Der Iran hat seine Angriffe auf die umliegenden Golfstaaten auch am Sonntag fortgesetzt.
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Ein von einer iranisches Drohne getroffenes Gebäude in Manama, Bahrain.
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Ein von einer iranisches Drohne getroffenes Gebäude in Manama, Bahrain.

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Nahost-Ticker: News vom 13. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 13. März in der Nachlese

Die News zum USA-Israel-Iran-Krieg vom 13. März in der Ticker-Nachlese

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

23.50 Uhr: UN-Nothilfekoordinator fordert sichere Passage durch Straße von Hormus

UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher fordert eine sichere Passage für humanitäre Hilfsgüter durch die Straße von Hormus. "Wenn Routen gesperrt werden und die Kosten steigen, können wir weniger Hilfe leisten", sagte Fletcher in einer Mitteilung. Die Menschen, die die Hilfe am dringendsten benötigten, seien die ersten, die davon abgeschnitten würden. Angesichts der Drohung des Iran, die strategisch wichtige Meerenge im Krieg gegen die USA und Israel zu blockieren, appellierte Fletcher an alle Konfliktparteien: "Humanitäre Hilfsgüter müssen die Straße von Hormus sicher passieren dürfen."

22.58 Uhr: Bericht - Trump lehnt Putins Uran-Vorschlag für Iran ab

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge einen Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin abgelehnt, angereichertes Uran aus dem Iran nach Russland zu transferieren. Dies sei Teil eines Plans gewesen, den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu beenden, berichtete das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Putin habe die Idee in einem Telefonat in dieser Woche ins Spiel gebracht. Eine Stellungnahme der genannten Staaten lag zunächst nicht vor.

22.30 Uhr: Ölfreigabe - Kanada steuer 23,6 Mio. Barrel bei

Kanada steuert zur geplanten Ölfreigabe der Internationalen Energieagentur (IEA) 23,6 Millionen Barrel bei. Dies kündigt Energieminister Tim Hodgson an. Die Menge werde von der heimischen Industrie gefördert. Die IEA hatte am Mittwoch als Reaktion auf den Preisanstieg infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran die Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven beschlossen. Kanada selbst verfügt über keine derartigen Reserven.

21.50 Uhr: Südlibanon - Sechs Tote bei israelischem Luftangriff

Bei einem israelischen Luftangriff sind in der südlibanesischen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern habe sich auch ein junges Mädchen befunden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelisches Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hieß es weiter. Das israelische Militär äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

21.00 Uhr: Luftfracht wird durch Iran-Krieg teurer

Der Krieg gegen den Iran macht Luftfracht teurer. Auf den Routen zwischen Südasien und Europa seien die Frachtraten seit Beginn der Kämpfe um bis zu 70 Prozent gestiegen, teilte die Buchungsplattform Freightos mit. Weil der Iran die Schifffahrtsstraße von Hormus blockiert und dort laut Branchenexperten derzeit mehr als 100 Containerschiffe festsitzen, weichen viele Unternehmen auf den deutlich teureren Luftweg aus. Das betrifft auch günstige Generika aus Indien, die dadurch teurer werden.

20.40 Uhr: USA schicken mehr Soldaten in Nahen Osten

Die USA verstärken ihr Militär im Nahen Osten. Wie am Freitag aus US-Regierungskreisen verlautete, werden rund 2.500 Marineinfanteristen und mindestens ein weiteres Kriegsschiff in die Region geschickt. Das ist eine deutliche Verstärkung der US-Truppen im Krieg gegen den Iran.

Im Video: Israel und die USA attackieren weiter

Israel und die USA attackieren weiter
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Israel und die USA attackieren weiter

20.20 Uhr: Mutmaßliche Attentäter von Oslo in U-Haft

Knapp eine Woche nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo sind vier Verdächtige in U-Haft. Es handelt sich dabei um vier Mitglieder einer irakisch-stämmigen Familie. Einer von drei Brüdern hat gestanden, die Sprengladung an der Botschaft deponiert zu haben, die beiden anderen Brüder und ihre Mutter bestreiten eine Mittäterschaft. Verletzt wurde bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag niemand.

19.55 Uhr: Seit Kriegsbeginn nur 77 Schiffe Straße von Hormus passiert

Durch die Straße von Hormus sind seit dem Beginn des Iran-Krieges vor zwei Wochen nur 77 Schiffe durch die Straße von Hormus gefahren. So steht es auf einer auf Seetransporte spezialisierten Website verzeichnet. Das bedeutet laut "Lloyd's List Intelligence" einen massiven Rückgang. Zum Vergleich: Vom 1. bis zum 11. März 2025 wurden demnach 1.299 Durchfahrten registriert.

Mehr als die Hälfte der 77 Schiffe gehöre zur sogenannten Schattenflotte, so "Lloyd's List Intelligence". Damit sind die häufig veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe gemeint, mit denen insbesondere Russland und der Iran internationale Sanktionen umgehen.

19.10 Uhr: USA - 10 Millionen für Ergreifung von Chamenei

Die USA haben eine 10 Millionen Dollar zur Ergreifung des neuen iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei ausgesetzt. Das teilte das US-Außenministerium am Freitag mit, die Belohnung gelte auch für Hinweise über den Verbleib anderer hochrangiger Verantwortlicher. Der Sohn des bei einem israelischen Luftangriff getöteten Ayatollah Ali Chamenei war am Sonntag zu seinem Nachfolger ernannt worden.

Im Video: BR-Korrespondentin Willinger -Rätselraten über Zustand von Irans neuem Führer

BR-Korrespondentin Willinger -Rätselraten über Zustand von Irans neuem Führer
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BR-Korrespondentin Willinger -Rätselraten über Zustand von Irans neuem Führer

19.00 Uhr: UN warnen vor steigenden Preisen für Lebensmittel und Medikamente

Der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stéphane Dujarric, hat vor höheren Kosten für Lebensmittel und Medikamente gewarnt. Ursache sei die Blockade der Straße von Hormus für die Schifffahrt. Fletcher sagte dem UN-Sicherheitsrat, im Gazastreifen seien die Preise für Mehl schon um 270 Prozent gestiegen. Die Kosten für den Transport per Schiff seien um 16 Prozent höher als vor einem Jahr.

18.15 Uhr: Experte - USA haben sich "völlig verkalkuliert"

Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Klemens Fischer haben sich die USA mit dem Irankrieg "völlig verkalkuliert". Im Interview mit BR24 im BR Fernsehen sagte der Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik an der Universität zu Köln, die US-Administration habe "nicht mit dieser Art von Krieg gerechnet". Man sei von einem begrenzten Schlag gegen den Iran ausgegangen. Die drohende längere Sperrung der Straße von Hormus habe jedoch "massive Auswirkungen auf den Ölpreis". US-Präsident Trump müsse nun den eigenen Wählern erklären, wieso der Krieg die Inflation anheize.

Selbst im Falle eines Sieges gegen den Iran würde Trump als angeschlagener Sieger dastehen, so Fischer. Momentan sei Russland "der einzige Gewinner für einige Zeit". Zudem sei der Mythos der USA als Schutzmacht in der Golf-Region zerstört. Fischer resümiert: "Also da ist einiges an Scherben übrig geblieben von diesem Krieg, den man definitiv nicht so wollte."

Im Video: Kritik - Trump lockert Russland-Sanktionen

Kritik: Trump lockert Russland-Sanktionen
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Kritik: Trump lockert Russland-Sanktionen

18.00 Uhr: Iran widerspricht Trump - Marine intakt

Laut dem Iran ist die iranische Marine nicht zerstört: "Die USA behaupten, die iranische Marine sei zerstört (...) Dann sei die Frage erlaubt, warum die Straße von Hormus immer noch geschlossen ist und kein Tanker sie durchqueren kann", sagte Mohammed Akbarsadeh, stellvertretender Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur IRNA.

17.20 Uhr: Weitere Angriffe in den Emiraten

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben allein am Freitag Angriffe von sieben ballistischen Raketen und 27 Drohnen aus dem Iran gemeldet. Die Luftabwehr habe die Geschosse angegriffen, teilte das Verteidigungsministerium der Emirate am Freitag auf der Plattform X mit. Ob alle abgefangen wurden, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Herabfallende Trümmer abgefangener Geschosse lösten in der Nacht zum Freitag in Dubai einen Brand aus.

In der Mitteilung des Ministeriums hieß es weiter, seit Beginn der "eklatanten iranischen Aggression" habe die Luftabwehr der Emirate es mit 285 Raketen, 15 Marschflugkörpern und 1.567 Drohnen aus dem Iran zu tun gehabt.

17.15 Uhr: Schon mehr als 100 Kinder im Libanon getötet

Die jüngsten kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah haben laut den Behörden mehr als 100 Minderjährige das Leben gekostet. Das Gesundheitsministerium in Beirut meldet, dass unter den bisher 773 getöteten Libanesen 103 Minderjährige seien, die durch israelische Angriffe gestorben seien. Insgesamt ist von bisher knapp 2.000 Verletzten die Rede. 

Das UN-Kinderhilfswerks Unicef beurteilt die Lage für Millionen Kinder im Libanon als katastrophal. Unter den mehr als 800.000 Vertriebenen seien auch etwa 285.600 Kinder. Durch die Gewalt sei der Unterricht für rund eine Million Kinder unterbrochen.

17.10 Uhr: Trump - USA wollen kurzfristig nicht Irans Uran

Die USA haben nach Angaben von Präsident Donald Trump derzeit keine Pläne, die iranischen Vorräte von hoch angereichertem Uran sicherzustellen. "Nein, überhaupt nicht", antwortete Trump in einem Interview des Senders Fox News Radio auf die Frage, ob die USA versuchen würden, das Uran in die Hände zu bekommen. "Darauf konzentrieren wir uns nicht", sagte Trump. "Aber irgendwann könnte es dazu kommen."

16.47 Uhr: Italien bereitet Abzug von Soldaten aus Erbil vor

Nach einem Angriff auf eine italienische Militärbasis nahe Erbil im Nordirak bereitet sich Italien darauf vor, seine Soldaten von dort abzuziehen. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte dem "Corriere della Sera", 102 Militärangehörige seien bereits nach Italien zurückgekehrt, 75 nach Jordanien verlegt worden. "Für die übrigen wird derzeit eine Verlegung auf dem Landweg organisiert, um nach Italien zurückzukehren", sagte Crosetto.

Eine Drohne war nach Angaben der italienischen Regierung vor wenigen Tagen auf den Stützpunkt gestürzt. Die italienischen Soldaten blieben unverletzt, weil sie sich in Bunker zurückgezogen hatten. Außenminister Antonio Tajani sagte nach dem Angriff: "Der Schutz unserer Militärangehörigen und Landsleute bleibt die absolute Priorität."

16.40 Uhr: Trump - Irans Führung wird "vielleicht nicht sofort" stürzen

Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump weitere Angriffe für die kommende Woche angekündigt. "Wir werden sie in der nächsten Woche sehr hart treffen", sagte Trump dem Sender Fox News. Zugleich sagte er voraus, die iranische Führung werde stürzen, aber "vielleicht nicht sofort". Es sei eine "sehr große Hürde für Leute, die keine Waffen haben", fügte er hinzu.

16.34 Uhr: Hegseth - Hochrangiger Militär untersucht Angriff auf Schule

Die USA haben nach Angaben ihres Verteidigungsministers Pete Hegseth einen hochrangigen Militär außerhalb des zuständigen US-Kommandos (Centcom) mit der Untersuchung des Angriffs auf eine Mädchenschule im Iran beauftragt, bei dem am ersten Kriegstag in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden. Die Untersuchung werde so lange dauern, wie nötig, betonte Hegseth bei einer Pressekonferenz.

Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen einer eingeleiteten Untersuchung hervor, wie die "New York Times" und der Sender CNN berichteten. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte. 

16.22 Uhr: Trump - Putin hilft Iran "vielleicht ein kleines bisschen"

US-Präsident Donald Trump hat den Verdacht geäußert, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Iran unterstützt. "Ich denke, dass er ihm (Iran) vielleicht ein kleines bisschen hilft, ja, nehme ich mal an", sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News Radio: "Und er (Putin) denkt wahrscheinlich, dass wir der Ukraine helfen, richtig?"

15.56 Uhr: USA - Sechs Tote bei Absturz von Tankflugzeug über Irak

Beim Absturz eines Tankflugzeugs der US-Streitkräfte im Westen des Iraks sind nach neuen Angaben sechs Menschen ums Leben gekommen. Alle Besatzungsmitglieder seien für tot erklärt worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) in einem Update auf X mit. Zuvor war bereits der Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder verkündet worden. 

Das US-amerikanische Tankflugzeug vom Typ KC-135 war nach Angaben des US-Militärs am Donnerstag gegen 14.00 Uhr Ortszeit abgestürzt. Die Umstände des Vorfalls würden noch untersucht. Der Verlust sei jedoch weder auf feindlichen Beschuss noch auf Beschuss von Verbündeten zurückzuführen, hieß es auf X. Zuvor hatte Centcom mitgeteilt, dass zwei Flugzeuge an dem Vorfall beteiligt gewesen seien. Eine Maschine sei sicher gelandet, die andere abgestürzt.

15.19 Uhr: Macron - Frankreich bleibt nach Angriff auf Soldaten "rein defensiv"

Nach dem Drohnenangriff auf französische Soldaten im Irak mit einem Toten und sechs Verletzten will Frankreich sich nicht in den Iran-Krieg hereinziehen lassen. "Angesichts des andauernden Krieges nimmt Frankreich eine rein defensive Haltung ein", sagte Präsident Emmanuel Macron in Paris. Frankreich befinde sich nicht im Krieg mit dem Iran und werde weiterhin "Besonnenheit, Gelassenheit und Entschlossenheit an den Tag legen".

Nach dem Angriff auf die Soldaten bei Erbil im Nordirak am Donnerstagabend analysiere die französische Armee die Fakten und Umstände, sagte Macron. Er werde sich am Nachmittag mit dem irakischen Premierminister Schia al-Sudani beraten. "Unsere Soldaten wurden angegriffen, während sie – wie wir es seit mehreren Jahren tun – im Rahmen einer internationalen Koalition gegen das Wiederaufleben des Terrorismus in der Region und im Dienste der irakischen Souveränität kämpften. Das ist natürlich inakzeptabel", sagte der Präsident.

14.58 Uhr: Hegseth kündigt für heute Höchstzahl von Angriffen an

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat im Krieg gegen den Iran die bislang umfangreichsten Angriffe seines Landes angekündigt. Es werde "heute erneut die höchste Anzahl an Angriffen geben", die die USA jemals im Iran durchgeführt hätten. Auch US-Generalstabschef Dan Caine sprach von den heftigsten Angriffen seit Beginn des Kriegs mit dem Iran vor fast zwei Wochen. US-Vertreter haben in dem Krieg bereits mehrfach von den bislang härtesten Angriffen gesprochen. 

Hegseth betonte nun, dass sich die USA neben der Zerstörung der Luftwaffe, Marine und des Raketenarsenals des Irans vor allem darauf fokussiert hätten, dass der Iran künftig keine Raketen mehr fertigen könne. So habe man etwa die Möglichkeiten des Irans, ballistische Raketen herzustellen, ausgeschaltet, indem man Unternehmen, die Komponenten dafür produzierten, zerstört habe.

Im Video: Luftangriffe auf den Iran gehen weiter

Luftangriff auf Teheran am 13. März
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Luftangriff auf Teheran am 13. März

14.39 Uhr: Regierung sieht kaum noch Bedarf für Rückholflüge - fast alle deutschen Touristen daheim

Das Auswärtige Amt plant vorerst keine Evakuierungsflüge für Deutsche aus der Golfregion mehr. Ein Außenamtssprecher begründete dies mit einer nachlassenden Nachfrage und einem wachsenden Angebot an kommerziellen Ausreisemöglichkeiten. Am Donnerstag habe ein sechster Sonderflug Deutsche aus der Region zurückgebracht - dies sei "wahrscheinlich" der letzte derartige Flug gewesen, sagte der Sprecher. Die Maschine sei "nicht vollständig ausgelastet" gewesen, man habe "eine gewisse Rückläufigkeit festgestellt bei dem Wunsch nach unserer Unterstützung".

Nach Angaben des Deutschen Reiseverband (DRV) sind fast alle mit einem Reiseveranstalter verreisten Touristen inzwischen sicher aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt. Es seien mehrere zehntausend Gäste von Reiseveranstaltern wegen des Iran-Krieges in den Golfstaaten gestrandet gewesen - bis auf wenige seien sie nun aber ausgeflogen, erklärte der Verband.

14.28 Uhr: Medien - Frankreich und Italien sprechen mit Iran über Hormus-Passage

Frankreich und Italien haben einem Medienbericht zufolge Gespräche mit dem Iran aufgenommen. Ziel sei es, eine Vereinbarung auszuhandeln, die für ihre Schiffe eine sichere Passage durch die Straße von Hormus garantiere, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider. Die iranische Regierung hatte zuvor angedeutet, dass man mit ihr Absprachen über eine Passage durch die Meerenge treffen könne.

14.18 Uhr: Hegseth - Keine klaren Belege für Minen in Straße von Hormus

Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ist nicht belegt, dass die Straße von Hormus vom Iran vermint wurde. Zwar hätten die USA registriert, wie die Iraner darüber gesprochen hätten, sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz, aber es gebe keine entsprechenden "klaren Belege" dafür. In Medienberichten hieß es kürzlich, der Iran habe etwa ein Dutzend Minen in der Meerenge platziert.

14.10 Uhr: Guterres ruft zu Waffenruhe im Libanon auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat Israel und die schiitische Miliz Hisbollah zu einer Waffenruhe aufgefordert. Der Krieg der Rivalen im Libanon müsse enden, verlangte er in Beirut. Nach einem Treffen mit Libanons Präsident Joseph Aoun betonte Guterres, dass die Menschen im Land enorm unter der Gewalt zwischen Israel und der Hisbollah litten.

Unterdessen erklärte das Hilfswerk Unicef, dass fast zwei Wochen nach Beginn der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten die Lage für Millionen Kinder im Libanon katastrophal sei. Laut jüngsten Berichten seien seit dem 2. März infolge der zunehmenden Feindseligkeiten mindestens 91 Kinder getötet und 275 weitere verletzt worden. Rund 817.000 Menschen hätten aus ihrem Zuhause fliehen müssen, darunter etwa 285.600 Kinder.

13.55 Uhr: Hegseth - Irans Oberster Führer verletzt und vermutlich entstellt

Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei, ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verletzt. Die USA wüssten, dass er "verwundet und wahrscheinlich entstellt" sei, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz. Um was für Verletzungen es sich handele und wie es dazu gekommen sei, führte er nicht aus. 

Als Beleg für seine Annahme verwies Hegseth auf die erste Erklärung Chameneis seit seiner Ernennung, die am Donnerstag von einem TV-Moderator verlesen wurde. Es habe sich um eine rein schriftliche Erklärung gehandelt, so Hegseth: "Der Iran hat viele Kameras und viele Diktiergeräte. Warum eine schriftliche Erklärung? Ich denke, Sie wissen, warum. Sein Vater ist tot. Er hat Angst, er ist verletzt, er ist auf der Flucht und es fehlt ihm an Legitimität."

13.49 Uhr: Israels Verteidigungsminister droht Libanon mit Angriffen auf Infrastruktur

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat dem Nachbarland Libanon "Schäden an der nationalen Infrastruktur" angedroht. Die libanesische Regierung sei ihrer Verpflichtung zur Entwaffnung der Hisbollah nicht nachgekommen und müsse deshalb einen immer höheren Preis zahlen, darunter Schäden an von der Hisbollah genutzten Infrastruktur im Land sowie auch Gebietsverluste, sagte Katz nach Angaben seines Büros. Beides drohe, solange die "zentrale Verpflichtung, die Hisbollah zu entwaffnen" nicht erfüllt sei.

Israels Armee hatte zuvor eigenen Angaben zufolge eine wichtige, von der Hisbollah genutzte Flussbrücke angegriffen. "Dies ist erst der Anfang", sagte Katz dazu.

13.19 Uhr: UN-Bericht - Fast 22.000 zivile Gebäude im Iran beschädigt

Laut einem UN-Vertreter sind im Iran-Krieg bisher fast 22.000 zivile Gebäude beschädigt worden, darunter mehr als 17.000 Wohneinheiten. Salvador Gutierrez, Repräsentant der IOM in Teheran, berichtete, dass tausende Familien vor den Angriffen geflohen seien, viele in den Norden des Iran. Er betonte, dass eine Deeskalation des Konflikts unerlässlich sei, um weiteres Leid zu verhindern, und forderte, den Schutz von Zivilisten zur Priorität zu machen.

13.19 Uhr: Iranische Spitzenvertreter bei Kundgebung in Teheran – Explosion fordert Todesopfer

Mehrere hochrangige iranische Führungspersönlichkeiten, darunter Präsident Massud Peseschkian und Sicherheitschef Ali Laridschani, nahmen am Freitag an einer Kundgebung in Teheran zur Unterstützung der Palästinenser teil. Kurz darauf meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna, dass bei einer Explosion in der Nähe der Kundgebung im Zentrum der Hauptstadt mindestens eine Frau getötet wurde. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte die israelische Armee die Bevölkerung aufgefordert, zwei Gebiete in der Nähe des Veranstaltungsortes zu verlassen.

13.02 Uhr: Gewerkschaft warnt vor Folgen des Iran-Kriegs für Wirtschaft

Die Industriegewerkschaft IG BCE warnt vor schweren wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs und fordert mehr Unterstützung für energieintensive Unternehmen. Vorsitzender Michael Vassiliadis sagte, die Folgen des Konflikts für die Energieversorgung sowie die steigenden Öl- und Gaspreise würden noch unterschätzt. Sollte der Krieg länger anhalten, könnten massive wirtschaftliche Folgen drohen, einschließlich eines Anstiegs der Inflation.

12.46 Uhr: Mindestens acht Tote bei israelischem Angriff im Libanon

Bei einem erneuten israelischen Luftangriff im Libanon sind laut dem libanesischen Gesundheitsministerium mindestens acht Menschen getötet worden. Neun weitere Personen wurden verletzt. Der Angriff traf ein Gebäude in einem Dorf nahe der südlichen Hafenstadt Sidon, das vor allem von palästinensischen Flüchtlingen bewohnt wird.

12.31 Uhr: Sri Lanka überstellt 84 Leichen nach US-Angriff auf iranisches Kriegsschiff

Sri Lanka hat nach einem Angriff der US-Marine auf ein iranisches Kriegsschiff die Leichen von 84 Seeleuten an iranische Vertreter übergeben. Die sterblichen Überreste sollen über den Flughafen Hambantota im Süden Sri Lankas in den Iran geflogen werden, teilte Außenministeriumssprecher Thushara Rodrigo mit. Ein US-U-Boot hatte das iranische Schiff "IRIS Dena" am vergangenen Mittwoch in internationalen Gewässern vor der Küste Sri Lankas versenkt. 32 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

12.27 Uhr: Fünfstellige Zahl von Deutschen hat Krisenregion verlassen

Laut dem Auswärtigen Amt hat eine fünfstellige Zahl von Deutschen die Krisenregion verlassen. Die Bundesregierung habe 1.100 besonders schutzbedürftige Personen und ihre engsten Angehörigen mit sechs Sonderflügen ausgeflogen. Der vermutlich letzte staatlich organisierte Flug fand am Donnerstag statt und war nicht voll ausgelastet. Eine Ausreise sei auch über kommerzielle Flüge und Landwege möglich. Eine mittlere dreistellige Zahl von Deutschen wird weiterhin individuell beraten.

12.24 Uhr: Trump - Begleitschutz für Schiffe in Straße von Hormus wäre möglich

US-Präsident Donald Trump hat einen US-Begleitschutz für Schiffe in der Straße von Hormus in Aussicht gestellt, falls dies notwendig werde. In einem Interview mit Fox News erklärte er, dies sei eine mögliche Maßnahme. Zudem kündigte Trump für die kommende Woche "sehr harte" militärische Schläge gegen den Iran an.

11.50 Uhr: Merz - Iran-Krieg nutzt niemandem und schadet vielen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat ein schnelles Ende des Iran-Krieges gefordert und auf wirtschaftliche Schäden auch für Deutschland durch den Konflikt verwiesen. "Wir hoffen, dass wir Wege finden, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, weil er niemandem nutzt und vielen schadet, ökonomisch auch uns", sagte Merz bei einem Besuch in Norwegen. "Wir unternehmen alle Anstrengungen, um diesen Krieg im Iran und mit dem Iran zu beenden. Alle diplomatischen Kanäle werden genutzt", sagte Merz weiter.

11.46 Uhr: Merz und Støre planen keine Beteiligung an Hormus-Sicherung

Bundeskanzler Friedrich Merz und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre planen keine Beteiligung ihrer Länder am Iran-Krieg zwischen den USA und Israel. Merz sagte in Andoya in Norwegen, dass er derzeit keinen Anlass sehe, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken. "Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges und wir wollen es auch nicht werden. Unsere Bemühungen konzentrieren sich darauf, den Krieg zu beenden", so Merz weiter.

11.34 Uhr: Türkei meldet erneut Raketenangriff aus dem Iran

Nach Angaben der Türkei hat die NATO-Flugabwehr erneut eine iranische Rakete abgefangen. Das ballistische Geschoss sei von Flugabwehrsystemen im östlichen Mittelmeer zerstört worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Anwohner in Adana berichteten von einer lauten Explosion, während auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik, der von US-Streitkräften genutzt wird, die Sirenen heulten. Es wurden jedoch keine Berichte über Tote oder Verletzte gemeldet. Es war der dritte derartige Angriff seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar.

11.21 Uhr: Merz kritisiert Lockern von Sanktionen gegen Russland als "falsch"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Lockern von Sanktionen gegen Russland deutlich kritisiert. "Jetzt Sanktionen zu lockern, aus welchen Gründen auch immer, das halten wir für falsch", sagte Merz bei einem Besuch im norwegischen Andöya. Es gebe beim Öl im Augenblick "ein Preisproblem, aber kein Mengenproblem, und insofern will ich gerne wissen, welche Motive die amerikanische Regierung noch dazu bewogen hat, diese Entscheidung zu treffen", sagte Merz.

Währenddessen zeigt sich Moskau zufrieden nach der befristeten Lockerung von US-Sanktionen auf russisches Öl: "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew bei Telegram. 

ARCHIV (06.07.2023) Russischer Öltanker von Rosneft am Bosporus
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Merz kritisiert gelockerte Russland-Sanktionen

11.07 Uhr: US-Militär - Vier Besatzungsmitglieder bei Absturz von US-Tankflugzeug im Irak getötet

Beim Absturz eines US-Tankflugzeugs über dem Westen des Irak sind nach Angaben der US-Armee vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Insgesamt seien sechs Besatzungsmitglieder an Bord gewesen, erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom am Freitag. Die Rettungsarbeiten nach dem am Donnerstag erfolgten Absturz, der nicht durch feindlichen Beschuss verursacht worden sei, dauerten demnach an.

10.41 Uhr: Trump rechnet mit baldiger Kapitulation des Iran

US-Präsident Donald Trump geht einem Medienbericht zufolge davon aus, dass der Iran kurz vor der Kapitulation steht. Dies habe Trump den Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten in einer Telefonkonferenz am Mittwoch gesagt, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Trump habe erklärt, er habe "einen Krebs beseitigt, der uns alle bedroht hat". Da niemand mehr wisse, wer im Iran die Führung innehabe, gebe es auch niemanden, der die Kapitulation verkünden könne.

10.34 Uhr: EU lässt Folgen von Ölfreigabe für Versorgungssicherheit prüfen

Die EU hat die Internationale Energieagentur (IEA) nach der jüngsten Freigabe von Ölreserven um eine Einschätzung der mittelfristigen Folgen gebeten. Es gelte festzustellen, welche Auswirkungen der Schritt für die Versorgungssicherheit habe, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Zu dem Thema habe am Donnerstag die Öl-Koordinierungsgruppe der EU beraten, die Mitgliedstaaten bei der Absprache zur Ölversorgung unterstützt. Dabei hätten die EU-Länder bekräftigt, dass sie derzeit kein Risiko für die Ölversorgung der Gemeinschaft sähen.

Die IEA , ein Zusammenschluss der großen Ölverbraucherländer, hatte am Mittwoch die koordinierte Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl angekündigt, um für Entspannung auf den Rohölmärkten zu sorgen. Der Ölpreis war infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellt - es handelt sich um einen der schwersten Ölschocks seit den 1970er-Jahren. Die Freigabe der IEA von Notfallreserven in diesem Umfang ist die bislang größte derartige Intervention in der Geschichte der Organisation.

10.23 Uhr: Iranisches Staatsfernsehen meldet schwere Explosion bei Demonstration

Das iranische Staatsfernsehen hat eine schwere Explosion auf einem Platz voller Demonstranten in der Hauptstadt Teheran gemeldet. Die Detonation habe sich auf dem Ferdowsi-Platz in der Nähe der Universität Teheran ereignet, einem Schwerpunkt der israelfeindlichen Demonstrationen des Al-Kuds-Tages am Freitag, meldete der Sender. Videoaufnahmen, die die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte, zeigten aufsteigenden Rauch, während Protestierende "Tod für Israel!" und "Tod für Amerika" schrien.

10.22 Uhr: Zwei Drohnen in der Nähe von wichtigem Ölfeld im Irak abgestürzt

In der Nähe eines bedeutenden Ölfelds im Südirak sind zwei Drohnen abgestürzt. Das bestätigte ein Vertreter des irakischen Ölministeriums am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem Vorfall in der Nacht zum Freitag habe es weder Opfer noch Schäden gegeben. Der Betrieb des Ölfelds in der Provinz Basra sei bereits vorher ausgesetzt worden.

Der Sprecher des Ölministeriums, Saheb Basun, sagte, es sei das erste Mal, dass das Ölfeld ins Visier genommen worden sei. Eine Drohne sei nach ihrem Absturz explodiert.

10.07 Uhr: 60 Verletzte bei iranischen Angriff nahe Nazareth

Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Norden Israels sind in der Nacht zu Freitag fast 60 Menschen verletzt worden, davon einer schwer. Der Anschlag soll die arabische Gemeinde Zarzir etwa 20 Kilometer nordwestlich von Nazareth getroffen und massive Splitterwirkung verursacht haben, melden israelische Medien unter Berufung auf Hilfsorganisationen.

09.44 Uhr: Moskau zufrieden nach US-Lockerungen bei Ölsanktionen

Nach der befristeten Lockerung von US-Sanktionen auf russisches Öl gibt sich Moskau selbstbewusst und zufrieden. "Die USA erkennen faktisch das Offensichtliche an: Ohne russisches Öl kann der globale Energiemarkt nicht stabil bleiben", schrieb der Kremlgesandte Kirill Dmitrijew bei Telegram. 

In der Nacht zum Freitag hatte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mitgeteilt, dass Länder zeitweise russisches Öl kaufen dürften, das sich bereits auf Schiffen befinde. Ziel sei, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.

09.36 Uhr: Iran droht im Falle neuer Proteste mit "schärferer" Reaktion als im Januar

Die iranischen Revolutionsgarden haben die Menschen im Iran mit eindringlichen Worten vor neuen Protesten gewarnt. Die Reaktion auf neuerliche Demonstrationen werde "schärfer" ausfallen als bei der Protestwelle im Januar, als tausende Menschen getötet wurden, teilten die Revolutionsgarden am Freitag mit.

"Heute versucht der Feind, der seine militärischen Ziele vor Ort nicht erreichen kann, erneut, Terror zu verbreiten und Unruhen zu provozieren", erklärten die Revolutionsgarden in einer im Fernsehen verbreiteten Mitteilung. Sie drohten mit einer "noch schärferen Antwort als am 8. Januar".

09.24 Uhr: Drohnenangriffe auf Raffinerie in der Nähe von Erbil

Irakischen Sicherheitskreisen zufolge ist die Lanaz-Raffinerie westlich der irakischen Stadt Erbil mit Drohnen angegriffen worden. Das Ausmaß der Schäden sei begrenzt, der Betrieb laufe weiter. Erbil ist die Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak.

09.16 Uhr: Reiche-Berater gegen staatliche Entlastungen bei Spritpreisen

Das Beratergremium von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat sich gegen Entlastungen bei den Spritpreisen ausgesprochen. Kurzfristige Eingriffe in den Markt wie Preisbremsen, eine Übergewinnsteuer oder ein Tankrabatt sollten "unbedingt vermieden werden", erklärten die Ökonomen. Auch eine Schwächung des europäischen Emissionshandels, also Veränderungen bei der CO2-Bepreisung, lehnen sie demnach ab.

Das Gremium unter Vorsitz der Wirtschaftsweisen Veronika Grimm stellte am Freitag ein Kurzgutachten zu den wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges vor. Die Preissteigerungen an den Zapfsäulen infolge des Iran-Krieges halten die Experten für nachvollziehbar. "Manche Nachfrager schränken dann den Konsum mehr oder weniger ein. Genau dies ist bei Knappheiten auch erwünscht." In den Markt sollte daher nicht eingegriffen werden.

09.06 Uhr: Libanesische Staatsmedien melden zwei Tote bei israelischem Angriff

Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Medienangaben zwei Menschen getötet worden. Die Attacke auf eine Wohnung im Dorf Bar Elias im Osten des Landes habe am Freitagmorgen einen Funktionär der Gruppe al-Dschamaa al-Islamija verletzt und zwei Söhne des Mannes getötet, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.

08.55 Uhr: Trump will iranische Führung ausschalten

US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Worten die Führung der Islamischen Republik ausschalten. In sozialen Medien bezeichnete er am Freitag die iranische Regierung als "gestörte Dreckskerle". Es sei ihm eine "große Ehre", sie zu töten. Die USA seien dabei, das "Terrorregime des Iran vollständig zu zerstören". Trump erklärte: "Wir verfügen über unvergleichliche Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit." Er zog zudem eine Parallele zwischen der Dauer des iranischen Regimes und seiner eigenen Amtszeit: "Sie töten seit 47 Jahren unschuldige Menschen auf der ganzen Welt, und jetzt töte ich sie als 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika."

08.37 Uhr: Israel startet neue Angriffswelle gegen Teheran

Die israelische Armee hat am Freitagmorgen nach eigenen Angaben eine neue Welle von Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran gestartet. Bei den Luftangriffen werde die Infrastruktur "des iranischen Terrorregimes in Teheran" ins Visier genommen, teilte die Armee mit.

Nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP wurde Teheran am Morgen von mehreren ungewöhnlich heftigen Explosionen erschüttert. Über dem Osten und dem Norden der Stadt stiegen schwarze Rauchwolken auf.

08.24 Uhr: Dutzende Verletzte nach iranischem Raketenangriff in Israel

Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden. Eine Frau sei durch Granatsplitter mittelschwer, alle weiteren durch Glassplitter leicht verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Alle seien in Krankenhäuser gebracht worden. Darüber hinaus behandelten Sanitäter den Angaben nach vor Ort 15 weitere Menschen wegen Angstzuständen. Die israelische Polizei teilte mit, es habe einen Einschlag in der Nähe eines Wohnhauses im Ort Sarsir in der Nähe der Stadt Nazareth gegeben.

Bei einem iranischen Raketenangriff sind in der Nacht 58 Menschen in einem arabischen Ort in Nordisrael verletzt worden
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Schäden nach einem iranischen Raketenangriff in Nordisrael.

08.05 Uhr: Zwei Tote bei Drohnenangriff im Oman

Im Oman sind nach Angaben von Staatsmedien zwei Menschen bei einem Drohnenangriff getötet worden. Eine Drohne sei im Norden des Landes abgefangen worden und in einem Industriegebiet abgestürzt, teilte die omanische Nachrichtenagentur am Freitag mit. Dabei seien zwei ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Eine zweite Drohne sei im offenen Gelände abgestürzt.  

07.45 Uhr: Fast alle Touristen aus Nahost nach Deutschland zurückgekehrt

Fast alle mit einem Reiseveranstalter verreisten Touristen sind nach Branchenangaben inzwischen sicher aus dem Nahen Osten nach Deutschland zurückgekehrt. Es seien mehrere zehntausend Gäste von Reiseveranstaltern wegen des Iran-Krieges in den Golfstaaten gestrandet gewesen, bis auf wenige seien sie nun aber ausgeflogen, erklärte der Deutsche Reiseverband (DRV). "Aufgrund der anhaltenden Luftraumsperrungen und der stark eingeschränkten Anzahl an Flügen war dies eine enorme logistische Herausforderung."

Die Branche habe mit dem Auswärtigen Amt (AA) an der Rückkehr der Urlauberinnen und Urlauber gearbeitet. "Sukzessive konnten so in den vergangenen Tagen immer wieder mehrere tausend Urlauberinnen und Urlauber mit Unterstützung der Veranstalter auf regulären Linienflügen sowie mit Sondermaschinen ausgeflogen werden", erklärte der DRV. Dafür müssten sie nicht extra bezahlen – bei Pauschalreisen sei die Rückholung vertraglich mit eingeschlossen.

07.37 Uhr: Israel bombardiert Brücke im Libanon

Das israelische Militär hat die Srarieh-Brücke über den Litani-Fluss im Libanon bombardiert. Die Brücke sei ein wichtiger Übergang für die Hisbollah, teilt die Armee mit. Die Miliz habe in der Nähe Abschussrampen stationiert und von dort aus Israel beschossen. Dies ist offenbar das erste Mal in der laufenden Offensive, dass Israel den gezielten Beschuss ziviler Infrastruktur einräumt. Der Litani fließt im Süden des Libanon.

07.17 Uhr: Iran-Konflikt könnte Panamakanal beleben

Der Konflikt im Nahen Osten und steigende Treibstoffkosten könnten dem Panamakanal zugute kommen. "Wenn die Kosten steigen, allgemein, wenn der Preis für Schiffskraftstoff steigt, wird der Panamakanal zu einer attraktiveren Route", sagte Behördenchef Ricaurte Vásquez Morales der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag (Ortszeit) im Interview. Höhere Treibstoffkosten beträfen wahrscheinlich Containerfrachter, Massengutfrachter und Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG). Sollte die Versorgung aus dem Nahen Osten unterbrochen werden, könnten Lieferungen aus anderen Quellen, unter anderem den Vereinigten Staaten, die Transporte ersetzen. Einige LNG-Ladungen könnten dann von Europa nach Asien über Panama umgeleitet werden.

06.40 Uhr: Israel weitet Angriffe auf Beirut aus

Israel weitet seine Angriffe auf die libanesische Hauptstadt aus. Eine Drohne habe ein Wohnhaus im Beiruter Stadtteil Burdsch Hammud getroffen, melden libanesische Medien. Es ist der erste Angriff auf den Bezirk am nördlichen Stadtrand der Hauptstadt. Bislang konzentrierten sich die Angriffe auf die Hochburg der Hisbollah-Miliz im Süden der Hauptstadt.

06.30 Uhr: Russland hält weitere Lockerungen der Öl-Sanktionen für unvermeidlich

Die Ausnahmegenehmigung der USA für den Kauf von sanktioniertem russischen Öl betrifft nach Angaben aus Moskau 100 Millionen Barrel. Angesichts der wachsenden Energiekrise scheine eine weitere Lockerung der Restriktionen unvermeidlich, schreibt der russische Gesandte Kirill Dmitrijew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Dies gelte trotz des Widerstands einiger "Brüsseler Bürokraten". Die USA haben eine 30-tägige Ausnahmeregelung erlassen, nach der Öl in Tankern auf See verkauft werden darf. US-Finanzminister Scott Bessent hat dies mit der Stabilisierung der Energiemärkte begründet.

05.36 Uhr: Fast 60 Verletzte bei Raketenangriff auf Israel

Bei einem Raketenangriff auf Israel sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens 58 Menschen verletzt worden. Der Angriff erfolgte den Angaben zufolge auf Sarsir - eine Stadt rund 100 Kilometer nördlich von Jerusalem, nahe der Grenze zum Libanon. Eine Person befinde sich in kritischem Zustand, 57 Menschen hätten leichte Verletzungen durch Glassplitter erlitten, teilte der Rettungsdienst mit.

Die libanesische Hisbollah-Miliz gab am Freitagmorgen an, mehrere Raketen auf Nordisrael und auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert zu haben.

05.27 Uhr: Saudi-Arabien - 50 Drohnen innerhalb weniger Stunden abgeschossen

Das saudi-arabische Verteidigungsministerium hat den Abschuss von rund 50 Drohnen innerhalb weniger Stunden gemeldet. Am Freitagmorgen teilte das Ministerium mit, dass die Luftabwehr zehn weitere Drohnen abgeschossen habe, die auf die östlichen und zentralen Provinzen des Königreichs abgezielt hätten. Damit stieg die Gesamtzahl der Drohnen, die innerhalb weniger Stunden in den saudischen Luftraum eingedrungen waren, auf fast 50. Die Angriffswelle stellt eine ungewöhnlich hohe Zahl an Luftbedrohungen für das Königreich dar. In den vergangenen Tagen waren Ziele wie die US-Botschaft in Riad, Ölinfrastruktur sowie ein Militärstützpunkt mit US-Truppen ins Visier genommen worden.

05.21 Uhr: Ein Toter bei israelischen Angriffen auf Beiruter Stadtviertel

Bei einem israelischen Angriff im Südwesten von Beirut ist ein Mensch getötet worden. Ein Auto sei am Freitagmorgen im Küstenviertel Dschna getroffen worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Ein weiterer israelischer Angriff habe eine Wohnung im Viertel Nabaa getroffen, berichteten lokale Medien. Nabaa, am nördlichen Stadtrand von Beirut im dicht besiedelten Bezirk Burdsch Hammud gelegen, ist Heimat einer großen armenischen Gemeinde.

05.20 Uhr: USA erlauben zeitweise Kauf von russischem Öl

Die US-Regierung will dem aufgrund des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreis entgegenwirken: Um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, dürfen Länder zeitweise russisches Öl kaufen, das sich bereits auf Schiffen befindet. Das erklärte Finanzminister Scott Bessent auf der Plattform X. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten. Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Bessent argumentierte jedoch, Russland werde von dieser "eng gefassten" Ausnahme nicht in bedeutender Weise finanziell profitieren.

05.09 Uhr: Herabfallende Trümmer verursachen Brand in Dubai

Herabfallende Trümmer abgefangener Geschosse haben in Dubai einen Brand ausgelöst. Dichter schwarzer Rauch stieg über der Skyline der Stadt auf, nachdem die örtlichen Behörden von einem Brand in einem Industriegebiet der Metropole berichtet hatten. Das Dubai Media Office, das Stellungnahmen für die Regierung herausgibt, erklärte, dass "Trümmer einer erfolgreichen Abfangaktion einen kleineren Vorfall an der Fassade eines Gebäudes im Zentrum von Dubai verursacht haben". Es hieß, es habe keine Verletzten gegeben.

03.21 Uhr: USA haben im Iran-Krieg bereits Munition für Jahre verbraucht

Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge seit Beginn des Krieges mit dem Iran Munitionsvorräte für "Jahre" verbraucht. Zu den schnell zur Neige gehenden Waffen zählten auch moderne Langstreckenraketen vom Typ Tomahawk, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Insider.

03.14 Uhr: Irakische Miliz hat angeblich US-Militärflugzeug abgeschossen

Eine vom Iran unterstützte Milizengruppe hat nach eigenen Angaben ein Tankflugzeug des US-Militärs vom Typ KC-135 im Westirak abgeschossen. Der Islamische Widerstand im Irak, eine Dachorganisation bewaffneter Gruppen, teilt mit, der Abschuss sei "zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes" erfolgt. Das US-Militär hatte zuvor den Absturz eines US-Tankflugzeugs vom Typ KC-135 im Westen des Iraks gemeldet. Demnach habe es sich dabei nicht um feindlichen Beschuss oder Eigenbeschuss gehandelt.

02.53 Uhr: Französischer Soldat bei Drohnenangriff im Irak getötet

Bei einem Angriff auf im Irak stationierte französische Truppen ist ein Soldat getötet worden. Weitere Militärangehörige wurden bei dem Angriff in der nördlichen Region Erbil verletzt, wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mitteilte.  Nach Angaben des Verteidigungsministeriums handelte es sich um einen Drohnenangriff, bei dem sechs französische Soldaten verletzt wurden. Diese seien an Ausbildungsmaßnahmen zur Terrorismusbekämpfung mit irakischen Partnern beteiligt gewesen. Die Verletzten seien sofort in das nächstgelegene medizinische Zentrum gebracht worden, hieß es.

Freitag, 13. März 2026

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