23.48 Uhr: Drei Frauen im Westjordanland durch Raketentrümmer getötet
Im Zuge des Iran-Kriegs sind im Westjordanland drei palästinensische Frauen durch herabstürzende Raketentrümmer getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien bei dem Vorfall am Mittwochabend verwundet worden, teilten die Rettungskräfte in dem von Israel besetzten Palästinensergebiet mit. Die Rettungsdienste sprachen zwischenzeitlich von vier toten Frauen, erklärten dann jedoch, eine der Frauen schwebe weiter in Lebensgefahr. Die Raketentrümmer stürzten nach Angaben der Rettungskräfte in der Nähe von Hebron in Beit Awa ab.
23.38 Uhr: Mann bei iranischem Angriff in Israel getötet
Bei einem iranischen Raketenangriff ist in Israel ein Mann ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handle es sich um einen ausländischen Arbeiter, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Er sei durch Splitter lebensgefährlich verletzt und schließlich für tot erklärt worden. Aus welchem Land der Mann stammt, war zunächst unklar. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge in Zentralisrael.
23.21 Uhr: Dobrindt kann sich Einsatz für sichere Schifffahrt am Ende des Iran-Kriegs vorstellen
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) schließt eine Beteiligung Deutschlands an der Sicherung der Schifffahrt in der Golfregion am Ende des Iran-Kriegs nicht aus. Als Beispiel nannte er in der ARD-Sendung "Maischberger" einen Minen-Räumungseinsatz. "Kann sein, dass wir auch gefordert werden, dass wir auf der Straße von Hormus tätig sind. Beispielsweise wenn es darum geht, dass man Minen räumen müsste oder ähnliches", sagte Dobrindt.
23.19 Uhr: Israels Armee greift erstmals Ziele im Nordiran an
Israels Luftwaffe greift Armeeangaben zufolge erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Norden des Irans an. Das Militär habe begonnen, dort Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die Armee am Abend mit. Laut früheren Angaben stehen bei den Angriffen vor allem Ziele der iranischen Führung im Fokus.
22.54 Uhr: Blatt - Trump gegen weitere Angriffe auf Irans Energiesektor
US-Präsident Donald Trump lehnt einer Zeitung zufolge vorerst weitere Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur ab. Trump habe vorab von dem israelischen Schlag gegen das Erdgasfeld South Pars gewusst, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Er habe den Angriff als Reaktion auf die iranische Blockade der Straße von Hormus gebilligt, hieß es. Sollte Teheran dort weiter vorgehen, schließe der Präsident erneute Attacken auf den Energiesektor jedoch nicht aus. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor. Trump ist Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte.
22.50 Uhr: Palästinenserinnen bei iranischem Raketenangriff getötet
Bei einem iranischen Raketenangriff im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge drei Frauen getötet worden. Sieben weitere Palästinenserinnen seien verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Laut der Nachrichtenagentur Wafa wurde ein Schönheitssalon in dem Ort Beit Awa südwestlich von Hebron getroffen.
22.23 Uhr: Vance - Noch einige Wochen lang höhere Spritpreise
US-Vizepräsident JD Vance bereitet die Bürger auf weiterhin hohe Benzinpreise vor. Es liege eine "schwierige Wegstrecke für die kommenden paar Wochen vor uns", sagte Vance bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Michigan. Die Lage sei jedoch vorübergehend. Um die Preissteigerungen anzugehen, sollen Vance und Energieminister Chris Wright Vertreter der Ölindustrie treffen. Ein Sprecher des Verbands American Petroleum Institute (API) bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters das geplante Gespräch.
22.21 Uhr: Iranischer Gegenangriff auf Gasanlage - Katar droht mit Reaktion
Katar hat einen erneuten iranischen Angriff auf die weltweit größte Anlage für den Export von Flüssigerdgas (LNG) scharf verurteilt. Der Golfstaat behalte sich das Recht vor, zu reagieren, teilte das katarische Außenministerium auf der Plattform X mit. Der Angriff auf die Anlage Ras Laffan sei eine gefährliche Eskalation und eine direkte Bedrohung der nationalen Sicherheit Katars und der regionalen Stabilität.
Diese große Gasanlage in Katar wurde offenbar angegriffen
22.06 Uhr: EU fordert von Israel Einstellung der Militäreinsätze im Libanon
Die Europäische Union (EU) hat Israel zur Einstellung der Militäreinsätze im Libanon aufgefordert. "Die EU ist zutiefst besorgt über die andauernde israelische Offensive im Libanon, die bereits verheerende humanitäre Folgen hat", erklärte ein Sprecher. Außerdem berge das Vorgehen die Gefahr, einen "langwierigen Konflikt" auszulösen. "Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen", hieß es in der Erklärung weiter.
21.59 Uhr: Katar weist iranischen Militärattaché aus
Katar hat den Sicherheits- und Militärattaché der iranischen Botschaft zur unerwünschten Person erklärt. Er müsse das Land binnen 24 Stunden verlassen, teilte das Außenministerium mit. Die Regierung in Doha begründete die Entscheidung mit wiederholten Angriffen des Iran auf das Land. Zuletzt sei die Industriestadt Ras Laffan Ziel einer Attacke gewesen.
21.49 Uhr: Berichte - Israel greift erstmals iranische Marineschiffe an
Israels Luftwaffe hat israelischen Berichten zufolge erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer ins Visier genommen. Der TV-Sender N12 sprach von einem "ungewöhnlichen Angriff" in der nordiranischen Hafenstadt Bandar Ansali und berief sich auf israelische Sicherheitskreise. Auch die Nachrichtenseite "ynet" und der Sender Kan 11 meldeten einen Angriff auf Ziele der iranischen Marine. Israels Armee äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.
21.32 Uhr: Irak meldet Angriff auf Luftwaffenstützpunkt in Kirkuk
Der Irak meldet einen Angriff auf einen eigenen Luftwaffenstützpunkt in der Stadt Kirkuk. Ein Geschoss habe einen Brand ausgelöst, teilte das irakische Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Das Feuer sei unter Kontrolle, es gebe keine Verletzten. Bei dem Luftwaffenstützpunkt im Nordirak handele es sich um eine rein irakische Einrichtung, in der sich keine ausländische Ausstattung oder Personal befinde, hieß es weiter. Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen großen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen.
21.28 Uhr: Iran verübt Vergeltungsangriffe auf Gasanlagen in Golfstaaten
Nach dem US-israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt hat Teheran mehrere Golfstaaten mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. In Saudi-Arabien wurden nach Behördenangaben mindestens vier Menschen durch Splitter einer abgefangenen Rakete verletzt. In Katar traf der Iran den wichtigsten Gaskomplex des Landes. Der iranische Präsident Massud Peseschkian warnte nach der Attacke auf Verarbeitungsanlagen am iranischen Gasfeld South Pars vor "unkontrollierbaren Folgen". Saudi-Arabien wurde nach Behördenangaben vom Iran mit Drohnen und ballistischen Raketen attackiert. Nach dem Abfangen einer Rakete wurden demnach vier Menschen in einem Wohngebiet der Hauptstadt Riad durch herabfallende Raketensplitter verletzt. Splitter seien zudem nahe einer Erdölraffinerie südlich der Hauptstadt zu Boden gegangen.
20.44 Uhr: EU - Sichere Passage durch Straße von Hormus hat Priorität
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas dringt in einem Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi auf ein Ende der Angriffe auf kritische Infrastruktur. Zudem habe die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus Priorität für Europa, sagte ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Kallas habe betonte, dass die EU auf Deeskalation und eine diplomatische Lösung setze.
20.11 Uhr: QatarEnergy meldet schwere Schäden nach Raketenangriff auf Ras Laffan
Katars staatlicher Energiekonzern QatarEnergy hat Raketenangriffe auf die Industriestadt Ras Laffan bestätigt. Dabei seien schwere Schäden entstanden. Rettungskräfte seien im Einsatz, um Brände einzudämmen, teilt das Unternehmen mit. Berichte über Opfer lagen demnach zunächst nicht vor. AlleMitarbeiter seien in Sicherheit. Iranische Staatsmedien hatten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar angekündigt.
19.18 Uhr: IAEA - Geschoss traf am Dienstag Gebäude nahe iranischem AKW
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat den Einschlag eines Geschosses in unmittelbarer Nähe des iranischen Atomkraftwerks Buschehr bestätigt. Ein Gebäude 350 Meter vom Reaktor entfernt ist nach Angaben von IAEA-Chef Rafael Grossi getroffen und zerstört worden. Der Reaktor selbst sei unbeschädigt, Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.
19.17 Uhr: Großbritannien will Golf-Partner mit Raketen gegen Iran stärken
Großbritannien will seine Partner am Golf angesichts iranischer Angriffe stärker unterstützen und kündigt den Kauf zusätzlicher Raketen an. Geplant sei die Bestellung weiterer Lightweight Multirole Missiles von Thales UK, um sowohl die eigenen Streitkräfte als auch Partner in der Regionauszurüsten, teilte das Verteidigungsministerium mit. Zudem werde man Ausbildungsprogramme in Großbritannien anbieten. Bei einem Treffen mit Vertretern mehrerer Golfstaaten sowie Rüstungskonzernen wie BAE Systems sei erörtert worden, wie neue Ausrüstung schneller bereitgestellt werden könne.
19.14 Uhr: UN-Schifffahrtsorganisation will sicheren Korridor für Seeleute
Die UN-Schifffahrtsorganisation (IMO) hat einen sicheren Korridor vorgeschlagen, um rund 20.000 im Golf festsitzende Seeleute zu evakuieren. Das von Bahrain, Japan, Panama, Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten eingereichte Papier zielt darauf ab, die Evakuierung von Handelsschiffen zu erleichtern. Die USA unterstützen den Vorstoß. Wegen des Krieges im Iran und der Drohung Teherans, Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen, liegen Hunderte Schiffe vor Anker. IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez zufolge sind durch den Konflikt mindestens sieben Seeleute getötet worden. Der Iran erklärte dagegen in einer separaten Stellungnahme an die IMO, seine Behörden leisteten den Seeleuten humanitäre Hilfe.
18.42 Uhr: Irans Oberster Führer schwört nach Tod von Ali Laridschani Vergeltung
Der neue Oberste Führer des Irans, Ajatollah Modschtaba Chamenei, hat sich knapp eine Woche nach seiner letzten Stellungnahme wieder zu Wort gemeldet. In einer in den staatlichen iranischen Medien verbreiteten Erklärung bekundete Chamenei sein Beileid für den durch einen israelischen Angriff getöteten Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, und schwor Vergeltung.
17.57 Uhr: Israel - Weitere Brücken über im Libanon zerstört
Israel hat nach eigenen Angaben zwei weitere Brücken über den Litani-Fluss im Libanon zerstört. Diese seien von der Hisbollah-Miliz genutzt worden, um Waffen in den Süden zu schmuggeln, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz. "Dies ist eine klare Botschaft an die libanesische Regierung: Israel wird nicht zulassen, dass die Hisbollah die staatliche Infrastruktur des Libanon nutzt", sagte Katz. Am Freitag hatte das israelische Militär eine Brücke im Südlibanon zerstört.
17.50 Uhr: Phantomflug - Iran-Krieg zwingt Emirates-Flüge zur Umkehr
Der iranische Drohnenangriff auf den Flughafen Dubai hat Dutzende Flüge des Golf-Carriers Emirates zur Umkehr oder zu langen Umwegen gezwungen. So kehrte nach Flugdaten eine Maschine von London Gatwick auf dem Weg nach Dubai über Saudi-Arabien wieder um und absolvierte damit einen Hin- und Rückflug in einem Rutsch über 9100 Kilometer. Etwa 30 Flüge der Airline mussten ausweichen, weil der verkehrsreichste Flughafen am persischen Golf aus Sicherheitsgründen den Betrieb zeitweise einstellen musste. Emirates bestätigte, dass einige Flüge betroffen waren, nannte aber keine Details.
17.46 Uhr: Israel - Zwei Tote durch iranische Streumunition in Tel Aviv
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Tel Aviv sind nach israelischen Militärangaben in der Nacht zwei Menschen durch Streumunition getötet worden. Ein Ehepaar starb in seiner Wohnung, zudem wurde ein Bahnhof beschädigt. Militärsprecher Nadav Shoshani warf der Regierung in Teheran ein Kriegsverbrechen vor, da gezielt Zivilisten ins Visier genommen würden. Eine iranische Stellungnahme lag nicht vor. Die Abwehr solcher Geschosse gilt als schwierig, da sie sich in der Luft in viele kleine Sprengkörper zerlegen. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, allerdings sind weder Israel noch der Iran dem Abkommen beigetreten.
17.35 Uhr: US-Geheimdienst - Regime im Iran scheint intakt zu sein
Der US-Geheimdienst geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die iranische Regierung trotz der andauernden Angriffe weiter arbeitsfähig ist. "Das Regime im Iran scheint intakt zu sein", sagte Tulsi Gabbard, Direktorin für Nationale Nachrichtendienste, zu Beginn ihrer jährlichen Anhörung vor einem Senatsausschuss. Das Regime sei zwar weitgehend geschwächt. Dennoch sei der Iran weiter in der Lage, die USA und ihrer Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen und tue dies auch. "Sollte ein feindliches Regime überleben, wird es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wieder aufzubauen", so Gabbard.
16.30 Uhr: Bisher 13 US-Soldaten getötet und 200 verwundet
Im Iran-Krieg kamen nach Angaben der US-Armee bisher 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben, rund 200 wurden verwundet. Es habe zehn Schwerverletzte gegeben, teilte der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, am Montag mit. Der Großteil der Verletzungen sei aber leicht gewesen. Mehr als 180 Soldaten hätten den Dienst bereits wieder aufgenommen.
Die Einsatzkräfte seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter. Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
16.17 Uhr: Laut WHO rund 2.300 tote Zivilisten im Nahen und Mittleren Osten
Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2.300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1.400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.
Tedros äußerte auch äußerst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. Bislang hat die WHO im Libanon 28 solche Angriffe mit 30 Toten und 25 Verletzten verifiziert. Im Iran waren laut der UN-Gesundheitsorganisation seit Kriegsbeginn 20 Angriffe mit neun Toten. In Israel kam es zu zwei Angriffen auf das Gesundheitswesen.
15.45 Uhr: Katar – Israels Angriff auf weltgrößtes Gasfeld "unverantwortlich"
Katar hat Israels Angriff auf Anlagen der iranischen Gasindustrie am größten Gasfeld der Welt scharf verurteilt. Es handle sich um einen "gefährlichen und unverantwortlichen Schritt inmitten der aktuellen militärischen Eskalation in der Region, erklärte der katarische Außenamtssprecher Madschid al-Ansari auf der Plattform X.
Das Gasfeld "South Pars" befindet sich im Persischen Golf und wird vom Iran und Katar ausgebeutet. Der Iran hat nach dem Angriff gedroht, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar zu attackieren.
15.25 Uhr: Nach Angriff auf Irans Gasindustrie droht weitere Eskalation
Nach Angriffen auf seine Gasindustrie (siehe Meldung von 13.02 Uhr) droht der Iran im Krieg mit Israel und den USA, seinerseits Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar zu attackieren. Die Militärführung begründete das damit, dass zivile und lebenswichtige Infrastruktur angegriffen worden sei, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines "umfassenden Wirtschaftskriegs".
Zugleich stoppte der Iran seine Gaslieferungen in den Irak. Die Führung in Teheran habe das Gas nach der Attacke für den Eigenbedarf umgeleitet, sagt ein hochrangiger irakischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Der Iran deckt zwischen einem Drittel und 40 Prozent des irakischen Gas- und Strombedarfs.
15.13 Uhr: Kein großen Schäden an iranischem AKW nach Beschuss
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA Rafael Grossi sieht keine Anzeichen für größere Schäden an der iranischen Atomanlage Buschehr. Ein Angriff auf das Gelände des Atomkraftwerks habe allem Anschein nach ein kleines Gebäude mit einem Labor getroffen, sagte Rafael Grossi am Mittwoch in Washington. Es gebe keine Auswirkungen auf die Reaktoren und es seien auch keine Opfer zu verzeichnen.
Grossi schränkte aber ein, dass sich seine Organisation vor Ort kein eigenes Bild machen konnte. "Wir schauen uns Bilder an, aber es scheint nicht zu erheblich zu sein", sagte er. Zuvor hatte sich bereits der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom zur Situation an dem von Russland gebauten Atomkraftwerk Buschehr geäußert. Es gebe keine erhöhten Strahlungswerte und es habe keine Opfer unter dem Personal gegeben, sagte Alexej Lichatschew.
Nichts Neues ist der IAEA über den Status der neuen iranischen Anreicherungsanlage in Isfahan bekannt. Die Anlage befinde sich in einem unterirdischen Komplex, so IAEA-Chef Grossi. "Sie ist unterirdisch, aber wir haben sie noch nicht besucht", erklärte Grossi, der sich zu Gesprächen mit der US-Regierung in Washington aufhält.
14.40 Uhr: Iranische Fußballerinnen in Heimatland zurückgekehrt
Nach dem Wirbel um ihren stillen Protest beim Asien Cup sind die iranischen Fußballerinnen in ihrem Heimatland angekommen. Die Spielerinnen der Fußball-Nationalmannschaft und Mitglieder des Trainerstabs seien über einen Grenzübergang in der Osttürkei in iranisches Staatsgebiet eingereist, berichtete die Nachrichtenagentur Fars.
Ursprünglich hatten sieben Fußballerinnen nach dem Aus bei dem Turnier Asyl in Australien beantragt. Fünf zogen den Antrag später zurück. Beobachter befürchten, dass den Frauen im Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten – oder, dass ihre Familien unter Druck geraten, falls sie nicht zurückkehren sollten.
14.12 Uhr: Iran fordert zur Evakuierung von Ölanlagen in Golfregion auf
Die iranischen Revolutionsgarden fordern Staatsmedien zufolge zur Evakuierung mehrerer Ölanlagen in der Golfregion auf. Die Warnungen richteten sich an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar, heißt es.
14.00 Schwedischer Bürger im Iran hingerichtet
Im Iran ist am Mittwoch ein schwedischer Bürger hingerichtet worden, wie die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard mitteilt. Die Person, deren Name nicht genannt wurde, sei im Juni vergangenen Jahres im Iran festgenommen worden. Schweden habe den Fall seither wiederholt bei iranischen Behörden zur Sprache gebracht, erklärt Stenergard. "Die Todesstrafe ist eine unmenschliche, grausame und unumkehrbare Strafe." Zudem habe das Gerichtsverfahren nicht rechtsstaatlichen Standards entsprochen.
Die iranischen Justizbehörden teilten mit, der "Spion" habe "Bilder und Informationen über wichtige Orte des Landes" an Mitarbeiter des israelischen Geheimdienstes Mossad weitergegeben. Er sei in "sechs europäischen Ländern und in Tel Aviv" ausgebildet worden.
13.40 Uhr: Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran erneut Abwehr
Nach dem Abschuss von drei Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei erneut ihre Flugabwehr. In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit. Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden. Es war zunächst unklar, welches Land das System zur Verfügung stellt.
13.03 Uhr: Saudi-Arabien lädt arabische und islamische Staaten zu Krisentreffen ein
Saudi-Arabien hat die Außenminister arabischer und islamischer Staaten zu einem Krisentreffen in Riad eingeladen, um über den Krieg und seine Auswirkungen zu beraten. Laut einer türkischen diplomatischen Quelle werden Vertreter aus Ländern wie der Türkei, Ägypten, Katar, Syrien und den Vereinigten Arabischen Emiraten teilnehmen. Der türkische Außenminister Hakan Fidan wird dabei die Bedeutung einer friedlichen Verhandlungslösung unterstreichen, so Informationen aus Ankara.
13.02 Uhr: Iranische Staatsmedien melden Angriff auf Gas-Anlagen
Iranische Staatsmedien berichten von einem Angriff auf Anlagen des South-Pars-Gasfelds. Laut dem iranischen Staatsfernsehen und der Nachrichtenagentur Irna wurden am Mittwoch die Einrichtungen in Assaluje, in der südiranischen Provinz Buschehr, beschossen. Das umfangreiche Gasfeld im Persischen Golf wird sowohl vom Iran als auch von Katar genutzt. Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.
13.02 Uhr: Russland profitiert offenbar wenig von Ölpreisanstieg
Russland profitiert wohl nur begrenzt von den stark gestiegenen Ölpreisen aufgrund des Iran-Kriegs. Laut Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters werden die Ölausfuhren des Landes durch ukrainische Drohnenangriffe auf die Exportinfrastruktur und schlechtes Wetter gebremst. Diese Schätzungen basieren auf Daten des Finanzdienstleisters LSEG und Brancheninsidern.
Demnach könnten die Ölverladungen aus den drei wichtigsten russischen Westhäfen Primorsk, Ust-Luga und Noworossijsk im März auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag sinken, obwohl ursprünglich 1,8 Millionen geplant waren.
12.50 Uhr: Mindestens vier Explosionen in Erbil im Nordirak zu hören
In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion im Nordirak, wurden am Mittwoch mindestens vier Explosionen gehört. AFP-Journalisten berichteten, dass Geschosse über der Stadt abgefangen wurden, die Ziele blieben zunächst unklar.
Erbil beherbergt einen US-Konsulatskomplex und einen Stützpunkt der Anti-Dschihadisten-Koalition. Am Dienstag hatte die pro-iranische Gruppe Kataeb Hisbollah die US-Präsenz im Irak verurteilt und den Abzug aller ausländischen Soldaten gefordert. Washington stuft die Gruppe als terroristische Organisation ein.
12.47 Uhr: Außenminister Wadephul – "Regimewechsel in Teheran wünschenswert"
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) zweifelt an einer friedlichen Machtübergabe im Iran. "Natürlich kann es zu einem Regimewechsel kommen, und angesichts der Brutalität dieses Regimes wäre es auch wünschenswert", sagte Wadephul in Berlin.
Er betonte jedoch, dass militärische Interventionen, wie im Irak oder Libyen, nicht zu einem geordneten Regimewechsel geführt hätten, der in einer freien, demokratischen und rechtsstaatlichen Struktur mündete. "Das ist die nüchterne Analyse, die wir ziehen müssen, und sie bildet die Grundlage für alle unsere derzeitigen Überlegungen", so Wadephul weiter.
12.22 Uhr: Schwedischer Geheimdienst warnt vor vom Iran gesteuerten Anschlägen
Der schwedische Geheimdienst Säpo warnt in seinem Jahresbericht vor einer zunehmenden Bedrohung durch den Iran und Russland. Laut der Leiterin der Behörde, Charlotte von Essen, erhöht der Krieg zwischen den USA und Israel gegen die Islamische Republik das Risiko von Angriffen auf jüdische und amerikanische Ziele in Schweden. Zudem setze der Iran kriminelle Banden ein, um seine Interessen zu verfolgen.
12.09 Uhr: Frankreich – Israels Forderung zur Entwaffung der Hisbollah unrealistisch
Frankreich hat die israelische Forderung an die libanesische Regierung zur Entwaffnung der Hisbollah-Miliz als unrealistisch bezeichnet. Der französische Libanon-Gesandte Jean-Yves Le Drian erklärte im Gespräch mit France Info, dass Israel während seiner langen Besatzung nicht in der Lage war, die Miliz zu besiegen. Daher könne nicht erwartet werden, dass die libanesische Regierung dies innerhalb von drei Tagen, und noch dazu während laufender Kämpfe zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Milizionären, umsetzt.
12.02 Uhr: Trauerfeiern in Teheran nach Tötung von Ali Laridschani
Nach der Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani durch das israelische Militär versammelten sich in Teheran Regierungsanhänger zu Trauerfeiern. Im Stadtzentrum berichtete die Nachrichtenagentur Fars von einer Zeremonie für den am Montagabend getöteten Generalsekretär des Sicherheitsrats. Ein Foto zeigte die Särge von Laridschani und seinem Sohn, der ebenfalls bei dem israelischen Angriff ums Leben kam.
11.59 Uhr: Russland sieht Tötung von Laridschani als Mord an
Russland hat die gezielte Tötung von Mitgliedern der iranischen Führung scharf kritisiert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete den Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani als Mord. "Wir verurteilen eindeutig alle Aktionen, die darauf abzielen, Mitglieder der souveränen iranischen Führung zu ermorden oder zu beseitigen", sagte Peskow in einer Presseerklärung.
11.46 Uhr: Feuer auf US-Flugzeugträger vertreibt Seeleute aus ihren Betten
Ein Brand auf dem neuesten und größten US-Flugzeugträger, der "Gerald R. Ford", hat mehr als 100 Schlafplätze unbrauchbar gemacht, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Militärquellen berichtete. Der Brand, der vergangene Woche in der Wäscherei ausbrach, führte dazu, dass rund 200 Matrosen aufgrund von Rauchvergiftungen untersucht wurden. Viele Seeleute mussten umquartiert werden, einige schlafen nun in provisorischen Feldbetten. Laut der US-Marine war der Brand nicht auf Kampfhandlungen zurückzuführen und konnte erst nach mehreren Stunden gelöscht werden. Ein Matrose wurde am Freitag aufgrund seines Zustands evakuiert, befindet sich jedoch inzwischen in stabilem Zustand. Alle anderen Crewmitglieder sind wieder im Dienst.
11.43 Uhr: Berichte über neue US-israelische Angriffe in verschiedenen Regionen des Iran
Laut iranischen Medien haben die USA und Israel am Mittwoch erneut mehrere Regionen im Iran angegriffen, darunter auch die Hauptstadt Teheran. Weitere Angriffe richteten sich auf Ziele in der Provinz Lorestan, die Stadt Hamedan im Westen und die Provinz Fars im Süden des Landes.
Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass bei einem Angriff auf Wohngebiete in der Stadt Dorud in Lorestan sieben Menschen getötet und 56 weitere verletzt wurden. Diese Angaben konnten von der Nachrichtenagentur AFP bislang nicht unabhängig bestätigt werden. Zudem meldete die Justiz-Website Misan, dass in der Provinz Fars ein Justizgebäude getroffen wurde.
11.33 Uhr: Israel - Iranischer Geheimdienstminister getötet
Das israelische Militär soll den iranischen Geheimdienstminister Ismail Chatib getötet haben. Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Laut Katz hat die Führung des Landes die Tötung jedes ranghohen iranischen Vertreters genehmigt, der von der israelischen Armee ins Visier genommen wird. Eine weitere Genehmigung sei nicht erforderlich, sagte Katz nach Angaben seines Büros. Er und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hätten das Militär entsprechend autorisiert.
In einer Besprechung kündigte Katz außerdem an, dass im Laufe des Tages "bedeutende Überraschungen" in allen Einsatzgebieten zu erwarten seien. Diese würden den Krieg gegen den Iran und die mit Teheran verbündete Hisbollah-Miliz "auf eine neue Stufe heben", so Katz. Die Intensität der Angriffe im Iran werde weiter zunehmen.
11.21 Uhr: Roter Halbmond - Rettungswagen im Iran angegriffen
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen ist im Iran nach Angaben der Rothalbmond-Gesellschaft ein Rettungswagen gezielt angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der südlichen Stadt Lar in der Provinz Fars, wie die humanitäre Organisation auf Telegram mitteilte. Ein Bild zeigte ein fast vollständig zerstörtes Fahrzeug. Der Leiter des iranischen Roten Halbmonds, Pirhussein Koliwand, verurteilte den Luftangriff scharf. Er sprach von einem Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Einsatzkräfte seien ausschließlich mit der Hilfe für Verletzte beschäftigt gewesen.
11.16 Uhr: Luftabwehr im Süden der Türkei wird verstärkt
Die Nato verlegt nach türkischen Angaben ein weiteres Raketenabwehrsystem vom Typ Patriot in die südtürkische Provinz Adana. Die Maßnahme diene der Sicherung des türkischen Luftraums und dem Schutz der Bevölkerung, teilt das Verteidigungsministerium in Ankara mit. In Adana liegt der Luftwaffenstützpunkt Incirlik, auf dem neben türkischen Truppen auch Soldaten der USA und anderer verbündeter Staaten stationiert sind. Der Türkei zufolge befindet sich dort bereits ein Patriot-System der Spanier. Seit Beginn des Kriegs gegen den Iran wurden nach türkischen Angaben drei von der Islamischen Republik aus gestartete Raketen abgefangen.
11.02 Uhr: Österreichs Regierung beschließt Paket gegen hohe Spritpreise
Die österreichische Bundesregierung will mit einem Mix aus Steuersenkungen und Eingriffen in die Gewinnmargen gegen die hohen Spritpreise vorgehen. Das Paket soll zum 1. April in Kraft treten, wie Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am Mittwoch in Wien erläuterte. Ziel sei eine Entlastung bei Diesel und Benzin um rund zehn Cent pro Liter. Damit soll die Inflation gedämpft und verhindert werden, dass der Staat oder Energieunternehmen von der Krise profitieren. Voraussetzung für den Zeitplan ist jedoch eine Einigung mit der Opposition im Parlament in der kommenden Woche. Die Maßnahmen sollen greifen, wenn die Preise für Benzin oder Diesel innerhalb von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent steigen.
10.43 Uhr: Grünen-Chefin drängt Regierung zu mehr Unterstützung für den Libanon
Grünen-Chefin Franziska Brantner hat die israelischen Angriffe auf den Libanon verurteilt und die Regierung zu mehr Unterstützung für das Land gedrängt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) müsse darauf dringen, "dass wir und Europa im Libanon aktiver werden", sagte sie am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP zum anstehenden EU-Gipfel. "Die Invasion und Besetzung des Südlibanon sind inakzeptabel." Das verschärfe die ohnehin dramatische Lage in der Region.
Der Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar neu entfacht worden. Bei den israelischen Angriffen wurden seit Wiederaufflammen der Kämpfe mit der Hisbollah am 2. März nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 900 Menschen getötet und mehr als 2200 weitere verletzt.
10.42 Uhr: Zahl der Todesopfer bei israelischen Angriffen in Beirut gestiegen
Die Zahl der Todesopfer bei den neuen israelischen Luftangriffen in Beirut ist den libanesischen Behörden zufolge auf mindestens zehn gestiegen. Ein zehnstöckiges Gebäude sei zerstört worden, teilen die Behörden mit. Die Angriffe erschütterten die libanesische Hauptstadt die ganze Nacht hindurch bis in den Morgen. Getroffen wurden Gebäude in Vierteln, die sich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums und des Regierungssitzes befinden. Das israelische Militär teilt mit, es habe als Reaktion auf massiven Raketenbeschuss durch die Hisbollah eine nächtliche Angriffswelle auf die Infrastruktur der Miliz gestartet. Vor einem der vier Angriffe auf Beirut hatte das Militär eine Warnung auf Online-Plattformen herausgegeben, nicht jedoch vor den anderen drei. Mehrere Viertel im Stadtzentrum seien am Morgen ohne Warnung unter Beschuss geraten. Anders als in Israel gibt es im Libanon keine Bunker, in denen die Bevölkerung Schutz suchen kann.
Zum Video: Mindestens sechs Menschen bei Luftangriffen in Beirut getötet
Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
09.09 Uhr: Saudi-Arabien meldet zwei abgefangene Drohnen
Saudi-Arabien hat am Mittwoch nach eigenen Angaben zwei Drohnen abgefangen, die offenbar das Diplomatenviertel in der Hauptstadt Riad zum Ziel hatten. Das Verteidigungsministerium des Landes teilte im Onlinedienst X mit, zwei Drohnen seien abgeschossen worden, als sie versuchten, "sich dem Botschaftsviertel zu nähern".
Die Behörden des Landes hatten zuvor mitgeteilt, sie hätten mehrere Drohnen über der östlichen Provinz abgefangen. Zudem sei eine Rakete in der Nähe des Luftwaffenstützpunktes Prinz Sultan südöstlich von Riad abgefangen worden, auf dem US-Soldaten stationiert sind.
09.00 Uhr: Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus dem Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan hieß.
08.57 Uhr: Irans getöteter Sicherheitschef Laridschani soll am Vormittag beigesetzt werden
Der von der israelischen Armee getötete iranische Sicherheitschef Ali Laridschani soll am Mittwoch beigesetzt werden. Wie die Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim meldeten, soll die Beisetzung um 11.30 Uhr MEZ in der Hauptstadt Teheran erfolgen. Auch der getötete Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, soll dann den Angaben zufolge beigesetzt werden.
08.24 Uhr: Bundeskabinett verabschiedet Spritpreispaket
Die Bundesregierung hat das Maßnahmenpaket gegen die hohen Spritpreise verabschiedet. Tankstellen sollen die Kraftstoffpreise künftig nur noch einmal am Tag und zwar um 12.00 Uhr mittags erhöhen dürfen, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Preissenkungen bleiben hingegen erlaubt. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro.
Zudem ist eine "Stärkung der kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht" vorgesehen. "Damit müssen Unternehmen künftig bei Missbrauchsverdacht selbst darlegen, ob ihre Preise auf angemessenen Kosten beruhen", hieß es aus dem Wirtschaftsministerium.
08.21 Uhr: Iran sieht sich trotz Tötung von Sicherheitschef stabil
Der Iran sieht sich durch die Tötung von Sicherheitschef Ali Laridschani und anderen hochrangigen Führungsmitgliedern nicht in seiner Handlungsfähigkeit beeinträchtigt. Die USA und Israel verstünden nicht, dass die Islamische Republik ein robustes politisches System sei, das nicht von einzelnen Personen abhänge, sagt Außenminister Abbas Araghtschi in einem Interview des Senders Al-Dschasira. Der Staat funktioniere weiter.
08.16 Uhr: Sechs Tote bei israelischen Luftangriffen auf Beirut
Bei neuen israelischen Luftangriffen auf Beirut sind im Zentrum der libanesischen Hauptstadt den Behörden zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien verletzt worden, teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit. Die ersten Angriffe in der Nacht erfolgten offenbar ohne Vorwarnung. Ein Luftangriff gegen 01.30 Uhr Ortszeit im Stadtteil Suka al-Blat zerstörte mehrere Stockwerke eines Wohnblocks, ein weiterer Angriff traf mindestens zwei Stockwerke eines Gebäudes im benachbarten Stadtteil Basta. Ein späterer Angriff gegen 05.30 Uhr habe das in der Nähe gelegene Viertel Bachura getroffen. Diesem war jedoch eine Warnung des israelischen Militärs auf Online-Portalen vorausgegangen, in der eine Einrichtung der Hisbollah als Ziel benannt wurde. Berichte über Opfer lagen aus Bachura zunächst nicht vor.
07.32 Uhr: Iran rechtfertigt Angriffe auf Städte von Golf-Staaten mit US-Truppenpräsenz
Der Iran hat seine Drohnen- und Raketenangriffe in der Nähe von Städten in Golfstaaten damit begründet, dass die USA ihre Truppen in zivile Gebiete verlegt hätten. US-Streitkräfte hätten ihre Militärstützpunkte verlassen und seien in Hotels in den Städten untergekommen, sagt Außenminister Abbas Araghtschi iranischen Medien zufolge dem arabischen Sender Al-Dschasira. "Überall dort, wo sich amerikanische Streitkräfte sammelten oder ihre Einrichtungen waren, wurden sie ins Visier genommen", sagte der iranische Chefdiplomat. "Es ist möglich, dass einige dieser Orte in der Nähe von Städten lagen." Araghtschi räumte ein, dass die Golfstaaten verärgert seien und ihre Bevölkerung durch die iranischen Angriffe betroffen gewesen sei. Die Schuld dafür liege jedoch allein bei den USA, die den Krieg begonnen hätten.
07.01 Uhr: Mann im Iran wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet
Irans Justiz hat einen mutmaßlichen Spion für den israelischen Geheimdienst Mossad hinrichten lassen. Das Todesurteil sei am Morgen vollstreckt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei im vergangenen Jahr während des Zwölftagekriegs in einer ländlichen Region westlich der Hauptstadt Teheran festgenommen worden. Bei der Festnahme seien eine große Menge Bargeld sowie Spionage- und Satellitentelefone gefunden worden, hieß es bei Tasnim weiter. Dem Mann wurde vorgeworfen, Bilder und Informationen über sensible Anlagen an den Mossad übermittelt zu haben.
06.46 Uhr: Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.
06.35 Uhr: Wegen Iran-Kriegs kaum Pilgertourismus in Israel zu Ostern
Die Pilgerstellen in Jerusalem stellen sich auf ein karges Osterfest ein. Wegen des Iran-Krieges rechnen die Heiligen Stätten und Gasthäuser kaum mit Besuchern zu den Feiertagen. Die Pilgerzentrale der Franziskaner am Jaffa-Tor in der Jerusalemer Altstadt habe in den ersten zwei Monaten des Jahres rund 1.700 Anfragen für Pilgergottesdienste erhalten; inzwischen seien alle storniert worden, sagte der für das Pilgerwesen zuständige Franziskaner-Kustos Francesco Ielpo der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Aufgrund der nach wie vor angespannten Sicherheitslage sei mit einer Rückkehr von Pilgergruppen und der Organisation von Besucherflügen nicht zu rechnen.
Das Osterfest ist traditionell einer der Höhepunkte der christlichen Pilgerzeit in Jerusalem. Die Palmsonntagsprozession vom Ölberg in die Altstadt, die Karfreitagsprozessionen über die Via Dolorosa zur Grabeskirche sowie die Feierlichkeiten an den Ostertagen sind für gewöhnlich christliche Massen-Events. Seit mehreren Jahren befindet sich der Pilgertourismus in der Region aber in der Krise.
05.42 Uhr: SPD-Chefin Bas fordert wegen hoher Spritpreise Übergewinnsteuer
SPD-Chefin Bärbel Bas hat sich angesichts der anhaltend hohen Spritpreise für eine Übergewinnsteuer ausgesprochen. "Aus meiner Sicht wäre auch eine Übergewinnsteuer eine denkbare Option, wenn die Ölkonzerne die Krise für übermäßige Gewinne ausnutzen", sagte die Bundesarbeitsministerin der "Leipziger Volkszeitung" und der "Sächsischen Zeitung" (Mittwochsausgaben). "Da zocken die Konzerne gerade in der Krise und machen erhebliche Zusatzgewinne."
04.38 Uhr: Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele im Südlibanon
Die israelische Luftwaffe greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Süden des Libanons an. Die Angriffe gelten der Infrastruktur der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah, wie das Militär mitteilte. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte Bürger in der südlibanesischen Stadt Tyros zur Flucht aufgefordert, nachdem laut Armeeangaben Raketen aus der Region auf Israel abgefeuert worden waren.
04.37 Uhr: Irans Außenminister - Globale Folgen des Krieges werden "alle treffen"
Die Folgen des Iran-Krieges werden nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi weltweit zu spüren sein. "Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft", erklärte Araghtschi am Mittwoch im Onlinedienst X. Er fügte seinem Beitrag die Rücktrittserklärung des Leiters des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA (NCTC), Joe Kent, an. Immer mehr Stimmen, darunter europäische und US-Vertreter, würden den Krieg gegen den Iran als "ungerecht" bezeichnen, erklärte Araghtschi. "Weitere Mitglieder der internationalen Gemeinschaft sollten diesem Beispiel folgen", forderte er.
04.11 Uhr: Iranisches Atomkraftwerk Buschehr von Geschoss getroffen
Auf dem Gelände des iranischen Atomkraftwerks Buschehr ist ein Geschoss eingeschlagen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte in der Nacht auf Mittwoch mit, dass sie aus Teheran einen Bericht erhalten habe, wonach der Komplex bei einem Angriff getroffen worden sei. "Es wurden keine Schäden am Kraftwerk oder Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet", hieß es. Die vorsichtig formulierte Erklärung der IAEA war die erste öffentliche Stellungnahme außerhalb von Iran oder Russland zu dem Vorfall am Dienstag.
03.40 Uhr: Zwei Tote durch Splitter abgefangener iranischer Rakete bei Tel Aviv
In Ramat Gan nahe Tel Aviv sind ein Mann und eine Frau durch Splitter einer abgefangenen iranischen Rakete getötet worden. Die Opfer seien nur wenige Meter vom Schutzraum entfernt gewesen, teilt die Polizei mit. Damit steigt die Zahl der Kriegstoten in Israel dem Rettungsdienst Magen David Adom zufolge auf mindestens 14.
03.34 Uhr: Israelische Armee ruft Menschen im Zentrum von Beirut zur Evakuierung auf
Die israelische Armee hat die Bewohner eines zentralen Viertels der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten am Mittwoch eine "dringende Warnung an die Einwohner des Viertels Baschura". Die israelische Armee werde dort in Kürze gegen eine Anlage der pro-iranischen Hisbollah-Miliz vorgehen. Adraee veröffentlichte eine Karte des Viertels mit einem Gebäude, dem Anwohner "zu ihrer eigenen Sicherheit" auf eine Distanz von mindestens 300 Metern fernbleiben sollten.
03.27 Uhr: Iranischer Flugkörper trifft nahe australischer Basis in den Vereinigten Arabischen Emiraten
Ein iranischer Flugkörper ist nach Angaben des australischen Ministerpräsidenten Anthony Albanese nahe der Al-Minhad-Luftwaffenbasis seines Landes in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingeschlagen. Alle australischen Soldaten seien in Sicherheit, sagt Albanese. Durch ein kleines Feuer nach dem Einschlag auf einer Zufahrtsstraße zur Basis seien ein Unterkunftsgebäude und eine medizinische Einrichtung leicht beschädigt worden.
02.43 Uhr: Mindestens sechs Tote bei israelischen Angriffen in Beirut
Bei israelischen Angriffen im Zentrum der libanesischen Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens sechs Menschen getötet worden. 24 weitere Menschen seien einer vorläufigen Zählung zufolge verletzt worden, erklärte das Ministerium am Mittwoch. Libanesische Medien hatten zuvor von israelischen Angriffen ohne Vorwarnung in den zentralen Beiruter Stadtteilen Sukak al-Blat und Basta berichtet.
01.08 Uhr: USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Straße von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Straße von Hormus anzugreifen. "Mehrere" der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien "erfolgreich eingesetzt" worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.
Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten "eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge" dargestellt.
00.30 Uhr: USA greifen iranische Stellungen nahe Straße von Hormus an
US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Stellungen entlang der iranischen Küste nahe der Straße von Hormus angegriffen. Die dort stationierten iranischen Anti-Schiff-Raketen stellten eine Gefahr für die internationale Schifffahrt dar, teilt das US-Militär mit.
00.01 Uhr: VAE-Botschafter ruft Iran zu sofortigem Stopp der Angriffe auf
Nach den Luftangriffen aus dem Iran setzen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auf Deeskalation, pochen aber zugleich auf ihr Recht auf Selbstverteidigung. Mit den USA werde man weiter als Partner zusammenarbeiten, um eine weitere Eskalation in der Region zu verhindern, sagte der VAE-Botschafter in Deutschland, Ahmed Alattar, dem Handelsblatt. "Gleichzeitig behalten wir uns das volle Recht auf Selbstverteidigung nach internationalem Recht vor."
Alattar sagte weiter, man sei aktuell in einem "Zustand der Selbstverteidigung". In Richtung der iranischen Regierung sagte er: "Wir fordern, dass diese Angriffe unverzüglich eingestellt werden." Man habe sehr deutlich gemacht, nicht zuzulassen, dass das eigene Territorium für Angriffe gegen den Iran genutzt werde. Trotzdem schicke der Iran gezielt Raketen und Drohnen auf Wohngebäude, Flughäfen und andere zivile Einrichtungen.
Mittwoch, 18. März 2026
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