US-Soldaten arbeiten an Waffensystemen an Bord der USS Abraham Lincoln
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US-Soldaten arbeiten an Waffensystemen an Bord der USS Abraham Lincoln

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Nahost-Ticker: News vom 17. März in der Nachlese

Nahost-Ticker: News vom 17. März in der Nachlese

Die News vom 17. März in der Ticker-Nachlese.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

22.00 Uhr: Im Irankrieg eingesetzter US-Flugzeugträger muss nach Brand Hafen anlaufen

Der im Krieg gegen den Iran eingesetzte US-Flugzeugträger "Gerald R. Ford" muss US-Regierungsvertretern zufolge nach einem Feuer an Bord einen Hafen anlaufen. Das Schiff befinde sich derzeit im Roten Meer und werde wohl vorübergehend die Souda-Bucht auf Kreta ansteuern, sagen zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Einem der Insider zufolge wurden fast 200 Seeleute wegen Rauchvergiftungen behandelt, ein Soldat sei ausgeflogen worden. Das Feuer sei in der Wäscherei ausgebrochen. Das Kriegsschiff ist seit neun Monaten im Einsatz. An Bord der "Ford" befinden sich mehr als 5000 Seeleute und über 75 Militärflugzeuge, darunter Kampfjets vom Typ F-18 Super Hornet.

21.53 Uhr: Iranische Medien bestätigen Tod von Sicherheitschef Laridschani

In den iranischen Staatsmedien wird der Tod des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani bestätigt. Israels Verteidigungsminister, Israel Katz, hatte am Morgen erklärt, der einflussreiche Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates sei bei einem Angriff getötet worden.

21.31 Uhr: Russland teilt Satellitenbilder mit dem Iran

Russland weitet einem Zeitungsbericht zufolge seine geheimdienstliche und militärische Zusammenarbeit mit dem Iran aus. Die Regierung in Moskau stelle Teheran Satellitenbilder und verbesserte Drohnentechnologie zur Verfügung, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit werde der Iran dabei unterstützt, US-Streitkräfte in der Region ins Visier zu nehmen, schreibt die Zeitung weiter.

19.51 Uhr: Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani

Iran bestätigt den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani. Er sei bei Angriffen der USA und Israels getötet worden, melden staatliche Medien. Israel hatte zuvor bereits erklärt, Soleimani getötet zu haben.

19.52 Uhr: Türkischer Außenminister verurteilt "Attentate" Israels

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat die gezielte Tötung ranghoher Vertreter der iranischen Führung und des Sicherheitsapparats der Islamischen Republik verurteilt. Diese "politischen Attentate" Israels seien unrechtmäßig und illegal, sagte Fidan am Dienstag. "Sie müssen so schnell wie möglich aufhören." Der Außenminister kündigte eine Reise in mehrere Staaten der Region an mit dem Ziel, auf ein Ende des Krieges hinzuarbeiten.

19.41 Uhr: Medien - Geschoss schlägt nahe iranischem AKW Buschehr ein

In der Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ist einem Medienbericht zufolge ein Geschoss eingeschlagen. Wie die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die iranische Atomenergiebehörde meldet, gibt es zunächst keine Berichte über Schäden.

18.11 Uhr: Insider - Erneute Angriffe auf US-Ziele in Bagdad

Im Irak geraten Sicherheitskreisen zufolge erneut US-Einrichtungen unter Beschuss. Raketen und eine Drohne hätten die US-Botschaft in Bagdad zum Ziel gehabt, heißt es. Im Umfeld seien eine Explosion und Sirenen zu hören gewesen. Zudem hätten mindestens drei Drohnen eine diplomatische Einrichtung der USA am Flughafen angegriffen. Dort seien Luftabwehrsysteme aktiviert worden. Angaben zu etwaigen Verletzten oder Schäden liegen zunächst nicht vor.

18.05 Uhr: Wadephul - Glaube nicht an Regime-Wechsel im Iran

Bundesaußenminister Johann Wadephul rechnet nicht mit einem Regime-Wechsel im Iran. "Ich glaube nicht, dass das passiert", sagt Wadephul bei einer Medienveranstaltung in Berlin. US-Außenminister Marco Rubio habe ihm gesagt, Ziel der anhaltenden Angriffe auf den Iran sei die Zerstörung der Atom- und Raketenprogramme, um die Gefährdung Israels auszuschalten. Ein kontrollierter Regime-Wechsel sei ohnehin nicht realistisch, und Chaos im Iran sei nicht im Interesse Europas.

17.30 Uhr: Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an

Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. "In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt", teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht.

17.23 Uhr: US-Präsident stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

US-Präsident Donald Trump hat erneut ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht gestellt. Die USA seien zwar noch nicht bereit, ihren Militäreinsatz im Iran zu beenden, sagte er vor Journalisten. Der Abzug werde jedoch "in sehr naher Zukunft" erfolgen.

17.15 Uhr: Trump wütend über Absagen der Nato-Partner

US-Präsident Donald Trump hat Deutschland und andere Nato-Länder scharf für die ausbleibende Hilfe bei der Absicherung der Straße von Hormus kritisiert. Die Haltung der Verbündeten sei "ziemlich schockierend", sagte Trump am Dienstag im Oval Office in Washington. "Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler", fügte er hinzu. Der Fall sei ein "Test" für das Bündnis gewesen.

Deutschland habe erklärt, nichts mit dem Iran-Krieg zu tun zu haben und sich deshalb nicht beteiligen zu wollen, sagte Trump weiter. Zugleich finde die Bundesregierung aber, die USA und Israel hätten "etwas Großartiges getan", weil sie die iranische Führung ausgeschaltet hätten. Auch den britischen Premierminister Keir Starmer ging Trump an. "Ich bin von Keir enttäuscht – ich mag ihn, ich halte ihn für einen netten Mann, aber ich bin enttäuscht.“

17.00 Uhr: Trump - USA brauchen keine Hilfe mehr in Straße von Hormus

In der Frage der Absicherung der Straße von Hormus hat US-Präsident Donald Trump eine Kehrtwende vollzogen: Er schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, die USA bräuchten in der Meerenge doch keine Hilfe der Verbündeten gegen iranische Angriffe. "Wir 'brauchen' oder wünschen die Hilfe der Nato-Länder nicht mehr", schrieb Trump. "Wir haben sie nie gebraucht!", fügte er in Großbuchstaben hinzu: "Dasselbe gilt für Japan, Australien oder Südkorea." Man brauche "die Hilfe von niemandem", schrieb Trump. Er spreche "als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, mit Abstand des mächtigsten Landes der ganzen Welt". 

Am Sonntag hatte Trump die Nato-Partner noch gedrängt, die USA bei der Öffnung der Meerenge für Öltanker zu unterstützen. Ausbleibende Hilfe wäre "sehr schlecht" für die Zukunft des Verteidigungsbündnisses, drohte der Präsident. Sowohl Deutschland als auch andere Nato-Länder reagierten jedoch ablehnend auf Trumps Forderung. 

16.52 Uhr: Israels Armee erwartet massive Raketenangriffe der Hisbollah

Der israelische Militärsprecher Effie Defrin hat angesichts erwarteter Raketenangriffe durch die proiranische Hisbollah-Miliz die Bevölkerung zur Ruhe aufgerufen. "Der Feind versucht, Angst und Panik zu verbreiten. Es ist wichtig, dass Sie Ruhe bewahren", sagte er in einer Videobotschaft. Das israelische Militär beobachte die Hisbollah und alle ihre Kommandeure "von Beirut bis zum Südlibanon", betonte Defrin: "Wir greifen die Hisbollah in diesem Moment mit voller Entschlossenheit an."

Kurz zuvor hatte das israelische Militär berichtet, dass seinen Erkenntnissen zufolge die Hisbollah umfangreiche Vorbereitungen für Raketenangriffe gegen Israel in den kommenden Stunden getroffen habe. Nach Militärangaben wurden daraufhin Hisbollah-Ziele an drei Standorten im Libanon angegriffen.

16.44 Uhr: Iranische Behörden rufen zu Kundgebungen für die Regierung auf

Die Behörden im Iran haben die Bevölkerung aufgerufen, am Dienstag landesweit zu Kundgebungen für die Regierung auf die Straßen zu gehen. Die in iranischen Medien verbreitete Botschaft forderte die Menschen auf, sich religiösen Gruppen "auf den Plätzen aller Städte des Landes" anzuschließen. Der Aufruf erfolgte kurz vor dem persischen Neujahrsfest.

In dem Aufruf hieß es, es sei eine Kundgebung zur "Neutralisierung potenzieller Komplotte des zionistischen Feindes" geplant, womit Israel gemeint ist. Israel hatte zuvor erklärt, den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani bei einem Angriff getötet zu haben. Aus Teheran gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

16.41 Uhr: Kanada lehnt Beteiligung an Angriffen gegen Iran ab

Kanada wird sich nach Angaben von Außenministerin Anita Anand an keiner Militäroffensive gegen Teheran beteiligen. Ihr Land sei vorab nicht über die Angriffe der USA und Israels informiert worden, die den Krieg im Nahen Osten ausgelöst haben, sagte Anand der Nachrichtenagentur AP. Für Kanada hätten eine Deeskalation des Konflikts und der Schutz von Zivilisten Priorität. Der kanadische Premierminister Mark Carney hatte zunächst die Angriffe gegen den Iran gutgeheißen, äußerte aber später sein Bedauern. Die Angriffe stünden für den Zerfall der Weltordnung, sagte er.

15.56 Uhr: Macron - Frankreich beteiligt sich nicht an Öffnung der Straße von Hormus

Frankreich wird sich Präsident Emmanuel Macron zufolge in der aktuellen Lage keinesfalls an militärischen Einsätzen zur Öffnung der Straße von Hormus beteiligen. "Wir sind keine Konfliktpartei", sagte Macron zu Beginn einer Kabinettssitzung. Paris arbeite jedoch weiter an der Vorbereitung einer Koalition, die nach dem Ende der Feindseligkeiten die Freiheit der Schifffahrt gewährleisten solle.

15.35 Uhr: UN - Iran-Krieg könnte 45 Millionen Menschen in den Hunger treiben

Die UNO warnt vor einen starken Anstieg der Zahl Hunger leidender Menschen bei einem Fortdauern des Iran-Krieges. Wegen des damit verbundenen Anstiegs der Lebensmittelpreise könnten weitere 45 Millionen Menschen "akut" von Hunger betroffen sein, falls der Krieg bis Juni andauere, erklärte der stellvertretende Direktor des Welternährungsprogramms (WFP), Carl Skau.

Die Zahl der weltweit von Hunger betroffenen Menschen liegt mit 319 Millionen laut WFP schon jetzt auf einem Rekordniveau. Falls der Iran-Krieg länger andauert, wäre das für den Kampf gegen den Hunger eine "schreckliche Perspektive", warnte Skau. Das Ausmaß des Hungers auf der Welt sei - angetrieben durch Extremwetter und Konflikte, bereits jetzt "so schlimm wie nie zuvor", sagte Skau. Gleichzeitig seien die bereitstehenden Ressourcen drastisch gesunken.

15.17 Uhr: Netanjahu - Iraner können nach Tod Laridschanis "Schicksal in eigene Hand nehmen"

Nach der von Israels Regierung bekannt gegebenen Tötung des mächtigen iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani sieht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für die Iraner die Chance gegeben, "ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen". In einem von seinem Büro verbreiteten Video erklärte Netanjahu, Laridschani sei der Chef der Revolutionsgarden gewesen, "jener Verbrecherbande, die den Iran in Wirklichkeit regiert".

"Wir erschüttern dieses Regime in der Hoffnung, dem iranischen Volk die Chance zu geben, es loszuwerden", fügte Netanjahu hinzu. Zugleich wünschte er dem "mutigen iranischen Volk" zum persischen Neujahrsfest ein "Jahr der Freiheit" und den Beginn neuer Hoffnung.

Der iranische Sicherheitsratschefs Ali Laridschani
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Der iranische Sicherheitsratschefs Ali Laridschani

14.44 Uhr: Chef der US-Terrorabwehr tritt aus Protest gegen Iran-Krieg zurück

Aus Protest gegen die US-Offensive gegen den Iran ist der Chef des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung, Joseph Kent, zurückgetreten. "Ich kann den andauernden Krieg im Iran nicht guten Gewissens unterstützen. Der Iran stellte keine unmittelbare Bedrohung für unser Land dar", schrieb er in einem Brief an US-Präsident Donald Trump, den Kent auf X veröffentlichte. Es sei offensichtlich, dass die Vereinigten Staaten den Krieg aufgrund israelischen Drucks begonnen hätten.

Kent sagte, Trump habe in seiner ersten Amtszeit noch "besser als jeder andere moderne Präsident" verstanden, wie man das Militär einsetze, ohne in endlose Kriege verwickelt zu werden. Er warf Israel vor, dieselbe Taktik wie im Irak-Krieg angewandt zu haben, um die USA in einen verheerenden Krieg zu ziehen. "Diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen", schrieb Kent weiter. Er appellierte an Trump, "darüber nachzudenken, was wir im Iran tun und für wen wir es tun".

14.38 Uhr: Dutzende Festnahmen im Iran wegen angeblicher Kollaboration mit Israel und USA

Im Iran sind Dutzende Menschen wegen des Vorwurfs der Kollaboration mit Israel und den USA festgenommen worden. Darunter seien auch zehn Ausländer, berichteten iranische Medien. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, die Ausländer seien in der Provinz Chorasan Rasawi im Nordosten des Landes festgenommen worden. 55 weitere Menschen seien in der Provinz Hormosgan im Süden inhaftiert worden.

Die Ausländer, deren Nationalität nicht genannt wurde, sollen Informationen über sensible Standorte gesammelt und Einsätze vorbereitet haben. Die im Süden des Landes Festgenommenen wurden als "Söldner" der USA und Israels bezeichnet. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar wurden in der Islamischen Republik nach Polizeiangaben insgesamt 500 Menschen festgenommen, weil sie Informationen an den Feind weitergegeben haben sollen.

14.27 Uhr: UN warnen vor Kriegsverbrechen und Massenvertreibung im Libanon

Das UN-Menschenrechtsbüro kritisiert die israelischen Luftangriffe im Libanon und spricht in diesem Zusammenhang von möglichen Kriegsverbrechen. Die Angriffe hätten ganze Wohngebäude in dicht besiedelten Gebieten zerstört, sagte Sprecher Thameen Al-Kheetan in Genf. "Das Völkerrecht besagt eindeutig, dass der vorsätzliche Angriff auf Zivilisten oder zivile Objekte ein Kriegsverbrechen darstellt", betonte er. Das Büro forderte eine Untersuchung der Angriffe auf Zelte von Vertriebenen an der Küste von Beirut sowie auf ein Gesundheitszentrum in der Stadt Bint Dschubail.

Die humanitäre Lage im Libanon spitzt sich unterdessen weiter zu. Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht. Die Ausweitung der israelischen Evakuierungsbefehle auf das Gebiet zwischen den Flüssen Litani und Zaharani könnte laut Al-Kheetan einer Zwangsumsiedlung gleichkommen. Dies ist nach humanitärem Völkerrecht verboten. Imran Riza, der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Libanon, warnte vor einer rasant zunehmenden Vertreibung. "Die Vertreibung nimmt unglaublich schnell zu", sagte er. Hunderttausende hätten ihre Häuser verlassen, viele nur mit den Kleidern am Leib.

13.31: Welternährungsprogramm - Iran-Krieg treibt Millionen in den Hunger

Das Welternährungsprogramm (WFP) warnt vor einer drastischen Zunahme des Hungers weltweit, sollte der Krieg im Iran bis Juni andauern. Weiteren 45 Millionen Menschen drohe wegen steigender Preise für Lebensmittel, Öl und Transport eine Hungersnot, teilt die UN-Organisation in Genf mit. Bereits jetzt würden weltweit 319 Millionen Menschn nicht genug zu essen bekommen. Die Transportkosten des WFP seien seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar um 18 Prozent gestiegen. Zudem konzentrierten sich die Geberländer des WFP zunehmend auf Verteidigungsausgaben, sagt der stellvertretende WFP-Direktor Carl Skau.

13.26 Uhr: USA - Durchfahrten bei Hormus wieder möglich

Nach Mittteilung von Kevin Hassett, Wirtschaftsberaters der US-Regierung, werden die Durchfahrten durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen. Erste Öl-Tanker begännen, die Meerenge zu passieren, sagt er dem US-Sender CNBC. Er bekräftigt die Einschätzung von US-Präsident Donald Trump, der Krieg werde Wochen und nicht Monate andauern. Zudem zeigt er sich überzeugt, dass der Krieg die US-Wirtschaft nicht beeinträchtigen wird.

13.22 Uhr: Iran - Geheimdienst nimmt 55 Personen fest

Der Geheimdienst der Revolutionsgarden hat 55 Personen im Süden Irans festgenommen, denen Zusammenarbeit mit den USA und Israel vorgeworfen wird. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Tasnim berichtet auch, das iranische Geheimdienstministerium habe in einer landesweiten Aktion Hunderte Empfangsgeräte für das US-Satellitennetzwerk Starlink beschlagnahmen lassen. Mit den Starlink-Terminals lassen sich Internet-Zensur und Internet-Abschaltungen im Iran umgehen.

12.56 Uhr: Libanesischer Soldat stirbt nach israelischem Angriff

Nach einem israelischen Angriff im Südlibanon ist ein Soldat der libanesischen Streitkräfte seinen Verletzungen erlegen. Bei dem Angriff in der Gegend um Nabatija wurden nach Armeeangaben vier weitere Soldaten verletzt. Darunter sei noch ein Schwerverletzter. Sie seien in einem Auto und auf einem Motorrad in der Gegend bei Nabatija unterwegs gewesen. 

Die libanesische Armee ist im Krieg zwischen der proiranischen Hisbollah und dem israelischen Militär keine aktive Kriegspartei und verhält sich neutral. Nach Berichten lokaler Medien waren die getroffenen Soldaten in einem Zivilauto und einer von ihnen auf einem Motorrad unterwegs. Sie seien in Uniform gekleidet gewesen.

12.36 Uhr: Iran - Modschtaba Chamenei nicht in Russland

Der iranische Botschafter in Moskau widerspricht Berichten, das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, befinde sich in Russland zur medizinischen Behandlung. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass. Chamenei war vergangenen Mittwoch bei Angriffen der USA und Israels leicht verletzt worden.

12.05: Iran - Kein Ende der Blockade der Straße von Hormus vor Ende des Krieges

Nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi kann die Blockade der Straße von Hormus nicht unabhängig vom Krieg Israels und der USA gegen die Islamische Republik aufgehoben werden. Dies habe er UN-Generalsekretär Antonio Guterres mitgeteilt, schreibt Araghtschi auf Telegram. Zudem fordert er die internationale Gemeinschaft auf, die Angriffe auf sein Land zu verurteilen.

11.40 Uhr: Ratingagentur - Krieg in Nahost kein Risiko für Versicherungen

Der Krieg in Nahost stellt der Ratingagentur Fitch zufolge derzeit nur ein begrenztes Risiko für weltweit tätige Versicherungsunternehmen dar. Die direkten Auswirkungen dürften beherrschbar bleiben, da Verluste durch Krieg in den meisten Standardpolicen ausgeschlossen seien. Am stärksten gefährdet seien Spezialversicherer, etwa für Schifffahrt und Luftverkehr. Allerdings könne ein langanhaltender Konflikt die Gewinne durch Inflation, fallende Vermögenswerte und vermehrte Zahlungsausfälle schmälern, teilt die Agentur mit.

11.26 Uhr: Griechenland gegen bilaterale Abkommen für Straße von Hormus

Griechenland lehnt ein bilaterales Abkommen mit dem Iran zur freien Fahrt durch die Straße von Hormus ab. "Wir halten es nicht für optimal, separate Vereinbarungen zu treffen", sagt Außenminister George Gerapetritis bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul in Berlin. Nötig sei vielmehr eine dauerhafte Friedenslösung unter dem Schirm internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen. Die griechische Handelsflotte gehört zu den größten der Welt.

11.12 Uhr: Bahrain meldet neue iranische Drohnenangriffe

Bahrain hat weitere Angriffe mutmaßlich iranischer Drohnen gemeldet. Wie das Verteidigungsministerium des Landes am Dienstag mitteilte, wurden seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran mindestens 129 Raketen und 233 Drohnen gegen Bahrain eingesetzt. Allein seit Montag seien neun Drohnen abgefeuert worden, hieß es.

11.02 Uhr: Insider – Oberhaupt des Iran lehnt Vorschlag für Entspannung mit USA ab

Das neue geistliche Oberhaupt des Iran, Modschtaba Chamenei, lehnt einem Insider zufolge Vorschläge zur Entspannung des Verhältnisses mit den USA ab. Diese Vorschläge seien dem iranischen Außenministerium von zwei Vermittlerstaaten übermittelt worden. In der ersten außenpolitischen Sitzung in seiner neuen Funktion habe er eine "sehr harte und ernste" Haltung in der Frage der Vergeltung eingenommen, erklärt der Vertreter der iranischen Regierung weiter. Er lässt offen, ob das geistliche Oberhaupt persönlich bei der Sitzung anwesend war. Die USA und Israel müssten besiegt werden und Entschädigungen zahlen, habe Chamenei gefordert.

10.35 Uhr: Israels Verteidigungsminister - Iranischer Sicherheitschef Laridschani tot

Der israelische Verteidigungsminister, Israel Katz, hat Medienberichte bestätigt, nach denen der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani getötet worden ist. Er sei bei einem gezielten Angriff in der Nacht ums Leben gekommen. Der als sehr einflussreich geltende Laridschani war Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates. Eine Stellungnahme des Iran liegt zunächst nicht vor.

09.59 Uhr: Israel meldet Tötung des Chefs der iranischen Basidsch-Truppe

Israel hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der iranischen Basidsch-Milizen getötet, die für die Niederschlagung von Protesten eingesetzt worden sind. Gholamresa Soleimani sei bei einem Angriff am Montag getötet worden, teilte das Militär am Dienstag mit. Der Iran bestätigte dies zunächst nicht.

Die Freiwilligen-Einheit gehört zur iranischen Revolutionsgarde. "Die Basidsch-Truppen sind Teil des bewaffneten Apparats des iranischen Terrorregimes", erklärte das israelische Militär. "Während der innenpolitischen Proteste im Iran, insbesondere in jüngster Zeit, als die Demonstrationen an Intensität zunahmen, führten die Basidsch-Truppen unter Soleimanis Kommando die wichtigsten Unterdrückungsmaßnahmen an und gingen dabei mit brutaler Gewalt, massenhaften Verhaftungen und Gewaltanwendung gegen zivile Demonstranten vor."

09.55 Uhr: Kallas – EU setzt auf Diplomatie für Straße von Hormus

Die EU setzt nach den Worten ihrer Außenbeauftragten Kaja Kallas im Konflikt um die Straße von Hormus auf Diplomatie. Es müssten diplomatische Wege gefunden werden, um die Seestraße offen zu halten, sagt Kallas der Nachrichtenagentur Reuters. "Niemand ist bereit, seine Leute in der Straße von Hormus in Gefahr zu bringen." Damit reagiert sie auf die Forderung von US-Präsident Donald Trump, Kriegsschiffe zum Schutz der Handelsroute zu entsenden. Ein diplomatischer Ansatz sei nötig, um Krisen bei der Versorgung mit Lebensmitteln, Dünger und Energie zu verhindern, fügt Kallas hinzu.

09.15 Uhr: Iran – Eigene Ölproduktion und Exporte laufen ungestört weiter

Die iranische Ölproduktion und die Exporte laufen nach Angaben aus dem Parlament in Teheran ohne Unterbrechung weiter. Auch auf der Insel Charg gehe der Alltag seinen gewohnten Gang, zitiert die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim einen Sprecher des Energieausschusses. Die USA hatten in der vergangenen Woche militärische Ziele auf der für die Ölausfuhr wichtigen Insel angegriffen. Der Sprecher droht zudem, jeder weitere Angriff auf Charg werde zu einer "größeren Demütigung als in der Straße von Hormus" führen. Dort blockiert der Iran die Durchfahrt von Schiffen, die er den USA oder Israel zuordnet.

09.08 Uhr: Medien – Israel nimmt iranischen Sicherheitschef Laridschani ins Visier

Das israelische Militär nimmt Medienberichten zufolge den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani ins Visier. Es sei zunächst unklar, ob er bei Angriffen getötet oder verletzt worden sei, berichten israelische Medien. Eine Stellungnahme des Iran liegt bislang nicht vor.

08.28 Uhr: Immer mehr Stimmen gegen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus

In Deutschland mehren sich die Stimmen gegen die Forderung von US-Präsident Donald Trump, andere Länder sollten sich an einer Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus beteiligen. Der außenpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Jürgen Hardt, äußerte im Morgenmagazin von ARD und ZDF Zweifel, ob Kriegsschiffe die Meerenge von Hormus absichern können. Der Iran könne den Seeweg trotzdem durch Artillerie und billige Drohnen sperren.

Zuvor hatte bereits Bundeskanzler Friedrich Merz einen Militäreinsatz in der Straße von Hormus abgelehnt und Zweifel an der US-Strategie im Iran geäußert.

07.22 Uhr: Vereinigte Emirate – Ein Toter bei iranischen Angriffen in Abu Dhabi

Bei neuen Angriffen des Iran auf die Vereinigten Arabischen Emirate ist ein Mensch getötet worden. In Abu Dhabi sei ein pakistanischer Staatsbürger durch Trümmerteile einer abgefangenen ballistischen Rakete ums Leben gekommen, teilen die Behörden mit. Zudem traf den zweiten Tag in Folge eine Drohne eine Ölanlage im Hafen Fudschaira. Ein weiterer Drohnenangriff verursachte dem Medienbüro von Abu Dhabi zufolge ein Feuer auf dem Schah-Gasfeld. Verletzt worden sei dort niemand. Der Luftraum über den Emiraten wurde zeitweise geschlossen.

07.10 Uhr: Medienbericht – Iran nimmt zehn Ausländer wegen Spionage fest

Im Iran sind einem Medienbericht zufolge zehn Ausländer wegen Spionage festgenommen worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarde werfe ihnen vor, Informationen über sensible Standorte gesammelt und operative Einsätze im Nordosten des Landes vorbereitet zu haben, meldet die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Zur Staatsangehörigkeit der Festgenommenen wurden zunächst keine Angaben gemacht.

06.05 Uhr: Huthi-Miliz im Jemen hält sich bislang aus dem Iran-Krieg heraus

Der Iran-Krieg weitet sich über den Nahen Osten aus, aber die mit Teheran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen sind bislang an der Seitenlinie geblieben. Der neue Oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei deutete am Donnerstag in seiner ersten – schriftlichen – Stellungnahme seit Amtsantritt an, dass sein Land möglicherweise neue Fronten in dem Konflikt eröffnen könnte. Analysten sehen dies als Zeichen, dass bald auch die Huthi eingreifen könnten.

Das bisherige Zögern der Miliz erklären sich Experten mit der Furcht vor Angriffen auf ihre Führung, internen Spaltungen und Unsicherheiten bei der Waffenversorgung. Analysten gestehen den Huthi jedoch großes Potenzial zu, den Druck auf die globalen Ölversorgungswege durch Angriffe zu verstärken.

05.55 Uhr: Katar wehrt Raketenangriff ab

Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmaßlich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äußern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff – etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen – wurden zunächst nicht genannt.

05.52 Uhr: USA betonen gegenüber Südkorea Wichtigkeit von Hormus-Einsatz

US-Außenminister Marco Rubio betont gegenüber Südkorea die Wichtigkeit einer Zusammenarbeit bei der Sicherung der Straße von Hormus. Dies sei wichtiger denn je, um die Weltwirtschaft und die Ölpreise zu stabilisieren, sagt Rubio laut Angaben aus Seoul in einem Telefonat mit seinem Kollegen Cho Hyun. Das südkoreanische Verteidigungsministerium teilt jedoch mit, es habe keine offizielle Anfrage zur Entsendung von Schiffen erhalten. Außenminister Cho äußert sich zurückhaltend zu einer möglichen Entsendung eines Kriegsschiffes, sichert aber eine Prüfung zu.

Südkorea ist für seine Energieversorgung stark vom Nahen Osten abhängig und bezieht von dort rund 70 Prozent seines Öls. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Verbündete aufgefordert, Kriegsschiffe in die Region zu entsenden.

04.59 Uhr: AFP-Korrespondenten – Mehrere Explosionen in Dubai und Doha

In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in der katarischen Hauptstadt Doha sind Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen. Nach einer an Mobiltelefone gesendeten Raketenwarnung und einem Aufruf, "sofort einen sicheren Ort aufzusuchen", waren in Dubai drei Explosionen zu hören, wie ein AFP-Korrespondent am Dienstagmorgen berichtete. Auch in Doha waren einem AFP-Journalisten zufolge mehrere Explosionen zu hören.

04.02 Uhr: Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut

Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen "Terrorregimes" attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht.

In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben. 

Dienstag, 17. März 2026

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