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Ereignisse im USA-Israel-Iran-Krieg aus KW 41 im Rückblick

Ereignisse im USA-Israel-Iran-Krieg aus KW 41 im Rückblick

Entwicklungen, Reaktionen und Nachrichten zum USA-Israel-Iran-Krieg vom 05. bis 10. Oktober im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 09. Oktober 2026 im Überblick:

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

20.52 Uhr: Abbas verschiebt Parlaments- und Präsidentenwahl

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas verschiebt die für Ende November geplante Parlamentswahl in den Palästinensergebieten auf September 2027. Auch die seit mehr als zwei Jahrzehnten überfällige Präsidentenwahl solle am 11. September kommenden Jahres stattfinden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa unter Berufung auf ein Dekret von Abbas. 

Als Gründe für die Absage der Wahlen im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und im Gazastreifen nennt Wafa militärische Einschränkungen durch Israel, den Ausbau jüdischer Siedlungen, Angriffe bewaffneter Siedler sowie fehlende Bewegungsfreiheit. Für den Gazastreifen führt die palästinensische Führung zudem die prekäre Sicherheitslage und die ausstehende Stationierung internationaler Schutzkräfte an.

18.26 Uhr: Verletzte nach Angriff auf Flughafen Riad

Der Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad ist nach Angaben von zwei Vertretern der Region erneut angegriffen worden. Beide erklärten, der Flughafen sei am Samstag geräumt worden. Einer sagte, ein Passagierterminal sei getroffen worden, und viele Menschen hätten Verletzungen erlitten. Beide wollten anonym bleiben, weil sie nicht befugt waren, mit den Medien zu sprechen. Rettungswagen fuhren zum Flughafen. Wie die Plattform Flightradar24 meldete, wurden Flüge nach Riad an andere Orte umgeleitet. Die letzte Maschine landete um 14.05 Uhr (Ortszeit). Die Gesellschaft Kuwait Airways teilte mit, man streiche Flüge, da der Flughafen geschlossen worden sei.

Die Bundesregierung rät bis auf Weiteres dringend von der Nutzung des Flughafens Riad ab. Wie das Auswärtige Amt am Samstag in Berlin mitteilte, muss in Saudi-Arabien mit weiteren Luftangriffen sowie mit Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden.

16.28 Uhr: Humanitäre Lage in Gaza bleibt laut Menschenrechtlern katastrophal

Nach Angaben von Human Rights Watch töten und verletzen israelische Streitkräfte weiterhin Zivilisten. Zudem behinderten sie die Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Hilfsgütern. Heute vor einem Jahr war im Gazastreifen offiziell eine Waffenruhe in Kraft getreten.

14.23 Uhr: Behörden – Fünf Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei zwei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben von Gesundheitsbehörden vor Ort mindestens fünf Menschen getötet worden. Vier seien in der Nähe eines Einkaufszentrums in Gaza-Stadt ums Leben gekommen, teilen Mediziner mit. Eine Person sei bei einer Attacke südlich der Stadt getötet worden. Das israelische Militär erklärt, die Angriffe hätten militanten Kämpfern gegolten. Einzelheiten nennt die Armee nicht.

In den vergangenen Wochen hat Israel seine Angriffe auf die Hamas verstärkt. Das Land wirft der militanten Palästinenser-Organisation vor, sich wieder zu bewaffnen und unter Verletzung der Waffenruhe Angriffe zu verüben. Die Hamas weist dies zurück und beschuldigt ihrerseits Israel, die unter US-Vermittlung vereinbarte Feuerpause zu untergraben.

Im Audio: Brüchige Waffenruhe im Gazastreifen

Archivbild vom 9.10.26: Palästinenser retten ihre Habseligkeiten aus einem Gebäude in Gaza, das am Vortag durch einen israelischen Luftangriff zerstört wurde.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Jehad Alshrafi
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Archivbild vom 9.10.26: Palästinenser retten ihre Habseligkeiten aus einem zerstörten Gebäude in Gaza.

11.55 Uhr: Putin will im Irankrieg vermitteln

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich nach Darstellung des Kreml als Vermittler in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran eingeschaltet. Putin habe US-Präsident Donald Trump die iranische Position zu einer möglichen Beilegung des Krieges zwischen den USA und dem Iran übermittelt, zitiert die russische Nachrichtenagentur Interfax Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Dies sei in Abstimmung mit dem iranischen Präsidenten geschehen.

08.09 Uhr: Saudi-Arabien greift weitere Huthi-Ziele im Jemen an

Im Kampf gegen die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition nach eigenen Angaben mehr als hundert militärische Ziele zerstört. Die "umfassende Militäroperation" richte sich "gegen Kämpfer und Ressourcen der terroristischen Huthi-Miliz", erklärte ein Sprecher der Militärkoalition, Turki al-Maliki, am Samstag im Onlinedienst X. Es seien 136 militärische Ziele in von der Huthi-Miliz kontrollierten Gebieten zerstört worden.

Der Huthi-Fernsehsender Almasirah berichtete, saudiarabische Raketen hätten Gebiete im nordwestlichen Bezirk Saada angegriffen.

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor sieben Monaten war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert.

Samstag, 10. Oktober 2026

18.54 Uhr: Emiratische Ermittler - Flydubai-Copilot plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der Copilot, der am 30. September versucht hatte, eine Maschine der Fluggesellschaft Flydubai in seine Gewalt zu bringen, plante dabei nach Angaben emiratischer Ermittler einen Anschlag auf den Flughafen von Tel Aviv. Der Copilot soll versucht haben, die vorwiegend mit Israelis besetzte Maschine auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv zum Absturz zu bringen, indem er den Kapitän mit einer Notfallaxt angriff. Ein Unglück konnte durch das Eingreifen von Passagieren und an Bord befindlichen weiteren Flydubai-Piloten verhindert werden. Israelischen Regierungsvertretern zufolge hatte der Copilot die Tat schon vor seiner Einstellung bei dem Billigflieger geplant.

17.02 Uhr Netanjahu - "Nobelpreiskomitee hat moralischen Kompass verloren"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay scharf kritisiert. "Das Nobelpreiskomitee hat seinen moralischen Kompass verloren", hieß es aus dem Büro Netanjahus. Das Komitee habe seine höchste Auszeichnung an eine Frau verliehen, die von Vorurteilen und Hass getrieben sei. Zuletzt leitete Pillay eine UN-Untersuchungskommission, die Israel 2025 Völkermord im Gazastreifen vorwarf. Netanjahu hatte diese Anschuldigung kürzlich als "größte Lüge des Jahrhunderts" bezeichnet.

16.40 Uhr: Britische Behörde - Schiff vor Küste der Emirate nach Beschuss in Brand geraten

Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Schiff nach Angaben der britischen Schifffahrtsbehörde UKMTO von einem Geschoss getroffen worden und in Brand geraten. Das Feuer sei gelöscht worden, teilte die Behörde mit. Angaben zu möglichen Opfern lägen noch nicht vor. Demnach ereignete sich der Vorfall nahe der vom Iran blockierten Straße von Hormus. Laut UKMTO war das Ausmaß der Schäden und Schicksal der Besatzung vorerst unklar. Auch zu möglichen Auswirkungen auf die Umwelt lägen noch keine Informationen vor.

Laut dem britischen Sicherheitsunternehmen Vanguard handelte es sich bei dem Schiff um den unter panamaischer Flagge fahrenden Tanker "GEM No. 2". Die iranischen Revolutionsgarden gaben an, sie hätten einen Tanker angegriffen, der versucht habe, über eine "illegale Route" durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman zu fahren. Der Flüssiggastanker "NV Sunshine" sei "getroffen worden", hieß es in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur Irna verbreiteten Erklärung.

16.06 Uhr: Iran reklamiert Angriff auf ein Tankschiff

Irans Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge einen Flüssiggastanker attackiert. Der LPG-Tanker "NV Sunshine" sei in der Straße von Hormus beschossen worden, hieß es in einer Erklärung der Militärorganisation, die Irans Nachrichtenagentur Tasnim verbreitete. Das Schiff befand sich demnach auf einer südlichen Route nahe der omanischen Küste. In den vergangenen Monaten hatte die US-Marine dort zivile Handelsschiffe begleitet, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen.

Der Iran betrachtet die Route als "illegal" und fordert die Passage entlang der iranischen Küste. "Jedes Schiff, das eine nicht genehmigte Durchfahrtsroute benutzt, wird in der gesamten Region verfolgt werden, und seine Bestrafung wird unausweichlich sein", zitierte Tasnim die Revolutionsgarden.

16.01 Uhr: 23-jährige Iranerin wegen "Prophetenbeleidigung" zum Tode verurteilt

Im Iran ist eine 23-jährige Frau Berichten zufolge wegen eines Social-Media-Posts zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht der Provinz Rasawi-Chorasan habe Nadschmeh Amini wegen des Vorwurfs der "Prophetenbeleidigung" schuldig gesprochen, berichtete die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO). Das Urteil kann demnach noch vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden.

Aminis Verteidigung argumentierte laut dem Bericht der Menschenrechtler, es habe sich um einen Versprecher gehandelt, in ihrem Abschlussplädoyer habe sie dann ihren Beitrag mit Drogenkonsum erklärt, der Richter wies beides jedoch zurück. Was die junge Frau genau in den sozialen Medien veröffentlicht hatte, blieb zunächst unklar.

15.48 Uhr: Pakistan hat "erhebliche" Anzahl von Soldaten in Saudi-Arabien stationiert

Pakistan hat eigenen Angaben zufolge eine "erhebliche" Anzahl von Soldaten im von der jemenitischen Huthi-Miliz angegriffenen Saudi-Arabien stationiert. Die Truppen würden "nicht die Grenzen der anderen Seite für einen Angriff auf die Huthis überschreiten, aber natürlich handeln, um das Territorium zu verteidigen", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Islamabad. Er wollte sich nicht dazu äußern, ob die Zahl der Soldaten im Rahmen eines unlängst geschlossenen Verteidigungsabkommens gestiegen ist.

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das Abkommen Anfang August vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs geschlossen. Im Falle eines Angriffs auf eines der drei Mitglieder sind die übrigen verpflichtet, diesem militärisch beizustehen.

15.36 Uhr: Palästinensische Parlamentswahlen sollen verschoben werden

Die für den 28. November geplanten Parlamentswahlen in den besetzten palästinensischen Gebieten sollen um mehrere Monate verschoben werden. Der palästinensische Vizepräsident Hussein al-Scheich begründete den Schritt laut arabischen Medienberichten mit einer sich verschlechternden Lage in der Region.

Die bei Festlegung des Wahltermins erwarteten Bedingungen seien nicht eingetreten, schrieb al-Scheich demnach in einem Brief an den französischen Außenminister Jean-Noël Barrot. Die herrschenden Umstände würden den Wahlprozess in seiner Integrität beeinflussen und die freie Teilnahme gefährden.

15.25 Uhr: Berichte über Siedlergewalt im Westjordanland

Im Westjordanland hat es erneut gewaltsame Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser gegeben. Palästinensische und israelische Medien berichteten von einem Vorfall, bei dem Siedler einen Mann und dessen Kind nahe Ramallah angriffen. In den Medien verbreitete Aufnahmen zeigen, wie die Siedler in zwei Autos dem palästinensischen Wagen den Weg abschneiden und dann mit Stöcken auf den Vater losgehen. Zu sehen ist auch, wie der Mann und sein Sohn fliehen. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, die Siedler hätten anschließend den Wagen gestohlen.

Israels Armee sagte auf Anfrage, Soldaten hätten israelische Randalierer aus der von Palästinensern bewohnten Gegend gebracht. Zu dem Vorfall werde nun ermittelt und nach Verdächtigen gesucht.

15.14 Uhr: Pfarrer - Jüdische Siedler bedrohen Olivenernte in Christendorf Taibeh

Jüdische Siedler bedrohen nach Worten des katholischen Pfarrers Baschar Fawadleh mit Gewalt und Abriegelungen während der Olivenernte die Zukunft des christlich-palästinensischen Dorfes Taibeh. "Jede verlorene Ernte bedeutet zusätzlichen Druck für Menschen, die darum kämpfen, auf ihrem Land zu bleiben und ihre Lebensweise zu bewahren", schreibt er in einer Stellungnahme.

Laut Fawadleh drangen israelische Siedler seit Beginn der Ernteperiode wiederholt in palästinensisches Land ein. Unter anderem seien Bauern angegriffen und zeitweise von israelischen Soldaten festgesetzt worden. Nach Angaben des Pfarrers sind rund 1,6 Hektar Land der Gemeinde mit Olivenbäumen bepflanzt, die neben der wirtschaftlichen Bedeutung auch ein wichtiges Symbol der Verbundenheit mit Palästina darstellten.

14.43 Uhr: Irans Präsident - Frieden nur "ohne Druck und Drohungen" möglich

Eine Friedenslösung im Iran-Krieg kann nach den Worten des iranischen Präsidenten Masud Peseschkian nur ohne "Druck und Drohungen" erzielt werden. "Verhandlungen im Schatten von Gewalt sind keine Verhandlungen, sondern Auferlegung und Zwang", sagte Peseschkian bei einer Rede in Turkmenistan. Ein Dialog könne nur Erfolg haben, wenn er "auf gegenseitigem Respekt und gegenseitigen Verpflichtungen beruht und ohne Druck oder Drohungen" stattfinde.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor verkündet, die USA planten vor den US-Kongresswahlen Anfang November keine neuen Angriffe auf den Iran. Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte und Ziele in der Region. Ungeachtet einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung sind die Bemühungen um einen Frieden seither kaum vorangekommen.

14.26 Uhr: "Goebbels applaudiert": Israel kritisiert Verleihung des Friedensnobelpreises an Pillay

Israel hat die Entscheidung für die Vergabe des Friedensnobelpreises an die südafrikanische Juristin Navi Pillay scharf kritisiert. Die Wahl des Nobelkomitees legitimiere "anti-israelischen Hass", erklärte das israelische Außenministerium im Onlinedienst X. "Joseph Goebbels applaudiert bestimmt aus der Hölle", fügte das Ministerium mit Blick auf den NS-Reichspropagandaminister hinzu.

Pillay hatte unter anderem eine von der UNO eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission geleitet, die Israel im vergangenen Jahr Völkermord im Gazastreifen vorwarf. Das Nobelkomitee habe mit seiner Entscheidung für Pillay "die größte Lüge des 21. Jahrhunderts belohnt", erklärte dazu das israelische Außenministerium. 

Im Audio: Israel wirft Pillay Lügen und Hass vor

Navanethem Pillay
Bildrechte: pa/dpa/SALVATORE DI NOLFI
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Navanethem Pillay

14.19 Uhr: Sri Lanka will iranischen Schiffen in Not vorerst nicht helfen

Sri Lanka will 19 in Not geratenen iranischen Schiffen vorerst keine Hilfe leisten. Außenministeriumssprecher Thushara Rodrigo sagte, sein Land werde seine nationalen Interessen voranstellen, bevor Hilfsmaßnahmen für die Schiffe in Betracht gezogen würden. Unternehmen seien sich im Klaren darüber, dass es Sekundärsanktionen der USA nach sich ziehen könne, die Schiffe zu versorgen. Allerdings habe die US-Regierung bislang nicht mit Konsequenzen gedroht, sollte sich Sri Lanka für Hilfen entscheiden.

Die Frachtschiffe, die laut Rodrigo etwa 24 Seemeilen von der Küste des Inselstaats im Indischen Ozean entfernt in internationalen Gewässern ankern, leiden unter Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff. Laut Sri Lankas Außenminister Vijitha Herath handelt es sich um iranische Öltanker, die bereits seit einigen Monaten vor Anker lägen - seit der Wiederaufnahme einer US-Seeblockade gegen iranische Häfen in der Straße von Hormus im Zuge des Krieges gegen die Islamische Republik.

13.48 Uhr: Hilfsorganisationen - Gaza-Waffenruhe bleibt weitgehend wirkungslos

Ein Jahr nach Vereinbarung einer Waffenruhe im Gazastreifen haben mehr als 100 humanitäre Organisationen und Menschenrechtsgruppen anhaltende Gewalt durch Israel und eine katastrophale Versorgungslage kritisiert. Die Waffenruhe existiere weitgehend nur auf dem Papier, erklärten die Organisationen laut einer Mitteilung von Save the Children. Israelische Angriffe und Beschränkungen bei Hilfslieferungen und Wiederaufbaumaterialien verhinderten eine Erholung der Bevölkerung.

Seit Beginn der Waffenruhe seien nach Angaben des Gesundheitsministeriums, das der Terrororganisation Hamas untersteht, in Gaza mehr als 1.400 Palästinenser getötet worden, darunter mindestens 327 Kinder. Inger Ashing, Geschäftsführer von Save the Children, sagte: "Ein Waffenstillstand ist bedeutungslos, wenn weiterhin Kinder getötet werden und Familien nicht in der Lage sind, ihr Leben wiederaufzubauen." Die Regierungen, die hinter der Waffenruhe stünden, müssten ihren Einfluss geltend machen, um das Töten zu beenden

11.55 Uhr: UN fordern Ende von Einfuhrbeschränkungen für Gaza

Angesichts des nahenden Winters fordern die Vereinten Nationen von Israel die Aufhebung von Einfuhrbeschränkungen für humanitäre Hilfe in den Gazastreifen. Rund 8.600 Ausrüstungen für Notunterkünfte seien zur Auslieferung in das palästinensische Gebiet bereit, erklärte die Internationale Organisation für Migration der UN in Genf. Israel weise die Transporte an den Grenzübergängen in den weitgehend zerstörten Gazastreifen jedoch zurück, beklagte die IOM.

11.22 Uhr: Saudi-Arabien nicht zu Waffenruhe mit Huthi-Miliz bereit

Im Konflikt mit der Huthi-Miliz aus dem Jemen hat Saudi-Arabien nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP für die nahe Zukunft eine Waffenruhe ausgeschlossen. Riad werde sich der "militärischen Erpressung" durch die Huthis nicht beugen, sagten regionale Kreise am Freitag. Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hatte in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Die Personen, die anonym bleiben wollten, sagten der Agentur, Saudi-Arabien werde keinem Waffenstillstand und keiner Waffenruhe zustimmen, bis die von Riad unterstützte Regierung des Jemen alle Gebiete zurückerobert habe, die sie in den vergangenen Woche verloren hatte.

11.01 Uhr: UN fordern Ende von Einfuhrbeschränkungen für Gaza

Angesichts des nahenden Winters fordern die Vereinten Nationen von Israel die Aufhebung von Einfuhrbeschränkungen für humanitäre Hilfe in den Gaza-Streifen. Rund 8.600 Ausrüstungen für Notunterkünfte seien zur Auslieferung in das palästinensische Gebiet bereit, erklärte die Internationale Organisation für Migration der UN am Freitag in Genf. Israel weise die Transporte an den Grenzübergängen in den weitgehend zerstörten Gaza-Streifen jedoch zurück, beklagte die IOM. „Familien, die bereits wiederholte Vertreibungen und verheerende Verluste erdulden mussten, müssen den Winter in Sicherheit und Würde überstehen können“, sagte Generaldirektorin Amy Pope.

09.53 Uhr: Saudi-Arabien – Drei Tote bei Angriffen auf Flughafen in Riad

Bei den beiden Angriffen auf den internationalen Flughafen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad am Donnerstag sind drei Menschen getötet worden. Zudem seien mehrere Personen verletzt worden, teilte die saudi-arabische Luftfahrtbehörde jetzt auf der Online-Plattform X mit. Bei den Todesopfern handele es sich um saudi-arabische Staatsbürger. Der erste Angriff habe Einrichtungen des Flughafens König Chalid getroffen, der zweite eine Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Saudia. An den Anlagen sei Sachschaden entstanden. Der Flughafenbetrieb wurde der Behörde zufolge inzwischen wieder aufgenommen.

07.44 Uhr: Öl wieder etwas billiger - Anleger hoffen auf Iran-Verhandlungen

Nach dem zuletzt deutlichen Preissprung hat sich die Lage am Ölmarkt etwas entspannt. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verloren zum Wochenschluss in der Spitze rund eineinhalb Prozent auf 102,69 beziehungsweise 90,20 Dollar je Fass. Für Beruhigung sorgte, dass US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten eine erneute Offensive gegen den Iran vor den US-Kongresswahlen Anfang November ausschließt. Zugleich erklärte er, man führe produktive Gespräche mit der Islamischen Republik. Konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen und eine sicherere Durchfahrt in der Straße von Hormus müssten die Hoffnung auf eine Verbesserung der Lage aber noch untermauern, sagte Linh Tran, Analystin beim Broker XS.com.

06.44 Uhr: Insider – China nimmt Kraftstoffexporte wieder auf

China wird Insidern zufolge nach einer kurzen Unterbrechung während der Feiertage im Oktober wieder veredelte Kraftstoffe exportieren. Dies dürfte die weltweit angespannte Lage bei Diesel, Benzin und Kerosin entschärfen, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Händler am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Volksrepublik habe für Oktober Ausfuhren der drei Kraftstoffe von insgesamt rund 3,7 Millionen Tonnen genehmigt, erklärten zwei weitere Branchenvertreter.

Der weltweit größte Ölimporteur hatte im März begonnen, die Kraftstoffexporte einzuschränken, um die heimische Versorgung zu sichern, nachdem der US-israelische Krieg gegen den Iran die Rohölversorgung und die Raffinerieproduktion gestört hatte. Zwischen Juli und September wurden die Kontrollen jedoch gelockert. Da die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine die Kraftstoffproduktion beeinträchtigen und die Preise in die Höhe treiben, suchen viele Länder nach zusätzlichen Lieferungen. Die Internationale Energieagentur (IEA) vereinbarte in dieser Woche, die Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen und dabei der Versorgung mit Diesel Vorrang einzuräumen.

Freitag, 9. Oktober 2026

23.12 Uhr: Israelische Armee meldet Tod eines Soldaten im Süden des Libanon

Im Süden des Libanon ist nach Armeeangaben ein israelischer Soldat getötet worden. Weitere drei Mitglieder der Streitkräfte seien verletzt worden, erklärte die israelische Armee am Donnerstag. Dadurch erhöhte sich die Zahl der seit Juni im Libanon getöteten Soldaten auf 17. 

21.08 Uhr: Frankreich hat zweitausend Soldaten zum Schutz von Golf-Verbündeten entsandt

Frankreich hat nach eigenen Angaben bereits rund 2.000 Soldaten in den Nahen Osten entsandt. Diese sollten zum Schutz der Verbündeten am Golf beitragen, darunter Katar und Kuwait, erklärte der Stabschef der französischen Streitkräfte, General Fabien Mandon, bei einer Anhörung im Parlament. Derzeit würden Frankreich und Saudi-Arabien mehrere Optionen zum Schutz des Ölterminals in Yanbu prüfen, sagt Mandon zudem.

21.02 Uhr: Putin - Russland wird "alles" zu Ende des Iran-Kriegs beitragen

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian laut Medienberichten zugesichert, "alles" zu tun, um zu einem Ende des Krieges in der Golfregion beizutragen. "Wir sind bereit, alles in unserer Macht stehende zu tun, um zur Lösung dieser Situation beizutragen", sagte Putin bei einem Treffen mit Peseschkian in Turkmenistan, wie russische Nachrichtenagenturen meldeten. Der Iran unternehme "echte Anstrengungen", um den Krieg zu beenden, fügte Putin demnach hinzu.

19:00 Uhr: Huthi-Angriffe auf Riad: Trümmer treffen Kindergarten und Gesundheitseinrichtung

Schäden an einem Kindergarten, in Sicherheit gebrachte Schüler und Diplomaten sowie anhaltende Attacken auf Flughäfen: Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Eine von Riad angeführte Militärkoalition gab bekannt, zwei auf Riad zusteuernde Raketen abgefangen zu haben. Kurze Zeit später trafen Trümmer einen Kindergarten und eine Gesundheitseinrichtung. Es handelte sich um die bisher größte Angriffswelle auf Saudi-Arabien seit dem Beginn des Iran-Kriegs, in den das Königreich immer weiter hineingezogen wird.

18.42 Uhr: Trump - Keine Angriffe auf Iran bis zu Midterms im November

Nach Medienberichten über mögliche neue US-Angriffe auf iranische Ziele noch vor den Midterms hat US-Präsident Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen dementiert. "Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. 

Die US-Regierung führe unterdessen "konstruktive Gespräche" mit Teheran, schrieb Trump weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt und eine Antwort erhalten - darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hieß es.

17.02 Uhr: Lufthansa-Gruppe setzt Flüge nach Riad für eine Woche aus

"Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten werden die Fluggesellschaften der Lufthansa-Gruppe ihre Flüge nach Riad bis einschließlich 16. Oktober aussetzen", teilte die Lufthansa mit. Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben am Donnerstag erneut Ziele im benachbarten Saudi-Arabien angegriffen - so wurde der Miliz zufolge eine ballistische Rakete auf den Flughafen von Riad abgefeuert.

15.36 Uhr: Medien - US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran

In ihrem festgefahrenen Krieg im Nahen Osten erwägt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump neue Angriffe auf Ziele im Iran. Dabei könnten größere Militäreinsätze in den kommenden Wochen noch vor den wichtigen US-Zwischenwahlen wieder aufgenommen werden, berichteten das Nachrichtenportal "Axios" und der US-Sender NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Entscheidung darüber sei allerdings bislang nicht gefallen.

13.35 Uhr: Neue Explosionen in Riad zu hören

Inmitten einer Welle von Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien sind in der Hauptstadt Riad am Donnerstagmittag abermals Explosionen zu hören gewesen. Diplomaten sagten der Nachrichtenagentur AFP, sie seien angewiesen worden, sich in Schutzräume zu begeben. Bereits am Morgen und am Mittwoch hatten die vom Iran unterstützen Huthis Flughäfen in dem Königreich angegriffen.    

Ein Huthi-Sprecher hatte zuvor am Donnerstag im Onlinedienst X erklärt, die Miliz habe den wichtigsten internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad "erfolgreich" mit einer ballistischen Rakete angegriffen.

10.23 Uhr: Britisches Konsulat in Jerusalem bleibt als Mission bestehen

Einen Monat nach einer entsprechenden Anordnung der israelischen Regierung hat das britische Konsulat in Ost-Jerusalem am Donnerstag seine Arbeit eingestellt. "Der Generalkonsul und 20 Diplomaten (...) haben ihre Mission beendet und werden Israel verlassen", erklärte der israelische Außenminister Gideon Saar. Nach seinen Angaben sollen sieben britischen "Diplomaten mit einem sehr begrenzten Tätigkeitsbereich" vor Ort bleiben.

Die britische Außenminister Ed Miliband teilte mit, das Konsulatsgebäude bleibe geöffnet und werde als "Mission Großbritanniens in Jerusalem" weiterhin "wichtige Dienstleistungen erbringen und unsere Arbeit mit dem palästinensischen Volk fortsetzen".

Israel hatte am 8. September nach der Ankündigung Großbritanniens und weiterer westlicher Länder, Sanktionen wegen der Gewalt israelischer Siedler zu verhängen, die Schließung des britischen Konsulats angeordnet. Zudem verhängte die israelische Regierung ein Einreiseverbot für elf britische Abgeordnete.

07.50 Uhr: Iran-Krieg und drohender Hurrikan in USA treiben Ölpreis in die Höhe

Anhaltende Versorgungsängste haben den Ölpreis am Donnerstag nach oben getrieben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuerten sich um jeweils mehr als zwei Prozent auf 102,63 beziehungsweise 90,16 Dollar je Fass. Sorgen um das Angebot aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten machten den Investoren zu schaffen. Die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus erreichten letzte Woche den höchsten Stand seit Beginn des Iran-Krieges. Gleichzeitig sank die Zahl der Schiffe, die die wichtige Wasserstraße passierten, auf das niedrigste Level seit mehr als zwei Monaten.

Zusätzlicher Preistreiber ist laut Börsianern aktuell aber auch ein Tropensturm, der auf die Offshore-Fördergebiete in den USA zusteuert. Laut der Marine Minerals Administration haben die Öl- und Gasproduzenten im Golf von Mexiko bis Mittwoch aufgrund des drohenden Hurrikans insgesamt etwa ein Viertel ihrer aktuellen Ölproduktion und rund 16 Prozent ihrer aktuellen Erdgasproduktion eingestellt.

04.24 Uhr: Saudi-Arabien – 82 Ziele der Huthi-Miliz im Jemen angegriffen

Saudi-Arabien hat die Huthi-Miliz für Angriffe auf Flughäfen im Land verantwortlich gemacht und Vergeltung geübt. Die Streitkräfte der Koalition hätten eine umfassende Operation gestartet und 82 militärische Ziele der Huthi-Miliz im Jemen in den Provinzen Saada, Marib, Al-Dschauf und Al-Hudaida zerstört, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit. Zu den Zielen hätten Raketenstellungen, Kommandozentralen, Raketen- und Waffenlager gezählt.

03.31 Uhr: Streit zwischen Iran und USA – Wer kontrolliert die Straße von Hormus?

Die USA und der Iran streiten weiter darüber, wer die Straße von Hormus kontrolliert. "Die Vereinigten Staaten und ihre regionalen Partner kontrollieren die Meerenge eindeutig", teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der Plattform X mit. Das US-Militär widersprach damit Äußerungen der iranischen Revolutionsgarden, die zuvor erklärt hatten, die Meerenge bleibe geschlossen und unter ihrer Kontrolle, zudem würden einige durch Sprengungen geschaffene "illegale Routen bald blockiert" werden.

Centcom teilte weiter mit, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus fließe, transportiert würden Handelsgüter und Energielieferungen, darunter 20 Millionen Barrel Rohöl. Das würde ungefähr dem Vorkriegsniveau entsprechen. Laut Analysten wurden vor dem Krieg knapp 19 Millionen Barrel Öl täglich durch die Meerenge transportiert.

Donnerstag, 8. Oktober 2026

23.45 Uhr: Britische Behörde – Opfer bei Angriff auf Öltanker vor Küste Katars

Vor der Küste Katars ist ein Öltanker von mehreren Geschossen getroffen worden. Von dem Tanker seien Opfer gemeldet worden, die genaue Anzahl sei jedoch unbekannt, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Der Angriff ereignete sich demnach 94 Kilometer vor der Küste des Golfstaates und etwa 500 Kilometer von der Straße von Hormus entfernt, wo regelmäßig Schiffe angegriffen werden.

22.47 Uhr: Saudi-Arabien – Drei Tote bei Angriffen auf Flughäfen

Bei Angriffen auf saudiarabische Flughäfen sind drei Menschen ums Leben gekommen, wie die Zivilluftfahrtbehörde des Landes mitteilt. Bei einem Angriff auf den King-Chalid-International-Flughafen in der saudiarabischen Hauptstadt Riad sei eine Person getötet und acht weitere verletzt worden, bei einem Angriff auf Einrichtungen am Flughafen Abha seien zwei Menschen getötet und 28 verletzt worden, heißt es in einer Erklärung. Einer der Vorfälle habe sich am Mittwoch ereignet, der andere am Dienstag. Welcher genau wann stattfand teilen die Behörden nicht mit.

21.29 Uhr: Insider – Hisbollah erhält 200 Millionen Dollar aus dem Iran

Die Hisbollah erhält Insidern zufolge 200 Millionen Dollar aus dem Iran zur Unterstützung von Vertriebenen des diesjährigen Krieges mit Israel. Dies sei die erste nennenswerte Hilfe der Miliz für ihre Unterstützer, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen sagen. Die USA bestreiten den Geldfluss. Die Mittel seien nicht vorhanden, erklärt der Sprecher des US-Außenministeriums Tommy Pigott. Die Hisbollah versuche, mit erfundenen Geschichten über Geldflüsse aus dem Iran ihr Gesicht zu wahren. Dem Iran gingen das Geld und die Möglichkeiten für Überweisungen aus, teilt das US-Finanzministerium mit. Teheran habe keine Mittel, um seine Terrorkampagne zu finanzieren.

Der Geldtransfer an die Hisbollah erfolgte den Insidern zufolge im vergangenen Monat trotz der verschärften US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und wachsender Schwierigkeiten bei der Finanzierung des libanesischen Verbündeten. Vermittler verlangen für den Transfer eine Gebühr von 20 Prozent, was die Risiken im Umgang mit der Gruppe widerspiegelt. Dies ist einem der Insider zufolge viermal so hoch wie üblich. Ein Hisbollah-Vertreter erklärt auf Anfrage, es sei ein Betrag gesichert worden. Ein Plan zur Verteilung werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Zur Herkunft der Mittel äußert er sich nicht. Das iranische Außenministerium, die ständige Vertretung des Iran in Genf und die libanesische Regierung nehmen zunächst nicht Stellung.

21.04 Uhr: Saudiarabische Behörden – Drei Tote bei Angriffen auf Flughäfen in Riad und Abha

Bei Angriffen auf mehrere internationale Flughäfen in Saudi-Arabien sind nach Angaben der saudiarabischen Zivilluftfahrtbehörde drei Menschen getötet worden. 36 weitere Menschen wurden bei den Angriffen auf die Flughäfen in der Hauptstadt Riad und in der südlichen Stadt Abha verletzt, wie die Behörde mitteilte. Die saudiarabischen Behörden gaben nicht an, wer für die Angriffe verantwortlich ist - die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen reklamierte jedoch Attacken auf beide Flughäfen für sich.

Am Flughafen König Khalid in Riad wurde ein Sudanese getötet, wie die saudiarabische Zivilluftfahrtbehörde mitteilte. Bei den Todesopfern in Abha handelte es sich demnach um einen Ägypter und einen Algerier. Die Verletzten seien mit "leichten bis schweren" Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden.

19.32 Uhr: Charlotte Knobloch über den 7. Oktober 2023: "Einer der traurigsten Tage in meinem Leben"

Charlotte Knobloch im BR-Interview über das Hamas-Massaker vom 7. Oktober
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Videobeitrag

Charlotte Knobloch im BR-Interview über das Hamas-Massaker vom 7. Oktober

19.19 Uhr: Palästina-Demo in Berlin: Thunberg bei Protest in Kreuzberg

Am dritten Jahrestag des Terrorangriffs der islamistischen Hamas auf Israel haben in Berlin einige hundert Menschen für Palästina und gegen den Krieg im Gazastreifen demonstriert. Die überwiegend jungen Frauen und Männer versammelten sich am Abend in Kreuzberg auf dem Oranienplatz und zeigten palästinensische Fahnen und Transparente. Es gab laut Polizei mehrere Festnahmen wegen des Verwendens verbotener Kennzeichen wie etwa von Symbolen der Terrororganisation Hamas.

In Sprechchören riefen sie: "Viva, viva Palästina". Auf einem großen Plakat stand "One genocide does not justify another". Unter den Demonstrierenden war auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg.

Auf der anderen Seite der Straße stand ein Dutzend Menschen mit israelischen Fahnen. Ein Demonstrant trug ein Transparent mit der Aufschrift "Schämt euch". Die Polizei war mit einem größeren Aufgebot am Startpunkt der Demonstration, die zum Hermannplatz in Neukölln ziehen soll, vertreten. 

18.40 Uhr: Frankreich bestellt iranischen Botschafter ein

Nach der Einbestellung des französischen Botschafters in Teheran am Dienstag hat Frankreich nun seinerseits den iranischen Botschafter in Paris einbestellt. Dem Diplomaten sei mitgeteilt worden, dass die "irreführenden Inhalte" der iranischen Behörden zu den Schülerprotesten in Frankreich "absolut inakzeptabel" seien, teilte das französische Außenministerium mit. Der Iran betreibe eine "Desinformationskampagne".

Teheran hatte den französischen Botschafter einbestellt, um gegen das "gewaltsame" Vorgehen französischer Sicherheitskräfte gegen demonstrierende Schüler zu protestieren. Dem Diplomaten sei vorgehalten worden, dass die französischen Behörden "umfassende und eklatante Menschenrechtsverletzungen" begingen, hieß es in iranischen Medien. 

17.45 Uhr: Netanjahu - "Wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen"

Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel hat Regierungschef Benjamin Netanjahu unterstrichen, dass die Verantwortlichen für ihre Taten bestraft würden. "Wir werden den Auftrag erfüllen: Wir sind hier, und wir werden alle Mörder zur Rechenschaft ziehen", verkündete der israelische Ministerpräsident laut einer Erklärung. "An diesem Tag vereint sich das Volk in Gedenken an und in der Sehnsucht nach unseren Liebsten", betonte Netanjahu.

Netanjahu, der sich als Garant der Sicherheit Israels darstellt und Versäumnisse seinerseits vor dem 7. Oktober 2023 abstreitet, steht vor der Parlamentswahl am 27. Oktober - der ersten seit dem Hamas-Überfall - unter Druck. Umfragen zufolge könnte es für seine rechtsreligiöse Regierungskoalition bei der Wahl knapp werden.

16.54 Uhr: New Yorks Bürgermeister Mamdani wirft Israel "Genozid" vor

Anlässlich des dritten Jahrestags des Hamas-Überfalls auf Israel hat der linksgerichtete New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani der israelischen Regierung einen "Genozid im Gazastreifen" vorgeworfen. Mamdani kritisierte unter Verweis auf US-Waffenlieferungen an Israel zudem, dass "unsere Steuergelder diese Kriegsverbrechen finanzieren". Der 34-Jährige ist seit Januar als erster Muslim Stadtoberhaupt in New York. 

Mamdani erklärte, der 7. Oktober sei "zutiefst schmerzhaft für so viele New Yorkerinnen und New Yorker". Einerseits markiere er drei Jahre seit den "entsetzlichen Kriegsverbrechen der Hamas" gegen Israel mit mehr als 1.200 Toten und 251 Verschleppten. Zum anderen setze sich das Leid durch "den verheerenden, andauernden Völkermord" Israels in Gaza fort, bei dem mehr als 74.000 Palästinenser getötet worden seien.

16.22 Uhr: Zentrale Gedenkfeier in Berlin erinnert an Opfer des 7. Oktober

Zum dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober 2023 hat eine zentrale Gedenkfeier in Berlin unter dem Motto "Nie vergessen. Niemals schweigen." an die Opfer erinnert. "Der 7. Oktober war ein Genozid an Juden und Israelis", sagte der israelische Botschafter Ron Prosor auf dem Bebelplatz. Der Angriff habe Auswirkungen bis nach Deutschland. In Berlin würden Juden auf der Straße, in der Universität oder der U-Bahn angegriffen. "Wir haben genug Sonntagsreden über tote Juden gehört. Jetzt braucht es Taten - eine Offensive gegen Antisemitismus", so Prosor. Eine Brandmauer gegen Antisemitismus stehe "entweder gegen alle Seiten oder ist eine wertlose Kulisse".

Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gedachte der Opfer. "Der 7. Oktober hat tiefe Wunden in unseren Herzen geschaffen. Ich habe die grausamen Bilder des Terrors im Kopf. Und ich spüre, dass der Schmerz für immer bleiben wird", sagte er: "Deutschland steht fest und unerschütterlich an der Seite Israels." Jeder Politiker in Deutschland habe die Verantwortung, dass Antisemitismus bekämpft werde.

15.44 Uhr: Trauer in Israel um Opfer von Hamas-Massaker

An zahlreichen Orten in Israel haben die Menschen an die Opfer vom 7. Oktober 2023 erinnert. Trauernde kamen auch auf das Gelände des Nova-Musikfestivals in der Nähe des Kibbuz Reim, um ihrer getöteten Angehörigen und Freunden zu gedenken. Der frühere israelische Regierungschef Naftali Bennett sagte während des Gedenkens am Nova-Festivalort, möglich geworden sei der Hamas-Überfall durch ein "kolossales Versagen des Staates Israel, der gegründet wurde, um Juden in unserem Land zu verteidigen".

An der zentralen Gedenkfeier am Abend in einem Park in Tel Aviv sollen rund 50.000 Menschen teilnehmen, wie das israelische Radio berichtete.

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Trauer um die Opfer am Kibbuz Reim, wo die Hamas 2023 ein Musikfestival angriff

15.32 Uhr: Iran droht mit Schließung weiterer Routen in Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit der Schließung weiterer Schifffahrtsrouten in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Bestimmte, vom Iran als illegal eingestufte Passagen nahe der Küste des Oman würden in Kürze gesperrt, erklärte Mohammad Resa Nakdi, ein Berater des Kommandeurs der Revolutionsgarden, laut der halboffiziellen Nachrichtenagentur Fars. Die Straße von Hormus werde abgeriegelt und stehe unter vollständiger Kontrolle der iranischen Streitkräfte, bis die Forderungen des Landes erfüllt seien.

Nakdi widersprach damit Berichten, wonach die Ölexporte aus der Golfregion fast wieder das Niveau von vor Beginn des Konflikts im Februar erreicht haben und jüngsten entsprechenden Angaben von US-Außenminister Marco Rubio.

15.28 Uhr: Militärkoalition meldet Raketenangriffe der Huthi auf Saudi-Arabien

Die saudi-arabische Militärkoalition hat mitgeteilt, sie habe eine ballistische Rakete der Huthis nördlich der Hauptstadt Riad sowie ein weiteres Geschoss nahe der südwestlichen Stadt Chamis Muschait abgefangen. Der Militärsprecher der Huthis, Jahja Saree, erklärte hingegen, die Gruppe habe den Flughafen König Chalid in Riad mit Drohnen sowie den Flughafen Abha und einen Luftwaffenstützpunkt in Chamis Muschait angegriffen. Angesichts der Bedrohung der Schifffahrtswege wirbt Saudi-Arabien um internationale Unterstützung. Das Nato-Mitglied Türkei und Pakistan sagten im Zuge eines neuen Bündnisses technische und defensive Hilfe zu.

14.41 Uhr: IWF-Chefin rechnet mit anhaltend hohen Energiepreisen

Die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs werden nach Aussage von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa noch einige Zeit bestehen bleiben. "Der Preisdruck könnte sich weiter verstärken, da die Nachfrage mit dem Beginn der kalten Jahreszeit auf der Nordhalbkugel steigt und die Länder ihre Reserven wieder auffüllen", warnte Georgiewa in Singapur. Selbst wenn der Konflikt bald ende, dürften die Preise bis 2027 hoch bleiben, sagte sie im Vorfeld der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank. 

Der Schock bei den Energiepreisen habe zwar unter anderem dank Energieeffizienz, Diversifizierung von Brennstoffquellen und Freigabe von Reserven abgefedert werden können. Zugleich trieben aber die herausfordernde Situation bei der Energieversorgung und der Boom rund um Künstliche Intelligenz die Preise an, erklärte Georgiewa.

14.32 Uhr: Hamas rühmt Oktober-Massaker als "Heldentum"

Die militant-islamistische Hamas hat den Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 in einer Mitteilung zum Jahrestag der Massaker gelobt. Die Attacke sei ein Beispiel für "Heldentum, Standhaftigkeit und nationale Solidarität". Sie habe die Sache der Palästinenser wieder in den Mittelpunkt der weltweiten Aufmerksamkeit gerückt. "Der Konflikt mit dem Feind begann nicht an diesem Tag, ebenso wenig sind seine letzten Kapitel bereits geschrieben", erklärte die Hamas.

14.04 Uhr: Palästinenser - Siedler und israelische Soldaten greifen Dorf im Westjordanland an

Radikale Siedler und israelische Soldaten haben am Jahrestag nach palästinensischen Angaben im Westjordanland das Dorf Burka nahe Nablus angegriffen. Dabei sei ein 44-jähriger Palästinenser getötet, 16 weitere verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah mit. Der Angreifer sei mit einem verdächtigen Gegenstand auf die Sicherheitskräfte zugerannt, ein Soldat habe auf ihn geschossen, teilte die israelische Armee dazu mit. Die Lage im von Israel besetzten Westjordanland hat sich seit dem Hamas-Massaker und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg noch einmal verschärft. 

13.54 Uhr: UN - Mehr als 200.000 Menschen im Jemen auf der Flucht

Wegen der heftigen Kämpfe im Jemen sind nach UN-Angaben inzwischen mehr als 200.000 Menschen auf der Flucht. Die Zahl der Vertriebenen sei seit Mitte September von zuvor 76.000 sprunghaft angestiegen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit. Fast alle Betroffenen fliehen vor den Anfang September erneut ausgebrochenen Gefechten zwischen den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und den mit Saudi-Arabien verbündeten Regierungstruppen. Die IOM bezeichnet die Lage als alarmierend.

13.15 Uhr: Rubio - Verkehr in Straße von Hormus fast normalisiert

Der Transport von Öl durch die seit Monaten vom Iran blockierte Straße von Hormus hat sich nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder weitgehend normalisiert. "Es wird derzeit fast genauso viel Öl durch sie hindurch geschleust wie vor Beginn dieses Konflikts. Sie haben also die vollständige Kontrolle über die Meerenge verloren", sagte Rubio bei einem Besuch in Athen. Rubio erklärte weiter, die Wirtschaft der Islamischen Republik befinde sich "im freien Fall". Sie stehe kurz davor, "einen Zustand zu erreichen, den nur wenige Länder der Erde jemals erreicht haben", fügte er hinzu. Die Lage werde "katastrophal" werden. Militärisch seien die Iraner "weniger stark". 

Zu den Verhandlungen mit Teheran, in denen der Iran unter anderem die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte verlangt, sagte Rubio, Teheran werde "jeden Dollar" in die libanesische Hisbollah und die Hamas stecken. Eine Vereinbarung müsse auf jeden Fall sicherstellen, "dass der Iran niemals über eine Atomwaffe verfügen wird".

13.06 Uhr: Israelis fordern staatliche Untersuchung nach Hamas-Massaker

Am dritten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 in Israel haben Demonstranten in mehreren israelischen Städten eine staatliche Untersuchungskommission zu dem Überfall gefordert. Bisher gibt es keine umfassende Aufarbeitung seitens der Regierung zu der Frage, wie es dazu kommen konnte und welche Fehler im Sicherheitsapparat und der Politik gemacht wurden. In Israel finden am 27. Oktober erstmals seit dem Massaker Parlamentswahlen statt.

Demonstranten versammelten sich nach Medienberichten unter anderem vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem israelischen Parlament, der Knesset, in Jerusalem. Laut der Zeitung "Times of Israel" blockierten Protestierende zudem kurzzeitig die Stadtautobahn bei Tel Aviv.

12.52 Uhr: Huthi melden Angriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien und Jemen

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben Militärstützpunkte und Flughäfen in Saudi-Arabien sowie im Jemen angegriffen. Unter anderem seien ballistische Raketen und Drohnen auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad abgefeuert worden, teilte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari mit. Belege lieferte er nicht, laut der Flugtracking-Seite Flightradar24 war der Flugverkehr am King Khalid International Airport aber vorübergehend gestört.

Auch der Flughafen von Abha, der bereits in der Vergangenheit Ziel von Huthi-Angriffen war, sei attackiert worden, sagte Sari. Zudem reklamierte seine Miliz Angriffe auf einen Luftwaffenstützpunkt in der Stadt Chamis Muschait und Militärbasen in Nadschran und Asir für sich. Auch der Flughafen in Aden, dem Sitz der international anerkannten jemenitischen Regierung, sei mit zwei Raketen angegriffen worden, teilte die Polizei mit.

11.56 Uhr: Merz - "Deutschland steht fest an der Seite Israels"

In Deutschland waren für den Jahrestag ebenfalls Gedenkveranstaltungen geplant. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte Deutschlands Unterstützung für Israel. "Deutschland steht fest an der Seite Israels. Unsere israelischen Freunde können auf unseren Einsatz zählen, damit sich ein solches Verbrechen niemals wiederholt", sagte der Kanzler laut einer Mitteilung: "Wir stehen für die Sicherheit und Existenz Israels ein - das ist Lehre aus der Schoah und Teil deutscher Identität."

10.15 Uhr: Von der Leyen - "Grausamkeit darf sich niemals wiederholen"

Am Jahrestag des Überfalls der islamistischen Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 betonen die EU-Spitzen ihre Solidarität mit Israel. "Die EU steht all jenen zur Seite, deren Leben sich durch diesen Tag für immer verändert hat", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Plattform X. "Die unbeschreibliche Grausamkeit und der Terror des 7. Oktober dürfen sich niemals wiederholen." Die EU sei weiterhin bereit, dazu beizutragen, dass aus dem derzeitigen fragilen Waffenstillstand ein dauerhafter Frieden auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung werde.

EU-Ratspräsident António Costa schrieb: "Nichts kann solchen Terror rechtfertigen, und so etwas darf sich niemals wiederholen." Weiter sagte der Portugiese, "die EU wird stets das Recht Israels auf ein Leben in Frieden und Sicherheit verteidigen". 

09.54 Uhr: Hisbollah rechtfertigt Terrorüberfall vom 7. Oktober

Die libanesische Hisbollah hat den Terrorüberfall auf Israel vor drei Jahren erneut verteidigt. In einer Erklärung zum dritten Jahrestag des 7. Oktobers bezeichnete sie den Angriff palästinensischer Extremisten als "mutigen und gerechtfertigten Akt des Widerstandes". Die Attacke habe sich gegen einen von arabischen Regierungen geförderten "defätistischen Normalisierungsprozess" mit Israel gerichtet. 

09.51 Uhr: Israel hat seit dem Hamas-Massaker 100.000 Ziele angegriffen

Seit dem Hamas-Überfall im Süden Israels vor drei Jahren haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben rund 100.000 Ziele in der Region angegriffen. Davon seien 65.000 im Gazastreifen gewesen, 28.000 im Libanon und in Syrien sowie 4.500 in Iran, berichtete das israelische Radio unter Berufung auf das Militär. 970 israelische Soldaten seien in den vergangenen drei Jahren im Dienst getötet worden.

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach israelischen Angaben kamen damals rund 6.000 Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen nach Israel. Bei dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet.

09.14 Uhr: Jemen – Huthi-Rebellen greifen Flughafen in Aden mit Raketen und Drohnen an

Die Huthi-Rebellen haben am frühen Mittwochmorgen den internationalen Flughafen der südjemenitischen Stadt Aden mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Eine Rakete schlug wenige Minuten vor der geplanten Landung einer Maschine aus Kairo nahe der Start- und Landebahn ein, wie das jemenitische Verkehrsministerium mitteilte. Die Behörden leiteten die Maschine nach Dschidda in Saudi-Arabien um.

07.52 Uhr: Ifo-Institut – Ölkonzerne geben Tankrabatt bislang nur teilweise weiter

Der seit 1. Oktober geltende neue Tankrabatt der Bundesregierung kommt dem Ifo-Institut zufolge bislang nur teilweise an den Zapfsäulen an. Beim Diesel haben die Tankstellen in den ersten fünf Tagen von den 17 Cent Steuersenkung je Liter durchschnittlich 15 Cent weitergegeben, wie die Münchner Forscher am Mittwoch mitteilten. Beim Superbenzin E5 waren es demnach durchschnittlich gut 16 Cent und bei Super E10 15 Cent.

"Am ersten Oktober wurde der Rabatt vollständig weitergegeben, während die Weitergabe am Wochenende unvollständig blieb", sagte der stellvertretende Leiter des Ifo-Zentrums für Finanzwissenschaft, Florian Neumeier.

07.17 Uhr: Israel gedenkt der Opfer des Hamas-Überfalls vor drei Jahren mit Schweigeminute

Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023 haben die Menschen in dem Land der Opfer gedacht. Am Gedenkort des Nova-Musikfestivals nahe des Kibbuz Reim hielten die Anwesenden am Mittwoch um 06.29 Uhr, der Uhrzeit des Beginns der Massaker, eine Schweigeminute ab. Dabei neigten die Menschen inmitten von Porträts ihrer getöteten Familienangehörigen und Freunde ihre Köpfe. Bei den Massakern am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas und ihrer Verbündeten 1221 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Allein beim Nova-Festival töteten sie mindestens 370 Menschen und nahmen 44 Geiseln. 

Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023 haben die Menschen in dem Land der Opfer gedacht.
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Am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel vom 7. Oktober 2023 haben die Menschen in dem Land der Opfer gedacht.

07.01 Uhr: Pakistan unterstützt Millionen Menschen mit Sprit-Zuschüssen

Wegen stark gestiegener Kraftstoffpreise hat die pakistanische Regierung ein landesweites Programm zur Unterstützung einkommensschwacher Autofahrer gestartet. Das im vergangenen Monat von Premierminister Shehbaz Sharif beschlossene Programm richtet sich unter anderem an Motorradfahrer, Rikschafahrer und Besitzer kleiner Autos. Sie erhalten vergünstigten Kraftstoff, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt werden. Nach Angaben des Erdölministers Ali Pervaiz Malik profitieren bereits mehr als neun Millionen Menschen von dem Programm. Seit Beginn des Kriegs zwischen den USA und Iran sind die Kraftstoffpreise in Pakistan nach Regierungsangaben um mehr als 50 Prozent gestiegen.

05.04 Uhr: Neue Eskalation im Jemen – Huthi-Rebellen feuern Raketen

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben den internationalen Flughafen der jemenitischen Hafenstadt Aden mit zwei Raketen an. Es gibt jedoch keine Berichte über Opfer, teilt das Medienbüro der Sicherheitsbehörden von Aden mit. Zuvor fing die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition dem saudischen Staatsfernsehen zufolge eine weitere Rakete der Huthis ab. Diese sei auf die südsudische Stadt Chamis Muschait gerichtet gewesen. Die Angriffe erfolgen inmitten erneuerter Kämpfe im Jemen.

04.00 Uhr: Erinnerung an Hamas-Überfall zum dritten Jahrestag

Mit mehreren Veranstaltungen wird am Mittwoch in Berlin an den Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erinnert. Für den Nachmittag wird Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gemeinsam mit dem israelischen Botschafter Ron Prosor zum Gedenken auf dem Bebelplatz erwartet.

Am Abend gibt es einen interreligiösen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Auf das Brandenburger Tor wird bis Mitternacht die israelische Flagge projiziert. Bei dem Hamas-Überfall vor drei Jahren wurden rund 1.200 Israelis getötet und mehr als 200 Menschen in den Gaza-Streifen verschleppt. Neben dem Jahrestags-Gedenken für die Opfer des Terrorangriffs sind für Berlin auch antiisraelische Versammlungen angekündigt.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

Mittwoch, 7. Oktober 2026

18.35 Uhr: Israelische Siedler greifen AFP-Journalisten an und verletzten einen Fotografen

Israelische Siedler haben zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP im besetzten Westjordanland angegriffen und einen von ihnen verletzt. Die beiden Fotografen wurden nach eigener Aussage zunächst von einem Quad aus beschossen. Anschließend schlugen mehrere Männer mit ihren Schusswaffen auf einen der beiden ein, der mit Prellungen an Kopf und Oberkörper ins Krankenhaus kam. Die beiden Journalisten wollten über die anhaltende Gewalt von Siedlern gegen palästinensische Olivenbauern in Akraba in der Nähe von Nablus berichten, als der Angriff passierte.

17.39 Uhr: Empörung über mutmaßlichen Trump-Aufruf an den Iran zur Auslöschung von US-Städten

US-Präsident Donald Trump hat mit Äußerungen zu möglichen Angriffen des Iran auf die US-Metropolen Los Angeles und San Diego für Empörung gesorgt. "Sollen sie doch Los Angeles auslöschen, sollen sie doch San Diego auslöschen", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. Dies sei "ein sehr kleiner Preis". Die oppositionellen Demokraten, die den Bundesstaat Kalifornien regieren, in dem Los Angeles und San Diego liegen, warfen Trump vor, Teheran zu einem Angriff auf die beiden Städte zu ermutigen.

17.23 Uhr: Israels Polizeiminister bei Abriss von Wohnhaus von Palästinensern

Der ultrarechte israelische Polizeiminister Itamar Ben-Gvir hat in Ost-Jerusalem dem Abriss eines Hauses von Palästinensern beigewohnt. Ein Bewohner, der in dem fünfstöckigen Gebäude eine Wohnung besaß, sagte, seine Familie sei erst einen Tag vor dem Abriss informiert worden.

15.18 Uhr: Huthi-Miliz meldet Angriff auf drei Flughäfen in Saudi-Arabien

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben drei Flughäfen im benachbarten Saudi-Arabien mit Raketen angegriffen. Nach Darstellung eines Militärsprechers feuerte sie eine ballistische Rakete auf den internationalen Flughafen in Abha ab. Der Flugbetrieb soll daraufhin unterbrochen worden sein. Die saudischen Behörden haben den Angriff bislang nicht bestätigt. Dagegen teilte die saudi-arabische Luftfahrbehörde mit, dass am Montag die beiden Flughäfen in Nadschran und Dschisan getroffen wurden. Drei Menschen seien leicht verletzt worden. Es sei Sachschaden entstanden. 

15.13 Uhr: USA und Iran führen laut Katar weiter Gespräche

Die USA und der Iran führen nach Angaben des Vermittlerlandes Katar trotz der festgefahrenen Verhandlungen weiter Gespräche zur Beendigung des Iran-Kriegs. Die indirekten Verhandlungen berücksichtigten "die Anliegen der verschiedenen Parteien", sagte ein Vertreter von Katars Außenministerium bei einer Pressekonferenz. "Ich kann bestätigen, dass die Gespräche fortgesetzt werden und der Austausch von Botschaften zwischen den verschiedenen Parteien über Katar und seine regionalen Partner weitergeht." Am Dienstag traf sich Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani in Doha mit dem iranischen Innenminister Eskandar Momeni, wie aus einer Erklärung des Königspalastes hervorging.

Trotz einer Waffenruhe im April, einer Absichtserklärung im Juni und Gesprächen bei der UN-Generalversammlung im vergangenen Monat sind sich die USA und der Iran in Bezug auf die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin uneinig. Irans Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die Gespräche mit den USA am Montag nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna als "sinnlos".

14.44 Uhr: Netanjahu warnt Hamas

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat vor Versuchen der Hamas im Gazastreifen gewarnt, die bevorstehenden Parlamentswahlen in Israel am 27. Oktober zu beeinflussen. "Wir werden solche Versuche vereiteln und mit überwältigender Gewalt reagieren", sagte er laut seinem Büro zum Auftakt der Regierungssitzung. Die Schwäche der Hamas werde sie dazu bringen, "uns vor den Wahlen mit den Resten ihrer Streitkräfte herauszufordern", so Netanjahu. Er warnte davor, sich mit Israel anzulegen. Das Land habe seit dem 7. Oktober 4.000 von 6.000 an dem Angriff auf Israel beteiligte Hamas-Kämpfer getötet und werde auch die verbliebenen 2.000 erreichen, drohte Netanjahu.

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet.

13.57 Uhr: Zwei Tote bei israelischen Luftangriffen auf Gaza-Stadt

Bei zwei israelischen Luftangriffen auf Gaza-Stadt sind nach Angaben des Schifa-Krankenhauses zwei Menschen getötet und mindestens ein Mensch schwer verletzt worden. Das israelische Militär teilte mit, beide Angriffe hätten Extremisten gegolten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Ein Angriff ereignete sich in der Nähe eines Stadtparks, der in einem dicht besiedelten Teil von Gaza liegt.

13.47 Uhr: Saudi-Arabien meldet Angriffe auf zwei Flughäfen

Bei Angriffen auf zwei Flughäfen in Saudi-Arabien sind nach Angaben der Behörden des Königreichs drei Menschen leicht verletzt worden. Die Flughäfen in Nadschran und Dschisan seien am Montag getroffen und beschädigt worden, teilte die saudische Luftfahrtbehörde am Dienstag mit. Wer für die Angriffe verantwortlich war, ließ sie offen. Stunden zuvor hatten die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen erklärt, sie hätten saudische Ölanlagen, Flughäfen und Militärstützpunkte mit Raketen und Drohnen angegriffen.

12.58 Uhr: Mendel - Opfer nicht gegeneinander ausspielen

Zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel ruft der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel, dazu auf, Polarisierungen zu vermeiden. "Ich wünsche uns für den Gedenktag, dass die Opfer des antisemitischen Terrors der Hamas und die Opfer des Gaza-Kriegs nicht gegeneinander ausgespielt oder politisch instrumentalisiert werden - weder bei Demonstrationen noch in den Kommentarspalten bei Social Media", sagte Mendel.

12.50 Uhr: Fast 12.500 Strafverfahren zum Nahost-Konflikt in Berlin

In den drei Jahren nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel haben Berliner Staatsanwälte fast 12.500 Strafverfahren mit Bezug zum Nahost-Konflikt auf den Tisch bekommen. Gut 7.000 (Stand: 1. Oktober) davon sind abgeschlossen, wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der dpa mitteilte. Rund 1.900 Fälle bewertet die Behörde als antisemitische Straftaten, mehr als 1.300 Verfahren haben einen antisemitischen Hintergrund. Hinzu kommen insgesamt mehr als 9.200 Fälle, die generell im Kontext mit dem Gaza-Krieg stehen.

11.30 Uhr: Israel – Ranghöchster Hamas-Führer in Gaza überlebt Angriff

Der nach israelischen Angaben ranghöchste Hamas-Führer im Gazastreifen hat einen Luftangriff der Streitkräfte am Samstag überlebt. Das Militär bestätigte entsprechende Medienberichte auf Nachfrage. Bei Ali al-Omari soll es sich laut dem israelischen Sender Kan um einen führenden Kandidaten für die geplante geheime Wahl eines Hamas-Führers im Gazastreifen handeln. Laut der Armee ist er der stellvertretende Vorsitzende des Politbüros der Hamas in Gaza.

Bei dem Angriff sind nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen getötet worden. Laut medizinischen Quellen im Schifa-Krankenhaus wurden bei dem Angriff auf eine Wohnung in einem Haus im Westen der Stadt Gaza zudem mindestens fünf weitere Menschen teils schwer verletzt.

11.08 Uhr: Regierungstruppen erobern offenbar Städte im Jemen zurück

Regierungstruppen im Jemen haben mit Unterstützung einer von Saudi-Arabien geführten Koalition nach eigenen Angaben mehrere Gebiete an der Meerenge Bab al-Mandab von der Huthi-Miliz zurückerobert. Das wurde der Nachrichtenagentur AP am Montag aus Kreisen der international anerkannten Regierung des Jemens mitgeteilt, die von der Koalition im Kampf gegen die mit dem Iran verbündete Miliz unterstützt wird. Die Miliz reklamierte unterdessen Angriffe auf saudische Ölanlagen, Flughäfen und Militärstützpunkte für sich. Aus jemenitischen Regierungskreisen verlautete, die Truppen hätten die Stadt Dhubab nördlich der Meerenge sowie die Orte Bab und Hadeid wieder eingenommen.

Zum Audio: Krieg im Jemen könnte weiter eskalieren

06.10.2026: Kämpfer der jemenitischen Regierung
Bildrechte: Southern Giants Brigades/Handout via REUTERS
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06.10.2026: Kämpfer der jemenitischen Regierung

10.07 Uhr: Guterres fordert permanenten Waffenstillstand in Nahost

Drei Jahre nach dem Beginn des Nahost-Krieges hat UN-Generalsekretär António Guterres einen permanenten Waffenstillstand gefordert. Ein stabiler Waffenstillstand zwischen der Terrorgruppe Hamas und Israel müsse zu Frieden und Wiederaufbau führen, erklärte Guterres am Montag (Ortszeit) in New York. Seit Oktober 2025 herrscht nur eine sehr brüchige Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel.

09.23 Uhr: Israels Verteidigungsminister versetzt Armee vor 7. Oktober in Alarmbereitschaft

Vor dem Jahrestag des Großangriffs der islamistischen Hamas vom 7. Oktober hat Israels Verteidigungsminister Israel Katz die Armee seines Landes in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Die Anweisung erfolgte angesichts von Geheimdienstinformationen "über die Absichten der Hamas, an diesem Tag Angriffe und Terroroperationen gegen unsere Streitkräfte im Gazastreifen zu verüben", erklärte Katz' Büro. Sollten israelische Streitkräfte zu Schaden kommen, würden die Hamas und die Menschen im Gazastreifen einen "hohen Preis" zahlen, hieß es weiter.

07.47 Uhr: Ölpreis steigt – Engpässe wegen Lage in Nahost befürchtet

Sorgen wegen der angespannten Lage im Nahen Osten treiben den Ölpreis erneut an. Die Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich jeweils um 0,7 Prozent auf 100,99 beziehungsweise 90,05 Dollar je Barrel. Trotz zunehmender Öl-Exporte vom Persischen Golf und der Freigabe strategischer Reserven durch die G7-Staaten befürchten Anleger angesichts der stockenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran drohende Engpässe.

Sorgen bereiten zudem Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen auf Ziele in Saudi-Arabien. Zwar zeigten Schifffahrtsdaten, dass regionale Rohölexporte Ende September an mehreren Tagen das Vorkriegsniveau sogar überstiegen hätten, sagte Priyanka Sachdeva, Analystin bei Phillip Nova. "Von einer vollständigen Normalisierung der Lieferketten zu sprechen, erscheint jedoch noch nicht gerechtfertigt."

06.57 Uhr: Angriffe der Huthi-Miliz: Türkei und Pakistan entsenden Truppen nach Saudi-Arabien

Aufgrund der anhaltenden Angriffe der pro-iranischen Huthis auf Saudi-Arabien haben die Türkei und Pakistan die Entsendung von Truppen zur Unterstützung des Königreichs bekannt gegeben. Sie hätten sich darauf geeinigt, unverzüglich mit der Umsetzung eines gegenseitigen Verteidigungsabkommens zu beginnen, erklärten die drei Länder nach einem Treffen in Riad. Derweil nahmen die Huthis erneut Ziele in Saudi-Arabien ins Visier, darunter den internationalen Flughafen der Hauptstadt. 

04.33 Uhr: Entlastung für Autofahrer – Trump unterzeichnet Dekret über erweiterten Zugang zu steuerfreiem Diesel

Angesichts der massiv gestiegenen Treibstoffpreise in den USA hat Präsident Donald Trump gut einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen per Dekret den Zugang zu steuerfreiem Diesel für Autofahrer erweitert. Trump unterzeichnete am Montag eine entsprechende Anordnung, die es allen Bürgern erlaubt, diese Diesel-Art zu kaufen, die sonst landwirtschaftlichen Maschinen und nicht für den Straßenverkehr bestimmten Fahrzeugen vorbehalten ist.

Die Anordnung werde "die Beschränkung auf den Geländeeinsatz offiziell aufheben und es jedem ermöglichen, steuerfreien, rot gefärbten Diesel für beliebige Zwecke zu erwerben", sagte Trump am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Nebraska.

01.51 Uhr: Tanker in der Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Ein Tanker ist in der Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Dabei brach im Maschinenraum ein Feuer aus, wie das britische Militär mitteilte. Berichte über Verletzte oder Umweltschäden gab es zunächst nicht. Die Behörden untersuchten den Vorfall. Nach Angaben der britischen Seehandelsaufsicht (UKMTO) bekannte sich zunächst niemand zu dem Angriff. UKMTO berichtete zudem, dass ein nicht identifizierter Tanker in der Meerenge von den iranischen Revolutionsgarden aufgefordert worden sei, umzukehren oder andernfalls einen Angriff zu riskieren.

01.20 Uhr: UN-Generalsekretär: "Diese Gräuel darf sich niemals wiederholen"

Zum dritten Jahrestag des Massakers der islamistischen Terrororganisation Hamas in Israel setzt UN-Generalsekretär António Guterres auf eine friedliche Zukunft für die Menschen in der Region. "Möge dieser Jahrestag nicht nur ein weiteres Jahr der Trauer sein, sondern auch Ausdruck erneuerter Entschlossenheit, eine andere Zukunft aufzubauen", sagte Guterres in New York. Künftig sollten Israelis und Palästinenser in Frieden und Sicherheit Seite an Seite leben können. Mit Blick auf das Massaker fügte er hinzu: "Diese Gräuel darf sich niemals wiederholen."

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe; es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.

Dienstag, 6. Oktober 2026

22.32 Uhr: Huthis – Haben mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen

Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen haben eigenen Angaben zufolge mehrere Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Darunter seien der internationale Flughafen in Riad, eine Aramco-Raffinerie in Rabigh, den internationalen Flughafen Abha und den Militärstützpunkt Chamis Muschait. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gab es zunächst nicht.

22.38 Uhr: Iranischer Präsident nennt Verhandlungen mit den USA "sinnlos"

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Ende des Iran-Krieges sind nach iranischen Angaben "sinnlos". "Bislang haben sie uns nach Gesprächen dreimal angegriffen. Das zeigt, dass sie keinen Dialog anstreben, sondern die Islamische Republik zerstören wollen", erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

21.49 Uhr: USA warnen ausländische Finanzinstitute vor Geschäften mit dem Iran

Das US-Finanzministerium kündigt an, ausländische Finanzinstitute, die weiterhin Geschäfte mit dem Iran oder dessen Finanzsektor tätigen, darauf hinzuweisen, dass sie ohne vorherige Ankündigung von Washington mit Sanktionen belegt werden könnten. "Ausländische Finanzinstitute, die weiterhin Transaktionen mit sanktionierten iranischen Finanzinstituten durchführen, könnten jederzeit ohne vorherige Ankündigung ins Visier genommen werden und sollten unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um solche Aktivitäten und Beziehungen zu beenden", erklärt das Finanzministerium in seiner Warnung.

21.43 Uhr: Trump – Halte Iran für verantwortlich für Flydubai-Vorfall

US-Präsident Donald Trump hält den Iran für verantwortlich für den Vorfall auf dem Flydubai-Flug in der vergangenen Woche. Auf eine entsprechende Frage antwortet er, er persönlich gehe davon aus. Der Copilot hatte am vergangenen Mittwoch auf dem Flug von Dubai in den VAE nach Tel Aviv den Kapitän mit einer Notfall-Axt attackiert. Der Generalstaatsanwalt der VAE bezeichnete den Vorfall als "Terroranschlag".

17.51 Uhr: Merz "vorsichtig optimistisch" nach Rückeroberung von Bab al-Mandab

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich die Lage im Roten Meer entspannen könnte. Die vom saudiarabischen Militärbündnis unterstützten jemenitischen Regierungstruppen hatten nach eigenen Angaben zuvor die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab unter ihre Kontrolle gebracht. Dies sei "vielleicht ein Grund zu vorsichtigem Optimismus, aber mehr ist es auch nicht", sagte Merz. Vor allem müsse die Straße von Hormus dauerhaft wieder geöffnet werden, auch ohne dass dort Zölle erhoben würden. "Wir tun alles auch von der deutschen Bundesregierung, der Außenminister, Verteidigungsminister, um diesen Konflikt so schnell wie möglich zu beenden, denn wir spüren die Auswirkungen massiv auch in den Energiepreisen."

16.05 Uhr: Jemen - Huthi-Rebellen warnen vor Flügen über Saudi-Arabien

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben Fluggesellschaften vor der Nutzung des saudiarabischen Luftraums gewarnt. Dies berichteten Huthi-nahe Medien vor dem Hintergrund einer von Saudi-Arabien unterstützten Großoffensive der Regierungstruppen gegen die mit dem Iran verbündete Miliz. Der Luftraum des Königreichs sei nicht sicher, solange die saudiarabische "Aggression" andauere, teilte demnach die von den Huthis kontrollierte Behörde für maritime Koordinierung mit.

15.28 Uhr: Netanjahu droht Hamas bei Gedenken an 7. Oktober

Knapp drei Jahre nach dem Hamas-Überfall auf Israel hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu eine erneute Machtübernahme der Islamisten im Gazastreifen ausgeschlossen. "Es wird keine Hamas-Herrschaft im Gazastreifen geben", sagte Netanjahu auf einem Militärfriedhof in Jerusalem bei einer Gedenkfeier für die Opfer der Attacken vom 7. Oktober 2023. Bei ihrem Überfall auf Israel töteten Hamas-Terroristen und ihre Verbündeten 1221 Menschen und verschleppten 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen. "Jeder, der an dem Angriff gegen uns beteiligt war, jeder, der unsere Geiseln gefangen gehalten hat, lebt auf Zeit", sagte Netanjahu nach Angaben seines Büros. "Wir werden sie kriegen, so wie wir andere gekriegt haben."

12.55 Uhr: Insider - Regierungstruppen im Jemen treiben Offensive gegen Huthi voran

Mit massiver militärischer Unterstützung aus Saudi-Arabien treiben die jemenitischen Regierungstruppen ihre Offensive gegen die Huthi-Rebellen voran. Sie griffen die mit dem Iran verbündete Miliz von drei Fronten aus im Norden, Westen und Süden an und nahmen strategisch wichtige Stellungen an der Meerenge Bab al-Mandab ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Militärkreisen erfuhr. Zudem begannen die Streitkräfte nach eigenen Angaben mit einer "strategischen Offensive" auf die Hauptstadt Sanaa, die von den Huthis 2014 erobert wurde. Von den Rebellen lag zunächst keine aktuelle Stellungnahme vor, nachdem von ihnen kontrollierte Medien zuvor Vorstöße der Regierungstruppen in der Gegend von Bab al-Mandab dementiert hatten.

11.36 Uhr: Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien nach Angriff erneut geschlossen

Nach neuen Angriffen hat Saudi-Arabien die wichtige Ost-West-Pipeline wieder geschlossen. Der Betrieb sei nach einer Attacke der Huthi-Miliz auf eine Pumpstation am Sonntag eingestellt worden, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag von einer Quelle im saudi-arabischen Energiesektor erfuhr. Bei dem Angriff auf die östlich der Hauptstadt Riad gelegene Pumpstation in Churais sei ein "großer Schaden" entstanden.

11.34 Uhr: Regierungstruppen melden mehr als tausend Angriffe gegen Huthi-Miliz

Die Regierungstruppen im Jemen haben im Zuge ihrer Offensive gegen die Huthi-Miliz nach eigenen Angaben eine Angriffswelle gestartet. Die Armee habe mehr als 1.100 Angriffe auf Stellungen der Miliz ausgeführt, teilte ein Armeesprecher mit. Dabei seien Kampfflugzeuge, Artillerie, Raketen und Drohnen zum Einsatz gekommen.

09.51 Uhr: Regierungstruppen greifen Huthi-Stellungen an Meerenge Bab al-Mandab an

Im Jemen haben Regierungstruppen Stellungen der Huthi-Rebellen im Bezirk Dhubab nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab angegriffen. Dies teilten zwei Vertreter des Militärs mit. Die international anerkannte und vom benachbarten Saudi-Arabien unterstützte Regierung hatte gestern eine Offensive zur Rückeroberung von Gebieten gestartet, die von den mit dem Iran verbündeten Huthis kontrolliert werden. Die den Regierungstruppen nahestehenden Giants-Brigaden teilten mit, erste Einheiten seien in die Region um Bab al-Mandab vorgerückt.

Die Huthi-Miliz hatte zuletzt Gebietsgewinne errungen und im September die Kontrolle über Bab al-Mandab übernommen. Die Meerenge ist die südliche Zufahrt zum Roten Meer und damit eine entscheidende Route, die das Mittelmeer über den Suezkanal mit Asien verbindet. Sie hat seit der iranischen Blockade der Straße von Hormus am Persischen Golf zudem an Bedeutung für den Ölexport aus Saudi-Arabien gewonnen.

06.14 Uhr: Israels Botschafter Prosor wirft Europa gefährliche Kurzsichtigkeit vor

Israels Botschafter Ron Prosor hat Deutschland und Europa gefährliche Kurzsichtigkeit angesichts der Lage im Nahen Osten vorgeworfen. "Wenn Iran ein Netzwerk bewaffneter Gruppen unterstützt, muss Europas Politik dieses als Ganzes in den Blick nehmen", schreibt der Diplomat in einem Gastbeitrag für die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Die Drohungen von Iran, Hamas, Hisbollah und der Huthi-Miliz gegenüber Israel dürften nicht als rein regionaler Konflikt verstanden werden. "Irans Kooperation mit Russland und Nordkorea zeigt die direkten Verbindungen zwischen Nahost und Europas Sicherheit. Demokratien können nicht so tun, als hätten verschiedene Konfliktschauplätze nichts miteinander zu tun", so Prosor.

01.00 Uhr: US-Bomber von britischem Stützpunkt zurückbeordert

Das US-Verteidigungsministerium hat alle seine Langstreckenbomber von einem Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien zurückgeholt. Hintergrund ist möglicherweise ein Vorfall auf dem Stützpunkt Fairford im Südwesten Englands. Offiziell bestätigt hat das das Pentagon aber nicht. Ende September waren mehrere Männer in der Nähe des Militärstützpunktes aufgegriffen worden. Sie werden verdächtigt, einen Terroranschlag vorbereitet zu haben. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden. Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran zu sein.

00.01 Uhr: Irans Ölminister tritt aus persönlichen Gründen zurück

Der iranische Ölminister Mohsen Pakneschad ist Berichten staatlicher Medien zufolge aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Kommissarischer Minister werde der Chef der staatlichen Ölgesellschaft, Hamid Bovard, hieß es.

Pakneschadad stand seit August 2024 an der Spitze des Ölministeriums des Opec-Landes. Der seit sieben Monaten andauernde Krieg zwischen den USA und dem Iran belastet dessen Wirtschaft stark. Ein Sprecher des Präsidialamtes erklärte im staatlichen Fernsehen, Paknejad habe sein Rücktrittsgesuch bereits vor langer Zeit eingereicht. Präsident Masud Peseschkian habe dieses Gesuch nun angenommen.

Montag, 5. Oktober 2026

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