Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
22.30 Uhr: Weiter keine Einigung zwischen Trump und Iran
US-Präsident Donald Trump hält die Antwort des Irans auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges für "völlig inakzeptabel". "Ich habe gerade die Antwort der sogenannten "Vertreter" des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht - VÖLLIG INAKZEPTABEL", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag gab es nicht.
Zuvor hatte der Iran eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Staatssender Irib berichtete, der vom Iran vorgeschlagene Text konzentriere sich auf die Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt.
Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.
22.18 Uhr: US-Senator – US-Munitionsvorräte stark aufgebraucht
Die Munitions- und Raketenvorräte des US-Militärs sind nach Worten eines US-Senators stark aufgezehrt. Es sei "schockierend ist, wie stark wir diese Bestände aufgebraucht haben", sagte Mark Kelly in der CBS-Sendung "Face The Nation" und fügte an, dass US-Präsident Donald Trump die USA in einen Krieg "ohne strategisches Ziel, ohne Plan, ohne Zeitplan" hineingezogen habe.
Als Mitglied des Streitkräfte-Ausschusses hatte das Pentagon den Senator aus Arizona über bestimmte Munitionsarten informiert – nach Kellys Aussage gehörten dazu etwa Angaben zu Raketen der Typen Tomahawk, ATACMS, SM-3 oder für Patriots. Es werde "Jahre" dauern, um diese Bestände wieder aufzubauen. Konkrete Angaben machte Kelly nicht.
Kelly warnte, dass die USA womöglich im Falle eines längeren Angriffs nicht in der Lage wären, ihr Land zu verteidigen. Die Vereinigten Staaten würden sich dann in einer schlechteren Lage befinden, "als wir es sonst wären, wenn dieser Krieg im Iran nicht stattgefunden hätte".
20.00 Uhr: Iran-Krieg ist für Netanjahu noch nicht beendet
Der Iran-Krieg ist nach Ansicht des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch nicht beendet. "Er ist noch nicht vorbei, denn es gibt immer noch Nuklearmaterial, angereichertes Uran, das aus dem Iran entfernt werden muss", sagte er in der CBS-Sendung "60 Minutes" laut vorab veröffentlichter Vorschau.
Auch US-Präsident Donald Trump hält mittlerweile die US-Offensive nicht mehr für vollständig beendet. Er widersprach in der am Sonntag ausgestrahlten Sendung "Full Measure" der Darstellung, dass die Kampfhandlungen nun endgültig vorbei seien. "Ich habe gesagt, dass sie besiegt sind, aber das heißt nicht, dass sie am Ende sind", sagte er.
19.52 Uhr: Teheran droht Paris und London mit "entschiedener Antwort" auf Einsatz in Hormus-Straße
Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer "entschiedenen und sofortigen Antwort" gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden. "Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen", erklärte Vize-Außenminister Kasem Charibabadi am Sonntag im Onlinedienst X.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte unterdessen, seine Regierung habe "nie" einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine "mit dem Iran abgestimmte" Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.
18.36 Uhr: Erneut Palästinenser bei israelischen Angriffen im Gazastreifen getötet
Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind am Sonntag den dortigen Gesundheitsbehörden erneut mindestens drei Palästinenser getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei, teilten die Behörden mit. Die Gewalt unterstreicht die Brüchigkeit der von den USA vermittelten Waffenruhe vom Oktober 2025. Seit deren Inkrafttreten sind nach Angaben örtlicher Sanitäter mindestens 850 Palästinenser getötet worden. Israelischen Angaben zufolge starben im selben Zeitraum vier Soldaten. Erkennbare Fortschritte auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden gibt es nicht.
17.51 Uhr: Pakistan hat Iran-Antwort an die USA übermittelt
Pakistan hat nach eigenen Angaben die Antwort des Iran auf den US-Vorschlag zum Iran-Konflikt erhalten und diese Antwort an die USA weitergeleitet, sagt ein an den Gesprächen beteiligter pakistanischer Regierungsvertreter. Über Inhalte der Antwort äußert sich der Insider nicht. Iranische Staatsmedien hatten zuvor berichtet, der Iran habe seine Antwort auf den US-Vorschlag zur Aufnahme von Friedensgesprächen zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan geschickt.
14.52 Uhr: Iran - Antwort auf US-Vorschlag nach Pakistan geschickt
Der Iran hat Staatsmedien zufolge seine Antwort auf einen US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges an Pakistan übermittelt. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Irna am Sonntag, ohne nähere Angaben zu machen.
14.30 Uhr: Libanon - Israel tötet zwei Sanitäter
Trotz der Waffenruhe seit Mitte April meldet die libanesische Regierung, dass israelische Angriffe im Süden des Libanon zwei Sanitäter getötet hätten. Fünf weitere seien verletzt. Die israelische Armee habe zwei Stützpunkte des zur Hisbollah-Miliz gehörenden Islamischen Gesundheitskomitees beschossen, erklärte das Gesundheitsministerium in Beirut am Sonntag. Bei den Angriffen in den Orten Tibnin und Kalawija handele es sich um einen Verstoß gegen das Völkerrecht.
14.15 Uhr: Iran lässt erstmals Tanker aus Katar durch Straße von Hormus
Der Iran hat zum ersten Mal seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA einen Tanker mit Flüssigerdgas aus Katar durch die Straße von Hormus fahren lassen. Das Handelsschiff war am Sonntag auf dem Weg nach Pakistan, wie aus Daten des Analysehauses Kpler hervorging. Insidern zufolge hatte Iran die Durchfahrt des Tankers als vertrauensbildende Maßnahme genehmigt.
14.00 Uhr: Emirate melden Drohnenangriffe aus dem Iran
Trotz der geltenden, aber brüchigen Waffenruhe melden die Vereinigten Arabischen Emirate Drohnenangriffe des Iran. Die emiratische Luftabwehr habe zwei im Iran gestartete Drohnen abgefangen, teilte das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi am Sonntag im Online-Dienst X mit.
12.45: Oberster iranischer Führer Chamenei berät mit Militärchef
Der Befehlshaber des Zentralkommandos der iranischen Streitkräfte, Ali Abdollahi, hat sich der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge mit Irans oberstem Führer Modschtaba Chamenei getroffen. Dabei habe er neue Leitlinien für militärische Einsätze und eine entschlossene Konfrontation mit Gegnern erhalten, meldete Fars. Abdollahi habe das geistliche und politische Oberhaupt der Islamischen Republik über die Einsatzbereitschaft der Truppen unterrichtet. Die Streitkräfte seien bereit, jeder Aktion der amerikanisch-israelischen Feinde entgegenzutreten, wurde Abdollahi zitiert. Im Falle eines Fehlers des Feindes werde der Iran schnell, hart und entschlossen reagieren. Wann das Treffen stattfand, ließ die Agentur offen.
Chamenei war zum Nachfolger seines Vaters ernannt worden, nachdem dieser zu Beginn des Kriegs getötet worden war. Er soll allerdings selbst verletzt worden sein. Öffentlich ist er seit seiner Ernennung nicht in Erscheinung getreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürt.
12.22 Uhr: Kuwait fängt erstmals seit Waffenruhe feindliche Drohnen ab
Die kuwaitische Armee hat nach eigenen Angaben im Luftraum des Golfstaates mehrere feindliche Drohnen unschädlich gemacht. Dies sei am frühen Morgen geschehen, teilt das Militär mit. Es ist der erste derartige Vorfall seit dem Inkrafttreten der Waffenruhe im Krieg zwischen den USA und dem Iran vor rund einem Monat. In der vergangenen Woche hatten die Vereinigten Arabischen ate (VAE) zwei Raketen und drei Drohnen aus dem Iran abgefangen. Dabei wurden drei Menschen verletzt. Während des Krieges hatte der Iran Kuwait mehrfach mit Raketen und Drohnen attackiert.
08.28 Uhr: Israel schiebt zwei Gaza-Aktivisten ab
Israel hat zwei Aktivisten abgeschoben, die nach dem Stopp der Gaza-Hilfsflotte nach Israel gebracht worden waren. Dies sei geschehen, nachdem die Ermittlungen gegen den Spanier Saif Abu Keschek und den Brasilianer Thiago Ávila abgeschlossen worden seien, teilte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums auf der Plattform X mit. Ihnen wurde Provokation vorgeworfen. Israel werde "keinen Verstoß gegen die rechtmäßige Seeblockade des Gazastreifens zulassen". Weitere Details zur Abschiebung wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Die beiden Aktivisten waren vor mehr als einer Woche nach Israel gebracht worden. Die Menschenrechtsorganisation Adalah, die die beiden vor Gericht vertrat, sprach von ihrer "rechtswidrigen Entführung". Israel warf Abu Keschek, der palästinensische Wurzeln hat, Verbindungen zur Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor. Spanien forderte seine sofortige Freilassung. Ávila wurden "illegale Aktivitäten" vorgeworfen.
08.26 Uhr: Frachter vor Katars Küste von Geschoss getroffen
Vor der Küste von Katar ist offenbar ein Frachtschiff beschossen worden. Ein Frachter habe gemeldet, dass er am frühen Sonntagmorgen 23 Seemeilen nordöstlich von Doha von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden sei, teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Daraufhin sei ein kleines Feuer ausgebrochen, das aber bereits gelöscht sei. Es gebe keine Verletzten, auch seien keine Umweltschäden entstanden.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem die iranischen Revolutionsgarden gedroht hatten, US-Frachter in der Region anzugreifen. "Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen die feindlichen Schiffe nach sich ziehen", erklärten die Revolutionsgarden am Samstag laut Staatsmedien.
05.51 Uhr: Iran droht USA im Falle von weiteren Angriffen mit Vergeltung
Der Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung. Jeder Angriff auf iranische Schiffe werde eine massive Attacke auf eines der US-Zentren in der Region und feindliche Schiffe nach sich ziehen, warnten die iranischen Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - laut Staatsmedien am Abend. Ob der Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist indes unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich bislang dazu.
Am Freitag hatte das US-Militär trotz Waffenruhe zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Sie hatten laut US-Armee versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die Seeblockade der USA zu brechen.
Eine Antwort auf den US-Vorschlag für ein Ende des Kriegs schien der Iran weiter schuldig zu bleiben - zumindest wurde dazu öffentlich nichts bekannt. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung waren eigenen Worten zufolge davon ausgegangen, bis Freitag eine Antwort zu bekommen. Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden.
Sonntag, 10. Mai 2026
Audio: Israel meldet 85 Angriffe auf Hisbollah-Ziele im Libanon
Ungeachtet der Waffenruhe hat Israel binnen 24 Stunden 85 Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
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