20.52 Uhr: Selenskyj fordert von USA ab sofort "strenge" Sanktionen gegen Russland
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, ab sofort "strenge" Sanktionen gegen Russland zu verhängen, um der russischen Waffenproduktion zu schaden. "Es müssen ab sofort Sanktionen verhängt werden. Diese Sanktionen müssen streng sein", sagte Selenskyj am Freitag auf einem internationalen Forum in Kiew. "Ich verstehe manchmal nicht, warum Entscheidungen nicht schnell getroffen werden können", fügte der Präsident hinzu.
Selenskyj betonte, es müssten umgehend "Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion von ballistischen Raketen und damit verbundenen Waffen" ergriffen werden. Die US-Regierung müsse entschlossene Entscheidungen treffen - "die persönlichen Entscheidungen von Präsident Trump", fügte er hinzu.
18.40 Uhr: Russisches Militär unter Verdacht - Zwei Kriegsgefangene erschossen
Russische Soldaten haben möglicherweise Anfang September zwei ukrainische Kriegsgefangene erschossen. Der Fall solle sich Anfang September an der Front bei der ostukrainischen Stadt Dobropillja ereignet haben, so die ukrainische Staatsanwaltschaft für das Gebiet Donezk auf Telegram. Die Justiz der Ukraine ermittelt wegen eines möglichen Kriegsverbrechens.
Es gibt immer wieder Berichte, dass die russische Armee ukrainische Gefangene tötet, die sich bereits ergeben haben. Die ukrainische Justiz geht nach früheren Zählungen mehr als 260 möglichen Verdachtsfällen nach.
14.30 Uhr: Energiehilfen kosteten Staat mehr als 50 Milliarden Euro
Die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben die Bundesregierung rund 50,4 Milliarden Euro gekostet. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Haushaltspolitikers Sebastian Schäfer hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Das Geld floss in die Entlastung von Verbrauchern und die Stabilisierung der Märkte.
13.45 Uhr: Russland muss Treibstoff in großem Stil einkaufen
Russland importiert inzwischen mehr Ölprodukte als es exportiert. Die Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien hätten den einst weltweit größten Exporteur von Ölprodukten gezwungen, Kraftstoffe zu importieren, analysiert die in Finnland ansässige Nichtregierungsorganisation "Centre for Research on Energy and Clean Air (Crea)".
Die Importe Russlands seien im August auf den Rekordwert von 172.000 Tonnen gestiegen. Damit habe sich der bisherige monatliche Höchststands mehr als versiebenfacht. Gleichzeitig seien die Exporte aus Russland im August auf ein Rekordtief gefallen.
12.50 Uhr: Mehr russische Angriffe auf Tankstellen
Russische Kampfdrohnen haben in Kiew zwei Tankstellen im Abstand von zehn Minuten getroffen, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Damit hat das russische Militär den zweiten Tag in Folge Tankstellen in der ukrainischen Hauptstadt angegriffen. Fünf Menschen seien verletzt worden, darunter ein Angehöriger der Rettungskräfte.
Die russischen Angriffe auf Tankstellen in städtischen Gebieten haben in den vergangenen Monaten zugenommen, vor allem in Regionen nahe der Front im Osten und Süden der Ukraine. Damit will Russland das zivile Leben in der Ukraine stören und die Moral der Bevölkerung schwächen.
12.40 Uhr: Drohne zerstört Lager der Regensburger Hilfsorganisation SpaceEye in Odessa
Bei einem russischen Drohnenangriff wurde am Donnerstag ein Lager der Regensburger Hilfsorganisation SpaceEye in Odessa getroffen. Auf einem kurzen Video, das die Hilfsorganisation auf ihrem Instagram-Profil gepostet hat, sind mehrere brennende Gebäude zu sehen. Zwar wurden keine Menschen verletzt. Allerdings seien die dort gelagerten Hilfsgüter verbrannt, schreibt SpaceEye in einer Pressemitteilung.
Obwohl es sich um den dritten Angriff handelt, bei dem ein Depot mit Hilfsgütern zerstört wurde, will SpaceEye-Gründer Michael Buschheuer an den Lieferungen festhalten: "Wir lassen uns dadurch nicht entmutigen und verdoppeln unsere Anstrengungen für die Menschen in Odessa. Russland führt nicht nur einen Krieg gegen ein Land, sondern auch gegen unschuldige Zivilisten und Hilfsorganisationen. Das sind Kriegsverbrechen."
08.58 Uhr: Russland: 777 ukrainische Drohnen abgeschossen - Zwei Tote
Russland hat in der Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau 777 ukrainische Drohnen abgeschossen. Sie seien über etwa 15 Regionen und der Halbinsel Krim abgefangen worden, erklärte das russische Ministerium weiter. In der rund 200 Kilometer südlich von Moskau gelegenen Region Tula wurden nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Dmitri Miljaew zwei Menschen getötet. Drei weitere Menschen seien verletzt worden.
In der Region Wolgograd im Süden Russlands seien zwei Menschen nach einem ukrainischen Raketenangriff auf ein Wohnhaus ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte der örtliche Gouverneur Andrej Botscharow.
05.49 Uhr: Brand bei russischem Online-Händler Ozon nach Drohnenangriff
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff brennt es dem russischen Online-Händler Ozon zufolge in einem Logistikzentrum in der Stadt Saratow. Verletzte gebe es nicht, teilte das Unternehmen auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich.
03.15 Uhr: Brand in Wohnhaus in Kiew nach russischem Luftangriff
Russische Luftangriffe haben in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Brand in einem neunstöckigen Wohnhaus ausgelöst. Dies teilten die städtischen Behörden über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist zunächst nicht möglich. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten anzugreifen.
00.36 Uhr: Ukraine meldet sieben Tote bei russischem Angriff auf Pawlohrad
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Industriestadt Pawlohrad wurden nach Angaben der Regionalverwaltung sieben Menschen getötet. 76 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur Olexandr Hanscha mit. Zudem wurde eine Tankstelle in der Hauptstadt Kiew getroffen. Russland bestreitet, gezielt zivile Einrichtungen anzugreifen.
Freitag, 11. September 2026
23.32 Uhr: Ukraine meldet fünf Tote bei Angriff auf Einkaufszentrum
Bei einem russischen Angriff auf ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Pawlohrad sind nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere 67 Menschen seien verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Oleksandr Hanja am Donnerstagabend. Bei dem Angriff seien Geschäftsräume und Fahrzeuge beschädigt worden.
Der ukrainische Innenminister Iwan Wyhiwskyj schrieb im Onlinedienst Telegram, der Angriff im Stadtzentrum von Pawlohrad habe sich "am hellichten Tage" ereignet, als die Straßen voller Menschen waren.
22.55 Uhr: Kanada und Ukraine schließen Drohnen-Partnerschaft
Kanada und die Ukraine wollen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von Drohnen deutlich ausbauen. "Heute haben Kanada und die Ukraine eine neue Partnerschaft besiegelt, die die kanadischen Streitkräfte mit weltweit führenden Drohnenkapazitäten ausstattet, Arbeitsplätze in ganz Kanada schafft und die Ukraine in ihrem Kampf für einen gerechten und dauerhaften Frieden unterstützt", sagte der kanadische Premierminister Mark Carney bei einer Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Calgary. Die Zusammenarbeit erstrecke sich "von kritischen Metallen und Mineralien bis hin zur technischen Entwicklung", hieß es in einer Mitteilung. Kanada habe zudem das Ziel, innerhalb der kommenden zwei Jahre Produktionskapazitäten für "Millionen Drohnen" zu schaffen. Laut Carney verfügt Kanada bisher insgesamt über 2.000 Drohnen.
21.23 Uhr: Kanada sagt Ukraine neue Hilfen zu
Kanada hat der Ukraine zur Unterstützung ihrer Luftabwehr Abfangraketen im Wert von 350 Millionen kanadischen Dollar zugesagt, das entspricht fast 218 Millionen Euro. Premierminister Mark Carney kündigte anlässlich des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Selenskyj zudem eine Vereinbarung zur Drohnen-Produktion sowie Kreditgarantien in Höhe von 450 Millionen kanadischen Dollar an, um die ukrainische Energieversorgung etwa durch Reparaturen zu stärken. Das Ziel sei, "den Ukrainern zu helfen, durch den Winter zu kommen", so Carney.
19.45 Uhr: Polizei in Düsseldorf gibt Entwarnung
Die Polizei hat ihren Einsatz am ukrainischen Generalkonsulat in Düsseldorf um 19.15 Uhr beendet. Ein Hinweis auf eine mögliche Bedrohung, dem die Polizei nachgegangen ist, hatte ihn gegen 17.30 Uhr ausgelöst. Das sagte eine Polizeisprecherin. Laut der Deutschen Presseagentur sperrten die Behörden das Generalkonsulat weiträumig ab. Einsatzkräfte durchsuchten nach Polizeiangaben das Gebäude und sein Umfeld. Der Hinweis auf eine Bedrohung habe sich jedoch nicht bestätigt. Weitere Einzelheiten gab die Polizeisprecherin nicht bekannt.
19.40 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine
In der südostukrainischen Stadt Dnipro starben laut Behörden zwei Menschen bei dem Beschuss einer Anlage des US-Agrarkonzerns Bunge. Sie gehört zu den fünf größten Ölsaaten-Verarbeitungsbetrieben der Ukraine. Das Land war vor dem Krieg der weltgrößte Exporteur von Sonnenblumenöl.
In der Hauptstadt Kiew wurden bei einem Angriff auf eine Tankstelle des Betreibers Ukrnafta vier Menschen verletzt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Zudem gab es Behördenangaben zufolge weitere Angriffe, unter anderem in Pawlohrad, Sumy und in der Hafenstadt Mykolajiw mit weiteren Toten und Verletzten. Russland bestreitet, absichtlich zivile Ziele anzugreifen.
19.08 Uhr: Gefahrenlage am Ukraine-Konsulat in Düsseldorf
Am ukrainischen Generalkonsulat in Düsseldorf gibt es laut Polizei eine unklare Gefahrenlage. Eine Sprecherin bestätigte einen größeren Einsatz im Umfeld des Gebäudes. Zu den Hintergründen machte sie zunächst keine weiteren Angaben. Ein dpa-Reporter berichtete, dass das Konsulat am frühen Abend weiträumig abgesperrt wurde. Einen Straßenabschnitt in der Düsseldorfer Innenstadt sperrte die Polizei mit Flatterband ab. Mehrere Polizeiwagen waren vor Ort.
18.17 Uhr: Mindestens drei Tote nach russischem Angriff 80 Kilometer entfernt von der Front
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der südostukrainischen Stadt Pawlohrad mindestens drei Menschen getötet worden. Es gebe über 30 Verletzte, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Dnipropetrowsk mit. Bei der Attacke wurden demnach mehrere Geschäfte und Autos beschädigt. Die Behörde ermittelt wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Pawlohrad ist rund 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
16.43 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Russland bekriegt auch Kultur und Geschichte der Ukraine
Der Ukraine-Krieg ist aus Sicht der Vorsitzenden der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Kramp-Karrenbauer, ein Kampf gegen die Kultur und Geschichte der Ukraine. Es sei pure bösartige Absicht, dass Ziele der zerstörerischen Attacken auch kulturelle Einrichtungen, auch Archive und Museen seien, sagte sie. "Es ist ein Krieg gegen das Existenzrecht eines ganzen Landes, gegen das kulturelle Gedächtnis diesen Landes."
16.40 Uhr: Aserbaidschanische Seeleute bei Drohnenangriff im Schwarzen Meer getötet
Bei einem Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Angaben des Außenministeriums in Baku zwei Aserbaidschaner getötet worden. Zwei weitere seien verletzt in ein Krankenhaus im ukrainischen Tschornomorsk gebracht worden, teilte das Ministerium mit. Die Männer gehörten demnach zur Besatzung eines ausländischen Frachtschiffs mit dem Namen "Tedy". Der Vorfall ereignete sich den Angaben nach am Mittwoch. Das Ministerium koordiniere Maßnahmen mit seinen diplomatischen Vertretungen und den zuständigen Behörden der betroffenen Länder, hieß es. Baku benannte nicht den Verursacher des Drohnenangriffs. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, in der Nacht zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer auf dem Weg zum Hafen von Odessa getroffen zu haben. Es war nicht klar, ob es sich um den von Aserbaidschan berichteten Angriff handelte. Moskau erhob den Vorwurf, dass die angegriffenen Schiffe Güter für die ukrainische Armee transportiert hätten. Derweil schrieb die türkische Firma Aras Marine Yatirim Holding auf der Plattform LinkedIn von einem Schlepper mit dem Namen "Tedy", der bei einer Schiffsrettungsaktion im Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen worden sei.
16.38 Uhr: Russland meldet Abschuss von 448 ukrainischen Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Donnerstag mit, in der Nacht habe die Luftwaffe 448 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Laut dem Ministerium wurden sie über 13 russischen Regionen, der von Russland völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel Krim sowie dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer abgefangen.
16.36 Uhr: Russland beschießt erneut Kramatorsk
Durch russischen Beschuss sind in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mindestens 16 Menschen verletzt worden. Viermal sei die frontnahe Stadt beschossen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Einschläge hat es demnach in einem Wohngebiet und in der Nähe von Schulen gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut zur Flucht auf. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von Kramatorsk entfernt.
16.33 Uhr: Selenskyj - Ziele in Russland angegriffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien von Angriffen auf acht Infrastrukturobjekte in Russland, die deren Krieg gegen sein Land dienten. Getroffen worden sei eine Ölraffinerie im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und ein Handelshafen in der russischen Teilrepublik Dagestan. Angegriffen wurden demnach auch Anlagen in den Regionen Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk, schrieb Selenskyj, ohne Details zu nennen.
Im Gebiet Woronesch wurde nach Angaben von Gouverneur Alexander Gussew eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Stadt Borissoglebsk getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Über der Region seien 19 ukrainische Drohnen abgewehrt worden. Dagestans kommissarischer Republikchef, Fjodor Schtschukin, teilte mit, dass herabstürzende Drohnentrümmer Feuer in der Hafeninfrastruktur und einem Theater in Machatschkala ausgelöst hätten. Verletzte gebe es nicht.
16.31 Uhr: Ukraine meldet 149 russische Drohnen - eine Tote
Das russische Militär hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht 149 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt. Dabei seien in der Region Kiew ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt worden, erklärte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden in anderen ukrainischen Regionen mindestens 16 weitere Zivilisten verletzt.
16.24 Uhr: Russland wirft Ukraine Planung von false flag Operation vor
Russland hat nach eigenen Angaben einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der britischen Botschaft in Moskau unter dem Vorwurf festgenommen, dass er in ukrainischem Auftrag einen Anschlag auf den Botschafter des Vereinigten Königreichs ausführen sollte. Die Verantwortung für den Anschlag habe Kiew dann Moskau zuweisen wollen, erklärte der russische Geheimdienst FSB. Ziel dieses Komplotts sei es gewesen, dass Großbritannien seine Waffen- und Rüstungslieferungen an die Ukraine verstärkt und die Sanktionen gegen Russland verschärft, so der FSB. Ein ukrainischer Blogger, der mit dem ukrainischen Geheimdienst SBU zusammenarbeite, habe den 1981 in Russland geborenen Sicherheitsmitarbeiter angeheuert. Demnach sollte der Mann Veranstaltungen und Menschen in der Botschaft sowie deren Sicherheitssysteme ausspähen. Kiew und London äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Gestern hatte die britische Staatsanwaltschaft mitgeteilt, sie habe einen 31-jährigen Briten angeklagt, der mutmaßlich Kontakt zu Russlands Militärgeheimdienst GRU aufgenommen hatte. Ihm wird die Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes vorgeworfen sowie die Absicht und die Bereitschaft, Sabotageakte vorzubereiten oder auszuführen.
11.20 Uhr: Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung vor
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Russland Menschenhandel bei der Rekrutierung von ausländischen Kämpfern für den Krieg in der Ukraine vorgeworfen. "Viele Rekruten wurden mit falschen Versprechungen von zivilen Jobs, hohen Gehältern, einem Aufenthaltstitel oder der russischen Staatsbürgerschaft gelockt und fanden sich prompt an der Front in der Ukraine wieder", schrieb Amnesty in einem veröffentlichten Bericht. Bei der Anwerbung werden demnach Mittel wie Nötigung, Betrug, Täuschung oder die Ausnutzung einer wirtschaftlichen Schwächelage eingesetzt. Damit seien die Voraussetzungen für den Vorwurf des Menschenhandels nach dem UN-Protokoll von Palermo aus dem Jahre 2000 erfüllt.
07.53 Uhr: Frau durch Drohnentrümmer in Russland getötet
In der südwestrussischen Region Woronesch ist nach Angaben des Gouverneurs eine Frau durch herabstürzende Drohnentrümmer ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, als die Teile auf ein Haus gefallen seien. Insgesamt habe die russische Flugabwehr 19 Drohnen über der Region zerstört. Darüber hinaus wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums auch andere Regionen mit ukrainischen Drohnen angegriffen. Landesweit seien 448 unbemannte Fluggeräte im Laufe der Nacht abgeschossen worden.
07.41 Uhr: Selenskyj zu Besuch in Kanada eingetroffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Besuch in Kanada eingetroffen. Premierminister Mark Carney erklärte, dass bei dem bis Freitag angesetzten Besuch "gemeinsame Prioritäten" im Mittelpunkt stünden, "darunter die Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Wirtschaft und Energie". Kanada bleibe "fest entschlossen", die Ukraine bei Verteidigung und Wiederaufbau zu unterstützen, erklärte Carney weiter.
05.58 Uhr: Russland meldet Verletzte nach Angriff mit Marinedrohnen in Sotschi
Bei einem Angriff mit Marinedrohnen auf den russischen Schwarzmeer-Badeort Sotschi sind nach Behördenangaben acht Menschen verletzt worden. Die Strandinfrastruktur sei nach dem Angriff teilweise beschädigt, teilten die Behörden der Region Krasnodar über den Messengerdienst Telegram mit. Ein von der Nachrichtenagentur Reuters verifiziertes Video in den sozialen Medien zeigt Schüsse und eine Explosion an einer Uferpromenade. In Sotschi befindet sich eine offizielle Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Angriffe der Ukraine mit Marinedrohnen sind im Vergleich zu Attacken aus der Luft eher selten.
01.00 Uhr: Tote bei russischem Drohnenangriff auf Einkaufszentrum in Sumy
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der nordukrainischen Stadt Sumy sind nach Angaben des regionalen Gouverneurs zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Vier der Verletzten seien in einem ernsten Zustand, teilte Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unter den Verletzten seien auch drei Teenager. Auf Fotos, die der Gouverneur im Internet veröffentlichte, sind ein schwer beschädigtes Gebäude und verstreute Trümmer zu sehen. Laut dem Gouverneur sind die Rettungskräfte weiter im Einsatz. Die an Russland grenzende Region ist immer wieder Ziel schwerer Angriffe. Moskau will dort nach eigenen Angaben eine Pufferzone einrichten.
Donnerstag, 10. September 2026
22.14 Uhr: Laut Trump will Putin Abkommen mit Ukraine
US-Präsident Donald Trump zufolge will der russische Präsident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine durch ein Abkommen beenden. Er habe ein großartiges Telefonat mit Putin geführt, sagte Trump vor Journalisten. Wenn auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Einigung wolle, wäre das "sehr schön". Das Hindernis sei jedoch, dass die beiden einander hassten. Trump hatte nach der Rückkehr von US-Unterhändlern aus Moskau und Kiew mit Putin telefoniert.
21.02 Uhr: Selenskyjs Flugzeug ist wohl nur knapp einem Drohnenangriff entgangen
Das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist beim Start in Moldau beinahe von einer Drohne getroffen worden, berichtet der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre. Selenskyj war auf dem Weg nach Oslo zur Trauerfeier für Norwegens verstorbenen König Harald V. Die ukrainischen Behörden und Selenskyj selbst äußerten sich bislang nicht zu dem Vorfall und auch Støre machte demnach keine weiteren Angaben.
Laut der US-Denkfabrik "Institute for the Study of War" (ISW) flog am Dienstag etwa eine Stunde lang eine russische Drohne im moldauischen und rumänischen Luftraum. Die Verteidigungsministerien in Moldau und Rumänien berichteten laut ISW von einer Shahed-Drohne, die aus der Ukraine in den moldauischen Luftraum eindrang, nach Rumänien weiterflog und schließlich nach Moldau zurückkehrte, bevor sie dort abstürzte. Ob es sich dabei um die von Støre genannte Drohne handelte, ist bislang unklar.
20.43 Uhr: Drei Tote in Sumy nach russischen Angriffen gemeldet
In Sumy im Osten der Ukraine kamen drei Menschen beim Einschlag einer Drohne auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums ums Leben, wie der amtierende Bürgermeister Artjom Kobsar auf Telegram mitteilte.14 weitere Personen wurden demnach verletzt. Der regionale Militärverwalter, Serhij Kriwoschejenko, hob auf Telegram hervor, dass der Angriff genau zu dem Zeitpunkt stattfand, als die Stadtbewohner von der Arbeit zum Einkaufen unterwegs waren. Das Einkaufszentrum sei beschädigt worden, zahlreiche Autos seien in Brand geraten.
20.10 Uhr: Tote nach russischen Angriffen auf Kiew und Mykolajiw
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam eine Frau ums Leben, als eine Kampfdrohne ein mehrstöckiges Wohngebäude traf. Drei weitere Bewohner, darunter Kinder, wurden nach Angaben des Zivilschutzes verletzt.
In der Hafenstadt Mykolajiw wurden bei wiederholten russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet. Weitere zwölf Personen wurden verletzt. Die Angriffe galten nach offiziellen Angaben Hafenanlagen und Lagerhäusern, in denen Lebensmittel gelagert werden. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Angriffe mit Drohnen und Präzisionswaffen, erklärte jedoch, dass lediglich militärische Lager angegriffen und getroffen worden seien.
Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Kramatorsk im Osten der Ukraine wurden mindestens neun Bewohner verletzt. Die Stadt sei von mindestens neun Gleitbomben getroffen worden, berichteten die Behörden.
20.07 Uhr: Merz bezweifelt Friedenswille Russlands
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bezweifelt, dass Russland zu neuen Friedensverhandlungen über die Ukraine bereit ist. Nach einem Treffen mit EU-Ratspräsident Antonio Costa sagte er: "Wir haben im Augenblick wenig Anzeichen dafür, dass die russische Regierung, der russische Präsident bereit ist, in ernsthafte Gespräche über ein Ende des Krieges einzutreten". Die Bundesregierung mache seit Monaten Gesprächsangebote, um eine diplomatische Lösung zu erreichen. "Aber solange sich die russische Regierung allen Wünschen um ein Gespräch, um Verhandlungen, diplomatische Lösungen verschließt, sehe ich im Augenblick relativ wenig Chancen." Man werde die Ukraine so lange weiter unterstützen. Das diene nicht der Verlängerung des Krieges, sondern dessen Beendigung.
18.51 Uhr: Berichte über ukrainische Angriffe im Norden Westsibiriens
Medienberichten zufolge hat die Ukraine eine Gas-Kondensationsanlage in Nowy Urengoj im Autonomen Kreis Jamal-Nenzen im Norden Westsibiriens angegriffen, über 3.000 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt. Die ukrainische Nachrichtenagentur Unian veröffentlichte dazu nicht überprüfbare Fotos aus russischen sozialen Medien. Der Gouverneur des Kreises Jamal-Nenzen, Dmitri Artjuchow, bestätigte den Angriff der Kampfdrohnen und sprach von einem Brand, der durch herabstürzende Trümmer verursacht worden sei. Nach seiner Darstellung wurden die anfliegenden Drohnen abgeschossen und die Situation sei unter Kontrolle. Das angegriffene Unternehmen gilt als eine der wichtigsten Einrichtungen der Gas-Infrastruktur der Region. Die Ukraine greift seit einiger Zeit Industrie- und Rüstungsbetriebe sowie Raffinerien auf russischem Staatsgebiet an, um das russische Militär zu schwächen.
17.45 Uhr: EU-Rechnungshof moniert stockende Abkehr von Russlands Öl und Gas
Laut einem Bericht des Europäischen Rechnungshofes stocken die Bemühungen der EU um eine Unabhängigkeit von russischem Öl und Erdgas. Zugleich seien die Gasspeicher vor dem Winter ungewöhnlich leer. Sie sind Daten des Branchenverbandes Gas Infrastructure Europe zufolge zu 67 Prozent gefüllt, im Vergleich zu 80 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die EU-Kommission veranschlagt 300 Milliarden Euro für den Ausstieg aus russischen Energielieferungen. Die Mitgliedsstaaten haben davon jedoch erst 54,3 Milliarden Euro eingeplant. Die EU-Kommission teilt dazu mit, man werde die Empfehlungen des Rechnungshofs prüfen.
16.26 Uhr: Russland greift erneut Zug an - diesmal in der Ostukraine
Nach Angaben ukrainischer Behörden haben russische Drohnen erneut einen Zug angegriffen. Eine Drohne sei im ostukrainischen Gebiet Charkiw im hinteren Teil des Zuges eingeschlagen und habe einen Brand ausgelöst. Dabei seien sechs Menschen verletzt worden. Erst gestern hatte Russland zwei Passagierzüge in anderen Teilen der Ukraine angegriffen.
16.22 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Drohnenangriffen auf Cherson in der Südukraine
Mindestens zwei Menschen wurden getötet, als russische Drohnen das südukrainische Cherson angegriffen haben, berichtet die regionalen Militärverwaltung. Zudem wurden den Angaben zufolge drei Menschen verletzt. Die Großstadt Cherson liegt am Unterlauf des Flusses Dnipro, der in der Südukraine die Frontlinie zwischen russischen und ukrainischen Truppen darstellt.
16.10 Uhr: Selenskyj wirft Westen zu wenig Druck auf Russland vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem Westen vorgeworfen, angesichts zunehmender russischer Angriffe auf zivile Gebiete zu sachte mit Moskau umzugehen. In sozialen Medien schrieb er: "Leider ist die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf diese Angriffe, die praktisch jeden Tag Menschen das Leben kosten, zu gering ausgefallen". Eine Reaktion sei aber nötig. Moskau dürfe nicht mit der Annahme in den Winter gehen, "dass es ohne Konsequenzen mit Raketen- und Drohnenterror davonkommen könne." Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden bei russischen Luftangriffen allein im Juli 437 ukrainische Zivilisten getötet. Das seien mehr als in irgendeinem anderen Monat seit März 2022.
16.04 Uhr: AfD-Bundestagsabgeordneter provoziert mit Putin-Wertschätzung
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Koegel hat in einer Rede zum Etat des Auswärtigen Amts den Kreml-Chef als "geschätzten Präsidenten Wladimir Putin" bezeichnet, von dem keine Kriegsgefahr für die Nato ausgehe. Bundesverteidigungsminister Pistorius erwiderte in Richtung AfD-Fraktion: "Ihre Verbindungen nach Moskau sind buchstäblich verräterisch - verräterisch in jeder Beziehung." Russland führe Krieg gegen die ukrainische Zivilbevölkerung und bedrohe Deutschland und Europa. Pistorius sprach von einer ernsten und konkreten Gefahr. "Sie sollten sich schämen", fügte er in Richtung AfD hinzu. Der CDU-Abgeordnete Spahn sagte: "Das ist Verrat am Vaterland und nichts anderes." Putin sei ein Mann, "dessen Soldaten jeden Tag in der Ukraine vergewaltigen, Kinder verschleppen und brandschatzen", so Spahn. Der Kreml-Chef sei auch "der Mann, der Morde in Deutschland und Anschläge gegen Deutschland veranlasse.
12.55 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Grenzübergang nach Moldau
Bei russischen Angriffen auf den ukrainisch-moldauischen Grenzübergang Starokosatsche in der Südukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken mit. Seinen Angaben nach stellte der Grenzübergang seine Arbeit ein. Nach Auskunft des Zivilschutzdienstes wurden Anlagen, Busse, Lastkraftwagen und Autos beschädigt. Ein Großbrand sei ausgebrochen.
11.12 Uhr: Polen erhält Milliarden-Rüstungskredit von den USA
Polen erhält von den USA einen Kredit in Milliardenhöhe für die Anschaffung amerikanischer Rüstungsgüter. "Polen wird noch mehr Verantwortung für die Sicherheit Europas übernehmen", sagte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bei der gemeinsamen Unterzeichnung der Vereinbarung mit US-Staatssekretär Thomas DiNanno. Vorgesehen ist ein Darlehen in Höhe von umgerechnet 3,44 Milliarden Euro im Rahmen des Programms Foreign Military Financing (FMF).
11.10 Uhr: Russischer Oligarch Abramowitsch scheitert erneut mit Klage gegen EU-Sanktionen
Der russische Oligarch Roman Abramowitsch ist zum dritten Mal mit einer Klage gegen die EU-Sanktionen gegen ihn gescheitert. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg hat die Klage abgewiesen. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 war Abramowitsch wegen seiner Verbindungen zum Kreml mit Sanktionen belegt worden, sein Vermögen in der EU wurde eingefroren. (Az. T-358/25)
10.07 Uhr: Merz bekennt sich zur Hilfe für die Ukraine
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich zur weiteren Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland bekannt und sich damit von der AfD abgegrenzt. "Wir unterstützen die Ukraine und wir werden sie weiter unterstützen, weil sie auch unsere Freiheit verteidigt", sagte der CDU-Vorsitzende in der Generaldebatte des Bundestags. Er warf AfD-Chefin Alice Weidel eine "geradezu groteske Umkehr von Täter und Opfer" vor. Weidel hatte Merz zuvor aufgefordert, sich endlich für Friedensverhandlungen einzusetzen. Sie warf ihm "Kriegspropaganda gegenüber Russland" vor.
09.01 Uhr: Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Noworossijsk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind in der südrussischen Hafenstadt Noworossijsk mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere 29 Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, bei Telegram mit. Drei der Verletzten sind demnach in einem ernsten Zustand. Es habe Schäden an acht Wohnhäusern und einem Kindergarten gegeben.
09.00 Uhr: Wadephul will mehr Ukraine-Rüstungsaufträge für Deutschland
Außenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsunternehmen. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an (...) Bestellungen in Deutschland gibt", sagte der CDU-Politiker im Podcast "Ronzheimer". "Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird."
Wadephul sagte in dem Gespräch mit "Bild"-Vize Paul Ronzheimer, Deutschland sei mittlerweile stärkster Unterstützer der Ukraine insgesamt. "Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert." Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt: "Wir stehen zu euch, wir unterstützen euch, aber ich muss den deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern das auch erklären. Und das Mindeste ist, dass ihr bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteiligt."
08.03 Uhr: Ukraine meldet Todesopfer bei Angriff auf Mykolajiw
Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw ist nach Angaben der Behörden ein Mensch getötet worden. Zudem seien weitere Menschen verletzt sowie Hafen-, Transport- und zivile Infrastruktur beschädigt worden, teilte ein örtlicher Behördenvertreter auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die strategisch wichtige Region nahe dem Schwarzen Meer ist seit Beginn des russischen Angriffskrieges immer wieder Ziel von Luftangriffen.
07.21 Uhr: Ukraine: Tote bei russischem Drohnenangriff an Grenzübergang nach Moldau
Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Grenzübergang zwischen der Ukraine und der Republik Moldau hat es nach ukrainischen Angaben Tote und Verletzte gegeben. Bei der Attacke in der Nacht seien zudem Brände ausgebrochen, teilte der ukrainische Grenzschutz auf Facebook mit. Russland habe auch wieder die Hauptstadt Kiew attackiert, erklärt der ukrainische Rettungsdienst auf Telegram.
Auch dort sei es zu Bränden gekommen, es sei aber niemand verletzt worden. Am Dienstag waren bei russischen Luftangriffen auf Kiew ukrainischen Angaben zufolge fünf Menschen getötet und 35 verletzt worden.
04.00 Uhr: Fünf Tote nach russischen Angriffen auf Kiew
Bei erneuten russischen Angriffen hat es in der Ukraine mehrere Tote und Verletzte gegeben. In der Hauptstadt Kiew kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, laut Behörden wurden mindestens 35 weitere Menschen verletzt. Mindestens 14 Hochhäuser seien durch Drohnen und Raketen beschädigt worden. Wie der ukrainische Präsident Selenskyj mitteilte, wurde auch ein Gebäude eines ukrainischen Fernsehsenders schwer getroffen. In der Region Sumy wurde ein Zug von Kampfdrohnen attackiert, zehn Menschen wurden dabei verletzt. Auch ein Wärmekraftwerk soll getroffen worden sein.
Zum Video: Russland greift Kiew nach Pause wieder an
Die EU hat angekündigt, der Ukraine Geld für den Kauf von US-Patriot-Luftverteidigungssystemen zu zahlen.
Mittwoch, 9. September 2026
22.44 Uhr: Ukraine meldet Tote, Verletzte sowie Blackouts durch russische Angriffe
Bei einer Serie von russischen Angriffen sind in der Ukraine zahlreiche Menschen zu Schaden gekommen. In der Hauptstadt Kiew wurden in Folge zahlreicher Angriffe, die bereits in der Nacht begonnen hatten, mindestens fünf Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten wurde von den Behörden mit mindestens 35 angegeben. Bei den Angriffen seien mehrere Wohnhäuser getroffen und beschädigt worden. Daneben wurden in der Region Sumy im Osten des Landes zehn Menschen in einem Lokalzug bei einem Angriff von Kampfdrohnen verletzt. Bei der Attacke seien die Lokomotive sowie ein Passagierwaggon getroffen und in Brand gesetzt worden, teilte die Behörden auf Telegram mit.
Der staatliche Stromversorger DTEK berichtete vom Komplettausfall eines Wärmekraftwerks nach einem russischen Angriff. Die Stromerzeugung in der Anlage sei nach erheblichen Schäden eingestellt worden. DTEK machte keine Angaben zum Standort des Kraftwerks. Die Behörden von Mykolajiw und Cherson berichteten von einem vollständigen Blackout in Gemeinden.
22.40 Uhr: Wadephul weist Lawrows "Krieg"-Äußerungen zurück
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Äußerungen seines russischen Kollegen Sergej Lawrow zu angeblichen deutschen Kriegsabsichten nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle scharf zurückgewiesen. Im Podcast "Ronzheimer" sagte der CDU-Politiker: "Wir wissen ganz genau, und Sergej Lawrow weiß natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat – und dass wir darauf reagiert haben, darauf reagieren mussten". Dabei bezog er sich auf den Anschlagsversuch mit Sprengstoffdrohnen, für den die Bundesregierung macht Russland verantwortlich macht. In der Folge kündigte sie die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn sowie des russischen Kulturzentrums in Berlin an. Lawrow sagte daraufhin am Sonntag, Berlin wolle "wieder Krieg" gegen sein Land führen.
Wadephul sagte in dem Podcast weiter, dass Lawrow seine Äußerung ausgerechnet am Wahltag in Sachsen-Anhalt getätigt habe, sei möglicherweise in der Absicht geschehen, für weitere Verunsicherung zu sorgen. "Wir müssen damit umgehen, dass diese russische Regierung in allen Möglichkeiten, die sie hat, versucht, auf unsere Gesellschaft einzuwirken." Deutschland ließe sich aber nicht einschüchtern.
22.37 Uhr: Wadephul - Ukraine soll mehr deutsche Rüstungsgüter kaufen
Bundesaußenminister Johann Wadephul dringt bei der Ukraine auf mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsfirmen. "Wir sind mittlerweile der stärkste Unterstützer der Ukraine, was finanzielle und militärische Unterstützung angeht. Und es muss naturgemäß so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert", sagt Wadephul der "Bild". Das Mindeste sei, dass die Ukraine bei allen Beschaffungsmaßnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteilige. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an Bestellungen in Deutschland gibt", sagte Wadephul. "Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird."
20.45 Uhr: Rumänien und Moldau melden Drohnenvorfälle
Rumänien hat das Eindringen einer Drohne in seinen Luftraum gemeldet. Zwei spanische F-18-Flugzeuge hätten die Flugbahn der Drohne verfolgt, die nach etwa 30 Minuten in der benachbarten Republik Moldau abgestürzt sei, teilte das Verteidigungsministerium mit. Die moldauische Polizei teilte mit, die Drohne sei auf ein Sonnenblumenfeld gestürzt und habe Brände ausgelöst. Verletzt worden sei niemand.
20.41 Uhr: russischer Angriff trifft Padelspielfeld
Der Padelclub der Tennis-Weltranglistenneunten Elina Switolina in Kiew ist nach ihren Angaben durch die Folgen eines russischen Angriffs schwer beschädigt worden. Die 31-Jährige veröffentlichte via Instagram Fotos eines Brands und einer weitgehend eingestürzten Decke, deren Teile auf den Plätzen lagen. "Mit dieser Nachricht möchte ich unsere internationalen Partner und Freunde erreichen, die uns, die ukrainischen Athleten, auf internationaler Bühne unterstützen und anfeuern, und um Unterstützung und konkrete Aktionen bitten, die helfen können, den Aggressor zu stoppen", schrieb Switolina. Sie hatte den Padelclub vor gut vier Monaten eröffnet. Man arbeite bereits an der Wiederherstellung der Halle, schrieb Switolina im Internet. Sie beklagte die ungleichen Bedingungen, unter denen ukrainische Athleten wegen des russischen Angriffskrieges trainieren.
19.36 Uhr: EU will Ukraine Geld für US-Patriot-Raketen geben
Eigentlich sollen EU-Rüstungshilfen bevorzugt für europäische Rüstungsgüter ausgegeben werden. Nun soll die Ukraine aber ausnahmsweise Geld erhalten, um US-amerikanische Patriot-Flugabwehrraketen zu kaufen. Laut EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen haben die EU-Mitgliedsstaaten einer entsprechenden Ausnahmeregelung zugestimmt. Nun sollen möglichst rasch 3,2 Milliarden Euro an die Regierung in Kiew fließen.
Die Nato ist an dem Vorhaben über die sogenannte Purl-Initiative beteiligt. Diese sieht vor, dass in den USA hergestellte Rüstungsgüter für die Ukraine von den europäischen Verbündeten und Kanada finanziert werden. Das frische Geld wird konkret über das aktuelle EU-Unterstützungsdarlehen für die Ukraine bereitgestellt. Dieses sieht bis Ende 2027 Zahlungen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro vor. Der formelle Auszahlungsbeschluss für die 3,2 Milliarden Euro soll nach Angaben aus der Kommission in den kommenden Tagen gefasst werden.
19.04 Uhr: Mutmaßlicher russischer Spion in Moldau festgenommen
Die Polizei der Republik Moldau hat einen 49-Jährigen wegen Verdachts auf Spionage festgenommen. Sie teilte mit, der Mann stamme aus Aserbaidschan und habe militärische Ziele sowie einige US-Einrichtungen in Moldau ausgespäht. Die gesammelten Informationen habe er an ein mutmaßliches russisches Geheimdienstmitglied weitergeleitet. Der Verdächtige sei in der Ukraine und in Moldau für Sabotageaktionen ausgebildet worden. Er sei für 30 Tage in Untersuchungshaft genommen worden.
18.40 Uhr: Thinktank - Eroberung von Donezk erst 2032
Ein US-Thinktank schätzt, dass Russland die ukrainische Region Donezk - wenn überhaupt - erst im Jahr 2032 einnehmen kann. Jedenfalls, wenn es bei dem derzeitigen Vormarschtempo bleibe. Die Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) sagte weiter, der russische Vormarsch habe sich seit 2025 im gesamten Kriegsgebiet deutlich verlangsamt.
16.30 Uhr: Pistorius - Weitere deutsche Raketen für Ukraine
Vor dem nahenden Winter hat Verteidigungsminister Boris Pistorius die Lieferung weiterer Raketen aus Bundeswehrbeständen angekündigt. "Die Ukraine befindet sich in einem Wettlauf mit der Zeit. Der Winter kommt", sagte der SPD-Politiker am Dienstag bei einem virtuellen Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe, der Unterstützerstaaten des Landes. Außerdem forderte er eine Stärkung der ukrainischen Luftabwehr.
15.40 Uhr: Inflation in der Ukraine durch Angriffe höher
Die verstärkten russischen Luftangriffe treiben die Inflation in der Ukraine nach Prognose der Zentralbank hoch. Allein die gestiegenen Kosten für Unternehmen und die Störungen der Logistik werden die Inflationsrate in diesem Jahr um 0,4 bis 0,6 Prozentpunkte erhöhen, wie der stellvertretende Notenbankchef Wolodymyr Lepuschynskyj am Dienstag in einem Beitrag für die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine schrieb. Die Notenbank rechnet für Ende 2026 ohnehin mit einer Teuerungsrate von rund zehn Prozent.
15.15 Uhr: Viele zivile Opfer wegen Streumunition
Durch den Einsatz von Streumunition sind im vergangenen Jahr weltweit mindestens 1.063 Menschen getötet oder verletzt worden - die meisten davon in der Ukraine. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Organisation Cluster Munition Coalition hervor. Die überwiegende Mehrheit der Opfer – 87 Prozent – waren demnach Zivilisten, rund zwei Fünftel davon Kinder. Es handele sich dabei um die dritthöchste jährliche Opferzahl, die von der Organisation seit Beginn ihrer Aufzeichnungen 2010 erfasst wurde.
13.00 Uhr: Goethe-Institut: Müssen Arbeit in Russland bis Sonntag beenden
Die russischen Behörden haben die Schließung der verbliebenen Goethe-Institute im Land bis Sonntag angeordnet. Wie das Goethe-Institut mit Hauptsitz in München am Dienstag mitteilte, müssten die beiden letzten aus Deutschland entsandten Beschäftigten das Land auf Anweisung aus Moskau bis zum 13. September verlassen. Damit seien die Türen der Goethe-Institute in Moskau und Sankt Petersburg vorerst ab kommendem Montag geschlossen, erklärte Generalsekretärin Gitte Zschoch.
12.50 Uhr: Neue Regierung in Ungarn weist russische Diplomaten aus
Ungarn weist zehn russische Diplomaten aus und markiert damit eine Abkehr von der pro-russischen Politik des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orban. Ihnen würden Aktivitäten vorgeworfen, die mit ihrem diplomatischen Status unvereinbar seien, teilt das Außenministerium in Budapest mit. Russland kündigte eine schmerzhafte Vergeltung an, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldet.
12.03 Uhr: Selenskyj - Gibt "anständige Ideen" bei US-Friedensvorschlägen
US-Unterhändler haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mehrere "anständige Ideen" zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende sowohl Russland als auch die Ukraine besucht.
Selenskyj teilte in einem WhatsApp-Gruppenchat mit, ein nächstes trilaterales Treffen könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder der Schweiz stattfinden, wobei unter anderem Getreidelieferungen und die Energieinfrastruktur besprochen werden sollten.
11.06 Uhr: Russland will Prämien von straffälligen Soldaten zurückfordern
Zeitsoldaten sollen nach dem Willen des russischen Verteidigungsministeriums bei Straffälligkeit einen Teil ihrer Antrittsprämien zurückzahlen. Hintergrund ist die Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt unter denjenigen, die an Russlands Krieg gegen die Ukraine teilnehmen.
Wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, will das Verteidigungsministerium im Falle einer Straftat einen Teil der Einmalzahlungen zurückfordern, "um die Motivation des Militärpersonals zur Einhaltung der Gesetze zu erhöhen".
10.01 Uhr: Russland meldet drei Tote bei ukrainischen Angriffen
Russland meldet drei Tote bei ukrainischen Angriffen. Zwei Menschen wurden bei Angriffen auf der 2014 von Russland besetzten Halbinsel Krim getötet, wie der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow mitteilte. Ein Mensch sei dort verletzt worden. Zudem sei ein Mensch bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Stadt Starodub in der Grenzregion Brjansk ums Leben gekommen, teilten die örtlichen Behörden mit.
08.57 Uhr: Ukraine meldet zwei Tote bei Angriffen auf Kiew
Bei den nächtlichen russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet worden. Mindestens zehn weitere wurden verletzt. In mindestens fünf Stadtbezirken wurden Schäden und Brände gemeldet, wie der ukrainische Katastrophenschutz mitteilte. Nach Angaben der Militärverwaltung der Hauptstadt wurde zivile Infrastruktur an mindestens 16 Orten beschädigt.
Im Video: Neue Angriffswelle auf Kiew
Neue Angriffswelle auf Kiew
07.51 Uhr: Großbritannien sagt Ukraine Luftabwehrpaket für den Winter zu
Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen umfassen, teilte die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden.
05.41 Uhr: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Saratow
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Saratow an der Wolga ist zivile Infrastruktur getroffen worden, mehrere Menschen wurden verletzt. Das teilte Regionalgouverneur Roman Busargin auf dem Messenger-Dienst Telegram mit. In der Region Saratow befinden sich eine große Ölraffinerie des staatlichen Ölkonzerns Rosneft sowie weitere industrielle und militärische Anlagen.
04.25 Uhr: Kiew meldet neue russische Angriffe
Aus Kiew wurden nächtliche Explosionen gemeldet, mehrere Wohnhäuser, eine Schule und Autos seien von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden, berichten ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben. Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" schreibt, dass laut Bürgermeister Vitali Klitschko mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet wurden.
Bei der Angriffswelle kamen demnach auch ballistische Raketen zum Einsatz, die für die Ukraine besonders schwer abzuwehren sind. Auch in anderen Regionen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst. Das genaue Ausmaß der Angriffe und Schäden war zunächst noch unklar. Die Angaben der Kriegsparteien konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
02.12 Uhr: Russland setzt Angriffe auf Kiew nach dreitägiger Pause fort
Nach dem Ende einer dreitägigen Angriffspause wegen des Besuchs ranghoher US-Vermittler in Kiew hat Russland seine Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ukrainischen Angaben zufolge wieder aufgenommen. Die russische Armee habe die Bezirke Boryspil und Fastiw mit Drohnen angegriffen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz im Onlinedienst Telegram mit. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei.
Dienstag, 8. September 2026
23.05 Uhr: Generalstaatsanwalt der Ukraine will zurücktreten
Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. Er schrieb auf Telegram, es sei eine "politische Entscheidung". Er wolle nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht werde. Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt. Sie soll angeblich Bestechungsgelder kassiert haben. Krawtschenko weist jede Verstrickung in diese Affäre zurück: "Ich weise die Anschuldigungen zurück, wonach ich an der Entgegennahme und der Wäsche von Geldern beteiligt gewesen sein soll, die aus illegalen Callcentern stammen".
20.25 Uhr: Saporischschja wieder mit Strom versorgt
Das von Russland besetzte große ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben des russischen Staatskonzerns Rosatom wieder an die externe Stromversorgung angeschlossen. Der Strom fließe über die Ferosplawna-Leitung, teilt das Unternehmen mit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt dies auf der Plattform X. Die Anlage arbeite normal, erklärte Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Das AKW war seit dem 20. August ohne externe Stromzufuhr und für die Kühlung auf Notstromaggregate angewiesen, doch denen ging allmählich der Diesel aus. Die IAEA hatte eine örtliche Feuerpause vermittelt, um die Reparatur zu ermöglichen. IAEA-Chef Rafael Grossi sprach von einem entscheidenden Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls.
20.00 Uhr: Kallas hält Russland für nicht an Frieden interessiert
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erwartet angesichts Moskaus Haltung wenig von Gesprächen, wie sie die US-Unterhändler Witkoff und Kushner nach ihren Besuchen in Moskau und Kiew angekündigt haben. Bei einem Besuch in Litauen sagte Kallas: "Wir sehen nicht, dass Russland wirklich an Frieden interessiert ist". Moskau habe kein einziges Zugeständnis gemacht, im Gegenteil: "Wenn sie die Initiative am Boden verlieren, bombardieren sie Zivilisten aus der Luft", sagte Kallas in Vilnius. Der Besuch der US-Unterhändler Witkoff und Kushner in Kiew freue sie, so Kallas: "Für die Ukrainer bedeutete dies drei Tage ohne Bombardierungen der Zivilbevölkerung. Ich denke, das ist die positive Seite dieses Besuchs", sagte sie. Russlands Präsident Putin hatte für die Dauer des Besuchs der US-Unterhändler eine dreitägige Pause der Angriffe auf Kiew verkündet, die Ukraine verzichtete im Gegenzug in dieser Zeit auf Angriffe gegen Moskau.
18.00 Uhr: Wittkoff - Gespräche in Moskau und Kiew "erfolgreich"
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat seine Gespräche in Moskau am Samstag und in Kiew am Sonntag über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine als erfolgreich bezeichnet und die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche angedeutet. Im Onlinedienst x sprach er von "bedeutenden Fortschritten". Es habe auch "Bewegung bei der Planung weiterer trilateraler Gespräche" gegeben. Nach Angaben Frankreichs informierten die US-Gesandten die europäischen Vertreter in Kiew darüber, dass Russland eine "neue Bereitschaft" zeige, nach den im September anstehenden Duma-Wahlen über den Ukraine-Krieg zu verhandeln. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte nach dem Treffen mit den beiden, das Wichtigste sei, "weiter zusammenzuarbeiten".
17.29 Uhr: Finnland stellt Zaun an der russischen Grenze fertig
Nach zwei Jahren Bauzeit hat Nato-Mitglied Finnland 200 Kilometer Zaun an der Grenze zu Russland fertiggestellt. Seit August 2024 war er an mehreren Abschnitten der über 1.300 Kilometer langen Grenze zu Russland entstanden. "Der Grenzzaun an der Ostgrenze ist in diesen unvorhersehbaren Zeiten ein wesentlicher Bestandteil eines wirksamen Grenzsicherheitssystems", sagte die finnische Innenministerin Mari Rantanen laut einer Pressemitteilung.
16.21 Uhr: Russland und Nordkorea eröffnen erste Straßenverbindung
Zwischen Nordkorea und Russland gibt es nun erstmals eine Straßenverbindung. Nach Angaben des russischen Ministerpräsidenten Michail Mischustin ist der Bau einer Brücke über den Grenzfluss Tumannaja (Tumen) abgeschlossen worden. Nordkorea werde dadurch an den internationalen Transportkorridor "West-Ost" über Wladiwostok nach St. Petersburg im Nordwesten Russlands angeschlossen. Nordkorea ist für Russland in dessen Krieg gegen die Ukraine ein wichtiger Verbündeter.
15.26 Uhr: Tote nach russischen Bombenangriffen auf Kramatorsk
Bei russischen Gleitbombenangriffen sind im ostukrainischen Kramatorsk mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere seien verletzt worden, teilte die ukrainische Polizei bei Telegram mit. Insgesamt seien auf die Stadt im Gebiet Donezk vier 250-Kilogramm-Bomben abgeworfen worden. Demnach schlugen zwei der Bomben in Wohnhäuser ein.
14.32 Uhr: Tabakunternehmen – Werk in Ukraine bei russischem Angriff beschädigt
Bei einem russischen Angriff ist ein Werk von British American Tobacco (BAT) in der Stadt Pryluky in der nordukrainischen Region Tschernihiw beschädigt worden. Die Folgen des Angriffs würden derzeit überprüft, teilt BAT auf Anfrage mit. Nach ersten Erkenntnissen sei niemand verletzt worden.
13.54 Uhr: Gouverneur - Ein Toter im besetzten Luhansk bei ukrainischem Angriff
In der von Russland besetzten ostukrainischen Region Luhansk ist nach Angaben der dortigen Behörden bei einem ukrainischen Angriff ein Mensch getötet worden. Ein Fahrzeug sei beschossen worden, teilte der von Russland installierte Gouverneur Leonid Pasetschnik mit.
13.32 Uhr: Selenskyj drängt nach Besuch von US-Gesandten auf Fortsetzung der Diplomatie
Nach dem Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew und Moskau drängt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges, das Entscheidende sei nun, zusammenzuarbeiten, um die Diplomatie am Laufen zu halten. "Unsere Partner wissen, was Früchte tragen kann und was vor dem Winter Früchte tragen muss", erklärte Selenskyj auf X. Man koordiniere nun die nächsten Schritte und bereite weitere Treffen und Kontakte vor.
12.30 Uhr: Kreml schließt neue Gespräche zwischen Moskau, Kiew und Washington nicht aus
Russland hat sich offen gezeigt für eine Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche mit der Ukraine und den USA. "Auch wir schließen eine Wiederaufnahme des trilateralen Formats nicht aus, aber es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh, um etwas über einen Ort oder die genauen Termine zu sagen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Zudem sei auch ein Telefonat zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump zur Erörterung der jüngsten Vermittlungsbemühungen möglich.
Die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff waren am Wochenende nach Moskau und Kiew gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Ukraine-Konflikts vorzulegen. Kushner erklärte danach, die Rückkehr zu einem trilateralen Format könne Fortschritte bringen. Zuletzt hatten die USA im Februar bei direkten Unterredungen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz als Vermittler am Tisch gesessen. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche auf Eis.
Im Audio: Kreml schließt neue Gespräche zwischen Moskau, Kiew und Washington nicht aus
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow
12.25 Uhr: Tote durch Luftangriffe in Russland und auf annektierter Krim
Bei ukrainischen Luftangriffen sind nach Angaben russischer Behörden mehrere Menschen in Russland und auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim getötet worden. In Perm mehr als 1.100 Kilometer östlich von Moskau kam laut Gebietsgouverneur Dmitri Machonin ein Mensch infolge eines ukrainischen Angriffs ums Leben. Vier weitere seien verletzt und ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden.
In der Grenzregion Belgorod wurde nach Angaben des regionalen Zivilschutzstabs ein Mann in der Stadt Graiworon bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Auf der bereits 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim berichtete der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, dass ein Mann und eine Teenagerin bei einem ukrainischen Angriff getötet worden seien. Acht mehrstöckige Wohnhäuser wurden demnach beschädigt.
11.44 Uhr: Ukrainischer Generalstaatsanwalt weist Korruptionsvorwürfe zurück
Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Die Anschuldigungen im Zusammenhang mit betrügerischen Callcentern seien "durch nichts belegt", schrieb Krawtschenko auf Telegram. Am Samstag hatten Antikorruptionsbehörde und Staatsanwaltschaft mitgeteilt, ein Geldwäschenetzwerk aufgedeckt zu haben, das "von einem Verantwortlichen im Büro des Generalstaatsanwalts geführt" worden sei, die Büros der Generalstaatsanwaltschaft wurden durchsucht.
Den Ermittlern zufolge erhielt das Netzwerk Geld, um betrügerische Callcenter zu schützen. Es seien "Vermögen in Höhe von Millionen" gewaschen worden. "Ich weise die Anschuldigungen zurück, wonach ich an der Entgegennahme und der Wäsche von Geldern beteiligt gewesen sein soll, die aus illegalen Callcentern stammen", erklärte Krawtschenko dazu. Schätzungen zufolge beschäftigen illegale Callcenter in der Ukraine fast 60.000 Menschen und erwirtschaften im Monat bis zu eine Milliarde Dollar (860 Millionen Euro).
11.19 Uhr: Widerstand aus Mitgliedstaaten: EU streicht Verteidigungs-Expertengremium
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die geplante Einrichtung einer Expertengruppe für die europäische Verteidigung vorerst auf Eis gelegt. Das für Montag geplante Auftakttreffen des Gremiums wurde wegen der Einwände einiger Mitgliedstaaten kurzfristig abgesagt, wie EU-Vertreter bestätigten. Demnach kam der Widerstand zunächst aus Italien, Frankreich und Deutschland schlossen sich später an. Den Angaben zufolge sahen die Länder in der Initiative einen Eingriff in nationale Kompetenzen im Verteidigungsbereich.
Kallas hatte die Pläne für das Treffen vergangene Woche verkündet. Die Gruppe sollte sich aus hochrangigen politischen und militärischen Vertretern aus mehreren EU-Ländern sowie aus Großbritannien und der Ukraine zusammensetzen. Das Gremium sollte neue Lösungsansätze für den Verteidigungs- und Sicherheitsbereich ausarbeiten.
09.14 Uhr: Russland meldet zwei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen
In Russland sind bei ukrainischen Drohnenangriffen nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Ein Todesopfer habe es in der Region Perm gegeben, teilte der Gouverneur der Region, Dmitri Machonin, mit. Vier weitere Menschen seien dort verletzt worden, als ein Wohngebäude bei dem Angriff beschädigt worden sei. Die örtliche Luftabwehr habe 27 Drohnen abgeschossen. Perm liegt am Rande des Uralgebirges im Osten des europäischen Teils Russlands.
In der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod sei zudem ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Das russische Militär griff im Gegenzug nach eigenen Angaben erneut ukrainische Häfen an. Ein Schiff im Hafen von Tschornomorsk sei am Sonntagabend getroffen worden, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Schiff habe Militärgüter an Bord gehabt. Zudem seien am Montagmorgen Verladeanlagen im Hafen von Ismajil attackiert worden.
07.58 Uhr: Spekulationen über Gespräche unter US-Vermittlung
Nach den Gesprächen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew ist weiterhin unklar, welche Vorschläge für eine Friedenslösung sie den Kriegsparteien vorgelegt haben. Spekuliert wird darüber , ob es zu einer Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung kommen könnte. Die Rückkehr zu einem trilateralen Format könnte Fortschritte bringen, sagte Kushner zum Abschluss des ersten Besuchs der US-Gesandten in der ukrainischen Hauptstadt.
Zuletzt hatten die USA im Februar bei direkten Unterredungen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz als Vermittler am Tisch gesessen. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche auf Eis - auch weil die USA durch den Iran-Krieg abgelenkt waren. Sowohl die ukrainische Führung als auch ihre europäischen Verbündeten werfen der Regierung in Washington vor, nicht genügend Druck auf Russland auszuüben.
Im Audio: Reise von Witkoff und Kushner ohne klare Ergebnisse
Die US-Gesandten Steve Witkoff (r.) und Jared Kushner in Kiew
05.45 Uhr: Neue wechselseitige Luftangriffe während der Nacht
Die Region Kiew wurde während des Besuchs von US-Unterhändlern von Russland nicht angegriffen, andere Teile der Ukraine waren jedoch in der Nacht von neuen Attacken betroffen. In Dnipro kam bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum ein Arbeiter ums Leben, drei weitere Personen wurden verletzt, wie der regionale Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mitteilte.
Von der russisch besetzten Halbinsel Krim wurden mehrere ukrainische Drohnenangriffe gemeldet. Dabei wurden nach Angaben der Behörden drei Menschen verletzt. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
01.05 Uhr: Kushner und Witkoff aus Kiew abgereist
Nach ihren Gesprächen in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind die beiden US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff aus der ukrainischen Hauptstadt abgereist. "Wir haben den Sonderzug von Steve Witkoff und Jared Kushner verabschiedet", erklärte die ukrainische Eisenbahngesellschaft auf Telegram. Nach Angaben aus ukrainischen Präsidentschaftskreisen legten die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump neue, "effektivere" Vorschläge für eine Beendigung des russischen Angriffskrieges vor.
Bei einer Pressekonferenz in Kiew hatte Witkoff zuvor Zugeständnisse von beiden Kriegsparteien gefordert. "Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen", sagte der US-Sondergesandte und fügte hinzu: "Wir denken, über die notwendigen Elemente" für einen Kompromiss zu verfügen. Witkoff sprach von einer "sehr bedeutsamen, substanziellen und wichtigen Diskussion", die solange fortgesetzt werde "wie es nötig ist". Kushner fügte hinzu: "Hoffentlich hat diese Reise neue Wege aufgezeigt, wie wir vorankommen können. Ich denke, wir haben viel aus dieser Reise gelernt."
Montag, 7. September 2026
19.03 Uhr: Selenskyj mit wenig Hoffnung auf baldigen Frieden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach seinen Unterredungen mit Vertretern der USA und Europas wenig optimistisch über die Aussichten auf einen baldigen Frieden geäußert. "Sollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein "Winterpaket"", sagte Selenskyj nach Angaben ukrainischer Medien. Darüber habe er länger mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner sowie den Vertretern Europas gesprochen.
Im Scherz meinte er, die Anwesenheit Witkoffs und Kushners habe "besser funktioniert als die Patriot-Flugabwehrsysteme". Die beiden Emissäre von US-Präsident Donald Trump sollten öfter nach Kiew kommen, um den Bewohnern eine Chance zu geben, ohne die ständigen russischen Angriffe ein wenig Luft zu holen. Kremlchef Wladimir Putin hatte für die Dauer des Besuchs der US-Unterhändler eine dreitägige Pause in den Angriffen auf Kiew verkündet, die Ukraine verzichtete dafür in dieser Zeit auf Angriffe gegen Moskau.
18.48 Uhr: Witkoff ruft Russland und Ukraine zu "Kompromissen" für Kriegsende auf
Der US-Gesandte Steve Witkoff hat Moskau und Kiew zu "Kompromissen" aufgefordert, um einen Ausweg aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finden. "Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen", sagte Witkoff am Sonntag bei einer Pressekonferenz nach Gesprächen in Kiew. "Wir denken, über die notwendigen Elemente zu verfügen, um das zu erreichen", fügte Witkoff hinzu.
17.41 Uhr: Kushner - Trump strebt dauerhaften Frieden in der Ukraine an
US-Präsident Donald Trump strebt nach den Worten seines Schwiegersohns Jared Kushner einen dauerhaften Frieden für die Ukraine an. Alle künftigen Vereinbarungen sollten die Möglichkeiten eines weiteren Kriegs ausschließen und der Ukraine die Gelegenheit geben, den während der Kriegsjahre bewiesenen Einfallsreichtum für die weitere Entwicklung des Landes einzusetzen, sagte Kushner nach Angaben der ukrainischen Agentur Unian am Rande der Unterredungen in Kiew.
16.47 Uhr: US-Gesandte - Erste Gesprächsrunde in Kiew ermutigend
Die erste Gesprächsrunde zwischen den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner und der Ukraine ist beendet. Witkoff spricht von einer ermutigenden, substanziellen und wichtigen Diskussion. Kushner fügt an, dass die US-Verhandler sich darauf freuen, weitere Fortschritte zu machen. Kushner und Witkoff waren zuvor in Moskau und danach erstmals in Kiew.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj empfing sie unter freiem Himmel vor der Sophienkathedrale, einem Symbol für die lange historische Tradition des Landes. "Wir haben Gespräche begonnen", schrieb Selenskyj auf dem Portal X.
Nach einer ersten Gesprächsrunde stießen die ebenfalls angereisten die Sicherheitsberater der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu den Unterredungen hinzu, wie ukrainische Medien berichteten. Zum Verlauf der Gespräche wurden zunächst keine Informationen veröffentlicht.
16.45 Uhr: Russland meldet Angriff auf ukrainischen Frachter
Russland hat nach eigenen Angaben einen ukrainischen Frachter im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff habe Militärausrüstung an Bord gehabt, die von westlichen Staaten für die ukrainische Armee bestimmt gewesen sei, melden russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
15.44 Uhr: Selenskyj - An Gesprächen mit US-Gesandten nehmen auch europäische Sicherheitsberater teil
An den Gesprächen der US-Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs werden nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilweise auch europäische Sicherheitsberater teilnehmen. "Wir erwarten eine Gesprächsrunde (mit den US-Gesandten) und dann wird eine weitere mit den europäischen nationalen Sicherheitsberatern folgen", sagte Selenskyj am Sonntag in Kiew. Er sprach von "mehreren wichtigen Gesprächsrunden".
Russlands Außenminister Lawrow
14.30 Uhr: Lawrow verschärft Ton gegenüber Deutschland
Nach der Feststellung von Bundeskanzler Merz, dass Russland in den Drohnen-Vorfall auf dem Leipziger Flughafen verwickelt sei, verschärft der russische Außenminister Sergej Lawrow den Ton gegenüber Deutschland: Die Aussage des Bundeskanzlers sei "im Großen und Ganzen der Beginn eines echten Krieges", sagte Lawrow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass.
Und weiter: "All diese Aussagen von (Bundeskanzler Friedrich) Merz, Deutschland wieder zur führenden Militärmacht in Europa zu machen – sie werden nun in die Tat umgesetzt. Er erklärt uns faktisch den Krieg." Zur Schließung des Russischen Generalkonsulates in Bonn kommentierte Lawrow: "Ich erinnere mich, dass die Deutschen vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, des Großen Vaterländischen Krieges, ebenfalls ihre diplomatischen Vertretungen geschlossen haben ... Sie wollen wieder Krieg". Bundeskanzler Merz steuere "auf eine Kriegserklärung gegen uns zu. Die Lehren der Geschichte sind nicht beherzigt worden." Die "Metastasen des Nazismus" seien dabei, sich weiter auszubreiten. Dies sei ein "gefährliches Phänomen", so Lawrow. Die russische Regierung werde die "entsprechenden Schlussfolgerungen ziehen". Bereits angekündigt hat Moskau die Schließung der Goethe-Institut-Standorte in Russland.
12.55 Uhr: Ukraine meldet Attacke auf russische Ölraffinerie
Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht die Ölraffinerie im russischen Rjasan angegriffen. Die Großstadt liegt südlich von Moskau. Die Ukraine greift seit geraumer Zeit immer wieder Ölraffinerien und Öllager in Russland an und will damit die Versorgung des russischen Militärs stören. Es ist bereits zu erheblichen Schäden an den Anlagen gekommen, immer wieder muss der Betrieb unterbrochen werden. Als Konsequenz wurden in fast allen Regionen in Russland bereits Benzin und Diesel rationiert.
12.51 Uhr: Papst erfreut über neuen Anlauf für Frieden in der Ukraine
Papst Leo XIV. hat die jüngsten Bemühungen um eine Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges auf dem Verhandlungsweg begrüßt. Am Sonntag sagte er beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz vor Tausenden Pilgern: "Ich appelliere erneut, Gewalt und Zerstörung zu beenden und die Herzen für Dialog und Frieden zu öffnen." Vor dem Hintergrund der aktuellen Vermittlungsbemühungen US-amerikanischer Unterhändler in Moskau und Kiew fügte er hinzu: "Ich hoffe, dass die in diesen Tagen unternommenen Versuche, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, zu konkreten Ergebnissen führen und den Raum für die Diplomatie öffnen werden."
12.26 Uhr: US-Gesandte Witkoff und Kushner zu Gesprächen in Kiew eingetroffen
Die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Berichten zufolge kamen die beiden Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump per Zug aus Polen in der ukrainischen Hauptstadt an. Dort wollen sie mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beraten. Am Samstag hatten sie in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen. Ziel der Gespräche ist die Beendigung des Krieges.
Im Audio: Witkoff und Kushner in Kiew angekommen
Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner erstmals in Kiew eingetroffen.
12.20 Uhr: Selenskyj bekräftigt Friedenswillen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekräftigt vor einem Treffen mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dass sein Land eine Ende des von Russland begonnenen Krieges wolle. Die Ukraine brauche aber Sicherheitsgarantien. Für diesen Sonntag ist ein Treffen mit Witkoff und Kushner in Kiew geplant.
08.56 Uhr: Russisch-ukrainische Gegenattacken gehen weiter - Hauptstädte bleiben verschont
Während einer US-Vermittlungsmission haben Russland und die Ukraine wie vereinbart die Hauptstädte Kiew und Moskau von Angriffen verschont, an anderen Stellen aber aus der Luft attackiert. In der Ukraine wurde die frontnahe Großstadt Saporischschja beschossen, es gab nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow Opfer.
An der Grenze der Ukraine nach Rumänien trafen russische Drohnen nach Angaben örtlicher Behörden einen Grenzübergang. Dieser musste zeitweise geschlossen werden. Am Samstagabend tötete eine russische Drohne in der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw drei Mitglieder einer Familie.
In Russland verursachte ein ukrainischer Drohnenangriff einen Brand in der Raffinerie von Rjasan südöstlich von Moskau, wie Telegramkanäle inoffiziell berichteten. Regionalgouverneur Pawel Malkow bestätigte den Angriff und ein Feuer in einem nicht näher bezeichneten Industriebetrieb. Drohnenattacken wurden auch aus dem Gebiet Rostow in Südrussland gemeldet.
06.15 Uhr: Washington - US-Gesandte und Putin haben "konkrete Pläne" zur Beendigung des Kriegs erörtert
Nach dem Treffen der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau hat sich auch die US-Seite positiv geäußert. Witkoff und Kushner hätten bei ihrem Gespräch mit Putin "konkrete Pläne" für die nächsten Schritte zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erörtert, teilte das Weiße Haus mit.
Die Pläne sollten in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden. Die US-Gesandten freuten sich auf "ebenso produktive Treffen morgen in der Ukraine", hieß es aus dem Weißen Haus. Die Gesandten reisten kurz nach den Gesprächen aus Moskau ab und sollen am Sonntag in Kiew den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen.
05.59 Uhr: Putin bezeichnet Kontakt über USA nach Kiew als "nützlich"
Russlands Präsident Putin hat die Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Kiew begrüßt. Er sagte nach den Gesprächen im Kreml, er sei darüber informiert worden, dass die beiden US-Unterhändler in die ukrainische Hauptstadt reisen würden. "Kontakte dieser Art sind zweifellos immer nützlich – auf jeden Fall, natürlich, egal, was als Nächstes geschieht", fügte er hinzu.
Witkoff und Kushner sollen heute vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen werden. Es wäre ihr erster Besuch in Kiew seit Beginn der zweiten Amtszeit Trumps.
05.50 Uhr: Russland sieht Treffen im Kreml als "wichtigen Friedensbesuch"
Die Gespräche zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Gesandten von US-Präsident Donald Trump werden vom Kreml als "nützlich" und "konstruktiv" bewertet. Es sei eine ganze Reihe von Ideen für eine friedliche Lösung formuliert worden, sagt Kreml-Berater Juri Uschakow. Putin habe den Gesandten erklärt, Russland werde seine Ziele erreichen und die eigentlichen Ursachen des Konflikts müssten gelöst werden. Zudem habe Russland seine Einschätzung der Lage an der Front dargelegt.
Auch der hochrangige russische Regierungsvertreter Kirill Dmitrijew bezeichnet die Reise der Ukraine-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Moskau als "wichtigen Friedensbesuch". Dmitrijew, der an dem dreistündigen Treffen mit Putin im Kreml teilnahm, veröffentlicht diese Äußerung auf der Plattform X zusammen mit Fotos, die ihn bei der Verabschiedung von Steve Witkoff und Jared Kushner auf einem Moskauer Flughafen zeigen. Eine Stellungnahme der USA liegt zunächst nicht vor.
Sonntag, 6. September 2026
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