenminister besucht den Iran für Gesprächen über die Straße von Hormus
Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi reist nach Angaben aus Teheran am Dienstag zu Gesprächen über die Lage rund um die Straße von Hormus in den Iran. Er werde "die laufenden politischen Beratungen zwischen beiden Seiten als Anrainerstaaten der Straße von Hormus fortführen, um Frieden und Sicherheit in der Region zu stärken", erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Der Besuch diene zudem dazu, "die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Iran und Oman zu stärken". Al-Busaidi werde seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi treffen, um bilaterale und regionale Fragen zu erörtern.
09.15 Uhr: Iran räumt wirtschaftliche Schwierigkeiten ein
Präsident Peseschkian sagte laut einer Mitteilung, der Iran sei mit einem umfassenden wirtschaftlichen, militärischen und sicherheitspolitischen Krieg konfrontiert. Er setze sich dafür ein, die Inflation zu senken. US-Finanzminister Bessent kündigte derweil auf der Plattform X an, heute die "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen den Iran vorstellen zu wollen.
06.08 Uhr: US-Finanzminister zu Iran-Krieg - Treten in Endphase ein
Die USA treten nach den Worten von Finanzminister Scott Bessent in die "Endphase" des Iran-Kriegs ein. "Im Morgengrauen beginnt ein wirtschaftlicher "D-Day" – die größte finanzielle Offensive, die jemals gegen einen Gegner mobilisiert wurde", schrieb Bessent auf der Plattform X. Bei einer für heute angekündigten Pressekonferenz will er die "härtesten Sanktionen der Geschichte" gegen den Iran vorstellen. US-Präsident Donald Trump habe die militärischen Fähigkeiten des Iran "zerschlagen", schrieb Bessent weiter. Nahezu 100 Prozent der Militärfabriken des Landes seien zerstört und sein Atomprogramm zunichtegemacht worden. "Wir treten nun in die Endphase ein", behauptete Bessent.
05.19 Uhr: Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg - und droht Golfstaaten
Der Iran warnt die USA vor schweren Konsequenzen des angekündigten Wirtschaftskriegs gegen die Islamische Republik. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf veröffentlichte auf der Plattform X einen Comic, der suggerierte, dass verschärfte Sanktionen gegen den Iran auch die USA treffen könnten. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resai, warnte zudem die ölreichen Nachbarländer davor, sich Washington anzuschließen. Wer dies tue, werde vom Iran als Feind betrachtet, sagte Resai im Staatsfernsehen. Man werde zunächst mit den Golfstaaten verhandeln. Sollte dies scheitern, werde der Iran Öllieferungen nicht nur durch die Straße von Hormus, sondern auch andere Routen in der Region blockieren.
04.45 Uhr: Wohl nur 20 Schiffe durchquerten am Wochenende Straße von Hormus
Wegen der Blockaden durch den Iran und die USA passieren derzeit kaum noch Frachtschiffe die für den Energietransport wichtige Straße von Hormus. Nach vorläufigen Daten des Schifffahrtsanalysten Kpler durchquerten am Wochenende weniger als 20 Schiffe die Wasserstraße. Kpler weist allerdings darauf hin, dass sich die Zahlen noch ändern könnten, da einige Schiffe während der Durchfahrt ihre Transponder ausgeschaltet haben.
Montag, 24. August 2026
Im Video: Weltweiter Widerstand gegen Israels umstrittenes Siedlungsprojekt
Israel: Umstrittene Siedlungspolitik.





