Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Karte zur militärischen Lage im Nahen Osten
21.46 Uhr: Trump - Iranischer Blockadebrecher gestoppt
Die USA haben nach Darstellung von Präsident Donald Trump ein iranisches Frachtschiff angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Die Besatzung ignorierte demnach ein Warnsignal, woraufhin das US-Kriegsschiff auf den Maschinenraum feuerte. Ereignet habe sich der Vorfall im Golf von Oman. "Derzeit steht das Schiff unter der Kontrolle der US-Marine", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Die USA hatten zuvor eine Seeblockade für Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. Trump zufolge steht das Schiff wegen illegaler Aktivitäten auf der Sanktionsliste der USA. Aktuell werde geprüft, was sich an Bord befinde.
19.46 Uhr: Bericht - Iran lehnt zweite Verhandlungsrunde mit USA ab
Die iranische Führung lehnt laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab. Zur Begründung hieß es am Abend, übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten "keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen". Außerdem seien die Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde in Pakistan kommende Woche Teil einer amerikanischen Medienkampagne, um mit Schuldzuweisungen noch mehr Druck auf Teheran auszuüben.
Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte unter Berufung auf eine informierte Quelle gemeldet, solange die US-Marine weiter an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhalte, werde es keine Verhandlungen geben.
19.30 Uhr: Deutsche Marine bereitet Hormus-Einsatz vor
Die Deutsche Marine bereitet sich bereits konkret auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus vor. "Wir planen das. Wir spielen das durch - auch mit Blick auf mögliche Partner und wie kann sich eine solche Operation zusammensetzen", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Er würde seinen Job als Verteidigungsminister nicht richtig machen, wenn man nicht längst konkret in diese Planungen eingestiegen wäre.
Man befinde sich aber noch im Planungsstadium, betonte der SPD-Politiker. Voraussetzung für einen solchen Einsatz wäre auch zunächst ein anhaltender Waffenstillstand in der Region, ein völkerrechtliches Dach und ein Mandat des Deutschen Bundestags. "Da sind wir ja noch lange nicht."
18.44 Uhr: UN-Botschafter verteidigt Trumps Drohung gegen Irans Infrastruktur
Der Botschafter der USA bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hat die neuerliche Drohung von Präsident Donald Trump verteidigt, zivile Infrastruktur im Iran anzugreifen. Auf die Drohung Trumps angesprochen, jede Brücke und jedes Kraftwerk im Iran zu zerstören, sollte sich Teheran nicht auf die Bedingungen der USA für eine Beendigung des Krieges einlassen, erklärte Waltz, dass es sich dabei lediglich um eine Eskalationsstufe handele. Die Einwände dagegen seien lächerlich.
Die Islamische Republik und ihre Stellvertreter hätten militärische Infrastruktur in der Vergangenheit immer wieder bewusst in Wohngebieten, Krankenhäusern, Schulen und anderen zivilen Einrichtungen verborgen, sagte Waltz dem US-Sender ABC. Angriffe auf solche Orte stünden absolut im Einklang mit der Landkriegsordnung, sagte er und verwies darauf, dass Teheran Raketen und Drohnen eingesetzt habe, um Hotels und Wohnhäuser in der Golfregion zu attackieren.
18.32 Uhr: US-Regierung schließt anhaltend höheren Benzinpreis nicht aus
Die Benzinpreise in den USA könnten der Regierung zufolge bis ins nächste Jahr über der Marke von drei Dollar je Gallone (etwa 0,67 Euro pro Liter) bleiben. Energieminister Chris Wright sagt dem Sender CNN allerdings, dass sie vermutlich ihren Höhepunkt erreicht hätten. Der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin lag Schätzungen des US-Automobilclubs AAA zufolge am Sonntag bei 4,05 Dollar, gegenüber 3,16 Dollar vor einem Jahr. In den USA gilt der Benzinpreis als psychologisch wichtiger Gradmesser für die Teuerung. Im November finden Kongresswahlen statt.
18.17 Uhr: Israel veröffentlicht Karte besetzter Gebiete im Libanon
Die israelische Armee veröffentlicht erstmals eine Karte ihrer neuen Stationierungslinie im Libanon. Innerhalb dieses Gebiets kontrolliert das Militär demnach Dutzende größtenteils verlassene Dörfer. Die Linie reicht fünf bis zehn Kilometer tief in libanesisches Gebiet hinein, wo Israel eine Pufferzone zum Schutz von Ortschaften in Nordisrael einrichten will. Fünf Divisionen und die Marine seien im Einsatz, um Einrichtungen der Hisbollah-Miliz zu zerstören, teilt das Militär mit. Stellungnahmen der libanesischen Regierung oder der vom Iran unterstützten Hisbollah liegen zunächst nicht vor. Im Libanon war vor wenigen Tagen eine von den USA vermittelte Feuerpause in Kraft getreten.
18.00 Uhr: US-Energieminister sieht USA kurz vor Einigung mit Iran
US-Energieminister Chris Wright wähnt sein Land kurz vor einem Abkommen mit dem Iran. US-Präsident Donald Trump sei ein "kreativer Verhandler", der Druck und Unsicherheit auf verschiedene Arten einsetze, sagte "Wright dem Sender Fox News am Sonntag. Er gehe davon aus, dass es ein nettes Ende dieses Konflikts" geben werde. Und auch mit dem Wiederanlaufen des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus werde es nach der Öffnung der Meerenge zwar etwas dauern, "aber wahrscheinlich nicht zu lange".
17.45 Uhr: Iran sieht US-Seeblockade als Kriegsverbrechen
Der iranische Außenministeriumssprecher Ismail Baghai hat die US-Seeblockade gegen iranische Häfen als Kriegsverbrechen bezeichnet. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die von Pakistan vermittelte Waffenruhe zwischen Teheran und Washington gefährde, erklärte er in sozialen Medien. Dass der iranischen Bevölkerung auf diese Weise eine Kollektivstrafe auferlegt werde, sei ein Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Propaganda-Plakat in Teheran zur Straße von Hormus
16.20 Uhr: Noch keine Zusage aus dem Iran für Verhandlungen
Die iranische Führung hat einem Bericht zufolge noch keine Entscheidung zu einem möglichen Treffen mit US-Vertretern getroffen. Solange die US-Marine weiter an ihrer Seeblockade vor der Straße von Hormus festhalte, werde es keine Verhandlungen geben, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine informierte Quelle. In den vergangenen Tagen seien jedoch unter Vermittlung des Nachbarlands Pakistan Nachrichten ausgetauscht worden.
15.35 Uhr: Vance reist für Gespräche mit Iran nach Pakistan
US-Vizepräsident JD Vance und die UnterhändlerSteve Witkoff und Jared Kushner reisen für Gespräche mit dem Iran nach Pakistan. Das teilt das Weiße Haus mit.
15.24 Uhr: Kommandeur: Iran baut Raketen- und Drohnenarsenal wieder auf
Der Iran hat nach eigenen Angaben mit dem Wiederaufbau seiner Raketen- und Drohnenbestände begonnen. Ein hochrangiger Militärvertreter sagte am Sonntag laut Staatsmedien, die Bestände an Waffen und Munition würden wieder aufgefüllt, während sich die zweiwöchige Waffenruhe mit den USA dem Ende nähere. Brigadegeneral Sejed Madschid Mussawi, Kommandeur der Luft- und Raumstreitkräfte der Revolutionsgarden, sagte dem staatlichen Rundfunk IRIB zufolge, während der seit dem 8. April laufenden Waffenruhe seien Drohnen-Startvorrichtungen und Raketenabschussrampen repariert worden. "Wir modernisieren und bestücken unsere Raketen- und Drohnenstartplattformen jetzt noch schneller als vor dem Krieg."
14.25 Uhr: Trump: Schicken Unterhändler nach Pakistan
US-Präsident Donald Trump kündigt die Entsendung von Unterhändlern nach Pakistan an und droht zugleich dem Iran mit massiven Angriffen. Die Vertreter würden am Montag Abend zu Verhandlungen in Islamabad eintreffen, schreibt Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Die USA böten eine sehr faire und vernünftige Vereinbarung an. Sollte der Iran diese nicht annehmen, würden die USA jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke in dem Land zerstören, erklärt Trump.
14.14 Uhr: Papst: Waffenruhe im Libanon ist Anlass zur Hoffnung
Papst Leo XIV. hat die Waffenruhe im Libanon als Anlass zur Hoffnung bezeichnet. Zum Abschluss einer Messe in Angola sagte er am Sonntag vor schätzungsweise 100.000 Gläubigen, die Feuerpause sei eine Erleichterung für das libanesische Volk. Er ermutige alle, die sich um eine diplomatische Lösung bemühten, die Friedensgespräche fortzusetzen, um ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten im Nahen Osten zu erreichen. Der Papst befindet sich auf einer elftägigen Reise durch vier afrikanische Länder, die immer wieder von Appellen für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit geprägt ist.
13.22 Uhr: Vier Festnahmen im Iran wegen Spionagevorwürfen
Im Iran wurden laut einem Medienbericht vier Personen unter dem Verdacht der Spionage festgenommen, darunter zwei Ausländer. Die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, dass die Gruppe Teil eines Spionagenetzwerks sei, das mit den USA und Israel verbunden ist. Den Ausländern, deren Nationalitäten nicht genannt wurden, wird vorgeworfen, Satelliten-Internet-Ausrüstung wie Starlink ins Land gebracht zu haben – eine Straftat im Iran, der seit sieben Wochen das Internet blockiert. Seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel wurden Hunderte Iraner unter dem Vorwurf festgenommen, mit feindlichen Staaten zusammenzuarbeiten.
13.12 Uhr: Iran stoppt offenbar zwei Tanker an Straße von Hormus
Laut einem Medienbericht haben die iranischen Streitkräfte zwei Tanker daran gehindert, die Straße von Hormus zu passieren. Die Schiffe, die unter den Flaggen von Botswana und Angola fuhren, wurden nach Warnungen zur Kursänderung gezwungen, berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim. Als Grund für das Vorgehen nennt die Agentur die anhaltende Seeblockade der USA gegen den Iran und spricht von einer "unbefugten Durchfahrt".
Im Audio: Lage im Iran-Konflikt weiter stark angespannt
Schiffe in der Straße von Hormus
13.00 Uhr: Iran will Raketen-Abschussanlagen rasch erneuern
Laut eigenen Angaben baut der Iran seine Raketen- und Drohnen-Abschussanlagen inzwischen schneller aus als vor dem Krieg mit den USA und Israel. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Nournews unter Berufung auf Madschid Mussawi, den Chef der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarden. Die Äußerungen wurden zusammen mit einem Video veröffentlicht, das Mussawi bei der Inspektion einer unterirdischen Raketenanlage zeigt. Reuters konnte die Angaben nicht unabhängig bestätigen. Israel und die USA hatten den Iran am 28. Februar angegriffen, mit dem Ziel, die Raketenstreitkräfte des Landes zu zerstören.
12.46 Uhr: Libanesisches Militär öffnet wichtige Straßen im Süden des Landes
Das libanesische Militär hat im Süden des Landes bedeutende Straßenverbindungen wiederhergestellt. Die Chardali-Straße, die Nabatije und Mardschajun verbindet, sowie die Strecke zwischen dem Hafen von Tyrus und dem Dorf Burdsch Rahhal sind nun wieder befahrbar, wie die Armee am Sonntag mitteilte. Weitere Straßen, darunter eine Brücke über den Litani-Fluss im Dorf Tayr Filsay, sollen ebenfalls bald freigegeben werden.
12.31 Uhr: Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur
Das israelische Militär hat bekanntgeben, den Kommandeur der schiitischen Hisbollah-Miliz in der südlibanesischen Stadt Bint Dschbeil getötet zu haben. Ali Rida Abbas sei vor Inkrafttreten der Waffenruhe mit dem Libanon, die seit der Nacht zum Freitag für zehn Tage gelten soll, ums Leben gekommen, teilte das Militär mit. Die Hisbollah bestätigte den Tod des Kommandeurs zunächst nicht.
12.16 Uhr: Parlamentspräsident - Iran will dauerhaften Frieden
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat sich für einen Friedensschluss ausgesprochen, der eine Wiederholung des Krieges im Nahen Osten ausschließt. "Iran strebt einen dauerhaften Frieden an, damit der Krieg nicht erneut aufflammt", sagte er in einem Interview, das nach Angaben der Staatsmedien am Samstagabend im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die derzeitige Waffenruhe mit den USA soll voraussichtlich nächste Woche auslaufen.
11.37 Uhr: Huthi-Miliz im Jemen droht mit neuen Angriffen
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat mit neuen Angriffen auf Handelsschiffe gedroht. Der ranghohe Huthi-Vertreter Hussein al-Essi sprach dabei heute auch von einer möglichen Schließung der Meerenge Bab al-Mandab, die den Suezkanal und Europa vom Indischen Ozean und Asien trennt. US-Präsident Donald Trump rief er auf, den "Frieden" in der Region nicht weiter zu behindern.
10.44 Uhr: Israel teilt Südlibanon offenbar in drei Zonen auf
Laut einem Medienbericht hat die israelische Armee den weiter kontrollierten Südlibanon nach der Waffenruhe in drei Zonen unterteilt. Die "rote Linie" umfasst die Dörfer an der israelisch-libanesischen Grenze, wo die meisten Gebäude zerstört wurden und keine Hisbollah-Kämpfer mehr sind. Hier hat die Armee teils feste Stellungen eingenommen.
Die "gelbe Linie" verläuft sechs bis zehn Kilometer von der Grenze entfernt. In dieser Zone, die Dutzende Dörfer umfasst, sollen Raketenangriffe auf Nordisrael verhindert werden. Hier sind noch israelische Bodentruppen im Einsatz, vereinzelt gibt es Kämpfe, insbesondere in der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail.
Die dritte Zone reicht bis zum Litani-Fluss, etwa 30 Kilometer von der Grenze entfernt. In diesem Bereich will die Armee ihre Kontrolle durch Feuerkraft und Beobachtungsposten sichern.
10.24 Uhr: Lage im Iran-Konflikt stark angespannt - Erneute Sperrung der Straße von Hormus
Vor dem bislang für kommenden Mittwoch geplanten Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg bleibt die Lage in dem Konflikt extrem angespannt. Nach der erneuten iranischen Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus drohte Teheran am Wochenende mit dem Beschuss aller Schiffe, die sich der Meerenge nähern. Mindestens ein Öltanker wurde bereits beschossen. US-Präsident Donald Trump warnte, die USA würden sich nicht vom Iran "erpressen" lassen. Währenddessen laufen die Friedensbemühungen weiter auf Hochtouren.
09.50 Uhr: Irans Präsident pocht auf "nukleare Rechte" seines Landes
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die Differenzen mit den USA im Atomstreit betont. US-Präsident Donald Trump behaupte, der Iran dürfe seine "nuklearen Rechte" nicht ausüben, nenne jedoch kein Verbrechen, das diese Haltung rechtfertige, zitierte die Nachrichtenagentur Isna Peseschkian. "Wer ist er, dass er einer Nation ihre Rechte abspricht?", so der iranische Präsident.
09.22 Uhr: Aus Protest gegen Waffenruhe - Streik in nordisraelischer Stadt
In Kiriat Schmona, der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze, sind die Einwohner aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz in den Streik getreten. Stadtverwaltung und Bildungseinrichtungen blieben geschlossen, berichtete der israelische Kan-Sender. Auch in Jerusalem waren Proteste geplant, da die Stadt während des jüngsten Kriegs wiederholt von der Hisbollah beschossen wurde.
08.20 Uhr: Leo XIV. will Streit mit Trump nicht ausufern lassen
Im Streit mit US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. ein Zeichen der Entspannung gesetzt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach auf seiner Afrika-Reise davon, dass manche seiner Äußerungen falsch interpretiert worden seien. "Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen. Das liegt überhaupt nicht in meiner Absicht." Von Trump, der den Papst nach dessen Friedensappellen mit Vorwürfen überzogen hatte, gab es zunächst keinen Kommentar.
06.55 Uhr: Israelischer Soldat bei Kämpfen im Süden des Libanon getötet
Ein israelischer Soldat ist bei Kämpfen im Süden des Libanon ums Leben gekommen, wie die israelischen Streitkräfte am Sonntag mitteilten. Der 31-Jährige sei "im Gefecht gefallen", hieß es, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor war in der Nacht zum Freitag eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon in Kraft getreten.
Der 31-Jährige ist der zweite israelische Soldat, der seit Beginn der Waffenruhe getötet wurde. Insgesamt ist er der 15. israelische Soldat, der seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Zuge des Iran-Kriegs ums Leben kam, so eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP.
06.00 Uhr: Kreuzfahrtschiffe durchqueren Straße von Hormus
Kreuzfahrtschiffe der Hamburger Reederei TUI sowie der Schweizer Gesellschaft MSC haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert. Wie beide Unternehmen mitteilten, sind die Schiffe nun auf dem Weg nach Europa. Passagiere sind nicht an Bord. Die Schiffe konnten den Persischen Golf bislang wegen des Iran-Kriegs nicht verlassen. Gestern hatte sich die Lage um die wirtschaftlich wichtige Meerenge zugespitzt: Der Iran hatte eine zuvor angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig gemacht, weil die USA weiter iranische Häfen blockieren. Daraufhin kam es zu mehreren Vorfällen auf dem Wasser: Nach britischen Angaben schossen die Revolutionsgarden auf mindestens einen Öltanker. Außerdem sollen sie auch eines der Kreuzfahrtschiffe von TUI bedroht haben, das die Meerenge danach allerdings durchqueren konnte.
05.59 Uhr: Iran und USA weiterhin weit von Einigung entfernt
Trotz Fortschritten bei den Friedensverhandlungen bleiben die Differenzen zwischen dem Iran und den USA laut Parlamentspräsident Ghalibaf groß. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte er, dass einige Streitpunkte gelöst wurden, andere jedoch ungelöst blieben. Eine endgültige Einigung sei noch weit entfernt.
Zudem betonte Ghalibaf, dass Iran den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus kontrolliere. Kurz zuvor hatte Teheran die Öffnung der wichtigen Meerenge für den globalen Ölmarkt wieder rückgängig gemacht. Als Grund nannte ein Sprecher die fortgesetzte Blockade iranischer Häfen durch die USA.
04.30 Uhr: Iran-Krieg bremst Tourismus aus Asien und Nahost nach Europa
Die Schweiz, Österreich und Großbritannien verzeichnen aufgrund des Iran-Kriegs und seiner Folgen einen Rückgang bei den Touristenzahlen. Besonders Gäste aus Asien hätten im März ihre Buchungen storniert, teils wegen ausgefallener Flüge über Drehkreuze wie Dubai, so der Sprecher von Schweiz Tourismus, André Aschwanden. Auch Neubuchungen gingen zurück. "Das ist besonders ungünstig, da derzeit Hochsaison für Reisen nach Europa und in die Schweiz wäre, sowohl in den Golfstaaten als auch in Indien und Südostasien", so Aschwanden gegenüber der dpa.
01.08 Uhr: Hisbollah bleibt trotz Waffenruhe einsatzbereit
Der Chef der libanesischen Hisbollah, Naim Kassim, betrachtet die kürzlich vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon als Erfolg seiner Miliz. Die Feuerpause sei nur durch den Einsatz seiner Kämpfer im Südlibanon zustande gekommen, erklärte er in einer Mitteilung. Kurz nach dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar war es zu erneuten Kämpfen zwischen der vom Iran unterstützten Hisbollah und Israels Militär gekommen. Die Waffenruhe trat in der Nacht zum Freitag in Kraft. Die libanesische Regierung und Armee sind in diesem Konflikt nicht involviert. Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagte der Hisbollah-Chef laut Mitteilung. Da man dem Feind aber nicht traue, würden die Kämpfer seiner Miliz mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren, hieß es.
00.40 Uhr: Frankreich macht Hisbollah für Tod eines Blauhelmsoldaten verantwortlich
Frankreich hat die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz für den Tod eines französischen Blauhelmsoldaten im Süden des Libanon verantwortlich gemacht. Präsident Emmanuel Macron erklärte am Samstag auf X, es deute alles darauf hin, dass die Hisbollah hinter dem Angriff stehe. Die libanesische Regierung verurteilte den Vorfall und versprach, "die Angreifer zur Rechenschaft zu ziehen". Die Hisbollah wies die Vorwürfe zurück und kritisierte die mit Israel vereinbarte Waffenruhe.
Der französische Blauhelmsoldat der UN-Mission Unifil war einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Libanon und Israel bei dem Angriff getötet worden. Drei weitere französische Soldaten wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.
Sonntag, 19. April 2026
Die Top-Themen aus Europa - hier klicken!


