Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
19.30 Uhr: Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine
[Update] Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben erneut mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Der vom Kreml eingesetzte Bürgermeister von Enerhodar im russisch besetzten Teil der Ukraine, Maxim Puchow, meldete zudem eine Tote und zwei Verletzte durch einen ukrainischen Angriff am Sonntag. In der russischen Grenzregion Belgorod starb eine Frau in einem Krankenhaus, nachdem sie bei einem ukrainischen Angriff verletzt worden war, wie die regionalen Behörden mitteilten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass Russland am Sonntagmorgen zudem zweimal ein Rechenzentrum in Kiew angegriffen habe, wobei zwei Kinder und ein Erwachsener verletzt worden seien. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, das Rechenzentrum habe Internetdienste für die ukrainischen Streitkräfte bereitgestellt.
18.18 Uhr: EU-Verteidigungsminister beraten über Patriot-Raketen für die Ukraine
Die Verteidigungsminister der EU beraten am morgigen Montag in Brüssel unter anderem darüber, wie die Ukraine mit mehr Raketen des US-Luftabwehrsystems Patriot ausgestattet werden kann. Ein Vorschlag sieht nach Angaben eines ranghohen EU-Beamten vor, dass Mitgliedstaaten ihren Platz in der Warteschlange für Bestellungen mit der Ukraine tauschen. Das Patriot-System spielt eine zentrale Rolle beim Schutz vor ballistischen Raketen aus Russland.
Ein weiteres Thema des Treffens ist der erste Bericht zur Verteidigungsfähigkeit der EU, den die Europäische Verteidigungsagentur erstellt hat. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wird nach Angaben eines Sprechers nicht zu dem Treffen reisen.
15.35 Uhr: Abgeriegelte Frontstadt Oleschky - Lebensmittel aus der Luft
Ukrainische Truppen haben nach Behördenangaben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die seit Monaten abgeriegelte Stadt Oleschky auf russischem Besatzungsgebiet im Süden gebracht. Russland halte in der Stadt etwa 2.000 Menschen fest, darunter fast 50 Kinder, teilte der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit.
Die Lage in der Kleinstadt am südlichen Ufer des Dnipro, neun Kilometer von Cherson entfernt, wird von Hilfsorganisationen schon länger beklagt. Kremlsprecher Dmitri Peskow gestand Anfang vergangener Woche die kritische Lage ein. Der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, hatte am Freitag einen sofortigen örtlichen Waffenstillstand gefordert, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen und die Zivilbevölkerung zu evakuieren. Bislang sind aber alle Versuche gescheitert, einen humanitären Korridor einzurichten, um die Menschen aus der Stadt bringen zu können.
13.27 Uhr: Selenskyj beklagt 2.200 russische Drohnenangriffe in einer Woche
Russland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der vergangenen Woche mit mehr als 2.200 Kampfdrohnen großer Reichweite angegriffen. Auch mehr als 1.640 Gleitbomben und 38 ballistische Raketen und Marschflugkörper seien eingesetzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.
12.56 Uhr: Mindestens fünf Tote durch nächtliche russische Attacken auf die Ukraine
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge fünf Menschen getötet worden. Bei nächtlichen Angriffen auf die südliche Region Saporischschja seien drei Menschen getötet worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag mit. Zudem habe es ein Todesopfer durch einen russischen Drohnenangriff in Kiew gegeben. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, dass eine Frau und zwei 16-Jährige in der Hauptstadt verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert worden seien.
Behörden der Region Odessa berichteten derweil von einem "massiven Angriff" im Süden des am Schwarzen Meer gelegenen Gebiets mit einem Todesopfer. Der Regionalgouverneur Oleh Kiper erklärte, russische Angriffe hätten "ein Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung, ein Hotel, ein Geschäft sowie ein Lagerhaus für Getreide" beschädigt.
11.07 Uhr: Russland greift Ukraine erneut aus der Luft an
Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag Ziele in der Ukraine mit Drohnen angegriffen. Die Attacken hätten sich gegen Logistikzentren, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur sowie Kommunikationszentralen und Schiffe mit Verbindung zum ukrainischen Militär gerichtet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Getroffen worden seien unter anderem ein Datenzentrum in Kiew, Logistik-Knotenpunkte in den Regionen Kiew und Odessa sowie zwei Drohnenlager in Mykolajiw.
01.03 Uhr: EU stellt Ukraine 52 Millionen zur Verfügung
Die Europäische Union stellt 710 Millionen Euro für Menschen bereit, die weltweit von Konflikten, Naturkatastrophen und anderen Krisen betroffen sind. 52 Millionen Euro davon gehen in die Ukraine, unter anderem zur Vorbereitung auf den Winter.
Sonntag, 27. September 2026
22.36 Uhr: Russische Angriffe treffen Odessa
Eine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichteten die örtlichen Medien. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen, über der Stadt bildeten sich dichte Rauchwolken.
Bei den Attacken seien private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper am Abend auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär im Tagesverlauf zweimal einen Baumarkt in der Hafenstadt angegriffen.
20.29 Uhr: Selenskyj - Keine Friedensbereitschaft im Kreml erkennbar
Der Kreml ist nach Meinung Kiews auch nach viereinhalb Jahren Krieg nicht bereit zu einem Friedensschluss. Vielmehr werde nach Vorwänden gesucht, den Krieg fortzusetzen. "Offensichtlich bereiten sich die Russen nicht darauf vor, den Krieg zu beenden - zumindest derzeit nicht", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Putin hat ständig irgendeinen Vorwand parat, um sich nicht zu treffen, um kein Dreiertreffen abzuhalten, um nicht zu sprechen, um diese Morde nicht zu beenden und nicht zu stoppen."
An dieser Haltung habe sich seit Jahren nichts geändert. "Er sucht nach Vorwänden, um Krieg zu führen", sagte Selenskyj. "Es klingt immer gleich, und unser jüngstes Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt dies."
20.13 Uhr: Lawrow fand Wadephul-Treffen überflüssig
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinerlei Fortschritte durch das Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. "Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört", sagte Lawrow auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: "Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können 'Lesen Sie meine Erklärung'."
20.05 Uhr: Selenskyj - Ukraine fängt 55 Prozent der russischen Jet-Drohnen ab
Die ukrainische Flugabwehr fängt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj derzeit 55 Prozent der von Russland abgefeuerten düsengetriebenen Drohnen ab. Dies erklärt er in seiner abendlichen Ansprache vor dem Hintergrund anhaltender russischer Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Kiew und andere ukrainische Städte.
19.16 Uhr: Wadephul - Weiterhin Uneinigkeit mit Lawrow
Gut 20 Minuten spricht der deutsche Außenminister am Rande der UN-Vollversammlung mit seinem russischen Kollegen. Nach dem Gespräch mit Sergej Lawrow sieht Johann Wadephul weiterhin Uneinigkeit bei den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. "Es war ein intensives Gespräch. Natürlich sind wir über wesentliche Punkte nicht einig geworden", sagte der CDU-Politiker dem ZDF. Er habe Lawrow "angeboten zu deeskalieren, insbesondere auch mit Blick auf die Situation in der Ukraine, aber das hat noch keine offenen Ohren gefunden", fügte Wadephul hinzu.
Ihm sei wichtig gewesen, klarzumachen, dass Deutschland "derartige Dinge wie den Drohnenangriff in Leipzig nicht akzeptiert. Dass das eine Eskalation ist, die nicht akzeptabel ist", sagte Wadephul. Er habe Russland gewarnt, so weiterzumachen. "Wir können uns verteidigen, wir können uns wehren, das werden wir auch tun." Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall mit einer nicht explodierten Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich. Moskau weist jede Verantwortung dafür zurück.
18.34 Uhr: Lawrow - Europa will Friedensversuche vereiteln
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den europäischen Staaten Kriegstreiberei vorgeworfen. Die europäischen Länder täten alles, um die Aussicht auf Friedensverhandlungen zur Ukraine zu vereiteln, sagte Lawrow bei seinem Auftritt vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. "Da man in Europa die Vergeblichkeit seiner Bemühungen erkennt, tut man alles, um eine friedliche Lösung zu verhindern und die Aussichten auf Verhandlungen zu vereiteln, an denen viele interessiert sind, darunter auch die Regierung von Trump."
Der Westen versorge die ukrainische Regierung mit Waffen und helfe Kiew dabei, "Drohnen und Raketen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur zu richten". Lawrow betonte, der Krieg gegen die Ukraine werde fortgesetzt.
17.17 Uhr: Mindestens 16 Tote in Russland und der Ukraine bei gegenseitigen Angriffen
Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen getötet worden. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden zwei Menschen in Saporischschja im Süden des Landes getötet, vier weitere Todesopfer meldeten die Behörden in Sumy und in Dnipropetrowsk. Die russischen Behörden meldeten zehn Todesopfer bei ukrainischen Angriffen.
16.45 Uhr: Lawrow und Wadephul treffen sich am Rande der UN-Vollversammlung
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich in New York mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow getroffen. Das erste bilaterale Treffen der Außenminister der beiden Länder seit Jahren fand am Rande der UN-Generaldebatte statt.
15.51 Uhr: Zahl der Toten bei gegenseitigen Angriffen auf mindestens elf gestiegen
Bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Zwei Menschen seien in der südukrainischen Stadt Saporischschja getötet worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Die Behörden in der nordostukrainischen Stadt Sumy meldeten zwei weitere Todesopfer. Die russischen Behörden meldeten insgesamt sieben Todesopfer bei ukrainischen Angriffen.
In Sumy wurden bei einem russischen Luftangriff den Behörden zufolge außerdem sechs Menschen verletzt, darunter ein anderthalb Jahre altes Mädchen. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Wohnhaus fünf weitere Menschen verletzt, wie die Behörden mitteilten.
13.35 Uhr: Sieben Tote in Ukraine und Russland bei gegenseitigen Angriffen
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben vier Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden in der russischen Region Krasnodar meldeten ihrerseits drei Tote und zwei Verletzte nach einem ukrainischen Drohnenangriff. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte einen Angriff auf eine Raffinerie in Krasnodar.
13.12 Uhr: Putin spricht mit serbischem Präsidenten Vucic über Ukraine
Der russische Präsident Wladimir Putin und der serbische Präsident Aleksandar Vucic haben in einem Telefonat über den Ukraine-Konflikt und die Zusammenarbeit im Energiesektor gesprochen, wie der Kreml mitteilte.
12.39 Uhr: Selenskyj - Tote und Verletzte durch russische Angriffe
Russische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben. Er berichtete auch von Angriffen auf Kiew sowie die Gebiete Odessa, Sumy, Charkiw, Poltawa, Mykolajiw und Winnyzja.
10.46 Uhr: Drei Tote bei ukrainischem Angriff auf die Region Krasnodar
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Region Krasnodar kamen laut örtlichen Behörden drei Menschen ums Leben und zwei wurden verletzt. Die örtliche Einsatzgruppe erklärte, dass die durch den Angriff ausgelösten Brände auf Industriegeländen gelöscht worden seien.
10.05 Uhr: Ukraine greift Ölraffinerie in Ilsky in Südrussland an
Ukrainische Streitkräfte haben in einem nächtlichen Angriff die Ölraffinerie Ilsky in der südrussischen Region Krasnodar getroffen. Das teilte das Militär in Kiew mit. In einer Erklärung des Generalstab heißt es, dass in der Anlage ein Brand ausgebrochen sei.
06.19 Uhr: Bundesaußenminister Wadephul hält Rede bei UN-Generaldebatte
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält heute eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York. Wadephul tritt nach Angaben des Auswärtigen Amts in der ersten Tageshälfte vor die Delegierten in New York. Der Außenminister vertritt wie schon im Vorjahr Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Merz steht wegen des schlechten Abschneidens seiner Partei bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin innenpolitisch unter großem Druck und ist deshalb nicht nach New York gereist.
Bundesaußenminister Johann Wadephul hält eine Rede bei der UN-Generaldebatte in New York.
01.10 Uhr: Ukraine bittet die Partner um weitere 27 Milliarden Dollar
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die Partner der Ukraine um weitere 27 Milliarden Dollar für die Verteidigung. Die Verteidigungskosten seien gestiegen, sagte Selenskyj Journalisten über WhatsApp. Die Ukraine müsse im Oktober und November Drohnen bestellen, da sie sonst Anfang nächsten Jahres vor Herausforderungen stehen werde. "Jeder versteht, dass die Ukraine nicht allein sein kann und dass mehr in ukrainische Drohnen und Raketen investiert werden muss." Kiew habe die EU gebeten. einen Teil eines Darlehens vorzuziehen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten.
Samstag, 26. September 2026
21.36 Uhr: Vier italienische Nato-Soldaten in Lettland verletzt
Bei einem Zwischenfall während einer Nato-Übung in Lettland sind vier italienische Soldaten verletzt worden, einer davon schwer. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Rom wurde ihr Fahrzeug in einem Stützpunkt nahe der Kleinstadt Adazi mit einem Maschinengewehr beschossen, das auf einem italienischen Schützenpanzer vom Typ Dardo befestigt war. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.
Italien hat im Rahmen einer internationalen Brigade mehr als 300 Soldaten in Lettland stationiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Verletzten zur Behandlung in die Hauptstadt Riga gebracht, etwa 25 Kilometer entfernt. Keiner der vier sei in Lebensgefahr, hieß es weiter. Das Militär leitete Ermittlungen ein, um den genauen Hergang zu klären.
20.04 Uhr: Putin - Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor
Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land "nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa" vorbereite. "Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen", sagte Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.
Putin äußerte sich außerdem zu einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche mit der Ukraine. Die Vorschläge dazu "liegen alle auf dem Tisch, und es ist alles möglich", sagte der Kreml-Chef. "Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir sehr sorgfältig darüber nachdenken, welche Schritte wir als Antwort unternehmen müssen", fügte er mit Blick auf die ukrainischen Angriffe auf russischem Territorium hinzu.
17.20 Uhr: Agentur – Großteil russischer Getreide-Terminals schnell einsatzbereit
Russland kann einer Analyse der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bei einer Waffenruhe mit der Ukraine schnell bis zu 80 Prozent der Kapazität seiner Getreideterminals wieder in Betrieb nehmen. Drei Terminals mit rund 20 Prozent der Kapazität im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer sind jedoch schwer beschädigt. Ihre Reparatur könnte Monate dauern.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bemüht sich um eine Wiederaufnahme des durch gegenseitige Angriffe zum Erliegen gekommenen Handels. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sind auch Indien und Ägypten beteiligt. Russland ist der weltgrößte Weizenexporteur. Die Unterbrechung der Lieferungen treibt die weltweiten Getreidepreise in die Höhe.
15.13 Uhr: Kallas - EU-Länder einigen sich auf Verwendung von Milliarden aus Ukraine-Waffenfonds
Die Mitgliedstaaten der EU haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas über die Verwendung von 6,6 Milliarden Euro aus dem Ukraine-Waffenfonds Europäische Friedensfazilität (EFF) verständigt. Eine Milliarde Euro soll in die gemeinsame Beschaffung weiterer Ausrüstung für die Ukraine fließen, erklärte Kallas am Freitag in Onlinediensten. 900 Millionen Euro sind demnach für die EU-Ausbildungsmission (Eumam) ukrainischer Soldaten bestimmt, die übrigen 4,7 Milliarden Euro gehen an die Mitgliedstaaten zurück.
15.06 Uhr: Tote bei russischem Drohnenangriff auf Bürogebäude in Kiew
Durch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere sieben seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Drei der Leichen wurden demnach auf einem Parkplatz vor dem Bürohaus gefunden. Ein Brand sei gelöscht worden.
14.25 Uhr: Ukraine - Drei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew werden drei Menschen getötet. Sieben weitere Personen werden verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Nach vorläufigen Informationen brennen Autos auf einem Parkplatz nahe einem von einer Drohne getroffenen Bürogebäude, in dem die Leichen der drei Opfer gefunden werden.
13.24 Uhr: Endergebnis in Moskau - Dreiviertelmehrheit für Kreml-Partei
Als Endergebnis der russischen Parlamentswahl hat die Kreml-Partei eine deutliche Dreiviertelmehrheit zugesprochen bekommen. Von 450 Sitzen der Staatsduma in Moskau entfielen 349 auf Geeintes Russland, wie die zentrale Wahlkommission der Nachrichtenagentur Tass zufolge mitteilte.
Die Führung um Kremlchef Wladimir Putin hatte den Urnengang vom vergangenen Wochenende als Volksabstimmung über den seit mehr als viereinhalb Jahren dauernden Krieg gegen die Ukraine inszeniert.
12.52 Uhr: Selenskyj warnt - Finanzierung von Drohnen gefährdet
Das ukrainische Haushaltsloch von umgerechnet über 23 Milliarden Euro gefährdet laut Präsident Wolodymyr Selenskyj die Finanzierung von kriegswichtigen Drohnenkäufen. "Wenn wir sie nicht im Oktober und November bestellen und bezahlen, dann werden wir ernsthafte Probleme im Januar und Februar haben", sagte der Staatschef zu Journalisten in Kiew.
Etwas mehr als ein Drittel der Finanzierungslücke betreffe Drohnenkäufe für die ersten drei Monate 2027. Selenskyj rief dabei die Europäische Kommission auf, die nächsten Zahlungen aus einem im April bereitgestellten Kredit über 90 Milliarden Euro schneller zu überweisen.
12.31 Uhr: Britische Firmen nutzen Ukraine-Schlachtfelddaten für KI-Drohnen
Britische Unternehmen dürfen zukünftig Daten von ukrainischen Schlachtfeldern für die Entwicklung neuer KI-Modelle für Drohnenschwärme nutzen. Eine entsprechende Vereinbarung zwischen Premierminister Andy Burnham und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ermöglicht den Zugriff auf eine Datenbank mit Bildern und Videos von unbemannten Flugsystemen, teilte die britische Regierung mit. Die Datenbank enthält demnach mehr als sechs Millionen erfasste Objekte wie Panzer, Artillerie und Luftabwehrsysteme. Drohnenschwärme agieren mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) autonom, wobei laut Regierungsangaben stets Menschen in die Einsätze eingebunden sind. Bis zu zwölf britische Firmen können sich um den Zugang bewerben.
12.23 Uhr: Junge bei Luftangriff auf Kiew getötet
In Kiew hat eine russische Kampfdrohne nach ukrainischen Polizeiangaben am Morgen ein Hochhaus getroffen und einen 14-jährigen Jungen getötet. Mindestens sieben weitere Bewohner des Wohnblocks seien verletzt worden, teilte die Polizei der ukrainischen Hauptstadt auf Telegram mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angaben.
Ihrerseits setzte die Ukraine Drohnenangriffe auf Öl- und Industrieanlagen in Russland fort. Selenskyj bestätigte vorherige inoffizielle Berichte. "Wir antworten auf Russlands brutale Angriffe gegen das Leben", schrieb der Staatschef auf Telegram. Demnach wurden Raffinerien in Perm am Ural, rund 1.500 Kilometer von der Ukraine entfernt, und eine Raffinerie in Nowoschachtinsk im Süden Russlands getroffen. Ein weiteres Ziel war den Angaben nach eine Elektronikfabrik in Uljanowsk an der Wolga. Einen Angriff auf ein Chemiewerk in Woronesch bestätigte er zunächst nicht.
12.21 Uhr: Kreml - EU-Sanktionen gegen Ex-Managerin von Sender RT unrechtmäßig
Russland verurteilt die EU-Sanktionen gegen eine frühere Managerin des Fernsehsenders Russia Today (RT) als illegal und Verletzung der Pressefreiheit. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow sprach vor Journalisten von einer "Verfolgung von Medienvertretern".
Die EU-Staaten warfen der ehemaligen Chefin des französischen RT-Ablegers, Xenia Fedorowa, die Verbreitung pro-russischer Narrative über den Ukraine-Krieg vor und belegten sie mit Sanktionen. Westliche Menschenrechtsgruppen werfen Russland ihrerseits vor, die Pressefreiheit im eigenen Land systematisch einzuschränken. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) befinden sich derzeit 30 Medienvertreter in russischer Haft. Russland erklärte dazu, dass in Konfliktzeiten eine gewisse Zensur notwendig sei.
12.15 Uhr: Russland - Dreiertreffen mit USA und Ukraine könnte bald stattfinden
Ein Dreiertreffen zwischen den USA, Russland und der Ukraine könnte russischen Angaben zufolge bald stattfinden. Es gebe dazu jedoch noch keine Einzelheiten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte erklärt, dass ein solches Treffen auf technischer Ebene in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden könnte.
Peskow teilt zudem mit, dass der russische Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew Gespräche in den USA geführt habe. Dabei sei es vorwiegend um wirtschaftliche Themen gegangen. Dmitrijew traf sich am 24. September mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte.
11.08 Uhr: Selenskyj - Trump gibt Ukraine Erlaubnis für Herstellung von Patriot-Abfangraketen
Die USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine. US-Präsident Donald Trump habe ihm bei ihrem Treffen am Dienstag in New York gesagt, dass seine Entscheidung feststehe und die Ukraine die Lizenzen erhalten werde, sagte Selenskyj in einer Sprachnachricht an Journalisten.
Freitag, 25. September 2026
23.34 Uhr: Finnland bittet Musk um Starlink-Freischaltung für Ukraine-Angriffe in Russland
Der finnische Präsident Alexander Stubb hat den US-Unternehmer Elon Musk gebeten, das Satelliteninternet Starlink für die Ukraine auszuweiten. Damit solle die Ukraine die Möglichkeit erhalten, russische Raketenabschussrampen auf russischem Gebiet anzugreifen.
"Deshalb (...) bitte ich Elon Musk, den Ukrainern die Möglichkeit zu geben, Starlink in Gebieten zu nutzen, in denen sich ballistische Raketenabschussrampen befinden", sagte Stubb der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der UN-Vollversammlung in New York. Dies solle sowohl für die besetzten Gebiete der Ukraine als auch für Russland gelten und würde nach Stubbs Worten Leben retten.
19.12 Uhr: Eurofighter in Lettland zum Schutz des Luftraums während Wahl
Deutschland verlegt für gut eine Woche Eurofighter nach Lettland. Die Maschinen sollen die integrierte Luft- und Raketenabwehr der Nato stärken, teilte das Verteidigungsministerium in Riga mit. Hintergrund ist die Parlamentswahl am 3. Oktober: Lettland hatte seine Verbündeten wegen wiederholter Verletzungen des baltischen Luftraums um Unterstützung für eine sichere Durchführung der Wahl gebeten. Ab Dezember 2026 sollen deutsche Eurofighter dann erneut für längere Zeit aus Estland heraus die Nato-Luftraumüberwachung übernehmen.
Regierungschef Andris Kulbergs wertete die Verlegung als wichtiges Signal: "Dies ist ein konkretes Zeichen der Nato-Solidarität und unseres gemeinsamen Engagements für den Schutz des lettischen Luftraums und die Sicherheit der lettischen Bevölkerung."
18.06 Uhr: Nato verstärkt Informationsaustausch wegen mutmaßlicher Sabotage
Als Reaktion auf eine Welle mutmaßlicher Sabotageakte verstärkt die Nato den Austausch von Geheimdienstinformationen. Das Bündnis müsse angesichts der Bedrohung durch Moskau "besonnen und zuversichtlich" bleiben, sagt der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Alexus Grynkewich, der Nachrichtenagentur Reuters. Grynkewich bezeichnet jüngste Vorfälle wie einen versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle als besorgniserregend.
Der dänische Militärgeheimdienst hat gewarnt, dass Russland seine hybride Kriegsführung gegen den Westen in den kommenden Monaten wahrscheinlich intensivieren werde. Die Regierung in Moskau weist eine Verwicklung in Sabotageakte in Nato-Ländern nach offiziellen Angaben zurück.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte rief die Staaten zu "mehr Unterstützung" für die von Russland angegriffene Ukraine auf.
17.51 Uhr: Rutte - Nato sei "bereit" für Abwehr hybrider Angriffe Russlands
Die Nato ist nach Einschätzung ihres Generalsekretärs Mark Rutte "bereit" für die Abwehr russischer Cyberangriffe und anderer Arten der hybriden Kriegsführung. "Wir haben all' diese Reaktionsmöglichkeiten parat, [...] wenn es um hybride Bedrohungen geht", sagte Rutte am Donnerstag. Er rief die Staaten zu "mehr Unterstützung" für die von Russland angegriffene Ukraine auf, wenn sie "bei jedem hybriden Vorfall [...] wirklich ein Signal geben wollen".
16.30 Uhr: USA stellen Nato künftig begrenztere Fähigkeiten bereit
Die USA werden der Nato künftig "entscheidende, aber begrenztere Fähigkeiten" zur Verfügung stellen. Das sagt der Oberbefehlshaber des Bündnisses, US-General Alexus Grynkewich, der Nachrichtenagentur Reuters. Zugleich habe die US-Regierung ihre "eiserne" Verpflichtung zu Artikel 5 des Nato-Vertrags bekräftigt. Bei der Überprüfung der US-Truppenstationierung in Europa gebe es kein vorab festgelegtes Ergebnis, erklärt der General weiter. Angesichts der Bedrohungen für das Bündnis "sind wir heutzutage alle Länder der Ostflanke".
15.49 Uhr: Russland - Ausnahmezustand in Region Krasnodar wegen Drohnenangriffen
Wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf die Infrastruktur für den Getreideexport hat der Gouverneur der südrussischen Agrarregion Krasnodar den Ausnahmezustand ausgerufen. Die massiven Attacken auf die Anlagen hätten den Hafenbetrieb lahmgelegt und die Schifffahrt im Schwarzen Meer gestört, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew laut der Nachrichtenagentur Interfax mit. Durch den Ausnahmezustand können betroffene Betriebe finanzielle Entschädigungen erhalten.
14.48 Uhr: Drohne dringt in rumänischen Luftraum ein und stürzt ab
Das rumänische Verteidigungsministerium hat das Eindringen einer Drohne in den nationalen Luftraum gemeldet. Das Flugobjekt habe sich rund vier Minuten über rumänischem Gebiet aufgehalten und sei anschließend nahe einer Ortschaft im Norden des Landes abgestürzt, unweit der Grenze zur Ukraine. Wem die Drohne gehörte, blieb zunächst unklar.
Auch die Republik Moldau meldete mehrere Verletzungen ihres Luftraums während russischer Angriffe auf die benachbarte Ukraine. Daraufhin sperrten die Behörden nach Angaben des Verteidigungsministeriums einen Teil des nördlichen Luftraums.
14.38 Uhr: Luxemburg verteidigt Einsatz für russischen Oligarchen
Luxemburgs Premierminister Luc Frieden hat sein Eintreten für eine Streichung des russischen Oligarchen Michail Fridman von der Sanktionsliste der EU verteidigt. Man habe "im höheren Interesse Luxemburgs und um Schaden von Luxemburg abzuwenden" gefordert, den Milliardär von der Sanktionsliste zu nehmen, sagte Frieden vor Journalisten. Dies habe "im übergeordneten Interesse Luxemburgs" gelegen. Fridman gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Die EU-Staaten hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, ihre Sanktionen gegen die russischen Oligarchen Michail Fridman und Alischer Usmanow aufzuheben. Luxemburgs Premierminister Frieden sagte, seine Regierung habe die Streichung Fridmans erst gefordert, nachdem die Forderung nach Usmanows Streichung bereits ausgesprochen war. Dies "ändert nichts an unserer Unterstützung für die Ukraine", sagte er.
14.26 Uhr: Selenskyj warnt vor hartem Kriegswinter
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem weiteren harten Kriegswinter gewarnt. Die Lage werde sich voraussichtlich verschlimmern, der Kampf werde jedoch fortgesetzt, erklärte der Präsident in den sozialen Medien. "Die Ukrainer wissen, dass dieser Winter für uns sehr hart werden könnte", schrieb Selenskyj. "Doch uns bleibt keine andere Wahl, als dafür zu sorgen, dass er auch für Russland schmerzhaft wird." Deshalb seien Schritte zur Deeskalation noch vor dem Wintereinbruch wichtig und notwendig.
12.36 Uhr: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Bei russischen Angriffen auf mehrere Regionen der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. In der Region Charkiw kamen demnach sechs Menschen bei einem Angriff auf einen Landwirtschaftsbetrieb ums Leben. In Kiew wurden mindestens zwei weitere Menschen getötet.
12.20 Uhr: Merz will sich mit Partnern zu US-Einladung an Putin zum G20-Gipfel abstimmen
Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf die US-Einladung an Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum G20-Gipfel in Miami. Angesichts des Kriegs in der Ukraine gebe es "keine Normalität im Umgang mit Russland", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Deutschland stimme sich zur Frage mit seinen Partnern ab. US-Außenminister Marco Rubio hatte die Einladung am Mittwoch bekannt gegeben. Die US-Regierung hoffe, dass Putin sie annehme und der Gipfel Gespräche mit anderen Staats- und Regierungschefs ermögliche. Eine Entscheidung Putins steht bislang aus.
11.53 Uhr: Kreml - EU-Transfer von Zinsen aus russischem Vermögen ist Diebstahl
Der Kreml bezeichnet die Übertragung von Erträgen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten an die Ukraine durch die EU als illegal und als "Diebstahl". Die EU-Kommission hatte im August angekündigt, der Ukraine 1,4 Milliarden Euro aus Zinserträgen eingefrorener Guthaben der russischen Zentralbank zur Verfügung zu stellen. Die Vermögenswerte waren nach Beginn des Ukraine-Kriegs in der EU eingefroren worden.
10.39 Uhr: Tschechische Kampfjets zu Patrouillenflug über Polen aufgestiegen
Tschechische JAS-39-Gripen-Kampfjets sind in der Nacht zu einem Patrouillenflug über Polen gestartet. Nach Angaben der tschechischen Armee auf X war kein Waffeneinsatz erforderlich. Die Flugzeuge kehrten anschließend zu ihrem Heimatstützpunkt zurück.
10.10 Uhr: Polen spricht von Sabotage bei Starlink-Anlage
Ein Brand in einer Starlink-Anlage in Zentralpolen hat nach Angaben der Regierung den Internetzugang mehrerer Institutionen gestört, darunter auch der ukrainischen Armee. Die Station blieb demnach weiter funktionsfähig. Die Ursache des Feuers werde als Sabotage eingestuft.
09.27 Uhr: OpenAI nimmt Ukraine in KI-Cyberabwehr-Programm auf
Die ukrainische Regierung soll mit Künstlicher Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI besser gegen russische Cyberangriffe geschützt werden. Das Ministerium für digitale Transformation wurde in das "Daybreak"-Programm aufgenommen, das mithilfe von KI Sicherheitslücken erkennen und schließen soll. Im Fokus steht der Schutz ziviler Infrastruktur wie Versorgungsunternehmen und Krankenhäuser. Nach Angaben der ukrainischen Cybersicherheitsbehörde wurden allein im vergangenen Jahr fast 6.000 Cybervorfälle registriert.
09.11 Uhr: Baltenstaaten verhängen eigene Sanktionen gegen russische Milliardäre
Nach der umstrittenen Aufhebung von EU-Sanktionen gegen die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman haben die baltischen Staaten eigene Strafmaßnahmen gegen die beiden Milliardäre erlassen. Estland habe die Streichung von der EU-Sanktionsliste nicht unterstützt, erklärte Außenminister Margus Tsahkna. Russland zeige keine Bereitschaft, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden, während Usmanow und Fridman weiterhin die russische Aggression unterstützten. Zu den konkreten Maßnahmen machte Tallinn zunächst keine Angaben.
08.40 Uhr: Sechs Tote bei Angriff auf Bauernhof in der Ukraine
Bei einem russischen Angriff auf einen Landwirtschaftsbetrieb in einem Dorf in der nordukrainischen Region Charkiw sind sechs Menschen getötet worden. Acht weitere Landarbeiter wurden verletzt, wie Regionalgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mitteilte.
07.31 Uhr: Russland meldet Beschuss von ukrainischen Verteidigungsanlagen
Russische Streitkräfte hätten Angriffen in der Nacht ukrainische Verteidigungsanlagen, Logistik- und Telekommunikationszentren sowie vom Militär genutzte Schiffe getroffen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
07.00 Uhr: USA laden Putin zu G20-Gipfel in Florida ein
Seit sieben Jahren war der russische Präsident Putin nicht mehr bei einem Gipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer - aber das soll sich jetzt ändern. Heuer haben die USA den G20-Vorsitz. Und sie haben Putin jetzt eingeladen, zum nächsten Treffen im Dezember in Miami. Der ukrainische Präsident Selenskyj würde sich dort gern mit Putin treffen - das lehnt der Kreml jedoch ab.
06.45 Uhr: Trump und Xi - auch Gespräche über Iran und Ukraine
Chinas Staatschef Xi ist in den USA eingetroffen: Präsident Trump begrüßte XI auf dem Rollfeld eines Militärflughafens bei Washington. Dass der US-Präsident Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen empfängt, ist äußerst selten. Heute finden im Weißen Haus Gespräche und ein Staatsbankett statt. Dabei dürfte es um Themen wie den Welthandel, die Kriege im Iran und in der Ukraine und KI gehen.
04.59 Uhr: Ukraine überstellt zwei nordkoreanische Kriegsgefangene an Südkorea
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei nordkoreanische Kriegsgefangene nach Südkorea überstellt. Das sagte Selenskyj am Mittwoch bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Die beiden Soldaten waren 2025 in der russischen Region Kursk gefangen genommen worden. Anschließend hätten Kiew und Seoul monatelang über ihre Zukunft beraten.
Das südkoreanische Außenministerium bestätigte die Überstellung zunächst nicht direkt. Es erklärte, man habe eine Lösung angestrebt, die den freien Willen der Soldaten sowie internationales Recht und humanitäre Grundsätze respektiere. Angaben zu Zeitpunkt, Route oder Verbleib der Soldaten machte das Ministerium aus Sicherheitsgründen nicht.
03.32 Uhr: Russland beschießt Kiew mit ballistischen Raketen
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach dem Luftalarm waren mehrere schwere Explosionen zu hören. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt. Militärnahe Telegramkanäle meldeten mindestens 14 Raketen in den ersten drei Angriffswellen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten erneut Kiew sowie zivile und kritische Infrastruktur getroffen, darunter Wohnhäuser, eine Entbindungsklinik sowie Energie- und Logistikeinrichtungen. Er forderte erneut harte Sanktionen gegen Russland und mehr Abfangraketen für die Ukraine.
02.30 Uhr: Ein Toter bei Raketenangriff auf Kiew
Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Witali Klitschko ein Mensch getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Bei den Verletzten handelt es sich demnach um medizinisches Personal, das im Krankenhaus behandelt wird. Trümmerteile ballistischer Raketen gingen in drei Stadtbezirken nieder und beschädigten ein Wohnhaus teilweise. Klitschko zufolge könnten Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein. Er rief die Bevölkerung auf, in den Schutzräumen zu bleiben.
00.50 Uhr: Erneut Explosionen in Kiew - Rettungskräfte im Einsatz
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind in der Nacht erneut Explosionen zu hören gewesen. Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur Reuters von mehreren Detonationen. Bürgermeister Witali Klitschko teilte auf Telegram mit, dass Rettungskräfte in einen Bezirk außerhalb des Stadtzentrums entsandt wurden. Bereits am Vortag war Kiew fast den gesamten Tag über von russischen Truppen angegriffen worden. Dabei wurden nach Angaben Klitschkos zwei Menschen getötet und 45 weitere verletzt.
Donnerstag, 24. September 2026
20.24 Uhr: Selenskyj - Russlands Einnahmen weiter beschneiden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, Russlands Einnahmen weiter zu beschneiden und damit dessen Kriegsführung zu erschweren. "Russlands Einnahmen müssen ein Ziel bleiben", sagte Selenskyj bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. "Wenn jemand Russland durch Handel mehr Geld gibt, gibt er diesem Krieg mehr Zeit", sagte Selenskyj auf Englisch.
19.39 Uhr: Russland will Angriffe auf die Ukraine nicht unterbrechen
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat im UN-Sicherheitsrat erneut allen Überlegungen zu einer Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine eine Absage erteilt. Nur Europa wolle eine solche Pause, um die Ukraine in dieser Zeit mit Waffen vollzupumpen, sagte Lawrow in New York.
US-Außenminister Marco Rubio hatte nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister gesagt, die Ukraine und Russland seien an einer begrenzten Waffenruhe interessiert. Beide Seiten hätten Interesse an einer Vereinbarung signalisiert, die einen Stopp der Angriffe auf Getreidelieferungen und Energieanlagen beinhalten könnte.
19.10 Uhr: Kiew unter Feuer – Tote und Dutzende Verletzte
Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew den ganzen Tag über mit Kampfdrohnen angegriffen. Mindestens zwei Menschen seien getötet worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Bis zum Abend wurden 43 Verletzte gezählt. In der Millionenstadt waren immer wieder Einschläge und das Feuer der Flugabwehr zu hören, die auf die russischen Drohnen schoss.
18.27 Uhr: Rubio warnt vor Ausbreitung des Kriegs in andere Regionen
US-Außenminister Marco Rubio sieht die Gefahr eines Überschwappens des Ukraine-Kriegs auf weitere Regionen. Der Krieg könne "metastasieren und sich auf andere Orte ausbreiten", sagte er am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. "Sei es durch einen hybriden Angriff, durch eine Sabotageattacke, sei es durch ein Missverständnis", sagte Rubio. Die USA beobachteten die Lage genau und hätten ihre Sorge "bei den richtigen Menschen und auf den richtigen Ebenen" vorgebracht.
18.22 Uhr: Rotes Kreuz - Kein Kontakt mehr zu Kriegsgefangenen in Russland
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr zu Kriegsgefangenen in Russland. Zwischen dem Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 und August 2026 seien insgesamt mehr als 9.800 Kriegsgefangene beider Seiten besucht worden, aber "hauptsächlich in der Ukraine", erklärte ein Sprecher der Organisation. Der letzte Besuch in Russland sei im Jahr 2024 gewesen.
Das Recht des IKRK, alle Kriegsgefangenen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zu besuchen, ist im humanitären Völkerrecht und in den Genfer Konventionen verankert.
18.18 Uhr: Wadephul begrüßt Gespräche zwischen USA und Russland
Außenminister Johann Wadephul hat die neuen direkten Gespräche zwischen den USA und Russland am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York begrüßt. "Wenn Gespräche des amerikanischen Außenministers mit dem russischen Außenminister uns Verhandlungen näherbringen, dann wäre das eine gute Nachricht hier aus New York", sagte der CDU-Politiker am Rande der Vollversammlung.
17.50 Uhr: Rubio - Haben Putin zu G20-Gipfel eingeladen
Die USA haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Angaben von Außenminister Marco Rubio zum G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. "Wir hoffen, dass er die Einladung annimmt", sagte Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York.
"Um Probleme zu lösen, muss man sich mit den Menschen treffen, mit denen man nicht übereinstimmt oder mit denen es möglicherweise Schwierigkeiten gibt", sagte Rubio nach einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in New York. "Daher haben wir Präsident Putin zum G20-Gipfel eingeladen."
17.46 Uhr: Angriff löst Feuer in ukrainischem Einkaufszentrum aus
Ein russischer Angriff hat nach Angaben örtlicher Behörden in der Region Saporischschja ein Feuer ausgelöst. Die Rettungsdienste teilten mit, der Brand habe sich auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern ausgedehnt, ehe er unter Kontrolle gebracht worden sei. Zwei Männer im Alter von 37 und 39 Jahren seien verletzt worden.
15.55 Uhr: OpenAI hilft Ukraine bei Cyberabwehr
Der KI-Entwickler OpenAI unterstützt die Ukraine bei der Cyberabwehr. Ukrainische Spezialisten erhielten künftig Zugang zum Softwarepaket Daybreak, kündigt das US-Startup am Rande der UN-Vollversammlung in New York an. "Wir möchten ihnen leistungsfähigere Werkzeuge an die Hand geben, damit sie Schwachstellen aufspüren und beheben sowie die kritischen Netzwerke schützen können, auf die sich die Menschen verlassen." Daybreak hilft dabei, Sicherheitslücken in IT-Systemen aufzuspüren und zu schließen. Das Programmpaket ist nicht frei erhältlich.
15.25 Uhr: Russischer Militärhubschrauber dringt in polnischen Luftraum ein
Ein russischer Militärhubschrauber hat nach Angaben der polnischen Armee für kurze Zeit den Luftraum über Polen verletzt. Der Hubschrauber vom Typ Mi-8 sei aus Richtung der russischen Exklave Kaliningrad gekommen und nördlich des Ortes Braniewo in den polnischen Luftraum eingedrungen, teilte das Oberkommando mit.
Der Vorfall habe 42 Sekunden gedauert. Polen ließ Kampfjets aufsteigen und versetzte die Flugabwehr in Bereitschaft. "Die Art des Vorfalls deutet darauf hin, dass Russland erneut die Einsatzbereitschaft unserer Luftverteidigung testet", hieß es in der Mitteilung.
10.51 Uhr: Kiew - Ein Toter bei russischem Angriff mit Düsendrohnen
Russland hat Kiew mit Düsendrohnen angegriffen und dabei unter anderem zwei Tankstellen getroffen. Ein Mensch sei getötet und sieben weitere seien verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Angriff erfolgte wenige Stunden nach einem Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump.
Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters berichteten von Explosionen und Rauchwolken im Stadtzentrum. Russland hat seine Taktik in den vergangenen Wochen geändert und setzt bei Angriffen auf Kiew verstärkt schnellere und höher fliegende Drohnen ein, die schwerer abzufangen sind.
Das ukrainische Ölunternehmen Ukrnafta teilte mit, eine seiner Tankstellen in der Hauptstadt sei getroffen worden. Es sei die sechste derartige Anlage, die in jüngster Zeit angegriffen wurde.
10.45 Uhr: Aserbaidschan - Präsident Alijew begnadigt inhaftierten Franzosen
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew hat einen wegen Spionage inhaftierten französischen Staatsbürger begnadigt. Die Entscheidung erfolgte einen Tag nach der Aufhebung von EU-Sanktionen gegen den russischen Milliardär Alischer Usmanow, die Diplomaten zufolge auf Druck aus Baku zurückzuführen ist.
Der Franzose Martin Ryan verbüßte nach seiner Verurteilung im März eine zehnjährige Haftstrafe. Drei europäische Diplomaten sagten der Nachrichtenagentur Reuters, Paris habe intern angedeutet, dass Baku Usmanow als Druckmittel im Fall von zwei in Aserbaidschan festgehaltenen französischen Staatsbürgern nutze. Baku weist diese Darstellung zurück.
02.15 Uhr: USA - Außenminister Rubio trifft russischen Amtskollegen Lawrow
US-Außenminister Marco Rubio trifft am Mittwoch in New York mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammen. Das teilte das US-Außenministerium mit.
01.51 Uhr: Ukraine - Selenskyj warnt vor neuem russischem Großangriff
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einem neuen russischen Großangriff auf sein Land gewarnt. "Es gibt jetzt Geheimdienstinformationen, dass Russland einen neuen massiven Angriff auf die Ukraine vorbereitet", schrieb Selenskyj auf Telegram.
Die Ukraine stehe in ständigem Austausch mit ihren Verbündeten, um weitere Flugabwehrsysteme zu erhalten.
Mittwoch, 23. September 2026
23.01 Uhr: Selenskyj - Ukraine bereit zu begrenzter Waffenruhe
Die Ukraine ist im Krieg mit Russland weiter zu einer Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen bereit. "Das heißt, wir werden keine Angriffe auf Energieanlagen durchführen – auf den gesamten Energiesektor, auf alles", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Der Vorschlag werde von den USA an die russische Seite übermittelt. Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Vorschlag unter Verweis auf eine angestrebte umfassende Friedensregelung bereits abgelehnt.
19.05 Uhr: Ukraine - Streichung von russischen Oligarchen von Sanktionsliste sei "beschämend"
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat die Streichung von zwei russischen Oligarchen von der Sanktionsliste der EU verurteilt. Die Entscheidung, die Sanktionen gegen Alischer Usmanow und Michail Fridman aufzuheben, sei "beschämend und unentschuldbar", so Sybiha in Onlinediensten. Er forderte die EU-Mitgliedstaaten auf, stattdessen "nationale Sanktionen" gegen die beiden russischen Milliardäre zu verhängen. Sybiha erklärte weiter, Moskau freue sich, "erreicht zu haben, was es wollte: ein Gefühl der Straflosigkeit, die Demütigung der EU und Spaltung unter den Europäern".
18.01 Uhr: Trump spricht erneut von baldiger Lösung im Ukraine-Krieg
US-Präsident Trump hat vor der UN-Vollversammlung abermals ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs in Aussicht gestellt. Die USA arbeiteten eng mit der Führung Russlands und der Ukraine zusammen, sagte er. Man werde den Konflikt lösen – und zwar schneller, als die Leute dächten, so Trump.
Zugleich deutete der US-Präsident an, dass er den Druck auf Russland verstärken könnte. Er verwies auf das jüngst verabschiedete US-Gesetz, das ihm Vollmachten gibt, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. "Und wenn es nötig wird, werde ich sie verwenden müssen", sagte Trump.
17.50 Uhr: Diplomaten - EU streicht zwei russische Milliardäre von Sanktionsliste
Die EU-Botschafter einigen sich Diplomaten zufolge darauf, die russischen Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Sanktionsliste zu streichen. Gleichzeitig wurden die Maßnahmen gegen die verbleibenden 3.000 Personen und Einrichtungen um drei Jahre verlängert. Lettland hat als letztes Land seinen Widerstand gegen den Kompromiss aufgegeben.
Frankreich hatte aus Gründen der nationalen Sicherheit auf die Streichung des russisch-usbekischen Metall-Magnaten Usmanow gedrungen. Luxemburg forderte dies für Fridman, der das Land auf 16 Milliarden Dollar verklagt hat.
17.16 Uhr: US-Außenminister - Ukraine treffe Schiffe mit Öl für US-Konzerne
US-Außenminister Marco Rubio wirft der Ukraine vor, bei Angriffen auf Russlands Ölindustrie auch Schiffe und Ölladungen in Verbindung mit den USA getroffen zu haben. In den vergangenen Monaten habe es mehrere Fälle gegeben, sagte Rubio dem US-Fernsender Fox News. "Vielleicht nicht absichtlich, aber trotzdem von der Ukraine getroffen. Und das muss angesprochen werden. Wir können das nicht zulassen", sagte er.
15.58 Uhr: EU streitet über Aufhebung von Sanktionen gegen russische Oligarchen
Vor dem Ablauf einer Frist für die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland ringen die EU-Länder weiter um ein Ergebnis. Im Streit um die Streichung zweier russischer Oligarchen von der Sanktionsliste zeichnete sich laut EU-Diplomaten zunächst keine Einigung ab. Während die Gespräche zwischen den EU-Botschaftern in Brüssel am Nachmittag fortgesetzt werden sollten, forderte der ukrainische Präsident Selenskyj eine "rechtzeitige und bedingungslose Verlängerung der individuellen Sanktionen". Die Frist für die Verlängerung der Sanktionen läuft um Mitternacht aus.
14.58 Uhr: Russland - Moskau lehnt Vorschlag einer begrenzten Waffenruhe ab
Moskau hat den erneuten Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Selenskyj abgelehnt, eine begrenzte Waffenruhe zu vereinbaren. Präsident Putin habe immer gesagt, "dass Russland sich einsetzt für einen dauerhaften Frieden, nicht für eine Waffenruhe, die im Grunde nichts bringt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Staatsmedien zufolge. Die Äußerungen Selenskyjs wertet der Kreml als Zeichen dafür, dass es der Ukraine wirtschaftlich und an der Front immer schlechter gehe. Zudem warf Peskow Selenskyj vor, sich mal für ein Ende des Kriegs auszusprechen und mal neue Angriffe anzukündigen.
Das ukrainische Militär hatte zuletzt von Rückeroberungen im Donbass gesprochen. Selenskyj hatte am Vortag den Vorschlag einer begrenzten Waffenruhe bekräftigt. Die Ukraine sei zu entsprechenden Schritten bereit, wenn der ukrainische Energiesektor, kritische Infrastruktur und Lebensmittelexporte keine Ziele mehr für Russland seien.
13.52 Uhr: Ukraine erhält 841 Millionen Dollar von der Weltbank
Die Ukraine erhält von der Weltbank unter Garantien der kanadischen Regierung 841 Millionen Dollar. Die Mittel sollen zur Erstattung von Staatsausgaben für Rentenzahlungen verwendet werden, teilte der ukrainische Ministerpräsident Sergij Koretskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
13.45 Uhr: Ukrainischer Angriff beschädigt Messstation nahe AKW Saporischschja
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde nach Angaben der von Russland eingesetzten Verwaltung eine Strahlungsmessstation nahe dem russisch kontrollierten Atomkraftwerk Saporischschja beschädigt. Die Anlage befinde sich etwa 13 Kilometer von dem Kraftwerk im Südosten der Ukraine entfernt, teilte die Leitung auf dem Messengerdienst Telegram mit. Es seien ausreichend Kapazitäten vorhanden, um die Strahlungswerte weiterhin zu überwachen. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
12.44 Uhr: Ukrainische Öl- und Gasanlage durch russischen Angriff beschädigt
Bei einem russischen Raketenangriff im zentralukrainischen Gebiet Poltawa ist eine Öl- und Gasanlage schwer beschädigt worden. Mindestens fünf ballistische Raketen haben in der Nacht die technischen Anlagen getroffen, wie der ukrainische Energiekonzern Naftogaz mitteilt. Diese seien zum Zeitpunkt des Angriffs bereits stillgelegt gewesen. Dem Unternehmen zufolge machen die jüngsten Schäden eine Instandsetzung und den Betrieb des Standorts praktisch unmöglich. Der nicht namentlich genannte Komplex sei seit 2022 mehrfach angegriffen worden.
10.49 Uhr: Lawrow plant Treffen mit Rubio bei UN
Der russische Außenminister Sergej Lawrow plant am Mittwoch ein Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Das Gespräch sei angesetzt, sagte ein Sprecher des russischen Außenministeriums laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Weitere Details nannte er nicht. Eine Bestätigung aus Washington lag zunächst nicht vor.
10.15 Uhr: Verhandlungen über Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland dauern an
In Brüssel beraten die Botschafter der 27 EU-Staaten erneut über die Verlängerung der Russland-Sanktionen. Nach einer Sitzung am Dienstag wurde die Frist für eine schriftliche Zustimmung zu einem Kompromiss bis zum Nachmittag verlängert. Umstritten ist die geplante Streichung der russischen Milliardäre Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Sanktionsliste. Im Gegenzug sollen die übrigen Sanktionen gegen rund 3.000 Personen und Organisationen um drei Jahre verlängert werden. Die bisherige Frist läuft um Mitternacht aus.
09.37 Uhr: Macron und Trump beraten über Energie-Waffenruhe in Ukraine
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich vor Beginn der UN-Generaldebatte in New York mit US-Präsident Donald Trump über die Energieversorgung durch die Straße von Hormus und eine mögliche Energie-Waffenruhe im Ukraine-Krieg ausgetauscht. Beide hätten vereinbart, gemeinsam gegen die Spannungen an den Energiemärkten vorzugehen und zugleich kritische Infrastruktur im Nahen Osten sowie die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu schützen, schrieb Macron auf X.
07.52 Uhr. Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf Region Samara
In der russischen Region Samara haben ukrainische Drohnen nach Behördenangaben zivile Ziele getroffen. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew erklärte, die Luftabwehr habe zwar Dutzende Drohnen abgewehrt, dennoch seien Häuser und Autos beschädigt worden. Auch die Stadt Samara sei angegriffen worden. In der Region befinden sich wichtige Industrieanlagen wie Ölraffinerien.
07.43 Uhr: Mindestens vier Tote bei russischem Angriff auf Dnipro
Russland hat in der Nacht die südukrainischen Industriestädte Dnipro, Krywyj Rih und Pawlohrad mit ballistischen Raketen angegriffen. In Dnipro seien mindestens vier Menschen getötet und weitere sechs verletzt worden, teilte der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Unter den Trümmern eines getroffenen Industriebetriebs würden noch Verschüttete vermutet. Das russische Verteidigungsministerium erklärte unterdessen, die eigenen Streitkräfte hätten zahlreiche Ziele in der Ukraine angegriffen, darunter Industrie- und Militäranlagen, den Energie- und Treibstoffsektor sowie Hafeninfrastruktur und Militärschiffe.
06.35 Uhr: Lettland sperrt sich gegen Deal zu Russland-Sanktionen
Lettland lehnt die geplante Aufhebung von EU-Sanktionen gegen die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman ab. Außenministerin Baiba Braze erklärte, Lettland setze sich vielmehr für eine Verschärfung der Sanktionen ein. In der EU müssen Sanktionsentscheidungen einstimmig getroffen werden.
04.06 Uhr: Selenskyj trifft Trump in New York
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj plant für Dienstag ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump in New York. Die Gespräche sollen am Nachmittag am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung stattfinden. Bereits am Sonntag hatten Selenskyj und Trump telefoniert. Im Anschluss sprach Selenskyj von einer „diplomatischen Dynamik“ bei den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges.
03.10 Uhr: Kreml räumt Versorgungsengpässe in Oleschky ein - Kiew wirft Moskau Blockade vor
Der Kreml bestätigt, dass es in der von Russland kontrollierten ukrainischen Stadt Oleschky zu erheblichen Engpässen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten kommt. Die russische Regierung erklärt, das Militär arbeite an einer Lösung. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erhebt dagegen schwere Vorwürfe gegen die russischen Truppen. Sie würden humanitäre Hilfe blockieren und auf Anfragen zur Evakuierung nicht reagieren. In einem auf Facebook veröffentlichten Video erklärt Sybiha, in der im Gebiet Cherson gelegenen Stadt würden rund 6.000 Menschen, darunter 200 Kinder, aufgrund von Hunger und Kälte sterben.
Die ukrainische Delegation wolle das Thema bei der UN-Vollversammlung in New York auf höchster Ebene ansprechen. Ziel sei es, internationalen Druck auf Russland auszuüben und den Zugang zu humanitärer Hilfe zu ermöglichen.
00.33 Uhr: Kallas dringt auf Aufrechterhalten von EU-Sanktionen gegen Russland
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, an den bestehenden Sanktionen gegen Russland festzuhalten. Vor Journalisten in New York betonte sie am Montagabend, dass die Sanktionen langfristig Bestand haben müssten und dafür Stabilität notwendig sei. Zuvor hatten EU-Diplomaten erklärt, dass sich die Mitgliedstaaten zunächst nicht auf eine endgültige Bestätigung einer grundsätzlichen Einigung zur Aufhebung der Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen verständigen konnten.
Dienstag, 22. September 2026
22.55 Uhr: EU ringt weiter um Aufhebung von Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen
Die EU hat es vorerst nicht geschafft, eine grundsätzliche Einigung auf die Aufhebung ihrer Sanktionen gegen zwei russische Oligarchen zu bestätigen. Das teilten EU-Diplomaten am Abend mit. Die Botschafter der 27 Mitgliedstaaten werden demnach am Dienstagmorgen erneut zusammentreffen, um vor Ablauf der Frist in der Nacht zu Mittwoch eine Einigung zu erzielen.
22.24 Uhr: Ukraine - Frau und Kleinkind bei russischen Angriffen getötet
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine eine Frau und ein Kleinkind getötet worden. Die Frau kam nach Angaben regionaler Behörden bei einer Attacke auf einen Bus im Gebiet Saporischschja im Südosten des Landes ums Leben. Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Details zu dem Angriff wurden nicht genannt. Im südukrainischen Gebiet Mykolajiw kam nach Behördenangaben ein dreijähriges Kind ums Leben. Der Junge war demnach gerade auf der Straße, als es einen Luftangriff gab. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.
20.00 Uhr: EU will Sanktionen gegen russische Milliardäre aufheben
Die EU will wegen einer drohenden Totalblockade von Russland-Sanktionen durch einzelne Mitgliedstaaten ihre Strafmaßnahmen gegen die beiden Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman aufheben. Ein entsprechendes Beschlussverfahren sei am Abend in Brüssel eingeleitet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten.
19.48 Uhr: UNO - Zivilbevölkerung in Ukraine steht wegen russischer Angriffe harter Winter bevor
Im Ukraine-Krieg droht der Zivilbevölkerung einer UN-Kommission zufolge erneut ein harter Winter, der die Lebensbedingungen der Menschen noch einmal drastisch verschlechtern könnte. Im vergangenen Winter "litten Millionen Zivilisten unter lang anhaltenden Stromausfällen sowie Engpässen oder einem tagelangen Ausfall der Heizung", erklärte die UN-Untersuchungskommission für die Ukraine. Der kommende Winter "könnte noch schwerer zu bewältigen sein".
18.29 Uhr: Vor Treffen mit Trump - Selenskyj für begrenzte Waffenruhe
Vor einem in New York geplanten Treffen mit US-Präsident Donald Trump weist der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj US-Kritik an Angriffen auf die russische Ölindustrie zurück. Er erneuerte dagegen seinen Vorschlag einer begrenzten Waffenruhe: "Der ukrainische Energiesektor, kritische Infrastruktur und unsere Lebensmittelexporte dürfen keine Ziele mehr für Russland sein, und das wird zu entsprechenden Deeskalationsschritten von unserer Seite führen", schrieb Selenskyj auf der Plattform X.
17.14 Uhr: Kiew - Russland verursacht "humanitäre Krise" in besetzter Stadt Oleschky
Kiew hat Moskau erneut vorgeworfen, in der Stadt Oleschky im von Russland besetzten Süden der Ukraine eine humanitäre Krise zu verursachen. Russland blockiere die Lieferung von Hilfsgütern und verhindere eine Evakuierung von Zivilisten, erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. "Russland verursacht bewusst eine humanitäre Katastrophe." Nach Angaben der ukrainischen Behörden sollen sich noch etwa 2.000 Menschen in der Stadt in dem von Russland kontrollierten Teil der Region Cherson aufhalten.
Der Kreml räumte am Montag zwar Schwierigkeiten bei der Versorgung der Stadt mit Lebensmitteln und Medikamenten ein, schob die Schuld dafür jedoch auf Kiew. "Das Regime in Kiew tut absolut alles, um die Lieferungen zu behindern. Drohnen überfliegen ständig das Gebiet und töten Menschen", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.
16.33 Uhr: Trump fordert Ende des "lächerlichen" Ukraine-Kriegs
US-Präsident Donald Trump hat ein Ende des "lächerlichen und endlosen Kriegs" in der Ukraine gefordert. "Die ganze Welt leidet darunter, dass jeden Monat 25.000 Menschen, vor allem Soldaten, getötet werden", schrieb Trump am Montag auf seiner Plattform Truth Social. Russland habe wegen der Angriffe auf seine Raffinerien die Kontrolle über seine Dieselölindustrie verloren.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj antwortete Trump in einem Beitrag auf X und wies darauf hin, dass Kiew "Dutzende diplomatischer Vorschläge unterbreitet" habe, "wie dieser Krieg in Würde beendet" werden könne. "Der ukrainische Energiesektor, die kritische Infrastruktur und unsere Lebensmittelexporte dürfen nicht länger Ziele Russlands sein, und dies wird zu entsprechenden Deeskalationsmaßnahmen unsererseits führen", schrieb er.
16.02 Uhr: Fünf westliche Länder kritisieren "Scheinwahl" in von Russland besetzten Gebieten
Großbritannien, Australien, Kanada, Neuseeland und Norwegen haben die von Russland in den besetzten ukrainischen Gebieten organisierte Parlamentswahl als "Scheinwahl" bezeichnet. Dies stelle "einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine sowie gegen die UN-Charta dar", hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der fünf Staaten am Montag.
Die "Scheinwahlen" könnten "den völkerrechtlichen Status dieser Gebiete nicht ändern", erklärten die fünf Länder weiter. "Wir unterstützen die Ukraine weiterhin." Grenzen dürften "niemals mit Gewalt gezogen werden".
15.58 Uhr: Insider - Selenskyj plant für Dienstag Treffen mit Trump in New York
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich wohl am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in New York treffen. Die Begegnung am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung solle am Nachmittag stattfinden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus einer mit dem Vorgang vertrauten Quelle in Kiew.
12.19 Uhr: EU kündigt nach Duma-Wahl in Russland neue Sanktionen an
Die Europäische Union hat nach der Parlamentswahl in Russland Sanktionen gegen Verantwortliche für die Abstimmungen in den besetzten Gebieten der Ukraine angekündigt. Weder die dort abgehaltenen Wahlen noch deren Ergebnisse würden jemals anerkannt, heißt es in einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Namen der 27 Mitgliedstaaten verbreiteten Erklärung.
Die russischen Behörden hätten die systematische und institutionalisierte Repression weiter verstärkt. Vor allem die Entscheidung, Kandidaten der Partei Jabloko von einer Kandidatur über die föderale Liste auszuschließen, habe die Wahlmöglichkeiten eingeschränkt. Außerdem gab es laut unabhängigen Analysten und Beobachtern einen umfangreichen Missbrauch administrativer und juristischer Mittel. Damit seien all jene ausgeschaltet worden, die Russlands rechtswidrigen Angriffskrieg ablehnten, und der Zugang zu unabhängigen Informationen sei massiv eingeschränkt worden, hieß es.
11.29 Uhr: Kallas – Duma-Wahl ist "schwerer Rückschlag für die russische Demokratie"
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat den Ablauf der Parlamentswahl in Russland als "schweren Rückschlag für die russische Demokratie" bezeichnet. "In Russland ist nur noch der Anstrich der Demokratie übrig", erklärte Kallas am Montag. "Der Kreml hat abweichende Stimmen zum Schweigen gebracht, die einzige registrierte Partei ausgeschlossen, die sich gegen seinen Krieg in der Ukraine stellt, und internationale Wahlbeobachter ausgeschlossen".
Es war die erste Parlamentswahl in Russland seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022. Der Urnengang fand auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten statt. Kallas erklärte, sie habe "Maßnahmen gegen diejenigen vorgeschlagen, die diese Scheinwahlen in den besetzten ukrainischen Gebieten" ermöglicht hätten. Die EU hat wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine bereits rund 3.000 Menschen und Organisationen mit Sanktionen belegt.
10.28 Uhr: Russischer Angriff zerstört Einkaufszentrum in Saporischschja
Russische Luftangriffe auf die ukrainische Stadt Saporischschja haben schwere Schäden an zivilen Gebäuden angerichtet. Aufnahmen zeigen, wie ein großes Einkaufszentrum lichterloh brennt. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von einem Universitätsgebäude und mehreren neunstöckigen Wohnblocks, die beschädigt worden seien – und von fünf Verletzten. Insgesamt seien zehn Regionen der Ukraine betroffen. Im Gebiet Charkiw sei eine Frau getötet worden. Das russische Militär sprach von Angriffen auf ein Logistikzentrum im Gebiet Kiew und Ziele in den Häfen Odessa und Ismajil.
"Russland rückt nicht von seiner Eskalation ab und sendet viele Signale, dass es bereit ist, den Krieg zu eskalieren", erklärte der ukrainische Präsident. Er forderte größeren Druck auf Moskau und diplomatische Anstrengungen für Frieden, die er in dieser Woche bei der UN-Generaldebatte in New York fortsetzen wolle.
10.25 Uhr: Kremlpartei Geeintes Russland gewinnt Duma-Wahl
Die Kremlpartei Geeintes Russland ist nach der dreitägigen Parlamentswahl erwartungsgemäß als Siegerin bestätigt worden. Die seit mehr als 20 Jahren regierende Partei kam auf 57,83 Prozent der Stimmen. Das teilte Wahlleiterin Ella Pamfilowa in Moskau mit. Demnach errang die Partei von Putin eine Rekordzahl von Sitzen im Unterhaus. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die Partei Geeintes Russland in der Duma auf mindestens 355 von 450 Sitzen. Noch vor den Wahlen war die Antikriegspartei Jabloko ausgeschlossen worden.
08.21 Uhr: Regierende Kremlpartei wird zur Wahlsiegerin erklärt
Die Kremlpartei "Geeintes Russland" baut bei der Parlamentswahl ihre bisherige Zweidrittelmehrheit in der Staatsduma massiv aus. Laut Daten der zentralen Wahlkommission in Moskau kommt die seit mehr als 20 Jahren regierende Partei wohl auf mindestens 338 Mandate – gut ein Dutzend Sitze mehr als bisher. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax. Die Duma hat insgesamt 450 Sitze.
Am Morgen waren mehr als 90 Prozent der Wahlzettel, darunter auch elektronische Stimmabgaben, ausgezählt. Wahlleiterin Ella Pamfilowa will am Vormittag das vorläufige Endergebnis verkünden. Nach bisherigem Stand sind in der Duma nur noch vier – und nicht mehr fünf Parteien vertreten.
Russlands Präsident Putin
06.05 Uhr: Erste Ergebnisse sehen Kremlpartei als Wahlsieger
Die Partei von Kremlchef Wladimir Putin hat die Parlamentswahl in Russland laut Teilergebnissen wie erwartet klar gewonnen. Damit wird mit "Geeintes Russland" die für den Angriffskrieg gegen die Ukraine maßgebliche Partei auch nach der Parlamentswahl voraussichtlich mit einer Zweidrittelmehrheit weiterregieren. Nach Auszählung von knapp 14 Prozent der Stimmen komme die Partei auf 57,5 Prozent, teilte die Zentrale Wahlkommission am Sonntag mit.
Putin hatte die Abstimmung als Test für die Zustimmung der Bevölkerung zu dem Feldzug bezeichnet. Die Regierung in Moskau argumentiert, dass nationale Geschlossenheit und ein gewisses Maß an Zensur während der von ihr so bezeichneten militärischen Spezialoperation in der Ukraine notwendig seien. Die ukrainische Regierung in Kiew nannte die Abstimmung in Russland dagegen eine "Pseudo-Wahl". In der Ukraine sind Wahlen wegen des Kriegsrechts ausgesetzt.
Montag, 21. September 2026
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