ARCHIV (28.02.2026) Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegt das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 5" aufgrund des Iran-Krieges in Doha fest.
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ARCHIV (28.02.2026) Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegt das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 5" aufgrund des Iran-Krieges in Doha fest.

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Nahost-Ticker: News vom 17. und 18. April in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 17. und 18. April in der Nachlese

Die News vom 17. und 18. April in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten

22.03 Uhr: Irans Revolutionsgarden drohen mit Beschuss aller Schiffe an Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden haben mit Angriffen auf alle Schiffe gedroht, welche die für den Welthandel immens wichtige Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. "Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden", warnten die Revolutionsgarden in einer Erklärung auf ihrer Website "Sepah News". Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde "ins Visier genommen".

21.06 Uhr: Revolutionsgarden erklären Straße von Hormus für gesperrt

Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat die Straße von Hormus für gesperrt erklärt. Dies gelte bis die US-Blockade für iranische Schiffe aufgehoben sei, hieß es in einer von iranischen Medien verbreiteten Erklärung. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.

Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig.
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Nahost-Ticker: Hormus wieder gesperrt - Schiffe melden Beschuss

20.42 Uhr: Bundesregierung verurteilt tödlichen Angriff auf Unifil-Truppe im Libanon

Die Bundesregierung hat den tödlichen Angriff auf die Unifil-Mission im Libanon "aufs Schärfste" verurteilt. "Die Verantwortlichen für den Angriff müssen zur Rechenschaft gezogen werden", forderte das Auswärtige Amt in einer Mitteilung im Onlinedienst X. Die Sicherheit der UN-Blauhelme müsse gewährleistet werden. Zugleich bekräftigte das Auswärtige Amt die Forderung, dass die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Waffen niederlegen müsse. 

19.13 Uhr: Agentur - Niederlande aktivieren erste Stufe von Energiekrisenplan

Die niederländische Regierung setzt einem Medienbericht zufolge die erste Stufe ihres Energiekrisenplans in Kraft. Der 2022 infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine ausgearbeitete Plan werde damit zum ersten Mal aktiviert, meldete die Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf Regierungskreise. Die Energiemärkte werden nun streng überwacht, während sich Regierung und Wirtschaft auf eine Verschlechterung der Lage vorbereiten. Eine Stellungnahme der Regierung lag zunächst nicht vor. Ministerpräsident Rob Jetten kündigte am Freitag an, am Montag Maßnahmen zur Abfederung der steigenden Energiekosten vorzustellen.

17.40 Uhr: USA wollen iranische Schiffe entern und beschlagnahmen

Das US-Militär bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge darauf vor, in den kommenden Tagen Öltanker mit Verbindungen zum Iran zu entern. Handelsschiffe sollten in internationalen Gewässern zu beschlagnahmt werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungskreise. Reuters kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen.

17.25 Uhr: Indien verärgert über Iran wegen Schiffsangriffen

Indien hat den iranischen Botschafter in Neu-Delhi einbestellt, nachdem zwei unter indischer Flagge fahrende Öltanker in der Straße von Hormus beschossen worden waren. Außenstaatssekretär Vikram Misri habe bei dem Treffen die tiefe Besorgnis Indiens über den Vorfall zum Ausdruck gebracht, wie das indische Außenministerium mitteilte. Er habe den Botschafter aufgefordert, dies an die Regierung in Teheran zu übermitteln. Der Iran müsse die Durchfahrt von Schiffen mit Ziel Indien durch die Meerenge rasch wieder ermöglichen.

16.10 Uhr: Briten - Containerschiff vor Oman getroffen

Ein Containerschiff ist rund 50 Kilometer nordöstlich vom Oman von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Das teilte die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mit. Bei dem Angriff seien mehrere Container beschädigt worden. Am Mittag hatte die Seehandelsaufsicht einen Angriff zweier Schnellboote der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Straße von Hormus gemeldet.

15.05 Uhr: Macron bestätigt Tod von Blauhelmsoldaten im Libanon

Im Libanon ist ein französischer Soldat der UN-Mission Unifil getötet worden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bestätigte den Tod des Soldaten bei X und teilte mit, dass drei weitere Kameraden verwundet und evakuiert worden seien. "Alles deutet darauf hin, dass die Hisbollah für diesen Angriff verantwortlich ist", schrieb Macron. Er forderte die libanesische Regierung auf, die Verantwortlichen sofort festzunehmen. 

14.50 Uhr: Trotz Waffenruhe - Tod zweier Unicef-Mitarbeiter

Obwohl im Gazastreifen seit einem halben Jahr eine Waffenruhe gilt, meldet das Kinderhilfswerk Unicef den Tod zweier Mitarbeiter durch israelischen Beschuss. Unicef äußerte sich empört über den Vorfall am Freitagmorgen an einer Wasserabfüllanlage im Norden des Gebiets. Den Angaben zufolge wurden dabei zwei weitere Menschen verletzt. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie prüfe die Vorwürfe.

Die beiden Lkw-Fahrer sollten laut Unicef Menschen im Gazastreifen mit sauberem Wasser versorgen. Es habe bei dem routinemäßigen Vorgang keinerlei Änderungen an den Abläufen gegeben. Das UN-Kinderhilfswerk forderte Israel auf, den Vorfall zu untersuchen. Humanitäre Helfer, Anbieter lebenswichtiger Dienstleistungen sowie zivile Infrastruktur dürften niemals Ziel von Angriffen werden, mahnte die Organisation.

14.05 Uhr: US-Militär: Seeblockade gegen Iran läuft

Die USA setzen nach eigenen Angaben die angekündigte Seeblockade gegen Schiffe durch, die den Iran ansteuern oder von dort kommen. Seit Beginn der Maßnahme habe man 23 Schiffe dazu bewegt, in den Iran zurückzukehren, so die US-Streitkräfte.

13.42 Uhr: Libanons Ministerpräsident - Angriff auf UN-Blauhelme

Nach Angaben von Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam hat es einen Angriff auf UN-Blauhelme gegeben. Betroffen gewesen seien Mitglieder des französischen Unifil-Kontingents. Salam verurteilt auf X den Angriff und ordnet eine Untersuchung des Vorfalls an.

13.40 Uhr: Möglicher Kerosinmangel - Klingbeil fordert Vorbereitungen in Deutschland

Bundesfinanzminister Klingbeil fordert, dass sich Deutschland auf einen möglichen Mangel an Flugbenzin vorbereitet. Man müsse Warnungen vor einer Kerosinknappheit sehr ernst nehmen, sagt Klingbeil im Interview mit dem "Spiegel". Er vergleicht die aktuelle Lage bei der Energieversorgung mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs, als kein Gas mehr aus Russland kam.

"Diese Krise ist größer und hartnäckiger als viele glauben", sagt Klingbeil wörtlich. Das hätten ihm Gespräche auf der Tagung des Internationalen Währungsfonds in Washington gezeigt, von der er gerade zurückgekommen ist.

Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, nimmt während der IWF-Frühjahrstagung an einer Pressekonferenz mit dem Bundesbankchef teil.
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Möglicher Kerosinmangel - Klingbeil fordert Vorbereitungen in Deutschland

13.14 Uhr: Briten melden iranischen Angriff auf Tanker in Straße von Hormus

Das britische Militär hat einen Angriff von Schnellbooten der iranischen Revolutionsgarde auf einen Tanker in der Straße von Hormus gemeldet. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) teilte am Samstag mit, der Tanker und dessen Besatzung seien nach ersten Erkenntnissen in Sicherheit.

12.13 Uhr: Libanesische Führung berät über Gespräche mit Israel

Die libanesische Staatsführung hat sich über mögliche Verhandlungen mit Israel ausgetauscht. Wie das Büro von Präsident Joseph Aoun mitteilte, sprach Aoun bei einem Treffen mit Regierungschef Nawaf Salam über die "Bereitschaft zu Verhandlungen" mit Israel. Seit der Nacht zum Freitag gilt eine vorläufige Waffenruhe im Libanon, wo kurz nach dem Beginn des Iran-Krieges der Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah wiederaufgeflammt war.

US-Präsident Donald Trump hat Aoun und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu einem Treffen im Weißen Haus eingeladen. Ein Termin wurde noch nicht genannt. Aoun hat erklärt, er sei bereit, überall hin zu gehen, um "mein Land zu befreien, mein Volk zu schützen und meine Nation zu retten".

11.53 Uhr: Pakistan sieht Fortschritte auf Weg zu Iran-Einigung

Pakistan sieht trotz der Wiedereinführung iranischer Beschränkungen in der Straße von Hormus Fortschritte auf dem Weg zu einer Einigung zwischen Teheran und Washington. Pakistanische Behördenvertreter erklärten, vor dem Auslaufen der zwischen den beiden Ländern vereinbarten Waffenruhe am 22. April werde noch immer auf eine Vereinbarung hingearbeitet.

Neben der Lage in der Straße von Hormus könnte auch der Verlauf der Waffenruhe im Libanon erheblichen Einfluss darauf nehmen, ob neue Gespräche zwischen den USA und Iran zum Erfolg führen. Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar bezeichnete die Libanon-Waffenruhe bei einem Diplomatie-Forum in Antalya als gutes Zeichen. Er verwies darauf, dass die Kämpfe zwischen Israel und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah ein großer Streitpunkt bei der ersten Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran in Islamabad gewesen seien, bei der man einer Einigung bereits "sehr nah" gekommen sei.

11.19 Uhr: Ägypten - Arbeiten mit Pakistan an dauerhaftem Frieden

Ägypten arbeitet laut Außenminister Badr Abdelatty eng mit Pakistan an einem Rahmenwerk zusammen, das auf die Sicherung eines dauerhaften Friedens zwischen den USA und Iran abzielt. Ägypten, die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien koordinierten demnach eine umfassendere regionale Initiative, deren Schwerpunkt darauf liege, eine erneute Eskalation zu verhindern und die Grundlagen für eine Sicherheitsvereinbarung für die Zeit nach dem Krieg zu schaffen.

11.01 Uhr: Türkei - Israel benutzt Sicherheit als "Vorwand"

Die Türkei hat Israel vorgeworfen, unter dem Deckmantel seiner Bemühungen um nationale Sicherheit in Wirklichkeit nach der Einnahme von Gebieten zu streben. Israel gehe es "nicht um seine eigene Sicherheit", sondern um "mehr Land", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan. Die Regierung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu benutze "Sicherheit als Vorwand, um mehr Land zu besetzen".

Fidan äußerte sich auf einem diplomatischen Forum in der türkischen Stadt Antalya. Israel habe "international eine Illusion geschaffen, indem es behauptet, nur an seiner eigenen Sicherheit interessiert zu sein", sagte er weiter. Doch insbesondere in den vergangenen Jahren sei "deutlich geworden, dass es um mehr geht", sagte er. Konkret warf er Israel "eine fortschreitende Besatzung und Expansion in der Region" vor, wobei er sich auf die Palästinensergebiete Gazastreifen, Westjordanland und Ostjerusalem sowie den Libanon und Syrien bezog.

10.58 Uhr: Iran hat Luftraum teilweise wieder geöffnet

Vor der Rücknahme der angekündigten Aufhebung der Beschränkungen in der Straße von Hormus hat der Iran seinen Luftraum teilweise wieder geöffnet. Die staatliche Zeitung «Iran» zitierte die zivile Luftfahrtbehörde des Landes damit, dass einige Routen über dem Osten des Irans um 7 Uhr (Ortszeit) am Samstag wieder geöffnet worden seien. Der Flugverkehr an den Airports werde schrittweise wieder anlaufen, hieß es. Ein Zeitrahmen wurde jedoch nicht genannt.

10.13 Uhr: Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt.

In der Erklärung heißt es weiter, der Iran habe einer kontrollierten Durchfahrt einer begrenzten Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen durch die Straße von Hormus zugestimmt. Die USA hätten dagegen ihre Blockade fortgesetzt. Aus diesem Grund sei die Kontrolle über die Straße von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt: Die strategisch wichtige Meerenge unterliege der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte. Daran ändere sich nichts, solange die Vereinigten Staaten die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.

08.41 Uhr: Mehrere Tanker durchqueren Straße von Hormus

Daten der Schiffsverfolgungsplattform MarineTraffic zeigen, dass ein Konvoi von Tankern den Golf verlassen und eine Durchquerung der Straße von Hormus begonnen hat. Der Konvoi besteht demnach aus vier Flüssiggastankern sowie mehreren Tankern für Ölprodukte und Chemikalien.

08.32 Uhr: Pakistans Armeechef beendet Vermittlungsbesuch in Teheran

Der im Iran-Krieg um Vermittlung bemühte pakistanische Armeechef Asim Munir hat pakistanischen Angaben zufolge seinen mehrtägigen Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran beendet. Munir habe während seines Besuchs mehrere hochrangige iranische Führungspersonen getroffen, was Pakistans "unerschütterliche Entschlossenheit unterstreicht, eine Verhandlungslösung zu ermöglichen", erklärte die Armee.

05.33 Uhr: US-Regierung verlängert Lockerung von Sanktionen für russisches Öl

Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl um einen Monat verlängert. Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Ausgenommen sind lediglich russische Öllieferungen an Iran, Kuba und Nordkorea sowie von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine, einschließlich der Krim. Die USA versuchen auf diesem Weg, die während des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise unter Kontrolle zu halten

05.19 Uhr: Trump kündigt neue "gute Nachrichten" zum Iran an

US-Präsident Donald Trump spricht von neuen "ziemlich guten Nachrichten" in Bezug auf den Iran. "Wir haben vor 20 Minuten ziemlich gute Nachrichten bekommen, es scheint im Nahen Osten mit dem Iran sehr gut zu laufen", sagt Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One. Auf die Frage, was die gute Nachricht sei, antwortet Trump: "Sie werden davon hören. Ich denke einfach, das sollte passieren. Es ist das einzig Sinnvolle. Und ich glaube, das wird es auch. Wir werden sehen, was passiert, aber ich glaube, das wird es."

05.16 Uhr: Iran droht mit erneuter Blockade der Straße von Hormus

Erst am Freitag hatte Iran angekündigt, seine Blockade der Straße von Hormus aufzugeben, solange die Waffenruhe andauere. Doch nun drohte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, die Durchfahrt für Schiffe wieder zu blockieren. Sollten die USA ihre Blockade der Schifffahrtsroute nicht aufgeben, "wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben", schrieb er beim Kurznachrichtendienst X. Derzeit hindern die USA Schiffe an der Durchfahrt der Meerenge, die einen iranischen Hafen ansteuern oder in ihm abgelegt haben. US-Präsident Trump hatte betont, die US-Blockade werde andauern, bis ein Abkommen mit Iran erzielt werde.

Der Iran droht damit, die Straße von Hormus im Persischen Golf erneut für Handelsschiffe und Öltanker zu sperren.
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Die Straße von Hormus

05.05 Uhr: Trump droht mit Ende der Waffenruhe mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump droht mit einem Ende der Waffenruhe mit dem Iran, falls bis Mittwoch keine langfristige Einigung zur Beendigung des Krieges erzielt werde. "Vielleicht werde ich sie nicht verlängern, aber die Blockade der iranischen Häfen wird bestehen bleiben", sagte Trump vor Journalisten an Bord der Air Force One. "Die Blockade bleibt, und leider müssen wir dann wieder anfangen, Bomben abzuwerfen."

02.14 Uhr: Größter Schiffskonvoi seit Kriegsbeginn kehrt vor der Straße von Hormus um

Eine Gruppe von rund 20 Handelsschiffen hat den Versuch abgebrochen, die Straße von Hormus zu passieren. Schiffsbewegungsdaten zufolge sind die meisten Schiffe, darunter Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker, wieder umgekehrt. Der Grund dafür ist zurzeit unklar. Zu der Gruppe gehören auch drei Containerschiffe der französischen Reederei CMA CGM. Sie lehnte eine Stellungnahme ab. Die Schiffe waren Teil des bisher größten Schiffskonvois Richtung Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Krieges.

00.42 Uhr: Trump will iranisches Uran in die USA bringen

US-Präsident Donald Trump will das iranische Uran nach einem Friedensabkommen mit dem Iran in die USA bringen. Washington werde Teheran dabei helfen, das angereicherte Uran aus den iranischen Atomanlagen zu bergen, die bei Angriffen der USA im Juni vergangenen Jahres getroffen worden waren, fügte Trump am Freitag bei einer Rede in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona hinzu.

Jemand habe ihn gefragt: "Wie sollen wir an den Atomstaub kommen?", sagte Trump bei einer Veranstaltung der ihm nahestenden Jugendorganisation Turning Point USA mit Blick auf das iranische Uran. "Wir werden es bekommen, indem wir mit dem Iran reingehen, mit vielen Baggern", fügte Trump hinzu. "Wir brauchen die größten Bagger, die Ihr Euch vorstellen könnt."

"Aber wir werden zusammen mit dem Iran reingehen", bekräftigte Trump. "Wir werden es bekommen. Wir werden es sehr bald zurück in die USA bringen."

00.41 Uhr: Trump - Kein Geld für Iran in möglichem Friedensabkommen

Bei einem möglichen Abkommen zur Beendigung des Krieges im Iran wird nach den Worten von US-Präsident Donald Trump kein Geld fließen. Der Verhandlungsprozess laufe gut. Der Iran werde niemals Atomwaffen besitzen.

00.37 Uhr: Datenfirma - Schiffsverkehr in Straße von Hormus bleibt eingeschränkt

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beschränkt sich nach Angaben der Datenfirma Kpler weiterhin auf Korridore, für deren Passage eine Genehmigung nötig ist. Dieses Lagebild ergab sich am Freitagabend (Ortszeit), wie das Unternehmen mitteilte. Wenige Stunden zuvor hatten die USA und der Iran die vollständige Wiederöffnung der strategisch wichtigen Wasserstraße verkündet.

Iranische Staatsmedien berichteten, dass die Bedingungen Teherans für die Freigabe der Straße von Hormus, die seit Beginn des Krieges faktisch geschlossen war, unter anderem vorsehen, dass sämtliche durchfahrenden Handelsschiffe eine vom Iran festgelegte Route nutzen und sich mit der Marine der Revolutionsgarde abstimmen müssten.

00.02 Uhr: Dobrindt - Keine erhöhte Migration nach Europa durch Iran-Krieg

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet aufgrund des Iran-Kriegs vorerst keine höhere Migration nach Europa. "Aktuell sehen wir keinen erhöhten Migrationsdruck»" sagte Dobrindt der "Rheinischen Post".

"Wir haben einen sehr genauen Blick auf die Migrationsbewegungen, beispielsweise im Iran und im Libanon. Aktuell sehen wir hohe Zahlen von Binnenmigration in beiden Ländern, aber wir erkennen noch keinen Druck auf die türkische Grenze. Dies wäre der erste Indikator für eine Migrationsbewegung weiter nach Europa." Vorsorgemaßnahmen würden aber auf europäischer Ebene vorbereitet.

00.01 Uhr: Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" kehrt in Nahen Osten zurück

Der größte aktive Flugzeugträger der Welt, die "USS Gerald R. Ford", ist wieder in den Gewässern des Nahen Ostens unterwegs. Dies teilten zwei Pentagonvertreter der Nachrichtenagentur AP mit. Die "USS Gerald R. Ford" habe gemeinsam mit zwei Zerstörern, der "USS Mahan" und der "USS Winston S. Churchill", den Suezkanal passiert und operiere nun im Roten Meer, erklärte eine der Quellen.

Damit befindet sich nun neben der "USS Abraham Lincoln" im Arabischen Meer ein zweiter Flugzeugträger in der Region. Die "USS George H. W. Bush" ist ebenfalls auf dem Weg in die Region und befindet sich derzeit vor der Küste Südafrikas, wie ein Pentagonvertreter mitteilte.

Samstag, 18. April 2026

23.21 Uhr: US-Militär bestätigt - Schiffe bewegen sich durch Straße von Hormus

Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) hat sich nach der Bekanntgabe der Öffnung der Straße von Hormus zuversichtlich gezeigt. Schiffe würden sich bereits durch die Meerenge bewegen, sagte Centcom-Kommandeur Brad Cooper am Freitag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Cooper bestätigte auch Aussagen von Präsident Donald Trump, wonach das US-Militär daran arbeiten werde, die Straße von Hormus von Minen zu räumen.

22.31 Uhr: Iranischer Marinekommandeur wirft Trump Piraterie vor

Der Kommandeur der iranischen Marine hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, auch nach der Öffnung der Straße von Hormus an der Seeblockade gegen den Iran festzuhalten, scharf kritisiert. Die Blockade komme "Piraterie und Diebstahl auf See" gleich, zitierte die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan am Freitag Marine-Chef Schahram Irani. Trump gebe aber ohnehin nur "leeres Gerede" von sich und niemand höre auf ihn. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seit Verhängung der Blockade Anfang dieser Woche 19 Schiffe zurück in den Iran geschickt.

21.48 Uhr: Iranische Medien stellen Öffnung der Straße von Hormus in Frage

In Berichten von zwei iranischen Nachrichtenagenturen ist die vom iranischen Außenminister Abbas Araghtschi angekündigte Öffnung der Straße von Hormus in Frage gestellt worden.

Die Nachrichtenagentur Fars, die der mächtigen Revolutionsgarde nahestehen soll, verurteilte in einem Beitrag auf der Plattform X das "seltsame Schweigen des Obersten Nationalen Sicherheitsrats und des Verhandlungsteams". In einem Beitrag der Nachrichtenagentur Mehr hieß es, die Entscheidung zur Wiederöffnung der strategischen Wasserstraße bedürfe einer "Klärung" und erfordere die Zustimmung des Obersten Führers.

21.30 Uhr: Iran droht mit Reaktion auf Trumps Beibehaltung von US-Seeblockade

Der Iran hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, an der Seeblockade gegen iranische Schiffe und Häfen festzuhalten, scharf kritisiert. Aus Teherans Sicht sei dies ein Verstoß gegen die Waffenruhevereinbarung, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, nach Berichten staatlicher Medien am Freitag.

Der Iran habe immer noch die Aufsicht über die Straße von Hormus und stehe zu seinen Verpflichtungen. Falls die USA das nicht täten, werde der Iran die nötigen Gegenmaßnahmen ergreifen, wurde Baghaei zitiert. "In dieser Hinsicht wird keine Nachsicht gezeigt werden."

21.29 Uhr: Iran dementiert Übergabe von angereichertem Uran

Der Iran hat eine angebliche Bereitschaft zur Übergabe seines angereicherten Urans im Rahmen der Verhandlungen mit den USA dementiert. "Irans angereichertes Uran wird nirgendwohin transferiert", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, am Freitagabend im Staatsfernsehen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, die USA würden "den ganzen Atomstaub bekommen, geschaffen durch unsere großartigen B2-Bomber". Damit bezog er sich auf die Angriffe der USA auf iranische Atomanlagen im Juni vergangenen Jahres.

20.56 Uhr: Libanesischer Präsident will dauerhaftes Abkommen

Der libanesische Präsident Joseph Aoun fordert, die vereinbarte Waffenruhe in "dauerhafte Abkommen" umzuwandeln. In seiner ersten Fernsehansprache nach der von den USA vermittelten Feuerpause lässt er jedoch offen, ob er damit ein Friedensabkommen mit Israel meint.

Der Libanon verhandle nun für sich selbst und sei nicht länger der Spielball anderer oder ein Schauplatz für fremde Kriege, sagt Aoun in einer offensichtlichen Anspielung auf den Iran und die Hisbollah-Miliz. US-Präsident Donald Trump will Aoun und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zu direkten Gesprächen ins Weiße Haus einladen.

20.13 Uhr: Insider - Große Differenzen in US-iranischen Verhandlungen

Zwischen dem Iran und den USA bestehen bei den Verhandlungen über ein Ende des Krieges laut dem Iran weiterhin erhebliche Differenzen. Die Offenhaltung der Straße von Hormus sei an die Einhaltung der Waffenruhe durch die USA geknüpft, sagt ein Insider aus der iranischen Führung der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei noch keine Einigung über die Details des Atomprogramms erzielt worden.

Teheran hoffe jedoch, dass durch die Vermittlung Pakistans in den kommenden Tagen ein vorläufiges Abkommen erreicht werden könne. Eine Verlängerung der Waffenruhe solle Raum für weitere Gespräche über die Aufhebung von Sanktionen und Entschädigungen für Kriegsschäden schaffen. Im Gegenzug werde der Iran der internationalen Gemeinschaft die friedliche Natur seines Atomprogramms zusichern, heißt es weiter.

19.53 Uhr: Trump - Friedensabkommen mit dem Iran "sehr nah"

Eine Friedensvereinbarung mit dem Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump "sehr nah". Es gebe bei den Gesprächen "überhaupt keine Knackpunkte" mehr, sagte Trump am Freitag in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind sehr nah dran. Es sieht so aus, als ob es für alle sehr gut sein wird. Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu haben."

19.50 Uhr: Trump - Weitere Gesprächsrunde mit Iran wohl am Wochenende

US-Präsident Donald Trump hat weitere direkte Gespräche mit dem Iran angedeutet. "Die Iraner wollen sich treffen", sagte Trump am Freitag in einem kurzen Telefoninterview mit dem Nachrichtenportal "Axios". "Sie wollen eine Einigung erzielen. Ich denke, ein Treffen wird wahrscheinlich am Wochenende stattfinden."

19.41 Uhr: Iran pocht auf Aufhebung der US-Blockade

Der Iran bekräftigt seine Forderung nach Aufhebung der US-Blockade der Straße von Hormus für Schiffe, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern wollen. Sollten die USA dabei bleiben, würden Gegenmaßnahmen ergriffen, teilt das Außenministerium im Staatsfernsehen mit.

19.17 Uhr: Hochfahren der Ölproduktion wird in einigen Golf-Staaten länger dauern

Saudi-Arabiens Finanzminister Mohammed Al-Dschadaan erklärt am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington, einige Länder der Golfregion könnten ihre Ölförderung schnell wieder hochfahren. Andere bräuchten wegen der erlittenen Schäden mehr Zeit. Die größte Herausforderung sei derzeit nicht die Produktionsmenge. Vielmehr stelle sich die Frage, ob Versicherer die Transporte absichern würden, erklärt der Minister.

19.06 Uhr: Libanon - Armee soll nach israelischem Abzug in den Süden einrücken

Das libanesische Militär soll nach dem Willen von Präsident Joseph Aoun nach einem israelischen Abzug in den Süden des Landes einrücken. Die Streitkräfte würden im Südlibanon stationiert und die bewaffnete Präsenz nichtstaatlicher Kräfte beenden, sagte Aoun am Freitag vor Abgeordneten in Beirut mit Blick auf die Hisbollah-Miliz.

18.38 Uhr: UN-Generalsekretär begrüßt Öffnung der Straße von Hormus

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, hat die Öffnung der Straße von Hormus begrüßt. Das sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte er. Der UN-Chef bleibe aber bei der Forderung nach einer "vollständigen Wiederherstellung der internationalen Schifffahrtsrechte und -freiheiten" in der Meerenge, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric. Guterres unterstütze alle diplomatischen Bemühungen mit dem Ziel, einen friedlichen Weg aus dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten zu finden. "Er hofft zudem, dass diese Maßnahme zusammen mit der Waffenruhe dazu beitragen wird, Vertrauen zwischen den Parteien zu schaffen und den von Pakistan vermittelten Dialog zu stärken", sagte der Sprecher.

18.31 Uhr: Trump will angereichertes Uran aus dem Iran holen

Die USA werden nach den Worten von Präsident Donald Trump in "gemächlichem Tempo" in den Iran einrücken, um das dortige angereicherte Uran sicherzustellen und in die USA zu bringen. Dies sagt Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Er bekräftigt, der Iran werde im Rahmen eines möglichen Abkommens kein Geld erhalten.

18.07 Uhr: Pariser Konferenz will freie Hormus-Durchfahrt

Bei einer multinationalen Konferenz in Paris forderten die beteiligten Länder die sofortige, bedingungslose und vollständige Wiederöffnung der Meerenge durch alle Parteien. Frankreichs Präsident Macron sagte, "wir lehnen jegliche Beschränkung, jegliches Abkommen ab, das de facto einem Versuch gleichkäme, die Meerenge zu privatisieren – und selbstverständlich jegliches Mautsystem." Zur Konferenz waren unter anderem Bundeskanzler Merz, Großbritanniens Premier Starmer und Italiens Regierungschefin Meloni persönlich angereist. Insgesamt nahmen rund 30 Staats- und Regierungschefs an dem Treffen teil und sowie Vertreter 20 weiterer Staaten und Organisationen. Auch Indien, China, Australien und die Türkei waren vertreten.

Mehr als ein Dutzend Staaten sollen zugesagt haben, sich an einer friedlichen Mission zur Verteidigung der Freiheit der Straße von Hormus beteiligen zu wollen, auch Deutschland unter bestimmten Bedingungen. Offen ist, ob auch die Beteiligung der USA an einer solchen Mission gewünscht ist.

18.00 Uhr: Offenbar Toter in Südlibanon nach israelischem Angriff trotz Waffenruhe

Trotz der seit der Nacht geltenden, von den USA vermittelten Waffenruhe im Südlibanon ist offenbar ein Mensch bei einem israelischen Drohnenangriff getötet worden. Die Information stammt von Sanitätern und dem Leiter eines örtlichen Krankenhauses und wird von der Nachrichtenagentur Reuters gemeldet.

17.51 Uhr: Iran droht Straße von Hormus erneut zu blockieren

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars hat sich ein Regierungsvertreter zur anhaltenden Blockade iranischer Häfen durch die USA geäußert. Wenn sie andauere, werde der Iran dies als Verletzung der Waffenruhe betrachten und die heute erst für geöffnet erklärte Straße von Hormus wieder schließen.

16.47 Uhr: Trump - USA haben Israel Bombardement des Libanon untersagt

Die USA haben laut Präsident Donald Trump Israel weitere Bombenangriffe auf den Libanon untersagt. "Israel wird den Libanon nicht länger bombardieren. Dies wurde ihnen von den USA VERBOTEN. Genug ist genug!!!", schreibt Trump in einem Social-Media-Beitrag. Der Tonfall ist gegenüber dem langjährigen US-Verbündeten ungewöhnlich scharf. Trump schreibt zudem, dass jegliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran "in keiner Weise" den Libanon betreffe. Die USA würden jedoch in angemessener Weise mit der Situation der militanten Hisbollah umgehen. Diese ist mit dem Iran verbündet und beschießt von Libanon aus immer wieder Israel.

16.45 Uhr: Kallas fordert freie Hormus-Durchfahrt

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat den Iran aufgefordert, Pläne für Transitgebühren in der Straße von Hormus aufzugeben. Die Durchfahrt durch solche Wasserstraßen müsse kostenlos bleiben, so Kallas auf X. Das entspreche internationalem Recht. Ein Gebührenmodell würde einen gefährlichen Präzedenzfall für globale Seerouten schaffen.

16.31 Uhr: Merz pocht auf völlige Freigabe der Straße von Hormus

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die völlige Freigabe der Straße von Hormus für die Schifffahrt gefordert. Auf einer Pressekonferenz in Paris nannte es Merz eine "gute Nachricht", dass der Iran die Meerenge unter Auflagen geöffnet habe. Die Durchfahrten müssten aber "in vollkommener Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht" möglich sein, es dürfe "keinerlei Einschränkungen" geben.

16.20 Uhr: Iran präzisiert Durchfahrtsregeln durch Straße von Hormus

Nach Angaben eines hochrangigen iranischen Militärvertreters im Staatsfernsehen können Handelsschiffe die Meerenge auf einer festgelegten Route und mit Erlaubnis der Marine der Revolutionsgarden durchqueren. Kriegsschiffen dürfen die Straße von Hormus demnach nicht durchfahren.

Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf.
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Laut dem Iran soll die Straße von Hormus geöffnet werden, solange eine Waffenruhe dauert - welche Waffenruhe genau, ist offen.

16.00 Uhr: Macron begrüßt Hormus-Öffnung

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus durch den Iran begrüßt. Dies gehe in die richtige Richtung, so Macron in Paris. Die jüngsten Entwicklungen seien ermutigend, man müsse aber weiterhin vorsichtig bleiben.

15.54 Uhr: Hapag Lloyd meidet die Straße von Hormus weiterhin

Die Reederei Hapag-Lloyd lässt ihre Schiffe weiterhin nicht durch die Straße von Hormus fahren. Sie werde erst die Ankündigung, dass die Meerenge geöffnet sei, prüfen und die Risiken einer Durchfahrt bewerten, teilte das Unternehmen mit. Nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder (VDR) sitzen seit Beginn des Nahost-Krieges Ende Februar mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten im Persischen Golf fest.

Die britische Denkfabrik Royal United Services Institute (Rusi) verweist darauf, dass die Straße von Hormus erst dann wieder als offen gelten werde, wenn die Versicherer die Schiffe, die die Meerenge passieren, zur Tarifen versichern, die eine Passage wirtschaftlich tragfähig machen. Dieser Zeitpunkt werde nicht allein durch Ankündigungen oder diplomatische Verlautbarungen eintreten. "Er wird erst erreicht sein, wenn die Bedrohung nachweislich und dauerhaft reduziert ist", schrieb die Denkfabrik Ende März. 

15.50 Uhr: Ölpreis ist um gut zehn Prozent gefallen

Der Ölpreis ist um gut zehn Prozent gefallen, nachdem der Iran die Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe geöffnet hat. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent für die Lieferung im Juni sank am Freitagnachmittag um 10,42 Prozent auf 89,11 Dollar (75,25 Euro). Die US-Referenzsorte WTI wurde sogar für 11,11 Prozent weniger gehandelt und sank auf 84,11 Dollar pro Barrel.  Auch der Preis für Flüssiggas ließ nach.

15.28 Uhr: Auch Trump äußert sich zur Öffnung der Straße von Hormus

Laut der Nachrichten-Agentur AP hat sich auch US-Präsident Trump zur Öffnung der Straße von Hormus geäußert. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: "Der Iran hat soeben bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus vollständig geöffnet und für den uneingeschränkten Schiffsverkehr bereit ist. Vielen Dank!". Die Blockade der iranischen Häfen durch das US-Militär bleibe allerdings trotz der Öffnung der Straße von Hormus bestehen, bis die Verhandlungen mit dem Iran zu 100 Prozent abgeschlossen seien, so Trump.

15.00 Uhr: Straße von Hormus wird laut Iran vorerst geöffnet

Die Straße von Hormus wird vorläufig geöffnet. Das gelte für alle Handelsschiffe, teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi auf X mit. Der Grund dafür sei die vereinbarte Waffenruhe, die der Iran gefordert hatte. Er ließ offen, ob er damit die Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel meinte, die in der Nacht für die Dauer von zehn Tagen in Kraft getreten ist, oder die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA.

14.30 Uhr: Südlibanesen kehren trotz Warnung zurück auf ihr Land

Trotz der Warnung der libanesischen Armee kehren weiterhin zahlreiche vertriebene Südlibanesen in ihre Orte zurück. Schon die Ankündigung des Waffenstillstands hatte viele zur Rückkehr bewogen. Bilder von Nachrichtenagenturen zeigen Fahrzeugkolonnen auf einer Küstenstraße, die nach Süden führt. Eine der Rückkehrerinnen, Alaa Damasch, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie habe die Warnung der Armee zur Kenntnis genommen. Dennoch habe sie sich wie viele andere auf den Weg gemacht. Die "Liebe der Menschen zu ihrem Land und ihren Häusern" sei einfach zu groß. Ein anderer Rückkehrer, der 35-jährige Mohammad Abu Raja sagte: "Auch wenn es unser Zuhause nicht mehr gibt, ist es wichtig, auf unser Land zurückzukehren."

14.24 Uhr: Russland begrüßt Feuerpause

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat sich positiv zur Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon geäußert. Er sagte, Moskau hoffe, "dass es in diesen wenigen Tagen tatsächlich gelingen wird, Vereinbarungen zu treffen, die eine Wiederaufnahme der bewaffneten Auseinandersetzungen in Zukunft verhindert". 

13.37 Uhr: Israel - Entwaffnung der Hisbollah bleibt zentrales Ziel

Israel pocht trotz der Waffenruhe im Libanon-Krieg darauf, dass die dort ansässige Hisbollah-Miliz entwaffnet wird. "Das von uns definierte Ziel – die Entwaffnung der Hisbollah mit militärischen oder politischen Mitteln – war und bleibt das Ziel des Einsatzes", sagte Verteidigungsminister Israel Katz in einer Videobotschaft. Der Vorstoß israelischer Bodentruppen sowie die Luftangriffe auf die vom Iran unterstützten Hisbollah-Kämpfer hätten viele Erfolge gebracht, seien aber noch nicht abgeschlossen. 

13.05 Uhr: Libanon meldet Tote von Angriffen bei Beginn der Waffenruhe

Bei israelischen Angriffen auf die südlibanesische Küstenstadt Tyrus sind kurz vor Eintritt der Waffenruhe mit der Hisbollah nach libanesischen Angaben 13 Menschen getötet worden. Vier Gebäude im Zentrum der Stadt seien bei den Angriffen getroffen worden, bestätigte der libanesische Zivilschutz der Deutschen Presse-Agentur. Auf Bildern von Anwohnern waren die komplett zerstörten Häuser zu sehen. Die Angriffe erfolgten dem Zivilschutz zufolge kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Auch kurz danach habe noch ein Angriff eines der Gebäude getroffen. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht.

12.33 Uhr: Deutschland beteiligt sich erst nach "nachhaltiger Friedenslösung"

Deutschland wird sich nach Angaben eines Regierungssprechers erst nach "einer stabilen, nachhaltigen Friedenslösung" an einer Absicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus beteiligen. Während der Kampfhandlungen sei ein Einsatz nicht geplant, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. "Natürlich muss es zu einer wirklich tragfähigen, belastbaren Verständigung kommen." Was genau der Zeitpunkt für einen Einsatz Deutschlands und der Europäer sein könnte, bleibt offen. Kanzler Friedrich Merz nimmt am Nachmittag an Beratungen europäischer Regierungen zu einer möglichen Hilfe für die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus teil.

11.02 Uhr: Islamabad bereitet sich auf weitere Verhandlungsrunde vor

Pakistan bereitet sich auf weitere Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten in der Hauptstadt Islamabad vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, seinen Aufenthalt in Teheran verlängert habe. Munir war am Mittwoch in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Er wird als wichtiger Vermittler zwischen den Kriegsparteien angesehen und sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump gilt als gut.

Trump hatte zuletzt davon gesprochen, im Falle einer Einigung mit dem Iran selbst zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen. Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen heißt es, eine neuerliche Verhandlungsrunde würde größer werden als die vergangene.

10.15 Uhr: Irans Revolutionsgarden warnen - haben Finger am Abzug

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben zum nationalen Tag der Armee scharfe Warnungen an die USA und Israel gerichtet. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung betonten die Elitestreitkräfte ihre Bereitschaft, auf jede militärische Bedrohung mit "verheerenden und tödlichen Schlägen" zu reagieren. Weiter hieß es, man sei mit "fester Entschlossenheit, wachsamen Augen, eisernem Willen und dem Finger am Abzug" bereit, auf jede Bedrohung durch die USA, Israel und deren Verbündete zu reagieren.

10.14 Uhr: Macron fordert Entwaffnung der Hisbollah-Miliz

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich besorgt über die Einhaltung der Waffenruhe im Libanon geäußert. "Die Hisbollah muss auf Waffen verzichten. Israel muss die libanesische Souveränität respektieren und den Krieg beenden", forderte Macron am Freitag im Kurznachrichtendienst X.

09.53 Uhr: Trump-Regierung erwartet Iran bei der Fußball-WM

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geht von einer Teilnahme des iranischen Nationalteams an der Fußball-WM aus. "Ich werde nicht für die iranische Mannschaft sprechen, aber ich kann sagen, dass der Präsident – als ich mit ihm gesprochen habe – die iranische Mannschaft hierher eingeladen hat. Wir erwarten sie also hier", sagte Andrew Giuliani, Leiter der Task Force des Weißen Hauses für das Turnier im Sommer (11. Juni bis 19. Juli), dem Magazin Politico.

Giuliani ergänzte, dass die Regierung davon ausgehe, dass der iranische Tross bis zum 10. Juni in den USA eintreffen werde, um sein WM-Lager in Tucson/Arizona zu beziehen. Das Team trifft in Gruppe G in Los Angeles auf Neuseeland und Belgien sowie in Seattle auf Ägypten.

09.50 Uhr: Libanesische Armee warnt Bewohner trotz Waffenruhe vor Rückkehr in den Süden

Trotz des Inkrafttretens einer Waffenruhe zwischen den lange verfeindeten Nachbarländern Libanon und Israel hat die libanesische Armee Vertriebene vor einer Rückkehr in den Süden des Landes gewarnt. In der Region gebe es weiterhin "zahlreiche israelische Aggressionen", erklärte die libanesische Armee am Freitag. Vertriebene sollten sich noch etwas gedulden, hieß es weiter.

Die zehntägige Waffenruhe hatte um Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) begonnen. Die libanesische Armee erklärte am Freitagmorgen jedoch im Onlinedienst X, es seien bereits mehrere Verstöße durch Israel registriert worden. Die Hisbollah-Miliz teilte ihrerseits mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme "eine Ansammlung israelischer Soldaten" bombardiert.

09.44 Uhr: 58 Prozent der Verbraucher fürchten Einschränkungen durch höhere Preise

Die Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland befürchten laut einer Umfrage Auswirkungen des Krieges in Nahost auf ihr Konto: 58 Prozent haben sehr große oder eher große Sorgen, dass die Preise durch den Krieg so stark steigen, dass sie sich im Alltag finanziell einschränken müssen, wie am Freitag aus einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) hervorging.

Besonders Menschen mit einem niedrigeren Haushaltsnettoeinkommen von unter 2500 Euro pro Monat gaben laut Umfrage an, mit Blick auf die Preise besorgt zu sein (66 Prozent). "Gerade Menschen mit geringem Einkommen und viele Familien haben kaum noch finanziellen Spielraum. Für sie ist jeder zusätzliche Euro eine enorme Belastung", erklärte vzbv-Vorständin Ramona Pop. Sie forderte "spürbare Entlastungen" wie die Stromsteuersenkung sowie eine Preisbeobachtungsstelle, "um ungerechtfertigte Preiserhöhungen aufzudecken".

09.12 Uhr: Luftverkehrswirtschaft fordert wegen Kerosinmangels Hilfe der Regierung

Angesichts einer drohenden Verknappung der Kerosinversorgung fordert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) Hilfe von der Bundesregierung. Dazu zählen eine Freigabe der nationalen und europäischen Kerosin-Reserven und weniger Rechte für Flugpassagiere, wie die "Welt am Sonntag" am Freitag berichtete. Der BDL vertritt Fluggesellschaften und Flughäfen. 

"Eine Verknappung von Kerosin hätte unweigerlich eingeschränkte Fluganbindungen zur Folge", sagte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der Zeitung. "Dies würde der deutschen und europäischen Wirtschaft, die auf gute Verbindungen in die ganze Welt angewiesen ist, erheblichen Schaden zufügen. Auch die Tourismuswirtschaft wäre betroffen." Fluggesellschaften müssten dramatische Auswirkungen auf das Sommerreisegeschäft befürchten.

08.56 Uhr: Vermittlerkreise - Zunächst Absichtserklärung bei US-Iran-Verhandlungen

Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zielen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge zunächst auf eine vorläufige Vereinbarung. Erst werde eine Absichtserklärung unterzeichnet, sagt ein pakistanischer Insider, der an den Vermittlungen beteiligt ist. Im Anschluss solle binnen 60 Tagen ein umfassendes Abkommen ausgehandelt werden.

Beide Seiten seien sich grundsätzlich einig, technische Details würden später geklärt. Pakistan vermittelt zwischen den USA und dem Iran. Diplomaten zufolge verhandelt der pakistanische Armeechef Asim Munir seit Mittwoch in Teheran und hat einen Durchbruch bei strittigen Punkten erzielt. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, eine Einigung der Vereinigten Staaten mit dem Iran rücke näher. Die Delegationen beider Seiten könnten sich möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen.

08.39 Uhr: Ahmetovic - Schicken Soldaten nicht in "Himmelfahrtskommando"

Der SPD-Außenexperte Adis Ahmetovic hat klare Voraussetzungen genannt, unter denen seine Fraktion einer Entsendung deutscher Soldaten in die Straße von Hormus zustimmen würde. Deutsche Soldaten würden nicht hingeschickt, solange es keinen verlässlichen Waffenstillstand gebe, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Er sei nicht bereit, Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr "in ein Himmelfahrtskommando zu schicken."

07.57 Uhr: Friedenshoffnungen im Nahost-Krieg drücken Ölpreis

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Nahost-Kriegs hat Öl zum Wochenschluss etwas billiger gemacht. Die Preise für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI gaben am Freitag um jeweils gut 1,5 Prozent auf 97,94 Dollar beziehungsweise 93,32 Dollar je Fass nach. Israel und Libanon hatten einer zehntägigen Waffenruhe am Donnerstag zugestimmt. Damit könnte ein Haupthindernis für ein umfassenderes Friedensabkommen im Nahen Osten beseitigt werden. Laut US-Präsident Donald Trump könnten sich die Verhandlungsdelegationen der USA und des Iran möglicherweise schon dieses Wochenende wieder treffen.

07.37 Uhr: IWF warnt Europa vor zu breiten Energiehilfen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt die EU-Länder vor übermäßigen Staatshilfen als Reaktion auf die stark gestiegenen Energiepreise. Breite Entlastungen verfälschten das Preissignal, das eigentlich zur Senkung des Verbrauchs führen sollte, sagte der Direktor der IWF-Europa-Abteilung, Alfred Kammer, der Nachrichtenagentur Reuters. "Viele der diskutierten Maßnahmen schwächen dieses Signal ab", erklärte er.

Falls Regierungen eingriffen, sollten sie sich auf die ärmsten Haushalte konzentrieren. Breite Eingriffe kämen tendenziell einkommenstärkeren Haushalten zugute, die mehr Energie verbrauchten. Kammer empfahl stattdessen Pauschalzahlungen gezielt an die ärmsten Haushalte, was auch weniger kosten würde.

07.30 Uhr: 87 Prozent der Deutschen erwarten kein schnelles Kriegsende

Die Deutschen rechnen trotz neuer Verhandlungen nicht mit einem schnellen Ende des Iran-Kriegs. Laut ZDF-Politbarometer erwarten 87 Prozent der Befragten, dass der Krieg der USA und Israels gegen Iran länger dauern wird. Nur neun Prozent glauben an ein Ende in den kommenden Wochen. Eine militärische Beteiligung Deutschlands an dem Krieg lehnen 93 Prozent ab.

06.01 Uhr: Tankrabatte sind nach Ansicht des IWF unkluge Maßnahme

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält nichts von temporären Maßnahmen wie Tankrabatten zur Abfederung hoher Energiepreise. Zwar sei die Versuchung für Regierungen groß, den Preisanstieg mittels Obergrenzen oder Senkungen der Kraftstoffsteuer einfach zu stoppen. "Dies sind jedoch unkluge Maßnahmen", heißt es in einem Briefing der Organisation zu Europa. Eine nicht zielgerichtete Unterstützung komme überproportional einkommensstarken Haushalten zugute, die mehr Energie verbrauchten.

Der IWF beruft sich dabei auf Erkenntnisse aus der Energiekrise infolge des Beginns des Ukraine-Krieges 2022. Nun sollten die europäischen Regierungen die "kostspieligen Fehler nicht wiederholen". "Umfassende und unbefristete Unterstützungsmaßnahmen lassen sich nur schwer wieder rückgängig machen und sollten vermieden werden."

05.15 Uhr: Trump: Iran-Krieg verläuft "reibungslos"

US-Präsident Donald Trump steht dem Iran-Krieg trotz zahlreicher negativer Folgen positiv gegenüber. "Ich muss sagen, der Krieg im Iran verläuft reibungslos", sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in einer Rede in Las Vegas. "Er dürfte ziemlich bald zu Ende sein." Trotz steigender Energiepreise, Tod und Zerstörung sowie Sorgen über die Zukunft der Nato und des Nahen Ostens sei der Krieg "perfekt gewesen", sagte Trump und lobte dabei die Stärke des US-Militärs.

04.31 Uhr: SPD-Politiker Heil fordert mehr Einsatz für Frieden im Iran

Der SPD-Außenpolitiker Hubertus Heil fordert die Bundesregierung angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine auf, "mehr Führungsverantwortung" zu übernehmen. Heil begrüßte die heutige Konferenz zur Lage in der Straße von Hormus unter anderem mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Paris. Voraussetzung für eine Sicherung der Schifffahrt sei "ein dauerhafter Waffenstillstand", sagte Heil der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Und solche Initiativen werden nur dann zum Erfolg, wenn wir eine abgestimmte politische Strategie mit den Mitgliedstaaten der EU, Großbritannien und anderen Partnern haben."

04.30 Uhr: Trump nennt Iran-Krieg "kleinen Umweg"

US-Präsident Donald Trump hat den Iran-Krieg als "kleinen Umweg" bezeichnet. Bei einem Auftritt in Las Vegas verteidigte Trump am Donnerstag seine Wirtschaftspolitik und rechtfertigte den Militäreinsatz. "Wir übertreffen alle Rekorde und das trotz unseres kleinen Umwegs durch das reizende Land Iran", sagte Trump. "Aber wir mussten es tun, denn sonst hätten schlimme Dinge passieren können", fügte er unter Anspielung auf das iranische Atomprogramm hinzu.

In einer aktuellen Umfrage des Instituts Ipsos gaben 51 Prozent der befragten US-Bürger an, der Iran-Krieg sei angesichts der damit verbundenen Kosten nicht nicht zu rechtfertigen. Rund ein Viertel der Befragten gab das Gegenteil an.

02.03 Uhr: Libanesische Armee meldet israelischen Beschuss trotz Waffenruhe

Die libanesische Armee wirft Israel Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Seit Inkrafttreten der Feuerpause habe es zeitweiligen Beschuss auf südlibanesische Dörfer gegeben, teilt das Militär mit. Die Bürger seien aufgerufen worden, ihre Rückkehr in die Ortschaften im Süden des Landes vorerst zu verschieben.

Die libanesische Armee wirft Israel Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vor.
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Die Waffenruhe im Libanon bleibt fragil.

02.01 Uhr: VAE-Berater bezeichnet Iran als primären Gegner der Golfstaaten

Die Vereinigten Arabischen Emirate betrachten den Iran nach Aussagen des diplomatischen Beraters des Präsidenten, Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan, als "Hauptfeind". Anwar Gargasch sagte am Donnerstag bei einem Medienbriefing im Dubai Press Club, die Golfstaaten hätten eine andere Sicht auf den Iran als andere Länder der Region.

"Wir sind uns der Haltung vieler arabischer Gesellschaften vollkommen bewusst, Israel als den primären Feind zu sehen, aber die Sichtweise in den Golfstaaten kann anders sein ... der Iran ist derjenige, der die Golfstaaten mit Tausenden Raketen und Drohnen angegriffen hat, und aus diesem Grund vertrauen wir ihm nicht und betrachten ihn als primären Feind", sagte er.

01.41 Uhr: Guterres ruft Israel und Hisbollah zur Einhaltung der Waffenruhe auf

UN-Generalsekretär António Guterres ruft Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz auf, die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe uneingeschränkt zu respektieren. Das teilte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York mit. Guterres hoffe, dass diese Waffenruhe den Weg für Verhandlungen und die vollständige Umsetzung der Resolution 1701 des Sicherheitsrats ebnen werde, um eine langfristige Lösung des Konflikts zu erreichen. 

01.12 Uhr: Klingbeil - Iran-Krieg hat "massive Auswirkung" auf Konjunktur

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat vor den Folgen des Iran-Kriegs auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gewarnt. "Dieser Krieg hat eine massive Auswirkung auf unser Wachstum und auf die wirtschaftliche Stärke", sagte Klingbeil am Donnerstag am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. Der Krieg sei ein "erheblicher Dämpfer" für die Anstrengungen, das wirtschaftliche Wachstum anzukurbeln. 

Die Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der G7-Staaten erklärten am Donnerstag in einer gemeinsamen Stellungnahme, es sei "dringend notwendig", die globalen wirtschaftlichen Kosten des Konflikts im Nahen Osten zu begrenzen. Es müsse daher dringend auf einen "dauerhaften Frieden" hingearbeitet werden.

01.00 Uhr: Libanon strebt IWF-Programm an - Kriegsschäden bei sieben Milliarden Dollar

Der Libanon hält an seinem Ziel eines Kreditprogramms des Internationalen Währungsfonds (IWF) fest. Die Gespräche in dieser Woche seien gut verlaufen, sagt der libanesische Finanzminister Jassin Dschaber der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der IWF-Frühjahrstagung in Washington. Die massiven israelischen Angriffe hätten den Prozess jedoch verzögert. Dschaber schätzt die bisherigen Kriegsschäden im Libanon auf sieben Milliarden Dollar.

00.15 Uhr: Israelische Armee bleibt während Waffenruhe im Südlibanon

Auch nach Beginn der Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon bleibt das israelische Militär nach eigenen Angaben im Südlibanon stationiert. Wie die Armee weiter mitteilt, sollen libanesische Bürger sich deshalb auch nicht südlich des Litani-Flusses begeben.

Freitag, 17. April 2026

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