IAEA Chef Rafael Grossi bei einer Pressekonferenz in Seoul.
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Chef der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi
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Chef der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi

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Nahost-Ticker: News vom 14. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 14. April in der Nachlese

Die News vom 13. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

22.44 Uhr: Tote bei israelischem Beschuss im Gazastreifen

Bei israelischem Beschuss im Gazastreifen wurden fünf Menschen getötet, darunter zwei Kinder im Alter von drei und 15 Jahren. Das berichtete ein Vertreter des Schifa-Krankenhauses, das die Leichen aufnahm, der Nachrichtenagentur AP am Dienstag. Auf Bildern der Nachrichtenagentur Reuters war unter anderem der Leichnam eines getöteten Kindes zu sehen. Die Opfer habe es laut Krankenhausvertretern bei zwei verschiedenen Angriffen im nördlichen Teil des Palästinensergebiets sowie in der Stadt Gaza gegeben. Der erste Angriff traf nach Angaben aus Krankenhauskreisen sowie von Angehörigen ein Fahrzeug der von der Hamas kontrollierten Polizei in Gaza. Dabei seien vier Menschen getötet worden. Der zweite Angriff, bei dem die 15 Jahre alte Person getötet worden sei, habe Dschabalia im Norden getroffen.

22.20 Uhr: Erstes israelisch-libanesisches Treffen seit Jahrzehnten ohne greifbares Ergebnis

Die ersten offiziellen bilateralen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon sind ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen. Bei dem von US-Außenminister Marco Rubio in Washington ausgerichteten Treffen prallten die gegensätzlichen Interessen der beiden Nachbarstaaten aufeinander. Während die libanesische Seite bislang auf eine Waffenruhe pochte, schloss Israel dies bisher aus und forderte die Entwaffnung der pro-iranischen Hisbollah-Miliz.

Das US-Außenministerium teilte mit, beide Seiten hätten "produktive Gespräche über Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen" geführt. In der Erklärung wurden die jeweiligen Positionen dargelegt, von einer gemeinsamen Basis war jedoch nicht die Rede.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun äußerte auf der Kurznachrichtenplattform X die Hoffnung, dass das Treffen den Anfang vom Ende des Leidens der libanesischen Bevölkerung markiere.

21.45 Uhr: "Wall Street Journal" - Europa plant Nachkriegs-Koalition für Hormus ohne USA

Europäische Länder planen einem Zeitungsbericht zufolge eine breite Nachkriegskoalition ohne die USA, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Der Plan sehe unter anderem die Entsendung von Minenräumbooten und anderen Kriegsschiffen vor, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider.

21.35 Uhr: US-Kreise: Weitere Gespräche mit dem Iran "in der Anbahnungsphase"

Die Planung weiterer Gespräche mit Teheran über eine Beendigung des Iran-Kriegs steckt nach Angaben aus US-Regierungskreisen noch in der Anbahnungsphase. Ein künftiges Treffen sei in der Diskussion, weitere Gespräche seien aber noch nicht terminiert, erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Dienstag aus informierten Kreisen.

21.11 Uhr: Bericht – Mehr als 20 Handelsschiffe passieren Straße von Hormus

Über 20 Handelsschiffe haben nach Informationen der Zeitung "Wall Street Journal" innerhalb von 24 Stunden die Straße von Hormus passiert. Das Blatt beruft sich auf US-Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor teilte das US-Zentralkommando mit, dass kein Schiff die US-Seeblockade der iranischen Häfen und Küstengebiete durchbrochen habe. Sechs Handelsschiffe seien den Anweisungen zur Umkehr gefolgt.

A father mourns next to the body of his three‑year‑old child, Yahya Al‑Malahi, who was killed in an Israeli strike, according to medics, in Gaza City, April 14, 2026.
Bildrechte: REUTERS/Dawoud Abu Alkas
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Bei israelischem Beschuss im Gazastreifen wurden laut Krankenhaus-Angaben fünf Menschen getötet, darunter zwei Kinder.

21.00 Uhr: Guterres fordert Zusammenarbeit von Israel und Libanon

UN-Generalsekretär António Guterres hat mit Blick auf die ersten diplomatischen Gespräche zwischen Israel und dem Libanon seit Jahrzehnten einen radikalen Wandel der Beziehungen der beiden Nachbarländer gefordert. "Die Wahrheit ist, dass die Hisbollah und Israel sich stets gegenseitig geholfen haben, die libanesische Regierung zu destabilisieren", sagte Guterres während eines Treffens der libanesischen Botschafterin in den USA mit dem israelischen Botschafter in Washington und US-Außenminister Marco Rubio.

Immer wenn Israel Teile des Libanons besetze, nutze die Hisbollah dies als Vorwand, ihre Entwaffnung abzulehnen und den bewaffneten Widerstand fortzusetzen. Israel wiederum nutze Raketenangriffe der Hisbollah als Vorwand, um auf libanesischem Territorium militärisch aktiv zu sein. "Daher ist es an der Zeit, dass Israel und der Libanon zusammenarbeiten".

20.38 Uhr: US-Armee-Bilanz im Iran-Krieg: 13 Tote, 399 Verletzte

Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran sind laut der offiziellen Militärstatistik bislang 399 US-Soldaten verletzt worden. Das teilte der Sprecher des für den Nahen Osten zuständigen U.S. Central Command, Captain Tim Hawkins, am Dienstag mit. Drei der Betroffenen seien schwer verletzt worden. Nach Angaben von Hawkins sind von den bislang 399 Verwundeten inzwischen 354 wieder im Dienst. Seit Beginn des Kriegs kamen zudem 13 US-Militärangehörige im Einsatz ums Leben.

18.00 Uhr / 18.50 Uhr: Über 10.000 Soldaten an US-Blockade iranischer Häfen beteiligt

An der Blockade iranischer Häfen sind nach Angaben des US-Militärs mehr als 10.000 Soldaten, über ein Dutzend Kriegsschiffe und Dutzende Flugzeuge beteiligt. "Die Blockade wird unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt, die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder verlassen, einschließlich aller iranischen Häfen am Arabischen Golf und am Golf von Oman", so das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom.

In den ersten 24 Stunden nach Inkrafttreten der von Donald Trump angeordneten Maßnahme habe kein Schiff die Blockade passiert, teilt das US-Zentralkommando mit. Sechs Handelsschiffe seien der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und in einen iranischen Hafen am Golf von Oman zurückgekehrt. Laut dem Schifffahrts-Analyseunternehmen Kpler passierten hingegen mindestens zwei aus iranischen Häfen kommende Schiffe die Meerenge: der unter liberianischer Flagge fahrende Frachter "Christianna", der Mais in einem iranischen Hafen gelöscht hatte, und ein zweites Schiff, der unter der Flagge der Komoren fahrende Methanol-Tanker "Elpis".

17.55 Uhr: Bessent hält wirtschaftliche Belastungen durch Iran-Krieg für vertretbar

US-Finanzminister Scott Bessent hält den Anstieg der Energiekosten weltweit durch den Iran-Krieg gemessen an dessen Zielsetzung für vertretbar. Ein wenig wirtschaftlicher Schmerz für einige Wochen sei es wert, das kaum kalkulierbare Risiko, dass der Iran sich nuklear bewaffne oder sogar eine Atomwaffe einsetze, auszuschalten, sagte er am Dienstag vor Journalisten.

Auf Fragen nach den Folgen stark steigender Spritpreise für Verbraucher erklärte Bessent, es gebe nichts Flüchtigeres als das, was derzeit zu beobachten sei. Der Konflikt werde enden, die Preise würden wieder sinken, und damit werde auch die Gesamtinflation zurückgehen. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag erklärt, die Öl- und Benzinpreise würden voraussichtlich bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November hoch bleiben.

In Deutschland sind die Zapfsäulen-Anzeigen zu Wochenbeginn erneut gestiegen. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 2,300 Euro und damit 0,7 Cent mehr als am Vortag, wie der ADAC am Dienstag mitteilte. Super E10 verteuerte sich demnach ebenfalls um 0,7 Cent, der Preis lag damit bei 2,107 Euro. 

17.38 Uhr: Trump - Gespräche mit dem Iran in kommenden zwei Tagen möglich

US-Präsident Donald Trump zufolge könnten Gespräche mit dem Iran in den kommenden zwei Tagen in Pakistan stattfinden. Das berichtet die Zeitung "New York Post".

Der Iran erwägt unterdessen einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, keine eigenen Handelsschiffe mehr die Straße von Hormus passieren zu lassen. So sollten mögliche Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges nicht gefährdet werden, meldet Bloomberg.

17.30 Uhr: Außenminister aus 17 Ländern rufen Israel und Libanon zu Einigung in Washington auf

Die Außenminister aus 17 Ländern haben Israel und den Libanon vor Gesprächen in Washington aufgerufen, "diese Möglichkeit zu nutzen". In einer Erklärung, die das britische Außenministerium am Dienstag veröffentlichte, hieß es: "Direkte Verhandlungen können den Weg zu dauerhafter Sicherheit für den Libanon und Israel sowie die Region ebnen."

In der Erklärung verurteilen die Außenminister auch "in den schärfsten Worten" die Angriffe der pro-iranischen Miliz Hisbollah auf Israel sowie die "massiven israelischen Luftangriffe auf den Libanon am 8. April, bei denen nach den jüngsten von den libanesischen Behörden veröffentlichten Informationen mehr als 350 Menschen getötet und über 1000 verletzt wurden".

Neben Großbritannien und Frankreich sind die weiteren Unterzeichnerstaaten Australien, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Malta, Norwegen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien und Zypern.

17.25 Uhr: Weiter heftige Kämpfe in libanesischem Grenzort

In der von Israels Armee umstellten südlibanesischen Ortschaft Bint Dschubail gibt es weiter heftige Kämpfe zwischen israelischen Soldaten und Kämpfern der Hisbollah-Miliz. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, es habe im Laufe des Tages wegen schweren Beschusses erhebliche Schäden gegeben. Nach Angaben der israelischen Armee wurden in der Nacht bei einem Angriff der Hisbollah in dem Grenzort Bint Dschubail zehn Soldaten teils schwer verletzt. Demnach eröffneten drei Mitglieder der vom Iran unterstützten Miliz das Feuer auf israelische Soldaten. Die Angreifer seien getötet worden. 

Aus Hisbollah-Kreisen hieß es, Kämpfer der Hisbollah hätten einen israelischen Panzer mit einer Selbstmordattacke angegriffen. Zuletzt habe es am Morgen Kontakt zu den eingeschlossenen Hisbollah-Mitgliedern gegeben, danach sei er abgerissen. In dem Ort sollen noch Dutzende Kämpfer eingeschlossen sein.

16.05 Uhr: Israelisch-libanesische Konsultationen vor dem Start

In Washington sind am heutigen Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon anberaumt - die ersten direkten Gespräche seit 1993. Kurz vor Beginn hat die israelische Regierung für Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen geworben. Das "Problem" sei nicht die libanesische Regierung, sondern die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz, sagte Israels Außenminister Gideon Saar am Dienstag.

Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, soll nun im US-Außenministerium mit der libanesischen Botschafterin Nada Hamadeh Moawad und dem US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, zusammenkommen. Als Vermittler ist US-Außenminister Marco Rubio vorgesehen.

Entscheidende Fortschritte werden bei den Verhandlungen allerdings nicht erwartet - sogar über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Der libanesische Präsident Joseph Aoun will, dass über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandelt wird - als Voraussetzung für umfassendere Verhandlungen zwischen den beiden Nachbarländern, die sich formell seit 1948 im Kriegszustand befinden und bisher keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Israel schließt eine Waffenruhe mit der Hisbollah aus und fordert zunächst eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz.

16.00 Uhr: Palästinenser: Trotz Waffenruhe wieder Tote in Gaza 

Auch ein halbes Jahr nach Beginn der Waffenruhe im Gaza-Krieg bleibt die Lage in dem weitgehend zerstörten Küstenstreifen angespannt. Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Auto der Hamas-Polizei sind in der Stadt Gaza palästinensischen Angaben zufolge vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern soll auch ein dreijähriges Kind sein, wie es aus medizinischen Kreisen vor Ort hieß. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorfall. 

Israel kontrolliert seit Beginn der Waffenruhe im Oktober 2025 eine Hälfte des Gazastreifens. Der Hamas gelang es seitdem, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Gebiet wieder weitgehend zu festigen. Die im US-Friedensplan vorgesehene Entwaffnung der Terrororganisation ist bisher nicht umgesetzt worden.

14.26 Uhr: USA und Iran vor neuen Verhandlungen

Die Verhandlungsteams der USA und des Irans könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Friedensgespräche nach Islamabad zurückkehren. Einem an den Gesprächen beteiligten Insider zufolge wurde Washington und Teheran nun ein Vorschlag zur erneuten Entsendung ihrer Delegationen unterbreitet. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, sagte ein ranghoher iranischer Insider am Dienstag. Die Delegationen hielten sich jedoch den Zeitraum von Freitag bis Sonntag offen. US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran habe am Montag Kontakt aufgenommen und wolle eine Einigung. Er werde jedoch keinem Abkommen zustimmen, das Teheran den Besitz von Atomwaffen erlaube.

13.46 Uhr: Außenminister - Israel will "Frieden und Normalisierung" mit Libanon

Die israelische Regierung strebt nach den Worten von Außenminister Gideon Saar nach Frieden und einer Normalisierung der Beziehungen zum Nachbarland Libanon. "Wir wollen Frieden und Normalisierung mit dem Staat Libanon erreichen", sagte Saar am Dienstag bei einer Pressekonferenz wenige Stunden vor dem geplanten Beginn von Gesprächen zwischen den Botschaftern beider Länder in Washington.Israel und der Libanon "haben keine größeren Streitigkeiten untereinander. Das Problem ist die Hisbollah", sagte der Außenminister mit Blick auf die pro-iranische Miliz im Libanon. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat die pro-iranische Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder verstärkt. Israel flog daraufhin massive Luftangriffe auf Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Die gegenseitigen Angriffe gingen trotz einer zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe weiter.

13.45 Uhr: Macron ruft USA und Iran zu Fortsetzung ihrer Gespräche auf

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die USA und den Iran dazu aufgerufen, ihre Gespräche zur Beendigung des Krieges fortzusetzen und jede Eskalation zu vermeiden. Er habe am Montag mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und US-Präsident Donald Trump gesprochen, schrieb Macron auf der Social-Media-Plattform X. Die Straße von Hormus müsse ohne Bedingungen und so schnell wie möglich wieder geöffnet werden. "Unter diesen Umständen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Akteure schnell wieder aufgenommen werden können", fügt Macron hinzu.

13.30 Uhr: Meloni setzt Abkommen mit Israel aus

Italien setzt die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus. Das habe die Regierung "angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten" entschieden, erklärt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Verona italienischen Nachrichtenagenturen zufolge. Details zu dem Abkommen nennt sie nicht.

13.27 Uhr: EU-Kommission warnt vor Kerosin-Engpässen "in naher Zukunft"

Die EU-Kommission hat angesichts der anhaltenden Blockade der Straße von Hormus vor Kerosin-Engpässen gewarnt. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf Treibstoffknappheit in der Europäischen Union, aber es könnte in naher Zukunft zu Engpässen kommen", sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag in Brüssel. Die Versorgung mit Kerosin sei dabei die "Hauptsorge". Nach den Worten der Sprecherin decken Raffinerien innerhalb der EU derzeit rund 70 Prozent des Kerosin-Verbrauchs. Für den Rest ist die EU von Importen abhängig.

12.29 Uhr: Paris und London planen Videokonferenz wegen Straße von Hormus am Freitag

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben für Freitag zu einer Videokonferenz eingeladen, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Teilnehmen sollten Staaten, "die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen", erklärte das französische Präsidialamt am Dienstag. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, "sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben". 

12.27 Uhr: Rotes Kreuz schickt rund 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Gestern seien die ersten fünf von insgesamt 14 entsandten IKRK-Lieferungen seit Kriegsbeginn angekommen, teilte die Hilfsorganisation mit.  Sie sollen ausreichen, um den Bedarf von rund 25.000 Menschen zu decken. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Decken, Küchensets, Hygienepakete und Solarlampen. Die erste Lieferung von fünf Lastwagen wurde in Teheran an die IRCS zur Weiterverteilung übergeben.

11.50 Uhr: Fehlender US-Wille verhinderte aus Irans Sicht eine Einigung in Islamabad

Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die "selbstgemachten Probleme" der USA in der Region nur verschärfen. Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt Peseschkian demnach weiter.

11.25 Uhr: Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro

Nach mehr als fünf Wochen Bombardierung schätzt die iranische Regierung die Kriegsschäden auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti in einem Interview.

Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können, sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende mit den USA gewesen.

10.53 Uhr: Laut IEA stärkster Einbruch der Ölnachfrage seit Corona-Pandemie

Die Nachfrage nach Rohöl könnte im zweiten Quartal des Jahres nach Schätzungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) den stärksten Einbruch seit der Corona-Pandemie 2020 verzeichnen. Die durch den Krieg im Nahen Osten ausgelösten Preissteigerungen führten dazu, dass viele Länder und Branchen ihren Energieverbrauch drosselten, heißt es in dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. "Die Nachfrage reduziert sich, so lange Knappheit und hohe Preise anhalten." Die IEA geht in ihrer Prognose davon aus, dass die Öllieferungen durch die Straße von Hormus im Mai wieder aufgenommen werden.

10.20 Uhr: Krieg trübt Ölmarkt-Ausblick - Angebot und Nachfrage sinken wohl 2026

Die Internationale Energieagentur (IEA) kassiert ihre Prognosen für ein Wachstum von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Ölmarkt im laufenden Jahr. Sie geht nun davon aus, dass beides gegenüber dem Niveau von 2025 sinken wird, da derKrieg im Nahen Osten die Öllieferungen beeinträchtigt und die Weltwirtschaft belastet. Die IEA rechnet nunmehr mit einem Rückgang der globalen Ölnachfrage um 80.000 Barrel pro Tag im Jahr 2026. Bislang war sie von einem Anstieg von 640.000 Barrel pro Tag ausgegangen. Die in Paris ansässige Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Rückgang des globalen Ölangebots um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Zuvor hatte sie mit einem Anstieg von 1,1 Millionen Barrel pro Tag gerechnet.

09.32 Uhr: China kritisiert USA wegen Blockade iranischer Häfen

China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als "gefährlich und unverantwortlich" kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus. China fordere alle Parteien auf, dieWaffenruhe zu achten, auf Dialog zu setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der Region zu unternehmen.

08.29 Uhr: Alabali Radovan - Waffenruhe muss auch im Libanon gelten

Reem Alabali Radovan, Entwicklungsministerin der SPD, hat zur Deeskalation im Nahen Osten aufgerufen. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk betonte sie, dass die Waffenruhe sowohl für den Libanon als auch für die Hisbollah und Israel gelten müsse. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon aufgenommen wurden. Zudem hob die Ministerin hervor, dass Deutschland bereits Hilfen für den Libanon zugesagt habe, um Flüchtlingen, die im Land vertrieben wurden, eine Perspektive vor Ort zu bieten. Gleichzeitig äußerte sie große Besorgnis über die aktuelle Situation.

08.24 Uhr: Vance - Papst soll sich auf moralische Fragen konzentrieren

US-Vizepräsident JD Vance hat Papst Leo XIV. geraten, sich aus der amerikanischen Politik herauszuhalten. In einem Interview mit Fox News erklärte Vance, dass es in manchen Fällen besser für den Vatikan wäre, sich auf moralische Themen zu konzentrieren. Die aktuellen Spannungen zwischen Präsident Trump und dem Papst seien aus seiner Sicht kein Grund zur Besorgnis, so der Republikaner, der selbst vor einigen Jahren zum Katholizismus konvertiert war.

Zu einem von Trump veröffentlichten Bild, das den US-Präsidenten als Heiland darstellte und später gelöscht wurde, sagte Vance, Trump habe dies vermutlich als Scherz gepostet und schnell bemerkt, dass viele Menschen seinen Humor nicht verstanden. Kritiker hatten dem Präsidenten daraufhin Blasphemie vorgeworfen.

Ergebnislose Verhandlungen in Islamabad

ARCHIV (12.04.2026): US-Vizepräsident JD Vance hält den Daumen nach oben als er aus dem Flugzeug in Islamabad aussteigt.
Bildrechte: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Jacquelyn Martin
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US-Vizepräsident JD Vance hält den Daumen nach oben als er aus dem Flugzeug in Islamabad aussteigt.

07.38 Uhr: Pakistan schlägt zweite Verhandlungsrunde in Islamabad vor

Pakistan hat eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad vorgeschlagen, die in den kommenden Tagen stattfinden soll, bevor die Waffenruhe am 22. April endet, wie zwei anonyme pakistanische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP mitteilten. Trotz des Scheiterns der ersten Runde am vergangenen Wochenende sei dies Teil eines fortlaufenden diplomatischen Prozesses. Aus US-Kreisen hieß es, dass neue Gespräche vor Ablauf der Waffenruhe erwogen werden, möglicherweise schon am Donnerstag. Ein Diplomat eines vermittelnden Landes bestätigte, dass sich beide Seiten bereits auf eine neue Runde geeinigt hätten.

07.21 Uhr: Lawrow zu Gesprächen über Iran-Krieg in China

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist am Dienstag zu Gesprächen in Peking eingetroffen, um unter anderem vor dem Hintergrund des Krieges in der Golfregion die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren. Bei seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt wurde zu seinem Empfang der rote Teppich ausgerollt, wie auf Bildern des russischen Außenministeriums zu sehen war.

In China wurden am Dienstag noch weitere Vertreter von Ländern begrüßt, die vom Iran-Krieg und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen sind, darunter der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al Nahyan. 

07.16 Uhr: Sanktionierte Tanker passiert Straße von Hormus trotz US-Blockade

Ein von den USA sanktionierter chinesischer Tanker hat laut Schiffsdaten trotz der US-Blockade die Straße von Hormus passiert. Nach Angaben der Anbieter LSEG, MarineTraffic und Kpler war es das erste Schiff, dem die Durchfahrt seit Beginn der Blockade am Montag gelang. Der Tanker, der etwa 250.000 Barrel Methanol geladen hatte, nahm diese in Hamrija, Vereinigte Arabische Emirate, an Bord. Das Schiff und seine Eignergesellschaft, Shanghai Xuanrun Shipping, stehen auf der US-Sanktionsliste wegen Geschäften mit dem Iran. Ein weiterer sanktionierter Tanker setzte ebenfalls Kurs auf die Meerenge, um im Irak Heizöl zu laden. Das Schiff hat bereits russisches und iranisches Öl transportiert. Die USA haben erklärt, den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus blockieren zu wollen, auch für Schiffe, die von Teheran geforderte Transitgebühren zahlen.

06.19 Uhr: US-Teilblockade der Straße von Hormus verletzt laut Teheran Souveränität des Iran

Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani bezeichnete die US-Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus als "schwere Verletzung" der Souveränität des Iran und des internationalen Seerechts. In einem Brief an UN-Generalsekretär António Guterres warnte er, dass die Blockade die regionale Instabilität verschärfe und eine ernsthafte Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit darstelle.

05.00 Uhr: Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon

Erstmals seit Jahrzehnten treten Vertreter des Libanon und Israels zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene in Washington zusammen. Die Verhandlungen folgen auf mehrere Wochen intensiver militärischer Auseinandersetzungen. Israel strebt ein langfristiges Friedensabkommen an und fordert die Entwaffnung der Hisbollah, was diese jedoch ablehnt. Die libanesische Seite fordert hingegen eine Waffenruhe sowie den Abzug israelischer Truppen. Ein weiteres Ziel ist die mögliche Normalisierung der bilateralen Beziehungen, auch im Hinblick auf eine Integration in die Abraham-Abkommen.

05.00 Uhr: Merz telefoniert mit Israels Ministerpräsidenten Netanjahu

Bundeskanzler Friedrich Merz hat vor einem Treffen von israelischen und libanesischen Vertretern mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu telefoniert. Merz ermutigte zu direkten Friedensgesprächen und forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe im Süden des Libanon. Er betonte, dass die Hisbollah ihre Waffen niederlegen müsse. Auch Außenminister Johann Wadephul setzte sich für Gespräche und eine Deeskalation der Situation ein, wobei er die Sicherheitsinteressen Israels sowie die Souveränität des Libanon hervorhob.

03.11 Uhr: Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat in einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die USA für das Scheitern der Friedensgespräche in Islamabad verantwortlich gemacht. Laut einem Bericht von PressTV verhinderten überzogene Forderungen und der "mangelnde politische Wille" hochrangiger US-Beamter eine Einigung.

02.01 Uhr: Vance - Haben in Iran-Gesprächen echte Fortschritte gemacht

US-Vizepräsident JD Vance hat erklärt, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zu echten Fortschritten geführt haben, betonte jedoch, dass nun der Iran am Zug sei. Trotz noch bestehender Differenzen sei vieles in die richtige Richtung gegangen, so Vance im Gespräch mit Fox News. Die Gespräche, die am Wochenende in Islamabad stattfanden, endeten jedoch ohne konkretes Ergebnis. Aus Sicht der USA stehen vor allem Fragen zur Anreicherung von Uran und dem hochangereicherten Uran im Fokus. Vance erklärte, dass der Iran sich bewegt habe, aber "nicht weit genug". Wann und ob es zu weiteren Verhandlungen kommen wird, ließ er offen.

01.26 Uhr: UN-Chef Guterres - Einigung im Iran-Krieg nicht über Nacht möglich

Nach dem gescheiterten Friedensgespräch zwischen Iran und den USA in Pakistan hat UN-Generalsekretär António Guterres zur Fortsetzung der Verhandlungen aufgerufen. Obwohl keine Einigung erzielt wurde, unterstrich Guterres, dass die Gespräche die "Ernsthaftigkeit des Engagements" verdeutlichten und einen wichtigen Schritt in Richtung eines neuen Dialogs darstellten. Laut einem Sprecher des UN-Chefs könne angesichts der tiefen Differenzen keine schnelle Lösung erwartet werden, doch es sei entscheidend, die Gespräche konstruktiv fortzusetzen. Guterres betonte zudem, dass die zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Schifffahrtsfreiheit, auch in der Straße von Hormus, gewahrt bleiben müsse, wo die USA kürzlich eine Seeblockade verhängt hatten.

Dienstag, 14. April 2026

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