Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg im Überblick:
- Merz will "in Ruhe" über möglichen Hormus-Einsatz beraten (17.30 Uhr)
- Erste Tanker passieren Straße von Hormus (14.15 Uhr)
- USA und Iran unterzeichnen Abkommen (01.45 Uhr)
- Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de
Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
23.30 Uhr: Republikaner kritisieren Milliarden-Fonds für den Iran
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen wächst die Kritik an einzelnen Vereinbarungen - auch aus den Reihen der Republikaner von US-Präsident Donald Trump. Gerügt wird unter anderem ein 300 Milliarden Dollar schwerer Wiederaufbaufonds zugunsten der Islamischen Republik, den die USA zusammen mit regionalen Partnern auf die Beine stellen wollen.
21.15 Uhr: Iran erlässt vorübergehend Gebühren für Straße von Hormus
Der Iran verzichtet nach einer Vereinbarung mit den USA für 60 Tage auf Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Dies teilt der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Landes staatlichen Medien zufolge mit. Eine neu geschaffene Behörde solle die Genehmigungen erteilen. Aus Sicherheitsgründen müssten sich Schiffe an die zugewiesenen Routen und Zeiten halten. Zudem sei im Rahmen der Vereinbarung die Räumung von Minen vorgesehen.
20.50 Uhr: Netanjahu schließt Truppenabzug aus dem Südlibanon aus
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenabzug aus dem Südlibanon bis auf weiteres ausgeschlossen. Netanjahu bezeichnete in einer Rede die von der Armee errichtete "Sicherheitszone" als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz im Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.
20.15 Uhr: Irans Oberster Führer Chamenei für direkte Gespräche mit den USA
Der Oberste iranische Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei hat direkten Gesprächen mit den USA zugestimmt. "Es liegt auf der Hand, dass die künftigen direkten Verhandlungen nicht bedeuten werden, die Meinung des Feindes zu akzeptieren", sagte Chamenei am Donnerstag.
20.14 Uhr: US-Militär hebt eigene Seeblockade auf
Die wochenlange US-Seeblockade iranischer Häfen ist nach Angaben des US-Militärs aufgehoben. Die Durchfahrt von Schiffen mit Start oder Ziel im Iran werde auf Anweisung von Präsident Donald Trump nicht mehr verhindert, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf X mit. "Sämtliche militärischen Maßnahmen der USA zur Durchsetzung der Blockade wurden eingestellt", heißt es weiter.
Hintergrund ist das mit dem Iran geschlossene Rahmenabkommen, das unter anderem eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus vorsieht, einer für den Handel zentralen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman
Zugleich betonte Centcom, dass die US-Streitkräfte weiterhin in der Region stationiert bleiben. Damit solle sichergestellt werden, "dass alle Aspekte des Abkommens eingehalten werden und uneingeschränkt gelten."
19.50 Uhr: Chamenei billigt Absichtserklärung mit den USA trotz Vorbehalten
Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Chamenei billigt eine von den Präsidenten des Iran und der USA unterzeichnete Absichtserklärung trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen von Präsident Massud Peseschkian und anderen hochrangigen Vertretern erhalten, dass die Rechte des Iran und die Interessen der "Widerstandsfront" gewahrt blieben, erklärt Chamenei. In einer schriftlichen Botschaft an die Nation heißt es, Peseschkian trage als Chef des Nationalen Sicherheitsrates die Verantwortung für den Schutz der iranischen Interessen. Der Präsident habe zugesichert, bei überzogenen Forderungen der Regierung in Washington nicht nachzugeben. Direkte Verhandlungen mit den USA bedeuteten zudem nicht, die Position des Feindes zu akzeptieren, erklärt Chamenei.
18.47 Uhr: US-Vizepräsident Vance warnt Israel vor Kritik an Iran-Abkommen
US-Vizepräsident JD Vance warnt Israel vor Kritik am vorläufigen Abkommen mit dem Iran. Er würde an Israels Stelle "vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich auf der ganzen Welt noch habe", sagt Vance in Washington. US-Präsident Donald Trump sei "das einzige Staatsoberhaupt auf der ganzen Welt, das dem Staat Israel in diesem Moment wohlgesonnen ist". Wer in Israel glaube, das größte Problem sei der US-Präsident, müsse "aufwachen und die Realität der Lage erkennen". Vance verweist zudem darauf, dass die USA den Großteil der israelischen Verteidigungswaffen finanzieren.
18.35 Uhr: USA - 60-Tage-Frist für Verhandlungen mit Iran hat begonnen
Die von den USA und dem Iran vereinbarte 60-tägige Frist für weitere Verhandlungen hat nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance an diesem Donnerstag offiziell begonnen. Der Stellvertreter von Präsident Donald Trump teilte dies vor Journalisten in Washington mit. In den Gesprächen soll es um die Zukunft der Straße von Hormus gehen. Die wichtige Versorgungsroute für Öl und Gas müsse mautfrei sein, bekräftigt Vance die US-Position. In einer vorläufigen Absichtserklärung hatten sich Trump und die iranische Führung darauf verständigt, die schwierigsten Fragen auf eine spätere Verhandlungsphase zu verschieben.
17.57 Uhr: Blockade beendet: USA lassen Schiffe in iranische Häfen fahren
Im Einklang mit der Rahmenvereinbarung mit dem Iran haben die USA ihre Blockade aufgehoben. Die US-Marine habe mehr als einem Dutzend Schiffen erlaubt, in iranische Häfen weiterzufahren, sagte US-Vizepräsident JD Vance im Weißen Haus. Die USA hielten sich damit an ihre Verpflichtungen. Mittwochnacht wurden laut Vance mehr als 12,5 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge transportiert.
Auch große Reedereien begannen wieder damit, ihre Schiffe durch die seit mehr als 110 Tagen vom Iran praktisch blockierte Straße von Hormus zu schicken. Tanker der Reedereien Grimaldi Group, Cosco, Knutsen und NYK hätten die Meerenge durchquert, sagte der Chefredakteur des Branchenmediums "Lloyd’s List", Richard Meade, auf einer Pressekonferenz.
17.54 Uhr: Netanjahu will israelische Truppen im Südlibanon belassen
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat betont, dass er Truppen seines Landes im Libanon belassen will. Israel müsse "eine Sicherheitszone im Südlibanon aufrechterhalten", sagte Netanjahu in einer ersten Stellungnahme seit der Unterzeichnung des Abkommens zwischen den USA und dem Iran. "Das erfordert, dass wir dort nicht abziehen, solange es die Sicherheitsbedürfnisse Israels verlangen", fügte er hinzu.
Zuvor hatte die Armeeführung sich entsprechend geäußert, auch Netanjahu hatte schon früher ähnliche Aussagen gemacht. Die schiitische Hisbollah hatte sich Anfang März, kurz nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran, an die Seite ihrer Schutzmacht Teheran gestellt und Israel attackiert. Israel reagierte mit heftigen Gegenschlägen und einer Bodenoffensive in den Südlibanon.
17.30 Uhr: Merz will "in Ruhe" über möglichen Hormus-Einsatz beraten
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran begrüßt. "Das ist ein großer Schritt nach vorn, dass dort die Waffen schweigen, dass auch die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet wird", sagte er in Brüssel. Man müsse "in Ruhe" über einen möglichen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung der Straße von Hormus beraten, so Merz. "Das erfordert eine klare Rechtsgrundlage, das erfordert ein Mandat des deutschen Bundestages", sagte Merz am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. "Ich habe immer gesagt, dass wir uns das vorstellen können", erklärte er.
Die Bundeswehr könne zum Beispiel Minenräumer schicken, um die Seestraße zu sichern. Voraussetzung für einen solchen Einsatz war für Deutschland wie für Frankreich und Großbritannien, dass die Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran beendet sind. Der Bundestag könnte sich bald mit einem Mandat für einen deutschen Einsatz befassen. Das Minenjagdboot "Fulda" und das Versorgungsschiff "Mosel" passierten am Donnerstag den Suezkanal, sie werden nach den Worten von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) "vorstationiert für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus".
17.23 Uhr: Trump lässt Wahlunterstützung für Netanjahu offen
US-Präsident Donald Trump lässt seine Unterstützung für den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der kommenden Parlamentswahl nach Angaben des israelischen Senders Kan noch offen. Demnach sagte Trump in einem Interview, er werde Netanjahu bei der Wahl wahrscheinlich unterstützen, aber müsse erst einmal abwarten, wer kandidiere. Er habe zwar ein gutes Verhältnis zu Netanjahu, aber dieser müsse vernünftiger handeln.
Bei der Wahl 2019 zeigte sich der israelische Ministerpräsident noch auf riesigen Bannern gemeinsam mit Trump, in jüngster Zeit äußerte dieser aber Kritik an Netanjahu. So bezeichnete er ihn als "sehr schwierigen Typen" und warf ihm fehlendes Urteilsvermögen vor. Ein Termin für die Wahl zur Knesset steht noch nicht fest. Das Gesetz schreibt eine Durchführung bis zum 27. Oktober 2026 vor.
17.18 Uhr: Merz - Teile Kallas-Wortwahl zu Israel nicht
Kanzler Friedrich Merz hat sich von der Wortwahl der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zu Israel distanziert. "Ich teile diese Wortwahl ausdrücklich nicht, und wir werden auch darüber zu sprechen haben", sagte Merz vor dem EU-Gipfel. Kallas soll Berichten zufolge bei einem Besuch in Mexiko Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben.
16.07 Uhr: Wirtschaftsministerium prüft längere Freigabe von Ölreserven
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) prüft eine Verlängerung der teilweisen Freigabe der nationalen Ölreserven über den Sommer hinaus. Die Regelung, mit der im März nach Beginn des Iran-Krieges die Bevorratungspflicht vorübergehend gesenkt wurde, läuft zum 31. August aus. "Ob es eine Verlängerung geben soll, dazu sind wir derzeit noch in Gesprächen", teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Physische Energieknappheiten gebe es in Deutschland derzeit aber nicht, man beobachte die Lage aber aufmerksam.
Das Ministerium hatte in der vergangenen Woche bereits erklärt, es sehe keine Notwendigkeit, weitere deutsche Ölreserven freizugeben. Die im Rahmen einer Aktion der Internationalen Energieagentur (IEA) bereitgestellten Mengen seien zwar "nahezu vollständig" vom Markt aufgenommen worden, sagte ein Sprecher. "Aber auch in einer Weise, die uns zeigt, dass für eine weitere Freigabe derzeit kein Bedarf besteht."
15.46 Uhr: Libanon meldet Tote bei israelischen Angriffen, Israel Armee will weiter im Land operieren
Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon sind nach dortigen Angaben mindestens drei Menschen getötet worden. In einem Ort südöstlich von Nabatija im Süden seien zwei Menschen bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden, berichtete die Staatsagentur NNA. Bei einem anderen Drohnenangriff im Süden habe es ein weiteres Todesopfer gegeben.Die Israelische Armee teilte mit, dass sie ungeachtet des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran weitere militärische Aktivitäten im Libanon durchführen werde. Sie veröffentlichte eine Karte mit der von ihr definierten "Sicherheitszone", die etwa zehn Kilometer weit auf libanesisches Gebiet reicht. Dort würden weiterhin Truppen eingesetzt, um "Bedrohungen zu beseitigen und die Verteidigung der nördlichen Bewohner Israels zu stärken", notfalls aber auch darüber hinaus.
15.05 Uhr: US-Spritpreis erstmals seit Monaten wieder unter vier Dollar
Die Hoffnung auf eine Normalisierung des Schiffsverkehrs durch die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormus hat den Benzinpreis in den USA erstmals seit Monaten wieder unter die Marke von vier Dollar gedrückt. Im Durchschnitt bezahlen Amerikaner derzeit pro Gallone (3,785 Liter) Benzin 3,99 US-Dollar (3,45 Euro), wie der Automobilverband AAA meldete. So wenig kostete der Kraftstoff in den Vereinigten Staaten zuletzt etwa Ende März.
Die infolge des Kriegs der USA gegen den Iran gestiegenen Preise lassen damit nun die vierte Woche infolge nach. Allerdings ist das Vorkriegsniveau noch lange nicht erreicht: Als der Iran-Krieg Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begann, lag der Wert im Schnitt noch bei 2,98 Dollar.
14.51 Uhr: Hegseth - Iran muss auf Atomwaffen verzichten - USA könnten sonst wieder zuschlagen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die Bereitschaft der USA unterstrichen, die Angriffe auf den Iran gegebenenfalls wieder aufzunehmen, falls das Land seine Verpflichtungen nicht einhält. "Das Kriegsministerium steht bereit", sagte Hegseth bei seiner Abreise vom Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Er forderte Teheran insbesondere auf, seine atomaren Ambitionen aufzugeben.
Der Iran müsse tun, "was er versprochen hat, nämlich auf Atomwaffen zu verzichten, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben, sein Kernmaterial abzugeben und seine Nuklearanlagen zu schließen", führte Hegseth aus. Tue Teheran dies nicht, drohten erneute Angriffe. "Wir würden dies zwar lieber vermeiden, sind aber darauf vorbereitet", sagte der Verteidigungsminister.
14.15 Uhr: Erste Tanker passieren Straße von Hormus
Nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens zwischen den USA und dem Iran haben die ersten Öltanker die Straße von Hormus passiert. Die Vereinbarung sieht die sofortige Öffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor. Drei unter saudi-arabischer Flagge fahrende Supertanker mit insgesamt sechs Millionen Barrel Rohöl passierten die Meerenge. Reedereien zufolge wird es jedoch noch einige Zeit dauern, bis der Schiffsverkehr das Vorkriegsniveau erreicht, da zunächst die Sicherheit gewährleistet und Minen geräumt werden müssen.
Dennoch zeigten sich unmittelbare Auswirkungen: Schiffe, die ihre Positionen zeitweise durch das Abschalten ihrer Transponder verborgen hatten, sendeten nun wieder Signale. Der Preis für die Rohölsorte Brent fiel nach LSEG-Daten um zwei Prozent auf unter 78 Dollar pro Barrel, den niedrigsten Stand seit Beginn der Kämpfe.
14.04 Uhr: Irans Präsident bezeichnet Rahmenabkommen als "historisch"
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs von einer "historischen" Vereinbarung gesprochen. "Dies ist ein historisches Dokument und eine Botschaft des mächtigen Iran: Der Frieden wird im Zeichen gegenseitigen Respekts erreicht", schrieb Peseschkian in den Online-Netzwerken und veröffentlichte dazu ein Bild des Dokuments, das seine Unterschrift und die von US-Präsident Donald Trump trug sowie die von Pakistans Regierungschef Shebaz Sharif als Vermittler.
Die USA und der Iran hatten sich nach zähen Verhandlungen auf das Rahmenabkommen verständigt, das ursprünglich am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden sollte. Überraschend unterschrieb US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung aber schon am Mittwochabend im Schloss Versailles bei Paris, der Iran bestätigte die separate Unterschrift von Präsident Peseschkian.
13.52 Uhr: "Kein Erfolg": Laschet hält Trumps Iran-Abkommen für unzureichend
Der Vorsitzendes Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet (CDU), hält das von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Iran-Abkommen für unzureichend. "Das, was auf dem Tisch liegt, ist kein zufriedenstellendes Abkommen", sagte Laschet bei Phoenix. Trump habe keines seiner Ziele erreicht.
"Der Regime-Change hat nicht stattgefunden, die ballistischen Raketen sind noch da, für das Atomprogramm gibt es keine zufriedenstellende Lösung", sagte Laschet: "Ich glaube, Iran wird uns noch lange beschäftigen. Das Abkommen ist kein Erfolg, weder für Präsident Trump noch für den Westen."
13.13 Uhr: Teheran - Raketenprogramm nicht Gegenstand der Verhandlungen mit den USA
Das iranische Raketenprogramm soll nach Aussage der Regierung in Teheran nicht Gegenstand der geplanten US-iranischen Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung sein. "Unsere Raketen mögen es überhaupt nicht, wenn irgendjemand über sie spricht", sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei im Staatsfernsehen seines Landes. "Die iranischen Raketen sind zum Abfeuern da, nicht für Verhandlungen."
Die iranischen Verteidigungskapazitäten würden "nicht in irgendeiner Weise, in irgendeinem Prozess oder mit irgendeiner Seite diskutiert werden", fügte Bakaei hinzu.
12.46 Uhr: Trump bezeichnet Kritiker von Rahmenabkommen mit Iran als "Dummköpfe"
US-Präsident Donald Trump hat kritische US-Medienberichte über das Rahmenabkommen mit dem Iran als völlig ungerechtfertigt zurückgewiesen. "Diese Dummköpfe, die finden, dass ich nicht hart genug mit dem Iran war", seien "entweder neidisch, unehrlich oder dumm", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Präsident verwies darauf, dass die Börse nach der Unterzeichnung "ein neues Rekordhoch erreicht" habe und die Ölpreise abstürzten.
Trump reagierte auf US-Presseberichte, in denen von zu großen Zugeständnissen Washingtons an Teheran die Rede ist. Selbst der Trump wohlgesonnene Nachrichtensender Fox News zitierte Kritiker, denen zufolge das Rahmenabkommen "große finanzielle Vorteile" für den Iran beinhaltet, ohne von Teheran die Beseitigung seines Atomprogramms zu verlangen. Obwohl die US-Regierung die Vereinbarung als Durchbruch darstelle, seien Kritiker der Ansicht, "dass die dem Iran angebotenen Zugeständnisse die im Gegenzug erzielten Verpflichtungen bei weitem überwiegen", berichtete Fox.
12.23 Uhr: Israelisches Militär trotz Abkommens im Südlibanon weiter im Einsatz
Das israelische Militär operiert eigenen Angaben zufolge in einer rund zehn Kilometer tiefen Sicherheitszone im Südlibanon. Dies geschieht trotz der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die eine sofortige Einstellung der Militäreinsätze im Libanon vorsieht. Der Einsatz sei durch operative Erfordernisse begründet, teilte die Armee mit. Die Truppen seien weiterhin in ihrem zugewiesenen Einsatzgebiet stationiert.
12.00 Uhr: Bundesbank sieht Ende der Flaute durch Iran-Krieg erst im Herbst
Die vom Iran-Krieg ausgebremste deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung der Bundesbank erst im Herbst wieder etwas wachsen. Insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung nach einer Flaute im Sommer im dritten Quartal 2026 wieder leicht um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zulegen, prognostiziert die Bundesbank in ihrem Monatsbericht Juni.
Die stärksten direkten Belastungen des Konflikts im Nahen Osten dürften nach Einschätzung der Bundesbank-Ökonomen dann nachlassen: Der Annahme zufolge werden die Energiepreise wieder sinken, Privathaushalte hätten damit real wieder mehr Einkommen zur Verfügung, was den Konsum ankurbeln könnte.
11.48 Uhr: IAEA-Chef - "Noch ein Stück Arbeit" bis zu finalem Iran-Pakt
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nimmt nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi an den Verhandlungen über ein endgültiges US-Iran-Abkommen teil. Wie Grossi in Genf erklärte, müsse nun unter anderem geklärt werden, welche Anlagen im Iran die UN-Atomexperten seiner Behörde besuchen und inspizieren werden.
"Es ist noch ein Stück Arbeit", sagte Grossi in einer Pressekonferenz in der Schweiz, wo nach der nun bereits erfolgten Unterzeichnung des Rahmenabkommens noch am Freitag weitere Gespräche beginnen könnten. Nun sei die Zeit gekommen, um mit Vertretern der Vereinigten Staaten und des Irans konkrete weitere Schritte zu formulieren. Über Details wollte er sich vor Beginn dieser technischen Verhandlungen nicht äußern.
11.34 Uhr: Staatsmedien - Ein Toter bei israelischem Angriff im Süden des Libanon
Bei einem israelischen Drohnenangriff im Süden des Libanon ist ein Mann getötet worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, eine "feindliche Drohne" habe in der Region Kfar Tebnit ein Auto attackiert. Ein Mensch sei dabei getötet worden und ein weiterer schwer verletzt. Der Angriff erfolgte nur wenige Stunden nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs durch die Präsidenten der USA und des Iran, das auch ein Ende der Angriffe im Libanon vorsieht.
11.04 Uhr: Reeder - Normaler Schiffsverkehr durch Straße von Hormus dürfte noch dauern
Der Verband Deutscher Reeder (VDR) erwartet nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs keine sofortige Rückkehr zum normalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Der Verband begrüßte die Unterzeichnung als "wichtigen ersten Schritt". Entscheidend werde nun sein, "dass Risiken für die Schifffahrt, insbesondere mögliche Minengefahren, in den kommenden Wochen beseitigt werden und die Sicherheit von Seeleuten und Schiffen dauerhaft gewährleistet ist", schränkte VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger ein.
Zudem könnten die zahlreichen, im Persischen Golf verbliebenen Handelsschiffe nicht alle gleichzeitig die Region verlassen, erklärte der Verband. Es brauche eine enge internationale Abstimmung, um die "schrittweise und sichere Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs" zu organisieren. "Eine sofortige Rückkehr zum regulären Betrieb ist derzeit nicht zu erwarten", fuhr der VDR fort. Dem Verband zufolge sitzen derzeit rund 45 Schiffe deutscher Unternehmen in der Region fest.
10.56 Uhr: Insider - Israel verhandelt mit USA über Verbleib von Truppen im Südlibanon
Wenige Stunden nach der Einigung auf eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Kriegs verhandelt Israel nach Aussagen von Insidern mit den USA über einen Verbleib seiner Truppen im Südlibanon. Das sagten zwei israelische Regierungsvertreter, darunter ein enger Vertrauter von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der Nachrichtenagentur Reuters. Israel führe "hartnäckige Verhandlungen" mit der Regierung in Washington, sagte der hochrangige Insider. Das Land werde von seiner Position nicht abrücken und wolle seine Soldaten in dem Gebiet südlich des Flusses Litani belassen. Von Netanjahus Büro war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.
10.51 Uhr: China begrüßt Abkommen zwischen USA und Iran
China hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Kriegs begrüßt. Die Unterzeichnung des Memorandums der ersten Phase sei "von positiver Bedeutung für die Entspannung der Lage und die Festigung der Waffenruhe", erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. China hoffe, dass alle beteiligten Parteien den Geist der Vereinbarung wahrten und ihre Zusagen einhielten. Probleme ließen sich nicht mit Waffengewalt lösen.
Zugleich rief Peking beide Seiten auf, die Verhandlungen der zweiten Phase mit einer "rationalen und pragmatischen Haltung" anzugehen. China werde weiterhin eine aktive und konstruktive Rolle spielen.
10.48 Uhr: Israel bricht Kontakt zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab
Der israelische Außenminister Gideon Saar bricht jeglichen Kontakt zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. Grund dafür seien jüngste Äußerungen, in denen Kallas Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben soll, sagte Saar.
10.39 Uhr: Nur noch drei Cent teurer - Diesel fast auf Vorkriegsniveau
Seit der Entspannung im Nahen Osten sinken die Spritpreise zügig und kommen dem Niveau vor Kriegsbeginn immer näher. Diesel kostete am Mittwoch im bundesweiten Tagesdurchschnitt nur noch drei Cent pro Liter mehr als am 27. Februar, dem letzten Tag vor Kriegsbeginn, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Super E10 war 6,2 Cent teurer.
Und erste Daten vom Donnerstagmorgen deuten auf ein weiteres Sinken der Preise hin. Um 8.45 Uhr war ein Liter Diesel laut ADAC um weitere 1,9 Cent billiger als zum gleichen Zeitpunkt am Vortag, E10 um einen Cent. Sollte der Trend anhalten, könnte Diesel damit bald unter das Preisniveau vor Kriegsbeginn fallen. Das liegt allerdings zu einem wichtigen Teil auch am Tankrabatt, der die Steuern pro Liter Sprit um 16,7 Cent senkt.
Zumindest der ADAC sieht aber Möglichkeiten für weitere Preissenkungen. "Es gibt weiterhin Potenzial für niedrigere Kraftstoffpreise", sagt ein Sprecher. Sowohl der Ölpreis als auch die Spritpreise lägen zurzeit in etwa auf dem Preisniveau von Anfang März, rechnet der Verkehrsclub vor. Damals sei der Tankrabatt aber nicht in Kraft gewesen. "Vor diesem Hintergrund zeigt sich sehr deutlich, wie groß das Potenzial für weiter sinkende Kraftstoffpreise ist."
09.41 Uhr: Ölpreis sinkt nach Friedensabkommen deutlich
Die Unterzeichnung des Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs hat zu Erleichterung an den Ölmärkten geführt. Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) gab deutlich um 3,4 Prozent auf 74,18 Dollar (64,43 Euro) nach. Die Nordseesorte Brent sank um 3,02 Prozent auf 77,15 Dollar je Barrel.
08.53 Uhr: Röwekamp - Noch viel Arbeit vor Iran-Mission der Bundeswehr
Nach dem Inkrafttreten eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran sieht der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses noch viel Arbeit vor einer möglichen Bundeswehr-Mission in der Straße von Hormus. "Es gibt keinen Einsatz in der Region, ohne dass die Rahmenbedingungen endgültig geklärt sind. Das kennen wir aus anderen internationalen Einsätzen", sagte Thomas Röwekamp (CDU) bei WELT TV. "Es ist ein komplexes militärisches Mandat mit unterschiedlichen Beiträgen unterschiedlicher Länder, die noch aufeinander abgestimmt werden müssen. Also liegt noch viel Arbeit vor uns, bevor eine solche Mission beginnen kann."
Es müsste etwa sichergestellt sein, dass die Kampfhandlungen eingestellt seien, denn Deutschland werde sich mit der Bundeswehr an keiner kriegerischen Auseinandersetzung beteiligen. Außerdem brauche es eine völkerrechtliche Grundlage. Der Iran müsse damit einverstanden sein, dass Deutschland an einem solchen Mandat teilnehme. Weiter sei eine klare Aufgabenverteilung und der Schutz der Soldatinnen und Soldaten wichtig
08.22 Uhr: Schweiz - Verhandlungen der USA und des Iran am Freitag geplant
Nach der Unterzeichnung des Rahmenabkommens sollen Vertreter der USA und des Iran am Freitag in der Schweiz zu ersten Gesprächen über noch offene Fragen zusammenkommen. Die Verhandlungen sollen im Bürgenstock-Resort oberhalb des Vierwaldstättersees stattfinden, wie das Schweizer Außenministerium mitteilte. Neben Vertretern aus Washington und Teheran werden zudem Gesandte der Vermittlerstaaten Pakistan und Katar sowie weiterer beteiligter Länder zu dem Treffen über die Umsetzung der Vereinbarung erwartet. Einzelheiten zum Zeitplan oder zum Ablauf der Gespräche lagen dem Ministerium zufolge zunächst nicht vor.
Im Audio: Iran zufrieden mit Rahmenabkommen
Iran zufrieden mit Rahmenabkommen
08.27 Uhr: Deutsche Schiffe bereit für Minenräumeinsatz
Die für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vorgesehenen Schiffe der Deutschen Marine sind unterwegs ins Rote Meer. Sie sollten dort für eine mögliche Mission in der Straße von Hormus vorstationiert werden, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius in Brüssel vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister.
"Während wir hier sprechen, fährt unser Minenjagdboot "Fulda" und der Tender "Mosel" durch den Suezkanal Richtung Rotes Meer", sagte Pistorius. "Wir wollen, wenn es gefordert ist und Realität wird, schnell handlungsfähig und vor allen Dingen schnell dann in der Straße von Hormus sein." Die beiden Schiffe würden für einen möglichen Einsatz von autonomen Systemen, Minentauchern und Schutzkräften begleitet. Ziel der Fahrt sei zunächst Dschibuti, sagte Pistorius. Dafür sei noch kein Mandat des Bundestages nötig. Die Fahrt sei über das deutsche Mandat für die EU-Marinemission Eunavfor Aspides gedeckt.
01.46 Uhr: USA und Iran unterzeichnen Abkommen digital
Die USA und der Iran haben ein Friedensabkommen digital unterzeichnet. Das bestätigten sowohl Vertreter der US-Regierung als auch das iranische Außenministerium. Laut Iran wird es deshalb keine Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geben. Trump hat die Vereinbarung demnach bei einem Dinner mit Frankreichs Präsident Macron in Versailles unterzeichnet. Den vollständigen Text hatten beide Seiten zuvor bereits an Journalisten weitergegeben. Er sieht ein Ende des Kriegs an allen Fronten vor, auch im Libanon. Der Iran öffnet demnach die Straße von Hormus, die USA heben ihre Seeblockade auf. Beim Atomprogramm bekräftigt Iran im Abkommen nur sein Versprechen, keine Atomwaffe anzustreben. Die USA sichern zu, dass Iran sein Öl ab sofort uneingeschränkt verkaufen darf.
Im Audio: USA und Iran unterzeichnen Abkommen
US-Präsident Trump unterzeichnete das Abkommen mit dem Iran digital auf Schloss Versailles.
00.02 Uhr: Wadephul erneuert deutsche Bereitschaft zur Minenräumung in Straße von Hormus
Bundesaußenminister Wadephul hat Deutschlands Bereitschaft zu einer Minenräumung in der Straße von Hormus bekräftigt. Der CDU-Politiker sagte der "Rheinischen Post", völkerrechtliche Basis könne eine UN-Resolution sein. Der Bundestag müsse einem möglichen Einsatz in der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman zustimmen. Durch die Straße von Hormus wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öl- und Flüssiggases transportiert. Seit Beginn des Krieges hat der Iran aber kaum noch Schiffe durchfahren lassen - und die Meerenge nach eigenen Angaben vermint.
Donnerstag, 18. Juni 2026
23.57 Uhr: US-Vertreter - Trump hat Friedensvereinbarung mit dem Iran unterzeichnet
US-Präsident Donald Trump hat die Friedensvereinbarung seines Landes mit dem Iran unterzeichnet. Ein US-Regierungsvertreter bestätigte am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP die Unterzeichnung. Das US-Portal "Axios" hatte zuvor berichtet, dass Trump während seines Diners mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Schloss Versailles eine Ausfertigung der Vereinbarung persönlich unterzeichnet habe.
23.20 Uhr: Neue Details zu Abkommen zwischen Iran und USA
Der Iran und die USA wollen die Kämpfe an allen Fronten beenden. Dies geht aus Einzelheiten einer Absichtserklärung hervor, die die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna veröffentlicht hat. Beide Länder wollen zudem die Seeblockaden in der Region aufheben. Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist für Freitag geplant. Kurz zuvor hatte ein US-Vertreter eine Kopie des Textes freigegeben.
Den Angaben zufolge verpflichten sich die USA, dem Iran Zugriff auf seine eingefrorenen Gelder zu gewähren und die Blockade iranischer Schiffe und Häfen zu beenden. Der Iran sichert im Gegenzug zu, den Schiffsverkehr wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen und keine Atomwaffen herzustellen oder zu erwerben.
21.00 Uhr: Trump stellt Aufhebung von Iran-Sanktionen in Aussicht
US-Präsident Donald Trump stellt eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran in Aussicht. Voraussetzung sei, dass sich die Führung in Teheran entsprechend verhalte, sagt Trump vor Journalisten. Sobald dies der Fall sei, werde man die Strafmaßnahmen aussetzen.
Zudem deutet er an, dass eingefrorene iranische Gelder zurückgegeben werden könnten. "Es ist ihr Geld, nicht unseres – wir haben es eingefroren", erklärt Trump. Zu einem bestimmten Zeitpunkt müsse man es wohl zurückgeben. Andernfalls würde niemand mehr in den Dollar investieren.
20.21 Uhr: Iran - Trump und Peseschkian könnten Abkommen unterzeichen
Das zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Rahmenabkommen für eine Beendigung des Krieges könnte nach Angaben des iranischen Außenministeriums vom iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und dessen US-Amtskollegen Donald Trump unterzeichnet werden. Diese Möglichkeit werde derzeit in Erwägung gezogen, wurde Außenamtssprecher Ismail Baghai am Mittwoch von iranischen Nachrichtenagenturen zitiert.
Bisher war davon ausgegangen worden, dass Trumps Vize JD Vance das Dokument am Freitag in der Schweiz für die USA unterzeichnen würde. Berichten zufolge soll aber auch eine vorgezogene elektronische Unterzeichnung im Raum stehen.
20.19 Uhr: Insider - USA und Iran können von Abkommen noch zurücktreten
Sowohl die USA als auch der Iran können Insiderangaben zufolge von der am Freitag geplanten Absichtserklärung noch zurücktreten. Bei den anstehenden Gesprächen in der Schweiz geht es demnach vor allem um die genaue Abfolge der in dem vorläufigen Entwurf vorgesehenen Schritte, wie es aus US-Regierungskreisen heißt. Das Treffen sei "kritisch", um die Absichtserklärung in ein umfassendes Abkommen zur Beendigung des Krieges zu überführen.
19.26 Uhr: US-Beamter bestätigt Wortlaut von Rahmenabkommen weitgehend
Vor der offiziellen Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran an diesem Freitag hat ein hochrangiger US-Regierungsbeamter den vorab von Medien verbreiteten Wortlaut des Dokuments weitgehend bestätigt. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Weißen Haus erfuhr, zielt das Abkommen auf die "sofortige und dauerhafte Beendigung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich im Libanon", ab. Nach der Unterzeichnung des Abkommens soll es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander geben.
19.10 Uhr: Trump betont gutes Verhältnis zu Netanjahu
US-Präsident Donald Trump hat trotz des Streits über die israelischen Angriffe im Libanon beteuert, ein sehr gutes Verhältnis zum israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu haben. "Bibi Netanjahu ist ein guter Mann, er ist nur manchmal etwas übereifrig", sagte Trump am Mittwoch zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Evian. "Wir haben eine unglaubliche Partnerschaft, er ist ein unglaublicher Regierungschef."
Es gebe lediglich einen "kleinen Streit" über die israelischen Angriffe im Libanon, sagte Trump. Israel könne bei seinem Vorgehen gegen die von Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz etwas zurückhaltender sein. Das harte Vorgehen Israels im Libanon gefährdet die Bemühungen Trumps, den Krieg gegen den Iran zu beenden.
Trump betonte, das am vergangenen Wochenende zwischen Washington und Teheran erzielte Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs werde "bald" unterzeichnet – womöglich am Donnerstag oder Freitag.
17.45 Uhr: Merz bei G7-Gipfel - Israel darf nicht zum Konflikttreiber werden
Kanzler Friedrich Merz äußert sich besorgt über eine mögliche weitere Eskalation des Konflikts zwischen Israel und dem Libanon – und ruft zur Mäßigung auf. "Wir haben Verständnis für das Sicherheitsinteresse Israels. Aber das darf nicht so weit gehen, dass ein ganzer Staat in der Nachbarschaft destabilisiert wird", sagte der CDU-Chef zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Évian der ARD.
Auf die Frage, ob er die Sorge habe, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Interesse daran habe, dass das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran nicht zustande komme, sagte Merz: "Die Sorge habe ich nicht." Der Kanzler fügte jedoch hinzu: "Israel darf nicht zum Konflikttreiber werden, sondern muss eine aktive Rolle einnehmen, den Konflikt jetzt zu beenden."
17.17 Uhr: Hamas-Gesundheitsministerium - Mehr als 1.000 Tote seit Waffenruhe im Gazastreifen
Seit Beginn der Waffenruhe im Gazastreifen im Oktober 2025 sind dort nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 1.000 Menschen durch israelischen Beschuss getötet worden. Das Ministerium, das in seiner Zählung nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheidet, berichtete am Mittwoch von mindestens 1.005 Toten. Die Zahlen, die das Gesundheitsministerium im Laufe des Krieges veröffentlicht hat, werden von der internationalen Gemeinschaft weithin als verlässlich angesehen.
16.32 Uhr: Trump weist Beteiligung an Milliardenfonds für Iran zurück
US-Präsident Donald Trump hat einer finanziellen Beteiligung der USA an dem geplanten milliardenschweren Fonds für den Wiederaufbau des Iran eine Absage erteilt. "Wir investieren nicht, wir stellen nicht einmal zehn Cent bereit", sagte Trump am Mittwoch am Rande des G7-Gipfels in Frankreich.
Eine mit der Angelegenheit vertraute Person hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass im Rahmen eines geplanten Abkommens zwischen den USA und dem Iran ein privater Investitionsfonds von 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau des Landes vorgesehen sei. Mehr als die Hälfte dieser Summe sei zugesagt, hieß es. Der Fonds solle beiden Seiten einen wirtschaftlichen Anreiz bieten, ein endgültiges Abkommen zu schließen.
15.56 Uhr: Vier Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon (Aktualisierung)
Trotz eines Rahmenabkommens der USA und des Irans über ein Kriegsende an allen Fronten läuft der Krieg im Libanon weiter. Dabei wurden bei einem israelischen Luftangriff im Raum der Stadt Nabatija am Dienstag mindestens vier Menschen getötet, wie die Staatsagentur NNA berichtete. Einige örtliche Medien berichteten von mindestens sechs Todesopfern.
Im Raum der Küstenstadt Tyrus habe es auch am Mittwoch erneut israelische Drohnenangriffe mit Verletzten gegeben, berichtete NNA. Zudem habe Israel mit Kampfflugzeugen und Artillerie das umkämpfte Gebiet um Nabatija angegriffen. Aus Sicherheitskreisen im Libanon hieß es, israelische Truppen rückten mit Panzern nahe der Stadt Bint Dschubail im Süden vor. NNA berichtete ebenfalls von zwei Panzern, einem Bulldozer und mehreren Militärfahrzeugen von Israels Armee in dem Gebiet. Israels Armee teilte am Dienstagabend mit, sie habe Ziele der Hisbollah-Miliz im südlichen Libanon angegriffen.
14.50 Uhr: Wadephul – Voraussetzungen für Hormus-Einsatz noch nicht gegeben
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht die Voraussetzungen für eine Beteiligung Deutschlands an der Sicherung der Straße von Hormus noch nicht für gegeben. Bevor die Bundesregierung ein Mandat für einen solchen Einsatz formulieren könne, müsse man mehr Klarheit haben, sagt Wadephul in Berlin.
Er wolle nicht nur aus Pressemitteilungen erfahren, welche Inhalte die 14 Punkte der ausgehandelten Rahmenvereinbarung zwischen den USA und dem Iran habe. "Ich möchte wissen, was der Inhalt ist", fordert Wadephul. "Deutschland muss wissen, ob eine derartige Mission dort in diesem Seegebiet möglich ist, das heißt, dass die Anrainerstaaten dazu ihr Einverständnis geben." Dazu gebe es bislang "mindestens Unklarheit", und von iranischer Seite sogar ablehnende Worte.
13.46 Uhr: Merz peilt Bundeswehr-Mandat vor Sommerpause an
Kanzler Friedrich Merz sieht keinen Zeitdruck beim Bundestagsmandat für einen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus. "Wenn es dort zu einer Feuerpause oder besser noch zu einem Waffenstillstand kommt, dann sind wir bereit, das auch militärisch abzusichern", sagt er am Rande des G7-Gipfels in Evian. Es gebe aber eine ganze Reihe von Voraussetzungen, die noch nicht erfüllt seien, "und deswegen gibt es da auch keine unmittelbare Eile", betont Merz.
Wenn es eine entsprechende Beschlussfassung in der Bundesregierung gebe, werde man wahrscheinlich "eher in die letzte (Bundestags-)Sitzungswoche vor der Sommerpause gehen als in die nächste". Insofern gebe es im Augenblick keinen Zeitdruck. Die letzte Sitzungswoche des Bundestags vor der Sommerpause ist vom 6. bis 10. Juli angesetzt.
13.36 Uhr: Israelische Siedler greifen zwei Moscheen im Westjordanland an
Israelische Siedler haben im Westjordanland laut palästinensischen Angaben zwei Moscheen angegriffen und teilweise in Brand gesetzt. Der Bürgermeister des Dorfes Dschildschilija, Osama Abdullah, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, die Siedler hätten in der Nacht Feuer im Waschraum der Moschee gelegt, das Gotteshaus selbst beschädigt und feindliche Slogans auf die Wände geschmiert. Der palästinensische Zivilschutz konnte den Brand nach eigenen Angaben mit Hilfe von Dorfbewohnern löschen.
AFP-Journalisten sahen vor Ort Brandspuren und Spuren von Vandalismus. Außerdem waren auf Hebräisch Worte wie "Rache", "Die Nacht der Moscheen" und "Grüße von der Hügeljugend" auf die Wände geschrieben worden. Die Hügeljugend ist eine Bewegung extremistischer jüdischer Siedler.
13.34 Uhr: Trump droht Iran vor Unterzeichnung von Abkommen
Zwei Tage vor einer geplanten Unterzeichnung des Iran-Rahmenabkommens hat US-Präsident Donald Trump dem Land erneut gedroht. "Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir direkt wieder damit beginnen, Bomben mitten auf ihre Köpfe zu werfen", sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Genfersee. Trump hatte in den vergangenen Wochen ähnlich gedroht.
In der Schweiz soll am Freitag das bereits digital unterschriebene Abkommen bei einem direkten Treffen der Parteien bei einer Zeremonie unterzeichnet werden. Es wird bislang nicht damit gerechnet, dass Trump dabei sein wird, er will seinen Vize JD Vance schicken.
12.00 Uhr: Vier Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon
Trotz einer Vereinbarung der USA und des Irans über ein Kriegsende an allen Fronten läuft der Krieg im Libanon weiter. Dabei wurden bei einem israelischen Luftangriff im Raum der Stadt Nabatija am Dienstag mindestens vier Menschen getötet, wie die Staatsagentur NNA berichtete. Einige örtliche Medien berichteten von mindestens sechs Todesopfern. Auch am Morgen berichtete NNA von Angriffen Israels mit Kampfflugzeugen und Artillerie in dem umkämpften Gebiet um Nabatija.
11.37 Uhr: Papst dankbar für Vereinbarung zu Iran-Krieg
Papst Leo XIV. hat die für Freitag avisierte Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Iran und den USA für ein Ende des Krieges begrüßt. "Das ist ein ermutigendes Ergebnis von Dialog und Verhandlungen", sagte er am Mittwoch auf dem Petersplatz. Er dankte den Ländern, die sich für die Begegnung der Streitparteien engagiert und damit diese Vereinbarung ermöglicht hätten.
"Ich hoffe, dass sie dazu beiträgt, das gegenseitige Vertrauen, die Sicherheit und die Stabilität im Nahen Osten zu stärken", sagte er bei der Generalaudienz vor Tausenden Menschen. "Und ich hoffe, dass dadurch auch Dialog und Kooperation zwischen den Völkern weiter gestärkt werden."
11.31 Uhr: Ölvorräte in OECD-Ländern wegen Iran-Kriegs auf niedrigstem Stand seit 1990
Der Iran-Krieg hat sich erheblich auf die Ölvorräte, vor allem der Industriestaaten, ausgewirkt. "Trotz des deutlichen Rückgangs der Ölnachfrage (...) schrumpfen die Vorräte weiterhin in Rekordtempo", teilte die IEA in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Monatsbericht mit. Demnach fielen die Ölreserven in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Mai auf den niedrigsten Stand seit 1990.
10.05 Uhr: Ministerin Reiche – Ende des Iran-Krieges könnte Inflationsauftrieb dämpfen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) rechnet nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA für ein Kriegsende mit einer spürbaren Entlastung für die deutsche Wirtschaft. Die bereits fallenden Energiepreise würden die Verbraucherpreise senken und damit die Inflation dämpfen, sagte Reiche am Mittwoch in Berlin. Die hohe Teuerung sei der Faktor gewesen, "der uns ein mögliches Wirtschaftswachstum sehr schwer gemacht hätte". Sie äußerte sich zuversichtlich, dass sich die Lieferketten schnell wieder entspannen würden. Dies gelte nicht nur für Öl und Gas, sondern auch für Chemieprodukte und Aluminium. Ihr Ministerium habe aber keine neuen Zahlen, was das jetzt für das Wirtschaftswachstum in Deutschland bedeute.
08.50 Uhr: Israel fliegt mehrere Luftangriffe im Süden des Libanon
Israels Armee hat libanesischen Staatsmedien zufolge am Mittwoch Luftangriffe auf mehrere Gebiete im Süden des Libanon geflogen. Wie die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete, zielten die Angriffe auf die Region Nabatije al-Fauka und die östlichen Ausläufer der nahe gelegenen Stadt Kfar Tebnit. NNA meldete zudem einen israelischen Drohnenangriff in der Stadt Ansarijeh in der Region Sahrani. Israels Armee äußerte sich dazu nicht.
08.22 Uhr: G7 wollen bei Umsetzung von USA-Iran-Deal helfen
Die G7-Staaten haben das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Kriegsende begrüßt. Sie seien bereit, zu dessen Umsetzung beizutragen, teilen die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden westlichen Industrienationen in einer gemeinsamen Erklärung bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Evian mit. Um die Energiesicherheit zu gewährleisten, wollen die G7-Länder zudem ihre Lieferwege diversifizieren, die Abhängigkeit von der Straße von Hormus verringern und ihre Energievorräte aufstocken.
04.58 Uhr: Tracking-Website – Iranische Öl-Exporte per Schiff wieder angelaufen
Nach der Vereinbarung mit den USA zur Beendigung des Iran-Kriegs ist der Export iranischen Erdöls per Schiff wieder angelaufen. Mehrere iranische Öltanker verließen das bislang von der US-Marine blockierte Seegebiet, teilte am Mittwoch die Website "TankerTrackers" mit, die über den Transport und die Lagerung von Erdöl informiert. Dies seien Irans "erste Rohölexporte seit zwei Monaten".
Zunächst erklärte "TankerTrackers" unter Berufung auf Ortungsdaten und Satellitenbilder im Onlinedienst X, dass die beiden iranischen Supertanker "Diona" und "Hero2" das bisherige Blockadegebiet verlassen hätten. An Bord seien insgesamt 3,8 Millionen Barrel (604 Millionen Liter) iranisches Erdöl gewesen. Später meldete die Website die Durchfahrt eines dritten iranischen Tankers mit einer Million Barrel Öl.
03.08 Uhr: Trump kritisiert israelisches Vorgehen im Libanon
US-Präsident Donald Trump hat auf dem G7-Gipfel in Frankreich ungewöhnlich offene Kritik am militärischen Vorgehen Israels gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon geübt. "Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht", sagt Trump. In diesen Gebäuden seien viele Menschen, von denen nicht alle zur Hisbollah gehörten.
01.46 Uhr: G7 – Iran-Deal bietet "historische Chance"
Die G7-Staaten sehen in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran eine "historische Chance", Teheran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern. Der von US-Präsident Donald Trump erzielte Deal, der am Freitag von beiden Kriegsparteien unterzeichnet werden soll, könne "Frieden und Sicherheit für alle in der Region bringen", heißt es in einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen im französischen Évian. "Wir unterstützen die Umsetzung des Abkommens und sind bereit, dazu beizutragen", heißt es in der Erklärung der G7 weiter.
In Bezug auf die Straße von Hormus bekräftigten die G7-Staaten, dass "das Recht auf ungehinderte und gebührenfreie Durchfahrt die Grundlage des internationalen Handels bildet". Es seien nun Verhandlungen mit dem Ziel eines "umfassenden und weitreichenden" Folgeabkommens nötig, um "die von Iran in der Region und darüber hinaus ausgehenden Bedrohungen" anzugehen und "sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atomwaffe erlangt", heißt es weiter.
Mittwoch, 17. Juni 2026
22.31 Uhr: Papst begrüßt Friedensvereinbarung zwischen USA und Iran
Papst Leo XIV. hat die bevorstehende Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran begrüßt. In Castel Gandolfo sagte er am Dienstagabend vor Journalisten: "Gottseidank gibt es wenigstens dieses Übereinkommen, das sie offenbar am Freitag unterzeichnen werden. Auch wenn es noch einige Punkte zu klären gibt: Es ist immer besser, im Dialog zu sein und zu verhandeln und nicht wieder Krieg zu führen."
21.31 Uhr: Irans Armee droht nach israelischen Angriffen im Libanon mit "harter Reaktion"
Die iranische Armee hat nach Israels Angriffen im Süden des Libanon mit mindestens vier Toten mit einer "harte Reaktion" gedroht. Wenn die israelische Armee "ihre Aggression im Süden des Libanon nicht einstellt, muss sie mit einer harten Reaktion der mächtigen Streitkräfte der Islamischen Republik Iran rechnen", hieß es in einer am Dienstag im Fernsehen ausgestrahlten Erklärung des Zentralkommandos der Armee. Die iranische Armee warf Israel vor, bereits "84 Mal" gegen die Waffenruhe im Libanon verstoßen zu haben.
21.06 Uhr: Irans Präsident – Diplomatische Chance nicht verstreichen lassen
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat das Rahmenabkommen mit den USA, das am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden soll, als einen diplomatischen Sieg für sein Land bezeichnet. "Dementsprechend sollte man diese Chance, die das Land aus der aktuellen Lage herausführen könnte, nicht ungenutzt verstreichen lassen", sagte Peseschkian laut der Nachrichtenagentur Isna. Solche Gelegenheiten seien begrenzt und würden sich nicht jederzeit erneut bieten, so der Präsident.
Der als moderat geltende Peseschkian hat sich stets für diplomatische Optionen stark gemacht. Er unterstützte das Vermittlerteam um Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi kontinuierlich. Peseschkian hofft, mit dem Rahmenabkommen viele Probleme im Land lösen und eine neue Ära einleiten zu können.
18.21 Uhr: US-Friedensabkommen erlaubt Iran sofortigen Ölverkauf
Die USA erlauben dem Iran einem Medienbericht zufolge den sofortigen Verkauf von Öl und Kraftstoffen im Rahmen ihrer Grundsatzeinigung zur Beendigung des Krieges. Die Aussetzung der Sanktionen trete in Kraft, sobald das Abkommen in dieser Woche unterzeichnet werde, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Die Regelung umfasst demnach auch Dienstleistungen in den Bereichen Banken, Transport und Versicherungen, um die Geschäfte zu erleichtern.
18.00 Uhr: Libanon – Mindestens vier Tote bei israelischen Drohnenangriffen
Bei israelischen Drohnenangriffen im Süden des Libanon sind örtlichen Angaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. Drei Fahrzeuge seien ins Visier genommen worden, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. In dem Dorf Majfadun seien zwei Menschen bei einem Doppelangriff ums Leben gekommen: Zunächst habe eine Drohne ein Auto getroffen, woraufhin sich Menschen am Ort des Geschehens versammelten. Danach erfolgte ein zweiter Angriff. Zwei weitere Menschen seien bei einem Drohnenangriff auf die Ortschaft Schukin gestorben.
17.05 Uhr: Iran macht laut Hisbollah Zusagen zu Israel-Abzug
Die Hisbollah-Miliz hat vom Iran nach eigener Darstellung Zusagen erhalten mit Blick auf einen Abzug der israelischen Armee aus dem Libanon. Der Iran habe der Hisbollah "sehr klar" zugesichert, dass man ein Abkommen mit den USA nur unterzeichne, wenn dieses einen Abzug Israels aus dem Libanon enthalte. Das sagte ein ranghoher Funktionär der Hisbollah der Deutschen Presse-Agentur. Die Frage sei eine der "obersten Prioritäten" für den Iran – dem wichtigsten Unterstützer der Hisbollah.
15.46 Uhr: USA-Iran-Rahmenabkommen wird Freitag nahe Luzern unterzeichnet
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran soll nun in einem Luxushotel am Vierwaldstättersee nahe Luzern unterzeichnet werden. Das Schweizer Außenministerium bestätigte der dpa, dass dafür das Hotel auf dem Bürgenstock vorgesehen ist. Dort fand 2024 eine Ukraine-Konferenz statt. Zuerst hatten Schweizer Medien über den Ort für die Unterzeichnung berichtet. Der Vermittler Pakistan hatte als Ort dafür bislang Genf genannt. Die USA und der Iran hatten sich auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs geeinigt und nach US-Angaben bereits digital unterzeichnet. Eine weitere Verhandlungsrunde soll nach iranischen Angaben direkt nach Unterzeichnung am Freitag beginnen.
15.05 Uhr: Ölpreis fällt erstmals seit Anfang März unter 80 Dollar pro Barrel Brent
Nach einer Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Kriegsende sind die Ölpreise auf ein Dreimonatstief gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel am Dienstag auf 79,99 Dollar (68,97 Euro). Dieser Preis war zuletzt Anfang März aufgerufen worden. Die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sank auf 77,61 Dollar.
14.50 Uhr: Hisbollah - Kein Atomabkommen ohne Israels Abzug aus Libanon
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz knüpft ein künftiges Atomabkommen zwischen der Islamischen Republik und den USA an einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon. Es werde kein Atomabkommen geben, wenn sich die israelischen Soldaten nicht aus dem Libanon zurückzögen, teilt das Medienbüro der Hisbollah der Nachrichtenagentur Reuters mit. Die Miliz habe von ihrem Verbündeten Iran die Zusage erhalten, dass Teheran in der nächsten Phase der Verhandlungen mit den USA einen Abzug Israels fordern werde. Dieser solle das Ergebnis und keine Vorbedingung für die Fortsetzung der Gespräche nach der für Freitag geplanten Unterzeichnung einer Absichtserklärung sein.
14.25 Uhr: Trump - Iran-Abkommen schließt Atomwaffen aus
In der Absichtserklärung mit dem Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump klar festgelegt, dass die Islamische Republik keine Atomwaffe erhalten wird. Dies stehe eindeutig in dem Dokument, sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich vor Journalisten.
13.17 Uhr: Iranische Schiffe nehmen Kurs auf heimische Häfen
Ungeachtet einer Seeblockade durch die USA nehmen einem Medienbericht zufolge drei iranische Tanker und zwei Frachtschiffe Kurs auf den Iran. Die Schiffe mit lebenswichtigen Gütern an Bord seien vom Indischen Ozean aus auf dem Weg zu Häfen im Süden des Landes, berichtet das iranische Staatsfernsehen. Das US-Militär hatte am Montag in einem Sicherheitshinweis mitgeteilt, dass eine Blockade der iranischen Häfen noch bis Freitag in Kraft bleibe.
13.02 Uhr: Wieder zwei Hinrichtungen nach Protesten im Iran
Im Iran sind am Morgen wieder zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten im Januar hingerichtet worden. Ihnen wurde zur Last gelegt, an bewaffneten Aufständen in der Stadt Schahrud im Nordosten des Landes beteiligt gewesen zu sein, berichtete das mit der Justiz verbundene Portal "Misan".
12.00 Uhr: Trump kritisiert israelische Angriffe auf Beirut und mahnt Netanjahu
US-Präsident Donald Trump kritisiert die israelischen Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut. Er habe Israel deutlich gemacht, dass ihm das nicht gefallen habe, sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu müsse im Hinblick auf den Libanon verantwortungsvoller agieren. Wenn Israel seine Aufgaben nicht erledigen könne, ohne alle anderen zu töten, solle Syrien sich um die Hisbollah-Miliz kümmern, erklärt Trump weiter. Dies habe er Israel vorgeschlagen. Auf die Frage, ob er von Netanjahu frustriert sei, entgegnet Trump: "Nein, wir haben eine großartige Beziehung." Dem Iran bescheinigt der US-Präsident inzwischen eine "rationale Führung".
11.45 Uhr: Trump - Iranabkommen geht in zweite Phase
Das Abkommen mit dem Iran geht nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in eine zweite Phase. Die USA würden jedoch kein Geld im Iran investieren, sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich vor Journalisten. "Wir haben unsere Vereinbarung mit dem Iran getroffen, und sie sollte erfolgreich sein", erklärt er. Die zweite Phase werde seiner Ansicht nach einfacher werden. Zugleich betont der US-Präsident, der Iran werde niemals über eine Atombombe verfügen.
10.26 Uhr: Spritpreise nähern sich dem Vorkriegsniveau
Die Spritpreise sinken nach der Einigung zum Iran-Krieg und nähern sich langsam wieder den Werten vor Kriegsbeginn an. Am Montag kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,816 Euro, wie der ADAC mitteilt. Das waren zwar nur 1,3 Cent weniger als am Vortag, es war aber bereits der siebte Tag mit Rückgängen in Folge. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich um 0,9 Cent auf 1,868 Euro. Damit war Diesel am Montag nur noch 7 Cent pro Liter teurer als am letzten Tag vor Kriegsbeginn, E10 um 9 Cent. Auf eine Tankfüllung von 50 Litern sind das 3,50 beziehungsweise 4,50 Euro. In der Spitze hatte Diesel sich in der Krise um mehr als 70 Cent pro Liter verteuert, E10 um mehr als 40 Cent.
10.00 Uhr: Iran – Sprechen ab Freitag mit USA über endgültige Vereinbarung
Der Iran und die USA nehmen nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi am Freitag in der Schweiz eine neue Verhandlungsrunde auf. Ziel sei es, nach dem offiziellen Inkrafttreten eines Interimsabkommens eine endgültige Einigung zu erzielen, sagt Aragtschi. Der Minister warnt zudem, dass jeder israelische Angriff auf den Libanon oder eine anhaltende militärische Präsenz auf libanesischem Gebiet von nun an einen Verstoß gegen die Rahmenvereinbarung mit den USA darstelle. "Aus unserer Sicht sind die beiden Parteien dieses Memorandums die USA und Israel auf der einen Seite sowie der Iran und die Hisbollah auf der anderen Seite."
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Montag erklärt, Truppen seines Landes würden vorerst und so lange wie nötig in der "Sicherheitszone" im Libanon bleiben. Israel geht im Libanon gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz vor.
05.20 Uhr: Wadephul fordert klare Voraussetzungen für Bundeswehr-Einsatz in Straße von Hormus
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat klare Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an einer Militärmission zur Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gefordert. "Wir müssen jetzt erst einmal wissen: Ist wirklich klar, es gibt keine Kampfhandlungen?", sagte Wadephul am Montagabend im ZDF "heute journal". "Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen mir noch die Voraussetzungen", fügte er hinzu.
Wadephul betonte zugleich, "natürlich muss die Meerenge frei werden". Deutschland habe "prinzipiell" seine Bereitschaft erklärt, sich an der Minenräumung zu beteiligen. Derzeit seien jedoch noch zu viele Fragen offen. "So weit sind wir noch nicht", sagte der Bundesaußenminister mit Blick auf ein Bundeswehr-Mandat.
03.35 Uhr: Trump veröffentlicht Abkommen mit Iran womöglich vor Freitag
US-Präsident Donald Trump veröffentlicht das Abkommen mit dem Iran nach Angaben seines Vizepräsidenten JD Vance womöglich noch vor Freitag. Dies sagt Vance dem Sender Fox News. Die Vereinbarung sei bereits elektronisch unterzeichnet worden. Die persönliche Vertragsunterzeichnung werde für Freitag erwartet.
01.56 Uhr: USA-Iran-Abkommen – Hamas hofft auf "positive Auswirkungen" im Gazastreifen
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen für eine Friedenslösung begrüßt. Die Hamas gratulierte ihrem iranischen Verbündeten in einer Erklärung am Montag zu dessen "Standhaftigkeit" angesichts von "Druck und Herausforderungen". Die Palästinenserorganisation äußerte zudem die Hoffnung, dass das Abkommen "positive Auswirkungen" auf "das sofortige Ende der Aggression" Israels im Gazastreifen, im Libanon und "an allen anderen Fronten" haben werde.
01.31 Uhr: Teheran – Mehrere iranische Schiffe passieren US-Blockade
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran haben die ersten iranischen Schiffe nach Angaben staatlicher Medien das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe hätten die Zone am Montagabend ohne Zwischenfälle passiert, berichtete unter anderem der iranische Sender Press TV unter Berufung auf gut informierte Kreise.
01.15 Uhr: Vance – Atominspekteure werden in den Iran zurückkehren
Internationale Atominspekteure werden nach Angaben von US-Vizepräsident Vance im Rahmen des Abkommens zur Beendigung des Krieges in den Iran zurückkehren. Dies werde "absolut" der Fall sein, sagt Vance dem Sender NBC News in einem Interview. Ein Kernbestandteil der Vereinbarung sei, dass die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und die USA dem Land dabei helfen würden, seine Bestände an hochangereichertem Uran zu vernichten. Dies sei in einer bereits vereinbarten Absichtserklärung zwischen Washington und Teheran klar festgeschrieben, erklärt er weiter.
00.21 Uhr: Libanons Präsident begrüßt USA-Iran-Abkommen in Telefonat mit Irans Außenminister
Der libanesische Präsident Joseph Aoun hat in einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges in der Golfregion begrüßt. Aoun habe die Hoffnung geäußert, dass das Abkommen "ein positiver Schritt zur Entspannung der Lage und zur Erschließung diplomatischer Lösungen" sei, erklärte das Büro des libanesischen Präsidenten am Montag. Araghtschi seinerseits habe "die Bedeutung der Achtung der Souveränität des Libanon" hervorgehoben, hieß es in der Erklärung weiter.
Dienstag, 16. Juni 2026
23.14 Uhr: Vance – Iran-Abkommen ist eineinhalb Seiten lang und "sehr allgemein"
US-Vizepräsident JD Vance hat das Abkommen mit dem Iran als "ein sehr allgemeines Dokument" beschrieben. Die Absichtserklärung sei etwa eineinhalb Seiten lang. "Bei einer Reihe von Themen müssen wir diese Dinge erst in der Phase der technischen Verhandlungen klären", sagt Vance dem Sender CNN. Schon in der Vergangenheit hatten die USA unter Präsident Donald Trump etwa beim Gaza-Waffenstillstandsabkommen vom Oktober 2025 wichtige Themen nicht ausgehandelt oder nicht aushandeln können - etwa die geforderte Entwaffnung der Hamas. Die Frage ist bis heute ungeklärt und der Konflikt schwelt unterschwellig weiter.
23.00 Uhr: Hisbollah greift israelische Soldaten im Südlibanon an
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zahlreiche von der Hisbollah-Miliz abgefeuerte Raketen im Südlibanon abgefangen. Berichte über Verletzte gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Hisbollah habe zudem eine Panzerabwehrrakete und mehrere Mörsergranaten auf israelische Soldaten in der Region abgefeuert. Die Hisbollah erklärt ihrerseits, sie nehme israelische Truppen in der Region mit Raketensalven und Artillerie unter Beschuss. Die Kämpfe dauern an.
21.35 Uhr: Israel bleibt vorerst in besetzten Gebieten im Libanon
Israel behält sich nach den Worten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jede Freiheit zur Abwehr von Gefahren vor und lässt seine Truppen vorerst in der "Sicherheitszone" im Libanon. Das Land werde so lange wie nötig in diesen Gebieten bleiben, sagt Netanjahu. Israel sei vor der Vernichtung gerettet worden, doch der Kampf sei noch nicht vorbei. Man werde weiterhin Bedrohungen in der Region abwehren.
Mit Blick auf das geplante Abkommen zwischen den USA und dem Iran betont Netanjahu, dass die Islamische Republik weder mit noch ohne eine Vereinbarung in den Besitz von Atomwaffen gelangen werde. Zudem räumt er ein, dass er und US-Präsident Donald Trump zwar Partner, manchmal aber nicht einer Meinung seien.
20.30 Uhr: UN – Weniger Beschuss im Libanon seit Iran-Einigung
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen hat die Gewalt im Libanon UN-Angaben zufolge zunächst nachgelassen. "Von Mitternacht bis 16.00 Uhr Ortszeit beobachtete die UN-Mission Unifil nach eigenen Angaben einen Rückgang der Gewalt und des Schusswechsels", sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres in New York.
In dem Zeitraum wurden demnach 133 Geschosse und zwei Luftangriffe verzeichnet, die den israelischen Streitkräften zugeschrieben werden. Geschosse der Hisbollah oder anderer nicht staatlicher Akteure seien nicht registriert worden, sagte Sprecher Stéphane Dujarric.
20.00 Uhr: Trump kündigt für Freitag "vollständige" Öffnung der Straße von Hormus an
Die Straße von Hormus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits am Freitag "vollständig" geöffnet sein. "Der Iran-Deal, den wir geschlossen haben, wird der Welt eine Menge Erfolg bringen", sagte Trump am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels im französischen Evian. Das Abkommen solle am Freitag von Vizepräsident JD Vance persönlich unterzeichnet werden, so der Republikaner bei einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf eine Journalistenfrage. Ob er selber dabei sein werde, ließ er offen. "Ich könnte involviert sein", so Trump. Als Unterzeichnungsort ist Genf im Gespräch.
18.25 Uhr: Berichte über Toten bei israelischem Drohnenangriff im Libanon
Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran ist es Berichten zufolge zu einem tödlichen Drohnenangriff Israels im Süden des Libanons gekommen. Der libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge wurde ein Auto in der Nähe der Ortschaft Kfar Tebnit angegriffen. Der Fahrer kam demnach bei dem Vorfall ums Leben.
18.00 Uhr: Freigabe eingefrorener iranischer Gelder laut USA an Auflagen gekoppelt
Die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und die Lockerung von Sanktionen sind der US-Regierung zufolge an die Erfüllung von Auflagen gekoppelt. Einzelheiten des Abkommens mit dem Iran werden in den kommenden 24 bis 48 Stunden veröffentlicht, wie ein hoher US-Regierungsvertreter sagt. Zudem sollen noch in dieser Woche technische Gespräche beginnen. Während der nächsten Verhandlungsphase wollen die USA ihre militärische Präsenz unverändert lassen. Eine Reduzierung der Truppenstärke sei erst nach der Einigung auf ein endgültiges Abkommen vorgesehen.
17.40 Uhr: US-Kreise: Trump hat Iran-Rahmenabkommen digital unterschrieben
Vor der offiziellen Unterzeichnung eines Rahmenabkommens an diesem Freitag haben US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident JD Vance US-Regierungskreisen zufolge das entsprechende Dokument bereits digital unterzeichnet. Das sagte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter. Von iranischer Seite habe der Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf unterschrieben. Aus Teheran gab es zunächst keine Bestätigung dafür. Nach pakistanischen Angaben soll am Freitag in Genf eine Unterzeichnungszeremonie mit Vertretern der Konfliktparteien stattfinden.
17.10 Uhr: Vance - US-Truppen bei Kontrolle iranischer Nuklearbestände möglich
US-Vizepräsident JD Vance hat einen möglichen Einsatz amerikanischer Streitkräfte bei der Durchsetzung eines Atomabkommens mit dem Iran nicht ausgeschlossen. Zwar glaube er nicht, dass US-Streitkräfte dafür nötig seien, sagte er dem US-Sender CBS. Zugleich machte Vance deutlich, die USA würden vor Ort sein, um sicherzustellen, dass iranische Bestände hochangereicherten Urans vernichtet würden.
16.55 Uhr: NGO sieht kaum Perspektiven für Palästinenser im Westjordanland
Die Lage für die Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland ist einem neuen Bericht zufolge zunehmend verzweifelt. Seit Beginn des Gaza-Krieges hätten Einschränkungen und Not zugenommen, und es mache sich noch mehr als zuvor ein Gefühl der Perspektivlosigkeit breit, heißt es in dem Bericht der International Crisis Group, in dem auch vor den Folgen gewarnt wird.
15.30 Uhr: Insider - Kabinett könnte nächste Woche Bundeswehrmandat beschließen
Die Bundesregierung peilt nach Informationen von Reuters aus Regierungskreisen an, bereits in der kommenden Woche einen Beschluss für einen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus ins Kabinett zu bringen. Danach könnte der Bundestag ein entsprechendes Mandat etwa für die Einsatz von Minenjagdbooten diskutieren und erteilen. Die Bundesregierung hatte am Vormittag betont, dass für einen Einsatz ein internationales Mandat sowie die Bundeswehr-Zustimmung nötig sei. Deutschland will sich nur "defensiv" an der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung ist, dass die verkündete Einigung der USA mit Iran aber auch umgesetzt wird.
15.28 Uhr: Laut Trump verlassen Öltanker Straße von Hormus
Zahlreiche Schiffe verlassen nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Straße von Hormus. Davon seien viele mit Öl beladen, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Sie nehmen die südliche Route, die "absolut sicher und geschützt" sei. Trackingdaten zeigten am Montag aber nur sehr wenige Schiffe, die tatsächlich die Meerenge durchfuhren.
15.10 Uhr: US-Vize Vance erwartet Abkommenstext noch diese Woche
US-Vizepräsident JD Vance setzt seine Hoffnung nach eigenen Angaben darauf, dass der Vertragstext zur Beendigung des Iran-Kriegs noch in dieser Woche veröffentlicht werden kann. Zudem erwarten die USA, dass die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus langfristig ohne Transitgebühr geöffnet bleibe, sagt Vance dem US-Sender CNBC. Dies sei Gegenstand der laufenden Verhandlungen. Die USA und der Iran hatten sich grundsätzlich auf ein Ende der Kämpfe geeinigt, die im Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen hatten. Die Unterzeichnung der Vereinbarung soll in der Schweiz stattfinden. Wer die USA dort vertritt, lässt Vance offen. Für den Iran sollen der Außenminister und der Parlamentspräsident teilnehmen.
14.50 Uhr: Hisbollah begrüßt Abkommen und hält Waffenruhe ein
Die Hisbollah begrüßt die Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran. In einer schriftlichen Erklärung teilt die vom Iran unterstützte libanesische Organisation mit, das Abkommen habe zu einer umfassenden Waffenruhe an allen Fronten geführt, einschließlich des Libanons. Die Hisbollah warnt zudem Israel, sie werde keine Angriffe akzeptieren, die die Souveränität des Libanons verletzen oder auf die Bevölkerung abzielen. Die Einbeziehung des Libanons in das Abkommen spiegele das Engagement des Iran zur Beendigung des Krieges wider. Die Miliz hat zudem nach eignen Angaben seit Bekanntgabe des Abkommens zwischen dem Iran und den USA keine Einsätze mehr gegen Israel ausgeführt. Sie knüpfe ihre Haltung zur Waffenruhe an deren Einhaltung durch Israel, sagt ein Hisbollah-Vertreter zu Reuters.
14.30 Uhr: Iran sieht Libanon als Abkommensbestandteil
Der Iran betrachtet den Libanon als integralen Bestandteil eines Abkommens mit den USA zur Beendigung des Krieges. In dem Entwurf des Memorandums werde der Libanon dreimal erwähnt, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Es fordere ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie die Achtung der Souveränität und der territorialen Integrität des Landes. "Bezüglich der Art und des Mechanismus der Unterzeichnung des Memorandums wird heute und morgen eine endgültige Entscheidung getroffen, deren Ergebnisse offiziell bekannt gegeben werden." Vor der für Freitag geplanten Unterzeichnung des Abkommens stünden zudem diplomatische Besuche in den Ländern der Region auf der Tagesordnung des Iran.
14.06 Uhr: Frankreich bereit, Straße von Hormus sichern
Im Fall einer Unterzeichnung des Iran-Abkommens könnte Frankreich innerhalb weniger Tage Militärflugzeuge, Fregatten und seinen Flugzeugträger zur Absicherung der Straße von Hormus entsenden. "Wir haben mit den Briten einen Einsatz geplant", sagte Macron in einem Interview mit dem Sender TF1 am Montag kurz vor Beginn des G7-Treffens in Evian. "Wir sind bereit, sehr, sehr schnell zu handeln", fügte er hinzu.
13.53 Uhr: Teheran erwägt Gebühren für Schiffe nach 60 Tagen
Der Iran könnte Medienberichten zufolge im Rahmen eines möglichen Abkommens mit den USA nach einer Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus verlangen. Nach einer 60-Tage-Frist, während der kostenlose Durchfahrten möglich seien, sehe der Iran vor, Gebühren zu erheben, hieß es unter anderem in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Medienberichte ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.
13.03 Uhr: Regierung hält Hormus-Einsatz der Bundeswehr für möglich
Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Bundeswehr bald an einem möglichen internationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus beteiligen könnte. Nötig sei dafür ein Mandat des Bundestags, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Montag in Berlin. Er sei "optimistisch", dass dieses gegebenenfalls auch bis Freitag verabschiedet werden könne, wenn das Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs unterzeichnet werden soll.
12.51 Uhr: Ölpreis reagiert auf Abkommens-Ankündigung
Das von den USA und dem Iran angekündigte Rahmenabkommen zur Beilegung des Kriegs sorgt für Erleichterung an den Märkten: Der Ölpreis ging am Montagmorgen spürbar zurück, die Aktienkurse weltweit legten zu. Die Reeder hoffen auf eine sichere Passage durch die Straße von Hormus. Dafür werden nach iranischen Angaben aber künftig Gebühren fällig.
Der Ölpreis sank bis zum Vormittag um rund fünf Prozent: Der Preis für die Nordseesorte Brent zur Lieferung im August ging um 4,8 Prozent auf 83,12 Dollar zurück, für die US-Sorte WTI sank der Preis um 5,2 Prozent auf 80,46 Dollar. Auch an den Zapfsäulen in Deutschland dürften die Preise zurückgehen, erwartet der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (en2x), Christian Küchen.
12.30 Uhr: Kiesewetter bezeichnet Iran-Deal als "Desaster"
CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat das Rahmenabkommen zwischen USA und dem Iran als "Desaster" bezeichnet. "Der angebliche Friedensdeal von Donald Trump mit dem Iran ist ein sicherheitspolitischer Offenbarungseid", sagte Kiesewetter dem Nachrichtenportal t-online. Trump betreibe Politik nach dem Prinzip "TACO" – Trump Always Chickens Out. "Sobald ein brutales Regime droht, knickt er ein und opfert langfristige Sicherheitsinteressen für einen schnellen PR-Erfolg." Der "Terror des Regimes" würde mit dem Deal noch belohnt. Kiesewetter sprach von einem "beispiellosen Verrat an der iranischen Bevölkerung".
12.28 Uhr: Israels Armee will dauerhaft in "Sicherheitszone" im Libanon bleiben
Die israelische Regierung will nach eigenen Angaben auch nach einem Ende des Iran-Kriegs Streitkräfte in Teilen des benachbarten Libanon belassen. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Montag, er und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verfolgten in dieser Hinsicht eine "klare Politik". Die Armee solle "in den Sicherheitszonen" nicht nur im Libanon, sondern auch in Syrien und dem Gazastreifen bleiben; dies gelte für eine "unbegrenzte Zeitdauer". Regierungschef Netanjahu habe US-Präsident Donald Trump darüber informiert.
12.16 Uhr: Ex-Siko-Chef skeptisch gegenüber Iran-Abkommen
Nach der Einigung auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs hat sich der ehemalige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, noch skeptisch gezeigt. "Ich glaube schon, dass es erstmal eine positive Nachricht ist, aber wir sollten uns da schon noch eine gewisse Skepsis bewahren", sagte er am Montag dem Sender Phoenix. Die Iraner hätten bereits angemerkt, dass das Abkommen erst mit der Unterschrift am Freitag gelte, sagte Heusgen. "Bis Freitag kann viel passieren."
11.34 Uhr: Gebühren für Straße von Hormus in Vereinbarung mit den USA hinzugefügt
In das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für eine Beendigung des Krieges ist iranischen Angaben zufolge im letzten Moment eine Klausel über Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus hinzugefügt worden. Dies gab die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars am Montag unter Berufung auf informierte Kreise bekannt. Der Text der Einigung sei im letzten Moment geändert worden, "um die Frage der iranisch-omanischen Souveränität über die Straße von Hormus klar und ausdrücklich hervorzuheben".
10.52 Uhr: Öffnung der Hormus-Straße laut Verband wichtig für Außenhandel
Die sich abzeichnende Öffnung der Straße von Hormus ist ein gutes Signal für die globale Konjunktur und den Außenhandel, wie der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) erklärt. "Gerade die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus ist ein wichtiges Signal für die Weltwirtschaft, weil damit Rohstoffströme, Lieferketten und Handelswege schrittweise wieder in Gang kommen können", sagt BGA-Präsident Dirk Jandura. Bis sich die Lage vollständig normalisiere, werde jedoch Zeit vergehen. Infrastruktur müsse repariert und die Produktion in vielen Bereichen erst wieder hochgefahren werden. "Entscheidend ist nun, dass aus der politischen Absichtserklärung ein dauerhaft tragfähiges Friedensabkommen wird."
10:33 Uhr: Behörden im Südlibanon warnen Vertriebene vor verfrühter Rückkehr
Trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Ende des Krieges warnen die Behörden im Südlibanon Vertriebene vor einer voreiligen Rückkehr. Grund ist die Ankündigung Israels, seine Truppen nicht aus dem Süden des Nachbarlandes abzuziehen. Kommunalverwaltungen im Südlibanon rufen die Bevölkerung auf, vorerst nicht zurückzukehren, wie die amtliche Nachrichtenagentur NNA meldet. Durch die israelische Offensive gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah wurden im Libanon rund 1,2 Millionen Menschen vertrieben.
10.22 Uhr: Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen - aber keine Normalisierung erwartet
Die Ölbranche rechnet mit sinkenden Spritpreisen infolge der Deeskalation im Iran-Konflikt und der perspektivischen Öffnung der Straße von Hormus. "Ich würde davon ausgehen, dass das jetzt die Preise nach unten bringt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (en2x), Christian Küchen, den Sendern RTL und ntv. Eine Rückkehr zum Preisniveau von vor dem Krieg werde es aber wohl wegen der erheblichen Schäden an der Energieinfrastruktur in der Golfregion absehbar nicht geben.
10.11 Uhr: Deutsche Reeder mit Blick auf Hormus vorsichtig optimistisch
Der Verband Deutscher Reeder zeigt sich mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorsichtig optimistisch. "Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung", erklärt der Verband. Ob die für Freitag angekündigte Vereinbarung zu einer dauerhaft sicheren und verlässlichen Passage durch die Straße von Hormus führe, müsse sich erst noch beweisen. "Wir sind aber vorsichtig optimistisch."
Große Reedereien sind auf Alternativrouten ausgewichen und haben stets betont, für eine Rückkehr in die Straße von Hormus müsse die Sicherheit ihrer Crews gewährleistet sein. Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd hatte vergangene Woche erklärt, selbst nach einer Wiedereröffnung der Meerenge werde eine Rückkehr zur Normalität nach der monatelangen Blockade mindestens drei Monate dauern.
10.06 Uhr: Wadephul – Gewissheit beim Iran-Abkommen erst am Freitag
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht in dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran "eine Chance für die gesamte Region", warnt aber vor voreiliger Euphorie. Die vorläufige Verständigung sei eine gute Nachricht – Gewissheit über die Substanz der Einigung werde man aber erst am Freitag haben, sagte der CDU-Politiker am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in Luxemburg. "Ich kann alle Seiten nur aufrufen, diese Chance nicht verstreichen zu lassen", sagte Wadephul. Das gelte auch für den Libanon. "Der Iran muss jetzt auf die Hisbollah so einwirken, dass auch sichergestellt ist, dass es keine weiteren Attacken auf Israel gibt." Gleichzeitig gebe es für Israel keinen Anlass, Angriffe im Libanon auszuüben.
10.01 Uhr: Starmer begrüßt Durchbruch bei Gesprächen zwischen USA und Iran
Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran begrüßt. Dies sei eine äußerst wichtige Chance, die Stabilität in der Region zu sichern, sagte Starmer am Montag bei einer Pressekonferenz in seinem Büro in der Downing Street Nr. 10. Es sei entscheidend, dass alle Parteien in der Region die Gelegenheit nutzten, um die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. "Wir werden nun eng mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um dieses Abkommen zu unterstützen und sicherzustellen, dass es zu einem dauerhaften, beständigen Frieden führt", sagte er.
09.43 Uhr: Indirekte Gespräche zwischen USA und Iran in Katar vor Unterzeichnung von Abkommen
Mit Blick auf das von den USA und dem Iran angekündigte Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges sollen in den kommenden Tagen in Doha in Katar indirekte Gespräche zwischen den Konfliktparteien stattfinden. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus diplomatischen Kreisen. "Diese Woche finden in Doha getrennte Vorbereitungstreffen mit jeder Seite statt, bevor die offizielle Unterzeichnung in der Schweiz und der Beginn der technischen Gespräche erfolgen", hieß es demnach.
09.31 Uhr: Trump droht ohne Atomdeal mit neuen Militärschlägen
Für den Fall, dass nach dem Abschluss des Rahmenabkommens mit dem Iran keine Einigung zu Teherans Atomprogramm gelingt, hat US-Präsident Donald Trump der "New York Times" zufolge Konsequenzen angekündigt. Er werde die Militärschläge wieder aufnehmen oder die USA zum "Wächter des Nahen Ostens" machen und als solcher künftig 20 Prozent der Einnahmen in der Region kassieren, zitiert ihn die Zeitung aus einem Telefonat am Sonntag (Ortszeit) mit ihm.
09.20 Uhr: Israel will sich nicht von Stellungen im Südlibanon zurückziehen
Israel will auch nach einem Ende des Iran-Kriegs in den im Süden des Libanons eroberten Gebieten bleiben. Israelische Truppen würden auch Stellungen in Syrien und im Gazastreifen "auf unbestimmte Zeit" halten, teilte Verteidigungsminister Israel Katz am Montag mit.
09.15 Uhr: Inflationsgefahr auch bei Entspannung in Nahost nicht gebannt
Auch bei einer Entspannung der Lage in Nahost bleibt die EZB laut Bundesbank-Präsident Joachim Nagel mit Blick auf die Inflationsgefahr weiter auf der Hut. "Selbst wenn die Meerenge von Hormus demnächst wieder befahrbar sein sollte, wird es Monate dauern, bis sich das Ölangebot wieder normalisiert", erklärte Nagel beim Frankfurt Euro Finance Summit. Er verwies darauf, dass Produktionsstätten in der Region teilweise beschädigt oder außer Betrieb gesetzt wurden und Reserven kleiner werden. Und der Preisdruck dürfte nochmals steigen, wenn fiskalpolitische Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise auslaufen, fügte er hinzu.
"Wir sind entschlossen, die Geldpolitik so auszurichten, dass sich die Inflation mittelfristig beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiert", betonte Nagel. Für die nächste Zinssitzung im Juli halte sich der EZB-Rat alle Optionen offen.
09.07 Uhr: Libanon – Israel setzt Luftangriffe im Süden fort
Die israelische Armee hat ihre Angriffe im südlichen Libanon trotz des verkündeten Rahmenabkommens im Iran-Krieg vorerst fortgesetzt. Israel habe unter anderem die Umgebung der Stadt Nabatija angegriffen, berichtete die Staatsagentur NNA. Bei einem Drohnenangriff habe es mehrere Verletzte gegeben. Israels Armee berichtete aber von neuen Angriffen in der Nacht auf israelisches Gebiet. Die Flugabwehr habe eine aus dem Libanon kommende Drohne abgefangen, teilte die Armee mit.
08.46 Uhr: Wadephul fordert uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert eine uneingeschränkte Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt. Dies erklärt Wadephul vor einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Es müsse in dem Abkommen zwischen den USA und Iran klargestellt werden, dass die Meerenge ohne Einschränkungen wieder befahrbar werde, betont Wadephul.
08.36 Uhr: EZB-Chefin Lagarde sieht US-Einigung mit Iran als gute Nachricht
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, bezeichnet die mit dem Iran erzielte Einigung der USA als "gute Nachricht". Lagarde äußert sich im Radiosender France Culture. Wegen der Folgen des Iran-Kriegs hat die EZB vorige Woche erstmals seit fast drei Jahren ihre Leitzinsen erhöht und könnte Experten zufolge in diesem Jahr noch einmal nachlegen.
08.16 Uhr: Von der Leyen – Abkommen sollte Öffnung der Straße von Hormus ermöglichen
Das Abkommen zwischen den USA und dem Iran sollte nach den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus ermöglichen. Priorität habe nun die rasche und vollständige Umsetzung durch alle Parteien, sagt von der Leyen. Die Freiheit der Schifffahrt müsse wiederhergestellt werden. Dies sei unerlässlich für die regionale Stabilität sowie die Weltwirtschaft und öffne die Tür für umfassendere Verhandlungen über Frieden und Sicherheit im Nahen Osten, erklärt sie weiter. Ein Frieden in der Region sei jedoch unmöglich, solange der Libanon in Flammen stehe. Europa rufe erneut alle Parteien dazu auf, die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Landes zu respektieren.
08.14 Uhr: Macron will bei G7-Gipfel mit Nahost-Staaten über Iran-Deal sprechen
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will beim G7-Gipfel im französischen Évian auch mit Vertretern mehrerer Nahost-Staaten über das US-iranische Rahmenabkommen für ein Kriegsende beraten. Macron lud die Staats- und Regierungschefs von Ägypten, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu einer Sitzung am Dienstag ein. Bei dem Treffen solle es darum gehen, die Folgen der Vereinbarung zu bewerten, sagte Macron in einer Videoerklärung. Außerdem nannte er Unterstützung für den Libanon, die langfristige Wiederöffnung der Straße von Hormus sowie eine Einigung über Irans Atom- und Raketenprogramm als Themen.
07.51 Uhr: US-Senator Graham zeigt sich skeptisch über Iran-Deal
Der US-Senator Lindsey Graham hat sich skeptisch über das Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten gezeigt. Die Vereinbarung müsse dem Kongress zur Prüfung vorgelegt werden, erklärte der Republikaner in sozialen Medien. Er gehe davon aus, dass Vizepräsident JD Vance, "der Architekt des Deals", das Abkommen vorstellen werde, sagte Graham. Er selbst sei jedoch etwas besorgt, dass Teheran eine Sichtweise auf das Abkommen zu haben scheine, die von den Darstellungen des Verhandlungsteams der USA abweiche.
07.50 Uhr: Katar – Abkommen im Iran-Krieg Schritt zu "nachhaltigem Frieden"
Der Golfstaat Katar hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran als wichtigen Schritt zur "Festigung eines nachhaltigen Friedens" bezeichnet. Dieses würde "regional und international wirtschaftliches Wachstum fördern", teilte das katarische Außenministerium der Staatsagentur QNA zufolge mit. Die USA und der Iran hätten sich entschlossen gezeigt dabei, "Differenzen durch Verhandlungen und friedliche Mittel zu lösen".
05.00 Uhr: Palästinenser – Israelische Siedler zünden Moschee im Westjordanland an
Israelische Siedler haben im besetzten Westjordanland nach palästinensischen Angaben ein Feuer an einer Moschee gelegt. Eine Gruppe von Siedlern habe im Dorf Burka östlich von Ramallah die Tür einer Moschee aufgebrochen und ihren Eingang in Brand gesetzt, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa am Sonntag. Die Siedler hätten zudem ein Fahrzeug in Burka sowie zwei weitere im nahe gelegenen Dorf Deir Dibwan angezündet. Das Feuer an der Moschee konnte Augenzeugen zufolge von Anwohnern gelöscht werden.
04.23 Uhr: Irans Nationaler Sicherheitsrat gibt Einigung auf Absichtserklärung bekannt
Der Nationale Sicherheitsrat des Iran hat die Einigung auf den Text der Absichtserklärung mit den USA bekannt gegeben. Die Unterzeichnung sei für den 19. Juni geplant, teilt das Gremium mit und bestätigt damit die Angaben des pakistanischen Ministerpräsidenten Shehbaz Sharif. Damit würden nach iranischen Angaben der Krieg und die militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, ab sofort und dauerhaft enden. Zudem werde die Seeblockade gegen den Iran unverzüglich und vollständig aufgehoben.
Gespräche über ein endgültiges Abkommen würden beginnen, sobald die USA ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung erfüllt hätten. Zuvor hatte Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen bereits ein sofortiges Ende des Krieges in der Nacht zum Montag angekündigt.
03.01 Uhr: Deutschland und weitere westliche Staaten bereit für Aufhebung von Iran-Sanktionen
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben nach der Verkündung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ihre Bereitschaft zur Aufhebung von Sanktionen gegen den Iran erklärt. "Wir stellen in Aussicht, entsprechende Sanktionen aufzuheben, sofern Iran klare und überprüfbare Schritte in Bezug auf sein Atomprogramm unternimmt", teilten die Staats- und Regierungschefs der vier Länder in einer gemeinsamen Erklärung in der Nacht zum Montag mit.
02.36 Uhr: Iran-Deal laut Expertem ist noch nicht einmal der Anfang vom Ende
Nach der Einigung zwischen dem Iran und den USA auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung ihres Konflikts warnen Experten vor verfrühtem Optimismus. "Selbst wenn es Bestand hat, bleiben die schwierigen Fragen bestehen: das iranische Atomprogramm, die Unterstützung von Stellvertretern, Raketen und Drohnen sowie die Unterdrückung im Inland", gab Richard Fontaine von der Denkfabrik Center for a New American Security zu bedenken. Die im Rahmenabkommen ausgesparten Punkte seien genau die, die erst zum Krieg geführt hätten, schrieb er auf der Plattform X.
02.33 Uhr: UN-Generalsekretär Guterres nennt Iran-Abkommen "entscheidenden Schritt"
UN-Generalsekretär António Guterres hat das verkündete Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran begrüßt. "Dies ist ein entscheidender Schritt hin zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts", erklärte Guterres am Sonntag (Ortszeit) in New York. Er äußerte die Hoffnung, dass alle Parteien nun "ihre Anstrengungen für eine endgültige Lösung des Konflikts verdoppeln" würden.
Die Vereinten Nationen stünden bereit, für einen dauerhaften und umfassenden Frieden Unterstützung zu leisten, ergänzte Guterres. Er würdigte insbesondere die "konstruktive Rolle Pakistans, Katars, Ägyptens, Saudi-Arabiens, der Türkei und anderer Länder der Region", die die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unterstützt hätten.
02.14 Uhr: Iran – Rahmenabkommen unter Führung von Chamenei finalisiert
Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei finalisiert. Die Verhandlungen seien am Sonntagabend zum Abschluss gekommen, hieß es in einer Stellungnahme des Sicherheitsrates, die von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde.
02.11 Uhr: Merz bezeichnet Einigung zwischen USA und Iran als diplomatischen Durchbruch
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das geplante Abkommen zwischen den USA und Iran begrüßt. Merz gratuliert beiden Seiten zur erzielten Einigung auf X und bezeichnet diese als diplomatischen Durchbruch. "Das kann den Weg zur Erholung der Weltwirtschaft und Stabilisierung der Region bahnen. Es gilt, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen", schreibt der Bundeskanzler auf der Plattform.
01.56 Uhr: Trump: Straße von Hormus soll Freitag zur Minenräumung öffnen
US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass die Straße von Hormus nicht sofort für Öltanker öffnen wird. Die Meerenge werde mit der geplanten Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit dem Iran am Freitag "zum Zweck der Minenräumung" geöffnet, schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Danach werde das Öl "auf beiden Seiten für die Region und die Welt fließen", erklärte er.
01.36 Uhr: Macron – G7-Staaten werden über dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus beraten
Nach der Verkündung einer Einigung auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für den G7-Gipfel im französischen Evian ab Montag Gespräche über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus angekündigt. "Ziel wird es sein, die Folgen dieses Abkommens zu beleuchten, die Unterstützung für den Libanon, die dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und selbstverständlich den Abschluss eines Abkommens über das Atom- und das Raketenprogramm im Iran", sagte Macron am Sonntagabend in einer im Onlinedienst Instagram veröffentlichten Videobotschaft.
01.06 Uhr: Trump droht bei Scheitern des Atomabkommens mit erneuten Angriffen
US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge dem Iran mit neuen militärischen Angriffen gedroht, falls kein endgültiges Atomabkommen mit den USA zustande kommt. Alternativ würden die USA gegen eine Beteiligung von 20 Prozent an den Einnahmen der Region als "Wächter des Nahen Ostens" auftreten, sagt Trump der Zeitung "New York Times". Die von ihm erzielte Vereinbarung mit der Regierung in Teheran stelle letztlich sicher, dass die Straße von Hormus "dauerhaft gebührenfrei" bleibe, erklärt er weiter. Zudem habe er Israel trotz der Einwände des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor der nuklearen Vernichtung bewahrt.
01.06 Uhr: Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien begrüßen US-iranische Einigung
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben die Ankündigung einer Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran begrüßt. Der Iran dürfe niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen, teilen die Staats- und Regierungschefs der sogenannten E4-Staaten in einer gemeinsamen Erklärung mit. Man sei bereit, entsprechende Sanktionen aufzuheben, wenn die Regierung in Teheran klare und überprüfbare Schritte bei ihrem Atomprogramm unternehme. Zudem sei die dringende Wiedereröffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Schifffahrtsfreiheit unerlässlich.
Die vier europäischen Länder seien bereit, zu diesem Zweck mit den USA, dem Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus bekräftigen die Staaten ihre volle Unterstützung für die Stabilität, Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon sowie die Bedeutung eines stabilen Waffenstillstands.
00.56 Uhr: Iran veröffentlicht weitreichende Details zu geplantem Abkommen mit den USA
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr hat Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran veröffentlicht. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten einschließlich des Libanons vor. Innerhalb von 30 Tagen sollen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar freigegeben werden. Die Hälfte dieser Mittel müsse ebenso wie die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen.
Diese Gespräche sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sind dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die USA und ihre Verbündeten müssen zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden.
00.46 Uhr: Iran knüpft Verzicht auf Vergeltung an israelischen Abzug aus Libanon
Der Iran hat einen israelischen Rückzug aus dem Südlibanon zur Bedingung für einen Verzicht auf Vergeltungsschläge gemacht. Dies beziehe sich auf den israelischen Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut, erklärt der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi. Unterdessen teilt das Oberkommando der iranischen Streitkräfte mit, das Volk habe unter der Führung des obersten geistlichen Führers den USA bewiesen, dass diesen "kein anderer Weg bleibt, als die Niederlage zu akzeptieren".
00.31 Uhr: USA und Iran einigen sich auf Friedensabkommen
Die USA und der Iran haben sich auf ein Friedensabkommen geeinigt. Das teilten US-Präsident Donald Trump, das iranische Außenministerium und der Vermittlerstaat Pakistan jeweils am Sonntag mit. "Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun abgeschlossen", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi kündigte im staatlichen Fernsehen ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges in der Nacht zum Montag an. Das gelte auch für den Libanon. Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif teilte auf dem Kurznachrichtendienst X mit, die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für kommenden Freitag (19. Juni) in der Schweiz geplant.
Trump erklärte, er genehmige die "gebührenfreie" Öffnung der Straße von Hormus sowie die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade. "Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!", schrieb Trump. Der Ölpreis gab daraufhin um rund vier Prozent nach.
00.00 Uhr: Iran kündigt sofortiges Ende des Krieges an
Der Iran kündigt ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges und der Militäreinsätze an verschiedenen Fronten in dieser Nacht an. Das gelte auch für den Libanon, erklärt der iranische Vize-Außenminister. Zudem beginne dann die Aufhebung der US-Seeblockade gegen die Islamische Republik, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Politiker. Die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen stattfinden, erklärt er weiter. Sollte die Gegenseite gegen Vereinbarungen verstoßen, werde der Iran eigene Maßnahmen ergreifen.
Montag, 15. Juni 2026
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