SYMBOLBILD - 04.08.2026, Palästinensische Gebiete, Gaza Stadt: Beerdigung von Leichen im Gazastreifen, die mit palästinensischen Flaggen bedeckt sind.
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Nahost-Ticker: UN - Armee tötet gezielt Polizisten in Gaza
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Nahost-Ticker: UN - Armee tötet gezielt Polizisten in Gaza

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Nahost-Ticker: UN - Armee tötet gezielt Polizisten in Gaza

Nahost-Ticker: UN - Armee tötet gezielt Polizisten in Gaza

Die UN werfen Israels Armee vor, im Gazastreifen gezielt Polizisten zu töten. Siedler erschießen einen jugendlichen Palästinenser im Westjordanland. Die israelische Armee tötete dort bereits in der Nacht einen Palästinenser. Die News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Aktuelle News zum USA-Iran-Krieg im Überblick:

  • UN - Armee tötet gezielt Polizisten in Gaza (16.10 Uhr)
  • Siedler dringen in Dorf bei Hebron ein - junger Palästinenser tot (15.25 Uhr)
  • Neue Gewalt im Westjordanland: Ein Toter, ein verletzter Jugendlicher (10.20 Uhr)
  • Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht erneut deutlich zurück (04.51 Uhr)
  • Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

21.40 Uhr: Von der Leyen verurteilt Israels Siedlungspläne "E1"

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilt die Pläne Israels für das Siedlungsprojekt "E1" im besetzten Westjordanland. Die Entscheidung der israelischen Regierung, Bauausschreibungen für das Projekt zu veröffentlichen, sei inakzeptabel, erklärt sie auf der Plattform X. "Wir lehnen diesen Schritt seit langem ab." Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien haben das Vorhaben bereits in einer gemeinsamen Erklärung verurteilt.

Im Video: Weltweiter Widerstand gegen Israels umstrittene Siedlungsprokelt

Israel: Umstrittene Siedlungspolitik
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Israel: Umstrittene Siedlungspolitik

20.30 Uhr: Nahost-Experte - Deutschland darf israelische Extremisten nicht von Kritik ausnehmen

Der Nahost-Experte Peter Lintl von der Stiftung Wissenschaft und Politik bewertet den aktuell schärferen Ton der Bundesregierung gegenüber Israel als eine notwendige Kurskorrektur. Es deute sich ein Kurswechsel an, sagte Lintl bei BR24 im BR Fernsehen. Die jetzige Bundesregierung sei in der Vergangenheit jedoch "deutlich weniger kritisch" gegenüber der Politik im Westjordanland gewesen als Vorgängerregierungen.

Nahost-Experte - Deutschland darf israelische Extremisten nicht von Kritik ausnehmen
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Nahost-Experte - Deutschland darf israelische Extremisten nicht von Kritik ausnehmen

17.15 Uhr: Türkei erlässt internationalen Haftbefehl gegen Netanjahu

Die Türkei hat einen internationalen Haftbefehl gegen den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu erlassen. Hintergrund ist Israels Umgang mit den Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte. Der türkische Justizminister Akin Gürlek teilte am Freitag im Onlinedienst X mit, Netanjahu und ein weiterer israelische Staatsbürger würden der "Verbrechen gegen die Menschlichkeit, des Völkermords, der schweren Freiheitsberaubung" sowie weiterer Vergehen beschuldigt, darunter Folter. 

Die Türkei hatte bereits zuvor Haftbefehle gegen Netanjahu und andere Regierungsvertreter wegen des Vorwurfs des Völkermords im Gaza-Krieg erlassen.

16.10 Uhr: UN - Armee tötet gezielt Polizisten in Gaza

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen in Genf wirft Israels Armee gezielt Angriffe gegen palästinensische Polizisten im Gazastreifen vor. Bei 18 dokumentierten Angriffen seit Januar seien mindestens 77 Palästinenser getötet worden, darunter 57 Polizeikräfte, sechs Kinder und vier Frauen, so das UN-Menschenrechtsbüro am Freitag.

Nach dem Völkerrecht seien Polizisten wie Zivilisten zu behandeln. Sie absichtlich anzugreifen, stelle ein Kriegsverbrechen dar. Ihren Schutz verlören Polizeikräfte nur in dem Moment, in dem sie an Kampfhandlungen teilnähmen.

15.25 Uhr: Siedler dringen in Dorf nahe Hebron ein - Palästinenser getötet

Binnen Tagesfrist ist bei einem erneuten gewaltsamen Zwischenfall im Westjordanland mit Siedlern ein junger Palästinenser getötet worden. Lokalen Angaben zufolge haben palästinensische Einwohner in Sair bei Hebron Steine auf in das Dorf eingedrungene Siedler geworfen, woraufhin eine Sicherheitskraft geschossen habe, teilte Israels Armee mit. Durch die Schüsse habe es "palästinensische Opfer" gegeben.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah war der getötete Palästinenser 17 Jahre alt. Lokalen Medien zufolge wurde außerdem ein 70-Jähriger verletzt. Laut der israelischen Nachrichtenseite "ynet" gab ein Wachmann einer nahe gelegenen israelischen Siedlung die Schüsse ab.

Im Video: Jan-Christoph Kitzler zu Siedlungsprojekt in Israel

Interview: Jan-Christoph Kitzler zu Siedlungsprojekt in Israel
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Interview: Jan-Christoph Kitzler zu Siedlungsprojekt in Israel

11.21 Uhr: Israel greift strategische Anhöhen im Südlibanon an

Das israelische Militär greift weiter im Libanon an. Getroffen wurden nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise in der Nacht die Umgebung der strategisch wichtigen Anhöhen von Ali al-Taher nahe der Stadt Nabatija. Auch aus anderen Teilen des Südlibanon wurden Explosionen gemeldet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen auch in den Bezirken Bint Dschubail und südlich der Küstenstadt Tyrus. Das israelische Militär teilte mit, es handle sich um "Routine-Angriffe".

Die Anhöhen von Ali al-Taher bei Nabatija gelten wegen ihrer erhöhten Lage als strategisch wichtiger Punkt mit Blick auf weite Teile der Region. Sie sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah.

10.24 Uhr: Iran fordert engere Wirtschaftsbeziehungen zum Irak

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf fordert angesichts drohender neuer US-Sanktionen engere wirtschaftliche Beziehungen zum Irak. Beide Länder sollten im Handel ihre Landeswährungen nutzen, um die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern, erklärt Ghalibaf laut seinem Telegram-Kanal vor Wirtschaftsvertretern in Bagdad. Zudem müsse der Iran Pläne ausarbeiten, um die "ungerechten Sanktionen" zu überwinden.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Donnerstag die nach seinen Worten bislang schärfsten Sanktionen gegen den Iran angekündigt, deren Details am Montag bekanntgegeben werden sollen. Ghalibaf wirft den USA und Israel vor, einen Wirtschafts- und Informationskrieg zu führen, da sie eine direkte militärische Konfrontation scheuten.

Im Audio: Irans Präsident wirbt für Kriegsende

ARCHIV - 21.08.2024, Iran, Teheran: Der iranische Präsident Massud Peseschkian spricht in einer öffentlichen Sitzung des Parlaments. (zu dpa: «Irans Präsident: USA müssen sich an Rahmenabkommen halten») Foto: Vahid Salemi/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Rede in Teheran: Irans Präsident wirbt für Kriegsende

10.20 Uhr: Neue Gewalt im Westjordanland – ein Toter, ein verletzter Jugendlicher

Im Norden des von Israel besetzten Westjordanlands ist es erneut zu gewaltsamen Vorfällen gekommen. Die israelische Armee meldete, sie habe in der Nacht einen Palästinenser getötet, der versucht habe, einen israelischen Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Palästinensischen Berichten zufolge stürmten israelische Einsatzkräfte dessen Haus. Palästinensische Medien berichteten zudem, dass bei einem israelischen Einsatz im Ort Sababda ein 14 Jahre alter Junge durch Schüsse israelischer Kräfte verletzt worden sei. Israels Militär sagte auf Anfrage, sie gehe dem nach.

10.16 Uhr: Chinesische Regierung – US-Sanktionen gegen den Iran sind keine Lösung

Die chinesische Regierung hat den von den USA angekündigten massiven wirtschaftlichen Druck gegen den Iran als nicht zielführend abgetan. "Sanktionen und Druck werden nicht dazu beitragen, das Problem zu lösen", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, bei einer Pressekonferenz am Freitag. Peking rufe "alle relevanten Parteien dazu auf, verantwortungsvolle Schritte zu unternehmen und das Problem auf politischem und diplomatischem Wege zu lösen", fügte er hinzu.

Die chinesische Regierung lehne "illegale einseitige Sanktionen ab, die keinerlei Grundlage im Völkerrecht haben und nicht vom UN-Sicherheitsrat autorisiert wurden", fügte Lin hinzu. China ist ein zentraler strategischer und wirtschaftlicher Partner des Iran.

08.53 Uhr: Rohöl verteuert sich deutlich – Lage bleibt angespannt

Rohöl hat sich auf Wochensicht kräftig verteuert. Seit Montag ist der Preis für Rohöl aus der Nordsee um mehr als fünf Prozent gestiegen. Noch am Donnerstag waren die Notierungen deutlich gestiegen, bevor der Anstieg vorerst gestoppt wurde. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent mit Lieferung im Oktober wurde am Freitag bei 93,22 US-Dollar gehandelt und damit etwa ein halbes Prozent niedriger als am Vortag. Nach wie vor zeichnet sich kein Ende des Iran-Kriegs ab, und die wichtige Transportroute von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Straße von Hormus kann kaum genutzt werden.

04.51 Uhr: Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht erneut deutlich zurück

Der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus halbiert sich im Vergleich zum Vortag auf sieben Frachter. Das geht aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervor. Unter den Schiffen befinden sich demnach weder große Rohöl- noch Flüssiggastanker (LNG). Hintergrund des Rückgangs sind wachsende Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrt im Nahen Osten, während die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran stocken. Vor dem Krieg passierte fast ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Transporte die Meerenge.

Freitag, 21. August 2026

21.55 Uhr: US-Regierung genehmigt Verkauf von Tankflugzeugen an Katar

Die US-Regierung hat den Verkauf von vier militärischen Tankflugzeugen an Katar genehmigt. Das Außenministerium teilte am Donnerstag mit, es habe grünes Licht für den Verkauf der vier Maschinen des Typs KC-46A an das Golfemirat gegeben. Der Rüstungsdeal im Umfang von 4,5 Milliarden Dollar umfasse auch die Lieferung von Turbofan-Triebwerken, Radarwarngeräten, militärischen Selbstschutzsystemen, Lastwagen sowie Ausbildungs- und Logistikleistungen. Das Emirat spielt auch im Krieg mit dem Iran eine wichtige Rolle. Katar bemüht sich unter anderem um eine Vermittlung zur Beendigung des Konflikts.

20.47 Uhr: Massenbeisetzung für Tote aus Anfangsphase des Gaza-Kriegs

Bei einer Massenbeisetzung in der Stadt Gaza ist an 50 Palästinenser erinnert worden, die in den ersten Monaten des Krieges zwischen Israel und der Hamas getötet worden waren. Ihre sterblichen Überreste waren erst vor Kurzem unter Trümmern geborgen worden. Dutzende Trauernde trugen am Donnerstag die in palästinensische Flaggen gehüllten Überreste durch zerstörte Straßen zu den Gräbern. Einige hielten Porträts und Plakate mit Bildern der Getöteten.

19.00 Uhr: Deutschland und andere Länder verurteilen Israels Siedlungspläne

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien verurteilen die Pläne Israels, Ausschreibungen für das Wohnbauprojekt "E1" im besetzten Westjordanland zu veröffentlichen. Die Entscheidung sei inakzeptabel, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Regierungschefs der vier Länder. Hunderttausende Israelis haben sich inmitten von Millionen Palästinensern auf dem Gebiet niedergelassen, das Israel im Krieg von 1967 erobert hatte. Nahezu alle Länder und eine Reihe von UN-Gremien betrachten solche Siedlungen als Verstoß gegen das Völkerrecht. Israel weist das zurück.

17.38 Uhr: Iran-Krieg: Neuer US-Flugzeugträger in Region eingetroffen

Die USA haben für ihren Militäreinsatz gegen den Iran einen neuen Flugzeugträger in die Region entsandt. Die "USS George Washington" sei in ihrem Einsatzgebiet im Nahen Osten eingetroffen, teilte das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom am Donnerstag mit.

16.57 Uhr: Öl- und Gaspreise steigen nach Trump-Drohung gegen den Iran

Die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran hat die Öl- und Gaspreise steigen lassen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging am Donnerstagnachmittag um 3,24 Prozent auf 94,59 Dollar (81,02 Euro) nach oben. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI kostete 88,81 Dollar, ein Plus von 3,47 Prozent.

16.48 Uhr: Huthi-Miliz greift Flughafen und Ölkonzern in Saudi-Arabien an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben zwei Ziele in Saudi-Arabien mit Drohnen angegriffen. Die Miliz habe "erfolgreich" zwei Militäraktionen mit Drohnen ausgeführt, teilte ein  Militärsprecher am Donnerstag im Onlinedienst Telegram mit. Der erste Angriff habe sich gegen eine sensible Einrichtung auf dem Flughafen Nadschran gerichtet, der zweite gegen eine Anlage des saudiarabischen Ölkonzerns Aramco in Nadschran. 

11.24 Uhr: Netanjahu – Stabilisierungstruppe hat keinen Zugang zu Gaza erhalten

Israel hat der internationalen Stabilisierungstruppe nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu keinen Zugang in den Gazastreifen gewährt. Damit widersprach Netanjahus Büro übereinstimmenden israelischen Medienberichten vom vergangenen Monat, denen zufolge nach einer Entscheidung des sogenannten Sicherheitskabinetts ein Teil der Stabilisierungstruppe in einem begrenzten Bereich des Küstenstreifens seine Arbeit aufnehmen könne. Über die angebliche Entscheidung war kurz vor einem Besuch Netanjahus bei US-Präsident Donald Trump berichtet worden. "Israel hat klargestellt, dass es keinen Wiederaufbau im Gazastreifen geben wird, bevor die Hamas vollständig entwaffnet ist", bekräftigte Netanjahu nach Angaben seines Büros zudem.

11.15 Uhr: Iran weist Trumps Drohung mit Wirtschaftskrieg zurück

Der Iran hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einem Wirtschaftskrieg scharf zurückgewiesen. Das sei ein Versuch, von innenpolitischen Problemen in den USA abzulenken, teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Donnerstag mit. "Amerikas Wirtschaftsterrorismus bedroht die Weltwirtschaft und die nationale Souveränität von Ländern auf der ganzen Welt." Der Iran sei offen für einen Dialog mit den USA, verwechsle Verhandlungen jedoch nicht mit einer Kapitulation, fügte Mohammad Mochber, ein Berater des geistlichen Oberhaupts des Landes, hinzu. Militärischer Druck und Sanktionen würden die Entschlossenheit des Iran nicht brechen.

09.45 Uhr: Weitere Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Im Iran ist erneut ein Mann im Zusammenhang mit der Protestwelle im Januar exekutiert worden. Die Hinrichtung erfolgte am Donnerstagmorgen, wie die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan berichtete. Der Mann wurde in einem besonders bekannten und umstrittenen Fall zum Tode verurteilt. In dem als Schahid-Alichani-Platz bekannten Prozess wurden offiziellen Angaben zufolge 14 Männer zum Tode verurteilt, die bei den Unruhen vier Polizisten auf brutale Weise getötet haben sollen. Ende Juli ließ die iranische Justiz unter großem Aufschrei zwei Männer auf dem Platz in Isfahan öffentlich hinrichten.

Der heute hingerichtete Mann soll ausländischer Staatsbürger gewesen sein, berichtete Misan. Aus welchem Land er stammte, wurde nicht genannt. Dem Bericht zufolge war es bereits die vierte Hinrichtung im Zusammenhang mit dem Schahid-Alichani-Platz-Prozess. Der Mann wurde nach islamischer Rechtsauffassung im Iran unter anderem wegen "Kriegsführung gegen Gott" und "Korruption auf Erden" verurteilt. Menschenrechtler kritisieren, dass solche Urteile Raum für Willkür lassen.

08.37 Uhr: Iran – Trumps "D-Day"-Drohungen sind nur Ablenkungsmanöver

Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bezeichnet den von den USA ausgerufenen "wirtschaftlichen D-Day" gegen sein Land als Ablenkungsmanöver von den wirtschaftlichen Problemen der USA. Weiterer Druck werde scheitern, erklärt er. US-Präsident Donald Trump hatte "vernichtende" wirtschaftliche Maßnahmen gegen den Iran angekündigt. Er drohte zudem jedem Land mit "enormen wirtschaftlichen Konsequenzen", das der Regierung in Teheran eine "Lebensader" biete. Dies gelte für Finanzinstitute, Unternehmen, Flughäfen oder staatliche Stellen. Genaue Maßnahmen oder betroffene Länder nannte Trump auf der Plattform Truth Social jedoch nicht.

07.43 Uhr: Israel warnt die Türkei vor militärischem Eingriff in Syrien

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor einem militärischen Engagement seines Landes in Syrien. Erdogan ziehe die Türkei dort in "gefährliche Abenteuer" hinein, schreibt Katz auf der Plattform X. Israel werde nicht zulassen, dass jemand seine Sicherheit bedrohe. Die Türkei weist die israelischen Vorwürfe bezüglich ihrer militärischen Absichten in Syrien als unhaltbar zurück. Israel hatte zuvor einen syrischen Luftwaffenstützpunkt nahe der türkischen Grenze bombardiert und erklärt, Syrien stehe kurz davor, die Stationierung türkischer Truppen dort zu erlauben.

07.25 Uhr: Ölpreis bleibt wegen Versorgungsängsten auf hohem Niveau

Angesichts der festgefahrenen Situation im Nahen Osten bleiben die Ölpreise auf einem erhöhten Niveau. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verteuern sich in der Spitze um 0,8 beziehungsweise 0,4 Prozent auf 92,33 und 86,16 Dollar je Fass. Anleger fürchten, dass die Pattsituation im Krieg zwischen den USA und dem Iran die Lieferungen aus der wichtigen Förderregion langfristig beeinträchtigen und das weltweite Angebot verknappen wird. In den vergangenen zwei Wochen haben die Ölpreise um rund 15 Prozent zugelegt. Der Ölmarkt dürfte seinen allmählichen Aufwärtstrend beibehalten, sagt Hiroyuki Kikukawa, Chefstratege von Nissan Securities Investment. Der Schiffsverkehr durch die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus ist wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark eingeschränkt.

05.25 Uhr: Blockade der Straße von Hormus hält an - Kaum Schiffsverkehr

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bleibt wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark eingeschränkt. Am Mittwoch durchfahren Daten des Anbieters Kpler zufolge lediglich neun Rohstoff-Frachter die Meerenge, eine unveränderte Zahl zum Vortag. Während US-Präsident Donald Trump erklärt, die Meerenge sei offen, bezeichnet der Iran sie als geschlossen. Auch in der Meerenge Bab el-Mandeb am Roten Meer verlangsamt sich der Verkehr. Dort werden 27 Frachter gezählt nach 32 am Vortag.

04.55 Uhr: Trump kündigt umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran an

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit "enormen" Strafmaßnahmen. Trump machte keine Angaben dazu, welche Länder seiner Meinung nach mit Teheran zusammenarbeiten. Auch ließ er offen, wie die Konsequenzen für diese Länder genau aussehen sollen.

02.20 Uhr: Großbritannien verurteilt israelische Siedlungspläne

Großbritannien hat die israelische Ausschreibung für das umstrittene Siedlungsprojekt E1 scharf verurteilt. Der britische Außenminister Ed Miliband bestellte deswegen am Mittwoch den Geschäftsträger des Landes ein. Das Projekt würde Land durchschneiden, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen. Zudem habe er dem israelischen Außenminister Gideon Sa'ar deutlich gemacht, dass die israelische Regierung die E1-Pläne sofort stoppen, die Ausschreibung zurückziehen und jeglichen Siedlungsausbau einstellen müsse, sagte Miliband.

Donnerstag, 20. August 2026

22.17 Uhr: Kanada - Israelisches Vorgehen im Libanon sei eine "unrechtmäßige Invasion"

Ein kanadischer Regierungsvertreter hat das israelische Vorgehen im Libanon bei einem Besuch in dem Land als "unrechtmäßige Invasion" bezeichnet. Randeep Sarai, Staatssekretär für internationale Entwicklung, sagte in einem Interview der Nachrichtenagentur AP, Kanada arbeite über diplomatische Kanäle daran, den Einwohnern betroffener Gebiete die Rückkehr zu ermöglichen und die israelische Militärpräsenz im Südlibanon zu beenden.

Sarai kündigte während seines Besuchs drei neue Hilfsprogramme für besonders gefährdete Familien und Frauen an. Damit steigt die kanadische Unterstützung für den Libanon in diesem Jahr auf mehr als 71 Millionen kanadische Dollar (etwa 44 Millionen Euro).

21.12 Uhr: Iran warnt Golfstaaten vor Unterstützung der US-Armee

Die iranische Armee hat die Golfstaaten vor einer Unterstützung der in der Region stationierten US-Streitkräfte gewarnt. Jeglicher Beistand und jegliche Hilfe für das "aggressive US-Militär komme einer Beteiligung an den US-Angriffen gleich", sagte Generalstabschef Ali Abdollahi laut der Nachrichtenagentur Mehr.

"Es erscheint unwahrscheinlich, dass sich eine so große Zahl von Militärflugzeugen, insbesondere Tankflugzeugen, auf Stützpunkten in der Region befinden können, ohne dass die entsprechenden Länder darüber informiert sind", sagte Abdollahi. Die Länder, die mehrfach erklärt hätten, ihr Territorium nicht für Militäreinsätze gegen den Iran zur Verfügung zu stellen, "sollten wissen, dass wir uns der Lage voll bewusst sind", sagte Abdollahi weiter.

21.07 Uhr: Guterres nennt Äußerungen von Ben Gvir als "gefährlich"

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Äußerungen des rechtsextremen israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir zu "gezielten" Tötungen von Palästinensern als "gefährlich" gebrandmarkt. "Diese Äußerungen sind entsetzlich", erklärte Guterres' Sprecher Stéphane Dujarric am Mittwoch. "Sie sind empörend. Sie sind entmenschlichend und gefährlich. Und wir verurteilen sie unmissverständlich."

Ben Gvir hatte vor einigen Tagen gesagt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdienten zu leben. Er forderte "jede Nacht gezielte Eliminierungen" von 30 oder 40 Menschen in dem Palästinensergebiet. Dabei gehe es nicht nur um diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr darstellten. Die Äußerungen lösten international Empörung aus. 

Im Video: Reaktionen auf Äußerungen von Ben Gvir

Archivbild: Blick auf die Straße von Hormus, al-Chasab, Musandam, Gouvernement, Sultanat Oman
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Archivbild: Blick auf die Straße von Hormus, al-Chasab, Musandam, Gouvernement, Sultanat Oman

19.34 Uhr: Israel - Militärchef warnt vor Bedrohungen an Syriens Grenze

Bei einem Besuch im syrischen Grenzgebiet hat der israelische Militärchef gewarnt, dass Israel gegen jegliche militärische Präsenz feindlicher Kräfte an seiner Grenze vorgehen würde. "Wir sehen, was geschieht, und beobachten die Veränderungen an der syrischen Front", sagte Ejal Zamir nach Angaben des Militärs bei einem Treffen mit israelischen Reservisten. "Wir müssen verhindern, dass sich terroristische Bedrohungen entwickeln, und zugleich verhindern, dass sich an unseren Grenzen eine erhebliche militärische Bedrohung herausbildet."

18.50 Uhr: Noch keine Festlegung auf Sanktionen gegen Ben-Gvir

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir zu gezielten Tötungen von Palästinensern in Gaza scharf kritisiert. Bei der Frage nach möglichen Sanktionen legt er sich aber noch nicht fest. "Die Äußerungen von Herrn Ben-Gvir sind unsäglich und völlig inakzeptabel", sagte der CDU-Politiker bei einem Schweiz-Besuch in der Hauptstadt Bern. Über die Konsequenzen dieser "menschenverachtenden Ausfälle" werde man nun innerhalb der Europäischen Union beraten, fügte er hinzu. "Deutschland wird sich daran beteiligen." 

Der rechtsextreme Polizeiminister Ben-Gvir hatte unter anderem gesagt: "Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen." Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten.

14.51 Uhr: Neun Tote bei Luftangriff auf Polizeistation in Gaza

Bei einem israelischen Luftangriff auf eine Polizeiwache im Gazastreifen wurden Sanitätern zufolge neun Palästinenser getötet. Unter den Opfern des Angriffs auf die Zentrale der Stadtpolizei befinden sich mehrere teils hochrangige Beamte, wie das von der Hamas geführte Innenministerium und Polizeikreise mitteilen. Das Al-Schifa-Krankenhaus in Gaza meldete die Einlieferung von neun Toten, darunter eine Frau und ein 13-jähriges Mädchen. Zudem seien mindestens 20 Verletzte eingeliefert worden.

14.20 Uhr: Paris nennt Äußerungen Ben Gvirs "unerträglich"

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat einen Aufruf des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir zur gezielten Tötung von Palästinensern als "unerträglich und unmenschlich" bezeichnet. Barrot äußerte sich auch zur Lage im israelisch besetzten Westjordanland. "Was dort passiert, ist unwürdig und sollte uns alle anwidern", sagte er in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Zeitung "La Montagne". 

14.19 Uhr: Knobloch – Aussagen Ben-Gvirs "stehen nicht für die Werte Israels"

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat die jüngsten Äußerungen des rechtsextremen israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir verurteilt. "Diese Sätze stehen nicht für die Werte Israels, und sie sollten nicht unwidersprochen bleiben", erklärte Knobloch am Mittwoch in München. Auch die Bundesregierung hatte diese bereits als "nicht hinnehmbar" verurteilt. Sie seien menschenverachtend und gingen gegen das Völkerrecht, so ein Sprecher am selben Tag in Berlin.

14.10 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate stoppen Handel mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben nach einem erneuten mutmaßlichen Raketenangriff aus dem Iran den gesamten Handel mit dem Land ausgesetzt. Sämtlicher Handel, Warenaustausch und Finanzverkehr mit dem Iran würden bis auf Weiteres eingestellt, teilte das Außenministerium am Mittwoch mit. Die Maßnahme dürfte den wirtschaftlichen Druck auf den bereits von US-Sanktionen und einer Blockade betroffenen Iran weiter erhöhen.

13.11 Uhr: Tödlicher Angriff auf World Central Kitchen – kein Ermittlungsverfahren des israelischen Militärs

Das israelische Militär leitet interne strafrechtliche Ermittlungen zum Tod eines palästinensischen Mädchens im Januar 2024 sowie von 15 Rettungskräften im März 2025 ein. Dies teilt die Armee mit. Die Entscheidung folgt auf Prüfungen von insgesamt fünf Vorfällen, bei denen Palästinenser ums Leben kamen. Im Fall der sieben getöteten Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen im April 2024 sieht das Militär dagegen keinen hinreichenden Verdacht auf ein strafbares Fehlverhalten. Ein Ermittlungsverfahren sei hier nicht gerechtfertigt. Der Angriff hatte international für Entsetzen gesorgt. Das Militär erklärte, es habe im Zusammenhang mit dem Verhalten der Truppen im Gazastreifen 150 Vorfälle vollständig untersucht. In fünf Fällen habe man eine Entscheidung gefällt.

Bei dem Fall mit dem toten Kind geht es um das Mädchen Hind. Sie starb, nachdem das Auto, in dem sie mit Verwandten vor israelischen Angriffen floh, beschossen wurde. Sie überlebte zunächst verletzt und war in Tonaufnahmen eines Notrufs zu hören, in denen sie stundenlang um Hilfe flehte, bevor sie starb. Der Fall, einschließlich dieser Audioaufnahmen, wurde später in dem teils dokumentarischen, teils fiktionalen Film "Die Stimme von Hind Rajab" aufgearbeitet. Der Film erhielt im Februar bei einer Gala in Berlin den Preis als "wertvollster Film". 

12.28 Uhr: Merz verurteilt Äußerungen von israelischem Minister Ben Gvir scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern mit scharfen Worten verurteilt. Die "menschenverachtenden völkerrechtswidrigen Appelle" von Ben Gvir seien "nicht hinnehmbar", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille am Mittwoch in Berlin. Die EU-Außenminister sollen demnach bei ihrem nächsten informellen Treffen Anfang September über gezielte Maßnahmen gegen "radikale Politiker" beraten.

Ben Gvir hatte vor einigen Tagen gesagt, es gebe im Gazastreifen Menschen, die es nicht verdienten, zu leben. Er forderte "jede Nacht gezielte Eliminierungen" von 30 oder 40 Menschen in dem Palästinensergebiet. Dabei gehe es nicht nur um diejenigen, die eine unmittelbare Gefahr darstellten.

Auf EU-Ebene wird seit Jahren über Sanktionen gegen Gvir diskutiert. Eine solche Maßnahme hätte Einreisesperren und das Einfrieren von in Europa vorhandenem Vermögen zur Folge. Für diesen Schritt wäre allerdings eine einstimmige Entscheidung im Rat der EU-Länder nötig. Zuletzt sperrte sich vor allem Tschechien dagegen, Gvir auf die EU-Sanktionsliste zu setzen.

10.10 Uhr: Iranische Armee warnt Golfstaaten vor jeglicher Unterstützung der US-Armee

Die iranische Armee hat die Golfstaaten vor einer Unterstützung der US-Streitkräfte gewarnt. Jeglicher Beistand, der dem US-Militär gewährt werde, komme einer Beteiligung an den Einsätzen der Vereinigten Staaten gleich, sagte Generalstabschef Ali Abdollahi am Mittwoch laut der Nachrichtenagentur Mehr.

"Es erscheint unwahrscheinlich, dass sich eine so große Zahl von Militärflugzeugen, insbesondere Tankflugzeugen, auf Stützpunkten in der Region befinden können, ohne dass die entsprechenden Länder darüber informiert sind", sagte Abdollahi. Die Golfstaaten, die mehrfach erklärt hätten, ihr Territorium nicht für Einsätze gegen den Iran zur Verfügung zu stellen, "sollten wissen, dass wir uns der Lage voll bewusst sind", sagte Abdollahi weiter.

08.57 Uhr: UN – Rekordzahl an Angriffen auf Helfer - Drohnen verschärfen Gefahr

Im vergangenen Jahr sind laut den Vereinten Nationen (UN) so viele Mitarbeiter von Hilfsorganisationen angegriffen worden wie noch nie zuvor. Rund 907 Helfer seien 2025 getötet, verletzt oder entführt worden, teilten die UN am Mittwoch mit. Im Vorjahr lag diese Zahl bei 833. Die Zahl der Todesopfer sank dabei leicht auf 350 nach einem Rekordhoch von 387 im Jahr 2024.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres nannte das Ausmaß der Gewalt entsetzlich. Er rief die Staaten dazu auf, das Kriegsrecht zu respektieren und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. "Anderen zu dienen, ist gefährlicher geworden denn je", sagte Guterres im Vorfeld der geplanten Gedenkfeiern zum Welttag der humanitären Hilfe. Der mit Abstand gefährlichste Einsatzort für humanitäre Helfer war im vergangenen Jahr der Gazastreifen mit 186 getöteten Mitarbeitern, gefolgt vom Sudan.

06.00 Uhr: Reeder meiden Straße von Hormus – Schiffsverkehr verlangsamt

Der Schiffsverkehr in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus verlangsamt sich. Grund ist die Unsicherheit über die Sicherheitslage nach der Blockade im Zuge des Iran-Konflikts. Daten des Analysehauses Kpler zufolge durchquerten am Dienstag sechs Rohstoff-Frachter die Meerenge, verglichen mit neun am Vortag und einem Zehn-Tage-Schnitt von elf. Die meisten Reeder meiden die Wasserstraße demnach wegen fehlender klarer Signale über ihre Wiedereröffnung. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag erklärt, die Straße von Hormus sei offen, was im Widerspruch zu iranischen Angaben steht. Vor dem Konflikt wurde ein Fünftel der weltweiten Lieferungen von Rohöl und Flüssigerdgas über die Route abgewickelt.

01.31 Uhr: Teheran dementiert Raketenangriff auf Emirate – Abu Dhabi stoppt Handel mit Iran

Inmitten neuer Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Teheran Vorwürfe eines Raketenangriffs auf den Golfstaat "kategorisch" zurückgewiesen. Die Vorwürfe seien falsch und schadeten der Stabilität in der Region, erklärte am Dienstabend der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Die Emirate hatten zuvor erklärt, dass der Iran erstmals seit Monaten wieder Raketen auf das Land abgefeuert habe.

Unmittelbar zuvor hatten die Emirate als Reaktion auf den Raketenbeschuss bis auf Weiteres sämtliche Handels- und Finanzgeschäfte mit dem Iran ausgesetzt. Angesichts der jüngsten Eskalation in der Region seien "der gesamte Handel, der kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran" gestoppt worden, erklärte Außenministeriumssprecherin Afra Al Hameli. 

Mittwoch, 19. August 2026

23.59 Uhr: Nach Raketenbeschuss: Emirate stoppen Handel und Finanzgeschäfte mit Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben bis auf Weiteres sämtliche Handels- und Finanzgeschäfte mit dem Iran ausgesetzt. Angesichts der jüngsten Eskalation in der Region seien "der gesamte Handel, der kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran" gestoppt worden, erklärte Außenministeriumssprecherin Afra Al Hameli. Die Entscheidung erfolgte am selben Tag, an dem der Iran nach Angaben der Emirate erstmals seit Monaten wieder Raketen auf das Land abgefeuert hatte. 

21.55 Uhr: Frankreich will nach Streit zwei iranische Diplomaten ausweisen

Frankreich wird nach eigenen Angaben in den kommenden Tagen zwei iranische Diplomaten ausweisen. Dies sein eine Reaktion auf einen Vorfall im Juli, heißt es. Damals hatte Frankreich mitgeteilt, dass zwei Mitarbeiter seiner Botschaft in Teheran seien von iranischen Sicherheitskräften festgehalten und körperlich eingeschüchtert worden. "Zwei iranische Diplomaten in Frankreich werden in aller Kürze ausgewiesen", schreibt Außenminister Jean-Noël Barrot auf X. Jüngst hatte der Iran mitgeteilt, dass die beiden Mitarbeiter nicht in den Iran zurückkehren dürften. Die Franzosen hätten gegen das Wiener Übereinkommen für Regeln und Vorrechte diplomatischer Vertretungen verstoßen, indem sie sich an Aktivitäten zur Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft beteiligt hätten.

20.40 Uhr: Tote bei israelischem Angriff in Gaza

Im Gazastreifen sind am Abend palästinensischen Angaben zufolge sechs Menschen bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen. Israels Armee teilte mit, sie habe mehrere Kommandeure der islamistischen Terrororganisation Hamas im Viertel Al-Schati in der Stadt Gaza ins Visier genommen. Diese hätten Angriffe auf israelische Soldaten in dem Küstengebiet geplant. 

Mitarbeiter des für die Opfer zuständigen Schifa-Krankenhauses teilten mit, es habe auch mehrere Verletzte gegeben. Zur Identität der Toten und Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Palästinensischen Angaben zufolge soll Israels Armee ein Café am Hafen in der Stadt Gaza im Norden des Gebiets getroffen haben.

20.25 Uhr: Emirate melden iranischen Raketenangriff

Erstmals seit Wochen sind nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate wieder Raketen aus dem Iran in Richtung des Golfstaats abgefeuert worden. Zwei ballistische Raketen seien am Dienstag aus dem Iran gestartet worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Eine sei innerhalb der Hoheitsgewässer der Emirate ins Wasser gestürzt, die andere außerhalb. Schäden oder Verletzte wurden nicht gemeldet. Zunächst war unklar, ob die Raketen von der Luftabwehr abgeschossen worden waren oder von selbst ins Wasser stürzten. Aus dem Iran gab es zunächst keine Stellungnahme.

18.30 Uhr: Trump veröffentlicht Karte mit Straße von Hormus als US-Territorium

US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung bekräftigt, die Straße von Hormus zu einem Teil des US-Territoriums zu erklären. In seinem Onlinedienst Truth Social veröffentlichte Trump am Dienstag einen Kartenausschnitt, auf dem die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge mit der Aufschrift "New U.S. Territory" versehen ist, zu Deutsch neues US-Gebiet.

Zugleich erklärte Trump, derzeit fänden keine Gespräche mit dem Iran statt und es seien auch keine geplant. "Die Seeblockade bleibt vollständig in Kraft und wirksam", schrieb er. Die Straße von Hormus sei hingegen "offen und in Betrieb", alle Seeminen seien beseitigt oder zur Explosion gebracht worden.

18.25 Uhr: Klingbeil fordert EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir

Vizekanzler Lars Klingbeil hat sich dafür ausgesprochen, dass die EU Sanktionen gegen den rechtsextremen israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir prüft. Er stehe zur Solidarität mit Israel, aber nicht mit Ministern, die sich menschenverachtend äußerten, sagt der SPD-Politiker in einem Sat.1-Interview. Zuvor hatten Medien über einen Podcast Ben-Gvirs berichtet, in dem dieser von einer nötigen Tötung von 30 bis 40 Palästinensern im Gazastreifen pro Nacht gesprochen hatte. Auch Außenminister Johann Wadephul prüfe Sanktionen, sagt Klingbeil. "Da darf Deutschland bei aller Solidarität mit dem Staat Israel nicht schweigen." Menschen wie Ben-Gvir zündelten immer wieder, "das ist menschenverachtend". Daher müsse die Bundesregierung deutlich widersprechen, es sei eine Grenze überschritten.

Auch der außenpolitische Sprecher der Union, Jürgen Hardt, hatte sich für EU-Sanktionen gegen Ben-Gvir im Zusammenhang mit seinen Äußerungen ausgesprochen. Bisher hatte die Bundesregierung im EU-Rahmen Sanktionen gegen Mitglieder der rechtsgerichteten Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu abgelehnt.

17.50 Uhr: Drohung gegen Oman – Trump unzufrieden über geplantes Hormus-Abkommen

US-Präsident Donald Trump hat dem Oman laut Regierungskreisen wegen eines geplanten Abkommens mit dem Iran mit einer Bombardierung gedroht. Washington lehne zentrale Teile der Vereinbarung über die Schifffahrt in der Straße von Hormus ab, sagten zwei Regierungsvertreter aus dem Nahen Osten der Nachrichtenagentur AP am Dienstag.

Trump hatte nach Angaben von Fox-News-Reporter Trey Yingst in einem Interview am Montag damit gedroht, den Oman zu bombardieren, wenn sich dieser einer vollständigen Wiederöffnung der Straße von Hormus "in den Weg" stelle.

16.25 Uhr: Syrien - Gefundenes Nuklearmaterial bleibt im Land

Das in Syrien gefundene Nuklearmaterial stellt nach Angaben der Regierung keine Gefahr dar und bleibt im Land. Es unterliege Maßnahmen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und dürfe für friedliche Zwecke genutzt werden, sagt Außenminister Asaad al-Schibani bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit IAEA-Chef Rafael Grossi in Damaskus. Grossi erklärt, die Behörde habe Zugang zu dem Fundort erhalten. Seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad Ende 2024 arbeiten die syrischen Behörden mit der UN-Organisation zusammen, um die nuklearen Altlasten des Landes aufzuarbeiten. Israel hatte 2007 einen mutmaßlichen syrischen Atomreaktor in der östlichen Provinz Deir al-Sor bombardiert.

15.40 Uhr: Trump - Keine Gespräche mit Iran

Die USA führen US-Präsident Donald Trump zufolge derzeit keine Gespräche mit dem Iran. Es seien auch keine Unterredungen geplant, teilt Trump auf der Plattform Truth Social mit. Die Seeblockade bleibe in vollem Umfang in Kraft. Die Straße von Hormus sei offen und in Betrieb.

12.17 Uhr: Saudi Aramco verlädt wieder Öl in der Straße von Hormus

Der staatliche saudiarabische Ölkonzern Saudi Aramco verlädt nach wochenlanger Unterbrechung wieder Rohöl in der Straße von Hormus. Schifffahrtsdaten und Brancheninsidern zufolge warten weitere Tanker auf ihre Abfertigung. Der weltgrößte Ölexporteur bietet asiatischen Raffinerien in diesem Monat schwere Rohölsorten über Schiff-zu-Schiff-Verladungen vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate an. Wegen der Angriffe auf seine Tankerflotte im Zuge des Konflikts zwischen den USA und dem Iran hatte der Konzern die Verkäufe im vergangenen Monat ausgesetzt. Die Wiederaufnahme der Exporte dürfte den Engpass bei schwereren Ölsorten lindern.

11.10 Uhr: Iran – Straße von Hormus bleibt vorerst geschlossen

Die Straße von Hormus bleibt nach Angaben des Irans so lange geschlossen, bis die USA die Bedingungen des vorläufigen Abkommens erfüllten. Darunter sei die Aufhebung der Seeblockade und der Sanktionen sowie die Freigabe der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte, erklärt der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf in einer von den staatlichen Medien veröffentlichten Stellungnahme.

07.35 Uhr: Behörde – Schiff in Straße von Hormus von Projektil getroffen

Ein Schiff ist in der Straße von Hormus nach Angaben der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Es gebe Schäden im Maschinenraum und ein Opfer unter der Besatzung, teilt die UKMTO mit. Die restliche Crew werde von der omanischen Küstenwache unterstützt. Berichte über Umweltschäden liegen nicht vor, die Behörden ermitteln. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist stark beeinträchtigt. Derzeit passieren täglich Schiffe im einstelligen Bereich die Straße von Hormus, vor dem Krieg waren es mehr als 130.

06.34 Uhr: US-Senator will möglichen Militäreinsatz gegen den Oman verhindern

US-Senator Tim Kaine will einen möglichen Militäreinsatz der USA gegen den Oman verhindern. Der Demokrat aus Virginia kündigte an, nach der Sommerpause des Kongresses eine Resolution nach dem sogenannten War Powers Act einzubringen, die militärische Maßnahmen gegen das Land untersagen soll. Kaine kritisierte Präsident Donald Trump scharf und warf ihm vor, mit seiner "Ein-Mann-Kampagne", weltweit Kriege anzudrohen und zu initiieren, zunehmend außer Kontrolle zu geraten.

Trump hatte dem Oman nach einem Bericht des Senders Fox News mit Bombenangriffen gedroht, falls das Land eine vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus verhindern sollte. Trumps Drohungen gegen den Oman seien besonders problematisch, da die USA diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen zu dem Land unterhielten, sagte Kaine. Davon könnten Gegner der USA wie China und Russland profitieren, die sich darüber "die Hände reiben" würden.

03.19 Uhr: Erdogan fordert Trump zu Gesprächen mit dem Iran auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat zu direkten Gesprächen mit dem Iran aufgefordert, um die Spannungen abzubauen. Erdogan habe erklärt, es sei von großer Bedeutung, bei den Spannungen zwischen dem Iran und den USA die Diplomatie bestmöglich zu nutzen, teilte das türkische Präsidialamt am Dienstag mit. Die Türkei hoffe auf eine Fortsetzung der Gespräche und werde die Friedensbemühungen weiter unterstützen. Die Türkei, die über die zweitgrößte Armee der Nato verfügt und an den Iran grenzt, hat wiederholt ein Ende des Krieges gefordert.

02.23 Uhr: Kushner – Gespräche mit dem Iran verlaufen "sehr positiv"

Die Gespräche zwischen Washington und Teheran über ein Ende des Iran-Krieges kommen nach Angaben des US-Gesandten Jared Kushner voran. Beide Seiten führten "sehr positive Gespräche", sagte der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump am Montag dem Fernsehsender Fox News. Er schränkte zugleich aber ein, dass es "nach all den Jahren eigentlich kaum Vertrauen zwischen den USA und dem Iran" gebe. 

Trump werde in den Verhandlungen "sehr geduldig sein", sagte Kushner weiter. Der Präsident wolle "nichts überstürzen". Er werde "das richtige Abkommen schließen, sobald das richtige Abkommen bereit ist".

Dienstag, 18. August 2026

23.54 Uhr: Kushner – Fortschritte bei Umsetzung von Gaza-Friedensplan in 30 Tagen möglich

Der US-Sondergesandte Jared Kushner hält Fortschritte bei der Entwaffnung der islamistischen Hamas im Gazastreifen im Zuge des US-Friedensplans binnen eines Monats für möglich. "Wir könnten (...) schon in 30 Tagen Fortschritte sehen", sagte Kushner am Montag dem Sender Fox News in Tel Aviv. Diese Fortschritte begännen "hoffentlich mit dem Abtransport einiger Waffen und, wissen Sie, hoffentlich auch mit dem Zuschütten einiger Tunnel". 

Kushner äußerte sich nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Zu den weiteren Mitgliedern des "Friedensrats", die gemeinsam mit Kushner an den Gesprächen teilnahmen, gehörte der ehemalige britische Premierminister Tony Blair.

23.51 Uhr: Kurdischer Regierungschef macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, hat den Iran für einen Drohnenangriff auf sein Büro verantwortlich gemacht. Er verurteilte den Angriff als "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region". Die irakische Zentralregierung in Bagdad ordnete eine Untersuchung an. Der US-Sondergesandte Tom Barrack verurteilte den Angriff "aufs Schärfste". Teheran wiederum stellte den Vorfall als "Täuschung" dar.

23.23 Uhr: Trump bekräftigt Äußerung von Straße von Hormus als US-Territorium

US-Präsident Trump hat seine Äußerung, die Straße von Hormus zu einem US-Territorium zu machen, bekräftigt. "Mir gefällt die Idee, sie zu einem Territorium zu erklären", sagte Trump am Montag, ohne es näher auszuführen.

Trump hatte bei einer Rede im Bundesstaat New York gesagt, dass er die wichtige Wasserstraße "ziemlich bald" zu einem US-Territorium erklären wolle. Ob er das ernst meinte, blieb unklar. Die Äußerung führte zu weiteren Spannungen mit dem Iran.

22.54 Uhr: Trump – Iran wird für USA akzeptablem Abkommen nicht zustimmen

US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. "Sie werden nicht die Art von Abkommen schließen, die ich für notwendig halte", sagt Trump vor Reportern in Oval Office. "Wir sind aus einem einzigen Grund dabei: Der Iran darf keine Atomwaffen besitzen", sagt Trump weiter. Wie seine Äußerungen zu verstehen sind, bleibt zunächst unklar.

Die USA und der Iran hatten sich bereits im Juni auf ein 14-Punkte-Abkommen verständigt, in dem der Iran sich unter anderem verpflichtet hatte, keine Atomwaffen anzustreben. Das ist aber die offizielle Position Teherans seit der Ratifizierung des UN-Atomwaffensperrvertrags im Jahr 1970 und insofern kein Zugeständnis an Trump. Allerdings hatten westliche Länder dem Iran immer wieder vorgeworfen, im Geheimen doch am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Der Iran hat das zurückgewiesen, aber auch keine tiefgreifenden Inspektionen in seinem Land zugelassen, mit der internationalen Experten diese Frage mutmaßlich weitgehend hätten beantworten können.

22.11 Uhr: Trump – Streben keine Verlängerung des Waffenruhe-Abkommens an

Die USA streben nach den Worten von Präsident Trump keine Verlängerung der Waffenruhe-Vereinbarung mit dem Iran an. Trump verneinte eine entsprechende Frage eines Reporters. Am heutigen Montag wäre der Stichtag gewesen, bis zu dem der Iran und die USA gemäß einer im Juni unterzeichneten Absichtserklärung ein endgültiges Friedensabkommen hätten erzielen sollen. Das am 17. Juni unterzeichnete Papier sah dafür eine Frist von 60 Tagen vor. Ein iranischer Insider hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, es gebe keine Gespräche über eine Verlängerung, da eine Frist gar nicht erst begonnen habe.

20.15 Uhr: Treffen mit Netanjahu - Einrichtung von zwei Arbeitsgruppen

US-Nahostunterhändler Jared Kushner hat sich mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu getroffen. An dem Treffen nahmen auch der ehemalige britische Premierminister Tony Blair und der Direktor des von US-Präsident Donald Trump geschaffenen Friedensrats, Nikolaj Mladenow, teil, wie es aus informierten Kreisen hieß.

Nach Angaben von Netanjahus Büro wurde bei dem Treffen die Einrichtung von zwei Arbeitsgruppen vereinbart. Eine soll sich mit der Entwaffnung und Entmilitarisierung des Gazastreifens befassen, die andere mit Fragen der öffentlichen Gesundheit. Die Entmilitarisierung solle zügig erfolgen und vor einem Wiederaufbau abgeschlossen sein.

Vertriebene palästinensische Kinder tragen im zentralen Gazastreifen Essensrationen (Archivbild, 14.08.2026)
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Vertriebene palästinensische Kinder tragen im zentralen Gazastreifen Essensrationen (Archivbild, 14.08.2026)

18.31 Uhr: Nach Äußerung zu Tötungen in Gaza: Hardt fordert Sanktionen

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, fordert EU-Sanktionen gegen Israels Minister Itamar Ben-Gvir. Der rechtsextreme Polizeiminister hatte in einem Podcast zur Tötung von noch mehr Palästinensern in Gaza aufgerufen. 

"Ben Gvirs menschenverachtende Äußerungen kann jeder Mensch nur verurteilen. Die EU sollte ihn sanktionieren als Zeichen für die weltweite Geltung von Menschenwürde und Menschenrechten", sagte Hardt "Politico". Zudem sei er davon überzeugt, dass ein israelisches Kabinett ohne Ben-Gvir Europa und Israel wieder näher zusammenführen würde.

Im Audio: Ben-Gvir fordert "gezielte Tötungen" im Gazastreifen

Itamar Ben-Gvir (Archivbild, 2023)
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Ohad Zwigenberg
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Itamar Ben-Gvir (Archivbild, 2023)

16.19 Uhr: Israel fordert Entwaffnung der Hamas im Gespräch mit Kushner

Als ersten Schritt zur Entmilitarisierung des Gazastreifens soll die islamistische Hamas nach Darstellung Israels sämtliche Waffen zur Vernichtung übergeben. Ein ranghoher israelischer Regierungsvertreter teilte mit, dies solle unter Aufsicht des US-Generals Jasper Jeffers geschehen, Kommandeur der im Aufbau befindlichen internationalen Stabilisierungstruppe. Dies sei bei einem "sehr langen Treffen" des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit dem US-Unterhändler Jared Kushner in Jerusalem vereinbart worden, bei dem es um den Fahrplan des sogenannten Friedensrats für Gaza ging. "Trotz der großen Differenzen in Bezug auf den Friedensrat" sei die amerikanische Seite mit gemäßigteren Positionen gekommen, sagte der Regierungsvertreter laut einer Mitteilung. "Dadurch wurden klare Grenzen für das Gespräch geschaffen."

15.21 Uhr: Trump droht laut Journalisten mit Oman-Angriff

US-Präsident Donald Trump hat dem Oman einem US-Journalisten zufolge mit Angriffen gedroht, falls sich das Land einem möglichen US-Abkommen mit dem Iran zur Zukunft der Straße von Hormus "in den Weg stellt". In diesem Fall "werden wir sie in Grund und Boden bomben", sagte Trump dem Fox-News-Journalisten Trey Yingst, wie dieser am Montag im Onlinedienst X berichtete. Trump verlangte demnach außerdem die Kapitulation Teherans.

14.40 Uhr: Iran droht mit Eskalation bei Scheitern von Diplomatie

Der Iran droht bei einem Scheitern der Diplomatie mit den USA mit einer Eskalation der Spannungen in der Straße von Hormus und der gesamten Region. Dies sagt ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Er verweist auf eine politische Neuausrichtung des Landes, die verstärkt auf Offensive statt auf Verteidigung setzt.

14.06 Uhr: Huthi-Rebellen greifen Schiffe im Roten Meer an

Die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben mehrere Kriegsschiffe Saudi-Arabiens im Roten Meer angegriffen. Ein saudi-arabisches Landungsschiff und vier begleitende Patrouillenboote seien vor der Küste des Jemen nahe der Hafenstadt Mokka mit mehreren ballistischen Raketen beschossen worden, erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Montag.

Das Landungsschiff sei vollständig ausgebrannt, mehrere der Begleitboote seien gesunken und weitere in Brand geraten, erklärte Saree. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

13.36 Uhr: Diplomatenkreise bestätigen Treffen von Kushner und Netanjahu

Im Ringen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Aus Diplomatenkreisen wurde der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass das Treffen des Sondergesandten und Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump mit Netanjahu am Montagvormittag begonnen habe. 

13.02 Uhr: Irak - Iran attackiert Büro von kurdischem Ministerpräsidenten mit Drohne

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, ist nach eigenen Angaben in der Nacht zum Montag zum Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden. Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte Barsani auf X. Opfer habe es nicht gegeben. Der Regierungschef verurteilte "die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste". Sie stellten eine "gefährliche Eskalation" dar und seien eine "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region".

Kurdischen Einheiten zufolge erfolgte die Attacke um kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Dabei seien "zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen des Typs Hadid 110" zum Einsatz gekommen. Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg mit dem Iran begonnen. Seitdem wurde auch die autonome Kurdenregion im Nordirak mehrfach beschossen. Die Angriffe richteten sich dabei auch gegen iranisch-kurdische Exil-Oppositionsgruppen und US-Stützpunkte.

12.54 Uhr: Iran - Hormus-Abkommen mit Oman steht vor dem Abschluss

Der Iran und Oman stehen nach Angaben Teherans kurz vor dem Abschluss einer Vereinbarung zur Schifffahrt in der Straße von Hormus. Der iranische Außenministeriumssprecher Ismail Baghai erklärte, es werde eine gemeinsame Erklärung vorbereitet. Über den Verlauf einer Transitroute sei eine Einigung erzielt worden, sagte Baghai, ohne Details zu nennen. In bislang bekanntgewordenen Planungen war vorgesehen, dass Schiffe über eine Route in der Nähe der iranischen Küste durch die Meerenge in den Persischen Golf einfahren und über eine Route vor dem Oman wieder herausfahren.

Die USA drängen auf eine Wiedereröffnung der Handelsroute. Ob die zwischen dem Iran und Oman ausgehandelten Bedingungen für Washington hinnehmbar sein werden, ist unklar. Der Iran hatte die Meerenge nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf das Land am 28. Februar faktisch blockiert. US-iranisches Rahmenabkommen für ein Kriegsende im Nahen Osten, das eine Frist von 60 Tagen für Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Krieges beinhaltete, lief am Montag aus.

12.16 Uhr: Treffen zwischen Kushner und Netanjahu hat begonnen

In Jerusalem hat ein Treffen zwischen Jared Kushner, dem US-Unterhändler und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begonnen. Am Sonntag hatte Kushner bereits in Ägypten mit dem Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi sowie Repräsentanten der islamistischen Terrororganisation Hamas Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Auch der ehemalige britische Premierminister Tony Blair und der Hohe Vertreter des Friedensrats, Nikolaj Mladenow, sollten an dem Treffen teilnehmen. 

Der Friedensplan von US-Präsident Trump sieht ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen vor. Netanjahu hatte das zuvor als unannehmbar bezeichnet.

11.31 Uhr: Teheran verurteilt Äußerungen Ben-Gvirs

Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi verurteilte die Äußerungen Ben-Gvirs in einem Post auf der Plattform X. "Dieser zionistische Verbrecher spricht gleichzeitig von der Vertreibung der Palästinenser und vom Siedlungsbau im gesamten Gazastreifen", schrieb er. "Diese Geständnisse müssen für den Tag der Abrechnung und für den Prozess gegen diese Verbrecher aufgezeichnet und aufbewahrt werden."

09.22 Uhr: Israels Polizeiminister fordert mehr Tötungen in Gaza

Vor Gesprächen über die Nachkriegsordnung im Gazastreifen hat Israels rechtsextremer Polizeiminister zur Tötung von noch mehr Palästinensern in dem Küstenstreifen aufgerufen. Es sei kein Geheimnis, dass er in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe, sagte Itamar Ben-Gvir in einem Podcast mit der ehemaligen Gaza-Geisel Rom Braslavski.

"Ich denke, dass man gezielte Tötungen in Gaza ausführen sollte, jede Nacht 30, 40 (Menschen) entfernen", sagte der Vorsitzende der Partei Ozma Jehudit (Jüdische Kraft). Er beziehe sich dabei nicht nur auf militante Palästinenser, die eine unmittelbare Gefahr darstellten, erklärte der Polizeiminister. Es gebe im Gazastreifen vielmehr Menschen, die es nicht verdient hätten zu leben.

03.44 Uhr: Trump begrüßt Verteidigungsabkommen zwischen Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan

US-Präsident Donald Trump hat das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Verteidigungsabkommen begrüßt. "Es zeigt, wie der Nahe Osten zusammenkommt und wie die Länder endlich in der Lage sein werden, sich auf bedeutendere Weise zu verteidigen", erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Er bezeichnete das Vorgehen als einen "große, mutigen, wichtigen ersten Schritt".

Die mehrheitlich sunnitischen Staaten Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan hatten das "Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka" am 7. August bekanntgegeben. Sie schlossen es angesichts des Iran-Kriegs und seiner Folgen. Das pakistanische Außenministerium erklärte, mit dem Pakt werde ein Angriff auf ein Mitglied als Angriff auf alle angesehen.

01.45 Uhr: Schiffsverkehr in Straße von Hormus geht nach Angriffen zurück

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus geht nach Angriffen auf Tanker und ins Stocken geratenen Friedensgesprächen zwischen den USA und dem Iran deutlich zurück. Am Wochenende passierten den Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge nur fünf Frachtschiffe die Meerenge, wobei an einem Tag sogar kein einziges Schiff registriert wurde. Am vorangegangenen Wochenende waren es noch 31 Schiffe.

Montag, 17. August 2026

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