(Symbolbild): Ein Frachtschiff auf dem Meer.
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(Symbolbild): Ein türkisches Frachtschiff ist nach ukrainischen Angaben bei Odessa von russischen Marschflugkörpern getroffen worden.
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(Symbolbild): Ein türkisches Frachtschiff ist nach ukrainischen Angaben bei Odessa von russischen Marschflugkörpern getroffen worden.

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Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 29 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 29 im Rückblick

Ereignisse im Russland-Ukraine-Krieg aus KW 29 im Rückblick.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

22.53 Uhr: Ukraine - Sechs Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Frachtschiff

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff im Schwarzen Meer nahe Odessa sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Die ukrainische Marine aktualisierte die Opferzahl und erklärte, Russland habe die "Golden Leo" mit drei Marschflugkörpern beschossen, als der mit Getreide beladene Frachter dabei gewesen sei, "das Kampfgebiet" zu verlassen.

20.29 Uhr: Putin dankt Nordkoreas Außenministerin für Unterstützung in Ukraine-Krieg

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für die Unterstützung von Moskaus Krieg in der Ukraine gedankt. Er wolle sich "noch einmal" für die von Pjöngjang erhaltene Unterstützung für Russlands "Spezialoperation" bedanken, sagte Putin bei einem Treffen mit Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui in Moskau laut einem vom Kreml veröffentlichten Video. Pjöngjang ist einer der wichtigsten Unterstützer Moskaus bei dessen Krieg gegen die Ukraine und hat Russland tausende Soldaten und Waffen bereitgestellt. Im Gegenzug versorgt Russland das international weitgehend isolierte Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen. 

20.28 Uhr: Türkisches Schiff - Tote nach russischem Angriff

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein türkisches Frachtschiff sind nach ukrainischen Angaben fünf Besatzungsmitglieder getötet worden. Die ukrainische Marine erklärte, Russland habe die "Golden Leo" mit drei Marschflugkörpern beschossen, als der Frachter dabei gewesen sei, "das Kampfgebiet" zu verlassen. Fünf Besatzungsmitglieder würden noch vermisst, acht Menschen seien in ein Krankenhaus der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer gebracht worden.

18.10 Uhr: Ukraine - Tote nach russischen Angriffen

Die Zahl der Todesopfer bei russischen Angriffen auf Kiew und andere ukrainische Städte ist auf mindestens sechs gestiegen. Nach Angaben der örtlichen Behörden setzte Russland bei den Attacken ballistische Raketen, Drohnen und Lenkbomben ein. Dutzende Menschen seien verletzt worden. Aus Kiew meldeten die Behörden mindestens ein Todesopfer bei nächtlichen Angriffen, die gegen 1.30 Uhr Ortszeit begannen. Aus der zweitgrößten Stadt Charkiw wurden später drei Tote und mindestens 20 Verletzte bei einem Angriff auf eine Einrichtung der Post gemeldet. Behörden und Rettungsdienste in den Städten Cherson und Sumy meldeten jeweils mindestens ein Todesopfer.

18.07 Uhr: Ukrainische Drohnen setzen Ölanlagen in Russland in Brand

Die Ukraine hat mit neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Großbrände in dem Land ausgelöst. In der südrussischen Region Stawropol gerieten Medien zufolge drei Öldepots in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigte nur, dass im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Feuer in Industrieobjekten ausgebrochen seien - und es zu Detonationen explosiver Stoffe komme. Es gebe keine Verletzten.

11.32 Uhr: Selenskyj - Russische Öldepots in Kaukasus-Region Stawropol attackiert

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat sein Land drei Öldepots und ein Treibstofflager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol attackiert. Zudem seien drei russische Tanker der sogenannten Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen worden, teilte Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Die Angriffe auf die Öldepots seien vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU ausgeführt worden, während Einheiten der Streitkräfte das Treibstofflager attackiert hätten. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.

08.48 Uhr: Russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer angegriffen. Zudem sei ein Schwimmkran im Asowschen Meer getroffen worden, teilt der ukrainische Generalstab mit. Alle drei Ziele seien zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine genutzt worden, heißt es in der Erklärung weiter. Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen.

08.26 Uhr: Größter russischer Angriff mit ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn

Russland hat die Ukraine bei dem jüngsten Angriff nach Angaben aus Kiew mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn attackiert. Russland habe rund vier Dutzend dieser Raketen abgefeuert, schreibt der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha auf der Online-Plattform X. Er bezeichnet das russische Vorgehen als brutalen Terrorangriff und fordert angemessene und starke Reaktionen sowie mehr Druck auf die Führung in Moskau, um diesen Terror zu beenden. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland bei dem Angriff in der Nacht 41 Raketen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 18 Raketen abgefangen. Hauptziel des russischen Angriffs sei die ukrainische Hauptstadt Kiew gewesen. Dort wurde nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet. 13 weitere Menschen seien verletzt worden.

04.26 Uhr: Mindestens ein Toter bei Angriff auf Kiew

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew und die umliegende Region ist Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und elf weitere verletzt worden. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

01.43 Uhr: Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Dutzende Explosionen teils von Flugabwehrraketen waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete.

Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert.

Video: Massive Raketenangriffe auf Kiew

Ballistische Raketen sind sehr schwer abzufangen und die Ukraine hat noch keine ausreichenden Möglichkeiten dafür.
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Ballistische Raketen sind sehr schwer abzufangen und die Ukraine hat noch keine ausreichenden Möglichkeiten dafür.

Sonntag, 19. Juli 2026

20.55 Uhr: Entlassung von Fedorow - Selenskyj bemüht um Schadensbegrenzung

Angesichts der andauernden Demonstrationen in der Ukraine gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow verspricht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj "Entscheidungen bezüglich der Armee".

Er habe Gespräche mit Militärs geführt, sagte er in einer Videoansprache und: "Natürlich höre ich, was die Leute sagen." Auch mit Fedorow und mit Armeechef Olexander Syrskyj habe er "lange" gesprochen. Details zu den möglichen Entscheidungen nannte Selenskyj bislang nicht.

18.30 Uhr: Russische Bombenangriffe auf Kramatorsk - Zwei Tote

Russische Bombenangriffe auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk haben mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Laut Militärgouverneur Wadym Filaschkin hat die russische Luftwaffe drei Gleitbomben abgeworfen. Er forderte auf Telegram die verbliebenen Einwohner ein weiteres Mal zur Flucht aus den frontnahen Gebieten auf. Kramatorsk ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.

16.55 Uhr: Wadephul - Ukraine-Hilfen von Schuldenbremse ausnehmen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Ukraine-Hilfen künftig als sogenannte Bereichsausnahme zu definieren, die von der Schuldenbremse ausgenommen ist. Er halte das "für eine sinnvolle Idee", sagte Wadephul den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben). "Darüber muss jetzt in der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden werden."

Das hatte zuvor auch Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) gefordert. So könne sich der finanzielle Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe erhöhen.

13.22 Uhr: Bürgermeister - Ukraine setzte fast 1.900 Drohnen gegen Moskau ein

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hat erklärt, dass zwischen Freitagabend (20.30 Uhr Ortszeit) und Samstagmorgen (8.30 Uhr) insgesamt 1.892 ukrainische Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt eingesetzt worden seien. Die meisten seien abgeschossen worden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in einem Video bei Telegram, bei den Angriffen handele sich um eine Antwort auf die russischen Angriffe gegen ukrainische Infrastruktur. Die Drohneneinheiten hätten zudem russische Schiffe im Schwarzen Meer und im benachbarten Asowschen Meer angegriffen. Selenskyj dankte den Streitkräften und Geheimdiensten für die "akkurate und koordinierte Ausführung der Aufgaben".

12.54 Uhr: Russland - Insgesamt acht Tote bei Angriffen auf Logistikzentren

Bei ukrainischen Angriffen auf zwei Logistikzentren in Russland sind nach jüngsten russischen Behördenangaben insgesamt acht Menschen getötet worden. Laut dem Gouverneur der westrussischen Region Tambow, Jewgeni Perwijschow, wurden bei einer Attacke in der Stadt Kotowsk sieben Angestellte in einer Einrichtung des Onlinehändlers Wildberries während der Nachtschicht getötet. 24 weitere Menschen wurden demnach dort verletzt.

Bei der Attacke auf ein weiteres Logistikzentrum in Elektrostal in der Region Moskau wurde nach neuen Angaben des Gouverneurs Andrej Worobjow ein Mensch getötet, 37 weitere seien verletzt worden. Wildberries selbst erklärte, der Brand in Kotowsk sei inzwischen unter Kontrolle. In Elektrostal waren demnach weiterhin Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. 

12.38 Uhr: Ukraine - Russland zieht Drohnen-Einheiten von Front ab, um seine Schifffahrt zu schützen

Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Frachtschiffe getroffen. Damit steige die Gesamtzahl der im Schwarzen Meer und dem benachbarten Asowschen Meer beschossenen Schiffe auf 172, teilte der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, in sozialen Netzwerken mit. In der Nacht zum Samstag seien acht Frachter, ein Tanker, ein Gastransportschiff, ein Schlepper und zwei Schwimmkräne getroffen worden. Von unabhängiger Seite waren die Angaben nicht überprüfbar.

Nach Darstellung Browdis führt die seit Wochen andauernde "Flottenjagd" auf russische Schiffe inzwischen dazu, dass Moskau seine Drohnen-Einheiten der sogenannten Rubikon-Truppen teils von der Front abziehe und verlagere, um so besser den Schiffsverkehr zu schützen. Das schwäche den Gegner an der Front, betonte er.

11.05 Uhr: Selenskyj bestätigt Angriffe auf Logistikzentren in Russland

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei wichtige Logistikzentren in den russischen Regionen Moskau und Tambow sowie eine Ölanlage angegriffen. Die Logistikzentren seien für die Lieferung sanktionierter Bauteile für die Drohnenproduktion und Navigationsgeräte genutzt worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem hätten ukrainische Angriffe Ziele im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffen.

Russischen Angaben zufolge wurde bei den Drohnenangriffen ein Lagerhaus des größten russischen Online-Händlers Wildberries in der Stadt Kotowsk in der südlichen Region Tambow getroffen, wobei sieben Mitarbeiter der Nachtschicht getötet worden seien.

10.32 Uhr: Ukraine - Ein Todesopfer bei russischem Angriff auf Odessa

Bei einem russischen Angriff auf den Hafen der ukrainischen Schwarzmeer-Stadt Odessa ist nach Behördenangaben ein Mensch getötet worden. Drei weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Regionalgouverneur Oleh Kiper auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff wurde demnach ein Schiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda getroffen. Hafeneinrichtungen wie Gebäude, Lagertanks und Lagerhäuser seien beschädigt worden.

09.23 Uhr: Ukraine greift weiteres Logistikzentrum in Region Moskau an

Auch im Moskauer Gebiet ist nach Behördenangaben ebenso wie in der Stadt Kotowsk ein Lager des russischen Onlineversands Wildberries getroffen worden. In der Stadt Elektrostal - rund 50 Kilometer östlich von Moskau - seien dabei 24 Menschen verletzt worden, davon einige schwer, teilte Gouverneur Andrej Worobjow mit. In dem Gebiet um die Hauptstadt sei außerdem in der Stadt Noginsk auf dem Gelände eines Öldepots ein Brand ausgebrochen.

Dort habe auch eine Geburtsklinik evakuiert werden müssen, aus Sicherheitsgründen. Die Frauen seien in andere medizinische Einrichtungen verletzt worden, sagte der Gouverneur. In Noginsk wurde demnach ebenfalls ein Wohnblock evakuiert. Nach Angaben von Worobjow gab es in der Stadt auch zwei Verletzte. 48 Drohnen habe die russische Flugabwehr abgeschossen. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

05.58 Uhr: Gouverneur meldet sieben Tote bei ukrainischem Angriff auf russisches Logistikzentrum

Bei einem ukrainischen Angriff auf ein Logistikzentrum in Russland sind nach Behördenangaben sieben Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Der Drohnenangriff habe sich in der Stadt Kotowsk ereignet, erklärte der Gouverneur der westrussischen Region Tambow, Jewgeni Perwijschow. Bei den Todesopfern habe es sich um Mitarbeiter der Nachtschicht in dem Logistikzentrum gehandelt.

Auch die russische Hauptstadt Moskau meldete massive Drohnenangriffe. Insgesamt seien von der ukrainischen Armee 370 Drohnen in Richtung Moskau gestartet worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin. "Die meisten wurden von der Luftabwehr bereits in weiter Ferne neutralisiert. 64 feindliche Drohnen wurden im Anflug auf Moskau zerstört."

00:03 Uhr: Wadephul für Schuldenbremse-Ausnahme für Ukraine-Hilfen

Außenminister Johann Wadephul (CDU) unterstützt die Forderung von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD), die Ukraine-Hilfen genauso wie Verteidigungsinvestitionen von der Schuldenbremse auszunehmen. "Ich halte das für eine sinnvolle Idee", sagte Wadephul dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): "Darüber muss jetzt in der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden werden."

Alabali Radovan hatte auf einen solchen Schritt gedrängt, der den finanziellen Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe erhöhen würde. Auch der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hatte sich dafür ausgesprochen.

Samstag 18. Juli 2026

23.32 Uhr: Frachter bei russischem Raketenangriff auf Odessa beschädigt

Bei russischen Raketenangriffen auf das südukrainische Gebiet Odessa ist ein Frachtschiff beschädigt worden. Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Das Schiff ist demnach unter der Flagge der Marschallinseln gefahren. Zuvor sei auch "industrielle Infrastruktur" angegriffen worden. Den Angaben nach wurden dabei ein Verwaltungs- und ein Lagergebäude und mehr als ein Dutzend Autos beschädigt.

21.10 Uhr: Bedford-Strohm lobt nach Kiew-Besuch Zuversicht der Ukrainer

Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, zeigt sich nach einer Kiew-Reise beeindruckt vom Umgang des ukrainischen Volkes mit dem Krieg. Er sei bewegt von der Resilienz und Zuversicht der Menschen, schrieb Bedford-Strohm am Freitagabend auf Facebook. "Trotz ständigen Luftalarms und der Gefahr, von russischen Raketen oder Drohnen getroffen zu werden, versuchen die Menschen, ein normales Leben zu führen." Er habe dennoch in vielen Gesprächen das Trauma von vier Jahren Krieg gespürt.

19.50 Uhr: Mindestens zehn Tote bei ukrainischen und russischen Angriffen

Im Ukraine-Krieg sind bei russischen und ukrainischen Angriffen in beiden Ländern am Freitag mindestens zehn Menschen getötet worden. Der folgenschwerste Angriff ereignete sich in der ukrainischen Hafenstadt Odessa, wo Vize-Bürgermeister Oleksandr Filatow zufolge zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt wurden, als eine russische Rakete in einem Wohngebäude einschlug.

17.35 Uhr: Ernennung von neuem ukrainischem Verteidigungschef könnte sich verzögern

Die Ernennung des Wunschkandidaten von Präsident Wolodymyr Selenskyj für das Amt des ukrainischen Verteidigungsministers könnte sich hinauszögern. Nach der Entlassung des äußerst populären Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow, die auch heute weiter für Proteste sorgte, hatte Selenskyj am Donnerstagabend erklärt, er wolle das Parlament darum bitten, der Ernennung des kommissarischen Chefs des Geheimdienstes SBU, Jewhenij Chmara, zum neuen Verteidigungsminister formell zuzustimmen.

Verzögert werden könnte dies durch bürokratische Hindernisse: Nach dem ukrainischen Gesetz muss das Verteidigungsministerium von einer Zivilperson geführt werden. Ein aktiver Soldat oder Sicherheitsbeamter müsste deshalb erst den Dienst quittieren, um ernannt zu werden. Hinzu kommt, dass die Abgeordneten bis Mitte August in der Sommerpause sind. Unklar war auch, ob eine ausreichende Zahl an Abgeordneten für Chmara stimmen würde.

17.20 Uhr: Scheidender deutscher Botschafter sieht keinen Friedenswillen bei Putin

Der scheidende deutsche Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, sieht bei Russlands Staatschef Wladimir Putin weiter "keinen ernsthaften Willen zu Verhandlungen" über ein Ende des Kriegs gegen die Ukraine. "Putin wirkt sehr entschlossen, den Krieg fortzuführen, um ihn zu gewinnen", sagte Lambsdorff laut Vorabmeldung in einem Interview mit dem Magazin "Der Spiegel". 

Lambsdorff warnte, in Moskau redeten derzeit "immer mehr Menschen" über eine zweite mögliche Mobilmachung wehrfähiger Männer nach der Duma-Wahl im September. "Auch ich befürchte, dass noch mal Russen im größeren Maßstab eingezogen werden könnten", fügte der Diplomat hinzu.

16.05 Uhr: Öl-Engpässe - Russland importiert offenbar Benzin aus Kasachstan

Die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölindustrie zeigen offenbar Wirkung: Laut Insidern lässt Moskau nun wegen der Engpässe erstmals Benzin aus Kasachstan importieren. Im Juli seien rund 1.000 Tonnen in eine Region in Zentralrussland geliefert worden, verlautet aus Branchenkreisen. Wegen der Drohnenangriffe auf Raffinerien sucht Russland auch in Belarus und Indien nach Treibstoff.

15.30 Uhr: EU-Sanktionen gegen russische Hersteller von Drohnen

Wegen Beteiligung an der Herstellung von Drohnen belegt die EU eine russische Managerin und fünf Unternehmen mit Sanktionen. Wie der Rat der Europäischen Union mitteilt, richten sich die Maßnahmen gegen Irina Charissowa, die Aufsichtsratsvorsitzende von ABS Electro, sowie gegen fünf Firmen der Unternehmensgruppe. ABS Electro entwickelt und produziert elektronische Bauteile für den Drohnenkrieg. Nach Sanktionen sollen Vermögenswerte eingefroren werden und Charissowa mit einem Einreiseverbot belegt werden.

13.23 Uhr: Ukraine greift russischen Luftwaffenstützpunkt Engels an

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj einen strategischen Bomber vom Typ Tu-95 auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Engels zerstört. Das Flugzeug sei für Raketenangriffe auf die Ukraine eingesetzt worden, erklärte Selenskyj auf X. Der Stützpunkt liegt rund 800 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

Im Audio: Nach Absetzung - Harsche Kritik an ukrainischem Armeechef Syrskyj

HANDOUT - 19.11.2024, Ukraine, Kiew: Auf diesem vom Pressedienst des ukrainischen Präsidenten via AP zur Verfügung gestellten Foto spricht der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, General Oleksandr Syrskyj, vor Parlamentariern in der Werchowna Rada. (zu dpa: «Kiew: Russische Verluste hoch und Eroberungstempo halbiert») Foto: Uncredited/Press Service Of The President Of Ukraine/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Nach Absetzung: Harsche Kritik an Armeechef Syrskyj

11.38 Uhr: Zwei Tote bei russischem Drohnenangriff auf Mykolajiw

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur der südukrainischen Stadt Mykolajiw sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Zudem wurden drei zivile Schiffe unter ausländischer Flagge beschädigt. Die beiden Todesopfer waren ukrainische Staatsbürger an Bord eines der Schiffe.

10.34 Uhr: Selenskyj meldet Tote und Verletzte bei russischen Angriffen

Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Ukraine erneut vier Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Betroffen waren unter anderem Odessa und die Region Saporischschja. Russland habe in der Nacht mehr als 130 Drohnen und acht Raketen eingesetzt, teilte Selenskyj mit.

08.20 Uhr: Ukraine greift erneut russische Schiffe im Schwarzen Meer an

Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf russische Ziele im Schwarzen Meer nach eigenen Angaben fortgesetzt. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, teilte auf Telegram mit, zwölf weitere Schiffe seien getroffen worden. Dabei habe es sich um neun Frachter, zwei Tanker und einen Schlepper gehandelt. Die Zahl der im Juli im Asowschen und Schwarzen Meer getroffenen Schiffe sei damit auf 159 gestiegen.

Freitag, 17. Juli 2026

18.45 Uhr: Selenskyj schlägt Geheimdienstmann als Verteidigungsminister vor

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Geheimdienstler Jewhenij Chmara als neuen Verteidigungsminister vorgeschlagen. Die Kandidatur werde bald im Parlament eingereicht, teilte der Staatschef auf Telegram mit. Bis zur Absolvierung aller rechtlichen Verfahren werde Chmara das Ministerium geschäftsführend leiten. Gemäß Verfassung hat der Präsident das Vorschlagsrecht für den Posten des Verteidigungsministers. Zuvor war Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen worden.

Chmara leitete den Geheimdienst SBU seit Januar geschäftsführend. Er gilt als Experte für Drohneneinsätze im russischen Hinterland und hat den Rang eines Generalmajors inne. Dem ukrainischen Gesetz nach muss der Minister jedoch ein Zivilist sein.

17.35 Uhr: Ukraine weist russische Vorwürfe zu Angriff bei AKW Saporischschja zurück

Das ukrainische Außenministerium weist russische Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Angriff zurück, bei dem der Chefingenieur des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja getötet wurde. "Es wird keine unabhängige Bestätigung der russischen Version oder ein Beweis für die Beteiligung der Ukraine vorgelegt", teilt das Ministerium auf Telegram mit. Informationen der russischen Besatzungsbehörden könnten nicht als zuverlässig angesehen werden. Russland versuche, mit den Anschuldigungen die internationale Gemeinschaft mit der Drohung eines nuklearen Zwischenfalls einzuschüchtern.

17.15 Uhr: Russland greift Häfen und zivile Schiffe an

Russland hat in den ersten beiden Juliwochen nach Angaben der ukrainischen Hafenbehörde 23 Mal Häfen und 17 Mal zivile Schiffe angegriffen. Händlern und Analysten zufolge haben die Angriffe zu einem teilweisen Stopp der Getreidelieferungen und einer fast vollständigen Aussetzung der Getreidekäufe in den Hafenterminals geführt.

17.00 Uhr: Ukrainisches Parlament bestätigt neue Regierung

Im Rahmen eines von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeleiteten Kabinettumbaus hat das ukrainische Parlament einer neuen Regierung zugestimmt. Für die insgesamt 16 Minister stimmte eine deutliche Mehrheit von 264 Abgeordneten. 226 wären notwendig gewesen. Die Kandidaturen wurden vom kurz vorher bestätigten Regierungschef Serhij Korezkyj vorgestellt und in einem Paket zur Abstimmung gestellt.

Ausgenommen sind der Außen- und der Verteidigungsminister. Für diese hat Selenskyj gemäß Verfassung das Vorschlagsrecht. Erwartet wird, dass der bisherige Außenminister Andrij Sybiha seinen Posten behält. Für die Leitung des Verteidigungsressorts ist Ex-Innenminister Ihor Klymenko im Gespräch. Der bisherige Amtsinhaber Mychajlo Fedorow hofft jedoch vor dem Hintergrund von Demonstrationen zu seiner Unterstützung, dass Selenskyj sich erneut für ihn ausspricht.

16.45 Uhr: Polen fängt russische Flugzeuge ab

Die polnische Luftwaffe hat nach Militärangaben drei Tage in Folge russische Kampfflugzeuge über der Ostsee abfangen müssen. "Die Russen testen erneut die Leistungsfähigkeit unserer Flugabwehrsysteme", schrieb Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf dem Portal X. 

Demnach fingen zwei polnische Maschinen aus Malbork (früher Marienburg) zunächst zwei russische Kampfjets vom Typ Suchoi Su-30 ab. Dann sei ein russisches Aufklärungsflugzeug etwa 30 Kilometer vor der pommerschen Ostseeküste bei Jastrebia Gora gesichtet worden. Die polnischen Flieger hätten die Iljuschin Il-20 weiter aufs Meer hinaus eskortiert, wo schwedische Jets die Begleitung übernommen hätten. Der polnische Luftraum sei in beiden Fällen nicht verletzt worden, teilte der Verteidigungsminister mit.

15.50 Uhr: Ukrainische Regierung ehrt britischen Premier Starmer

Die ukrainische Regierung hat den scheidenden britischen Premierminister Keir Starmer bei seinem Abschiedsbesuch in Kiew mit dem Orden der Freiheit geehrt. "Großbritannien stand immer an der Seite der Ukraine und tut dies weiterhin, und das schätzen wir sehr", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Starmer. Starmers konservative Amtsvorgänger Rishi Sunak und Boris Johnson hatten den Orden in der Vergangenheit ebenfalls erhalten.

15.20 Uhr: Scheidender Verteidigungsminister bestätigt Konflikt mit Armeeführung

In der Ukraine hat der populäre scheidende Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow einen Konflikt mit der Armeeführung bestätigt. "Wir mussten feststellen, dass alle unsere Initiativen blockiert wurden und (Oberbefehlshaber Olexander) Syrskyj nicht bereit ist, offen und direkt über die Probleme zu sprechen", sagte Fedorow in Kiew. Er warf Syrskyj vor, intrigiert zu haben. Syrskyj habe Präsident Wolodymyr Selenskyj ultimativ vor die Wahl gestellt, sich zwischen ihm - Fedorow - und Syrskyj zu entscheiden.

Gleichzeitig erklärte Fedorow aber auch, dass er selbst eine Ablösung von Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow angestrebt habe. "Wir haben keine andere Wahl, wenn wir den Feind asymmetrisch mit minimalen Verlusten besiegen wollen", begründete er das Vorhaben. Fedorow machte noch einmal deutlich, dass er auf die Weiterentwicklung der Drohnentruppen setze. Seit mehreren Wochen erzielen die ukrainischen Drohneneinheiten teils spektakuläre Erfolge mit Angriffen auf Ziele tief im russischen Hinterland.

15.10 Uhr: Deutschland beteiligt sich an Militärübung der Pro-Ukraine-Koalition in Polen

Deutschland will sich an der von der Pro-Ukraine-Koalition im Herbst in Polen geplanten Militärübung beteiligen. Es werde noch geklärt, in welcher Form das geschehen solle, hieß es aus Regierungskreisen in Berlin. Darüber solle auch beim Deutsch-Französischen Sicherheits- und Verteidigungsrat am Freitag gesprochen werden. Am Rande eines Treffens der sogenannten Koalition der Willigen war am Montag in Paris ein solches Manöver angekündigt worden. Damit solle die Handlungsfähigkeit der Koalition betont werden, betonte das französische Präsidialamt.

Ein internationaler Ukraine-Einsatz, den Frankreich und Großbritannien initiiert haben, ist derzeit nicht absehbar. Er soll erst im Fall eines Waffenstillstandsabkommens auf den Weg gebracht werden. Auch daran will Deutschland sich beteiligen, wenn die Bedingungen gegeben sind. Ein solcher Einsatz müsste vom Bundestag genehmigt werden.

14.40 Uhr: Ukraine und Russland tauschen weitere Soldatenleichen aus

Die Ukraine und Russland haben inmitten laufender Kampfhandlungen erneut Leichen gefallener Soldaten ausgetauscht. Kiew habe 501 Soldatenleichen erhalten, teilte der Stab für Kriegsgefangenenbelange bei Telegram mit. Moskau sind Medienberichten zufolge wiederum die Überreste von 31 russischen Soldaten übergeben worden.

Seit Anfang 2025 hat die Ukraine damit fast 21.000 Gefallene zurückerhalten. Gleichzeitig wurden Russland nur etwas über 660 Soldatenleichen übergeben. Der massive Unterschied wird mit dem stetigen Vorrücken der russischen Armee erklärt, bei dem die ukrainischen Truppen ihre Toten nur zum Teil bergen können.

14.38 Uhr: Proteste in Kiew nach Fedorow-Entlassung

Nach der Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow ist es in der Ukraine am Donnerstag zu in Kriegszeiten seltenen Protesten gekommen. Der Schritt offenbart einen tiefen Konflikt innerhalb der Kiewer Führung, der den Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg belasten könnte. Die zweite Kabinettsumbildung innerhalb eines Jahres stieß in der Bevölkerung auf Unmut. Der 35-jährige Fedorow, ein Technologieexperte, sollte die zahlenmäßig unterlegene ukrainische Armee eigentlich effizienter aufstellen. Er wies ein Angebot von Präsident Wolodymyr Selenskyj zurück, als dessen Berater zu arbeiten, und erhob schwere Vorwürfe gegen Armeechef Olexander Syrskyj.

Im Video: Proteste gegen Regierungsumbildung

In der Ukraine gab es heute in mehreren Städten Proteste
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In der Ukraine gab es heute in mehreren Städten Proteste

13.30 Uhr: Selenskyj prüft Nachfolge für Verteidigungsminister Fedorow noch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj prüft nach eigenen Angaben noch die Nachfolge für den entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Der bisherige Innenminister Ihor Klymenko sei einer von mehreren Kandidaten, die zur Diskussion stünden, sagt Selenskyj. Er werde die Angelegenheit erneut prüfen. Dem Parlament lägen noch keine offiziellen Vorschläge vor.

12.27 Uhr: Chef von Energiekonzern Naftogaz neuer ukrainischer Regierungschef

Im Zuge der von Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordneten Regierungsbildung in der Ukraine hat das Kiewer Parlament Serhij Korezky als neuen Regierungschef bestätigt. 289 von 318 Abgeordneten stimmten für den bisherigen Chef des staatlichen Energieversorgers Naftogaz, wie die Volksvertretung bekanntgab. Selenskyj hat den Kabinettsumbau bislang nicht ausführlicher begründet. Er führte bei der Bekanntgabe des Schritts lediglich "neue Herausforderungen und neue Aufgaben" an.

09.39 Uhr: Ukraine attackiert Großstadt und Öldepots an der Wolga

Ukrainische Drohnen sind nach Angaben der örtlichen Behörden in ein Wohnhaus der südrussischen Großstadt Engels an der Wolga eingeschlagen. Schrieb Gouverneur Roman Bassurgin zunächst in sozialen Netzwerken, dass es keine Verletzten gebe, teilte die Staatsanwaltschaft später mit, dass Menschen zu Schaden gekommen seien. Details gab die Behörde nicht bekannt. Medienberichten zufolge haben die Drohnen zudem ein Feuer auf dem Militärflugplatz der dort stationierten Bomberflotte ausgelöst. Das Ausmaß der Schäden ist unbekannt. Offizielle Stellen haben diese Berichte bislang nicht bestätigt.

09.06 Uhr: Mehrere russische Regionen melden Tote nach ukrainischen Angriffen

Bei ukrainischen Luftangriffen in Russland sind nach Angaben der lokalen Behörden mehrere Menschen getötet worden. In mindestens drei russischen Regionen melden die Behörden nach ukrainischen Drohnen- und Raketenangriffen in der Nacht Opfer. In der Region Jaroslawl rund 250 Kilometer östlich von Moskau wurden dem Gouverneur Michail Jewrajew zufolge ein Mann getötet und vier weitere Menschen verletzt. Die Luftabwehr habe dort 19 Drohnen abgefangen. In der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan gibt es russischen Medienberichten zufolge nach einem Drohnenangriff auf die Stadt Engels ebenfalls Opfer. In der westrussischen Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine kamen dem Gouverneur zufolge ein 15-jähriges Mädchen und ihre Großmutter bei einem Raketeneinschlag im Dorf Susemka ums Leben.

08.59 Uhr: Ukraine trifft russische "Schattenflotte" im Schwarzen Meer

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Marine zwei Tanker der russischen "Schattenflotte" im Schwarzen Meer mit Seedrohnen getroffen. Bei den Schiffen handele es sich um die Tanker "Louise 1" und "Banda", die zum Transport von russischem Rohöl genutzt worden seien, teilte der SBU weiter mit. Beide Schiffe stünden unter ukrainischen Sanktionen.

07.50 Uhr: Scheidender britischer Premier Starmer reist nach Kiew

Der scheidende britische Premierminister Keir Starmer reist heute zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach Kiew. Dies sei einer der letzten Auslandsbesuche in Starmers Amtszeit, teilt sein Büro mit. Starmer wolle mit Selenskyj über die Fortschritte bei der militärischen Ausrüstung der Ukraine sprechen. Zudem werde erörtert, worauf sich die Verbündeten künftig konzentrieren sollten, heißt es in der Erklärung weiter. Starmer wird am Montag von seinem Amt zurücktreten. Sein Nachfolger soll der Labour-Politiker Andy Burnham werden.

07.16 Uhr: Mindestens zwei Tote nach Angriffen auf Kiew

Bei neuen nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien bei der jüngsten russischen Attacke auf die ukrainische Hauptstadt zudem verletzt worden, darunter ein Kind, teilten ukrainische Rettungsdienste mit. Demnach wurden die Kiewer Stadtteile Swjatoschynskyj und Darnytskyj getroffen.

Proteste in Kiew Fedorow-Entlassung
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Proteste in Kiew Fedorow-Entlassung

00.44 Uhr: Russland wirft Ukraine Tötung von Chefingenieur des AKW Saporischschja vor

Russland hat der ukrainischen Armee vorgeworfen, den Chefingenieur des von Moskau kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja gezielt getötet zu haben. Nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom wurde Alexander Jakowlew am Mittwoch bei einem Drohnenangriff getötet. Rosatom, der das in einem von Russland besetzten Gebiet der Ukraine gelegene Kraftwerk beaufsichtigt, sprach von einem "gezielten Terroranschlag des Kiewer Regimes". Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe lag zunächst nicht vor.

00.43 Uhr: Russland feuert wieder ballistische Raketen auf Kiew

Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko schlugen Geschosse in zwei Stadtteilen ein. Wie Klitschko auf Telegram mitteilte, brachen dabei Brände in einem Lagerhaus im Westen der Stadt sowie in einem unbewohnten Gebäude im Osten Kiews aus. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland in zwei Angriffswellen mindestens acht ballistische Raketen auf die Dreimillionenstadt und ihr Umland ab.

Donnerstag, 16. Juli 2026

22.00 Uhr: Ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow erklärt seinen Rücktritt

Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt. "Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen", erklärte Fedorow am Mittwochabend im Onlinedienst Telegram. Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Regierungsumbildung verkündet, die unter anderem den Rücktritt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko beinhaltete.

Vor der Veröffentlichung seines Beitrags hatte Fedorow ein Gespräch mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. Dem Präsidenten obliegt laut Verfassung das Vorschlagsrecht für den Chef des Verteidigungsressorts. Medienberichten zufolge will Selenskyj den bisherigen Innenminister Ihor Klymenko für den Posten vorschlagen. Als neuer Ministerpräsident ist der bisherige Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, im Gespräch. (vgl. Meldung von 17.01 Uhr)

21.03 Uhr: Insider: Russische Energiekonzerne bitten Indien um Benzin

Führende russische Energiekonzerne bitten Insidern zufolge indische Raffinerien um Benzinlieferungen, nachdem ukrainische Angriffe einen erheblichen Teil der russischen Raffineriekapazitäten lahmgelegt haben. Mindestens eine Ladung indischen Benzins sei bereits nach Russland unterwegs und weitere würden erwartet, sagt eine von insgesamt zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Zu den russischen Unternehmen, die Kontakt aufgenommen haben, gehören demnach Rosneft, Gazprom Neft und Lukoil. Drei indische staatliche Ölverarbeiter erklären, sie hätten keine Überschüsse für den Export. Die genannten Konzerne sowie das russische Energieministerium äußern sich zunächst nicht dazu.

20.35 Uhr: Russland - Chefingenieur von AKW Saporischschja durch Drohne getötet

Der Chefingenieur des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexej Jakowlew, ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Eine Drohne habe einen Dienstwagen zwischen dem Kraftwerk und der Stadt Enerhodar getroffen, teilt der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Dabei seien Jakowlew und sein Fahrer ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.

19.05 Uhr: EU hält an Russland-Preisdeckel fest

Die EU wird ihr Sanktionssystem zur Begrenzung von Russlands Einnahmen aus Ölexporten trotz der gestiegenen Weltmarktpreise wegen des Iran-Kriegs vorerst nicht lockern. Vertreter der Mitgliedstaaten verständigten sich nach Angaben von Diplomaten darauf, eine eigentlich an diesem Mittwoch anstehende automatische Anpassung bis zum 23. Juli auszusetzen.

Ohne die Aussetzung hätte die derzeitige Preisobergrenze von 44,1 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) nun deutlich angehoben werden müssen, Russland hätte wegen des Iran-Kriegs wieder deutlich mehr Geld mit dem Ölexport verdienen können.

17.48 Uhr: Deutsche Rüstungsexporte steigen auf neuen Rekordwert

Die deutschen Rüstungsexporte bewegen sich weiter auf Rekordniveau. Im ersten Halbjahr 2026 wurden nach vorläufigen Angaben Genehmigungen für die Ausfuhr von Rüstungsgütern im Gesamtwert von rund 13,87 Milliarden Euro erteilt, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im Gesamtjahr 2025 hatte die Regierung Rüstungsexporte im Volumen von rund zwölf Milliarden Euro genehmigt.

Hauptempfängerland ist erneut die Ukraine, für die Rüstungsexporte im Gesamtwert von rund 2,5 Milliarden Euro genehmigt wurden. An zweiter Stelle unter den Drittländern nach der Ukraine folgt Israel mit einem Volumen von 799 Millionen Euro. 84 Prozent der genehmigten Ausfuhren sind den Angaben zufolge für EU-, Nato- oder gleichgestellte Länder bestimmt. Letztere sind Japan, Schweiz, Australien und Neuseeland.

17.40 Uhr: Baltenstaaten warnen vor russischen Provokationen

Die Präsidenten von Litauen und Lettland, Gitanas Nauseda und Edgars Rinkevics, haben vor möglichen russischen Provokationen an der Nato-Ostflanke gewarnt. Die Staatschefs der beiden baltischen EU- und Nato-Staaten berichteten nach einem Treffen in Vilnius von vorliegenden Geheimdienstinformationen über russische Pläne für Sabotageversuche und hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur.

"Wir müssen äußerst auf die Phase des Krieges in der Ukraine vorbereitet sein, in der Russland keine Siege mehr erringt und nicht mehr auf dem Schlachtfeld vorrücken kann", sagte Rinkevics. Russland könnte dann dazu übergehen, indirekt den Nato-Beistandsartikel 5 und die Reaktionsmechanismen auf Ebene des westlichen Verteidigungsbündnisses und der EU zu testen.

17.01 Uhr: Selenskyj schlägt Naftogaz-Chef Korezkyj als neuen Ministerpräsidenten vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Serhij Korezkyj, zum neuen Ministerpräsidenten nominieren. "Die Prioritäten sind klar – die Vorbereitung auf den Winter", erklärte er. Nach allen Konsultationen sei Korezkyj der am besten geeignete Kandidat für das Amt. Das Parlament soll voraussichtlich am Donnerstag über die Personalie abstimmen. Eine Zustimmung gilt als sicher, da Selenskyjs Partei über die Mehrheit der Mandate verfügt.

Selenskyj hatte die bisherige Regierungschefin Julija Swyrydenko in dieser Woche nach einem Jahr im Amt entlassen. Das Parlament nahm ihr Rücktrittsgesuch am Dienstag an. Auch der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow erklärte seinen Rücktritt.

16.10 Uhr: Ukraine – Haben wichtiges Kraftwerk auf Krim angegriffen

Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge ein Kraftwerk in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Bei der nächtlichen Attacke sei das Wärmekraftwerk Balaklawa getroffen worden, teilen die ukrainischen Spezialkräfte auf Telegram mit. Die Anlage ist für fast die Hälfte der Stromerzeugung auf der Halbinsel verantwortlich. Nach ukrainischen Angriffen wird in Sewastopol stundenweise der Strom abgeschaltet. Die von Russland eingesetzten Behörden hatten am Dienstag mitgeteilt, dass die Stromversorgung vorerst auf zwei Stunden begrenzt ist, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen.

13.31 Uhr: Bund genehmigt Rüstungsexporte für fast 14 Mrd. Euro

Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr Rüstungsexporte im Wert von rund 13,87 Milliarden Euro genehmigt. Hauptempfängerland war die von Russland angegriffene Ukraine mit Genehmigungen von rund 2,5 Milliarden Euro, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Die Regierung entscheidet nach eigenen Angaben über Rüstungsexporte im Einzelfall und nach sorgfältiger Prüfung unter Einbeziehung außen- und sicherheitspolitischer Erwägungen.

13.14 Uhr: Deutschland beteiligt sich doch an Manöver der Ukraine-Koalition

Deutschland wird sich doch an dem ersten Manöver der von Ukraine-Verbündeten gegründeten "Koalition der Willigen" beteiligen. Am Freitag werde man in einer Sitzung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats darüber beraten, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur. "Deutschland wird sich an diesem Manöver beteiligen. Die Bundesregierung prüft, wie diese Beteiligung aussehen wird." Am Dienstag hatte es noch aus Regierungskreisen geheißen, dass Deutschland sich nicht beteiligen werde. Die Koalition von rund 35 Ukraine-Verbündeten hatte sich am Montag bei einem Treffen in Paris auf Vorschlag Frankreichs überraschend auf die ersten Übungen der multinationalen Ukraine-Truppe verständigt. Sie wird zur Unterstützung der Ukraine im Fall eines Waffenstillstands mit Russland aufgebaut. Die ersten Manöver sollen in Polen stattfinden, einem der Nachbarländer der Ukraine. 

12.50 Uhr: EU und Ukraine vereinbaren enge Kooperation bei Drohnenproduktion

Die Europäische Union (EU) und die Ukraine haben ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion von Drohnen geschlossen. Ziel sei es, das ukrainische Know-how mit den industriellen Kapazitäten Europas zu verzahnen, um gemeinsame Projekte aufzubauen und die Produktion hochzufahren, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula v0on der Leyen bei einem Besuch in Kiew mit. Das Abkommen bringe den ukrainischen Erfindungsgeist und die industrielle Größe Europas zusammen. Es ist die erste Vereinbarung dieser Art mit der Ukraine, die Länder und Unternehmen in der gesamten EU abdecken soll.

12.47 Uhr: Wadephul lobt Finnlands Resilienz im Umgang mit Russland

Außenminister Johann Wadephul sieht Finnland als Vorbild, wenn es darum geht, sich widerstandsfähiger gegen Bedrohungen aus Russland zu machen. "Finnlands Resilienz und Zivilschutz zeigen uns, wie auch wir uns noch effektiver gegen Bedrohungen aufstellen", erklärte der CDU-Politiker vor seiner Reise nach Finnland. "Wehrhaftigkeit ist kein abstraktes Konzept, sie ist die Voraussetzung für Frieden und Sicherheit", fügte er hinzu.

12.24 Uhr: Ukraine erhält Zugang zu EU-Rüstungsprogrammen und Millionenförderung

Die Ukraine hat Vereinbarungen über den Zugang zu Verteidigungsprogrammen der Europäischen Union und neuen Fördermitteln in Höhe von 300 Millionen Euro unterzeichnet. Dies teilte Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow auf der Online-Plattform X mit. Ukrainische Unternehmen können demnach über das neue Unterstützungsinstrument "BraveTech EU Ukraine" 2060 Millionen Euro für den Ausbau der Produktion sowie 35,3 Millionen Euro für Innovationszuschüsse abrufen.

10.43 Uhr: EU gewährt wehrfähigen Ukrainern künftig keinen automatischen Schutzstatus mehr

Für ukrainische Männer im wehrfähigen Alter wird es künftig schwieriger, in der EU Schutz zu erhalten. Die Mitgliedstaaten beschlossen am Mittwoch in Brüssel, sie vom automatischen Schutzstatus auszunehmen. Für alle anderen ukrainischen Flüchtlinge wurde der Schutz bis März 2028 verlängert. Nach Angaben von EU-Innenkommissar Magnus Brunner hatte die Ukraine die EU-Kommission um die Änderung gebeten. Betroffen sind Männer im Alter von 23 bis 60 Jahren. Wer künftig in die EU einreisen will, muss nachweisen, dass er die Ukraine rechtmäßig verlassen hat oder vom Wehrdienst befreit ist. Bereits in der EU lebende Ukrainer sind von der Neuregelung nicht betroffen.

09.50 Uhr: Gouverneur - Drei Tote bei russischem Angriff auf Sumy

Bei russischen Angriffen auf die nordukrainische Region Sumy sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Oleh Hryhorow im Onlinedienst Telegram mit. Nach seinen Angaben führten russische Truppen sechs Angriffe mit Gleitbomben durch. Eine Bombe sei nahe medizinischer Einrichtungen eingeschlagen, weitere hätten nach ersten Erkenntnissen Infrastruktur getroffen.

09.48 Uhr: Russland plant nach Angaben von Litauen Angriffe auf Infrastruktur

Litauen verfügt nach Angaben von Präsident Gitanas Nauseda über Geheimdienstinformationen zu möglichen russischen Angriffen auf die kritische Infrastruktur des Landes. Vorsorglich werde die Sicherheit an Energie- und Verkehrsanlagen verstärkt, sagte Nauseda in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur BNS. Konkrete Angaben zu möglichen Zielen oder einem Zeitpunkt gebe es bislang nicht. "Wir haben solche Signale, die wir von unseren Geheimdiensten erhalten", sagte der Präsident. Die Regierung in Moskau weist immer wieder Vorwürfe zurück, Sabotageakte oder andere Angriffe auf Länder außerhalb der Ukraine zu planen oder auszuführen.

09.15 Uhr: Berichte über für Russland kämpfende Bolivianer

Boliviens Behörden wollen Vorwürfe untersuchen, wonach Staatsbürger unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt worden sein sollen, um im Ukraine-Krieg zu kämpfen. Generalstaatsanwalt Roger Mariaca kündigte Ermittlungen an, nachdem Videos von Bolivianern in russischen Uniformen in Onlinediensten aufgetaucht waren. Ein 29-jähriger Bolivianer berichtete dem Fernsehsender Red Uno, ihm seien rund 14.000 Euro für eine Reise nach Russland angeboten worden. In einem Video aus dem mutmaßlichen Kriegsgebiet waren neben ihm weitere Männer aus Lateinamerika zu sehen. Nach Angaben seiner Frau wurde der Mann bei Kämpfen getötet. Auch Peru und Kolumbien kündigten Untersuchungen an. Die russische Botschaft in Lima erklärte, Peruaner hätten freiwillig und im Rahmen der Gesetze Verträge mit der russischen Armee unterschrieben.

08.45 Uhr: Ukraine attackiert wieder russische Tanker im Schwarzen Meer

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in der Nacht 20 russische Schiffe im Schwarzen Meer mit Drohnen angegriffen. Dabei seien 17 Öltanker, zwei Gastanker und ein Schlepper getroffen worden, teilte der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, mit.

Russland meldete seinerseits weitere Angriffe auf ukrainische Häfen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden dabei vier Schiffe sowie Hafenanlagen in Odessa, Tschornomorsk und Mykolajiw am Dnipro-Bug-Liman getroffen. In Mykolajiw sei ein Mann verletzt worden, so der Gouverneur Witalij Kim auf Telegram.

07.48 Uhr: Mindestens drei Tote bei russischem Angriff auf Odessa

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Drei weitere Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte der Leiter der Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lysak, im Onlinedienst Telegram mit. Zudem seien Wohngebäude beschädigt worden.

07.09 Uhr: Ukraine darf offenbar EU-Kredit für chinesische Drohnenteile nutzen

Die Ukraine darf einem Medienbericht zufolge einen Teil der Mittel aus einem EU-Verteidigungskredit für den Kauf chinesischer Drohnenbauteile einsetzen. Kiew habe für einen Teil einer sechs Milliarden Euro umfassenden Tranche eine Ausnahmeregelung erhalten, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

04.08 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen reist nach Kiew

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist heute in die Ukraine. Von der Leyen werde in Kiew sein, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag in Brüssel. Aus Sicherheitsgründen wurden zunächst keine weiteren Details der Reise genannt.

02.00 Uhr: Moskau - Hunderte ukrainische Drohnen abgewehrt

Russland hat nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden einen großangelegten ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau abgewehrt. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte im Onlinedienst Telegram, insgesamt seien 340 Drohnen abgefangen worden. Die meisten seien bereits weit vor der Hauptstadt von der Flugabwehr zerstört worden, mehr als 50 auf ihrem Weg nach Moskau.

01.17 Uhr: Ukraine meldet drei Tote nach russischen Angriffen auf Handelsschiffe

Bei russischen Angriffen auf Handelsschiffe vor der Küste der ukrainischen Region Odessa und im Schwarzen Meer sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Regionalgouverneur Oleh Kiper erklärte im Onlinedienst Telegram, eine Drohne habe ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff bei einem Angriff auf die Hafeninfrastruktur in der Region Odessa getroffen. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, zwei Menschen seien ums Leben gekommen.

Zudem seien im Schwarzen Meer zwei Handelsschiffe unter tansanischer und liberianischer Flagge angegriffen worden, teilte Kiper mit. Der Kapitän eines der Schiffe sei getötet worden. Die übrigen elf Besatzungsmitglieder, darunter drei Verletzte, seien in Sicherheit gebracht worden.

00.54 Uhr: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Mehrere US-Senatoren beider Parteien haben einen überarbeiteten Gesetzentwurf für neue Sanktionen gegen Russland vorgelegt. Die Initiative, die auf ein zentrales Anliegen des kürzlich verstorbenen republikanischen Senators Lindsey Graham zurückgeht, sieht Zölle von bis zu 100 Prozent gegen die größten Abnehmer russischen Öls und Gases vor. Der demokratische Senator Richard Blumenthal nannte bei einer Pressekonferenz unter anderem China und Indien als mögliche betroffene Staaten. Ausgenommen werden sollen Länder, die weniger als 15 Prozent ihres Erdgases aus Russland beziehen und nachweislich erhebliche Schritte unternehmen, diese Importe weiter zu verringern.

Mittwoch, 15. Juli 2026

18.58 Uhr: Russland attackiert weitere Frachter vor Odessa

kkDer Seekrieg im Schwarzen und Asowschen Meer weitet sich weiter aus. Russland greift erneut mehrere Schiffe bei Odessa mit Drohnen an - zuletzt zwei zivile Frachter nahe der südukrainischen Hafenstadt Odessa im Schwarzen Meer. "Infolge der Attacke kam der Kapitän eines der Schiffe ums Leben", teilte der Militärgouverneur des Gebiets Odessa bei Telegram mit. Von elf Besatzungsmitgliedern seien drei verletzt worden.

18.15 Uhr: UNO - Juni war Monat mit meisten zivilen Todesopfern in der Ukraine seit vier Jahren

lIm Juni sind in der Ukraine der UNO zufolge mehr Zivilisten bei russischen Angriffen getötet worden als in jedem anderen Monat seit April 2022. Es seien "mindestens 293 Zivilisten getötet und 1990 weitere verletzt" worden, erklärte die Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen in der Ukraine (HRMMU) am Abend.

Fast die Hälfte der Opfer war demnach auf Attacken mit Raketen oder Drohnen auf ukrainische Städte zurückzuführen. Besonders im Fokus waren die Hauptstadt Kiew und Dnipro.

17.22 Uhr: Manöver der "Koalition der Willigen" ohne Deutschland

Frankreich, Großbritannien und Polen treiben die Bildung einer Ukraine-Truppe für die Zeit nach einem Waffenstillstand voran. Deutschland wird sich nach Angaben aus Regierungskreisen nicht an den ersten Militärmanövern in Polen beteiligen. Es handele sich um eine "Stabsrahmenübung im kleinen Umfang", die ohne deutsche Beteiligung stattfinde, hieß es in Berlin.

Die Koalition von rund 35 Ukraine-Verbündeten hatte sich gestern bei einem Treffen in Paris auf die ersten Übungen der multinationalen Ukraine-Truppe verständigt. Sie wird zur Unterstützung der Ukraine im Fall eines Waffenstillstands mit Russland aufgebaut. Merz sprach vage davon, dass man bereit sei, bei den Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem Waffenstillstand eine "wichtige Rolle" zu spielen - in enger Zusammenarbeit mit den USA.

16.40 Uhr: Chef von großem ukrainischem Rüstungskonzern tritt zurück

Der Chef des staatlichen ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom, Herman Smetanin, ist zurückgetreten. Dies geschah eine Woche nach einem russischen Angriff auf ein Lager des Unternehmens in der Region Kiew, der Explosionen mit mehreren Todesopfern auslöste.

Präsident Selenskyj hatte nach dem russischen Angriff vom 6. Juli erklärt, dass Verantwortliche des Rüstungskonzerns zur Rechenschaft gezogen würden. Der Staatskonzern vereint rund 100 Waffenhersteller des Landes. Die ukrainische Rüstungsindustrie ist während des Kriegs stark gewachsen; die jährliche Produktionskapazität wird inzwischen auf rund 50 Milliarden Dollar geschätzt.

16.20 Uhr: Ukrainisches Parlament nimmt Rücktritt von Ministerpräsidentin Swyrydenko an

Das ukrainische Parlament hat den Rücktritt von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko angenommen. Die 40-jährige Ökonomin legte ihr Amt nach einem Jahr auf Bitten von Präsident Wolodymyr Selenskyj nieder. Mit dem Ausscheiden Swyrydenkos tritt am Dienstag verfassungsgemäß die gesamte Regierung zurück.

Selenskyj begründete die Regierungsumbildung kaum und erklärte lediglich, die Ukraine ändere ihren politischen Kurs und benötige neues Personal. Swyrydenko hatte das Amt vor einem Jahr übernommen, nachdem ein Korruptionsskandal die ukrainische Führung erschüttert hatte. Kritiker warfen ihr vor, nicht entschlossen genug gegen Bestechlichkeit vorgegangen zu sein. Einige Abgeordnete äußerten im Parlament Unbehagen über den abrupten Wechsel.

13.55 Uhr: Banken wollen Russland-Garantien von Linde zurück

Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein erster Prozess um millionenschwere Zahlungen im Zusammenhang mit einem gescheiterten Gasprojekt in Russland begonnen. Die Deutsche Bank fordert vom Industriegaskonzern Linde rund 260 Millionen Euro, die als Garantieauszahlung an die Gazprom-Beteiligung RCA geflossen sind. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" sind Klagen weiterer Garantiebanken gegen Linde in Höhe von gut 550 Millionen Euro in München anhängig. 

Hintergrund ist das geplatzte Großprojekt einer Gasverarbeitungsanlage bei St. Petersburg, das Linde und RCA gemeinsam umsetzen wollten. Nach dem Beginn des Ukraine-Krieges stoppte Linde das Projekt, um westliche Sanktionen nicht zu verletzen. Eine Vorauszahlung von 1,2 Milliarden US-Dollar zahlte der Konzern aber nicht zurück, sodass sich die Russen bei den Bürgschaftsbanken schadlos hielten und entsprechende Beträge beschlagnahmten. Laut einer Aufstellung des "Handelsblatts" geht es insgesamt um 1,11 Milliarden Euro Verlust bei den fünf Bürgschaftsbanken Hypovereinsbank, BayernLB, Deutsche Bank, Commerzbank und LBBW. 

13.43 Uhr: Bulgarien will der "Koalition der Willigen" nicht angehören

Der EU- und Nato-Mitgliedstaat Bulgarien hat eine Teilnahme an der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine abgelehnt. "Der Platz von Bulgarien ist nicht dort", sagte der neue bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew in Paris einem Bericht des Bulgarischen Nationalen Fernsehens BNT zufolge. Er habe eine Einladung von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zur Beteiligung an einer "Koalition der Willigen" erhalten, Bulgarien nehme aber nicht an einer Koalition teil, die auf eine Fortsetzung der finanziellen und militärischen Hilfe für die Ukraine bestehe, erläuterte Radew.

Zum Ukrainekrieg sagte der frühere Kampfjetpilot und Chef der bulgarischen Luftstreitkräfte Radew: "Die Lösung dieses Konflikts ist nicht in seiner Verlängerung mit militärischen Mitteln, sondern in einer starken diplomatischen Mission, die ein Ende der Eskalation setzt." 

13.28 Uhr: Kreml - Ohne Russland keine Sicherheitsgarantien für Ukraine

Der Kreml hat Sicherheitsgarantien für die Ukraine ohne russische Beteiligung eine Absage erteilt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow reagierte damit auf eine Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Dessen Kommentar verdeutliche die "festgefahrene Position" der europäischen Regierungen in dem Konflikt, so Peskow. Merz hatte am Montag gesagt, die Frage von Sicherheitsgarantien solle von der Ukraine und ihren Partnern entschieden werden, nicht von Russland.

"Es ist unmöglich, Sicherheitsgarantien ohne die Beteiligung Russlands zu formulieren", sagte Peskow vor Journalisten. Sollten die Europäer auf dieser Haltung bestehen, schließe dies eine Beteiligung europäischer Länder am Prozess zur Beendigung des Konflikts vollständig aus. Die Ukraine fordert von westlichen Staaten Garantien, um sie vor möglichen zukünftigen Angriffen Moskaus zu schützen.

13.24 Uhr: Stromausfälle in Sewastopol nach ukrainischen Angriffen

Nach Angriffen der Ukraine auf die von Russland kontrollierte Halbinsel Krim ist in der Großstadt Sewastopol stundenlang der Strom abgeschaltet worden. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, gibt es vorerst nur noch für zwei Stunden Strom, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen. "Ich verstehe, wie schwierig dies ist", schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram. Man tue "alles in unserer Macht stehende, um die Lage zu stabilisieren". Zugleich rief Raswoschajew die Bevölkerung auf, auf Geräte mit hohem Stromverbrauch zu verzichten.

Zu Beginn der Urlaubssaison war zudem der Treibstoff in der Schwarzmeer-Region knapp geworden und wird rationiert. Ende Juni wurde für die Krim und Sewastopol der Ausnahmezustand ausgerufen. Die Behörden schlossen alle Ferienlager und setzten den Tourismus bis zum 1. September aus. Die Ukraine zielt mit ihren Schlägen auf Energie- und Logistikinfrastruktur darauf ab, Moskaus Kontrolle über die Halbinsel zu schwächen.

12.56 Uhr: Ukraine im Fokus von Macrons letzter Parade in Paris

Mit seiner letzten Militärparade zum französischen Nationalfeiertag zum Ende seiner zweiten Amtszeit wollte Präsident Emmanuel Macron Zeichen der Unterstützung der Ukraine setzen. An der Spitze der Parade auf den Pariser Champs-Élysées marschierten 500 Soldaten aus Mitgliedsländern der sogenannten Koalition der Willigen, die das von Russland angegriffene Land unterstützen, darunter auch deutsche Soldaten. Die Kunstflugstaffel "Patrouille de France" wurde von zwei Mirage-Kampfjets mit französisch-ukrainischer Besatzung begleitet.

Auf der Ehrentribüne wohnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj der Parade bei, zusammen mit rund 30 weiteren Staats- und Regierungschefs der Koalition der Willigen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz gehörte zu den Ehrengästen. Am Vorabend hatte die von Frankreich und Großbritannien angeführte Koalition der Willigen bei einem Treffen in Paris ihren Willen zur weiteren militärischen Unterstützung der Ukraine bekräftigt.

11.28 Uhr: EU treibt Beitrittsverhandlungen mit Ukraine voran

Die EU treibt die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine voran. Bei einem Treffen von Vertretern beider Seiten wurden in Brüssel Gespräche zum Themenbereich Außenbeziehungen aufgenommen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. In ihnen geht es zum Beispiel um die Handelspolitik sowie die Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Der deutsche Europastaatsminister Gunther Krichbaum (CDU) sagte am Rande der Beitrittskonferenz, es gelte, das positive Momentum zu nutzen. Vor der Ukraine liege noch ein langer Weg, die Bundesregierung setze sich aber weiter für eine stufenweise Integration mit einer sogenannten assoziierten Mitgliedschaft als Zwischenstufe ein. Dies bedeute, dass die Ukraine zum Beispiel eine Beobachterrolle im Rat der Mitgliedstaaten und im Europäische Parlament bekommen könnte.

11.20 Uhr: Ukraine - Russen haben nahe Odessa ziviles Schiff angegriffen

Russische Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ein ziviles Schiff nahe dem Schwarzmeerhafen Odessa angegriffen. Das teilte der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletentschuk, der Nachrichtenagentur Reuters mit. Verletzte gab es demnach nicht.

11.09 Uhr: Ukraine - Haben mit Drohnen elf russische Schiffe getroffen

Bei ukrainischen Drohnenangriffen wurden im Asowschen Meer nach Angaben aus Kiew elf russische Schiffe getroffen. Unter den Zielen seien fünf Tanker, fünf Frachtschiffe und ein Schlepper gewesen, teilt der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, via Telegram mit. Damit steige die Zahl der in den vergangenen neun Tagen getroffenen Schiffe auf 116.

10.54 Uhr: Ukrainische Luftwaffe meldet Abwehr mehrerer russischer Raketen

Die ukrainische Luftwaffe hat mitgeteilt, dass fünf von acht während der Nacht anfliegenden Raketen der Typen Iskander und S-400 abwehrt worden seien. Auch zwei Marschflugkörper Ch-59/69 und 108 von 135 Drohnen seien abgefangen worden. Es war das erste Mal seit fast zwei Wochen, dass die Ukraine berichtete, ballistische Raketen Russlands gestoppt zu haben. Sie gelten als schwieriger abzufangen als Drohnen oder Marschflugkörper. Bei Luftangriffen in den Tagen zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe aus Munitionsmangel keine ballistischen Raketen aus Russland abschießen können. 

10.24 Uhr: Polen kündigt erste Manöver der "Koalition der Willigen" an

Erste Militärmanöver der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine sollen in diesem Herbst in Polen stattfinden. Das kündigte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk in Paris an, nachdem die Staatengruppe am Vortag in der französischen Hauptstadt getagt hatte. Tusk nannte Truppen aus Frankreich und Großbritannien als internationale Teilnehmer. Die polnischen Streitkräfte seien Teilnehmer und Gastgeber. Die Manöver sollten die Koalition auf "konkrete Sicherheitsgarantien für die Ukraine, aber auch für die Region vorbereiten", sagte Tusk.

Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz sagte, sein Land sei auch zu einer ständigen Stationierung von Truppen aus Frankreich und Großbritannien bereit. Frankreichs Präsident Macron hatte am Montag erstmals von gemeinsamen Übungen gesprochen. Die sogenannte Koalition der Willigen plant eine multinationale, von Europa geführte und von den USA unterstützte Truppe. Sie soll nach einem Ende des Krieges helfen, die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten.

09.15 Uhr: Nach Angriffen im Asowschen Meer prüft Russland neue Frachtrouten

Wegen zunehmender ukrainischer Angriffe im Asowschen Meer erwägt Russland eine Umleitung seiner Frachttransporte. Das Verkehrsministerium in Moskau teilte mit, Güter von Frachtschiffen könnten auf andere Verkehrsmittel und Routen verlagert werden. Zugleich ergreife man alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit der Schiffe in dem Gewässer zu gewährleisten. Das Landwirtschaftsministerium betonte, die verstärkten Angriffe auf Frachter würden weder die russischen Exportkapazitäten noch die Versorgung des heimischen Lebensmittelmarktes beeinträchtigen.

07.48 Uhr: Ukraine attackiert russische Raffinerie nahe dem Uralgebirge

Die Ukraine hat in der Nacht eine Raffinerie in der russischen Teilrepublik Baschkortostan in der Nähe des Uralgebirges angegriffen. Republikchef Radij Chabirow bestätigte bei Telegram eine massive Attacke auf das Industriegebiet in Salawat. "Es gibt einige Rauchherde, die durch das Herabstürzen von Drohnentrümmern hervorgerufen wurden", schrieb er. Tote und Verletzte gab es seinen Angaben nach nicht. Die Feuerwehr sei beim Löschen. Salawat liegt mehr als 1.400 Kilometer von der Front entfernt. Die zum Ölkonzern Gazpromneft gehörende Raffinerie wurde sie bereits im September 2025 zweimal angegriffen.

Die Ukraine hat in den letzten Monaten ihre Angriffe auf Objekte der Ölindustrie in Russland verstärkt. Die Folgen sind deutlich spürbar. Die Ölverarbeitung ist auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren gefallen. Viele Tankstellen sind leer, andere geben Treibstoff nur noch in begrenzten Mengen aus. Autofahrer müssen lange anstehen, um überhaupt tanken zu können.

07.34 Uhr: Drohnentrümmer lösen Brand in russischer Ölraffinerie aus

In der südrussischen Region Krasnodar haben herabstürzende Drohnentrümmer nach Angaben der örtlichen Rettungsdienste einen Brand in einer Ölraffinerie ausgelöst. Die herabfallenden Trümmer beschädigten demnach auch mehrere Privathäuser, einen Wohnblock sowie ein Gebäude an einem Bahnübergang. Eine Person sei verletzt worden, hieß es weiter.

06.29 Uhr: Merz und weitere Staats- und Regierungschefs bei Militärparade in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und zwei Dutzend weitere Staats- und Regierungschefs sollen am Dienstag in Paris der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beiwohnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Spitzenvertreter der Partnerländer in der Pro-Ukraine-Koalition zu den Feierlichkeiten am 14. Juli eingeladen. Etwa 500 Soldaten aus Ländern, die zur sogenannten Koalition der Willigen zählen, sollen bei der Parade mitmarschieren. 

Zu ihnen zählen auch 21 Bundeswehrsoldaten des Artilleriebataillons 295 aus Stetten am kalten Markt, welches der Deutsch-Französischen Brigade untersteht. Auch vier Flugzeuge der Bundeswehr fliegen bei der Flugschau mit: ein Eurofighter, eine A400M und zwei C-130J. Insgesamt marschieren 6800 Teilnehmer zu Fuß mit. Es ist für Macrons der letzte Nationalfeiertag im Amt, im Frühjahr 2027 stehen Präsidentschaftswahlen an. 

02.15 Uhr: Russland greift Kiew und weitere ukrainische Städte an

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Raketen angegriffen. Nach Angaben ukrainischer Behörden brachen dabei in mehreren Stadtteilen Brände aus. Im Bezirk Holosiivskyi gerieten demnach zwei Lagerhallen in Brand. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass außerdem Autos brannten, nachdem Trümmer abgeschossener Drohnen in einem östlichen Vorort niedergegangen waren. Zunächst wurden aus Kiew keine Opfer gemeldet.

Auch andere Regionen der Ukraine waren Ziel von Angriffen. In Saporischschja wurden nach Angaben der Rettungsdienste bei einem Drohnenangriff elf Menschen verletzt. Der Gouverneur der Region Charkiw berichtete von sechs Verletzten. Eine Stellungnahme aus Russland lag zunächst nicht vor.

00.29 Uhr: Explosionen nach Luftalarm in Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist erneut zum Ziel russischer Raketenangriffe geworden. Kurz nach Mitternacht waren in Kiew mehrere Explosionen zu hören, wie ein AFP-Journalist berichtete. Die Luftwaffe hatte zuvor gewarnt, es seien mehrere Raketen auf die ukrainische Hauptstadt abgefeuert worden. Nachdem die Alarmsirenen ertönten, waren sechs Explosionen zu hören. Im Bezirk Holosijiwskyj im Süden der Stadt brach ein Feuer aus. 

"Der Feind greift Kiew mit ballistischen Raketen an", erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Die Luftabwehrsysteme seien aktiviert worden. 

Dienstag, 14. Juli 2026

23.45 Uhr: Russland – Acht Tote durch ukrainische Drohnenangriffe in Donezk

Bei ukrainischen Drohnenangriffen in den von Russland kontrollierten Teilen der Region Donezk wurden nach russischen Angaben acht Menschen getötet. Darunter befinde sich eine vierköpfige Familie, teilt der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Vier weitere Menschen seien ums Leben gekommen, als ihre Fahrzeuge von Drohnen getroffen wurden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

21.18 Uhr: Ukraine darf französische Raketen produzieren – Paris liefert Kampfjets

Frankreich erlaubt der Ukraine die Produktion französischer Marschflugkörper, Präzisionsbomben und Flugabwehrraketen. Darauf einigten sich Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Kollege Wolodymyr Selenskyj, wie Macron nach dem Treffen von rund 25 Staats- und Regierungschefs in Paris mitteilt. Zudem bestellt die Regierung in Kiew 16 französische Rafale-Kampfjets, die bis spätestens 2029 einsatzbereit sein sollen, sowie Luftabwehrsysteme der neuesten Generation. Damit erteilt Frankreich der Ukraine erstmals Lizenzen für die Rüstungsproduktion. Die Verbündeten der Ukraine planen zudem Militärübungen in den Nachbarländern, erklärt Macron weiter.

21.16 Uhr: Selenskyj wirbt für neue ukrainische Flugabwehrrakete

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat für die Schaffung eines neuen europäischen Flugabwehrsystems zur Abwehr russischer ballistischer Raketen innerhalb von zwölf Monaten geworben. "Wir haben in der Ukraine eine (Flugabwehr-)Rakete, doch das ist nur Teil eines Systems", sagte der Staatschef bei einem Auftritt in Paris im Rahmen der sogenannten Koalition der Willigen. Eine Massenproduktion werde günstig sein, versprach er. Vorher hatte Selenskyj die Europäer zur Lieferung von Radaren und "anderen kritisch wichtigen Komponenten" aufgefordert.

20.12 Uhr: Europäische Schutztruppe plant Übungen in Nachbarstaaten der Ukraine

Die geplante internationale Schutztruppe für die Ukraine soll demnächst erstmals Militärmanöver in den Nachbarstaaten der Ukraine abhalten. "Wir haben heute entschieden, dass in den kommenden Monaten Militärübungen stattfinden sollen", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris. Ziel sei es, "zu demonstrieren, dass wir bereit, entschlossen und glaubwürdig sind, zu Land, in der Luft und zur See", betonte er. Diese "Rückversicherungstruppe" sei "rein defensiv" und solle im Fall eines Waffenstillstandes eingesetzt werden, sagte Macron.

19.58 Uhr: Tote nach ukrainischen Drohnenattacken in besetzten Gebieten

Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden in den russisch besetzten Gebieten der Ost- und Südukraine mindestens sieben Zivilisten getötet worden. Weitere 18 seien verletzt worden, teilten die von Moskau eingesetzten Gebietsverwaltungen bei Telegram mit. Der Großteil der Angriffe galt demnach Lastkraftwagen und Autos. Unter den Toten sind demnach ein Lkw-Fahrer und die Fahrer von zwei Autos. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

19.39 Uhr: EU-Außenministern gelingt keine Einigung auf Russland-Paket

Die EU-Staaten haben bei einem Außenministertreffen in Brüssel keine Einigung auf ein neues großes Paket mit Russland-Sanktionen erzielen können. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte im Anschluss an die Beratungen, sie bedauere dies. Man sei aber "recht nah" an einer Verständigung. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten beraten bereits seit Wochen über Vorschläge der Kommission für neue Strafmaßnahmen, die Russlands Kriegsführung gegen die Ukraine weiter erschweren sollen. Die Pläne sehen unter anderem weitere Maßnahmen gegen den russischen Finanz- und Energiesektor sowie ein Einreiseverbot für russische Soldaten vor.

18.16 Uhr: Neues Bündnis für Raketenabwehr – Europa stärkt Ukraine

Die Ukraine und neun weitere Länder wollen Europa gemeinsam vor Angriffen mit ballistischen Raketen schützen. Die ukrainische Regierung und neun europäische Unterstützerländer der Ukraine gaben die Vereinbarung im Rahmen von Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekannt. Selenskyj und die Staats- und Regierungschefs Dänemarks, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, der Niederlande, Norwegens, Spaniens, Schwedens und Großbritanniens sprachen von einer "wachsenden Bedrohung durch ballistische Raketen". Diese gelten als schwieriger zu stoppen als Marschflugkörper oder Drohnen.

In einer Mitteilung hieß es: "Unser Ziel ist es, eine gemeinsame Fähigkeit zur Abwehr ballistischer Raketen für Europa aufzubauen." Die Ländergruppe will dabei auf die Erfahrungen Kiews im Abwehrkampf gegen Russland zurückgreifen. "Angesichts der ballistischen Bedrohung treffen wir eine klare Entscheidung: Wir schützen die Ukraine, stärken unsere gemeinsame Sicherheit und bauen ein Europa der Verteidigung auf", sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach der Gründung der rein defensiven Koalition gegen ballistische Raketen.

Im Video: Ukraine und Europa vor ballistischen Raketen schützen

Die Ukraine und neun weitere Länder wollen Europa gemeinsam vor Angriffen mit ballistischen Raketen schützen.
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Die Ukraine und neun weitere Länder wollen Europa gemeinsam vor Angriffen mit ballistischen Raketen schützen.

17.29 Uhr: Wadephul – Behalten uns weitere Schritte gegen Russland vor

Nach der Einbestellung des russischen Botschafters in das Auswärtige Amt wegen russischer Cyberangriffe hat Außenminister Johann Wadephul weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen. "Wir nehmen Russlands schädliches Verhalten nicht hin", sagte der CDU-Politiker in Brüssel. "Russlands Geheimdienst FSB hat Angriffe gegen Deutschland, die Ukraine und viele weitere EU-Partner zu verantworten." Daher habe er die Einbestellung des russischen Botschafters veranlasst. "Und ich sage ganz klar: Wir behalten uns auch weitere Schritte vor."

16.40 Uhr: Wadephul reist nach Norwegen und Finnland - Ostflanke stärken

Außenminister Johann Wadephul reist zu Gesprächen nach Norwegen und im Anschluss nach Finnland. Vor seiner Abreise aus Brüssel bezeichnet er Norwegen als unverzichtbaren Sicherheits-, Werte- und Wirtschaftspartner Deutschlands. Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine müsse die Nato ihre Abschreckung und Verteidigung an der Nord- und Ostflanke neu ausrichten. Wadephul verweist zudem auf wachsende russische und chinesische Aktivitäten in der Arktis. In Norwegen will der Minister unter anderem das operative Hauptquartier der norwegischen Streitkräfte in Reitan besuchen.

14.25 Uhr: Russland bestellt deutschen Botschafter ein

Der deutsche Botschafter Alexander Graf Lambsdorff ist ins russische Außenministerium einbestellt worden. Das Ministerium informierte in den sozialen Netzwerken über die Einbestellung, nannte aber keinen Grund. Lambsdorff, der immer wieder den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine kritisiert hatte, verabschiedet sich an diesem Dienstag aus Moskau, um seinen neuen Posten als Botschafter in Israel anzutreten. Neuer deutscher Botschafter in Russland wird Clemens von Goetze.

14.10 Uhr: Ukraine stellt Verbündeten neues Raketenabwehrprogramm vor

Die Ukraine stellt ihren europäischen Verbündeten bei einem Treffen am Montag in Paris ein neues Programm zur Abwehr ballistischer Raketen vor. Dies teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit. Es sei das erste Treffen auf Ebene von Staats- und Regierungschefs, nationalen Sicherheitsberatern und Rüstungsunternehmen, die einen konkreten Beitrag zum Aufbau eines neuen Raketenabwehrsystems leisten können, erklärt Selenskyj. Das Land versucht, seinen Luftraum besser gegen russische Raketenangriffe zu schützen.

12.15 Uhr: EU verhängt Sanktionen gegen Russland wegen Cyberangriffen

Die Europäische Union verhängt wegen mutmaßlicher russischer Cyberangriffe Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen. Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen Offiziere des russischen Militärgeheimdienstes GRU, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilt. Die EU verurteile die böswilligen Cyberaktivitäten Russlands, die auf die Europäische Union, ihre Mitgliedstaaten und internationale Partner abzielten, erklärt Kallas. Wegen der Angriffe werden die russischen Botschafter in Berlin und Paris einbestellt.

11.30 Uhr: Ukraine meldet Angriffe auf russische Öl-Anlagen

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU meldet erneute Angriffe auf Anlagen der russische Öl-Infrastruktur. In der Nacht seien ein Öllager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol sowie drei Lagertanks an einer Ölverladestelle im Hafen Kawkas in der südlichen Schwarzmeer-Region Krasnodar getroffen worden, teilt der SBU mit. Zudem habe die Ukraine zwei russische Patrouillenboote im Schwarzen Meer sowie Autofähren in Kertsch im Osten der von Russland annektierten Halbinsel Krim und im Hafen Kawkas attackiert. Der russische Gouverneur von Stawropol bestätigt einen Angriff auf eine Industrieanlage in der Region. Angaben zum genauen Ziel des Angriffs macht er jedoch nicht. Die verstärkten Angriffe der Ukraine auf die russische Ölindustrie haben in Russland zu massiven Treibstoffengpässen geführt.

11.15 Uhr: Auswärtiges Amt protestiert gegen russische Cyberangriffe

Das Auswärtige Amt bestellt den russischen Botschafter in Berlin ein, um gegen Cyberangriffe zu protestieren. "Cyberangriffe gegen (Deutschland), EU-Partner und die (Ukraine) sind inakzeptabel", teilt das Ministerium auf der Plattform X weiter mit: "Wir beantworten sie entschlossen, auch mit zusätzlichen Sanktionen." Die EU bringe dafür entsprechende Maßnahmen auf den Weg, heißt es weiter.

10.55 Uhr: Wadephul will Druck auf Russland erhöhen

Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert, den Druck der Europäischen Union auf Russland weiter zu erhöhen. Er erwarte, "dass wir uns in dieser Woche auf ein 21. Sanktionspaket verständigen sollten", sagt Wadephul vor Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Es werde jetzt vor allem ein Ölpreisdeckel gebraucht. "Das ist ein sehr wirkungsvolles Instrument", betont Wadephul. "Ich bin zuversichtlich, dass das in dieser Woche gelingt."

09.26 Uhr: Tussischer Geheimdienst will ukrainische Anschläge vereitelt haben

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben eine Reihe geplanter ukrainischer Drohnenangriffe auf zwei Luftwaffenstützpunkte tief in Russland vereitelt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf eine Erklärung des FSB meldet, sollen ukrainische Geheimdienste Angriffe auf die Stützpunkte Schagol im Ural und Ukrainka im Fernen Osten geplant haben. Die mutmaßlichen Täter seien festgenommen worden. Demnach habe die Ukraine Ballons und Drohnen genutzt, um Behälter mit weiteren Drohnen in die russische Grenzregion Brjansk zu transportieren. Von dort aus hätten diese zu den beiden Zielorten gebracht werden sollen. Vor einem Jahr hatte die Ukraine russische Luftwaffenstützpunkte tief im Landesinneren angegriffen und dabei nach US-Angaben rund zehn russische Militärflugzeuge zerstört. Unter den Zielen befand sich damals demnach auch der Stützpunkt Ukrainka.

08.17 Uhr: EU-Sanktionen gegen Russland sollen ausgeweitet werden - aber noch keine Einigung

Die Staaten der Europäischen Union haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas noch nicht auf das geplante 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Es gebe noch offene Fragen, sagt Kallas vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Sie hoffe jedoch, dass die Mitgliedstaaten sich bei den anstehenden Beratungen darauf verständigen könnten, 250 weitere russische Personen und Einrichtungen auf die Sanktionsliste zu setzen. Dies wäre die größte Zahl an Einzelpersonen und Organisationen, die die EU auf einen Schlag auf die Liste setzen würde.

07.40 Uhr: Feuer nach Attacke auf südrussische Region Stawropol

Aus der südrussischen Region Stawropol werden Drohnenangriffe gemeldet. Der dortige Gouverneur Wladimir Wladimirow teilte auf Telegram mit, dass infolge der Angriffe ein Feuer in einem Industriegebiet ausgebrochen sei. Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

07.31 Uhr: Russland - drei Menschen sterben bei Drohnenangriff auf Moskau

Bei einem Drohnenangriff in der Region Moskau sind nach russischen Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei dem Vorfall in Istra verletzt worden, erklärte der örtliche Gouverneur Andrej Worobjow am Montag im Onlinedienst Telegram. Zwei weitere Menschen seien zudem in einem anderen Teil der Region verletzt worden. Die russische Luftabwehr schoss laut Worobjow 81 Drohnen über der Region ab. 

06.06 Uhr: Merz bei Gipfeltreffen der Pro-Ukraine-Koalition in Paris

Die sogenannte Koalition der Willigen aus westlichen Unterstützerländern der Ukraine kommt heute zu Beratungen in Paris zusammen. Bei den Gesprächen des von Frankreich und Großbritannien angeführten Bündnisses zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine soll es nach Angaben des französischen Präsidenten Emmanuel Macron unter anderem um das Thema Raketenabwehr und mögliche gemeinsame Militärmanöver gehen. 

Etwa zwei Dutzend Staats- und Regierungschefs wollen in der französischen Hauptstadt zusammenkommen. Die Bundesregierung hat die Teilnahme von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bestätigt. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird bei den Beratungen in Paris dabei sein.

Montag, 13. Juli 2026

18.31 Uhr: Opferzahlen nach ukrainischer Attacke auf Enerhodar steigen

Bei ukrainischen Angriffen auf die von russischen Truppen besetzte Stadt Enerhodar in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischschja steigt die Zahl der Opfer weiter. Nach russischen Angaben kamen insgesamt mindestens sieben Menschen ums Leben. Weitere vier Bewohner der Stadt seien verletzt worden, sagten Alexej Lichatschow, Leiter der russischen Atombehörde Rosatom, sowie der von Moskau eingesetzte regionale Gouverneur Jewgenij Balizkij. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

16.50 Uhr: Vier Tote bei ukrainischem Angriff nahe Saporischschja

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die von Russland kontrollierte Stadt Enerhodar sind russischen Angaben zufolge vier Menschen getötet worden. Vier weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. In Enerhodar liegt das Atomkraftwerk Saporischschja. Die Stadt war wenige Wochen nach Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 unter russische Kontrolle gefallen.

14.11 Uhr: Selenskyj will Ministerpräsidentin austauschen

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat eine größere Regierungsumbildung angekündigt. Nach nur einem Jahr im Amt ist auch Schluss für Regierungschefin Julija Swyrydenko. Er begründete dies unter anderem mit einem außenpolitischen Strategiewechsel, um Beziehungen zu Schlüsselpartnern zu stärken. Selenskyj dankte Swyrydenko für ihren Einsatz und kündigte an, ihr einen neuen Posten anzubieten. Er nannte keinen Kandidaten für ihre Nachfolge.

Swyrydenko ist erst seit Juli 2025 als Ministerpräsidentin im Amt. Zuvor war sie Vizeregierungschefin und Wirtschaftsministerin. Als Regierungschefin löste sie Denys Schmyhal ab.

Außerdem will Selenskyj auch die Chefs einiger Strafverfolgungsbehörden austauschen.

10.26 Uhr: Ukraine - 14 weitere russische Schiffe angegriffen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben am Sonntag 14 russische Schiffe angegriffen, darunter zehn Tanker. Der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, erklärte auf Telegram, unter den Zielen seien auch vier Fähren gewesen. In den vergangenen sieben Tagen seien insgesamt 90 russische Schiffe getroffen worden.

Russischen Angaben zufolge traf eine ukrainische Drohne einen Tanker bei der Einfahrt in den Kanal zwischen Asowschem Meer und Schwarzem Meer. Das dadurch ausgelöste Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden, teilte der Gouverneur der russischen Region Rostow, Juri Sljusar, auf Telegram mit. Da das Schiff leer gewesen sei, habe keine Gefahr einer Ölpest bestanden.

08.48 Uhr: Ukraine - Haben Ölraffinerie in Samara angegriffen

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur fortgesetzt. Das ukrainische Militär teilte mit, in der Nacht zum Sonntag sei eine Ölraffinerie in der russischen Region Samara angegriffen worden.

01.32 Uhr: Selenskyj will nach Explosion von Waffenlager Manager zur Rechenschaft ziehen

Nach den tödlichen Explosionen in einem Wohngebiet nahe Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angekündigt, Verantwortliche in der staatlichen Rüstungsindustrie zur Rechenschaft zu ziehen.

Bei einem russischen Angriff auf ein Waffenlager in der Kleinstadt Wyschnewe und den anschließenden Explosionen waren in dieser Woche zehn Menschen getötet worden. Hunderte Häuser wurden beschädigt.

Selenskyj erklärte, eine Untersuchung habe ergeben, welche Manager des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom die Nutzung des Lagergebäudes in dem Wohngebiet genehmigt hätten. Dies stelle einen Verstoß gegen das Gesetz und militärische Anordnungen dar. Die Verantwortlichen müssten sich nun dafür verantworten.

00.04 Uhr: Klitschko - Russische Angriffe mit ballistischen Raketen "schlimmer als je zuvor"

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sieht in den schweren russischen Luftangriffen der vergangenen Tage eine weitere Eskalation des Ukraine-Kriegs durch Moskau. "So etwas habe ich seit Kriegsbeginn noch nicht erlebt. Die Angriffe mit russischen ballistischen Raketen sind schlimmer als je zuvor", sagte er der "Bild am Sonntag".

Innerhalb einer Woche griff das russische Militär Kiew dreimal massiv aus der Luft an. Dabei kamen neben Drohnen auch Marschflugkörper und ballistische Raketen zum Einsatz. Nach ukrainischen Angaben wurden Dutzende Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Zahlreiche Wohnhäuser in der Hauptstadt wurden beschädigt oder zerstört.

Klitschko zeigte sich überzeugt, dass die von Kremlchef Wladimir Putin betriebene Eskalation auch auf die neue Stärke der Ukraine auf dem Schlachtfeld zurückzuführen sei. Putin stehe so unter Druck, "dass er jetzt offenbar Kiew kaputt bomben will, bevor der Winter beginnt", sagte der frühere Box-Weltmeister.

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