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Nahost-Ticker: News vom 11. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 11. März in der Nachlese

Die News zum USA-Israel-Iran-Krieg vom 11. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

23.57 Uhr: Insider - US-Kriegskosten in ersten 6 Tagen wohl mindestens 11,3 Millarden Dollar

Beamte aus der Regierung von Präsident Donald Trump haben Insidern zufolge die Kosten der USA für die ersten sechs Tage des Krieges gegen den Iran auf mindestens 11,3 Milliarden Dollar geschätzt. Die Zahl sei in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen für Senatoren am Dienstag genannt worden. Die umfasse aber nicht die gesamten Kosten des Krieges. Aus dem Umfeld des Kongresses hieß es, man gehe davon aus, dass das Weiße Haus dem Kongress bald einen Antrag auf zusätzliches Geld für den Krieg vorlegen werde. Einige Beamte sagten, der Antrag könnte sich auf 50 Milliarden Dollar belaufen, während andere diese Schätzung für zu niedrig hielten.

22.50 Uhr: Insider - Veraltete Daten könnten Grund für US-Angriff auf Mädchenschule sein

Der Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit zahlreichen Toten geht Insidern zufolge möglicherweise auf die Nutzung veralteter Zieldaten durch das US-Militär zurück. Dies sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Einer sagte, die Zielplaner hätten offenbar auf überholte Geheimdienstinformationen zurückgegriffen. Der zweite Insider bestätigte diese These. Archivierten Webseiten zufolge liegt die Schule direkt neben einem Komplex der Revolutionsgarden. Das Pentagon wollte sich auf Anfrage nicht zu den neuen Details äußern. Bei dem Beschuss in der Stadt Minab am ersten Tag der US-israelischen Offensive waren nach Angaben des iranischen UN-Botschafters 150 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hattezunächst den Iran für den Vorfall verantwortlich gemacht, dafür jedoch keine Belege geliefert. Später erklärte er, er wolle die Ergebnisse der laufenden Ermittlungen abwarten.

22.36 Uhr: Trump - Wir haben gewonnen, müssen aber den Auftrag zu Ende führen

US-Präsident Donald Trump sieht den Krieg gegen den Iran als gewonnen an. "Man sagt nicht gerne zu früh, dass man gewonnen hat. Wir haben gewonnen", sagte Trump bei einem Wahlkampf-Auftritt im Bundesstaat Kentucky. "In der ersten Stunde war es vorbei." Die USA würden jedoch weiterkämpfen, um den Auftrag zu Ende zu führen. "Wir wollen nicht alle zwei Jahre zurückkommen müssen."

22.27 Uhr: G7 prüfen Geleitschutz für Schiffe im Golf

Die G7-Staaten prüfen Geleitschutz für Handelsschiffe im Golf. Eine Arbeitsgruppe soll untersuchen, unter welchen Bedingungen Schiffe eskortiert werden können, hieß es in einer Erklärung der französischen G7-Präsidentschaft. Ziel sei die Wiederherstellung der freien Schifffahrt, sobald die Sicherheitslage dies zulasse.

22.26 Uhr: Löscharbeiten in Oman nach Drohnenangriff auf Hafen

Im omanischen Hafen Salalah kämpft die Feuerwehr nach einem Drohnenangriff auf Treibstofftanks weiter gegen die Flammen. Die Löscharbeiten könnten noch längere Zeit andauern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Zivilschutz. Die Reederei Maersk teilte mit, denBetrieb im Hafen bis auf Weiteres auszusetzen. Die nationale Ölversorgung ist einem Regierungsvertreter zufolge nicht beeinträchtigt. Irans Präsident Massud Peseschkian sagte dem Sultan von Oman iranischen Medien zufolge in einem Telefonat, der Vorfall werde untersucht.

20.16 Uhr: Israelischer Insider - Hisbollah und Iran greifen erstmals gemeinsam an

Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz im Libanon und der Iran haben nach Angaben aus israelischen Militärkreisen einen gemeinsamen Raketenangriff auf den Norden Israels verübt. Dies sei der erste koordinierte Schlag seit Kriegsbeginn, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Stellungnahmen der Hisbollah und der Regierung in Teheran lagen zunächst nicht vor.

20.01 Uhr: Bericht - US-Militärfehler führte zu Angriff auf Schule im Iran

Nach Informationen der "New York Times" hat ein Fehler der US-Streitkräfte zu einem Raketenangriff auf eine iranische Schule mit womöglich mehr als 150 Toten geführt. Das habe eine US-Militäruntersuchung vorläufig ergeben, berichtete die Zeitung. Danach wurden bei dem Angriff veraltete Daten des US-Militärgeheimdienstes DIA über die Zielumgebung genutzt. Die Untersuchung dauere weiter an, sagten US-Verantwortliche dem Blatt. Übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge wurde die Grundschule in Minab im Süden des Iran getroffen, während offenbar eine Tomahawk-Rakete auf einen benachbarten Marinestützpunkt der iranischen Revolutionsgarden niederging. Zum gleichen Ergebnis kommt auch das Recherchenetzwerk Bellingcat. Am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte die Schuld dafür beim Iran gesehen.

19.54 Uhr: US-Innenminister - Ölkonzerne werden Produktion wohl steigern

US-Innenminister Doug Burgum rechnet angesichts des Iran-Konflikts und der gestiegenen Preise mit einer baldigen Ausweitung der Ölförderung durch US-Konzerne. Er gehe davon aus, dass die Unternehmen als Reaktion auf die Preissignale und den aktuellen Bedarf ihre Produktion steigern würden, sagte Burgum dem Sender CNBC. Das Innenministerium ist in den USA unter anderem für die Verwaltung der Bodenschätze zuständig.

19.31 Uhr: Weißes Haus - Untersuchung zu Angriff auf Mädchenschule dauert an

Die Schuldfrage im Fall des Angriffs auf eine iranische Mädchenschule ist aus Sicht des Weißen Hauses weiter ungeklärt. Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte, die Untersuchung zu der Explosion in der Schule in der Provinz Hormusgan, die Berichten iranischer Staatsmedien zufolge rund 170 Menschen das Leben kostete, dauere an. Sie war gefragt worden, ob es eine erste Festlegung gebe, wer die Verantwortung für den Angriff trage. Am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. US-Präsident Donald Trump hatte die Schuld dafür beim Iran gesehen. Investigativjournalisten haben allerdings Zweifel an der Behauptung, der Iran selbst sei für die Bombardierung verantwortlich.

19.22 Uhr: USA warnen vor iranischen Angriffen auf US-Anlagen im Irak

Das US-Außenministerium warnt vor möglichen Angriffen des Iran und verbündeter Milizen auf US-Ziele im Irak. Diese könnten Angriffe auf Öl- und Energieanlagen im US-Besitz planen, teilte das Ministerium in Washington mit. Zudem hätten die Milizen Hotels im ganzen Land im Visier, in denen US-Bürger verkehrten. Dies gelte auch für die kurdische Autonomieregion.

19.19 Uhr: Medienbericht - FBI warnt vor Vergeltungsangriffen an US-Westküste

Das FBI hat laut einem Bericht des Senders ABC News Polizeidienststellen in Kalifornien davor gewarnt, dass die US-Westküste Ziel von Vergeltungsangriffen des Iran mit Drohne werden könnte. Der Sender beruft sich auf eine Warnung, die er überprüft habe. Das FBI war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

18.45 Uhr: Erneut Dutzende Tote im Libanon

Im Libanon sind nach Behördenangaben im Laufe des Tages erneut Dutzende Menschen durch israelische Angriffe getötet worden. 64 Menschen seien getötet und 142 verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Seit Ausbruch der jüngsten Eskalation wurden demnach im Libanon bisher 634 Menschen getötet und 1.586 weitere verletzt. Das israelische Militär griff nach libanesischen Angaben erneut im Süden des Landes an. Israel geht seit Tagen gegen die proiranische Schiitenmiliz Hisbollah im Libanon vor.

18.35 Uhr: Zeugen berichten von neuen Angriffen in Teheran

Augenzeugen haben der Nachrichtenagentur AP von neuen Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran berichtet. Sie schilderten Luftangriffe, laute Explosionen und heftiges Feuer durch Flugabwehrbatterien. Menschen seien in Schutzräume geflüchtet. Auch das Summen von Drohnen sei zu hören gewesen. Die Menschen, die mit der AP sprachen, wollten aus Angst um ihre Sicherheit anonym bleiben.

18.05 Uhr: Trump - Straße von Hormus nutzen

US-Präsident Donald Trump spricht sich für eine Nutzung der Straße von Hormus durch Ölkonzerne aus. Auf die Frage, ob die Unternehmen die Meerenge befahren sollten, antwortete er: "Ich denke, das sollten sie." Der Iran hat nach Angaben aus US-Kreisen die Straße von Hormus vermint. Es seien rund ein Dutzend Minen in der Wasserstraße ausgelegt worden, meldete die Agentur Reuters unter Berufung auf Insider. Die Exporte durch die Meerenge sind infolge des Krieges praktisch zum Erliegen gekommen.

17.52 Uhr: US-Botschaftsdienst in Bagdad bei Drohnenangriff getroffen

Ein Operationszentrum der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Kreisen des US-Außenministeriums bei einem Drohnenangriff getroffen worden. Die Einrichtung zur Unterstützung der konsularischen Dienste sei "von vom Iran unterstützten, terroristischen Milizen" ins Visier genommen worden, sagte eine Gewährsperson. Tote oder Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

17.45 Uhr: Ölpreise steigen trotz IEA-Freigabe von Notfallreserven weiter

Die Ölpreise sind am Mittwoch trotz der angekündigten Freigabe von Notfallreserven weiter gestiegen. Die Nordseesorte Brent notierte am Nachmittag weiterhin bei über 90 Dollar pro Barrel - ein Anstieg um mehr als vier Prozent im Tagesverlauf. Die US-Referenzsorte WTI verzeichnete einen ähnlichen Anstieg. Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hatte am frühen Nachmittag mitgeteilt, ihre Mitgliedstaaten würden 400 Millionen Barrel Öl ihrer Notvorräte freigeben, um die Preise zu stabilisieren.

17.08 Uhr: Iran-nahe Gruppe bekennt sich zu Cyberangriff auf US-Konzern

Eine Iran-nahe Hackergruppe hat einen Cyberangriff auf den US-Medizintechnikkonzern Stryker für sich beansprucht. Die Gruppe Handala sprach bei X von einem Vergeltungsschlag für den "brutalen Angriff" auf eine iranische Grundschule mit womöglich mehr als 150 Toten vom 28. Februar. Den Hackern zufolge wurden bei der Cyberattacke mehr als 200.000 Systeme lahmgelegt. Stryker ist nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter von Medizintechnologie, die unter anderem in Krankenhäusern zum Einsatz kommt. Ein Konzernsprecher bestätigte dem "Wall Street Journal" die Störung. 

16.48 Uhr: WHO beklagt Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen im Iran und Libanon

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit Beginn des Nahost-Krieges am 28. Februar 18 Angriffe auf das Gesundheitswesen im Iran nachgewiesen. Dabei seien acht Beschäftigte des Gesundheitswesens getötet worden, teilte die WHO mit. "Diese Angriffe kosten nicht nur Leben, sondern nehmen den Gemeinden die Versorgung, wenn sie sie am dringendsten benötigen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens, Patienten und Gesundheitseinrichtungen müssen nach dem humanitären Völkerrecht immer geschützt werden." Im selben Zeitraum seien bei 25 Angriffen auf Gesundheitszentren im Libanon 16 Menschen getötet und 29 verletzt worden, teilte die WHO weiter mit.

16.20 Uhr: Wadephul wegen Minenräumschiffen zurückhaltend

Außenminister Johann Wadephul hat sich zurückhaltend zu einem möglichen Einsatz deutscher Minenräumschiffe in der Straße von Hormus geäußert. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Hinweise darauf, dass die Meerenge vermint sei, sagte Wadephul vor seinem Abflug aus dem Golfstaat Katar. Die Passage sei derzeit faktisch blockiert. "Es findet praktisch kein Schiffsverkehr statt und es sieht sich auch niemand hier in der Region in der Lage, einen entsprechenden Schutz sicherzustellen", so der Außenminister.

15.50 Uhr: Irans Sportminister deutet WM-Verzicht an

Der Iran wird offenbar nach der Tötung seines Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei nicht an der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika teilnehmen. Das deutete Irans Sportminister Ahmad Donyamali an. "Da dieses korrupte Regime (die USA) unseren Führer ermordet hat, können wir unter keinen Umständen an der Weltmeisterschaft teilnehmen", sagte er im Staatsfernsehen. Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Experten hatten auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die USA eine Teilnahme der iranischen Mannschaft aus Sicherheitsgründen ablehnen könnte. Am Mittwochnachmittag teilte das Weiße Haus allerdings mit, US-Präsident Donald Trump würde eine Teilnahme Irans "begrüßen".

15.27 Uhr: Revolutionsgarden greifen Schiffe an

Der Iran will Schiffe nur dann die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus passieren lassen, wenn sie dafür die Genehmigung Teherans erhalten haben. Jedes Schiff müsse vor dem Passieren der Meerenge "die Genehmigung des Iran einholen", erklärte der Marinekommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Aliresa Tangsiri, im Onlinedienst X. Die Revolutionsgarden teilten ferner mit, dass sie zwei Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen hätten. Beide Schiffe hätten zuvor "die Warnungen der Marine der Revolutionsgarden ignoriert", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna eine Erklärung der Garden.

15.15 Uhr: Iran will Ölpreis auf 200 Dollar treiben

Das iranische Militär demonstriert trotz massiver Angriffe der USA und Israels seine eigene Schlagkraft mit Raketenangriffen und droht mit erheblichen Auswirkungen des Krieges auf den Ölpreis. "Machen Sie sich auf einen Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel gefasst", sagte der Sprecher des Militärkommandos, Ebrahim Solfaghari, an die USA gerichtet. "Denn der Ölpreis hängt von der regionalen Sicherheit ab, die Sie destabilisiert haben." Zwischen dem Iran und dem Oman liegt die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für Handelsschiffe und vor allem Öltanker. Durch den Krieg ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge praktisch zum Erliegen gekommen, wodurch der Ölpreis steigt. Als Reaktion darauf hat die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl aus den strategischen Reserven empfohlen – eine Rekordmenge.

15.05 Uhr: Trump sieht kaum noch Angriffsziele im Iran

US-Präsident Donald Trump zufolge ist im Iran "praktisch nichts mehr übrig", das angegriffen werden könne. Der Krieg werde bald enden, sagte Trump dem Online-Nachrichtenportal Axios. "Wann immer ich will, dass er endet, wird er enden." Bereits vor zwei Tagen hatte der US-Präsident ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht - und das mit eigenen militärischen Erfolgen begründet. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erteilte Hoffnungen auf ein schnelles Ende des Krieges dagegen eine Absage: "Diese Operation wird ohne jegliche zeitliche Begrenzung fortgesetzt, solange es nötig ist, bis wir alle Ziele erreicht haben und der Kampf entschieden ist", sagte er.

14.55 Uhr: USA melden Angriffe auf 5.500 Ziele seit Kriegsbeginn

Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben mehr als 5.500 Ziele angegriffen. "Erst gestern hatten wir fast stündlich Angriffswellen aus verschiedenen Richtungen und von verschiedenen Standorten aus auf den Iran", sagte der zuständige US-Kommandeur Admiral Brad Cooper in einem auf X verbreiteten Video. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz gesagt, dass "heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen im Iran sein" werde. Cooper verwies in seinem Update nun darauf, dass die US-Streitkräfte bei ihren Angriffen mehr als 60 iranische Schiffe getroffen hätten.

14.00 Uhr: Iran bestätigt Verletzung von Modschtaba Chamenei

Drei Tage nach seiner Ernennung zum neuen iranischen Staatsoberhaupt gibt es noch immer keine Wortmeldung des obersten Führers der Islamischen Republik. Jetzt hat der Iran bestätigt, dass Modschtaba Chamenei verletzt worden sei. Er könne aber weiterhin seine Aufgaben wahrnehmen, sagte ein iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Er sprach von einer leichten Verletzung, weitere Angaben machte er nicht. Der Sohn des iranischen Präsidenten, Jussef Peseschkian, hatte zuvor auf Facebook gepostet, Chamenei sei wohlauf.

Regierungsanhänger und Beobachter warten mitten im Krieg gespannt auf die erste Rede von Modschtaba Chamenei und darauf, welchen politischen Kurs er einschlagen wird, nachdem sein Vater am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in Teheran getötet worden war. Modschtaba Chamenei überlebte die Bombardierungen vor elf Tagen, verlor dabei jedoch auch die Ehefrau, seine Mutter und einen Schwager. Nach Informationen der "New York Times" wurde der neue iranische Religionsführer an den Beinen verwundet. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht.

13.55 Uhr: Wer ist Modschtaba Chamenei?

Archivbild: Modschtaba Chamenei
Bildrechte: Rouhollah Vahdati/ISNA/WANA
Audiobeitrag

Archivbild: Modschtaba Chamenei

13.50 Uhr: Viele Festnahmen im Iran wegen Kritik in sozialen Medien

Die iranischen Behörden gehen hart gegen Kritik in sozialen Medien vor. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, 81 Menschen seien festgenommen worden, weil sie auf Online-Plattformen Informationen veröffentlicht hätten, die von den Behörden als in Kriegszeiten inakzeptabel eingestuft worden seien. "Wer in den sozialen Medien die öffentliche Meinung verunsichert, wird als Feind betrachtet und entsprechend behandelt", sagte der Oberbefehlshaber der Sicherheitskräfte der Islamischen Republik, Ahmad Resa Radan. Wer kritische Inhalte veröffentliche oder Inhalte mit Bezug zu Irans Feinden weiterverbreite, müsse mit langen Haftstrafen und möglicherweise sogar mit der Todesstrafe rechnen.

13.20 Uhr: EU verhängt Sanktionen gegen weiter 19 Organisationen und Funktionäre des Iran

Die EU hat Sanktionen gegen 19 iranische Organisationen und Funktionäre verhängt, die für "schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen" verantwortlich gemacht werden. Die EU-Außenbeauftragte erklärte auf Bluesky, die neuen Sanktionen seien ein Signal, dass Irans Zukunft nicht auf Unterdrückung basieren könne. Sie betonte, dass die EU auch während des Iran-Kriegs "ihre Interessen schützen und die Verantwortlichen für die Repression zur Rechenschaft ziehen" werde. Details zu den betroffenen Personen nannte Kallas jedoch nicht.

13.11 Uhr: Israel sieht trotz des Kriegs keine Gewissheit für Sturz von Irans Führung

Israelische Regierungsvertreter haben in internen Gesprächen eingeräumt, dass der Krieg gegen den Iran nicht zwangsläufig zum Sturz der iranischen Regierung führen wird. Trotz der Bombardierungen gebe es keine Anzeichen für einen Aufstand der iranischen Bevölkerung, so ein hochrangiger israelischer Vertreter gegenüber Reuters. Auch wenn US-Präsident Donald Trump erklärte, der Krieg könne bald enden, erwarten israelische Regierungsvertreter nicht, dass die USA den Konflikt in naher Zukunft beenden werden.

13.02 Uhr: Reiche - IEA gibt Rekordmenge an Ölreserven frei

Die Internationale Energieagentur (IEA) will laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihre Mitglieder zur Freigabe von Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel bitten. Das sei die größte Freigabe in der Geschichte der Agentur, sagte die CDU-Politikerin in Berlin. Dies sei ein sichtbares Signal in den Markt, um hohe Risikoaufschläge und Spekulationsgewinne einzudämmen. "Wenn dem Markt Sorge genommen wird vor Knappheit, entspannen sich Preise und wir gehen definitiv von einem dämpfenden Effekt aus."

12.43 Uhr: Italien schickt Fregatte nach Zypern

Italien hat eine Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands nach Zypern geschickt. Das Schiff namens "Federico Martinengo" ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger "Charles De Gaulle" geleitet wird. Auf Zypern war zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen.

12.33 Uhr: Wadephul bekundet auf Nahost-Reise Solidarität mit Saudi-Arabien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat während seiner Nahost-Reise dem vom Iran attackierten Saudi-Arabien Deutschlands Solidarität zugesichert. "Wir stehen solidarisch an der Seite Saudi-Arabiens, das in diese Eskalation hineingezogen wird, obwohl es nicht an dem Konflikt beteiligt ist", schrieb Wadephul am Mittwoch im Onlinedienst X unter Bezug auf den Iran-Krieg. Wadephul hatte zuvor seinem saudiarabischen Amtskollegen Faisal bin Farhan getroffen.

11.56 Uhr: "Geschosse" treffen Schiffe in und nahe Straße von Hormus

Im Persischen Golf und in der Straße von Hormus hat es nach mutmaßlichen Angriffen des Irans weitere Zwischenfälle gegeben. Ein "unbekanntes Geschoss" habe ein Frachtschiff in der Meerenge getroffen und einen Brand ausgelöst, meldete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute. Die Besatzung habe um Unterstützung gebeten und das Schiff werde evakuiert. Später meldete die Behörde, der Brand sei gelöscht. Zudem wurden vor der Küste Dubais ein Massengutfrachter ein Containerschiff und weiter östlich an der Einfahrt zur Straße von Hormus von einem "unbekannten Geschoss" getroffen, meldete die UKMTO.

11.55 Uhr: Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Im Libanon sind bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das sagte der zuständige Behördenvertreter Journalisten. Libanesische Medien zeigten mehrere zerstörte Stockwerke des Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete zunächst von vier Verletzten. Auch im Süden des Landes sowie in der östlichen Bekaa-Ebene gingen die Angriffe nach Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur NNA weiter. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens 14 Menschen getötet und 29 weitere verletzt. Die Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe gestern Abend und in der Nacht mehrmals israelische Truppen im südlichen Libanon mit Raketen angegriffen.

11.47 Uhr: Trauerzeremonie und Luftangriffe in Teheran

In der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich Regierungsanhänger zu einer großen Trauerzeremonie für die im Krieg gefallenen Kommandeure versammelt. Auf dem zentralen Revolutionsplatz kamen, wie in Aufnahmen des Staatsfernsehens zu sehen, zahlreiche Menschen zusammen. Gleichzeitig donnerten israelische Kampfjets über den Westen der Hauptstadt und flogen Luftangriffe. Die israelischen Streitkräfte bestätigten eine neue Angriffswelle im Iran sowie im Libanon.

11.44 Uhr. Angriffe in Golfstaaten gehen weiter

Die Angriffe in der Golfregion gehen rund anderthalb Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs weiter. Das emiratische Verteidigungsministerium teilte mit, man reagiere auf Beschuss mit iranischen Drohnen und Raketen. Anwohner wurden aufgerufen, die bereits bekannten Anweisungen zu ihrem Schutz zu verfolgen. Auch das benachbarte Saudi-Arabien teilte mit, die Flugabwehr habe im Osten und in Nähe des großen Ölfelds Schaiba mehrere Drohnen abgefangen. Die weiteren Golf-Nachbarn Katar, Kuwait und Oman berichteten ebenfalls, Angriffe mit Drohnen und Raketen abgewehrt zu haben.

11.43 Uhr: Meloni - Angriffe auf den Iran verstoßen gegen Völkerrecht

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die US-israelischen Angriffe auf den Iran als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet. Meloni, eine enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump, sprach in einer Rede vor dem italienischen Senat am Mittwoch von einer umfassenden internationalen Krise. Die Bedrohungen würden immer größer und einseitige Interventionen außerhalb der Grenzen des Völkerrechts nähmen zu. Die amerikanische und israelische Intervention gegen die iranische Regierung müsse als Teil dieser umfassenderen Krise verstanden werden, sagte die Regierungschefin.

11.39 Uhr: Erdogan fordert Ende des Krieges - Ganze Region darf nicht hineingezogen werden

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan dringt auf ein Ende des Krieges. Er müsse gestoppt werden, bevor die gesamte Region "ins Feuer geworfen" werde, sagt er vor dem Parlament. Ein Ende des Krieges sei möglich, wenn der Diplomatie eine Chance gegeben werde. Die Türkei sei mit allen Seiten im Gespräch, um dies zu erreichen.

11.38 Uhr: Wegen Iran-Krieg - Deutschland gibt Teil der Ölreserven frei

Deutschland gibt nach dpa-Informationen einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise, die G7-Staaten hatten deshalb über eine Freigabe von Reserven beraten.

11.34 Uhr: Libanon meldet Tote und Verletzte nach israelischen Angriffen

Israelische Angriffe haben im Libanon nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 14 Menschen das Leben gekostet. Dutzende weitere seien bei den Angriffen im Osten und Süden des Landes in der Nacht verletzt worden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Laut dem Ministerium wurden sieben Menschen bei einem Angriff auf die Ortschaft Chehabije getötet und elf verletzt. Bei einem weiteren Angriff auf den Ort Tamnine el-Tahta in der Beeka-Ebene im Osten kamen sieben Menschen ums Leben und 18 wurden verletzt.

11.30 Uhr. Israel - Haben gleichzeitig Angriffe auf Beirut und Iran begonnen

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben gleichzeitig Angriffswellen auf Beirut und den Iran gestartet. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die radikal-islamische Hisbollah Hochburgen. Sie ist mit der Führung im Iran verbündet und hat seit Beginn des Krieges Ende Februar mehrfach Ziele in Israel angegriffen.

11.16 Uhr: Iran vermint Straße von Hormus - US-Präsident droht

Im Iran-Krieg gerät die strategisch wichtige Straße von Hormus, die für die Ölversorgung Asiens von entscheidender Bedeutung ist, zunehmend in den internationalen Fokus. Nachdem Iran begonnen hatte, Minen in der Meerenge zu verlegen, zerstörte das US-Militär nach eigenen Angaben 16 iranische Minenleger-Boote. US-Präsident Donald Trump drohte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, dass im Falle einer Blockade der Straße von Hormus Iran so stark bombardiert werde, dass das Land nicht wiederaufgebaut werden könne.

Die USA und Israel setzten am Mittwoch den zwölften Tag in Folge ihre Angriffe fort, der Iran griff Ziele in der Region an. Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter sprach von mehr als 1.300 getöteten Zivilisten und fast 8.000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden zwölf Menschen getötet.

10.23 Uhr: Von der Leyen - Iran-Krieg kostet europäische Verbraucher Milliarden

Die EU-Kommission schätzt, dass die Energiepreissteigerungen aufgrund des Iran-Kriegs Europa bisher rund drei Milliarden Euro gekostet haben. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte am Mittwoch, dass die Gaspreise um 50 Prozent und die Ölpreise um 27 Prozent gestiegen sind. "Umgerechnet in Euro bedeutet das: Die zehn Kriegstage haben die europäischen Steuerzahler bereits zusätzliche drei Milliarden Euro für Importe fossiler Brennstoffe gekostet." Sie warnte zudem vor dem Einkauf von russischem Öl und Gas.

09.57 Uhr: Wadephul rechnet nicht mit baldigem Kriegsende

Am Abend ist Außenminister Johann Wadephul (CDU) in der saudischen Hauptstadt Riad zu Gesprächen über den Iran-Krieg eingetroffen, nachdem er zuvor in Israel war. In den Tagesthemen im Ersten sagte Wadephul, man müsse dafür sorgen, dass sich der Konflikt nicht ausweite. Er rechne nicht mit einem baldigen Ende des Kriegs.

09.56 Uhr: Israel greift im Stadtzentrum von Beirut an

Bei israelischen Luftangriffen im Stadtzentrum von Beirut sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Das berichtete ein Behördenvertreter. Libanesische Medien zeigten Bilder von zerstörten Stockwerken eines Wohngebäudes nach dem Angriff am frühen Morgen. Zunächst meldete das libanesische Gesundheitsministerium vier Verletzte. Die israelische Armee gab bekannt, erneut Ziele im Süden von Beirut angegriffen zu haben. Ziel sollen Kommandozentren der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz sowie Waffenlager im Vorort Dahije gewesen sein, wie in einer Mitteilung hieß.

09.39 Uhr. Zwei weitere iranische Fußballspielerinnen nehmen Asylangebot an

Zwei weitere Mitglieder der iranischen Frauenfußball-Nationalmannschaft haben in Australien Asyl erhalten. Eine der beiden ist eine Spielerin, die andere eine Betreuerin. Mit Unterstützung der australischen Bundespolizei wurden sie von der restlichen Mannschaft getrennt und in Sicherheit gebracht, teilte die australische Regierung mit. Innenminister Tony Burke erklärte am Mittwoch in Canberra, dass weder auf die beiden Frauen noch auf die anderen Teammitglieder Druck ausgeübt worden sei, weder von der Polizei noch von der Einwanderungsbehörde.

09.34 Uhr: Iranisches Militärkommando erklärt Banken in Nahost zu Angriffszielen

Ein iranisches Militärkommando hat Banken und Finanzinstitute im Nahen Osten zu potenziellen Angriffszielen im Iran-Konflikt erklärt. In einer Mitteilung vom Mittwoch benannte das Hauptquartier Chatam al-Anbija der iranischen Streitkräfte diese Ziele. Laut Staatsfernsehen kam es in der Nacht zu einem israelischen Angriff in der Hauptstadt Teheran auf eine Bankfiliale. Dabei seien mehrere Mitarbeiter ums Leben gekommen.

08.56 Uhr: Iranische Drohnen schlagen nahe Flughafen von Dubai ein

Zwei iranische Drohnen sind am Mittwoch in der Nähe des internationalen Flughafens von Dubai eingeschlagen. Vier Menschen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten. Der Flugbetrieb wurde fortgesetzt. Das Medienbüro von Dubai, das im Namen der Regierung des Emirats Erklärungen abgibt, teilte mit, zwei Personen mit ghanaischer und eine mit bangladeschischer Staatsangehörigkeit seien leicht verletzt worden. Ein indischer Staatsangehöriger habe mittelschwere Verletzungen erlitten.

Der internationale Flughafen von Dubai, Heimatflughafen der Gesellschaft Emirates, ist der verkehrsreichste Flughafen der Welt für internationale Reisen. Die Behörden bemühen sich trotz der Angriffe auf das Drehkreuz, möglichst viele Maschinen starten zu lassen.

08.29 Uhr: Paris kündigt Verdreifachung der humanitären Hilfe für Libanon an

Frankreichs Außenminister Joen-Noël Barrot hat angesichts der anhaltenden Angriffe auf den Libanon im Zuge des Iran-Krieges eine Verdreifachung der französischen humanitären Hilfslieferungen für den Libanon angekündigt. "Wir haben beschlossen, das Volumen der in dieser Woche gelieferten Hilfen zu verdreifachen", erklärte Barrot am Mittwoch im Sender TF1. 60 Tonnen Hilfsgüter sollen demnach am Donnerstag verschifft werden, darunter medizinische Güter, Hygieneartikel, Matratzen, Lampen und mobile Sanitätsstationen. Paris bereite sich außerdem darauf vor, "mehrere Dutzend" gepanzerte Fahrzeuge an die libanesischen Streitkräfte zu liefern.

08.10 Uhr: Personal des Generalkonsulats Erbil verlässt Irak

Das Auswärtige Amt hat entschieden, mit Blick auf die Gefährdungseinschätzung das Personal des Generalkonsulats Erbil temporär aus dem Irak zu verlegen. Die Erreichbarkeit des Konsulats sei weiterhin gewährleistet, heißt es im Außenministerium. Damit ist jetzt das Personal der deutschen diplomatischen Vertretungen in Teheran, Bagdad und Erbil temporär außer Landes.

08.03 Uhr: Tanker mit Iran-Verbindungen passieren weiter die Straße von Hormus

Tanker mit mutmaßlicher Verbindung zum Iran passieren weiterhin die Straße von Hormus. Das Sicherheitsunternehmen Neptune P2P Group teilte am Mittwoch mit, seit dem 8. März seien sieben Schiffe durch die Meerenge gefahren, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Fünf davon stünden in Verbindung mit iranischen Reedereien. Einige dieser Schiffe nutzten für die Durchfahrt einen sogenannten dunklen Transit ohne automatisches Identifizierungssystem (AIS), das ihre Position anzeigt. Schiffe, die sanktioniertes iranisches Rohöl transportieren, schalten ihre AIS-Tracker häufig ab. Der Datenanbieter Kpler teilte mit, dass der Iran die Rohölexporte über sein Ölterminal Dschask am Golf von Oman wieder aufgenommen habe.

08.02 Uhr: Modschtaba Chamenei trotz mutmaßlicher Verletzungen angeblich "wohlauf"

Der neue oberste Anführer des Irans, Modschtaba Chamenei, ist trotz Verletzungen infolge der US-israelischen Angriffe auf den Iran "wohlauf". Dies gab der Sohn des iranischen Präsidenten Jussef Peseschkian am Mittwoch im Onlinedienst Telegram bekannt.

Modschtaba Chamenei war am Sonntag zum obersten Führer des Iran ernannt worden. Berichten zufolge wurde er bei dem Angriff am 28. Februar verletzt, bei dem sein Vater Ali Chamenei getötet worden war. Im staatlichen iranischen Fernsehen war Chamenei als "verwundeter Veteran des Ramadan-Krieges" bezeichnet worden. Details über das Ausmaß seiner Verletzungen wurden jedoch nicht genannt.

07.25 Uhr: Katar will unter iranischem Angriff keine Vermittlerrolle übernehmen

Katar will nicht als Vermittler für den Iran fungieren - solange das Land von Teheran angegriffen wird. Katars Staatsminister für auswärtige Angelegenheiten, Mohammed bin Saleh al-Chulaifi, sagte dem katarischen Satellitennachrichtensender Al-Dschasira, sowohl Katar als auch der Oman seien angegriffen worden, obwohl die Länder daran arbeiteten, "Brücken zwischen dem Iran und dem Westen zu bauen".

"Wir werden diese Rolle unter Angriff nicht erfüllen können, und das müssen die Iraner verstehen", sagte Al-Khulaifi. "Die Länder der Region sind kein Feind des Iran, und die Iraner verstehen dieses Prinzip nicht."

07.01 Uhr: Neue iranische Angriffswelle auf Israel und Golfstaaten

Die iranischen Streitkräfte haben erneut Ziele in Israel und mehreren Golfstaaten angegriffen. Die jüngste Angriffswelle sei die bisher "intensivste und schwerste" gewesen, berichtete der iranische Staatssender Irib am Mittwoch unter Berufung auf die iranischen Revolutionsgarden. Mehrere Golfstaaten meldeten Raketen- und Drohnenangriffe. Die US-Armee zerstörte US-Präsident Donald Trump zufolge mehrere iranische Minenleger-Schiffe. Die israelische Armee griff derweil Ziele im Libanon an.

Die iranischen Streitkräfte zielten Staatsmedien zufolge auf Tel Aviv, Jerusalem und Haifa im Norden Israels sowie "zahlreiche US-Ziele in Erbil" im Norden des Irak, den Marinestützpunkt der fünften US-Flotte in Bahrain und den US-Armeestützpunkt Arifdschan südlich von Kuwait-Stadt ab. Der Raketenangriff habe drei Stunden gedauert.

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Der Iran hat seine Angriffe auf Israel, Saudi Arabien und Katar fortgesetzt. Israel hat seinerseits die Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.
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Der Iran hat seine Angriffe auf Israel, Saudi Arabien und Katar fortgesetzt. Israel hat seinerseits die Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen.

05.59 Uhr: Iranischer Polizeichef - Demonstranten werden als "Feinde" betrachtet

Die iranischen Behörden werden Demonstranten nach Angaben des iranischen Polizeichefs als "Feinde" betrachten. "Wenn sich jemand im Einklang mit den Wünschen des Feindes äußert, werden wir ihn nicht länger nur als Demonstranten betrachten, sondern als Feind", sagte Polizeichef Ahmad-Resa Radan am Dienstagabend in einer im iranischen Staatssender Irib ausgestrahlten Erklärung. "Wir werden mit ihnen genauso umgehen, wie wir mit Feinden umgehen", fügte Radan hinzu.

05.26 Uhr: Containerschiff vor emiratischer Küste von "unbekanntem Geschoss" getroffen

Ein Containerschiff ist nach Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden. Dem Kapitän des Schiffes zufolge sei der Tanker durch ein "mutmaßliches, aber unbekanntes Geschoss" beschädigt worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Das Ausmaß des Schadens sei noch unbekannt, alle Besatzungsmitglieder seien jedoch in Sicherheit. Der Vorfall ereignete sich UKMTO zufolge etwa 46 Kilometer nordwestlich des Emirats Al Chaimah.

02.43 Uhr: IEA plant größte Ölreserven-Freigabe ihrer Geschichte

Angesichts der gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Krieges hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) dem "Wall Street Journal" zufolge die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vorgeschlagen. Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung am Dienstagabend unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte.

Der Vorschlag sei bei einer Sondersitzung der 32 IEA-Mitglieder am Dienstag unterbreitet worden, berichtete das "Wall Street Journal". Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.

02.40 Uhr: Augenzeugen berichten von schwersten Angriffen auf Teheran

Einwohner Teherans berichten von den bislang schwersten Luftangriffen des Krieges. "Es war die Hölle", sagt ein Anwohner der Nachrichtenagentur Reuters. Im Osten der Stadt seien zwei fünfstöckige Wohnhäuser getroffen worden. Irans UN-Botschafter spricht von mehr als 1.300 getöteten Zivilisten und fast 8.000 zerstörten Häusern seit Kriegsbeginn. Bei iranischen Angriffen auf Israel wurden demnach zudem zwölf Menschen getötet.

02.27 Uhr: Dieselkrise durch Nahost-Krieg - Preise könnten sich verdoppeln

Die stark steigenden Dieselpreise könnten die Weltwirtschaft ausbremsen - auch Deutschland wäre besonders betroffen, warnen Händler und Analysten. Durch die Straße von Hormus fließen zehn bis 20 Prozent aller weltweiten Diesel-Lieferungen per Schiff. Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Meerenge fast vollständig. "Diesel ist der verwundbarste Treibstoff in diesem Konflikt", hieß es aus der Handelsbranche in Dubai. "Diesel treibt Fracht, Landwirtschaft, Bergbau und Industrie an - er ist das wichtigste Schmiermittel der Wirtschaft."

In Deutschland fahren rund 30 Prozent aller Autos mit Diesel, fast alle Lastwagen und Busse sind auf den Kraftstoff angewiesen. Die Dieselpreise seien seit Kriegsbeginn viel stärker gestiegen als Öl- und Benzinpreise. Sollte die Straße von Hormus länger blockiert bleiben, könnten sich die Dieselpreise an den Tankstellen etwa verdoppeln, schätzen Energieexperten.

Mittwoch, 11. März 2026

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