Nach auffälligen Aktivitäten an der Grenze richtet Selenskyj eine deutliche Botschaft an Belarus.
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Ukraine-Ticker: Selenskyj warnt Belarus

Ukraine-Ticker: Selenskyj warnt Belarus

Nach auffälligen Aktivitäten an der Grenze richtet Selenskyj eine deutliche Botschaft an Belarus. Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in Cherson sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Alle News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick:

  • Selenskyj warnt Belarus (Samstag, 17.18 Uhr)
  • Tote bei Angriff auf Kleinbus in der Ukraine (Samstag, 10.24 Uhr)
  • Peru: Verdacht auf erzwungene russische Rekrutierungen (Samstag, 06.19 Uhr)
  • Pentagon macht Weg für 400 Millionen Dollar Ukraine-Hilfe frei (Donnerstag, 03.01 Uhr)
  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

10.59 Uhr: Tote in Ukraine und Russland durch Drohnenangriffe

In der Ukraine und in Russland sind bei gegenseitigen Drohnenangriffen mindestens vier Menschen getötet worden. Bei russischen Drohnenangriffen im Süden der Ukraine wurden laut Behördenangaben vom Sonntag drei Menschen getötet. Durch ukrainische Drohnen wurde in der Nähe von Moskau ein 77-jähriger Mann getötet, wie der Regionalgouverneur mitteilte.

09.02 Uhr: Selenskyj - Zwei russische Tanker getroffen

Ukrainische Streitkräfte haben zwei Tanker der Schattenflotte in den Gewässern vor dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen, teilt der ukrainische Präsident Selenskyj mit. "Diese Tanker wurden aktiv für den Transport von Öl genutzt – das ist nun vorbei", erklärte er über die Messaging-App Telegram. "Die Fernkampfkapazitäten der Ukraine werden weiterhin umfassend ausgebaut – auf See, in der Luft und an Land."

08.18 Uhr: Drohnenangriff auf russischen Hafen Primorsk

Ukrainische Drohnen haben den russischen Ostseehafen Primorsk angegriffen und dort einen Brand ausgelöst, wie der Gouverneur der Region, Drosdenko, über den Messaging-Dienst Telegram mitteilt. In der Nacht seien über dem nordwestrussischen Gebiet Leningrad mehr als 60 Drohnen abgefangen worden. Bei dem Angriff auf Primorsk, einem wichtigen Ölverladehafen, sei es zu keiner Ölverschmutzung gekommen. Der Brand sei gelöscht worden.

07.35 Uhr: Ukraine - Ein Toter bei russischen Angriffen

Bei russischen Angriffen ist ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch im Süden der Ukraine getötet worden. Vier weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte die Militärverwaltung in Cherson.

03.13 Uhr: Drohnen über Ukraine und Russland

Die Ukraine und Russland haben sich in der Nacht gegenseitig mit Drohnen überzogen. Bereits am späten Abend wurde in Kiew Luftalarm ausgelöst. Die Flugabwehr trat in Aktion, über der Stadt waren nach Medienberichten zahlreiche Explosionen zu hören. Über eventuelle Drohneneinschläge oder mögliche Opfer oder Schäden lagen zunächst keine Angaben vor.

In Moskau wurde auf den großen Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo vorübergehend der Betrieb "aus Sicherheitsgründen" eingestellt, meist eine Reaktion auf Drohnenflüge. Später gab Bürgermeister Sobjanin den Abschuss von zwei Drohnen bekannt. Auch am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Mindestens 35 Drohnen seien abgeschossen worden, berichtete der Gouverneur der umliegenden Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko. Zuletzt hatte die Ukraine in diesem Gebiet wichtige russische Raffinerieanlagen attackiert. Die russischen Behörden machten zunächst ebenfalls keine Angaben zu den möglichen Flugzielen der ukrainischen Drohnen sowie über mögliche Opfer oder Schäden.

01.31 Uhr: Schwere Kämpfe um wichtige Stadt Kostjantyniwka

Russische Truppen rücken nach ukrainischen Angaben auf die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka in der östlichen Region Donezk vor. Laut dem ukrainischen Armeechef Syrskyj versuchen die russischen Truppen mit Infiltrationstaktiken, am Rande der Stadt Fuß zu fassen. Man wehre die hartnäckigen Versuche ab. Kostjantyniwka ist Teil eines stark befestigten Verteidigungsgürtels der ukrainischen Armee.

01.27 Uhr: Nordkoreas Partei lobt Einsatz junger Soldaten in Ukraine

Die herrschende Arbeiterpartei in Nordkorea lobt den Einsatz junger Soldaten an der Seite Russlands in der Ukraine. Sie seien zu "Bomben und Flammen" geworden, um die Ehre des Landes zu verteidigen, heißt es in einem Brief an den Kongress der Jugendliga, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldet. Westlichen, südkoreanischen und ukrainischen Angaben zufolge kämpfen schätzungsweise 14.000 nordkoreanische Soldaten mit russischen Truppen in der Region Kursk. Mehr als 6.000 von ihnen seien dabei getötet worden.

Sonntag, 3. Mai 2026

17.18 Uhr: Selenskyj warnt Belarus

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Belarus erneut vor einem Kriegseintritt gegen sein Land gewarnt. Am Vortag habe es ungewöhnliche Aktivitäten von belarussischer Seite an der gemeinsamen Grenze gegeben, sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Kiew beobachte die Situation. "Und wenn es erforderlich ist, dann werden wir reagieren", warnte er. Konkretere Angaben machte er nicht.

Bereits im April warnte Selenskyj Minsk vor einer Beteiligung am russischen Krieg gegen die Ukraine. Seitdem verhängte Kiew neue Sanktionen gegen Belarus, dabei unter anderem gegen zwei Söhne von Staatschef Alexander Lukaschenko.

10.24 Uhr: Tote bei Angriff auf Kleinbus in der Ukraine

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus in der südukrainischen Stadt Cherson sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Darüber hinaus seien noch sieben Passagiere des Kleinbusses verletzt worden, teilte der Militärgouverneur von Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. Alle Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angriff ereignete sich demnach gegen 7.00 Uhr morgens Ortszeit.

06.19 Uhr: Peru - Verdacht auf erzwungene russische Rekrutierungen

In Peru ermittelt die Justiz gegen mutmaßliche Rekrutierer von peruanischen Staatsbürgern für den russischen Militäreinsatz in der Ukraine. Die Peruaner, darunter ehemalige Militärangehörige und Polizisten, seien online mit trügerischen Angeboten für gut bezahlte Tätigkeiten im Sicherheitsbereich und anderen Berufen in Russland angeworben worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes mit. Vorliegenden Informationen zufolge wurden sie "nach Russland gebracht" und dort "gezwungen, an Kampfhandlungen im Zuge des bewaffneten Konflikts zwischen Russland und der Ukraine teilzunehmen". Die russische Botschaft in Lima hat zwar bestätigt, dass peruanische Staatsbürger Verträge zur Aufnahme in die russischen Streitkräfte unterzeichnet hätten. Doch widersprach sie den Vorwürfen des Menschenhandels. Die Betroffenen hätten dies freiwillig und auf rechtmäßige Weise, teilte die Botschaft mit.

Dem Angehörigen-Anwalt Percy Salinas zufolge sind 13 Peruaner im Krieg zwischen Russland und der Ukraine ums Leben gekommen. Den Betroffenen seien Monatsgehälter zwischen 2000 und 3000 Dollar (zwischen 1700 und 2500 Euro) versprochen worden, sagte Salinas dem Fernsehsender N. Seit Oktober wurden ihm zufolge rund 600 Peruaner nach Russland gelockt.

Samstag, 2. Mai 2026

20.47 Uhr: Selenskyj verspricht stärkere Flugabwehr für Odessa und Dnipro

Nach harten russischen Luftangriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj für die Großstädte Odessa und Dnipro eine Stärkung der Flugabwehr in Aussicht gestellt. "Für Dnipro gibt es zusätzliche Radare, elektronische Störsysteme, zusätzliche Mannschaften", sagte der Staatschef in einer Videoansprache. Auch für Odessa gebe es Lösungen und die Abschussquote steige bereits. "Doch muss sie noch höher sein", gab Selenskyj als Ziel vor. Das russische Militär versuche mit häufigen und intensiven Angriffen die ukrainische Flugabwehr zu überwinden.

19.34 Uhr: Ukraine will Soldaten besser bezahlen - Unzufriedenheit soll sinken

Die Ukraine will im Sommer mit einer umfassenden Reform ihrer Streitkräfte dem Personalmangel bei der Infanterie und der Erschöpfung seit langem eingesetzter Soldaten entgegenwirken. Die Details der Pläne sollen im Mai ausgearbeitet werden, bevor die Umsetzung im Juni beginne, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag auf Telegram. Erste Ergebnisse müssten bereits im Juni vorliegen. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow, der sein Amt im Januar mit dem Auftrag angetreten hatte, die Mobilmachung zu verbessern, sprach von einer "systemischen Transformation" der Armee. Geplant seien unter anderem eine gerechtere Bezahlung, ein neues Vertragssystem mit klaren Dienstzeiten sowie eine transparente Rotationspolitik.

Selenskyj zufolge soll der Sold für Posten ohne Kampfeinsatz um ein Drittel auf mindestens 30.000 Hrywnja (rund 580 Euro) im Monat steigen. Für Kampfeinsätze sowie für Kommandeure und Offiziere sei eine deutlich höhere Vergütung vorgesehen. Spezielle Verträge für die Infanterie sollen mit 250.000 bis 400.000 Hrywnja (4.850 bis 7.760 Euro) dotiert werden.

15.44 Uhr: Verletzte nach russischen Drohnenangriffen auf Westukraine

In der westukrainischen Großstadt Ternopil sind mindestens zehn Menschen infolge russischer Drohnenangriffe verletzt worden. «Es gab Einschläge in Industrie- und Infrastrukturobjekte der Stadt», teilte Bürgermeister Serhij Nadal auf Telegram mit. Mehr als 50 Drohnen seien über der Stadt geflogen und es habe über 20 Explosionen gegeben. Kurzfristig fiel demnach auch der Strom aus. Ternopil liegt knapp 150 Kilometer von der EU-Grenze entfernt.

Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär tagsüber mehr als 400 Drohnen unterschiedlichen Typs ein. 388 seien entweder abgeschossen oder durch elektronische Störsignale zu Boden gebracht worden, teilte die Flugabwehr mit. 

14.47 Uhr: Selenskyj - Drohnenangriffe kosten Russland Milliarden Euro

Ukrainische Drohnenangriffe haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj der russischen Ölindustrie seit Jahresbeginn einen Schaden von umgerechnet mindestens sechs Milliarden Euro zugefügt. "Durch Einschläge, Stillstand und Verzögerungen bei Lieferungen", zählte Selenskyj bei Telegram auf. Dabei hätten die Attacken im April ein neues Niveau erreicht, schrieb er.

Drohnen würden inzwischen nicht nur weiter fliegen als je zuvor, sondern auch die Intensität der Angriffe sei auf Rekordlevel. Das wiederum führe zum stärksten Schrumpfen der russischen Gewinne aus der Ölindustrie seit Kriegsbeginn, zeigte sich Selenskyj überzeugt.

07.48 Uhr: Ukraine attackiert erneut Ölterminal am Schwarzen Meer

Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer offiziellen Angaben zufolge erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Demnach sind mehr als 100 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen.

Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet. Gegen die Einschläge in Tuapse zeigte sich die Flugabwehr aber einmal mehr machtlos.

29.04.2026, Russland, Tuapse: In diesem Bild aus einem Video, das auf dem Telegram-Kanal des Gouverneurs der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, veröffentlicht wurde, sammeln Menschen nach einem Drohnenangriff auf die Ölraffinerie und das Ölterminal in Tuapse Öl am Strand ein.
Bildrechte: Uncredited/Krasnodar regional governor Veniamin Kondratyev Telegram channel/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Ukraine hat russischen Angaben zufolge erneut die Ölanlagen in der russischen Hafenstadt Tuapse angegriffen.

06.52 Uhr: Ukraine – Russischer Angriff auf Odessa mit Wohnhausbrand und Verletzten

Bei einem russischen Drohnenangriff sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen in der Stadt Odessa verletzt worden. Hafeninfrastruktur in der Region sei beschädigt worden, teilt Gouverneur Oleh Kiper mit. Bei dem Angriff seien zudem zwei Hochhäuser beschädigt worden und Brände ausgebrochen, schreibt Kiper in der Messaging-App Telegram.

03.09 Uhr: Bericht - Ukraine sieht Möglichkeit für japanische Waffenexporte

Die Lockerung der japanischen Vorschriften für den Waffenexport ebnet nach Ansicht der Ukraine den Weg für Gespräche über mögliche Waffenlieferungen aus Tokio. "Dies ermöglicht uns Gespräche", sagte der ukrainische Botschafter Jurij Lutowinow in Japan am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Theoretisch ist das ein sehr großer Schritt nach vorn." Lutowinow fügte hinzu, die Ukraine gehe wegen der Sensibilität von Rüstungsexporten in Japan vorsichtig vor.

Die zuständige japanische Ministerin Sanae Takaichi hat sich bisher nicht öffentlich zu Waffenexporten in die Ukraine geäußert.

02.32 Uhr: Russland meldet erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf Schwarzmeerhafen

Russische Behörden melden einen erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse. "In Tuapse ist infolge eines Drohnenangriffs des Kiewer Regimes ein Feuer auf dem Gelände des Seehafenterminals ausgebrochen", teilt der Generalstab der Region Krasnodar auf Telegram mit. Es habe keine Verletzten gegeben. Rettungskräfte seien im Einsatz.

Tuapse wurde nach russischen Angaben zum vierten Mal innerhalb einer Woche angegriffen. In dem Gebiet gilt seit Dienstag der Ausnahmezustand, nachdem ein Angriff einen Großbrand in einer Raffinerie ausgelöst, die Produktion unterbrochen und Ölverschmutzungen vor der Küste verursacht hatte.

00.26 Uhr: Russland - Zwei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Grenzregion Belgorod

Zwei Teenager auf einem Motorrad sind nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod getötet worden. Dies teilt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram mit.

Freitag, 1. Mai 2026

14.35 Uhr: Ukraine meldet einen Toten und viele Verletzte bei Drohnenangriffen

Bei russischen Drohnenangriffen auf die Stadt Dnipro in der Ukraine ist nach ukrainischen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Fünf weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, am Donnerstag auf Telegram mit. Seinen Angaben zufolge seien ein Laden, ein Wohngebäude und mehrere Autos beschädigt worden.

13.35 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf weit entfernte Raffinerie in Russland

Die Ukraine hat nach Angaben ihres Geheimdienstes SBU etwa 1500 Kilometer von der Grenze entfernt eine Raffinerie in der russischen Stadt Perm mit Drohnen angegriffen. Vorläufigen Informationen zufolge sei eine wichtige Anlage zur primären Ölverarbeitung getroffen worden. Laut SBU gehört die Raffinerie des Konzerns Lukoil zu den größten in Russland. Zudem sei erneut eine Ölpumpstation in dem Gebiet angegriffen worden.

Zum Video: Vorschlag einer vorübergehenden Waffenruhe

Wladimir Putin und Donald Trump.
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Putin schlägt eine Feuerpause während der Gedenkfeiern zum Ende des zweiten Weltkriegs vor, Trump ist auch dafür.

11.50 Uhr: Ukraine will Waffenruhe während Moskauer Siegesparade prüfen

Mit Blick auf ein russisches Angebot über eine Feuerpause während der Siegesparade in Moskau am 9. Mai hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Wunsch nach weiteren Informationen bekräftigt. Sein Team werde nähere Details über das Angebot des Kremls aus Washington erfragen, erklärte Selenskyj am Donnerstag im Onlinedienst X. "Wir werden klären, worum es sich dabei genau handelt - um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau, oder um mehr."

Kreml-Chef Wladimir Putin hatte den Vorschlag über eine temporäre Waffenruhe in einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Donald Trump am Vortag unterbreitet. Putin sagte laut Kreml-Berater Juri Uschakow in dem Telefonat, er sei "bereit, für die Dauer der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges eine Waffenruhe anzuordnen".

11.25 Uhr: Angeblich Hunderttausende neue Vertragssoldaten in Russland

In Russland haben sich nach Angaben des stellvertretenden Leiters des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, im vergangenen Jahr 450.000 Personen vertraglich zum Dienst in den Streitkräften verpflichtet. In diesem Jahr seien es bislang 127.000, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Politiker. Russland lockt im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine mit großzügigen Prämien für die Verpflichtung zum Militärdienst.

10.55 Uhr: Russische Getreide-Fracht nach Protest Kiews in Israel abgewiesen

Nach scharfen Protesten aus der Ukraine soll eine russische Lieferung von Getreide aus besetzten ukrainischen Gebieten nach Medienberichten nicht in Israel entladen werden. Die Ladung des russischen Schiffs "Panormitis" werde im israelischen Hafen von Haifa nicht angenommen, berichteten israelische Medien.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor mit Sanktionen gegen alle Beteiligten an dem Handel gedroht. Nach Selenskyjs Angaben hatte in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Frachter Getreide aus den besetzten ukrainischen Gebieten in Richtung Israel transportiert. Am Montag bestellte das ukrainische Außenministerium in Kiew deshalb den israelischen Botschafter Michael Brodsky ein.

09.45 Uhr: Russische Drohnen treffen Wohnhäuser in Odessa

Durch Einschläge russischer Drohnen sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa Behördenangabe zufolge mindestens 18 Menschen verletzt worden. In einem Hochhaus und einem fünfgeschossigen Wohnblock seien Brände ausgebrochen, teilte Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mit.

Die Stadt am Schwarzen Meer war schon in der Nacht zuvor attackiert worden. Dabei war ein Krankenhaus beschädigt worden. Odessa ist schwer gegen Luftangriffe zu verteidigen, weil Drohnen und Raketen über das offene Meer anfliegen.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee in der Nacht 207 Kampfdrohnen verschiedener Typen sowie eine ballistische Rakete Iskander-M ein. 172 Drohnen seien ausgeschaltet worden. Aber es habe Einschläge an 22 Orten in der Ukraine gegeben.

03.01 Uhr: US-Verteidigungsministerium gibt millionenschweres Hilfspaket für die Ukraine frei

Das Pentagon hat nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Auszahlung von Hilfsgeldern für die Ukraine in Höhe von 400 Millionen US-Dollar freigegeben. Die Freigabe hatte sich zuvor über Monate verzögert. Pentagon-Haushaltschef Jay Hurst sagte den Abgeordneten, die Mittel könnten nun ausgegeben werden. Wann die Hilfe tatsächlich in der Ukraine ankomme, hänge jedoch davon ab, "was sie mit dem Geld kaufen". Man werde den Empfehlungen des Kommandeurs des Europäischen Kommandos der Vereinigten Staaten (USEUCOM) folgen, um die Mittel bestmöglich einzusetzen, sagte Hurst weiter.

Donnerstag, 30. April 2026

22.55 Uhr: Kiew - USA steuern Millionen zu Tschernobyl-Reparatur bei

Die USA wollen nach Angaben aus Kiew 100 Millionen Dollar zur Reparatur der Sicherheitshülle über dem Unglücksreaktor des vor rund 40 Jahren havarierten Atomkraftwerks Tschernobyl beitragen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von einem wichtigen Schritt der Unterstützung seitens der USA. Mehr als 500 Millionen Euro seien nötig für die Reparatur, nachdem im vergangenen Jahr eine russische Drohne den Stahlbogen über dem Unglücksreaktor beschädigt hatte, führte Selenskyj aus. Die Ukraine arbeite mit ihren Partnern daran, das zu erreichen. Jeder Beitrag bringe dieses Ziel näher. 

19.50 Uhr: Putin schlägt Feuerpause an Feiertag vor

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einem Berater zufolge seinem US-Amtskollegen Donald Trump eine Feuerpause in der Ukraine während der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges im Mai vorgeschlagen. Trump habe positiv reagiert, erklärte Kreml-Berater Juri Uschakow. Der US-Präsident glaube, dass eine Vereinbarung zur Beilegung des Krieges kurz bevorstehe. Putin habe der Ukraine in dem mehr als eineinhalbstündigen Gespräch zudem vorgeworden, auf "terroristische Methoden" zurückzugreifen. Die beiden Staatschefs hätten auch über mögliche Wirtschafts- und Energieprojekte gesprochen.

18.40 Uhr: Drei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus in Russland

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus in der russischen Region Belgorod sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet worden. Acht weitere Personen seien in einem Dorf nahe der Stadt Schebekino verletzt worden, teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit.

18.25 Uhr: Russische Wirtschaft schrumpft erstmals seit 2023

Die russische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 erstmals seit drei Jahren geschrumpft. Den Daten des Wirtschaftsministeriums zufolge lag das Minus bei 0,3 Prozent, nach einem Plus von 1,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dabei verhinderte ein Wachstum im März einen stärkeren Rückgang. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte nach der Konjunkturschwäche zu Jahresbeginn seine Spitzenbeamten gerügt und Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft gefordert.

Die russische Wirtschaft steckt in einem doppelten Dilemma. Zwar treiben internationale Krisen wie der Krieg gegen Iran den Ölpreis nach oben und können Russland damit kurzfristig Mehreinnahmen verschaffen. Gleichzeitig wirken aber die westlichen Sanktionen weiter: Russland verkauft weniger Öl und muss teils Preisnachlässe gewähren. Zudem verschärft die Kriegswirtschaft Inflation, Arbeitskräftemangel und Finanzierungsprobleme.

15.55 Uhr: Raffinerie in Schwedt bereitet sich auf Öl-Lieferstopp vor

Den bevorstehenden Lieferstopp für Öl aus Kasachstan durch die russische Druschba-Pipeline kann die Raffinerie PCK in Schwedt nach Angaben aus Brandenburg zunächst mit Hilfe von Reserven abfedern. Trotz des Ausfalls könne die Raffinerie im Mai noch mit rund 80 Prozent Auslastung arbeiten und die Versorgung mit Treibstoff sichern, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam. Diese Zeit müsse genutzt werden, um alternative Öl-Mengen zu bekommen, sagte Woidke. Es gebe "sehr gute Gespräche", vor allem mit der polnischen Seite. Es werde erwogen, die Öl-Mengen über den Hafen in Danzig zu steigern.

Neun von zehn Autos in Berlin und Brandenburg fahren mit Sprit aus der Raffinerie PCK, die rund 1.200 Beschäftigte hat. Auch Flugzeug-Kerosin und Bitumen für die Bauindustrie wird dort hergestellt. Russland hat angekündigt, vom 1. Mai an die Durchleitung von Öl aus dem zentralasiatischen Kasachstan durch die Pipeline Druschba nach Deutschland und damit zur Raffinerie PCK zu stoppen.

12.45 Uhr: Selenskyj will Russland an Verhandlungstisch zwingen

Die Ukraine hat in ihrer Serie von Gegenangriffen auf die russische Ölindustrie Anlagen in den Städten Perm und Orsk am Ural getroffen. Russische Stellen bestätigten laut Meldungen der staatlichen Nachrichtenagentur Tass die Angriffe, äußerten sich aber nicht zu Schäden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer neuen Stufe beim Einsatz von Langstreckenwaffen seiner Armee. "Es ist wichtig, dass jeder Schlag die Leistungsfähigkeit der russischen Rüstungsindustrie, Logistik und die Ölexporte verringert", schrieb er in sozialen Netzwerken. Es sei jedem klar, dass der Angreifer Russland seinen Krieg beenden müsse. "Es ist Zeit, zur Diplomatie überzugehen, und Moskau sollte dieses Signal hören."

11.17 Uhr: Mutmaßlicher Russland-Spion in Berlin festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat in Berlin einen mutmaßlichen Spion festnehmen lassen, der für Russland tätig gewesen sein soll. Der Mann soll "spätestens seit Mai 2025 von Deutschland aus fortlaufend in Kontakt zu einem russischen Geheimdienst" gestanden haben, wie die Karlsruher Behörde mitteilte.

08.53 Uhr: Siegesparade in Moskau ohne Militärtechnik

Aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen findet die traditionelle Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Die Vorführung von Militärtechnik am 9. Mai entfalle wegen der "operativen Lage", teilte das Verteidigungsministerium in der russischen Hauptstadt mit.

Stattdessen solle während der Fernsehübertragung der Parade der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen gezeigt werden - auch im Krieg gegen die Ukraine und in den Kommandoposten der Nuklearstreitkräfte. Es bleibe beim Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz.

08.06 Uhr: Ukrainischer Angriff auf Ölanlagen - Putin warnt vor Umweltschäden

Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach einem ukrainischen Angriff auf Ölanlagen in der russischen Region Krasnodar vor "schwerwiegenden Umweltfolgen" gewarnt. Die russische Nachrichtenagentur Interfax zitierte den Kremlchef damit, dass er von Gouverneur Wenjamin Kondratjew die Rückmeldung erhalten habe, dass es in der Stadt Tuapse aber keine ernsthaften Gefahren gebe und die Menschen sich um die Herausforderungen nach dem Angriff kümmerten.

07.15 Uhr: Mindestens ein Mensch bei russischen Drohnenangriffen getötet

Bei russischen Drohnenangriffen in der Ukraine ist nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet worden. In der nordöstlichen Grenzregion Sumy sei eine 60-jährige Frau infolge der Angriffe getötet worden, mindestens zwei weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der örtliche Regionalgouverneur Oleh Grigorow im Onlinedienst Telegram. 

06.28 Uhr: Top-US-Diplomatin in der Ukraine kündigt Rücktritt an

Inmitten stockender US-Vermittlungsbemühungen um einen Waffenstillstand in der Ukraine tritt die amtierende US-Botschafterin in Kiew, Julie Davis, von ihrem Posten zurück. Sie werde im Juni 2026 aus dem diplomatischen Dienst ausscheiden, teilte das US-Außenministerium mit. Die Zeitung "Financial Times" hatte zuvor berichtet, Davis' Rückzug sei auf Meinungsverschiedenheiten mit der Politik von Präsident Donald Trump und ihre Frustration über dessen nachlassende Unterstützung für die Ukraine zurückzuführen. Das Außenministerium wies diese Darstellung jedoch als "falsch" zurück.

00.05 Uhr: Ungarns designierter Regierungschef Magyar bietet Treffen mit Selenskyj an

Ungarns designierter Regierungschef Peter Magyar hat ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angeboten. Ziel des Treffens sei es, die Situation der ethnischen Ungarn in der westukrainischen Region Transkarpatien zu verbessern, erklärte Magyar auf Facebook. Das Treffen könne Anfang Juni in Berehowe stattfinden, wo mehrheitlich ungarische Einwohner lebten.

Mittwoch, 29. April 2026

23.09 Uhr: Selenskyj sieht Chancen für Rüstungsexporte der Ukraine

Die ukrainische Rüstungsindustrie produziert nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj inzwischen teilweise mehr, als die eigenen Streitkräfte an Waffen benötigen. "Aktuell verfügen wir über Produktionsbereiche mit 50 Prozent Überkapazität", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Angesichts der großen Waffenexpertise, die das Land in den vier Jahren Krieg gegen Russland gewonnen habe, ergäben sich so Exportmöglichkeiten, um die Finanzen des Landes aufzubessern.

21.41 Uhr: Britischer König Charles III. ruft in den USA zur Verteidigung der Ukraine auf

Der britische König Charles III. hat während seiner Rede vor dem US-Kongress Meinungsäußerungen von US-Präsident Donald Trump widersprochen. Ohne Trumps Namen in diesem Kontext zu nennen, betonte der Monarch die Bedeutung der Nato, insbesondere auch im Krieg in der Ukraine. Es sei "dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit" erforderlich, die von den Verbündeten unter anderem in den Weltkriegen, im Kalten Krieg sowie in Afghanistan gezeigt worden sei, sagte der König.

21.25 Uhr: Putin beklagt Angriffe Kiews auf zivile Infrastruktur in Russland

Kremlchef Wladimir Putin beklagt, dass sich ukrainische Angriffe gegen zivile Objekte in Russland häuften: "Immer öfter werden auch mit Drohnen Schläge gegen zivile Infrastruktur geführt", erklärte Putin bei einer Sitzung zu Sicherheitsfragen bei den bevorstehenden Dumawahlen im Herbst und verwies auf ukrainische Attacken gegen Ölreservoirs in der Schwarzmeerstadt Tuapse. 

Als danach schwere Brände ausbrachen, riefen die Behörden erstmals zur Evakuierung anliegender Straßenzüge auf. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Schwarze Meer. Putin sprach in seiner Rede von "potenziell schweren Folgen" für die Umwelt, dementierte aber, dass es derzeit ernste Gefahren für die Bewohner gebe. Die Behörden hätten alles im Griff, so Putin. Kiew zielt bei seinen Attacken bewusst auf die Ölindustrie, weil Russland mit deren Einnahmen den von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine finanziert.

21.08 Uhr: "Neutrale Athleten": Russen und Belarussen wieder im Ring

Boxer aus Russland und Belarus dürfen ab sofort weltweit bei allen internationalen Wettkämpfen als "neutrale Athleten" wieder in den Ring steigen. Diese Entscheidung gab der Weltverband World Boxing bekannt und berief sich dabei auf den "Ansatz des Internationalen Olympischen Komitees". Die Faustkämpfer aus beiden Staaten waren seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine vor mehr als vier Jahren von internationalen Veranstaltungen ausgeschlossen.

Wie ihre Landsleute etwa bei den Olympischen Winterspielen zuletzt in Italien dürfen die russischen und belarussischen Boxer keinerlei Kennzeichen ihrer Nationalität nutzen. Vor ihrer Teilnahme müssen sich die Athleten einer umfangreichen Überprüfung ihrer Haltung um Krieg ihrer Heimatländer gegen die Ukraine unterziehen.

18.54 Uhr: Sechs Tote bei Angriffen in Russland und Ukraine

In Russland und der Ukraine sind bei gegenseitigen Angriffen am Dienstag insgesamt sechs Menschen getötet worden. In der grenznahen russischen Region Belgorod starben laut Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow drei Zivilisten, ein weiterer Mensch wurde in Brjansk getötet. In der Ukraine gab es in Tschuguiw im Osten und in Krywyj Rih im Zentrum je ein Todesopfer. Die Hauptstadt Kiew wurde am helllichten Tag nach Drohnenangriffen von Explosionen erschüttert.

Bei Angriffen auf zwei Fahrzeuge in den Ortschaften Wosnessenowka und Bobrawa in der Region Belgorod starben laut Gladkow zwei Männer und eine Frau. Drei weitere Menschen seien dort verletzt worden. 

In der ukrainischen Stadt Krywyj Rih wurde nach Angaben des Chefs der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, ein 40-jähriger Mann bei einem russischen Angriff getötet. In Tschugujiw starb ein 70-Jähriger bei einem Angriff auf ein Wohnviertel, wie örtliche Behörden mitteilten. 

18.30 Uhr: Bundesregierung will private Investitionen in die Ukraine stärken

Die Bundesregierung will deutsche Kapitalgeber verstärkt für Investitionen in ukrainische Rüstungsbetriebe oder Gemeinschaftsunternehmen gewinnen. Über die Bedingungen dafür wurde vom Verteidigungsministerium in Berlin aus mit Regierungsvertretern der Ukraine gesprochen. An der Schalte hätten auch Banken, Fonds und weitere relevante Akteure des Finanzsektors teilgenommen, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach dem Gespräch: "Aus der Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen den brutalen russischen Angriffskrieg ist eine strategische Partnerschaft geworden."

Bundeswirtschaftsminister Katherina Reiche (CDU) verwies nach dem Gespräch auf die Bedeutung der ukrainischen Industrie für die Verteidigungsfähigkeit in Europa. "Investitionen in ukrainische Technologien sind deshalb auch Investitionen in unsere eigene Sicherheit", sagte sie.

17.37 Uhr: Litauen: Anschlagsplan auf Aktivisten vereitelt

Die litauischen Behörden haben nach eigenen Angaben Mordanschläge auf zwei Aktivisten vereitelt. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte am Montag mit, das mutmaßliche Komplott habe sich gegen einen Aktivisten gerichtet, der die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland unterstützt habe, und gegen einen russischen Staatsbürger im litauischen Exil, der für die volle Unabhängigkeit seiner Herkunftsregion Baschkortostan eintrete, einer autonomen russischen Republik.

Insgesamt seien 13 Verdächtige aus Belarus, Georgien, Griechenland, Lettland, Moldau und Russland daran beteiligt gewesen, "die Ermordung zweier Personen zu terroristischen Zwecken vorzubereiten". Neun von ihnen seien in Litauen und im Ausland festgenommen worden. Der Aufenthaltsort der vier weiteren Verdächtigen sei den litauischen Behörden bekannt.

17.20 Uhr: Lettland will Aufklärungsfahrzeuge an Ukraine abgeben

 Lettland wird der Ukraine erneut Militärhilfe für den Abwehrkampf gegen Russlands Angriffskrieg leisten. Das baltische EU- und Nato-Land wird auf Beschluss der Regierung in Riga weitere gepanzerte Aufklärungsfahrzeuge an die ukrainischen Streitkräfte liefern. Dies teilte das lettische Verteidigungsministerium mit. Eine genaue Anzahl an Fahrzeugen wurde in der Mitteilung nicht genannt.

"Wir unterstützen den Kampf der Ukraine gegen die russische Aggression und werden dies so lange wie nötig fortsetzen", sagte Verteidigungsminister Andris Spruds. Er betonte, dass die Lieferung der Fahrzeuge die Bedürfnisse und Einsatzfähigkeit der lettischen Armee nicht beeinträchtigen werde.

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Premierminister Donald Tusk begrüßt den Journalisten Andrzej Poczobut nach dessen Freilassung an der polnisch-weißrussischen Grenze.

16.39 Uhr: Belarus lässt Journalisten nach fünf Jahren Haft frei

Nach fünf Jahren Haft in Belarus ist ein prominenter polnischsprachiger Journalist im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen worden: "Andrzej Poczobut ist frei! Willkommen im polnischen Haus, mein Freund", schrieb Polens Regierungschef Donald Tusk auf der Plattform X. Dazu postete er ein Foto, dass ihn bei der Begrüßung des von der Haft gezeichneten, abgemagerten Poczobut an der Grenze zeigt. Der Gefangenenaustausch kam unter Vermittlung des US-Unterhändlers John Coale zustande.

Der 53 Jahre alte Journalist Poczobut gehört zur polnischen Minderheit in Belarus. Er hatte viele Jahre für die polnische Tageszeitung "Gazeta Wyborcza" aus dem autoritär regierten Land berichtet. Im Frühjahr 2021 wurde er festgenommen und blieb danach in Haft. Im Juli 2023 wurde er wegen "Anstiftung zum Hass" sowie "Aufrufen zu Handlungen gegen die Sicherheit des Staates" zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt. Menschenrechtler stuften Poczobut als politischen Gefangenen ein. 2025 wurde er vom EU-Parlament mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit ausgezeichnet.

Polens Regierung hatte sich jahrelang für die Freilassung Poczobuts eingesetzt. Am Dienstag gab Außenminister Sikorski bekannt, dass er sich am Vortag mit dem US-Unterhändler Coale getroffen habe. Dieser hat seit 2025 mehrmals die Freilassung von Gruppen politischer Gefangener aus Belarus erreicht.

16.22 Uhr: Drohnenangriff auf Kiew

Hauptstadt Kiew ist am Dienstag am helllichten Tag von heftigen Explosionen erschüttert worden. Die Luftabwehr sei im nördlichen Viertel Obolon im Einsatz, teilte der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, mit. Kurz zuvor hatte die Luftwaffe von Drohnen berichtet, die im Anflug auf Kiew seien. Die Behörden riefen die Bewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Luftalarm wurde nach 49 Minuten wieder aufgehoben.

16.16 Uhr: Ukraine verlängert Kriegsrecht

Die Ukraine hat das geltende Kriegsrecht und die Mobilisierung um weitere 90 Tage bis Anfang August verlängert. Für beide von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereichten Entwürfe stimmte Medienberichten zufolge jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Nach dem russischen Einmarsch im Februar 2022 wurde in dem osteuropäischen Land das Kriegsrecht verhängt und eine Mobilmachung angeordnet. Seitdem wird es immer wieder verlängert. Die regulären Präsidenten- und Parlamentswahlen fanden daher nicht statt. Wehrpflichtige Männer im Alter von 23 bis 60 Jahren können das Land, mit wenigen Ausnahmen, nicht verlassen.

16.11 Uhr: Ukrainischer Rekord bei Drohnenabwehr

Die Ukraine hat nach Angaben von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow im März so viele russische Drohnen abgefangen wie noch nie in einem Monat. Mehr als 33.000 russische Drohnen verschiedener Typen seien mit Abfangsystemen abgeschossen worden, schrieb Fedorow bei Telegram. Kiew baue den Bestand an Abfangdrohnen weiter aus, um russische Luftangriffe besser abzuwehren, erklärte Fedorow. Zudem habe das Militär ein neues Kommando innerhalb der Luftwaffe eingeführt, um die militärischen Fähigkeiten des Landes zu stärken.

Die Ukraine hat eine hochmoderne und kampferprobte Drohnentechnologie entwickelt, die sich als entscheidend für die Abwehr der zahlenmäßig überlegenen russischen Armee erwiesen hat und weltweit militärisches Interesse geweckt hat.

15.51 Uhr: Ukraine bestellt russischen Botschafter ein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Israel vorgeworfen, die Einfuhr von Getreide aus von Russland besetzten ukrainischen Gebieten zu erlauben. Ein weiteres Schiff mit einer solchen Getreideladung sei in einem Hafen in Israel eingelaufen und bereitet sich auf das Entladen vor, schrieb er in Online-Netzwerken. Gegen die an der Einfuhr beteiligten Personen werde Kiew "Sanktionen" vorbereiten. Kiew wirft Moskau seit Längerem vor, illegal landwirtschaftliche Erzeugnisse aus besetzten Gebieten zu exportieren. Für Dienstag hatte die ukrainische Regierung zudem aus Protest über eine Lieferung nach Haifa von Getreide, das in von Russland besetzten Gebieten in der Ukraine angebaut worden sein soll, den israelischen Botschafter einbestellt. Der israelische Außenminister Gideon Saar entgegnete daraufhin, die Ukraine habe keine Beweise für ihre Angaben vorgelegt, die Angelegenheit werde "geprüft".

Israel soll laut ukrainischem Aßenministerium Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen.
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Israel soll laut ukrainischem Aßenministerium Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen.

12.21 Uhr: Ukrainischer Drohnenangriff löst erneut Großbrand in russischer Ölraffinerie aus

Ein ukrainischer Drohnenangriff hat erneut einen Großbrand in der russischen Ölraffinerie Tuapse am Schwarzen Meer ausgelöst. Wegen der Gefahr einer Ausbreitung des Feuers seien umliegende Gebäude evakuiert worden, teilten örtliche Behörden am Dienstag mit. "In Tuapse hat sich ein weiterer schwerer Zwischenfall ereignet", erklärte der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram.

Der Leiter des Bezirks Tuapse, Sergej Bojko, ordnete die Sperrung der angrenzenden Straßen an. Das ukrainische Militär bestätigte den nächtlichen Angriff.

11.56 Uhr: Selenskyj kritisiert israelische Getreidekäufe

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den israelischen Kauf von Getreide aus den von Russland besetzten Gebieten verurteilt. Dies könne "kein legitimes Geschäft sein", da das Getreide von Russland gestohlen worden sei. Kiew bereite Sanktionen gegen alle vor, die versuchten, daraus Profit zu schlagen. Ein weiteres Schiff mit entsprechendem Getreide sei in einem israelischen Hafen angekommen und bereite sich auf das Entladen vor, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.

08.05 Uhr: Russland meldet erneut ukrainischen Angriff auf Raffinerie Tuapse

Russland meldet erneut einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Tuapse am Schwarzen Meer. Dabei sei wieder ein Feuer ausgebrochen, teilten die Behörden mit. Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen mehrfach die Raffinerie des russischen Konzerns Rosneft sowie den Hafen von Tuapse attackiert. Dabei kam es zu einem schweren Brand, der erst nach mehreren Tagen gelöscht werden konnte.

Die Raffinerie, die hauptsächlich Ölprodukte für den Export liefert, hatte ihren Betrieb nach einem Drohnenangriff am 16. April eingestellt, wie es in Branchenkreisen hieß. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ölanlagen in Russland seit März verstärkt, um die Einnahmequellen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen.

Die Anlage in Tuapse verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa zwölf Millionen Tonnen und stellt unter anderem Diesel und Heizöl her.

05.50 Uhr: Deutsch-ukrainisches Treffen in Berlin

Bei einem hochrangig besetzten Treffen wollen Vertreter aus Deutschland und der Ukraine am Dienstag in Berlin über die Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beraten. Zu dem Runden Tisch im Verteidigungsministerium laden Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), sein ukrainischer Kollege Mychailo Fedorow, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ein. Fedorow wird digital zugeschaltet sein.

An dem gemeinsamen Austausch werden auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Finanzbranche sowie aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie und von Startups teilnehmen.

Dienstag, 28. April 2026

21.54 Uhr: Kiew und Jerusalem streiten über Getreidelieferungen

Das ukrainische Außenministerium in Kiew hat den israelischen Botschafter Michael Brodsky einbestellt. Hintergrund ist der Vorwurf, Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen. Es sei trotz ukrainischer Warnungen bereits ein zweites Schiff mit "gestohlenen Waren" im israelischen Hafen Haifa eingetroffen. "Wir warnen Israel erneut davor, das gestohlene Getreide anzunehmen und damit unseren Beziehungen zu schaden", schrieb Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. 

Israel reagierte umgehend auf die Vorwürfe. "Behauptungen sind keine Beweise", schrieb Außenminister Gideon Saar ebenfalls auf X. Er mahnte an, dass diplomatische Beziehungen nicht in sozialen Netzwerken oder Medien geführt würden. "Sie haben nicht einmal ein Rechtshilfeersuchen gestellt", schrieb er. Die Angelegenheit werde von den israelischen Behörden überprüft.

21.09 Uhr: Selenskyj - EU-Beitritt als Teil einer Friedenslösung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht einen Beitritt seines Landes in die Europäische Union als wichtigen Teil einer Friedenslösung. Darüber hinaus nannte er in einer Videobotschaft als Voraussetzung für einen "realen Frieden in Europa" einen "Wiederaufbau unseres Landes nach dem Krieg". Ebenso müssten die Grenzen und die Souveränität der Ukraine respektiert sowie ihr Sicherheitsgarantien gewährt werden. Er erinnerte dabei daran, dass dem russischen Angriff vom Februar 2022 unter anderem die Besetzung der südukrainischen Halbinsel Krim voranging.

16.37 Uhr: Kiesewetter nennt Russland "imperialen Terrorstaat"

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter hat die russischen Proteste gegen sein Treffen mit dem tschetschenischen Oppositionellen Achmed Sakajew mit scharfen Worten zurückgewiesen. "Russland tritt als Terrorstaat auf, der einen Vernichtungskrieg gegen die Ukraine führt und in sich ein kolonialer und imperialer Staat ist", sagte Kiesewetter der Deutschen Presse-Agentur. Dieser Staat stelle sich gegen alle Freiheitsbewegungen, auch gegen die, für die Achmed Sakajew stehe. "Insofern ist es schlicht ein Zeugnis des imperialen und brutalen Terrorstaats Russland, dass das Treffen mit Sakajew kritisiert und verurteilt wird." Er habe Sakajew als "Unterstützer der Ukraine, aber auch als wichtige Stimme gegen ein imperiales und koloniales Russland getroffen".

Die Einbestellung des deutschen Botschafters in Russland wegen der Begegnung sei "erkennbar hanebüchen". Mit seiner Intervention zeige Russland seinen imperialen Charakter und diskreditiere sich damit selbst.

15.15 Uhr: Norwegen und Polen suchen Zusammenarbeit mit Ukraine bei Drohnen

Norwegen hat nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums eine Vereinbarung zur gemeinsamen Drohnenproduktion mit Kiew geschlossen. Auch der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte, seine Regierung wolle mit ukrainischer Hilfe eine "Drohnenarmada" aufbauen, um Polen und Europa zu verteidigen.

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko erklärte bei einem Besuch in Warschau, ihr Land habe sich von einem Empfänger ausländischer Militärhilfe zu einem Staat entwickelt, der hochmoderne militärische Lösungen anbieten könne. "Wir sind in der Lage, Panzer, teure Systeme und Drohnen zu zerstören, das ist unsere Realität", sagte Swyrydenko nach Angaben der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Eine Reihe der eingesetzten Systeme werde in der Ukraine hergestellt. Die Ukraine unterstützt im Iran-Krieg Länder im Nahen Osten und in der Golfregion mit Fachwissen bei der Abwehr iranischer Drohnen.

12.02 Uhr: Ein Toter bei Angriff auf russisch kontrolliertes AKW

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf das von Russland kontrollierte Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der dortigen Verwaltung ein Mitarbeiter getötet worden.Eine Drohne habe die Transportabteilung der Anlage getroffen, teilt die von Russland eingesetzte Leitung auf Telegram mit. Dabei sei ein Fahrer ums Leben gekommen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) kündigt an, ihr Team vor Ort untersuche den Vorfall. Angriffe auf oder in der Nähe von Atomkraftwerken gefährdeten die nukleare Sicherheit und dürften nicht stattfinden, erklärt IAEA-Chef Rafael Grossi auf X.

11.30 Uhr: Russland nennt Gründe für Botschafter-Einbestellung

Russland hat am Montag den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, einbestellt. Als Begründung nannte das russische Außenministerium die angebliche Unterstützung eines deutschen Abgeordneten für eine tschetschenische "Terrororganisation". Konkret warf Moskau dem CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter vor, sich kürzlich in Kiew mit dem Anführer der in Russland verbotenen Gruppierung "Tschetschenische Republik Itschkerien" getroffen und ihre "antirussischen Aktivitäten" befürwortet zu haben. 

Das russische Außenministerium wertete das Treffen als Beleg dafür, "dass die deutschen Behörden beabsichtigen, sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen und Gefahren für dessen nationale Sicherheit zu schaffen".

09.50 Uhr: Deutscher Botschafter in Moskau einbestellt

Das russische Außenministerium bestellt den deutschen Botschafter in Moskau ein. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf eine Sprecherin des Ministeriums. Einen Grund für den Schritt nennt die Agentur zunächst nicht.

07.44 Uhr: 13 Verletzte nach schwerem Drohnenangriff auf Odessa

Bei schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens 13 Menschen verletzt worden. Getroffen worden seien ein Wohnhaus und mehrere zivile Objekte in der Stadt, schrieb der örtliche Leiter der Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, berichtete zudem von Schäden an der Hafeninfrastruktur.

05.05 Uhr: Nordkorea sichert Russland weitere Unterstützung zu

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Russland nach Angaben staatlicher Medien die weitere Unterstützung seines Landes zugesichert. Bei einem Treffen mit einer russischen Delegation um Verteidigungsminister Andrej Beloussow soll Kim den Ausbau der militärischen Beziehungen besprochen haben, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Anlass des Besuchs war die Einweihung eines Denkmals für nordkoreanische Soldaten, die in der russischen Grenzregion Kursk getötet wurden.

04.55 Uhr: Mindestens 16 Tote nach Tschernobyl-Jahrestag

Angriffe am 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl haben in der Ukraine und in Russland mindestens 16 Menschen das Leben gekostet. Russische Drohnen- und Raketenangriffe auf die Stadt Dnipro töteten mindestens neun Menschen, wie der regionale Verwaltungschef Alexander Hanscha am Sonntag mitteilte. Ein Mann wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland besetzten Krim getötet, erklärten von Moskau eingesetzte Behörden am Sonntag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nutzte den Tschernobyl-Gedenktag für eine Warnung. Russland bringe die Welt erneut an den Rand einer von Menschen verursachten Katastrophe, schrieb er auf Facebook. Man dürfe diesen "nuklearen Terrorismus" nicht weiter zulassen.

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Grossi, äußerte bei einem Besuch in Kiew ähnliche Bedenken wie Selenskyj und erklärte, Reparaturen an der bereits beschädigten äußeren Schutzhülle des Kraftwerks müssten sofort beginnen.

Im Audio: 40 Jahre Tschernobyl-Katastrophe - Russlands Krieg sorgt für nukleare Gefahr

Archivbild (14.02.2025): Ein Sicherheitsbehälter, der die Überreste des Reaktors Nummer vier im ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl schützt.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Efrem Lukatsky
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Archivbild (14.02.2025): Ein Sicherheitsbehälter, der die Überreste des Reaktors Nummer vier im ehemaligen Atomkraftwerks Tschernobyl schützt.

Montag, 27. April 2026

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