Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
23.36 Uhr: US-Militär - Tankflugzeug im Irak abgestürzt - Rettung läuft
Ein US-Tankflugzeug vom Typ KC-135 ist nach Angaben des US-Militärs im Westen des Irak abgestürzt.Rettungskräfte seien im Einsatz, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit. An dem Vorfall sei ein weiteres Flugzeug beteiligt gewesen, das jedoch sicher gelandet sei. Es handele sich nicht um feindlichen Beschuss oder Eigenbeschuss.
23.34 Uhr: Irans UN-Botschafter - Schließen Straße von Hormus nicht
Der Iran sendet widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus. UN-Botschafter Amir Saeid Iravani erklärte, Teheran werde die Meerenge nicht schließen. Es sei jedoch Irans Recht, die Sicherheit dort zu bewahren, sagte er Journalisten am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Das iranische Außenministerium verlangt seinerseits, Schiffe müssten sich bei der Durchfahrt mit der Marine des Landes abstimmen, wie die Nachrichtenagentur Mehr meldet. Die USA und Israel seien für die Unsicherheit in der Region verantwortlich, was sich auf den Schiffsverkehr auswirke. Das geistige Oberhaupt des Landes, Modschtaba Chamanei, hatte erklärt, die Schließung werde als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt. Die iranischen Revolutionsgarden kündigten daraufhin an, sie aufrechtzuerhalten.
22.34 Uhr: Irak - Sechs französische Soldaten bei Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff auf einen gemeinsamen Stützpunkt der Peschmerga und der französischen Armee im nordirakischen Machmur sind mindestens sechs französische Soldaten verletzt worden. Dies teilten der Gouverneur von Erbil, Omed Koschnaw, und ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit. Eine Stellungnahme aus Frankreich lag zunächst nicht vor.
22.12 Uhr: USA bringen Hormus-Geleitschutz mit Verbündeten ins Spiel
US-Finanzminister Scott Bessent hat einen Geleitschutz für Schiffe durch die Straße von Hormus unter Beteiligung von Verbündeten ins Spiel gebracht. "Ich glaube, dass die US-Marine - vielleicht gemeinsam mit einer internationalen Koalition - Schiffe eskortieren wird, sobald es militärisch möglich ist", sagte Bessent dem Sender Sky News. Voraussetzung sei, dass der Luftraum vollständig kontrolliert werde und der Iran nicht mehr in der Lage sei, sein Raketenarsenal wieder aufzubauen.
21.34 Uhr: Netanjahu - Keine Lebensversicherung für Chamenei
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem neuen obersten Führer des Irans, Modschtaba Chamenei, indirekt mit einem möglichen Tötungsversuch gedroht. Er sagte, er würde "keine Lebensversicherungen" für die Feinde Israels abschließen. Bei einer Pressekonferenz bezeichnete Netanjahu Chamenei zudem als "Marionette der Revolutionsgarden". Der Religionsführer könne "sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen". Chamenei junior soll bei einem israelischen Angriff im Iran verletzt worden sein.
21.13 Uhr: Netanjahu - Iran nach US-israelischen Angriffen "nicht mehr derselbe"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zufolge ist der Iran nach fast zwei Wochen gemeinsamer US-israelischer Angriffe "nicht mehr derselbe". Die Revolutionsgarden und Basidsch-Kräfte hätten schwere Schläge erlitten, sagte Netanjahu bei seiner ersten Pressekonferenz seit Kriegsbeginn. Er spreche fast täglich mit US-Präsident Donald Trump. Man wolle den Iran daran hindern, Atom- und Raketenprojekte unter die Erde zu verlegen. Israel könne Bedingungen für einen Regimewechsel schaffen, aber das iranische Volk müsse auf die Straße gehen.
Im Video: Krieg im Iran - Aktuelle Lage
Krieg im Iran - Aktuelle Lage
21.11 Uhr: Reiche - Prüfen Kriseninstrument für Erdgasversorgung
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche prüft nach eigenen Angaben angesichts der Folgen des Iran-Kriegs staatliche Eingriffe bei der Erdgasversorgung. Man werde wahrscheinlich beim Erdgas etwas nachsteuern, sagte Reiche dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Ihr Haus prüfe derzeit sehr genau, welches das geeignete Kriseninstrument sei. "Und die Argumente für ein solches Kriseninstrument mehren sich gerade." Zu den Folgen des Konflikts für die deutsche Wirtschaft könne man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich äußern, sagte Reiche der Zeitung weiter: "Die Lage im Iran ist hochdynamisch."
20.22 Uhr: Iranischer Sicherheitschef - Verteidigen uns bis USA den Krieg bereuen
Der Iran will sich nach den Worten seines Sicherheitschefs Ali Laridschani so lange gegen Angriffe verteidigen, bis die USA ihre "schwere Fehlkalkulation" bereuten, einen Krieg gegen die Islamische Republik begonnen zu haben. "Einen Krieg zu beginnen ist zwar leicht, aber er lässt sich nicht mit ein paar Tweets gewinnen", erklärte Laridschani im Onlinedienst X mit Blick auf US-Präsident Donald Trump. Der Iran werde "nicht nachlassen", bis die USA ihr Vorgehen bereuten.
19.03 Uhr: Widerstandsrat Iran erhebt Anspruch auf Übergangsregierung bei Regimesturz
Die Exilgruppe Nationaler Widerstandsrat Iran erhebt den Anspruch, bei einem Sturz der Machthaber in Teheran eine provisorische Regierung aufzustellen. Diese solle auf einem Zehn-Punkte-Plan ihrer Führungsfigur Maryam Rajavi basieren, teilte die Exilgruppe in Paris mit. Aufgabe dieser Regierung werde es sein, die Macht innerhalb von sechs Monaten nach dem Sturz der derzeitigen Machthaber durch eine Wahl an das Volk zu übertragen, hieß es. Eine Regierung unter Reza Pahlavi, dem in den USA im Exil lebenden Sohn des früheren iranischen Schahs, lehne der Nationale Widerstandsrat ebenso ab wie eine klerikale Regierung.
Der Nationale Widerstandsrat Iran entstand 1981 aus den sogenannten Volksmudschahedin. Die Exil-Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, das Herrschaftssystem im Iran zu stürzen. Die Organisation ist jedoch äußerst umstritten und wird innerhalb und außerhalb des Iran auch von Oppositionellen größtenteils abgelehnt. Im Iran ist die Gruppe verboten.
18.37 Uhr: US-Energieminister - Ölpreis von 200 Dollar unwahrscheinlich
US-Energieminister Chris Wright hält einen Anstieg des Ölpreises auf 200 Dollar pro Barrel für unwahrscheinlich. Er reagierte damit auf Drohungen aus Teheran. Ein Sprecher des dortigen Militärkommandos hatte gewarnt, der Preis könne diese Marke erreichen, sollte die regionale Sicherheit weiter destabilisiert werden. Wright räumte im Gespräch mit CNN zwar ein, dass die Lage ernst sei, betonte aber, die US-Regierung konzentriere sich auf den Militäreinsatz, um die Sicherheit der Öllieferungen zu gewährleisten. Der Preisanstieg werde eher Wochen als Monate andauern.
Wrights Äußerungen wurden als indirektes Eingeständnis gewertet, dass ein kurzfristiger Preisschock nicht völlig ausgeschlossen werden könne. An den Märkten sorgt der Konflikt weiter für Turbulenzen. Der Ölpreis schoss zeitweilig um mehr als neun Prozent nach oben und näherte sich der Marke von 100 Dollar je Fass. Zum Schluss des Aktienhandels in Deutschland lag er für die Sorte Brent bei 99,46 Dollar je Barrel.
18.20 Uhr: Weißes Haus sieht keine Gefahr iranischer Drohnenangriffe auf Kalifornien
Eine FBI-Warnung vor möglichen iranischen Drohnenangriffen in Kalifornien basierte nach Angaben des Weißen Hauses lediglich auf einem einzigen unverifizierten Hinweis. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte auf X klar: "Es gibt keine solche Bedrohung durch den Iran für unser Heimatland und es gab sie nie."
Die vertrauliche Warnung war im vergangenen Monat an Sicherheitsbehörden gegangen. Darin hieß es, der Iran wolle für den Fall von US-Angriffen einen Überraschungsangriff auf Ziele in Kalifornien mit unbemannten Luftfahrzeugen von einem Schiff aus durchführen. Die Warnung wurde am Mittwoch publik, Präsident Trump zeigt sich unbesorgt über mögliche Vergeltungsschläge des Iran auf US-Territorium.
18.14 Uhr: Israels Armeechef - Libanon-Einsatz "wird nicht kurz sein"
Israels Militär bereitet sich nach den Worten von Generalstabschef Ejal Zamir auf eine längere militärische Auseinandersetzung mit der libanesischen Hisbollah-Miliz vor. "Dieser Einsatz wird nicht kurz sein", sagte Zamir nach einer Lageeinschätzung im Norden Israels. Er kündigte zudem an, zusätzliche Truppen an die israelisch-libanesische Grenze zu verlegen.
Zamir betonte, die Hisbollah habe mit ihren Angriffen auf israelische Ziele einen schweren Fehler begangen und werde "weiterhin einen hohen Preis dafür zahlen". Die libanesische Regierung setze ihre Autorität nicht durch - "deshalb werden wir es tun", erklärte Zamir weiter.
18.09 Uhr: Irans Vizeaußenminister dementiert Verminung der Straße von Hormus
Der Iran legt nach den Worten von Vizeaußenminister Madschid Tacht-Rawantschi keine Seeminen in der strategisch und wirtschaftlich bedeutsamen Straße von Hormus. Auf die Frage, ob von Seiten der Islamischen Republik in der Meerenge Minen gelegt würden, sagte Tacht-Rawantschi in Teheran: "Überhaupt nicht. Das stimmt nicht."
Mit Blick auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus sagte Tacht-Rawantschi, der Iran habe Schiffe einiger Staaten nach Absprache die Meerenge passieren lassen. "Einige Länder haben bereits mit uns über die Durchfahrt durch die Meerenge gesprochen, und wir haben mit ihnen kooperiert", sagte Tacht-Rawantschi. Er fügte aber hinzu: "Wir sind der Ansicht, dass jene Länder, die sich an der Aggression beteiligt haben, nicht von einer sicheren Durchfahrt durch die Straße von Hormus profitieren sollten."
18.03 Uhr: USA - Rund 6.000 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn nach eigenen Angaben etwa 6.000 Ziele angegriffen. Auch mehr als 90 Schiffe seien beschädigt oder zerstört worden, darunter mehr als 30 Minenleger, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.
US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch erneut nahegelegt, dass der Krieg schon "bald" enden könne. Es gebe "praktisch nichts mehr, was man angreifen könnte", zitierte ihn das US-Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefoninterview. Der israelische Armeesprecher Effie Defrin erklärte dagegen, dass Israels Militär noch eine umfangreiche Liste an Zielen habe.
18.00 Uhr: Tui Cruises und Dertour bringen letzte Touristen aus Golfregion
Die letzten Kreuzfahrtgäste von Tui Cruises, die infolge des Iran-Kriegs im Nahen Osten festsaßen, sind auf dem Weg zurück nach Deutschland. Die verbliebenen 180 Passagiere der "Mein Schiff 5" seien per Flugzeug unterwegs nach Frankfurt, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Gäste seien mit einem Airbus A380 der Qatar Airways von Doha gestartet und sollten am Abend gegen 18.35 Uhr in Frankfurt am Main landen. "Somit haben wir jetzt alle Gäste von den Schiffen runter", sagte der Sprecher.
Auch der Reiseveranstalter Dertour hat nach eigenen Angaben den Großteil seiner Gäste aus den betroffenen Regionen inzwischen zurück nach Deutschland gebracht. "Stand heute befinden sich fast alle Gäste wieder zu Hause", teilte das Unternehmen mit. Für die wenigen noch verbliebenen Urlauber sei die Rückreise bereits organisiert.
17.55 Uhr: Staatsmedien - Zwei Tote bei israelischem Angriff auf Universität in Beirut
Bei einem israelischen Angriff auf eine Universität im Libanon sind nach Angaben von Staatsmedien zwei Beschäftigte getötet worden. Der Leiter der naturwissenschaftlichen Fakultät der Libanesischen Universität am Standort im Süden Beiruts sowie ein Professor seien durch einen Drohnenangriff getötet worden, meldete die libanesische Nachrichtenagentur ANI. Der Campus liegt am Rand der südlichen Vororte Beiruts. Das Gebiet gilt als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah.
17.47 Uhr: Britisches Militär meldet Drohnenangriff auf Stützpunkt im Irak
Bei einem Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt im Irak sollen mehrere US-Militärangehörige verletzt worden sein. Guy Foden, ein Angehöriger des britischen Militärs, erklärte, in dem Stützpunkt in der halbautonomen Kurdenregion Erbil seien sowohl britische als auch US-Soldaten untergebracht. Der britische Generalleutnant Nick Perry sagte, es habe bei dem Angriff keine britischen Opfer gegeben. Auch die Verletzungen der Amerikaner seien nicht besonders schwer.
17.45 Uhr: Israel attackiert Gebäude nahe Regierungssitz in Beirut
Israel hat seine Angriffe auf die libanesische Hisbollah-Miliz verschärft und ein Gebäude in der Nähe des Regierungssitzes in Beirut beschossen. Bei dem Luftangriff wurde gegen 16.30 Uhr MEZ das Gebäude im Stadtteil Bachoura getroffen. Das Viertel liegt rund einen Kilometer vom Grand Serail im Zentrum Beiruts entfernt, in dem der Ministerpräsident des Landes seinen Sitz hat. Vor dem Angriff hatte das israelische Militär eine Warnung herausgegeben, in der es die Anwohner darauf hinwies, dass sie sich in der Nähe einer Hisbollah-Einrichtung befänden, gegen die ein Einsatz geplant sei.
17.24 Uhr: Italien zieht nach Drohnenangriff auf Stützpunkt im Irak Soldaten "vorläufig" ab
Italien zieht nach einem Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt im nordirakischen Erbil seine dort stationierten Soldaten vorübergehend ab. Der Rückzug erfolge "lediglich vorläufig", sagte Verteidigungsminister Guido Crosetto bei Rai Uno. Den Abzug hatten zuvor sein Ministerium und das Außenministerium bekanntgegeben, eine Evakuierungsaktion lief demnach bereits.
Den Angriff auf den italienischen Stützpunkt hatte Außenminister Antonio Tajani zuvor im Onlinedienst X bestätigt. Bei der Attacke wurde demnach niemand verletzt. Tajani sagte, es sei noch unklar, ob die Attacke sich gezielt gegen die italienischen Soldaten gerichtet habe.
16.48 Uhr: Zwei Verletzte bei Brand auf US-Flugzeugträger
Bei einem Brand auf dem US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford", der derzeit in der Nahost-Region unterwegs ist, sind zwei Besatzungsmitglieder verletzt worden. Nach Angaben der Marine war der Vorfall "nicht kampfbezogen" und ereignete sich im Wäschereibereich des Schiffes. "Zwei Seeleute erhalten derzeit eine medizinische Behandlung wegen nicht lebensbedrohlicher Verletzungen und befinden sich in stabilem Zustand", erklärte das Marine-Zentralkommando, der Flugzeugträger bleibe voll einsatzfähig.
16.40 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle auf Beirut
Nach den heftigen Attacken in der vergangenen Nacht hat das israelische Militär nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf den Libanon gestartet. Ziel sei Beirut, teilte das Militär mit. Im Süden der libanesischen Hauptstadt hat die radikal-islamische Hisbollah Hochburgen. Im Libanon sind nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums bislang 687 Menschen bei israelischen Angriffen ums Leben gekommen.
16.33 Uhr: Trump - Iran sollte nicht an der Fußball-WM teilnehmen
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran einen Verzicht auf Teilnahme an der Fußball-WM nahegelegt. "Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich halte es wirklich nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit", schrieb Trump auf Truth Social.
Erst vor einigen Tagen hatte Trump laut FIFA-Präsident Gianni Infantino zugesichert, dass der Iran trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) antreten dürfe. Der Iran sei "willkommen", habe Trump betont. Irans Sportminister Ahmad Donyamali und Verbandspräsident Mehdi Taj hatten einen WM-Verzicht zuletzt bereits angedeutet.
15.54 Uhr: Revolutionsgarden - Werden Straße von Hormus geschlossen halten
Die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus wird den iranischen Revolutionsgarden zufolge geschlossen gehalten. "Wir werden dem Aggressor-Feind die schwersten Schläge zufügen, indem wir die Strategie der Schließung der Straße von Hormus beibehalten", erklärte der Kommandeur der Marineeinheit der Revolutionsgarde auf der Online-Plattform X. Er reagierte damit auf die Stellungnahme des Obersten Führers des Irans, Modschtaba Chamenei, der ankündigte, die Meerenge als Druckmittel geschlossen zu halten.
15.47 Uhr: Merz - Keine Hinweise auf verstärkte Bedrohungslage
Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz gibt es keine Hinweise auf eine verstärkte Anschlagsgefahr durch den Iran-Krieg. "Es gibt im Augenblick keine Erkenntnisse, dass wir hier im Inland von einer erhöhten Gefährdung ausgehen müssten", sagte Merz beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden. Man fahre dennoch die Sicherheitskonzepte hoch, überprüfe Schutzmaßnahmen und erhöhe die Präsenz insbesondere für israelische, jüdische und auch amerikanische Einrichtungen.
15.30 Uhr: Israel weitet Evakuierungsaufforderung für Südlibanon aus
Israels Armee hat die Bewohner eines vergrößerten Gebiets im Süden des Libanons zur Flucht aufgerufen. Das Militär richtete auf seinem arabischsprachigen Kanal auf der Plattform X eine dringende Warnung an die Menschen, den Bereich südlich des Sahrani-Flusses – etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze – zu verlassen. Bereits vergangene Woche hatte die Armee zur Evakuierung mehrerer Orte im Südlibanon aufgerufen.
Solche Aufrufe des Militärs deuten in der Regel auf bevorstehende Kampfhandlungen hin. Die Armee führte als Begründung für die Evakuierungsaufforderung "terroristische Aktivitäten der Hisbollah" an. Die Warnung umfasst mehrere libanesische Ortschaften in dem betroffenen Gebiet. Ihre Bewohner sollen sich Richtung Norden begeben, hieß es weiter.
15.17 Uhr: USA - Noch keine Marine-Eskorte durch Straße von Hormus möglich
Die USA sind nach Angaben von Energieminister Chris Wright aktuell noch nicht in der Lage, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren. Die Marine werde das relativ bald tun können, aber noch nicht jetzt, sagte Wright dem Sender CNBC: "Wir sind einfach noch nicht bereit." Alle militärischen Ressourcen der USA seien aktuell darauf ausgerichtet, die offensiven Fähigkeiten des Iran zu zerstören. Er halte es aber für wahrscheinlich, dass die US-Marine bis Ende des Monats einige Schiffe durch die Meerenge eskortieren könne, sagte Wright.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Iran-Kriegs nahezu zum Erliegen gekommen. Die etwa 55 Kilometer breite Meeresenge zwischen dem Iran und dem Oman gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölexport. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Monats angeboten, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus - falls notwendig - auch mit der eigenen Marine abzusichern.
15.14 Uhr: Wadephul fordert Lösung "auf diplomatischem Weg"
Außenminister Johann Wadephul hat eine gemeinsame politische Kraftanstrengung von Europäern und Golf-Anrainern für ein rasches Ende des Iran-Krieges gefordert. Er sei "der Überzeugung, dass eine verlässliche und tragfähige Lösung nur auf diplomatischem Weg erreicht werden kann", sagte er bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan in Ankara. Eine wesentliche Erkenntnis aus seiner Reise in den vergangenen Tagen sei, "dass wir die gemeinsamen Interessen aus der Golfregion, aber auch hier aus der Nachbarschaft bündeln sollten".
Es sei gut, dass die Raketen in der Türkei wie am Golf weitgehend abgefangen werden könnten, sagte Wadephul. "Aber dass der Iran die Spannungen durch Angriffe auf seine Nachbarn in der Region und insbesondere in der Golfregion immer weiter erhöht, ist brandgefährlich". Auf die Frage, ob sich Deutschland an der Initiative der G7-Staaten beteiligen werde, Schiffe in der Straße von Hormus von Kriegsschiffen begleiten zu lassen, sagte Wadephul: "Jeder weiß, dass die Straße von Hormus eine der wirtschaftlichen Lebensadern dieser Welt ist und dass wir alle daran arbeiten müssen, dass diese recht schnell wieder intakt ist."
Im Audio: Wadephul auf Krisen-Mission in Ankara
Außenminister Johann Wadephul in Ankara
15.02 Uhr: US-Energieminister rechnet mit "erheblicher Störung" des Ölhandels
Der weltweite Ölhandel steht nach Angaben von US-Energieminister Chris Wright vor "erheblichen Störungen". Die Welt müsse mit "kurzfristigen Schmerzen" rechnen, "um ein langfristiges Problem zu lösen", sagte Wright. "Wir befinden uns inmitten einer erheblichen kurzfristigen Unterbrechung, um die Sicherheit des Energieflusses langfristig zu gewährleisten", fügte er hinzu. Die USA und Israel versuchten, den Iran "unschädlich zu machen".
Der Iran hat als Reaktion auf Bombardements der USA und Israels die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus praktisch gesperrt. Außerdem griff er Tanker im Persischen Golf an. Am Donnerstag schnellten die Ölpreise in den USA in die Höhe.
14.54 Uhr: EU - Mehr als 8.000 Menschen aus dem Nahen Osten zurückgeholt
Bisher sind mehr als 8.000 Menschen mit Unterstützung der EU aus dem Nahen Osten zurück nach Europa gebracht worden. Die Europäische Kommission teilte mit, mehr als 70 Flüge seien auf Bitte von Mitgliedsstaaten koordiniert worden, um Europäer sicher aus dem Nahen Osten zu holen – unter anderem nach Frankreich, Italien und Österreich.
Zweimal charterte die Brüsseler Behörde selbst Flugzeuge und flog 303 Menschen aus Saudi-Arabien und Oman nach Warschau. Insgesamt haben den Angaben nach bislang 23 Mitgliedstaaten die Unterstützung der EU angefordert, Deutschland ist nicht darunter. In den nächsten Tagen gebe es weitere Flüge, so die Kommission.
14.40 Uhr: Chamenei will Straße von Hormus schließen - und fordert Rache für Märtyrer
Der Iran schreckt nach den Worten seines neuen Obersten Führers, Modschtaba Chamanei, nicht davor zurück, Rache für den Tod seiner Märtyrer zu nehmen. Er forderte in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung insbesondere Vergeltung für bei einem Luftangriff getötete Schülerinnen. Chamanei rief die Bevölkerung zur Einheit auf. Die Menschen sollten am Al-Kuds-Tag, an dem üblicherweise Massendemonstrationen stattfinden, mit denen die Solidarität mit den Palästinensern ausgedrückt werden soll, teilnehmen.
Chamenei kündigte an, dass die Schließung der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus als Druckmittel gegen den Feind fortgesetzt werde. Zudem müssten alle US-Militärstützpunkte in der Region geschlossen werden, forderte Chamenei. "Wir glauben an die Freundschaft mit unseren Nachbarn und greifen nur die Stützpunkte an", erklärt er: "Und wir werden dies unweigerlich fortsetzen."
14.37 Uhr: UN - Mehr als drei Millionen Menschen im Iran seit Kriegsbeginn vertrieben
Im Iran sind seit Beginn der Luftangriffe der USA und Israels nach UN-Angaben mehr als drei Millionen Menschen vertrieben worden. Zwischen 600.000 und einer Million Haushalte seien betroffen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Dies entspreche bis zu 3,2 Millionen Menschen. Diese Zahl werde bei andauernden Feindseligkeiten wahrscheinlich weiter steigen, was eine "besorgniserregende Eskalation des humanitären Bedarfs" darstelle, teilte die Organisation mit.
14.20 Uhr: Iranische Opposition - Krieg taugt nicht für Sturz des Regimes
Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind iranischen Oppositionellen zufolge nicht das geeignete Mittel, um die Führung in Teheran zu stürzen. Dafür sei allein ein vom inneren Widerstand getragener Volksaufstand in der Lage, sagte Mohammad Mohaddesin, der außenpolitische Leiter des Nationalen Widerstandsrates des Iran (NWRI), auf einer Pressekonferenz in Paris: "Der zwölftägige Krieg im Juni und der jetzige Krieg, der nun ebenfalls zwölf Tage andauert, haben bewiesen, dass Bombenangriffe das Regime nicht stürzen können."
"Selbst mit 50.000 bewaffneten Soldaten am Boden braucht man die Unterstützung des iranischen Volkes. Man braucht einen Volksaufstand", erklärte Mohaddesin. Die Kombination aus diesen Soldaten und einem Volksaufstand schaffe die Kraft, das Regime zu stürzen. Einen Einsatz von US-Bodentruppen halte er aber nicht für realistisch, fügte er hinzu.
13.53 Uhr: Telegram - Oberster Führer des Iran wird bald seine erste Botschaft verbreiten
Der am vergangenen Sonntag ernannte oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, wird nach Angaben seines offiziellen Telegram-Kanals sehr bald seine erste Botschaft verbreiten. Die Botschaft werde sich mit dem Gedenken an seinen Vater, den getöteten Revolutionsführer Ali Chamenei, "der Rolle und den Pflichten des Volkes" sowie "dem Umgang mit den Feinden" befassen, hieß es in dem Kanal des Onlinedienstes. In welcher Form diese Botschaft verbreitet werden sollte, wurde offen gelassen.
Modschtaba Chamenei war am 8. März als Nachfolger seines Vaters Ali Chamenei zum politischen und geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt worden. Sein Vater war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem israelischen Luftangriff auf Teheran getötet worden. Auch seine Mutter und seine Ehefrau wurden bei dem Angriff getötet.
13.41 Uhr: Türkei warnt vor Anzettelung eines Bürgerkrieges im Iran
Die Türkei warnt davor, im Iran einen Bürgerkrieg anzuzetteln. Sein Land werde es niemandem gestatten, solche Pläne zu schmieden, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan auf einer Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann Wadephul. "Wir lehnen Pläne ab, die darauf abzielen, einen Bürgerkrieg im Iran auszulösen und Konflikte entlang ethnischer und religiöser Trennlinien zu provozieren", sagte Fidan: "Wir warnen davor. Niemand sollte solchen Fantasien nachjagen. Wir würden das nicht zulassen."
13.25 Uhr: Ministerin warnt - Libanon am Rande der Belastungsgrenze
Die Kampfhandlungen im Libanon treffen besonders Frauen, Kinder und Ältere, warnen Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan und Hilfsorganisationen. "Der Libanon steht bereits am Rande seiner Belastungsgrenze – sowohl in Bezug auf Infrastruktur und Versorgung als auch bei der Aufnahme von Flüchtlingen", sagte Alabali Radovan am Donnerstag. Wie in vielen Konflikten treffe es vor allem die Zivilbevölkerung, insbesondere vulnerable Gruppen. Die Ministerin warnte, dass eine Destabilisierung des Libanons die gesamte Region gefährden könnte. Hunderttausende seien bereits vertrieben, und die Zahl steige weiter.
13.06 Uhr: Ifo-Chef Fuest warnt vor knappen Ölreserven
Laut Ifo-Präsident Clemens Fuest könnte die internationale Ölreserve bei einer längeren Dauer des Iran-Kriegs und weiteren Freigaben bereits im Sommer erschöpft sein. Sollte der Krieg 25 Prozent des üblichen Ölangebots ausfallen lassen und die Straße von Hormus blockiert werden, "haben wir weltweit nur noch für drei Monate strategische Ölreserven", warnte der Ökonom in Berlin. Fuest plädierte daher für einen vorsichtigen Umgang mit den Reserven: "Da wir nicht wissen, ob der Krieg noch eskaliert und Monate dauern könnte, ist es fraglich, ob es sinnvoll ist, die Reserven jetzt schon so früh freizugeben."
12.59 Uhr: Norwegen gegen Deckelung des Gaspreises - Südkorea deckelt Spritpreise
Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Stoere hat sich gegen eine Deckelung des Gaspreises in Europa ausgesprochen und dies als unklugen Schritt bezeichnet. Der Preis für Erdgas ist aufgrund des Konflikts zwischen den USA und Israel gegen den Iran um rund 60 Prozent gestiegen. Stoere betonte, dass Norwegen als Europas größter Gaslieferant verlässlich bleiben werde und erinnerte daran, dass Europa bereits nach dem Ukraine-Krieg auf eine Preisobergrenze verzichtet habe.
Im Gegensatz dazu hat Südkorea als Reaktion auf stark gestiegene Spritpreise einen Preisdeckel auf Kraftstoffe eingeführt. Die Obergrenze gilt zunächst für zwei Wochen und betrifft die Preise von Raffinerien für Händler und Tankstellen, jedoch nicht für Endverbraucher. Der Höchstpreis für Normalbenzin wird auf 1,01 Euro pro Liter festgelegt, für Diesel liegt der Preis bei etwa 1,00 Euro.
12.49 Uhr: Iran-Krieg nährt Sorge hinsichtlich großer Fluchtbewegung
Angesichts des Iran-Kriegs wächst in Deutschland die Sorge vor einer möglichen Massenflucht aus der Region. Politiker aus Koalition und Opposition forderten, dass sich Deutschland und Europa auf eine mögliche Fluchtbewegung vorbereiten sollten. Die Polizeibehörden warnten vor Gefahren für die innere Sicherheit und betonten die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens. Die Bundesregierung kann jedoch noch nicht abschätzen, inwieweit der Krieg Fluchtbewegungen auslösen könnte. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte, die Bundesregierung verfolge die Entwicklungen in der Region genau: "Ob sich daraus Fluchtbewegungen ergeben, ist derzeit noch nicht absehbar."
12.42 Uhr: Lufthansa Gruppe setzt Dubai-Flüge bis 28. März aus
Die Lufthansa Group hat die Aussetzung ihrer Flüge von und nach Dubai bis zum 28. März verlängert. Grund dafür ist eine deutliche Reduzierung der Flugbewegungen an den dortigen Flughäfen aus Kapazitätsgründen, wie der Konzern mitteilte. Betroffen sind die Fluggesellschaften Lufthansa, Swiss, ITA Airways, Austrian Airlines und Eurowings. Zuvor waren die Flüge nur bis zum 15. März gestrichen. Die Lufthansa Group erklärte, zu prüfen, ob trotz der Einschränkungen vereinzelte Flüge durchgeführt werden können.
12.40 Uhr: Israel droht Libanon mit Gebietseinnahme
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Libanon mit einer Ausweitung des Armeeeinsatzes und der Einnahme von Gebieten gedroht. Sollte die libanesische Regierung nicht verhindern können, dass die Hisbollah auf israelische Ortschaften feuert, werde die israelische Armee "das Gebiet einnehmen und die Sache selbst in die Hand nehmen", erklärte er nach einer Besprechung mit hochrangigen Armee- und Geheimdienstvertretern. Katz habe diese Warnung auch an den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun übermittelt, hieß es. Ministerpräsident Netanjahu und Katz haben der Armee bereits befohlen, sich auf eine Ausweitung ihrer Aktivitäten im Libanon vorzubereiten.
12.28 Uhr: Russland fordert USA und Israel zu Beendigung des Krieges auf
Russland hat Israel und die USA aufgefordert, ihre Angriffe auf den Iran zu beenden und wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Russland wird weiterhin alles daran setzen, die Eskalation im Nahen Osten so schnell wie möglich zu stoppen und alle Differenzen auf diplomatischem Weg zu lösen", erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bei einer Pressekonferenz in Moskau. Die "illegale Militäraktion" der USA und Israels habe unter der iranischen Zivilbevölkerung Tausende Opfer gefordert, fügte sie unter Berufung auf iranische Behörden hinzu.
12.24 Uhr: Israel greift Militärforschungskomplex bei Teheran an
Die israelische Luftwaffe hat laut eigenen Angaben eine bekannte Militärforschungseinrichtung im Iran angegriffen. Ziel war der Taleghan-Komplex östlich der Hauptstadt Teheran im Vorort Partschin. Der Angriff wurde im Rahmen einer der jüngsten Angriffswellen auf Basis "präziser Geheimdienstinformationen" durchgeführt, teilte Israels Militär mit. Der Taleghan-Komplex steht seit längerem im Fokus von Spekulationen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte bereits bestätigt, dass dort bis 2003 im Rahmen des iranischen Amad-Programms an Technologien gearbeitet wurde, die potenziell für die Entwicklung von Atomwaffen relevant sind.
12.23 Uhr: EU erwägt Staatshilfen für energieintensive Firmen
Wegen der stark gestiegenen Strompreise stellt die Europäische Union staatliche Hilfen für energieintensive Unternehmen in Aussicht. EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera erklärte auf einer Konferenz des Bundeskartellamts in Berlin, dass Mitgliedstaaten ungenutzte Beihilfemöglichkeiten nutzen könnten, um Unternehmen bei den Strompreisen zu entlasten. Zudem zeigte sich die EU-Kommission bereit, mit weiteren Maßnahmen und langfristigen Plänen einzugreifen, um Unternehmen bei den Auswirkungen des Krieges zu unterstützen, basierend auf Erfahrungen aus der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Konflikt.
12.20 Uhr: Irak verurteilt Angriffe auf Volksmobilisierungskräfte
Der irakische Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani hat Angriffe auf die Volksmobilisierungskräfte (PMF) in seinem Land scharf verurteilt. Al-Sudani strebe an, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Iran und den USA zu wahren. Zu den PMF gehören schiitische Milizengruppen, die als enge Verbündete des Iran gelten. Seit Beginn des Krieges am 28. Februar haben iranische Milizen US-Stützpunkte im Irak angegriffen. Auch die PMF-Kräfte wurden Ziel von Angriffen, bei denen zuletzt in Kirkuk im Nordirak ein Kämpfer getötet wurde.
12.13 Uhr: Ölpreissteigerungen könnten Lage bei Insolvenzen verschärfen
Der Iran-Krieg könnte laut dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die Zahl der Insolvenzen in Deutschland weiter ansteigen lassen. Sollte der Konflikt im Nahen Osten länger anhalten und die Energiepreise weiterhin hoch bleiben, könnte die erhoffte Entspannung bei den Insolvenzen schwächer ausfallen, warnt der BVR in einer neuen Studie. "Falls die Energiepreise über einen längeren Zeitraum weiter steigen, könnten die Insolvenzzahlen 2026 sogar noch zunehmen, und die erhoffte Trendwende in diesem Jahr ausbleiben", erklärte der Verband. Dies sei jedoch der schlimmste denkbare Fall.
11.53 Unicef - Hunderte Kinder im Nahost-Krieg verletzt oder getötet
Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten sind laut UNICEF Hunderte von Kindern verletzt oder getötet worden. Das UN-Kinderhilfswerk erklärte am Donnerstag in Köln und New York, die Situation für Millionen von Mädchen und Jungen in der Region sei katastrophal. Seit dem 28. Februar seien mehr als 1.100 Kinder durch den Konflikt verletzt oder getötet worden. Darunter befinden sich 200 Kinder, die Berichten zufolge im Iran ums Leben kamen, 91 im Libanon, vier in Israel und eines in Kuwait. Hunderttausende Kinder seien durch die Bombardierungen vertrieben worden, während Millionen aufgrund der Zerstörungen und geschlossener Schulen nicht mehr zur Schule gehen könnten.
11.48 Uhr: Hapag-Lloyd - Frachter nahe Straße von Hormus von Projektilteilen getroffen
Ein Containerschiff der Reederei Hapag-Lloyd ist nahe der Straße von Hormus von Projektilteilen getroffen worden. Das Schiff "Source Blessing" sei nicht direkt getroffen worden, habe aber Feuer gefangen, teilte der Hamburger Konzern mit. Der Frachter sei an den dänischen Konkurrenten Maersk verchartert. Die Besatzungsmitglieder hätten das Feuer löschen können und seien wohlauf.
11.44 Uhr: Iran-Krieg - Institute erwarten Auswirkungen auf Wirtschaft
Der Krieg im Nahen Osten und der Anstieg der Ölpreise belasten die deutsche Wirtschaft, bremsen das Wachstum jedoch nicht vollständig. Das Münchener Ifo-Institut rechnet aufgrund des Konflikts mit einem um 0,2 Prozentpunkte niedrigeren Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. Das RWI Leibniz-Institut senkte seine Prognose für 2026 um 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent. Dennoch betonen die Forscher des RWI, dass die wirtschaftliche Erholung weiterhin auf Kurs sei. Das Ifo-Institut hält an seiner Wachstumsprognose von 0,8 Prozent für 2023 fest, sofern der Nahost-Konflikt nicht weiter eskaliert. Ohne den Anstieg der Energiepreise hätten die Münchener Ökonomen ihre Prognose jedoch leicht auf 1,0 Prozent nach oben korrigiert.
11.35 Uhr: Außenhandelspräsident warnt vor Verminung der Straße von Hormus
Außenhandelspräsident Dirk Jandura warnt vor einer möglichen Verminung der Straße von Hormus und den schwerwiegenden Folgen für den globalen Handel. Er betont, dass ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports durch diese wichtige Meerenge verläuft. Jede Störung in diesem Bereich würde wie ein Riegel im Getriebe der Weltwirtschaft wirken. Selbst der Verdacht auf mögliche Verminungsversuche könne die Energiepreise, Transportkosten und Lieferketten weiter unter Druck setzen, erklärte Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Sollte die Gefahr von Minen tatsächlich bestehen, müsse eine schnelle Räumung erfolgen. Die internationale Handelsschifffahrt dürfe nicht zum Spielball geopolitischer Konflikte werden.
11.22 Uhr: Israels Militär soll seinen Libanon-Einsatz ausweiten
Das israelische Militär hat den Befehl erhalten, seinen Einsatz im Nachbarland Libanon auszuweiten. Das teilte Verteidigungsminister Israel Katz mit und drohte dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun, Israel werde "selbst handeln", sollte die libanesische Regierung Angriffe der Hisbollah auf Israel nicht unterbinden können. Katz' Äußerung folgt einem Raketenangriff der Hisbollah-Miliz in der Nacht zuvor. Seit dem 2. März attackiert das israelische Militär auch Ziele im Libanon. Der Beschuss gilt nach seinen Angaben der radikal-islamischen Hisbollah, die mit dem Iran verbündet ist. Sie hat nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar ihrerseits - wie auch der Iran selbst -Ziele in Israel beschossen.
11.16 Uhr: China drosselt Export raffinierter Ölprodukte
Um die heimische Wirtschaft vor den Auswirkungen des Iran-Krieges zu schützen, drosselt China einem Medienbericht zufolge die Ausfuhr raffinierter Ölprodukte. Wegen des Krieges in Nahost hätten chinesische Raffinerien damit begonnen, vereinbarte Exportlieferungen raffinierter Kraftstoffe zu stornieren, berichtete die Finanznachrichten Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
China ist der weltweit größte Importeur von Rohöl und die Raffinerien der Volksrepublik, die das Rohöl aufbereiten, bedienen hauptsächlich den riesigen Inlandsmarkt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Laut offizieller Zollstatistik exportierte China im vergangenen Jahr aber auch verschiedene raffinierte Ölprodukte, darunter Benzin, Diesel und Kerosin, im Umfang von insgesamt 58 Millionen Tonnen.
11.15 Uhr: Russland erörtert mit USA mögliche Kooperation bei Energie
Russland und die USA erörtern dem Präsidialamt in Moskau zufolge eine mögliche Zusammenarbeit im Energiebereich. Sprecher Dmitri Peskow lehnt es jedoch ab, konkrete Details zu nennen. Der Gesandte von Präsident Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, ist in dieser Woche nach Florida gereist und hat dort nach eigenen Angaben die aktuelle Energiekrise mit seinen US-Gesprächspartnern erörtert. Peskow zufolge wird Dmitrijew Putin über die Ergebnisse seiner Reise unterrichten.
11.09 Uhr: Iran warnt vor Invasion seiner Inseln im Persischen Golf
Der iranische Parlamentspräsident hat vor einer Invasion iranischer Inseln gewarnt. Ein solcher Einsatz werde "den Persischen Golf mit dem Blut der Invasoren tränken", sagte Mohammed Bagher Kalibaf am Donnerstag. Was der Anlass für seine Äußerungen war, blieb unklar. Der Iran hält drei Inseln besetzt, die er vor seiner Gründung 1971 von den Vereinigten Arabischen Emiraten eroberte. Es gab zudem Spekulationen, die USA könnten die Insel Charg im Persischen Golf, Irans wichtigsten Ölhafen, ins Visier nehmen.
11:03 Uhr: Freigabe der Ölreserven hat bereits "starke Auswirkung" auf Märkte
Die Freigabe von Öl aus den strategischen Reserven hat nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) bereits eine "starke Wirkung" gezeigt. Die globalen Energiemärkte befänden sich nach der Schließung der Straße von Hormus in einer "extrem kritischen Phase", sagte IEA-Chef Fatih Birol am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Istanbul. Die koordinierte Reservefreigabe angesichts des Iran-Krieges ziele darauf ab, die Ölmärkte zu stabilisieren. "Wir sehen bereits eine starke Wirkung dieser Maßnahme", sagte Birol und nannte die Entscheidung "eine äußerst bedeutende Entwicklung".
10.40 Uhr: Internationale Energie-Agentur sieht gravierendste Störung am Ölmarkt jemals
Die Versorgung des Weltmarkts mit Ölprodukten ist wegen der Blockade der Straße von Hormus nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur (IEA) so stark gestört wie nie zuvor. Die Ölproduktion in der Golfregion sei um zehn Millionen Barrel pro Tag geschrumpft, teilte die IEA am Donnerstag in Paris mit. Dies umfasse acht Millionen Barrel Rohöl und zwei Millionen Barrel Erdölprodukte, darunter Kondensate. "Der Krieg im Nahen Osten verursacht die größte Störung des Angebots in der gesamten Geschichte des globalen Ölmarkts", erklärte die Energie-Agentur.
10.23 Uhr: Sorge um Treibstoffvorräte – Neuseeland erwägt verpflichtende autofreie Tage
Aus Sorge vor Treibstoffknappheit wegen der Folgen des Iran-Krieges erwägt die neuseeländische Regierung den Rückgriff auf eine jahrzehntealte Regelung: Von den Behörden werde die Anwendung eines Gesetzes aus dem Jahr 1979 zur Einschränkung des Treibstoffverbrauchs diskutiert, sagte Finanzministerin Nicola Willis am Donnerstag. Dieses sieht vor, dass Fahrzeughalter einen Tag pro Woche festlegen, an dem sie ihr Auto nicht benutzen – andernfalls drohen hohe Geldstrafen.
Das Gesetz war in Neuseeland nach dem Sturz der Monarchie im Iran durch die Islamische Revolution 1979 eingeführt worden, in deren Folge die Ölpreise weltweit stark stiegen. Seit Kriegsbeginn in Nahost sind einem Vergleichsportal zufolge die Benzinpreise um fast zehn Prozent gestiegen, Diesel sogar um mehr als 20 Prozent.
10.21 Uhr: Offenbar koordinierte Angriffe von Iran und Hisbollah auf Israel
13 Tage nach Beginn des neuen Nahost-Kriegs zeichnet sich laut lokalen Medien eine engere Koordination der Angriffe aus dem Iran und der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Israel ab. Der Beschuss durch Raketen, Marschflugkörper und Drohnen erfolge zunehmend abgestimmt, um Israels Abwehr zu belasten. Während Teheran seit Mitternacht vier Raketenangriffe auf Israel gestartet habe, erlebten die Menschen im Libanon eine "Nacht des Schreckens", schreibt die libanesische Tageszeitung "L'Orient Le Jour". Mindestens fünf Menschen seien bei Angriffen aus Israel getötet worden.
Umgekehrt lag auch der Norden Israels unter starkem Beschuss; rund 200 Raketenstarts seien aus dem Libanon Richtung Süden registriert worden, so israelische Medien. Bei einem iranischen Angriff am Donnerstagmorgen waren in der Nähe von Jerusalem Trümmerteile niedergegangen, meldete die Zeitung "Haaretz". Verletzt worden sei niemand.
10.16 Uhr: Zwei iranische Drohnen treffen Dubai – keine Verletzten
In Dubai sind laut den Behörden zwei iranische Drohnen eingeschlagen. Verletzt wurde niemand. Das Medienbüro von Dubai, das im Namen der Regierung des Emirats Erklärungen veröffentlicht, meldete einen "kleineren Drohnenvorfall" im Stadtteil al-Badaa. Später sei eine weitere Drohne abgefangen worden. Splitter hätten die Fassade eines Gebäudes an der zwölfspurigen Hauptverkehrsachse der Stadt getroffen, die durch das Zentrum führt. Auch bei diesem Vorfall habe es keine Verletzten gegeben.
10.15 Uhr: Behörden melden Schäden durch Drohnenangriff auf Flughafen in Kuwait
Der internationale Flughafen in Kuwait ist nach Behördenangaben erneut mit Drohnen angegriffen worden. Es seien Schäden gemeldet worden, teilten die Behörden des Golfstaates mit. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurde Kuwait mehrfach zum Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen.
08.52 Uhr: Iran feuert neue Welle von Raketen auf Israel
Irans Luftstreitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert. Die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht, hätten ballistische Raketen auf Israel geschossen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Irans reguläre Streitkräfte meldeten unterdessen einen Angriff mit Kampfdrohnen auf militärische Ziele in Israel. Die Luftwaffenbasis Palmachim und der Militärflugplatz Ovda seien attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen iranischen Rundfunk verbreiteten Erklärung. Ein weiteres Ziel sei das Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet gewesen.
08.08 Uhr: Italienische Militärbasis im Nordirak von Rakete getroffen
Ein italienischer Militärstützpunkt im Nordirak ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht von einer Rakete getroffen worden. "Unter den italienischen Mitarbeitern gibt es keine Opfer oder Verletzten. Es geht ihnen allen gut", teilt das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Außenminister Antonio Tajani zufolge haben sich die Soldaten in einem Bunker in Sicherheit gebracht. Italien hat in Erbil, der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistans im Irak, rund 300 Soldaten stationiert. Sie bilden dort kurdische Sicherheitskräfte aus.
07.54 Uhr: Erste Angriffe auf Kontrollposten in Teheran – mindestens zehn Tote
In der iranischen Hauptstadt Teheran sind erstmals Kontrollposten der Sicherheitskräfte angegriffen worden. Bei den Angriffen, die mutmaßlich mit Drohnen ausgeführt wurden, seien am Mittwochabend mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, berichtete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Fars. Schüsse waren zu hören, während die Stadt wiederholt aus der Luft angegriffen wurde. Die Schüsse schienen von den Kontrollposten zu kommen, die häufig mit Mitgliedern der Freiwilligenmiliz Basidsch der Revolutionsgarden und Offizieren der iranischen Polizei besetzt sind. Solche Angriffe könnten, falls sie verstärkt würden, die Einheiten unter Druck setzen, die zur Unterdrückung von Demonstrationen im Iran eingesetzt werden.
07.40 Uhr: Saudi-Arabien - Drohne über Ölfeld Shaybah abgefangen
Die saudi-arabische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine Drohne abgefangen. Sie habe sich auf Kurs zum Ölfeld Shaybah befunden, teilt das Ministerium mit. Dies sei bereits der dritte derartige Vorfall am heutigen Donnerstag. In dieser Woche war das Gebiet regelmäßig Ziel von Drohnenangriffen.
06.35 Uhr: Australien lockert Qualitätsstandards für Benzin
Australien lockert Qualitätsstandards für Treibstoff. Wie der Energieminister mitteilt, sind für die kommenden 60 Tage höhere Schwefelwerte zulässig. Ziel der Maßnahme sei es, das Angebot auszuweiten und die Preise zu drücken. Dadurch könnten monatlich rund 100 Millionen Liter Benzin, die sonst für den Export bestimmt wären, dem heimischen Markt zugeführt werden. Der Energiekonzern Ampol Australia habe zugesagt, diese zusätzlichen Mengen vorrangig in Regionen mit Engpässen zu liefern.
06.17 Uhr: Sicherheitskreise - Mindestens zwei irakische Kämpfer bei Angriff im Nordirak getötet
Bei einem Angriff im Nordirak sind nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens zwei irakische Kämpfer getötet worden. Die Kämpfer der Hasched-al-Schaabi, ein vom Iran unterstütztes Netzwerk ehemaliger Paramilitärs, die jetzt der regulären irakischen Armee angehören, wurden bei dem Angriff auf ihren Stützpunkt getötet, wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Sicherheitskreisen erfuhr. Der Angriff erfolgte in der Stadt Kirkuk.
05.06 Uhr: Treibstofflager in Flammen: Iran attackiert Ölsektor am Golf
Während US-Präsident Donald Trump erneut ein baldiges Ende des Iran-Krieges in Aussicht stellt, nehmen die iranischen Streitkräfte immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier. Mit den Attacken will die Regierung in Teheran die Kosten für eine Fortsetzung des Krieges in die Höhe treiben. Wegen der Blockade der für die Schifffahrt äußerst wichtigen Straße von Hormus war der Ölpreis zuletzt auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen.
Im Audio: Iran nimmt Energiesektor ins Visier
Nach einer Drohnenattacke brennendes Ölfeld im Irak
04.53 Uhr: Irans Führung laut Insiderbericht trotz US-israelischer Angriffe stabil
Die Führung im Iran ist nach fast zwei Wochen schwerer Luftangriffe durch die USA und Israel weiter stabil. Das zeigen US-Geheimdienstberichte, wie drei mit den Vorgängen vertraute Personen mitteilten. Eine "Vielzahl" von Berichten komme übereinstimmend zu dem Schluss, dass das Regime nicht in Gefahr sei und die Kontrolle über die Bevölkerung behalte, sagte eine der Quellen. Die Erkenntnisse des jüngsten Berichts zeigten, dass Irans geistliche Führung trotz der Tötung des Obersten Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei am 28. Februar - dem ersten Tag der Angriffe - zusammenhalte.
Auch israelische Regierungsvertreter räumten in internen Gesprächen ein, es sei nicht sicher, dass der Krieg zum Sturz der Regierung führen werde, sagte ein hochrangiger israelischer Beamter der Nachrichtenagentur Reuters.
Video: Wer ist Modschtaba Chamenei?
Archivbild: Modschtaba Chamenei
04.34 Uhr: Angriff in der Nähe des Bahrainer Flughafens löst Großbrand aus
Nach einem iranischen Angriff in der Nähe des Bahrainer Flughafens ist es in einem Wohngebiet der Hauptstadt Manama zu einem Großbrand gekommen. Die Behörden forderten Anwohner in der Umgebung auf, ihre Fenster wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten. Das Feuer brach auf der Insel Muharrak aus, auf der sich der internationale Flughafen des Inselstaats befindet. Das Innenministerium von Bahrain teilte mit, dass Öltanks in der Gegend von dem Brand betroffen seien. Am Flughafen lagern Jet-Treibstofftanks, in der Umgebung weitere Tanks für die Ölindustrie des Königreichs.
04.20 Uhr: Saudi-arabische Armee fängt Drohne nahe Botschaftsviertel von Riad ab
Die saudi-arabische Armee hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums des Landes eine Drohne nahe des Botschaftsviertels der Hauptstadt Riad abgefangen. "Eine feindliche Drohne wurde abgeschossen, als sie versuchte, sich dem Botschaftsviertel zu nähern", erklärte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums am Donnerstag im Onlinedienst X. Zuvor hatte er mitgeteilt, die Armee habe eine Drohne abgefangen, die auf dem Weg zu dem Ölfeld Schaybah im Südosten des Landes gewesen sei.
04.07 Uhr: Irakische Behörden schließen Ölhäfen nach tödlichem Angriff
Bei einem Angriff auf den Hafen von Basra im Irak ist mindestens ein Mensch getötet worden. Infolge des Vorfalls am Donnerstagmorgen stellten die irakischen Behörden den Betrieb aller Ölterminals des Landes ein. Die Handelshäfen seien weiter geöffnet, hieß es in einer Erklärung von Farhan al-Fartusi, Generaldirektor der Allgemeinen Hafenbehörde des Irak, die von der staatlichen Nachrichtenagentur INA veröffentlicht wurde.
Der Angriff habe ein Schiff getroffen, das im Hafen von Basra im Persischen Golf an einem Öltransfer beteiligt gewesen sei, teilte Al-Fartusi mit. Es sei noch unklar, ob das Schiff von einer Drohne oder Rakete aus der Luft oder vom Meer aus getroffen worden sei. Rettungskräfte hätten einen Toten geborgen und 38 Menschen nach dem Angriff versorgt.
02.40 Uhr: Trump - Iran steht kurz vor der Niederlage
Der Iran steht nach Auffassung von US-Präsident Donald Trump kurz vor der Niederlage. "Sie sind so ziemlich am Ende der Fahnenstange", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten in Washington. Er warnte zudem, die US-Armee könne ihre Angriffe auf "Teile von Teheran und andere Orte" ausweiten, wodurch ein Wiederaufbau des Iran "fast unmöglich" werden würde. Er fügte jedoch hinzu: "Das wollen wir nicht."
01.37 Uhr: Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an
Die israelischen Streitkräfte haben bei einer heftigen Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah zerstört. Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in den als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit.
Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Nach Hinweisen von israelischen Bodentruppen nahm die Luftwaffe darüber hinaus über 20 Ziele in verschiedenen Teilen des Libanons unter Beschuss, wie es in der Mitteilung weiter hieß. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden von Israel mit Raketen angegriffen.
Donnerstag, 12. März 2026
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