21.43 Uhr: Merz telefoniert mit Netanjahu
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einem Telefonat mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu ein Ende der Kämpfe im Südlibanon gefordert. Das teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz müsse zudem ihre Waffen niederlegen. Merz habe Netanjahu zur Aufnahme direkter Friedensgespräche mit der libanesischen Regierung ermutigt.
20.42 Uhr: Guterres - Freiheit der Schifffahrt in Hormus-Straße gewährleisten
UN-Generalsekretär António Guterres hat an die Konfliktparteien im Iran-Krieg appelliert, die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Das internationale Recht, die Meerenge zu passieren, dürfe von niemandem verletzt werden, erklärte UN-Sprecher Stephane Dujarric. Guterres sei der Auffassung, dass es "keine militärische Lösung" für den Konflikt im Nahen Osten gebe.
20.26 Uhr: Trump bestätigt US-Blockade in der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump hat den Beginn einer von den USA angekündigten Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus bestätigt. Bei einem Auftritt vor dem Oval Office am Montag legte er zudem nahe, dass der Iran das Gespräch mit Washington suche. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", erklärte der Republikaner. "Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten, den zuständigen Leuten angerufen, und sie wollen eine Vereinbarung treffen." Wen genau er damit meinte - und was besprochen wurde - ließ der US-Präsident offen.
19.37 Uhr: Finnlands Präsident - Iran hat Trümpfe in Hormus-Straße in der Hand
Der finnische Präsident Alexander Stubb sieht Iran im Krieg mit den USA und Israel im Vorteil. Die Islamische Republik halte derzeit die Trümpfe in der Hand, weil sie die für den Energiehandel strategisch bedeutsame Straße von Hormus kontrolliere, sagte er bei einer Veranstaltung der in Washington ansässigen Denkfabrik Brookings Institution am Montag. Die Meerenge, durch die vor dem Krieg ein beträchtlicher Anteil des weltweiten Ölhandels abgewickelt wurde, sei für Iran praktisch zu einer Art Atomwaffe geworden. Iran habe im Moment einen Großteil der Karten in der Hand. "Ich fürchte, das ist die Realität."
19.17 Uhr: Trump - Der Iran hat angerufen
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", sagte Trump am Mittag (Ortszeit) in der US-Hauptstadt Washington. "Sie wollen einen Deal machen" - und zwar unbedingt, sagte er. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht.
18.59 Uhr: Netanjahu-Sprecherin schließt Waffenruhe mit Hisbollah aus
Eine Sprecherin des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu hat eine Waffenruhe mit der libanesischen Hisbollah ausgeschlossen. Bei den anstehenden Gesprächen zwischen der israelischen und der libanesischen Regierung werde es vor allem darum gehen, wie die Hisbollah entwaffnet werden könne und friedliche Beziehungen zwischen beiden Ländern geschaffen werden könnten, sagte Sprecherin Schosch Bedrossian. Über eine Waffenruhe mit der Hisbollah, die weiterhin wahllos israelische Zivilisten angreife, werde man nicht sprechen. Bislang ist es weder Israel noch dem libanesischen Militär gelungen, die Hisbollah zu entwaffnen.
18.21 Uhr: FAO - Krise in Meerenge könnte weltweite Agrarkatastophe auslösen
Eine anhaltende Krise in der Straße von Hormus könnte den Vereinten Nationen zufolge eine weltweite Agrar- und Ernährungskatastrophe auslösen. Denn dann würden Düngemittel- und Energieexporte unterbrochen, die Lebensmittelpreise in die Höhe getrieben und die Ernteerträge geschmälert, erklärte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UN (FAO).
Chefökonom Maximo Torero zufolge sind ärmere Länder am stärksten gefährdet, da sich Verzögerungen beim Zugang zu wichtigen Produktionsmitteln aufgrund der Anbaupläne schnell in geringeren Erträgen, höherer Inflation und einem langsameren globalen Wachstum niederschlagen könnten.
18.11 Uhr: Zwei Palästinenser im Gazastreifen getötet
Im Gazastreifen sollen zwei Palästinenser bei israelischem Beschuss getötet worden sein. Das berichtete das Nasser-Krankenhaus am Montag, das die Leichen entgegennahm. Das israelische Militär reagierte nicht umgehend auf eine Bitte der Nachrichtenagentur AP um Stellungnahme. "Wo ist die Waffenruhe? Hier ist die Waffenruhe", sagte Mahmud al-Fakaauy, während er auf den regungslosen Körper seines Cousins zeigte, der in einem Krankenhausflur unter einem weißen Leichentuch lag. "Sie sagen, es gibt eine Waffenruhe – wo ist sie?"
17.36 Uhr: Hisbollah greift Israel an
Die Hisbollah-Miliz hat aus dem Libanon erneut Raketen und Drohnen auf Nordisrael abgefeuert. In Dutzenden israelischen Ortschaften entlang der libanesischen Grenze und in der rund 40 Kilometer südlich gelegenen Stadt Haifa heulten am Montag immer wieder Alarmsirenen. Am Dienstag sollten in den USA direkte Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen, die ersten seit Jahrzehnten.
Das israelische Militär teilte mit, am Montag seien mehr als zehn Drohnen aus dem Libanon abgefangen worden. Seit Beginn der Waffenruhe zwischen den USA und Israel feuerte die Hisbollah laut israelischen Militärangaben mehr als 250 Projektile auf Israel ab.
17.22 Uhr: 2.089 Tote im Libanon – darunter 166 Kinder
Israelische Angriffe im Zuge des wieder aufgeflammten Krieges mit der Schiitenmiliz Hisbollah haben seit dem 2. März mehr als 2.000 Menschen im Libanon das Leben gekostet. Das libanesische Gesundheitsministerium teilte am Montag mit, insgesamt seien mindestens 2.089 Menschen getötet worden. Dies waren 34 Todesopfer mehr als das Ministerium insgesamt noch am Sonntag gemeldet hatte. Unter den Opfern seien 252 Frauen, 166 Kinder und 88 Mitarbeiter des Gesundheitswesens, hieß es. Die Zahl der Verletzten stieg nach Angaben des Ministeriums auf 6.762.
16.57 Uhr: Trump droht mit Angriffen auf Boote der Revolutionsgarden
US-Präsident Donald Trump droht damit, kleine Boote der iranischen Revolutionsgarden auszuschalten, sollten sich diese der neuen US-Seeblockade in der Straße von Hormus nähern. Dabei werde das US-Militär genauso agieren wie bei den angekündigten Einsätzen gegen Drogenschmuggler im Pazifik und in der Karibik, kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an. Bislang seien die USA noch nicht gegen die "Schnellangriffsschiffe" – so nannte der Republikaner die Boote der Revolutionsgarden – vorgegangen, weil diese "nicht als nennenswerte Bedrohung" erachtet worden seien.
14.10 Uhr: Rotes Kreuz zutiefst besorgt über Angriffe auf Sanitäter im Libanon
Nach einem Angriff auf ein Zentrum des Libanesischen Roten Kreuzes im Süden des Landes sowie der Tötung eines freiwilligen Helfers hat sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zutiefst besorgt über Attacken auf medizinisches Personal im Libanon gezeigt. Der Verlust von Menschen, die ihr Leben der Rettung anderer widmen, sei auch wegen der Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, die auf ihre Hilfe angewiesen ist, äußerst besorgniserregend, sagte die Leiterin der IKRK-Delegation in dem Land, Agnes Dhur, in Genf.
14.00 Uhr: US-Militär verhängt Blockade im Golf von Oman
Das US-Militär hat eine Seeblockade im Golf von Oman und im Arabischen Meer östlich der Straße von Hormus verhängt. Die Maßnahme gelte für den gesamten Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge, heißt es in einer Mitteilung des US-Zentralkommandos an Seeleute, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Die Blockade tritt um 16.00 Uhr (MESZ) in Kraft. Jedes Schiff, das ohne Genehmigung in das Gebiet einfährt oder es verlässt, kann abgefangen, umgeleitet und beschlagnahmt werden. Die neutrale Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu oder von nicht-iranischen Zielen wird durch die Blockade jedoch nicht beeinträchtigt.
13.55 Uhr: China und VAE planen engere Energie-Zusammenarbeit
Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang hat bei einem Treffen mit dem Kronprinzen von Abu Dhabi, Scheich Chaled bin Mohammed bin Sajed Al Nahjan, in Peking eine engere Zusammenarbeit im Energiebereich mit den Vereinigten Arabischen Emiraten gefordert. China wolle die Grundlage dafür stärken und Potenziale bei Energiespeichern, Wasserstoff sowie Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ausloten, berichtete der staatliche Sender CCTV unter Berufung auf Li.
Angesichts des Krieges im Iran drängte Li zudem auf verstärkte Maßnahmen der VAE, um die Sicherheit chinesischer Bürger, Einrichtungen und Projekte in dem Land zu gewährleisten. China werde seine konstruktiven Bemühungen zur Beendigung des Konflikts fortsetzen, erklärte er weiter.
12.17 Uhr: Kreml - US-Blockade iranischer Häfen schadet Weltmärkten
Der Kreml hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump kritisiert, die Straße von Hormus durch eine Blockade iranischer Häfen abzuriegeln. "Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Davon sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auszugehen. Weitere Kommentare lehnte er ab, da viele Details des US-Plans noch unklar seien.
Das US-Militär will ab 16.00 Uhr (MESZ) Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. Dadurch würden täglich rund zwei Millionen Barrel iranisches Öl vom Weltmarkt ferngehalten, was das globale Angebot weiter verknappen dürfte.
12.12 Uhr: Öltanker mit Iran-Verbindung verlassen Golf vor US-Blockade
Zwei mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker haben vor einer geplanten US-Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete den Persischen Golf über die Straße von Hormus verlassen. Dies geht aus Schifffahrtsdaten der Analysefirmen Kpler und LSEG hervor.
Der Tanker "Auroura" sei mit iranischen Ölprodukten beladen, während die "New Future" nach Kpler-Daten Diesel aus dem Hafen Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Bord habe.
11.47 Uhr: Armee übernimmt im Südlibanon Kontrolle über Bint Dschubail
Die israelische Armee will nach eigenen Angaben innerhalb weniger Tage die vollständige operative Kontrolle über die südlibanesische Stadt Bint Dschubail übernehmen. Die Fähigkeit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, von dort aus den Norden Israels anzugreifen, sei bereits eingeschränkt, teilte ein israelischer Militärvertreter mit. "Nur eine kleine Anzahl von Terroristen hält sich noch in der Gegend von Bint Dschubail auf", hieß es weiter.
Das Militär habe zudem Extremisten beim Verlassen des örtlichen Krankenhauses getötet sowie zahlreiche Raketenwerfer und Waffen entdeckt.
11.20 Uhr: Macron kündigt Hormus-Konferenz für defensiven Marine-Einsatz
Frankreich hat eine Konferenz zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus angekündigt. Diese werde gemeinsam mit Großbritannien in den kommenden Tagen organisiert, teilte Präsident Emmanuel Macron auf der Online-Plattform X mit.
Dabei solle es um einen multinationalen und klar defensiven Marineeinsatz gehen, der getrennt von den Kriegsparteien agieren soll, sobald die Lage dies zulässt.
10.58 Uhr: Türkei äußert Bedenken über neue Regelungen für Straße von Hormus
Die Türkei hat Bedenken hinsichtlich neuer Regelungen für die Straße von Hormus geäußert. Der Vorschlag der USA und des Iran für eine internationale Einsatzgruppe zur Überwachung der Wiederöffnung der Wasserstraße sei mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.
Fidan, der in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten, dem Iran und dem Vermittler Pakistan steht, betonte, dass die Straße von Hormus auf diplomatischem Wege wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden sollte.
10.30 Uhr: Merz - Werden Folgen des Krieges "noch lange spüren"
Kanzler Friedrich Merz hat die Vorbereitung der gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan kritisiert. "Ich war nicht überrascht, dass die Gespräche in Islamabad abgebrochen wurden", sagte der CDU-Vorsitzende nach Beratungen der schwarz-roten Koalition in Berlin. Er habe von Anfang an den Eindruck gehabt, dass die Verhandlungen schlecht vorbereitet waren. Wen genau er kritisierte, ließ Merz offen.
Merz erklärte, dass der Konflikt ein langfristiger Prozess werde. Die Bundesregierung führe Gespräche mit den Konfliktparteien, der US-Regierung und Israel. "Die Folgen des Krieges werden wir noch lange spüren, auch wenn er vorbei ist", so Merz. Er warnte vor einer erheblichen Belastung für die deutsche Wirtschaft und die privaten Haushalte.
10.11 Uhr: Starmer - Keine Untersützung für Blockade von Straße von Hormus
Premierminister Keir Starmer erklärte, dass Großbritannien sich nicht in den Iran-Krieg hineinziehen lasse. In einem Interview mit BBC Radio 5 Live betonte er, dass das Land eine Blockade der Straße von Hormus nicht unterstützen werde. Es sei entscheidend, die Meerenge wieder zu öffnen, sagte Starmer und fügte hinzu, dass Großbritannien weiterhin alle Anstrengungen darauf konzentrieren werde, dies zu erreichen.
10.04 Uhr: Iran meldet 60 Passagierflugzeuge außer Betrieb seit Kriegsbeginn
Im Iran wurden 60 Passagierflugzeuge durch israelisch-amerikanische Angriffe außer Betrieb genommen. Laut der Zeitung "Shargh" und dem Verband der iranischen Fluggesellschaften wurden sieben Flughäfen bombardiert. Ob die Flugzeuge zerstört oder beschädigt wurden, ist noch unklar. Besonders schwere Schäden gab es an den Flughäfen Mehrabad in Teheran, in Tabris und Kaschan. Besonders betroffen waren die Airlines Mahan Air und Iran Air.
09.48 Uhr: China ruft zu Ruhe im Streit um die Straße von Hormus auf
China hat alle Konfliktparteien im Streit um die Straße von Hormus zu Ruhe und Zurückhaltung aufgefordert. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, dass die Sicherheit, Stabilität und ungehinderte Passage durch die Straße von Hormus im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft liege. Dies war die Reaktion auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die wichtige Wasserstraße nach einem Scheitern der Gespräche mit dem Iran zu blockieren. China betonte, bereit zu sein, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten.
09.23 Uhr: Irans Militär bezeichnet Seeblockade als "Akt der Piraterie"
Irans Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als "Akt der Piraterie" verurteilt. Ein Sprecher der iranischen Militärführung nannte die Einschränkungen des Schiffsverkehrs in internationalen Gewässern eine illegale Maßnahme. "Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman gilt entweder für alle oder für niemanden", so der Sprecher. Der Iran hat mit Angriffen auf Häfen im Persischen Golf und Golf von Oman gedroht. In einem Bericht des iranischen Senders Irib erklärte das Militär, dass "kein Hafen in der Region sicher sein" werde.
Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden
09.10 Uhr: UNDP - Über 30 Millionen Menschen könnten durch Eskalation im Iran-Konflikt in Armut geraten
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) schätzt, dass die militärische Eskalation in der Golfregion weltweit mehr als 30 Millionen Menschen in die Armut treiben könnte. Obwohl die direkten Auswirkungen des Iran-Krieges vor allem die beteiligten Länder und energieabhängige Staaten betreffen, zeigen neue Schätzungen, dass auch wirtschaftlich schwächere Länder, die weit vom Konflikt entfernt sind, langfristig erheblich leiden könnten, teilte UNDP am Montag mit.
05.43 Uhr: Ölpreis springt auf über 100 Dollar
Die Ölpreise stiegen am Montag auf über 100 Dollar, getrieben von der Sorge vor einer direkten Konfrontation. Brent-Öl verteuerte sich um rund acht Prozent auf 102,80 Dollar pro Barrel. Schifffahrtsdaten zeigen, dass Öltanker zunehmend die Region meiden. Ein maltesischer Supertanker kehrte vor der Passage um. Präsident Trump räumte ein, dass die Öl- und Benzinpreise bis zu den US-Kongresswahlen im November hoch bleiben könnten – ein seltenes Eingeständnis der politischen Auswirkungen des seit sechs Wochen andauernden Krieges.
05.00 Uhr: US-Militär kündigt Seeblockade der Straße von Hormus für heute an
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus durch das US-Militär soll heute beginnen. Ab 16.00 Uhr deutscher Zeit werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, kündigte das Militär auf der Plattform X an. Andere Durchfahrten bleiben möglich. Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen mit dem Iran. Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
03.53 Uhr: Rückkehr des Iran an den Verhandlungstisch würde laut Trump keine Rolle spielen
US-Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag, dass eine Rückkehr Teherans zu Verhandlungen über das Ende des Iran-Krieges für ihn keine Rolle spiele. "Es ist mir egal, ob sie zurückkommen oder nicht", sagte Trump vor Journalisten auf dem Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews bei Washington. "Wenn sie nicht zurückkommen, ist das für mich in Ordnung."
03.35 Uhr: Trump attackiert Papst Leo - "schrecklich"
US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. scharf kritisiert und ihn als "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik bezeichnet. Auf der Plattform Truth Social schrieb Trump, der Papst sei nur deshalb Papst geworden, weil er US-Amerikaner sei und "besser mit Trump umgehen könne". Trump behauptete, ohne ihn im Weißen Haus wäre Leo nicht im Vatikan. Zudem erklärte er, er wolle keinen Papst, der den Iran mit Atomwaffen toleriert oder die US-Angriffe auf Venezuela verurteilt.
00.45 Uhr: Trump erwägt offenbar begrenzte Militärschläge im Iran
US-Präsident Donald Trump und seine Berater erwägen laut einem Bericht des "Wall Street Journal" die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge im Iran. Diese Option stehe zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus zur Debatte, um den Stillstand bei den Friedensgesprächen zu überwinden.
00.33 Uhr: Nahost-Experte - Trump hat kaum Druckmittel in Straße von Hormus
Nahost-Experte Andreas Krieg hält US-Präsident Trumps Plan, die Marine für eine Seeblockade der Straße von Hormus einzusetzen, für unrealistisch. "Wir sollten im Hinterkopf behalten, dass die Amerikaner eine deutlich niedrigere Schmerzgrenze haben als die Iraner", erklärte Krieg, Militäranalyst und Dozent für Sicherheitsstudien am Kings College in London. "Die Iraner können das – was auch immer passiert – deutlich länger durchhalten als die Weltwirtschaft, deutlich länger als die Golfstaaten und deutlich länger als die Amerikaner." Trump habe "keine guten Optionen" und werde in einigen Punkten nachgeben müssen, da ihm keine militärischen Mittel zur Verfügung stünden, um seinen Willen durchzusetzen.
00.15 Uhr: Iran - USA blockieren Einigung zur Beendigung des Krieges
Der Iran macht die USA für das Scheitern der Friedensgespräche zur Beendigung des Krieges verantwortlich. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, dass der Iran in den intensiven Gesprächen auf höchster Ebene seit 47 Jahren in gutem Glauben verhandelt habe. Kurz vor dem Abschluss in Islamabad sei man jedoch auf Maximalforderungen, neue Bedingungen und eine Blockade gestoßen. Er kritisierte, dass "null Lehren" aus den Verhandlungen gezogen worden seien.
00.01 Uhr: CDU-Außenpolitiker sieht Trumps Seeblockade eher als Verhandlungstaktik
CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt sieht die Ankündigung einer Seeblockade in der Straße von Hormus durch US-Präsident Trump vor allem als Verhandlungstaktik. "Trump kann keine blockierten Handelswege gebrauchen, das würde auch in den USA zu steigenden Preisen führen und ihn innenpolitisch schwächen", sagte Hardt der "Rheinischen Post". Beide Seiten versuchten, ihre Verhandlungsposition zu stärken, so der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion. Hardt betonte, dass man Trumps Aussagen nicht immer als endgültige Festlegung verstehen sollte.
Montag, 13. April 2026
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