Kanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin (10.03.2026)
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Kanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin (10.03.2026)

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Nahost-Ticker: Merz - USA und Israel ohne Plan für Kriegsende

Nahost-Ticker: Merz - USA und Israel ohne Plan für Kriegsende

Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert das Fehlen eines Planes für ein "überzeugendes Ende" des Irankriegs. Ein Chaos-Szenario wie nach den Interventionen im Irak und Libyen "würde auch uns allen schaden", so Merz. Die News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg vom 10. März 2026 im Überblick:

  • WHO dokumentiert Dutzende Angriffe auf Kliniken im Iran und Libanon (15.58 Uhr)
  • Merz: USA und Israel ohne Plan für Kriegsende (15.10 Uhr)
  • Israels Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf den Iran (06.50 Uhr)
  • USA offenbar für Angriff auf Schule im Iran verantwortlich (06.03 Uhr)
  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

16.25 Uhr: Raketenalarm in Israel – Wadephul vom Flugzeug in Bunker

Kurz vor dem Abflug von Außenminister Johann Wadephul (CDU) nach einem überraschenden Kurzbesuch in Israel ist es in dem Land erneut zu Raketenalarm gekommen. Während das Militär-Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ A400M am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stand, gab es eine Vorwarnung vor einem neuen Raketenangriff aus dem Iran. Auch Einwohner des Großraums Tel Aviv berichteten, sie hätten entsprechende Warnungen erhalten.

Wadephul und begleitende Personen mussten daraufhin das Flugzeug wieder verlassen und sich im Laufschritt in Richtung eines Schutzbunkers begeben. Kurz darauf kam die Entwarnung. Beim Wiedereinsteigen sagte Wadephul "Alles wohlauf hier" und zeigte mit dem Daumen nach oben.

16.12 Uhr: Große Raffinerie in Saudi-Arabien stellt nach Drohnenangriff vorerst Betrieb ein

In Saudi-Arabien hat eine der größten Raffinerien der Welt nach einem Drohnenangriff vorerst den Betrieb eingestellt. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, verlautete am Dienstag aus Unternehmenskreisen. Offiziell meldeten die Behörden in Saudi-Arabien einen Drohnenangriff auf ein Industriegebiet in Ruwais, wo auch die Raffinerie steht.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Ziele sind auch zivile Einrichtungen - vor allem Flughäfen und Energieanlagen.

15.58 Uhr: WHO dokumentiert Dutzende Angriffe auf Kliniken im Iran und Libanon

Seit Beginn des Kriegs im Nahen Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation Dutzende Male Kliniken, Krankenwagen und andere medizinische Einrichtungen angegriffen worden. Mindestens 22 Mitarbeiter des Gesundheitswesens seien dabei ums Leben gekommen, sagte Hanan Balkhy, die Leiterin des WHO-Büros für die Region um das östliche Mittelmeer, am Dienstag der Nachrichtenagentur AP.

18 dokumentierte Angriffe fanden demnach im Iran statt, 23 im Libanon. Nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon Anfang März seien allein dort zwölf Todesfälle und 26 Verletzte unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens bestätigt worden, sagte Balkhy. Es handele sich um eine "beispiellose Situation".

Die heftigen Angriffe und die Vertreibung von Menschen aus den betroffenen Regionen würden die Gesundheitssysteme beider Länder noch weiter belasteten, sagte Balkhy. Hunderttausende seien im Libanon und im Iran zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen worden.

15.10 Uhr: Merz: USA und Israel haben keinen Plan für Kriegsende

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt. Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit über einer Woche und mit jedem Tag würden sich mehr Fragen stellen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin. "Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann." Gleichzeitig gebe es "eine gefährliche Eskalation", fügte der Kanzler mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu. 

Merz warnte ausdrücklich vor einem Szenario, wie nach den Interventionen im Irak oder in Libyen. In beiden Fällen waren Chaos und Bürgerkrieg die Folge. Ein solches Szenario "würde auch uns allen schaden", mahnte der Kanzler.

15.00 Uhr: Wadephul auf Krisenreise überraschend in Israel

Eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel gereist. In Jerusalem kam der CDU-Politiker zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar zusammen. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bis zu dem Treffen geheim gehalten worden. 

Wadephul ist der erste europäische Außenminister, der das Land seit Kriegsbeginn am 28. Februar besucht. Wegen der erhöhten Gefährdungslage angesichts der andauernden Angriffe Irans und der libanesischen Hisbollah-Miliz mit Raketen und Drohnen auf Israel reiste der Minister nicht wie sonst üblich mit einem Airbus der Flugbereitschaft der Bundeswehr an, sondern mit einem Militär-Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ A400M. 

Zu Beginn seines Besuches in Israel informierte sich Wadephul in der Stadt Beit Schemesch westlich von Jerusalem über Zerstörungen durch einen verheerenden iranischen Raketenangriff, bei dem am 1. März neun Menschen getötet und rund 50 weitere verletzt worden waren.

14.20 Uhr: Bemühungen um Schutz für Schifffahrt in der Straße von Hormus

Schon kurz nach Kriegsbeginn hatte US-Präsident Donald Trump von Sicherheitsgarantien für den Handelsverkehr durch die Straße von Hormus in Aussicht gesprochen. Angesichts dramatisch steigender Öl- und Gaspreise bekommt das Thema neue Dringlichkeit.

Das US-Militär stellt nun erneut Maßnahmen für den Schutz von Schiffen für den Fall dort in Aussicht - allerdings ohne konkret zu werden. "Sollten wir den Auftrag zum Eskortieren erhalten, werden wir die verschiedenen Optionen prüfen, um die militärischen Voraussetzungen dafür zu schaffen", so US-Generalstabschef Dan Caine vor der Presse.

Auch Großbritannien arbeitet angesichts iranischer Drohungen gemeinsam mit Verbündeten an Optionen zum Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der Straße von Hormus: Dies sagt ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer nach Telefonaten Starmers mit Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. "Wir arbeiten mit unseren Verbündeten an einer Reihe von Optionen, um die kommerzielle Schifffahrt durch die Meerenge zu unterstützen, je nachdem, wie sich die Bedrohungslage entwickelt", sagt der Sprecher vor der Presse. Starmer, Merz und Meloni hätten am Montagabend die "entscheidende Bedeutung der Freiheit der Schifffahrt" betont und eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

13.00 Uhr: UNO - Binnen eines Tages 100.000 Menschen im Libanon vertrieben

Im Libanon sind nach Angaben der Vereinten Nationen innerhalb eines Tages 100.000 weitere Menschen durch israelische Angriffe vertrieben worden. "Bis heute haben sich mehr als 667.000 Menschen im Libanon auf der Onlineplattform der (libanesischen) Regierung als vertrieben gemeldet", sagte die Libanon-Verantwortliche des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Karolina Lindholm Billing, am Dienstag Reportern. Die Zahl sei binnen eines Tages um 100.000 gestiegen, fügte sie hinzu.

Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar war auch der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Dabei wurden nach Angaben der libanesischen Behörden bislang mindestens 486 Menschen getötet und mehr als 1300 verletzt. 

12.45 Uhr: Iran kontert Trumps Drohungen: "Passen Sie selbst auf"

Der hochrangige iranische Funktionär Ali Laridschani hat neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer Warnung erwidert. Man habe keine Angst vor Drohungen und selbst größere Nationen hätten Iran nicht zerstören können, schrieb Laridschani auf X. "Passen Sie selbst auf, dass Sie nicht ausgelöscht werden", schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats.

Trump hatte zuvor mit deutlich härteren Angriffen gedroht, sollte die iranische Führung den Ölhandel durch die Straße von Hormus zu behindern. "Außerdem werden wir leicht zerstörbare Ziele ausschalten, die es praktisch unmöglich machen werden, dass Iran jemals wieder als Nation aufgebaut werden kann - Tod, Feuer und Zorn werden über sie herrschen - aber ich hoffe und bete, dass es nicht dazu kommt!", so Trump auf seiner Plattform Truth Social.

11.12 Uhr: Putin bietet Trump Vermittlung in Nahost an

Die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin angebotenen Optionen zur Vermittlung im Iran-Konflikt sind nach offiziellen Angaben weiter aktuell. Diese Vorschläge liegen noch auf dem Tisch, teilt der Kreml mit. Die Regierung in Moskau sei bereit, jede mögliche Unterstützung zu leisten, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Einzelheiten zu den Überlegungen, die Putin in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump angesprochen hat, nannte der Sprecher nicht.

10.45 Uhr: Israel hält an Sturz iranischer Regierung als Kriegsziel fest

Israel hält ungeachtet des von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellten raschen Endes des Krieges mit dem Iran am Sturz der Führung der Islamischen Republik fest. "Unser Bestreben ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen", teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag mit. Es bestehe kein Zweifel, dass Israel der Führung mit den bisherigen Maßnahmen die "Knochen bricht".

10.42 Uhr: Neun Kliniken im Iran nach Angriffen außer Betrieb

Im Iran haben neun Krankenhäuser infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen. Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission.

10.37 Uhr: Irans Außenministerium fordert Garantien für Waffenstillstand

Irans Außenministerium fordert für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien: "Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden", zitiert die Zeitung "Shargh" Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.

10.20 Uhr: Parlamentspräsident – Iran strebt keine Waffenruhe an

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf hat Andeutungen zurückgewiesen, sein Land bemühe sich im Krieg gegen die USA und Israel um eine Waffenruhe. Solche Bestrebungen gebe es nicht, schrieb Kalibaf am Dienstag auf der Plattform X. "Wir sind der Ansicht, dass der Aggressor einen Faustschlag ins Gesicht bekommen sollte, damit er eine Lektion lernt und nie wieder daran denkt, unseren geliebten Iran anzugreifen", erklärte der Parlamentspräsident.

10.15 Uhr: Australien schickt Soldaten in Golfregion

Australien entsendet auf Bitte der Vereinigten Arabischen Emirate ein militärisches Aufklärungsflugzeug, Luft-Luft-Raketen und rund 85 Soldaten in das Gebiet am Golf. Ziel sei es, das Land gegen Angriffe aus dem Iran zu unterstützen, erklärte Ministerpräsident Anthony Albanese. Er betonte, der Einsatz diene ausschließlich der Verteidigung und dem Schutz australischer Staatsbürger in der Region. Zu Beginn des Konflikts haben sich laut dem Verteidigungsministerium rund 115.000 dort aufgehalten. Mehrere Sicherheitsexperten sagten, Australien werde damit faktisch in den Krieg hineingezogen.

10.10 Uhr: Ölpreis gibt nach – Trump nennt keine Detail zu Straße von Hormus

Nach den Äußerungen von US-Präsident Trump zu einem baldigem Ende des Krieges im Nahen Osten ist der Rohölpreis am Dienstag weiter zurückgegangen, liegt aber derzeit noch 30 Prozent über dem Rohstoffpreis vor Beginn des Krieges Ende Februar.

Zur möglichen Beendigung des Krieges hatte Trump keine konkreten Angaben gemacht. Zudem nannte er keine weiteren Details zum Plan, Tanker durch die Straße von Hormus am Persischen Golf zu eskortieren. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die Straße von Hormus ist durch den Krieg praktisch zum Erliegen gekommen.

Im Audio: Trump stellt schnelles Kriegsende in Aussicht

US-Präsident Donald Trump bezeichnet einem Sender zufolge den Krieg gegen den Iran als weitgehend entschieden.
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US-Präsident Donald Trump bezeichnet einem Sender zufolge den Krieg gegen den Iran als weitgehend entschieden.

09.37 Uhr: Iran - Haben Öllager in Haifa mit Drohnen angegriffen

Die iranische Armee erklärt, sie habe Raffinerien und Öllager in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen. Dies sei eine Vergeltung für Angriffe auf Öllager in der Islamischen Republik.

09.19 Uhr: G7-Energieminister beraten am frühen Nachmittag

Die Energieminister der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) kommen am frühen Nachmittag zusammen, um über die Lage am Gas- und Ölmarkt zu beraten. Das Treffen sei für 13.45 Uhr (MEZ) angesetzt, sagt ein EU-Vertreter.

09.15 Uhr: Israelischer Botschafter – Sind bei Kriegszielen im Iran dem Zeitplan voraus

Israel ist bei der Erreichung seiner Kriegsziele im Iran nach Aussagen des Botschafters in Frankreich dem Zeitplan voraus. Dazu gehörten unter anderem die Schwächung der Behörden, damit das iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann, sagt Joshua Zarka. Im Libanon sei es der libanesischen Regierung noch nicht gelungen, die Hisbollah zu entwaffnen, sagt Zarka in dem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFMTV. Ihm sei nicht bekannt, dass Israel die Entscheidung getroffen habe, mit dem Libanon über ein Ende des Krieges verhandeln zu wollen.

08.15 Uhr: Türkei – US-Patriot-System in Südosten des Landes verlegt

Nach türkischen Angaben ist ein US-Patriot-Luftabwehrsystem in der südöstlichen Provinz Malatya stationiert worden. Dies sei Teil der Maßnahmen der Nato zur Stärkung der Luftabwehr ihres Verbündeten angesichts der Raketenbedrohung durch den Iran-Krieg, teilt das türkische Verteidigungsministerium mit. In Malatya befindet sich die Nato-Radarstation Kurecik. Diese liefert wichtige Daten für das Bündnis und hat zur Identifizierung von zwei iranischen Raketen beigetragen.

06.50 Uhr: Israels Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf den Iran

Das israelische Militär teilte mit, in zwei großen Angriffswellen militärische Ziele im Iran ins Visier genommen zu haben. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, heißt es in einer Armeemitteilung.

06.40 Uhr: Trump zu baldigem Kriegsende – Reaktion des Iran

US-Präsident Donald Trump hat überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan".

Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. "Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik."

06.16 Uhr: UNO warnen vor Umweltschäden durch Angriffe auf Ölanlagen

UN-Generalsekretär António Guterres hat vor "schwerwiegenden" Umweltschäden durch Angriffe auf Ölanlagen im Nahen Osten gewarnt. Die Vereinten Nationen seien angesichts der "Vielzahl von Berichten über kürzlich erfolgte  Angriffe auf Ölanlagen besonders besorgt",  sagte Guterres' Sprecher Stephane Dujarric am Montag (Ortszeit) vor Journalisten.

06.03 Uhr: USA offenbar für Angriff auf Schule im Iran verantwortlich

Aufnahmen eines Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran untermauern die Vermutung, dass die USA für die Militäroperation am 28. Februar verantwortlich war. Das Video, das zuerst die Investigativgruppe Bellingcat analysierte, wurde am Tag des Angriffs aufgenommen und erst am Sonntag von der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht. Es zeigt, wie eine Rakete ein Gebäude trifft und Rauch in die Luft steigt.

Ein Forscher der Expertengruppe Bellingcat identifizierte die Munition als Tomahawk-Marschflugkörper - eine Waffe, über die in diesem Krieg nach bisherigem Wissen nur die USA verfügen. Auch ein mit internen Beratungen zu dem Vorfall vertrauter US-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur AP, der Angriff sei wahrscheinlich von den USA ausgeführt worden. Bei der Explosion starben mehr als 165 Menschen. Auch die Lage der Schule - direkt neben dem Stützpunkt der Revolutionsgarden und in der Nähe von Unterkünften einer Marineeinheit - könnte auf einen US-Angriff hindeuten.

Trump hatte am Wochenende nahegelegt, der Iran sei selbst für die Explosion verantwortlich. Auf einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg in Florida sagte Trump am Montag, Tomahawk-Marschflugkörper seien weit verbreitet, und der Iran habe Zugang zu den Waffen, die von dem amerikanischen Rüstungskonzern Raytheon hergestellt werden. Am Samstag hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth zudem angekündigt, die USA untersuchten den Vorfall.

05.38 Uhr: Wadephul zu Nahost-Krisengesprächen auf Zypern

Außenminister Johann Wadephul ist angesichts des Iran-Kriegs zu Krisengesprächen auf der Mittelmeerinsel Zypern eingetroffen. Der CDU-Politiker will heute in der Hauptstadt Nikosia mit seinem Kollegen Konstantinos Kombos über die Lage beraten. Vor einigen Tagen hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen. 

05.35 Uhr: Südkorea kann Verlegung von US-Patriot-Systemen in Nahen Osten nicht verhindern

Südkorea kann die Verlegung von US-Raketenabwehrsystemen aus dem Land nicht stoppen. Dies räumte Präsident Lee Jae Myung am Dienstag ein, nachdem Berichte über eine mögliche Verlegung von Patriot-Systemen in den Nahen Osten bekannt geworden sind. Seoul habe zwar seinen Widerstand zum Ausdruck gebracht, sei aber nicht in der Position, Forderungen zu stellen.

05.30 Uhr: Teheran erlebt die schwersten Angriffe seit Kriegsbeginn

Die iranische Hauptstadt Teheran ist erneut von schweren Luftangriffen getroffen worden. Bürger meldeten in der Nacht zum Dienstag mehr als 20 schwere Explosionen, vor allem im westlichen Teil der Stadt. In einigen Vierteln sei der Strom ausgefallen. Die Angriffe waren den Angaben zufolge die heftigsten seit Beginn des Krieges.

Dienstag, 10. März 2026

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