Schäden an einem Wohngebäude in Sumy in der Ukraine, das von einer russischen Gleitbombe getroffen wurde (19.09.2026).
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Schäden an einem Wohngebäude in Sumy in der Ukraine, das von einer russischen Gleitbombe getroffen wurde (19.09.2026).
Bildrechte: State Emergency Service of Ukraine in Sumy Region/Handout via REUTERS
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Schäden an einem Wohngebäude in Sumy in der Ukraine, das von einer russischen Gleitbombe getroffen wurde (19.09.2026).

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Ukraine-Ticker: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Sumy

Ukraine-Ticker: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Sumy

Bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus in Sumy wurden laut Präsident Wolodymyr Selenskyj zwei Menschen getötet. Sieben weitere, darunter ein 13-jähriges Mädchen, wurden verletzt. Alle News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick:

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

10.10 Uhr: Russland greift offenbar ukrainische Schiffe im Schwarzen Meer an

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ein ukrainisches Frachtschiff und einen Tanker im Schwarzen Meer sowie ein weiteres Schiff in einem ukrainischen Hafen angegriffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Ministerium.

09.55 Uhr: Polen lässt vorsorglich Kampfjets aufsteigen

Angesichts der russischen Angriffe auf die Ukraine hat Polen vorsorglich militärische Luftoperationen zum Schutz seines Luftraums eingeleitet. Das teilte die polnische Armee in einem Beitrag auf X mit. Zudem habe das Militär die bodengestützten Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in erhöhte Bereitschaft versetzt.

05.00 Uhr: Putin wirft Ukraine Störung der Parlamentswahl vor

Vor dem Hintergrund der laufenden dreitägigen Parlamentswahl in Russland hat Kremlchef Wladimir Putin schwere Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben. Bei einer Sitzung der Militärindustrie-Kommission sagte Putin, die ukrainische Führung habe es zwar selbst nicht eilig, Wahlen abzuhalten, versuche aber zugleich, die Abstimmung in Russland zu stören. Nach seinen Angaben wurde eine Wahlleiterin im von Russland besetzten Teil der Region Saporischschja bei einem Angriff in ihrem Wohnhaus getötet. Putin wertete den Vorfall als Beleg dafür, dass die Führung in Kiew kein ernsthaftes Interesse an Frieden und Verhandlungen habe.

04.41 Uhr: Zwei Tote bei russischem Angriff auf Wohngebäude in Sumy

Bei einem russischen Angriff auf ein Wohngebäude in der ostukrainischen Stadt Sumy sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen. Es bestehe zudem die Möglichkeit, dass weitere Menschen unter den Trümmern eingeschlossen seien. Der staatliche ukrainische Rettungsdienst veröffentlichte ein Foto des beschädigten Wohnhauses, das ein großes Loch in der Fassade zeigt.

03.45 Uhr: USA genehmigen Rüstungsverkauf an Ukraine im Wert von 2,7 Milliarden Dollar

Das US-Außenministerium hat einen Rüstungsexport an die Ukraine im Wert von knapp 2,7 Milliarden US-Dollar genehmigt. Nach Angaben des Ministeriums sollen die Waffenlieferungen der Weiterentwicklung und Modernisierung der ukrainischen Luftverteidigung sowie der Beschaffung dafür benötigter Ausrüstung und Dienstleistungen dienen.

02.09 Uhr: Russland greift laut Trump Verbündete der Ukraine seit Jahren an

US-Präsident Donald Trump hat Russland Angriffe auf Verbündete der Ukraine vorgeworfen. Auf die Frage nach entsprechenden Sorgen in Polen sagte Trump im Weißen Haus, Russland greife "seit etwa fünf Jahren" die Verbündeten der Ukraine an. Er fügte hinzu: "Ich glaube, da sind sich alle einig."

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hatte zuvor vor einer Zunahme russischer Angriffe auf die Ukraine und ihre Unterstützer in den kommenden Wochen gewarnt. Geheimdienste hielten demnach auch scheinbar versehentliche Drohnen- und Raketenangriffe auf Länder wie Polen für möglich, sagte Tusk im Parlament in Warschau.

01.34 Uhr: Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen Russland

US-Präsident Donald Trump hat ein vom Kongress beschlossenes Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet. Das Weiße Haus teilte mit, das parteiübergreifend verabschiedete Paket solle den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.

Das verabschiedete Sanktionspaket sieht US-Einreiseverbote gegen Kreml-Chef Wladimir Putin und eine Reihe von Militärvertretern vor, die für den Angriffskrieg gegen die Ukraine verantwortlich sind. Zudem wird ihr Vermögen in den USA eingefroren. Letzteres gilt auch für russische Banken. Darüber hinaus kann Trump Importe aus Russland in die USA mit Strafzöllen von bis zu 500 Prozent belegen.

Samstag, 19. September 2026

20.32 Uhr: Selenskyj nennt ukrainisches Haushaltsloch "astronomisch"

Der ukrainische Finanzbedarf steigt im fünften Kriegsjahr immer weiter. "Wir arbeiten an einigen Vorschlägen, um das von mir angesprochene Defizit zu beheben – das, unter uns gesagt, astronomisch ist", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi Journalisten bei dem von ihm einberufenen Gipfel von Karpaten-Staaten im westukrainischen Gebiet Iwano-Frankiwsk. Es gebe bereits einige Vereinbarungen.

Er berief sich dabei auf ein Telefonat vom Donnerstag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nach dem Brüssel Kiew weitere 3,3 Milliarden Euro überwies. Diese sollen dem Staatschef zufolge sofort in die Produktion von Drohnen und Raketen fließen. Die genaue Höhe des Haushaltslochs nannte er nicht. Im August hatte der Präsident es noch mit umgerechnet rund 23,5 Milliarden Euro beziffert. 

20.11 Uhr: Tote und Verletzte in der Ukraine nach russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine mindestens zwei Menschen getötet und viele verletzt worden. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen bei einer Attacke nach Angaben des Militärverwaltungschefs der Stadt Balaklija, Witalij Karabanow, mindestens zwei Menschen ums Leben. Zwei weitere seien verletzt worden. Am Einschlagsort brach demnach ein Feuer aus. Karabanow warf Russland vor, gezielt Zivilisten zu attackieren. Details zur Art des Angriffs nannte er nicht.

Moskaus Militär nahm auch die Hafenstadt Odessa ein weiteres Mal ins Visier. Mindestens zehn Menschen seien verletzt worden, teilte der Gebietsgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit.

18.22 Uhr: Russland erklärt Regisseur Swjaginzew zum "ausländischen Agenten"

Der im Exil lebende russische Regisseur Andrei Swjaginzew ist von den Behörden seines Landes zum "ausländischen Agenten" erklärt worden. Das russische Justizministerium teilte auf seiner Website mit, der 62-Jährige habe "Falschinformationen über Entscheidungen der Behörden der Russischen Föderation und die von ihnen verfolgte Politik" verbreitet und werde von "ausländischen Agenten" beeinflusst.

Swjaginzew hatte die im Februar 2022 gestartete russische Offensive gegen die Ukraine verurteilt und Putin öffentlich dazu aufgerufen, den Krieg zu beenden. Er gilt international als einer der bekanntesten russischen Regisseure und lebt im französischen Exil. Frankreich will seinen jüngsten Film "Minotaur" für den Wettbewerb um den "besten internationalen Film" bei der Oscar-Verleihung 2027 vorschlagen. 

Mit der Einstufung als "ausländische Agenten" gehen die russischen Behörden gegen Kritiker des Kreml und des Ukraine-Krieges vor. Betroffene dürfen keine öffentlichen Ämter bekleiden und müssen ihre Aktivitäten bei den Behörden melden. Gegen tausende Kritiker des Ukraine-Krieges laufen Gerichtsverfahren.

18.21 Uhr: Russland - Drei Schiffe in ukrainischen Häfen und im Schwarzen Meer getroffen

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Frachtschiffe und einen Tanker in ukrainischen Häfen und im Schwarzen Meer angegriffen. Ein Frachter sei im Hafen von Piwdennyj und ein weiterer im Schwarzen Meer getroffen worden, teilt das Ministerium mit. Der Tanker sei im Hafen von Odessa beschossen worden. Alle drei Schiffe seien zur Versorgung des ukrainischen Militärs genutzt worden.

17.30 Uhr: Drohne trifft Kühlturm von russischem AKW Kursk

Eine Drohne hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) den Kühlturm eines Reaktors im russischen Atomkraftwerk Kursk getroffen. Der Reaktor sei zum Zeitpunkt des Angriffs in Betrieb gewesen, teilt die IAEA weiter mit. Der Betrieb laufe unverändert weiter, ein Feuer sei nicht ausgebrochen.

Die Behörde mit Sitz in Wien rief zu "maximaler militärischer Zurückhaltung auf, um das Risiko eines atomaren Unfalls zu verhindern". "Alle Angriffe auf kerntechnische Anlagen sind inakzeptabel, da sie die nukleare Sicherheit und Sicherung gefährden könnten - unabhängig davon, wo sie stattfinden", erklärte die Organisation im Onlinedienst X. Weder die Ukraine noch Russland äußerten sich zunächst zu dem Vorfall. 

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Soldaten vor zerstörter Häuserfront (Symbolbild)

16.21 Uhr: UN - Russland setzt in Ukraine sexuelle Gewalt gegen Zivilisten ein

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind etliche Zivilisten und Kriegsgefangene Opfer von sexueller Gewalt geworden. Ein schockierendes Muster an Einschüchterung, Zwang und Folter sei zu beobachten, teilte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte am Freitag in Genf mit.

Vom 24. Februar 2022, als der russische Angriff begann, bis Ende Juli dieses Jahres seien rund 1.004 Fälle sexueller Gewalt dokumentiert worden, hieß es in einem Bericht. Von diesen Fällen seien 89 Prozent den russischen Invasoren zugeschrieben worden, darunter Angehörigen der Streitkräfte, des Strafvollzugs und des Sicherheitsdienstes. Die restlichen elf Prozent stünden in Zusammenhang mit staatlichen ukrainischen Stellen.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, sprach von abscheulichen Taten. Die meisten Opfer sexueller Gewalt waren demnach Männer, insbesondere in Haftanstalten. Auch Frauen und Kinder waren laut Bericht betroffen, vor allem in den besetzten Gebieten der Ukraine. Zu den dokumentierten Straftaten zählen Vergewaltigungen, Genitalverstümmelungen, Elektroschocks und andere erniedrigende Handlungen sexueller Natur.

13.10 Uhr: Moskau protestiert bei britischer Diplomatin gegen Waffenlieferungen

Das russische Außenministerium bestellt die britische Geschäftsträgerin in Moskau, Danae Dholakia, ein, um formell gegen die Ausweitung der Waffenlieferungen der Regierung in London an die Ukraine zu protestieren. Mit der Lieferung weiterer Waffen mache sich Großbritannien zum Mitschuldigen an den Gräueltaten der Kiewer Führung, die als Terrorismus und Kriegsverbrechen einzustufen seien, teilt das Ministerium mit. Großbritannien betont dagegen, fest an der Seite der Ukraine zu stehen und das Land mit der nötigen Militärausrüstung zu versorgen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern gelten als zerrüttet; Russland hat derzeit keinen Botschafter in London.

12.00 Uhr: Kreml begründet Zwangsverwaltung von Nestle und Auchan

Die Herkunft aus "unfreundlichen" Staaten ist dem Kreml zufolge einer der Gründe für die vorübergehende Verwaltung der russischen Vermögenswerte von Nestle und Auchan. Die Maßnahme sei temporär, und es seien keine weiteren Entscheidungen bezüglich der Vermögenswerte getroffen worden, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

Gemäß einem Dekret hatte der russische Präsident die Russland-Geschäfte des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé und der französischen Einzelhandelskette Auchan wurden deren Anteile an eine russische Gesellschaft namens L.E.V. Management übertragen.

11.38 Uhr: Tote bei ukrainischen Angriffen in Kursk und Enerhodar

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die russische Region Kursk ist ein Mann getötet und drei weitere verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Alexander Chinschtein mit. Zudem wurde eine Person bei Beschuss in der von Russland kontrollierten Stadt Enerhodar in der ukrainischen Region Saporischschja getötet, gaben die russischen Behörden bekannt.

11.33 Uhr: Ukraine erhält 3,3 Milliarden Euro an EU-Mitteln für Rüstung

Die Ukraine erhält eine Tranche über 3,3 Milliarden Euro aus dem Unterstützungskredit der Europäischen Union. Die Mittel werden für vorrangige Verteidigungsbedürfnisse verwendet, insbesondere für den Kauf von Raketen und Drohnen, teilt Ministerpräsident Serhij Korezkyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

10.45 Uhr: Tote nach russischen Angriffen im Gebiet Schytomyr

Durch russische Angriffe sind im Gebiet Schytomyr westlich von Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Witalij Bunetschko, mit. Den Angaben zufolge wurde ein ziviles Unternehmen auf einem Industriegelände im Landkreis Korosten angegriffen. Brände in Lagerhallen und Produktionsstätten seien gelöscht. Korosten liegt etwa 125 Kilometer westlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

08.22 Uhr: Bürgermeister: Zahlreiche auf Moskau zusteuernde Drohnen zerstört

Die russische Armee hat nach Behördenangaben zahlreiche auf Moskau zusteuernde Drohnen abgefangen. Mehr als 350 unbemannte Fluggeräte hätten sich zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen auf das Gebiet der russischen Hauptstadt zubewegt, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram. "Die meisten" seien Berichten zufolge "am äußeren Verteidigungskreis" zerstört worden, erklärte Sobjanin. 64 davon seien abgefangen worden, während sie sich Moskau näherten. 

07:30 Uhr: Russland meldet Drohnenangriff auf ukrainischen Paketdienst

Russland hat nach eigenen Angaben mit Drohnen ein Logistikzentrum des ukrainischen Paketdienstes Nova Poshta nahe der Hafenstadt Odessa angegriffen. Zudem sei ein Frachtschiff im nahegelegenen Hafen von Tschornomorsk attackiert worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Beide Ziele seien von der Ukraine für militärische Zwecke genutzt worden.

07.10 Uhr: Ukraine – Fünf Verletzte bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew

Bei einem russischen Drohnenangriff am Morgen in der Region rund um die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben der Behörden fünf Menschen verletzt worden. Darunter seien drei Kinder, teilt der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.

00.13 Uhr: Trump sieht "große Fortschritte" in Gesprächen über US-Stützpunkt in Polen

US-Präsident Donald Trump hat sich positiv über die Gespräche über die Einrichtung eines US-Armeestützpunktes in Polen geäußert. Dank der "mutigen Führung" des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki seien bei dem Thema "große Fortschritte" erzielt worden, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Im Falle einer Einigung werde der Standort des Stützpunktes "sehr bald bekannt gegeben".

Freitag, 18. September 2026

22.00 Uhr: Wahllokale im Fernen Osten geöffnet: Parlamentswahl in Russland hat begonnen

Im Fernen Osten Russlands hat (am Freitag 08.00 Uhr Ortszeit, das ist Donnerstagabend 22.00 Uhr MESZ) die erste Parlamentswahl seit Beginn der großangelegten Offensive in der Ukraine vor mehr als viereinhalb Jahren begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten auf der Halbinsel Kamtschatka und in Tschukotka.

Bei der bis Sonntag stattfindenden Abstimmung über die 450 Sitze in der Staatsduma ist ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin sicher. Weiter zugelassen sind nur andere Kreml-treue Parteien. Zeitgleich finden Regional- und Kommunalwahlen statt.

Die Anti-Kriegspartei Jabloko wurde erst im vergangenen Monat von der Wahl ausgeschlossen. Der Kreml sieht das Ergebnis als Stimmungsbarometer, denn der der Ukraine-Konflikt hat zunehmend Auswirkungen auf die russische Zivilbevölkerung. Der Urnengang findet auch in den von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine statt. 

21.47 Uhr: Selenskyj kündigt neue Gespräche mit den USA an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat baldige Gespräche mit den USA angekündigt. Dabei werde es um Aussichten auf eine Friedenslösung gehen, aber auch um Energie, Ernährungssicherheit und Waffen, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. "Es wird neue Hilfspakete für die Ukraine geben, insbesondere bei der Flugabwehr."

21.28 Uhr: Insider - Ukraine greift russische Ölraffinerie an, Produktion ruht

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff hat die russische Ölraffinerie YANOS Insidern zufolge heute die Rohölverarbeitung eingestellt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den nächtlichen Angriff auf die Anlage, die etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau liegt. Der Gouverneur der Region Jaroslawl, Michail Jewrajew, teilte über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass 65 Drohnen abgewehrt worden seien. Es habe keine Toten oder Verletzten gegeben, die Raffinerie sei jedoch beschädigt worden und Löscharbeiten seien im Gange.

Vier mit dem Vorgang vertrauten Personen zufolge wurde die Haupt-Rohöldestillationsanlage getroffen. Diese macht mit einer Kapazität von gut 17.000 Tonnen pro Tag etwa 40 Prozent der gesamten Verarbeitungskapazität des Werks aus. Eine weitere Anlage befand sich nach einem früheren Drohnenangriff Ende August bereits in Reparatur, wie die Insider weiter sagten. Auf der inländischen Rohstoffbörse wurde Marktteilnehmern zufolge heute kein Treibstoff aus dem Werk zum Verkauf angeboten.

20.55 Uhr: Von der Leyen - EU zahlt Ukraine 3,3 Milliarden Euro für Raketen und Drohnen

Die EU zahlt der Ukraine 3,3 Milliarden Euro für die Beschaffung von Raketen und Drohnen. Das teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit. Das Geld soll morgen überwiesen werden. Es wird dringend benötigt: Der Verteidigungsetat macht inzwischen zwei Drittel des ukrainischen Staatshaushalts aus (siehe dazu Meldung von 18.00 Uhr).

20.23 Uhr: Trump sieht Fortschritte bei US-Militärstützpunkt in Polen

US-Präsident Donald Trump sieht Fortschritte bei der Errichtung eines US-Militärstützpunkts in Polen und lobt dabei die "mutige Führung" des rechtsnationalen polnischen Präsidenten Karol Nawrocki. Sollte das Projekt zustande kommen, werde der Standort sehr bald bekanntgegeben, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social. Dies werde ein historischer Schritt für das Bündnis beider Länder sein. Polen dringt nach dem russischen Einmarsch in die benachbarte Ukraine im Jahr 2022 auf eine stärkere Präsenz der Verbündeten an der Nato-Ostflanke.

19.30 Uhr: Polens Regierungschef warnt vor "hybriden Angriffen" Russlands auf Ukraine-Verbündete

Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat eindringlich vor russischen Angriffen auf Verbündete der Ukraine mit Drohnen und Raketen im Zuge von Moskaus hybrider Kriegsführung gewarnt. "Der russische Plan" umfasse nach Geheimdienstinformationen "hybride Angriffe" auf Länder, welche die von Russland angegriffene Ukraine unterstützen, sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk im Parlament in Warschau. Es bestehe ein "reales Risiko", dass Drohnen auf das Gebiet eines oder mehrerer Nato-Staaten an der Ostflanke des Verteidigungsbündnisses stürzten, sagte Tusk. Diese könnten zu Zerstörungen führen. Moskaus offizielle Darstellung werde sein, "dass es sich um einen Unfall handelt", sagte Tusk. Ziel sei es, den Zusammenhalt innerhalb der Nato zu schwächen.

In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern, darunter in Polen, das unter anderem an die russische Exklave Kaliningrad, das mit Russland verbündete Belarus und an die Ukraine grenzt. Auch die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle.

19.05 Uhr: Merz mahnt Kretschmer: Dürfen Unterstützung für Ukraine nicht aufgeben

Bundeskanzler Friedrich Merz hat auch Politiker in der CDU davor gewarnt, bei der Unterstützung für die Ukraine nachzulassen. "Wer heute meint, die Ukraine in ihrem Kampf um die Freiheit aufzugeben, der hat morgen die Freiheit in ganz Europa aufgegeben", sagte der CDU-Vorsitzende am Donnerstag auf einer Wahlveranstaltung in Berlin. "Meine Antwort ist klar: Die Bundesrepublik Deutschland wählt auch heute den Weg der Freiheit."

Hintergrund sind Äußerungen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Dieser hatte in der "Sächsischen Zeitung" gesagt: "Es ist nicht unser Krieg. (...). Wir haben immer gesagt, wir dürfen nicht Kriegspartei werden. Ich würde sagen, wir sind es längst. Das ist ein Riesenfehler."

18.00 Uhr: Ukrainische Regierung plant 2027 Rekordausgaben für Verteidigung

Wegen steigender Militärausgaben im Ukraine-Krieg plant die Regierung in Kiew im Haushalt 2027 Rekordausgaben für die Verteidigung. 4,9 Billionen Hrywnja (etwa 95 Milliarden Euro), also zwei Drittel des Haushaltes sind für diesen Bereich vorgesehen, wie aus Regierungsdokumenten hervorgeht, welche die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. Das entspricht rund 44 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Ukraine - so viel wie noch nie seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine im Februar 2022. 

15.50 Uhr: Ukraine begrüßt US-Sanktionspaket gegen Russland

Die Ukraine hat die Verabschiedung eines Sanktionspakets gegen Russland durch das US-Repräsentantenhaus begrüßt. Der Gesetzentwurf des verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham stelle zusammen mit weiteren scharfen Sanktionsmaßnahmen der anderen Partner gegen Russland ein wirksames Instrument dar, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform Telegram. Er könnte den Krieg stoppen und Russland dazu zwingen, Frieden zu suchen.

Im Video: USA beschließen größtes Sanktionspaket seit Trumps Amtsantritt

USA beschließen größtes Sanktionspaket seit Trumps Amtsantritt
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USA beschließen größtes Sanktionspaket seit Trumps Amtsantritt

14.10 Uhr: Ankara legt Absichtserklärung zum Stopp der Angriffe auf Handelsschiffe vor

Die Türkei hat der Ukraine und Russland eine Absichtserklärung vorgelegt, um den Angriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer ein Ende zu setzen. Beiden Parteien sei ein "Entwurf" vorgelegt worden, der darauf abziele, mit Blick auf die Angriffe eine "Lösung" zu finden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus türkischen Diplomatenkreisen. 

Bereits Anfang August hatte der türkische Außenminister Hakan Fidan mit Blick auf die Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer ein Moratorium gefordert. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte jedoch erklärt, dass sich eine solche Initiative "unmöglich überwachen" ließe.

14.05 Uhr: Greenpeace – AKW Saporischschja immer häufiger ohne Strom

Die Umweltorganisation Greenpeace ist besorgt wegen der gehäuften Stromausfälle am russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine. Seitdem russische Truppen das größte Kernkraftwerk Europas 2022 erobert hätten, sei es 26 Mal komplett von der Versorgung abgeschnitten gewesen. 14 dieser Fälle hatten sich seit Februar 2026 ereignet, sagten Fachleute von Greenpeace Ukraine in Kiew.

Zwar liegen die sechs Reaktoren still, das AKW braucht aber dauerhaft Strom, um den Atombrennstoff zu kühlen. "Der wiederholte Stopp der Stromversorgung von außen für das Kernkraftwerk Saporischschja ist ein grundlegendes Sicherheitsrisiko", sagte der Experte Jan Vande Putte.

13.55 Uhr: Moskau und Kiew tauschen erneut Soldatenleichen aus

Die Ukraine und Russland haben erneut Leichen von Soldaten ausgetauscht. Nach Angaben des für Kriegsgefangenenbelange zuständigen ukrainischen Stabes erhielt Kiew 252 Leichen «von Bürgern der Ukraine, darunter von Wehrdienstleistenden» zurück. Der Moskauer Seite wurden Medienberichten zufolge die sterblichen Überreste von 23 russischen Soldaten übergeben. Der Leichenaustausch kam demnach unter Vermittlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zustande. An welchem Ort die Übergabe stattfand, wurde nicht mitgeteilt.

13.15 Uhr: Selenskyj – China steht nicht auf unserer Seite

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat China vorgeworfen, im russisch-ukrainischen Krieg auf Russlands Seite zu stehen. "Es ist schade, dass China politisch in diesem Krieg nicht auf unserer Seite steht", sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung dem japanischen TV-Sender NHK. Peking helfe Moskau zwar nicht mit Waffen, sei aber den Russen "offener" gegenüber und habe eine größere Bereitschaft, dem Kreml und nicht den Ukrainern zu helfen. "Im Falle eines so großen Landes bedeutet dieses 'etwas mehr' (auf Russlands Seite) recht viel", sagte Selenskyj. Gleichzeitig warf er China vor, seinen Einfluss auf Russland nicht für Frieden in der Ukraine zu nutzen.

11.17 Uhr: Russischer Drohnenangriff tötet Kapitän im Schwarzen Meer

Bei einem russischen Drohnenangriff im Schwarzen Meer ist nach ukrainischen Angaben der Kapitän eines zivilen Schiffes getötet worden. Der Mitteilung des Transportministeriums zufolge wurden drei weitere Besatzungsmitglieder verletzt. Das Schiff sei unter der Flagge Tansanias gefahren. Der technische Schiffszustand werde derzeit untersucht. Zur Ladung und zum Ziel der Fahrt machte das Ministerium keine Angaben.

10.49 Uhr: Selenskyj – Raffinerie und Militärflugplatz in Russland angegriffen

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Nacht zum Donnerstag Ziele in Russland angegriffen. Dazu gehörten eine Ölraffinerie in Jaroslawl und ein Militärflugplatz im Gebiet Rostow, teilte Selenskyj mit. Der Angriff auf die Ölraffinerie in Jaroslawl sei gemeinsam vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU, Spezialkräften, dem Militärgeheimdienst und dem Auslandsgeheimdienst ausgeführt worden, schrieb Selenskyj bei Telegram. Für den Angriff auf den Militärflugplatz in Rostow sei der SBU verantwortlich gewesen.

10.43 Uhr: Wadephul begrüßt neue US-Sanktionen als "starkes Signal an Russland"

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die Entscheidung im US-Kongress für schärfere Sanktionen gegen Russland begrüßt. Der Kongress in Washington habe mit der Verabschiedung des Sanktionspakets "ein starkes Signal" an Russland gesendet, schrieb Wadephul am Donnerstag im Onlinedienst X. "Jede Einnahmequelle, die den Krieg gegen die Ukraine finanziert, könnte nun mit Sanktionen der USA belegt werden", erklärte der Minister.

10.02 Uhr: Russland und Ukraine greifen wieder gegenseitig Energie-Infrastruktur an

Russland und die Ukraine haben sich erneut gegenseitig mit Drohnen und Raketen angegriffen und dabei jeweils auch wieder Energie-Infrastruktur ins Visier genommen. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Jaroslawl beschädigt, wie der dortige Gouverneur Michail Jewrajew am Donnerstag auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte. Ein dadurch ausgelöstes Feuer sei gelöscht worden. Russland beschoss seinerseits die Energie-Infrastruktur in den ukrainischen Regionen Sumy und Odessa, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Online-Plattform X erklärte. Insgesamt sei bei den russischen Angriffen zivile Infrastruktur in acht Regionen beschädigt worden.

06.00 Uhr: Ukraine – 18 Verletzte bei russischen Angriffen auf mehrere Städte

Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach offiziellen Angaben 18 Menschen verletzt worden. Allein in der Hauptstadt Kiew gibt es dem Bürgermeister Witali Klitschko zufolge zwölf Verletzte, darunter zwei Kinder. In der Hafenstadt Odessa werden drei Menschen verletzt, als ein Wohnhaus getroffen wird. Drei weitere Verletzte werden aus Saporischschja gemeldet.

03.46 Uhr: Schwerer russischer Raketenangriff auf Kiew

Russland hat die Ukraine nach einigen Nächten Pause wieder mit ballistischen Raketen beschossen. Gegen die Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben militärnaher Telegramkanäle bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. Mindestens elf Menschen wurden verletzt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram. Laut Militärverwaltung war unter den Verletzten auch ein zehnjähriges Kind. Klitschko zufolge gab es Schäden unter anderem an Bürogebäuden, einem Lager und einem Wohnhaus. Medienberichten zufolge kam es in einigen Stadtteilen am Ostufer des Dnipro zu Problemen mit der Wasserversorgung. Auch die Großstädte Dnipro und Saporischschja im Süden wurden nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit ballistischen Raketen angegriffen.

02.45 Uhr: US-Repräsentantenhaus für umfassendes Sanktionsgesetz gegen Russland

Das US-Repräsentantenhaus hat am Mittwoch ein umfassendes Sanktions-und Zollgesetz verabschiedet, das den wirtschaftlichen Druck auf Russland erhöhen soll. Es gilt als das bedeutendste Gesetzesvorhaben mit Bezug zur Ukraine seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2025. Das Gesetz, das zu Ehren des verstorbenen Senators Lindsey Graham nach ihm benannt wurde, geht nun an Trump zur Unterzeichnung. Der Senat hatte bereits im Vormonat zugestimmt.

Das Gesetzespaket zielt darauf ab, Moskau die Mittel für die Kriegsführung zu entziehen. Es richtet sich gegen die russische Energie- und Verteidigungsindustrie sowie gegen die sogenannte Schattenflotte von Tankern, mit der bestehende Sanktionen umgangen werden. Es ermächtigt Trump zudem, Zölle von bis zu 100 Prozent gegen China, Indien und andere Länder zu verhängen, um deren Abhängigkeit von russischem Öl und Gas zu verringern.

Donnerstag, 17. September 2026

21.50 Uhr: Selenskyj erwartet neue Rüstungshilfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet neue westliche Unterstützungspakete, darunter vor allem Mittel zur Flugabwehr. "Wir bereiten neue Treffen mit unseren Partnern in den USA vor", sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Bei den Beratungen werde es um Schritte hin zu einem Frieden mit Kriegsgegner Russland, die Probleme der ukrainischen Energiewirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Waffen gehen. Es seien auch Gespräche über das in Entwicklung befindliche System zur Abwehr ballistischer Raketen Freyja geplant.

21.40 Uhr: Russischer Angriff zerstört Lager von Selenskyjs Medienfirma

Vor seiner Amtszeit erlangte Präsident Wolodymyr Selenskyj als Schauspieler und Komiker Popularität. Bei einem russischen Drohnenangriff ist nun ein Fundus des von Selenskyj mitgegründeten Medienunternehmens "Kvartal 95" zerstört worden. "Damit haben wir eine große Menge an Kulissen, Kostümen und Gegenständen verloren, die zwanzig Jahre lang Teil unserer Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien waren", teilte das Unternehmen bei Facebook mit. Bei dem Drohnenangriff sei zudem eine Lagerhalle des Wohltätigkeitsfonds von Selenskyjs Ehefrau Olena mit humanitären Hilfsgütern für Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen und Familien getroffen worden.

Verletzte habe es bei dem Angriff in der ukrainischen Hauptstadt nicht gegeben. Die Shows der Komödiantentruppe des Produktionsstudios würden "mit oder ohne Requisiten" fortgesetzt, so "Kvartal 95" - das Leben gehe weiter.

17.45 Uhr: Putin sieht Wahl als Gradmesser für Kriegsunterstützung

Der russische Präsident Wladimir Putin ruft die Bevölkerung zur Teilnahme an der Wahl zur Staatsduma auf - und bezeichnet diese als Gradmesser für die Unterstützung des Krieges in der Ukraine. In einer Fernsehansprache erklärt Putin, die Stimmabgabe zeige, dass Millionen von Menschen hinter den Soldaten stünden und sich das Land nicht spalten oder einschüchtern lasse.

Die dreitägige Abstimmung über die 450 Sitze der Parlamentskammer beginnt am Freitag. Es ist die erste Parlamentswahl seit dem Beginn der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022. Echte Opposition steht nicht auf den Wahlzetteln: Das Oberste Gericht in Russland hat die liberale Oppositionspartei Jabloko, die eine Beendigung des Krieges in der Ukraine fordert, von der Wahl ausgeschlossen. Auch einzelne Direktkandidaten wurden aus dem Rennen genommen, zum Teil nachdem sie schon zugelassen waren.

15.50 Uhr: Russland fliegt Mitarbeiter von geschlossenem Generalkonsulat in Bonn aus

Nach der von der Bundesregierung angeordneten Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn hat Russland ein Flugzeug nach Deutschland geschickt, um Beschäftigte außer Landes zu bringen. Für den Sonderflug sei von deutscher Seite eine entsprechende Genehmigung erteilt worden, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin. Er stehe "im Zusammenhang mit der Ausreise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des russischen Generalkonsulats Bonn".

13.11 Uhr: Polen – Aus der Ostsee gefischte Drohne trug Sprengsatz

Eine russische Drohne, die Polens Armee unweit der Ostseeküste geborgen hat, war mit Sprengstoff bestückt. "Sie enthielt einen Splittersprengkopf samt Zünder", sagte ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Posen (Poznan) der Nachrichtenagentur PAP. Spezialkräften der Armee sei es gelungen, den Sprengkopf von dem Fluggerät zu trennen und noch am Strand zu entschärfen. Die Drohne soll nun auf einem Militärgelände weiter untersucht werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich um ein unbemanntes Fluggerät des in Russland produzierten Typs Gerbera-2. Die Kampfdrohne war am Montag in der Nähe des Badeortes Rusinowo in Westpommern gefunden worden.

12.38 Uhr: Litauen – Abgeschossene Drohne wahrscheinlich russische Gerbera

Bei der von Nato-Kampfjets über Litauen abgeschossenen Drohne soll es sich nach Regierungsangaben um einen fehlgeleiteten russischen Flugkörper gehandelt haben. "Nach derzeitigem Kenntnisstand war es eine Drohne vom Typ Gerbera", sagte Staatspräsident Gitanas Nauseda nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Vilnius. Sie sollte wahrscheinlich die Ukraine angreifen, sei aber durch ukrainische elektronische Kampfführung von ihrem Kurs abgelenkt worden und in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen. Es habe sich vermutlich nicht um einen gezielten Angriff auf Litauen gehandelt, sagte Nauseda.

10.24 Uhr: Von der Leyen sichert Ukraine weitreichende Winterhilfe zu

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat der Ukraine für den bevorstehenden Winter die weitreichendste Unterstützung der Europäischen Union seit Beginn des russischen Angriffskriegs zugesagt. Der kommende Winter werde für die Ukraine der härteste seit Kriegsbeginn werden, sagt von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union im EU-Parlament in Straßburg. Gemeinsam mit Partnern wolle die EU humanitäre Hilfe leisten und die Strom- und Wärmeversorgung der Ukraine stärken.

Zudem solle die ukrainische Luftverteidigung ausgebaut werden. US-Patriot-Abwehrraketen müssten dazu dringend geliefert werden. Die EU müsse jedoch gemeinsam mit der Ukraine die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringern. Dazu solle ein kostengünstiges, modulares Raketenabwehrsystem entwickelt werden, bei dem das ukrainische Projekt "Freyja" im Mittelpunkt stehe.

10.15 Uhr: Von der Leyen will eigenen Artikel 4 für die EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will einen von der Nato unabhängigen Alarmmechanismus für Sicherheitskrisen unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs schaffen. "Wir brauchen einen Mechanismus analog zum Artikel 4 des Nato-Vertrags", sagte die deutsche Spitzenpolitikerin in ihrer diesjährigen Rede zur Lage der Europäischen Union. Zudem kündigte von der Leyen ein Konzept für einen Europäischen Sicherheitsrat an.

Zu ihrem Vorstoß für einen europäischen Artikel-4-Mechanismus erklärte von der Leyen, dieser solle vorsehen, dass alle Mitgliedstaaten zusammenkommen, wenn ein Mitgliedstaat ihn auslöse. Als ein Beispiel nannte von der Leyen unter anderem den Fall der am Flughafen Leipzig/Halle entdeckten Sprengstoffdrohne. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was da geschehen ist. Ein Angriff mit militärischem Material, durchgeführt von russischen Agenten auf europäischem Boden", sagte sie. Solche Attacken könne man nicht zulassen.

09.23 Uhr: Ukraine – Drohnenangriff auf Personenzug Kiew-Mykolajiw

Im Gebiet Mykolajiw berichtete die ukrainische Eisenbahngesellschaft vom Einschlag einer Drohne in den Personenzug Nr. 122 auf der Strecke Kiew-Mykolajiw. Die Insassen konnten sich demnach alle rechtzeitig in Sicherheit bringen. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Der Zug geriet demnach in Brand. 

08.30 Uhr: Ukraine – Fünf Tote bei russischem Drohnenangriff auf Bus

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben der örtlichen Behörden fünf Menschen getötet worden. Mindestens sieben weitere Personen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region mit.

Zudem attackierte Russland in der Nacht die Energieinfrastruktur in der zentralukrainischen Region Poltawa, wie der dortige Gouverneur auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte, ohne Einzelheiten zu nennen. Eine russische Drohne habe auch eine Industrieanlage getroffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, das russische Militär habe ein Frachtschiff im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk in der Region Odessa angegriffen. In Polen wurde der Betrieb auf den Flughäfen in Lublin und Rzeszow im Osten des Landes kurzzeitig eingestellt, weil die Luftwaffe wegen russischer Raketenangriffe auf die angrenzende Ukraine zum Schutz des nationalen Luftraums vorsorglich im Einsatz gewesen sei, wie Flugsicherung und Armee erklärten.

Archivbild 13.07.26: Löscharbeiten nach Angriff auf ein Busdepot in Odessa
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Archivbild 13.07.26: Löscharbeiten nach Angriff auf ein Busdepot in Odessa

01.55 Uhr: Selenskyj kündigt "unpopuläre" Gesetzentwürfe für Stopfen des ukrainischen Haushaltsdefizits an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mehrere möglicherweise "unpopuläre" Gesetzentwürfe zur Finanzierung des milliardenschweren Haushaltsdefizits angekündigt. In seiner abendlichen Ansprache am Dienstag sprach er von sieben Vorhaben, die zur Finanzierung des Staatsdefizits notwendig seien. Einige Maßnahmen könnten "schwierig, unerfreulich und unpopulär" sein, sagte Selenskyj. Ohne sie sei es derzeit jedoch nicht möglich, den Bedarf für die Verteidigung und die Widerstandsfähigkeit der Ukraine zu decken. Das Defizit ist vor allem auf ein Minus von umgerechnet rund 23 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt zurückzuführen.

01.03 Uhr: Ukraine meldet erfolgreichen Test neuer Drohnenabwehr-Waffe

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erfolgreich eine neu entwickelte Waffe zur Abwehr von Drohnen getestet. Bei einem nächtlichen Einsatz sei erstmals eine russische Drohne des Typs "Shahed" mit dem System getroffen und zerstört worden, sagte Selenskyj am Dienstagabend in seiner Videoansprache. Allerdings seien noch technische Anpassungen notwendig. "Einige technische Details müssen noch verfeinert werden", erklärte der ukrainische Präsident. Dafür werde noch etwas Zeit benötigt. Gleichzeitig werde an weiteren Entwicklungen gearbeitet. Nach Angaben Selenskyjs wurden in der vergangenen Nacht 93 Prozent der russischen Drohnen abgefangen. Das sei ein beachtlicher Wert, dennoch müsse die Ukraine ihre Abwehr weiter ausbauen, sagte er.

Mittwoch, 16. September 2026

19.40 Uhr: Ostukraine - Tote nach russischem Angriff auf Slowjansk

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind ein Mann und eine Frau getötet worden. Eine weitere Frau sei verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Wadym Ljach, bei Facebook mit. Es seien drei Wohnhäuser beschädigt worden. 

17.41 Uhr: UN erwägen Verlegung von Ukraine-Hilfsgütern in unterirdische Bunker

Die Vereinten Nationen (UN) erwägen wegen anhaltender russischer Luftangriffe, ihre Hilfsgüter in der Ukraine in unterirdische Bunker zu verlegen. In diesem Jahr hätten russische Angriffe zehn Lagerhäuser der Organisation getroffen und Hilfsgüter im Wert von Millionen Dollar zerstört, sagt der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Ukraine, Matthias Schmale, der Nachrichtenagentur Reuters in Genf. Unter den getroffenen Einrichtungen befindet sich auch ein Hauptlager der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit medizinischen Gütern. Die UN prüfen zudem den Kauf von gepanzerten Fahrzeugen und Drohnen-Abwehrsystemen. Die zusätzlichen Kosten sind im Hilfsbudget von 2,3 Milliarden Dollar für 2026 nicht vorgesehen.

17.40 Uhr: Russland - Mehr als 220 ukrainische Drohnen abgeschossen

Die russische Flugabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht zum Dienstag 222 ukrainische Drohnen abgefangen. Der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, erklärte, in der Stadt Taganrog habe ein schwerer ukrainischer Drohnenangriff mehrere Brände verursacht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, das ukrainische Militär habe in der Stadt eine Drohnenfabrik angegriffen.

17.29 Uhr: Von der Leyen warnt Russland nach Vorfällen in Dänemark und Litauen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht in den jüngsten Zwischenfällen in Litauen und Dänemark ein größeres Muster russischer Aggression gegen Europa. Die Vorfälle seien nicht isoliert, sondern "Teil eines umfassenderen Musters russischer Aggression und Provokation gegen Europa, das unsere Bereitschaft und unsere Entschlossenheit auf die Probe stellt", sagte von der Leyen. "Russland wird feststellen, dass unsere Entschlossenheit nur stärker wird."

15.43 Uhr: Russland warnt westliche Politiker vor Reisen in die Ukraine

Russland hat westliche Politiker und Diplomaten vor Reisen in die Ukraine gewarnt. Sie sollten die Risiken "nüchtern" abwägen, mahnt die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Hintergrund ist ein russischer Drohnenangriff auf eine Bahnstrecke, die kurz zuvor ein Zug mit dem britischen Ex-Premierminister Boris Johnson und dem schwedischen Ex-Ministerpräsidenten Carl Bildt passiert hatte. Sacharowa erklärt, Bahnhöfe und die Transportinfrastruktur für das ukrainische Militär seien legitime Ziele. Russland habe ausländische Diplomaten im Mai aufgefordert, Kiew wegen der Angriffe auf Rüstungsbetriebe zu verlassen.

15.34 Uhr: Polen verstärkt Grenzposten nach russischen Drohnenangriffen

Nach den jüngsten russischen Drohnenangriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau und auf die ukrainische Grenzregion will Polen seine Grenzübergänge zur Ukraine befestigen. "Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, dass Russlands Vorgehen die Sicherheit ganz Europas gefährdet", schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X. Pioniere der polnischen Armee sollen nun die Grenzposten mit sogenannten Hesco-Barrieren verstärken, wie das Oberkommando auf X mitteilte. Dies sind vom Militär verwendete Körbe aus Metall und Kunststofffolie, die mit Sand gefüllt werden.

15.18 Uhr: Ukrainisches Militär spricht von Rückeroberungen im Donbass

Das ukrainische Militär macht mit Verzögerung erfolgreiche Gegenangriffe im Norden des Gebiets Donezk öffentlich. Der Kommandeur des 3. Armeekorps, Andrij Bilezkyj, berichtete in einem Video, nördlich der Stadt Lyman seien auf einer Fläche von 75 Quadratkilometern in mehreren Dörfern eingesickerte russische Stoßtrupps ausgeschaltet worden. 

15.00 Uhr: Kiew gibt ukrainische Offensive in östlicher Region Donezk bekannt

Ein ukrainischer General hat eine Offensive der Armee seines Landes in der östlichen Region Donezk bekannt gegeben. Der seit mehreren Tagen andauernde Einsatz nördlich der Stadt Lyman habe bislang die Befreiung von mehr als zehn Quadratkilometern und die "Säuberung" von 75 Quadratkilometern ermöglicht, die russische Einheiten infiltriert hätten, teilte General Andrij Bilezkyj, der das 3. Armeekorps kommandiert, am Dienstag mit. Den Kampfkapazitäten der russischen Einheiten "ein schwerer Schlag versetzt" worden, erklärte Bilezkyj weiter.

14.15 Uhr: Ukraine bittet Partner um Ersatz für zerstörte Breitspur-Loks

Die Ukraine hat ihre Verbündeten nach russischen Angriffen auf die Bahninfrastruktur um Lokomotiven in osteuropäischer Breitspur gebeten. Seit Kriegsbeginn seien mehr als 500 Lokomotiven beschädigt oder zerstört worden, teilte Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. Mehr als die Hälfte davon sei allein in diesem Jahr getroffen worden. Die Ukraine benötige dringend Lokomotiven der Spurweite von 1520 Millimetern. EU- und Nato-Staaten mit dieser Spurweite sind Finnland, Estland, Lettland und Litauen. Die meisten anderen Staaten der Welt verwenden die sogenannte Normalspur von 1435 Millimetern.

14.12 Uhr: Russische Bomber patrouillieren über Barentssee und Norwegischer See

Russische strategische Bomber vom Typ Tu-95 haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau Patrouillenflüge über neutralen Gewässern der Barentssee und der Norwegischen See unternommen. Die Maschinen seien dabei zeitweise von ausländischen Kampfflugzeugen eskortiert worden, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Ministerium.

14.00 Uhr: Ukrainisches Parlament entlässt Generalstaatsanwalt

Das ukrainische Parlament hat für die Entlassung des Generalstaatsanwalts Ruslan Krawtschenko gestimmt. Eine deutliche Mehrheit von 317 Abgeordneten unterstützte einen entsprechenden Antrag von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Krawtschenko hatte vor rund einer Woche im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt eingereicht, aber von einer "politischen Entscheidung" gesprochen. Am Montag erhob er in einem Video Vorwürfe gegen die ukrainischen Antikorruptionsbehörden und forderte deren Chefs zum Rücktritt auf. Zudem gab er an, sich auf einer Dienstreise im Ausland zu befinden. Selenskyj forderte die Abgeordneten auf, Krawtschenko schnellstmöglich zu entlassen.

13.09 Uhr: Kreml – Trump-Vorschlag zum Stopp der Angriffe auf Energieanlagen ist "eine gute Idee"

Der Kreml hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump zu einem Aussetzen der gegenseitigen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur von Russland und der Ukraine als eine "gute Idee" begrüßt. "Wir haben die Veröffentlichung von Präsident Trump gesehen. Wir erachten das als eine gute Idee, eine gute Initiative", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag während seiner täglichen Pressekonferenz.

11.59 Uhr: Lawrow - Keine Kampfpause bei möglichen Ukraine-Verhandlungen

Russland will die Kampfhandlungen in der Ukraine nach Angaben von Außenminister Sergej Lawrow auch im Falle von Friedensverhandlungen fortsetzen. Die sogenannte "Militäroperation" werde während der Gespräche nicht ausgesetzt, erklärte Lawrow. Die Ukraine fordert dagegen eine Waffenruhe als Voraussetzung für Verhandlungen.

10.33 Uhr: Ein Toter bei russischem Drohnenangriff auf Saporischschja

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja ist ein Mensch getötet worden. In Teilen der Stadt fiel zudem der Strom aus. Nach Angaben des amtierenden Gouverneurs der Region, Mychajlo Semykin, wurde eine Infrastruktureinrichtung beschädigt.

09.50 Uhr: Russische Fregatte feuert Leuchtkörper auf Dänen-Helikopter

Eine russische Fregatte hat am Montagabend nach Angaben des dänischen Verteidigungsministeriums zwei Leuchtkörper auf einen Hubschrauber der dänischen Streitkräfte abgefeuert. Der Vorfall ereignete sich dem Ministerium zufolge während einer routinemäßigen Fotoaufklärung der Fregatte in internationalen Gewässern vor dem dänischen Hafenort Gedser. Eine der sogenannten "Flares" sei in geringem Abstand am Hubschrauber vorbeigeflogen. Die Besatzung blieb dabei unverletzt. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen bezeichnete den Vorfall bei X "absolut inakzeptabel" und bestellte den russischen Botschafter in Dänemark ein.

07.50 Uhr: Erneut Tankstelle bei russischem Angriff auf Kiew getroffen

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Drohnen angegriffen. Dabei wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko erneut eine Tankstelle getroffen. Ein Mensch sei verletzt worden, teilte Klitschko am Dienstag auf Telegram mit. Auch ein Lagerhaus wurde demnach beschädigt. Ukrainische Behörden berichten, dass Russland seine Angriffe auf Tankstellen zuletzt verstärkt habe.

06.39 Uhr: Angriff auf russische Ölraffinerie trotz angekündigter Deeskalation

Die Ukraine hat in der Nacht eine Industrieanlage in der russischen Region Samara mit Drohnen angegriffen. Nach russischen Angaben wurden dabei die Anlage und mehrere Wohngebäude beschädigt. Todesopfer habe es nicht gegeben, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew mit. Rund 40 Drohnen seien abgeschossen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tass. Nach ukrainischen Angaben handelte es sich bei dem Ziel um eine Ölraffinerie. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Der Angriff kommt zu einem heiklen Zeitpunkt: Erst am Montag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Russland und die Ukraine wollten Angriffe auf die Energieinfrastruktur der jeweils anderen Seite einstellen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete einen solchen Schritt zum Schutz kritischer Infrastruktur als möglichen "ersten Schritt in Richtung Frieden". Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion auf die Ankündigung.

06.14 Uhr: Parlamentswahl in Russland - Jaschin für symbolische Abstimmung gegen Ukraine-Krieg

Zur Parlamentswahl in Russland hat der im Exil lebende Oppositionelle Ilja Jaschin zu einer weltweiten Protestaktion gegen die Regierung und den Krieg in der Ukraine aufgerufen. Wahlberechtigte sollen sich am Sonntag um 12 Uhr vor Wahllokalen in Russland sowie vor russischen Botschaften und Konsulaten im Ausland versammeln. Die symbolische Abstimmung richtet sich gegen die Regierungspartei Geeintes Russland. Wenn sich die Menschen gleichzeitig in Schlangen einreihten, werde sichtbar, "wie viele wir wirklich sind", sagte Jaschin der Nachrichtenagentur AFP.

04.33 Uhr: Nato-Kampfjets schießen Drohne über Litauen ab

Nato-Kampfjets haben eine Drohne über Litauen abgeschossen. Die Drohne sei kurz zuvor in den litauischen Luftraum eingedrungen, erklärte Präsident Gitanas Nauseda am Dienstag im Onlinedienst X. Angesichts der zunehmenden russischen Aggression gegen die Ukraine sei die Einsatzbereitschaft der Nato für die Region von entscheidender Bedeutung.

Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders LRT, der sich auf das staatliche Krisenmanagementzentrum NKVC berief, war die Drohne in Belarus gestartet. Sie ging demnach in einer ländlichen Region nahe dem Kaunas-See im Zentrum Litauens nieder. Einem litauischen Medienbericht zufolge aktivierte auch Polen vorsorglich seine Luftverteidigung.

Das benachbarte Polen gab derweil den Beginn von "Lufteinsätzen" in seinem Luftraum bekannt. Als Grund nannte Warschau "die Aktivitäten von jet-angetriebenen Drohnen der Russischen Föderation, die Angriffe auf ukrainisches Gebiet ausführen".

Litauische Sicherheitskräfte im Einsatz nach Abschuss einer Drohne.
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Litauische Sicherheitskräfte im Einsatz nach Abschuss einer Drohne.

04.31 Uhr: Deutschland gibt Million Euro für ukrainische Atomsicherheit

Die Bundesregierung stellt weitere eine Million Euro für die Verbesserung der Sicherheitslage an den ukrainischen Atomkraftwerken bereit. Das soll die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), am Dienstag bei einer Konferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien ankündigen. Das Ministerium bestätigte entsprechende Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Deutschland hat die IAEA für ihre Arbeit und Präsenz in der Ukraine bislang bereits mit insgesamt 7,3 Millionen Euro unterstützt.

03.36 Uhr: Nato registriert steigende Zahl russischer Hybrid-Angriffe

Die Zahl hybrider Angriffe Russlands auf Nato-Staaten nimmt nach Angaben des Militärbündnisses deutlich zu. Im vergangenen Jahr seien mehr als 200 solcher Vorfälle erfasst worden, sagte ein hochrangiger Nato-Beamter in Brüssel. Alltägliche Cyberangriffe seien dabei noch nicht berücksichtigt. Allein gegen das Nato-Hauptquartier gebe es davon jeden Monat Tausende.

Dienstag, 15. September 2026

21.30 Uhr: Ukraine laut Selenskyj zu Deeskalation bereit

Nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über eine Feuerpause zwischen der Ukraine und Russland bei ihren gegenseitigen Angriffen auf Energieanlagen hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj in diesem Zusammenhang von einem "nachdrücklichen Vorschlag" gesprochen. Die Ukraine sei allerdings bereit, diese Deeskalation zu unterstützen, wenn Russland seine Angriffe auf kritische Infrastruktur in der Ukraine einstelle, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

19.55 Uhr: Selenskyj entlässt Generalstaatsanwalt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko nach Korruptionsvorwürfen entlassen. Bei Krawtschenko bleibe "nur ein Ausweg: die Entlassung", erklärte Selenskyj am Montag im Onlinedienst Telegram. Der Generalstaatsanwalt hatte bereits vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt, nachdem Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit betrügerischen Callcentern bekanntgeworden waren.

19.52 Uhr: Bahnchef - Russische Angriffe auf die Bahn werden jede Woche schlimmer

Russland nimmt die ukrainische Bahn nach Angaben von Bahnchef Oleksandr Perzowskyi immer heftiger unter Beschuss. Russland greife "praktisch ununterbrochen" Bahninfrastruktur in der Ukraine an, sagte der Chef der staatlichen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Zuletzt hätten die Angriffe exponentiell zugenommen. "Jede Monat, jede Woche ist in der Regel schlimmer als die vorherige", sagte Perzowskyi.

19.41 Uhr: Selenskyj - Nicht überzeugt, dass sich Russland an Nicht-Angriffs-Zusage hält

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, sein Land sei bereit, Angriffe auf Russland einzustellen. Allerdings müssten die Partner der Ukraine über eine Vereinbarung mit Russland sicherstellen, dass Russland ukrainische Energieanlagen, Infrastruktur und Lebensmittelversorgungswege nicht mehr angreife, schreibt Selenskyj auf Telegram.

Er äußert sich, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, die Ukraine und Russland hätten vereinbart, keine Energieziele des jeweils anderen anzugreifen. Selenskyj sagt dazu, die Ukraine sei nicht davon überzeugt, dass Russland bereit sei, sich an eine solche Vereinbarung zu halten.

17.23 Uhr: Trump – Ukraine und Russland wollen keine Energieanlagen mehr angreifen

Die Ukraine und Russland wollen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump keine Energieanlagen im jeweils anderen Land mehr angreifen. "Die Ukraine hat zugestimmt, keine russischen Energieziele mehr anzugreifen", schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Russland hat zugestimmt, ebenso zu handeln!", fügte er hinzu. Weder Kiew noch Moskau haben bisher offiziell auf Trumps Erklärung reagiert. 

15.18 Uhr: Merz – Europa steht vor entscheidenden Wochen über Krieg und Frieden

Europa steht nach Ansicht von Kanzler Friedrich Merz "höchstwahrscheinlich" vor entscheidenden Wochen oder Monaten bei der Verteidigung der Freiheit und des Friedens. Er werde alles in seiner Macht Stehende tun, um die deutsche Unterstützung für die Ukraine aufrechtzuerhalten und die Menschen davon zu überzeugen, dass dies im deutschen Interesse liege.

"Jetzt müssen wir standhaft bleiben, bis dieser schreckliche Krieg vorbei ist. Wenn Russland Erfolg hat, wird dies unvorhersehbare und beispiellose Folgen für uns alle haben. Auch für Deutschland", sagt Merz auf dem EU-Arktis-Gipfel in Finnland.

13.26 Uhr: Pistorius – Nehmen Vorfall in polnisch-ukrainischem Grenzgebiet ernst

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nimmt den jüngsten Drohnenangriff an der ukrainisch-polnischen Grenze nach eigenen Worten sehr ernst. Der russische Präsident Wladimir Putin täusche immer wieder Gesprächs- und Friedensbereitschaft vor, um wenig später erneut zu eskalieren, sagt der SPD-Politiker in der nordostdeutschen Stadt Wolgast. Dies solle den Menschen in Deutschland und Europa Angst vor einer Ausweitung des Krieges machen.

"Das ist gefährlich, was Wladimir Putin da macht", erklärt Pistorius weiter. Es komme darauf an, besonnen zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen. Gleichzeitig dürfe kein Zweifel an der eigenen Verteidigungsbereitschaft aufkommen. Zuvor war ein Zug mit westlichen Diplomaten wegen russischer Drohnenangriffe im Grenzgebiet gestoppt und teils evakuiert worden.

11.05 Uhr: Finnland tritt französischer Initiative zur nuklearen Abschreckung bei

Finnland tritt der von Frankreich angeführten Initiative zur nuklearen Abschreckung ("Forward Nuclear Deterrence Initiative") bei, wie das Präsidialamt in Paris mitteilt. Frankreich hatte seinen europäischen Verbündeten im März eine engere Kooperation angeboten, um die Glaubwürdigkeit des eigenen Atomwaffenarsenals zu stärken. Das Vorhaben sieht gemeinsame Übungen, die Option einer kurzfristigen Verlegung atomwaffenfähiger Systeme auf das Gebiet von Verbündeten sowie engere Konsultationen vor. Einen formellen nuklearen Schutzschirm nach US-Vorbild bietet sie jedoch nicht.

10.17 Uhr: Kallas – Russische Angriffe auf ukrainische Bahnstrecken sollten dem Westen "Angst machen"

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf Bahnstrecken in der Ukraine handelt es sich nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas um eine Abschreckungstaktik Moskaus. "Ich denke, es soll ganz offensichtlich westlichen Ländern Angst davor machen, die Ukraine zu unterstützen", sagte Kallas vor einem Treffen zur Sicherheit in der Arktis im finnischen Rovaniemi am Montag. 

Der Westen müsse als Antwort zeigen, "dass wir für die Ukraine da sind und keine Angst haben", betonte Kallas. Anderenfalls würde Russland seine Ziele erreichen, "die Unterdrückung der Ukraine". 

08.24 Uhr: Selenskyj dringt auf rasche Entlassung von Generalstaatsanwalt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert das Parlament auf, der Entlassung des Generalstaatsanwalts unverzüglich zuzustimmen. Ruslan Krawtschenko, der vergangene Woche nach Korruptionsermittlungen in seiner Behörde zurückgetreten war, hat eigenen Angaben zufolge ein offizielles Verdachtsschreiben gegen den Chef der obersten Antikorruptionsbehörde des Landes unterzeichnet.

Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden Nabu und Sapo hatten nach eigenen Angaben eine kriminelle Organisation aufgedeckt, die Betrugs-Callcenter betreibt. Die Gruppe soll von einem Beamten der Generalstaatsanwaltschaft gesteuert worden sein. Krawtschenko weist eine Verwicklung in den mutmaßlichen Betrug zurück und bezeichnete seinen Rücktritt als politische Entscheidung.

Montag, 14. September 2026

21.25 Uhr: Kanada erwägt Unterstützung für Ukraine-Kredit

Die "Financial Times" berichtet unter Berufung auf Insider, Kanada sei derzeit in Verhandlungen über die Unterstützung eines Darlehens der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Beide Seiten hofften, sich noch vor einem EU-Gipfel in Montreal Ende Oktober auf den Beitrag Kanadas zu einigen, heißt es.

Zuvor hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Kanada strebe angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA eine engere Anbindung an die EU an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe dazu die Möglichkeit einer "assoziierten Mitgliedschaft".

19.40 Uhr: Moskau greift Zug an – Waren Diplomaten das Ziel?

Zum Zeitpunkt des Drohneneinschlags in einen Passagierzug an der ukrainisch-polnischen Grenze waren zahlreiche prominente Gäste einer Konferenz in Kiew auf dem Weg zurück nach Polen. Wie die ukrainische Eisenbahngesellschaft am Abend mitteilte, unter anderem Sicherheitsberater mehrerer EU-Mitglieder sowie ehemalige europäische Spitzenpolitiker, darunter der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson, außerdem Kanzlerberater Günter Sautter und Ex-CIA-Chef David Petraeus.

Sie befanden sich teils in unmittelbarer Nähe des Einschlags. Ob das von Russland so beabsichtigt war, schließt die ukrainische Bahn nicht aus: "Es ist durchaus denkbar, dass das Ziel dieser russischen Drohne auch der Diplomatenzug gewesen sein könnte", schrieb die Bahngesellschaft auf Telegram.

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte unter anderem Angriffe auf Objekte der Eisenbahninfrastruktur in der Westukraine. Diese würden den Transport von Militärgütern aus europäischen Ländern gewährleisten, hieß es. Die Angriffe seien im Tagesverlauf fortgesetzt worden.

18.38 Uhr: Polens Regierungschef befürchtet Eskalation

Nach den heutigen russischen Angriffen in der Ukraine, nahe der Grenze zum EU- und Nato-Mitgliedstaat Polen, warnt Donald Tusk vor einer möglichen weiteren Zuspitzung der Lage. Der polnische Regierungschef sagte nach einer Krisensitzung in Warschau, ein Angriffsort sei nur wenige Kilometer von polnischem Staatsgebiet entfernt gewesen. Russland werde seine Angriffe in den kommenden Wochen und Monaten noch verstärken, mutmaßt er. Tusk könne "nicht ausschließen, dass diese Eskalation auch unser Territorium betreffen wird".

17.26 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

Das russische Militär hat seine Angriffe gegen Städte in der Ukraine fortgesetzt. Bei mehreren Attacken auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk wurden nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen getötet. Weitere zehn Bewohner seien verletzt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Der erste Angriff habe einem Kleinwagen gegolten, später sei die Stadt von vier Fliegerbomben getroffen worden.

In der Hafenstadt Odessa und Umgebung wurden bei einer Serie russischer Angriffe im Tagesverlauf mindestens 24 Menschen verletzt. Nach Angaben der Behörden wurden bei den Angriffen mehrstöckige Wohngebäude sowie Lagerhäuser beschädigt. Das russische Militär bestätigte die Angriffe auf Odessa. Dabei seien eine Produktionsstätte für Drohnen sowie ein Lager für Raketen und Artilleriewaffen der ukrainischen Streitkräfte getroffen worden, behauptete das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

16.24 Uhr: Trump fordert Ende ukrainischer Öl-Angriffe

US-Präsident Donald Trump hat von der Ukraine verlangt, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump sagte am Sonntag bei seinem Besuch in Irland, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse "aufhören, den Dieselkraftstoff in Russland lahmzulegen". Selenskyj könne "andere Ziele" angreifen, aber keine Raffinerien zur Herstellung von Diesel, "weil er eine Dieselknappheit verursacht", so Trump am zweiten Tag seiner Irland-Reise.

Als Reaktion auf massive russische Raketen- und Drohnenangriffe greift die Ukraine seit Monaten gezielt Energieinfrastruktur in Russland an und nimmt dabei unter anderem Raffinerien und Öldepots ins Visier.

14.42 Uhr: Polen alarmiert nach Angriff auf Zug von Kiew nach Warschau

Nach russischen Angriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau sowie auf die Grenzregion der Ukraine zu Polen hat die polnische Regierung Moskau eine Verschärfung des Konflikts vorgeworfen. "Putin eskaliert", schrieb Außenminister Radoslaw Sikorski auf X. Regierungschef Donald Tusk rief für den Nachmittag einen Krisenstab zusammen. Auch westliche Politiker sind bei ihren Reisen nach Kiew auf die Bahnverbindung von Polen in die Ukraine angewiesen – der Luftraum über dem Land ist gesperrt.

14.07 Uhr: Russische Angriffe auf Bahnnetz in der Ukraine

Die Ukraine hat Russland am Sonntag einen systematischen Angriff auf ihr Eisenbahnnetz vorgeworfen. Wegen landesweiter Angriffe seien das Überwachungszentrum und das gesamte Personal der ukrainischen Bahn "in höchster Alarmbereitschaft", teilte die staatliche Bahngesellschaft am Sonntag in Onlinediensten mit. Sie warnte vor möglichen Evakuierungen und Verspätungen von Zügen sowie Umleitungen in der zentralukrainischen Region Dnipro.

Ein Zug in Richtung Polen wurde nach Angaben des polnischen Bahnbetreibers in Grenznähe von einer russischen Drohne getroffen. Nach übereinstimmenden Angaben aus Warschau und Kiew wurde bei dem Angriff niemand verletzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Moskau habe den Zug "absichtlich" angegriffen. Der Bahnbetreiber PKP Intercity teilte mit, der Zug sei von Kiew nach Warschau unterwegs gewesen. An Bord hätten sich 206 Fahrgäste befunden. 

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" musste bei einem anderen Vorfall zwei Kilometer von der Grenze entfernt ein privat gecharterter Sonderzug teilweise evakuiert werden, nachdem Drohnen in der Region angegriffen hatten. An Bord dieses Zuges waren demnach einer der engsten Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der außen- und sicherheitspolitische Berater im Kanzleramt Günter Sautter, und der ehemalige britische Premier Boris Johnson, die zu Beratungen in Kiew gewesen waren.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Robin Wagener, der laut "Spiegel" ebenfalls mit dem gecharterten Zug reiste, schrieb im Onlinedienst X, Russland eskaliere immer weiter und zündele.

13.49 Uhr: Fehlalarm in Litauen – Drohne entpuppt sich als Vogelschwarm

Ein Fehlalarm wegen einer vermeintlichen Drohne hat am Sonntag in Litauen zu einer kurzzeitigen Schließung des Flughafens in der Hauptstadt Vilnius und zum Start eines Nato-Kampfjets geführt. Die angebliche Drohnensichtung entpuppte sich letztlich als Vogelschwarm, wie das nationale Krisenmanagementzentrum des baltischen Landes mitteilt. Der Luftalarm sei nach 38 Minuten aufgehoben und der Flughafen wieder geöffnet worden, nachdem ein Nato-Kampfjet die Vögel per Sichtkontakt als Ursache ausgemacht hatte. Auf dem Radarschirm könnten die Signale von Vögeln und Drohnen anfangs ähnlich aussehen, hieß es in der Mitteilung weiter. Zuletzt hatten Vorfälle mit Militärdrohnen im Luftraum von Finnland, Estland, Lettland und Litauen Sorgen über ein Übergreifen des Ukraine-Kriegs auf die Nato-Mitglieder an den Grenzen zu Russland geschürt.

13.38 Uhr: Zug in der Ukraine durch Drohne beschädigt – Ziel war offenbar Warschau

In der Ukraine ist am Sonntag ein Zug in Richtung Polen nach Angaben des polnischen Bahnbetreibers in Grenznähe von einer russischen Drohne getroffen worden, wobei nach Angaben aus Warschau und Kiew niemand verletzt wurde. Der Bahnbetreiber PKP Intercity teilte mit, der Zug sei von Kiew nach Warschau unterwegs gewesen. An Bord hätten sich 206 Fahrgäste befunden.

12.12 Uhr: Neue Gespräche bereits im Oktober? Moskau hält sich bedeckt

Russland schließt neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zum Ukraine-Konflikt im Oktober nicht aus. "Wir schließen eine solche Möglichkeit nicht aus", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen. Er fügte hinzu: "Wir können den Oktober nicht ausschließen." Es gehe um die "absehbare Zukunft". 

Schon Anfang der Woche hatte sich Russland offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. Es sei aber noch zu früh, über einen möglichen Ort oder genaue Termine zu sprechen, hatte Peskow am Montag gesagt.

11.15 Uhr: Drohnenattacken nahe polnischer Grenze

Eine russische Drohne ist in der Nacht nahe der ukrainisch-polnischen Grenze in der Kleinstadt Jahodyn eingeschlagen. Dies teilt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit und korrigiert damit eine frühere Aussage, wonach der Grenzübergang direkt getroffen wurde. Der Einschlagsort liegt rund 800 Meter von der Grenze entfernt, wie eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes der Nachrichtenagentur Reuters sagt. Der Grenzübergang sei während des Angriffs vorübergehend geschlossen worden.

In der Grenzregion Wolyn hat zudem eine Drohne die Lokomotive eines Personenzugs zwei Kilometer vor der polnischen Grenze angegriffen, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Verletzte gebe es nicht. Über die Grenzübergänge zu Polen gelangt ein Großteil der westlichen Militär- und Humanitätshilfe in die Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind wiederholt Drohnen oder Raketenteile in Nachbarländern wie Rumänien, Polen oder der Republik Moldau niedergegangen.

09.55 Uhr: Russland - Ukraine soll Tanklaster nahe AKW Saporischschja angegriffen haben

Der Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns, Alexej Lichatschow, wirft der Ukraine einen Angriff auf Diesel-Lastwagen nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja vor. Dabei seien zwei russische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt worden, erklärt Lichatschow. Die Ukraine gefährde damit gezielt die Sicherheit der von Russland besetzten Anlage. Treibstoff ist für Generatoren wichtig, die die Kühlung der Reaktoren bei einem Ausfall der externen Stromversorgung sichern. Der Angriff hat Lichatschow zufolge am Freitag stattgefunden, die Vorwürfe äußert der Rosatom-Chef am Sonntag. Beide Seiten werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit des größten europäischen Atomkraftwerks zu gefährden.

09.16 Uhr: Peking und Neu-Delhi wollen in Ukraine-Krieg vermitteln

Chinas Staatschef Xi Jinping und der indische Ministerpräsident Narendra Modi bieten russischen Angaben zufolge ihre Vermittlung für Friedensgespräche zur Ukraine an. Der russische Präsident Wladimir Putin begrüße diese Bereitschaft, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Tass den Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die drei Politiker nehmen am Wochenende am Brics-Gipfel in Neu-Delhi teil.

08.34 Uhr: Zwei Tote und mehrere Verletzte nach ukrainischen Angriffen in Russland

Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind zwei Menschen in der russischen Teilrepublik Tatarstan getötet worden. Eine Drohne sei in einen Baum gestürzt, wodurch ein nahe stehendes Auto mit vier Insassen beschädigt worden sei, teilte der Bürgermeister der Stadt Nischnekamsk, Radmir Beljajew, bei Telegram mit. Zwei der Insassen seien ums Leben gekommen, die anderen beiden seien schwer verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden Beljajew zufolge verletzt, als eine Drohne in ein Wohnhaus stürzte. Industrieobjekte und zivile Objekte seien beschädigt worden.

05.55 Uhr: Libyens Regierung dementiert US-Bericht über angebliche Kooperation mit der Ukraine

Libyens Regierung hat einen US-Medienbericht zurückgewiesen, wonach sie der Ukraine die Nutzung eines Armeestützpunkts für Angriffe auf Schiffe der russischen Schattenflotte erlaubt habe. Ohne die Ukraine namentlich zu nennen, erklärte Libyens Verteidigungsministerium, es habe "Kenntnis von den in einem Presseartikel enthaltenen Behauptungen erhalten". Es weise "kategorisch die Existenz jeglicher Vereinbarung, Abmachung oder Abstimmung zurück, die die Nutzung" dieses Stützpunkts ermöglichen würde. 

Dies gelte auch für die Nutzung "eines anderen staatlichen Armeestandorts für die Ausführung von Angriffen oder militärischen Einsätzen jeglicher Art außerhalb des Rahmens der souveränen Missionen des libyschen Staates". In der Erklärung berief sich das Verteidigungsministerium des nordafrikanischen Landes auf einen US-Bericht, "wonach der Armeestützpunkt in Misrata als Ausgangspunkt für die Ausführung militärischer Einsätze gegen externe Parteien oder Interessen genutzt" worden sei. 

Sonntag, 13. September 2026

21.13 Uhr: Selenskyj-Vertrauter - Dreiergespräche noch im Oktober

Die Ukraine erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Russland und unter Vermittlung der USA im kommenden Monat. "Wir bereiten uns vor, auf Oktober", sagte der Stabschef von Präsident Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, im Gespräch mit Journalisten. Ziel sei es, den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg zu beenden. Er bestätigte, dass Unterredungen im Dreierformat gemeint seien. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nannte er jedoch nicht.

20.04 Uhr: Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj beim G20-Gipfel aus

Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. "Das ist unmöglich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: "Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen."

Selenskyj hatte sich zuvor in einem Interview mit der Deutschen Welle zu einem Treffen mit Putin in Miami bereiterklärt. Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt.

In einer ersten Reaktion auf Selenskyjs Vorschlag hatte Peskow erklärt, dass noch keine Entscheidung über eine mögliche Teilnahme Putins an dem G20-Gipfel getroffen worden sei.

19.38 Uhr: Kiews Marine berichtet von erstem Gefecht von Drohnenbooten

Im vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Wie die ukrainische Marine auf Telegram mitteilte, habe die Aufklärung eine russische Marine-Drohne in einem nicht genannten Abschnitt des Schwarzen Meeres entdeckt. Eine daraufhin in Marsch gesetzte Marine-Drohne habe sich an das russische Boot heran manövriert und dieses mit seinem überschweren Maschinengewehr beschossen und versenkt.

"Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten", schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.

Im Audio: Erstes Gefecht von Drohnenbooten

Ein unbemanntes Drohnenboot.
Bildrechte: pa/dpa | Christian Charisius
Audiobeitrag

Ein unbemanntes Drohnenboot. (Symbolbild)

19.18 Uhr: Kushner hofft auf "nächste Schritte" in den kommenden Wochen

Der US-Sondergesandte Jared Kushner hofft nach seinen Besuchen in Moskau und Kiew auf Bewegung in den festgefahrenen Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs in den kommenden Wochen. "Ich hoffe wirklich, dass wir in einigen Wochen bekannt geben können, wie die nächsten Schritte aussehen", sagte Kushner in einer Videobotschaft während einer internationalen Strategiekonferenz in Kiew.

Kushner und der US-Gesandte Steve Witkoff waren vor einer Woche nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. "Das sind furchtbar komplexe Probleme. Aber ich denke, wir arbeiten weiter daran. Ich halte den Dialog mit beiden Seiten für sehr konstruktiv und sehr positiv", sagte Kushner.

16.20 Uhr: Russland - Verhandlungen ja, Feuerpause nein

Moskau ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Kiew bereit, nicht aber zu einer gleichzeitigen Feuerpause in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der russischen Regierung mangele es nicht an gutem Willen, sagte er nach Angaben der Staatsagentur Tass am Rande des Brics-Gipfels in Neu Delhi. "Wir sind nach wie vor zu Verhandlungen bereit, aber für die Dauer der Verhandlungen wird die Militäroperation nicht ausgesetzt."

15.30 Uhr: Ukraine meldet Angriffe auf russische Fabriken

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mehrere Ziele in Russland angegriffen und beschädigt. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Facebook mitteilte, seien zwei Chemie-Fabriken in den Regionen Perm im Vorland des Ural und Samara im Südosten Russlands mit weitreichenden Drohnen attackiert worden. Zudem sei in Taganrog an der Küste des Asowschen Meeres eine Fabrik zur Herstellung von Drohnen getroffen worden. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

13.02 Uhr: Opferzahl nach russischen Angriffen steigt

Im südukrainischen Gebiet Odessa wurden nach neuesten Angaben von Militärgouverneur Oleh Kiper inzwischen mindestens 35 Menschen gezählt, die infolge der nächtlichen russischen Attacken verletzt wurden. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Zwei Personen würden noch gesucht. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen. 

In der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih wurden dem Gouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, zufolge zwei Menschen bei einem Angriff auf einen Betrieb getötet. Vier weitere seien dabei verletzt worden.

12.15 Uhr: Selenskyj in Richtung Putin - "Müssen uns treffen"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut eigener Aussage zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit, sollten beide Politiker zu einem G20-Gipfel in die USA eingeladen werden. "Wir müssen uns treffen, miteinander sprechen und Entscheidungen treffen", sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Deutschen Welle (DW). "Es geht nicht um Worte", so der ukrainische Staatschef in dem Interview, das am Freitag in Kanada geführt wurde.

"Was ich ihm sagen werde oder was er mir sagen will, spielt keine Rolle", sagte Selenskyj mit Blick auf Putin. Er fügte hinzu: "Was zählt, ist das Ergebnis." Die USA haben in diesem Jahr den Vorsitz der G20-Gruppe inne. Im Dezember findet in Miami im Bundesstaat Florida der Gipfel der G20-Staats- und -Regierungschefs statt.

12.09 Uhr: Ukraine beschießt Kautschuk-Fabrik in Russland

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben eine russische Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden, teilte der Generalstab in Kiew mit. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung.

Der russische Gebietsgouverneur schrieb am frühen Morgen bei Telegram lediglich von einem großen ukrainischen Drohnenangriff. Der Bürgermeister der Stadt Toljatti teilte mit, dass ein Mensch infolge eines massiven Angriffs auf die Stadt ins Krankenhaus gebracht worden sei. Einige mehrstöckige Wohnhäuser seien beschädigt worden.

11.27 Uhr: Explosion und Brand in Munitionslager in Bulgarien

In Bulgarien ist erneut ein Brand in einem Waffenlager ausgebrochen. Bei der Explosion in der Nacht zum Samstag nahe dem Dorf Zarewa Liwada im nördlichen Zentralbulgarien wurde Behördenvertretern und lokalen Medien zufolge jedoch niemand verletzt. Das Feuer wütete demnach auf dem Gelände eines Lagers des Rüstungsunternehmens EMCO. "Es breitet sich von Lagerhalle zu Lagerhalle aus", sagte die Regionalgouverneurin von Gabrowo, Kristina Sidorowa.

Es ist der zweite Brand in einer bulgarischen Munitionsfabrik innerhalb weniger Wochen. Im vergangenen Monat hatte sich eine Explosion in einer anderen EMCO-Anlage ereignet. Das Nato- und EU-Mitgliedsland Bulgarien ist ein Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Munition von Emco kommt auch dort zum Einsatz.

09.33 Uhr: Ukraine meldet weitere Tote und Verletzte nach nächtlichen russischen Attacken

Bei den jüngsten russischen Angriffen sind in der Nacht mindestens drei Menschen in der Ukraine getötet worden. In Saporischschja starben nach Behördenangaben eine Frau und ein Mann bei einem Drohnenangriff. Mindestens eine weitere Person wurde demnach verletzt. Es sei ein Wohngebiet getroffen worden.

In Odessa am Schwarzen Meer wurden nach Angaben der Militärverwaltung mindestens 17 Menschen verletzt. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Auf von Behörden veröffentlichten Fotos war ein beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen. 

Im Video: Neue russische Angriffe auf die Ukraine

Nach nächtlichen Angriffen suchen Rettungskräfte und Helfer in der Ukraine in zerstörten Gebäuden nach Opfern.
Bildrechte: BR
Videobeitrag

Bei neuen russischen Attacken gegen die Ukraine sind erneut mehrere Menschen ums Leben gekommen.

09.18 Uhr: Russland greift erneut Süden der Ukraine an - ein Toter

Russische Truppen haben in der Nacht zwei Frachtschiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk angegriffen. Dies meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Getroffen worden seien zudem das Stahlwerk Saporischstal in Saporischschja, ein Werk von Interpipe Steel in Dnipro sowie mehrere Fabriken in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih. Dort kam nach ukrainischen Angaben ein Mensch ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.

06.22 Uhr: Russischer Militärgeheimdienst verantwortlich für Drohnenvorfall in Leipzig?

Nach dem Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle führen die Ermittlungen deutscher Sicherheitsbehörden einem Medienbericht zufolge direkt zum russischen Militärgeheimdienst GRU.

Die "Welt am Sonntag" berichtet (externer Link, möglicherweise Bezahlschranke), geheime Ermittlungsunterlagen würden einen mutmaßlichen GRU-Mitarbeiter als Logistiker der Operation benennen. Die Erkenntnisse gelten demnach als Grundlage für die Entscheidung der Bundesregierung, Russland für den versuchten Drohnenanschlag verantwortlich zu machen.

00.33 Uhr: Putin warnt Europäer vor Bodentruppen in der Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Europäer vor einer Entsendung von Soldaten in die Ukraine gewarnt. "Derzeit sagen sie, dass sie erwägen, wie sie Soldaten auf ukrainisches Territorium schicken können", sagte Putin am Freitag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen bei einem Indien-Besuch mit Blick auf europäische Staats- und Regierungschefs. "Das bedeutet einen Krieg gegen Russland."

Putin sagte in Neu Delhi, wo er an einem Gipfel der Brics-Staaten teilnimmt, zudem, Russland würde europäische Länder nicht "bedrohen" und habe auch nicht die Absicht, dies zu tun. Europäische Politiker würden den Bevölkerungen ihrer Länder mit einer "erfundenen Bedrohung aus Russland" Angst einflößen, so der Kreml-Chef.

Samstag, 12. September 2026

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