Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
18.24 Uhr: Außenminister: Iran wartet auf offizielle US-Reaktion zu Hormus-Plan
Nach der Absage von US-Präsident Donald Trump für einen iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus will Teheran erst einmal eine Reaktion Washingtons über offizielle diplomatische Kanäle abwarten. Der Iran werde sich mit der Position der USA befassen, sobald diese über Vermittler konkret übermittelt worden sei, sagte Außenminister Abbas Araghtschi zu iranischen Staatsmedien in New York. Trump hatte seine Aussage am Samstag nebenbei auf dem Weg vom Weißen Haus zu einem Footballspiel getroffen.
Der Iran hatte angeboten, die Meerenge in sieben Tagen wieder zu öffnen und die Gespräche über sein Atomprogramm wieder aufzunehmen, sofern die USA ihre Seeblockade gegen iranische Häfen und die Sanktionen gegen den Verkauf von iranischem Öl aufheben sowie eine Waffenruhe einhalten, der auch den Libanon einschließt. Der den USA von Vermittlern übermittelte Vorschlag entspricht weitgehend der im Juni erzielten sogenannten Absichtserklärung, sieht jedoch einen beschleunigten Zeitplan vor.
14.50 Uhr: Israel - Rechtsextremer Minister Smotrich fordert Annexionen
Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat am Sonntag eine Annexion von Gebieten im Süden des Libanon und im Gazastreifen gefordert sowie einen "Krieg" der israelischen Armee gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland. "Ich möchte, dass wir im Gazastreifen mindestens bis zur Gelben Linie annektieren und bis zum Litani-Fluss im Libanon", sagte Smotrich am Sonntag in einem Podcast für die israelische Nachrichtenwebsite Ynet.
13.16 Uhr: Huthi: Sieben Tote bei Angriff auf Markt im Jemen
Bei einem Angriff auf einen Markt an einer Kreuzung in der jemenitischen Provinz Tais sind nach Angaben des von den Huthi-Rebellen geführten Gesundheitsministeriums sieben Menschen getötet und 40 verletzt worden. Unter den Opfern seien auch Kinder. Die international anerkannte Regierung des Jemen teilte mit, ihre Streitkräfte hätten ein Huthi-Militärlager und Fahrzeuge an der Kreuzung angegriffen. Drei Militärinsider der Regierung sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Huthi-Miliz habe kürzlich ein Lager in der Nähe des Marktes errichtet.
10.58 Uhr: Iranisches Militär warnt Bürger vor neuen US-Angriffen
Der Iran wappnet sich nach eigenen Angaben für einen möglichen neuen Angriff der USA und droht mit Vergeltung. Die USA könnten aufgrund ihrer schwierigen Lage in der Region einen erneuten Angriff auf den Iran starten, sagte der Sprecher der iranischen Armee, Mohammad Akraminia, laut staatlichen Medien. Er fügte hinzu, sein Land sei bereit für eine Konfrontation. Iran könne den USA größeren Schaden zufügen.
10.42 Uhr: Anschlagsversuch auf US-genutzte Militärbasis in Großbritannien?
Mehrere Männer sind nach einem Vorfall nahe dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte, werden die Männer wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz verdächtigt. Anwohner in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts in Gloucestershire mussten ihre Häuser verlassen.
Erst im März hatten die US-Streitkräfte Langstreckenbomber an die RAF-Basis Fairford verlegt. Das Verteidigungsministerium in London hatte in dem Zusammenhang bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für "spezifische Verteidigungsoperationen" im Iran-Krieg nutzten. Die US-Nutzung war zu Beginn des Krieges hitzig diskutiert worden.
08.03 Uhr: Riad schließt Schulen für eine Woche
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind Eltern von den Schulen darüber informiert worden, dass der Unterricht ihrer Kinder für eine Woche auf Fernunterricht umgestellt wird. Der kurzfristig entschlossene Plan geht aus E-Mails vor, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlagen. Ein offizieller Grund für die Umstellung wurde nicht mitgeteilt. Saudi-Arabien wird im Zuge des Konflikts in der Golfregion derzeit fast täglich von der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen angegriffen.
07.34 Uhr: Teheran pocht auf Bedingungen zur Öffnung der Straße von Hormus
Der Iran hat im Konflikt mit den USA und Israel auf eine diplomatische Lösung gedrungen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen hatte. "Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus setzt die Erfüllung dieser Bedingungen voraus", schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghchi in den sozialen Medien. "Nur eine Verhandlungslösung kann sie aus dieser Sackgasse herausholen." Trump hatte am Samstag gesagt, er lehne den Plan ab.
06.15 Uhr: Oman will weiter zwischen Kriegsparteien vermitteln
Der Oman hat die Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung und Dialog aufgerufen und sich erneut als Vermittler angeboten. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch "Zurückhaltung und Weitsicht" sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Busaidi bei der UN-Generaldebatte in New York. Der Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus fortsetzen, so al-Busaidi weiter. Er rief alle Seiten auf, dabei mit seinem Land zusammenzuarbeiten.
05.38 Uhr: Iran-Sanktionen - US-Finanzminister sieht Erfolge bei wirtschaftlicher Isolierung
US-Finanzminister Scott Bessent sieht nach eigenen Angaben Erfolge bei den Bemühungen der USA, den Iran wirtschaftlich weiter zu isolieren. Auf seine Anweisung seien Teams in zahlreiche Länder geschickt worden, um dort auf Maßnahmen gegen Teheran zu dringen, erklärte Bessent am Samstag auf X. "Diese Bemühungen zeigen Wirkung."
Bessent verwies unter anderem darauf, dass die Türkei und Oman keine Flüge der privaten iranischen Fluggesellschaft Mahan Air mehr ins Land ließen. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten sämtliche Flüge iranischer Airlines gestoppt. Zudem blockierte deren Zentralbank am Mittwoch Transaktionen von Filialen der iranischen Bank Melli. Die Türkei entzog vergangene Woche der iranischen Bank Mellat die Lizenz.
02.09 Uhr: Iran warnt Schiffe vor Konsequenzen bei unautorisierten Routen
Die vom Iran zur Verwaltung der Straße von Hormus eingerichtete Behörde PGSA hat Schiffe vor Konsequenzen gewarnt, wenn sie "nicht autorisierte" Routen in der Region befahren. "Dieses Vorgehen birgt nicht nur das Risiko finanzieller und menschlicher Verluste für das Schiff, die Reederei, den Kapitän und die Besatzung, sondern schränkt auch die künftige Durchfahrt des Schiffes durch die Straße von Hormus erheblich ein", teilte die PGSA auf der Plattform X mit.
Schiffseigner müssten mit Blick auf solche rechtswidrigen Handlungen die gebotene Sorgfalt walten lassen. Im Falle von Verstößen durch Charterer müssten alle Schiffe der betroffenen Unternehmen künftig mit Einschränkungen rechnen.
Sonntag, 27. September 2026
19.20 Uhr: Saudi-Arabien - Straße von Hormus muss gebührenfrei bleiben
Der saudische Außenminister fordert in New York mehr Zusammenarbeit, um die internationale Schifffahrt zu schützen. "Der Schutz der internationalen Schifffahrt und der Lieferketten ist eine gemeinsame Verantwortung, die ernsthafte internationale Zusammenarbeit erfordert", sagte Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan vor der UN-Vollversammlung.
"Die Straße von Hormus muss zurück zum Status vor dem 28. Februar 2026 ohne die Erhebung jeglicher Gebühren und ohne Beschränkungen", sagte Faisal bin Farhan bei der UN-Generaldebatte. Er bezog sich dabei auf die Zeit vor dem Iran-Krieg. Die Freiheit der Schifffahrt müsse in der Straße von Hormus wie auch dem Bab al-Mandab, dem Roten Meer und dem Golf von Aden sichergestellt werden.
17.01 Uhr: Trump lehnt iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab
US-Präsident Donald Trump lehnt einen iranischen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus ab. Das teilte Trump am Weißen Haus mit.
Der Iran hatte diese Woche angeboten, die Meerenge wieder zu öffnen und die Gespräche über sein Atomprogramm in sieben Tagen wieder aufzunehmen, sofern die USA ihre Seeblockade gegen iranische Häfen und die Sanktionen gegen den Verkauf von iranischem Öl aufheben sowie eine Waffenruhe einhalten, der auch den Libanon einschließt.
16.03 Uhr: Irak bemüht sich bei USA um Ausnahmen für iranische Flüge
Der Irak bemüht sich angesichts weitreichender US-Sanktionen gegen den Iran um Ausnahmeregelungen für iranische Flüge. Es gebe dazu einen direkten Austausch mit der US-Regierung, teilte das Medienbüro des irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi mit. Ziel seien Ausnahmen für iranische Flüge in den Irak und aus dem Irak aus "humanitären Gründen", etwa für Pilger und medizinische Behandlungen sowie im "Interesse der Zivilbevölkerung".
Der Iran muss wegen des erhöhten Drucks der US-Regierung seine Flüge in der Region streichen. Nach iranischen Angaben nahmen Flughäfen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sowie in Maskat im Oman seit Mittwoch keine Flüge mehr an. Aus dem Irak und dem Oman gab es dazu keine offizielle Bestätigung.
13.32 Uhr: Medien - Trump lehnt Waffenruhe mit dem Iran ab
Eine öffentliche Reaktion der US-Regierung auf einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen steht noch aus - einem Medienbericht zufolge hat US-Präsident Donald Trump ihn jedoch abgelehnt. Wie das "Wall Street Journal" am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die von Washington gestellten Bedingungen erfüllen wird. Irans Präsident Massud Peseschkian erklärte derweil, auch der Oberste Führer Modschtaba Chamenei unterstütze den neuen Plan. Saudi-Arabien meldete am Samstag neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz.
Das "Wall Street Journal" schrieb unter Berufung auf US-Regierungsvertreter weiter, Trump erwäge nach den Kongress-Zwischenwahlen im November eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran.
06.23 Uhr: Iran wartet auf offizielle US-Antwort zu Friedensplan
Der Iran wartet trotz eines Medienberichts über eine angebliche Ablehnung durch US-Präsident Donald Trump auf eine offizielle Antwort der USA auf seinen Friedensplan. Der über katarische Vermittler eingereichte Vorschlag sieht vor, die strategisch wichtige Straße von Hormus zu öffnen und die Kämpfe im Nahen Osten innerhalb von sieben Tagen zu beenden. Das "Wall Street Journal" berichtete jedoch unter Berufung auf US-Regierungskreise, Trump stehe dem Plan skeptisch gegenüber. Er gehe davon aus, den Iran nach den US-Kongresswahlen im November weiter anzugreifen.
04.07 Uhr: Huthi-Miliz greift saudische Hauptstadt Riad mit Drohnen an
Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt. Zwei Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft. Auf der Plattform X schrieb er weiter, die Luftverteidigung habe zudem eine ballistische Rakete der Huthi abgefangen, die auf die Stadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zielte.
Saudi-Arabien hat einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt.
00.01 Uhr: UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe gegen Saudi-Arabien
Der UN-Sicherheitsrat hat sich deutlich gegen die Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien positioniert. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen verurteile das Vorgehen einstimmig auf "das Schärfste", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der 15 Staaten, die der französische UN-Botschafter Jérôme Bonnafont in New York vortrug. Bei den Angriffen seien auch Zivilisten verletzt worden.
Samstag, 26. September 2026
20.12 Uhr: Jemen ruft Bevölkerung zu Mobilisierung gegen Huthi-Miliz auf
Die international anerkannte Regierung im Jemen ruft angesichts andauernder Kämpfe mit den Huthi-Rebellen zur allgemeinen Mobilisierung auf. Ziel sei es, die staatlichen Institutionen wiederherzustellen und die staatliche Souveränität auf das gesamte Staatsgebiet bis hin zur Hauptstadt Sanaa auszudehnen, sagt Raschad al-Alimi von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung im Jemen anführt. Er kündigt in einer Fernsehansprache auch eine Amnestie für Huthi-Kämpfer an, die ihre Waffen niederlegen, und ruft die Bewohner der Huthi-Gebiete auf, ihre Kinder zu schützen. Die Regierung betrachte die Bewohner "nicht als Konfliktpartei, sondern als Teil des jemenitischen Volkes und als Partner".
18.40 Uhr: Insider - Iran bei Atomprogramm unnachgiebig
Der Iran zeigt sich einem Insider zufolge bei seinem Atomprogramm unnachgiebig, selbst wenn die USA den Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus annehmen. Die strategisch wichtige Wasserstraße bleibe geschlossen, bis die USA alle Bedingungen des Irans erfüllt hätten, sagt ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Der Vorschlag Teherans sieht vor, die Meerenge wieder zu öffnen, wenn die USA unter anderem ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene Gelder freigeben und Ölsanktionen aussetzen. Zudem sollen die Feindseligkeiten an allen Fronten, darunter auch im Libanon, binnen sieben Tagen enden.
15.00 Uhr: US-Botschafter – Trump nennt Chinas Hilfe für den Iran inakzeptabel
US-Präsident Donald Trump macht dem chinesischen Staatschef Xi Jinping bei Gesprächen im Weißen Haus unmissverständlich klar, dass eine chinesische Unterstützung für den Iran inakzeptabel ist. Dies sagt der US-Botschafter in China, David Perdue, dem Fernsehsender CNBC.
14.42 Uhr: Israels Militär tötet erneut Hamas-Mitglieder im Gazastreifen
Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge erneut Mitglieder der Hamas im Gazastreifen getötet. Einer der beiden Getöteten sei an Geldtransfers an die Terrororganisation beteiligt gewesen, teilten die israelischen Streitkräfte mit. Die Männer hätten dem militärischen Flügel der Hamas angehört und seien bereits am Donnerstag angegriffen worden. Einer wurde demnach in der Stadt Deir al-Balah im zentralen Abschnitt, der andere in Chan Junis im Süden des Küstengebiets getötet.
Die Hamas-Mitglieder hätten Angriffe auf israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und daran gearbeitet, die Hamas wieder zu stärken, hieß weiter. Dies verstoße gegen das Waffenruhe-Abkommen. "Die Terroristen wurden ausgeschaltet, um die von ihnen ausgehende Bedrohung zu beseitigen", teilte das israelische Militär mit.
13.55: Iran droht Nachbarn nach US-Sanktionen gegen Flugsektor
Nach der Einschränkung zahlreicher Flugverbindungen durch US-Sanktionen hat der Iran seinen Nachbarstaaten gedroht. "Entweder ist das Fliegen in der Region für alle frei oder für niemanden", schrieb Mohammed Mochber, Berater des obersten Führers, auf der Plattform X. Die Kooperation mit den USA bei der "Umsetzung feindseliger Maßnahmen" werde dem iranischen Volk im Gedächtnis bleiben. Seine Drohung ließ Mochber darüber hinaus unkonkret.
Irans internationaler Luftverkehr ist nach neuen US-Sanktionen weitgehend isoliert. Mehrere Staaten haben inzwischen ihre Kooperation mit iranischen Airlines eingestellt oder verweigern gar die Erlaubnis, den Luftraum zu nutzen. Ab dem Hauptstadtflughafen Imam-Chomenei in Teheran fliegen nur noch wenige iranische Airlines nach Russland, China oder die Türkei.
13.50 Uhr: Nach US-Sanktionsdrohungen - Flughafen im irakischen Nadschaf stoppt alle Iran-Flüge
Infolge von US-Sanktionen hat der Flughafen der irakischen Pilgerstadt Nadschaf in der Nacht zu Freitag alle Flüge vom und in den Iran eingestellt. "Alle Flüge zwischen dem Iran und dem Flughafen in Nadschaf wurden gestoppt", sagte Flughafendirektor Hussein Muhanna der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Er verwies auf eine entsprechende Anweisung der irakischen Regierung an den Gouverneur von Nadschaf, die auf US-Betreiben hin erfolgte.
Nadschaf liegt rund 160 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad und ist ein wichtiges Ziel für schiitische Gläubige. Außerdem fliegen von hier aus viele irakische Pilger zu heiligen Stätten im überwiegend schiitischen Iran. Der Flughafen wird darüber hinaus von Irakern genutzt, die im Iran Universitäten besuchen oder sich dort medizinisch behandeln lassen. In beiden Ländern stellen Schiiten die Mehrheit.
11.05 Uhr: Iran legt USA Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen einer Woche vor
Der Iran hat den USA einen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen einer Woche unterbreitet. Wenn "bestimmte Bedingungen" Teherans erfüllt seien, könne die Meerenge "binnen sieben Tagen geöffnet" werden, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Donnerstag (Ortszeit) internationalen Medien wie der "New York Times" und dem britischen "Guardian" in New York. Auch die Verhandlungen könnten dann wieder aufgenommen werden.
Am Dienstag hatte Araghtschi dem US-Gesandten Steve Witkoff am Rande der UN-Generaldebatte in New York die Bedingungen Teherans für eine Öffnung der Meerenge übermittelt. Wie die "New York Times" nun unter Berufung auf Araghtschi berichtete, verlangt der Iran die Einstellung aller Kampfhandlungen in der Region für die Dauer von sieben Tagen, einschließlich im Libanon. Er verlangt zudem die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von mindestens zwölf Milliarden Dollar, die Aufhebung von Sanktionen gegen iranisches Öl sowie die Beendigung der US-Hafenblockade.
Wenn am siebten Tag alle Bedingungen erfüllt sind, will der Iran dem Vorschlag zufolge die Straße von Hormus öffnen. Araghtschi sagte laut "New York Times, er warte noch auf eine Antwort der US-Regierung.
04.30 Uhr: Pakistan - Angriff afghanischer Taliban an der Grenze abgewehrt
Pakistanische Sicherheitskräfte haben nach Angaben aus Sicherheitskreisen einen Angriff afghanischer Taliban an der gemeinsamen Grenze abgewehrt. Im Gulistan-Sektor seien mehrere Taliban-Kämpfer getötet worden, hieß es aus den Kreisen.
Derzeit komme es immer wieder zu Schusswechseln, sagten Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Grenztruppen seien in Alarmbereitschaft.
02.30 Uhr: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan planen Krisentreffen nach Huthi-Angriffen
Nach Angriffen der jemenitischen Huthis auf Saudi-Arabien planen Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan ein Dringlichkeitstreffen ihrer Generalstabschefs. Dabei solle über Möglichkeiten beraten werden, die Regierung in Riad im Rahmen eines gemeinsamen Verteidigungsabkommens zu unterstützen, teilte das saudische Außenministerium mit.
Zudem bekräftigten die drei Staaten dem Ministerium zufolge das Recht Saudi-Arabiens, nach der UN-Charta Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen.
01.00 Uhr: Iranischer Präsident - USA müssen über Kriegsende entscheiden
Der iranische Präsident Massud Peseschkian sieht die Entscheidung über ein Ende des Krieges mit dem Iran bei den USA. Auf die Frage nach einem möglichen Kriegsende noch in diesem Jahr sagte er in einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News: "Es ist Amerika, das entscheiden muss, ob es dies beenden will oder nicht."
00.55 Uhr: Britischer Außenminister - Großbritannien warnt Iran vor feindseligen Handlungen
Großbritannien hat den Iran einem Medienbericht zufolge vor feindseligen Handlungen gewarnt. Der britische Außenminister Ed Miliband sagte seinem iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi bei einem Treffen, Großbritannien werde "keine Einschüchterung, Drohungen oder feindselige Aktivitäten auf britischem Boden" durch Gruppen tolerieren, die mit dem Iran in Verbindung stehen. Das berichtete der Sender Sky News.
Freitag, 25. September 2026
20.36 Uhr: Netanjahu-Rede bei UN - Völkermord-Vorwurf "größte Lüge des Jahrhunderts"
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Krieg gegen den Iran verteidigt. "Die Zerstörung der iranischen Atomanlagen war schwierig, es war ein sehr schwieriges Unterfangen, doch für mich war es eine der leichtesten Entscheidungen, die ich als Ministerpräsident je treffen musste - denn hätten wir es nicht getan, wären wir alle tot", sagte er bei seiner Rede bei der UN-Generaldebatte.
Vorwürfe, sein Land begehe im Gazastreifen einen Völkermord, bezeichnete Netanjahu als "größte Lüge des Jahrhunderts". Israel habe keinen Völkermord begangen, sagte er, sondern vielmehr "einen Völkermord verhindert". Hätte Israel die islamistische Terrororganisation Hamas nicht gestoppt, hätte diese jeden einzelnen von ihnen getötet, sagte er.
20.24 Uhr: Diplomaten verlassen Saal vor Netanjahu-Rede
Zahlreiche Ländervertreter haben bei den Vereinten Nationen aus Protest gegen den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dessen Rede den Saal verlassen. Andere Delegierte applaudierten dem israelischen Regierungschef bei seinem Auftritt vor der UN-Generalversammlung in New York.
Netanjahu reagierte auf den Protest mit scharfen Worten. "Wenn es noch weitere moralische Feiglinge gibt, die diesen Saal noch nicht verlassen haben, dann tun Sie das bitte jetzt", sagte er. Auch vor dem UN-Gebäude wurde gegen den israelischen Politiker protestiert.
19.19 Uhr: Staaten fordern Wiederherstellung der Seewege in der Golfregion
Angesichts der fortdauernden Einschränkungen der Schifffahrt infolge des Iran-Kriegs haben 80 Staaten die Öffnung der Seewege in der Golfregion gefordert. "Wir fordern die vollständige und unverzügliche Wiederherstellung der Navigationsrechte und -grundsätze", sagte Bahrains Außenminister Abdullatif bin Raschid al-Sajani beim Verlesen einer gemeinsamen Erklärung im UN-Hauptquartier in New York.
Die 80 Staaten verurteilen zudem "aufs Schärfste" die Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen auf Saudi-Arabien "und ihre sinnlosen Attacken im Roten Meer", wie der bahrainische Außenminister sagte. Das Vorrücken der Huthis in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab werde lediglich "die Risiken für den internationalen Schiffsverkehr weiter erhöhen". Begleitet wurde al-Sajani beim Verlesen der Stellungnahme von dutzenden Amtskollegen sowie der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.
18.29 Uhr: Huthi feuern Raketen auf Saudi-Arabien ab
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben Dutzende ballistische Raketen und Drohnen auf Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert. Ziel der "präventiven Operation" seien unter anderem Operationszentralen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager in der saudischen Region Dschisan gewesen, so der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari. Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, sechs von den Huthi abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die Luftabwehr habe damit Versuche vereitelt, die Städte Taif und Janbu anzugreifen, hieß es.
17.39 Uhr: Abbas - Politik Israels bedrohe "Leben und Existenz" der Palästinenser
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat Israels Politik als existenzielle Bedrohung für das palästinensische Volk verurteilt. "Die Gefahr beschränkt sich nicht mehr darauf, die Zwei-Staaten-Lösung zu untergraben und die Verwirklichung des palästinensischen Staates zu verhindern", sagte Abbas in einer aufgezeichneten Ansprache vor der UN-Vollversammlung in New York. "Sie bedroht inzwischen die Existenz und das Leben des palästinensischen Volkes in seiner Heimat", fügte er hinzu.
Abbas kritisierte außerdem die Entscheidung der US-Regierung, ihm kein Visum für die Einreise in die USA zu gewähren, weshalb Abbas lediglich virtuell vor die UN-Vollversammlung treten konnte. "Wir lehnen diese unrechtmäßigen Strafmaßnahmen ab, und wir lehnen die Anschuldigungen und Rechtfertigungen ab, auf denen sie beruhen", sagte er.
15.00 Uhr: Sohn von Israels US-Botschafter schwebt in Lebensgefahr
Der bei einem Angriff im besetzten Westjordanland schwer verletzte Sohn des israelischen Botschafters in den USA kämpft laut seines Vaters nach einer Operation um sein Leben. Den Ärzten sei es gelungen, den Zustand seines 39 Jahre alten Sohns Neria Leiter "zu stabilisieren", sagte der Botschafter Yechiel Leiter. Sein Leben sei "aber immer noch in Gefahr", betonte er.
14.15 Uhr: Israel - Neues deutsches U-Boot in Israel eingetroffen
Israels Marine hat ein neues U-Boot: Nach mehrwöchiger Fahrt von Deutschland ist die "INS Drakon" im Hafen der Mittelmeerstadt Haifa eingetroffen. Dies bestätigte eine israelische Militärsprecherin. Das vom Kieler Marineschiffbauer TKMS gebaute U-Boot ist das sechste und letzte der Dolphin-Reihe. Mit mehr als 70 Metern Länge ist es das größte U-Boot der israelischen Marine und mit zehn Torpedorohren ausgerüstet.
13.33 Uhr: UN - Seit August 32 Zivilisten im Jemen getötet
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat angesichts der zunehmenden Gewalt im Jemen vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Seit der jüngsten Angriffswelle der Huthi-Miliz Anfang August seien in dem Land mindestens 32 Zivilisten getötet und rund 125.000 Menschen vertrieben worden, teilte das UN-Menschenrechtsbüro mit. Unter den Getöteten seien 15 Kinder und drei Frauen. Bodenkämpfe, Artilleriebeschuss sowie Luft-, Drohnen- und Raketenangriffe hätten die ohnehin fragile zivile Infrastruktur weiter beschädigt und den Zugang zu wichtigen Dienstleistungen eingeschränkt.
Laut Türk werden weiterhin zudem 73 UN-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter von den Huthi willkürlich festgehalten. Er verlangte die sofortige Freilassung. Einige von ihnen seien bereits seit mehreren Jahren in Haft. Angesichts der erneuten Kämpfe sei er besonders um ihre Sicherheit besorgt, erklärte Türk.
11.58 Uhr: Krieg könnte sich laut Teheran bei neuen US-Angriffen auf Indischen Ozean ausweiten
Ein Berater des iranischen Obersten Führers Modschtaba Chamenei hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs bis in den Indischen Ozean gewarnt, sollte die USA den Iran erneut angreifen. Der Konflikt habe sich bereits vom Persischen Golf und der Straße von Hormus auf das Rote Meer ausgeweitet, sagte Jahja Rahim Safawi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Fars. Bei einer weiteren Eskalation könne sich die Front demnach bis in den Indischen Ozean oder darüber hinaus ausdehnen.
06.45 Uhr: Trump und Xi - auch Gespräche über Iran und Ukraine
Chinas Staatschef Xi ist in den USA eingetroffen: Präsident Trump begrüßte XI auf dem Rollfeld eines Militärflughafens bei Washington. Dass der US-Präsident Staats- oder Regierungschef persönlich am Flughafen empfängt, ist äußerst selten. Heute finden im Weißen Haus Gespräche und ein Staatsbankett statt. Dabei dürfte es um Themen wie den Welthandel, die Kriege im Iran und in der Ukraine und KI gehen.
04.58 Uhr: Zugang zu Dörfern im Südlibanon laut Welternährungsprogramm schwierig
Das Welternährungsprogramm (WFP) wirbt angesichts der Zerstörungen im Süden des Libanon auch in Deutschland um mehr finanzielle Hilfe und politische Unterstützung für die Regierung in Beirut. Das WFP versorgt derzeit drei Dörfer jenseits der von Israel festgelegten gelben Linie mit Hilfsgütern. Dort leben noch rund 10.000 Menschen, zuvor waren es etwa 270.000. Die Organisation bringt Lebensmittel, Decken und Hygieneartikel in die Region. Der Zugang sei jedoch schwierig: Bei etwa jeder zweiten angemeldeten Lieferung teile die israelische Armee mit, dass sie nicht stattfinden könne.
04.30 Uhr: Neue Spannungen - Pakistan greift Ziele in Afghanistan an
Pakistan hat nach eigenen Angaben Luft- und Drohnenangriffe auf zehn Ziele in Afghanistan geflogen. Die betroffenen Standorte seien zur Lagerung und zum Start von Drohnen genutzt worden, erklärte Informationsminister Attaullah Tarar auf der Plattform X. Zuvor habe die pakistanische Luftabwehr aus Afghanistan gestartete Drohnen abgefangen. Die Angriffe seien verhältnismäßig und ausschließlich gegen militärische Ziele gerichtet gewesen, die mit versuchten Angriffen aus Afghanistan in Verbindung stünden, so Tarar.
02.39 Uhr: Emirate erhöhen wirtschaftlichen Druck auf Iran
Die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate hat die Geschäftstätigkeit von Irans größter staatlicher Bank Melli in dem Golfstaat weitgehend eingeschränkt. Das Institut darf demnach keine Finanztransaktionen mehr aus dem Iran oder in den Iran abwickeln – darunter Überweisungen und die Finanzierung von Handelsgeschäften. Die Emirate waren zuletzt eine wichtige Drehscheibe für iranische Finanz- und Handelsgeschäfte. Die Zentralbank wirft Bank Melli Verstöße gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und der Verbreitung von Waffen vor. Die Sanktionen erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Iran im Konflikt mit den USA weiter.
Im Audio: Vereinigte Arabische Emirate erhöhen Druck auf Iran
ARCHIV (26.09.2025) Benjamin Netanjahu bei der UN-Generalversammlung im vergangenen Jahr.
01.30 Uhr: Costa fordert Iran zu Zusammenarbeit mit Atombehörde auf
EU-Ratspräsident Antonio Costa hat Iran nach eigenen Angaben zur Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aufgefordert. In einem Gespräch mit Präsident Massud Peseschkian habe er zudem ein Ende der iranischen Angriffe auf Nachbarstaaten und die vollständige Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus verlangt, erklärte Costa.
Donnerstag, 24. September 2026
22.05 Uhr: Ein Toter bei Angriff auf Frachter in Straße von Hormus
Bei einem Angriff auf einen Frachter in der Straße von Hormus ist nach Angaben der indischen und omanischen Behörden ein indischer Seemann getötet worden. Indiens Außenministerium verurteilte die Attacke auf das Schiff, bei der "ein indischer Staatsbürger auf tragische Weise ums Leben kam".
Das omanische Zentrum für maritime Sicherheit erklärte, die unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachter sei zweieinhalb Seemeilen vor der Küste des Landes angegriffen worden und habe Feuer gefangen. 27 Besatzungsmitglieder seien von der Marine in Sicherheit gebracht worden.
20.31 Uhr: Westjordanland - Sohn von Israels US-Botschafter bei Anschlag verletzt
Bei einem Anschlag mit einem Auto im Westjordanland ist der Sohn des israelischen US-Botschafters, ein Reservesoldat, schwer verletzt worden. Botschafter Jechiel Leiter teilte auf der Plattform X mit, sein Sohn Neria benötige ein Wunder, um zu überleben. Die israelische Armee erklärte, der mutmaßlich palästinensische Attentäter sei getötet worden. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge an einer Militärsperre im Grenzgebiet zu Israel. Neria Leiter hatte Berichten zufolge Dienst an dem Kontrollpunkt.
20.05 Uhr: Israels Verteidigungsminister bekräftigt Anspruch auf besetzte Golanhöhen
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat den Anspruch seines Landes auf die besetzten Golanhöhen bekräftigt und Äußerungen des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa zurückgewiesen. "Meine klare Antwort an den syrischen Präsidenten, der vom UN-Podium aus bombastische Erklärungen abgegeben hat: Die unter israelischer Souveränität stehenden Golanhöhen sind für immer ein untrennbarer Teil des Staates Israel", sagte Katz in einer Videobotschaft während der UN-Generaldebatte in New York.
19.30 Uhr: Wadephul fordert iranischen Außenminister zu Verhandlungen auf
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat seinen iranischen Amtskollegen Abbas Aragtschi bei einem Treffen am Rande der UN-Vollversammlung nach Angaben aus Delegationskreisen zu Verhandlungen aufgefordert. Iran müsse "sich ernsthaft und glaubhaft an nachhaltigen Verhandlungen mit den USA und den Nachbarstaaten in der Region beteiligen", hieß es. Es müsse insgesamt Kompromissbereitschaft geben, um eine Lösung für den verfahrenen Konflikt in der Region herbeizuführen. Deutschland, Frankreich und Großbritannien, genannt E3, stünden bereit, Vermittlungsbemühungen zu unterstützen.
19.00 Uhr: Friedensrat stellt Plan zum Teil-Wiederaufbau für Gaza vor
Der von den USA geführte Friedensrat hat einen Plan zum Teil-Wiederaufbau des im Krieg großflächig zerstörten Gazastreifens vorgestellt. Das Vorhaben soll sechs Monate umfassen und knapp 2,5 Milliarden US-Dollar kosten, wie bei einer Veranstaltung vor Spendern und Mitgliedern des Rats in New York mitgeteilt wurde. Unter anderem rief der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, bei der Veranstaltung zu Spenden auf.
18.36 Uhr: Auto-Attacke im Westjordanland
Bei einer Auto-Attacke im Westjordanland ist nach Angaben von Sanitätern ein Mensch schwer verletzt worden. Der mutmaßlich palästinensische Attentäter sei getötet worden, teilte die israelische Armee mit. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge an einer Militärsperre im Grenzgebiet zu Israel. Ein etwa 30 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten und sei bewusstlos, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Die israelische Polizei teilte mit, ein Terrorist habe sein Fahrzeug in Richtung eines Polizeiautos gesteuert. Ein Soldat, der mit den Polizisten zusammengearbeitet habe, sei verletzt worden. Sicherheitskräfte hätten den Angreifer daraufhin getötet.
17.00 Uhr: Irans Präsident Peseschkian weist Trumps Drohungen zurück
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die erneuten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen sein Land zurückgewiesen. Er sagte in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York, der Iran werde "niemals in die Knie gehen". Peseschkian warf den USA zudem "Terrorismus" vor. Er zeigte dabei ein Bild des obersten iranischen Führers Ali Chamenei, der zu Beginn des Iran-Kriegs vor fast sieben Monaten getötet worden war. Peseschkian sagte weiter, der Iran habe "niemals einen Krieg begonnen und stets seine Bereitschaft zum Verhandlungstisch gezeigt". Er bekräftigte zudem den iranischen Anspruch auf die Straße von Hormus.
Peseschkian kritisierte US-Angriffe auf zivile Ziele in der frühen Phase des Iran-Kriegs, darunter eine Mädchenschule und einen Sportkomplex im Süden des Landes. "Unsere unschuldigen Menschen sind in Wahrheit das Ziel der feigen Angriffe (...) und wir haben uns mit Stärke verteidigt."
16.05 Uhr: Österreich mit deutlicher Kritik an Israel
Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat mit ungewohnt offener Kritik an Israel international aufhorchen lassen. Er verurteilte am Rande der UN-Vollversammlung am Dienstag in New York "Kriegsverbrechen" sowie "Verletzungen des Völkerrechts" im Gazastreifen sowie im Westjordanland.
Für ihn stehe zwar das Existenzrecht Israels außer Frage, betonte Van der Bellen bei einer Pressekonferenz. Auch solle kein israelischer Bürger für die Handlungen der Regierung zur Verantwortung gezogen werden. Jedoch sei das Vorgehen Israels in den palästinensischen Gebieten als "Kriegsverbrechen" zu werten – "das muss man offen aussprechen", so das Staatsoberhaupt.
15.55 Uhr: Al-Scharaa fordert Rückzug Israels aus Syrien
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa hat Israels Vorgehen in Syrien scharf verurteilt. Israel habe seit dem Umbruch in Syrien 500 Luftangriffe geflogen, mehr als 1.200 Vorstöße gemacht und rund 300 Menschen festgenommen, sagte al-Scharaa bei der UN-Generaldebatte in New York. Dies stehe im Widerspruch zur internationalen Entwicklung und erinnere an eine längst vergangen geglaubte Ära. Während sich die Welt über die Rückkehr Syriens freue, greife Israel das Land an, so al-Scharaa.
15.30 Uhr: Frachter in der Straße von Hormus von Geschoss getroffen
In der Straße von Hormus ist ein Frachtschiff von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Das Schiff stehe in Flammen und sei manövrierunfähig, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Mittwoch mit. Die Crew sei in Sicherheit gebracht worden, es gebe zwei Opfer, hieß es weiter. Ob es sich dabei um Tote oder Verletzte handelt, war zunächst unklar. Umweltschäden wurden laut UKMTO zunächst nicht gemeldet.
14.30 Uhr: Huthis warnen USA vor militärischer Einmischung
Die Huthi-Miliz hat den USA für den Fall einer Einmischung in den Konflikt im Jemen mit Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten gedroht. Sollten die Vereinigten Staaten militärisch eingreifen oder versuchen, die Kontrolle über die Meerenge Bab al-Mandab zu übernehmen, werde dies als "rote Linie" betrachtet, sagte der Militärberater der Huthis, Abed Mohammed al-Thawr, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.
Gleiches gelte für eine Unterstützung Saudi-Arabiens. Sollte Washington Riad "mit Luftangriffen oder Luftunterstützung" zur Hilfe eilen, "würden wir alle amerikanischen Interessen in unserer Umgebung als Ziele betrachten", sagte al-Thawr weiter.
13.30 Uhr: Treffen zwischen Trump und Peseschkian laut Iran möglich
Ein iranischer Parlamentsabgeordneter hält ein direktes Treffen der Präsidenten der USA und des Irans für wahrscheinlich. In einem Interview mit dem iranischen Nachrichtenportal Didban sprach der Abgeordnete Ahmad Bachschajesch Ardestani über ein mögliches Gespräch zwischen Donald Trump und Massud Peseschkian am Rande der UN-Generaldebatte in New York. "Meiner Meinung nach wird das Treffen der beiden Präsidenten stattfinden", sagte er.
11.50 Uhr: Hälfte der Kapazität von Gasfeld laut Bericht wiederhergestellt
Der Iran hat rund 50 Prozent der beschädigten Produktionskapazität im Gasfeld South Pars wieder hergestellt. Dies meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den stellvertretenden Ölminister Ahmad Seratkar. Alle geplanten Instandsetzungsarbeiten sollen vor dem Winter abgeschlossen sein, erklärt Seratkar demnach weiter. Ende August hatte er mitgeteilt, dass rund 40 Prozent der betroffenen Kapazität wieder in Betrieb genommen worden seien.
05.03 Uhr: Iran stellt USA über Katar Bedingungen
Der Iran hat den USA nach eigenen Angaben über einen katarischen Vermittler in New York mehrere Bedingungen übermittelt. Dazu gehörten ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie ein Stopp der "Aggressionen" der USA, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.
Weitere Forderungen Teherans seien die Aufhebung der Seeblockade und des Wirtschaftskrieges sowie die Freigabe iranischer Vermögenswerte.
Mittwoch, 23. September 2026
21.00 Uhr: Trump – Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen
Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.
20.40 Uhr: Emir von Katar fordert Abzug Israels aus Gazastreifen
Der Emir von Katar, Tamim bin Hamad, hat Israel im Konflikt um den Gazastreifen zum Einlenken aufgefordert. Führende israelische Politiker würden offen für die Vertreibung der Bevölkerung des Gazastreifens werben, sagte der Emir am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Eine solche Position behindere jegliche Versuche, die Lebensbedingungen der Palästinenser zu verbessern. Israel müsse seinen Verpflichtungen nachkommen, Militäreinsätze im Gazastreifen zu beenden, aus dem Palästinensergebiet abzuziehen und seine Blockade zu beenden.
20.10 Uhr: Israels Verteidigungsminister droht mit Zerstörung von Gaza-Stadt
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat mit massiven Vergeltungsmaßnahmen gegen den Gazastreifen gedroht, sollte auch nur ein Israeli entführt werden. Geheimdienstinformationen deuteten auf entsprechende Pläne der Hamas, sagte er laut Medienberichten bei der Gedenkfeier für die Gefallenen des Jom-Kippur-Kriegs am Dienstag am Jerusalemer Herzlberg. Dann werde Israel die gesamte Stadt Gaza mit einer Million Einwohnern "nach Süden evakuieren" und die Reste der kriegsgeschädigten Stadt vollständig zerstören. Der Verteidigungsminister erklärte zudem, dass Israel sich nicht von der sogenannten gelben Linie im Gazastreifen zurückziehen werde, bevor die Hamas eliminiert und das Gebiet von Waffen und Tunneln befreit worden sei.
17.31 Uhr: Stelp - Hilfsorganisations-Gründer zu zehn Jahren Haft im Iran verurteilt
Der Gründer der Stuttgarter Hilfsorganisation Stelp, Serkan Eren, ist nach Angaben der Organisation im Iran zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das teilte Stelp unter Berufung auf den Rechtsbeistand von Eren im Iran mit. Als Grund habe das Gericht den Angaben zufolge Kontakt von Eren zu einem Land genannt, das der Iran als verfeindet einstufe. Der Stelp-Gründer ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Er ist den Angaben zufolge türkischer Staatsangehöriger. Zunächst gab es keine Bestätigung des Urteils aus dem Iran oder aus der Türkei.
17.19 Uhr: Trump hält Iran-Abkommen nach Kongresswahlen für möglich
US-Präsident Trump hält ein Friedensabkommen mit dem Iran nach den Kongresswahlen am 3. November für möglich. "Ich glaube, wir werden ein Abkommen direkt nach der Wahl schließen", sagte Trump am Dienstag in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. Eine andere Option sei es, die Islamische Republik "in die Hölle" zu schicken.
Trump sagte, er müsse entscheiden, ob er den Iran "vernichte" oder einen "Deal" mit Teheran schließe. Er zeigte sich aber überzeugt von einer Einigung: "Die Vereinigten Staaten und der Iran werden es definitiv schaffen" – und das "schnell", sagte er.
16.30 Uhr: Saudiarabischer König bezeichnet Huthis als "terroristische Miliz"
Saudi-Arabiens König Salman hat die Huthi-Miliz im Jemen als "terroristische Miliz" bezeichnet und den vom Iran unterstützten Kämpfern einen Angriff auf die heilige Stadt Mekka vorgeworfen. Der 90 Jahre alte Salman, der sich nur selten öffentlich äußert, hob in einer Erklärung "die Rolle der Streitkräfte und der Sicherheitsdienste bei der Verteidigung des Landes" hervor und verurteilte "den erneuten Versuch der terroristischen Huthi-Miliz, Mekka ins Visier zu nehmen".
Der Angriff stelle "eine Provokation für Muslime auf der ganzen Welt" dar, fügte er hinzu. Saudi-Arabien hatte den Huthis in der vergangenen Woche vorgeworfen, die für Muslime heilige Stadt Mekka mit einer Drohne angegriffen zu haben. Die Huthis wiesen das als "Lüge" zurück.
16.18 Uhr: Medienberichte - Trump vorerst gegen neue US-Angriffe im Jemen
Trotz entsprechender Gesuche Saudi-Arabiens sieht US-Präsident Trump vorerst von neuen US-Luftangriffen im Jemen auf die Huthi-Miliz ab. Das berichteten die "New York Times" und die "Financial Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman habe Trump deshalb angerufen, der den neuen Angriffen auch zugestimmt habe, schrieb die "New York Times". Dann habe er sich aber umentschieden und es werde laut US-Vertretern vorerst keine Angriffe geben, berichteten beide Zeitungen.
16.06 Uhr: UN-Generalsekretär fordert Ende der Gewalt
UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ein Ende der Gewalt gefordert. Vereinbarte Waffenruhen seien kaum mehr als "weniger Beschuss" gewesen, während die Zivilbevölkerung weiter den Preis zahle, sagte Guterres zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York: "Genug ist genug."
14.45 Uhr: Netanjahu - Werde bei UN-Ansprache "die Wahrheit" über Mamdani sagen
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat angekündigt, er wolle bei seiner UN-Ansprache am Donnerstag "die Wahrheit" über New Yorks Bürgermeister Mamdani sagen. "Schämen Sie sich, Mr. Mamdani", sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Er warf Mamdani vor, die islamistische Terrororganisation Hamas zu unterstützen und zu Ausschreitungen gegen New Yorker Juden aufgehetzt zu haben.
Mit seiner drastischen Israel-Kritik ist der Bürgermeister von New York in Teilen der vielfältigen jüdischen Bevölkerung auf Ablehnung gestoßen. Mamdani zählt zu den prominentesten propalästinensischen Politikern. Er wirft Israel vor, die Rechte der Palästinenser systematisch zu verletzen, spricht von Apartheid und bezeichnet das Vorgehen im Gazastreifen als "Genozid". Den Angriff der islamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023 verurteilte er als "entsetzliches Kriegsverbrechen". Er sagte wiederholt, er setze sich für gleiche Rechte von Israelis und Palästinensern ein.
13.26 Uhr: Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen rechnet mit 230.000 Vertriebenen im Jemen
Die zunehmende Gewalt im Jemen könnte die Zahl der Binnenflüchtlinge in dem Bürgerkriegsland laut UN-Schätzungen stark in die Höhe treiben. Seit Anfang September sind bereits mehr als 130.000 Menschen innerhalb des Landes vor den schweren Gefechten geflohen, wie Vertreter des Flüchtlingshilfswerks UNHCR in Genf mitteilten. In den nächsten drei Monaten könnte die Zahl 230.000 übersteigen, hieß es. Zusätzlich sind bislang mehr als 3.000 Flüchtlinge aus dem Jemen im ostafrikanischen Dschibuti angekommen. Das UNHCR rechnet damit, dass die Zahl im nächsten halben Jahr auf 10.000 steigen könnte.
13.13 Uhr: Trotz US-Sanktionen - Iran will internationale Ziele anfliegen
Trotz weitreichender US-Sanktionen will der Iran Flüge zu internationalen Zielen sicherstellen. "Bislang wurde keiner der Auslandsflüge iranischer Fluggesellschaften gestrichen, und die Flüge werden planmäßig durchgeführt", sagte Madschid Achawan, Sprecher der iranischen Luftfahrtbehörde, der Nachrichtenagentur Isna. "Über jede Änderung der Flugpläne werden die Passagiere im Voraus informiert." Auch die staatliche Fluggesellschaft Iran Air erklärte, es seien keine Anweisungen der zivilen Luftfahrtbehörden der Türkei, des Iraks oder Aserbaidschans eingegangen, wonach Flüge ausgesetzt werden sollen.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag weiteren Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor angekündigt. Seinen Worten nach sollen ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt werden. Dafür würden Drittstaaten unter Druck gesetzt.
13.03 Uhr: Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung
Der israelische Verteidigungsminister hat mit der Räumung der ganzen Stadt Gaza gedroht, sollte erneut ein israelischer Staatsbürger in das Palästinensergebiet entführt werden. Es gebe aktuell entsprechende Absichten und Geheimdienstinformationen dazu, sagte Israel Katz bei einer Gedenkveranstaltung für Soldaten, die im Jom-Kippur-Krieg 1973 getötet worden waren. Katz nannte dazu keine weiteren Details.
12.54 Uhr: Insider - Saudi-Arabien vor Wiederaufnahme der Ölexporte über Rotes Meer
Saudi-Arabien nimmt Insidern zufolge seine nach Drohnenangriffen beschädigte wichtige Ost-West-Pipeline wieder in Betrieb. Die Ölexporte über den Hafen Janbu am Roten Meer könnten noch am Dienstag wieder aufgenommen werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zweien von ihnen zufolge pumpt die Pipeline zunächst mit geringer Leistung. Der staatliche Energiekonzern Saudi Aramco war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Saudi-Arabien hatte die Pipeline nach Drohnenangriffen durch die Huthi-Miliz aus dem Jemen am 13. September abgeschaltet.
12.09 Uhr: Iran - Können Straße von Hormus binnen sieben Tagen öffnen
Der Iran stellt eine Wiederöffnung der Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen in Aussicht. Voraussetzung sei, dass die USA den militärischen Druck verringerten und die Blockade iranischer Häfen aufhöben, sagte ein hochrangiger iranischer Diplomat gegenüber Reuters. Die iranische Delegation bei der UN-Vollversammlung in New York sei zudem befugt, Gespräche mit Washington wieder aufzunehmen.
11.41 Uhr: Teheran stellt neue Verhandlungen mit USA in Aussicht
Im Konflikt mit den USA hat die iranische Führung erneut Bereitschaft zu Verhandlungen signalisiert. "Diplomatie bedeutet keine Kapitulation, sondern die Umwandlung von Stärke in politische Erfolge", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf laut iranischen Medien in Teheran. Der als konservativer Pragmatiker geltende Ghalibaf deutete damit vorsichtig neue diplomatische Bemühungen im festgefahrenen Konflikt mit Washington an. Ghalibaf signalisierte allerdings keine Bereitschaft zu schnellen Zugeständnissen.
10.44 Uhr: Britische Luftwaffe hilft Saudi-Arabien gegen Huthi-Angriffe
Großbritannien unterstützt Saudi-Arabien begrenzt militärisch bei der Abwehr von Angriffen der vom Iran unterstützten Huthi. Premierminister Andy Burnham kündigte an, dass die britische Luftwaffe saudische Militärflugzeuge in der Luft betanken werde. Nach Angaben der britischen Regierung soll dafür in den kommenden Tagen ein Tankflugzeug vom Typ Voyager eingesetzt werden. Es werde ausschließlich bei "defensiven" Einsätzen zum Einsatz kommen.
09.50 Uhr: Luftangriffe auf Huthi-Stellungen im Jemen
Im Jemen dauern die heftigen Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Huthi-Miliz an. Nach Regierungsangaben wurden mehrere Luftangriffe auf Huthi-Stellungen in der Provinz Tais geflogen. Dabei seien Ziele im Süden der Provinz und in der Hafenstadt Mokka am Roten Meer getroffen worden. Es habe Tote und Sachschäden gegeben.
09.49 Uhr: Iran beschlagnahmt Vermögen von Hunderten Regierungsgegnern
Im Vorgehen gegen Regierungskritiker hat die iranische Justiz das Vermögen von fast 400 Menschen beschlagnahmt. Betroffen seien 2.191 Bankkonten und 39 Fahrzeuge, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Teheraner Staatsanwaltschaft. Die Behörden werfen den Betroffenen eine Zusammenarbeit mit Staatsfeinden und „konterrevolutionären Kräften“ vor.
09.45 Uhr: 154 Tote bei Kämpfen im Jemen binnen zwei Tagen
Bei Kämpfen im Jemen zwischen der pro-iranischen Huthi-Miliz und den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen sind nach Angaben beider Seiten in den vergangenen zwei Tagen insgesamt 154 Menschen getötet worden. Huthi-Kreise meldeten 118 Tote, darunter durch saudi-arabische Luft- und Artillerieangriffe. Die Regierung sprach von 36 getöteten Soldaten.
08.37 Uhr: Iranischer Außenminister Araghtschi zur UN-Generaldebatte in New York eingetroffen
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist kurz vor Beginn der UN-Generaldebatte in New York eingetroffen. Nach seiner Ankunft telefonierte er mit UN-Generalsekretär António Guterres. Araghtschi kündigte an, die Rechte und Interessen Irans zu vertreten und Gespräche mit zahlreichen Amtskollegen zu führen.
05.42 Uhr: G7 verurteilen Angriffe der Huthi-Miliz
Die G7-Staaten haben das gewaltsame Vorgehen der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz gegen Saudi-Arabien und im Jemen verurteilt. Die Eskalation sei eine „inakzeptable Bedrohung“ für die regionale Stabilität, die globale Energiesicherheit sowie die Sicherheit im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der G7 gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und die USA an.
05.13 Uhr: Frankreich erwägt offenbar Beteiligung an Sicherung saudiarabischer Energieinfrastruktur
Frankreich erwägt laut Diplomatenkreisen, Saudi-Arabien beim Schutz seiner Energieinfrastruktur vor Angriffen der pro-iranischen Huthi zu unterstützen. Der Beitrag solle ausschließlich defensiver Natur sein und keine Beteiligung am Konflikt darstellen. Auch Großbritannien signalisiert Unterstützung. Premierminister Andy Burnham erklärte, britische Flugzeuge könnten saudische Kampfjets bei der Luftbetankung unterstützen. Gesichert werden soll die saudiarabische Energieinfrastruktur in Janbu und entlang der Ost-West-Pipeline. Diese Pipeline ermöglicht Saudi-Arabien, die wegen des Iran-Krieges faktisch blockierte Straße von Hormus zu umgehen.
04.26 Uhr: Huthi-Medien - Mindestens sechs Tote bei saudiarabischem Angriff auf Küstenstadt Mocha
Bei einem saudi-arabischen Angriff auf die strategisch wichtige jemenitische Küstenstadt Mocha sind nach Angaben der Huthi-Miliz mindestens sechs Menschen getötet worden. Mindestens acht weitere Menschen wurden laut der den Huthis nahestehenden Nachrichtenagentur Saba verletzt. Unter den Todesopfern seien demnach auch zwei Kinder und eine Frau.
03.53 Uhr: Bundesregierung hofft im Iran-Konflikt auf Beitrag Chinas
Deutschland setzt im Iran-Konflikt und mit Blick auf die Folgen für die internationale Schifffahrt auch auf Chinas Einfluss. China könne auf den Iran konstruktiv einwirken, erklärte das Auswärtige Amt nach einem Telefonat von Außenminister Johann Wadephul mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi. Wadephul betonte vor seiner Abreise zur UN-Generalversammlung, Deutschland und China seien sich einig, dass die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus und vor dem Bab al-Mandab gewährleistet bleiben müsse. Beide Seiten wollten gemeinsam zu einer Deeskalation beitragen.
Dienstag, 22. September 2026
21.59 Uhr: Zeitung - USA erwägen Milliarden-Zahlung für Energie-Wiederaufbau in Nahost
Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" hat die US-Regierung vorgeschlagen, fünf Milliarden Dollar in einen neuen Fonds zu investieren. Er soll Ländern im Nahen Osten helfen, ihre im Iran-Krieg beschädigte Energieinfrastruktur wieder aufzubauen. Auch solle damit die Abhängigkeit der Länder von der Straße von Hormus verringert werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Vertreter der Regierungen der USA und Ländern aus Nahost sowie auf Dokumente. Die Straße von Hormus ist ein wichtiger Seeweg für den Transport von Gas und Öl für die Weltmärkte und wird seit Monaten vom Iran weitgehend blockiert. In der Folge sind die Ölpreise deutlich gestiegen.
15.56 Uhr: USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Airlines ab Mittwoch
Die USA verschärfen ab Mittwoch ihre Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Montag in Washington, ab dem 23. September würden iranische Airlines "weltweit lahmgelegt". Er drohte allen Ländern mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem, wenn sie dem Iran Kerosin für seine Maschinen bereitstellten oder die Bodenabfertigung übernähmen.
Die neuen Sanktionen richten sich nach Angaben aus dem US-Finanzministerium gegen alle iranischen Fluggesellschaften, die bisher noch nicht von solchen betroffen waren. Betroffen sind demnach insgesamt 36 iranische Airlines und Unternehmen der Luftfahrtbranche in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei, Malaysia und Kasachstan.
14.08 Uhr: Razzia nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler
Nach einem tödlichen Angriff auf einen jüdischen Siedler im Westjordanland haben israelische Sicherheitskräfte im Heimatort des Tatverdächtigen nach palästinensischen Angaben eine Razzia ausgeführt und dutzende Menschen in Gewahrsam genommen. Im Ort Biddu nordwestlich von Jerusalem sei am frühen Montagmorgen eine "großangelegte Verhaftungskampagne" ausgeführt worden, erklärte die zuständige palästinensische Behörde. Diese habe sich gegen "dutzende junger Männer gerichtet".
"Eigentum in mehreren Häusern" sei zerstört worden, gab die Behörde weiter an. Zudem habe es "körperliche Übergriffe auf mehrere Bewohner" gegeben. Die israelische Armee erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, sie prüfe die Berichte.
07.45 Uhr: Iran droht USA - Einsatz neuer Waffen und Angriff auf andere Regionen
Der Iran droht den USA im Fall eines neuen Angriffs mit dem Einsatz neuartiger Waffen und Schlägen gegen bislang verschonte Gebiete. "Wenn es zu einer neuen Aggression kommt, werden wir mit Sicherheit die Waffen und die Geografie des Krieges ändern", sagt der Sprecher der Revolutionsgarden, Hossein Mohebbi, laut der Nachrichtenagentur Fars. Die Führung in Teheran sei auf einen längeren Konflikt vorbereitet, erklärt er weiter.
05.46 Uhr: Verkehr durch Straße von Hormus bricht ein
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist am Wochenende angesichts der anhaltenden Spannungen in der Golfregion stark zurückgegangen. Schifffahrtsdaten zeigten am Montag, dass ein Dutzend Rohstofffrachter die Meerenge passierten, verglichen mit 35 am Wochenende zuvor.
Der über Transpondersignale erfasste Verkehr durch die für ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung wichtige Route ist damit stark eingeschränkt. Gleichzeitig haben Angriffe der Huthi-Miliz auf die Ost-West-Pipeline von Saudi Aramco den staatlichen Energiekonzern dazu veranlasst, seine Exporte durch die Straße von Hormus zu erhöhen.
05.00 Uhr: Israeli stirbt nach Schusswaffenangriff im Westjordanland
Bei einem Schusswaffenangriff im besetzten Westjordanland ist ein Israeli tödlich verletzt worden. Der 30-Jährige wurde nahe der Siedlung Neve Tzuf nördlich von Ramallah wenige Stunden vor Beginn des jüdischen Feiertags Jom Kippur angeschossen.
Der Regionalrat von Samaria bezeichnete ihn als Siedler, der vor dem Feiertag an einer Quelle gebadet habe. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, habe aber nicht mehr gerettet werden können, teilte die Polizei mit. Laut dem israelischen Militär eröffnete ein Angreifer am Sonntagmorgen aus einem Auto heraus das Feuer auf ihn und floh anschließend zu Fuß.
Montag, 21. September
Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
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