Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick
- 15 Tote bei Luftangriff auf Einkaufszentrum (21.20 Uhr)
- Russische Drohnen töten zwei Frauen in der Ostukraine (08.46 Uhr)
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Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
21.20 Uhr: Inzwischen 15 Tote in Dnipro
Die Behörden verzeichnen inzwischen 15 zivile Opfer des russischen Drohnenangriffs auf ein Einkaufszentrum im zentralukrainischen Dnipro, der Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Zahl der Verletzten habe sich auf 130 erhöht, unter ihnen 23 Kinder.
Nach ukrainischen Angaben verlief der Angriff in zwei Phasen: Eine halbe Stunde nach dem ersten Angriff sei ein zweiter Angriff gefolgt, "der auf die Rettungskräfte abzielte". Es habe sich bei dem getroffenen Gebäude um das "größte Einkaufszentrum der Stadt" gehandelt.
18.47 Uhr: Opferzahl in Dnipro erhöht sich auf sechs
Nach dem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in Dnipro hat sich die Zahl der Todesopfer auf sechs erhöht.
17.40 Uhr: Russische Drohnen töten fünf Menschen in Einkaufszentrum
Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Großstadt Dnipro sind laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen getötet worden. Außerdem sprechen die Behörden von 91 Verletzten, von denen 21 Personen schwerste Verletzungen erlitten hätten.
Nach Angaben von Regionalgouverneur Olexandr Hanscha standen mehrere Geschäfte im Inneren des Einkaufszentrums in Flammen. Russland habe "den größten Einkaufskomplex der Stadt" mit Drohnen angegriffen, teilte Militärverwaltungschef Olexandr Wilkul mit.
17.30 Uhr: Politikwissenschaftler - Mangel an Abwehrraketen schwächt die Ukraine
Der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott von der Universität Innsbruck attestiert der Ukraine weiter einen hohen Widerstandswillen – sieht aber massive Probleme. Er nannte vor allem die fehlende Luftabwehr gegen ballistische Raketen, mit denen Russland oft angreift, als Schwachstelle. "Dafür fehlen der Ukraine schlichtweg die Abwehrraketen", sagte er bei BR24 TV im BR Fernsehen und bezog sich auf amerikanische Patriot-Systeme.
Pro Jahr würden nur rund 640 Patriot-Abfangraketen produziert. Nach dem hohen Verbrauch durch die USA, die Golfmonarchien und Israel im Irankrieg gehe die neue Produktion zuerst an die amerikanischen Streitkräfte und deren Verbündete. Westeuropäische Staaten hätten schon sehr viele Abfangraketen an die Ukraine abgegeben. „Es ist schlichtweg nichts mehr da“, so Mangott. Dagegen sei die Ukraine bei der Abwehr von Drohnen und Marschflugkörpern erfolgreich.
Politikwissenschaftler: Mangel an Abwehrraketen schwächt die Ukraine
11.56 Uhr: Russland hat im Juli und August 52 zivile Schiffe angegriffen
Nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums hat Russland im Juli und in der ersten Augusthälfte 52 zivile Schiffe angegriffen. Darunter befinden sich Schiffe, die Lebensmittel und andere Fracht von oder zu ukrainischen Häfen transportieren, sowie Schiffe, die in den Häfen liegen, teilt das Ministerium auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
10.05 Uhr: Mehr als 300 Tankstellen in der Ukraine bei russischen Angriffen beschädigt
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine in den vergangenen sechs Monaten mehr als 300 Tankstellen beschädigt oder zerstört worden. Dies teilt Energieminister Denys Schmyhal im ukrainischen Parlament mit. "Dies sind natürlich erhebliche Verluste für unsere Wirtschaft", sagt er.
Im Audio: Korruptionsskandal in der Ukraine zieht Kreise
Protest von Ukrainern gegen Korruption
09.14 Uhr: Mehrere Festnahmen in Russland wegen mutmaßlicher Anschlagspläne
In Russland haben die Behörden nach eigenen Angaben neun Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne im Auftrag ukrainischer Geheimdienste festgenommen. Acht Personen sollen einen Angriff auf ein Rüstungsunternehmen in der Region Moskau geplant haben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Dabei sollten 35 aus der EU geschmuggelte Sprengstoff-Drohnen zum Einsatz kommen.
Zudem sei in der nordwestlichen Region Murmansk ein Ausländer festgenommen worden, der Regierungsgebäude und strategische Infrastruktur in Moskau ausgespäht haben soll, meldet die Agentur RIA. Der Mann habe versucht, über die Grenze nach Norwegen zu fliehen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. Russland vermeldet regelmäßig die Festnahme mutmaßlicher ukrainischer Agenten.
08.46 Uhr: Russische Drohnen töten zwei Frauen in der Ostukraine
Russland hat mit Drohnenangriffen nahe seiner Grenze im ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden.
07.51 Uhr: Russische Drohnen beschädigen Grenzübergang zu Moldau
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt worden. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert.
07.39 Uhr: Russland fordert von USA mehr Einflussnahme auf Kiew
Russland sieht bei einer möglichen Beilegung des Ukraine-Konflikts vor allem die USA in der Pflicht. Es sei entscheidend, inwieweit Washington seinen Einfluss auf die Regierung in Kiew und deren europäische Unterstützer geltend mache, erklärt der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow in einem Interview mit dem Medienportal News.ru. Zwar zeigten die USA Bereitschaft zu einem "konstruktiven Dialog", neue Vorschläge zur Konfliktlösung müssten jedoch die "Realitäten vor Ort" widerspiegeln.
Freitag, 21. August 2026
22.34 Uhr: Tote nach Angriff auf der annektierten Krim
Bei einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Angaben der Besatzungsbehörden zwei Menschen getötet worden. Weitere drei seien bei der Attacke im Umland der Stadt Simferopol verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Andernorts gebe es einen weiteren Verletzten. Details nannte Aksjonow nicht.
21.34 Uhr: Finnland vermutet Verletzung seines Luftraums durch russisches Flugzeug
Finnland vermutet, dass ein russisches Flugzeug am Donnerstagnachmittag den finnischen Luftraum über dem westlichen Teil des Finnischen Meerbusens verletzt hat. "Jedes mutmaßliche Eindringen" in den eigenen Luftraum werde ernst genommen, weshalb eine Untersuchung eingeleitet wurde, erklärte das finnische Verteidigungsministerium. Demnach ermittelt die finnische Grenzschutzbehörde.
19.59 Uhr: Russische Behörden erlassen Haftbefehl gegen "FAZ"-Journalisten Martens
In Russland ist ein Haftbefehl gegen den Balkankorrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Michael Martens, erlassen worden. Der Journalist werde "gemäß einem Artikel des Strafgesetzbuchs gesucht", hieß es am Donnerstag auf der Website des russischen Innenministeriums. Laut einer von der russischen Nachrichtenagentur Tass befragten Quelle wird Martens "Anstiftung zum Hass" vorgeworfen.
17.00 Uhr: Russland - zwei Frachtschiffe in ukrainischem Hafen getroffen
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau zwei Schiffe im ukrainischen Schwarzmeerhafen Tschornomorsk angegriffen und getroffen. Die Schiffe hätten Munition und militärische Ausrüstung geladen, teilt das Ministerium in Moskau mit.
15.05 Uhr: Selenskyj kritisiert Verbündete nach russischen Angriffen auf Kiew
Bei schweren russischen Luftangriffen auf Kiew und die umliegende Region sind am Donnerstag mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, Russland habe in der Nacht Dutzende Marschflugkörper sowie ballistische Raketen, Hyperschallraketen und 168 Drohnen abgefeuert. Die Luftabwehr fing demnach fast 90 Prozent der Drohnen und die meisten Marschflugkörper ab. Zur Anzahl der gestarteten ballistischen Raketen und zu eventuellen Abschüssen wurden keine Angaben gemacht. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf den Verbündeten vor, durch Verzögerungen bei der Lieferung von Flugabwehrraketen Leben zu gefährden.
14.08 Uhr: Von der Leyen spricht nach Drohnen-Vorfall von "Drohkampagne"
Nach dem Drohnenvorfall in Rumänien hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine "eskalierende Drohkampagne" gegen die Mitgliedstaaten angeprangert. Die "hybride Kriegsführung" verunsichere die Bürgerinnen und Bürger der EU und ziele darauf ab, "unsere Union zu spalten", schrieb von der Leyen in Onlinediensten. Wen sie für den Vorfall verantwortlich macht, erläuterte sie dabei nicht.
13.37 Uhr: Rumänischer Präsident macht Russland für Drohnen-Vorfall verantwortlich
Nach dem Abschuss einer mit Sprengstoff beladenen Marine-Drohne nahe eines Gasfelds im Schwarzen Meer macht der rumänische Präsident Nicusor Dan Russland verantwortlich. Er verurteilte im Onlinedienst X die "Eskalation solcher verantwortungslosen Zwischenfälle durch die Russische Föderation aufs Schärfste". Der Einsatz des rumänischen Kampffliegers sei ein "Rennen gegen die Zeit" gewesen, um das Leben der Arbeiter auf der Offshore-Plattform zu schützen, fügte er hinzu. Nach Angaben der Regierung in Bukarest arbeiten derzeit hunderte Menschen auf dem Gasfeld, dessen Inbetriebnahme für 2027 vorgesehen ist.
13.31 Uhr: Nachbarländer der Ukraine wegen russischen Beschusses alarmiert
Angesichts des heftigen Beschusses der ukrainischen Hauptstadt Kiew durch Russland sind Nachbarländer der angegriffenen Ukraine alarmiert. Die polnische Nachrichtenagentur Pap berichtete, polnische und andere Nato-Militärflugzeuge seien entsandt worden, um den polnischen Luftraum zu bewachen. Das rumänische Verteidigungsministerium teilte mit, eine nicht näher identifizierte Drohne sei in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine abgestürzt und habe Feuer gefangen.
12.52 Uhr: Rumänischer Kampfjet zerstört Marine-Drohne
Ein rumänisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 hat nach Angaben der Regierung in Bukarest eine mit Sprengstoff beladene Marine-Drohne zerstört. Die Drohne sei mehrere hundert Meter vom Gasfeld Neptun Deep im Schwarzen Meer entfernt getroffen worden. Sie sei "mit Sprengstoff beladen" gewesen und stamme nicht aus der Ukraine.
In den vergangenen Monaten hatte es wiederholt Drohnenvorfälle in osteuropäischen Nato-Ländern gegeben. Rumänien registrierte seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast viereinhalb Jahren mehrfach Drohnenüberflüge und auch Abstürze auf seinem Staatsgebiet. Auch Polen und die baltischen Staaten melden regelmäßig ähnliche Vorfälle. Zuletzt hatte außerdem der Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen Besorgnis ausgelöst.
Rumänischer Kampfjet zerstört Sprengstoff-Drohne
11.23 Uhr: Opferzahl nach russischen Angriffen auf Region Kiew weiter gestiegen
Nach dem russischen Raketenangriff in der Nacht zum Donnerstag auf Kiew und Umgebung hat sich die Zahl der getöteten Menschen auf mindestens 14 Menschen erhöht. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt, wie der ukrainische Katastrophenschutz mitteilte. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von etwa 40 Verletzten. Russland habe mit einer Kombination aus ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen, "um der zivilen Infrastruktur so viel Schaden wie möglich zuzufügen“. Die Angriffe trafen ihm zufolge zwölf Orte in mehreren Kiewer Stadtbezirken. Dabei wurden Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt.
11.15 Uhr: Russland meldet Einnahme zweier Ortschaften in Region Donezk
Russische Truppen haben in der ostukrainischen Region Donezk die Ortschaften Mykolajipillja und Matjaschewe eingenommen. Dies meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.
10.19 Uhr: Atomkraftwerk Saporischschja verliert letzte externe Stromleitung
Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist von seiner letzten verbliebenen externen Stromleitung abgeschnitten. Diesel-Notstromgeneratoren übernehmen die Versorgung wichtiger Sicherheitssysteme, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mitteilte. Einer ersten Einschätzung zufolge befindet sich die Schadensstelle am nördlichen Ufer des Dnipro. Wegen militärischer Aktivitäten können Techniker die Ursache des Ausfalls zunächst nicht ermitteln. Russische Truppen hatten das größte Kernkraftwerk Europas mit sechs Reaktoren in den ersten Wochen ihrer Invasion in die Ukraine im Februar 2022 besetzt. Seitdem werfen sich beide Seiten regelmäßig vor, die nukleare Sicherheit zu gefährden.
09.48 Uhr: Ukrainische Getreideexporte per Bahn brechen wegen Hafenblockade ein
Die Getreideexporte der Ukraine auf dem Schienenweg sind in den ersten 18 Augusttagen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen eingebrochen. Sie gingen im Vorjahresvergleich um 77 Prozent auf 342.000 Tonnen zurück, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja mitteilt. Gegenüber dem Vormonat Juli entsprach dies einem Rückgang von 68 Prozent. Zwar nahmen die Transporte zur südlichen Grenzstadt Ismajil und an die Westgrenze zu, dies kann den starken Rückgang bei den Lieferungen an die Häfen von Odessa jedoch nicht ausgleichen.
09.30 Uhr: Drohnentrümmer lösen Brand nahe des russischen Schwarzmeerhafens Taman aus
Drohnentrümmer haben in dem russischen Dorf Wolna nahe dem Schwarzmeerhafen Taman einen Brand in einem Betrieb ausgelöst. Das Feuer wurde Behördenangaben zufolge rasch gelöscht. Verletzte gab es keine. Über den Hafen von Taman werden unter anderem Ölprodukte, Getreide und Kohle umgeschlagen. Die Anlage ist häufig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.
09.06 Uhr: Russland – Angriffe auf Region Kiew mit Raketen und Drohnen
Russland hat die Ukraine in der Nacht mit Dutzenden ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, Hyperschallraketen sowie 168 Drohnen angegriffen. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Luftabwehr fing demnach 145 Drohnen und die meisten Marschflugkörper ab. Keine der ballistischen Raketen konnte jedoch abgefangen werden. Hauptziel des Angriffs war den Angaben zufolge die Region Kiew.
07.59 Uhr: Klitschko – Zwölf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew
Nach den massiven russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Opferzahl erneut nach oben korrigiert worden: Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Klitschko nannte am Morgen nach den nächtlichen Attacken mehrfach eine höhere Zahl der Toten. Die Beseitigung der Folgen dauere an, sagte er. Der Zivilschutz sprach von 34 Verletzten. Russland setzte bei den Luftschlägen zuletzt verstärkt ballistische Raketen ein - in dem Wissen, dass die Ukraine täglich einen Mangel an Flugabwehrraketen beklagt.
Feuer und Verwüstung nach russischen Luftangriffen auf die Region Kiew
06.32 Uhr: Krim-Stadt Sewastopol stellt erneut den Strom ab
In der Großstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist erneut der Strom abgeschaltet worden. Dies sei notwendig, um eine Überlastung der Stromnetze außerhalb der Region zu verringern und einen weitreichenden Ausfall zu verhindern, teilt Gouverneur Michail Raswoschajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Unterbrechung solle einige Stunden dauern. Die von Russland annektierte Halbinsel leidet nach ukrainischen Angriffen auf Energieanlagen bereits seit Wochen unter Stromausfällen und einer Treibstoffkrise. Die Behörden haben deshalb unter anderem den Tourismus in der Region bis September ausgesetzt.
05.29 Uhr: Zahl der Opfer gestiegen – sechs Tote nach russischen Angriffen auf Region Kiew
Die Zahl der Opfer nach den russischen Angriffen auf Kiew und Umgebung in der Nacht zum Donnerstag hat sich nach nach ukrainischen Behördenangaben auf mindestens sechs getötete Menschen erhöht. Bei den "massiven" Angriffen seien Wohngebiete und Lagerhallen getroffen worden, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Es seien Wohngebäude, eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung beschädigt worden.
In Kiew wurden nach Angaben der Militärverwaltung fünf Menschen getötet und 23 weitere verletzt. Bei einem weiteren Angriff im Bezirk Browary in der Region rings um die ukrainische Hauptstadt seien ein Mann getötet und ein weiterer verletzt worden, erklärte der zuständige Gouverneur.
03.38 Uhr: Mindestens drei Tote bei russischem Raketenangriff auf Kiew
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew werden nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens drei Menschen getötet und 20 weitere verletzt. Ein neunstöckiges Wohnhaus stehe in Brand, teilt er mit. Getroffen worden seien auch Lagerhäuser und ein Kinderkrankenhaus. In der umliegenden Region wird ein weiterer Toter gemeldet. Zeugen sprachen von mehr als einem Dutzend Explosionen.
00.51 Uhr: Russland greift Kiew mit Raketen an
Die ukrainische Hauptstadt Kiew wird nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mit russischen Raketen angegriffen. Zeugenaussagen zufolge wurden mehr als ein Dutzend Explosionen gemeldet. Mindestens vier Menschen werden verletzt. Einschläge gibt es demnach in drei Bezirken. Wohn- und Geschäftsgebäude stehen teils in Brand. Zudem seien Menschen in einem Schutzraum eingeschlossen.
00.05 Uhr: Ukraine geht wegen Korruptionsverdachts gegen Bankenvertreter vor
Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Anti-Korruptionsbehörden will die Regierung in Kiew den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj am Abend bei Telegram mit. Die von den Anti-Korruptionsbehörden veröffentlichten Fakten bräuchten eine angemessene Bewertung und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, erklärte er.
Die Anti-Korruptionsbehörden des Landes hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und am Mittwochmorgen über eine "Spezialoperation" informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.
Donnerstag, 20. August 2026
23.37 Uhr: Ukraine - Kiew unter russischem Beschuss
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko erneut Ziel russischer Raketenangriffe geworden. Es habe in zwei Stadtteilen Kiews Treffer auf Nichtwohngebäude gegeben, von denen einige in Flammen stünden, sagte Klitschko. Ein Reuters-Zeuge berichtete, er habe mehr als ein Dutzend Explosionen gehört.
21.43 Uhr: Ukraine - Tote und Verletzte nach Angriff auf Bus in Cherson
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen fahrenden Bus in der ukrainischen Stadt Cherson sind nach ukrainischen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Fünf weitere Passagiere seien bei dem Angriff verletzt worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Zunächst war von vier verletzten Personen die Rede, die ins Krankenhaus gebracht wurden.
Der Gouverneur der Region Cherson, Oleksandr Prokudin, und die ukrainische Polizei veröffentlichten Bilder, auf denen ein Kleinbus mit beschädigten Fensterscheiben und Blutspuren am Boden zu sehen sind. Laut Prokudin konnte der Drohnenlenker "nicht ignorieren, dass er ein ziviles Fahrzeug ins Visier nahm". Dennoch habe er "den Sprengkörper direkt auf das Dach des Busses abgeworfen", schrieb Prokudin im Onlinedienst Telegram.
21.35 Uhr: Nationalpolizei - Tote und Verletzte bei russischem Drohnenangriff
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Russland habe ein Gebäude der Nationalpolizei in Schytomyr attackiert, teilte die Nationalpolizei mit. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen.
21.31 Uhr: Putin zu Kiews Angriffen - Schaden uns, aber keine kritischen Folgen
Kremlchef Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden - auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden.
Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und "Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte", sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als "bescheiden, aber positiv". Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent.
19.11 Uhr: Reparatur von Tschernobyl-Hülle - Bundesregierung will 50 Millionen Euro bereitstellen
Die Bundesregierung will 50 Millionen Euro für die Reparatur der durch einen Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl bereitstellen. Deutschland werde Teil einer dafür notwendigen internationalen Lösung sein, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge bei einem Besuch am zerstörten Atomreaktor. Er sei zuversichtlich, dass der Bundestag dem zustimmen werde, erwarte aber auch, dass weitere Staaten einen Beitrag zur Reparatur leisten.
Nach einem Drohneneinschlag vor rund anderthalb Jahren braucht die Schutzhülle eine umfassende Sanierung. Die Kosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt. Der ukrainische Präsident Selenskyj hatte gesagt, es habe sich um eine russische Drohne gehandelt.
17.20 Uhr: Russland muss Öl importieren
Das ölreiche Russland hat nach den Worten von Vize-Ministerpräsident Alexander Nowak mit dem Import von Kraftstoff begonnen. Zu den Mengen oder Herkunftsländern habe Nowak aber keine Angaben gemacht, meldet die Agentur Tass. Der Politiker wird zudem mit den Worten zitiert, die Regierung gehe davon aus, dass mehrere Ölraffinerien nach planmäßigen Wartungsarbeiten in naher Zukunft den Betrieb wieder aufnehmen würden, was das Angebot verbessern dürfte. Russland ist eigentlich Netto-Exporteur von Kraftstoffen. Zahlreiche ukrainische Angriffe auf Energieanlagen in Russland haben in den vergangenen Monaten aber zu einem Rückgang der Raffinerieproduktion geführt. Dies löste landesweit Engpässe aus. Warum sich Nowak jetzt dazu äußert, ist unklar. Normalerweise werden solche sensiblen Informationen nicht öffentlich.
16.28 Uhr: Korruptionsermittlungen – Selenskyj entlässt Mitarbeiterin
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat offenbar vor dem Hintergrund neuer Korruptionsermittlungen eine Mitarbeiterin seines Büros entlassen. Die stellvertretende Stabschefin Iryna Mudra muss ihren Posten räumen, wie Selenskyj am Mittwoch per Dekret anordnete. Zuvor hatte die ukrainische Antikorruptionsbehörde nach eigenen Angaben die Häuser eines Angehörigen des Präsidialamtes und eines Parlamentsabgeordneten durchsucht.
Die Behörde ermittelt demnach wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit einer millionenschweren Kaution, mit der ein anderer Korruptionsverdächtiger im vergangenen Jahr aus dem Gefängnis befreit wurde. Die nun entlassene Mudra wurde von den Ermittlern nicht namentlich genannt.
13.38 Uhr: Ukraine attackiert offenbar Ölraffinerie in Ufa
Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen im Hinterland attackiert. Eine Drohne habe eine Ölraffinerie in Ufa getroffen, teilte der Gouverneur der Region Baschkortostan, Radij Chabirow, am Mittwoch mit. Ufa liegt etwa 1.300 Kilometer östlich der Grenze zur Ukraine. Die drei Ölraffinerien dort sind bereits mehrfach attackiert worden.
12.30 Uhr: Parlament stimmt Ernennung von Chmara zum Verteidigungsminister zu
Das ukrainische Parlament stimmt der Ernennung von Jewhenij Chmara zum neuen Verteidigungsminister zu. Für den von Präsident Wolodymyr Selenskyj nominierten Kandidaten stimmen 312 Abgeordnete, notwendig sind mindestens 226 Stimmen. Selenskyj hatte Chmara zuvor zum kommissarischen Minister ernannt, nachdem er im Juli den bisherigen Amtsinhaber Mychailo Fedorow entlassen hatte.
Zudem hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Vize-Chefin des Präsidialamtes, Iryna Mudra, entlassen. Kurz zuvor hatten die Antikorruptionsbehörden des Landes mitgeteilt, dass sie Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen eine Gruppe führen, der auch ein stellvertretender Leiter des Präsidialamtes angehört.
11.27 Uhr: Russland und Ukraine tauschen jeweils 103 Kriegsgefangene aus
Russland und die Ukraine haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Es seien jeweils 103 Soldaten übergeben worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. In dem seit viereinhalb Jahren währenden Krieg sind bislang Tausende Kriegsgefangene ausgetauscht worden.
10.04 Uhr: Korruptionsermittlungen in Ukraine vor Votum zu Verteidigungsminister
In der Ukraine haben die Antikorruptionsbehörden am Mittwoch eine Großrazzia gegen Abgeordnete sowie Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj gestartet. Dies geschah wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung im Parlament über den neuen Verteidigungsminister. Mit dem Votum will Selenskyj einen Umbau seines Sicherheitskabinetts abschließen. Die Antikorruptionsbehörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo nannten zunächst keine Details zu den Ermittlungen. Die Razzien erhöhen jedoch den politischen Druck auf Selenskyj. Kurz zuvor hatte der entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow in einer überraschenden Erklärung Wahlen trotz des anhaltenden Krieges gefordert.
09.40 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Bus in Cherson
In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Morgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Olexandr Prokudin auf Telegram mitteilt. Vier weitere Personen seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Prokudin veröffentlicht zudem verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen.
Mittwoch, 19. August 2026
22.30 Uhr: Selenskyj empfängt neuen deutschen Botschafter in Kiew
Der neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodymyr Selenskyj sein Beglaubigungsschreiben überreicht. "Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben", sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskyj dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. "Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran", sagte das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden.
21.46 Uhr: Ukrainischer Ex-Minister Fedorow ruft zu Wahlen im Krieg auf
Der kürzlich entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow fordert in einer aufsehenerregenden Ansprache Wahlen während des Krieges. Die Nation befinde sich in einer Regierungskrise und die Korruption in Kriegszeiten müsse enden, sagt der 35-Jährige in einer auf YouTube veröffentlichten Videoansprache. Es ist die erste derartige Forderung einer bedeutenden ukrainischen politischen Persönlichkeit seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Jahr 2022. Das Gesetz in der Ukraine verbietet die Abhaltung von Wahlen während des Krieges.
20.50 Uhr: Moskau wirft Ukraine Drohnenangriff auf Arbeiter des Atomkraftwerks Saporischschja vor
Moskau hat der ukrainischen Armee vorgeworfen, Arbeiter des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja gezielt mit einer Drohne angegriffen zu haben. Ein "Kernkraftexperte" sei bei dem Angriff getötet worden, 17 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die von Russland eingesetzte Kraftwerksleitung am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Die Drohne habe eine Haltestelle in der Nähe des Kraftwerks getroffen.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, sie sei über die Explosion einer Drohne informiert worden. Die Drohne sei an einer Bushaltestelle explodiert, "die Angestellte nutzten, um zum Atomkraftwerk Saporischschja zu kommen", erklärte die IAEA im Onlinedienst X.
20.40 Uhr: Unternehmen spenden laut Bericht Milliarden für Putins Krieg
Angesichts immer höherer Kosten für den Angriffskrieg gegen die Ukraine sind russische Geldgeber laut einem Medienbericht einem Spendenaufruf gefolgt und haben Milliarden in die Staatskasse gepumpt. Bis Mitte August seien 383,69 Milliarden Rubel (rund 3,9 Milliarden Euro) an freiwilligen Abgaben in den Haushalt geflossen, berichtete die russische Wirtschaftszeitung «Wedomosti». Das sei anderthalbmal so viel wie für das gesamte Jahr 2025. Die Summe übertraf demnach alle Erwartungen. Der Großteil der Mittel sei geflossen, nachdem es im März einen Aufruf gegeben hatte an die Unternehmer, meldete die Zeitung unter Berufung auf das Finanzministerium.
18.40 Uhr: Lawrow – Könnten Großbritannien als Kriegspartei in der Ukraine betrachten
Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt der Agentur Interfax zufolge, Russland habe das Recht, die direkte Beteiligung Großbritanniens an Angriffen auf russisches Territorium als Beteiligung am Krieg in der Ukraine zu betrachten. Seine Äußerungen folgten auf einen Bericht der britischen Zeitung "The Times" vom Samstag, wonach erstmals in Großbritannien hergestellte Drohnen für Fernangriffe gegen Russland eingesetzt worden sein sollen. Die Ukraine wird ebenso wie auch Russland von anderen Ländern in dem Krieg unterstützt. Erst am Montag hatte Lawrow von Soldaten aus Nordkorea gesprochen, die Russland unterstützten.
16.04 Uhr: Belgischer Außenminister muss bei Besuch in Kiew in Luftschutzbunker
Der belgische Außenminister Maxime Prévot hat bei seinem Besuch in Kiew ein Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Andrij Sybiha in einem Luftschutzbunker abhalten müssen. "Wegen russischer Drohnenangriffe auf unsere Hauptstadt haben wir unsere Gespräche unter der Erde im Luftschutzkeller des ukrainischen Außenministeriums geführt - eine tägliche Realität für Millionen Ukrainer", erklärte Sybiha am Dienstag in Onlinediensten.
15.45 Uhr: Wadephul zu Russland - "Werden stets die richtigen Antworten finden"
Bundesaußenminister Johann Wadephul weist Drohungen der russischen Regierung gegen den Westen zurück. "Angesichts der in Russland immer schmerzhafter spürbaren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des erfolglosen Eroberungskrieges gegen die Ukraine versucht der Kreml verzweifelt, die internationalen Unterstützer der Ukraine durch Drohungen und Desinformation unter Druck zu setzen", sagt der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung". "Keine der russischen Aktivitäten wird Erfolg haben. Wir werden stets die richtigen Antworten finden. Wir zeigen europäische Geschlossenheit."
15.35 Uhr: Selenskyj schlägt Chmara als Verteidigungsminister vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schlägt Jewhenij Chmara als neuen Verteidigungsminister vor. Zugleich habe er erklärt, dass Andrij Sybiha Außenminister bleiben solle, teilen Abgeordnete mit. Die Abstimmung im Parlament über die Personalien ist für Mittwoch angesetzt. Chmara führt das Verteidigungsministerium kommissarisch, seit sein Vorgänger Mychajlo Fedorow im Juli entlassen wurde. Dieser Schritt hatte eine politische Krise für Selenskyj ausgelöst.
15.30 Uhr: IAEA - Ein Toter bei Drohnenexplosion nahe AKW Saporischschja
Bei der Explosion einer Drohne an einer Bushaltestelle für Mitarbeiter des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja wird ein Mensch getötet. Mehrere weitere Personen werden verletzt, teilt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit.
13.20 Uhr: Burnham: Großbritannien unterstützt Ukraine weiterhin zu 100 Prozent
Großbritannien wird die Ukraine nach den Worten von Premierminister Andy Burnham weiterhin vollumfänglich gegen die russische Invasion unterstützen. "Großbritannien tut das, was es seit langem angekündigt hat, nämlich die Ukraine zu 100 Prozent gegen diesen von Wladimir Putin geführten illegalen Krieg zu unterstützen", sagt Burnham vor Journalisten. Zuvor warnte Russland die Regierung in London vor Konsequenzen, da Berichten zufolge Drohnen aus britischer Produktion bei Angriffen auf russisches Territorium eingesetzt worden seien. Großbritannien sei kein Partner nur in guten Zeiten und werde der Ukraine in der Stunde der Not beistehen, erklärt der Premierminister weiter.
12.24 Uhr: Selenskyj kündigt Reaktion auf russischen Angriff mit zehn Toten an
Nach einem russischen Raketenangriff mit zehn Toten in der Region Charkiw hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Reaktion angekündigt. Selenskyj sprach auf der Plattform X von einer brutalen Attacke. Sein Mitgefühl gelte den Angehörigen der Opfer.
Bei dem Angriff auf das Dorf Petschenihy seien nach bisherigen Erkenntnissen zehn Zivilisten getötet und 17 weitere verletzt worden, sagte der Chef der Militärverwaltung in Charkiw, Oleh Synjehubow, am Dienstag. Es seien zehn Häuser, ein Postamt, ein Geschäft und mindestens sieben Fahrzeuge beschädigt worden.
12.16 Uhr: Russland meldet fast 800 abgefangene Drohnen
Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag nach Behördenangaben Hunderte Drohnen gegen Ziele in Russland eingesetzt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden 791 ukrainische Drohnen über mehreren russischen Regionen sowie über der völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer abgefangen. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP handelte es sich um den zweitgrößten Drohnenangriff der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland seit Januar 2025.
Mehr als 600 Drohnen seien in Richtung der Region Moskau geflogen, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin. 180 davon seien abgeschossen worden. In der Region Moskau, die die Hauptstadt umgibt, aber nicht einschließt, wurden nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow drei Menschen verletzt.
11.04 Uhr: Schneider in Kiew – Tschernobyl-Hülle muss repariert werden
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Kiew Hilfe bei der Beseitigung der Schäden an der Schutzhülle der Atomruine Tschernobyl zugesichert. "Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine", sagte der SPD-Politiker, der am Morgen in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug eintraf. Er will auch die Sperrzone mit dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl besuchen. Dort gibt es Schäden nach einem Drohnenangriff an dem Stahlbogen der Atomruine.
"Die beschädigte Schutzhülle über dem zerstörten Reaktor muss repariert werden", sagte Schneider. Die Abschirmfunktion der Stahlkonstruktion, die mit Milliardenkosten über einen zuvor gebauten Betonsarkophag gezogen wurde, ist laut Experten nun nicht mehr gewährleistet. Die Reparaturkosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.
08.55 Uhr: Ukraine – Zehn Tote bei russischem Raketenangriff in Region Charkiw
Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Dorf in der nordostukrainischen Region Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge zehn Menschen getötet worden. Acht weitere Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. Bei dem Angriff auf die Ortschaft Petschenihy seien zudem zehn Wohnhäuser, ein Cafe, eine Postfiliale, ein Geschäft und mindestens sieben Autos beschädigt worden.
08.28 Uhr: Umweltminister Schneider in Ukraine – Themen Wiederaufbau und Reaktorsicherheit
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) plant diese Woche einen mehrtägigen Besuch der von Russland angegriffenen Ukraine. "Ziel der Reise ist es, gemeinsam mit den ukrainischen Partnern frühzeitig Potenziale für eine klimafreundliche, resiliente Erneuerung der Infrastruktur und des weiteren Wiederaufbaus auszuloten, auch unter Beteiligung der deutschen Wirtschaft", teilte das Umweltministerium zu Beginn des Besuchs am Dienstag in Berlin mit.
Schneider werde von Unternehmensvertretern begleitet, deren Firmen auf klimafreundliche Technologien spezialisiert sind. Geplant sind Gespräche unter anderem mit der Regierung in Kiew und ukrainischen Unternehmen. Schneider werde sich zudem über die Lage ukrainischer Kernkraftwerke informieren, darunter auch den Reaktor in Tschernobyl. Dessen Schutzhülle wurde bei einem Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigt und damit in der Funktionalität eingeschränkt.
07.17 Uhr: Großangriff auf Moskau mit mehr als 600 Drohnen
Bei einem der bislang schwersten ukrainischen Luftangriffe auf Moskau sind in der Nacht unter anderem mehrere Menschen verletzt und ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries beschädigt worden. Insgesamt seien zwischen dem Abend und 5.00 Uhr morgens 620 Drohnen im Anflug auf die Region gewesen, teilt Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. Die Luftabwehr hat nach eigenen Angaben 180 Drohnen abgefangen. Mindestens drei Menschen seien verletzt worden, darunter ein zehnjähriges Mädchen, erklärt der Bürgermeister weiter.
Nach Angaben des Regionalgouverneurs Andrej Worobjow ist erneut auch ein Lagerhaus des Online-Händlers Wildberries getroffen worden. Der Brand dort sei inzwischen gelöscht. Dem Unternehmen zufolge entstand durch Trümmerteile ein geringer Schaden an einer Wand. Zudem wurde an den Moskauer Flughäfen der Flugbetrieb vorübergehend eingeschränkt. Auch Wohnhäuser, Geschäfte und ein Kraftwerk seien beschädigt worden, erklärt Gouverneur Worobjow.
Archivbild vom 16. August 2026, brennendes Warenhaus des russischen Onlinehändlers Wildberries.
02.53 Uhr: Moskau droht London nach Bericht über Einsatz britischer Drohnen in Russland
Nach einem Bericht über den Einsatz britischer Drohnen bei ukrainischen Angriffen in Russland hat Moskau die Regierung in London vor den "Konsequenzen" gewarnt. Das Vereinigte Königreich werde sich für die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine "verantworten" und einen "Preis" zahlen müssen, erklärte die russische Botschaft in London. Ein britischer Regierungssprecher wies die Drohungen in der Nacht zum Dienstag zurück und betonte, dass sein Land die Ukraine weiter unterstützen werde.
Vorausgegangen war ein Bericht der "Sunday Times", dass die ukrainische Armee britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt habe. Von zwei britischen Unternehmen hergestellte und an die Ukraine gelieferte Drohnen seien bei ukrainischen Angriffen auf militärische und industrielle Ziele innerhalb Russlands zum Einsatz gekommen, berichtete die Zeitung. Dadurch habe sich Großbritannien zum "Komplizen und Mittäter" bei diesen Angriffen gemacht und sich "bewusst für eine Eskalation" des Konflikts entschieden, erklärte die russische Botschaft in London am Montagabend.
Dienstag, 18. August 2026
23.38 Uhr: Lawrow laut Nordkorea: Beide Länder arbeiten an gerechter Weltordnung
Die staatliche nordkoreanische Agentur KCNA zitiert den russischen Außenminister Sergej Lawrow mit den Worten, beide Länder arbeiteten daran, eine neue und gerechte Weltordnung zu etablieren. Lawrow habe sich in einer Botschaft an die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui entsprechend geäußert, so KCNA. Lawrow habe zudem erklärt, die von Nordkorea entsandten Soldaten kämpften dafür, die "ukrainische Nazi-Clique" aus der Region Kursk zu vertreiben. Nordkorea hat seit Ende 2024 Truppen entsandt, um Russland dabei zu unterstützen, Kursk von der Ukraine zurückzuerobern.
22.34 Uhr: Ukraine - Tote und Verletzte bei russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen sind am Abend in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Saporischschja starben ein Mann und eine Frau bei einem Drohnenangriff auf eine Kleingartenanlage, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. Bei weiteren Drohneneinschlägen sei in einer Gemeinde von Saporischschja der Strom ausgefallen.
Aus der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten die Behörden mindestens neun Verletzte durch russische Angriffe. "Der Feind setzt den Terror gegen die Zivilbevölkerung in der Region Odessa fort", schrieb der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram. Nach Angaben der Agentur Ukrinform wurden bei den russischen Drohnenangriffen ein Restaurant und mehrere Privathäuser getroffen.
19.05 Uhr: Selenskyj kündigt Personaländerungen im Militär an
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat mit der Militärspitze seines Landes die aktuelle Kriegslage erörtert und eine Reihe von Entscheidungen in die Wege geleitet. In erster Linie seien Personalentscheidungen getroffen worden, berichtete Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Es ist sehr wichtig, dass erfahrene Kommandeure mehr Handlungsspielraum erhalten", sagte er. Er habe bei der Sitzung einen Teil der Personalentscheidungen gebilligt, die ihm Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj vorgelegt habe. Namen nannte Selenskyj nicht.
18.57 Uhr: Drohne in Moldau auf Acker explodiert
Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert. Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilte die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen.
Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen.
18.01 Uhr: Russland - Zwei Frachtschiffe in der Ukraine angegriffen
Das russische Militär soll nach eigener Darstellung im Süden der Ukraine zwei Frachtschiffe mit militärischer Ausrüstung angegriffen haben. Ein Frachter sei im Hafen von Odessa getroffen worden. Das zweite Schiff sei in Mykolajiw angegriffen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Beide Schiffe hätten Waffen und militärische Ausrüstung geladen. Über das Ausmaß der Schäden wurden keine Angaben gemacht. Die Darstellung konnte nicht unabhängig geprüft werden, die ukrainischen Behörden äußerten sich dazu nicht.
16.15 Uhr: Russland importiert Benzin aus Indien nach Angriffen auf Raffinerien
Russland importiert Benzin aus Indien, um Treibstoffengpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien auszugleichen. Mindestens eine Ladung hat den russischen Inlandsmarkt erreicht, wie drei Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen und Schiffsdaten von LSEG zeigen. Ein unter omanischer Flagge fahrender Tanker hat Anfang August rund 68.000 Tonnen Benzin im arktischen Hafen Witino entladen, von wo aus es per Bahn an inländische Abnehmer weitertransportiert wird. Laut LSEG-Daten werden in den kommenden zwei Wochen mindestens zwei weitere Benzinlieferungen aus Indien in russischen Häfen erwartet. Moskau hat wegen der Engpässe zudem Benzinimporte aus Belarus und Kasachstan aufgenommen sowie ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt.
15.59 Uhr: Russischer Oppositioneller zu Straflager verurteilt
Ein russisches Gericht hat den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zu elf Jahren und einem Monat Haft im Straflager verurteilt. Richterin Viktoria Maljamowa befand den Vizechef der liberalen Oppositionspartei Jabloko unter anderem der Verunglimpfung der russischen Streitkräfte für schuldig.
Maljamowa blieb damit leicht hinter dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft, die am Freitag auf zwölf Jahre und einen Monat plädiert hatte. Der 63 Jahre alte Politiker wird das Urteil anfechten, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte. Schlosberg kritisiert immer wieder offen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
15.44 Uhr: Russland greift ukrainische Kohlemine an - ein Toter
Bei einem russischen Angriff auf eine ukrainische Kohlemine ist ein Mensch ums Leben gekommen. Die Attacke habe einen Brand ausgelöst, bei dem der 52-Jährige getötet worden sei, teilte das Bergbau- und Energieunternehmen DTEK am Montag mit. Zuvor hatte der staatliche Energiekonzern Naftogas eine Serie russischer Angriffe gemeldet, die Sachschäden angerichtet hätten.
14.21 Uhr: Ukrainisches Energieunternehmen meldet verstärkte russische Angriffe
Russland nimmt das ukrainische Energieunternehmen Naftogas ins Visier. In der vergangenen Woche seien 13 Firmenstandorte attackiert worden, teilte der Staatskonzern am Montag mit. Eine Anlage sei mehrfach getroffen worden. Drohnen und Raketen hätten schwere Schäden angerichtet, aber keine Angestellten verletzt. Seit Jahresbeginn habe es etwa 300 Angriffe gegeben.
13.44 Uhr: Verband kritisiert Ermittlungen gegen FAZ-Korrespondent
Nach einem Bericht über russische Ermittlungen gegen den Balkankorrespondenten der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Michael Martens, hat der Deutsche Journalistenverband (DJV) das Vorgehen Moskaus scharf kritisiert. "Welche Fragen Journalisten bei einer Pressekonferenz stellen, geht die Justiz nichts an – auch nicht die russische", erklärte der DJV-Vorsitzende Mika Beuster am Montag. Russlands staatliche Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor über die Ermittlungen berichtet und dass wegen "Anstiftung zu Hass oder Feindschaft" ermittelt werde. Im Falle einer Verurteilung in Russland drohen Martens demnach bis zu sechs Jahre Haft. Eine offizielle Bestätigung der Ermittlungen gab es zunächst nicht.
13.32 Uhr: Erneuter Benzinmangel in Russland - Limits an Tankstellen
In einigen russischen Regionen ist es offiziellen Angaben und Medienberichten zufolge erneut zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen. Daraufhin verschärften die Behörden in mindestens zehn Gebieten wieder die Kontrollen für den Verkauf an Tankstellen, wie auch Regionalmedien melden. Benzin war am Montag nach Aussage von Augenzeugen an einigen Tankstellen im Raum Moskau nicht erhältlich, während Diesel fast überall verfügbar war. Die Versorgungskrise hatte im Mai begonnen und sich bis Juli auf fast alle Teile des Landes ausgeweitet.
13.17 Uhr: Bundesregierung - Lassen uns von Lawrow-Drohung "nicht einschüchtern"
Die Bundesregierung hat Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurückgewiesen. "Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. "Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern - und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern."
Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: "Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits." Lawrows Äußerungen ließen auch im Zusammenhang mit dem jüngsten Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle aufhorchen.
12.29 Uhr: Lettland - Abgeschossene Drohne aus Belarus eingeflogen
Die von Nato-Kampfjets über Lettland abgeschossene Drohne ist nach Regierungsangaben aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen. Die Herkunft des unbemannten Flugobjekts sei gegenwärtig aber weiterhin noch unklar, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis im lettischen Fernsehen. Nach Militärangaben handelt es sich um eine ausländische Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte.
Italienische Eurofighter hatten die Drohne am Freitag im Nordosten Lettlands in der Region Balvi rund 20 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt vom Himmel geholt. Teile der Drohne würden noch von Experten untersucht, sagte Melnis.
11.22 Uhr: Unterstützer von Anti-Kriegspartei in Moskau festgenommen
Russische Sicherheitskräfte haben in Moskau Dutzende Unterstützer der Anti-Kriegspartei Jabloko in Gewahrsam genommen. Vor dem Obersten Gerichtshof wird über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt. Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow mit. Die Partei veröffentlichte auch Videos von Festnahmen. Rybakow forderte vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei.
Das Oberste Gericht Russlands verhandelte erneut über den Ausschluss von Jabloko von der Parlamentswahl vom 18. bis 20. September. Die Partei hatte Berufung eingelegt gegen den vor einer Woche vom Gericht beschlossenen Entzug der Zulassung zur Duma-Wahl. Die Aussichten, dass Jabloko doch noch zugelassen wird, gelten als düster. Das Gericht hatte einer Klage der kremltreuen ultranationalistischen Partei Rodina stattgegeben, die Jabloko Verstöße gegen Russlands Wahlgesetze vorgeworfen hatte. Über die Berufung entscheidet ein dreiköpfiges Richterkollegium.
11.19 Uhr: Russland meldet Einnahme weiterer Orte in der Ukraine
Russland setzt seinen Vormarsch in der Ukraine nach eigenen Angaben weiter fort und meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Es handele sich um Nowosoloschyne in der südöstlichen Region Saporischschja und um Andrijiwska Hromada in der Region Donezk, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
10.45 Uhr: Russischer Angriff - Vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt
Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa sind nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt worden. Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht.
09.50 Uhr: Russland - Eine Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Astrachan
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Astrachan ist nach Behördenangaben eine Frau getötet worden. Der Angriff traf eine Industrieanlage, wie der örtliche Gouverneur mitteilt. Weitere Einzelheiten nennt er zunächst nicht.
07.32 Uhr: Russischer Angriff auf Hafen-Infrastruktur in Region Odessa
Russland hat ukrainischen Angaben zufolge bei einem nächtlichen Angriff die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der südukrainischen Region Odessa ins Visier genommen. Dabei sind Brände entstanden, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilen. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau.
07.47 Uhr: Belgorod: Sechs Tote bei ukrainischem Angriff
Bei ukrainischen Raketenangriffen auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen getötet worden. Bei dem Angriff in dem Ort Koloskowo habe es auch vier Verletzte gegeben, teilte der geschäftsführende Gouverneur Alexander Schuwajew bei Telegram mit. Die Angaben waren von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbar.
03.15 Uhr: EU will Russland-Sanktionen deutlich ausweiten
Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Welt" vom Montag. "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."
Kallas äußerte zugleich die Hoffnung, dass die USA und Europa mit Blick auf die Sanktionen wieder "näher zusammenrücken". Zugleich warf Kallas Moskau "systematischen Terror" vor. "Moskaus Armee gewinnt nicht auf dem Schlachtfeld und richtet die Raketen daher zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur.
Montag, 17. August 2026
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